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    "text": "Die Geiseln sind genauso abgemagert wie mein Großvater es damals war."
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    "text": "Die Videos, die wir dort sehen, wie sie ihr eigenes Grab schaufeln müssen."
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    "text": "Auch die Juden in den Konzentrationslager mussten ihr eigenes Grab zum Teil schaufeln."
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    "text": "Religionsfreiheit ist Bestand der deutschen Gesetz und ich kann sie aber nicht unbestollten ausleben."
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    "text": "Diese Gleichzeitigkeit fehlt auch so ein bisschen, dass man sagt, ich kann ja auch um Kinder in Gaza trauern und trotzdem auch ... mit den Menschen in Israel zusammenstehen."
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    "text": "Das fehlt definitiv auch."
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    "text": "Es hilft mir nichts, dass der deutsche Bundeskanzler weint in einer Synagoge und im nächsten Atemzug Israel nicht hilft."
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    "text": "Heute spreche ich mit der Autorin und Journalistin Sarah-Kohen-Fantl über ihr Leben in Israel vor und nach dem siebten Oktober, den Tag des Überfalls der Hamas auf das Land als mehr als ein Tausend Zwei-Nacht Menschen getötet und mehr als Zwei-Nacht Fünfzig verschleppt wurden."
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    "text": "und welche parallelen es zur Geschichte ihrer eigenen Familie zur Zeit der Nazi-Herrschaft gibt."
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    "text": "Darüber hat sie nämlich ein Buch geschrieben mit dem Titel Wie alles begann und sich jetzt wiederholt."
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    "text": "Meine jüdische Familiengeschichte."
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    "text": "Herzlich willkommen, Sarah Cohen-Frantel."
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    "text": "Guten Morgen."
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    "text": "Also es war bereits letztes Jahr so, dass mein Mann und ich am sechsten Oktober, das war dieses Jahr auch wieder so, uns wieder daran erinnert haben, wie der sechste Oktober, zwanzig, dreinzwanzig war, weil der war so friedlich und so schön eigentlich."
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    "text": "Wir hatten unser Haus angeguckt, unser neues und ausgemessenes."
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    "text": "Und daran haben wir uns auch jetzt wieder vor zwei Tagen erinnert und haben uns angeschaut und gesagt, wie kann das zwei Jahre her sein?"
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    "text": "Also es gibt wirklich ein Leben vor und nach dem siebten Oktober für uns."
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    "text": "Und das Gute ist, dass sie so klein sind, dass sie das nicht verstehen, was dieser Tag für uns bedeutet."
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    "text": "Deswegen für die versuchen wir natürlich auch einfach, uns da ein bisschen zusammen zu reißen, aber wir haben uns damit Freunden getroffen."
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    "text": "Und wir haben eigentlich alle den ganzen Morgen immer mal wieder geweint, weil natürlich die Nachrichten uns den ganzen Tag auch die Bilder wieder zeigen vom siebten Oktober."
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    "text": "Es sind einfach so schreckliche Dinge passiert an dem Tag."
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    "text": "Und wir sind davor ja auch nicht gefeiert, dass wir sowas nicht, auch irgendwie so ein bisschen vergessen im Alltag und im Kriegsalltag."
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    "text": "Aber wenn wir das vergessen, dann sind wir halt irgendwann vielleicht wieder in der gleichen Situation."
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    "text": "Deswegen ist es sehr, sehr wichtig diesen Schmerz auch wieder nachzufühlen und sich zu erinnern, was es bedeutet, wenn wir... nicht aufpassen, nicht aufmerksam sind, vielleicht auch ein bisschen arrogant sind, also Israel, der Verteidigungsapparat."
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    "text": "hat immense Fehler gemacht über Jahre, die Politik hat Fehler gemacht."
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    "text": "Also solche Dinge müssen wir in Erinnerung behalten, damit so was halt wirklich nie wieder passieren kann."
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    "text": "Ich habe mir gestern nochmals, es gibt ja eine Website zum siebten Oktober mit einer Galerie, was ist in den Kibunzen passiert, was ist mit den Geiseln passiert, an dem Tag, wie sahen die Entführungen aus?"
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    "text": "Da kann man sich das noch mal angucken."
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    "text": "und schon als Person, die quasi nicht betroffen ist, außer ich bin auf eine Art als Deutsche betroffen, ist das so schrecklich, diese verbrannten Menschengesicht zusammengeschmolzen."
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    "text": "Also ich habe so viele gewaltvolle Nachrichten bekommen, die mich betroffen haben, die meine Kinder betroffen haben."
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    "text": "Wenn du unsere Kinder sagst, dann meinst du die Kinder von Israelis, von Menschen, die in Israel leben."
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    "text": "Ich soll nach Gaza verschleppt werden und Gruppen vergewaltigt werden."
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    "text": "Also unsere Catering-Website."
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    "text": "wurde geflutet von Hassnachrichten, öffentlich und privat."
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    "text": "Also mein Mann konnte nicht mehr in die jüdische Einrichtung gehen zu Beginn, um dort Essen zu machen."
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    "text": "Meine Kinder konnten nicht in den jüdischen Kindergarten gehen, weil es nicht genügend Polizeipräsenz gab, um alle Einrichtungen in Berlin und auch alle Personen, die Schutz brauchten, zu beschützen."
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    "text": "Und ich musste meinem Sohn sagen, er soll bitte nicht hebräisch auf der Straße mit mir sprechen."
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    "text": "Und das war eigentlich so der Punkt, wo ich gesagt habe, okay, das ist so... nah dran, an dem was meine Urgroßmutter mit ihren Kindern erlebt hat, dass ich in Berlin wieder nicht frei jüdisch sein kann."
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    "text": "Man muss wissen, in den jüdischen Kindergärten gibt es zum immer so zu Schabbat einen Koffer für die Ima oder den Abbasche Schabbat, also die Mama vom Schabbat oder den Vater vom Schabbat."
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    "text": "Und die Kinder kriegen so einen kleinen Koffer."
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    "text": "Und damit ist mein Sohn rumgelaufen zum Auto und ich dachte, oh Gott, das geht gar nicht mehr hier."
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    "text": "Wir haben einen Kreuzbeck Neukölln gelebt, das steht da mit Hebräisch, Buchstaben drauf, da ist ein Darbidsstern drauf, aber es kann doch nicht sein, dass mein Dreijähriger sich jetzt verstecken muss oder seine Identität oder ich ihm das Gefühl geben muss, irgendwas sei falsch mit ihm."
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    "text": "Und das war wirklich, nach drei Tagen haben wir mein Mann und ich gesagt, wir gehen zurück nach Israel und das haben wir dann noch relativ schnell alles in die Wege geleitet."
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    "text": "Und seitdem hat sich natürlich verändert, dass wir wieder in Israel leben."
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    "text": "Mein Sohn kennt es, seitdem er ein Jahr alt ist."
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    "text": "Der fragt andere Fragen natürlich mittlerweile."
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    "text": "Dann sage ich ihm, dass Israel uns beschützt, dass das der Eilendom ist."
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    "text": "Also ich spreche gar nicht über die Gefahr, gar nicht über Raketen und Terroristen."
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    "text": "Das möchte ich einfach noch nicht in dem Punkt."
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    "text": "Also irgendwann würde er mich auch fragen, aber warum muss der Eilendom uns dann beschützen?"
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    "text": "Und das wird ein schwieriges Gespräch."
  },
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    "text": "In deinem Buch, du hast gerade deine Kinder erwähnt und wie du mit denen über diese schwierige Lage sprichst, in deinem Buch spielen Kinder und die Perspektive von ihnen auf das, was passiert zur Zeit des Nationalsozialismus, ja eine zentrale Rolle."
  },
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    "text": "Dafür hast du dich intensiv mit deiner eigenen Familiengeschichte auseinandergesetzt."
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    "text": "Deine Urgroßmutter ist Holocaust-Überlebende."
  },
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    "text": "Wie war das, das Buch zu schreiben?"
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    "text": "Was war der Auslöser dafür?"
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  {
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    "text": "Der Auslöser liegt tatsächlich schon zehn Jahre zurück."
  },
  {
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    "end": 525.86,
    "text": "Es hat ein bisschen gebraucht, bis das Buch fertig geworden ist."
  },
  {
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    "end": 534.1,
    "text": "Ich bin damals nach Auschwitz gefahren und habe dort ein Koffer gesehen, gefunden entdeckt, mit dem Namen meiner Urgroßmutter."
  },
  {
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    "end": 548.72,
    "text": "Und dann habe ich über diesen Besuch zum Holocaust Gedenktag einen Artikel geschrieben und habe darauf sehr viel positive Feedback bekommen, weil es eben der Blickwinkel aus der dritten bzw."
