[
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    "end": 4.9,
    "text": "die europäischen Außengrenzen sind offen wie Scheunentore und jeder, der etwas anderes behauptet, der war noch nie da."
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    "text": "Dieser unkontrollierte Migrationsstrom, insbesondere über die Balkanroute damals, natürlich ist das eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung."
  },
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    "text": "Wie kann man das leugnen?"
  },
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    "text": "Das wurde aber damals im Rauschen der allgemeinen Willkommenskultur überpinselt."
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    "text": "Die Migrationsströme oder die Ursachen der Migration entziehen sich zum Großteil dem Einfluss Europas."
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    "text": "Das ist eine Tatsache, die wollen viele Politiker nicht hören."
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    "text": "Ich tue mich schwer, damit das zu sagen, aber ich sage, wenn das nicht geschieht, der europäische Außengrenzensschutz, dann ist die einzige Alternative, den Schengenraum aufzulösen."
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    "text": "Das ist Machtspiel, der Politik-Podcast von NZZ und Brossstiftung."
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    "text": "Jeden Donnerstag diskutieren wir über das, was Deutschland bewegt."
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    "text": "Und diese Woche reden wir über Grenzen, Sicherheit und Migration."
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    "text": "Wo endet Hilfe und wo beginnt Kontrolle?"
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    "text": "Ich bin Beatrice Achterberg und mein Gast heute ist Jan Solvin."
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    "text": "Er war über fünfzehn Jahre lang Bundespolizist, hat an Flughäfen, Bahnhöfen und bei Frontex gearbeitet und darüber ein Buch geschrieben."
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    "text": "an der Grenze heißt es."
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    "text": "Darin beschreibt er, warum er glaubt, dass unser Asyl- und Migrationssystem gescheitert ist."
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    "text": "Hallo Herr Solvin, schön, dass Sie Zeit haben heute."
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    "text": "Hallo Frau Achterberg, danke für die Einladung."
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    "text": "Sie haben rund fünfzehn Jahre bei der Bundespolizei gearbeitet."
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    "text": "am Bahnhof in Dortmund, am Bahnhof in Düsseldorf oder auch im Grenzgebiet Aachen, im Dreiländereck, festgestellt, dass ein Großteil unseres Klientels, mit dem wir uns insbesondere im Bereich Körperverletzungsdelikte, Eigentumsdelikte auseinandersetzen mussten, aus einem bestimmten Milieu kamen."
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    "end": 153.18,
    "text": "Und zwar waren es Männer zwischen Dreizehn und Dreißig aus Nordafrika, dem arabischen Nahen Osten, dem mittleren Osten, teilweise aus dem Kaukasus und auch aus der Türkei."
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    "text": "Und ja, ich fand es damals schon etwas seltsam, dass das überhaupt öffentlich zur Debatte stand, weil es war ja die Realität, die wir ungefiltert erlebten."
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    "text": "Aber hätte man das damals genauso benannt, wäre einem höchstwahrscheinlich der Vorwurf des Rassismus entgegengeschlagen."
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    "text": "Und das lasse ich einfach nicht gelten, weil es unsere polizeilich Einsatzrealität war."
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    "text": "Also sie meiden, dass Milieu und ihre Klientel, die hatten ganz klar einen bestimmten Hintergrund in bestimmter Altersspanne, auch ein bestimmtes Geschlecht männlich."
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    "text": "Genau."
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    "end": 199.72,
    "text": "Wenn wir zum Beispiel an der Bahnhofsdienststelle waren und wir haben gehört, Massenschlägerei hier oder Rob-Überfall da, dann wusste man schon mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit, ob was man sich einstellen musste, auf wen man da gleich treffen wird."
  },
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    "text": "Das war und ist einfach, ja."
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    "text": "Die Realität."
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    "text": "Gab es aber auch Fälle, wo sich so drei Günters mit zehn Thomasen gekloppt haben oder kam das überhaupt nicht vor?"
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    "end": 212.08,
    "text": "Also wohnen Sie bei der Arbeit auch mal überrascht?"
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    "end": 219.42,
    "text": "Nein, natürlich gab es das auch, dass der Günter, der Thomas und der Peter sich geschlagen haben."
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    "text": "Das war dann größtenteils aus meinen Erfahrungen am Wochenende die Prügelein nach der SAUF Tour."
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    "text": "Um es jetzt ganz platt zu sagen."
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    "text": "Aber so diese Gewaltkriminalität einfach aus einem bestimmten Milieu heraus, dass diese Kriminalität lebt, irgendwie inkorporiert und zum Lebensstil gemacht hat, das war größtenteils das vorhin beschriebene Klientel."
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    "text": "Können Sie noch einmal ganz leicht verständlich sagen, was gehört denn zur Aufgabe eines Bundespolizisten und was unterscheidet das vom Landespolizisten?"
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    "text": "Weil wir haben ja schon verschiedene Aufgaben gehört."
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    "text": "Ich habe gesagt, Sie haben an der Grenze gearbeitet, also Sie haben sich halt auch um Kneipenschlägereien gekümmert."
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    "text": "So was ist eigentlich die Aufgabe?"
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    "text": "Ja gut, Kneipenschlägereien nur, wenn Sie in die örtliche Zuständigkeit der Bundespolizei fallen."
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    "text": "Polizei in Deutschland ist grundsätzlich Ländersache."
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    "text": "Das ist auch mal so ein Schlagwort, das man mal gehört hat."
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    "end": 281.62,
    "text": "Deswegen haben wir eben sechzehn Länderpolizeien, die organisatorisch voneinander getrennt sind und eben unter der jeweiligen Landesregierung stehen."
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    "end": 289.18,
    "text": "Daneben hat aber, neunzehntinundfünfzig, der Bund, eine Polizei des Bundes gegründet, nämlich den Bundesgrenzschutz."
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    "text": "Und aus diesem Bundesgrenzschutz hat sich dann die Bundespolizei entwickelt."
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    "end": 297.1,
    "text": "Zwei Tausend Fünf ist sie umbenannt worden."
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    "end": 318.36,
    "text": "Und die Aufgaben heute der Bundespolizei als sogenannte Sonderpolizei des Bundes umfassen den Grenzschutz, umfassen die Bahnpolizei und dann gibt es noch... spezielle Aspekte, wie zum Beispiel polizeiliche Auslandseinsätze, die unter der Ägide der Bundespolizei meistens gebündelt werden."
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    "end": 323.38,
    "text": "Da habe ich dann die zweite Hälfte meiner Karriere verbracht, also im polizeilichen Auslandseinsatz."
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    "end": 338.04,
    "text": "Sie schreiben oder sie berichten davon, dass sie zum Teil jeden Tag hunderte afghanische Männer im Alter von dreizehn bis dreißig Jahren aufgegriffen haben und dass viele von denen nur ein Wort Englisch konnten, Germany."
