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    "text": "Kinder: Jetzt kommt: „Taxi ins Mich!“! Ein Hörspiel von gesundheit-hören. Und medizini aus der Apotheke.\nSHARY: Ich weiß, ohne die Sonne wäre es, für uns Menschen überhaupt nicht möglich, auf unserem schönen Planeten zu leben. Und im Sommer ist sie ein guter Grund, um Eis zu essen, sich am See oder im Freibad abzukühlen und auch einfach mal ein bisschen länger draußen und wach zu bleiben als sonst. Aber wenn die Sonne zu stark „brennt“ – so wie jetzt gerade – dann hätte ich gerne eine Fernbedienung, um sie etwas schwächer zu drehen. Es ist so heiß! Und ich kann hier nämlich im Studio leider keinen Ventilator laufen lassen, der stört nämlich bei der Aufnahme. Sagt mal – also an die Regie geht das gerade: kann ich mir vielleicht wenigstens eine Wanne mit Wasser für die Füße hier hinstellen? \nRegie: Hmmm…ja, okay Shary. Weil es heute so heiß ist, können wir das ausnahmsweise mal machen.\nSHARY: Ja? Puh! Gute Idee, Shary. Das mache ichnjetzt!",
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    "text": "Titelsong:  Hey hallo! Taxi! \nMach dich bereit, komm mit ins Abenteuer! (Hey) Wir fahren los und flitzen durch den Körper. (Run Run) Ab geht’s, Toni sitzt am Steuer (Let’s go!) Wir fahren los im Taxi ins Mich. Ganz egal, wohin es geht. Nasenschleimhaut, Augen, Schienbein oder Lunge. Wir fahren hin, erkunden und checken es aus (und checken es aus). Ganz klein, so winzig war noch niemand (mini, mini). Der Blutkreislauf ist unsere Autobahn. Auf geht’s, mit Wissen und Verstand. (Au ja!) Fahren wir los im Taxi ins Mich!  \nKinder: (im Chor) Taxi ins Mich.\nTessa: Jetzt kommt:\nYassin: Folge 19 \nElla: Wo brennt’s denn?",
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    "text": "Tessa: Toni, kannst du die Fenster hier hinten noch etwas runterlassen, es ist so heiß!\nToni: Tut mir leid Tessa, das ist als Kindersicherung bei Taxen so eingestellt. Und eine Klimaanlage hat das gute Stück leider nicht.\nTessa: Naja, wenn wir hier hinten ersticken, dann ist das aber keine so tolle Kindersicherung.\nElla: Tessa, Toni hat doch schon alles so weit aufgemacht, wie es geht, wir sind bestimmt auch bald da, oder?\nToni: Ja, dauert nicht mehr lang.\nYassin: Mit dem Fahrrad wär’s noch heißer gewesen.\nTessa: Ach, hast du dir den Platten mit Absicht geholt, Yassin?\nYassin: Was?\nElla: Tessa! Bitte!\nTessa: Tschuldigung. (Pause) Hatte mich halt auf unseren Radausflug gefreut.\nToni: Ich mich auch! Aber wenn wir den Reifen noch geflickt hätten, dann wären wir viel zu spät bei Tante Gudula angekommen. Denkt an ihren berühmten Erdbeerkuchen, der auf uns wartet … Ach, was wir total vergessen haben …\nToni: Hier! Bitte alle eincremen! Das hätten wir wirklich noch vor der Fahrt machen sollen.\nTessa: Hä? Warum? Wir sitzen doch im Auto im Schatten, reicht doch dann im Garten bei Gudula, oder?\nToni: Nein. Sonnencreme sollte immer etwas einwirken. Eigentlich so 20 Minuten. Mhm, wir fahren noch ca. 10, das ist besser als nichts. Fangt bitte an, ja?\nElla: Hier.\nTessa: Äh, und du musst dich nicht eincremen?\nElla: Ich hab’ mich zu Hause schon eingecremt.\nToni: Sehr gut, Ella.\nTessa: Uch, das Zeug fühlt sich immer so … naja … glibberig an.