[
  {
    "start": 1.42,
    "end": 2.78,
    "text": "Hallo Christian, er hat Matschewski hier."
  },
  {
    "start": 3.02,
    "end": 6.68,
    "text": "Also, ich glaube, heute geht's ab in der ungewöhnlichsten Fraktionsgemeinschaft Deutschlands."
  },
  {
    "start": 7.12,
    "end": 12.48,
    "text": "Rebecca und ich dürfen bei dem Thema, ich glaube, soweit auseinander liegen wir noch nie vorher, aber naja, Sie kennen das ja, ne?"
  },
  {
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    "end": 14.58,
    "text": "Reibung erzeugt bekanntlich Wärme."
  },
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    "text": "Kulturkampf auf dem Dorf Platz."
  },
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    "text": "Heiß ist der Anlassstichwort Köln."
  },
  {
    "start": 18.58,
    "end": 23.96,
    "text": "Da sollte der Spielplatz nicht mehr Spielplatz heißen, sondern Spiel- und Aktionsfläche."
  },
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    "end": 25.7,
    "text": "Symbolpolitik auf Abwägen."
  },
  {
    "start": 25.98,
    "end": 29.5,
    "text": "Unser Thema in wenigen Sekunden nach diesem Hinweis, unser Responsors."
  },
  {
    "start": 29.82,
    "end": 31.12,
    "text": "der diesen Podcast möglich macht."
  },
  {
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    "end": 52.82,
    "text": "Herzlich willkommen zur ungewöhnlichsten Fraktionsgemeinschaft Deutschlands."
  },
  {
    "start": 53.14,
    "end": 55.68,
    "text": "Kulturkampf auf dem Dorfplatz."
  },
  {
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    "end": 58.04,
    "text": "Wenn Identität politisch wird."
  },
  {
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    "end": 61.64,
    "text": "Unser Thema in dieser Reihe, wie immer angelegt auf drei Teile."
  },
  {
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    "end": 64.5,
    "text": "Im ersten Teil der diskutieren Rebecca Piron und ich."
  },
  {
    "start": 64.9,
    "end": 66.64,
    "text": "intern als Fraktion über das Thema."
  },
  {
    "start": 67.2,
    "end": 72.2,
    "text": "Dann weiten wir den Blick im zweiten Teil mit unserem sachkundigen Einwohner und im Teil drei."
  },
  {
    "start": 72.4,
    "end": 79.3,
    "text": "Ja, da trauen wir uns dann raus wieder in die überfraktionelle Diskussion mit drei Gesprächspartnern und drei unterschiedlichen Ansichten."
  },
  {
    "start": 79.68,
    "end": 81.16,
    "text": "Damit aber erst mal herzlich willkommen zur."
  },
  {
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    "end": 82.14,
    "text": "Wir trauen uns Runde."
  },
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    "end": 82.68,
    "text": "Hallo Rebecca."
  },
  {
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    "end": 84.16,
    "text": "Hallo Christian."
  },
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    "end": 89.92,
    "text": "Ja, ich bin schon sehr gespannt, was wir da jetzt vielleicht für Rückmeldungen auch bekommen werden zu dieser Diskussion."
  },
  {
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    "end": 92.78,
    "text": "Köln hast du ja jetzt schon angesprochen."
  },
  {
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    "end": 97.86,
    "text": "Ich glaube ja, dass das erst mal bestimmt gut gemeint war mit der Spiel- und Aktionsfläche."
  },
  {
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    "end": 101.76,
    "text": "Aber wie das in Köln so oft ist, es endet alles im Spott."
  },
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    "end": 110.94,
    "text": "Da ist der Komiker Guido Kanz, der seine Heimatstadt seitdem die Hauptstadt der Bekloppten nennt, wahrscheinlich noch fast der freundlichste Kritiker, den wir haben."
  },
  {
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    "end": 115.04,
    "text": "Auf der politischen Bühne wird da doch etwas härter kritisiert."
  },
  {
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    "end": 120.26,
    "text": "Der Kulturstaatsminister, zum Beispiel, spricht von einem freiheitsfeindlichen Übergriff."
  },
  {
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    "end": 126.6,
    "text": "Die Verantwortlichen in der Stadt sagen dagegen, es ging eigentlich um Inklusion und Beteiligung."
  },
  {
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    "end": 138.38,
    "text": "Die neuen Schilja sollten darauf hinweisen, dass diese Orte eben vielleicht nicht nur für die kleinsten Kinder gemeint sind, sondern dass auch Jugendliche da willkommen sind und vielleicht ja auch hin und wieder mal Erwachsene, wenn sie Lust haben."
  },
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    "text": "Mhm,"
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  {
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    "end": 141.92,
    "text": "allerdings sind wir da natürlich so ein bisschen bei dem Punkt."
  },
  {
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    "text": "Ich meine, Sprache hat eben viel mit Vertrauen zu tun."
  },
  {
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    "end": 149.22,
    "text": "Sprache ist, das kennen wir als Journalisten sowieso, ein scharfes Schwert."
  },
  {
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    "end": 164.78,
    "text": "Und ganz ehrlich, wenn ich höre Spiel- und Aktionsfläche, also für mich klingt das wie so ein Hybridoratorium aus Verwaltungsideologen, inklusive Slang, Stadtratsposaune, also bleibt es nicht am Ende trotzdem einfach ein Platz, wo Kinder spielen und fertig."
  },
  {
    "start": 165.02,
    "end": 171.08,
    "text": "Ändert sich Sprache oder ändert sich Sprache wirklich durch die Verordnung oder ändert sich Sprache nicht einfach durch das Leben?"
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  {
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    "end": 175.16,
    "text": "Ich glaube, wir sind uns einig, dass Spiel- und Aktionsfläche nicht sexy klingt."
  },
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    "end": 188.52,
    "text": "Was man, glaube ich, nicht vergessen darf, ist, dass die Stadtverwaltung da jetzt nicht im stillen Kämmerlein für sich entschieden hat, dass das so heißen soll, sondern dass sie über ein Jahr lang rausgegangen sind in die Stadt und mit Kindern, Jugendlichen und Eltern gesprochen haben, was sie so dazu denken."
  },
  {
    "start": 188.98,
    "end": 192.68,
    "text": "Verordnung von oben würde ich in dem Fall deshalb jetzt nicht unbedingt gelten lassen."
  },
  {
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    "end": 196.96,
    "text": "Aber mal ganz davon abgesehen ist die Frage ja, warum es eigentlich geht."
  },
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    "end": 205.02,
    "text": "Das Beispiel an sich ist ja eigentlich nicht von besonders großer Bedeutung, also auf keinen Fall von so großer wie... in der Diskussion es aussieht."
  },
  {
    "start": 205.88,
    "end": 211.04,
    "text": "Aber generell geht es ja so ein bisschen darum, was macht Sprache mit uns und was?"
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    "text": "was drücken wir mit bestimmten Begriffen eigentlich aus?"
  },
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    "end": 216.24,
    "text": "und ich glaube schon, dass es gut ist hin und wieder zu hinterfragen."
  },
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    "start": 217.14,
    "end": 220.48,
    "text": "Wie sprechen wir und ist das eigentlich noch zeitgemäß?"
  },
  {
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    "end": 229.88,
    "text": "Beziehungsweise wissen wir vielleicht in manchen Fällen längst, dass bestimmte Begriffe schädlich sind und es jetzt vielleicht auch gar nicht so schwer wäre, sie zu vermeiden."
  },
  {
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    "end": 239.7,
    "text": "Also wenn man mal ganz plakativ sein möchte, Worte wie das sogenannte N-Wort würde heutzutage niemand mehr sagen, der auch nur einen Funkenanstand hat."
  },
  {
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    "end": 240.94,
    "text": "Das war aber ja nicht immer so."
  },
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    "end": 242.22,
    "text": "Und das ist ja ein Fortschritt."
  },
  {
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    "end": 245.76,
    "text": "Da würden jetzt, glaube ich, die wenigsten Großkritik dran haben."
  },
  {
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    "end": 248.72,
    "text": "Ja, wobei die Diskussion gab es hier vor einigen Jahren."
  },
  {
    "start": 248.76,
    "end": 253.9,
    "text": "Ich glaube, Herr Hermann war es damals ja, dass er das in einer Fernsehsendung mal sagte, mit Bezug auf Roberto Blanco."
  },
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    "start": 254.0,
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    "text": "Und das fand ich ganz interessant."
  },
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    "end": 259.079,
    "text": "Der sagte dann selber, also ich fühle mich durch dieses Wort überhaupt nicht beleidigt."
  },
  {
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    "end": 263.8,
    "text": "Im Gegenteil, er sagte mal wörtlich, ich war immer stolz auf meine Hautfarbe."
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    "text": "Mich erinnert das so ein bisschen an eine wunderbare, höhere Kollegin von uns beiden, die hier lange bei Kommunal gearbeitet hat, Vater, Afrika, Mutter aus Deutschland."
