[
  {
    "start": 0.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nIch finde das wirklich total wichtig, dass man sich überlegt, wo will ich denn eigentlich hin? Wo sehe ich mich denn? Was wäre das, was mir Freude macht? Und zwar sowohl beruflich als auch privat.",
    "end": 12.0
  },
  {
    "start": 20.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nHerzlich willkommen bei „Frau Doktor, übernehmen Sie!“. Unsere heutige Gästin hat eine ziemlich steile Karriere hingelegt. Sie hat sich mit gerade mal 37 Jahren auf eine Professur beworben und hat das Bewerbungsverfahren tatsächlich auch erfolgreich abgeschlossen. Wir wollen heute unter anderem von ihr wissen, wie sie neben diesem beruflichen Werdegang eine Familie gegründet hat, wie sie ihren Beruf mit dem Familienleben unter einen Hut kriegt und diskutieren unter anderem die Frage, ob es eigentlich einen optimalen Zeitpunkt gibt, als Ärztin Kinder zu bekommen. Ich sag herzlich willkommen Universitätsprofessorin Dr. Beate Müller. Sie ist Allgemeinmedizinerin und Lehrstuhlinhaberin an der Uniklinik Köln. Beate, schön, dass Du heute hier bist.",
    "end": 70.0
  },
  {
    "start": 70.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nIch freu mich auch sehr.",
    "end": 72.0
  },
  {
    "start": 72.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nMein Name ist Julia Rotherbl. Ich bin Chefredakteurin der Apotheken Umschau und wünsche euch jetzt viel Spaß beim Zuhören.",
    "end": 78.0
  },
  {
    "start": 83.0,
    "text": "SPRECHERIN\n„Frau Doktor, übernehmen Sie!“ Ein Podcast von gesundheit-hören und Apotheken Umschau Pro.",
    "end": 94.0
  },
  {
    "start": 96.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nDu bist Allgemeinmedizinerin und bist mit nur 37 Jahren Professorin an der Uniklinik Köln geworden und seitdem bist Du auch Klinikdirektorin am dortigen Institut für Allgemeinmedizin. Du bist außerdem Mitglied der Ständigen Impfkommission, engagierst dich als Mentorin, hast zwei Kinder und bist vielleicht ein Beispiel dafür, dass Frauen alles haben können?",
    "end": 120.0
  },
  {
    "start": 121.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso ich würde sagen, ich bin sicherlich ein Beispiel dafür, dass man auch als Frau eine akademische Karriere machen kann und das auch mit der Familie und dem Privatleben vereinbaren kann. Ich bin sicherlich kein Beispiel dafür, dass man alles haben kann, denn auch bei mir muss ich natürlich immer wieder priorisieren und das heißt, ich mach auch nicht alles hundertprozentig. Das kommt, glaube ich, einfach mit den ganzen Tätigkeiten. Aber ich mach's so gut, wie es geht und ja, insofern also ich würde sagen, alles hab ich nicht, aber ganz viel.",
    "end": 156.0
  },
  {
    "start": 156.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nWas würdest Du sagen, hast Du nicht?",
    "end": 159.0
  },
  {
    "start": 159.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nJa, also was ich manchmal nicht habe, ist so die Zeit für mich selber. Das kommt sicherlich, wenn dann zu kurz oder manchmal, wenn ich an den Wochenenden Termine habe, dann ist es auch die Zeit für die Familie, die mal nicht passt. Es gibt natürlich auch noch viel mehr Dinge im Beruf ehrlich gesagt, bei denen ich mich gerne engagieren würde, aber man kann viel, aber nicht alles.",
    "end": 178.0
  },
  {
    "start": 179.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nIst das was, was Du gelernt hast, dass Du Kompromisse machen musst, Prioritäten setzen musst oder war dir von Anfang an klar, dass man viel haben kann, aber dann eben doch nicht alles?",
    "end": 189.0
  },
  {
