[
  {
    "start": 0.06,
    "end": 5.18,
    "text": "Dieser Podcast wird Ihnen präsentiert von True Wealth, dem Schweizer Online-Vermögensverwalter."
  },
  {
    "start": 5.34,
    "end": 7.1,
    "text": "Der Transparenz neu definiert."
  },
  {
    "start": 20.96,
    "end": 42.26,
    "text": "Vergangene Woche, zehnte März vor dem Hotel Royal Pines Resort an der australischen Ostküste Ein weißer Reisebus fährt mit Polizeigeleit im Schriptempo durch eine große Gruppe Menschen und diese Menschen rufen Save Our Girls rettet unsere Mädchen."
  },
  {
    "start": 44.1,
    "end": 48.92,
    "text": "In dem Bus sitzt hinter abgedunkelten Scheiben das Fußball-Nationalteam der Frauen aus dem Iran."
  },
  {
    "start": 49.52,
    "end": 60.28,
    "text": "Hinter dem Team liegt die Asienmeisterschaft, an der es teilgenommen hat und vor ihm eine strapaziöse Heimreise in den Krieg Wenn die Leute vor dem Hotel sie denn lassen."
  },
  {
    "start": 60.64,
    "end": 61.92,
    "text": "Ronny was war da los?"
  },
  {
    "start": 62.56,
    "end": 71.92,
    "text": "Ja da hat sich fast schon etwas Historisches abgespielt Denn in diesem Bus saßen nicht alle aber einige Fußballnationalspielerinnen des Irans."
  },
  {
    "start": 72.04,
    "end": 80.46,
    "text": "vor dem Bus waren internationale Medien, Menschenrechtler, Aktivisten und ganz normale Leute aus der Umgebung."
  },
  {
    "start": 80.56,
    "end": 98.98,
    "text": "Und die wollten mit ansehen ob dieses Team letztendlich doch Australien verlässt und konnten nicht glauben dass einige Spieler das Land verlassen wollten denn zu jedem Zeitpunkt waren es sechs Spielerinnen die in Australien bleiben wollten und ein humanitäres Visum beantragt haben."
  },
  {
    "start": 99.08,
    "end": 108.28,
    "text": "Und die anderen, denen in Iran dann wieder zurück wollten ob das freiwillig oder unfreiwillig war ja das steht zur Frage aber sie stehen zumindest für eine sehr unsichere Zukunft."
  },
  {
    "start": 110.18,
    "end": 125.58,
    "text": "Die Geschichte des iranischen Frauenfußballteams zeigt auf jeden Fall Sport und insbesondere der Fußball sind hochpolitisch besonders in autoritär regierten Ländern wie dem Iran und es braucht eine ganze Menge Mut um sich selbst mit vergleichsweise kleinen Gesten gehört zu verschaffen."
  },
  {
    "start": 126.1,
    "end": 127.22,
    "text": "Welche Gesten das sind?"
  },
  {
    "start": 127.82,
    "end": 131.86,
    "text": "Und welche Folgen Sie haben, das bespreche ich mit dem Sportkorrespondenten Ronny Plaschke."
  },
  {
    "start": 132.28,
    "end": 133.14,
    "text": "Ich bin Dominik Schottner."
  },
  {
    "start": 137.12,
    "end": 140.9,
    "text": "Ronny Ausgangspunkt der Geschichte war ja diese Hymne hier!"
  },
  {
    "start": 143.76,
    "end": 147.94,
    "text": "Das ist die iranische Hymnene – das kennt man von Länderspielen."
  },
  {
    "start": 148.0,
    "end": 149.88,
    "text": "Da wird es immer gespielt vor dem Spiel."
  },
  {
    "start": 149.94,
    "end": 155.88,
    "text": "Hier was konkretes Erste Spiel des iranischen Frauenteams beim Asien Cup gegen Südkorea."
  },
  {
    "start": 156.06,
    "end": 157.12,
    "text": "Was war aber das Besondere?"
  },
  {
    "start": 160.62,
    "end": 167.56,
    "text": "Das Besondere war, dass die iranischen Fußballerinnen vor dem Spiel nicht die Hymne mitgesungen haben."
  },
  {
    "start": 168.36,
    "end": 178.5,
    "text": "Und wenn man noch mal einen Schritt zurückgeht, ist es so dass die allererste Pressekonferenz des iranischen Teams da haben die Spielerinnen auch die Trainerinnen jegliche politische Fragen abgeblockt."