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    "start": 273.04,
    "end": 280.72,
    "text": "Und die hat mir auch mal gesagt, also... Solange das im Unterton nicht abwertend ist oder verletzend gemeint ist, habe ich damit überhaupt gar kein Problem."
  },
  {
    "start": 281.54,
    "end": 291.94,
    "text": "Also ich habe manchmal so den Eindruck, haben vielleicht nicht diejenigen, die Sprachpolizei spielen wollen, oft im Kopf das größere Problem, als es die Betroffene manchmal selber haben."
  },
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    "end": 294.44,
    "text": "Das kann bestimmt manchmal sein."
  },
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    "end": 296.78,
    "text": "In dem Fall würde ich soweit, glaube ich, nicht gehen."
  },
  {
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    "end": 302.56,
    "text": "Ich meine es ganz klar, es wird nie jeder das gleiche Verhältnis zu irgendeinem Begriff haben."
  },
  {
    "start": 304.08,
    "end": 307.82,
    "text": "Und damit ist es halt eben auch dann nicht für jeden abwertend gemeint, so ein Wort."
  },
  {
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    "end": 315.14,
    "text": "Die Sache ist aber ja, es geht ja jetzt nicht wirklich um Einzelpersonen, sondern es geht um eine Gruppe, wenn wir einen Begriff haben, der eine Gruppe bezeichnet."
  },
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    "end": 325.06,
    "text": "Und wenn wir sagen können, so ein Großteil dieser Gruppe fühlt sich schlecht behandelt, schlecht bezeichnet mit dem Begriff."
  },
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    "text": "Warum nicht aufhören, ihn zu benutzen?"
  },
  {
    "start": 329.54,
    "end": 335.9,
    "text": "Und ich würde sagen, in diesem Fall ist die Gruppe halt exorbitant viel größer, die sagt, wir wollen so nicht bezeichnet werden."
  },
  {
    "start": 336.5,
    "end": 348.6,
    "text": "Und um mal auf unsere quasi Zielgruppe, die Kommunen jetzt oder auf unsere Ebene, Kommunen sind ja verpflichtet, wertfrei und diskriminierungsfrei zu kommunizieren."
  },
  {
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    "end": 351.42,
    "text": "Deshalb stellt sich da ja manchmal auch die Frage gar nicht."
  },
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    "end": 354.76,
    "text": "Also die Diskussion kann da gar nicht geführt werden."
  },
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    "end": 373.7,
    "text": "Aber ... Ich finde, es ist auch nicht nur das, sondern ich denke, es sollte ja auch in meinem Interesse sein, als Vertreterin von der Kommune so zu kommunizieren, dass ich den Menschen, die ich anspreche, nicht vor den Kopf stoße, weil das ist ja auch die einzige Art, wie ich eine Kommunikationsebene schaffen kann mit diesen Menschen."
  },
  {
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    "text": "Ja gut, das ist wertfrei."
  },
  {
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    "end": 377.78,
    "text": "Ich glaube, da sind wir uns absolut einig."
  },
  {
    "start": 377.84,
    "end": 382.58,
    "text": "Das Wertfrei kommunizieren ist eben gerade für Kommunen ein ganz, ganz wichtiges Thema."
  },
  {
    "start": 383.7,
    "end": 391.66,
    "text": "Ein Aspekt vielleicht noch zu dieser Spielplatzdiskussion aus Köln, die natürlich wieder so ein negativ Beispiel ist, weil auch völlig überzogen."
  },
  {
    "start": 393.04,
    "end": 406.6,
    "text": "Aber es ist auch, wie ich finde, ein Beispiel, das nur so ein Nebenaspekt wie eine Diskussion, in diesem Fall in einem Stadtergremium von der Verwaltung aufgegriffen wird, wie daraus dann Verwaltung handeln wird, ohne dass es eben irgendeinen politischen Beschluss dazugegeben hat."
  },
  {
    "start": 406.66,
    "end": 410.0,
    "text": "Also das fand ich so ein bisschen erschreckend und eher für mich Großstadtphänomen."
  },
  {
    "start": 413.68,
    "end": 426.72,
    "text": "Meintlich voraus einem Gehorsam irgendwie handelt und das eben eigenmächtig ohne politischen Beschluss ist dann eben auch nicht mehr neutral und eben nicht mehr wertfrei sich durchaus ein Problem drin, aber glücklicherweise tatsächlich nur in Anführungsstrichen."
  },
  {
    "start": 427.8,
    "end": 432.44,
    "text": "ein Großstadtproblem, wie ich das sehe, das dann auch noch jede Menge Kosten verursacht hat und so weiter und so fort."
  },
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    "end": 436.06,
    "text": "Aber gut, das vielleicht nur am Rande."
  },
  {
    "start": 437.34,
    "end": 444.72,
    "text": "Ja, ich glaube, in dem speziellen Fall wäre jetzt halt auch die Frage, ist es wirklich ohne Legitimation, wenn die Idee ja soweit ich weiß, eigentlich aus dem Jugendhilfeausschuss kam."
  },
  {
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    "end": 456.04,
    "text": "Aber so oder so hat die Oberbürgermeisterin am Ende ja jetzt ein Machtwort gesprochen und nun wird genau am Tag, nachdem wir unseren Podcast aufnehmen, die Entscheidungen bzw."
  },
  {
    "start": 456.38,
    "end": 457.46,
    "text": "nachdem sehr online geht."
  },
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    "end": 462.08,
    "text": "Die Entscheidung zu diesem Thema im Stadtrat gefällt."
  },
  {
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    "end": 466.76,
    "text": "Ein bisschen Schade für uns, dass das jetzt völlig überraschend in die Sommerabhause gefällt."
  },
  {
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    "end": 472.44,
    "text": "Wobei, glaube ich, inzwischen fast alle Fraktionen irgendwie zurückgerudert sind, so richtig will es keiner mehr gewesen sein."
  },
  {
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    "end": 480.5,
    "text": "Aber okay, das positive Zeichen, da bin ich bei dir, dass Henriette Reker ja die Notbremse gezogen hat, wenn man so will, zumindest vorübergehend erstmal."
  },
  {
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    "end": 494.42,
    "text": "Das finde ich insofern spannend, weil es ist wieder einmal zeigt, wie pragmatisch letztendlich dann doch unsere Bürgermeister auch ein Frau Reker durchaus ist, was sie, ich glaube, begriffen hat, dass dieses Spiel der Bevormundung vorbei ist."
  },
  {
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    "end": 504.06,
    "text": "Also ich glaube, wer erleben inzwischen bei solchen Themen eben auch eine Gegenöffentlichkeit, die sich von so einer Sprachdisziplin eben einfach nicht mehr alles vorschreiben lässt?"
  },
  {
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    "text": "Ja, da kann ich wirklich nicht so ganz mitgehen, muss ich sagen."
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    "text": "Also das wird Sprachpolizei und auch diese Bevormundung."
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    "text": "Also man muss auch die Kirche ein bisschen im Dorf lassen."
  },
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    "text": "Es geht um Schilder."
  },
  {
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    "end": 523.48,
    "text": "Die Kommune hat für sich entschieden, das könnte vielleicht ein besseres Signal sein, wenn wir Schilder mit diesem Wort statt mit diesem Wort drauf benutzen."
  },
  {
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    "end": 528.84,
    "text": "Keiner hatte vor, irgend wem zu verbieten, das selber Spielplatz zu nennen, wenn das Spielplatz nennen möchte."
  },
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    "text": "Das Beispiel ist vielleicht wirklich nicht besonders gut."
  },
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    "end": 534.94,
    "text": "Das ist nicht gut gelungen."
  },
  {
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    "end": 537.3,
    "text": "Die Umbenennung, keine gute Idee."
  },
  {
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    "text": "Ich bin auch kein Fan der Personalaufwassung und die Kosten."
  },
  {
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    "text": "Alles keine gute Sache."
  },
  {
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    "end": 553.1,
    "text": "Die Historie, die das jetzt quasi deutschlandweit ausgelöst hat für so eine kleinste Entscheidung in einer einzelnen Kommune, finde ich persönlich total unproduktiv."
  },
  {
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    "text": "Es gibt keine Sprachpolizei."
  },
  {
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    "end": 561.12,
    "text": "Das ist ein Eschofieren über Dinge, die viel kleiner sind, als sie gemacht werden, meiner persönlichen Meinung nach."
  },
  {
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    "text": "Und ich sehe das im Moment auch an allen Ecken und Enden."
  },
  {
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    "end": 575.52,
    "text": "Ein anderes Beispiel wäre für mich zum Beispiel, ja, das allseits bekannte Plakat des Freibad in Büren und eine weiße Frau, einem schwarzen Mann mit Beinprothese an den Hintern fasst."
  },
  {
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    "end": 580.66,
    "text": "Ich glaub, wir wissen alle, dass das nicht den häufigstenfalls sexueller Belästigung im Freibad dargestellt hat."
