[
  {
    "start": 0.38,
    "end": 5.279,
    "text": "Ich glaube, was wir beobachten können in Deutschland ist dass wir keine wirklichen Zukunftsvision in diesem Land haben."
  },
  {
    "start": 7.0,
    "end": 14.32,
    "text": "Dann brauchen wir uns nicht wundern das die Innovationskraft aus unseren Unternehmen verschwindet und letzten Endes uns auch als Gesellschaft abhandenkommt."
  },
  {
    "start": 15.799,
    "end": 24.98,
    "text": "Und ich glaube die Veränderungsfähigkeit, die Anpassungsfähigkeit ist das was wir brauchen um in dieser Welt die durch große Veränderung Geschwindigkeit geprägt es weiterhin relevant bleiben zu können."
  },
  {
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    "end": 31.12,
    "text": "Man muss die Unsicherheit umahmen können, damit man an ihr Freude hat und nicht an ihr zerbricht."
  },
  {
    "start": 33.94,
    "end": 37.8,
    "text": "Das ist Machtspiel der Politik-Podcast von Neue Zürcher Zeitung und der Brostschiftung."
  },
  {
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    "end": 41.02,
    "text": "Jeden Donnerstag sprechen wir hier über das was Deutschland bewegt."
  },
  {
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    "end": 48.22,
    "text": "Ich bin Florian Eder, Chefredaktor der NZZ in Deutschland Und heute erstmals am Mikrofon von Machtspielen."
  },
  {
    "start": 48.26,
    "end": 59.38,
    "text": "Mein heutiger Gast führt eines der bekanntesten deutschen Familienunternehmen Und ziemlich sicher haben sie in einem seiner Läden schon einmal eingekauft, Shampoo vielleicht oder Zahnpasta Christoph Werner Chef von DM Drogeriemarkt."
  },
  {
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    "end": 63.78,
    "text": "Werner ist aber nicht nur Geschäftsführer der größten Drogerie-Marktte Deutschlands."
  },
  {
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    "end": 71.24,
    "text": "er äußert sich auch regelmäßig zu politischen Fragen etwa zur Wirtschaft, zur Rolle von Unternehmen in der Gesellschaft oder zum Umgang mit der AfD."
  },
  {
    "start": 72.46,
    "end": 80.08,
    "text": "Darüber wollen wir sprechen über Unternehmentum, politische Debatten und darüber warum sich ein Drogerieschef in die großen Fragen der Republik einmischt."
  },
  {
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    "text": "Herzlich willkommen, Christoph Werner."
  },
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    "text": "Hallo Herr Eder!"
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    "text": "Vielen Dank für die Einladung."
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    "text": "Herr Werner viele Unternehmen sagen sie wollten sich aus der Politik eigentlich heraushalten."
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  {
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    "text": "Sie tun eher das Gegenteil?"
  },
  {
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    "text": "Warum eigentlich?"
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    "text": "Ja letzten Endes geht es ja um gesellschaftliche Fragen und die Aufgabe von Politik ist ja die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu gestalten damit Gesellschaft gelingen kann."
  },
  {
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    "text": "Und dafür ist natürlich wichtig dass sich die Gesellschaft auch äußert."
  },
  {
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    "text": "und als Unternehmer bin ich Teil der Gesellschaft Bin natürlich auch Bürger Und ich glaube es ist wichtig, dass sich die Menschen im Lande äußern und wenn man das Glück hat auch noch gehört zu werden."
  },
  {
    "start": 116.679,
    "end": 124.479,
    "text": "Und beispielsweise auch zu einem Podcast eingeladen zu werden dann ist es auch wichtig diese Chancen wahrzunehmen und eben eine Perspektive beizusteuern."
  },
  {
    "start": 125.08,
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    "text": "haben Sie schon mal gedacht Ich sollte eigentlich in die Politik gehen?"
  },
  {
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    "text": "beruflich?"
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    "text": "Naja."
  },
  {
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    "end": 144.66,
    "text": "also Es ist ja so, dass ich eine Aufgabe derzeit habe Die mir echt Freude macht und deswegen Ist mehr dieser gedanke noch nicht gekommen Dass ich ein amt annehmen würde mir so noch keins zugetragen worden, insofern die Entscheidung stand bisher auch noch gar nicht an."
  },
  {
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    "end": 150.04,
    "text": "Aber man könnte sich ja drum bemühen aufgestellt zu werden und das habe ich bisher nicht getan."
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    "text": "Nein!"
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    "text": "Ich glaube ehrlich gesagt auch dass es schon einen Unterschied gibt jetzt zwischen einer unternehmerischen Tätigkeit und einer Tätigkeitsarzt-Politiker."
  },
  {
    "start": 158.08,
    "end": 170.22,
    "text": "Sag immer als Unternehmer bin ich oder sind Unternehmer gewohnt den stierweilen Hörnern zu packen also sich zu entscheiden was man machen möchte dann auch gegen Widerstände durch Unsicherheiten hindurch dann zu realisieren."
  },
  {
    "start": 171.06,
    "end": 187.24,
    "text": "Als Politiker ist es so nicht möglich, da geht's eigentlich mehr darum Mehrheiten zu beschaffen und dann das Mögliche zu machen immer mit Blick auf das was Bürgerinnen und Bürger auch bereit sind zu unterstützen und mit einem Kreuzchen bei der nächsten Wahl dann auch zu honorieren."
  },
  {
    "start": 187.58,
    "end": 189.88,
    "text": "Das ist schon ein bisschen andere Herangehensweise."
  },
  {
    "start": 190.56,
    "end": 197.0,
    "text": "Schauen wir uns das mal an Ihr Unternehmen hat seinen Sitz in Karlsruhe und damit in Baden-Württemberg wo gerade am Wochenende der Landtag neu gewählt wurde."
  },
  {
    "start": 197.36,
    "end": 200.1,
    "text": "Was haben Sie aus diesem Wahlabend in Baden-Württemberg mitgenommen?"
  },
  {
    "start": 200.92,
    "end": 214.72,
    "text": "Naja, also wir haben das Ergebnis gesehen und das Ergebnis ist ja dass, dass in diesem Wahlkampf die Parteien wie man so schön sagt der politischen Mitte oder zwei Parteien der politische Mitte sehr gut abgeschnitten haben."
  },
  {
    "start": 215.24,
    "end": 219.8,
    "text": "Und zwar mit gleichfühlen sitzenden Parlament so wie die letzten Ergebnisse, die ich gesehen habe."
  },
  {
    "start": 219.9,
    "end": 221.42,
    "text": "Das zeigen also die Grünen."
  },
  {
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    "end": 231.46,
    "text": "Gleichzeitig haben wir gesehen, dass die Parteien an den politischen Rändern nicht so gut abgeschnitten haben wie davor prognostiziert."
  },
  {
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    "text": "Die Linken sind nicht reingekommen."
  },
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    "end": 240.1,
    "text": "Die AfD hat weniger Stimmen auf sich vereinigen können am Wahltag als in den Prognosen davor vorhergesagt."
  },
  {
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    "end": 249.24,
    "text": "Wir haben aber auch gesehen das zwei Parteien, die lange eine große Rolle gespielt haben im Landtag in Baden-Württemberg marginalisiert worden sind."
  },
  {
    "start": 250.04,
    "end": 257.479,
    "text": "FDP hat es nicht geschafft, wieder in den Landtag hereinzukommen und ist damit zum ersten Mal in der Geschichte Baden-Württembergs im Landtag nicht mehr vertreten."
  },
  {
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    "end": 265.7,
    "text": "Und die SPD ist marginalisiert worden mit nur fünf Komma fünf Prozent was für eine ehemalige Volkspartei natürlich ein ganz ganz bitteres Ergebnis ist."
  },
  {
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    "end": 269.34,
    "text": "Sie haben jetzt drei große Drei große Trends identifiziert in Baden Württemberg."
  },
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    "end": 274.539,
    "text": "wenn sie auf diese Wahl schauen tun sie das als Privatmann also Unternehmer als Wähler?"
  },
  {
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    "text": "Als Bürger!"
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  {
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    "text": "Ja, und da muss ich sagen gut was man gesehen hat."