  },
  {
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    "text": "vierten Generation ist."
  },
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    "end": 563.0,
    "text": "Ich habe diesen Artikel damals meiner Großtante, die auch Holocaust überleben ist, also die Tochter meiner Urgroßmutter, vorgelesen und habe da sehr viel in ihr losgetreten."
  },
  {
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    "end": 568.9,
    "text": "Und dann hat sie zu mir gesagt, ich möchte, dass du dieses Buch über unsere Familie schreibst."
  },
  {
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    "end": 571.02,
    "text": "Du sollst unsere Familiengeschichte aufschreiben."
  },
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    "text": "Das wollten wir schon mehrere mit ihr, aber sie hätte durch den Artikel verstanden, dass ich tatsächlich verstanden hätte und da auch sensibel vorgehe."
  },
  {
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    "text": "Und dann ist meine Großtante, die wirklich eine der tollsten, stärksten Persönlichkeiten war, die ich kannte, die ist drei Monate später verstorben aus dem Nichts."
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    "text": "Sie hat mir dann noch davor das letzte Interview gegeben, hat sich alles von der Seele gesprochen, hat mir alles erzählt, woran sie sich erinnert."
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    "text": "Hab alle möglichen Papiere zusammen gesammelt."
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    "text": "Yad"
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    "end": 610.7,
    "text": "Vashem, die Gedenkstätte in Israel."
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    "text": "Genau."
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    "text": "Und die haben ja alles zur Verfügung gestellt."
  },
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    "end": 629.8,
    "text": "Ich habe alle von den Nazis, alle Karteikarten, alles, was die dokumentiert haben über meine gesamte Familie, mit jedem Transport, wie sie... wirklich im Detail aufgeschrieben haben, wer sie sind, warum sie gefangen wurden, also weil sie Juden sind, dass ihnen der C abgefroren ist."
  },
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    "end": 638.08,
    "text": "Also alles wird detailliert dort aufgelistet und habe dann angefangen dieses Buch zu schreiben und es hat ein bisschen gedauert, weil es wahnsinnig emotional ist."
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    "end": 641.56,
    "text": "Es ist sehr, sehr schwer und es ist viel Rechercherarbeit."
  },
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    "text": "Es gab Corona, Kinder, Krieg, siebte Oktober arbeiten."
  },
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    "end": 646.44,
    "text": "Also solche Sachen kommen natürlich auch noch mit dazu."
  },
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    "text": "Ja, und es war generell, ich habe es jetzt hier in Israel fertig geschrieben, war sehr emotional und ich habe manchmal auch geweint."
  },
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    "end": 661.58,
    "text": "Dabei ist man mir auch wirklich schlecht geworden, weil ich auch noch mal Sachen recherchiert habe, was die Nationalsozialisten gemacht haben."
  },
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    "start": 661.64,
    "end": 673.32,
    "text": "Also ich wusste nicht, dass man aus der Haut von Judenlampenschirme hergestellt hat und die dann sich im hohe Rangoffiziere in ihre Büros gestellt haben als Trophäe."
  },
  {
    "start": 673.54,
    "end": 680.7,
    "text": "Also als ich das gelesen habe und natürlich dann noch sehr genau detailliert recherchiert habe, die Lampen gesehen habe, da ist mir alles vergangen."
  },
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    "end": 681.6,
    "text": "Das fand ich."
  },
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    "end": 684.44,
    "text": "Also es ist ja überhaupt nicht vorspälscht."
  },
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    "start": 684.58,
    "end": 686.86,
    "text": "Dass so ein Level an per Version, dass man gar nicht passen kann."
  },
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    "end": 691.62,
    "text": "Und ich muss sagen, es erinnert mich so ein bisschen an das, was hier auch am siebtenzehnten passiert ist."
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    "text": "Danach wurden Köpfe und Menschen, die entführt wurden, auf eBay zum Beispiel."
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    "text": "zum Verkauf angeboten."
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    "text": "Und es wurde auf einen Kopf von einem Soldaten, der war."
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    "text": "Und es ist auch so schwierig."
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    "text": "Ich kann"
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    "text": "das noch gar nicht"
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    "text": "hören."
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    "end": 709.26,
    "text": "Es gibt Fotos davon."
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    "text": "Wenn Menschen sagen, dass sein Soldaten, dann möchte ich immer wieder daran erinnern, das ist so, als wäre in Deutschland Bundeswehrpflicht noch."
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    "text": "Und ein achtzehn, neunzehn, zwanzigjähriger wird von Terroristen entführt, bzw."
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    "text": "ihm wird der Kopf abgehackt, der wird entführt nach Gaza und dann stellt man den für Zehntausend Dollar ins Internet."
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    "end": 733.32,
    "text": "Und dann möchte ich mal die Deutschen sehen, die sagen, ja, ist aber ein Soldat."
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    "text": "Also das ist so, das ist mir und der Vater hat ein Interview gegeben, der hat das gesehen."
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    "text": "Ich meine, die Eltern sehen diese Dinge, die werden informiert."
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    "text": "Und dieser Kopf wurde nach Monaten in Gaza geborgen und ... nach Israel zurückgebracht und dann mit dem Rest des Körpers beerdigt."
  },
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    "end": 755.82,
    "text": "Dazu muss man wissen, im Judentum ist es sehr wichtig, dass man so intakt wie möglich beerdigt wird."
  },
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    "end": 765.86,
    "text": "Und alleine, dass die Eltern mit der Tatsache leben müssen, für den Rest ihres Lebens zu wissen, wie ihr Kind ermordet wurde und was damit gemacht wurde, ist ja eine Hölle."
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    "text": "Ist ja eine Hölle auf Erden."
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    "text": "Ja, das ist wirklich unvorstellbar."
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    "text": "Ich kannte diese Geschichte noch gar nicht."
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    "end": 787.54,
    "text": "Du beschreibst in deinem Buch den Antisemitismus, den Hass, der sich durch die Jahrzehnte zieht, quer durch unterschiedliche politische Systeme und den mehrere Generationen deiner Familie, natürlich auch anderer Familien erfahren muss."
  },
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    "text": "und im Zentrum steht die Urgroßmutter Stenka mit ihrem Mann Rudolf und den Kindern Tomasch und Helga."
  },
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    "text": "Dein Buch spielt vor dem Zweiten Weltkrieg."
  },
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    "end": 798.34,
    "text": "Damals hat die Familie im Prag gelebt."
  },
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    "text": "Wie haben die damals gelebt?"
  },
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    "text": "Also meine Familie hat tatsächlich sehr gut gelebt, gut bürgerlich."
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    "end": 821.46,
    "text": "Mein Urgroßvater war Anwalt, hatte eine Kanzlei in Prag, meine Urgroßmutter hat einen Modesalon, die Kinder sind, also mein Großvater, meine Großtante sind auf Privatschulen gegangen, es gab einen Schuführer, es gab Dienstmädchen, also sie haben ein wirklich gutes Leben geführt."
  },
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    "end": 829.68,
    "text": "Und meine Urgroßmutter hat dann, also man musste zu wissen, Prager Deutsche sprechen sowohl tschechisch als auch deutsch."
  },
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    "text": "Und sie hat dann einmal zu ihrem Mann gesagt, ich verstehe nicht, warum du nicht merkst, dass hier sich was zusammenbraut, dass sehr, sehr gefährlich ist."
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    "end": 843.32,
    "text": "Du verstehst doch, was der Führer sagt."
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    "text": "Also, die hatten ja den Vorteil, sie haben ja Deutsch verstanden."
  },
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    "end": 860.84,
    "text": "Aber mein Urgroßvater hatte im Ersten Weltkrieg gedient und hat dann abzeichnen und hat gesagt, nein, weil die Deutschen, das ist so ein gebildetes Volk und ich stand auch da auch an deren Seite und so weiter."
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    "text": "Da wird uns nichts passieren."
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    "text": "Wir sind doch gute bürgerliche Menschen, wir halten uns an die Regeln und das ist ja auch weit weg."
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    "text": "Und ja, sie hatten Streit darüber, aber sie hat sich ihm gebeugt."
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    "text": "Und sie sind geblieben und dann hat sich dieses wirklich schöne Leben verändert."
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    "text": "Ihnen wurde die Anwaltskanzlei weggenommen."
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    "text": "Meine Urgroßmutter war eigentlich sicher, dass man ihr den Modesalon schließen würde."
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    "text": "Aber die Nazis haben sie tatsächlich benutzen wollen, um solche, also so... Jacken herzustellen oder Mäntel oder sowas."