    "start": 190.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso ich würde sagen, ich bin von Haus aus keine Perfektionistin, sondern ich bin pragmatisch in meiner Herangehensweise an die Dinge. Und insofern finde ich das auch gar nicht schlimm, wenn ich nicht alles habe und nicht alles hundertprozentig perfekt mache. Denn ich weiß, dass ich die Dinge sehr gut mache und dass ich viele Sachen mache und kann. Aber für mich ist das kein Manko, sondern eher eine Alltagskompetenz, wenn man eben nicht perfektionistisch veranlagt ist, ehrlich gesagt.",
    "end": 223.0
  },
  {
    "start": 224.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nWann hast Du eigentlich für dich gewusst, dass Forschung etwas ist, was Du gerne machen würdest? Also wenn man, ich würde jetzt sagen so, wenn man Allgemeinmedizinisch studiert, ist ja wahrscheinlich so der klassische Werdegang, ich hab vielleicht irgendwann eine eigene Praxis. Wann hast Du für dich entschieden und warum, dass das nicht dein Weg ist, sondern dass ein anderer Weg deiner ist?",
    "end": 246.0
  },
  {
    "start": 246.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso bei mir war es so, dass im Grunde die Lust auf die Forschung und die Freude an der Forschung mit der Promotion gekommen ist. Mir war klar, ich möchte promovieren, aber ehrlich gesagt, die primäre Motivation war einfach, dass ich gedacht habe, das gehört irgendwie dazu. In meiner Familie sind auch ganz viele Mediziner, die sind, da sind auch viele von promoviert oder die allermeisten. Und dann war das so in meinem Selbstverständnis, dass ich natürlich auch promoviere. Und erst dabei, ich hab im Institut für Allgemeinmedizin in Frankfurt promoviert und hab mich mit Sicherheitskultur und wie geht das Praxisteam damit um, wenn ein Fehler passiert. Also wirklich so mit sehr praxisnaher Forschung beschäftigt. Und mir war vorher gar nicht klar, dass das auch Forschung ist, sondern ich dachte immer an die Labore und an die Mäuse. Insofern, als das dann, als mir das klar wurde, da habe ich dann auch Forschung für mich als Zukunftsmodell gesehen und vorher ehrlich gesagt nicht, bin jetzt nicht ins Medizinstudium gestartet mit der Idee, Professorin zu werden. Das kam dann viel später. Also ich hab dann erst mal gemerkt, okay, Forschung macht mir Spaß, dann habe ich meine Promotion abgeschlossen, dann habe ich die Weiterbildung begonnen und dann bin ich wieder in die Forschung zurückgekehrt, auch in Vollzeit und hab das dann weiterverfolgt.",
    "end": 324.0
  },
  {
    "start": 324.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nIch weiß, dass dein Vater eine Hausarztpraxis hat. Ist das dann eigentlich was, was man in der Familie rechtfertigen muss, dass man den Weg dann nicht einschlägt?",
    "end": 332.0
  },
  {
    "start": 333.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso ich hatte immer das Gefühl, dass ich mir selber mehr Druck gemacht hab, als meine Eltern mir Druck gemacht haben. Also ich hatte natürlich schon, im Studium war mir noch nicht klar, dass ich Allgemeinmedizin machen möchte. Das kam dann erst so nach den Praktika. Dann war mir irgendwann schon klar, Allgemeinmedizin ist das, was ich will. Und dann stellt sich natürlich die Frage, ist diese Praxis was für mich als Zukunftsmodell, möchte ich diese Praxis irgendwann übernehmen? Und dann hab ich da schon mit gehadert, aber letztlich dadurch, dass ich dann gemerkt habe, Forschung ist auch was für mich und außerdem auch die Familienplanung noch nicht abgeschlossen war, das heißt, das ist natürlich dann auch immer ein Punkt, den man berücksichtigen oder den ich zumindest berücksichtigen wollte in meiner Planung. Und ich hab viel hin und her überlegt und letztlich aber gesagt, diese Praxis wurde nicht gegründet, damit ich sie mal irgendwann übernehme. Und das hat mir dann son bisschen den Druck genommen, ganz davon abgesehen, dass meine Eltern mich bei dieser wissenschaftlichen Karriere immer auch sehr unterstützt haben. Insofern war das dann völlig in Ordnung und die Praxis wird jetzt auch von jemandem anderen weitergeführt und ich bin meinen Weg gegangen und ich glaube, das ist für alle in Ordnung.",
