[
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    "end": 10.299,
    "text": "Klartext.hr."
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    "end": 13.12,
    "text": "Informieren, inspirieren, lernen."
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    "text": "Der Podcast von und mit"
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    "text": "Perseblogger"
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    "text": "Stefan Scheller."
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    "text": "Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Klartext.hr."
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    "text": "Heute freue ich mich Dr."
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    "text": "David Bausch mit mir hier am Mikrofon zu haben und wir sprechen zum Thema Silo-Denken im H.A."
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    "text": "auflösen."
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    "text": "Hallo lieber David, schön, dass du heute mein Gast bist."
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    "text": "Ja lieber Stefan, vielen Dank, dass ich bei dir sein darf."
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    "text": "Magst du dich vielleicht gerade kurz selbst vorstellen?"
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    "text": "Ich bin Organisationsberater und teile mein Wissen über die Arbeitswelt in verschiedenen Büchern, Podcasts, Panel Diskussion oder auch in Vorträgen und versuche damit, unsere Arbeitswelt ein bisschen wirksamer zu machen."
  },
  {
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    "end": 66.38,
    "text": "Sehr schön, dann arbeiten wir quasi im gleichen Bereich, zumindest was dieses Ziel angeht."
  },
  {
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    "end": 79.54,
    "text": "Heute wollen wir uns ja so ein bisschen über das Thema Silo-Denken unterhalten und ich könnte mir gut vorstellen, dass die einen Hörer oder Hörerinnen Sagen ja, ich habe da so eine Vorstellung, was genau verstehst du denn unter Silo denken."
  },
  {
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    "end": 87.72,
    "text": "Ja, Silo denken, das haben wir in Organisationen an ganz, ganz vielen Stellen, also nicht nur in Organisationen, aber berichten wir oder gucken wir mal genau da drauf."
  },
  {
    "start": 88.4,
    "end": 90.66,
    "text": "So sind Organisationen per se erst mal aufgebaut."
  },
  {
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    "end": 92.06,
    "text": "Ganz klassisches Organigrammen."
  },
  {
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    "end": 97.72,
    "text": "Jede Einheit hat ihren Verantwortungsbereich, das hat auch ein Stück weit seinen Meer und hat auch über viele Jahrzehnte gut geklappt."
  },
  {
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    "end": 104.38,
    "text": "So sind Organisationen auch konditioniert, also allein schon von Führungsverhalten, dieses transaktionale Tauschearbeit gegen Geld."
  },
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    "end": 111.679,
    "text": "Das belohnte genau dieses Silo-Denken, dieses Eindimensionale, dass es meinen Zuständigkeitsbereich passieren und nicht weiter."
  },
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    "end": 115.06,
    "text": "Das ist, glaube ich, so eine Nachsche, das Wesentliche zum Silo denken."
  },
  {
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    "end": 119.9,
    "text": "Und das ist ja wie du sagst in Organisationen ganz stark ausgeprägt."
  },
  {
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    "end": 135.34,
    "text": "Insbesondere dann, wenn man über das Thema Zielvereinbarung vielleicht auch noch nachdenkt, da hat jeder Bereich seine eigenen Ziele, die gemacht werden, dann wird es möglicherweise auch noch runterkaskadiert, dass du am Ende Abteilungsziele, Teamziele hast in großen Organisationen."
  },
  {
    "start": 136.36,
    "end": 141.5,
    "text": "Und ist das der einzige Grund, warum sozusagen dieses SILO-Denken in Organisationen da ist."
  },
  {
    "start": 141.579,
    "end": 143.12,
    "text": "oder sagst du, nee, so einfach ist es nicht?"
  },
  {
    "start": 144.54,
    "end": 157.22,
    "text": "Ja, das Silo denken soll natürlich Sicherheit und Planungsmöglichkeiten bieten und das hat mich eben schon gesagt habe in ganz vielen Jahren gut geklappt, aber jetzt in einer Phase, wo wir immer größere Veränderungen haben immer."