  },
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    "text": "Und sie war sehr geschickt und hat es noch hingekriegt."
  },
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    "text": "Sie gesagt, ich kann aus einem Bahnen zwölf herstellen, aber sie konnte dreizehn herstellen."
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    "text": "Und diesen dreizehnten hat sie dann unter der Hand verkauft, damit sie noch ein bisschen Einkommen für die Familie haben."
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    "text": "Und da mussten sie ihre Wohnung verlassen, mussten mit anderen Familien in einer fremden Wohnung zusammenleben."
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    "text": "Sie hatten dann ein Zimmer für sich und die Kinder."
  },
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    "text": "Ihr ganzes Hab und Gut wurde ihnen weggenommen."
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    "text": "Und dann haben sie den Bescheid bekommen, dass sie sich einfinden müssen am Bahnhof."
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    "text": "Und das war der Tag, an dem sie dann deportiert wurden."
  },
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    "end": 933.98,
    "text": "Deine Urgroßmutter hatte quasi den richtigen Instinkt, aber sie haben sich als Familie nicht dazu entschlossen und wurden dann schrecklicherweise deportiert."
  },
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    "text": "Was ist danach passiert?"
  },
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    "end": 952.88,
    "text": "Die wurden nach Theresienstadt gebracht und ... Dann wurden sie nach Auschwitz gebracht und dann an einem bestimmten Zeitpunkt wurden sie getrennt und dann waren sie in unterschiedlichen Konzentrationsarbeitslagern und auf unterschiedlichen Todesmärschen."
  },
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    "end": 960.04,
    "text": "Also sie haben dann ganz unterschiedlich getrennt voneinander, Dinge erlebt und etwas, was man fast nicht glauben kann."
  },
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    "text": "Man muss dazu wissen, wir haben halt überlebt."
  },
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    "end": 972.34,
    "text": "Und diese drei haben sich dann nach dem Kriegsende völlig abgemagert."
  },
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    "text": "Ohne nichts."
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    "end": 975.0,
    "text": "Also sie hatten nichts."
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    "end": 976.8,
    "text": "Nur das, was sie im Leib hatten."
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    "text": "Haben sich zufällig in Prag auf der Straße."
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    "text": "Ich"
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    "end": 983.58,
    "text": "glaube, du hast geschrieben, dein Großvater wog noch siebenundzwanzig Kilo."
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    "end": 983.76,
    "text": "Ihm"
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    "end": 984.72,
    "text": "ist ein C abgefohlen."
  },
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    "end": 987.92,
    "text": "Ich meine, wir sprechen hier von einem sechzehnjährigen jungen Mann."
  },
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    "text": "Das ist ungefähr das Gewicht eines Kleinkindes."
  },
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    "end": 999.86,
    "text": "Das war dann halt so, sie sind sich dann auch in Prag auf der Straße tatsächlich in die Arme gelaufen und konnten es nicht glauben."
  },
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    "end": 1002.58,
    "text": "Also meine Großmutter hat ein Kind verloren."
  },
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    "end": 1005.1,
    "text": "An die Nazis wurde vergaßt."
  },
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    "end": 1010.26,
    "text": "Mein Großonkel, Honsa und ihren anderen Sohn, Thomas."
  },
  {
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    "end": 1012.74,
    "text": "Mein Großvater hat sie dann in Prag wiedergefunden."
  },
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    "end": 1015.58,
    "text": "Wirklich unglaublich als Geschichte."
  },
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    "end": 1016.66,
    "text": "Das ist tatsächlich unglaublich."
  },
  {
    "start": 1016.72,
    "end": 1027.68,
    "text": "Aber wenn ich noch hier hinzufügen darf, weil wir jetzt da übersprechen über dieses Abgemagertsein und über dieses Gewicht, das ist wieder so eine Parallele, die wir jetzt zu unseren Geiseln ziehen."
  },
  {
    "start": 1028.68,
    "end": 1032.66,
    "text": "Und das ist ja auch das, was diesen Krieg tatsächlich am Laufen hält."
  },
  {
    "start": 1032.72,
    "end": 1033.619,
    "text": "in Anführungsstrichen."
  },
  {
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    "end": 1055.62,
    "text": "Würde man uns unsere Geiseln wiedergeben, dann hätte auch die israelische Regierung natürlich viel weniger... Legitimierung in Gaza weiter diesen Krieg zu führen, obwohl, und das muss man auch ganz klar sagen, die Geisen sind ein Kriegsziel und das Wichtigste für mich persönlich, aber es ist schon auch extrem wichtig, dass die Hamas nicht mehr in der Macht ist."
  },
  {
    "start": 1058.3,
    "end": 1063.64,
    "text": "Die Regierung in Israel hat Verantwortung für die Geiseln, aber auch Verantwortung für alle anderen Menschen hier in Israel."
  },
  {
    "start": 1063.68,
    "end": 1063.98,
    "text": "Und dass sich"
  },
  {
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    "end": 1066.82,
    "text": "der siebte Oktober wiederholt."
  },
  {
    "start": 1067.24,
    "end": 1070.8,
    "text": "Und die Geiseln sind genauso abgemagert wie mein Großvater es damals war."
  },
  {
    "start": 1070.92,
    "end": 1073.74,
    "text": "Die Videos, die wir dort sehen, wie sie ihr eigenes Grab schaufeln müssen."
  },
  {
    "start": 1073.82,
    "end": 1078.04,
    "text": "Auch die Juden in den Konzentrationslager mussten ihr eigenes Grab zum Teil schaufeln."
  },
  {
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    "end": 1086.82,
    "text": "Weil irgendwann haben die Nazis so extrem viele Menschen so schnell vergast und getötet, dass ... die nicht mehr hinterhergekommen sind."
  },
  {
    "start": 1087.2,
    "end": 1103.76,
    "text": "Was mein Großvater sein ganzes Leben lang nicht vergessen konnte, ist, wie er gehört hat, wie Menschen, die angekommen sind in Auschwitz, in eine Grube geschüttet wurden von LKWs und die die ganze Nacht dort einfach nur geschrien haben und langsam gestorben sind."
  },
  {
    "start": 1104.38,
    "end": 1107.78,
    "text": "Das sind Dinge, die er hören musste, diese Schreie."
  },
  {
    "start": 1108.54,
    "end": 1112.18,
    "text": "Und das sind so Parallelen, die sehe ich ganz klar zwischen Ramas und den Nazis."
  },
  {
    "start": 1113.66,
    "end": 1122.7,
    "text": "Du hast gerade gesagt, du siehst ganz klare Parallelen zwischen dem siebten Oktober und das, was von neunzehntreiunddreißig bis neunzehntfünfundvierzig in Deutschland passiert ist."
  },
  {
    "start": 1123.24,
    "end": 1127.34,
    "text": "Wie erklärst du dir, dass andere Menschen das offensichtlich nicht so sehen?"
  },
  {
    "start": 1127.4,
    "end": 1138.54,
    "text": "Also wir sehen ja, die pro-palestinensischen Demonstrationen, pro-palestinensisch ist freundlich ausgedrückt und wie viele Menschen da protestieren gegen die Kriegsführung in Gaza."
  },
  {
    "start": 1138.82,
    "end": 1142.12,
    "text": "Da gibt es auch offene Hamasverherrlichungen natürlich."
  },
  {
    "start": 1142.74,
    "end": 1148.2,
    "text": "wie wenige dann doch insgesamt zu den israelischen Solidaritätsbekundungen kommen."
  },
  {
    "start": 1148.34,
    "end": 1151.12,
    "text": "Also die Parallelen sind ja vorhanden."
  },
  {
    "start": 1151.42,
    "end": 1153.32,
    "text": "Du hast die ausgehungerten Geisen erwähnt."
  },
  {
    "start": 1153.62,
    "end": 1155.36,
    "text": "Eine Geise muss ihr eigenes Grab schaufeln."
  },
  {
    "start": 1155.78,
    "end": 1158.04,
    "text": "Aber offensichtlich löst das bei vielen Leuten."
  },
  {
    "start": 1158.88,
    "end": 1159.68,
    "text": "wenig aus, bzw."
  },
  {
    "start": 1160.2,
    "end": 1162.68,
    "text": "ihre Solidarität gilt ja nicht diesen Geisen und Israel."
  },
  {
    "start": 1162.74,
    "end": 1162.78,
    "text": "Ja,"
  },
  {
    "start": 1163.02,
    "end": 1165.6,
    "text": "also ich glaube, er kommt so unendlich viele Dinge zusammen."
  },
  {
    "start": 1166.16,
    "end": 1171.68,
    "text": "Zum einen glaube ich, dass die deutschen Medien nicht genug zeigen, was die Hamas tut."