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    "text": "Was zieht diese Menschen nach Deutschland und wie realistisch sind ihre Erwartungen, wenn sie über die Grenze kommen?"
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    "text": "Ja, diese Erfahrung, die habe ich in meinem Buch niedergeschrieben."
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    "end": 367.12,
    "text": "Und diese Fälle, die Sie da gerade beschrieben von wirklich Hunderten, die wir täglich feststellten, das sind meine polizeilichen Auslandseinsätze gewesen, mit der EU-Grenzschutzagentur Frontex, wo ich zum Beispiel in Griechenland gearbeitet habe."
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    "end": 371.78,
    "text": "oder auf dem Balkan in Serbien an der Bulgarischen Grenze."
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    "end": 396.96,
    "text": "Das war unser täglich Brot, uns mit diesen Menschen auseinanderzusetzen, also nicht im Sinne von körperlich, aber eben mit der Tatsache, dass sie unkontrolliert, unidentifiziert Grenzabschnitte überquerten und... Ja, wir dann in Zusammenarbeit mit den griechischen oder den serbischen Behörden dann für die Abarbeitung zuständig waren."
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    "text": "Was heißt Abarbeitung in dem Kontext?"
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    "end": 404.74,
    "text": "Abarbeitung in dem Kontext bedeutet als erstes überhaupt Grenzübertritte festzustellen."
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    "text": "Es war nur die Heldziffer, die wir festgestellt haben."
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    "text": "Die Dunkelziffer, wie viele Grenzübertritte in unüberwachten Grenzabschnitten eigentlich stattfinden, das wussten wir nicht."
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    "text": "Die europäischen Außengrenzen sind offen wie Scheunen-Tore."
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    "text": "Jeder, der etwas anderes behauptet, der war noch nie da."
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    "text": "Wie Sie gerade angedeutet haben, die meisten Menschen, wenn wir dann mal jemanden aufgegriffen haben, man ging in die Gesprächsaufklärung und man hatte jemanden, der war der englischen Sprache halbwegs mächtig oder verstand wenigstens, was wir mit der Befragung erreichen wollten, sagten uns geschlossen, dass sie nach Deutschland wollen."
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    "text": "Und das lag nicht daran, dass wir deutsche Beamte waren."
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    "text": "Man steht dann an der Grenze in Griechenland oder irgendwo an einer europäischen Außengrenze und weiß, die Leute wollen alle nach Deutschland."
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    "text": "Also die Leute sagen einem Germany."
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    "text": "Weil Sie wussten ja dann auch aus früherer Erfahrung, dass denen das auch gelingen wird und dass die zu neunundneinzig Prozent auch nicht mehr rückgeführt werden."
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    "text": "Wie fühlt man sich da?"
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    "text": "Sie sind ja nicht nur Bundespolizist, sie sind ja auch Bürger."
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    "text": "Das hat eigentlich in mir damals schon eine Gemengelager ausgelöst, dass ich erstmal auf der persönlichen Ebene verstand, dieses europäische Grenzmanagement, das funktioniert nicht."
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    "text": "Das funktioniert nicht."
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    "text": "Und jeder Politiker, der behauptet, das funktioniere, der war entweder selber noch nie da oder er lügt."
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    "text": "Ich war selber da, in den verschiedensten Grenzen und nachher selbst."
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    "text": "Ich war im Frontex-Hauptquartier, wo ich auch mal auf der Vogelperspektive, auf die europäischen Grenzen schauen durfte."
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    "text": "Ich war im Frontex-Hauptquartier in Warschau."
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    "text": "Es hat einen großen Prozess der Desillusion zu Ende geführt."
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    "text": "Der ist aber durch diese Auslandseinsätze eigentlich auf ein neues Level gehoben worden, weil ich da eben gesehen habe, diese Missstände, die ich als Polizist in Deutschland schon erlebt habe, insbesondere wie gesagt im bahnpolizeilichen Bereich oder wenn wir auch mal von der Landespolizei zur Unterstützung angefordert wurden und man dann eben mit Gewalt, Eigentumskriminalität, aber auch Sexualdelikten zu tun hatte, war das Täterklientel eindeutig."
  },
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    "text": "Und ich habe dann Jahre später in meinen Einsätzen an der europäischen Grenze eben gesehen, wo dieses Klientel herkommt."
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    "text": "Und das schloss sich dann für mich ein Kreis."
  },
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    "text": "Die Erfahrung war oder das, was ich mitgenommen habe, ist, wir haben überhaupt keine Handhabe, diese Menschen aufzuhalten."
  },
  {
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    "end": 576.7,
    "text": "Würden Sie sagen, dass quasi inpolitisch die Polizei und natürlich auch die Bürger ausbaden müssen, was an den Außengrenzen schiefläuft?"
  },
  {
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    "end": 580.08,
    "text": "Wenn Sie das so formulieren möchten, dann kann ich dem nicht widersprechen."
  },
  {
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    "end": 590.58,
    "text": "Also im Prinzip, dass wie die unkontrollierte Migration sich an den europäischen Außengrenzen manifestiert, so manifestiert sich dann im nächsten Schritt die Kriminalität in Deutschland."
  },
  {
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    "end": 595.32,
    "text": "Das eine hängt mit dem anderen untrennbar zusammen."
  },
  {
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    "text": "Ich erinnere mich auch noch sehr gut an den öffentlichen Diskussionen, die damals stattfanden, wo genau dieser einfache für jeden offensichtliche Fakt unter Extremismusverdacht gestellt wurde."
  },
  {
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    "end": 624.8,
    "text": "Ich erinnere mich da sehr gut daran, dass es da Warnbestimmen gab aus Sicherheitsbehörden von Polizei und Nachrichtendiensten, die gesagt haben, dieser unkontrollierte Migrationsstrom, insbesondere über die Balkanroute damals, natürlich ist das eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung."
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  {
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    "text": "Wie kann man das leugnen?"
  },
  {
    "start": 626.8,
    "end": 640.7,
    "text": "Das wurde aber damals im Rauschen der allgemeinen Willkommenskultur ja überpinselt und diejenigen, die das versucht haben zu verteidigen, die wurden ja schon in eine rechte oder extremistische Ecke versucht zu drängen."
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    "text": "Auch das war irgendwie traumatisch."
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    "text": "Weil man ja selber in meinen Einsätzen, habe ich selber gesehen, das ist so wahr."
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  {
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    "text": "Und ja, wenn diese eigene Realität kollidiert mit einer medialen Berichterstattung, die das nicht widerspiegelte, aber eben insbesondere mit den politischen Leitlinien, die wir ja als Polizei umsetzen müssen, dann ja."
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    "text": "Dessolution, ich habe es gesagt."