    "end": 407.0
  },
  {
    "start": 407.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nDu hast aber teilweise deine Weiterbildung in der Praxis deines Vaters gemacht und in der Zeit warst Du auch schwanger. Und Du hast von der Schwangerschaft erst mal nicht erzählt.",
    "end": 418.0
  },
  {
    "start": 418.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nJa, das stimmt.",
    "end": 419.0
  },
  {
    "start": 419.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nWas ich krass finde an dem Beispiel ist, also es gibt ja sehr viel Umfragen dazu, dass tatsächlich Ärztinnen ihre Schwangerschaft oder sehr viele Ärztinnen ihre Schwangerschaft zum Beispiel in Kliniken möglichst lange geheim halten. Erstens, weil sie glauben, dass sie dann im Kolleginnenkreis als nicht mehr vollwertige Einsatzkraft wahrgenommen werden, weil dann natürlich auch Dinge diskutiert werden, kann ich noch in den OP und so weiter. Aber auch, weil sie sich fürchten vor der Reaktion des Vorgesetzten oder der Vorgesetzten. Und jetzt so noch mal eins drüber, dass ich's nicht mal erzähle, wenn mein Vater quasi der Vorgesetzte ist. Was waren deine Gründe tatsächlich es nicht zu erzählen?",
    "end": 458.0
  },
  {
    "start": 459.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nJa, also das hört sich jetzt, glaube ich, bisschen dramatischer an, als es war. Aber Du hast natürlich völlig recht. Der Punkt war, als ich den Vertrag in der Praxis unterschrieben habe, war ich noch in der Neurologie als Assistenzärztin und dort, die Kollegen dort oder zumindest der diensthabende Oberarzt wusste es vor meiner Familie, weil ich gesagt habe, ich mache diesen Nachtdienst, aber wenn ein Verdacht auf Meningitis gemeldet wird, dann musst Du bitte reinkommen. Das möchte ich nicht. Aber das war noch einfach son frühes Stadium der Schwangerschaft, dass ich das einfach vor der zwölften Woche wollte ich's eigentlich, hätte ich es gerne niemandem erzählt und deswegen habe ich den Kreis so klein gehalten wie möglich und deswegen wie gesagt nur dort, wo es wirklich nötig war und da zählte halt mein Vater damals nicht dazu. Ich hab's natürlich dann erzählt, als die Schwangerschaft dann weiter war. Und dann hab ich das natürlich auch mit meinem Vater beziehungsweise der anderen Ärztin in der Praxis dann auch erzählt. Aber ja, deswegen hatte ich das eben bei Vertragsabschluss einfach nicht gesagt. Das stimmt.",
    "end": 524.0
  },
  {
    "start": 525.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nWie gehst Du denn heute damit um? Du bist ja jetzt quasi selbst Vorgesetzte. Wie kann man als Vorgesetzte das Vertrauen so herstellen, dass man als Ärztin, die schwanger ist, ein gutes Gefühl dabei hat, diese Informationen zu teilen? Wie machst Du das?",
    "end": 540.0
  },
  {
    "start": 541.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso ich erzähle auch auf der Arbeit immer wieder auch von meiner Familie, von meinen Kindern. Ich erzähle auch, dass eine Schwangerschaft und vor allem eine Geburt etwas ist, was nicht unbedingt immer klappt, was man nicht so gut planen kann. Also meine erste Geburt, die damals in der Praxis oder meine erste Schwangerschaft, das war letztlich auch eine Fehlgeburt in der 22. Woche. Das heißt, das hat letztlich nicht geklappt, so wie ich das geplant hatte. Und das erzähle ich auch, wenn es passt. Und auch in den Mitarbeitergesprächen, ich frage nicht, bist Du