  },
  {
    "start": 1171.86,
    "end": 1181.72,
    "text": "Also ich habe noch nie den deutschen Medien mitbekommen, dass man die Köpfe der Hamas, die im arabischen Fernsehen stehen und sagen, wir finden den siebten Zehnten gut, wir werden ihn wiederholen."
  },
  {
    "start": 1181.92,
    "end": 1185.82,
    "text": "Tod allen Juden, Tod Israel, das wird überhaupt nicht kommuniziert."
  },
  {
    "start": 1186.18,
    "end": 1193.64,
    "text": "Die Geisen sind fast kein Thema, ich glaube... sehr wenig Menschen wissen in Deutschland, dass es deutsche Geisen gibt in der Hamas-Gefangenschaft."
  },
  {
    "start": 1194.34,
    "end": 1196.34,
    "text": "setzen sich dafür definitiv zu wenig ein."
  },
  {
    "start": 1196.78,
    "end": 1204.2,
    "text": "Es hat zum einen was mit Bildung zu tun, es hat was mit Social Media zu tun, es hat was mit falschen Fakten, Narrativen und Propaganda zu tun."
  },
  {
    "start": 1204.92,
    "end": 1220.7,
    "text": "Es hat was damit zu tun, dass man selber keinen Schuld mehr empfinden möchte, dass man endlich die Geschichte verändern kann, nämlich zu Gunsten deutscher Nachkriegszeit, dass es nicht mehr die Schuld der Deutschen ist, sondern eigentlich sind ja die Israelis und die Juden die bösen."
  },
  {
    "start": 1221.08,
    "end": 1227.7,
    "text": "Das ist ja Wahnsinn wie auch alles, was und ich meine, das wird alles jetzt benutzt vor Gaza."
  },
  {
    "start": 1228.04,
    "end": 1232.66,
    "text": "Es ist eine absolute Übernahme der Geschichte und das wird alles verdreht."
  },
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    "end": 1237.4,
    "text": "Und dann hinzukommt diese pro-palästinensischen Demonstration."
  },
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    "text": "Das sind für mich anti-israelische Demonstrationen."
  },
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    "end": 1242.12,
    "text": "Da finden sich zusammen Linksextremisten."
  },
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    "text": "Da finden sich für mich zusammen Islamisten."
  },
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    "end": 1255.76,
    "text": "Während das Friedens-Demonstration, wo man eine palästinensische Flagge und eine israelische Flagge wählen lässt, wo man sagt, wir wünschen uns für beide und wir legen Druck auf die Hamas."
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    "text": "Wo ist denn der Druck?"
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    "end": 1260.36,
    "text": "Wo ist denn der Druck, seit dem achten Oktober, der zwanzig?"
  },
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    "text": "Der Hamas zu sagen, hört auf, gebt die Geisen frei, legt die Waffe nieder."
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    "text": "Das hätte kommen müssen von Deutschland, Frankreich, England, Italien, Spanien."
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    "text": "Was machen die alle?"
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    "end": 1273.52,
    "text": "Im Gegenteil, auch die Politik, erkennt einen palästinensischen Staat an."
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    "text": "Während die Hamas noch an der Macht ist."
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    "text": "Ich verstehe die Welt nicht mehr, aber ich glaube, meine Familie hat damals auch die Welt nicht verstanden."
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    "end": 1284.08,
    "text": "Und ich glaube auch, dass es gar nicht nur was mit Israel und dem Nahen Osten zu tun hat."
  },
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    "end": 1285.44,
    "text": "Ich glaube, es hat was damit zu tun."
  },
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    "start": 1286.1,
    "end": 1291.22,
    "text": "dass die Gesellschaft generell und die Welt generell gerade an einem Punkt ist, wo Menschen sehr unzufrieden sind."
  },
  {
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    "end": 1298.4,
    "text": "Immer, wenn Menschen unzufrieden sind, dann fängt es an, dass man einen Verantwortlichen braucht."
  },
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    "end": 1304.64,
    "text": "Und dieser Verantwortliche ist über die Geschichte hinweg, über Jahrhunderte hinweg, immer wieder sind es die Juden."
  },
  {
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    "text": "Es trifft dann immer auch andere Minderheiten."
  },
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    "end": 1315.34,
    "text": "Es wurden im Holocaust nicht nur Juden getötet, es wurden behinderte Menschen getötet, es wurden homosexuelle Menschen getötet, es wurden People of Color getötet."
  },
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    "end": 1321.98,
    "text": "Hattest du diese Wahrnehmung auch schon als Kind in Deutschland oder bist du ja in Deutschland aufgewachsen oder erst als Erwachsene?"
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    "end": 1323.22,
    "text": "Wann hat sich das entwickelt?"
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    "end": 1330.84,
    "text": "Nee, ich kenne Antisemitismus seitdem ich ein Kind bin, also sowohl in der Schule mit Lehrern."
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  {
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    "end": 1344.16,
    "text": "Die ist, erwähne ich auch in dem Buch, die einen dafür benutzen, über den Holocaust zu erzählen, aber überhaupt keine Sensibilität an den Tag legen, wenn einem dann die Bilder aus dem Holocaust zu viel sind."
  },
  {
    "start": 1344.54,
    "end": 1354.12,
    "text": "Du beschreibst in deinem Buch, dass, als es um den Nationalsozialismus geht, fragst du deine Lehrerin, ob du das Klassenzimmer verlassen darfst, weil es dir zu nahe geht und sie lehnt es ab."
  },
  {
    "start": 1354.44,
    "end": 1362.66,
    "text": "Genau, sie lehnt es ab und sie sagt auch ... Das ist jetzt lange her, aber sie sagt im übertragenen Sinne, dass ich mich halt nicht so anstellen soll."
  },
  {
    "start": 1362.88,
    "end": 1367.46,
    "text": "Ich müsste das genauso ertragen wie alle anderen, als müsste es genauso sehen, wo ich mir denke, ja, ich kenne das."
  },
  {
    "start": 1368.22,
    "end": 1372.16,
    "text": "Also ich kenne die Geschichte, ich kenne die Bilder, ich kenne das von meinem eigenen Großvater."
  },
  {
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    "end": 1376.88,
    "text": "Ich sehe da meinen eigenen Großvater in diesen Bildern."
  },
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    "end": 1381.66,
    "text": "Und das ist der Unterschied zwischen ihr und mir, denn es ist ihr Großvater, der das getan hat."
  },
  {
    "start": 1382.1,
    "end": 1397.44,
    "text": "Und diese Sensibilität ... gibt es nicht und die gibt es auch jetzt ganz extrem nicht an deutschen Schulen, was ich berichtet bekomme von Freundinnen, die Kinder in Deutschland haben an staatlichen deutschen Schulen, die jetzt alle die Schulen wechseln zu jüdischen Schulen, die jüdischen Schulen sind jetzt überfüllt in Deutschland."
  },
  {
    "start": 1398.68,
    "end": 1404.54,
    "text": "Und ja, ich kenne das, ich kenne das aber auch von Mitschülern, die beschimpfen, die mich bedroht haben."
  },
  {
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    "end": 1414.14,
    "text": "Ich kenne das von Konzerten, wo... Bands, rechtsradikale Bands aufgetreten sind und die ganze grüllende Masse."
  },
  {
    "start": 1414.24,
    "end": 1422.3,
    "text": "Also ich kenne Antisemitismus als Kind, als Jugendliche und als junge Erwachsene in Berlin, bevor ich nach Israel gegangen bin."
  },
  {
    "start": 1422.8,
    "end": 1429.34,
    "text": "Der Antisemitismus war für dich auch ein Grund, nach Israel auszuwandern oder in Israel zu leben."
  },
  {
    "start": 1429.4,
    "end": 1433.9,
    "text": "Du bist ausgewandert, du hast auch die israelische Staatsbürgerschaft."
  },
  {
    "start": 1434.52,
    "end": 1438.94,
    "text": "Kannst du beschreiben, welche Hoffnungen haben sich damals damit verbunden, als du diese Entscheidung getroffen hast?"
  },
  {
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    "text": "Ich wollte ein selbstverständliches jüdisches Leben und zwar in Sicherheit."
  },
  {
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    "end": 1448.08,
    "text": "Das klingt immer erst mal ein bisschen komisch, weil hier ja Raketen, Fliegen und des Terrorismus gibt."
  },
  {
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    "end": 1450.38,
    "text": "Aber Terrorismus gibt es mittlerweile auch in Deutschland."
  },
  {
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    "end": 1453.46,
    "text": "Also setzt nicht mehr so einen großen Unterschied."