  },
  {
    "start": 157.8,
    "end": 163.66,
    "text": "kürzer werdenden Veränderungszyklen, da haben wir eben auch ganz, ganz viele Unsicherheiten können eben nicht mehr so langfristig planen."
  },
  {
    "start": 163.7,
    "end": 168.82,
    "text": "Das heißt, wir müssen agiler sein und wir müssen auch lernen über den Tellerrand unsere eigenen Silos immer wieder zu schauen."
  },
  {
    "start": 169.339,
    "end": 174.339,
    "text": "Und da kommen dann die aktuellen Planungsmetriken, die du genannt hast, auch dann ganz schnell in ihre Grenzen."
  },
  {
    "start": 176.04,
    "end": 177.94,
    "text": "Jetzt ist dieses Thema hier an sich gar nicht so neu."
  },
  {
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    "end": 186.88,
    "text": "Also seit ich im Berufsleben bin, Gibt es diesen Begriff ja aus über den Tellerrand blicken nach der Mut, oh, wir müssen auch mal auf die Nachbarabteilung."
  },
  {
    "start": 187.04,
    "end": 188.14,
    "text": "Ja, und die Nachbarabteilung."
  },
  {
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    "end": 196.0,
    "text": "Sind wir denn, wenn wir jetzt mal ein bisschen Richtung HR übergehen, nicht eigentlich in der Lage, das deutlich besser im Griff zu haben."
  },
  {
    "start": 196.04,
    "end": 203.279,
    "text": "Wir müssten es doch wissen, wir haben Organisationsberater, wir haben Psychologen, wir kennen Wirkweisen, wie Ziele funktionieren."
  },
  {
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    "end": 204.86,
    "text": "Sind wir besser aufgestellt?"
  },
  {
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    "end": 208.74,
    "text": "Ich weiß gar nicht, ob wir besser aufgestellt sind."
  },
  {
    "start": 208.8,
    "end": 220.1,
    "text": "Ich glaube, wir haben leichteren Zugang an vielen Stellen, weil die Themen, die wir in HR haben, leichter zu vermitteln sind, auch für die Organisationsmitglieder oder die Organisationsbereiche, die nicht in HR sind."
  },
  {
    "start": 220.62,
    "end": 228.6,
    "text": "Also die Themenführung, Lernen, Gesundheit, Vielfalt, Inklusion, das sind ja Themen, die man rational sehr gut vermitteln kann an der Stelle."
  },
  {
    "start": 229.1,
    "end": 239.7,
    "text": "Und das ist, glaube ich, ein Vorteil, den die HA-Arbeit hier haben kann im Vergleich zu, sage ich mal, hochstrukturierten Finanzierungsprodukten, wo du als Außenstehender erstmal gar nicht verstehst, was will derjenige von mir."
  },
  {
    "start": 239.74,
    "end": 244.6,
    "text": "Also ich glaube, da liegt eine riesige Chance in HA, aber wir müssen natürlich auch mit gutem Beispiel vorangehen."
  },
  {
    "start": 246.62,
    "end": 249.74,
    "text": "Also wir haben bessere Ausgangsvoraussetzungen, hast du gesagt."
  },
  {
    "start": 250.519,
    "end": 257.36,
    "text": "Wahrscheinlich können wir natürlich beide nicht einschätzen, ob in der breiten Masse in den Unternehmen HA wirklich besser ist."
  },
  {
    "start": 257.92,
    "end": 270.46,
    "text": "Dann fangen wir einfach mal an und sagen, was wären denn gute Voraussetzungen, die wir erstmal bei uns im HR schaffen, um Silo denken, bei uns und dann im zweiten Schritt auch in der gesamten Organisation zurückzudrängen oder vielleicht sogar aufzulösen."
  },
  {
    "start": 271.96,
    "end": 277.24,
    "text": "Ich glaube, es beginnt mit einem ganz klaren Bewusstsein darüber, dass wir in Silos denken, warum wir das machen."