  },
  {
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    "end": 589.18,
    "text": "Und das kann man auf jeden Fall kritisieren, auch dass dadurch vielleicht im Zweifel sowas wie Frauenfeindlichkeit und Sexismus verharmlost werden."
  },
  {
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    "text": "Kann man alles machen, aber man könnte auch immer mal wohlwollend erst überlegen, Was hat man sich dabei vielleicht überhaupt gedacht?"
  },
  {
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    "text": "Und meiner Meinung nach ist die Intention relativ offensichtlich."
  },
  {
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    "text": "Man hat halt versucht, Stereotypen nicht zu bedienen."
  },
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    "text": "Man hat versucht, Gruppen bestimmte Sachen, die über sie gesagt werden, nicht nochmal überzustülpen, um eben auch nicht daraus so eine Art selbst erfüllende Prophezeiung zu machen."
  },
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    "text": "Ist das gut gelungen?"
  },
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    "text": "Nein, es ist überhaupt gar nicht gut gelungen."
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    "text": "Ist es richtig, dass man das Plakat wieder zurücknimmt und sich entschuldigt?"
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    "text": "Ja, würde ich auch sagen."
  },
  {
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    "end": 631.04,
    "text": "Aber die Art, wie sich darüber heutzutage aufgeregt wird, wirklich auf einer bundesweiten Bühne, das ist für mich überhaupt gar nicht nachvollziehbar."
  },
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    "end": 633.1,
    "text": "Ja, okay, das verstehe ich schon."
  },
  {
    "start": 633.18,
    "end": 637.1,
    "text": "Ich meine, Köln hatten wir mal ab, Sommerlochthema völlig überzogen."
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  {
    "start": 637.62,
    "end": 642.18,
    "text": "Aber dieses Bürenplakat finde ich schon, ich fand es ehrlich gesagt zynisch."
  },
  {
    "start": 643.06,
    "end": 653.12,
    "text": "Und deswegen ist es für mich schon ein Beispiel, warum so etwas dann hochgezogen wird, weil ganz Deutschland zeitgleich in dieser Woche über Vorfälle, zum Beispiel im Fratbad in Gelnhausen gesprochen hat."
  },
  {
    "start": 653.78,
    "end": 658.18,
    "text": "Und dann gab es so diese, für mich war das eine komplette auf diesem Plakat Täter-Opferumkehr."
  },
  {
    "start": 658.26,
    "end": 662.76,
    "text": "Und ich glaube, da merkt einfach dann auch der letzte Das hat mit Realität nichts mehr zu tun."
  },
  {
    "start": 662.84,
    "end": 668.04,
    "text": "Und dann bleibe ich bei diesem, da will mich jemand irgendwie für Doof verkaufen oder umerziehen, wie auch immer."
  },
  {
    "start": 669.6,
    "end": 675.4,
    "text": "Und im Gegensatz merken wir auf der anderen Seite, dass andere Probleme, die wir eigentlich hätten, weniger diskutiert werden."
  },
  {
    "start": 675.78,
    "end": 678.24,
    "text": "Also diese ganze Verwahrlosung des öffentlichen Raums in Köln."
  },
  {
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    "text": "Die Spielplätze sind ja in einem desolaten Zustand."
  },
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    "end": 682.52,
    "text": "Fixerbesteckt trifft auf Hundehaufen."
  },
  {
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    "end": 687.24,
    "text": "Auch nicht mehr nur in der Großstadt, leider eben auch mittlerweile in kleinen Orten."
  },
  {
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    "end": 690.8,
    "text": "Und bei den Freibädern, da laufen Diskussionen über Zwangsschließungen."
  },
  {
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    "end": 693.92,
    "text": "Wir haben immer wieder darüber berichtet, darunter gekommene Gebäude, Barakken."
  },
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    "end": 697.7,
    "text": "Viele trauen sich auch nie mehr rein, also kommt auch so ein Angstraum mit dazu."
  },
  {
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    "end": 708.68,
    "text": "Deswegen, ich glaube, das Problem ist eigentlich nicht diese technokratische Kunstsprache von einigen, sondern die Sprachlosigkeit."
  },
  {
    "start": 709.06,
    "end": 712.56,
    "text": "der Mehrheit dieser Gesellschaft diesen sinnlosen Übergriffen gegenüber."
  },
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    "end": 713.62,
    "text": "oder ich sage es mal einfacher."
  },
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    "end": 729.94,
    "text": "lautstarke Minderheiten fordern da, so ob ich manchmal den eindruckenden Ideologie, die der Mehrheit irgendwie völlig abgeht und Kommunen sehen sich dann nachvollziehbarerweise irgendwie in Zugzwang, weil sie nicht ganz sicher sind, sind es lautstarke Minderheiten oder sind es doch mehr?"
  },
  {
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    "end": 739.32,
    "text": "Irgendwie wollen sie dem in jedem Fall Rechnung tragen und ich glaube, das ist eine Gefahr, die dann zu dieser Politikerverdrossenheit führt und genau dagegen wollen wir als Kommunen auch etwas tun."
  },
  {
    "start": 740.2,
    "end": 755.54,
    "text": "Also ich sehe ehrlicherweise weder die Leute, die ideologisch gefordert haben, dass irgendwas als Spiel- und Aktionsfläche bezeichnet wird, noch die Leute, die ideologisch geprägt wollten, dass es so ein Plakat geht, wie das da im Freibad."
  },
  {
    "start": 756.72,
    "end": 760.56,
    "text": "Aus meiner Sicht ist es viel eher ein Problem von Diskussionen."
  },
  {
    "start": 760.86,
    "end": 763.48,
    "text": "Man macht einfach ungern noch Diskussionen auf."
  },
  {
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    "end": 779.06,
    "text": "Es funktioniert eher so, dass eine Gruppe einen Vorstoß vornimmt, eine andere Gruppe sich extrem darüber aufregt, der Vorstoß zurückgenommen wird und alle in ihre Ecken zurückgehen und sagen, jetzt wissen wir noch mehr als vorher, dass die andere Gruppe komplett unrecht hat."
  },
  {
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    "end": 785.26,
    "text": "Und ja, damit kommen wir halt einfach nicht mehr weiter in der Gesellschaft, würde ich sagen."
  },
  {
    "start": 785.4,
    "end": 788.14,
    "text": "Und das würde ich sagen, da müssen wir eigentlich ran."
  },
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    "text": "Es ist meine Perspektive."
  },
  {
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    "end": 809.2,
    "text": "Und deshalb würde ich auch sagen, so eine der wichtigsten Qualitäten, die Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker heute brauchen, ist eben die Fähigkeit, gut zu kommunizieren, vermittelnd zu kommunizieren und Ruhe zu bewahren, wenn die Gemüter halt mal wieder ... Etwas überzogen hochkochen"
  },
  {
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    "text": "ja okay."
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    "end": 813.06,
    "text": "das definitiven punkt sehe ich also absolut genauso."
  },
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    "end": 819.2,
    "text": "und schon dieses ich sage mal auch gutes kommunizieren ja aber auch schon vorher mal genau hingucken."
  },
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    "end": 822.3,
    "text": "und komme jetzt noch mal mit so einem Beispiel."
  },
  {
    "start": 823.46,
    "end": 836.16,
    "text": "Das zeigt vielleicht, dass man gar nicht erst diesen Schichtstörmer raufbeschwören sollte und unsinnige Diskussionen, wie wir gerade jetzt Beispiel aufgenannt haben, führen sollte, die an den Interessen letztendlich der Menschen ja auch völlig vorbeigehen."
  },
  {
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    "end": 843.76,
    "text": "Ich habe zum Beispiel mal aus Frankfurt rausgesucht, da sollte die Mohrenapotheke auf Betreiben der kommunalen Ausländervertretung umbenannt werden."
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  {
    "start": 843.84,
    "end": 847.06,
    "text": "Ja, wir kennen das Mohrenkopf, der heute Schaumkuss heißt, alles verständlich."
  },
  {
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    "start": 848.74,
    "end": 854.96,
    "text": "allerdings ist die Diskussion zum Beispiel entstanden, weil sich da keiner mit dem Namen so richtig beschäftigt hat."
  },
  {
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    "end": 861.02,
    "text": "Also das Wort Morhen geht auf einen Afrikaner zurück, nämlich vom Morhen Moritz, dem Heiligen Mauritius, dem Heiligen."
  },
  {
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    "end": 866.9,
    "text": "Der hat sich im alten Rom geweigert, Christen wegen ihres Glaubens zu töten, wurde deswegen hingerichtet."
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  {
    "start": 867.5,
    "end": 871.38,
    "text": "So, also ist irgendwie so ein bisschen so eine Diskussion."
  },
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    "end": 875.72,
    "text": "Jetzt will ich aber diesen Namen jetzt verbieten, obwohl es um was ganz anderes geht."
  },
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    "start": 876.42,
    "end": 885.7,
    "text": "Ja, unheilige Kombination finde ich manchmal aus Unwissenheit, die dann aber doch wieder gepaart ist mit so einem moralischen Überlegenheitsgestuss, nicht das mal."