  },
  {
    "start": 178.56,
    "end": 187.06,
    "text": "Das war nämlich kurz nach dem Beginn des Angriffs auf den Iran und habe ich vermutet also das iranische Team will sich politisch völlig raushalten."
  },
  {
    "start": 187.16,
    "end": 191.72,
    "text": "umso mehr war ich überrascht dass dann die Spielerin die Hymne nicht mitsingen."
  },
  {
    "start": 192.02,
    "end": 203.54,
    "text": "Die Spielerinnen haben die nicht mitgesungen und als die Kamera dann auf die Ersatzbank geschwenkt hat, hat man auch gesehen dass das Begleitteam also das Trainerteam die Betreuer ebenfalls nicht mit gesungen haben."
  },
  {
    "start": 204.02,
    "end": 207.22,
    "text": "Und das kann man sich denken war international und auch im Iran"
  },
  {
    "start": 207.82,
    "end": 207.88,
    "text": "ja"
  },
  {
    "start": 208.04,
    "end": 209.66,
    "text": "hat große Schlagzeilen geschrieben."
  },
  {
    "start": 210.56,
    "end": 212.04,
    "text": "Was ist deine Vermutung?"
  },
  {
    "start": 212.24,
    "end": 213.3,
    "text": "War das Absicht?"
  },
  {
    "start": 214.1,
    "end": 220.48,
    "text": "Da so etwas in der iranischen Sportgeschichte schon öfter vorgekommen ist, würde ich sagen das war eine Reaktion."
  },
  {
    "start": 220.9,
    "end": 232.16,
    "text": "Zum einen auf den Krieg aber noch mehr die Proteste im Januar, die sich in vielen Städten im Iran gezeigt haben und die brutal vom Regime niedergeschlagen wurden."
  },
  {
    "start": 232.62,
    "end": 239.04,
    "text": "Kommen wir gleich noch dazu, inwiefern das nicht das erste Mal war, dass iranische Sportlerinnen und Sportler da ein Zeichen gesetzt haben."
  },
  {
    "start": 239.5,
    "end": 242.82,
    "text": "Hast du selber gesagt es ist im Iran bemerkt worden trotz des Krieges?"
  },
  {
    "start": 243.32,
    "end": 249.24,
    "text": "Und ein bekannter Fernsehmoderator der hat sich im Staatsfernsehen sehr ausgelassen über die Spielerin."
  },
  {
    "start": 249.56,
    "end": 261.0,
    "text": "Das stimmt, also der radikalkonservative Moderator Mohamed Reza Shabazi hat die Spielerin als Kriegsverräterin bezeichnet."
  },
  {
    "start": 261.06,
    "end": 275.26,
    "text": "Auch das hat eine lange Tradition im Sport – dass Sportlerinnen und Sportler sich kritisch äußern gegen das Regime oder ins Exil gehen, dass sie enteignet gefoltert werden oder eben wie hier sehr stark kritisiert werden."
  },
  {
    "start": 275.32,
    "end": 277.22,
    "text": "Damit wachsen die Sportler auf!"
  },
  {
    "start": 277.78,
    "end": 288.42,
    "text": "Und der Moderator hat im Wortlaut gesagt Zitat in Kriegszeiten ist es der Gipfel der Schamlosigkeiten des Verrats, dorthin zu gehen und sich zu weigern die Nationalhymne zu singen."
  },
  {
    "start": 288.54,
    "end": 302.4,
    "text": "Und er hat eine angemessene Bestrafung ja wie er sagte gefordert diese Zitat schande Beschamlosenverrats das müsse doch bestraft werden und es sollte vermutlich auch andere Sportlerinnen und Sportler eine große Warnung für die Zukunft sein."
  },
  {
    "start": 306.54,
    "end": 309.76,
    "text": "Fällt dir irgendeine andere Deutung ein, als die, dass das eine Drohung war?"
  },
  {
    "start": 310.72,
    "end": 310.88,
    "text": "Nein."
  },
  {
    "start": 310.94,
    "end": 318.26,
    "text": "Im Prinzip hat der Moderator eben an die lange Geschichte angeknüpft – der Athleten, die getötet wurden und gefoltert wurden."