  },
  {
    "start": 280.56,
    "end": 293.979,
    "text": "Die CDU hat hinzugewonnen die Grünen haben verloren im Vergleich zur vorhergehenden Wahl Im Vergleich zu den Prognosen die es dazu gab Hat die CDU nicht so gut abgeschnitten wie prognostiziert Und die grünen haben deutlich aufgeholt."
  },
  {
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    "end": 296.479,
    "text": "deswegen ist immer die frage mit was vergleicht man's"
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  {
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    "end": 300.06,
    "text": "wenn man Es mit dem wahlergebnis von zwanzigundzwanzig vergleicht?"
  },
  {
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    "end": 304.28,
    "text": "das war das letzte mal als die bürgerinnen und bürgern an die walurnen gerufen worden sind."
  },
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    "start": 305.039,
    "end": 312.12,
    "text": "Dann ergibt sich schon ein starker Zubachs für die AfD, die ihr Ergebnis seit dem letzten Mal quasi verdoppelt hat und neun Prozent mehr geholt hat."
  },
  {
    "start": 313.08,
    "end": 318.74,
    "text": "Die beiden Kleineren, die sie gelandt haben, die es nicht in den Landtag geschafft haben jeweils knapp daran gescheitert."
  },
  {
    "start": 319.7,
    "end": 326.18,
    "text": "Wenn man sich das ganze Bild so anschaut über Baden-Württemberg und Deutschland hinweg kann man schon auf den Gedanken kommen, den viele Beobachter haben."
  },
  {
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    "end": 329.68,
    "text": "Das ist eine Fragmentierung unseres politischen Systems."
  },
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    "text": "Spüren Sie so eine Entwicklung auch im Alltag?"
  },
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    "end": 340.039,
    "text": "Also zunächst mal möchte ich sagen Baden-Württemberg hat diese Zersplitterung eben nicht stattgefunden, sondern wir haben jetzt einen Landtag."
  },
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    "start": 340.659,
    "end": 346.539,
    "text": "Wir gehen jetzt mal davon aus dass es eine grün schwarze Koalition geben wird mit einer sehr komfortablen Mehrheit."
  },
  {
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    "end": 348.46,
    "text": "das heißt die können jetzt richtig was bewegen."
  },
  {
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    "end": 353.859,
    "text": "also da hat die Zerspitterung nicht statt gefunden ist ja die spannende Frage wenn ich nochmal kurz darauf zurückkommen darf."
  },
  {
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    "end": 359.659,
    "text": "Wie kommt es denn, dass es da jetzt so anders ausgesehen hat als bei anderen Wahlen die wir in letzter Zeit gesehen haben?"
  },
  {
    "start": 360.08,
    "end": 364.38,
    "text": "Und ich glaube was wir dort gesehen haben ist weil letzten Endes einen Personenwahlkampf der Stadt gefunden hat."
  },
  {
    "start": 364.479,
    "end": 375.28,
    "text": "also Es ist ja auch interessant zu sehen in Baden-Württemberg das die Erststimme die er dem Direktkandidaten gegolten hat ein anderes Ergebnis herbeigeführt hat als beider zwei Stimmen als für die Partei gewählt wurde."
  },
  {
    "start": 375.859,
    "end": 382.24,
    "text": "Also bei den Erststimmen hat ja die CDU deutlich gewonnen und bei den Zweitstimmen ist es so, dass das ganz knapp ausgegangen ist."
  },
  {
    "start": 383.14,
    "end": 393.9,
    "text": "Und interessant war bei diesem Wahlkampf auch, dass Jan Özdemir der letzten Endes dann den Sieg für die Grünen erhoben hat... Bei der Wahl selbst, die Grünen gar nicht in den Mittelpunkt geschoben hat."
  },
  {
    "start": 394.14,
    "end": 405.44,
    "text": "Es war auffällig das auf den Wahlplakaten nur eine kleine stillisierte Sonnenblume zu sehen war als Symbol für die grünen aber beispielsweise Bündnis die Grün was ja die offizielle Bezeichnung der Partei ist überhaupt nicht vorgekommen ist."
  },
  {
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    "end": 414.099,
    "text": "und daran kann man doch sehen dass die Wähler am Ende letzten Endes dann auch schon Personen wählen denen sie ein Zutrauen aussprechen."
  },
  {
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    "end": 419.96,
    "text": "Ich weiß nicht, wie viele Menschen wirklich am Ende auch ein Parteiprogramm sich im Einzelnen anschauen."
  },
  {
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    "end": 424.52,
    "text": "Und man kann schon sehen, dass die Vertrauenswürdigkeit einer Person am Ende den Unterschied machen kann."
  },
  {
    "start": 425.18,
    "end": 433.26,
    "text": "und in gewisser Weise finde ich ist das wiederum beruhigend weil es ja schon wichtig ist, dass Menschen in der Politik dann auch die Gestaltung übernehmen wollen."
  },
  {
    "start": 433.979,
    "end": 438.0,
    "text": "und da finde ich, da hat er Cem Özdemir muss man jetzt einfach sagen einen guten Wahlkampf gemacht."
  },
  {
    "start": 438.06,
    "end": 452.0,
    "text": "Er hat sehr gut verstanden, wie das Saint-Thémont in der Bevölkerung war und offensichtlich war seine Analyse, dass er gesagt hat wenn Die Grünen als solches ins Schaufenster stellt hat er weniger Aussichten, also wenn er sich als Person der schon lange in der Politik ist."
  },
  {
    "start": 452.039,
    "end": 462.919,
    "text": "Er ist ja gerade sechzig geworden auch und auch schon Emptar Inner hatte, wenn er seine Erfahrung in den Mittelpunkt stellt im Gegensatz zu einem Kandidaten der CDU jetzt, der bei weitem nicht diese Bekanntheit hatte."
  },
  {
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    "end": 473.18,
    "text": "Damit hat er ein gutes politisches Gespür gehabt und die Menschen haben ihn vertrauen ausgesprochen Und ich glaube es hat er gute Gelegenheiten In einer starken Koalition Baden-Württemberg wirklich voranzubringen."
  },
  {
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    "end": 476.24,
    "text": "Trauen Sie ihm und den beiden Spitzenkandidaten das zu?"
  },
  {
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    "end": 479.32,
    "text": "Ich würde mal sagen, die Voraussetzung haben sie auf jeden Fall."
  },
  {
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    "end": 486.7,
    "text": "Ob sie ihn jetzt auch gelingt wird natürlich dann davon abhängen wie sie mit den Chancen umgehen, die so ein Amt mit sich bringt."
  },
  {
    "start": 487.94,
    "end": 491.46,
    "text": "Das ist uns noch einmal kurz bei der AfD bleiben bevor wir zur Wirtschaftspolitik kommen."
  },
  {
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    "end": 499.12,
    "text": "Sie haben schon gesagt Zuwächse gab es nicht ganz so viel wie in manchen Pognosen erwartet Aber es sind deutlich zweistellige Ergebnisse."
  },
  {
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    "end": 502.5,
    "text": "Es ist, sich festzusetzen auch in westdeutschen Landtagen."
  },
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    "end": 507.56,
    "text": "Was ist das für Sie ein Wahnsignal oder ein Ausdruck normaler politischer und demokratischer Dynamik?"
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    "end": 510.78,
    "text": "Also letzten Endes... Ist es letzter Rest?"
  },
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    "text": "natürlich, ne?"
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  {
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    "end": 519.74,
    "text": "Wir sind eine liberale Demokratie Und was wir bei Wahlen sehen, ist Ausdrucks des Willens der Wählerinnen und Wähler."
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  {
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    "end": 520.98,
    "text": "Und so soll das auch sein!"
  },
  {
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    "end": 537.8,
    "text": "Und wenn in einem Wettbewerb zwischen politischen Parteien es zu Verschiebungen kommt, dann ist das darauf zurückzuführen dass die bisherigen Angebote von den Wählerinnen und Wählern nicht mehr so hoch bewertet werden wie die Angebote vom neuen Parteien."
  },
  {
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    "end": 539.1,
    "text": "Die sich auch artikulieren."
  },
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    "end": 547.4,
    "text": "also letzten Endes Wenn in einem wettbewerk ein anderer plötzlich stärker wird ist es offensichtlich So dass das eigene Konzept was man hat nicht mehr überzeugt."
