[
  {
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    "end": 7.44,
    "text": "Ja, die Frage ist halt inwieweit man jetzt das Gesundheitssystem wegen Lobbyarbeit von Tabak-, Alkohol- und Zuckerindustrie weiter ausbluten lässt."
  },
  {
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    "text": "Das ist das Problem, was sicherlich auch verwarken hat."
  },
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    "text": "Sie ist natürlich in der Koalition gefangen und sie ist im Föderalismus gefangen."
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    "text": "D.h.,"
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    "text": "beim Thema Krankenhaus wo eigentlich die erste Handlungennotwendigkeit besteht, ist hier relativ machtlos."
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    "text": "Da muss man offen anerkennen."
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    "text": "Ich würde vor allen Dingen im Gesundheitssystem die Verbindlichkeit, die wir im Moment nur für die Praxen definieren auf die Patienten erweitern d.h.. Patienten haben im System Rechte, aber sie haben auch Pflichten."
  },
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    "text": "Es wird von fünfundzwanzig Milliarden Einschwerbpotenzial geredet was man heben soll in der gesetzlichen Krankenversicherung."
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    "text": "Da muss man ehrlich fragen."
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    "text": "ich weiß nicht was Menschen geraucht haben die diese Zahlen sich ausdenken."
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    "text": "wie sie soll das gehen?"
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    "text": "Das ist Machtspiel!"
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    "text": "Der Politik-Podcast von NZZ und Proststiftung."
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    "text": "mein Name ist Beatrice Achterberg."
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    "text": "jeden Donnerstag blicken wir auf das was Deutschland bewegt."
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    "text": "Heute geht es um die Frage, kriegt die Regierung die Kosten dieses Gesundheitssystems in den Griff?"
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    "text": "Seit Jahren steigen die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen schneller als die Einnahmen."
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    "text": "Vorschläge, wie gespart werden könnte gibt es quasi täglich Neue, trotzdem ist keine Rettung in Sicht!"
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    "text": "Die Regierung hofft aktuell auf den großen Wurf der Finanzkommission Gesundheit."
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    "text": "Mal wieder muss ein Expertengremium die Sache regeln."
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    "text": "Bis zum einundreißigsten März sollen erste Reformideen vorliegen!"
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    "text": "Überall das und woran es in unserem Gesundheitssystem noch so krankt, spreche ich mit einem Mann der wie wenig andere für die Perspektive der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte steht."
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    "text": "Mir gegen Übersitz Dr."
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    "end": 122.88,
    "text": "Andreas Gassen erst Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und ein Freund der offenen und deutlichen Worte – sie haben beispielsweise neulich gesagt – die Digitalisierung des deutschen Gesundheitssystems läuft ungefähr so gut, Hallo Herr Gassen."
  },
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    "text": "Hallo Frau Achterberg!"
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    "text": "Steht es denn wirklich so schlimm um die Digitalisierung?"
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    "text": "Naja, es steht nicht wirklich gut."
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    "end": 137.38,
    "text": "wir haben da ein bisschen den Anschluss verpasst und deshalb ist das allerhöchste Eisenbahn dass wir da jetzt ein bisschen nachlegen."
  },
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    "end": 142.06,
    "text": "Es sieht die Gesundheitsministerin ganz ähnlich, Nina Warten ist ihr Name."
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    "text": "Sie sagte kürzlich wir haben es hier zu tun mit ineffizienten Strukturen und fehlender Nachhaltigkeit bei der Finanzierung mit Fachkräftemangel, mit unzureichender Digitalisierung mit einem Übermaß an Bürokratie."
  },
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    "text": "Fehlt da noch was?"
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    "text": "oder ist das die ganze Problematik"
  },
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    "end": 158.12,
    "text": "zusammengefasst?"
  },
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    "end": 166.54,
    "text": "Das ist ja die Problematika als Sachstandsbericht wie sie im Prinzip von einem Bundesgesundheitsminister zum nächsten und jetzt zur Vorwagen weitergegeben"
  },
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    "end": 167.02,
    "text": "worden ist."
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    "end": 171.64,
    "text": "Die Krise merkt man ja auch als Beitragszahler, als Patient."
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    "end": 175.16,
    "text": "Viele Leute sind unzufrieden mit dem Gesundheitssystem."
  },
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    "end": 178.26,
    "text": "das lässt sich in unterschiedlichen Umfragen nachvollziehen."
  },
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    "text": "da spielen sowohl die steigenden Beiträge eine Rolle als auch die Erfahrung zu lange auf einen Facharzttermin warten zu müssen."
  },
  {
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    "end": 191.0,
    "text": "es gibt Lücken in der ärztlichen Versorgung gerade auf dem Land also im ländlichen Region."
  },
  {
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    "end": 196.08,
    "text": "Sie vertreten ja weit über hunderttausend niedergelassene Ärztinnen und Ärzte."
  },
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    "text": "Wie ist die Stimmung bei denen?"
  },
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    "end": 206.5,
    "text": "Ja, also wir vertreden sogar über hundred-achtzig tausend Ärztchen jetzt zum Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in über hundertausend Praxen."
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    "end": 218.3,
    "text": "Und die Stimmung ist bei den Kolleginnen und Kollegen nicht wirklich gut weil sie doch den Eindruck haben das zwar ich sag mal viele Fensterreden gehalten werden dass man aber richtig an strukturreform nicht ran will."
  },
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    "text": "Woran liegt das?"
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    "end": 226.82,
    "text": "Das liegt wahrscheinlich an dem Denken in Legislaturen und Politiker haben eben relativ kurze Legislaturen."
  },
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    "end": 233.38,
    "text": "Und bekanntermaßen soll man ja Grausamkeiten zu Beginn ausüben, ich denke die Zeit ist schon vergangen."
  },
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    "end": 242.04,
    "text": "So jetzt käme von der CDU oder von der Union die Wiederrede naja die Reform kommen ja bald und wir wollen auch in der Gesundheit was machen."
  },
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    "text": "Glauben Sie nicht daran?"
  },
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    "end": 247.96,
    "text": "Schauen wir mal, hat ein großer deutscher Fußballtrainer einmal gesagt."
  },
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    "end": 267.86,
    "text": "Also bisher ist das ja viel Absichtserklärung dabei, das kennen wir vom letzten Bundeskanzler mit seiner Karl Lauterbach auch oder der Ankündigungsminister und bisher ist nicht wirklich viel handfestes dabei rumgekommen was schade ist weil wir schon ganz zu Beginn der Legislatur viele kleine Vorschläge gemacht haben die nicht viel Geld kosten aber schon Effekte gezeigt hätten."
  },
  {
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    "end": 272.48,
    "text": "Über die Vorschläge würde ich gerne noch mehr von Ihnen erfahren, aber noch kurz zu Ihnen selbst."
  },
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    "end": 277.02,
    "text": "Sie sind seit den Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung."
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    "text": "Sie arbeiten selbst in einer Praxis ab und zu und stehen auch im OP."
  },
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    "text": "Wo erleben sie selber im Alltag, dass das System nicht mehr funktioniert?"
  },
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    "text": "Wir erleben es in der Praxis tatsächlich am effektivsten an der nicht funktionierenden Digitalisierung."
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    "end": 299.52,
    "text": "Das ist einmal die Anbindung an IT-Infrastruktur, die nicht funktioniert – das sind auch nicht wirklich gut funktionierende Praxverwaltungssysteme."
  },
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    "end": 303.42,
    "text": "und das ist das was die Kolleginnen und Kollegen natürlich nervt."
  },
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    "text": "Weil das führt einfach zum Fullstop in der Praxis."
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    "text": "Wir haben z.B."
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    "end": 309.48,
    "text": "eine voll digitalisierte Praxis, das klingt erst mal toll."
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    "end": 319.58,
    "text": "wenn die Digitalisierung aber nicht viel taugt dann können sie Patienten, die dann kommen und Sie haben gerade die an sich gerade aufgehangen Dann können sie mit denen übers Wetter sprechen Aber sie kommen ja in."
  },
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    "end": 321.44,
    "text": "keine Patiente nackten kein Grund mehr rein."
  },
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    "text": "Wie oft passiert sowas?"
  },
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    "end": 331.9,
    "text": "Also da ich ... Wenn ich Sprechstunde mache dass am Wochenende tue, wenn ich Samstag in der Sprechenstunde würde ich mal sagen um ein bis zweimal im Monat"
  },
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    "text": "fällt einfach das System aus?"
  },
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    "text": "Das System ist nicht wirklich hochlastfähig."
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    "end": 339.34,
    "text": "Und das sehen Sie auch an anderen Dingen, nehmen Sie die elektronische Patientenakte."
  },
  {
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    "end": 343.94,
    "text": "Das hat man für das Herz- und Magenprojekt der Gesundheitspolitik im Moment."
  },
  {
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    "end": 347.0,
    "text": "Die ist vierzehn Tage im Jahr nicht erreichbar."
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    "end": 350.46,
    "text": "Im Grundsatz für eine Digitalerwendung der Knockout."
  },
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    "end": 354.58,
    "text": "stellen sich vor ihre Bankenapp würde vierzehnt Tage im Jahre nicht funktionieren, dann hätten sie lange die Bank gewechselt."
  },
  {
    "start": 356.32,
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    "text": "Haben Sie Erfahrungswerte, wie das in anderen europäischen Ländern aussieht?"
  },
  {
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    "end": 364.86,
    "text": "Also es ist so ein klassisch deutsches Problem, wo gefühlt noch mit dem Faxgerät gearbeitet wird."
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  {
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    "end": 367.32,
    "text": "Es wird ja auch in vielen deutschen Behörden noch."
  },
  {
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    "end": 369.1,
    "text": "Insofern wollen wir gar nicht aufs Fax-Gerät schimpfen."
  },
  {
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    "end": 371.96,
    "text": "möglicherweise sollte man sich noch reichlich Thermopapier auf Halde legen."
  },
  {
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    "end": 380.94,
    "text": "also im Grundstass muss man natürlich sagen Man kann nicht automatisch jedes Land in Europa was besser digitalisiertes und derer gibt es viele Mit Deutschland vergleichen."