  },
  {
    "start": 277.36,
    "end": 282.38,
    "text": "Es hat ja keine böse Absicht, sondern es ist einfach ein Überbleibse der vergangenen Zeit."
  },
  {
    "start": 282.82,
    "end": 306.38,
    "text": "Dann braucht es im nächsten Schritt natürlich auch ein Commitment von oben, vom Head of HR beispielsweise oder von dem CHRO, der wirklich auch anerkennt, lasst uns weniger in Silos denken, lasst uns übergreifender denken, dass man dafür auch die Erlaubnis hat, weil wenn man sonst in die Nachbarabteilung mal rüber schaut oder in ganz anderen Bereich, was jetzt nicht... originär sein eigenes, sein eigenes Tätigkeitsfeld ist, dann kann man sich sonst ganz schnell die Finger verbrennen an der Stelle."
  },
  {
    "start": 306.86,
    "end": 316.1,
    "text": "Und wenn dieses Bewusstsein und das Commitment da ist, dann braucht es Räume, dass man halt in Diskussion kommt, was müssen wir wie zusammen denken, was dürfen wir nicht hinten runterfallen lassen."
  },
  {
    "start": 316.56,
    "end": 326.26,
    "text": "Und das ist, glaube ich, wichtiger als jetzt erstmal in Maßnahmen und Actionplans zu denken, sondern erstmal zu gucken, Bestandsaufnahme, wo können wir besser cross-divisional zusammenarbeiten."
  },
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    "text": "Und das ist, glaube ich, der erste Schritt."
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    "text": "Okay."
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    "end": 331.9,
    "text": "das leuchtet erstmal ein."
  },
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    "end": 345.96,
    "text": "jetzt ist es ja so dass zwar selbst wenn so eine divise one hr hört man ja ab und zu mal nach dem oder wir sind eins one face to the customer mehr service orientierung auch nach intern klingt immer sehr gut als vorgabe."
  },
  {
    "start": 346.36,
    "end": 361.58,
    "text": "wie geht es denn dann aus deiner sich zusammen das auf der anderen seite es immer auch teambuilding events gibt abteilungstage wo genau dieses wir gefühl wieder auf kleinerer ebene möglicherweise gleich dafür sorgt wir und die anderen die da draußen sind."
  },
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    "end": 363.12,
    "text": "geht das zusammen?"
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    "text": "kann man das beides machen?"
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    "end": 367.96,
    "text": "ist es sinnvoll oder ist es nicht eigentlich kontraproduktiv."
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    "text": "Ich glaube das eine schließt das andere gar nicht aus an der stelle weil es gibt ja immer noch ein team was quasi als team auch genauso zusammenarbeiten muss."
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    "end": 378.42,
    "text": "aber es muss halt immer."
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    "text": "bedenken, dass gewisse Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Aufgaben und Arbeitsinhalten bestehen."
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  {
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    "end": 398.92,
    "text": "Also ich gebe dir ein konkretes Beispiel, wenn du jetzt in der Führungskräfteentwicklung tätig bist und du stellst eine super Leadership-Quali an die Rampe, dann kannst du natürlich sagen, okay, mein Silo händet hier, dass ich das Programm aufgestellt habe mit dem Dienstleister, Werkverträge, was auch immer abgeschlossen habe."
  },
  {
    "start": 399.46,
    "end": 402.16,
    "text": "Aber dann musst du natürlich auch gucken, wie kriege ich es denn in die Organisation rein?"
  },
  {
    "start": 402.2,
    "end": 405.04,
    "text": "Wie ist denn der Nährboden, dass die Führungskräfte das auch gerne machen wollen?"
  },
  {
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    "end": 407.94,
    "text": "Und das heißt, da braucht es natürlich einen Zusammendenken."
  },
  {
    "start": 408.4,
    "end": 412.76,
    "text": "was nicht bedeutet, dass nicht gerade dieses Team der Leadership Quality ein super Team-Event haben kann."