  },
  {
    "start": 886.2,
    "end": 891.42,
    "text": "Also ich finde das manchmal schwierig, weil wie so eine Diskussion überhaupt entsteht, wie es überhaupt zusammen schützt, warum kommt?"
  },
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    "end": 898.14,
    "text": "Also... Ich glaube persönlich, dass die Argumentation jetzt ein bisschen an der Sache vorbeigeht."
  },
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    "text": "Also, das ist eine schöne Geschichte generell."
  },
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    "end": 911.24,
    "text": "Aber es ist eben das eine, was das Wort vor drehundert Jahren bedeutet hat und das andere, was das Wort jetzt in den letzten, sagen wir mal, hundert Jahren bedeutet."
  },
  {
    "start": 911.82,
    "end": 915.86,
    "text": "Und da ist es ja doch weit überwiegend abwertend verwendet worden."
  },
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    "end": 930.28,
    "text": "Und das ist das, wo wir uns, glaube ich, am Anfang eigentlich schon mal relativ einig waren, dass da, wo Menschen, die selber betroffen sind von bestimmten Bezeichnungen, sich unwohl fühlen, es eben schon sinnvoll ist zu diskutieren, müssten wir da nicht was ändern."
  },
  {
    "start": 930.92,
    "end": 937.32,
    "text": "Nicht da, wo irgendwer sich unwohl fühlt, weil irgendwer fühlt sich immer irgendwo unwohl, aber wenn es eben die tatsächlich Betroffenen sind."
  },
  {
    "start": 937.84,
    "end": 947.68,
    "text": "Und das würde ich jetzt... sagen meines Wissen, ich bin da ja jetzt auch nicht betroffen, aber meines Wissens ist es in so einem Fall einfach gegeben, dass da mir von der Mehrheit sprechen können."
  },
  {
    "start": 949.24,
    "end": 958.18,
    "text": "Und auch das muss eine Gesellschaft ja... irgendwie reflektieren, um mal noch mal plakativ zu werden, wie eben schon mal."
  },
  {
    "start": 958.92,
    "end": 964.36,
    "text": "Es gibt ja auch viele Wörter, die wir halt nicht mehr verwenden, weil sie eben in der Nazizeit auf eine bestimmte Art geprägt worden sind."
  },
  {
    "start": 964.42,
    "end": 972.44,
    "text": "Die haben ja auch vorher mal eine ganz andere wertfreie Bedeutung gehabt, aber heute würde ich sie aus diesem Grund eben auch keiner mehr verwenden."
  },
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    "start": 972.72,
    "end": 979.6,
    "text": "Und ja, da muss man vielleicht dann auch zugeben, dass Sprache nie wirklich neutral ist und immer halt das Empfinden auch mitprägt."
  },
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    "start": 980.34,
    "end": 986.58,
    "text": "Okay, wobei ich da den Eindruck hatte, dass ich gerade da sprache, ich sag mal, tatsächlich natürlich verändert hat."
  },
  {
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    "text": "Also diese Worte will Gott sei Dank heute niemand mehr in dem Mund."
  },
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    "text": "Nämlich mach mal ein anderes Beispiel."
  },
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    "text": "Würdest du zum Beispiel eher von einem Wintermarkt oder von einem Weihnachtsmarkt sprechen?"
  },
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    "text": "Ja, das ist jetzt natürlich eine Fallin, die du mich hier lockst."
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    "end": 1009.94,
    "text": "Also aus meiner Sicht würde ich sagen, das kann eigentlich ja jede Kommune, besonders wenn es kleinere Kommunen sind, komplett für sich selbst entscheiden."
  },
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    "start": 1010.36,
    "end": 1014.92,
    "text": "Also es kann ja sein, dass eine Verwaltung oder die Politik vor Ort mitbekommt."
  },
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    "end": 1023.34,
    "text": "Es gibt vielleicht eine gewisse Menge an Menschen, die sich an dem Wort Weihnachtsmarkt stört oder es gibt vielleicht eine gewisse Menge von Menschen, die deshalb auf die Märkte nicht kommt."
  },
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    "end": 1035.819,
    "text": "Und dann kann man ja mal diskutieren, ob das sinnvoll ist, es vielleicht lieber Wintermarkt zu nennen, damit mehr Leute kommen oder sich mit gemeint fühlen oder wie auch immer, wobei ich die Aufregungsstürme jetzt auch schon sehe, wenn es die Diskussion gibt."
  },
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    "end": 1046.3,
    "text": "Aber wenn man den Eindruck vielleicht vor Ort gar nicht hat, wenn es dieses Problem vielleicht vor Ort gar nicht gibt, dann muss man sich vielleicht von so einer Diskussion auch gar nicht mittragen lassen."
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    "text": "zumal man ja auch sagen muss, Weihnachten ist heutzutage ja auch eher so eine Art Brauchtum für viele fest des Glaubens, würde ich sagen."
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    "end": 1057.82,
    "text": "Es ist eher mittlerweile für eine Minderheit."
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    "text": "Ich bin konfessionslos aufgewachsen."
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    "end": 1065.72,
    "text": "Also wir feiern das sehr groß und gehen auf Weihnachtsmärkte oder Ende."
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    "end": 1074.56,
    "text": "Gleichzeitig bin ich neben einer Familie von Zeugen Jehovas aufgewachsen, für die das komplett nicht in Ordnung ist, Weihnachten zu feiern oder auf Weihnachtsmärkte zu gehen."
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    "end": 1079.28,
    "text": "Und dann kann man sich halt als Kommune überlegen, so ist uns das wichtig, dass die auch kommen."
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    "text": "Wollen wir es umbenennen, damit diese Leute sich da wohlfühlen?"
  },
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    "end": 1088.36,
    "text": "Oder sagen wir halt, ja gut, dann kommen die halt wieder, wenn der Frühlingsmarkt ist oder so."
  },
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    "end": 1093.76,
    "text": "Also, aber ich finde, das ist eine Diskussion, die kann man als Kommune selber führen."
  },
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    "end": 1099.98,
    "text": "Am liebsten mit kühlem Kopf und ohne dass da jetzt irgendwie bundesweit mediale Aufmerksamkeit draufkommt."
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    "end": 1103.26,
    "text": "Nur weil Boulevard Medien wissen, dass Leute das dann halt anklicken."
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    "text": "Ja, aber meist läuft es dann eben anders."
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    "end": 1108.42,
    "text": "Okay, ich versuche es mal so unideologisch wie möglich."
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    "end": 1112.9,
    "text": "Schaut euch bitte mal die Weihnachtsmärkte mit Drommel und Bratwurst an, wo das mit den Klachten zu tun hat."
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    "end": 1114.3,
    "text": "Das ist aber nur am Rande."
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  },
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    "end": 1120.32,
    "text": "Also ich meine, es ist halt ein Geschäft, was Geschäft mit Weihnachten zu tun hat."
  },
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  },
  {
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    "end": 1135.64,
    "text": "Wo wir jetzt eh schon bei Kirchen sind, ein sehr heftig diskutiertes Thema, das ja auch Kommunen häufig so ein bisschen in die Probleme führt, sind ja auch der Bau von Moscheen in Deutschland, zum Beispiel."
  },
  {
    "start": 1136.52,
    "end": 1143.08,
    "text": "In Deutschland leben aktuell, ich glaube, rund fünf, ein halb Millionen Menschen mit muslimischem Glauben."
  },
  {
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    "end": 1153.58,
    "text": "Und es ist, glaube ich, ganz klar, dass sie die gleichen Rechte wie andere Religionsgemeinschaften haben, ihre eigenen Gotteshäuser in Deutschland zu haben."
  },
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    "end": 1165.42,
    "text": "Aber sobald es dann mal einen Bauantrag gibt oder es auch nur angekündigt wird, gibt es aus bestimmten Gruppen dann sofort Proteste und den Versuch, das eben mit allen Mitteln zu verhindern."
  },
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    "end": 1175.14,
    "text": "Da wird dann gerne von der Islamisierung des Abendlandes gefaselt, wobei ich ehrlicherweise glaube, das ist eine Großzeit der Leute, die das schützen wollen, überhaupt nicht wissen, was das überhaupt ist."
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    "end": 1181.36,
    "text": "Und das kann es ja im Endeffekt auch nicht sein."
  },
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    "end": 1187.04,
    "text": "Also ich glaube, das sind dann auch Punkte, wo eine Kommune ganz klare Kante zeigen und sich positionieren muss."
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    "text": "Oder ich weiß nicht, vielleicht hast du da auch eine andere Meinung dazu."
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    "text": "Ich kann noch das Argument verstehen, dass Leute sagen, Mensch, du hast gerade gesagt, so fünf, fünf und ein halb Millionen, ganz genau weiß man es nicht muslimischen Glaubens, die in Deutschland leben."
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    "text": "Wir haben in Deutschland mittlerweile fast dreitausend Moscheen."
  },
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    "text": "Das ist mehr als Frankreich und England."
