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    "text": "Dieser Podcast wird Ihnen präsentiert von NZZ Live."
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    "text": "Wir machen den Journalismus der NZZ erlebbar."
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    "text": "Es sind schwierige Entscheidungen, die Abby Soto treffen muss."
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    "text": "Sie arbeitet aber ohne Lohn."
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    "text": "Und so wie Abby geht es in den USA hunderttausenden Menschen seit dem ersten Oktober."
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    "text": "Sie sind Bundesangestellte und damit am stärksten vom Shutdown betroffen, Christian."
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    "text": "Genau, es sind ungefähr etwa ... Sechshunderttausend Bundesangestellte, die beurlaubt sind."
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    "text": "Und jetzt vergleich ich so viele, die also essentielle Arbeiter, die weiterarbeiten, ohne einen Lohn zu erhalten."
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    "text": "Und die sind wahrscheinlich am schlimmsten betroffen."
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    "text": "Weil solche, die beurlaubt sind, können schauen, ob sie irgendwo einen Nebenjob annehmen können."
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    "text": "Aber die Leute, die arbeiten müssen, die haben das Problem."
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    "text": "Und viele dieser Beamten, die keine hohen Positionen haben, die leben halt von... Gehaltscheck zu Gehaltscheck."
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    "text": "Die haben keine Rücklagen."
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    "text": "Teilweise gibt es auch schon Berichte, dass Essensausgaben auch schon Lebensmittel verteilen an Bundesangestellte in den USA."
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    "text": "Und ist da abzusehen, wie lange das dauert?"
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    "text": "Nein, sogar der Speaker des Repräsentanten hat gesagt, wir steuern auf einen möglicherweise den längsten Shutdown der amerikanischen Geschichte zu."
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    "text": "Und es ist anzunehmen, dass mit jedem Tag es noch härter werden wird, dass die Leute noch schwer betroffen sind, dass weitere staatliche Programme, auch Hilfsprogramme ausfallen werden."
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    "text": "Der US-Kongress konnte sich nicht auf ein Büsche einigen."
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    "text": "Deshalb gibt es seit dem ersten Oktober kein Geld mehr zum Ausgeben."
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    "text": "Die Bundesverwaltung ist stillgelegt."
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    "text": "Welche Folgen das hat, beschreibt USA-Korrespondent Christian Weißflug."
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    "text": "Christian, jetzt abgesehen von den hunderttausenden Bundesangestellten, die eben teils ohne Lohn weiterarbeiten, müssen wo spüren es die Menschen in den USA, dass die Verwaltung stillgelegt ist?"
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    "text": "Es gibt teilweise Freizeitangebote, die ausfallen, gerade hier in Washington."
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    "text": "Die Museen sind geschlossen, der Zoo ist geschlossen, aber es ist natürlich auch das Gewerbe, das leidet, also Unternehmen, die vom Staat abhängig sind, zum Beispiel auch die Restaurants, die Mittagessen verkaufen an Bundes."
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    "text": "günstigere Kredite erhalten können."
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    "text": "Sie müssen auch damit errechnen, dass momentan keine staatlichen Subventionen kriegen."
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    "text": "Und das wird noch zunehmen, also die Foodstamps, also Gelder, die armen Leuten helfen, um Lebensmittel zu kaufen."
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    "text": "Da ist es auch auszugehen, dass Ende dieses Monats diese Programme eingestellt oder somit die Auszahlungen also eingefroren werden kann."
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    "text": "Also dass Frauenfluglotsen dann irgendwann sagen, ohne Bezahlung will ich auch nicht mehr arbeiten, sich dann krank melden und es dann zu Verspätungen kommt."
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    "text": "Aber es wird schon darauf geschaut, dass natürlich ein wichtiger Teil, ein essenzieller Teil der Belegschaft immer noch dort ist, um die wichtigen Funktionen zu erfüllen."
