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    "text": "Dieser Podcast wird präsentiert von Kontekirisen, dem Spezialisten für ihre Ferienerlebnisse im Norden."
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    "text": "Erfüllen Sie sich jetzt Ihre Winterträume."
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    "text": "Konteki.ch-winterhits."
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    "text": "Es ist eines der Markenzeichen der Schweiz, der Schweizer Käse und zu den berühmtesten gehört der Krüger."
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    "text": "Und dort, wo der Krüger entsteht, in der Westschweiz, ist man seit dem siebten August Nicht so happy, seit er geltend Trumps Strafzelle von neununddreißig Prozent."
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    "text": "Und das macht den Grüehrproduzenten Antony Margots Sorge."
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    "text": "Für amortieren wir den Schock, aber wie ich gesagt habe, wir haben die Produktion der Grüehr."
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    "text": "Das bedeutet, dass die Produkte von den Frommagen auch von der Schifffahrt verloren werden."
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    "text": "Hohe Zelle, d.h."
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    "text": "weniger Umsatz und um den Schock abzufedern, werden bereits weniger Grüehr produziert."
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    "text": "Das hat Folgen auch für die Schweizer Kühe."
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    "text": "mit einer Recherche gezeigt, Gina."
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    "text": "Und wenn weniger Käse produziert wird oder weniger Käse verkauft wird, dann braucht es auch weniger Milch."
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    "text": "Und das geht nun so weit, dass die ersten Bauern bereits damit angefangen haben, ihre Kühe zu schlachten."
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    "text": "Und ja, wie Schätzungen aus der Branche zeigen, könnten da wirklich in der Schweiz jetzt Tausende Kühe betroffen sein."
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    "text": "Die Schweiz hat aktuell Milch im Überfluss, auch aufgrund der Zollpolitik in der USA."
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    "text": "Das ist ein Problem für die Milchbauern und die Kühe, erklärt Inland-Redaktorin Gina Bachmann."
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    "text": "Ich bin auch in Landert."
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    "text": "Gina, du bist aufs Land gereist und hast einen Milchbauer getroffen, der für die Küheproduktion Milch liefert."
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    "text": "Sein Hof liegt auf einer hübschen Anhöhe und erführt damit drei Partnern einen doch ziemlich großen Hof."
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    "text": "Insgesamt haben sie hundertzehn Kühe, daneben haben sie auch Legehennen und einige Hektare an Ackerland, wo sie auch Futter für die Kühe anbauen."
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    "text": "Genau, sein Hauptgeschäft sind die Kühe und dank den Kühen liefert er pro Jahr achthundert, achtzigtausend Liter Milch für die grühe Produktion."
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    "text": "sind aber eben schwere Zeiten angebrochen für Christian Morrow und seine Partner, denn in diesem Jahr haben ihm die Hersteller, also die Grüer-Kesereien, fast zehn Prozent weniger Milch abgenommen als in den Vorjahren."
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    "text": "Also das ist viel."
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    "text": "Ja, das ist viel und das hat es auch schon länger nicht mehr gegeben, eine solche Reduktion bei den Abnahme-Garantien."
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    "text": "Und deshalb muss der jetzt reagieren."
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    "text": "Und man hat ihm auch angemerkt, dass das auch ein Unterschied darstellt zur normalen Situation, weil als Bauer ist er sich natürlich gewohnt, als Nustierhalter, dass er einige Kühe weggeben muss, wenn sie an ihr Lebensende kommen."
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    "text": "Und da kommen dann Viehhändler, die die Kühe begutachten und die haben jetzt im diesen Sommer, also im Fall von Christian Maro, die Kühe dann auch hochgehandelt."
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    "text": "Zwei tausend achthundert Franken für eine Kuh macht das so ein bisschen wett, was er verliert, weil er weniger Milch verkaufen kann."
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    "text": "Ja genau, es ist vielleicht ein bisschen ein Trost, dass er eben diese Kühe, die er gerne behalten hätte, wenigstens zu einem guten Preis los geworden ist."
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    "text": "Trotzdem macht er jetzt aber natürlich ein Minus, denn die Kosten für die Aufzucht, das Futter, die Infrastruktur, den Stall, den er betreibt, das hat er ja trotzdem bezahlen müssen und für ihn wäre es viel besser gewesen, wenn diese Kuh nach ein oder zwei Jahren Milch gegeben hätte."
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    "text": "Und geht das den mehreren Bauern so wie ihm?"
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    "text": "Ich habe mit mehreren Bauern gerade auch aus der Region Freiburg Jura gesprochen, die für Kühe produzieren."
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    "text": "Und die haben mir alle gesagt, dass sie sich ganz ähnliche Sorgen machen und ebenfalls schon Kühe schlachten lassen haben, die sie lieber noch behalten hätten."
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    "text": "Aber sind denn auch Bauern betroffen jetzt nicht mit Kühe zur Zusammenarbeit?"
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    "text": "Es ist allerdings auch so, dass die Bauern, die eben an Grüehr liefern, momentan einfach am stärksten betroffen sind, weil der Grüehr derjenige ist, der am meisten exportiert wird aus der Schweiz."