  },
  {
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    "end": 556.28,
    "text": "Deswegen ist meine Empfehlung an alle Parteien auch sehr genau auf die Bürgerinnen und Bürger zu schauen, sich an den Bedürfnissen der Bürgerinnen auszurichten."
  },
  {
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    "end": 560.06,
    "text": "Und weniger auf die politischen Mitbewerber zu schimpfen."
  },
  {
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    "end": 574.66,
    "text": "So wie wir als Handelsunternehmen immer sehr genau im Blick behalten müssen was die Konsumbedürfnisse der Menschen sind und mit unserem Sortiment müssen wir darauf eine Antwort formulieren, die dazu führt dass Menschen an anderen Einzelhändler-Türen vorbeigehen und dann bei dem Togarimate einkaufen."
  },
  {
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    "end": 578.579,
    "text": "Die gleiche Figur, auch wenn die Inhalte natürlich sich jetzt unterscheiden?"
  },
  {
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    "end": 585.72,
    "text": "Sie sind sehr demokratieoptimistisch und auch optimistisch was die Verwurzelung der Parteien in der Breite angeht."
  },
  {
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    "end": 590.84,
    "text": "Sie haben sich einmal dafür ausgesprochen dass man auch als Wirtschaftsverband mit allen Parteien reden muss – auch mit der AfD!"
  },
  {
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    "end": 598.42,
    "text": "So natürlich ist es nicht, denn nach ihren Aussagen gab's recht starke Reaktionen teilweise auch organisierte Reaktionen gegen ihr Unternehmen gegen DM."
  },
  {
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    "end": 603.939,
    "text": "Das hat sie damals jetzt nicht zum Eingnicken gebracht, das haben sie gelernt aus dieser Episode."
  },
  {
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    "end": 606.56,
    "text": "Also ich möchte es kurz noch mal einordnen."
  },
  {
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    "end": 624.18,
    "text": "Die Frage, auf die ich in meinem grenzenlosen Optimismus eine Antwort gegeben habe war ob es stadthaft ist dass einen wirtschaftsverband der verbannte familienunternehmer einen parlamentarischen Abend veranstaltet bei dem auch die afd eingeladen ist."
  },
  {
    "start": 625.4,
    "end": 639.96,
    "text": "und darauf habe ich gesagt das wenn man einen parlamentarischen abend veranstaltet dass sich es für starthaft halte und auch für richtig das dann die Parlamentarier aller im Bundestag vertretenen Fraktionen eingeladen werden."
  },
  {
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    "end": 642.12,
    "text": "Das ist nämlich das, was damals stattgefunden hat."
  },
  {
    "start": 642.18,
    "end": 643.24,
    "text": "Es sind alle eingeladene worden."
  },
  {
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    "end": 644.26,
    "text": "Sind aber nicht alle gekommen?"
  },
  {
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    "end": 650.54,
    "text": "Aber von der AfD ist einer gekommen und der hat es dann gepostet und hat dann das Publik gemacht."
  },
  {
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    "end": 655.38,
    "text": "Und daraufhin gab es einige impörte Stimmen und daraufhin kam auch diese Frage."
  },
  {
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    "end": 663.579,
    "text": "also meine Aussage war dass wenn man eine parlamentarischen Amt macht, dass dann Parlamentarien natürlich auch eingelaten sein sollten von allen Parteien sonst müsste man das anders benennen."
  },
  {
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    "end": 666.98,
    "text": "Und daraufhin hat sich dann diese Diskussion entzündet."
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    "text": "Ob jetzt Verbände das machen wollen oder nicht?"
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    "text": "Das müssen die selbst entscheiden, ganz ehrlich!"
  },
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    "text": "Ich war da in dieser Entscheidung vom Verband der Familienunternehmer auch nicht einbezogen."
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    "end": 677.9,
    "text": "also ich kann doch gar nicht sagen welche Beratung stattgefunden hat."
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  {
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    "text": "als jemand aus der Wirtschaft sage ich dass wir in der Wirtschaft jetzt auch mit Parteien reden sondern dass wir mit Funktionsträgern sprechen die oft ein Parteibuch haben Und da komme ich ja gar nicht drumherum, wenn ich beispielsweise Investitionsentscheidungen habe und dann mit Landräten oder auch mit Abgeordneten sprechen muss, wenn es da politische Entscheidungen bedarf."
  },
  {
    "start": 702.579,
    "end": 706.079,
    "text": "Das muss ich ja machen, sonst kann ich keine Investitions-Entscheidung treffen."
  },
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    "start": 706.6,
    "end": 716.6,
    "text": "Aber das mache jetzt ja nicht, dass sich dann mit diesen Funktionsträgern Sprecher aufgrund ihres Parteibuches sondern weil sie eben diese Funktion haben in die sie demokratisch gekommen sind und in dieser Rolle spreche ich auch mit"
  },
  {
    "start": 716.66,
    "end": 716.819,
    "text": "denen.\"."
  },
  {
    "start": 717.88,
    "end": 724.04,
    "text": "Sie haben im Zug dieser Diskussion, wie sie es jetzt genannt haben, dieses Shitstorms sagen manche auch einmal zurückgeschrieben an manche Adressaten."
  },
  {
    "start": 724.26,
    "end": 726.04,
    "text": "Wie haben diejenigen reagiert auf ihre Antwort?"
  },
  {
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    "end": 727.84,
    "text": "Ja also richtig!"
  },
  {
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    "end": 731.1,
    "text": "Es gab diese Empörungswelle, wie wir sie nennen intern bei uns."
  },
  {
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    "end": 735.78,
    "text": "und dann ist natürlich die Frage wenn so was passiert... Was ist das eigentlich?"
  },
  {
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    "end": 737.9,
    "text": "Also mit wem haben wir's da zu tun?"
  },
  {
    "start": 737.96,
    "end": 744.04,
    "text": "wie repräsentativ ist es denn auch, weil wenn sie dann als verantwortlicheren Unternehmen Entscheidungen treffen müssen."
  },
  {
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    "end": 746.8,
    "text": "Ist es ja wichtig dass diese Entscheidung auch Wirkung haben."
  },
  {
    "start": 746.96,
    "end": 752.319,
    "text": "das heißt es geht nur wenn ich verstehe wie die wirkszusammenhänge sind wie die Realität wirklich aussieht."
  },
  {
    "start": 752.38,
    "end": 760.36,
    "text": "und Als damals hier sehr viele E-Mails kamen die sich ähnlich auf angehört haben habe Ich dann auf einzelne geantwortet um zu schauen wie denn die Reaktion ist."
  },
  {
    "start": 760.4,
    "end": 764.42,
    "text": "und da hab ich im prinzip drei Arten von Reaktionen gesehen."
  },
  {
    "start": 764.6,
    "end": 768.439,
    "text": "Die eine war überhaupt keine reaktion Wo muss ich sagen kein gut, wenn das doch so empört."
  },
  {
    "start": 768.64,
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    "text": "Warum gibt es dann keine Antwort darauf?"
  },
  {
    "start": 770.9,
    "end": 800.62,
    "text": "Die zweite war im Prinzip in Stanzen mit Phrasen wo man auf die Diskussion gar nicht eingegangen ist und die dritte war ja also schon eine gewisse Empörung aber auch keine wirkliche Bereitschaft über die Sache zu sprechen Und daraus habe ich damals geschlossen dass jetzt keine Menschen sind die sich inhaltlich mit der Sache wirklich auseinandersetzen sondern die offensichtlich vor allem getriggert sind durch etwas und dann darauf reagiert haben."
  },
  {
    "start": 800.98,
    "end": 805.76,
    "text": "Jetzt sind wir ja auch in einer Zeit von JetGPT, das sehen wir auch an Zuschriften oft."
  },
  {
    "start": 805.8,
    "end": 808.439,
    "text": "die sind viel besser formuliert als es in der Vergangenheit war."
  },
  {
    "start": 808.54,
    "end": 815.86,
    "text": "da sind keine grammatischen Fehler hinterregelt drin noch keine Rechtschreibfehler was es sonst auch viel gegeben hat da ist man ja auch selbst nicht frei von."
  },
  {
    "start": 815.92,
    "end": 828.02,
    "text": "vielleicht also schon ein List ist das anders bei ihnen aber daran sieht man dass ist dann oft auch in gewisser Weise gekouched oder oder dann auch reproduziert Und hat sich halt ziemlich schnell gezeigt, dass das letzten Endes eine Kampagne einer aktivistischen Organisation war."
