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    "text": "Dieser Podcast wird präsentiert von Art on Ice."
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    "text": "Nothing beats life."
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    "text": "Vor zwei Monaten an einer Medienkonferenz in Spanien."
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    "text": "Der spanische Verkehrsminister Oscar Puente erzählt von großen Plänen."
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    "text": "Er kündigt an, dass zwischen Madrid und Barcelona bald Schnellzüge unterwegs sein sollen, mit dreihundertfünfzig Stunden Kilometern, statt wie bisher mit dreihundert Stundenkilometer."
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    "text": "Spanien werde das einzige Land sein neben China, wo das möglich sei."
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    "text": "Als"
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    "text": "heutige Perspektive aber wirkt diese Medienkonferenz und diese großartige Ankündigung doch irgendwie etwas unpassend, Florian."
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    "text": "Ja, innerhalb einer Woche hat sich... Das ganze Szenario komplett geändert und der Minister muss jetzt über Mängel sprechen und nicht mehr über Erfolge."
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    "text": "Denn mehrere Zugunglücke davon ein großes innerhalb von so kurzer Zeit mit insgesamt forty-sechzig Toten sind natürlich ein Vorfall, der zumal er nicht isoliert ist, grundsätzliche Fragen darauf beschwert und bei den Menschen jetzt auch Eine doch tieferer Unsicherheit hervorgerufen hat, wie sicher eigentlich es noch ist, in den Zug zu steigen, sei ja hochgeschwindigkeitsmäßig unterwegs oder nur im Nahverkehr."
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    "text": "In Spanien trauen sich seit den fatalen Unfällen viele nicht mehr mit dem Zug zu fahren."
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    "text": "Unser Spanien-Korrespondent Florian Haupt erklärt die strukturellen Gründe dafür."
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    "text": "Ich bin Antonia Moser."
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    "text": "Vor etwa zwei Wochen ... Ist in Andalusien ein Zug entgleist?"
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    "text": "Fünfundvierzig Menschen sind gestorben."
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    "text": "Kurz darauf gab es weitere Unfälle auf dem Bahnnetz."
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    "text": "Und du sagst jetzt, so ein bisschen später haben die Menschen immer noch irgendwie ein komisches Gefühl und Angst."
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    "text": "Merkt man das in Spanien?"
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    "text": "Ja, ich war gerade vor ein paar Tagen wieder in Sanz hier, Barcelona-Sanz."
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    "text": "Das ist quasi der Hauptbahnhof."
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    "text": "wo sowohl Geschwindigkeitszüge ankommen und abfahren, als auch der wesentliche Knotenpunkt von dem Regionalverkehr ist."
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    "text": "Und in beiden Bereichen sind schon deutliche Folgen festzustellen."
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    "text": "Also bei den Hochgeschwindigkeitszügen sieht man einfach, dass die Züge Verspätung haben."
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    "text": "Die waren sonst immer komplett pünktlich."
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    "text": "Jetzt fahren die Lokführer teilweise absichtlich langsamer, als sie dürften, weil sie selber sozusagen misstrauisch sind."
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    "text": "Also über die Leistzustände und im Nahverkehrsbereich, wo normalerweise hunderttausend Menschen pro Tag ein- und ausgehen, merkt man einfach, dass es zwischen den Schranken eher so gemächtlich zugeht wie auf einem Provinzbahnhof."
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    "text": "Ob das jetzt immer daran liegt, dass die Leute Angst haben oder ob sie einfach in dem Chaos der letzten Wochen überhaupt nicht mehr wissen fährt überhaupt der Zug, wann fährt er und sich deshalb alternative Transport."
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    "text": "Wegesuchen ist dann im einzelnen schwer zu sagen, aber es ist sicherlich eine Mischung aus, aus beidem."
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    "text": "Also weiß man dann jetzt genau, was hinter diesem großen Zugunglück dahinter steckt, also auch so was gerade wieder passieren könnte?"
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    "text": "Ja, also wahrscheinlich handelt sich um einen Schienenbruch, die Kommission."
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    "text": "ermittelt immer noch."
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    "text": "Es werden dann aber immer Hypothesen teilweise veröffentlicht, teilweise sickern sie durch."
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    "text": "Es kann sein, dass sozusagen es gab da Renovierungsarbeiten, dass ein neuer Teil von dem Gleis bei einem Anschluss zu einem anderen Teil da was nicht richtig gut funktioniert hat."
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    "text": "Man hat festgestellt an den Rädern des vorderen Waggons Die Waggons, die noch nicht in Gleis sind, waren große Kerben, die darauf schließen lassen, dass sie gegen ein anderes Gleisteil, das sie dagegen gefahren sind."
