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    "text": "Ich nenne das auch so und ich nehme es auch wirklich so wahr, dann ist man eigentlich nicht nur anonymer Mitfahrer sondern er ist eine Erdmitbewohner auf Zeit."
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    "text": "Unser Korrespondent für Ost- und Mitteleuropa Volker Papst der fährt für sein Leben gerne mit dem Zug."
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    "text": "Er ist seit Jahrzehntausendundvierzehn Korrespondant für die NCZ zuerst aus Deli für Südasien später aus Istanbul für Südost-Europa."
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    "text": "Und auch jetzt, seit dem Jahr zwei Tausendundfünfundzwanzig, wo er für Polen, Rumänien, Moldau und eben die Ukraine zuständig ist – auch jetzt fährt der Zug!"
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    "text": "Der Zug hält halt dieses Land zusammen und dessen ist man sich auch sehr bewusst in der Ukraine, das wird auch inszeniert."
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    "text": "Da die Lage in der Ukrainischlicht zu gefährlich ist um permanent jemandem dort zu haben liebt Volke in Deutschland aber eben erfährt immer mal wieder los."
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    "text": "Und in dieser Samstagsfolge von NZ-Aktzent will ich mehr wissen, von einer Zugreise, die Volker im letzten Dezember mit dem Fotografen Dominique Nahe unternommen hat."
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    "text": "Ihr Ziel war, mit den Menschen zu sprechen und einfach zuzuhören – Auf einer Zugfahrt durch ein Land im Krieg."
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    "text": "Mein Name ist Simon Schaffer."
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    "text": "Auf den ukrainischen Schrecken sind ja diese breit Spurzüge wie überall auf der ehemaligen Sowjetunion Und diese Züge sind auch alle eigentlich gleich aufgebaut Ob sie jetzt neuer oder elterndatum sind."
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    "text": "Also ich bin im Leben schon sehr oft im post-servietischen Raum zugefahren."
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    "text": "Ich bin früher als das einfacher war auch sehr lange durch Russland gereist und bin damit einigermaßen vertraut, als zum Beispiel ist einfach wenn man einsteigt dann packt man sein Gepäck verstaut das irgendwo."
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    "text": "Und damit seiner Mutter Marina Niselyenko die ziemlich gestresst wirkte..."
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    "text": "Also auch jetzt im Krieg in der Kriegszeit?"
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    "end": 655.67,
    "text": "Ja, sie hat natürlich eben durch dieses verschwindende Luftfahrt die Eisenbahn eine ganz neue Bedeutung gewonnen und in den Krieg ist es zu einem Symbol dieses Widerstandsgeistes geworden."
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    "text": "Unser Land funktioniert weiterhin."
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    "text": "man kann weiterhin durch das Land fahren mit der Eisenbahn dank unserer heldenhaften Männer wie in der Eisenbahner."
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    "text": "Das ist natürlich auch propagandabig hin und seitens."
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    "text": "der Zug hat eine große Bedeutung und diese Bedeutenung wird auch sehr offensiv propagiert."
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    "text": "Und wir hatten eben auch ne sehr nette Zugbegleiterin, die auch viel über ihr Leben erzählt hat."
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    "text": "Was hat sie erzählt?"
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    "text": "Ein Wort dieser Zugbeleiter jeder Wagen hat ein bis zwei Mitarbeiter der Eisenbahn, die dafür zuständig sind."
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    "text": "Die sind Kondigteure aber viel mehr als Kondigtöre."
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    "text": "Die bringen die Bettwäsche mit denen man beziehen muss wenn man ankommt... ... bringen auf meinen heißen Tee, die verkaufen mittlerweile auch so ein paar Kekse oder sowas hier."
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    "text": "Die Frau jetzt auch so n bisschen blöd fand aber sie muss das machen weil halt das Geld auch bei der Gesellschaft knapp wird."
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    "text": "Sie hat in den frühen Achtzigern also noch zu Sowjetzeiten angefangen für die Eisenbahn zu arbeiten und es war damals schon die ukrainische Eisenbahn, da war natürlich Teil der großen sowjetischen... Und dann auch nach der Wende und hat mir halt erzählt wie früher ihr Einsatzradius viel größer war Bis nach Astana, also die heutige Hauptstadt Kassastans."
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    "text": "Das ist hinter dem Ural."
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    "text": "dreieinhalb Tage ging die Fahrt und ich hatte erzählt wie sie das eigentlich toll fand auf diesen langen Reisen arbeiten zu können durch"
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    "text": "die ganze Sowjetunion."
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    "text": "Ja aber es war dann nicht mehr unbedingt die Sowjetunion Es waren schon die Nachfolgestarten Also das ging ja auch in den Neunzigern so weiter."
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    "text": "Aber es war halt alles noch überhaupt kein Problem durch Russland durchzureißen oder wo auch immer."
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    "text": "das kam dann viel später."
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    "text": "und macht da zwei Touren hin zurück, hin zurück."
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    "text": "Und hat dann glaube ich acht Tage oder so frei und dann ja macht sie das wieder und fährt natürlich somit immer durch das ganze Land."