  },
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    "end": 384.9,
    "text": "Eszland und Lettland, Finnland wird uns vorgehalten."
  },
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    "end": 389.14,
    "text": "Die haben zwischen anderthalb und vier Millionen Anwohner also Größenordnung Hamburg bis Berlin."
  },
  {
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    "end": 394.96,
    "text": "Wir müssten ja eighty-fünf Millionen Bundesbürger digital vernetzen."
  },
  {
    "start": 395.04,
    "end": 396.78,
    "text": "Ich meine das ist auch kein Hexmerk kann man machen."
  },
  {
    "start": 396.86,
    "end": 409.6,
    "text": "aber offen gestanden Und ich habe mir viele Länder angeschaut es ist jetzt auch nicht so dass das überall reibungslos funktioniert und selbst hochdigitalisierte Länder wie Israel Haben eben auch keine einheitliche Vernetzung sondern da ist es ein bisschen vom Gesundheits einfach den Krankenkassen abhängig."
  },
  {
    "start": 409.68,
    "end": 413.38,
    "text": "insofern Das ist nicht alles schlecht, aber wir haben deutlich Luft nach oben."
  },
  {
    "start": 413.8,
    "end": 425.76,
    "text": "Man muss trotzdem vor übersteigerten Erwartungen warnen und da muss ich gestehen habe ich den einen, dass die Gesundheitspolitik jetzt meint wenn es eine EPA gibt oder wenn wir in der Digitalisierung jetzt mal ein Schritt vorwärts machen und sind die Probleme gelöst."
  },
  {
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    "end": 426.54,
    "text": "das wird so nicht sein."
  },
  {
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    "text": "Sie haben angesprochen sie haben Bereits ihre Vorschläge, wie man dann auch Geld einsparen könnte oder die Kassen entlasten könnte bereits gemacht."
  },
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    "text": "Die gesetzlichen Krankenkassen verzeichnen Milliardendefizite, die gelten als so nicht mehr tragfähig."
  },
  {
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    "end": 448.12,
    "text": "Sie haben vor kurzem ein Interview gesagt, man müsse vor allem an die versicherungsfremden Leistungen im Gesundheitssystem ran."
  },
  {
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    "text": "Was genau meinen sie damit?"
  },
  {
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    "text": "Also, zum einen ist das... Ich mach's ja schon eine Weile."
  },
  {
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    "end": 460.08,
    "text": "Sie haben es vorhin gesagt seit zwei Tausend vierzehn, dass die Krankenkassen kurz vor der Pleite stehen höre ich eigentlich jedes Jahr und überraschenderweise wird dann zum Jahresende nochmal Geld gefunden."
  },
  {
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    "end": 464.38,
    "text": "auch diesmal haben die Krankenkasse noch drei Komma fünf Milliarden plus erwirtschaftet."
  },
  {
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    "end": 466.4,
    "text": "Gleichwohl, die sind unter Druck."
  },
  {
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    "end": 469.66,
    "text": "Das hat auch die vorangegangenen Gesetzgebungen bewirkt."
  },
  {
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    "end": 472.6,
    "text": "Reserven mussten abgeschmolzen werden und sie haben es angesprochen."
  },
  {
    "start": 472.68,
    "end": 477.68,
    "text": "Versicherungsfremde Leistung sind ein Riesengriff in die Taschen der gesetzlichen Versicherten."
  },
  {
    "start": 478.2,
    "end": 481.76,
    "text": "Denn das sind Leistungen, die eigentlich mit Gesundheitsversorgung originär gar nichts zu tun haben."
  },
  {
    "start": 481.86,
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    "text": "trotzdem... Worüber"
  },
  {
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    "text": "reden wir da?"
  },
  {
    "start": 483.9,
    "end": 485.58,
    "text": "Da reden wir ganz plakativ."
  },
  {
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    "end": 490.72,
    "text": "Das ist das bekannteste Beispiel über die Finanzierung der Gesundheitsleistung für Bürgergeldempfänger."
  },
  {
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    "end": 496.36,
    "text": "Das sind rund zehn Milliarden, die die versicherten Gemeinschaften mitzutragen hat und offen gestanden."
  },
  {
    "start": 496.42,
    "end": 501.36,
    "text": "Sind das Leistungen, die im Haushalt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu verorten wäre?"
  },
  {
    "start": 501.44,
    "end": 502.5,
    "text": "Allein das würde reichen... Genau, sie sind"
  },
  {
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    "end": 505.22,
    "text": "aber dann im Haushalte von ges... oder sie fallen in"
  },
  {
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    "end": 506.14,
    "text": "wie gesetzlichen Krankenkassen."
  },
  {
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    "end": 508.74,
    "text": "Die müssen halt die Krankenkasten mit bezahlen, kriegen es nicht gegen finanziert so."
  },
  {
    "start": 508.92,
    "end": 514.059,
    "text": "Und allein das würde das Defizit der Krankenkasse sozusagen mit einem Fingerschnips erst mal egalisieren."
  },
  {
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    "end": 521.6,
    "text": "was nicht heißt dass es nicht Effizienzreserven in verschiedenen Bereichen gibt, auch im Bereich des Gesundheitswesens."
  },
  {
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    "end": 528.18,
    "text": "Das ist völlig klar, aber hier wird natürlich der Eindruck erweckt die Versorgung würde so teuer und deshalb schliegen die Beiträge."
  },
  {
    "start": 528.26,
    "end": 529.54,
    "text": "das mit nichten der Fall."
  },
  {
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    "end": 532.44,
    "text": "Ein anderer Faktor ist auch die Überalterung der Gesellschaft."
  },
  {
    "start": 532.6,
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    "text": "verstehe ich sie richtig?"
  },
  {
    "start": 533.42,
    "end": 543.78,
    "text": "Sie sagen Faktoren wie eben die über Alterung der gesellschaft spielen gar nicht so die große Rolle sondern es sind eben diese Leistungen die eigentlich gar nicht in dieser Abteilung gesetzliche Krankenkasse gehören."
  },
  {
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    "end": 544.42,
    "text": "Exakt!"
  },
  {
    "start": 544.48,
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    "text": "Das ist das Hauptproblem."
  },
  {
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    "end": 554.6,
    "text": "nicht dass die Menschen älter werden weil Wir wissen aus vielen Studien, dass sich im Grundsatz die Krankheitslast immer an den letzten zwei, drei Lebensjahren ansammelt."
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  {
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    "end": 560.32,
    "text": "So wenn sie früher siebzig geworden sind dann war das eben entsprechend früher als wenn die Menschen heute glücklicherweise fünfundachzig werden."
  },
  {
    "start": 560.74,
    "end": 563.5,
    "text": "Das ist Verdienst der besseren Medizin, der bessere Versorgung."
  },
  {
    "start": 563.54,
    "end": 568.6,
    "text": "insofern so schlecht ist das System nicht sonst würden die Menschen die jemals älter aber das ist eben auch nicht zum Nulltarif zu haben."
  },
  {
    "start": 569.98,
    "end": 581.64,
    "text": "Also nochmal wenn man einfach nur Wenn ein Bürgergeldempfänger rausrechnen wurde oder verschieben würde in den Bundeshaushalt, dann wäre ein Großteil der finanziellen Krise gelöst?"
  },
  {
    "start": 582.16,
    "end": 582.22,
    "text": "Ja."
  },
  {
    "start": 582.44,
    "end": 586.86,
    "text": "Dann hätten Sie von den forty-fünf Milliarden nicht gegen finanzierten Versicherungsförmtenleistungen schon mal zehn Milliarden heraus."
  },
  {
    "start": 587.3,
    "end": 596.3,
    "text": "Das würde natürlich den Druck sofort mindern was aber natürlich nicht das zu führen sollte dass man notwendige Reformen deshalb nicht durch wird und wie gesagt das ist ja nur ein kleiner Teil der Versicherungsschwemmenleistung."
  },
  {
    "start": 596.7,
    "end": 596.94,
    "text": "weiter."
  },
  {
    "start": 597.26,
    "end": 599.92,
    "text": "thirty Milliarden warten ja noch darauf gehoben zu werden."
  },
  {
    "start": 600.74,
    "end": 602.64,
    "text": "Es werden viele sagen, da verschieben wir das Geld nur"
  },
  {
    "start": 602.72,
    "end": 604.26,
    "text": "in ... Gibt es auch noch den Mitversicherung der Ehepartner?"
  },
  {
    "start": 604.3,
    "end": 604.74,
    "text": "Zum Beispiel."
  },
  {
    "start": 606.16,
    "end": 606.9,
    "text": "Und dergleichen mehr!"
  },
  {
    "start": 606.94,
    "end": 628.08,
    "text": "Das heißt eigentlich dass das Leistungen sind die nicht sinnvoll oder nicht schön sind und die man nicht gerne hätte, aber man muss einfach schauen ist das dauerhaft über eine ja... Ist ein Vergleich zu der Bevölkerung die nicht oder wenig arbeitet kleiner werdenden Kohorte an gesetzlich versichert Patienten dauerhaft überall eine Beitragsfinanzierung zur Regel und das ist erkennbar nicht der Fall."
  },
  {
    "start": 628.5,
    "end": 629.98,
    "text": "und da reden wir doch gar nicht über die Pflegeversicherung."
  },
  {
    "start": 631.46,
    "end": 636.42,
    "text": "Warum steht es nicht ganz oben auf der Tagesordnung, dieses Problem an den Griff zu bekommen?"
  },
  {
    "start": 637.68,
    "end": 641.46,
    "text": "Es steht ja auch in den vergangenen beiden Koalitionsverträgen."
  },
  {
    "start": 641.5,
    "end": 646.34,
    "text": "Das hat man dann diskret übersehen, in der Regel wahrscheinlich bedingt durch die Konstellation der Regierung."
  },
  {
    "start": 646.6,
    "end": 652.76,
    "text": "Es ist kein Geheimnis, dass die SPD fast fetischhaft an diesen sozialen Leistungen hängt und da nicht ran möchte."
  },
  {
    "start": 653.56,
    "end": 661.32,
    "text": "Auf der anderen Seite muss man natürlich die Frage stellen kann das sein eine Bevölkerung mit immer höheren Beiträgen belastet wird, was ja natürlich den Faktor Arbeit insgesamt verteuert."