  },
  {
    "start": 828.48,
    "end": 830.64,
    "text": "Wo Menschen dann einfach reflexhaft drauf reagiert haben."
  },
  {
    "start": 831.199,
    "end": 845.319,
    "text": "im Netz allerdings in der realen Welt haben wir keine wirklichen Veränderungen gesehen auch in unseren Umsätzen, auch indem was in unseren DM-Märkten stattgefunden hat und damit war es dann relativ schnell einordnbar und so sind wir dann auch damit umgegangen."
  },
  {
    "start": 846.28,
    "end": 851.579,
    "text": "Sie haben natürlich sehr viele Kunden aber sie beschäftigen ja auch alleine mehr als sechzigtausend Menschen in Europa bei DM."
  },
  {
    "start": 852.42,
    "end": 856.92,
    "text": "In so einem Unternehmen treffen natürlich zwangsläufig sehr unterschiedliche politische Vorstellungen auch aufeinander."
  },
  {
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    "end": 859.66,
    "text": "Wie geht man damit um als Unternehmer?"
  },
  {
    "start": 860.6,
    "end": 868.52,
    "text": "Ja, das ist selbstverständlich dass es so ist weil die vielen Menschen, die bei dem Drogeriemarkt arbeiten sind ein Ausschnitt der Gesellschaft genauso wie unsere Kunden und Kunden."
  },
  {
    "start": 869.28,
    "end": 877.579,
    "text": "Und wenn wir für eine freiheitlich liberale Grundordnung sind an Liberale Demokratie dann sind wir darauf angewiesen da es so unterschiedliche Ansichten gibt, dass es Debatten gibt."
  },
  {
    "start": 878.0,
    "end": 887.92,
    "text": "Weil Debatten sind die Voraussetzung dafür, dass sich die Dinge weiterentwickelt, dass neue Ideen geboren werden Und insofern die politische Überzeugung der Kolleginnen und Kollegen bei dem Togarimann ist deren Privatangelegenheit."
  },
  {
    "start": 889.4,
    "end": 893.319,
    "text": "Da gibt es auch nichts zu missionieren, nichts zu diskutieren nach meiner Überzeugungen."
  },
  {
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    "end": 896.64,
    "text": "Was wichtig ist in einem Unternehmen ist wie wir miteinander umgehen?"
  },
  {
    "start": 897.42,
    "end": 912.699,
    "text": "Also ob wir die Ideen der einzelnen Menschen den Raum geben, dass wir sie diskutieren, das wird die Vielfalt, Arbeitsgemeinschaft haben, dass wir die Nutzen als Chance zu neuen Ideen zu kommen und weiterzuentwickeln näher bei den Kundinnen und Kunden zu sein."
  },
  {
    "start": 913.5,
    "end": 915.12,
    "text": "Da sind wir gut beraten das zu tun."
  },
  {
    "start": 915.34,
    "end": 916.22,
    "text": "Das tun wir auch."
  },
  {
    "start": 916.34,
    "end": 937.46,
    "text": "ich glaube das ist einer der wesentlichen Gründe warum wir auch so erfolgreich die letzten zweiundfünfzig Jahre unterwegs waren Und ich glaube wenn wir eine Kulture Zusammenarbeit pflegen leisten wir einen großen Beitrag dafür, dass die auch in unserer gesellschaftlichen Debatte gesittet miteinander umgehen und einander wohlwollend zuhören uns frei mich durch äußern."
  },
  {
    "start": 937.6,
    "end": 939.079,
    "text": "Und verhaftig in unseren Aussagen sind."
  },
  {
    "start": 939.78,
    "end": 945.84,
    "text": "Sie haben sich in einem interview einmal dafür ausgesprochen legislaturperioden zu verlängern und dafür die die amtzeiten von politikern zu begrenzen."
  },
  {
    "start": 946.42,
    "end": 947.88,
    "text": "warum hielten sie das für gut?"
  },
  {
    "start": 949.1,
    "end": 957.16,
    "text": "Das sind ja drei vorschläge die ich gemacht habe und zwar auf die frage hin Welche Dinge sollten wir verändern, damit wir in unserem Land wieder besser vorankommen?"
  },
  {
    "start": 957.42,
    "end": 959.72,
    "text": "Und da waren das meine Vorschläge."
  },
  {
    "start": 960.48,
    "end": 978.66,
    "text": "Die Überlegung die Legislaturperioden zu verlängern jetzt auf Bundesebene beispielsweise oder in den unterschiedlichen Institutionen, die es gibt also von vier auf sechs Jahre ist die Überlegungen dass wenn man Reformen anstoßen dann braucht es ja einen Moment, bis die da noch tatsächlich verabschiedet sind."
  },
  {
    "start": 978.78,
    "end": 983.819,
    "text": "Dass sie Wirkung zeigen und was wir beobachten können bei Veränderungen ist dass wir erstmal Veränderungsschmerzen haben."
  },
  {
    "start": 984.24,
    "end": 988.16,
    "text": "also oft wird erst mal kurzfristig etwas schwieriger bevor es dann besser wird."
  },
  {
    "start": 988.92,
    "end": 1004.48,
    "text": "Und wenn die Legislaturperioden so kurz sind Dann bedeutet das dass die Phase des Schmerzes meistens in den Vorwahlkampf schon fällt und damit der Mut und die Beherztheit der politischen Akteure Tatsächlich Reform anzustoßen natürlich eher singt."
  },
  {
    "start": 1004.78,
    "end": 1013.199,
    "text": "weil wenn während dieser Veränderungsschmerzen die Wahlen stattfinden und immer, die die mutige Veränderungen mal angestoßen haben dann nicht wieder gewählt werden."
  },
  {
    "start": 1013.84,
    "end": 1025.76,
    "text": "Weil die Menschen das vielleicht auch erst einmal noch nicht sehen und auch nicht das nötige Zutrauen haben zu sagen ja es wird jetzt schon besser werden Dann werden wir keine Veränderungsbereitschaft, keine Reformbereitsschaft mehr bei denen gewählten haben."
  },
  {
    "start": 1026.24,
    "end": 1040.319,
    "text": "Und deswegen glaube ich wenn wir längere Legislaturperiode hätten wäre die Wahrscheinlichkeit, im nächsten Wahlkampf schon die Früchte ernten zu können der mutigen Reformen, die wir angestoßen haben größer und damit wäre die Veränderungsfähigkeit unseres Landes wiederhergestellt."
  },
  {
    "start": 1040.8,
    "end": 1050.0,
    "text": "Und ich glaube, die Anpassungspfähigkeit ist das was wir brauchen um in dieser Welt die durch große Veränderungen Geschwindigkeit geprägtes weiterhin relevant bleiben zu können."
  },
  {
    "start": 1050.24,
    "end": 1051.32,
    "text": "also das war mein erster Vorschlag."
  },
  {
    "start": 1051.379,
    "end": 1057.0,
    "text": "Der zweite Vorschlag Die Amtszeitbegrenzung, dass wir die auf zwei Amtszeiten reduzieren."
  },
  {
    "start": 1057.06,
    "end": 1076.32,
    "text": "Also wenn wir jetzt Legislaturperiode von sechs Jahren hätten dann wären das maximal zwölf Jahre, wenn man wieder gewählt wird und die Überlegung dahinter ist folgende Wenn schon klar ist, dass ich dieses Amt nur vorübergehend ausüben werde Dann mache ich mir natürlich Gedanken zum Zeitpunkt des Eintritts in diese Verantwortung, was sich danach machen werde."
  },
  {
    "start": 1076.8,
    "end": 1083.42,
    "text": "Das heißt dann werde ich schon mal darauf achten dass ich eine gute Berufsausbildung habe um nach diesen zwölf Jahren auch wieder in einen Beruf reingehen zu können."
  },
  {
    "start": 1083.46,
    "end": 1090.58,
    "text": "Was dazu führen würde das die Menschen den politischen Ämter gewählt werden einfach jetzt nicht aus der Ausbildung direkt kommen, nicht direkt vom Studium kommen."