  },
  {
    "start": 318.34,
    "end": 324.52,
    "text": "Es gab den Ringer nah wie Afkari oder Karate-Medikarami, die wurden erst vor wenigen Jahren."
  },
  {
    "start": 324.92,
    "end": 325.66,
    "text": "Hingerichtet."
  },
  {
    "start": 325.74,
    "end": 329.18,
    "text": "Auch das war ein globales Schlagzeichen, ich glaube da spielt dann immer mit."
  },
  {
    "start": 329.66,
    "end": 343.72,
    "text": "wenn Sportlerinnen und Sportleiters Iran in der Gegenwart oder eben auch in der Zukunft international unterwegs sind, dann wissen sie immer Sie werden auch als Botschafterin der islamischen Republik betrachtet und sich keinesfalls gegen das Regime zu äußern."
  },
  {
    "start": 344.58,
    "end": 349.52,
    "text": "Was war die Reaktion der SpielerInnen Australien auf diese Wutrede des Moderators?"
  },
  {
    "start": 350.7,
    "end": 359.84,
    "text": "So ziemlich das Gegenteil von dem Nicht-Singen der Hymne, also im zweiten Spiel gegen Australien und vor dem dritten Spiel gegen die Philippinen haben sie die Hymnen mitgesungen."
  },
  {
    "start": 359.92,
    "end": 365.28,
    "text": "Und mehr noch – Sie haben die Hand an ihre Stirn geführt und salotiert."
  },
  {
    "start": 365.42,
    "end": 367.38,
    "text": "Also eine klare militärische Geste."
  },
  {
    "start": 368.16,
    "end": 374.12,
    "text": "Die könnte man natürlich so deuten als ob sie plötzlich das Militär unterstützen in der Abwehr gegen die USA und Israel."
  },
  {
    "start": 374.56,
    "end": 375.0,
    "text": "Aber klar!"
  },
  {
    "start": 375.52,
    "end": 377.98,
    "text": "der Eindruck liegt nahe, dass es auf Druck passiert."
  },
  {
    "start": 378.64,
    "end": 381.62,
    "text": "Auf Druck des Regimes."
  },
  {
    "start": 381.7,
    "end": 383.3,
    "text": "und ja vielleicht sind da noch ganz andere Sachen"
  },
  {
    "start": 383.34,
    "end": 383.68,
    "text": "passiert.\"."
  },
  {
    "start": 384.92,
    "end": 389.3,
    "text": "Jetzt hat nicht nur das Regime die Bilder vom Eröffnungsspiel gesehen sondern auch die Welt."
  },
  {
    "start": 389.4,
    "end": 395.12,
    "text": "Es wurde komplett grell ausgeleuchtet sonst hätte man vielleicht gar nicht mitbekommen dass es diesen Asien-Cup gibt."
  },
  {
    "start": 395.32,
    "end": 399.96,
    "text": "und in diesem Scheinwerferlicht sag ich mal hat sich die Lage dann zugespitzt wie nämlich"
  },
  {
    "start": 400.46,
    "end": 400.76,
    "text": "Es war?"
  },
  {
    "start": 400.88,
    "end": 403.34,
    "text": "für zwei, drei Tage waren es wirklich Weltnachrichten."
  },
  {
    "start": 403.4,
    "end": 409.1,
    "text": "Nicht nur in Australien, sondern das ist eigentlich in fast vielen, vielen Ländern sehr intensiv diskutiert worden."
  },
  {
    "start": 409.6,
    "end": 417.86,
    "text": "Der Antisklaverei-Beauftragte des Bundesstaates New South Wales hat vorgeschlagen man müsste doch auch die Begleiter des Iran untersuchen."
  },
  {
    "start": 418.04,
    "end": 422.74,
    "text": "vielleicht habe man sogar die Freiheitsrechte der Spielerinnen im Hotel dort eingeschränkt."
  },
  {
    "start": 422.84,
    "end": 431.02,
    "text": "denn es ist sehr wahrscheinlich dass nicht das Team eingeschränkt haben, sondern dass ihre Kommunikation kontrolliert wurde."
  },
  {
    "start": 431.12,
    "end": 435.44,
    "text": "Soziale Medien, Telefonate, Messengerdienste mit der Heimat."
