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    "text": "Dieser Podcast wird präsentiert von Art on Ice."
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    "text": "Nothing beats life."
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    "text": "Da haben wir erst mal zwei alte Frauen getroffen."
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    "text": "Die sagen, normalerweise riecht es dort."
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    "text": "wo sie wohnen und wo sie ihren Laden betreiben, richtig eklig, bestialisch, also man muss es sich vorstellen, wie eine Mischung aus alter Gülle und einer riesigen Müllhalde."
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    "text": "Den Grund dafür sieht man dann schnell."
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    "text": "Wenn man sich aufrichtet und sich einmal umdreht von diesen beiden Frauen, blickt man auf zwei riesige Wände."
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    "text": "Ja, die gehören zu zwei Betonklötzen mit jeweils sechsundzwanzig Etagen."
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    "text": "Das sind normale Wohnhochhäuser."
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    "text": "Also in diesen Hochhäusern leben eben keine Menschen, sondern sechshunderttausend Schweine."
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    "text": "China modernisiert die Fleischindustrie."
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    "text": "Deswegen züchten jetzt immer mehr Firmen Schweine in Hochhäusern."
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    "text": "Unser China-Korrespondent Matthias Kamp hat sich bei der größten dieser Fabrik umgesehen."
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    "text": "Also wenn es dann richtig stinkt, ja und das kommt angeblich, so haben sie uns erzählt immer vor, wenn der Wind ungünstig steht, dann verziehen sie sich in ihre Häuser, ja und machen die Türen und Fenster zu, weil es draußen angeblich nicht auszuhalten ist."
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    "text": "Sie sagen an Tagen, an denen es regnet, sei es immer ein bisschen besser."
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    "text": "Und ich meine, die finden eben... dass Fleisch von freilaufenden Schweinen sehr viel gesünder ist und sehr viel besser schmeckt."
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    "text": "Und nur dann schmeckt das Fleisch gut und ist auch gesund."
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    "text": "Also die zwei, die ihr da getroffen habt, die waren auch eher skeptisch gegenüber dieser Farm."
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    "text": "Natürlich, die Frauen sind skeptisch, die Frauen wenden sich dagegen, also sie mögen das Fleisch nicht, aber trotzdem sind sie hingegangen, als die Entscheidung gefällt werden musste, ob diese Riesenfarm gebaut wird, haben sie mit unterschrieben, also als die Anwohner gefragt wurden."
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    "text": "Und der Unternehmer, der diese riesige Farm dort aufgezogen hat, diese Hochhausfarm, hatte auch allerlei versprochen, er würde Filter einbauen, die den Gestank rausnehmen, aber genützt hat es nichts."
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    "text": "Ein Hochhaus mit sechsundzwanzig Stöcken voller Schweine?"
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    "text": "Also das ist alles komplett durch rationalisiert."
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    "text": "Da sitzen Techniker und schauen sich an, was die Kameras in den einzelnen Schweineboxen da auf die Bildschirme werfen, wie die Schweine sich gerade verhalten."
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    "text": "Es ist im Grunde hoch industrialisiert, hoch effizient."
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    "text": "Also das ist komplett durchtechnisiert."
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    "text": "Das ist in China legal."
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    "text": "Also die Regierung hat eigens dafür die Gesetze geändert, hat solche Farmen genehmigt, ja, weil die Regierung eben die Landwirtschaft effizienter gestalten will."
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    "text": "Und bei so vielen Tieren, sechshunderttausend, auf so engen Platzverhältnissen, wie steht es da um?"
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    "text": "Also ist das nicht ein enormes Risiko, dass sich da was ausbreiten könnte?"
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    "text": "Man muss, glaube ich, kein Experte sein, um sagen zu können, dass, wenn so viele Tiere auf engstem Raum gehalten werden, dass natürlich die Ansteckungsgefahr viel, viel größer ist."
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    "text": "Amerikanische Experten weisen immer wieder darauf hin auf die Risiken."
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    "text": "Und China hatte in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit afrikanischer Schweinegrippe."
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    "text": "Es hat immer wieder Ausbrüche gegeben."
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    "text": "Der Betreiber besteht darauf, höchste Standards einzuhalten."
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    "text": "Es gibt natürlich auch strenge Vorschriften hier in China."