schwanger oder planst Du ein Kind? Sondern ich formuliere es eher umgekehrt, dass ich sage, übrigens, es mag ja mal Familienplanung in den Vordergrund rücken und ein Kind ist nie eine Katastrophe. Eine Schwangerschaft ist nie eine Katastrophe. Wir kriegen das irgendwie hin und dadurch hoffe ich, dass die Atmosphäre geschaffen ist, dass das auch gesagt wird. Und also zumindest bislang ist das auch so. Ehrlicherweise muss man ja sagen, wenn man selber schon mal schwanger war, das ist mir auch schon passiert, dass ich gesehen hab, dass die Person schwanger ist, bevor es mir gesagt wurde. Also dann kann ich mich ja schon seelisch drauf vorbereiten. Und es kommt dann ja auch ehrlicherweise auch weniger auf mich als Chefin drauf an, sondern viel mehr auf das Team, was ja auch das Ganze dann mit auffängt und abfedert. Und das läuft bei uns eigentlich ganz gut.",
    "end": 626.0
  },
  {
    "start": 626.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nWie war das denn, als Du dann das zweite Mal oder das dritte Mal schwanger warst, also dein zweites Kind, da warst Du dann schon an der Goethe Universität in Frankfurt als wissenschaftliche Mitarbeiterin? Wie lief es dann da?",
    "end": 640.0
  },
  {
    "start": 640.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso meine beiden Kinder sind in Frankfurt geboren und ich war bei beiden Schwangerschaften dort am Institut für Allgemeinmedizin. Und bei der einen Schwangerschaft bin ich zu meinem Chef gegangen und hab ihm das gesagt, da war ich Projektleiterin von einem größeren Forschungsprojekt. Und ich dachte, ich hatte irgendwie mehr so naiv ausgemalt, jetzt kommt, ah ja klar, ich unterstütze Sie und organisiere eine Vertretung und so. Aber die Antwort war halt, oh ja, ach Frau Müller, Sie kriegen das bestimmt hin. Und das war natürlich irgendwie unterstützend gemeint, aber ich hab ein bisschen geschluckt, muss ich sagen, weil es natürlich dann doch bei mir lag, mir eine Unterstützung oder mir einen Ersatz zu organisieren für diese Projektleitung. Aber auch da wieder, solange das Team gut funktioniert, und das hat es auch in Frankfurt wirklich gut funktioniert, ist da viel möglich, finde ich. Man muss natürlich sagen, in diesem Forschungssetting, das wir da hatten, ist es vielleicht auch manchmal einfacher als im klinischen Setting. Aber dort ging das ganz gut.",
    "end": 705.0
  },
  {
    "start": 706.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nDein Mann hat sehr viel Elternzeit auch genommen. Ihr habt das fast gleich aufgeteilt. Habt ihr euch da tatsächlich hingesetzt und gesagt, okay, wie machen wir das, wenn wir Kinder haben? Wie wollen wir uns das aufteilen? Also was wäre dein Ratschlag an Frauen, die jetzt in der Situation sind, vielleicht eine Familie zu planen? Sollte man das tatsächlich quasi, sich hinsetzen an einen Tisch und sagen, hör zu, wie stellst Du dir das vor? Das sind meine Vorstellungen für die Familie, meine Vorstellungen für meine Karriere. Was sind deine und wie kriegen wir das unter einen Hut?",
    "end": 736.0
  },
  {
    "start": 737.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nJa, ich finde, das ist total wichtig, denn sonst steht man irgendwann da und merkt, ich habe jetzt doch nicht das gemacht, was ich eigentlich vielleicht mal insgeheim gedacht habe. Und bei uns war es so, dass mein Mann tatsächlich mich dazu gedrängt hat. Er hat gesehen, mir macht die Forschung in der Promotion Spaß und ich hab dann auch immer noch parallel son bisschen so am Abend Forschung weitergeführt und dann hat er im Grunde gesagt, hör mal, wenn das was ist, was Du dir vorstellen könntest, dann lass uns doch, dann geh doch wieder nach Frankfurt an das Institut, lass uns umziehen gemeinsam. Insofern, also ohne dass wir das regelmäßig besprochen haben und er auch das mitgetragen hat, wären wir nicht nach Frankfurt gegangen und wäre ich jetzt auch nicht dort, wo ich bin und natürlich muss man darüber sprechen. Also klar. Was willst Du? Was will ich? Was wollen wir gemeinsam für diese Familie? Das ist das A und O, finde ich.",