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    "text": "Dann führt das natürlich dazu."
  },
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    "text": "Inzwischen hat die veröffentlichte Meinung, glaube ich, da auch nachgezogen."
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  {
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    "text": "Also die Refugees Welcome Stimmung scheint sehr weit weg."
  },
  {
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    "text": "Jetzt ist es ja so, wenn wir... auf die aktuelle Politik blicken oder auf die aktuellen Geschehnisse."
  },
  {
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    "text": "Die Zahl der Asylanträge ist ja signifikant zurückgegangen."
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    "text": "Also Friedrich Merz hat sich und die Regierung gerade erst dafür gelobt, dass es in diesem August fast sechzig Prozent weniger Erstanträge gab als im August zwanzig vierundzwanzig."
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    "text": "Ist jetzt alles wieder gut?"
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    "text": "Aus politischer Sicht finde ich das eine sehr schlüssige Argumentation, weil der Kanzler und auch das Innenministerium können gar nicht anders argumentieren."
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    "text": "Als zu sagen, wir haben einen Rückgang der irregularen Migration an den europäischen Außengrenzen und wir haben einen Rückgang der irregularen Migration nach Deutschland hinein."
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    "text": "Natürlich ist das eine Folge unserer Maßnahmen."
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    "text": "Ich persönlich aus meiner Einsatzerfahrung sage, das stimmt einfach nicht."
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    "text": "Das stimmt nicht."
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    "text": "stimmt das nicht?"
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    "text": "die Migrationsströme oder die Ursachen der Migration entziehen sich zum Großteil dem Einfluss Europas."
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    "text": "Das ist eine Tatsache, die wollen viele Politiker nicht hören."
  },
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    "text": "Das ist aber so."
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    "text": "Destabilisierte Staaten und destabilisierte Systeme in der Sahelzone im nahen Osten, im mittleren Osten, im Kaukasus, vielleicht irgendwann auch in der Türkei, der Einfluss Europas Und auch Deutschland ist da sehr beschränkt."
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    "text": "Der Einfluss ist beschränkt auf die Lage vor Ort, aber Europa kann ja was bei seinen Grenzen machen."
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    "text": "Und das ist eine Frage, die würde ich gerne jetzt an Herrn Dobrindt weiterreichen."
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    "text": "Ich war selbst an den europäischen Grenzen."
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    "text": "Ich war selbst dort mehrfach."
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    "text": "Eine einfache Wahrheit ist der griechische Grenzbeamte, der polnische Grenzbeamte."
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    "end": 798.7,
    "text": "der italienische und der spanische Grenzbeamte, die haben kein Interesse daran, mit Gewalt Migranten daran zu hindern, nach Deutschland weiter zu reisen."
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    "text": "könnte jetzt sagen, das war ja mal anders verabredet."
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    "text": "Also das Dublin-System beruht ja darauf, dass die Länder, wo die Asylmigranten zuerst ankommen, sich auch um sie kümmern."
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    "text": "So war mal das Versprechen."
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    "text": "Das war das Versprechen von Dublin."
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    "text": "Und damit einher geht das Versprechen von Schengen."
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    "text": "Reisefreiheit innerhalb des Schengenraums für einen Schutz der europäischen Außengrenzen."
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    "text": "Den hat es nie gegeben."
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    "end": 832.84,
    "text": "Diese unselige Doppel-Existenz von einem Schengenraum, der Nicht nur nach innen offen ist, sondern nach außen."
  },
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    "end": 839.12,
    "text": "Das ist das gebrochene Versprechen von Schengen, dass es gesicherte Außengrenzen gibt."
  },
  {
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    "end": 845.78,
    "text": "Und damit ein Herr geht ja automatisch das gebrochene Versprechen von Dublin."
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    "end": 853.46,
    "text": "Migranten kommen, Menschen kommen an die europäischen Außengrenzen, sie werden entweder gar nicht kontrolliert, also die Dunkelziffer kannten wir nicht."
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    "end": 867.36,
    "text": "Sie kamen dann irgendwo über die grüne Grenze oder mit Boden oder... Es gab mannigfaltige Wege, um irgendwie das europäische Festland zu erreichen und reisten dann einfach nach Deutschland weiter, unidentifiziert, unkontrolliert."
  },
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    "end": 871.52,
    "text": "Oder was dann zum Beispiel in Griechenland passierte."
  },
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    "end": 878.46,
    "text": "Ich war in meinem ersten Auslandseinsatz, im Jahr zwei Tausendsechzehn, auf Lesbos, der, ich denke, bekannte Migration Hotspot in der EGS."
  },
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    "end": 884.7,
    "text": "Ich habe das Camp Moria selber gesehen, bevor es abgebrannt ist, damals schon gnadenlos überbelegt."
  },
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    "end": 894.64,
    "text": "und Wie Sie sagten, wenn die europäischen Regeln so gegriffen hätten, wie sie mal vereinbart worden waren, hätten diese Migranten bis zum St."
  },
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    "end": 896.86,
    "text": "Nimmerleinstag auf Lesbos bleiben müssen."
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    "end": 935.82,
    "text": "Jetzt stellen Sie sich vor, so eine Bevölkerung von einer relativ kleinen Insel wie Lesbos, Polizei-Einheiten, die da jeden Tag Aufstände niederschlagen müssen, während sich die Migranten eben zusammengepfercht gegenseitig Gewalt antun und es jeden Tag brennt und irgendwo Gewalt, Straftaten untereinander gibt, die einzige Möglichkeit, Druck aus diesem Kessel zu nehmen für den Bürgermeister, für den Polizeikommandanten und für die einfache Bevölkerung, die da auch keine Lust mehr drauf hat, ist diese Menschen von der Insel abfließen zu lassen aufs griechische Festland, entgegen aller Regeln, entgegen aller Absprachen, die dann nach Mitteleuropa weiterreisen."
  },
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    "end": 937.1,
    "text": "Das war die Realität."
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    "end": 938.9,
    "text": "Das habe ich selber erlebt."
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    "end": 949.06,
    "text": "dass die Realität, die sie erlebt haben, jetzt haben sich ja die EU-Staaten auf ein Reformpaket geeinigt, namens GEAS, also das gemeinsame europäische Asylsystem."
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    "text": "Und das soll, das ist jetzt die Idee, Menschen, die in der EU Schutz suchen, sollen überall gleich behandelt werden, egal, ob sie in Italien, Polen oder Deutschland kommen, von der Registrierung über das Asylverfahren bis zur Rückführung."
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    "text": "Ist das jetzt irgendwie der Game-Changer oder ist es aus Ihrer Sicht ein weiter so?"
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    "text": "Ich möchte da nicht zu despektierlich klingen oder zu desillusioniert oder so, aber ich habe, glaube ich, seit der großen Migrationskrise, seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit der seit."