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    "text": "Und quasi haben dann die hinteren Zugteile, haben das dann einfach nicht mehr, haben sozusagen diesen kleinen Sprung, oft das nächste Gleistück nicht mehr geschafft und wandern im Loch und sind deshalb entgleist."
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    "text": "Der entgegengesetzte Zug ist dann, wie man von Anfang an vermutet hat, hat diese hinteren Zugteil dann tuschiert, ist dann selber noch hunderte Meter weiter gefahren, entgleist, lag dann teilweise eben in einem Abhang."
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    "text": "und das ist dort, wo die meisten Menschen zu Tode gekommen sind."
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    "text": "Du hast aber auch noch andere Unfälle erwähnt, machen das dann genau die gleichen Probleme, also dass man denkt, da steckt das größere ist"
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    "text": "Es war vor allem in der Region Katalonien, wo es tagelang geregnet hatte, auch Sturm gab."
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    "text": "In dem Zug, wo es die meisten Verletzen gab und wo der Lokführer auch zu Tode kommen ist, hatte sich von einer Autobahn eine Mauer gelöst und ist auf das Gleis gekracht."
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    "text": "Der Lokführer konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten."
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    "text": "Das war einer von mehreren Vorfällen, die im Rahmen dieses Unwetters sich ereignet hat und das dann dazu geführt hat, dass dann tagelang der ganze Zugverkehr hier gestoppt wurde."
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    "text": "und auch die Lokführer selber sich geweigert haben, weiter auf diesen Nahverkehrslinien zu fahren."
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    "text": "heißt, da geht es vor allem um fehlenden Unterhalt, also man hat nicht gut zum Netz geschaut."
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    "text": "Ja, also wenn wir uns jetzt den tragischen Unfall anschauen, den Andalusien, der hat sich auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke ereignet und da kann man schon sagen, dass, ja, ist man so ein bisschen wahrscheinlich auch Opfer des eigenen Erfolgs quasi oder das eigene Mythos in dem Sinne, dass dort wahnsinnig viel investiert wurde in den letzten Jahren."
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    "text": "Spanien hat das längste Hochgeschwindigkeitsnetz, Europas zweitlängste Netz der Welt."
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    "text": "Aber klar, je länger so ein Netz ist, desto mehr muss man auch warten, weil wenn man einfach mehr Gleise hat."
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    "text": "Und da gleichzeitig sozusagen auch aus Pristischgründen sehr darauf geachtet wurde, möglichst viele Kilometer zu machen, ist einerseits eben weniger Geld dann im Topf gewesen für die Wartung, andererseits gab es eben immer mehr zu warten."
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    "text": "Madrid-Baslona, Madrid-Andalusien."
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    "text": "Dort, wo es Unglück passiert ist und Madrid Valencia, wo es gleichzeitig die privaten Anbieter, die seit einigen Jahren auf dem Markt zugelassen wurden, die betreiben sogar nur diese Strecken."
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    "text": "Das heißt, diese Strecken sind ungleich höher belastet, auch als früher."
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    "text": "Naja, das ist eben etwas, worüber im Land auch viel diskutiert wird."
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    "text": "jetzt, weil die Eisenbahner Gewerkschaft Und die Lokführer insbesondere, die ja quasi diejenigen sind, die jeden Tag über die Gleise fahren, die ein Gefühl dafür haben, wie die Strecken beieinander sind, mehrfach in den letzten Jahren gewarnt hatten."
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    "text": "Zuletzt im August hatten sie sich an die Schienenbetreibergesellschaft, an die Bahngesellschaft."
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    "text": "an das Ministerium gewandt und ihren Bedenkenausdruck verliehen und sozusagen auch explizit angeregt, dass man nicht mehr so schnell fahren sollte, bis die Renovierung nicht vonstatten gegangen ist."
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    "text": "Und man hat dafür aber... keine Antwort bekommen."
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    "text": "und in dem anderen Fall in Katalonien im Nahverkehr, über den wir vorgesprochen haben, hat sogar an dem selben Dienstag, als dann abends zwei Züge entleisten unter anderem der, wo der Lokführer gestorben ist, an dem selben Dienstag noch gewarnt und gebeten den Verkehr einzustellen, weil bekannt war, dass bei einer gewissen Wetterlage, dass genau solche Vorfälle passieren konnten."
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    "text": "und auch da hat man das, wurde das ignoriert."
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    "text": "Also es gibt da sozusagen zwei Akteure."
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    "text": "Das eine ist die... Die staatliche Bankengesellschaft Renfe, die die Züge betreibt und die Fahrpläne managt und so weiter."