  },
  {
    "start": 1090.72,
    "end": 1102.06,
    "text": "also wenn ich es zuspitzen darf dieser Dreiklang von Kreissaal Vorlesungssaal Plenarsaal dass auf jeden Fall eine Phase noch dabei ist, wo man wirklich im Berufsleben gestanden hat."
  },
  {
    "start": 1102.62,
    "end": 1106.78,
    "text": "Das ist ja das was sich doch unterscheidet von dem, was in einer politischen Blase stattfindet."
  },
  {
    "start": 1107.2,
    "end": 1109.18,
    "text": "also damit hätten wir mehr Erfahrung."
  },
  {
    "start": 1109.42,
    "end": 1113.5,
    "text": "in den Parlamenten meine ich da würde eine viel größere Durchmischung auch stattfinden."
  },
  {
    "start": 1113.58,
    "end": 1128.36,
    "text": "Parteien würden wieder viel näher bei den Bürgerinnen und Bürgern sein wahrscheinlich vielmehr Bürgerinnen & Bürger werden bereiter Kandidatoren einzugehen weil für Quereinsteiger ist es eher schwer in Parteien Sowohl in den Parteien als auch in den Parlamenten."
  },
  {
    "start": 1128.82,
    "end": 1134.879,
    "text": "Und wie gerade schon angesprochen ist die Diversität eine voraussetzung dafür, um zu neuen und guten Ideen zu kommen."
  },
  {
    "start": 1135.32,
    "end": 1142.02,
    "text": "Der dritte Vorschlag, den ich jetzt noch kurz einfügen möchte – den ich aber auch für sehr wichtig halte -, ist dass wir konsequent auf Sunset-Klauseln setzen."
  },
  {
    "start": 1142.62,
    "end": 1152.22,
    "text": "Die Idee von Sunset Klauseln ist ja, dass wir Gesetze nicht für die Ewigkeit machen, sondern dass wir uns bei verabschiedener Gesetzer bereits überlegen, wie lange sollen diese Gesetzekültigkeiten haben bevor sie auslaufen?"
  },
  {
    "start": 1152.76,
    "end": 1158.46,
    "text": "damit sie überprüft werden können im Hinblick auf ihre Wirksamkeit zu dem Zeitpunkt, wo Sie evaluiert werden."
  },
  {
    "start": 1158.94,
    "end": 1163.1,
    "text": "Und dann könnte entschieden werden, ob die Gesetze verlängert werden sollten in ihrer bestehenden Form."
  },
  {
    "start": 1163.52,
    "end": 1168.24,
    "text": "Ob sie tatsächlich auslaufen sollten oder ob sie verändert werden sollten und wieder in Kraft gesetzt werden."
  },
  {
    "start": 1168.879,
    "end": 1175.48,
    "text": "Das würde dazu führen dass wir in Deutschland, in den Parlamenten uns vielmehr auch mit der Erneuerung des Bestehenden beschäftigen würden."
  },
  {
    "start": 1175.98,
    "end": 1184.42,
    "text": "Nämlich das Problem sind ja nicht schlechte Gesetzer per se sondern es sind Gesetzen die aus der Zeit gefallen sind oder die sich in ihrer Wirksamkeit nicht bewiesen haben."
  },
  {
    "start": 1185.04,
    "end": 1191.72,
    "text": "Und da müssen wir tatsächlich rangehen, weil dann würde die Erneuerungsfähigkeit unseres Landes einfach viel besser werden."
  },
  {
    "start": 1191.879,
    "end": 1199.76,
    "text": "Unsere Anpassungsfähigkeit würde dadurch stärker werden und dadurch glaube ich hätten wir wesentlich bessere Voraussetzungen um weiterhin auch erfolgreich zu sein als Land."
  },
  {
    "start": 1199.9,
    "end": 1201.94,
    "text": "was bedeutet prosperierende Wirtschaft?"
  },
  {
    "start": 1202.02,
    "end": 1207.32,
    "text": "Was bedeutet steigender Lebensstandard und dadurch mehr Freiheitsgrade für die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land?"
  },
  {
    "start": 1207.48,
    "end": 1208.66,
    "text": "und das sollte doch unser Ziel sein."
  },
  {
    "start": 1209.62,
    "end": 1214.24,
    "text": "Lassen Sie uns einen Moment genau darüber sprechen über die Prosperität und über die Chancen dieses Landes unter der Wirtschaft."
  },
  {
    "start": 1214.82,
    "end": 1221.22,
    "text": "Wenn man Ihnen zuhört, merkt man dass diese politischen Debatten ja nicht an der Ladentür aufhören sondern Unternehmen ganz konkret auch betreffen."
  },
  {
    "start": 1222.08,
    "end": 1228.74,
    "text": "Wenn sie wenn sie auf dieses Land schauen wirkt es im moment wirtschaftlich erstaunlich nervös finde ich mehr als andere Länder in Europa."
  },
  {
    "start": 1229.379,
    "end": 1233.6,
    "text": "Spüren Sie so eine Verunsicherung auch im Alltag des eines Unternehmens?"
  },
  {
    "start": 1234.24,
    "end": 1238.48,
    "text": "Also ich würde mal unterscheiden zwischen Unternehmern und der Stimmung im Lande."
  },
  {
    "start": 1239.02,
    "end": 1242.3,
    "text": "Und natürlich zum Teil auch im Unternehmen, weil alles Bürgerinnen und Bürger."
  },
  {
    "start": 1242.44,
    "end": 1249.44,
    "text": "Ich glaube mal was Unternehmer auszeichnet ist das sie in den herrschenden Verhältnissen vor allem die Chancen sehen und nicht in erster Linie die Risiken."
  },
  {
    "start": 1250.74,
    "end": 1254.66,
    "text": "Was viele andere Menschen auszeichnen ist dass sie eher die Risikensehen als die Chansen."
  },
  {
    "start": 1254.7,
    "end": 1260.16,
    "text": "Jetzt ist es natürlich in einer Situation der Veränderung eine gewisse Ungewissheit da."
  },
  {
    "start": 1261.24,
    "end": 1263.3,
    "text": "So der Unternehmer sieht jetzt die Chancen, warum?"
  },
  {
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    "end": 1265.36,
    "text": "Weil er Ziele hat auf die er zustreben möchte."
  },
  {
    "start": 1265.48,
    "end": 1272.34,
    "text": "und wenn ich Ziele habe wo ich noch nicht bin sind natürlich Veränderungen eine gute Voraussetzung um diese Ziele erreichen zu können."
  },
  {
    "start": 1273.0,
    "end": 1280.92,
    "text": "Wenn ich keine Ziele wirklich habe sondern mich eigentlich ganz gut eingerichtet habe in dem Status quo dann sind Veränderung bedrohungen beziehungsweise Zumutung."
  },
  {
    "start": 1281.36,
    "end": 1286.36,
    "text": "Ich glaube was wir beobachten können in Deutschland ist dass wir keine wirklich Zukunftsvision in diesem Land haben."
  },
  {
    "start": 1286.86,
    "end": 1294.54,
    "text": "Wolfgang Ischinger hat mal in einem Vortrag so formuliert und das hat bei mir echt, da habe ich aufgeheucht, weil ich gedacht hatte es eine interessante Perspektive."
  },
  {
    "start": 1294.6,
    "end": 1309.1,
    "text": "Der hat gesagt dass die Bundesrepublik Deutschland lange lange Jahre Jahrzehnte Division der Wiedervereinigung hatte Und das war ein Grund, immer wieder zu schauen wie die Leistungsfähigkeit von Deutschland, von der Bundeshandlung Deutschlands sichergestellt werden konnte."
  },
  {
    "start": 1309.44,
    "end": 1324.34,
    "text": "Nicht zuletzt im Systemwettbewerb auch mit der Deutschen Demokratischen Republik also mit der DDR und seit die Wiedervereinigung dann realisiert wurde Anfang der neunziger Jahre nach dem Fall der Mauer Neuenundachtzig haben wir eigentlich keine wirklichen Vision mehr gehabt wo wir hin wollen."
  },
  {
    "start": 1325.42,
    "end": 1338.5,
    "text": "Das ist vielleicht doch der Grund dass in den Nullerjahren nach der Agenda zwei Tausendzehn und dann in den Zehnerjahren ist eigentlich relativ wenige wirklich Reformen gegeben hat und wir eigentlich viel mehr den Status quo zementiert haben."