  },
  {
    "start": 661.86,
    "end": 673.9,
    "text": "Und gleichzeitig eine fünf und ein halb Millionen Menschen die arbeitsfähig sind, also nicht die, die nicht arbeitsfähig sind sondern die nicht arbeiten von denen mit finanziert werden, was die Gesundheitsleistung hat."
  },
  {
    "start": 673.94,
    "end": 679.72,
    "text": "Wenn man das machen will als Gesellschaft und sich dazu entschließt, dass finden wir gut und richtig dann muss es irgendwo anders verortet werden."
  },
  {
    "start": 679.78,
    "end": 681.24,
    "text": "für mein Vergörze ins BRMS."
  },
  {
    "start": 682.22,
    "end": 683.76,
    "text": "Und im Zweifel muss man dann sehen, wo man steuert."
  },
  {
    "start": 683.8,
    "end": 683.94,
    "text": "In der"
  },
  {
    "start": 684.02,
    "end": 686.26,
    "text": "Arbeitsministerium sozusagen Arbeit und Soziales."
  },
  {
    "start": 687.58,
    "end": 697.86,
    "text": "Das System das wir in Deutschland haben dass jeder so einen niedrigschwelligen Zugang zu fast jeder medizinischen Leistung hat vom Zahnarzt bis zum Facharzt ist weltweit einmalig."
  },
  {
    "start": 697.9,
    "end": 700.0,
    "text": "so haben sie selber vor kurzem gesagt."
  },
  {
    "start": 700.64,
    "end": 702.44,
    "text": "wäre es denn vorstellbar?"
  },
  {
    "start": 702.54,
    "end": 704.6,
    "text": "darüber wird kaum geredet."
  },
  {
    "start": 704.72,
    "end": 709.66,
    "text": "Da hat man einen Unterschied zu machen zwischen Menschen, die lange einbezahlt haben und Menschen,"
  },
  {
    "start": 734.14,
    "end": 742.0,
    "text": "Leistungsbereichen dieses Grundesystem eröffnet und zwar ohne, dass es sozusagen ein Algorithmus gibt nachdem sie in das Gesundheitssystem eingeschlossen werden."
  },
  {
    "start": 742.12,
    "end": 748.86,
    "text": "Übersetzt Sie können morgen entscheiden, Sie möchten sich mal humangenetisch untersuchen lassen dann suchen Sie sich eine human genetische Praxis und gehen dahin."
  },
  {
    "start": 749.18,
    "end": 750.0,
    "text": "Das gibt's nirgendwo."
  },
  {
    "start": 750.78,
    "end": 753.0,
    "text": "Jetzt wird das Problem dann Thema diesem sein."
  },
  {
    "start": 753.12,
    "end": 756.68,
    "text": "Ja ich finde aber keine humangenetsche Praxis weil es gibt nicht so viele Stimmt."
  },
  {
    "start": 757.08,
    "end": 762.52,
    "text": "die Frage wird ja beim Ende Medizinisch darf zurückzuwählen, brauchen sie überhaupt eine humangenetische Praxis?"
  },
  {
    "start": 762.6,
    "end": 763.82,
    "text": "Oder haben Sie etwas gelesen?"
  },
  {
    "start": 764.48,
    "end": 765.64,
    "text": "Ganz klassisches Beispiel."
  },
  {
    "start": 765.7,
    "end": 773.46,
    "text": "Angelina Jolie hat sich ja vor einigen Jahren aufgrund einer genetischen Erkrankung beide Brüste abnehmen lassen weil sie eine genetische Disposition für Brustkrebs hatte."
  },
  {
    "start": 774.12,
    "end": 781.46,
    "text": "Das hat zu einem tatsächlich auch als Julieffekt bezeichneten Anstieg humagenetischer Untersuchungen für diese spezielle Krebsart geführt."
  },
  {
    "start": 781.7,
    "end": 786.82,
    "text": "das war in Der Überwiegendzahl der Fälle unsinnig, weil bereits eine humangenische Beratung hätte sagen können."
  },
  {
    "start": 786.86,
    "end": 792.18,
    "text": "Sie brauchen das gar nicht, weil sie hätten sonst mehrere Fälle vom Brustkrebs in ihrer weiblichen Verwandtschaft."
  },
  {
    "start": 792.54,
    "end": 799.4,
    "text": "Das ist nur so ein Effekt, dass zeigt also diese Inanspruchnahmemöglichkeit die ohne Barriere stattfindet, ist ein hohes Gut wird von vielen"
  },
  {
    "start": 799.44,
    "end": 801.28,
    "text": "Geschätzt... Also in einfacher Sprache jeder kann zu jedem Arzt jeder Zeit?"
  },
  {
    "start": 801.32,
    "end": 801.48,
    "text": "Jeder"
  },
  {
    "start": 801.56,
    "end": 814.08,
    "text": "kann zu einem Arzt wann er möchte führt natürlich dazu, dass auch einen hoher Traffic in diese Erze und das kann eben dann dafür, dass eben nicht jeder zudem Arzt wie oft er möchte, weil eben alle das gleiche Recht haben."
  },
  {
    "start": 814.68,
    "end": 823.38,
    "text": "Und dass es irgendwie auf Dauer nicht in Deckung zu bringen, also entweder akzeptiert man das auch, hat dann eben auch mal über Forderungssystems im Sinne von Terminvergabe zur Folge."
  },
  {
    "start": 823.64,
    "end": 829.56,
    "text": "oder aber wir richten sozusagen verschiedene Sperren ein ab wann man welche Ebene aufsuchen kann."
  },
  {
    "start": 830.7,
    "end": 838.44,
    "text": "Eine Übersetzung davon wäre das sogenannte Primärarztmodell, dass die schwarz-rote Regierungskoalition einführen möchte."
  },
  {
    "start": 838.54,
    "end": 842.62,
    "text": "Demnach soll im Patienten erst zu ihrem Hausarzt bevor sie zu einem Facharzt gehen."
  },
  {
    "start": 843.3,
    "end": 844.88,
    "text": "Wäre das dann die richtige Richtung?"
  },
  {
    "start": 845.66,
    "end": 848.14,
    "text": "Das wäre zumindest eine Option, wenn man so was angekönnt."
  },
  {
    "start": 848.2,
    "end": 860.42,
    "text": "Das Problem, was offensichtlich die Koalition nicht auf dem Schirm hatte ist, dass wir ja anders als Länder, die das seit vielen Jahren haben... gar nicht genug Hausärzte und Hausärzte haben, wir haben aktuell fünftausend hausärztliche Sitze nicht besetzt."
  },
  {
    "start": 861.22,
    "end": 865.02,
    "text": "Und sie können hausärtliche Kollegen fragen die haben alle die Praxen voll."
  },
  {
    "start": 865.14,
    "end": 870.24,
    "text": "also wenn man jetzt und aktuell suchen circa zwei Drittel der versicherten Haus Ärzte regelmäßig auf so."
  },
  {
    "start": 870.36,
    "end": 883.12,
    "text": "Also wenn Sie jetzt per Gesetz verfügen dass alle bevor sie irgendwie ins Gesundheitssystem einsteigen über die hausäßigen Praxens laufen müssen dann haben die plötzlich dreißig Prozent mehr Patienten."
  },
  {
    "start": 884.08,
    "end": 890.28,
    "text": "Das führt nachvollziehbarerweise wahrscheinlich zu erheblichen Kapazitätsproblemen bei den Praxen und es hat offensichtlich keiner bedacht."
  },
  {
    "start": 890.78,
    "end": 894.18,
    "text": "Es kostet natürlich mehr Geld, weil diese dreißig Prozent waren ja vorher nie bei Hausärzten."
  },
  {
    "start": 894.24,
    "end": 897.6,
    "text": "jetzt gehen sie da hin und die Kollegen müssen für diese Leistung bezahlt werden."
  },
  {
    "start": 898.0,
    "end": 904.48,
    "text": "und da die Hausärzte entbudgetiert sind also es gibt kein Budget-Deckel wird das eins zu eins bezahlt würde also deutlich mehr Kosten auslösen."
  },
  {
    "start": 904.94,
    "end": 907.3,
    "text": "Okay dann klingt's doch nicht nach so einer tollen Lösung."
  },
  {
    "start": 907.38,
    "end": 914.94,
    "text": "aber mal auf der praktischen Ebene gedacht angenommen ich habe eine Mittelohrentzündung und weiß, ich muss jetzt zum HNO-Arzt."
  },
  {
    "start": 915.3,
    "end": 917.34,
    "text": "Macht es überhaupt Sinn, dass sich zuerst zum Hausarzt gehe?"
  },
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    "start": 917.74,
    "end": 921.26,
    "text": "Da legen Sie direkt den Finger in die Wunde macht natürlich keinen Sinn weil was sollen die Kollegen machen?"
  },
  {
    "start": 921.42,
    "end": 924.74,
    "text": "im Zweifel können die noch ins Ohr schauen sagen gehen sie mal lieber zum heißen Oren als."
  },
  {
    "start": 924.94,
    "end": 927.7,
    "text": "das ist genau das Problem und das ist ja das was wir versucht haben zu adressieren."
  },
  {
    "start": 928.6,
    "end": 938.0,
    "text": "eine hausärztliche Praxis als steuernes Element ist grundsätzlich sinnvoll und insbesondere für Patienten die mehrere Erkrankungen haben die älter sind verschiedene Medikamente nehmen immer wieder mal kontrolliert werden müssen."
  },
  {
    "start": 938.84,
    "end": 941.36,
    "text": "Die machen das auch heute schon in weiten Teilen."
  },
  {
    "start": 941.4,
    "end": 954.36,
    "text": "Wenn wir aber so anlassbezogene Konsultation haben, beispielsweise eine Mittelreundsfühlung bei Ihnen oder am Wochenende war Fußball auf den Spreviesen und einer hat sich den Fuß vertreten... Dann würde ich sagen, geht zum Orthopäin."
  },
  {
    "start": 954.42,
    "end": 958.52,
    "text": "Unfallliche Rogen was willst du da beim Haushalts- und genau das ist das was wir auch kritisch anmerken."
