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    "text": "Dieser Podcast wird präsentiert von Oxygen at Work, dem Zürcher-Startup, das ihnen die Vorteile der Natur ins Büro bringt."
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    "text": "Am Montag in der UN-Vollversammlung in New York."
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    "text": "Da kommt etwa der portugiesische Präsident ans Rednerpult."
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    "text": "Portugal formally recognized the state of Palestine as a sovereign state."
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    "text": "Dann kommt Prinz Alba von Monaco nach vorne, sagt Monaco unterstütze Israel, aber anerkenne auch Palästina."
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    "text": "Die Liste dieser Länder, die Palästina anerkennen, wird länger und länger und nur noch wenige Länder, wie etwa die USA, tun das nicht."
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    "text": "Warum machen das so viele Länder gerade jetzt?"
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    "text": "Dieser Schritt Antonia, der stand schon lange im Raum, also es gab schon lange Diskussionen, ob diese Staaten jetzt Palästina anerkennen."
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    "text": "und die UNO Vollversammlung, die ist natürlich eine gute Bühne für so einen Schritt."
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    "text": "Sie läuft jetzt gerade noch und die Länder, die Palästina anerkennen, die sagen eben, mit diesem Schritt wollen sie Friedenstiften."
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    "text": "Einerseits, damit der Krieg im Gaserstreifen aufhört, aber damit es auch eine langfristige Perspektive, eine langfristige Lösung für den Auskonflikt gibt."
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    "text": "Und das ist aus ihrer Sicht die Zweistaatendösung."
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    "text": "Es ist aber sehr, sehr unklar, ob diese Anerkennung, diese Erklärung, die wir jetzt gerade gehört haben, wirklich etwas bringen sowohl politisch als auch für die Menschen vor"
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    "text": "Na Ost-Korrespondent Reva Toffer analysiert die möglichen Folgen."
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    "text": "Also in Israel kann man sagen, dass es wirklich durch die Bank negativ gesehen wird, durch die Bank kritisiert."
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    "text": "Auch alle Medien in Israel sehen es eben eigentlich negativ, dass jetzt, wo dieser Krieg immer noch läuft, eben so viele Staaten Palästina anerkennen."
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    "text": "Was man immer wieder hört in Israel, ist eben, dass diese Anerkennung Palästinas eine Belohnung für den Terror der Hamas sei für ihren Angriff für ihr Massaker vom siebten Oktober."
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    "text": "Nach dem Motto, dass wenn Terroristen so ein furchtbares Verbrechen begehen, bekommen sie jetzt auch noch einen Staat dafür."
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    "text": "Und was viele auch kritisieren, ist, dass nur sehr wenige Bedingungen an diese Anerkennung eines Staates gemacht werden, zum Beispiel wirkliche Reformen der palästinensischen Autonomiebehörde, ein Ende der Hamas, das eben Geisen freigelassen werden."
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    "text": "All das ist noch nicht wirklich geschehen und trotzdem anerkennen eben viele Staaten jetzt Palästina."
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    "text": "Du hast auch gesagt, die Politik ist extrem kritisch."
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    "text": "Die Regierung von Benjamin Netanyahu und auch der Ministerpräsident selbst, der hat seine Position sehr, sehr klar gemacht, hat eben in einem Statement gesagt, dieser palästinensische Staat würde die Existenz Israels bedrohen, sei eben, wie viele Israelis es auch sagen, eine Belohnung für den Terrorismus der Hamas."
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    "text": "Er hat ausgeschlossen, dass es jemals einen palästinensischen Staat gibt."
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    "text": "Er hat sogar gesagt, dass Israel den Siedlungsbau im besetzten West-Jordanland, also einem palästinensischen Gebiet, neben dem Gazastreifen weiter verstärken möchte."
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    "text": "Und er ist eben auch stark unter Druck jetzt, weil seine rechtsextremen Koalitionspartner als Reaktion auf diese Anerkennforderung das palästinensische Gebiete annektiert werden, dass sie eben Teil Israel werden, damit sichergestellt werden kann, dass es auf gar keinen Fall einen palästinentischen Staat gibt."
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    "text": "Also eins ist ja auch wichtig, die sollten uns daran erinnern, dass eben schon Vorher, vor dieser Anerkennungswelle jetzt, hatten rund hundertfünfzig Länder auf dieser Welt bereits Palästina anerkannt und das hatte auch keine wirklich realen Folgen."
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    "text": "Denn nur weil ein Land von vielen anderen Staaten anerkannt wird, wird es eben nicht automatisch zu einem Staat, der eben einen Territorium hat, der eine funktionierende Regierung hat."
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    "text": "wenn du sagst ein symbolischer Schritt wie sehen das denn die palästinenser also freuen die sich immerhin über dieses symbol?"
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    "text": "bei manchen herrscht schon eben Teilweise Freude oder ein wenig Hoffnung."
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    "text": "Aber grundlegend gehen die Palästinenser jetzt nicht davon aus, dass es eine große Veränderung in ihrem alltäglichen Leben hat."
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    "text": "Der ist ein palästinensischer Friedensaktivist, ein großer Kritiker von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas, der eben sagt, jetzt werden halt irgendwie ein paar mehr palästinensische Flaggen an den Auslandsvertretungen in den betreffenden Staaten aufgehängt."
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    "text": "Das heißt, für die Menschen jetzt die eben... unter israelischer Besetzung leben oder eben vom Krieg betroffen sind im Gaserstreifen, für die wird dieser Schritt unmittelbar keine Konsequenzen haben."