  },
  {
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    "end": 1208.1,
    "text": "Also es ist immer so ein Argument, das angeführt wird, es wird zu viel."
  },
  {
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    "end": 1215.44,
    "text": "Ich meine, ja, erstmal finde ich, per se hat jedes Gotteshaus, wie du das sagst, seine Berechtigung wird ja im Übrigen auch privat bezahlt."
  },
  {
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    "end": 1223.56,
    "text": "Und deswegen ist aus meiner Sicht bei dem Thema das Hauptproblem der letzten Jahr auch da eher wieder diese Polarisierung."
  },
  {
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    "end": 1226.9,
    "text": "Weil die einen sagen, wir wollen mit dem ganzen Islam gar nichts zu tun haben."
  },
  {
    "start": 1226.94,
    "end": 1233.54,
    "text": "Ich meine, das ist... definitiv nur, in Anführungsstrichen, ein rechter Rand, ewig gestrige, so ein intoleranter Teil."
  },
  {
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    "end": 1245.1,
    "text": "Aber, und das stelle ich schon auch fest, auf der anderen Seite haben wir, ich finde ebenso intolerant jeder Kritik gegenüber diese Advokaten der Willkommenskultur, die auch irgendwie immer verklemmter werden, wenn ich ehrlich bin."
  },
  {
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    "end": 1249.94,
    "text": "Also, da gilt dann, wer die Nationalität eine Straftäter benennen will, ist dann gleich ein Nazi."
  },
  {
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    "text": "Jetzt können man irgendwie Menschen zur... Ausländerfreundlichkeit erziehen oder so."
  },
  {
    "start": 1255.3,
    "end": 1256.42,
    "text": "Das geht mir immer so ein bisschen ab."
  },
  {
    "start": 1256.5,
    "end": 1258.86,
    "text": "oder zur Offenheit gegenüber anderen Kulturen."
  },
  {
    "start": 1258.92,
    "end": 1265.52,
    "text": "Ich glaube, da gibt es andere wertvollere Methoden, wie man das schaffen kann, wie man Menschen auch an andere Kulturen heranführen kann."
  },
  {
    "start": 1266.1,
    "end": 1278.14,
    "text": "Aber wenn eben Menschen mitkriegen, dass es eben auch kriminelle Migranten gibt, dass sie eben häufig aus dem islamischen Kulturraum kommen, dann ist das erst mal so ein Empfinden."
  },
  {
    "start": 1278.22,
    "end": 1285.72,
    "text": "Und ich glaube, dann spielen diese Emotionen mehr eine Rolle, als eigentlich zu sagen, pass mal auf, da gibt es eine katholische Kirche, die darf um zehn Uhr auch jeden Morgen ihre Glocken läuten."
  },
  {
    "start": 1286.04,
    "end": 1287.68,
    "text": "Warum darf der Moizy nicht auch ansprechen?"
  },
  {
    "start": 1287.72,
    "end": 1289.16,
    "text": "Also ich finde, das ist gleiches Recht für alle."
  },
  {
    "start": 1289.84,
    "end": 1297.08,
    "text": "Aber wir haben so einen, ich sage mal, die einradikalisieren ihre Ressentiments und die anderen, die radikalisieren so ein bisschen ihre Political Correctness."
  },
  {
    "start": 1297.14,
    "end": 1298.4,
    "text": "Ich glaube, da liegt das Grundproblem."
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  {
    "start": 1300.24,
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    "text": "Also ja, ich glaube schon, es gibt immer so Gegenbewegungen, das sehe ich schon auch."
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  {
    "start": 1304.9,
    "end": 1318.9,
    "text": "Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, dass sich so eine gewisse Vorsicht, was sowas angeht, schon nachvollziehen kann, besonders wenn man sich anguckt, was für Zahlen da häufig in der Gegend rumgeworfen werden, wenn es um Kriminalität von Migranten geht."
  },
  {
    "start": 1319.34,
    "end": 1333.56,
    "text": "Das sind ja meistens von rechts instrumentalisierte Zahlen und die... verlieren manchmal wirklich jeden Zusammenhang dazu, was, wie das Problem tatsächlich aussieht und was tatsächlich der reale Rahmen ist."
  },
  {
    "start": 1333.76,
    "end": 1340.18,
    "text": "Und da, dass man da das vielleicht nicht weiterfüttern will, habe ich ehrlicherweise auch ein bisschen Verständnis dafür."
  },
  {
    "start": 1341.5,
    "end": 1355.14,
    "text": "Und wenn du jetzt kritisierst, dass die Polarisierung zunimmt, dann ist das, was du da gegeneinander stellst, ja aber auch wieder eine Polarisierung, müssen Kommunen nicht das Gegenteil machen und eher verbal abrüsten."
  },
  {
    "start": 1356.1,
    "end": 1357.3,
    "text": "Ja, ja, definitiv."
  },
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    "text": "Nur, dass wir uns tatsächlich falsch verstehen."
  },
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  },
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    "text": "Irgendwie bleibt es natürlich so ein bisschen in meiner Geradwanderung wahrscheinlich."
  },
  {
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    "end": 1370.16,
    "text": "Aber verharmlosen, runterreden von Problemen, ich meine, das nehmen die Menschen eben auch nicht ab."
  },
  {
    "start": 1370.24,
    "end": 1376.32,
    "text": "Insofern, glaube ich, muss man da schon aufpassen und darf nicht diese Argumente immer gleich so in Sonne, dass sie da nichts unterwandert oder so."
  },
  {
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    "end": 1378.52,
    "text": "Ich glaube, das ist zu einfach in der Diskussion."
  },
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    "end": 1384.3,
    "text": "Da müssen wir irgendwo... Antworten darauf finden und so Verharmlosungssprüche helfen dann eben auch nicht weiter."
  },
  {
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    "text": "Ich glaube einfach sachlich damit umgehen darum muss es an der Stelle gehen."
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  {
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    "text": "Ich glaube darauf können wir uns auf jeden Fall einigen."
  },
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    "end": 1395.92,
    "text": "Ich glaube schon wir brauchen eine neue Sachlichkeit für unsere Kommunen auch."
  },
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    "text": "Wenn wir nochmal bei den Moscheen bleiben."
  },
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    "start": 1399.28,
    "end": 1417.44,
    "text": "zur Sachlichkeit gehört dann auch, dass diese Kultur mit den vielen bei uns lebenden Menschen das gleiche Recht auf Sichtbarkeit eben auch hat, das gleiche Recht auf Anerkennung und Integration, wie wir das eben christlichen Kirchen auch zugestehen und charakteristische Gebäude sind."
  },
  {
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    "end": 1421.66,
    "text": "immer das Bild, das eine Stadt prägt, die Bühne einer Stadt quasi."
  },
  {
    "start": 1422.36,
    "end": 1431.04,
    "text": "Da bleibt die Frage, wer das Bühnenbild eigentlich schreibt und inwiefern die Kommune da eigentlich dieses Bild auch mitgestaltet."
  },
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    "text": "Ja, ich glaube, Sie müssen es wirklich mit schreiben."
  },
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    "end": 1443.88,
    "text": "Also da sind wir uns gar nicht weit auseinander und es ist eben nicht so einfach, weil auch da wieder Architekt Tour ist ja nicht nur eine Frage von Ästhetik."
  },
  {
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    "end": 1445.92,
    "text": "Da geht es ja auch darum, Zeichen zu setzen."
  },
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    "end": 1449.16,
    "text": "Da kommt schon von den Kritikern gleich, weil diese Zeichen seht her."
  },
  {
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    "end": 1451.96,
    "text": "Hier sind wir, wir sind wir, uns hat keiner reinzureden."
  },
  {
    "start": 1452.52,
    "end": 1455.3,
    "text": "Es ist ja so als Architektur, als Zeichensprache."
  },
  {
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    "end": 1459.88,
    "text": "Was heißt, mit der Moschee ist dann eben auch irgendwo wieder das Kopftuch verbunden."
  },
  {
    "start": 1459.94,
    "end": 1462.88,
    "text": "Und dann wird aus dem Bebauungsplan eben doch wieder ein Politikum."
  },
  {
    "start": 1463.42,
    "end": 1467.8,
    "text": "Und die Kopftuch-Diskussion lässt sich definitiv nicht über den Bebauungsplan irgendwie wegdiskutieren."
  },
  {
    "start": 1468.56,
    "end": 1477.22,
    "text": "Nee, das stimmt, aber also... Also da bin ich dann auch wieder... Also der Hijab ist eben Teil vom Islam, genau wie es die Moschee eben auch ist."
  },
  {
    "start": 1477.88,
    "end": 1482.8,
    "text": "Das sollte eigentlich klar sein, Rosenkranz und Kruzifix gehören auch zum Christentum, wie die Kirche."
  },
  {
    "start": 1483.62,
    "end": 1486.22,
    "text": "Und das muss man dann eben vielleicht auch einfach akzeptieren."