  },
  {
    "start": 958.58,
    "end": 970.96,
    "text": "deshalb glauben wir wenn man eine primärärztliche Steuerung fördern will dass es sich ja gut und richtig muss man dazu ein Parallelglas eröffnen dass man sagt es gibt Optionen unverändert direkt fachärztlicher Praxen aufzusuchen."
  },
  {
    "start": 971.8,
    "end": 974.64,
    "text": "Da is jetzt eine digitale Ersteinschätzung im Gespräch."
  },
  {
    "start": 974.96,
    "end": 975.88,
    "text": "dafür müssten aber sie an."
  },
  {
    "start": 975.92,
    "end": 975.96,
    "text": "die"
  },
  {
    "start": 976.0,
    "end": 978.58,
    "text": "digitale ersteinschätzungen wäre dann einen Telefonat."
  },
  {
    "start": 979.36,
    "end": 983.68,
    "text": "Das wäre dann der Schlechteste von allen Wegen, weil Telefonate das wissen Sie wenn sie irgendwo anrufen wollen."
  },
  {
    "start": 984.28,
    "end": 987.46,
    "text": "Telephone Agents können Sie so viel anschauen wie Sie wollen es wird immer besetzt sein."
  },
  {
    "start": 987.5,
    "end": 996.1,
    "text": "also das Digitale müsste dann tatsächlich auch wenn sie nicht nur über ein Chatbot gehen wollen auch eine Möglichkeit geben per App, per Internet die alternative Option zu kreieren."
  },
  {
    "start": 996.74,
    "end": 1000.32,
    "text": "aber sie ahnen schon dafür müssten wir natürlich dieses Digitalisierungstool erst mal haben."
  },
  {
    "start": 1000.36,
    "end": 1003.34,
    "text": "dass gibt's bisher in der Form zumindest in der Kapazität noch nicht."
  },
  {
    "start": 1003.8,
    "end": 1010.58,
    "text": "Es gibt die F-Sex F-Seven das ist sozusagen die Notfallnummer gewesen unter Corona als Info-Nummer bekannt geworden."
  },
  {
    "start": 1010.62,
    "end": 1014.68,
    "text": "Und diese Nummer könnte, oder diese Plattform könnte das, wenn man sie entsprechend ausbaut lösen?"
  },
  {
    "start": 1015.18,
    "end": 1017.52,
    "text": "Also dabei ist sich die Katze dann in den Schwanzi."
  },
  {
    "start": 1017.62,
    "end": 1022.54,
    "text": "nicht abgeschlossene Digitalisierung bremst auch neue Vorschläge sozusagen."
  },
  {
    "start": 1023.08,
    "end": 1025.339,
    "text": "Gibt es denn etwas was ... Ärzte tun können."
  },
  {
    "start": 1025.579,
    "end": 1032.3,
    "text": "Man hat das Gefühl, die sind ja nur Spielball zwischen Regierung und Experten zusammen mit den Patienten?"
  },
  {
    "start": 1032.619,
    "end": 1033.319,
    "text": "Das ist so ein bisschen so."
  },
  {
    "start": 1033.68,
    "end": 1037.119,
    "text": "Die Arzt-Patientbeziehung ist nicht die, um die wir uns in Deutschland Gedanken machen müssen."
  },
  {
    "start": 1037.16,
    "end": 1038.06,
    "text": "Die ist nach wie vor gut."
  },
  {
    "start": 1038.099,
    "end": 1041.359,
    "text": "Und das Vertrauen, was Patienten in ihrer Praxen haben, ist so hoch."
  },
  {
    "start": 1041.42,
    "end": 1043.64,
    "text": "Da könnten sicherlich die meisten Politiker nur von träumen."
  },
  {
    "start": 1044.7,
    "end": 1049.68,
    "text": "Aber natürlich ist es richtig ... Wir sind so ein bißchen gefangen zwischen Sküller und Karriptis."
  },
  {
    "start": 1053.32,
    "end": 1056.76,
    "text": "Die Fachärztlichen Kollegen wissen ja häufig gar nicht, ob sie die Ersten sind."
  },
  {
    "start": 1057.8,
    "end": 1061.0,
    "text": "Ich will mir mal eine zweite Meinung hören."
  },
  {
    "start": 1061.66,
    "end": 1067.42,
    "text": "Dazu muss man sagen, die zweite Meinung wird zwar von allen propagiert ist aber im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung nicht abgebildet."
  },
  {
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    "end": 1068.54,
    "text": "da gibt es das eigentlich nicht."
  },
  {
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    "end": 1071.56,
    "text": "Das heißt also dass ist streng genommen eine Fehlennanspruchnahme."
  },
  {
    "start": 1071.62,
    "end": 1076.9,
    "text": "Es gibt zwei Meinungsverfahren nur bei relativ wenigen in der Regel kostentreibenden Eingriffen."
  },
  {
    "start": 1076.96,
    "end": 1079.5,
    "text": "Da hat dann der gemeinsame Bundesausschuss legt das dann fest."
  },
  {
    "start": 1080.0,
    "end": 1081.6,
    "text": "Dann gibt es das sogenannte Zweite-Meinungsverfahren."
  },
  {
    "start": 1081.64,
    "end": 1085.48,
    "text": "Da gibt's dafür auch eine ausgewiesene Vergütung, aber im Normalfall ist eigentlich..."
  },
  {
    "start": 1085.52,
    "end": 1086.8,
    "text": "Aber es hält mich ja niemand davon auf,"
  },
  {
    "start": 1086.9,
    "end": 1087.6,
    "text": "in der zweite"
  },
  {
    "start": 1087.78,
    "end": 1088.34,
    "text": "Praxis aufzusuchen?"
  },
  {
    "start": 1088.38,
    "end": 1090.4,
    "text": "Könnt ihr auch ne Dritte und ne Viertmeinung haben, weil sie keiner merkt!"
  },
  {
    "start": 1091.04,
    "end": 1095.0,
    "text": "Das Problem ist nur wir merken es natürlich am Ende schon, weil das System dadurch verstopft ist."
  },
  {
    "start": 1095.06,
    "end": 1110.12,
    "text": "Ihr könnt euch vorstellen wenn Sie vier Halsnaseenohrenärzte auf so um zu gucken ob Sie wirklich eine Mittelhohe Entzündungen haben dann wird Ihnen jeder nach bestem Wissen und gewissem Was sagen möglicherweise sogar ein Medikament aufschreiben, da haben Sie vier Rezepte Und drei andere Patienten können die Heißnassenohrnetze an der Stelle nicht aufsuchen, weil sie ja schon da sind."
  },
  {
    "start": 1110.52,
    "end": 1111.8,
    "text": "Das heißt natürlich können Sie das?"
  },
  {
    "start": 1112.24,
    "end": 1113.04,
    "text": "Es funktioniert auch!"
  },
  {
    "start": 1113.82,
    "end": 1120.08,
    "text": "Aber es ist natürlich eine Belastung fürs System für die Heiznassen Ohrnetzen in dem Fall auch nicht so glücklich, weil die einen Budgetdeckel haben."
  },
  {
    "start": 1120.12,
    "end": 1123.68,
    "text": "Das heisst wenn die eine gewisse Zeit Patienten gesehen haben bekommen sie darüber hinaus keine Vergütungen."
  },
  {
    "start": 1124.04,
    "end": 1130.64,
    "text": "kann also durchaus sein dass sie bei ihrer zweit oder dritten Meinung einen Kollegen und einer Kollegin aufsuche, die an der Budgetgrenze ist, sie trotzdem anschaut und sich dann noch umsonst"
  },
  {
    "start": 1130.7,
    "end": 1131.04,
    "text": "behandelt."
  },
  {
    "start": 1131.82,
    "end": 1134.14,
    "text": "Also könnt ihr nochmal sagen was heißt das wenn die Budget?"
  },
  {
    "start": 1135.78,
    "end": 1136.96,
    "text": "Was heißt das für mich als Patient?"
  },
  {
    "start": 1137.12,
    "end": 1138.06,
    "text": "Für sie heißt es gar nichts."
  },
  {
    "start": 1139.4,
    "end": 1152.28,
    "text": "Sie können entspannt mit umgehen, das ist im Grundsatz ein geniales Geschäft für die Krankenkassen weil das ist also wenn sie sozusagen im Restaurant All You Can Eat bestellen und tatsächlich noch zwei Leute mitteinladen was in solchen Restaurants üblicherweise verboten ist."
  },
  {
    "start": 1152.34,
    "end": 1158.74,
    "text": "Das heißt übersetzt die Kranken- kassenzahlen bei gedeckelten Vergütungssystem wie es beim Fach jetzt in der Fall ist eine Summe."
  },
  {
    "start": 1159.4,
    "end": 1163.12,
    "text": "Anfang des Jahres wird die vereinbart für den zu erwartenden Behandlungsbedarf."
  },
  {
    "start": 1163.62,
    "end": 1165.3,
    "text": "Und dann zahlen sie das mit sogenanntem Befreien da wirken,"
  },
  {
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    "text": "d.h.,"
  },
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    "end": 1166.48,
    "text": "es ist dann abschließend."
  },
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    "text": "Wenn der Behandlung bedarf."
  },
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    "end": 1171.92,
    "text": "jetzt aber wenn eben mehr Leute zu dem Praxen kommen, haben die Salop formuliert Pech gehabt!"
  },
  {
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    "text": "gibt einige wenige Ausnahmen, wenn wir zum Beispiel eine Grippesaison bekommen."
  },
  {
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    "text": "Oder Glatteis wo wir jetzt in Berlin besonders viele Frakturen hatten weil man ja hier kein Salz mehr streuen darf."
  },
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    "text": "Zu Beginn des Jahres war es hier"
  },
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    "text": "sehr glatt?"
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    "text": "Ja, da haben die Unverführungen viel zu tun gehabt."
  },
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    "text": "dann ist das ein nicht vorhersehbarer Anstieg des Behandlungsbedarf."
  },
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    "end": 1195.98,
    "text": "so heißt dass tatsächlich Wir haben viele sperrige Begriffe und da würde man sagen na gut die ganzen Unterarmfrakturen Die sind jetzt nicht normal Weil wer hat denn wirklich das lange Eis?"