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    "text": "Und er hat mir dann aber auch erzählt von ihrem Sohn der in Pakrovsk also diese Frontstadt die seit gerade Ende letzten Jahres lange in den Schlagzeiten war weil es immer kurz vor dem Fall stand und mittlerweile ist sie eigentlich steht sich unter Kontrolle der Russen ist völlig zerstört."
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    "text": "Sehr gefährlicher Frontabschnitt."
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    "text": "nachvollziehbarerweise machte sie sich auch große Sorgen um ihren Sohn."
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    "text": "Erzählte mir auch davon und ja machst du auch mal Ferien und man sieht, ich könnte jetzt auch die Feiertage bisschen frei nehmen."
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    "text": "mein so kann sowieso nicht kommen dann will ich eigentlich auch nicht fahre ich lieber und arbeite ist dass ich alleine zu Hause rumsitzen."
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    "text": "an meinen Sohntenke traue ich."
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    "text": "Das zeigt natürlich auch wie auf so einer sehr alltäglich in Sachen wie eine Zugfahrt, wo jetzt eben Leute auch in Urlaub fahren oder vielleicht auch nur indirekt."
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    "text": "Aber jeder trägt so eine Geschichte mit sich und die taucht dann auch"
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    "text": "auf.\"."
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    "text": "Die Sicherheitslage seit letzten Dezember, wo diese Fahrt stattfand hat sich in der Ukraine noch einmal verschärft."
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    "text": "Diesen Winter hat die Russische Armee neue Wege gefunden, Drohnen noch gezielter zu steuern."
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    "text": "Also gerade im östlichen Teil der Ukraine, näher an der Front wurden dann plötzlich auch Drohnenanschläge auf fahrende Ziele verübt."
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    "text": "Eben auch auf Züge."
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    "text": "eine Akzentfolge hierzu verlink ich in der Folgenbeschreibung."
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    "end": 846.47,
    "text": "Wer da noch kein NZZ-Abo hat, gibt es einen schlauen Link für die Folgenbeschreibung."
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    "text": "Volker und der Fotograf Dominik waren zum Glück schon aus dem Grybsen rausgefahren wobei auch im Zentrum und im Westen der Ukraine ja immer wieder Raketen und Bomben in Städte einschlagen dann auch Infrastruktur zerstören für Energie und eben auch für die Eisenbahnen."
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    "text": "Und Volker hat es vorher schon amgetönt, dass die neuen Helden in der Ukraine das sind eben die Techniker, die dann ausrücken."
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    "text": "Er hat genauso einen getroffen bei einem Halt mit dem Zug."
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    "text": "Ich habe mich gefragt, war diesem Mann eigentlich bewusst?"
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    "text": "Nein!"
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    "text": "Es war eigentlich ein ganz bescheidener Mann gewesen, Auf diesen Status und diese große Anerkennung, die den Reparaturteams zu Karl wird hat er jetzt nicht groß angespielt."
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    "text": "Also das ist ein dies."
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    "text": "Petro hat seinen Nachnamen genannt."
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    "text": "der war dabei in diesem zerstörten Bahnhof von Fastiv."
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    "text": "Das ist im Achtzig Kilometer von Kiewinfern kleine Stadt."
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    "text": "da war der Bahnhof zerstört worden durch eine Drohne Und er hat in diesem Zerstörter Gebäude."
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    "text": "seine Aufgabe war zu suchen ob es noch Gegenstände gibt Die man beim Wiederaufbau verwenden kann und war dann damit beschäftigt und wir kamen ins Gespräch."
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    "text": "Aber worauf ihr eine Frage abzieht, etwas was ich und eigentlich alle Leute die Ukraine-Bogach sehr beeindruckend finde ist ja wie schnell Dinge wieder in Stand gesetzt werden."
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    "text": "Doch es ist ja in den allermeisten Fällen so, es gibt einen großen Angriff auf Kraftwerk und meistens gelingt das in der wenigen Stunden wieder etwas Strom zu haben."
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    "text": "Und so ist jetzt bei der Eisenbahn auch."
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    "text": "Es gibt ein Angriff an einer Leitstelle und ein Knotenpunkt fällt aus und meistens fahren die ersten Züge ein paar Stunden später wieder."
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    "text": "Das heißt, da werden sofort so Teams hingeschickt die einfach in einer kürzester Zeit wieder eine Strecke frei räumen."
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    "text": "Und dieser Petro das war eher die zweite Welle und es ging eher um den Wiederaufbau des Bahnhofsgebäudes und so und da war er beschäftigt."
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    "text": "Es klingt doch ziemlich pragmatisch für mich eben wenn der jetzt Teile sucht die man vielleicht noch verwenden kann."
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    "text": "also diese Technik werden wohl ja auch nicht super ausgerüstet sein?"
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    "text": "Nein!"
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    "text": "Ich will jetzt nicht verklärend sein, aber ich finde das Improvisationstalent ist ja schon sehr ausgeprägt bei den Ukralienern."
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    "text": "Das kommt auch an seine Grenzen."