\nYassin: Immer noch besser als die weiße Paste, die mir meine Eltern draufgeschmiert haben, als ich ganz klein war. Ich sah aus wie ’n Gespenst.\nElla: Und immer noch besser als Sonnenbrand!\nSHARY: Oh, ja! Für den Brand im Sonnenbrand ist übrigens nicht die Hitze der Sonne verantwortlich. Medizinisch heißt Sonnebrand „Dermatitis solaris“. Frei übersetzt: eine Entzündung der Haut durch die Sonne. Und wie „entzündet“ sich die Haut, wenn nicht durch Hitze? Die Sonne schickt uns Wärmestrahlen, die wir spüren können, und Lichtstrahlen, die wir mit unseren Augen sehen können. Und dann noch einige andere Strahlen, die wir weder sehen noch spüren können. Dazu gehört auch die ultraviolette Strahlung, kurz UV-Strahlung. Und die ist unsere Übeltäterin. Ihre Strahlen haben ziemlich viel Wumms. Sie sind wie kleine Steine, die mit hoher Geschwindigkeit durch unsere oberste Hautschicht fliegen und dort die Zellen beschädigen können. Diese Schäden kann unsere Haut reparieren, aber bei zu viel UV-Strahlung auf einmal, kommt sie damit nicht mehr hinterher. Es entsteht eine rote, schmerzende Entzündung, die anzeigt, dass die Haut hier eine Großbaustelle eröffnet hat. Und das ist dann Sonnenbrand. Daher müssen wir unsere Haut schützen, vor allem an sonnigen Tagen im Frühjahr und Sommer. Schutz bedeutet dann: Kleidung über der Haut, einen Hut auf dem Kopf und auf den unbedeckten Stellen Sonnencreme auftragen. Die enthält Stoffe, die UV-Strahlung in harmlose Wärme verwandeln können, die dann keinen Schaden mehr anrichten kann. Das nennt sich chemischer Filter. Andere Stoffe wirken tatsächlich wie kleine Sonnenschirme, die die UV-Strahlen \"abprallen\" lassen.\nToni: Okay, wir sind da!\nTessa: Endlich!\nElla: Wow! Der Garten war ja im Winter schon beeindruckend, aber jetzt …\nToni: Ja, ich nenne ihn immer Gudulas Urwald.\nYassin: Könnte direkt aus einem Fantasy-Buch sein.\nTessa: Stimmt, das Haus passt ja auch dazu!\nElla: Ich hätte auch gerne so ’n Windspiel für unseren Hof!\nTessa: Ach nee Ella, das macht dann immer Krach!\nGudula: Hallo ihr Lieben! Och wie schön, dass ihr das seid!\nToni: Hallo Tante Gudula.\nElla: Hallo Gudula. Danke für die Einladung!\nTessa: Ja, danke! Ich liebe Erdbeerkuchen! \nGudula: Ich weiß, Tessa, und nach eurem Pups-schubs-Einsatz kann ich euch doch keinen Wunsch mehr ausschlagen. (lacht) So! Wollt ihr euch erst mal meinen Urwald ansehen oder doch direkt eine Stärkung mit Erdbeerkuchen?\nTessa: Kuchen!\nElla: Urwald!\nYassin: Urwald!\nToni: (lacht) Tessa? Hältst du es noch kurz aus?\nTessa: Na, gut! \nGudula: Dann folgt mir, fangen wir bei den Erdbeeren an. Die stehen auf der Südwestseite, sie brauchen viel Sonne! Da sind wir uns ähnlich, die Erdbeeren und ich.\nToni: Ah, gut, dass du es erwähnst! Ich muss mich natürlich auch noch eincremen. Wenn ich sie finde …\nGudula: Willst du etwas Kokosöl von mir?\nYassin: Äh, Toni sucht doch nach Sonnencreme?\nTessa: Was soll sie denn mit Kokosöl?\nGudula: Kokosöl ist ein natürlicher Sonnenschutz.\nElla: Echt?\nToni: (Seufzt) Nein, Gudula. Außer du bezeichnest einen Lichtschutzfaktor von zwei als ausreichend, mehr hat Kokosöl nämlich nicht, und das ist schon aufgerundet.