  },
  {
    "start": 1486.3,
    "end": 1494.7,
    "text": "Das gehört eben auch zur Selbstständigkeit der Menschen, die sich dieser Religion zugehörig fühlen."
  },
  {
    "start": 1495.38,
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    "text": "Aber ja, bleiben wir mal bei der Gestaltung der öffentlichen Räume."
  },
  {
    "start": 1500.1,
    "end": 1505.12,
    "text": "Die sollte die Kommune auf jeden Fall mit beeinflussen oder mitgestalten."
  },
  {
    "start": 1505.9,
    "end": 1510.26,
    "text": "Da kommen aus meiner Sicht den Bürgermeisterinnen und Bürgermeister eine ganz spezielle Rolle zu."
  },
  {
    "start": 1510.56,
    "end": 1517.26,
    "text": "Die sind eben Chef der Verwaltung und gleichzeitig politischer Repräsentant der Stadt."
  },
  {
    "start": 1520.32,
    "end": 1530.54,
    "text": "Die haben eben auch die Aufgabe, sich um alle zu kümmern und mit allen so verschiedenen Gruppen und Meinungen in Austausch zu sein, also quasi die Kümmerer unserer Städte und Gemeinden."
  },
  {
    "start": 1533.02,
    "end": 1546.22,
    "text": "Man hat da eben dann auch eine kulturelle Verantwortung und eine Vorbildfunktion, ob wir jetzt von Denkmalschutz reden oder da über den Wahl von Namen öffentlicher Schulen, über die Beflaggung an einem Rathaus."
  },
  {
    "start": 1546.94,
    "end": 1549.42,
    "text": "Es sind ja alles Dinge, die da drunter fallen."
  },
  {
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    "text": "Und da würde mich mal von dir interessieren."
  },
  {
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    "end": 1558.36,
    "text": "Wir haben ja gerade jetzt im Sommer die Diskussion um die Regenbogenflagge gehabt auf dem Reichstag."
  },
  {
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    "end": 1562.12,
    "text": "In vielen Rathäusern wird darüber ja auch diskutiert."
  },
  {
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    "end": 1565.26,
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  },
  {
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    "text": "Das war ja die Argumentation."
  },
  {
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    "end": 1569.28,
    "text": "Ja, da bin ich jetzt wie gespalten."
  },
  {
    "start": 1569.34,
    "end": 1578.4,
    "text": "Also, vielleicht vorweg ist es noch nicht so lange her, ich glaube, fünf oder sechs Jahre, da habe ich als Gemeinderat selber mal einen Antrag gestellt, dass bei uns zu einem bestimmten Tag die Regenbogenflugge gehisst wird."
  },
  {
    "start": 1579.62,
    "end": 1593.06,
    "text": "Allerdings, ich habe dann anschließend festgestellt, nachdem wir sie dann noch gehisst haben im ersten Jahr, kam im nächsten Jahr die Diskussion über eine progressive Pride-Flugge auf, da wird es dann schon wieder irgendwo für viele Menschen, wo sie sagen so... Da fühle ich mich nicht mehr wohl mit."
  },
  {
    "start": 1594.12,
    "end": 1597.84,
    "text": "Insofern, das ist ein Thema, wo ich echt zugegeben zwiegespalten bin."
  },
  {
    "start": 1599.18,
    "end": 1606.92,
    "text": "Ich würde erst mal sagen, also vor jedes öffentliche Gebäude gehört eine Deutschlandflagge, eine Landesflagge und nach Möglichkeit, wo vorhanden eben noch eine kommunale Flagge."
  },
  {
    "start": 1607.96,
    "end": 1612.12,
    "text": "Und dann stellt sich eben die Frage, wenn ich so eine Regenbogenflagge heiße."
  },
  {
    "start": 1613.54,
    "end": 1617.68,
    "text": "Und das ist mir so im Laufe danach erst klar geworden, ohne dass ich den Antrag heute schlecht finden würde."
  },
  {
    "start": 1617.98,
    "end": 1620.08,
    "text": "Ich stehe nach vor dazu, dass man es zum bestimmten Tag macht."
  },
  {
    "start": 1620.22,
    "end": 1628.34,
    "text": "Ja, aber es kommt ganz schnell die Diskussion auf und die finde ich ist sogar berechtigt von anderen Bewegungen, also Fridays for Future, religiöse Symbole."
  },
  {
    "start": 1628.42,
    "end": 1629.38,
    "text": "politische Farben."
  },
  {
    "start": 1630.2,
    "end": 1636.6,
    "text": "Sobald eine Kommune, das ist die Gefahr, die Tür öffnet, kann sie eben auch nicht mehr begründen, warum."
  },
  {
    "start": 1637.12,
    "end": 1639.1,
    "text": "andere Gruppierungen außen vorbleiben."
  },
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    "end": 1642.08,
    "text": "Also da frage ich mich dann so, naja, was soll es bringen?"
  },
  {
    "start": 1642.14,
    "end": 1647.42,
    "text": "Dann eine gehiste Fahne, wenn ich ehrlich bin, ändert ja nichts an der Lebenssituation der Menschen."
  },
  {
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    "text": "Und wichtig ist für mich, dass erst mal alle die gleichen Rechte haben."
  },
  {
    "start": 1650.8,
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    "text": "Das ist in Deutschland auf dem Grundgesetz zumindest für schwul- und lesbenrechtlich der Fall steht, so im Grundgesetz."
  },
  {
    "start": 1657.06,
    "end": 1659.16,
    "text": "Und dann sind wir wieder bei der Deutschlandschlage fertig aus."
  },
  {
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    "end": 1667.9,
    "text": "Also ich kann zumindest verstehen, dass... bestimmte Menschen, die, sag mal, kritisch gegenüberstehen?"
  },
  {
    "start": 1669.96,
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    "text": "Ja, kann ich ehrlich gesagt nicht."
  },
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    "end": 1681.74,
    "text": "Ich sehe ehrlich gesagt aber auch einen klaren Unterschied jetzt zwischen sowas wie einer Fridays for Future Flagge auf dem Reichstag und der Regenbogenflagge."
  },
  {
    "start": 1681.86,
    "end": 1686.86,
    "text": "Also die Fridays for Future, das steht halt für was sehr politisches am Ende."
  },
  {
    "start": 1687.84,
    "end": 1693.84,
    "text": "Die Regenbogenflage steht ja erstmal für den Kampf darum, dass wir alle gleich behandelt werden sollten."
  },
  {
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    "text": "Das ist natürlich auch irgendwo politisch, weil am Ende alles politisch ist."
  },
  {
    "start": 1697.2,
    "end": 1704.44,
    "text": "Aber erstmal ist das ja eine gesellschaftliche Forderung und eine Forderung, die ja auch durch das Grundgesetz komplett geschützt ist."
  },
  {
    "start": 1704.6,
    "end": 1711.42,
    "text": "Also ist das für mich erstmal was komplett unproblematisches, dass so eine Flage am Reichstag zu hissen ist."
  },
  {
    "start": 1712.26,
    "end": 1726.62,
    "text": "Und wenn wir jetzt an die Radshäuser denken, da wurden ja in Solidarität mit Israel zum Beispiel Israel Flaggen gehisst, nach dem siebten Oktober, dreiundzwanzig, da wurde die Ukraine Flagge gehisst, also solche Sachen."
  },
  {
    "start": 1727.42,
    "end": 1730.48,
    "text": "Von daher ist halt, finde ich generell, in Frage zu stellen."
  },
  {
    "start": 1731.28,
    "end": 1734.34,
    "text": "ob wir da wirklich von der Neutralität reden können noch."
  },
  {
    "start": 1734.98,
    "end": 1737.28,
    "text": "Das ist ja beim Reichstag auch nichts anderes."
  },
  {
    "start": 1737.4,
    "end": 1747.62,
    "text": "Und was das Ganze für mich noch absurder macht, ist, dass der Reichstag am Reichstagsjahr nach wie vor jedes Jahr die Regenbogenflagge gehisst wird, aber eben nur am siebzehnten Mai dem Tag gegen Homophobie."
  },
  {
    "start": 1748.48,
    "end": 1755.08,
    "text": "Aber wenn man sagt, an dem Tag ist es okay, dann ist es ja komplett in Konsequenz zu sagen, an einem anderen Tag kann ich es wegen Neutralität nicht machen."
  },
  {
    "start": 1756.22,
    "end": 1765.2,
    "text": "Und eine letzte Sache, die ich noch sagen möchte, weil du gesagt hast, Am Ende macht das ja keinen Unterschied, ob irgendwo eine Flagge gehisst wird oder nicht."
  },
  {
    "start": 1766.54,
    "end": 1779.86,
    "text": "Es stimmt schon, dass Lesben und Schwule mittlerweile gesetzlich heterosexuellen Menschen gleichgestellt sind, aber wir sehen eben auch, dass in den letzten Jahren die Anfeindungen gegen die... Gruppe wieder viel größer geworden ist."