  },
  {
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    "end": 422.56,
    "text": "Also von daher glaube ich, das eine ist so ein bisschen für das Schmieröl im Team und das andere ist dann der Gedanke, okay, wie kann ich wirksam unsere Produkte in der Organisation platzieren?"
  },
  {
    "start": 425.34,
    "end": 432.1,
    "text": "Was mir vielleicht noch ein bisschen so rausstellen könnten in unserer Unterhaltung, ist so die Frage, wo setze ich denn genau anders?"
  },
  {
    "start": 432.14,
    "end": 434.72,
    "text": "Du hast gesagt, okay, es ist ein Haltungsthema, das ist das eine."
  },
  {
    "start": 435.42,
    "end": 441.24,
    "text": "Dann kam ganz viel so in die Richtung ja wir müssen gucken wie arbeiten wir anderen zusammen?"
  },
  {
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    "text": "also es geht um Prozesse."
  },
  {
    "start": 443.76,
    "end": 448.8,
    "text": "was da noch in dem Sinne dann wenn man das mal als Ablauforganisation bezeichnen würde?"
  },
  {
    "start": 448.86,
    "end": 452.64,
    "text": "was man mir noch ein bisschen fehlt ist dann wie baue ich denn die Organisation?"
  },
  {
    "start": 452.76,
    "end": 461.8,
    "text": "also wie ist denn die Aufbauorganisation damit sie entsprechend diese von dir genannte Haltung unterstützt und auch die Ablauforganisation die wir für sinnvoll erachten in diesem Sinne."
  },
  {
    "start": 463.42,
    "end": 465.88,
    "text": "Ja, ich will hier mal Antwort mit etwas Unorthologs."
  },
  {
    "start": 466.5,
    "end": 474.34,
    "text": "Es gibt Organisationsteorien, die sagen, dass Organisationen dann sehr gut funktionieren, wenn sie genau abseits dieser Aufbau-Organisationsfade agieren."
  },
  {
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    "end": 477.22,
    "text": "Und ich glaube, das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt."
  },
  {
    "start": 477.38,
    "end": 485.54,
    "text": "Man kann diese Komplexität, die es zuhandhaben gilt oder die man versucht zuhandhaben, meistens gar nicht zu einem Prozent in irgendwelche Prozesse gießen."
  },
  {
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    "text": "Und das muss man meiner Meinung auch gar nicht."
  },
  {
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    "end": 492.72,
    "text": "Also ich muss auch nicht wissen, im Detail habe ich sicherlich im Physikunterricht mal gelernt, wie Strom in der Steckdose funktioniert."
  },
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    "end": 494.28,
    "text": "aber ich muss ihn einsetzen können."
  },
  {
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    "end": 503.58,
    "text": "Und das ist, glaube ich, der Punkt, eher ein Gefühl zu bekommen, an was muss ich denken, wie muss ich was steuern, anstatt es jetzt in starre Prozesse zu kippen."
  },
  {
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    "end": 508.46,
    "text": "Ich weiß, das ist der unorthodoxe Fahrt, weil man wünscht sich ja diese Prozesse, die schaffen ja auf dem Papier Stabilität."
  },
  {
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    "text": "Ich habe an alles gedacht."
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    "end": 515.4,
    "text": "Aber tatsächlich schafft das ja wiederum neue Abstimmungsabläufe und Zyklen."
  },
  {
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    "end": 517.799,
    "text": "die wiederum vielleicht gar nicht so effizient sind."
  },
  {
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    "end": 523.68,
    "text": "Kurzzeitig mag das funktionieren, aber auf lange Sicht verlieren wir genau da den Speed, den wir eigentlich brauchen."
  },
  {
    "start": 525.86,
    "end": 537.94,
    "text": "Dem Gedanken kann ich durchaus folgen, aber ich frage jetzt natürlich Klartext-HR-mäßigem nochmal ein bisschen schießt nach und sage, ich kann natürlich sagen, lass uns mal nicht mit Standardprozessen arbeiten, die schränken uns etwas ein."