\nYassin: Auf meiner Sonnencreme steht glaub ich 30. \nToni: Das ist gut! Weil je höher der Lichtschutzfaktor ist, um so länger kann man damit in der Sonne bleiben, bevor es zu viel ist für die Haut. Das hängt aber auch immer sehr von der eignen Haut ab. Grundsätzlich ist - wie deine Sonnencreme - ein Faktor 30 empfohlen. Wenn man empfindliche Haut hat auch 50. Und am besten alle zwei Stunden nachcremen. Das gilt auch für dich, Gudula.\nGudula: Also, wenn du mein Vorbräunen noch mit dazurechnest, dann kann ich mich sicher mit gutem Gewissen von meiner Freundin der Sonne umarmen lassen.\nToni: Sag mal, deine Schultern sind aber nicht braun, sondern rot! Du hast da ja ’nen fetten Sonnenbrand!\nGudula: Ach, ja. Da hab’ ich schon Aloe Vera drauf gemacht. Was rot wird, wird auch braun! \nToni: Das Braun, das „danach“ kommt, ist immer ein Hilferuf deiner Zellen, weil du deine Haut vorher nicht gut geschützt hast. Die Bräunung hilft ein ganz kleines bisschen als Schutz, aber dafür darfst du doch keinen Sonnenbrand riskieren.\nYassin: Und was macht das?\nToni: Entschuldige, was?\nYassin: Na, was die Bräune macht.\nToni: Ach so, Melanin, ein dunkler Farbstoff.\nElla: Wie kann denn Farbe vor UV-Strahlen schützen?\nGudula: Das Melanin legt sich wie ein Sonnenschirm über die Zellen, die Natur ist schon schlau, oder?\nToni: Ach, das weißt du? Naja, jedenfalls verwandelt es die UV-Strahlen auch in Wärme und macht sie damit ungefährlich.\nYassin: Also, wie die Stoffe in der Sonnencreme?\nToni: Ja, aber …\nGudula: Na, siehst du?\nYassin: Und ist das der gleiche Farbstoff, der auch meine Haut dunkler macht?\nToni: Ja, aber …\nYassin: Heißt das, ich hab’ so was wie ’nen … äh … Haut-Sonnenschutz?\nSHARY: Ja, aber: Es stimmt, dass je dunkler Haut ist, umso mehr Melanin enthält sie und umso höher ist der hauteigene Lichtschutzfaktor vor UV-Strahlen. Und ja, Haut mit einem hohen Melaninanteil bekommt seltener einen Sonnenbrand, aber seltener heißt nicht nie. Dieser Eigenschutz entspricht im besten Fall einem Wert von 13. Und somit gilt: Für alle immer Sonnenschutz – unabhängig vom Melaningehalt der Haut.\nToni: Sag mal, wie oft hast du denn so nen Sonnebrand?\nGudula: Ach, ich zähl’ da nicht mit. Mhm, so zweimal im Jahr?\nToni: Puh, das is viel! Und wenn du dich mal so zurückerinnerst: Wie viele waren in deinem Leben so richtig fies? Mit Blasen und so?\nGudula: Tja, da war der in Gomera, und der auf Kreta … Goa … Ibiza … und letztes Jahr Rügen.\nToni: Und Onkel Gerhard sagt nichts dazu? Der war doch Hautarzt!\nGudula: Na, doch, der klingt ehrlich gesagt wie eine Kopie von dir! Aber er hat auch gesagt: „Gudula, ich liebe dich, und damit das so bleibt, werde ich nicht dein Hautarzt sein.“\nToni: Mhm. Und er macht nichts?\nGudula: Du kennst doch deinen sturen Onkel! Bei jeder Gelegenheit versucht er, „unauffällig“ meine Haut zu beobachten. Er murmelt dann sogar vor sich hin. Neulich hat er sich sogar eine Taschenlampe geholt und mich während meines Mittagsschlafs abgesucht. Er denkt, er macht das ganz geschickt. Offenbar hat er bisher nichts gefunden. Also!\nToni: Gudula, wir wissen beide wie es um Onkel Gerhards Augen steht! Brille hin oder her. Das ersetzt nicht eine ordentliche Untersuchung!\nGudula: Jetzt schau mich nicht so ernst an, Toni. Mir geht’s doch gut!