  },
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    "end": 1458.78,
    "text": "Es wurde gerade knapp ein Anschlag von mutmaßlichen Hamas-Mitgliedern in Berlin verhindert."
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    "text": "Genau."
  },
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    "end": 1463.9,
    "text": "Und auch übrigens nicht aufgrund des deutschen Sicherheits-Aberrates, sondern aufgrund..."
  },
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    "end": 1465.06,
    "text": "Sondern des israelischen."
  },
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    "end": 1468.96,
    "text": "Das Demos hat, der da immer wieder Deutschland aus der Klemme hilft."
  },
  {
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    "end": 1473.36,
    "text": "Ich glaube, sonst wären die Terroranschläge auch schon deutlich größer in Deutschland und auch in Europa."
  },
  {
    "start": 1474.08,
    "end": 1480.84,
    "text": "Aber ja, ich hatte die Hoffnung auf ein selbstverständliches jüdisches Leben und hab auch genau das bekommen."
  },
  {
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    "end": 1487.12,
    "text": "Also, ich hab meinen Mann hier kennengelernt, wir erziehen unsere Kinder jüdisch, die können hebräisch sprechen, singen."
  },
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    "start": 1487.88,
    "end": 1493.5,
    "text": "Die Feiertage werden hier gefeiert und ich fühle mich hier mehr zu Hause, mehr akzeptiert und auch mehr verstanden."
  },
  {
    "start": 1494.0,
    "end": 1499.12,
    "text": "Aber ich glaube für viele Hörer ist es ein Widerspruch sich gegen ein Leben in Deutschland."
  },
  {
    "start": 1500.08,
    "end": 1521.8,
    "text": "zu entscheiden, wo es natürlich einen steigenden Antisemitismus gibt, wie hier Statistiken auch zeigen, aber wo es ja dennoch relativ sicher ist und eben man nicht regelmäßig im Bunker fliehen muss und sich stattdessen für ein Leben in Israel zu entscheiden, wo du hast es gerade schon beschrieben, auch Terror irgendwie zum Alltag gehört und eben auch der Siebtalktober stattgefunden hat."
  },
  {
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    "text": "Kannst du noch mal sagen, warum diese Abwägung?"
  },
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    "text": "wäre man nicht?"
  },
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    "text": "Ganz rational betrachtet, in Berlin immer noch sicherer."
  },
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    "text": "Nein, wäre immer nicht."
  },
  {
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    "end": 1535.0,
    "text": "Ganz rational betrachtet wäre ich in Berlin nicht sicherer als in Israel."
  },
  {
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    "end": 1545.08,
    "text": "Als ich hier im Krieg saß, jede Nacht mit meinen Kindern im Raketenhagel, hat mein Vater mir geschrieben, dass er sich Sorgen macht und dass er hofft, dass es mir gut geht und uns gut geht."
  },
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    "end": 1550.36,
    "text": "Und er hat gesagt, aber was für ein verrücktes Gefühl, ich hab das Gefühl, du bist immer noch sicherer dort als hier."
  },
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    "end": 1559.68,
    "text": "In Deutschland kann ich nicht auf die Straße gehen, erkennen bei Jüdisch, jetzt ich sowieso nicht mehr, weil ich in der Öffentlichkeit stehe."
  },
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    "text": "Auf mich wurde ein Ramastrik drauf gemalt und es wurde in den sozialen Medien verbreitet."
  },
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    "end": 1569.82,
    "text": "Also es ist einfach für mich noch mal eh eklatant gefährlicher."
  },
  {
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    "text": "Wie meinst du auf dich, auf ein Bild von dir?"
  },
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    "start": 1572.64,
    "end": 1572.68,
    "text": "Ja."
  },
  {
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    "end": 1580.36,
    "text": "Das würde auch bedeuten, dass wenn ich rausgehe mit meiner Familie, bring ich die jedes Mal mit in diese Situation."
  },
  {
    "start": 1580.46,
    "end": 1581.6,
    "text": "Und das habe ich hier gar nicht."
  },
  {
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    "end": 1585.88,
    "text": "Und in Deutschland weiß ich nie, wer mein Feind ist."
  },
  {
    "start": 1586.26,
    "end": 1597.88,
    "text": "Das könnte jetzt ein Linksextremer sein, das könnte ein Rechtsextremer sein, das könnte ein Islamist sein, das könnte jemand sein, der... einfach so aus der Mitte der Gesellschaft ist und auch noch einen antisemitischen Spruch loslässt."
  },
  {
    "start": 1598.34,
    "end": 1603.72,
    "text": "Es ist für mich völlig nicht absehbar, was passiert jetzt, wenn ich auf die Straße gehe?"
  },
  {
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    "end": 1606.1,
    "text": "Was ist, wenn ich ein David Stern tragen möchte?"
  },
  {
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    "end": 1608.94,
    "text": "Ich möchte auch einfach nicht in einem Land leben, wo ich das alles nicht kann."
  },
  {
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    "text": "Warum muss ich mich denn einschränken?"
  },
  {
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    "end": 1617.14,
    "text": "Religionsfreiheit ist Bestand der deutschen Gesetz und ich kann sie aber nicht unbestolten ausleben."
  },
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    "text": "Das kann doch nicht sein."
  },
  {
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    "end": 1622.98,
    "text": "Also von daher nein, ich glaube, rational bin ich in Israel sicherer und glücklicher als ich sind."
  },
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    "text": "Deutschland wäre."
  },
  {
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    "end": 1631.42,
    "text": "Trotzdem, wie geht man denn in Israel mit diesen Sicherheitsversagen der Regierung um, wenn man so will?"
  },
  {
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    "end": 1638.54,
    "text": "Also ich möchte Israel nicht die Schuld geben, aber alle Sicherheitsverkehrungen am siebten Oktober haben versagt, so dass das passieren könnte."
  },
  {
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    "end": 1641.94,
    "text": "Hat man da genug Vertrauen in die Regierung, dass das nicht nochmal passiert?"
  },
  {
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    "text": "Hat das nicht das Sicherheitsgefühl für immer und wiederkehrbar erschüttert?"
  },
  {
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    "text": "Doch, hat das definitiv."
  },
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    "end": 1651.56,
    "text": "Also es ist auch egal, mit dem ich in Israel spreche, niemand mehr hat."
  },
  {
    "start": 1652.18,
    "end": 1662.5,
    "text": "das Vertrauen und das Sicherheitsgefühl, dass wir wirklich Beton-Hart hatten vom siebten Zehnten, das vielleicht auch ein Fehler gewesen, dass wir bis zu dem Zeitpunkt und so unantastbar gefühlt haben."
  },
  {
    "start": 1663.34,
    "end": 1665.56,
    "text": "Und das ist hier auch öfter mal Thema."
  },
  {
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    "end": 1670.84,
    "text": "Also es ist nicht so... dass ich nicht Angst hätte, wenn ich hier abends manchmal ins Bett gehe."
  },
  {
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    "end": 1676.0,
    "text": "Ich habe wahnsinnige Angst davor, dass es noch mal jetzt gar nicht aus Gaza passiert, aber aus der Westbank."
  },
  {
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    "end": 1678.38,
    "text": "Da kommen jetzt auch die ersten Raketen schon rüber geflogen."
  },
  {
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    "text": "Das wäre ein absoluter Albtraum."
  },
  {
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    "text": "Nein, ich hoffe, dass der Sicherheitsapparat jetzt besser ist."
  },
  {
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    "end": 1687.72,
    "text": "Meinst du, was ich sehe, ist auf jeden Fall gut."
  },
  {
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    "text": "Also man macht sehr viel und man schafft auch viel."
  },
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    "end": 1696.26,
    "text": "Aber er ist bestimmt nicht so gut, wie wir dachten."
  },
  {
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    "end": 1701.02,
    "text": "Und man versucht schon sich selbst einfach ein bisschen besser vorzubereiten."
  },
  {
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    "text": "Man versucht einfach selbst zu wissen, ich habe Verstecke in meinem Haus erkoren, die hoffentlich niemand jemals findet."
  },
  {
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    "text": "Das heißt, das zeigt ja, dass ich nicht darauf vertraue, dass jemand kommt, um mich zu retten, sondern ich erst mal hoffe, mich selber irgendwie retten zu können."
  },
  {
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    "end": 1719.52,
    "text": "Aber diese ganz, ganz große Angst, das ist eigentlich die größte Angst."
  },
  {
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    "end": 1729.62,
    "text": "dass die ganze Welt dabei zuschauen könnte, wie alle arabischen Nachbarn und Staaten uns gleichzeitig angreifen und Israel ausgelöscht wird."