  },
  {
    "start": 1338.98,
    "end": 1340.74,
    "text": "Also es hat sehr, sehr wenig neue Ideen gegeben."
  },
  {
    "start": 1340.78,
    "end": 1342.36,
    "text": "Echt nur der Frage der Optimierung?"
  },
  {
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    "end": 1343.28,
    "text": "Ja!"
  },
  {
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    "end": 1345.7,
    "text": "Und dann ja wie kommen wir eigentlich mit allen zu Recht?"
  },
  {
    "start": 1346.42,
    "end": 1351.5,
    "text": "Das hat natürlich dazu geführt dass wir sehr viele Neuregulierungen bekommen haben, sehr viele Berichtspflichten die gekommen sind."
  },
  {
    "start": 1351.96,
    "end": 1363.32,
    "text": "und jetzt in einer Zeit wo die Veränderung wichtig ist uns wundern das wie Gulliver in Lilliput auf dem Boden liegen im Land der Zwerge und uns nicht mehr rühren können, und es nicht eine große Kette gibt die wir durchschneiden müssen."
  },
  {
    "start": 1363.66,
    "end": 1368.139,
    "text": "Sondern viele kleine Bindfäden, die letzten Endes es uns sehr schwer machen um zu bewegen."
  },
  {
    "start": 1368.78,
    "end": 1373.44,
    "text": "Und deswegen glaube ich ist das wichtig ist dass wir uns darüber unterhalten wer wollen wir denn eigentlich sein in Deutschland?"
  },
  {
    "start": 1374.06,
    "end": 1376.5,
    "text": "Was ist dann die Vision die wir für dieses Land haben?"
  },
  {
    "start": 1377.2,
    "end": 1389.32,
    "text": "und uns dann die Frage stellen und wie können wir den die Rahmenbedingungen so gestalten dass die vielen Initiativen die vielen Ideen dies bei dem Menschen gibt die implizit vorhanden sind, dass die explizit werden in kompletten Initiativen."
  },
  {
    "start": 1389.879,
    "end": 1405.66,
    "text": "Die dann auch tatsächlich Wirkung entfalten können und das wir nicht gar nicht erst sozusagen aufstehen können weil allein schon um uns aufzustellen es so viele Dinge gibt, die wir machen müssen, dass wir uns mit den unwesentlichen Dingen beschäftigen müssen statt die dringenden Dinge wirklich anzupacken."
  },
  {
    "start": 1405.9,
    "end": 1407.36,
    "text": "Nennen Sie man die drei dringendsten Dinge?"
  },
  {
    "start": 1407.44,
    "end": 1409.04,
    "text": "Die gemacht gehören viel."
  },
  {
    "start": 1409.2,
    "end": 1415.139,
    "text": "unter dem Klagen über Bürokratie Energiepreise, die Energiepolitik haben sie gerade selbst genannt Fachkräftemangel Hört man auch viel."
  },
  {
    "start": 1415.46,
    "end": 1417.52,
    "text": "Die internationale Lage, aber es ist für Sie am drängendsten?"
  },
  {
    "start": 1418.9,
    "end": 1437.2,
    "text": "Ja also ich glaube wenn wir die vielen Berichtspflichten, die wir haben... Wenn wir die einfach abschaffen würden, die ja letzten Endes dazu führen dass alles dokumentiert werden muss und auch dazu führt das am Ende des Jahr kontrolliert werden müssen was wiederum dazu führt dass sich die Verwaltung aufblähen weil sie sich schwer tun mit Digitalisierung."
  },
  {
    "start": 1437.3,
    "end": 1440.98,
    "text": "Also dann führt es dazu dass unsere öffentliche Haushalte versteinern."
  },
  {
    "start": 1441.66,
    "end": 1451.5,
    "text": "Und damit ist gemeint, dass ein Großteil der Budgets die wir in unseren öffentlichen Haushalten haben bereits festgelegt sind mit den Einkommen der Menschen, die in der Verwaltung tätig sind."
  },
  {
    "start": 1451.94,
    "end": 1460.379,
    "text": "Mit den Pensionszusagen, die es da gibt und das es nur noch sehr wenig Spielraum gibt um wirklich die Investition zu tätigen, die die Zukunftsfelder uns eröffnen."
  },
  {
    "start": 1460.82,
    "end": 1463.2,
    "text": "Deswegen glaube ich, dass wir da wirklich entschlacken müssen."
  },
  {
    "start": 1463.56,
    "end": 1473.86,
    "text": "und ganz wesentlicher Punkt wäre das Abschaffen der Berichtspflichten weil die Berichtspflichten treiben die Kosten in die Höhe in den Unternehmen führen dazu, dass die Kreativität aus den Unternehmen herausgeht."
  },
  {
    "start": 1473.92,
    "end": 1479.639,
    "text": "Weil je mehr sie Listen ausfüllen müssen umso mehr ist eine Haltung in dem Unternehmen."
  },
  {
    "start": 1479.8,
    "end": 1483.16,
    "text": "auch ich habe meinen Job getan weil ich hab jetzt sozusagen die Listen ausgefüllt."
  },
  {
    "start": 1483.879,
    "end": 1500.26,
    "text": "wenn wir das kultivieren dadurch dass es staatlicherseits immer mehr gefordert wird und mit mit zum Teil trakonischen Strafen belegt wird, dann brauchen wir uns nicht wundern dass die Innovationskraft aus unseren Unternehmen verschwindet und letzten Endes uns auch als Gesellschaft abhanden kommt."
  },
  {
    "start": 1500.82,
    "end": 1507.36,
    "text": "Deswegen würde ich sagen Berichtspflichte abschaffen das können wir, das sollten wir und das hätte eine große Wirkung."
  },
  {
    "start": 1507.42,
    "end": 1509.84,
    "text": "Das wäre schon mal ein erster Schritt aber natürlich nur ein ersters Schritt"
  },
  {
    "start": 1510.94,
    "end": 1515.08,
    "text": "Herr Werner, als er Vater Götz Werner das Unternehmen in der dreihundert und siebzig gegründet hat wollte."
  },
  {
    "start": 1515.16,
    "end": 1522.28,
    "text": "Er nicht nur eine erfolgreiche Drogerie Kette aufbauen sondern auch ein anderes Verständnis von Wirtschaft und Unternehmertum etablieren."
  },
  {
    "start": 1522.84,
    "end": 1523.24,
    "text": "wie stark"
  },
  {
    "start": 1523.5,
    "end": 1523.84,
    "text": "prägt"
  },
  {
    "start": 1524.22,
    "end": 1524.74,
    "text": "diese Idee?"
  },
  {
    "start": 1525.02,
    "end": 1527.0,
    "text": "Wie stark prägten die Ideen ihr Unternehmen heute noch?"
  },
  {
    "start": 1528.02,
    "end": 1530.04,
    "text": "Ja also möchte ich ein bisschen differenzieren."
  },
  {
    "start": 1530.3,
    "end": 1545.879,
    "text": "mein vater hat dem Trogariemarkt damals gegrüntet weil er diese Idee des discountierenden Drogeriefachmarktes also die übertragung des Diskontieren in Prinzip, welches im Lebensmittel einzeln handelt mit Aldi damals wirklich vor Rohre gemacht hat."
  },
  {
    "start": 1546.44,
    "end": 1553.04,
    "text": "Auf die Trogherie waren übertragen wollte als der Gesetzgeber die Preise freigegeben hat für Troggerie waren."
  },
  {
    "start": 1553.139,
    "end": 1559.9,
    "text": "weil bis dahin war es so dass die Verkaufspreise von den Herstellern festgelicht worden so ähnlich wie das heute noch bei Presseerzeugnissen der Fall ist."
  },
  {
    "start": 1560.56,
    "end": 1562.96,
    "text": "Und seine Idee war eben, dieses Konzept umzusetzen."
  },
  {
    "start": 1563.18,
    "end": 1564.72,
    "text": "Viele hatten die Idee zur damaligen Zeit."
  },
  {
    "start": 1564.78,
    "end": 1567.9,
    "text": "Er hat es den Eigentümern des Unternehmens vorgeschlagen wo er tätig war."
  },
  {
    "start": 1568.1,
    "end": 1572.52,
    "text": "Die fanden das zu ambitioniert und deswegen hat er dann gekündigt und hat es selbst gemacht."