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    "text": "Das hat man eben gesehen bei der Energieversorgung für Kierf in den letzten Wochen."
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    "text": "Aber grundsätzlich ist man sehr einfachreich und also infastiv in dieser Stadt was auch ganz eindrücklich war."
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    "text": "Also es gibt eben diese Teams, die sofort nach dem Angriff ausrücken und dann gibts wie eine zweite Welle."
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    "text": "Dass denn Leute kommen, die dann so die längerfristigen Arbeiten machen?"
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    "text": "Und die kommt teilweise aus der ganzen Ukraine."
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    "text": "Radkif ist im Nordosten das ist wenn man sowieso eine Nachtfahrt von Kiew entfernt."
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    "text": "Das gab's euch, die haben aus dem Westen."
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    "text": "Da gibt´s eine Organisation, die die zutalten sagt wir gab´s einen Angrifffahrt hierhin und erstand auch auf einem Bahnhof standen zwei Eisenbahnwagen mit Kuppelwagen mit Betten und dort haben die gewohnt."
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    "text": "Was ist dir eigentlich am meisten geblieben auf dieser Zugfahrt?"
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    "text": "Gibt es da was, worüber du viel nachgedacht hast oder so jetzt in letzter Zeit?"
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    "end": 1042.05,
    "text": "Wo ich viel Neues gelernt habe oder Dinge mir auch bewusst wurden, die ich vorhin nicht wusste waren nicht unbedingt auf dieser spezifischen Zugfahrts von Nipro sondern wir waren auch noch in Losova."
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    "end": 1049.29,
    "text": "Losovo is ein Bahnhof fast der letzte Bahnhof vor dem Donbass also schon tief im Osten."
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    "text": "und das ist die Strecke."
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    "end": 1059.949,
    "text": "Die Züge, die früher aus dem Westen oder aus Kierfrichtung Klamathorsk und Sloviansk diese wichtigen Frontstädte fuhren durch Losova durch."
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    "end": 1066.35,
    "text": "da war es einfach ein Durchgangsbahnhof mit einem Knotenpunkt Und seit November fahren die Zügen nicht mehr in den Donbass."
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    "end": 1074.25,
    "text": "Das wussten wir, die halten hinter Losoval in einem kleinen Städtchen Und dann muss man im Bus umsteigen, weil es einfach zu gefährlich ist."
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    "end": 1079.07,
    "text": "Es gab so viele Drohnenangriffe auf dem Bahnhof und die Eisenbahn hat gesagt das können wir nicht mehr verantworten."
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    "text": "Das war eindrücklich zu sehen wie aus einem Provinz-Bahnhof der früher vielleicht auch eine gewisse Bedeutung hatte oder jetzt also die letzte Station wird vor dem Donnbass."
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    "text": "Also auch für das letzte Teil ein Stück hinterlose war fährt die Eisenbahne nicht mehr mit Strom sondern mit Diesel weil offenbar die Stromversorgung zu unsicher ist."
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  {
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    "end": 1108.59,
    "text": "Und dann haben wir gesehen, wie da die Diesel-Lock abgehängt wurde und die Elektrolok geholt wurde, was nachher weiter ging Richtung Westen."
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    "end": 1123.85,
    "text": "Also da einfach... Da zu sehen, wie die Front auch wenn sie langsam hat doch vorwärts rückt wieder Krieg sich tiefer rein frisst und dann Szenen, die vielleicht vor Drei Monate noch in Donbas stattgefunden haben, also Klamathors."
  },
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    "end": 1126.629,
    "text": "Gerade die wichtigste Stadt, die unter ukrainischer Kontrolle ist."
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    "end": 1131.33,
    "text": "Der Bahnhof dort hieß sogar der Bahnhof der Liebenden was ein bisschen romantisch ist."
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    "end": 1145.27,
    "text": "aber das war weil dorthin kam man gut dass es zum Beispiel auch wenn jetzt ein Soldat drei Tage Fronturlaub hatte dann kam vielleicht seine Frau oder seine Freundin dort hin und sie haben paar schöne Tage verbracht bevor er zurück an die Front musste und die große Abschiedszene fand immer an dem Bahnhof statt."
  },
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    "end": 1149.77,
    "text": "Also das Ein Thema, das immer wieder in den ukrainischen Medien aufgetaucht ist."
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    "end": 1159.77,
    "text": "Und das gibt's jetzt nicht mehr weil dieser Bahnhof nicht mehr angefahren wird und wir haben dieses Zehen jetzt in Losova gesehen, hundert Kilometer weiter westlich, weil natürlich die Dynamik oder..."
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    "text": "Weil die Grenze sich verschoben hat?"
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    "text": "Und das finde ich wurde alles sehr deutlich an diesem Bahnhof und das fand ich sehr eindrücklich."
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    "text": "Danke vielmals Volker."
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    "text": "Ich bin ein begeisterter Zugfahrer und spreche gerne darüber."
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    "text": "Das war der Akzent am Samstag mit unserem korrespondenten Volker Papst."
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    "text": "Mein Name ist Simon Schaffer, bis zum nächsten Mal!"
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