  },
  {
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    "text": "Die ist natürlich jetzt nicht ganz rational, weil wir sind weiter von entfernt hoffentlich, aber sie ist auf jeden Fall da und ich fände das wirklich schrecklich."
  },
  {
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    "text": "Deswegen gebe ich auch manchmal so wenig auf die Meinung von außen, weil die sollt sitzen dann vom Fernseher und denken, Mensch, ist aber jetzt schlimm."
  },
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    "text": "Und dann gehen die zurück in den Alltag."
  },
  {
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    "text": "Aber für uns geht's um Leben und Tod."
  },
  {
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    "end": 1761.64,
    "text": "Ich hab's ja schon erwähnt, in den vergangenen Jahren ist der Antisemitismus in Deutschland laut diverser Statistiken nachweislich stark gestiegen in den Schulen, auf den Universitäten."
  },
  {
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    "text": "Man sieht es auf der Straße, auf Social Media, das hast du schon erwähnt."
  },
  {
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  },
  {
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    "text": "Das finde ich ganz interessant, dass du das fragst, weil man mich das gestern auch in einem Interview gefragt hat, wie kann das jetzt wieder besser werden?"
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  {
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    "text": "Und ich habe darauf tatsächlich keine positive Antwort."
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    "text": "Ich glaube, dass es erst mal noch schlimmer wird."
  },
  {
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    "text": "Also ich glaube, das ist so, wer den Film die Welle kennt."
  },
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    "text": "der Kanas eins zu eins gerade beobachten, was hier passiert, ist genau das."
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    "text": "Und auch dieses Erich Kästner Zitat jetzt nicht ganz im Wortlaut, aber das ist eine Schneeflocke hätte man quasi aufhalten können, aber jetzt ist es halt eine Lawine."
  },
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    "text": "Und das kann man nicht mehr so leicht aufhalten."
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    "start": 1803.28,
    "end": 1809.2,
    "text": "Und ich befürchte leider, dass Deutschland und Europa an einem Punkt sind, an dem es so einfach keinen zurück mehr gibt."
  },
  {
    "start": 1809.7,
    "end": 1815.08,
    "text": "Man sieht die Gewalt auf den Straßen, man sieht, dass die Polizei nicht wirklich dagegen so viel ankommt."
  },
  {
    "start": 1815.4,
    "end": 1820.92,
    "text": "Die Polizisten leiden sich seit zwei Jahren gegen diesen aggressiven Mob auch irgendwie standhaft zeigen müssen."
  },
  {
    "start": 1821.92,
    "end": 1825.32,
    "text": "Und die Politik macht auch einfach zu wenig in Deutschland dafür."
  },
  {
    "start": 1825.6,
    "end": 1833.06,
    "text": "Das sagst du, obwohl wir eine Partei in der Regierung haben, namentlich CDU und CSU, die dezidiert pro Israel sind."
  },
  {
    "start": 1833.52,
    "end": 1838.44,
    "text": "Ärzte hat eine sehr bewegende Rede in einer Synagoge gehalten, erst vor kurzer Zeit."
  },
  {
    "start": 1838.84,
    "end": 1841.86,
    "text": "Und die immer wieder die deutsche Strahtsresort."
  },
  {
    "start": 1842.52,
    "end": 1842.58,
    "text": "Ja."
  },
  {
    "start": 1843.8,
    "end": 1846.14,
    "text": "bekräftigen und auch vor sich her tragen."
  },
  {
    "start": 1846.28,
    "end": 1853.28,
    "text": "Und Deutschland hat ja auch noch auch EU-Ebene, zeigt ein anderes so Abstimmungsverhältnis, beispielsweise, wenn es um Israel geht."
  },
  {
    "start": 1853.76,
    "end": 1856.52,
    "text": "Also Deutschland zeigt nicht immer ein anderes Abstimmungsverhalten."
  },
  {
    "start": 1856.94,
    "end": 1858.12,
    "text": "Zum Beispiel nicht in der UN."
  },
  {
    "start": 1858.64,
    "end": 1864.46,
    "text": "Deutschland ist super gut darin, leere Floskeln immer wieder zu wiederholen, aber nicht darauf zu reagieren."
  },
  {
    "start": 1865.06,
    "end": 1867.72,
    "text": "Der Bundeskanzler, der in der Synagoge weint, um tote Juden."
  },
  {
    "start": 1868.34,
    "end": 1872.26,
    "text": "Das ist das eine und das ist auch das Mindeste, gerade wenn man sich seine Familiengeschichte anschaut."
  },
  {
    "start": 1872.82,
    "end": 1876.2,
    "text": "Gleichzeitig schafft es die deutsche Bundesregierung aber nicht."
  },
  {
    "start": 1876.58,
    "end": 1887.82,
    "text": "Israel, derzeit noch weiter Krieg in Gaza zu unterstützen, bringt aber auch keinerlei Hilfe, um diese Geisen zu befreien oder nach Hamas dazu zu bewegen, die Waffen niederzulegen."
  },
  {
    "start": 1888.46,
    "end": 1898.84,
    "text": "Er weint um die Toten der Shoah, verweigert aber den Schutz der meisten Shoah überlebenden weltweit, die in Israel leben, die am siebtenzehnten ermordet wurden."
  },
  {
    "start": 1899.24,
    "end": 1901.34,
    "text": "Das sind deren Enkelkinder, die hier leben."
  },
  {
    "start": 1901.78,
    "end": 1902.62,
    "text": "die er da beweint."
  },
  {
    "start": 1903.38,
    "end": 1909.66,
    "text": "Es hilft mir nichts, dass der deutsche Bundeskanzler weint in einer Synagoge und im nächsten Atemzug Israel nicht hilft."
  },
  {
    "start": 1909.76,
    "end": 1922.02,
    "text": "Und wer jetzt glaubt, das hätte keine Auswirkung, die Panzer in Israel, die derzeit versuchen, unsere Soldaten zum einen zu schützen, unser Land zu schützen und gleichzeitig die Ramasse auszuschalten, denen fehlen wichtige Teile."
  },
  {
    "start": 1922.12,
    "end": 1923.36,
    "text": "Wir haben nicht mehr genügend Panzer."
  },
  {
    "start": 1923.44,
    "end": 1924.72,
    "text": "Woher kommen diese Teile eigentlich?"
  },
  {
    "start": 1924.86,
    "end": 1925.48,
    "text": "aus Deutschland?"
  },
  {
    "start": 1925.84,
    "end": 1930.94,
    "text": "Das heißt, da ist wirklich Da passiert wirklich etwas hier in Israel, wenn man uns nicht unterstützt."
  },
  {
    "start": 1931.22,
    "end": 1938.96,
    "text": "Und das ist so eine Doppelzündigkeit, die ich nicht mehr ertragen kann, als jemand, der so viele Jahre in Deutschland aufgewachsen ist, das immer wieder gehört hat."
  },
  {
    "start": 1939.28,
    "end": 1944.36,
    "text": "Und jetzt um das Leben meiner Kinderbange, wie meine Urgroßmutter, um das Leben ihrer Kinder gebannt hat."
  },
  {
    "start": 1944.96,
    "end": 1947.82,
    "text": "Es wird nicht genug getan gegen Islamismus."
  },
  {
    "start": 1948.14,
    "end": 1953.8,
    "text": "Jeder, der was gegen Islamisten sagt, wird automatisch... zum Rechtsextrem, zum Rassisten."
  },
  {
    "start": 1954.36,
    "end": 1964.96,
    "text": "Ich bin hier in Israel mit Muslimen befreundet, die in der IDF gedient haben und dienen, deren Familienmitglieder am siebten Oktober oder danach getötet wurden."
  },
  {
    "start": 1965.28,
    "end": 1967.8,
    "text": "Es geht nicht darum, gegen Muslime zu sein."
  },
  {
    "start": 1968.56,
    "end": 1972.56,
    "text": "Es geht darum, gegen Extremisten zu sein und gegen Islamisten zu sein."
  },
  {
    "start": 1972.86,
    "end": 1976.26,
    "text": "Und Extremisten, ich habe auch ein Problem mit extremistischen Juden."
  },
  {
    "start": 1977.1,
    "end": 1978.56,
    "text": "Das würde ich genauso wenig tolerieren."
  },
  {
    "start": 1978.6,
    "end": 1979.88,
    "text": "Und auch dieses Land toleriert das nicht."
  },
  {
    "start": 1979.94,
    "end": 1981.2,
    "text": "Israel toleriert das nicht."
  },
  {
    "start": 1981.7,
    "end": 1989.94,
    "text": "Aber de facto ist das eine Minderheit in Israel, während Islamisten eine Mehrheit sind, in Gaza, in der Westbank."