  },
  {
    "start": 1196.08,
    "end": 1202.8,
    "text": "Und im berlin wie gesagt kann man nicht streuchen und streuen und deshalb fallen alle hin dann würden die Kassen an der Stelle das zum Teil nachvergüten."
  },
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    "end": 1204.24,
    "text": "Das sind aber diese wenigen Ausnahmen."
  },
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    "text": "Okay, über die Budgetierung hinaus zu warten?"
  },
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    "text": "Über"
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    "text": "diese Budgetierung heraus, genau."
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    "end": 1212.0,
    "text": "Sprechen wir mal über die neue Bundesgesundheitsministerin Nina Waken."
  },
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    "text": "Die hat ja angekündigt jetzt Reformen umzusetzen."
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    "text": "Das hören Sie ja ... Sie sind seit den Jahren im Abend."
  },
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    "end": 1221.48,
    "text": "Haben sie schon öfter gehört als dem Bundesgesuntheitsministerium."
  },
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    "text": "Ja, wie?"
  },
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    "text": "Trauen Sie Frau Waken diese Durchsetzungsfähigkeit."
  },
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    "text": "Dies braucht trauen Sie ihr dazu!"
  },
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    "end": 1228.4,
    "text": "Das bleibt abzuwarten."
  },
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    "end": 1232.54,
    "text": "also... Es sind, und das ist was ich als wirklich schwieriger achte."
  },
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    "start": 1232.84,
    "end": 1237.62,
    "text": "Es geistern ja Zahlen im Raum die topen ja noch die die Karl Lauterbach gerne verbreitet hat."
  },
  {
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    "end": 1240.62,
    "text": "es wird von fünfundzwanzig Milliarden Einsparpotenzial geredet."
  },
  {
    "start": 1240.66,
    "end": 1244.16,
    "text": "was man heben soll in der gesetzlichen Krankenversicherung da muss man ehrlich fragen."
  },
  {
    "start": 1244.32,
    "end": 1249.6,
    "text": "Ich weiß nicht Was Menschen geraucht haben die diese zahlen sich ausdenken wie sie soll dass."
  },
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    "end": 1251.5,
    "text": "gehen also einmal zum vergleich."
  },
  {
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    "end": 1255.82,
    "text": "Die gesamte ambulante versorgung in deutschland kostet fünfzig milliarden euro."
  },
  {
    "start": 1256.24,
    "end": 1260.04,
    "text": "Das ist die gesamte bahnung von aus Ärzten, Fachärzte und Psychiote abbeuten."
  },
  {
    "start": 1260.54,
    "end": 1263.22,
    "text": "Fünfundzwanzig Milliarden Einsparpotenzial wäre sozusagen die Hälfte."
  },
  {
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    "end": 1276.4,
    "text": "So würde ich sagen das geht über alle Bereiche aber trotzdem werden sie substanziell der Einsparung dann auch in diesem Bereich vornehmen müssen und dass wird sich sofort in einer massiven Veränderung des Angebots an Praxissprechstunden auswirken."
  },
  {
    "start": 1276.5,
    "end": 1283.82,
    "text": "Und das wird ja in anderen Bereichen ausser sein, denken Sie mal Sie nehmen den den pharmazortischen Herstellern nur zehn Prozent der fünfzig Milliarden, die die Medikamente kosten."
  },
  {
    "start": 1284.82,
    "end": 1286.88,
    "text": "Die Renten Deutschland sind ja überdurchschnittlich teuer?"
  },
  {
    "start": 1287.78,
    "end": 1292.58,
    "text": "Wir sind hier relativ teuer, da kann man sicherlich... Es gab ja mal einen Amnock-Gesetz, was genau das verhindern sollte."
  },
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    "start": 1292.64,
    "end": 1294.06,
    "text": "Vielleicht muss man da noch mal nachschärfen?"
  },
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    "end": 1295.64,
    "text": "Das ist offengestandig unsere Baustelle."
  },
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    "end": 1298.3,
    "text": "aber das würde ich als Gesundheitsministerin schon mal genauer hinschauen."
  },
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    "start": 1298.9,
    "end": 1301.84,
    "text": "Wir haben ein unverändert nicht neu strukturiertem Krankenausbereich."
  },
  {
    "start": 1302.06,
    "end": 1309.88,
    "text": "Es hat viele Anläufe gegeben, aber das letzte Gesetz zur Strukturierung der Krankenhauslandschaft ist ja als Kompromiss jetzt eingegangen."
  },
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    "start": 1310.0,
    "end": 1310.04,
    "text": "D.h.,"
  },
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    "start": 1310.28,
    "end": 1312.56,
    "text": "es gibt überhaupt keine wirklich durchfragenden"
  },
  {
    "start": 1313.04,
    "end": 1313.76,
    "text": "Regelungen."
  },
  {
    "start": 1314.16,
    "end": 1316.5,
    "text": "Aus ökonomischer Sicht gibt es zu viele Krankenhäuser in Deutschland?"
  },
  {
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    "end": 1316.64,
    "text": "Ja, aus"
  },
  {
    "start": 1316.68,
    "end": 1319.62,
    "text": "ökonomischer und wissenschaftlicher Sicht gibt das zu viel Krankenhäusern."
  },
  {
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    "end": 1321.22,
    "text": "Es gibt eigentlich dazu keine zwei Meinungen."
  },
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    "start": 1321.26,
    "end": 1325.98,
    "text": "Ich glaube selbst Vertreter der Krankenh Häuser werden Ihnen unter vier Augen genau das bestätigen."
  },
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    "end": 1333.08,
    "text": "Nehmen Sie ein Beispiel Nordrhein-Westfalen und Holland sind von der Einwohnerzahl und sogar von der Fläche relativ gut zu vergleichen."
  },
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    "end": 1336.86,
    "text": "Holland hat Hundertkrankenhäuse, Nordrhen Westfalen dreihundert."
  },
  {
    "start": 1338.1,
    "end": 1342.2,
    "text": "Das kann niemand begründen, da gibt es überhaupt kein Rational dahinter."
  },
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    "end": 1346.96,
    "text": "Trotzdem kann man davon ausgehen dass man alles tun wird um diese drei Hundert krankenäuser möglichst lang am Netz zu halten."
  },
  {
    "start": 1347.0,
    "end": 1352.66,
    "text": "und das ist natürlich Ressourcenvergeudung in Reinkultur und es hat ja noch ganz andere Effekte wir haben."
  },
  {
    "start": 1352.98,
    "end": 1355.58,
    "text": "über welche Größenordnung an Mitteln sprechen wir da?"
  },
  {
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    "end": 1360.16,
    "text": "Die Krankenausversorgung kostet stand heute knapp hundert fünf Milliarden im Jahr."
  },
  {
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    "end": 1366.1,
    "text": "Das wird auch fröhlich mehr und insofern deutlich mehr als das Doppelte dessen, was die gesamte ambulante Versorgung kostet."
  },
  {
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    "end": 1368.72,
    "text": "Und dass gleichzeitig bei Singend ein Fall sein ist aber auch kein Wunder!"
  },
  {
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    "end": 1371.7,
    "text": "Für die Krankenhäuser ist es auch eine unbefriedigende Situation."
  },
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    "end": 1376.58,
    "text": "Da sie keine vernünftige Rahmenplanung haben in der Politik, können Sie sich als Krankenhaus betreiben?"
  },
  {
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    "text": "Wenn Sie mehrere Häuser haben überhaupt nicht darauf einstellen, welches Krankenhaus mache ich vielleicht zu und welche nehme ich zusammen?"
  },
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    "text": "Wo setze ich den Schwerpunkt perspektivisch in ambulanten"
  },
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    "text": "Leistungsanlagen?"
  },
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    "text": "Da werden wir dann wieder bei den Legislaturperioden für die man quasi noch kann."
  },
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    "text": "Genau!"
  },
  {
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    "end": 1390.24,
    "text": "Und wir reden... Das ist tatsächlich ein deutsches Phänomen."
  },
  {
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    "end": 1400.22,
    "text": "der Föderalismus grältscht hier tatsächlich auch der Gesundheitsministerin rein weil natürlich sechzehn Länder unterschiedliche Vorstellungen haben und sie hören von jedem Landesgesundheitsminister."
  },
  {
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    "end": 1403.78,
    "text": "Wir wissen, dass wir viele Krankenhäuser ... Aber hier ist das auch berechtigt."
  },
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    "end": 1405.6,
    "text": "Das ist die große Ausnahme in anderen Bundesländern."
  },
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    "end": 1406.2,
    "text": "Ist das vielleicht nicht so?"
  },
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    "end": 1407.48,
    "text": "Weil hier brauchen wir die alle so!"
  },
  {
    "start": 1408.5,
    "end": 1413.06,
    "text": "Große Hoffnung liegt ja jetzt auf den Vorschlägen der Finanzkommission Gesundheit."
  },
  {
    "start": 1413.34,
    "end": 1421.12,
    "text": "Von dieser Kommission sollen Vorschlräge kommen, die die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen langfristig absichern können."
  },
  {
    "start": 1421.74,
    "end": 1428.76,
    "text": "Die Aufgaben könnten kaum größer sein, hat Bundesgesundheitsministerin Nina Wagen zu deren Einsetzung im letzten Jahr gesagt."
  },
  {
    "start": 1429.88,
    "end": 1439.06,
    "text": "Ende März sollen erste Vorschläge der Finanzkommission auf den Tisch kommen, um die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung ab twenty-sevenundzwanzig zu stabilisieren."
  },
  {
    "start": 1439.72,
    "end": 1441.46,
    "text": "Womit rechnen Sie da ganz praktisch?"
  },
  {
    "start": 1441.7,
    "end": 1447.5,
    "text": "Mehr Steuergeld, Einschnitte bei den Leistungen oder erneut höhere Beiträge für den"
  },
  {
    "start": 1447.56,
    "end": 1448.1,
    "text": "Versicherten?\"."
  },
  {
    "start": 1449.42,
    "end": 1451.94,
    "text": "Also ich sag mal wahrscheinlich oder nicht?"