  },
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    "text": "In den letzten Jahren war ich schon sechs Jahre in Geschäft, wenn man so möchte."
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    "text": "Dieses Geas meiner Meinung nach und meiner Erfahrung nach in Deutschland an deutschen Grenzen und an vielen europäischen Grenzen ist eine Nebelkerze, die nichts an den Ursachen für ihre reguläre Migration ändern wird."
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    "text": "Und der Grund dafür, den habe ich gerade schon genannt."
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    "text": "Das gebrochene Versprechen von Schengen, es gibt keine gesicherten europäischen Außengrenzen, gibt es nicht."
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    "text": "Es gibt immer irgendwo einen Schlupfloch, es gibt immer irgendwo eine ungesicherte Grenze und der Migrationsstrom wird sich genau da hin verlagern."
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    "text": "Und das zweite ist, wir hatten doch schon ein europäisches Asylsystem und das hieß genau, wie Sie richtig gesagt haben, das war die Dublin-III-Verordnung."
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    "text": "Ich möchte wissen, warum?"
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    "text": "Und mit welchem Hebel ein deutscher oder europäischer Politiker jetzt die griechischen Grenzbehörden dazu zwingen kann, das umzusetzen?"
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    "text": "Das es vorher nicht gab."
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    "text": "Oder die spanischen oder die italienischen Grenzbehörden."
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    "text": "Wären da Strafzahlungen zum Beispiel ein Hebel, so wie Ungarn sie zahlen muss?"
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    "text": "Ja, das wären Vertragsverletzungsverfahren durch die Kommission."
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    "text": "Und dazu kann ich nur sagen, spätestens bei Italien hört das auf, denn da benutze ich einen Begriff aus der Bankenkrise von dem Jahr, wenn Sie sich daran erinnern, too big to fail."
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    "end": 1086.12,
    "text": "Die Kommission wird Italien nicht abstrafen dafür."
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    "text": "Und das war es dann."
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    "text": "Wenn Sie das so beschreiben, dass Sie da wenig Hoffnung haben, auch bei dieser neuen Reform, dann ist es ja wirklich sehr desillusionierend."
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    "text": "Jetzt hat ja die neue Regierung für das Innenministerium Alexander Dobrindt gewählt, absichtlich auch, der so ein bisschen als harter Hund gilt."
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    "text": "Sie haben die Befugnisse der Bundespolizei ausgeweitet, das haben viele Kollegen dann auch begrüßt, sie haben darauf gewartet und sie haben die Grenzkontrollen ja schon verschärft."
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    "text": "Das möchte ich in zwei Schritten beantworten."
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    "text": "Der erste Schritt ist, ich glaube, wir stehen am Punkt, wo man sich eine Grundsatzfrage stellen muss."
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    "text": "Das sage ich jetzt aus meiner Froschperspektive, aber als jemand, der doch ein bisschen Einsatzerfahrung gesammelt hat."
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    "text": "Ich glaube, wir stehen an einem Scheideweg."
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    "text": "Ich glaube, wir müssen uns entscheiden, wollen wir die Reisefreiheit innerhalb Europas behalten."
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    "text": "Also diesen Schengenraum, wie er Anfang der neunziger Jahre mal als ein fantastisches Projekt zur europäischen Einigung konstruiert wurde, wollen wir das erhalten."
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    "text": "Da gibt es nur eine Möglichkeit und das bedeutet einen konsequenten Schutz der europäischen Außengrenzen."
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    "text": "Das klingt so abstrakt."
  },
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    "text": "Wie sieht dieser Schutz"
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    "text": "aus?"
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    "text": "Das klingt so abstrakt."
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    "text": "Ich sage es Ihnen konkret."
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    "text": "Die europäische Grenzschutzagentur Frontex müsste zu einer exekutiven Grenzbehörde ausgeweitet werden, die als einzige Behörde für den gesamteuropäischen Grenzschutz verantwortlich ist."
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    "text": "Dafür müssten alle Mitgliedsstaaten dann Material, Finanzen und Ressourcen mobilisieren."
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    "text": "Das würde nach einem Schlüssel geschehen."
  },
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    "text": "Deutschland wäre dann größer Kontingentsteller."
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    "end": 1190.2,
    "text": "Und dann würden in einem Rotationsverfahren aus allen europäischen Staaten Mensch und Material an die europäischen Grenzen gebracht."
  },
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    "text": "Gleichzeitig müsste das flankiert werden mit technischen Maßnahmen."
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    "text": "Und ja, das bedeutet Zäune."
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    "text": "Ich weiß, das gefällt ganz vielen Leuten nicht."
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    "text": "Das bedeutet Zäune, Mauern, das bedeutet Drohnen."
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    "text": "Das ist die einzige Chance, einen wirksamen europäischen Außengrenzschutz herbeizuführen."
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    "text": "Die Alternative, wenn das nicht geschieht, in absehbarer Zeit."
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    "text": "Und ich als überzeugter Europäer, ich bin überzeugter Europäer."
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    "text": "Ich bin Fan der europäischen Idee."
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    "text": "Das war für mich immer die Königsdisziplin meines Berufs."
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    "text": "Ich tue mich schwer, damit das zu sagen."
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    "end": 1229.84,
    "text": "Aber ich sage, wenn das nicht geschieht, der europäische Außengrenzenschutz, dann ist die einzige Alternative, den Schengenraum aufzulösen."
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    "text": "Und das bedeutet, Deutschland einzumauern, technisch."
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    "end": 1236.54,
    "text": "Das bedeutet, alle, die die offenen..."
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    "text": "Also einen Zaun um Deutschland?"
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    "text": "Genau,"
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    "text": "das bedeutet das, ja."
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    "text": "Das bedeutet, die Grenzen, die wir haben, diese offenen Grenzen mit unseren Nachbarn, die der Katalysator für eine irreguläre Migration sind und die kriegen wir nicht in den Griff."
  },
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    "text": "Solange die europäischen Außengrenzen so sind, wie sie sind, das kriegen wir nicht."
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    "text": "Das schaffen wir nicht."
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    "text": "Da können sie noch so sehr mit Gears und irgendwelchen tollen Ideen kommen."
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    "text": "Ich sagte gerade, das wird nicht funktionieren."
  },
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    "end": 1277.14,
    "text": "Dann ist die einzige Chance, wenn sie sagen wollen, wir wollen irreguläre Migration nicht reduzieren oder managen, sondern beenden, ist die einzige Chance dafür, den Schengenraum aufzulösen und die offenen Grenzen zu unseren Nachbarstaaten zu kappen."
  },
  {
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    "end": 1280.2,
    "text": "Das würde natürlich ein gewaltiges Echo auslösen."
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    "text": "Also da werden sowohl die Nachbarstaaten wahrscheinlich nicht mit einverstanden als auch viele Bürger wollen ja keine Politik der Abschätzung."