\nToni: Ja, und ich hätte auch gerne, dass das so bleibt. Gudula, darf ich mit dem Taxi und den Kindern einmal nachsehen, wie es deiner Haut geht? Und: Wenn es ihr nicht so gut geht, gehst du dann bitte, bitte zu einem Hautarzt?\nGudula: Naja … das scheint ja jetzt schon sehr vom Herzen zu kommen … und ich muss ja auch nirgends hin …naja.. ihr habt mir ja auch mit meinen Bauchschmerzen so toll geholfen!\nElla: Toni macht sich wirklich nur Sorgen und würde dir gerne helfen, Gudula.\nTessa: Und wir auch.\nYassin: Wie beim letzten Mal.\nGudula: Na schön. Ich glaube zwar, ihr findet nichts, aber …\nToni: … wissen ist besser als glauben?\nGudula: Vielleicht.\nToni: Danke, Gudula.\nGudula: Na, dann stell’ ich den Kuchen noch mal kurz in den Kühlschrank und dann kann’s losgehen.\nElla: Ja!\nYassin: Ja!\nTessa: Ähm, Gudula…denkst Du..ich könnte vielleicht noch ein ganz kleines Stück für unterwegs haben?\nSHARY: Ja, kann Tessa. Gudula macht es sich auf einer Bank vor ihrem Häuschen im Schatten gemütlich, direkt unter dem Windspiel. Toni, Ella, Yassin und Tessa samt einem to-go-Stück Kuchen setzen sich ins Taxi und sind bereit für eine Körperreise.\nToni: Alle bereit?\nKinder: Ja!\nToni: Los geht’s!",
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    "text": "Kinder: (Freudenschrei)\nElla: Ah, Tessa…Du isst jetzt wirklich Gudulas Erdbeerkuchen, in Gudula?\nTessa: (kaut, mit vollem Mund) Ja, warum? Der is so gut! Willst du?\nElla: Äh, ja.\nTessa:  Mund auf: das Flugzeug kommt geflogen, Ella! Und rein!\nYassin: Toni, wieso hast du Gudula gefragt, wie viele Sonnenbrände sie schon hatte?\nTessa: Ja, was hat denn der Sonnenbrand vom letzten Jahr mit dem jetzt zu tun?\nElla: Stimmt, und was ist ein … äh … Blasen-dingsda Sonnenbrand?\nToni: Naja, unsere Haut merkt sich jeden Sonnenbrand, also genauer: Die Hautzellen können sich nicht beliebig oft reparieren, irgendwann ist Schluss. Und blasenbildende Sonnenbrände sind besonders schwere. An der Zahl kann man so grob abschätzen, wie es um die Reparaturfähigkeit der Haut noch steht.\nElla: Und so wie du reagiert hast, eher schlecht bei Gudula?\nToni: Kann, muss aber nicht. Das Risiko ist auf jeden Fall größer. Zumal die Zellen sich umso langsamer reparieren, je älter sie sind. Also, je älter der Mensch ist.\nTessa: Und was passiert dann?\nToni: Dann können Krankheiten auf und in der Haut entstehen.\nYassin: Schaut mal, da vorn ist ganz schön was los!\nElla: Ja, und irgendwie sieht es hier auch ziemlich verwüstet aus.\nTessa: Stimmt…überall … Trümmer?\nElla: Toni, die da kennen wir doch! Wie heißen die noch mal?\nToni: Das sind Fresszellen, die müssen auch ran, wenn eine Zelle sich abgeschaltet und zerlegt hat. Wie hier beim Sonnenbrand.\nYassin: Die ganzen Trümmer da draußen sind also Reste von Zellen?\nToni: Genau. Kommt, wir schauen mal, ob es einen Wächter oder eine Wächterin hier gibt.\nDerma: Fressander!\nFressander: Jau?\nDerma: Wenn ihr hier Quadrant B durchhabt, dann geht bitte weiter zu Quadrant C.\nFressander: hm, machen wir, hier sind wir fast fertig!\nDerma: Ja, mal wieder einen Sonnenbrand abgearbeitet. (zu Toni und den Kindern) Wer seid ihr denn?\nFressander: (mampft und schmatzt)\nToni: Hallo! Ich bin Toni, Gudulas Nichte, und das sind Freunde von Gudula: Tessa, Ella und Yassin.\nElla: Hallo.\nYassin: Hi.\nTessa: Hey.