  },
  {
    "start": 1451.98,
    "end": 1462.48,
    "text": "völlig überraschend wäre wenn es von allem etwas gäbe weil Man wird natürlich versuchen wollen, das Ganze irgendwie gleichmäßig die Last gleichmäßig zu verteilen und man muss offen gestanden sagen."
  },
  {
    "start": 1462.76,
    "end": 1467.48,
    "text": "Die Einsprachpotenziale, die ausgelobt werden sind in vielen Bereichen des Gesundheitswesens schlicht nicht zu heben."
  },
  {
    "start": 1468.04,
    "end": 1474.02,
    "text": "Insofern bin ich immer fasziniert wenn wir Vorschläge machen, die zum Teil auch substanzielle Einsprachen bedeuten würden."
  },
  {
    "start": 1474.78,
    "end": 1476.66,
    "text": "Das wird dann immer direkt als Peanuts abgeteilt."
  },
  {
    "start": 1476.7,
    "end": 1487.28,
    "text": "Ich erinnere mich, dass ich den Vorschlag gemacht habe Freiwilligen leisten der gesetzlichen Krankenversicherung, die wissen, die Krankenversicherungen dürfen eigentlich Leistung, die nicht durch den gemeinsamen Bundesausschuss festgelegt sind, eigentlich nicht erstatten."
  },
  {
    "start": 1487.4,
    "end": 1492.16,
    "text": "Da hat man ein kleines Fenster gemacht und hat sozusagen freiwillige Leistungen ermöglicht."
  },
  {
    "start": 1492.24,
    "end": 1493.66,
    "text": "Und das ist mittlerweile ... Welche"
  },
  {
    "start": 1493.74,
    "end": 1494.66,
    "text": "freiwilligen Leistungen?"
  },
  {
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    "end": 1495.26,
    "text": "über was reden wir"
  },
  {
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    "end": 1496.28,
    "text": "da?"
  },
  {
    "start": 1496.32,
    "end": 1499.16,
    "text": "Es geht los bei der Zahnreinigung bis zu Yoga-Kursen."
  },
  {
    "start": 1499.76,
    "end": 1509.66,
    "text": "Die werden immer ins Feld geführt damit sich die Krankenkassen einen ein individuelles Gesicht geben können und bei den Versicherten darum werben können, dass man doch sich bitte"
  },
  {
    "start": 1509.68,
    "end": 1509.98,
    "text": "... Kommt zu uns."
  },
  {
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    "end": 1510.94,
    "text": "Ich zahl deinen Pilazkurs!"
  },
  {
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    "end": 1513.6,
    "text": "Kostet knapp zwei Milliarden offen gestanden."
  },
  {
    "start": 1514.06,
    "end": 1517.18,
    "text": "Glaub ich die beste Werbemaßnahme für eine Krankenkasse wäre ein günstiger Beitrag."
  },
  {
    "start": 1518.34,
    "end": 1521.18,
    "text": "Das ist insofern schwierig und für uns nicht nachvollziehbar."
  },
  {
    "start": 1522.06,
    "end": 1524.5,
    "text": "Zwei Millionen Einsparen oder Nicht-Einsparen ist ja schon Geld."
  },
  {
    "start": 1524.68,
    "end": 1532.16,
    "text": "Und wenn man sich das SGB V anschaut dann sagt der Paragraf zwölf relativ deutlich und diese Regen... Sozialgesetzbuch Sozialgesetzbuch fünf."
  },
  {
    "start": 1532.4,
    "end": 1534.7,
    "text": "der Paragraf zwölf regelt das sogenannte Wirtschaftlichkeitsgebot."
  },
  {
    "start": 1534.8,
    "end": 1537.72,
    "text": "Das gilt nicht nur für die Ärzte, es gilt auch für die Krankenkassen unterstehen."
  },
  {
    "start": 1537.8,
    "end": 1543.96,
    "text": "Leistungen müssen wirtschaftlich ausreichend zweckmäßig sein und das Maß des notwendigen nicht überschreiten."
  },
  {
    "start": 1544.66,
    "end": 1545.24,
    "text": "Sie ist jetzt hier."
  },
  {
    "start": 1545.38,
    "end": 1555.34,
    "text": "jemand von der Krankenkasse würde wahrscheinlich sagen dass dient der Prävention und sie sind ein sind dazu neoliberal unterwegs was die Wirtschaftlichkeit angeht."
  },
  {
    "start": 1556.06,
    "end": 1561.1,
    "text": "Nee, das ist einfach rational der Blick und die Krankenkassen machen ja eben keine Präventionsleistung."
  },
  {
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    "end": 1563.42,
    "text": "Das ist ein Thema was in Deutschland ein ganz trauriges Thema ist."
  },
  {
    "start": 1563.46,
    "end": 1570.32,
    "text": "zur Prävention müssten wir tatsächlich auch vom Gesetzgeber entsprechende Maßnahmen ergriffen sehen."
  },
  {
    "start": 1570.48,
    "end": 1572.14,
    "text": "Das geht auch nicht ohne Finanzmittel."
  },
  {
    "start": 1572.3,
    "end": 1577.74,
    "text": "ich sehe zum Beispiel deinen öffentlich Gesundheitsdienst durchaus in der Verantwortung noch eine Chance das zu machen wenn man ihn anständig ausstatten würde."
  },
  {
    "start": 1578.24,
    "end": 1579.98,
    "text": "also Prävision ist ja ohne Frage richtig."
  },
  {
    "start": 1580.84,
    "end": 1585.04,
    "text": "Die freiwilligen Leistungen der Krankenkasten auf prävention zurückführen ist natürlich schon weit gesprungen."
  },
  {
    "start": 1586.02,
    "end": 1590.4,
    "text": "Sie haben noch andere Vorschläge gemacht, um Geld in die Krankenkassen zu kriegen."
  },
  {
    "start": 1590.82,
    "end": 1599.36,
    "text": "Zum Beispiel Steuern erheben auf Tabakzucker, Alkohol und Cannabis und diese dann direkt in den Gesundheitshaushalt fließen zu lassen."
  },
  {
    "start": 1599.98,
    "end": 1600.66,
    "text": "Stehen sie noch dazu?"
  },
  {
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    "end": 1600.8,
    "text": "Ja"
  },
  {
    "start": 1600.94,
    "end": 1601.34,
    "text": "unbedingt!"
  },
  {
    "start": 1601.38,
    "end": 1604.74,
    "text": "Also es ist ja nicht so dass wir bisher keine Alkohl- und Tabaksteuer hätten."
  },
  {
    "start": 1604.86,
    "end": 1610.24,
    "text": "Die haben wir sowieso schon unerfreulicherweise fließen, die bisher in den Allgemeinen Bundeshaus sind."
  },
  {
    "start": 1610.28,
    "end": 1616.24,
    "text": "Das sind deutlich über zwanzig Milliarden Und aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, diese Steuern im Bedarfsfall auch zu erhöhen."
  },
  {
    "start": 1616.4,
    "end": 1621.66,
    "text": "Also Tabaksteuer und auch Steuer auf Alkohol und auf Zucker wie es viele andere Länder machen."
  },
  {
    "start": 1622.24,
    "end": 1629.32,
    "text": "Keiner kann medizinisch dafür werben, dass Zigarettenkonsum preiswert sein muss und auch Alkohol ist."
  },
  {
    "start": 1629.36,
    "end": 1631.62,
    "text": "Auch wenn man gern ein Glas Wein trinkt letztlich einen Zellgift."
  },
  {
    "start": 1631.68,
    "end": 1632.92,
    "text": "insofern kann man das auch besteuern."
  },
  {
    "start": 1633.58,
    "end": 1639.08,
    "text": "Und dann sollte man schauen ob man diese Gelder nicht tatsächlich entweder in Prävention oder direkt in die Gesundheitsversorgung einfließen lässt."
  },
  {
    "start": 1639.32,
    "end": 1647.9,
    "text": "Es wäre natürlich eine Vermischung von einer privaten Entscheidung ich trinke oder ich rauche zu Ich finanziere damit das solidarische Gesundheitssystem?"
  },
  {
    "start": 1648.2,
    "end": 1649.16,
    "text": "Nee, das würde ich so nicht sagen!"
  },
  {
    "start": 1649.22,
    "end": 1650.72,
    "text": "Das ist ne hohe Solidarische Entscheide."
  },
  {
    "start": 1650.76,
    "end": 1659.28,
    "text": "denn wenn sie raus... dann schädigen sie mit Wissen und Absicht ihre Gesundheit, denn es gibt glaube ich keine einzige Studie, die Ihnen sagen könnte das rauchen jetzt gesund als Fandes."
  },
  {
    "start": 1659.38,
    "end": 1663.9,
    "text": "Also wenn Sie keinen Lungenkrebs kriegen haben sie eine gute Chance den COPD oder Bluthochdruck oder andere Dinge zu bekommen."
  },
  {
    "start": 1664.42,
    "end": 1674.02,
    "text": "Das heißt die zahlen viel Geld um Ihre Gesundheit zu Schällingen und fallen damit der Solidargemeinschaft der Versicherten am Ende zur Last weil sie eine schwerwiegende Erkrankung bekommen die dann kuriert werden sollen."
  },
  {
    "start": 1674.06,
    "end": 1676.74,
    "text": "sofern glaube ich schon dass man das sehr gut begründen könnte."
  },
  {
    "start": 1677.4,
    "end": 1680.66,
    "text": "Das Problem, das wir haben in Deutschland gibt es diese zweckgebundenen Steuern."
  },
  {
    "start": 1681.8,
    "end": 1683.46,
    "text": "Hier braucht man gesetzgeberische Änderung."
  },
  {
    "start": 1683.9,
    "end": 1685.36,
    "text": "Das wäre tatsächlich eine Revolution?"
  },
  {
    "start": 1685.86,
    "end": 1686.64,
    "text": "Hatten wir bisher nicht?"
  },
  {
    "start": 1687.46,
    "end": 1689.22,
    "text": "Nein und die Zuckersteuer gehen die gleiche Richtung."
  },
  {
    "start": 1689.3,
    "end": 1691.3,
    "text": "auch das haben andere Länder vorgeexerziert."