  },
  {
    "start": 1573.0,
    "end": 1578.58,
    "text": "Also der Start von DM und DM war damals sehr erfolgreich und ist schnell expandiert wie viele andere auch?"
  },
  {
    "start": 1579.32,
    "end": 1581.72,
    "text": "Viele von denen, die damals gestartet sind gibt es heute noch."
  },
  {
    "start": 1582.379,
    "end": 1589.12,
    "text": "Die Frage, die dann eigentlich gekommen ist bei DM ist als das Unternehmen so schnell gewachsen ist und mein Vater sich die Fragen gestellt hat ja Wie geht es eigentlich weiter?"
  },
  {
    "start": 1589.52,
    "end": 1597.2,
    "text": "Wer wollen wir eigentlich sein als Unternehmen und wie wird es uns gelingen zukunftsfähig zu sein, damit wir nicht immer mehr vom selben machen sondern uns auch wirklich erneuern können."
  },
  {
    "start": 1597.66,
    "end": 1603.16,
    "text": "Und da ist ihm einfach klar geworden also das eigentlich ja schon alles da ist was es dafür braucht dass sie sich nur nicht äußert."
  },
  {
    "start": 1603.62,
    "end": 1615.06,
    "text": "Dass also das kreative Potenzial was in den Menschen steckt dem Unternehmen tätig sind aufgrund der autokratischen Strukturen, die es gegeben hat sich nicht geäußert hat und damit dem Unternehmen letzten Endes vorenthalten wurde."
  },
  {
    "start": 1615.5,
    "end": 1636.62,
    "text": "Und das hat dann dazu geführt dass er sich wirklich mit der Führungsfrage auseinander gesetzt hat und gesagt wir müssen das Unternehmen radikal anders denken Wir müssen auf die Kolleginnen Kollegen im Unternehmen setzen Auf die vielen Ideen die es gibt um besser zu verstehen was Kunden und Kunden wirklich wollen und dann gemeinsam zu überlegen wie sich unsere Leistung weiterentwickeln müssen Wie sich die Arbeitsprozesse verändern müssen Damit wir langfristig relevant bleiben."
  },
  {
    "start": 1637.26,
    "end": 1644.24,
    "text": "Das war dann sozusagen der Ausgangspunkt für das, was wir jetzt heute mittlerweile die Dialogische Unternehmenskultur nennen."
  },
  {
    "start": 1644.28,
    "end": 1667.34,
    "text": "Was einfach eine Form der Zusammenarbeit ist wo nicht mehr so sehr der Wille des Vorgesetzten im Vordergrund steht sondern die Sinnhaftigkeit dessen was wir tun und wer vor allem eine Organisationsform geschaffen haben wo wir uns konsequent an Kunden und Kunden orientieren und dadurch unsere Veränderungswilligkeit aus unserer Beobachtung schöpfen die dann dazu führt, dass wir unsere Zusammenarbeit immer wieder neu organisieren können."
  },
  {
    "start": 1667.379,
    "end": 1671.44,
    "text": "Damit auch die Leistung für kundene Kunden erlebbar wird, sich weiterentwickeln kann."
  },
  {
    "start": 1672.0,
    "end": 1676.44,
    "text": "Der Ansatzheilsvater war stark von anthroposophischen Ideen geprägt und Sie selbst waren auf einer Waldhaftschule."
  },
  {
    "start": 1677.08,
    "end": 1681.139,
    "text": "Haben Sie da etwas mitgenommen was essentiell und wichtig ist für Ihre Führungsrolle heute?"
  },
  {
    "start": 1681.18,
    "end": 1682.92,
    "text": "Und wie Sie die Führungsohle verstehen und ausführen?"
  },
  {
    "start": 1683.6,
    "end": 1685.379,
    "text": "Ja gut man wird natürlich durch sein Umfeld geprägt."
  },
  {
    "start": 1685.72,
    "end": 1686.18,
    "text": "das richtig."
  },
  {
    "start": 1686.8,
    "end": 1695.639,
    "text": "Was auch richtig ist es, dass mein Vater im Laufe seines Lebens die Anthroposofie entdeckt hat Und die Anthroposophie ist jetzt ja mal, wenn man es mal wörtlich übersetzt."
  },
  {
    "start": 1696.52,
    "end": 1699.52,
    "text": "Sophia ist die Weisheit und Anthropost ist der Mensch."
  },
  {
    "start": 1700.32,
    "end": 1702.94,
    "text": "Der hat sich sehr mit der Frage beschäftigt was eigentlich der Mensch?"
  },
  {
    "start": 1703.0,
    "end": 1704.84,
    "text": "Wer ist eigentlich der Menschen?"
  },
  {
    "start": 1705.32,
    "end": 1712.54,
    "text": "Wenn sie als Dienstleistungsunternehmen oder als Händler sind wir ein Dienstleistungunternehmen vor allem mit Menschen beschäftigen, ist das eine Frage, die einen natürlich umtreibt."
  },
  {
    "start": 1713.02,
    "end": 1725.92,
    "text": "Da hat mein Vater hinter Anthropo-Sophie viele Antworten für sich gefunden und damit hat er gesagt dass er aus der Anthroposophie sehr viel mitgenommen hat weil sie sich in dem Zusammenhang auch dann mit der Frage beschäftigt haben, auf welche Schule wollen wir unsere Kinder schicken?"
  },
  {
    "start": 1726.42,
    "end": 1729.58,
    "text": "Da sind meine ältere Schwester und ich auf die Waldorfschule gekommen."
  },
  {
    "start": 1729.639,
    "end": 1730.86,
    "text": "Meine Geschwister danach dann auch."
  },
  {
    "start": 1731.58,
    "end": 1735.06,
    "text": "Und somit habe ich die Waldorffpädagogik während meiner Schulzeit erlebt."
  },
  {
    "start": 1735.22,
    "end": 1754.84,
    "text": "Die Waldorfpädagogik hat ja als Ziel, dass sie sagt Erziehung zur Freiheit damit Menschen wenn sie in das erwachsenen Leben eintreten was dadurch geprägt ist, dass man eben selbst Entscheidungen trifft seine Biografie in die Hand nimmt, dass sie das in Freiheit machen als gestaltende Menschen und nicht nur als Opfer der Umstände."
  },
  {
    "start": 1755.66,
    "end": 1766.32,
    "text": "Und da glaube ich, da habe ich in der Waldorfschule eine ganze Menge mitnehmen können, dass man eben versucht sehr aus der Anschauung heraus sich seine Ideen zu bilden ist etwas was würde ich sagen mir heute noch unheimlich hilft."
  },
  {
    "start": 1766.78,
    "end": 1774.92,
    "text": "dann entstehen die Ideen im Dialog und aus den Ideen lassen sich dann konkrete Vorgehensweisen ableiten Inditat führen."
  },
  {
    "start": 1775.48,
    "end": 1782.16,
    "text": "Also Waldorfschule hat mich auch geprägt, dieser Ansatz hat mir sehr geholfen und damit sind wir ein sehr kundenorientiertes Unternehmen."
  },
  {
    "start": 1782.94,
    "end": 1788.879,
    "text": "Bei rund sechzig Prozent der Familienunternehmen stehen in den kommenden Jahren, in den kommen fünf Jahren Wechsel an Generationswechsel."
  },
  {
    "start": 1789.78,
    "end": 1792.76,
    "text": "Sie sind noch jung Herr Werner aber haben sie schon ihre Nachfolge geregelt?"
  },
  {
    "start": 1793.52,
    "end": 1793.96,
    "text": "Dankeschön!"
  },
  {
    "start": 1797.66,
    "end": 1799.0,
    "text": "Das können Sie so noch gar nicht regeln."
  },
  {
    "start": 1799.56,
    "end": 1804.24,
    "text": "Ich glaube, man muss gerade bei dieser Frage darauf immer schauen was ist das für ein Unternehmen?"
  },
  {
    "start": 1804.54,
    "end": 1805.6,
    "text": "Wie groß ist dieses Unternehmen?"
  },
  {
    "start": 1805.68,
    "end": 1819.3,
    "text": "Es macht einen Unterschied ob sie jetzt in Betrieb sind mit der Anzahl an allen Kollegen und Kollegen wo sich jeder gut kennt oder ob sie ein Unternehmen sind welches jetzt einfach eine Gruppe mittlerweile ist dem Togariemarkt."