  },
  {
    "start": 435.88,
    "end": 447.94,
    "text": "und spätestens als sich dann US-Präsident Trump ein geschaltet hat und auf seinem Messengerdienst to Social gefordert hat, dass die australische Regierung doch bitte schön die Spielerinnen... Schützenmöge."
  },
  {
    "start": 448.22,
    "end": 450.18,
    "text": "Ja, da war es dann wirklich in der Weltpresse."
  },
  {
    "start": 450.28,
    "end": 457.88,
    "text": "und dann hat auch noch Reza Pachlawi, der Sohn des Schaars auf X gefordert dass Australien dort die Spielerinnen schützen mögen."
  },
  {
    "start": 457.96,
    "end": 458.88,
    "text": "und dann ging's Schritt für"
  },
  {
    "start": 458.94,
    "end": 459.44,
    "text": "Schritt weiter."
  },
  {
    "start": 462.44,
    "end": 466.5,
    "text": "Und dann hat die australische Regierung auch die Spielerin geschützt."
  },
  {
    "start": 466.54,
    "end": 467.52,
    "text": "was ist passiert?"
  },
  {
    "start": 468.32,
    "end": 488.04,
    "text": "Die australischen Regierung hat sich zunächst zurückgehalten was im Mann im Nachhinein verstehen kann weil sie natürlich sich um Formalitäten kümmern kann Und die Migrationsbeauftragte Nakme Danai hat dann unterschiedliche Interviews danach skizziert, wie schwierig es gewesen ist an die Spielerinnen überhaupt ranzukommen."
  },
  {
    "start": 488.1,
    "end": 493.04,
    "text": "Man hat also Beamte ... im Hotel auch in Zivil, die waren dort aktiv."
  },
  {
    "start": 493.12,
    "end": 494.96,
    "text": "Die haben mit den Spielerinnen versucht zu kommunizieren."
  },
  {
    "start": 495.0,
    "end": 499.88,
    "text": "Man hat in zumindest fünf SpielerInnen einen privaten Raum locken können wenn man so will."
  },
  {
    "start": 500.16,
    "end": 508.04,
    "text": "und dann hat die Migrationsbeauftragte auch gesagt wie ängstlich und wie auch juristisch unwissend die SpielerInne gewesen sind."
  },
  {
    "start": 508.08,
    "end": 511.72,
    "text": "Die wussten nicht was Asyl ist, die meisten konnten auch kein Englisch."
  },
  {
    "start": 512.419,
    "end": 515.44,
    "text": "und dann haben sie denen zumindest gesagt hier ihr seid."
  },
  {
    "start": 541.8,
    "end": 542.56,
    "text": "Australians have"
  },
  {
    "start": 542.64,
    "end": 544.1,
    "text": "been moved by the plight."
  },
  {
    "start": 544.76,
    "end": 545.96,
    "text": "of these brave"
  },
  {
    "start": 546.24,
    "end": 546.5,
    "text": "women."
  },
  {
    "start": 547.68,
    "end": 550.6,
    "text": "They're safe here, and they should feel at home"
  },
  {
    "start": 550.7,
    "end": 550.88,
    "text": "here.\"."
  },
  {
    "start": 551.48,
    "end": 558.4,
    "text": "Ronny, in den letzten Jahren hat Australien schon mal einen kompletten Fußballteam, nämlich der afghanischen Frauenmannschaft Asyl gewährt."
  },
  {
    "start": 558.46,
    "end": 562.96,
    "text": "Haben denn auch andere Iranerinnen jetzt dieses Angebot angenommen auf Hilfe?"
  },
  {
    "start": 563.56,
    "end": 565.54,
    "text": "Ja da ging es eigentlich fast Schlag auf Schlag."
  },
  {
    "start": 565.86,
    "end": 569.24,
    "text": "Am Anfang hieß es fünf Spielerinnen haben Asyl beantragt und dann sechs."
  },
  {
    "start": 569.3,
    "end": 571.66,
    "text": "Dann hat sich eine Spielerin offenbar wieder um entschieden."
  },
  {
    "start": 571.7,
    "end": 572.7,
    "text": "Dann waren's am Ende sieben."
  },
  {
    "start": 572.8,
    "end": 584.34,
    "text": "also aktuell ist glaube ich ein fließender Stand zumal das Team zunächst von der Gold Coast nach Sydney gereist ist nach Kuala Lumpur, also die Hauptstadt von Malaysia."