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    "text": "Und mit diesen neunundreißig Prozent Zöllen, die Trump jetzt eben verhängt hat, sinken die Absätze in den USA enorm und das wirkt sich dann eben auf die Nachfrage aus."
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    "text": "Also weniger Nachfragen nach Grüehr in den USA."
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    "text": "So ist es, genau."
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    "text": "Jetzt ist es aber schon so, dass, wie du gesagt hast, es sind noch andere Bauern betroffen."
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    "text": "Eigentlich mittlerweile ist der ganze Schweizer Milchmarkt in einer Krise und daran ist nicht primär Trumpschuld, sondern das Wetter."
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    "text": "Ja, es ist eigentlich erfreulich."
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    "text": "Es war nie zu heiß, über längere Phasen, nie zu trocken, nie zu feucht."
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    "text": "Und das hat eigentlich ein ideales Wetter geschaffen für Gras und für Futtermais."
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    "text": "Die Bauern haben also momentan sehr qualit- gutes Futter zur Verfügung für die Kühe und diese sind entsprechend gut genährt und gemästet und geben noch mehr Milch als üblich."
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    "end": 440.76,
    "text": "Also das heißt, die vielen Bauern in diesem Jahr haben mehr Milch produziert als üblich, also ein Angebotüberschuss nachfragend tief, das heißt Preistruck."
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    "text": "Ja genau, du hast das absolut richtig zusammengefasst."
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    "text": "und dieser Preistruck, der macht die Bauern jetzt sehr nervös."
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    "text": "In den vergangenen Jahren war es so, dass sie pro Liter Milch ungefähr siebzig Rappen bekommen haben."
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    "text": "Und schon jetzt ist es so, dass sie für gewisse Teile ihren Milchabschläge von bis zu dreißig Rappen pro Liter in Kauf nehmen müssen."
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    "text": "Ja, das ist viel."
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    "text": "Und wenn sich das ausweitert oder wenn sich diese Krise zuspitzt, dann kann das für die Bauern sehr bedrohlich werden,"
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    "text": "Und das hat es jetzt länger nicht mehr so gegeben."
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    "text": "Eine Abwärtsspirale in dieser Art beim Milchpreis."
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    "text": "Und deshalb hat sich jetzt eben auch die Branche eingeschaltet."
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    "text": "Sie wird aktiv."
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    "text": "Es gibt zum Beispiel die Milchgenossenschaft Mo."
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    "text": "Diese vereint."
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    "text": "Milchproduzenten aus der ganzen Schweiz sind ungefähr viertausend vom Bodensee bis zum Genversee."
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    "text": "Und sie hat diese Woche eine ganz klare Botschaft verschickt."
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    "text": "Darin waren sie eben die Bauern mit einer Botschaft, die wir in der Schweiz so lange nicht mehr gehört haben."
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    "text": "Also im Zitat sagt sie, alle Markteilnehmer müssen jetzt mitziehen, damit der Milchpreis nicht weiter sinkt."
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    "text": "Ich glaube, das klingt jetzt nicht so ultra dramatisch."
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    "text": "Ja, das habe ich zuerst auch gedacht, aber ich habe dann eben mit verschiedenen Bauern gesprochen und eigentlich ist ganz klar alle wissen, was das heißt im Zweifelsfall."
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    "end": 529.7,
    "text": "Das bedeutet nichts anderes, als dass die Anzahl Köhe reduziert werden muss."
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    "text": "Wir sind gleich zurück."
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    "end": 540.66,
    "text": "Erfüllen Sie sich Winterträume in Nord-Island oder Finne-Schlappland."
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    "end": 546.58,
    "text": "Genießen Sie Erholung pur, eine Portion Abenteuer und mit etwas Glück magische Nordlichter."
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    "end": 555.02,
    "text": "Dank unseren Gästebetreuerinnen und Betreuer vor Ort und der Maikon-Tiki-App profitieren Sie vom persönlichen Tipps für unvergessliche Nordenmomente."
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    "end": 571.96,
    "text": "Die Milchgenossenschaft gibt den Bauern indirekt den Auftrag, ihre Kühe zu schlachten."
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  {
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    "text": "Ja, es ist vielleicht nicht ein Auftrag, die Maßnahme beruht auf Freiwilligkeit, aber es ist ein ganz klarer Appell an die Milchbauern, dass sie mitziehen müssen und eben dass sie mithelfen müssen, die Anzahl Kühe in der Schweiz zu reduzieren."
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    "end": 587.78,
    "text": "und eben das bedeutet für die meisten, dass sie die Kühe schlachten müssen."
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    "text": "Wie viele Kühe müssten denn geschlachtet werden, also jetzt gemäß Verband, damit sich die Situation entspannt?"
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    "end": 606.14,
    "text": "Ja, das habe ich mich auch gefragt und ich habe die Frage dann dem Branchenverband Milch gestellt und der hat mir eine Rechnung präsentiert, die ich noch interessant fand."
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    "text": "Die geht ungefähr so."
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    "text": "Also in der Schweiz gibt es eine halbe Million Milchkühe."