  },
  {
    "start": 538.66,
    "end": 551.96,
    "text": "Gleichzeitig setzen wir aber Standard-Software oftmals ein, die sogar teilweise bedingt wie unser prozess sein muss weil die software kann halt nur nach links oder an der stelle nach rechts gehen, da kann ich sagen ich müsste jetzt immer nach schräg oben gehen und so weiter."
  },
  {
    "start": 553.24,
    "end": 564.26,
    "text": "Wie geht es dann zusammen wenn du auf der einen seite sagst ja wir müssen da agiler sein und uns nicht so festlegen gleichzeitig aber extrem transparente prozesse brauchen weil sie in der software abgebildet sind."
  },
  {
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    "end": 567.86,
    "text": "Ja, das ist natürlich ein absoluter Punkt, keine Frage."
  },
  {
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    "text": "Was ich in meiner Erfahrung immer wieder merke, ist, die Prozesse sind erstmal vielleicht durch vorgefertigte Systeme, so wie sie sind."
  },
  {
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    "end": 578.96,
    "text": "Aber der Mensch kann die Prozesse natürlich auch ein Stück weit biegen und formen."
  },
  {
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    "end": 583.0,
    "text": "Das meine ich damit nicht, dass man die Prozesse irgendwie komplett übergehen soll."
  },
  {
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    "end": 600.38,
    "text": "Aber ich habe selber schon mal gemerkt, als ich in so einem Einkaufsprozess feststeckte, wie man quasi zu einer Lösung gekommen ist, durch eben sage ich mal menschliche Flexibilität, dass man eben wirklich geguckt hat, okay, wen kann ich jetzt fragen, wer kann mir an welcher Stelle helfen und um diese Prozesse eben so zu lösen, wie sie sind."
  },
  {
    "start": 600.64,
    "end": 607.3,
    "text": "Das heißt, es ist immer ein Einwirken von dem processualen Setting und dem Framework, was wir haben und dem, was der Mensch sich daraus macht."
  },
  {
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    "end": 613.34,
    "text": "Jetzt ist unser Tellerrand, wie du so schön gesagt hast, ja per se immer eingeschränkt."
  },
  {
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    "text": "Ja, ich kann nicht wissen, was in den vielen Dutzenden anderen Teams und Abteilungen tatsächlich so läuft."
  },
  {
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    "text": "Kenne möglicherweise auch gar nicht diese Prozesse."
  },
  {
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    "end": 633.14,
    "text": "Jetzt ist so die Frage, wo sind ganz konkrete Ansatzpunkte um, jetzt mal im Kleinen gedacht, HR-Silos innerhalb HR aufzulösen?"
  },
  {
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    "end": 636.52,
    "text": "und die Frage schon ein bisschen zugespitzt."
  },
  {
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    "end": 647.52,
    "text": "Hilft es denn nicht schon sehr, wenn ich überhaupt mit sehr vielen Menschen zusammenkomme, die gar nicht in meiner Organisation Einheit sind und die erstmal verstehe, was die anderen überhaupt da tun?"
  },
  {
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    "end": 649.52,
    "text": "Manchmal kenne ich diese Menschen ja gar nicht."
  },
  {
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    "end": 655.08,
    "text": "Ich geschweige denn, dass ich weiß, wie sie arbeiten und warum sie arbeiten, sondern die machen natürlich irgendwas Sinnvolles."
  },
  {
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    "text": "Aber ich kann da nicht ganz anknüpfen."
  },
  {
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    "text": "Wie würdest du da rauf reagieren?"
  },
  {
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    "text": "Oder ist das ein valider Ansatzpunkt oder auch nur ein kleines Zahnrad?"
  },
  {
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    "end": 667.82,
    "text": "Also ich glaube, du sprichst hier ganz wichtig zwei Punkte an."
  },
  {
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    "end": 672.64,
    "text": "Zum einen, dass man in der Organisation sich gerade in HR bereichen, die sich vielleicht nicht so gut kennt."