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    "text": "Also bei dieser Farm dürfen die Mitarbeiter, die dort drinnen arbeiten, nur alle zwei Monate diese Farm verlassen, dürfen nur alle zwei Monate raus."
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    "text": "Alle zwei Monate dürfen sie nur raus."
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    "text": "Wenn sie wieder rein wollen oder rein sollen, müssen sie voll fünf Tage Quarantäne machen."
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    "text": "Aber fünf Tage Quarantäne ist dann ein bisschen viel."
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    "text": "Und wir sind dann eben draußen rumgelaufen, haben uns das alles angesehen immer wieder."
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    "text": "Art on Ice erlebe James Bay, Jess Glyn, Stress, Stephanie Heinsmann und Noa Werragut zusammen mit den Weltstars auf dem Eis."
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    "text": "Vom sechsenzwanzigsten Februar bis siebten März in Zürich, Fribourg und Davos."
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    "end": 478.34,
    "text": "Sichere dir jetzt dein Ticket unter www.artonice.com."
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    "text": "Wer sind denn diese Fans der Schweinezucht, die ihr getroffen"
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    "text": "Naja, wir haben dann dieses ältere Paar getroffen, die standen in ihrem Garten, kleines Häuschen, auch eingeschossig und vor dem Haus ein kleiner Garten."
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    "text": "Wir haben sie Pfeffer angebaut, Salat angebaut, Obergine angebaut, die standen da und waren recht redselig."
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    "text": "Und haben wir uns mit denen unterhalten."
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    "text": "Die waren auch so ein bisschen fatalistisch irgendwie."
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    "text": "Und sagten auch ganz offen ab und zu stinktes und ist nicht schön."
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    "text": "Aber unter dem Strich fand der Mann, der Pensionär, der Sunnbunliang das alles ganz gut und lobte auch den Chef und Gründer dieser Farben."
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    "text": "Und streute dann gleich auch mit ein, dass der Juge Wünder eben der Chef dieser Industrie Farm bei der Regierung hoch angesehen sei."
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    "text": "Und es ist in China halt immer noch so, wer ein gutes Standing bei der Regierung hat, den finden die kleinen Leute per se immer gut."
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    "text": "Ja, die Regierung hat sich schon vor einigen Jahren daran gemacht, die ganze Landwirtschaft in China auf Effizienz zu trimmen."
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    "end": 593.52,
    "text": "Also Chinas Landwirtschaft und auch die Schweinezucht war immer sehr kleinteilig und China ist in hohem Maße abhängig von Importen aus dem Ausland."
  },
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    "text": "Also nicht nur Schweinefleisch, auch Getreide, Soja und so weiter."
  },
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    "text": "China muss sehr viel importieren und die Regierung unter ihrem Präsidenten Xi Jinping will, dass China selbst versorgt wird, autark wird und hat sich eben dran gemacht, die ganze Landwirtschaft."
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    "text": "voll auf Effizienz zu trimmen."
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    "end": 614.96,
    "text": "Dahinter steht immer der Gedanke, China sieht sich als die neue Weltmacht, als die neue Großmacht."
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    "end": 622.92,
    "text": "und nur wer bei der Lebensmittel, Nahrungsmittelversorgung autark ist und unabhängig ist, kann auch eine wirkliche Großmacht sein."
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    "text": "Und warum dann ausgerechnet Schweinefleisch?"
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    "text": "Ja, ausgerechnet Schweinefleisch, genau."
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    "end": 634.26,
    "text": "Also Schweinefleisch hat in China, anders als in anderen Ländern, einen ganz besonderen Stellenwert."
  },
  {
    "start": 634.5,
    "end": 638.02,
    "text": "Also Schweinefleisch, man kann es glaube ich so sagen, ist ein Kulturgut."
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    "start": 638.1,
    "end": 648.58,
    "text": "Das Schwein, das ja auch eines der zwölf Sternzeichen im chinesischen Horoscope ist, bedeutet immer Reichtum und bedeutet Wohlstand, Prosperität."
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    "end": 653.68,
    "text": "Schweinefleisch war immer in China eine Art Grundnahrungsmittel."
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    "end": 655.9,
    "text": "Man kann fast sagen, wie bei uns im Westen Brot."