  },
  {
    "start": 1990.42,
    "end": 1998.76,
    "text": "Und leider wahrscheinlich, das weiß ich nicht in Zahlen, aber weltweit, was ich so an den Demonstrationen zumindest ablesen kann, scheint es ja doch äußert, die viele zu sein."
  },
  {
    "start": 1999.88,
    "end": 2002.14,
    "text": "Du hast jetzt schon sehr viel Kritik an ihm geäußert."
  },
  {
    "start": 2003.06,
    "end": 2009.6,
    "text": "Aber ich fand Friedrich Merz hat am siebten Oktober Schon die richtigen Wort, die richtige Tonalität gefunden."
  },
  {
    "start": 2010.26,
    "end": 2023.18,
    "text": "Es gab dann ein kurzes Video anlässlich des Jahrestages, wo er sinngemäß sagte, gehen Sie in die Synagogen, gehen Sie an die Orte, wo Juden und Jüdinnen sind, gehen Sie auf Juden zu."
  },
  {
    "start": 2023.82,
    "end": 2029.4,
    "text": "Verbesser das Deine Sicht auf Friedrich Merz oder sagst du, das sind trotzdem hohle Worte angesichts der Lage?"
  },
  {
    "start": 2030.94,
    "end": 2036.68,
    "text": "Also, ich will Friedrich Merz ja nicht unterstellen, dass ihm das nicht nahegehen würde in Gänze, was in Deutschland gerade passiert."
  },
  {
    "start": 2038.9,
    "end": 2045.44,
    "text": "Das ist auch bestimmt ein guter Impuls, weil ich glaube, sehr viele Juden und Jüdinnen in Deutschland und weltweit, die vermissen Solidarität."
  },
  {
    "start": 2045.56,
    "end": 2050.44,
    "text": "Jedes Mal, wenn mir jemand schreibt und der muss mir nicht schreiben, alles, was Israel macht, ist gut, oder?"
  },
  {
    "start": 2051.0,
    "end": 2051.82,
    "text": "Darum geht es ja gar nicht."
  },
  {
    "start": 2052.02,
    "end": 2068.32,
    "text": "Einfach mal zu sagen, ich sehe dich und es tut mir leid, was ihr gerade durchmachen müsst und ich bin hier und ich gehe vielleicht mal auf eine Gedenkveranstaltung oder auf eine Demo und ich erkenne auch euren Schmerz an, dass diese Gleichzeitigkeit fehlt auch so ein bisschen, dass man sagt, ich kann ja auch um Kinder in Garten."
  },
  {
    "start": 2068.739,
    "end": 2072.3,
    "text": "und trotzdem auch mit den Menschen in Israel zusammenstehen."
  },
  {
    "start": 2072.36,
    "end": 2073.58,
    "text": "Das fehlt definitiv auch."
  },
  {
    "start": 2074.04,
    "end": 2077.88,
    "text": "Und was Friedrich Merze sagt, das ist bestimmt nett gemeint, aber in der Umsetzung natürlich schwer."
  },
  {
    "start": 2077.98,
    "end": 2082.44,
    "text": "Zum einen sind wir mittlerweile an einem Punkt, wo Juden und Jüdinnen sich kaum mehr erkennbar zeigen."
  },
  {
    "start": 2082.5,
    "end": 2086.28,
    "text": "Also man wird sie kaum spotten können, was ja auch schon mal komisch ist."
  },
  {
    "start": 2086.58,
    "end": 2089.56,
    "text": "Die Synagogen sind streng überwacht, waren sie immer."
  },
  {
    "start": 2090.46,
    "end": 2094.94,
    "text": "Also es ist auch gar nicht so leicht mal eben zu einer Synagoge zu gehen, ohne dann da auch durchsucht zu werden."
  },
  {
    "start": 2095.0,
    "end": 2098.38,
    "text": "Ich kenne Menschen, die sagen, ich würde gerne gehen, aber ich bin auch ein bisschen unsicher."
  },
  {
    "start": 2098.68,
    "end": 2101.42,
    "text": "Andere haben auch Angst, denn es sind auch Anschlagsziele."
  },
  {
    "start": 2102.2,
    "end": 2107.56,
    "text": "Die Synagogen werden noch etwas leerer, denn auch Juden und Jüdinnen haben immer mehr Angst, in Synagogen zu gehen."
  },
  {
    "start": 2108.06,
    "end": 2109.32,
    "text": "Also das ist nett gemeint."
  },
  {
    "start": 2109.38,
    "end": 2115.52,
    "text": "Es ist nur leider ein bisschen fernab von der Lebensrealität, in der sich Juden und Jüdinnen, glaube ich, gerade in Deutschland schon befinden."
  },
  {
    "start": 2116.06,
    "end": 2124.56,
    "text": "Aber generell zu sagen ... geht mehr zu diesen Veranstaltungen, zu Demonstrationen, zu Solidaritätsveranstaltungen."
  },
  {
    "start": 2124.94,
    "end": 2134.6,
    "text": "Das ist bestimmt ein guter Anhaltspunkt, wenn Menschen zeigen wollen, ihr seid nicht alleine und wir stehen hier in Deutschland auch an eurer Seite."
  },
  {
    "start": 2135.76,
    "end": 2140.88,
    "text": "Also für dich sind die Drehen von Friedrich Merz nichts wert, hast du gerade gesagt."
  },
  {
    "start": 2141.92,
    "end": 2146.9,
    "text": "Ist das in Israel oder bei den Leuten, denen du kennst, so allgemeingültig?"
  },
  {
    "start": 2146.98,
    "end": 2148.48,
    "text": "Ist es, wie man auf Deutschland blickt?"
  },
  {
    "start": 2148.66,
    "end": 2155.62,
    "text": "Oder ist für einige Deutschland nicht immer noch so eine Art Hoffnungsträger in Europa, weil man sich zur Staatsresorbe kennt?"
  },
  {
    "start": 2155.7,
    "end": 2164.76,
    "text": "Und die Waffenlieferungen wurden ja zusätzlich, Friedrich Merz hat die Waffenlieferung nach Gaza, nach der Ausweitung der Bodenoffensive teilweise eingeschränkt."
  },
  {
    "start": 2165.1,
    "end": 2167.74,
    "text": "Zuletzt wurden jetzt wieder Waffenexporte freigegeben."
  },
  {
    "start": 2168.38,
    "end": 2175.5,
    "text": "Es sind Waffen exportiert und lediglich U-Bote und so weiter zur Verteidigung, aber nichts, was man in Gaza gegen die Hamas verwenden könnte."
  },
  {
    "start": 2176.44,
    "end": 2178.76,
    "text": "Aber es sind zwei Sachen."
  },
  {
    "start": 2178.92,
    "end": 2185.0,
    "text": "Die Juden in Deutschland fühlen mehrheitlich so, wie ich das gerade beschrieben habe, was März angeht."
  },
  {
    "start": 2185.48,
    "end": 2189.48,
    "text": "Israelis, also ich bin mit meinen Freundeskreis in ninety-fünf Prozent Israelis."
  },
  {
    "start": 2190.34,
    "end": 2193.48,
    "text": "Die schauen dann doch noch netter auf solche Aktionen."
  },
  {
    "start": 2193.74,
    "end": 2196.78,
    "text": "Die sagen auch, Mensch, ist aber toll so ein Bundeskanzler, der da weint."
  },
  {
    "start": 2196.84,
    "end": 2202.3,
    "text": "Das stimmt ja auch, wenn man sich auch andere Länder in Europa anguckt, da ist ja das Gegenteil der Fall."
  },
  {
    "start": 2202.68,
    "end": 2204.28,
    "text": "Dann fällt das hier schon positiv auf."
  },
  {
    "start": 2204.72,
    "end": 2214.22,
    "text": "Die allgemeine Stimmung gegenüber Deutschland, ich würde sagen, im letzten halben Jahr hier in Israel hat sich aber verändert, weil ... Einfach viele Aussagen getätigt wurden."
  },
  {
    "start": 2214.26,
    "end": 2219.74,
    "text": "Jetzt Wadepool mit seiner Zwangs-Solidarität ist sehr oft zitiert hier in Israel, kam ganz schlecht an."
  },
  {
    "start": 2219.78,
    "end": 2219.86,
    "text": "Das"
  },
  {
    "start": 2219.92,
    "end": 2222.54,
    "text": "hat er dann wieder zurückgenommen, der aus Minister Wadepool."
  },
  {
    "start": 2223.06,
    "end": 2230.08,
    "text": "Hat er zurückgenommen, nachdem man ihm sehr eindringlich wahrscheinlich vermittelt hat, dass das hoch einfach kein guter Ausdruck ist, keine gute Beschreibung ist."