  },
  {
    "start": 1819.72,
    "end": 1820.76,
    "text": "Wir sind in vierzehn Ländern."
  },
  {
    "start": 1820.9,
    "end": 1823.32,
    "text": "wir sind europaweit über Neunzigtausend Menschen."
  },
  {
    "start": 1823.56,
    "end": 1825.74,
    "text": "Deutschland sind aktuell über Sechzigtaussend Menschen."
  },
  {
    "start": 1826.7,
    "end": 1832.58,
    "text": "So ein Unternehmen gesamthaft zu verantworten bedeutet ja, dass sie sich permanent damit auseinandersetzen müssen."
  },
  {
    "start": 1832.62,
    "end": 1834.4,
    "text": "Also das ist kein nine to five Job."
  },
  {
    "start": 1835.12,
    "end": 1844.28,
    "text": "Das ist ein Job wo Sie vor allem die Dinge bekommen, die Schwierigkeiten machen, die landen bei Ihnen auf dem Schreibtisch und sind natürlich mit der permanenten Unsicherheit konfrontiert."
  },
  {
    "start": 1844.82,
    "end": 1845.62,
    "text": "Und das ist jetzt etwas."
  },
  {
    "start": 1845.879,
    "end": 1852.48,
    "text": "ich sage immer man muss die Unsicherkeit umarmen können, damit man an ihr Freude hat und nicht dann ihr zermürbt wird und zerbricht."
  },
  {
    "start": 1853.42,
    "end": 1856.76,
    "text": "Und da muss man einfach gucken, wer am Ende dann Freude hat so was zu machen."
  },
  {
    "start": 1857.28,
    "end": 1859.18,
    "text": "Wenn das jemand aus der Familie ist, dann ist es toll."
  },
  {
    "start": 1860.12,
    "end": 1864.12,
    "text": "und wenn das jemand nicht aus der Family sein sollte, dann wird es andere geben die das auch machen können."
  },
  {
    "start": 1864.2,
    "end": 1875.2,
    "text": "ich glaube gerade in Familienunternehmen kann man ja oft beobachten dass auch Menschen in der Familie das oft gar nicht machen wollen weil sie einfach auch am Küchentisch oft erlebt haben dass über die Probleme gesprochen wird."
  },
  {
    "start": 1875.74,
    "end": 1879.18,
    "text": "wie das jetzt in der family Werner letzten Endes sein wird werden wir sehen."
  },
  {
    "start": 1879.68,
    "end": 1886.76,
    "text": "Ich glaube, dass aber jetzt gerade für mich als Vater von Kindern es unheimlich wichtig ist das Signal auch an die Nachfolge der Generation zu senden."
  },
  {
    "start": 1887.66,
    "end": 1895.16,
    "text": "Schaut doch mal was das für ein tolles Unternehmen ist wo wir jetzt als Familie des Glück haben hineingeboren zu sein weil ich bin ja auch der so rundes Gründnis."
  },
  {
    "start": 1896.2,
    "end": 1898.28,
    "text": "Was für eine Chance in der Welt wirksam zu werden?"
  },
  {
    "start": 1899.0,
    "end": 1903.42,
    "text": "Aber ob man dann letzten Endes dieser Aufgabe auch zugetraut bekommt hängt dann auch von den Menschen ab."
  },
  {
    "start": 1903.44,
    "end": 1906.36,
    "text": "... den das Unternehmen auch ans Herzen gewachsen ist."
  },
  {
    "start": 1906.52,
    "end": 1918.08,
    "text": "Also bei uns, es sind natürlich dann die Gesellschaften aber gleichzeitig auch der Aufsichtsrat und da müsste idealerweise so sein dass man sich dann schon woanders bewiesen hat... ...und dann Menschen sagen diesen Menschen traut man das zu?"
  },
  {
    "start": 1918.96,
    "end": 1920.1,
    "text": "So ist das bei mir selbst gewesen."
  },
  {
    "start": 1920.2,
    "end": 1922.6,
    "text": "ich habe mich beruflich bewähren können."
  },
  {
    "start": 1922.78,
    "end": 1926.0,
    "text": "In anderen Unternehmen habe da meine Erfahrungen sammeln können."
  },
  {
    "start": 1926.379,
    "end": 1940.66,
    "text": "und als ich zu DM-Trogeriemarkt gekommen bin, habe ich unheimlich viele Ideen gehabt die mir gekommen sind in der Betrachtung von außen, die ich von dem Trogeriemarkt hatte und durch die Erfahrung die ich in anderen Unternehmen hatte Und dann hat es ganz gut gepasst und somit würde ich mal sagen Es gibt da viele Möglichkeiten nach vorne."
  },
  {
    "start": 1941.18,
    "end": 1947.48,
    "text": "Ich hab großes Zutrauen dass auch wenn nicht mal mehr in der Funktion sein sollte in der ich heute bin was hoffentlich noch ein Weichen dauert."
  },
  {
    "start": 1948.06,
    "end": 1956.36,
    "text": "Das wird dann eine optimale und tolle Lösung für deren Trogariemarkt finden werden, damit bei DM viele Menschen ihre Berufsbiografie weiterhin erfolgreich schreiben können."
  },
  {
    "start": 1957.3,
    "end": 1958.56,
    "text": "Eine vielleicht etwas heikle Frage?"
  },
  {
    "start": 1958.7,
    "end": 1961.26,
    "text": "Wie oft geht der CEO von DM eigentlich zu Rossmann oder Butten?"
  },
  {
    "start": 1961.84,
    "end": 1964.92,
    "text": "Also wenn ich an diesen Markt vorbeikomme, gehe ich natürlich immer rein!"
  },
  {
    "start": 1965.42,
    "end": 1975.6,
    "text": "Wenn Sie mal schauen... Der deutsche Markt für Trogari-Markte aber auch den Lebensmittel einzuhandeln, so dem wie Trogarriemärkte auch zählen ist ja extrem leistungsfähig und ist extrem konsolidiert mittlerweile auch."
  },
  {
    "start": 1977.36,
    "end": 1979.879,
    "text": "Es noch gibt sind sehr, sehr erfolgreich."
  },
  {
    "start": 1980.58,
    "end": 1986.22,
    "text": "Das heißt die machen alle viel, viel richtig und sie machen mehr richtig als dass sie falsch machen weil sonst wären sie vom Markt gefegt worden."
  },
  {
    "start": 1986.74,
    "end": 1993.28,
    "text": "deswegen ist man gut beraten auch bei den Mitbewerbern immer wieder zu gucken sehr genau hinzugucken um zu schauen was man bei denen auch lernen kann."
  },
  {
    "start": 1993.84,
    "end": 2000.379,
    "text": "aber es ist vor allem auch natürlich die Möglichkeit immer eine sehr genaue Beobachtung zu machen von unserer eigenen Leistungsfähigkeit."
  },
  {
    "start": 2001.1,
    "end": 2006.6,
    "text": "Also wenn ich bei DM einkaufe, schaue ich noch mal viel intensiver ins Sortiment natürlich als ich das sonst täglich machen kann."
  },
  {
    "start": 2007.04,
    "end": 2015.18,
    "text": "Ich erlebe auch wirklich jetzt die Qualität der Leistung, die wir erbringen und da ist es unheimlich wichtig, dass man auch nach dem Prinzip lebt eat what you"
  },
  {
    "start": 2015.24,
    "end": 2015.4,
    "text": "cook.\"."
  },
  {
    "start": 2016.6,
    "end": 2017.26,
    "text": "Vielen Dank Herr Werner!"
  },
  {
    "start": 2020.0,
    "end": 2023.28,
    "text": "Das war Machtspiel – der Politik-Podcast von NZZ und Rostschüftung."
  },
  {
    "start": 2031.16,
    "end": 2033.62,
    "text": "Links zum Thema findet ihr in der Folgenbeschreibung."
  },
  {
    "start": 2034.16,
    "end": 2037.5,
    "text": "Nächsten Donnerstag ist dann wieder meine Kollegin Beatrice Achterberg hier am Mikro,"
  },
  {
    "start": 2037.9,
    "end": 2038.6,
    "text": "ciao!"
  }
]