\nDerma: Hallo, ich bin Derma, die Hautwächterin. \nToni: Perfekt! Dich haben wir gesucht!\nDerma: Ich hab’ keinen Bedarf an irgendeiner Form von Mehrarbeit, danke. Was ich an Überstunden schiebe in diesem Job, ist wirklich nicht mehr feierlich.\nToni: Nein, wir wollten uns den Zustand von Gudulas Haut mal ansehen, also ob hier noch alles so läuft, wie es soll.\nElla: Wir helfen auch gerne!\nYassin: Gibts was, was wir machen können?\nDerma: Noch läuft hier alles geregelt ab, stressig, aber geregelt. Wenn ihr helfen wollt, dann könntet ihr mit eurem Fahr-Ding da die Zelltrümmer zusammenschieben, das macht es den Fresszellen einfacher.\nKinder: Bitte, Toni!\nToni: Sicher. Und mit „geregelt“ meinst du, dass sich alle Zellen noch an ihren Bauplan halten?\nDerma: Ja. Aber es gibt ein paar Kandidaten in Quadrant C, die gefallen mir nicht. Die beobachte ich schon länger.\nToni: Kannst du uns die zeigen? \nDerma: Klar. Wenn wir hier fertig sind.\nYassin: Was meinst du mit \"an den Bauplan halten\"?\nSHARY: Mit dem Bauplan ist die DNA der Zelle gemeint. Auf diesem Bauplan steht alles drauf, was die Zelle herstellen kann und wie und woraus sie selbst aufgebaut ist. Da steht auch alles für die Zellteilung drauf. Dabei erschafft die Zelle eine Kopie von sich selbst. Und so macht unser Körper neue Zellen. Und das geht nur, wenn der Bauplan vollständig und korrekt ist. Wird er durch UV-Strahlen beschädigt, müssen die Zellen ihn reparieren. Ist der Schaden aber zu groß, muss die Zelle sich zur Sicherheit abschalten und zerlegen, auch dieser Schutzmechanismus ist Teil ihres Bauplans. Die nicht beschädigten Zellen um sie herum vermehren sich dann, um die abgeschalteten Zellen durch neue zu ersetzen. Und damit wieder Platz für diese neuen Zellen ist, muss eben erst aufgeräumt werden. Dabei helfen jetzt Toni mit dem Taxi und die Kinder mit Muskelkraft. Sie schieben die Zelltrümmer zu Haufen zusammen, damit die Fresszellen schneller ihre Arbeit machen können.\nYassin: (ächzt beim Schieben)\nTessa: (ächzt beim Schieben)\nElla: (ächzt beim Schieben)\nFressander: (mampft und schmatzt)\nToni: Ich denke, das war’s, oder, Derma?\nDerma: Ja. Vielen Dank. Dann zeig’ ich euch mal mein Sorgenkind. Folgt mir.\nToni: Wir fahren am besten mit dem Taxi. Geh schon mal vor, wir holen dich dann ein, Derma!\nDerma: Wie ihr wollt! Bis gleich\nDerma: So. Da haben wir sie.\nToni: Oh ja, seht ihr den Unterschied zu den übrigen Hautzellen um uns rum?\nTessa: Ähm, die hier sind größer …?\nYassin: Heißt das, die sind krank?\nDerma: Ich hoffe nicht!\nToni: Erst mal sind sie nur verändert, also offenbar ist ihr Bauplan schon etwas in Mitleidenschaft gezogen worden und das ist ein Warnzeichen. Aber solange sie noch ihre Aufgabe erledigen, ist alles im grünen Bereich.\nYassin: Aber, wenn sie nicht mehr im grünen Bereich sind, dann schalten sie sich doch ab, oder?\nDerma: Das macht mir eben Sorge: Ob die Zellen hier das dann noch tun.\nElla: Wie meinst du das?\nToni: Naja, falls genau dieser Notfallknopf kaputtgeht, dann schalten sie sich eben nicht mehr ab, sie wachsen und vermehren sich dann trotzdem einfach weiter. Dann sind sie krank, also genauer gesagt sind sie dann Tumorzellen. Und im schlimmsten Fall ist es dann Krebs.\nYassin: Oh, das ist dann … gar nicht gut, oder?