    "end": 793.0
  },
  {
    "start": 793.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nWie kam das denn dann an, dass ein Vater Elternzeit nimmt in der Länge und nicht quasi, was weiß ich, Monat und man geht gemeinsam auf Reisen?",
    "end": 802.0
  },
  {
    "start": 803.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nJa, genau, nein, das haben wir auch nicht gemacht. Also wir haben uns ganz wenig nur überlappt und sind auch nicht nach Neuseeland geflogen oder so. Aber davon mal ganz abgesehen. Man kann ja schon sagen, verwehren kann einem die Elternzeit ja niemand. Und ich finde, man ist, man kann auch mit einem guten Beispiel vorangehen und auch als Mann das durchfechten. Denn wenn ich auch sehe, wie gut die Beziehung von meinem Mann zu unseren Kindern ist, das ist einfach ein Schatz, den ich jedem Mann wünsche oder jedem Vater.",
    "end": 838.0
  },
  {
    "start": 838.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nWie ist das jetzt so zum Beispiel bei dir im Team? Also wie ist jetzt deine Erfahrung mit Männern, die jetzt Väter werden? Ist das was, was selbstverständlicher eingefordert wird, dass man auch Auszeiten dann nimmt, wenn man Papa wird?",
    "end": 853.0
  },
  {
    "start": 853.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso bei mir ist es eher so, dass ich aus der Perspektive, die ich jetzt habe, den Männern sage, nimm doch mehr als diese zwei Monate. Ja, also so rum ist es jetzt eher, das ist natürlich bisschen skurril. Aber ich sehe einfach, wie viel das auch einem Vater gibt, wie viel das auch für die Frau natürlich tut und wie wichtig das ist, dass die Männer nicht nur zwei Monate zusammen mit der Partnerin machen. Denn dann lernt man auch nicht, wie man wickelt und wie man wirklich alleine zuständig ist. Das ist auch für die Frau meiner Ansicht nach total wichtig, um wirklich zu begreifen, mein Kind stirbt nicht, wenn es in der Obhut von meinem Mann ist, ja, sondern der kann das auch. Der macht vielleicht erst die rechte Lasche zu und dann die linke beim Wickeln, aber das ist okay. Und der kommt damit klar und das Kind verhungert nicht und es geht ihm gut. Und deswegen ist es bei mir eher so, dass ich, wenn jetzt jemand mir sagt, ich mach zwei Monate Elternzeit, dass ich dann eher frage, warum denn eigentlich nur zwei?",
    "end": 912.0
  },
  {
    "start": 912.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nIch finde auch so dieses Mental Load Thema, was ich da total unterschätze. Also ich fand das immer total komisch, wenn dann Frauen irgendwie, was weiß ich, bei Abendveranstaltung und dann so dann fünfmal zu Hause anrufen mussten, ob das jetzt mit dem zu Bettbringen geklappt hat oder nicht und hatte mir immer, also ich musste mir da nie irgendwie groß Gedanken machen. Klar gibt's mal Phasen, wo Kinder mehr bei der Mutter oder mehr beim Vater hängen. Das ist glaube ich auch normal, aber so dieses, ich muss jetzt Angst haben, wenn ich heute auf die Abendveranstaltung gehe, dann schläft das Kind nicht vor Mitternacht. Also das ist schon für Frauen einfach eine enorme Entlastung, weil man weiß, er macht's vielleicht nicht genauso wie ich's machen würde, aber er macht's so, dass es funktioniert für das Kind und für ihn und das ja, das darf man echt nicht unterschätzen, was das mit so mit so 'ner Dynamik auch macht, ja.",
    "end": 960.0
  },
  {