  },
  {
    "start": 2230.4,
    "end": 2232.02,
    "text": "Es bleibt aber ja in den Köpfen der Menschen."
  },
  {
    "start": 2232.56,
    "end": 2241.7,
    "text": "Generell ist ja die Kritik schon oft sehr an Israel und an der israelischen Regierung, die man ja auch äußern kann und was die auch politisch hinter verschlossenen Türen machen."
  },
  {
    "start": 2241.78,
    "end": 2242.76,
    "text": "ist ja auch noch mal was anderes."
  },
  {
    "start": 2243.42,
    "end": 2250.3,
    "text": "Aber da kommt einfach nicht genug Druck auf die, die das alles hier tatsächlich losgetreten haben und ja auch am Laufen halten."
  },
  {
    "start": 2250.34,
    "end": 2251.1,
    "text": "Und das ist die Hamas."
  },
  {
    "start": 2251.74,
    "end": 2254.52,
    "text": "Und da ist einfach in Israel so ein bisschen der Geduldsfaden."
  },
  {
    "start": 2254.64,
    "end": 2262.32,
    "text": "Der Reister langsam und man... orientiert sich vor allen Dingen an Donald Trump und nicht mehr an Europa oder an Deutschland."
  },
  {
    "start": 2262.78,
    "end": 2273.72,
    "text": "Was müsste sich konkret am deutschen Umgang mit der Erinnerungskultur, also du hast ja, schreibst in deinem Buch, die Erinnerungskultur in Deutschland ist zu einer moralischen Routine geworden."
  },
  {
    "start": 2274.68,
    "end": 2284.02,
    "text": "Gibt es etwas, was sich ändern müsste, damit Deutschland wieder auch ein potenzieller Ort zum Leben ist aus deiner Sicht für Juden, die ausgewandert sind?"
  },
  {
    "start": 2285.04,
    "end": 2292.24,
    "text": "Also es müsste definitiv sehr harte Konsequenzen geben bei Judenhass."
  },
  {
    "start": 2293.26,
    "end": 2307.62,
    "text": "Ich sehe Gerichte, die hier, es gibt ja diese eine Extremistin aus Berlin, die vor Gericht stand und dann sagt ihr der Richter, dass sie da vielen Menschen aus der Seele spricht und er sie ganz toll findet, jetzt nicht im genauen Wortlaut, aber er hat sie jetzt quasi unterstützt."
  },
  {
    "start": 2308.02,
    "end": 2310.46,
    "text": "Da frage ich mich dann auch, was ist mit den Richtern in Deutschland los?"
  },
  {
    "start": 2310.52,
    "end": 2312.4,
    "text": "Und solche Sachen sind sehr kontraproduktiv."
  },
  {
    "start": 2312.48,
    "end": 2316.64,
    "text": "Diese roten Linien, die immer wieder verschoben wurden, mittlerweile gibt es glaube ich gar keine roten Linien mehr."
  },
  {
    "start": 2317.42,
    "end": 2320.4,
    "text": "Die müssten wieder eingeführt werden, also Konsequenzen."
  },
  {
    "start": 2321.44,
    "end": 2322.78,
    "text": "und eine andere Bildung."
  },
  {
    "start": 2324.08,
    "end": 2329.56,
    "text": "Es hilft nicht nur, über die Shoah zu erzählen und die Kinder da zu sensibilisieren."
  },
  {
    "start": 2330.1,
    "end": 2335.52,
    "text": "Ich wünsche mir, ich weiß, die meisten Menschen, die Bücher schreiben, wünschen sich auf Bestsellerlisten zu landen."
  },
  {
    "start": 2335.76,
    "end": 2362.06,
    "text": "Ich würde mir für meinen Buch wünschen, dass es in Schulen gelesen wird, weil ich glaube, dass es zusammenbringt, die Geschichte der Nationalsozialisten und das Leiden der Juden damals mit der Sicht der Dinge und der aktuellen Situation für Juden jetzt in Deutschland, was auch dann greifbarer für Menschen wird, weil viele junge Menschen denken, das sind irgendwie schwarz-weiß Aufnahmen von toten Juden, aber die wissen gar nicht, wer sind denn Juden heute?"
  },
  {
    "start": 2362.56,
    "end": 2367.02,
    "text": "Also vielleicht auch mehr Raum bringen, Juden und... nicht Juden zusammenzubringen."
  },
  {
    "start": 2367.1,
    "end": 2376.48,
    "text": "Gerade muslimische Kinder, wäre es nicht toll, die würden sich einfach treffen und Fußball spielen oder zusammen grillen und dann feststellen, wir beide essen kein Schweinefleisch."
  },
  {
    "start": 2376.82,
    "end": 2379.36,
    "text": "Also mehr versuchen, klar zu machen."
  },
  {
    "start": 2379.4,
    "end": 2379.44,
    "text": "Das"
  },
  {
    "start": 2379.52,
    "end": 2380.5,
    "text": "verbindende Element."
  },
  {
    "start": 2380.66,
    "end": 2380.72,
    "text": "Ja,"
  },
  {
    "start": 2381.18,
    "end": 2382.3,
    "text": "das wäre etwas."
  },
  {
    "start": 2382.4,
    "end": 2385.56,
    "text": "Aber ich glaube, wie gesagt, das hätte man vor zehn Jahren machen müssen."
  },
  {
    "start": 2385.7,
    "end": 2388.38,
    "text": "Jetzt sind wir an einem Punkt, da wird das so leicht nicht mehr funktionieren."
  },
  {
    "start": 2388.42,
    "end": 2389.72,
    "text": "Deswegen harte Konsequenzen."
  },
  {
    "start": 2390.24,
    "end": 2395.44,
    "text": "Und für Menschen, die sich nicht an die Regeln halten, müssten die Konsequenzen tatsächlich extra... hart werden."
  },
  {
    "start": 2395.98,
    "end": 2403.36,
    "text": "Glaubst du so alles, das zusammengenommen, dass deine Kinder einmal friedlich leben werden können?"
  },
  {
    "start": 2404.72,
    "end": 2409.06,
    "text": "Ich hoffs, ich wünsch es mir, dass es warum ich das mache, was ich mache."
  },
  {
    "start": 2409.9,
    "end": 2414.76,
    "text": "Auch wenn es mir überhaupt keinen Spaß macht, ich würde viel lieber über andere Dinge, schönere Dinge sprechen."
  },
  {
    "start": 2415.36,
    "end": 2426.36,
    "text": "Ich befürchte und bin mir relativ sicher und es macht mich unfassbar traurig, dass ich meinen Kindern weder Deutschland noch Europa so zeigen kann, wie ich daran aufgewachsen bin."
  },
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    "text": "Und es gibt so viel Schönes zu entdecken."
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    "text": "Und ich möchte eigentlich, dass sie die Welt kennenlernen."
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    "text": "Und sie sind noch sehr klein und ich hoffe in zehn Jahren wird es wieder besser sein."
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    "text": "Aber um ehrlich zu sein, wir haben gestern darüber gesprochen mit Freunden, wo können wir denn vielleicht, es ist ja alle zusammen in den Urlaub hinfahren?"
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    "text": "und wir haben gesagt, wir können gar nirgends wohin fahren und wir können auch jetzt gar nichts buchen, weil wir nicht wissen, wie schlimm wird denn die Lage."
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    "text": "Also jetzt waren wir in Griechenland und auch da waren wir unsicher."
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    "text": "Und Spanien, Italien, Frankreich fallen komplett weg."
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    "text": "Also, unsere Welt ist kleiner geworden und ich hoffe sehr für meine Kinder, dass sie irgendwann wieder sicherer wird."
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    "text": "Und ich hoffe, dass, wenn die Welt nicht sicher ist, aber das zumindest Israel sicher ist, dass sie wenigstens diesen Ort hier haben."
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    "text": "Und das ist der Grund, warum wir so für diesen Ort kämpfen müssen."
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    "text": "Weil wenn wir Israel nicht mehr haben, dann haben wir nichts mehr."
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    "text": "Sagt die Autorin und Journalistin Sarah Cohen-Fanthel."
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    "text": "Sarah, ich danke dir von ganzen Herzen für dieses offene Gespräch."
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    "text": "Vielen Dank."
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    "text": "Das war Machtspiel."
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    "text": "Mein Name ist Beatrice Achterberg."
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    "text": "Anregungen, Kommentare und alles, was ihr uns schon mal sagen wollt, bitte an machtspieletnzz.de."
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    "text": "Wissenswertes zum Thema findet ihr in den Show-Notes und wir sind nächste Woche wieder am Donnerstag für euch da."
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    "text": "Tschüss, tschüss."
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