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    "text": "Und dann gibt es die ADEV, das ist die sozusagen das Schienennetz managt."
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    "text": "Und beide haben immer wieder bedenkenlos dann eigentlich den Verkehr freigegeben, haben im Hochgeschwindigkeitsnetz auch nach dem Unfall überhaupt nix tag gesagt, okay, man kann jetzt wieder mit dreihundert km Haar fahren."
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    "text": "Da haben dann auch die Lokführer einfach gestreikt."
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    "text": "Und das verstärkt so ein bisschen den Eindruck, dass da Kostes, was es wolle, eben die Züge widerfahren mussten und nicht genügend Augenmerk auf die Sicherheit gelegt wurde."
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    "text": "Und besonders im Regionalverkehr ist es schon längeres Ärgernis."
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    "text": "Und da ist man dann auch irgendwo bei der Politik."
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    "text": "Wir sind gleich zurück."
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    "text": "Man hat also in Spanien geklotzt bei den Hochgeschwindigkeitszügen, denn Unterhalt dabei war ein bisschen vergessen."
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    "text": "Du hast jetzt aber gesagt, das ist auch im regionalen Verkehr ein großes Problem."
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    "text": "Es ist ein Wort, das ist Unterfinanzierung."
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    "text": "Das wird auch allseits eingeräumt."
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    "text": "Es gab jetzt konkret eben, was wir schon angesprochen haben, die Warnungen."
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    "text": "Es gab Vorfälle immer wieder in den letzten Jahren."
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    "text": "Es gab einen Fall im Juni."
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    "text": "Hunderte Passagiere waren da stundenlang eingesperrt in einem Zug."
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    "text": "Es gab einen an einem Oktober, wo dann die Bilder durch das Land gingen, wie die Leute zu Fuß nach Hause gehen mussten, neben den Bahngleisen."
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    "text": "Das konnte man alles noch so ein bisschen als skurril abbuchen."
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    "text": "Aber das Thema ist hier seit Jahrzehnten auf der Tagesordnung."
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    "text": "und tatsächlich ein großes Ärgernis im Alltagsleben."
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    "text": "Und jetzt durch die Jungsvorfälle ist sich das ganze Land jetzt ein bisschen bewusst geworden, wie der Zustand eigentlich ist."
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    "text": "Du hast gesagt, unterfinanziert."
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    "text": "Was heißt denn zahlenmäßig?"
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    "text": "Gibt es da irgendwelche Zahlen, wie viel oder wie wenig man da investiert hat?"
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    "end": 671.14,
    "text": "Ja, man kann das eigentlich in paar Zahlen ziemlich gut auf den Punkt bringen."
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    "text": "Also es gibt nach einem Berichtes oder einer Untersuchung ins Unabhängigen Rechnungshof."
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    "end": 687.68,
    "text": "Es wurden zwischen zwei Tausend und zwei Tausend Achtzehn in dem Zeitraum, der analysiert wurde, sechsundfünfzehn Milliarden Euro in den Fernverkehr investiert, aber nur drei Komma sechs Milliarden in den Nahverkehr."
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    "end": 695.96,
    "text": "Wenn man dem jetzt gegenüberstellt, dass fünfhundert Millionen Menschen im Jahr ungefähr den Nahverkehr nutzen, aber nur vierzig Millionen in den Fernverkehr."
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    "end": 711.28,
    "text": "dann gibt sich da natürlich eine Schieflage, die man plakativ, wenn man will, auf den Punkt bringen kann, damit das sozusagen für ... Zwölfmal so viel Menschen, nur ein Fünfzündel, in etwa, das Geld, das investiert wird."
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    "text": "Auch wenn das, wie gesagt, etwas verkürzt ist, weil natürlich Hochgeschwindigkeit mehr kostet, weil die Leute da mehr Geld für ein Ticket zahlen, weil sich da vielleicht das anders refinanziert."
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    "text": "Aber trotzdem ist natürlich so Ungleichgewicht so eklatant, dass da eine politische Debatte nach sich zieht."
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    "text": "Aber was sagt denn jetzt die Politik dazu?"
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    "text": "Also ... Die geben ja das Geld eigentlich aus."
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    "text": "die angestoßen wurde seit Anfang dieses Jahrhunderts, sozusagen die gesamte Provinz an die Hauptstadt Madrid anzudocken."
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    "text": "Da gibt es dann auch Strecken, die teilweise kaum benutzt werden."
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    "start": 762.58,
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    "text": "Und dieses ganze Geld ist dann natürlich umso weniger da für den Nahverkehr."