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    "text": "Also du hast gesagt, die israelische Kritiker fürchten die Hamas werde nun belohnt, indem man Palästina anerkennt."
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    "text": "Ja, die Hamas heftet sich das natürlich selbst als großen Erfolg an."
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    "text": "Also die Hamas hat gleich eine Medienmitteilung rausgegeben, wo sie diesen Schritt begrüßt haben und aus ihrer Sicht haben sie es so dargestellt, es sei eben eine Reaktion auf das Massaker, was sie begangen haben, am siebten Oktober auf diesen Angriff, der jetzt eben diese Frage der palästinensischen Staatlichkeit wieder in die Weltöffentlichkeit gebracht hat."
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    "text": "Wir sind gleich zurück."
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    "text": "Pflanzen für eine bessere Luftqualität."
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    "text": "Oxygen at Work macht's möglich."
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    "end": 614.66,
    "text": "Durch wissenschaftlich fundierten Einsatz von Pflanzen schaffen sie ein attraktiveres und gesünderes Arbeitsumfeld."
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    "text": "Das Team mit Expertise aus Projekten bei ABB, Microsoft und Co."
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    "end": 622.74,
    "text": "kümmert sich von Design bis Pflege um alles, was Pflanzen betrifft."
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    "text": "Lassen sie sich auf oxygenatwork.ch inspirieren und kostenlos ein maßgeschneidertes Pflanzenkonzept erstellen."
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    "text": "Du hast gesagt, die Anerkennung Palästinas macht in Israel vielen Angst."
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    "text": "Also ist das einfach ein PR Schachzug von Frankreich und Großbritannien, der aber gar nicht viele Folgen für sie hat?"
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    "text": "Ja, also wir müssen schauen, was jetzt eben die Konsequenzen davon sein werden in der Zukunft, aber bisher würde ich dir Recht geben, Antonia, es sieht ... Alles danach aus, dass es vor allem eine große Geste ist, die eben auch inpolitisch motiviert ist."
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    "text": "Also in diesen Ländern gibt es große Demonstrationen gegen den Krieg im Gasastreifen."
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    "text": "Wir haben eben gesagt, höchstwahrscheinlich wird es keine realen Konsequenzen haben."
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    "text": "Sie hätten natürlich noch ganz andere Instrumente im Kasten."
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    "text": "Man könnte keine israelischen Rüstungsgüter mehr kaufen, keine Rüstungsgüter mehr liefern, all sowas."
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    "text": "Jetzt sagt man einfach nur, wir anerkennen einen palästinensischen Staat."
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    "text": "Ich glaube, es ist sehr, sehr viel PR und wenig reale Konsequenzen."
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    "text": "Aber du hast gesagt, man muss schauen, wie es da jetzt weitergeht."
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    "text": "Es ist möglich, dass nicht so viel passiert, also beispielsweise, dass Palästina auch in der UNO ein Status als Staat bekommt, als es da anerkannt wird, dass die Chancen sehr gering, die USA werden, das höchstwahrscheinlich blockieren."
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    "text": "Und dann wird ganz wichtig zu beobachten sein, was Israel tut, besonders was Ministerpräsident Benjamin Netanyahu eben in New York bei der UNO-Generalversammlung sagen wird."
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    "text": "Da wird der Ende der Woche sprechen und Israel hat es tatsächlich in der Hand, etwas vor Ort zu verändern."
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    "text": "Und das könnte die Situation für die Palästinenser vor Ort sogar noch verschlechtern, denn eben in Israel fordern jetzt viele als Reaktion auf diese Anerkennung, dass palästinensisches Gebiet formal annektiert wird."
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    "text": "Dass es also Teil Israels werden würde, beispielsweise das Westjordanland Teile davon oder sogar das gesamte Westjordanland und das wäre natürlich für die Palästinenser schlecht und das wäre auch hätte auch Auswirkungen darüber hinaus."
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    "text": "Also viele arabische Staaten, etwa die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien haben gesagt, dass so eine Annexion, eben also eine formale Einverleibung des palästinensischen Gebiet in Israel für sie eine rote Linie wäre."
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    "text": "Eben, das würde die ganze Region ins Chaos stürzen."
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    "start": 861.0,
    "end": 865.58,
    "text": "Es würde die Normalisierung mit einigen arabischen Staaten gefährden."
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    "start": 865.98,
    "end": 878.6,
    "text": "Und das ist eigentlich eben auch nicht im Interesse Israel und auch nicht im Interesse der USA, die eben eigentlich einer der letzten wirklich wichtigen Verbündeten Israels sind."
  },
  {
    "start": 879.08,
    "end": 891.08,
    "text": "Und daher würde ich denken, dass es doch eher wahrscheinlich ist, dass Israel auch nur mit Rhetorik auf diese Anerkennung antworten wird und nicht diese rote Linie der Annexion überschreiten"
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    "start": 891.14,
    "end": 891.36,
    "text": "wird."
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    "text": "Und Achtung, von der NCZ gibt's ab morgen einen neuen Podcast."
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    "end": 924.88,
    "text": "In der ersten Folge des Wissenschaftspodkastes Quantensprung schaut Host Lena Waldle, ob wir organekünftig im Labor drucken können und damit gleich die Organspende notlösen."
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    "end": 929.52,
    "text": "NCZ Quantensprung ab Freitag da, wo ihr sonst auch Podcast hört."
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    "end": 937.16,
    "text": "Ich sage gut, tschüss und bis zum nächsten Mal."
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