  },
  {
    "start": 1779.96,
    "end": 1794.84,
    "text": "und eben genau in diesem Klima jetzt zu entscheiden, dass man die Regenbogenflage nicht mehr hisst, ist, finde ich, ein ganz schlechtes Signal, weil Menschen, die aufgrund dieser Übergriffe ohnehin schon Angst haben, ja nur noch weiter verunsichert werden, dass da eben auch ein Rückhalt wegfällt."
  },
  {
    "start": 1795.6,
    "end": 1809.34,
    "text": "Ja, da bin ich völlig bei dir und das ein Gehörer wissen das ja nun auch, dass ich nun selbst in der Regenbogen-Familie mit meinem Adoptivkind lebe und meine Erfahrung ist tatsächlich, dass es in den letzten Jahren wieder mehr geworden ist, dass es mehr Anfeindungen gibt."
  },
  {
    "start": 1809.72,
    "end": 1830.68,
    "text": "Mir sagen ganz viele auch aus meinem eigenen Umfeld und ich erlebe dasselbe auch, dass die Bewegung, dass die Menschen oder die Akzeptanz gegenüber schonen und letzten vor zehn, fünfzehn Jahren sehr viel höher war, weil es Normalität geworden war, nachdem auch bestimmte Gesetze unter damals Kanzler Schröder zur Lebenspartnerschaft und was geschaffen wurden."
  },
  {
    "start": 1831.22,
    "end": 1832.82,
    "text": "Und wir sagen jetzt ganz viele."
  },
  {
    "start": 1833.44,
    "end": 1848.54,
    "text": "Seit wir diesen ganzen LGBT und sonst was und diese ganze Diskussion wieder haben und wollen wir noch eine Regenbogenfrage hängen, dass da dem eben die Polarisierung wieder zunimmt und du hast es gesagt, dass seitdem tatsächlich auch nachweislich wieder mehr Anfeindungen, auch körperliche Übergriffe gibt."
  },
  {
    "start": 1849.08,
    "end": 1855.54,
    "text": "Und das ist eben die Frage, war das vielleicht deshalb anders, weil es damals normal war, weil nicht mehr darüber diskutiert wurde?"
  },
  {
    "start": 1857.14,
    "end": 1865.14,
    "text": "Als normal empfunden wurde oder hatten möglicherweise diese Polarisierung den letzten jahren stattgefunden hat das diese bewegung auch wieder sehr viel stärker."
  },
  {
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    "text": "Nach vorne gegangen ist dazu geführt dass es eben auch wieder neue anfeindungen gibt."
  },
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    "text": "ich bin mir nicht ganz sicher was war zuerst da?"
  },
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    "text": "henne und ei."
  },
  {
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    "end": 1875.5,
    "text": "Ja ich glaube auch dass das gar nicht so leicht zu sagen ist."
  },
  {
    "start": 1875.56,
    "end": 1876.78,
    "text": "also man sagt ja man sieht."
  },
  {
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    "end": 1879.7,
    "text": "in der ganzen Geschichte so Pendelbewegungen."
  },
  {
    "start": 1879.98,
    "end": 1885.68,
    "text": "Dass immer dann, wenn besonders viel Rechte gefordert werden, besonders viel auch Konservatismus folgt, sag ich mal."
  },
  {
    "start": 1886.5,
    "end": 1887.96,
    "text": "Das wird wahrscheinlich schon so ein Ding sein."
  },
  {
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    "text": "Ich würde aber auch sagen, man sieht, dass in den letzten Jahren es mehr Menschen gibt, denen es wirtschaftlich sozial schlechter geht."
  },
  {
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    "end": 1901.58,
    "text": "Und das sind halt auch immer Zeiten, in denen Feindbilder gesucht werden und die werden halt da gesucht."
  },
  {
    "start": 1902.1,
    "end": 1902.2,
    "text": "Ja."
  },
  {
    "start": 1903.06,
    "end": 1914.34,
    "text": "wo die Opfer leicht zu finden sind und Opfer leicht zu finden sind halt da, wo Leute eben historisch vielleicht auch schon mal mit Diskriminierungen zu tun hatten, sag ich mal."
  },
  {
    "start": 1915.34,
    "end": 1919.48,
    "text": "Und also mein Empfinden ist, dass das eigentlich der größere Teil ist."
  },
  {
    "start": 1920.62,
    "end": 1925.26,
    "text": "Am Ende ist es aber, glaube ich, auf jeden Fall so, die Symbole sind das eine."
  },
  {
    "start": 1926.2,
    "end": 1934.12,
    "text": "Maßnahmen sind am Ende das andere und die brauchen wir eigentlich natürlich noch viel dringender als die Symbole."
  },
  {
    "start": 1934.24,
    "end": 1937.02,
    "text": "Ich wollte sagen, ich glaube, das ist ein wichtiges Signal auch an die Kommunen."
  },
  {
    "start": 1937.14,
    "end": 1948.96,
    "text": "Egal wie man es jetzt vor Ort mit der Flagge handhabt, die Diskussion darf, finde ich, niemals in die Richtung laufen gegen zum Beispiel eine Regenbogenflage, sondern wenn man sie denn nicht will, für Neutralität, aber dann gehört den Stammbuch eben auch."
  },
  {
    "start": 1949.28,
    "end": 1951.58,
    "text": "Diskriminierung helfen, konkrete Maßnahmen."
  },
  {
    "start": 1951.94,
    "end": 1956.3,
    "text": "Wenn es keine Flaggen ist, dann erwarte ich aber im Gegenzug eben auch Maßnahmen, die denn da weiter helfen."
  },
  {
    "start": 1956.58,
    "end": 1957.08,
    "text": "Ganz genau."
  },
  {
    "start": 1958.22,
    "end": 1961.34,
    "text": "Für mich bleibt da noch ein Aspekt, den wir besprechen sollten."
  },
  {
    "start": 1961.38,
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    "text": "Wir haben am Anfang schon mal von Vertrauen gesprochen."
  },
  {
    "start": 1965.44,
    "end": 1970.6,
    "text": "Nur um das Vertrauen insgesamt in den Staat ist es ja generell aktuell nicht so gut bestellt."
  },
  {
    "start": 1970.74,
    "end": 1976.06,
    "text": "Auch nicht das Vertrauen in die Kommunen, auch wenn das tatsächlich noch besser ist als jetzt in Bund und Länder."
  },
  {
    "start": 1976.7,
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    "text": "Was würdest du sagen, was hat die Diskussion, die wir jetzt geführt haben, am Ende mit Vertrauen zu tun?"
  },
  {
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    "text": "Ich glaube, im Kern ist es das, was eigentlich dahinter steckt."
  },
  {
    "start": 1987.5,
    "end": 1989.92,
    "text": "Kommunikation, wie wir miteinander umgehen."
  },
  {
    "start": 1990.76,
    "end": 1992.94,
    "text": "Das beeinflusst ja unser Vertrauen ganz stark."
  },
  {
    "start": 1993.0,
    "end": 1996.8,
    "text": "Und Sprache finde ich muss von allen verstanden werden."
  },
  {
    "start": 1996.88,
    "end": 2001.16,
    "text": "Deswegen auch meine kritischen Anmerkungen immer zu bestimmten Sprachveränderungen."
  },
  {
    "start": 2001.64,
    "end": 2003.3,
    "text": "Weil sonst führt sie zu Missverständnissen."
  },
  {
    "start": 2003.4,
    "end": 2007.94,
    "text": "Und da muss sich dann auch jeder Kommunalpolitiker eben jedes Mal neu vor Augen halten."
  },
  {
    "start": 2008.58,
    "end": 2014.62,
    "text": "Abgehobene Diskussion im Gemeinderat, die außer den Gemeinderäten am Ende kein Mensch versteht, die führt zu Unverständnis."
  },
  {
    "start": 2015.04,
    "end": 2027.84,
    "text": "Und dann wundere ich mich nicht, wenn, das finde ich wirklich erschreckend, seventy-six Prozent der Deutschen laut einer aktuellen Umfrage inzwischen sagen, sie glauben, dass Menschen ihre Meinung nicht mehr sagen, weil sie Angst vor Konsequenzen haben."
  },
  {
    "start": 2027.9,
    "end": 2029.0,
    "text": "Das finde ich wirklich erschreckend."
  },
  {
    "start": 2029.84,
    "end": 2035.64,
    "text": "Ja, wobei ehrlicherweise ist ja so, dass das tatsächlich nach wie vor jeder seine Meinung sagen darf."
  },
  {
    "start": 2035.76,
    "end": 2040.68,
    "text": "Also das soll mir mal jemand zeigen, dass ihm das verboten worden ist."
  },
  {
    "start": 2041.44,
    "end": 2043.34,
    "text": "Aber es ist eben nicht widerspruchsfrei."
  },
  {
    "start": 2043.6,
    "end": 2051.219,
    "text": "Und da liegt aus meiner Sicht das Problem, viele Menschen vertragen es nicht mehr, wenn ... man eine Meinung zu ihrer Meinung hat."