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    "text": "Und je länger es dauert, desto mehr wird das Krachen im Gebelg der amerikanischen Bundesverwaltung."
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    "text": "Gehen wir ein paar Tage zurück und schauen uns an, wie es überhaupt so weit gekommen ist."
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    "text": "Und die Demokraten sagen sich halt jetzt, also... Wenn ihr unsere stimmen wollt, müsst ihr uns auch etwas geben."
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    "text": "Beide Seiten zeigen sich Stuhl."
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    "text": "Also die Republikaner sagen zwar... Wir sind bereit, darüber zu diskutieren über diese Subventionen, aber nicht mit der Pistole am Kopf."
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    "text": "Es ist klar, dass auch viele republikanische Wähler wahrscheinlich."
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    "text": "deren Krankenkassenprämien werden auch stark ansteigen ab dem ersten Januar, wenn nichts unternommen wird."
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    "text": "es gibt eine gewisse Bereitschaft hier zu verhandeln."
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    "text": "Aber die Demokraten sagen natürlich auch, wenn wir jetzt dieses Druck mit lause der Hand geben, dann sind wir in einer viel schwächeren Position, um dann über diese Subventionen zu verhandeln."
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    "text": "und die Republikaner sagen eigentlich ganz offen, wir sind bereit, diese Subventionen um ein Jahr einmal zu verlängern und zufällige Weise um ein Jahr, das heißt bis zu den Zwischenwahlen im nächsten November, das ist natürlich gut für sie, das heißt das Problem ist dann weg, dass die Wähler sich dafür verantwortlich machen können, dass sie abgestraft werden bei den Zwischenwahlen, weil sie diese Subventionen nicht verlängern haben, aber die Subventionen werden dann möglicherweise trotzdem wegfallen, einfach ein Jahr später."
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    "text": "Wir sind gleich zurück."
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    "text": "etwas, was bisher amerikanische Präsidenten in einem Shutdown noch nie so gemacht haben."
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    "text": "Er versucht eigentlich die Demokraten abzustrafen."
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    "text": "Er zum Beispiel auch Infrasturprojekte in demokratischen Staaten hat er auf Eis gelegt in New York."
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    "text": "Er versucht ganz gezielt, demokratische Interessen zu torpedieren."
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    "text": "Aber es zeigt einfach die Haltung des Präsidenten, dass er eben das Gefühl hat, er kann alles ohne den Kongress tun."
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    "text": "Es gibt jetzt auch schon republikanische Abgeordnete, die das sehr ... Problematisch sehen, dass der Präsident hier einfach Mitteln verschiebt, von dort nach hier nach dort, wie es ihm beliebt."
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    "text": "Eigentlich in der Verfassung steht ganz klar, der Power of the Purse, die Macht der Brieftasche gehört dem Kongress, er entscheidet, wie viel Geld für was ausgegeben wird."
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    "text": "Aber Donald Trump möchte dieses Prinzip beenden und das hat er schon vor dem Shutdown gemacht und jetzt fährt er einfach sofort."
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    "text": "Könnte das Trump und den Republikanern den nicht langfristig schaden?"
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    "text": "Der schaut dann an sich und jetzt auch Trumps Vorgehen."
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    "text": "Es gibt Umfragen, vor allem am Anfang des Shutdown hat gezeigt, dass vermutlich eher die Wähler die Schuld den Republikanen geben."
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    "text": "Aber neue Umfragen bedeuten eigentlich darauf hin, dass die Wähler beide Parteien etwa gleichermaßen beschuldigen und sich eigentlich nicht verstehen, warum diese beiden Parteien, das ist eigentlich die Aufgabe, dass sie Probleme lösen und nicht Probleme kreieren."
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    "text": "Das heißt, es ist noch relativ offen, wer dieses Blame Game am Ende wirklich gewinnen wird."
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    "text": "Die Demokraten haben das Gefühl, dass sie eine gute Message haben."