    "start": 968.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nIch würde gerne auf die Phase kommen, wo Du dich dann auf die Professur beworben hast. Hast Du dich tatsächlich beworben mit dem Gedanken im Hinterkopf, das könnte was werden? Oder hast Du ein bisschen gezweifelt, ob es was wird? Also ich hab ja vorher auch gesagt, Du warst erst 37. Also wär jetzt ja auch nicht schlimm gewesen, wenn es in dem Moment noch nichts geworden wäre, aber mit welchem Mindset bist Du da rangegangen?",
    "end": 995.0
  },
  {
    "start": 996.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso es war so, dass ich gerade alle meine Sachen zusammen hatte für die Habilitation, also für die Eröffnung des Habilverfahrens. Da braucht man ja gewisse Lehrerfahrungen und dann Forschungsleistungen und solche Dinge. Und ich hatte im Grunde ein Wochenende geplant, meine Habil zusammenzuschreiben und einzureichen. Und dann kam die Ausschreibung für Köln. Und ich dachte mir, boah, Köln, das wär so toll, das würd ich mir nicht verzeihen, wenn ich mich da jetzt nicht bewerbe. Und dann habe ich an dem Wochenende eben nicht meine Habil zusammengeschrieben, sondern meine Bewerbung für Köln. Aber eigentlich bin ich davon ausgegangen, okay, ich teste jetzt mal meinen Marktwert und wenn ich einen Listenplatz bekomme, dann ist das super. Aber ich bin jetzt ehrlicherweise nicht davon ausgegangen, dass ich so kurz danach dann, also irgendwie ein Jahr und paar Monate danach dann in Köln anfangen würde. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet und das war natürlich ein sehr spannender Prozess und großartig, dass das geklappt hat, aber selbstverständlich war das überhaupt nicht und auch nicht von mir jetzt im erstmal erwartet.",
    "end": 1065.0
  },
  {
    "start": 1065.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nKannst Du dich an den Moment erinnern, als Du erfahren hast, Du hast den Zuschlag quasi?",
    "end": 1070.0
  },
  {
    "start": 1070.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso das weiß ich tatsächlich noch ziemlich gut. Ich war im Urlaub mit der Familie, das war im August und die E-Mail kam. Ich hab sie auf dem Handy gelesen und hab gedacht, das kann ich jetzt überhaupt nicht glauben. Also ich war wirklich, natürlich hab ich mich total gefreut, aber ich fand es auch wirklich einfach unglaublich und eine ganz schön große Nachricht zu dem Zeitpunkt. Und hab dann auch erst mal drüber geschlafen und dann am nächsten Tag überlegt, wie gehe ich denn jetzt weiter vor?",
    "end": 1099.0
  },
  {
    "start": 1100.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nHast Du dir eigentlich in diesem ganzen Bewerbungsprozess oder im quasi Ablauf deiner Karriereplanung hattest Du irgendwie eine Unterstützung? Coaching, Mentoring, irgendwie?",
    "end": 1109.0
  },
  {
    "start": 1110.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso ich war sowohl, ich war im Deutschen Hochschulverband oder bin ich immer noch und hab dort mehrere Seminare belegt. Das kann man ja schon ab Habilstadium machen zum Thema Bewerbungsschreiben, Berufung, Berufungsverfahren, solche Dinge. Und ich hatte aber auch, ich war auch in zwei verschiedenen Mentoringprogrammen und hatte da eine ganz tolle Mentorin, die ist auch Professorin für Allgemeinmedizin selber und die hat mir da auch noch mal ein paar Tipps gegeben und mich son bisschen bei dem Weg auch begleitet. Also da hab ich sehr viel von profitiert und deswegen hab ich mich jetzt auch, also immer, wenn ich eine Anfrage bekomme aus so einem Setting zum Thema Mentoring, dann versuche ich das auch irgendwie anzunehmen oder wahrzunehmen.",
    "end": 1158.0
  },
  {