\nDerma: Toll ist anders. Aber ich müsste dann erst mal wissen, ob sie bös- oder gutartig sind.\nTessa: Hä? böse und gut? Krank ist doch immer \"nicht gut\".\nToni: Richtig, aber es gibt eben Unterschiede! Also gutartige Tumorzellen, die wachsen nur sehr langsam und machen sich etwas mehr Platz um sich herum, lassen die gesunden Zellen aber sonst in Ruhe. Und, das Wichtige: Sie bleiben, wo sie sind! \nElla: Ah, und die Bösen, die wandern im Körper rum?\nToni: Gewissermaßen ja. Bösartige Tumorzellen können sich vom ersten Tumor lösen und an anderen Stellen im Körper wieder festsetzen. Dort wachsen dann neue Tumore. Außerdem wachsen bösartige Tumorzellen auch viel schneller und zerstören dabei die gesunden Zellen neben sich.\nTessa: Oh, man! Und wie kann man jetzt rauskriegen, ob die Zellen hier … äh …\nToni: Risikozellen sind? Na, wir müssen in sie rein.\nYassin: Aber wir sind zu groß.\nToni: Dann müssen wir eben noch kleiner werden.\nElla: Wir … wir können uns noch kleiner schrumpfen?\nToni: Genau!\nTessa: Wirklich? Warum haben wir das denn noch nie vorher gemacht?\nToni: Weil es nicht nötig war, Tessa. Also, ab ins Taxi und rein in die Zelle!\nSHARY: Eine Doppelschrumpfung ist wirklich eine \"Taxi ins Mich“-Premiere! Die Kinder gehen sehr aufgeregt mit Toni zum Taxi, denn was jetzt kommt, kennen sie ja noch nicht.\nToni: Ok, alle bereit?\nKinder: Ja!\nToni: Los geht’s!\nKinder: (Freudenlaute)\nElla: Das ist …\nTessa: ...irre...\nYassin: ...beeindruckend.\nToni: Das trifft es beides ganz gut.\nElla: Was ist das da draußen alles, Toni?\nToni: Puh, also Zellbiologie war für mich nicht das leichteste Thema. Äh…Wartet: Die großen Dinger da drüben, die aussehen wie Bohnen, müssten die Mitochondrien sein, die machen aus Zucker die Energie für die ganze Zelle. Die runden, kleineren Kerle sind Ribosomen, die stellen Bausteine für die Zelle und ihre Aufgaben her. Und das da, diese übereinander gestapelten Scheiben, das …\nTessa: Sind Pfannkuchen!\nToni: Fast … das müsste der Golgi-Apparat sein, da werden Bausteine verpackt und verschickt, quasi die Zell-Post.\nYassin: Und das große, rundliche Ding da vorn?\nTessa: Stimmt! Da schwirren irgendwelche Dinger rein und raus!\nToni: Das ist der Zellkern, da wollen wir näher ran! Da steckt die DNA drin, also der Bauplan. Und zwar gut geschützt! \nElla: Und warum schwirren da ständig Sachen rein und raus?\nToni: Die länglichen, die wie Schlangen aussehen, das sind RNA-Stränge. Das sind Kopien von Teilen des DNA-Bauplans.\nYassin: Warum denn Kopien, wenn der Bauplan doch direkt da ist?\nToni: Naja, erstens brauchen die Maschinen ja immer nur genau den Teil vom Bauplan, der für sie wichtig ist. Es wäre also ziemlich umständlich, immer den ganzen Plan hinzuschleppen. Und zweitens muss das Original gut geschützt werden. Deswegen die Kopien.\nElla: Äh, Toni, was ist das Ding da?\nYassin: Sieht aus wie ’ne Drohne \nToni: Mhm, gute Frage …\nTessa: Und was ist das, was aus dem Zellkern kommt? Das hat es aber eilig!\nYassin: Piepst das … ein S. O. S.?\nToni: Ja, Yassin, ich glaub’, du hast recht. Also scheint irgendwas nicht zu stimmen.\nElla: Das kommt auf uns zu! Vielleicht stimmen wir für das Ding nicht!\nToni: Äh… ich fahr’ mal lieber ein Stück weg.