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    "text": "Also Schweinefleisch."
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    "text": "vor hundert Jahren war es rar, eine Delikatesse."
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    "text": "Jetzt ist Schweinefleisch erhältlich und es gehört immer auf den Tisch."
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    "text": "Also zu jedem Abendessen zugeben, Mittagessen gehört Schweinefleisch."
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    "text": "Und das führt eben dazu, China verspeist durch Chinesen."
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    "text": "Chinesen und Chinesen verspeisen die Hälfte der weltweiten Schweinefleischproduktion."
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    "text": "Also das ganz hat so einen hohen Stellenwert, dass es eine strategische Schweinefleischreserve gibt."
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    "end": 689.72,
    "text": "Die kann die Regierung dann mal öffnen, wenn es zum Beispiel einen Ausbruch der afrikanischen Schweinegrippe gibt, Tiere geschlachtet werden, müssen die Preise steigen, schießen in die Höhe."
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    "text": "Dann öffnet die Regierung diese Reserve, um die Preise wieder ein bisschen zu drücken und auch das Volk ruhigzustellen am Ende."
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    "text": "Also eben, erschwingliche Preise für alle, das verstehe ich sehr gut."
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    "text": "Ist es in Leuten denn irgendwie komplett egal, woher das Fleisch kommt oder unter welchen Umständen das produziert wird?"
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    "text": "Also der überwiegende Teil der Chinesinnen und Chinesen sieht es hier ganz pragmatisch."
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    "text": "Ja, das ist ein bisschen anders als bei uns in Westeuropa, wo es dann noch ethische Bedenken und auch moralische Bedenken gibt und Tierschutz und so weiter."
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    "text": "Also das gibt es in China nicht so."
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    "text": "Also alles, was Hightech ist und technologischer Fortschritt ist, wird umarmt von den Chinesen."
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    "text": "Und sie haben dann ein ganz entspanntes Verhältnis dazu."
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    "end": 739.24,
    "text": "Und am Ende aller Tage ist es dann so, schauen Sie auch auf dem Geldbeutel, wenn dadurch Schweine und Fleisch erschwinglich bleibt und einigermaßen preisgünstig bleibt."
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    "text": "Na ja, warum nicht?"
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    "text": "Das ist schon ein bisschen anders als im Westen."
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    "text": "Und trotzdem die einen, die du getroffen hast, die haben ja auch gemeint, so ja, es kann nicht sein, dass freilaufende Schweine gleich schmeckt, wie das aus der Fabrik."
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    "text": "Sie überlegen sich das ja schon."
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    "text": "Ja, einige überlegen sich das, aber ich würde so weit gehen zu sagen, das ist eine Minderheit."
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    "text": "Dieses Paar hat sich dann so ein bisschen unterhalten untereinander auch."
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    "text": "Also wer nun gerne Schweinefleisch ist und wer nicht und er ist eigentlich so gut wie gar kein Fleisch."
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    "text": "und sie sagt dann zwei, drei Male hintereinander, also Rindfleisch sei viel besser als Schweinefleisch."
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    "text": "Vielen Dank Matthias."
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    "text": "Merci für diesen Einblick ins Schweinehochhaus."
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    "text": "Sehr gerne, danke dir auch."
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    "text": "Das war unser Akzent, heute zusammen mit unserem China-Korrespondenten Matthias Kamp."
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    "text": "Übrigens, ihr habt sicher schon gemerkt, wir sehen seit heute ein bisschen anders aus."
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    "text": "Nach fünf Jahren NZZ-Aktzent haben wir uns nämlich ein neues Visual gegönnt."
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    "end": 819.64,
    "text": "Das Bild in eurer Podcast-App ist seit heute bisschen weniger grün, bisschen mehr Violett."
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    "end": 822.06,
    "text": "Ansonsten bleibt aber alles so, wie es ist."
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    "end": 826.32,
    "text": "Ihr kriegt auch weiterhin jeden Tag fünfzehn Minuten NZZ-Aktzent auf die Ohren."
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    "text": "Daran wird sich so schnell nichts ändern."
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    "text": "Ich bin Alice Groszow."
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    "text": "Wir hören uns morgen wieder."
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    "text": "Bis dann."
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