  },
  {
    "start": 584.76,
    "end": 592.48,
    "text": "Und es gab auch eine große Debatte wie man es schaffen könnte allen Spielerinnen zumindest eine unabhängige Rechtsberatung anzugeteilen."
  },
  {
    "start": 592.58,
    "end": 597.8,
    "text": "Also dann haben australische Medien auch im Flughafen gewartet haben mit den Passagieren gesprochen und man wollte immer mehr wissen."
  },
  {
    "start": 598.38,
    "end": 602.74,
    "text": "Auf jeden Fall sind denn einige Spielerin wir wissen nicht genau wie viele in Kualalumpu gelandet."
  },
  {
    "start": 603.18,
    "end": 608.84,
    "text": "Dort wurden sie wiederum von dem iranischen Botschafter in Malaysia empfangen sogar auf dem Flughafe."
  },
  {
    "start": 610.84,
    "end": 613.94,
    "text": "Ihr werdet wie Prinzessinnen im Iran erwartet."
  },
  {
    "start": 614.04,
    "end": 627.56,
    "text": "Und auch eine Spielerin hat sich da an der Öffentlichkeit gezeigt, also das... Der islamischen Republik möchte um jeden Preis verhindern, dass sich prominente Stimmen im Ausland und im Exil gegen das Regime äußern."
  },
  {
    "start": 627.64,
    "end": 629.88,
    "text": "Um vielleicht den Druck noch stärker werden zu lassen."
  },
  {
    "start": 630.34,
    "end": 631.56,
    "text": "Denn das ist auch immer wieder passiert."
  },
  {
    "start": 631.62,
    "end": 640.36,
    "text": "Und der Sport, der so viele soziale Milieus erreicht ... Also es ist eine große Gefahr, dass diese Kampf um die Öffentlichkeit gefochten wird."
  },
  {
    "start": 640.94,
    "end": 641.98,
    "text": "Und da ist noch nichts zu Ende!"
  },
  {
    "start": 671.2,
    "end": 677.72,
    "text": "Ronny, die Geschichte der iranischen Fußballerin, die ein mutiges Zeichen gegen ihre Regierung gesetzt haben ist kein Einzelfall."
  },
  {
    "start": 677.76,
    "end": 679.98,
    "text": "Du hast es an einer oder anderen Stelle auch schon mal angerissen."
  },
  {
    "start": 680.04,
    "end": 681.0,
    "text": "Welche gibt's denn noch?"
  },
  {
    "start": 682.12,
    "end": 685.06,
    "text": "Ja, die Exilanten sind eine starke Stimme."
  },
  {
    "start": 685.14,
    "end": 704.12,
    "text": "Der berühmteste ist ein Fußballer, das ist Ali Karemi, der auch mal Anfang der Nullerjahre für den FC Bayern gespielt hat, der zunächst nach Dubai und nun offenbar in die USA geflohen ist und fast fünfzehn Millionen Menschen auf Instagram erreicht, fast stündlich postet und die Diaspora dort bedient."
  },
  {
    "start": 704.6,
    "end": 717.4,
    "text": "aber es gibt auch weniger bekannte Sportlerinnen aus ganz unterschiedlichen Sportarten – aus dem Judo, aus dem Schach Die, so hört man auch im Exil teilweise auf dem iranischen Geheimdienst weiterhin belagert werden."
  },
  {
    "start": 717.66,
    "end": 733.68,
    "text": "Es hat einen prominenten Fall auch gegeben von einer Sportlerin die in den Jahr- und Zwanzig die iranische Fahne bei den olympischen Winterspielen getragen hat und die dann Asyl in Deutschland beantragt hat."
  },
  {
    "start": 734.62,
    "end": 741.18,
    "text": "Das ist Atefe Ahmadi, und sie ist dann überraschend im Jahr zweitusendfünfundzwanzig wieder in den Iran zurückgekehrt."
  },
  {
    "start": 741.52,
    "end": 741.74,
    "text": "Warum?"
  },
  {
    "start": 742.28,
    "end": 745.54,
    "text": "Ja es hat sie mit einer pathetischen Nachricht auf Instagram begründet."
  },
  {
    "start": 745.6,
    "end": 748.7,
    "text": "Sie möchte wieder an den Schutz des obersten geistlichen Führers."