  },
  {
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    "text": "Also selbst wenn man mit der Migrationspolitik nicht einverstanden ist, ich glaube, eine Mauer um Deutschland wünschen sich weniger."
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    "text": "Ich auch nicht."
  },
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    "text": "Habe ich ja gerade mehrfach gesagt, aber es gibt nur das ein oder das andere."
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    "text": "Das ist für mich die bittere Wahrheit aus... anderthalb Jahrzehnten bei der Bundespolizei."
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    "text": "Vier Jahre habe ich in Auslandseinsätzen verbracht und ich habe viel gesehen von Deutschland und seinen Grenzen und auch Deutschland und seinen Städten."
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    "text": "Ich glaube und ich bin dafür überzeugt, es gibt nur diese zwei Wege."
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    "text": "Es gibt nur den konsequenten europäischen Außengrenzschutz oder die Auflösung des Schengenraums mit allen seinen Konsequenzen."
  },
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    "text": "Und ich favorisiere jederzeit und vehement das Erste."
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    "text": "Die dritte Möglichkeit natürlich wäre, es läuft dann so weiter wie bisher."
  },
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    "end": 1341.36,
    "text": "Also dass man irreguläre Migrationen überhaupt nicht in den Griff bekommt."
  },
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    "end": 1348.96,
    "text": "Und da leite ich weiter zu dem, was Herr Dobrindt und das BMI, also das Innenministerium jetzt, getan haben."
  },
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    "start": 1349.22,
    "end": 1357.16,
    "text": "Nämlich Tausende von Bundespolizistinnen und Bundespolizisten in die Stiefel zu schicken und in endlos langen Schichten an die deutsche Grenze zu schicken."
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  {
    "start": 1358.62,
    "end": 1364.7,
    "text": "Die deutsche Grenze ist, wenn ich mich recht Erinnere etwas weniger als drei tausend neunhundert Kilometer lang."
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    "text": "Also die die Grenzen zu unseren Nachbarstarten."
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    "text": "Und wie gesagt, es gibt ja keine Grenze mehr."
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    "text": "Es gibt keinen Zaun."
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    "text": "Wie viel Personal bräuchte man, um diese Grenze wirklich zu sichern?"
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    "text": "Bei drei tausend neunhundert Kilometern offene Grenze."
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    "text": "Das ist nicht möglich."
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    "text": "Das ist nicht möglich."
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    "text": "Und ich sprach die Tage mit alten Freunden, die an der niederländischen Grenze wohnen."
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    "text": "Und die sagten, die fahren immer rüber in die Niederlande zum Einkaufen."
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    "text": "Und dann sagten sie, ja, wir fahren aber auch nicht über die Autobahn zurück, weil da wird immer kontrolliert."
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    "text": "Das ist dann immer die Bundespolizei mit der Kontrollstelle."
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    "text": "Wir fahren dann irgendwo über die Schleichwege und da wird ja nicht kontrolliert."
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    "text": "Da sind wir dann eben schneller zu Hause."
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    "text": "Ja."
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    "text": "Also glauben Sie nicht, das weiß jeder, der professionell schleust oder auch jeder Mensch, der irgendwie nach Deutschland kommen möchte und in der WhatsApp-Gruppe mit Menschen aus seinem Land vernetzt ist, dass der vorher sagt, wo komme ich denn rüber, ohne dass ich kontrolliert werde?"
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    "end": 1424.1,
    "text": "Das ist doch Quatsch."
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    "text": "Könnten Sie einmal genau beschreiben, wie stellen Sie sich eine Mauer oder eine Art von Schutzwahl?"
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    "text": "Es gibt auch einen... Buch zu dem Thema Deutschland braucht einen neuen Schutzwahl."
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    "text": "Es gab mal eine politische Diskussion, wo eine AfD-Politikerin, ich glaube, indirekt bejahte, man müsste auch auf Menschen schießen lassen."
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    "text": "Das ist natürlich das, woran viele Leute dann denken."
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    "text": "Wie sieht so ein Schutzwahl aus?"
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    "text": "Das war Beatrice von Storch."
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    "text": "Ich erinnere mich daran, genau."
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    "end": 1485.4,
    "text": "Ich glaube, was immer falsch verstanden wird, ist, dass jetzt Menschen zum Beispiel die einen konsequenten Außengrenzschutz, wie ich, befürworten, dass sie sagen, da wird immer diese Schlagwort, was ich wirklich überhaupt nicht gut leiden kann, Festung Europa, das habe ich höre ich auch schon seit Jahren, das dann suggeriert, man würde jetzt einen Wall am besten noch mit einem Burggraben um dieses reiche Europa ziehen und dann die Zugbrücken hochklappen und den Familien, die dann vor diesem Graben stehen, dann die lange Nase drehen und sagen, ihr müsst jetzt da sterben."
  },
  {
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    "end": 1488.94,
    "text": "Ich glaube, das ist kompletter Blödsinn."
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    "end": 1505.84,
    "text": "Was ich glaube oder was ich möchte, ist die Feststellung eines jeden Grenzübertritts, die Feststellung der Identität eines jeden Menschen, der die Grenzübertritt und das Erlauben oder Versagen der Einreise."
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    "end": 1517.72,
    "text": "Das ist ganz einfach, das habe ich mal bei der Bundespolizei gelernt, das ist ganz einfach auf den Punkt gebracht, die Definition von Grenzschutz und das Recht eines jeden Staates und eines jeden Staatenbundes."
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    "end": 1544.24,
    "text": "Was das bedeutet eben für Menschen, die einen Asylgesuch gelten machen, die können in dieser meiner Vorstellung, können die dieses Asylgesuch an der europäischen Außengrenze äußern, dann werden an den europäischen Außengrenzen entsprechende Einrichtungen geschaffen unter gesamteuropäischer Verwaltung mit europäischen Grenzbeamten, mit europäischen Beamten vom deutschen BAMF und den europäischen Pendants dazu."
  },
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    "start": 1545.44,
    "end": 1550.84,
    "text": "Und dann wird das Asylverfahren abschließend an den europäischen Außengrenzen beschieden."
  },
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    "text": "Abschließend bedeutet rechtsstaatliche Mechanismen sind gegeben, Widerspruchverfahren oder Anfechtungsklage etc."
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    "text": "Da muss man dann eben auch mit Richtern arbeiten, die dann da eingesetzt werden und Abgeordnet werden."
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    "start": 1562.66,
    "end": 1573.16,
    "text": "Und sobald das Asylverfahren gewährt wird oder sobald es positiv beschieden wird, wird nach einem Schlüssel, analog dem deutschen Königsteiner Schlüssel, verpflichtend auf europäische Mitgliedstaaten verteilt."