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    "text": "Und wenn man jetzt davon ausgeht, dass eben momentan fünf Prozent zu viel Milch produziert wird auf dem Schweizer Markt, müsste man eben die Anzahl Kühe auch um fünf Prozent reduzieren."
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    "text": "Und da landet man dann bei fünfundzwanzigtausend Kühen, die man schlachten müsste."
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    "text": "Man muss es vielleicht ein bisschen relativieren mit einer anderen Zahl, nämlich das pro Jahr auch, ja."
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    "text": "Genau das habe ich mich auch gefragt und ich war eigentlich überrascht, dass mit den Bauern, mit denen ich geredet habe, haben das eben die meisten tatsächlich schon gemacht."
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    "text": "Unter den Bauern und vor allem auch den Branchenvertretern ist jetzt eben die Hoffnung auch groß, dass sich dieser Appell der Milchgenossenschaft und der Branche herumspricht und dass die Solidarität der Bauern appelliert wird und die meisten da mitmachen."
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    "text": "Aber könnt jetzt ein Bauer wie Christian Maro die Milch, die in der Schweiz jetzt nicht los wird, also mit dieser Milch, ich weiß nicht, etwas anderes produzieren?"
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    "text": "Theoretisch könnte er das."
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    "text": "Es ist allerdings so, dass Christian Marrow eben einen fixen Abnahmevertrag hat mit der Grüer-Organisation."
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    "end": 723.16,
    "text": "Das ist ein Liefervertrag und diese Lieferverträge sind sehr begehrt, weil er kann seine Milch zu einem relativ hohen Preis verkaufen, weil das ein sehr hochwertiges Produkt ist."
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    "text": "Und das garantierte Auftrag, eigentlich."
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    "end": 728.3,
    "text": "Genau, er hat eine garantierte Abnahmemenge."
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    "end": 742.48,
    "text": "Und es ist eben dann ziemlich verpönt, wenn diese Bauern mit guten Verträgen ihre überschüssige Milch dann in den restlichen Markt als Industriemilch einfließen lassen, weil das hängt an die Preise für alle anderen Bauern, die dort tätig sind."
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    "end": 745.08,
    "text": "Dann hätten wir wieder den tiefen Milchpreis als Problem."
  },
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    "text": "Genau."
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    "text": "Und könnten die Schweiz jetzt nicht all diese überschüssige Milch sammeln?"
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    "text": "und einfach exportieren, damit diese Kühe eben nicht geschlachtet werden müssen."
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    "text": "Ja, das ist tatsächlich auch eine Überlegung, also mehr als eine Überlegung, das wird jetzt auch tatsächlich so gemacht, und zwar sollen zweitausend Tonnen Butter und Rahm exportiert werden, also je zweitausend Tonnen."
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    "text": "Und diese Exporte auf den Weltmarkt sind eigentlich eher unattraktiv, weil dort die Preise sehr tief sind."
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    "end": 780.18,
    "text": "Und jetzt hat aber die Branche beschlossen, dass man diese Exporte unterstützt mit elf Millionen Franken aus einem Notfallfonds."
  },
  {
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    "text": "Und so garantiert man eigentlich, dass man diese Butter und diesen Rahmen zu einem einigermassen vernünftigen Preis auf den Weltmarkt verkaufen kann und hilft so indirekten Bauern, die eben diese überschüssige Milch los werden müssen."
  },
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    "text": "Und was heißt das jetzt für den Bauer Maro?"
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    "text": "Er wird ja diese überschüssige Milchezebben nicht in Butter und Raum verwandeln können."
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    "text": "Ja, für ihn heißt das, dass er spätestens im Dezember wieder entscheiden muss, ob er erneut einige seiner Kühe verkaufen und schlachten lassen muss."
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    "end": 817.74,
    "text": "Und das hat damit zu tun, dass im Dezember der Entscheid gefällt wird von der grühen Organisation, ob die Milchmenge erneut reduziert werden muss."
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    "text": "Also da bekommt er eigentlich eine neue Vorgabe, wie viel Milch er liefern darf."
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    "text": "Und abhängig davon wird er dann eben entscheiden müssen, ob er wieder Kühe weggibt."
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    "text": "Und das macht ihm schon nach Bauchweh."
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    "text": "Also das hat er mir gesagt, dass das für ihn kein einfacher Entscheid"
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    "text": "Gina, sollen wir jetzt alle mehr Kühe essen?"
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    "text": "Retten wir damit einiger Schweizer Kühe?"
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    "end": 853.62,
    "text": "Ja, das ist natürlich die Hoffnung von Bauern wie Maro oder auch von der Sortenorganisation Grüyer, dass das Inland vielleicht ein Teil dieser Nachfrage auffangen kann."
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    "text": "Ja, aber ich glaube, dann müssen wir ziemlich, ziemlich viel Käse essen."
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    "text": "Das ist dann auch nicht die Idee."
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    "text": "Vielen Dank, Gina, warst du hier."
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    "text": "Danke dir."
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    "text": "Und das war unser Akzent."
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    "text": "Ich bin noch den Landort."
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    "text": "Bis"
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    "text": "bald."
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]