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    "text": "Das Anliegen ist populär, eine überwiegende Mehrheit der Amerikaner unterstützt eigentlich die Verlängerung dieser Subventionen."
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    "text": "Früher war es immer so, dass die Opposition eher einen Shutdown verloren hat, wenn sie mit diesem Mittel versucht, ihre Politik durchzusetzen."
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    "text": "Aber die Demokraten haben auch das Gefühl, Sie haben fast keine Möglichkeit, andere Möglichkeiten in dieser Situation aus ihren Wählern auch zu zeigen, dass sie doch hier sind und dass sie gegen Donald Trump etwas unternehmen, der sie den Kongress insgesamt bisher einfach total missachtet hat."
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    "text": "Also es geht einfach darum auch ein Zeichen zu setzen."
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    "text": "dass der Präsident nicht einfach alles machen kann und dass die Stimmen der Demokraten nicht einfach, dass er sie nicht einfach gratis bekommt."
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    "text": "Kann es auch sein, dass die Demokraten am Ende gar nicht mehr so viel vielleicht zu verlieren haben und jetzt eben sagen, wir haben diesen wichtigen Machthebel."
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    "text": "Es ist vielleicht auch noch Aufmerksamkeit."
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    "text": "Die Partei geht ja in den Entwicklungen rund um Donald Trump fast schon ein bisschen unter, also dass man da auch Aufmerksamkeit gewinnt und zeigt, nein, wir bleiben hier standhaft."
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    "text": "Genau, die Demokraten haben momentan das Gefühl, sie haben nichts zu verlieren."
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    "text": "Jetzt brauchen sie noch etwa fünf."
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    "start": 766.82,
    "end": 771.26,
    "text": "Und sie hoffen halt, dass sie mit der Zeit dann fünf demokratische Senatoren finden, die umkippen werden."
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    "start": 771.3,
    "end": 772.22,
    "text": "Seit über drei Wochen ist die USA im Shutdown."
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    "start": 772.26,
    "end": 773.26,
    "text": "Der letzte Shutdown Ende in den letzten Jahren"
  },
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    "start": 773.3,
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    "text": "war auch der bisher längste."
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    "start": 773.88,
    "end": 789.34,
    "text": "Der ging in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in"
  },
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    "start": 789.38,
    "end": 810.42,
    "text": "den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten Jahren in den letzten ist ja unser republikanischer Kontrollen, der Speaker dort, Mike Johnson, also das Repräsentantenhaus ist derzeit nicht in Sitzung, also arbeitet eigentlich nicht, der sagt, wir haben unsere Arbeit bereits getan, wir haben diesen Überbrückungshaushalt."
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    "end": 811.7,
    "text": "verabschiedet."
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    "end": 828.12,
    "text": "Donald Trump sagt auch, wir reden nicht mit euch Demokraten und die Demokraten haben das Gefühl, dass sie gar nicht anders können, als jetzt einfach einmal ein Zeichen zu setzen, weil es eben nicht nur jetzt um Obamacare geht, glaube ich Ihnen, es geht auch um das Prinzip zu sagen."
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    "text": "Fast die Hälfte der Amerikaner haben auch für uns gestimmt."
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    "text": "Wir haben ein Gewicht im Kongress."
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    "text": "Der Kongress hat eine wichtige Funktion."
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    "end": 842.32,
    "text": "Und das Trump zu signalisieren, dass er nicht einfach ohne den Kongress durchregieren kann."
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    "text": "Ich glaube, das geht also mein Grundprinzip hier."
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    "text": "Und deshalb sind auch die Demokraten wirklich hier, glaube ich, bereit, an die Schmerzgrenze zu gehen."
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    "text": "Das klingt nach verhärteten Fronten."
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    "text": "Christian, vielen Dank."
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    "text": "Gern geschehen."
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    "text": "Das war unser Akzent zum Shutdown in den USA."
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    "text": "Ich bin auch den Landrat."
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    "end": 866.12,
    "text": "Bis bald."
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