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    "end": 1586.8,
    "text": "Und der große Punkt, der dieses System dann vom jetzigen System unterscheidet, die andere Hälfte, die nämlich kein Asyl bekommt, wird niemals europäischen Boden betreten."
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    "end": 1588.82,
    "text": "Das wäre mein Modell."
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    "text": "Bisher sind ja alle Versuche in diese Richtung, also Stichwort Drittstaatenregelung und so weiter gescheitert."
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    "text": "Also Großbritannien hat versucht, sich dahin zu bewegen, wurde vom Europäischen Gerichtshof kassiert und bei Italien war es das Gleiche."
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    "text": "Die wollten ja, wenn ich mich richtig erinnere, Asylverfahren in Albanien durchführen."
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    "text": "Genau."
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    "text": "Auch da wurde gerichtlich gesagt, nein, das geht nicht."
  },
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    "end": 1610.48,
    "text": "Genau."
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    "end": 1618.68,
    "text": "Ich bin also Drittstaatenlösung, ja, das... ist ein Modell, aber wie Sie sagten, das ist schon von Gerichten kassiert worden."
  },
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    "start": 1618.76,
    "end": 1639.88,
    "text": "Und ich glaube auch, ich weiß auch, dass das Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im"
  },
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    "start": 1639.92,
    "end": 1642.54,
    "text": "Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr Oder wo sehen Sie die?"
  },
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    "start": 1642.68,
    "end": 1648.4,
    "text": "Genau, zum Beispiel in Süditalien oder auf griechischen Inseln oder auch an der polnischen Ostgrenze oder so weiter."
  },
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    "start": 1648.76,
    "end": 1663.96,
    "text": "Wenn man da die Verfahren verpflichtend durchführt, aber als Gesamt europäisches Projekt nicht so wie jetzt, dass die Staaten gegeneinander arbeiten und es einfach nur der griechischen Grenzpolizei darum geht, die Migranten möglichst schnell durchzuschleusen, weil sie sowieso nicht in Griechenland bleiben wollen."
  },
  {
    "start": 1664.24,
    "end": 1670.52,
    "text": "Analog Italien, analog Spanien oder Polen, sondern man dann als Gesamt europäisches Projekt."
  },
  {
    "start": 1671.0,
    "end": 1677.44,
    "text": "ein echtes europäisches Asylsystem daraus macht und nicht so etwas halbgares wie jetzt das Geass."
  },
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    "start": 1678.06,
    "end": 1680.56,
    "text": "Genau wie Dublin wird es an den gleichen Gründen scheitern."
  },
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    "end": 1681.26,
    "text": "Absolut."
  },
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    "end": 1682.4,
    "text": "Das weiß ich."
  },
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    "end": 1686.14,
    "text": "An sich sind ja alle Länder der EU on-board."
  },
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    "start": 1686.22,
    "end": 1689.94,
    "text": "Also es gibt kaum noch ein Land, das sagt, ja, wir brauchen mehr Migration."
  },
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    "start": 1690.16,
    "end": 1691.92,
    "text": "Also dem haben alle den Rücken gekehrt."
  },
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    "end": 1698.92,
    "text": "Auch Länder wie Schweden, Polen schon ganz lange natürlich auch Deutschland hat erkannt, dass es ein Riesenproblem ist."
  },
  {
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    "end": 1706.02,
    "text": "Trotzdem scheint diese Idee von einem wirklich konsequenten europäischen System sehr weit von der politischen Realität zu sein."
  },
  {
    "start": 1706.5,
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    "text": "Wie erklären Sie sich das?"
  },
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    "end": 1710.46,
    "text": "Warum scheitert dieses System immer wieder neu?"
  },
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    "start": 1711.1,
    "end": 1714.22,
    "text": "Kompetenz, ist es politische Absicht, ist es Überforderung?"
  },
  {
    "start": 1715.2,
    "end": 1717.76,
    "text": "Ich bin ja kein Politiker, wo ich manchmal ganz froh drum bin."
  },
  {
    "start": 1719.02,
    "end": 1726.18,
    "text": "Ich kann Ihnen diese Frage sich also nur aus grenzpolizeilicher Sicht beantworten, aber ich glaube, das ist ein sehr interessanter Aspekt, der da oft unterschlagen wird."
  },
  {
    "start": 1727.46,
    "end": 1737.24,
    "text": "Wenn wir diesen Gedanken zu Ende führen und sagen, wir wollen jetzt wie von mir favorisiert einen europäischen, gesamt europäischen Grenzschutz, dann muss man sich auch klarmachen, was das heißt."
  },
  {
    "start": 1738.22,
    "end": 1759.9,
    "text": "Das heißt, Das Staaten, insbesondere Italien, Griechenland, Polen oder Spanien, also mindestens alle Staaten, die an den geografischen Außengrenzen Europas liegen, ihre staatliche Souveränität zu einem Teil aufgeben, weil sie nämlich keinen Zugriff mehr oder keine Kontrolle mehr über ihre eigenen Grenzen haben."
  },
  {
    "start": 1760.02,
    "end": 1763.66,
    "text": "Die würden dann auf eine europäische Behörde übertragen."
  },
  {
    "start": 1764.36,
    "end": 1768.36,
    "text": "nämlich Frontex oder vielleicht eine Nachfolgebehörde oder dergleichen."
  },
  {
    "start": 1769.52,
    "end": 1771.8,
    "text": "Das ist der Bevölkerung schwer zu verkaufen."
  },
  {
    "start": 1772.62,
    "end": 1775.38,
    "text": "Da sind natürlich dann noch ganz andere ungelöste Fragen dabei."
  },
  {
    "start": 1775.46,
    "end": 1777.32,
    "text": "Zum Beispiel, was würde das für Deutschland bedeuten?"
  },
  {
    "start": 1777.76,
    "end": 1780.66,
    "text": "Auch Deutschland hat Schengen außen Grenzen, nämlich an den Flughäfen."
  },
  {
    "start": 1781.26,
    "end": 1787.32,
    "text": "Sitzen dann an den Flughäfen nicht mehr Bundespolizisten, sondern Frontexbeamte, auf die Berlin keinen Einfluss hat."
  },
  {
    "start": 1788.1,
    "end": 1791.68,
    "text": "Das ist der grenzpolizeiliche Knackpunkt dabei an dieser Idee."
  },
  {
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    "end": 1793.26,
    "text": "Und dessen bin ich mir auch bewusst."
  },
  {
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    "end": 1799.62,
    "text": "Und wie ich eingangs sagte, ich bin froh, dass ich kein Politiker bin, weil das wäre eine harte Verhandlung."
  },
  {
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    "end": 1802.8,
    "text": "Für mich ist das das eigentlich Zukunftswegemodell."
  },
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    "end": 1805.36,
    "text": "Sehr ernüchternd, wie Sie da drauf blicken."