  },
  {
    "start": 749.24,
    "end": 761.98,
    "text": "also seltsam wollte sich zunächst für Freiheitsrechte stark machen geht dann zurück in den iran kann man nur vermuten, ob vielleicht ihre Freunde, ihre Familienmitglieder, andere unter Druck geraten sind."
  },
  {
    "start": 762.02,
    "end": 763.56,
    "text": "Denn das schwebt über allen!"
  },
  {
    "start": 764.22,
    "end": 765.92,
    "text": "Es gibt auch Sportlerinnen und Sportler."
  },
  {
    "start": 766.0,
    "end": 775.32,
    "text": "wenn sie dann international für den Iran bei Sportheiknissen starten möchten müssen manche auch ja Garantien hinterlegen, Vermögenswerte."
  },
  {
    "start": 776.24,
    "end": 778.72,
    "text": "Teilweise wird auf Wohnungen geachtet und so."
  },
  {
    "start": 778.94,
    "end": 788.2,
    "text": "Und berühmte Fußballer wie Ali Karimi oder auch aktuelle Nationalspieler kann passieren, dass sie dann ihre Vermögenwelt im Iran eingefroren"
  },
  {
    "start": 788.26,
    "end": 788.5,
    "text": "werden.\"."
  },
  {
    "start": 789.52,
    "end": 798.46,
    "text": "Jetzt hast du vorhin gesagt die iranischen Fußballerin in Australien hätten am Ende nicht nur die Hymne mitgesungen sondern auch militärisch salutiert?"
  },
  {
    "start": 798.98,
    "end": 805.08,
    "text": "Wie eng ist denn die Verbindung insbesondere zwischen Fußball und dem Regime im Iran."
  },
  {
    "start": 806.3,
    "end": 812.26,
    "text": "Sehr interessant, dass der Sport der Fußball eigentlich seit über einem Jahrhundert die Geschichte des Irans deutlich macht."
  },
  {
    "start": 812.32,
    "end": 813.78,
    "text": "Zunächst ein Symbol des Westens."
  },
  {
    "start": 813.88,
    "end": 818.82,
    "text": "ja als der Iran sich vor über hundert Jahren unter den alten Scharen modernisieren wollte, Fußball als Symbol das Westen."
  },
  {
    "start": 819.7,
    "end": 824.22,
    "text": "Da er toller nach der Revolution wollte Fußball verbieten, es war ihm zu westlich ging natürlich nicht."
  },
  {
    "start": 824.58,
    "end": 832.72,
    "text": "Fußball war so unglaublich beliebt Und in den vergangenen fünfzehn bis zwanzig Jahren war der Fußball sehr eng angebunden, an die Revolutionsgarten."
  },
  {
    "start": 833.28,
    "end": 839.24,
    "text": "Überall sitzen enge Vertraute der Garten im Verein auch im Fußballverband – das ist ein Instrument des Regimes."
  },
  {
    "start": 839.28,
    "end": 851.84,
    "text": "und sobald sich Fußballer-Fußballerin dagegen positionieren, vielleicht etwas kryptisch Freiheitsbotschaften posten weil es so deutlich nicht möglich ist müssen sie um ihr Leben fürchten, um ihre Existenz auf jeden Fall aber um ihren Job."
  },
  {
    "start": 852.3,
    "end": 858.22,
    "text": "Ich frage das auch deswegen, weil die nächste Fußball-WM der Männer ja in dem Land stattfindet."
  },
  {
    "start": 858.4,
    "end": 866.06,
    "text": "Dass den Iran gerade angreift nämlich in den USA neben Mexiko und Kanada aber die allermeisten Spiele finden in den U.S.A.-Stadt."
  },
  {
    "start": 866.84,
    "end": 869.34,
    "text": "Das stellt ja den Iran auf eine Weise von Problem."
  },
  {
    "start": 869.44,
    "end": 870.76,
    "text": "oder wie sind die Reaktionen bislang?"
  },
  {
    "start": 871.96,
    "end": 893.32,
    "text": "Aus Sicht des iranischen Fußballs fast schon tragisch, weil der Iran das erste Team war von allen Acht und Vierzig die sich für die WM-Sanktionen in dem Land statt von dem der Iran angegriffen wurde."