  },
  {
    "start": 2051.36,
    "end": 2054.86,
    "text": "Da fehlt die Diskussionsbereitschaft, die wir eben schon mal vermisst hatten."
  },
  {
    "start": 2056.12,
    "end": 2067.139,
    "text": "Ich finde schon, dass das Narrativ insbesondere von bestimmten Gruppen genutzt wird, um eben unsagbares auch sagbar zu machen und zwar mit dem Selbstverständnis."
  },
  {
    "start": 2067.239,
    "end": 2069.76,
    "text": "dafür darf ich dann auch nicht abgestraft werden."
  },
  {
    "start": 2071.48,
    "end": 2076.679,
    "text": "Ja, gut, wobei... Es gibt nichts Unsagbares, solange es Aussagen sind, die eben rechtlich erlaubt sind."
  },
  {
    "start": 2076.78,
    "end": 2088.54,
    "text": "Also diese Diskussion über Hass und Hetze, wir haben da ja selber sehr, sehr viel gesprochen, haben glaube ich auch sehr, sehr viel erreicht, gerade für Kommunalpolitiker, weil es im Internet diese massiven, ekelhaften Auswirkse wirklich gegeben hat."
  },
  {
    "start": 2089.9,
    "end": 2102.94,
    "text": "Aber, ja, drohen glaube ich manchmal so ein bisschen dem Meinungskorridär zu sehr einzuengen, als ihn zu erweitern, sondern... Diversen Gesellschaft gibt es nun mal sehr unterschiedliche Meinungen, die muss eben irgendwo auch jeder sagen können."
  },
  {
    "start": 2103.42,
    "end": 2107.72,
    "text": "Auch wenn viele dieser Meinungen, ehrlich gesagt, auch für mich nur schwer zu ertragen sind."
  },
  {
    "start": 2107.78,
    "end": 2112.74,
    "text": "Aber Messband ist da doch am Ende, ist es von der Meinungsfreiheit gedeckt oder eben nicht?"
  },
  {
    "start": 2112.78,
    "end": 2114.06,
    "text": "Und dazwischen gibt es für mich nichts."
  },
  {
    "start": 2114.1,
    "end": 2116.9,
    "text": "Deswegen ist für mich dieses Hass und Hetze so ein schwammiger Begriff."
  },
  {
    "start": 2117.8,
    "end": 2120.16,
    "text": "Ja, ich glaube, da haben wir uns auch ein bisschen missverstanden dann."
  },
  {
    "start": 2120.42,
    "end": 2124.24,
    "text": "Also natürlich bin ich auch der Meinung, man darf alles sagen, was nicht verboten ist, ganz klar."
  },
  {
    "start": 2125.9,
    "end": 2132.36,
    "text": "Aber es gibt auch einen nicht unwesentlichen Teil der Zivilgesellschaft, der bestimmte Ideen halt für unverhandelbar hält."
  },
  {
    "start": 2132.42,
    "end": 2134.36,
    "text": "Vielleicht ist dann unverhandelbar eher das Wort."
  },
  {
    "start": 2135.0,
    "end": 2140.26,
    "text": "Und dann eben auch mit nötigem Nachdruck, dem begegnet, wenn es quasi geäußert wird."
  },
  {
    "start": 2140.92,
    "end": 2147.18,
    "text": "Und damit muss man dann eben auch umgehen und kann nicht behaupten, man wäre jetzt in seiner Meinungsfreiheit beschnitten worden."
  },
  {
    "start": 2148.14,
    "end": 2154.26,
    "text": "Aber abseits davon gibt es dann eben auch Äußerungen, die glücklicherweise eben strafbar sind."
  },
  {
    "start": 2154.44,
    "end": 2160.64,
    "text": "Insbesondere dann, wenn sie sich gegen bestimmte Gruppen richten und geeignet sind, eben den öffentlichen Frieden zu stören."
  },
  {
    "start": 2161.82,
    "end": 2162.78,
    "text": "Ja, einverstanden."
  },
  {
    "start": 2162.84,
    "end": 2171.56,
    "text": "Wobei, wir haben dann auch diese Auswüchse-Stichwort bei Zeitmorgens um sechs vor der Haustür, wenn man bei X mehr oder weniger Alpernes in ihm irgendwie geteilt hat, dann finde ich es irgendwie schon schwierig."
  },
  {
    "start": 2173.06,
    "end": 2177.26,
    "text": "die Auslegung doch an der Stelle zu eng gestellt."
  },
  {
    "start": 2177.66,
    "end": 2187.06,
    "text": "Und diese Umfreiheit zeigt für mich eben auch, dass diese gefühlte Meinungsfreiheit in Deutschland, das haben wir insbesondere Corona-Zeit erlebt, dass sie massiv gesunken ist."
  },
  {
    "start": 2187.16,
    "end": 2194.38,
    "text": "Und ja, dann kommen eben sowas wie Schwachkopfgate oder normale parlamentarische Anfragen zur Gemeinnützigkeit von NGOs."
  },
  {
    "start": 2194.44,
    "end": 2196.14,
    "text": "Und immer ist das gleich wieder unsagbar."
  },
  {
    "start": 2196.2,
    "end": 2199.94,
    "text": "Also das ist so dieses Problem, was ich damit ehrlich gesagt habe."
  },
  {
    "start": 2200.76,
    "end": 2204.08,
    "text": "Aber und dann will ich mal zum Ende kommen und das finde ich ganz positiv."
  },
  {
    "start": 2204.56,
    "end": 2207.36,
    "text": "Ich habe am Anfang gesagt, dann mal gucken, wie wir uns streiten werden."
  },
  {
    "start": 2208.04,
    "end": 2212.5,
    "text": "Ich finde, das ist vielleicht das, was dieser Podcast auch als Lehre mit rausnehmen kann."
  },
  {
    "start": 2213.32,
    "end": 2225.76,
    "text": "Wir haben ja gerade gezeigt, dass wir mit diesen Debatten, wenn sie in sachlich sind, eben nicht auf Stammtischniveau stattfinden, ja auch durchaus sage ich mal Verständnis für den jeweils anderen bewirken können."
  },
  {
    "start": 2225.8,
    "end": 2232.42,
    "text": "Also ich habe zumindest einige deine Argumente so vorher noch nie gehört und habe sie durchaus verstanden, auch wenn ich sie nicht unbedingt teilen würde."
  },
  {
    "start": 2232.94,
    "end": 2246.44,
    "text": "Also mein Fazit der Ausgabe wäre eigentlich jetzt so ein bisschen, lass uns mehr diskutieren, indem wir alles auf den Tisch bringen und eben nicht politisch korrekt drumherum reden, aber eben auch nicht auf Stammtischniveau jedes Argument gleich in irgendeine Phrase reindreschen."
  },
  {
    "start": 2247.02,
    "end": 2262.36,
    "text": "Sich ganz genau so, also man wird am Ende nicht alle, also wir werden am Ende nicht hundert Prozent alle die gleiche Meinung haben, aber die Diskussion führt ja schon mal dazu, dass man eben... versteht, wie kommt der andere aus seine Meinung und das reicht ja vielleicht auch schon aus."
  },
  {
    "start": 2262.56,
    "end": 2265.6,
    "text": "Am Ende haben wir mehr Toleranz, ganz genau."
  },
  {
    "start": 2265.94,
    "end": 2275.18,
    "text": "Und dementsprechend möchten wir dann genauso sachlich auch mit unserem sachkundigen Einwohner diskutieren in der nächsten Ausgabe."
  },
  {
    "start": 2275.88,
    "end": 2286.82,
    "text": "Wer das genau sein wird, werden wir noch nicht verraten, aber ganz so viel, wir werden eine ganze Menge zu besprechen haben und darum nicht vergessen, damit die Folge auch nicht übersehen wird."
  },
  {
    "start": 2286.9,
    "end": 2298.58,
    "text": "Glocke aktivieren, ein Abo dalassen, gerne fünf Sterne und auch kommentieren, was jetzt in dieser Ausgabe vielleicht für Diskussion zu Hause geführt hast."
  },
  {
    "start": 2299.24,
    "end": 2308.0,
    "text": "Die Diskussion, da bin ich auch besprochen, schreiben wir uns unbedingt, wir kommen ja jede Woche wirklich sehr, sehr viele E-Mails, am besten direkt an redaktionhaltkommunal.de, das lesen sowohl die Rebecca als auch ich."
  },
  {
    "start": 2308.48,
    "end": 2317.72,
    "text": "Die nächste Folge erscheint dann natürlich wieder am ersten Mittwoch des Monats, das ist diesmal der erste Oktober, also kurz vor dem langen Wochen... Ende mit dem dritten Oktober."
  },
  {
    "start": 2317.78,
    "end": 2323.04,
    "text": "Sie haben also Zeit, sich das in aller Ruhe anzuhören und bis dahin würde ich sagen, herzlichen Dank fürs Zuhören."
  },
  {
    "start": 2323.42,
    "end": 2328.64,
    "text": "Alles Gute und bleiben Sie hören."
  }
]