  },
  {
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    "end": 1812.76,
    "text": "Kommen wir mal von, wie schützt man Deutschland und die Grenzen oder die europäischen Grenzen zu den Menschen, die schon da sind?"
  },
  {
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    "end": 1815.74,
    "text": "Auch da beschreiben Sie in Ihrem Buch viele Beispiele."
  },
  {
    "start": 1815.94,
    "end": 1827.5,
    "text": "Und was mir in Erinnerung geblieben ist, dass Sie und Ihre Kollegen haben oft den Vorwurf erhalten, na ja, ihr habt ja nichts für die Integration gemacht, wenn man so Fälle vor sich hatte, wo irgendwas schief gelaufen ist, wo die Leute kein Deutsch konnten."
  },
  {
    "start": 1828.28,
    "end": 1830.3,
    "text": "Wie denken Sie mit etwas Abstand darüber?"
  },
  {
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    "end": 1833.5,
    "text": "Wie sieht eigentlich eine gelungene Integration für Sie aus?"
  },
  {
    "start": 1834.72,
    "end": 1839.76,
    "text": "Ich glaube, das ist eine Frage, die ist so alt wie Migration selber und die haben wir immer noch nicht abschließend beantwortet."
  },
  {
    "start": 1840.82,
    "end": 1849.42,
    "text": "Ich glaube, wenn Sie hundert Menschen nebeneinander stellen und sagen, definieren Sie mal Integration, dann bekommen Sie wahrscheinlich neunzig unterschiedliche Antworten."
  },
  {
    "start": 1850.8,
    "end": 1851.9,
    "text": "Ich fand das immer sehr schwierig."
  },
  {
    "start": 1853.08,
    "end": 1859.74,
    "text": "Ich glaube, das Problem war, Was gelungene Integration ist, ist viel schwerer zu definieren als zu sagen, was nicht gelungene Integration ist."
  },
  {
    "start": 1860.78,
    "end": 1864.28,
    "text": "Mit dieser nicht gelungenen Integration oder nicht erfolgen Integration."
  },
  {
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    "end": 1873.36,
    "text": "Da muss sich letztendlich immer die Polizei irgendwie als Prell Bock zwischen die Mehrheitsgesellschaft und die entstandenen Parallelgesellschaften werfen."
  },
  {
    "start": 1874.26,
    "end": 1881.24,
    "text": "Und das ist etwas, das prägt natürlich unglaublich, das eigene Bild von der deutschen Gesellschaft oder den deutschen Gesellschaften."
  },
  {
    "start": 1881.88,
    "end": 1883.76,
    "text": "Da spielen sehr oft Parallelgesellschaften an."
  },
  {
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    "end": 1884.9,
    "text": "Ja, richtig, genau."
  },
  {
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    "end": 1895.1,
    "text": "Ich glaube, Parallelgesellschaften an sich, wenn man es einfach nur rein vom Begriff her betrachtet, ist vielleicht etwas Ärgerliches, es ist etwas Unschönes, aber es ist nichts Gefährliches."
  },
  {
    "start": 1895.22,
    "end": 1903.44,
    "text": "Also dieses Bild, dass es vollkommen homogene Gesellschaften gibt, das stimmt ja einfach nicht, das hat es noch nie gegeben und das wird es auch nicht geben."
  },
  {
    "start": 1904.48,
    "end": 1911.86,
    "text": "In jeder Gesellschaft gibt es Subkulturen oder dergleichen oder Menschen, die sich unterschiedlichen Gruppen angehörig fühlen, Religionen und so weiter."
  },
  {
    "start": 1912.7,
    "end": 1921.56,
    "text": "Diese Homogenität, die dann ja auch von vielen extremen Menschen propagiert wird, die hat es nie gegeben und die gibt es nicht."
  },
  {
    "start": 1922.52,
    "end": 1926.74,
    "text": "Von daher sind Parallelgesellschaften, glaube ich, bis zu einem gewissen Grad etwas Natürliches."
  },
  {
    "start": 1927.44,
    "end": 1929.12,
    "text": "Ich glaube, gefährlich wird es."
  },
  {
    "start": 1929.22,
    "end": 1936.06,
    "text": "Und das haben wir eben im Polizeidienst zu oft erlebt, wenn aus Parallelgesellschaften gegen Gesellschaften werden."
  },
  {
    "start": 1936.82,
    "end": 1958.42,
    "text": "Also wenn es Menschen sind, die nach Deutschland kommen, die niemals irgendwie in dieser Mehrheitsgesellschaft irgendetwas, ein Identifikationsmerkmal für sich selbst festgestellt haben und dann begonnen haben, das, was sie für Deutschland westlich halten, irgendwie abzulehnen und dann aktiv dagegen zu agitieren."
  },
  {
    "start": 1959.46,
    "end": 1965.18,
    "text": "Und das war auch unsere polizeiliche Realität, dass wir uns genau mit diesen Gegengesellschaften eben befassen mussten."
  },
  {
    "start": 1965.68,
    "end": 1972.38,
    "text": "Während wir sprechen, tobt er gerade immer noch die Debatte über die Stadtbildaussage vom Bundeskanzler Friedrich Merz."
  },
  {
    "start": 1972.9,
    "end": 1976.62,
    "text": "Er hat dafür viel Kritik einstecken müssen, ich lese das Zitat nochmal vor."
  },
  {
    "start": 1977.74,
    "end": 1987.42,
    "text": "Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen."
  },
  {
    "start": 1988.76,
    "end": 1996.06,
    "text": "Hatten Sie bei der Aussage das Gefühl, Friedrich Merz spricht von Gegengesellschaften oder fanden Sie das so am Thema vorbei?"
  },
  {
    "start": 1996.8,
    "end": 2001.04,
    "text": "Ich habe damit gerechnet, dass Sie diese Frage stellen oder dieses Zitat heute bringen."
  },
  {
    "start": 2002.32,
    "end": 2007.02,
    "text": "Ja, es kommen mir mehrere Gedanken dabei."
  },
  {
    "start": 2007.1,
    "end": 2014.24,
    "text": "Als erstes glaube ich, Herr Merz Aussage oder das Problem an der Aussage ist, dass Sie einfach sehr undifferenziert ist."
  },
  {
    "start": 2014.48,
    "end": 2020.06,
    "text": "Also er definiert ja selber nicht, was für ihn eigentlich das Problem am Stadtbild ist."
  },
  {
    "start": 2020.88,
    "end": 2022.06,
    "text": "Ich glaube, das ist problematisch."
  },
  {
    "start": 2022.1,
    "end": 2027.62,
    "text": "Hätte er das konkreter gesagt, wäre die Aussage nicht so leicht angreifbar gewesen."
  },
  {
    "start": 2028.38,
    "end": 2028.96,
    "text": "Zweitens."