  },
  {
    "start": 672.68,
    "end": 686.6,
    "text": "Es gibt auch größere Organisationen, wo HR hunderte von Menschen umfasst, dass da wirklich ein Ein Netzwerk entsteht, dass man auch Leute regelmäßig in ein Teamrunden einlädt und mal Berichte führt, was macht denn unsere Einheit überhaupt und darauf überhaupt ein Ansprechpartner zu haben."
  },
  {
    "start": 686.66,
    "end": 693.64,
    "text": "Wenn ich in der Organisation niemand kenne, dann kann ich natürlich auch nur ganz schwer vernetzdenken, wenn ich eben nicht weiß, ich frag mal Person X, Y an der Stelle."
  },
  {
    "start": 694.16,
    "end": 699.32,
    "text": "Ein zweiter Schritt, den du so ein bisschen angesprochen hast und da merke ich und das finde ich sehr positiv, dass Organisationen auch."
  },
  {
    "start": 700.14,
    "end": 708.7,
    "text": "Personen installieren, die haben immer ganz unterschiedliche Namen, aber im Endeffekt so eine Koordinatorenrolle, so eine Übergreifende, die so ein bisschen die verschiedenen Framework zusammenhalten."
  },
  {
    "start": 708.76,
    "end": 710.92,
    "text": "Also ein Framework, das sage ich manchmal, mach's mal ein Beispiel."
  },
  {
    "start": 710.96,
    "end": 717.8,
    "text": "Rekuting fest, auch so ein bisschen die Brücke baut zu, employer branding, zum Contract Management, die die Verträge dann erstellen und so weiter."
  },
  {
    "start": 718.26,
    "end": 724.96,
    "text": "Und solche Personen, finde ich, braucht es deutlich mehr, die so ein bisschen die Verknüpfung immer wieder herstellen, die auch immer wieder sagen, haben wir an die Einheit gedacht."
  },
  {
    "start": 725.9,
    "end": 729.66,
    "text": "Ich merke, dass da in Organisation immer mehr entsteht, aber da ist natürlich noch Luft nach oben."
  },
  {
    "start": 731.36,
    "end": 749.94,
    "text": "Jetzt sagst du, einzelne Personen, die du da quasi mit einer Rolle versiehst, wäre es nicht im Sinne des Gesamtkonstruktes schon sinnvoller, nicht die gesamte Organisation so zu verzahnen, dass man auch prozessual direkt beieinander ist, nicht dass ein Rufa im Walter immer da ist, sagt Moment, jetzt haben wir schon wieder jemanden vergessen."
  },
  {
    "start": 749.98,
    "end": 752.4,
    "text": "Ich habe euch doch gesagt, ihr müsst auch an XY denken."
  },
  {
    "start": 754.48,
    "end": 760.14,
    "text": "Ich verstehe den Gedanken, wo du hin möchtest und das wäre natürlich dann wieder der Punkt, dass wir alles irgendwie ein Organigramm gegossen haben."
  },
  {
    "start": 760.54,
    "end": 780.18,
    "text": "Ich glaube, dass das in der Theorie charmant ist, in der Praxis aber nicht funktioniert, weil dann sind wir nur noch in Abstimmung schleifen und ich glaube, wir haben jetzt ja schon eine ganz, ganz gerade in Deutschland ausgewogene Meetingkultur und wer es weniger brauchen ist, dass wir Meetings haben, wo dann irgendwie fünfzehn Leute drin sind und das wäre wahrscheinlich das Resultat einer so vernetzten Organisation, wie du sie gerade beschrieben hast."
  },
  {
    "start": 780.22,
    "end": 791.42,
    "text": "Deswegen glaube ich die punktuellen Personen, die immer wieder die richtigen mit reinziehen, gepaart mit eben einer Haltung, dass man eben, ich mein Amazon hat das glaube ich mal gemacht, dass die so einen leeren Stuhl in den Meetings hatten, von wegen der Kunde sitzt die immer am Tisch."
  },
  {
    "start": 791.46,
    "end": 799.34,
    "text": "Das ist natürlich in virtuellen Meetings jetzt ein bisschen schwer sich vorzustellen, aber immer zu gucken, okay, welche Einheiten müssten denn hier eigentlich virtuell mit am Tisch sitzen?"