  },
  {
    "start": 1691.84,
    "end": 1704.14,
    "text": "Wir haben eine zunehmend Zahl übergewichtiger Kinder was ja Karl-Lautor auf einigen Jahren schon zu dem Vorschlag brachte sollten doch jetzt Statinen auch an Kinder abgeben können damit die Blutfette nicht so fährt."
  },
  {
    "start": 1704.18,
    "end": 1711.84,
    "text": "viel schlauer wäre es ja die Kinder gar nicht dick werden zu lassen Und eine Zuckersteuer, die also gerade Softdrinks dann so teuer macht wäre hilfreich."
  },
  {
    "start": 1711.9,
    "end": 1712.64,
    "text": "Was passiert nämlich?"
  },
  {
    "start": 1712.68,
    "end": 1713.84,
    "text": "Das haben wir in anderen Ländern gesehen."
  },
  {
    "start": 1715.34,
    "end": 1719.84,
    "text": "Die Hersteller reduzieren den Zuckergehalt und zwar sukzessive das Merklinverbrauch am Ende des Tages kaum."
  },
  {
    "start": 1720.56,
    "end": 1722.98,
    "text": "Im Endeffekt haben sie deutlich weniger Zucker in den Softdrinks."
  },
  {
    "start": 1723.96,
    "end": 1725.56,
    "text": "Sie haben mehr Steuernamen und gleichzeitig ... Da"
  },
  {
    "start": 1725.66,
    "end": 1728.94,
    "text": "gibt es einige Lebensmittelindustrie, die sich dann benachteiligt fühlen?"
  },
  {
    "start": 1729.32,
    "end": 1737.16,
    "text": "Die Frage ist halt, inwieweit man das Gesundheitssystem wegen Lobbyarbeit von Tabak-, Alkohol- und Zuckerindustrie weiter ausbluten lässt?"
  },
  {
    "start": 1737.64,
    "end": 1743.06,
    "text": "Ich glaube, die zentrale Frage lautet, wie viel Markt verträgt eigentlich das Gesundheitsystem?"
  },
  {
    "start": 1743.18,
    "end": 1746.22,
    "text": "Und wo sollte der Staat stärker eingreifen oder nicht?"
  },
  {
    "start": 1746.4,
    "end": 1748.72,
    "text": "Es muss ja immer abgewogen werden gegen die Freiheit des Einzelnenes."
  },
  {
    "start": 1749.68,
    "end": 1751.62,
    "text": "Debatte, die ein bisschen nicht geführt worden ist."
  },
  {
    "start": 1752.06,
    "end": 1753.44,
    "text": "Die sollte man, müsste man führen."
  },
  {
    "start": 1753.6,
    "end": 1756.76,
    "text": "also ich tue mich schwer damit einem Gesundheitssystem."
  },
  {
    "start": 1756.84,
    "end": 1762.64,
    "text": "was zum Beispiel wo das Einkommen darüber entscheidet ob sie bei einer schwer wegen Erkrankung vernünftig behandelt werden oder nicht?"
  },
  {
    "start": 1762.7,
    "end": 1764.34,
    "text": "Das kann ja in den USA durchaus passieren."
  },
  {
    "start": 1764.94,
    "end": 1771.54,
    "text": "Ich glaube dass brauchen wir nicht, dafür haben wir ausreichend Finanzmittel und das ist auch aus meiner Sicht nicht erstrebenswert."
  },
  {
    "start": 1771.64,
    "end": 1776.24,
    "text": "Aber man kann sehr wohl schauen wo sind Dinge die nicht wirklich entscheidend sind."
  },
  {
    "start": 1776.34,
    "end": 1777.18,
    "text": "also sie sollten."
  },
  {
    "start": 1777.22,
    "end": 1782.24,
    "text": "gegen die großen Risiken sollte jeder abgesichert sein ohne ob ich davon wie viel Geld da verdiene nur auch wenn er mal nicht arbeitet."
  },
  {
    "start": 1783.08,
    "end": 1786.02,
    "text": "aber es gibt eine ganze Menge dinge die zwar nett sind und die man auch."
  },
  {
    "start": 1786.36,
    "end": 1787.76,
    "text": "was ist nicht entscheidende für Sie?"
  },
  {
    "start": 1788.14,
    "end": 1790.32,
    "text": "Also die Liste kann man ja beliebig hochfahren."
  },
  {
    "start": 1790.36,
    "end": 1795.98,
    "text": "Es gibt zum Beispiel Länder, die argumentieren wir zahlen keinen Zahnersatz weil die Menschen sich ja die Zähne putzen können."
  },
  {
    "start": 1796.02,
    "end": 1796.52,
    "text": "das stimmt was?"
  },
  {
    "start": 1796.88,
    "end": 1797.46,
    "text": "Das ist richtig."
  },
  {
    "start": 1797.54,
    "end": 1803.28,
    "text": "ich würde jetzt nicht an der Zahnärztlichen Versorgung schrauben wollen weil wir haben tatsächlich was das angeht in Deutschland eine sehr gute Versorgungen."
  },
  {
    "start": 1803.32,
    "end": 1804.14,
    "text": "die sollte auch so bleiben."
  },
  {
    "start": 1804.22,
    "end": 1805.08,
    "text": "aber es gibt"
  },
  {
    "start": 1805.48,
    "end": 1811.38,
    "text": "natürlich an Friedrich Merz denken die Leute lassen sich hier die Zäne machen sagt einmal im Bezug auf die Asylmigration"
  },
  {
    "start": 1812.16,
    "end": 1816.4,
    "text": "Das muss man jetzt nicht vertiefen, aber er hat durchaus einen zwar nicht ein hundertprozentigen Punkt."
  },
  {
    "start": 1816.44,
    "end": 1818.34,
    "text": "Aber da ist schon ein Funken Wahrheit dran."
  },
  {
    "start": 1818.42,
    "end": 1819.02,
    "text": "Wir erleben natürlich..."
  },
  {
    "start": 1819.06,
    "end": 1820.6,
    "text": "Glaubt sehr viel Kritik damals für den Kanzler?"
  },
  {
    "start": 1820.68,
    "end": 1823.92,
    "text": "Ja, sowas wird ja immer gerne als unbotmäßig dargestellt."
  },
  {
    "start": 1823.96,
    "end": 1834.08,
    "text": "Aber es ist natürlich so dass Menschen in unser Land kommen und von dem Bürgergernempfänger rund die Hälfte hat keinen deutschen Pass Und sie haben sofort Zugang zu Sozial- und Gesundheitssysteme."
  },
  {
    "start": 1834.52,
    "end": 1837.5,
    "text": "das ist für die Menschen die kommen natürlich gut Es ist aber für uns relativ teuer."
  },
  {
    "start": 1837.62,
    "end": 1841.86,
    "text": "So jetzt kann man die Entscheidungen treffen das finden wir aber völlig in Ordnung ist es ja auch okay."
  },
  {
    "start": 1842.5,
    "end": 1848.36,
    "text": "Aber das wird ja nicht offen diskutiert, sondern es wird so verbremt und über andere Töpfe gegenfinanziert, wenn die Gesellschaft immer..."
  },
  {
    "start": 1848.4,
    "end": 1851.2,
    "text": "Jemandes überhaupt eine gesetzliche Möglichkeit, das zu ändern?"
  },
  {
    "start": 1852.24,
    "end": 1854.44,
    "text": "Wahrscheinlich wurde das vor dem Bundesverfassungsgericht."
  },
  {
    "start": 1855.74,
    "end": 1857.44,
    "text": "Jeder ist gleich sehr schnell trafisch zu lernen"
  },
  {
    "start": 1857.48,
    "end": 1858.14,
    "text": "oder vor kurzem Zeit gerichtet."
  },
  {
    "start": 1858.18,
    "end": 1860.7,
    "text": "Ich bin kein Jurist aber ich wüsste nicht warum man das nicht ändern kann."
  },
  {
    "start": 1860.76,
    "end": 1862.26,
    "text": "also Anspruch Sie haben ja auch keinen."
  },
  {
    "start": 1863.12,
    "end": 1866.76,
    "text": "Wenn sie nicht in die Rentenkasse einzahlen haben sie auch keinen Rentenanspruch zumindest nicht als Deutscher."
  },
  {
    "start": 1867.8,
    "end": 1871.68,
    "text": "Also von daher, glaube ich das muss man jetzt nicht immer die juristische Probleme vorstellen."
  },
  {
    "start": 1871.72,
    "end": 1875.5,
    "text": "Das wird immer gerne vorgeschoben es kann mehr prüfen ist ja keine Raketenwissenschaft."
  },
  {
    "start": 1876.34,
    "end": 1883.52,
    "text": "Die Frage ist doch eine ganz andere und da haben sie ja durchaus einen Punkt Wie viel Marktverträgen system wie viel markt wollen wir?"
  },
  {
    "start": 1883.62,
    "end": 1888.38,
    "text": "Wo wollen wir sagen da ziehen wir der grenz ein Und was sind wir gleichzeitig bereit, dann zu zahlen?"
  },
  {
    "start": 1889.4,
    "end": 1891.58,
    "text": "Man kann das ja nicht einen Teil losgelöst vom anderen sehen."
  },
  {
    "start": 1891.8,
    "end": 1896.16,
    "text": "Entweder privatisiere ich den Gesundheitsmarkt und lauern gefahren ohne Frage."
  },
  {
    "start": 1896.38,
    "end": 1897.62,
    "text": "Das wird im Zweifel teuer."
  },
  {
    "start": 1897.74,
    "end": 1900.58,
    "text": "Davon würde ich eigentlich abraten zumal unser System ja so schlecht nicht ist."
  },
  {
    "start": 1901.16,
    "end": 1908.34,
    "text": "Nur sie können natürlich oben in dem Einmal der Versicherung ... In dem Fall so viel Geld reinschütten wie Sie wollen."
  },
  {
    "start": 1908.48,
    "end": 1909.96,
    "text": "Die Beiträge sind ja nicht nur hoch."
  },
  {
    "start": 1910.02,
    "end": 1912.44,
    "text": "Wir haben ja Rekordeinnahmen weil die Löhne so hochgestiegen sind."
  },
  {
    "start": 1912.52,
    "end": 1915.72,
    "text": "Wenn sie unten ständig weiter neue Löcher reinbohren, reicht das nie."