  },
  {
    "start": 896.9,
    "end": 900.06,
    "text": "Nun ja, es ist unwahrscheinlich dass die iranische Mannschaft dort teilnehmen wird."
  },
  {
    "start": 900.14,
    "end": 910.34,
    "text": "Es gab auch vor dem Krieg schon gewisse Probleme weil Donald Trump in seiner ersten Amtszeit die Revolutionsgarten als Terroristische Organisationen eingestuft hatte."
  },
  {
    "start": 910.46,
    "end": 923.04,
    "text": "Also Funktionäre und Spieler, die den Garten nahestehen dürfen eigentlich nicht in die USA einreisen gilt übrigens auch mutmaßlich für den Kapitän des Teams Mediterremie der bei den Revolutionsgarten sein Wehrdienst abgehalten."
  },
  {
    "start": 923.16,
    "end": 931.46,
    "text": "Und jetzt wenn man auf die WM schaut zwei der dreivere Runden Spiele waren für Los Angeles geplant und Wenn man mal nachschaut da lebt die größte iranische Diaspora."
  },
  {
    "start": 931.64,
    "end": 937.62,
    "text": "also Proteste gegen das Regime wären sehr wahrscheinlich, deswegen in den letzten Wochen hat sich schon angedeutet."
  },
  {
    "start": 938.32,
    "end": 947.58,
    "text": "Das Regime wäre nicht traurig gewesen wenn man die Mannschaft dort zurückzieht weil es weltweit global international wieder Proteste geben würde."
  },
  {
    "start": 948.24,
    "end": 954.04,
    "text": "und nun ist vermutlich so dass die Mannchaft selbst zurück zieht was für den Verband eine Strafe bedeuten könnte."
  },
  {
    "start": 954.68,
    "end": 956.28,
    "text": "Donald Trump hat das selbst auch gesagt."
  },
  {
    "start": 956.36,
    "end": 967.34,
    "text": "ja der sagt das ist vielleicht nicht sicher hatte so sinngemäß mitgeteilt Und ich glaube, es ist eine Frage der Zeit bis das Team ausgeschlossen wird oder bis der Verband selbst zurückzieht."
  },
  {
    "start": 967.58,
    "end": 969.56,
    "text": "Aber stand jetzt ist das Team noch dabei?"
  },
  {
    "start": 970.86,
    "end": 970.92,
    "text": "Ja!"
  },
  {
    "start": 971.22,
    "end": 985.64,
    "text": "Noch ist es dabei und ähm... Es ist ja auch nicht ganz ausgeschlossen dass bis zum Juni am elften Juni beginnt das ganze, dass das Regime dann vielleicht doch fällt und vielleicht wäre das iranische Nationalteam dann nicht ein Symbol des Regimes sondern doch ein Symbol eines Aufbruchs."
  },
  {
    "start": 985.72,
    "end": 987.1,
    "text": "also bis dahin kann noch viel passieren."
  },
  {
    "start": 987.36,
    "end": 990.26,
    "text": "deswegen wählst vielleicht jetzt auch schon vor eilig da eine Entscheidung zu treffen."
  },
  {
    "start": 996.48,
    "end": 1000.46,
    "text": "Danke dir, Ronny Plasche für die Hintergründe und für deinen Besuch bei uns in der Redaktion."
  },
  {
    "start": 1000.96,
    "end": 1001.66,
    "text": "Danke für die Einladung!"
  },
  {
    "start": 1006.36,
    "end": 1009.18,
    "text": "Stunden nach meinem Gespräch mit Ronny kamen dann die Meldungen."
  },
  {
    "start": 1009.38,
    "end": 1015.36,
    "text": "insgesamt fünf der sieben Mitglieder des iranischen Teams hätten sich nun dagegen entschieden, in Australien zu bleiben."
  },
  {
    "start": 1015.92,
    "end": 1021.38,
    "text": "Sie seien auf dem Weg in ihre Heimat Iran darunter auch die Kapitänin des Teams Sarah Ghanbari."
  },
  {
    "start": 1021.82,
    "end": 1029.119,
    "text": "Iranianische Medien haben die Entscheidung begrüßt, die Zitat von tiefer Loyalität zur Heimat unter iranischem Flagge getragen sei."
  },
  {
    "start": 1029.54,
    "end": 1044.98,
    "text": "Über die genauen Beweggründe ist in dess noch nichts bekannt."
  }
]