  },
  {
    "start": 2029.88,
    "end": 2052.78,
    "text": "dass er eben Rückführungen und Herrn Dobrindt mit in diese Aussage reinschmeißt, denn das bedeutet ja konkludent, dass man einfach das Stadtbild in deutschen Städten dadurch ändern könnte, indem man die Menschen eben entfernt, die dort nicht im Stadtbild oder die Ästhetik des Stadtbildes stören, seiner Meinung nach, das finde ich... Ja hoch problematisch"
  },
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    "start": 2053.159,
    "end": 2055.54,
    "text": "nicht gemeint aber so hieße das zu ende gedacht."
  },
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    "end": 2059.56,
    "text": "ja ich glaube das war einfach nicht klug so wer das formuliert hat."
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    "end": 2078.02,
    "text": "und das dritte und da kann ich aus meiner eigenen vita erzählen ich bin geboren und aufgewachsen im Norden des Ruhrgebiet und ich habe viel meiner Kindheit oder meiner Jugend auch die ziemlich bewegt war würde man sagen in Dortmund verbracht im Norden von Dortmund."
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    "start": 2078.88,
    "end": 2083.94,
    "text": "Das, was ich dann eben später bei der Polizei lernte, was man kriminalitätsbelasteten Orten nennt."
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    "text": "Und dafür musste man eben nicht mal nur nach Dortmund-Nordstadt gehen, sondern das sieht man auch in Dortmund-Zentrum oder in mehreren Stadtteilen."
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    "text": "Und das gilt für mindestens alle anderen Städte des Hochgebiets auch."
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    "text": "Natürlich hat sich das Stadtbild durch Migration verändert."
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    "text": "Jeder, der das abstreitet, hat irgendwie eine politische Agenda, die ich nicht verstehe."
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    "text": "Ich glaube, worüber man streiten kann, ist, ob das überhaupt problematisch ist."
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    "text": "Also, man kann ja sagen, nein, ich finde das gut."
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    "text": "Ich bin für einen, ich aus politischer oder gesellschaftlicher Überzeugung, bin ich dafür, dass es gut ist, wenn Menschen unterschiedlichster Ethnie, unterschiedlichster Glaubensgemeinschaften und möglichst unterschiedliche Menschen unsere Innenstädte bevölkern."
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    "text": "Das ist meiner Meinung nach, ist das völlig in Ordnung, wenn man das so sagt."
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    "text": "sehe das ein bisschen anders, weil ich immer das Problem darin sehe, dass daraus dann Parallelgesellschaften und daraus dann Gegengesellschaften erwachsen."
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    "text": "Und das sage ich nicht einfach aus einem Gefühl heraus, sondern weil ich mich genau damit als Polizeibeamter auseinandersetzen musste, meine Kolleginnen und Kollegen und ich."
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    "text": "Es geht ja eben nicht um, ich weiß nicht, den Facharbeiter, der studiert hat und über einen Einwanderungsverfahren nach Deutschland gekommen ist, der am Goethe-Institut Deutsch gelernt hat und jetzt bei Porsche oder Bosch arbeitet."
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    "text": "Ich glaube, darum geht es nicht."
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    "text": "Ich glaube, es geht schon sehr darum, um Menschen, die eben größteils über irreguläre Migration nach Deutschland gekommen sind und ja eben offensichtlich in unseren Innenstädten sind."
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    "text": "Ich meine, Ich habe in Köln gelebt, ungefähr zehn Jahre lang unweit vom Ebert Platz."
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    "text": "Und ich habe das gesehen, was mit so einem Platz oder so einem Viertel geschieht, wenn jeden Monat, seit spätestens im Jahr zwei Tausend Fünfzehn, immer mehr des Klientels, das ich ganz am Anfang sagte, männlich zwischen dreizehn und dreißig aus bestimmten Regionen der Welt nur noch diese entsprechende demografische Masse auf diesen Platz strömt, was damit geschieht."
  },
  {
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    "text": "Dann haben sie es ja auch gelesen, jeden Tag Messerstechereien und BtM-Handel noch und nöcher."
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    "text": "Ja, das ist dann die logische Konsequenz daraus."
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    "text": "Und das ist störend, ja."
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    "text": "Aber das hat Merz leider viel zu undifferenziert irgendwie rausgehauen."
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    "text": "Sie haben selber den Staatsdienst kritisiert, leben heute im Ausland und schreiben, ihr Vertrauen in die Politik sei verloren, aber nicht in die Demokratie."
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    "text": "Das ist so."
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    "text": "Was müsste passieren, damit Sie das Vertrauen auch wieder in die Politik gewinnen?"
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    "text": "Das ist eine Frage, das muss ich Ihnen ehrlich sagen, die habe ich mir selber schon gestellt, aber ich glaube, ich möchte da auch nicht zu negativ oder zu desillusioniert klingen, aber ich muss und darf es einfach zum Ausdruck bringen, wie ich über fünfzehn Jahre lang von der Politik enttäuscht wurde."
  },
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    "text": "Und das hat Spuren hinterlassen, das hat tiefe Spuren hinterlassen, insbesondere weil ich ja genau von dieser Politik dann auch mittelbar mindestens in die Einsätze geschickt wurde, wo ich dann auch mehrfach verletzt wurde und mich dann eben mit Körper und Seele irgendwie dazwischen geworfen habe."
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    "text": "Ja, und wenn man dann am Ende zu viel Enttäuschung erntet, dann ist es schwer, das sage ich Ihnen wirklich schwer, da wieder zurückzufinden."
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    "text": "Das Problem ist, dass ich mich in unserer deutschen Parteienlandschaft einfach nicht mehr repräsentiert fühle."
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    "text": "Also ich lebe in Israel jetzt schon fast zwei Jahre mit meiner Familie."
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    "text": "Ich muss mich nicht dafür rechtfertigen, in Deutschland nicht zu wählen."
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    "text": "nicht mehr wiederfinde."
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    "text": "Und zwar von ganz links bis ganz rechts."
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    "text": "Sagt Jan Solven, ehemaliger Bundespolizist."
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    "text": "Herr Solven, ich danke Ihnen sehr für das Gespräch."
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    "text": "Dankeschön für Ihre Zeit."
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    "text": "Ich danke Ihnen auch."
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    "text": "Das war Machtspiel, der Politik-Podcast von NZZ und Brossstiftung."
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    "text": "Mehr zum Thema haben wir für euch in die Show-Notes gepackt."
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    "text": "Eure Meinung interessiert uns sehr, deswegen meldet euch gerne unter machtspiel-at-änzer-z.de."
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    "text": "Mein Name ist Beatrice Achterberg und wir hören uns wieder nächste Woche."
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    "text": "Alles Gute und bis dahin."
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    "text": "Tschüss, tschüss."
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