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    "text": "Insbesondere der katalanische Nahverkehr ist eben... sehr unterfinanziert."
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    "text": "Das ist seit Jahrzehnten schon bekannt und ein Ärgernis und ist eigentlich auch eine der Hauptgründe, warum sich überhaupt in den letzten Jahrzehnten so eine massive Unterstützung auch für die Unabhängigkeit formiert hat."
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    "text": "Also ein wirklich wesentlicher Grund sind tatsächlich diese Züge."
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    "text": "Da gab es auch schon Demonstrationen."
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    "text": "die so ein bisschen als eine der Wurzeln eigentlich auch gelten für diese ganze Unzufriedenheit, die irgendwie über eine vermeintliche Benachteiligung aus Madrid entstanden ist."
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    "text": "Aber kommt jetzt auch politischer Druck auf?"
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    "text": "Ja, also der Verkehrsminister ist jetzt schon unter Druck."
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    "text": "Er hat jetzt schon eine sehr transparente Kommunikation eigentlich gemacht."
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    "text": "Das wird insgesamt auch anerkannt, aber gerade weil er den Mund eben sehr vollgenommen hat, weil er Weil er vor einem Jahr noch sagte, die spanische Bahn ist im größten Moment ihre Geschichte."
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    "text": "Okay."
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    "text": "Muss er sich natürlich dafür jetzt auch umso mehr rechtfertigen."
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    "text": "Man muss dazu sagen, dass dieser stolz im Allgemeinen ... durchaus verbreitet war und auch jetzt noch hochgehalten wird."
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    "text": "Also Pedro Sánchez, der Ministerpräsident, hat dieser Tage auch gesagt, die Hochschwindkeitszüge bleiben."
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    "text": "Stolz von Spanien, der an der lusischen Ministerpräsident, also von der Region, wo das Unglück war, hat auch gesagt, wir dürfen jetzt bloß keine Angst haben mit Züge zu steigen und die Züge bleiben sicher und wir sollten jetzt nicht anfangen, alles grundsätzlich in Frage zu stellen."
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    "text": "Bei uns geht's ja ums eigene Leben."
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    "text": "Und der Verkehrsminister hat das dann in so einem Kommentar fast so ein bisschen belächelt."
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    "text": "Aber es sollen jetzt alle mal wieder so ein bisschen runterkommen."
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    "text": "Auch das hat nicht gerade zu seiner Popularität beigetragen."
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    "text": "Und das ist so ein bisschen die Situation, in der wir jetzt sind."
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    "text": "Also es wurden dann viel gemeinsame Kommissionen gebildet quasi aus Schienenbetreibern, aus Bahngesellschaften und aus Lockführern, die dann sozusagen Testfahrten gemacht haben, gemeinsam dieses Netz abklopfen, dass das auch wirklich sicher ist."
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    "text": "Aber stand jetzt, fanden die Züge, die Hochgeschwindigkeitszüge immer noch langsamer und ist der Regionalverkehr in Katalonien immer noch sehr unregelmäßig."
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    "text": "Ja, normalerweise ist ja in solchen Fällen dann, wenn es Unglücke gab, dann wird umso mehr auf die Sicherheit geschaut."
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    "text": "Und bei aller Kritik gibt es jetzt ja niemanden, der ein geringeres Interesse daran haben kann, dass sich Unglücke wiederholen als die Betreibergesellschaften, als die Regierung."
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    "text": "Das Hochgeschwindigkeitsnetz ist natürlich an sich auch ein Standortvorteil."
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    "text": "ob für Unternehmen, ob für Touristen, für wen auch immer."
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    "text": "Es ist komfortabel, es ist schnell."
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    "text": "Es gibt wahnsinnige häufige Verbindungen, also besonders zwischen Barcelona und Madrid."
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    "text": "Und es ist auch günstig, seitdem es mehrere Anbieter gibt."
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    "text": "Ob jetzt als Besucher aus der Schweiz oder aus Deutschland oder wie auch immer, man unbedingt in Katalonien den Regionalverkehr nehmen muss, ist jetzt eine andere Frage."
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    "text": "Und vielleicht, gerade wenn man nicht so viel Zeit hat, dann muss man vielleicht nicht unbedingt den Zug nehmen gleich vom Flughafen, sondern lieber ein Bus oder ein Taxi."
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    "text": "Florian, ganz herzlichen Dank."
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    "text": "Ich danke."
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    "text": "Tschüss, Antonia."
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    "text": "Das war unser Akzent mit Spanien-Korrespondent Florian Haupt."
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    "text": "Ich bin Antonia Moser."
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    "text": "Bis bald."
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