    "start": 1158.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nDas ist tatsächlich was, was wir in diesem Podcast auch immer wieder hören, dass so Mentoringprogramme sehr wertvoll sind. Wenn Du jetzt so zurückblickst, was sind Sachen, die Du über das Mentoring gelernt hast und die dir sehr weitergeholfen haben?",
    "end": 1174.0
  },
  {
    "start": 1174.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso ich finde als wissenschaftliche Mitarbeiterin, gerade in einem frühen Karrierestadium, da sind die Professorinnen doch, oder Professoren und Professorinnen, häufig so sehr weit weg. Und gerade so persönliche Fragen zu stellen, das fällt einem doch manchmal schwer so im professionellen Setting. Das heißt, für mich war eine ganz wichtige Erkenntnis in diesem Mentoring, dass es eben auch gerade so was, was Vereinbarkeit von Familie und Beruf angeht, da haben wir viel drüber gesprochen und dass es einfach möglich ist, auch als Frau mit Familie einen Lehrstuhl zu bekommen und gut zu organisieren. Also das war für mich so eigentlich das Hauptsächliche.",
    "end": 1221.0
  },
  {
    "start": 1222.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nWas sind denn heute Dinge, also es ist ja auch so, dass Mentorinnen auch immer wieder sagen, sie lernen dann auch umgekehrt ja was von ihren Mentees. Fällt dir da was ein? Weiß ich nicht aus der letzten Zeit, wo Du sagst, da hast Du auch was gelernt aus dieser Konstellation oder was mitgenommen?",
    "end": 1239.0
  },
  {
    "start": 1239.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso jetzt bei, sozusagen in meiner Rolle als Mentorin. Also was ich ganz spannend finde, sind einfach die Themen, mit denen sich die die Frauen beschäftigen, die zum Teil auch weit weg sind von dem, was ich so mache. Und das finde ich einfach immer schön zu sehen und auch da Stück weit zu lernen, was gibt es denn für Themen, mit denen man sich in der Forschung auseinandersetzen kann, die ja genauso wichtig sind wie die Dinge, mit denen ich mich beschäftige. Also da nehme ich von jedem Gespräch im Grunde was mit und such dann auch immer nach Anknüpfungspunkten, wo man vielleicht zusammen was machen könnte. Das finde ich immer sehr bereichernd.",
    "end": 1278.0
  },
  {
    "start": 1279.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nGehts auch jetzt, wenn Du Mentorin bist, um Fragen der Vereinbarkeit?",
    "end": 1282.0
  },
  {
    "start": 1283.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nJa, ganz viel.",
    "end": 1283.0
  },
  {
    "start": 1283.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nWas sind so drängende Fragen, die die Frauen haben?",
    "end": 1286.0
  },
  {
    "start": 1286.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso eine Frage, die ich immer wieder höre, ist, wann ist der beste Zeitpunkt für Kinder?",
    "end": 1290.0
  },
  {
    "start": 1290.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nOh, das lässt sich wahrscheinlich so pauschal nicht beantworten.",
    "end": 1293.0
  },
  {
    "start": 1293.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nGenau, genau. Der beste Zeitpunkt ist vielleicht, also gerade wenn man in dem Stadium schon ist, also das Examen nicht, also das Staatsexamen liegt hinter mir, dann ist der beste Zeitpunkt eigentlich ab sofort. Eben weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es sich nicht so planen lässt und je älter man wird, umso schwieriger ist es vielleicht auch. Natürlich braucht man da im Idealfall zwei Menschen für, ja, also das heißt, dieses Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ich glaube, das ist was, dafür werde ich im Zweifelsfall als Mentorin ja auch von den Menschen ausgesucht mit dem Blick. Insofern ist das was, worüber wir viel und auch offen sprechen.",
    "end": 1331.0
  },
  {