  },
  {
    "start": 799.68,
    "end": 811.64,
    "text": "und wenn man das mit reinbringt, mit so einer koordinierenden Schnittstelle, dann wäre das ein erstes, ganz gutes, kleines, handhabbares Ergebnis, glaube ich, was auf jeden Fall dazu beitragen könnte, das Ganze ein bisschen besser anzugehen."
  },
  {
    "start": 812.64,
    "end": 813.1,
    "text": "Sehr schön."
  },
  {
    "start": 814.0,
    "end": 823.46,
    "text": "Wenn wir jetzt schon einen ersten Einstieg haben, hast du vielleicht noch, wenn du gefragt wirst, noch einen Tipp für die Hörerinnen, die jetzt sagen, ja, das ist schon mal ganz gut."
  },
  {
    "start": 823.52,
    "end": 826.06,
    "text": "Jetzt bräuchten wir noch irgendwas, wie wir ganz konkret einsteigen."
  },
  {
    "start": 826.12,
    "end": 828.32,
    "text": "So eine neue Rolle zu installieren ist schon relativ viel."
  },
  {
    "start": 828.8,
    "end": 831.72,
    "text": "Gibt es noch irgendwie so eine Low-Hanging-Fruit, wie man so schön sagt?"
  },
  {
    "start": 832.94,
    "end": 836.16,
    "text": "Ich glaube tatsächlich, diese ganz klassische Low-Hanging-Fruit gibt es nicht."
  },
  {
    "start": 836.28,
    "end": 851.46,
    "text": "Ich glaube, es bedingt wirklich mit dem Bewusstsein und dann eher mit der Einstellung, so ein bisschen ein Prozentmethode jeden Tag ein bisschen besser in seiner Denkweise zu werden, anstatt dir zu sagen, morgen machen wir alles anders, weil das passiert oder das passt in der Regel in die meisten Organisationen nicht oder führt nicht zum Erfolg."
  },
  {
    "start": 851.52,
    "end": 861.58,
    "text": "Das heißt eher dieses Bewusstsein und okay ab morgen denken wir oder versuchen wir ein bisschen anders zu denken und sonst immer wieder darauf zu committen, dass wir eben hier eine neue Denke einziehen lassen wollen."
  },
  {
    "start": 862.74,
    "end": 863.34,
    "text": "Ja, wunderbar."
  },
  {
    "start": 863.76,
    "end": 869.54,
    "text": "Dann danke ich dir ganz herzlich, lieber David, für diesen Impuls, den wir hier heute in die HA-Welt rausgeben."
  },
  {
    "start": 869.58,
    "end": 874.84,
    "text": "Ich bin schon ganz gespannt, wie man so reagiert auf den einzelnen Portalen oder dann auf LinkedIn."
  },
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    "start": 875.56,
    "end": 880.2,
    "text": "Alles, was man über dich wissen muss und wie man Kontakt aufnehmen kann, haben wir natürlich in den Show-Notes."
  },
  {
    "start": 880.64,
    "end": 884.98,
    "text": "Ich sage vielen Dank, dass du mein Gast warst und freue mich, wenn wir uns demnächst dazu wieder austauschen."
  },
  {
    "start": 885.88,
    "end": 888.06,
    "text": "Danke für die komprimierten fünfzehn Minuten, lieber Stefan."
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    "text": "Das"
  },
  {
    "start": 893.4,
    "end": 895.4,
    "text": "war eine weitere Folge Klartext.hr."
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    "start": 896.12,
    "end": 898.62,
    "text": "Informieren, inspirieren, lernen."
  },
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    "start": 899.12,
    "end": 899.78,
    "text": "Der Podcast"
  },
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    "end": 900.08,
    "text": "vorne"
  },
  {
    "start": 900.24,
    "end": 903.54,
    "text": "mit Perseblogger Stefan Scheller."
  }
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