\nToni: Ok, er will zu der Drohne vor uns, wir interessieren ihn offenbar doch nicht.\nTessa: Jetzt piekst der die irgendwie an.\nYassin: Hat die Drohne was gesagt?\nToni: Also, verstanden hab’ ich nichts.\nElla: Was ist denn jetzt los?\nYassin: Irgendwie ist alles … stehen geblieben?\nToni: Ich hab’s!\nElla: Was denn?\nToni: Die Drohne, das ist p53! Der Genomwächter!\nTessa: Hä?\nTessa: Äh … sind das da … die klingen wie Werkzeuge …?\nToni: Ja, ich denke, das sind tatsächlich die Reparatur-Enzyme. Die wurden gerade gerufen. Das wollte ich gern sehen!\nSHARY: Ja, auch auf dieser Mini-, Mini-Ebene gibt es Wächter. Der Genomwächter, also der Wächter des Bauplans wird P53 genannt. Und wenn dieser Wächter das Signal bekommt „Da ist ein Schaden am Bauplan“, dann wird auf seinen Befehl hin in der Zelle für die Zellteilung auf Pause gedrückt. Damit die Reparatur-Enzyme, winzig kleine Werkzeuge, diesen Schaden beheben können. Und wenn die Reparatur nicht klappt, weil der Schaden zu groß ist, dann ist es auch p53, der die Abschaltung der Zelle befiehlt … (Alarm unterbricht sie)\nTessa: Oho.\nElla: Nicht gut, oder?\nYassin: Habt ihr verstanden, was es gesagt hat?\nToni: Ich tippe sehr stark, dass gerade beschlossen wurde, die Zelle abzuschalten. Das ist gut!\nTessa: Gut? Wir sind in der Zelle, Toni!\nToni: Ja, du hast recht, wir sollten hier besser raus.\nToni: Alle bereit?\nKinder: Ja!\nYassin: Ach, richtig, wir sind ja jetzt erst wieder in der Haut!\nToni: Ja, wir müssen ja Derma noch sagen, was los ist.\nElla: Das ist alles ganz schön verwirrend!\nDerma: Und? Wie sieht es aus? Die Zelle scheint sich abzuschalten, richtig?\nToni: Ja, sie schaltet sich ab, es sieht also gut aus.\nDerma: Okay.\nTessa: Ich versteh’s immer noch nicht. Was ist da gut dran? Wir waren da gerade noch drinnen?\nDerma: Ihr hättet da sicher auch noch ein paar Stunden drinnen bleiben können. Das ist ein sehr langsamer und geordneter Prozess.\nToni: Es ist gut, Tessa, weil es bedeutet, dass der Notfallknopf in Gudulas Zellen noch funktioniert. \nElla: Also, noch kein Krebs in Sicht!\nToni: Genau.\nTessa: Ach, so! Ja, das is gut!\nYassin: Aber aufpassen muss sie, oder?\nDerma: Ja, bitte! Ich bitte sie hiermit inständig darum, mir nicht noch mehr Arbeit zu machen! Ich kann keinen Sonnenbrand mehr sehen!\nToni: Ich werde es ihr sagen. Vielleicht hört sie ja auf sich selbst.\nYassin: Äh, ich glaub’ ich hab jetzt echt Hunger!\nTessa: Es ist noch Kuchen im Taxi.\nToni: Also ich möchte mein Stück lieber im Garten genießen. Mach es gut, Derma!\nDerma: Danke für eure Hilfe! Macht’s gut!\nKinder: Tschüss!",
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    "text": "Toni: Jetzt aber wirklich raus aus Gudula! Alle bereit?\nKinder: Ja!\nGudula: Willkommen zurück! Und?\nToni: Also, deine Derma hat dir was zu sagen!\nGudula: Bitte? Meine Derma? Aha, und wer ist das?\nYassin: Das ist deine Hautwächterin.\nTessa: Deine ziemlich hart arbeitende Hautwächterin.\nElla: Die dringend deine Hilfe braucht.\nGudula: Oh. Toni?\nToni: Naja, die Kinder haben schon alles gesagt: Deine Derma wünscht sich Hilfe von dir, in Form von weniger Sonnenbrand.\nGudula: Heißt das, es sieht nicht so gut aus, da drin?\nToni: Noch, ist alles in Ordnung, aber es gab auf jeden Fall Risikoanzeichen.\nTessa: Aber die Zellen haben sich noch abgeschaltet!