  },
  {
    "start": 1916.28,
    "end": 1919.6,
    "text": "Und ich glaube wir müssten mal anfangen diese Löcher zu stopfen um eine ehrliche Diskussion zu führen."
  },
  {
    "start": 1919.64,
    "end": 1920.86,
    "text": "was können wir uns leisten beim Gesamt-?"
  },
  {
    "start": 1920.9,
    "end": 1924.88,
    "text": "und dann glaub' ich werden wir ... Was die gesundheitsversorgung natürlich gar nicht so viel einsparen müssen."
  },
  {
    "start": 1924.96,
    "end": 1926.2,
    "text": "Ich glaube dass können wir es schon leisten."
  },
  {
    "start": 1927.18,
    "end": 1933.98,
    "text": "Sie stehen seit über einem Jahrzehnt an der Spitze der Kassenärztlichen Vereinigung fühlen sich eigentlich von Politikern gehört seitdem?"
  },
  {
    "start": 1935.18,
    "end": 1935.5,
    "text": "Gehört."
  },
  {
    "start": 1935.58,
    "end": 1942.74,
    "text": "Ja, das ist ohne Frage und ich habe manchmal an manche verstehen auf worauf es ankommt dass das nicht immer umgesetzt ist betrüblich."
  },
  {
    "start": 1944.52,
    "end": 1946.32,
    "text": "Gab es denn mal was, was ungesetzt wurde?"
  },
  {
    "start": 1946.38,
    "end": 1948.72,
    "text": "Wo sie gesagt haben, das habe ich doch mal da und da."
  },
  {
    "start": 1948.86,
    "end": 1951.46,
    "text": "Natürlich ist ja nicht so, dass wir ständig davor wendigen."
  },
  {
    "start": 1951.5,
    "end": 1953.9,
    "text": "Das ist oft für die Menschen im Land gar nicht so sichtbar."
  },
  {
    "start": 1953.94,
    "end": 1955.32,
    "text": "Aber ich kann Ihnen ein konkretes Beispiel nennen."
  },
  {
    "start": 1955.42,
    "end": 1960.78,
    "text": "unter Jens Spahn gab es zum Beispiel in einer Regen oder hat man das Thema der Fahradstermine schon einmal ganz großgezogen."
  },
  {
    "start": 1960.82,
    "end": 1962.02,
    "text": "Die Leute warten alle auf Fahrradstermin."
  },
  {
    "start": 1962.06,
    "end": 1966.62,
    "text": "und dann hat Jens spahnen gesagt naja gut also da muss etwas passieren wir müssen schnellere Termine bewerkstellungen."
  },
  {
    "start": 1966.66,
    "end": 1972.58,
    "text": "hat aber und das war dann erfolgreich die Entscheidung gesagt na gut wenn die Fachärztlichen Praxen jetzt mehr Termine zur Verfügung stellen."
  },
  {
    "start": 1972.68,
    "end": 1977.0,
    "text": "Da müssen wir ihn zumindest garantieren, dass die zusätzlich vor Übungen gestellten Termine auch bezahlt"
  },
  {
    "start": 1977.08,
    "end": 1977.28,
    "text": "werden.\"."
  },
  {
    "start": 1977.86,
    "end": 1980.42,
    "text": "Das war im TSVG im Terminservice- und Verbesserungsgesetz."
  },
  {
    "start": 1980.5,
    "end": 1983.86,
    "text": "ist das damals sogar ein Applaus von Karl Lauterbach ins Gesetz gekommen."
  },
  {
    "start": 1984.48,
    "end": 1987.18,
    "text": "Karl Lauterer fand dann die Regelung nicht mehr so toll als er selber Minister wurde."
  },
  {
    "start": 1987.22,
    "end": 1988.32,
    "text": "Er sagte, der hätte das viel besser gemacht."
  },
  {
    "start": 1988.36,
    "end": 1992.74,
    "text": "hat sie dann geändert in eine andere Regelung, die jetzt wiederum Frau Wagen kassieren will?"
  },
  {
    "start": 1993.68,
    "end": 2003.86,
    "text": "Und das ist natürlich ein Problem was dem Punkt Verlässlichkeit angeht also der Verlässlichkeit, die man wenn sie normalerweise mit Leuten Geschäfte machen würden."
  },
  {
    "start": 2003.9,
    "end": 2007.18,
    "text": "Die alle zwei drei Jahre ihre Geschäftsdienste werden sich in anderen Geschäftspartner suchen."
  },
  {
    "start": 2007.22,
    "end": 2008.22,
    "text": "das ist jetzt bei uns schwierig."
  },
  {
    "start": 2009.44,
    "end": 2021.7,
    "text": "aber man muss natürlich nicht wundern wenn junge Kolleginnen und Kollegen sich dann gut überlegen ob sich niederlassen Wenn die Belastbarkeit vom politischen Aussagen noch nicht mehr die Halbwertzeit einer Legislaturperiod hat."
  },
  {
    "start": 2022.0,
    "end": 2025.52,
    "text": "Aber dass war zum Beispiel Sie fragten ja einen Punkt wo wir was umgesetzt haben was Sinn von richtiges?"
  },
  {
    "start": 2025.84,
    "end": 2026.3,
    "text": "Das ist z.B."
  },
  {
    "start": 2026.62,
    "end": 2027.22,
    "text": "einer der Punkte"
  },
  {
    "start": 2028.26,
    "end": 2035.42,
    "text": "Wenn Sie jetzt ab morgen Deutscher Gesundheitsminister wären, was wäre die eine Maßnahme, die Sie sofort umsetzen würden?"
  },
  {
    "start": 2038.76,
    "end": 2042.28,
    "text": "Da hätte ich eine durchaus lange Agenda, wie Sie sich vorstellen können."
  },
  {
    "start": 2042.36,
    "end": 2045.72,
    "text": "Ich würde zum einen und das ist das Problem was sicherlich auch verwarken hat."
  },
  {
    "start": 2045.76,
    "end": 2048.46,
    "text": "Sie ist natürlich in der Koalition gefangen und sie ist im Föderalismus gefangen."
  },
  {
    "start": 2048.5,
    "end": 2054.12,
    "text": "Das heißt beim Thema Krankenhaus wo eigentlich die erste Handlungsnotwendigkeit besteht, ist hier relativ machtlos."
  },
  {
    "start": 2054.179,
    "end": 2055.4,
    "text": "Das muss man offen anerkennen."
  },
  {
    "start": 2055.98,
    "end": 2059.1,
    "text": "aber wir haben ein wichtiges Thema der Notfallreform Was ansteht?"
  },
  {
    "start": 2059.26,
    "end": 2067.199,
    "text": "Ich würde vor allen Dingen im Gesundheitssystem Die Verbindlichkeit, die wir im Moment eigentlich nur für die Praxendefinieren auf die Patienten erweitern."
  },
  {
    "start": 2067.26,
    "end": 2071.58,
    "text": "Das heißt, Patienten haben im System Rechte aber sie haben auch Pflichten."
  },
  {
    "start": 2072.44,
    "end": 2098.4,
    "text": "und da wir ein solidarisch finanziertes Krankenversicherungssystem haben kann es nicht darum gehen dass jemand sagt ich muss sozusagen meine Beiträge an Gesundheitsleistungen wieder reinholen sondern im Grunde müsste man wie bei einer Hausradsversicherung froh sein oder in der Gebäude versichert wenn die nie greift also nie einen Schaden am Hause sagen habe ich zahlt das ist halt beim Auto und ich glaube das ist eine nicht unbedingt mentalität vielleicht glaube ich den Menschen gar nicht bewusst Und deshalb sollte man diesen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource zur Gesundheitsversorgung."
  },
  {
    "start": 2098.46,
    "end": 2102.06,
    "text": "Den müsste man wieder etwas schärfen, die allermeisten Menschen in diesem Land glaube ich würden das verstehen."
  },
  {
    "start": 2102.14,
    "end": 2106.2,
    "text": "Das merken Sie wenn sie mit denen darüber sprechen und umfragen haben sagen ganz viele finde ich in Ordnung."
  },
  {
    "start": 2106.24,
    "end": 2110.7,
    "text": "Ich find's auch nicht richtig wenn Leute mit Bagatellen in Notaufnahmen da werden sie immer große Mehrheiten finden."
  },
  {
    "start": 2111.24,
    "end": 2117.34,
    "text": "Und ich glaube dieser Diskurs müsste eröffnet werden und das wäre glaube ich auch für eine Gesundheitsministerin ne wichtige Aufgabe."
  },
  {
    "start": 2117.46,
    "end": 2125.76,
    "text": "also Verbindlichkeiten müssen immer für alle Partner in einem System gelten, da kann nicht einer machen was er will und die anderen müssen versuchen das auszugleichen."
  },
  {
    "start": 2126.58,
    "end": 2134.06,
    "text": "Eine große Frage zum Schluss bleibt noch Zeit um das deutsche Gesundheitssystem zu retten oder sind wir bereits kurz vorm Kollaps?"
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    "end": 2135.92,
    "text": "Nein, also keine Sorge."
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    "start": 2135.96,
    "end": 2140.58,
    "text": "Das deutsche Gesundheitssystem steht nicht vom Kollaps und das deutsche Gesundheitsystem ist im internationalen Vergleich immer noch spitze."
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    "end": 2142.3,
    "text": "Insofern bleibt Zeit."
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    "text": "es wird halt immer teurer wenn man weiter Zeit vertändelt."
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    "end": 2158.3,
    "text": "aber alleine die Tatsache dass sich ein Großteil der Deutschen wenn sie in Urlaub fahren mit einer Reiserückholversicherung absichern weil sie gerne wieder ins deutsche Gesundheitswesen zurückgeführt werden und nicht irgendwo in der Welt versorgt werden müssen zeigt ihnen ja dass das Vertrauen auch nach wie vor da ist."
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    "end": 2159.18,
    "text": "das ist auch berechtigt."
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    "end": 2166.54,
    "text": "Vielen Dank, dass Sie sich heute Zeit genommen haben um mit mir zu sprechen."
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    "text": "Sehr gerne!"
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