\nGudula: Oh, abgeschaltet …\nTessa: Nein, das ist gut, oder, Toni?\nToni: Ja, tatsächlich. Aber Gudula: Suchst du dir bitte einen Hautarzt oder eine Hautärztin deines Vertrauens, und gehst regelmäßig zu ihr?\nGudula: Na, oder ihr schaut vielleicht regelmäßig mal …\nToni: Gudula?! \nGudula: (Seufzt) Ja, ich verspreche es.\nToni: Und: Bitte tausch das Kokosöl gegen Sonnencreme, wenigstens wenn du in die Sonne gehst!\nGudula: Na, schön.\nToni: Und …\nGudula: Was denn noch?\nToni: Kannst du die Sonne zumindest im Frühjahr und Sommer zwischen 11 und 15 Uhr nicht anbeten gehen?\nGudula: Das alles hat meine Derma gesagt? Ja? Kinder?\nYassin: Äh, ja, nicht so … \nElla: Ja!\nTessa: Ja!\nGudula: Na, schön. Ich wäre wohl nicht sehr klug, wenn ich nicht auf mich selbst hören würde, oder?\nToni: Das hast du gesagt, aber: Ja.\nYassin: Tschuldigung. Jetzt hab ich echt Hunger!\nGudula: Na, dann kommt mal mit auf die schattige Terrasse.\nSHARY: Bevor ihr fragt: Gudula geht direkt in der Woche nach dem Besuch zu einer Hautärztin und verspricht auch regelmäßig zur Kontrolle zu gehen. Damit jede Hautstelle, die nicht im grünen Bereich ist, rechtzeitig entdeckt wird. Ihr Mann Gerhard fällt aus allen Wolken, als er das erfährt. Er hatte sich vorher an Gudula ja die Zähne ausgebissen. Gutes Stichwort übrigens: Denn um Zähne geht es auch bei der nächsten „Taxi ins Mich“-Folge. Bis dahin: Tragt immer Sonnencreme und habt es schön! Eure Shary",
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    "text": "Titelsong:  Mach dich bereit, komm mit ins Abenteuer! (Hey) Wir fahren los und flitzen durch den Körper. (Run Run) Ab geht’s, Toni sitzt am Steuer (Let’s go!) Wir fahren los im Taxi ins Mich.\nShary: Das war „Taxi ins Mich“, Folge 19 „Wo brennt’s denn?“. \nEin Hörspiel von „Gesundheit Hören“ und „Medizini“. \nIch bin Shary Reeves. Wenn euch „Taxi ins Mich“ gefällt, dann lasst uns doch gerne fünf Sterne da, zum Beispiel bei Spotify oder Apple Podcast. Oder schreibt uns einen Kommentar oder eine Bewertung – das hilft anderen den Podcast zu finden. \nSerienkonzept - Berni Mayer und Johanna Steiner\nBuch – Elmar Börger\nRegie – Anja Herrenbrück\nEs sprachen\nToni – Vera Teltz\nTessa – Pola von Saucken\nElla – Suree Chuh\nYassin – Niklas Ulonska \nIn weiteren Rollen Sabine Arnhold, Tanja Geke, Daniel Séjourné\nProduktionsleitung - Annabell Rühlemann\nRedaktion Wake Word – Berni Mayer und Johanna Steiner\nRedaktion Gesundheit Hören – Constanze Radnoti\nDramaturgische und medizinische Beratung – Dr. Matthias von Bornstädt\nMedizinisch-pharmazeutischer Faktencheck: Dr. Andreas Baum\nAufnahme – Ronja Fröhlich, Bentje Staack, Stephan von Zedlitz im Hörspielstudio XBerg und O-tone Studio Köln\nSounddesign und Mischung Wake Word - Felix Stäblein\nTechnische Abnahme Gesundheit Hören: Yves Seißler \nGeräuschemacher - Robert Lehnert\nMusik - Thalia Darkow\nIllustration und Gestaltung - Bone Buddrus\nGesang Titelsong – Valentin Rövenstrunck\nExecutive Producer Wake Word - Ruben Schulze-Fröhlich\nExecutive Producer Gesundheit Hören – Peter Glück\nEine Produktion der Wake Word Studios im Auftrag von Gesundheit Hören.\nDas ist das Audio-Angebot der Apotheken Umschau.",
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