    "start": 1331.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nWas sind denn so deine wichtigsten Tipps zu diesem Thema, mal abgesehen von dem schon, den Du gerade gegeben hast?",
    "end": 1338.0
  },
  {
    "start": 1338.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso im Grunde das, was wir schon gesagt haben. Also das Allerwichtigste ist mit dem Partner drüber reden, über die eigene Planung, auch sich immer mal wieder zu überlegen, wo sehe ich mich denn in fünf Jahren, ja? Das sind ja diese klassischen Fragen, die man dann im Vorstellungsgespräch auch manchmal gestellt bekommt. Und ich finde das wirklich total wichtig, dass man sich überlegt, wo will ich denn eigentlich hin? Wo sehe ich mich denn? Was wäre das, was mir Freude macht? Und zwar sowohl beruflich als auch privat. Also will ich zum Beispiel, dass ich räumlich geografisch irgendwo ankomme zu einem bestimmten Zeitpunkt oder macht es mir eher Spaß, an verschiedenen Orten zu sein, mit der Familie umzuziehen und welche Karrierestufen könnte ich mir für mich vorstellen? Was ist so meine Perspektive? Und ich glaube, wenn man sich darüber Gedanken macht und das dann eben in der Familie bespricht, das ist schon das Allerwichtigste. Und wie gesagt, also man kann viel planen, aber ob das dann wirklich so klappt oder nicht, das zeigt dann immer das Leben. Genau, da geht's sowohl bei der Karriere ist das natürlich ein Punkt, aber auch bei der Familienplanung.",
    "end": 1407.0
  },
  {
    "start": 1407.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nMan braucht immer einen Plan B.",
    "end": 1409.0
  },
  {
    "start": 1410.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nJa, genau.",
    "end": 1411.0
  },
  {
    "start": 1411.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nWas wäre denn deiner gewesen?",
    "end": 1411.0
  },
  {
    "start": 1413.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso mein Plan B war die Leitung einer größeren Praxis. Das hätte ich auch, wär auch für mich völlig in Ordnung gewesen. Und gerade bei einer Professur, das ist ja, gehört ja auch zu den Dingen, die man zwar anstreben kann, aber auch nicht hundertprozentig planen kann. Da kann immer was dazwischenkommen. Man weiß auch nie, sind diese Berufungsverfahren, gibt's da vielleicht noch andere qualifizierte Menschen, die sich darauf bewerben? Wie geht das dann aus? Das sind ja immer wirklich große Unbekannte. Insofern macht es Sinn, sich da einen Plan B zu überlegen. Ich wäre auch gerne noch zwei, drei Jahre in Frankfurt geblieben, einfach als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Das wär für mich auch völlig in Ordnung gewesen. Und wie gesagt, ich hätte mir auch vorstellen können, eine Praxis zu leiten. Ich glaub, ich wär an vielen Orten glücklich geworden, aber jetzt da mit dieser Position, die ich jetzt habe, das ist schon einfach ein großes Geschenk und ich bin sehr froh, dass ich da jetzt gelandet bin, wo ich jetzt bin.",
    "end": 1477.0
  },
  {
    "start": 1477.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nEure Kinder sind ja jetzt bisschen größer. Wie organisiert ihr denn jetzt euren Familien- und Arbeitsalltag?",
    "end": 1483.0
  },
  {
    "start": 1484.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nAlso mein Mann macht tatsächlich die überwiegende Zahl der Nachmittage. Das heißt, der ist an vier Nachmittagen die Woche zu Hause, wenn die Kinder kommen und ich bin sozusagen für einen Nachmittag zuständig. Ich bin aber trotzdem auch immer wieder im Homeoffice und immer wieder am Institut in Köln, das ist son bisschen abwechselnd, auch je nachdem, ob's Semester ist oder nicht, ob welche Kommissionssitzungen gerade sind, ob ich Staatsexamen prüfen muss und ich versuche mir die Wochenenden möglichst freizuhalten. Und natürlich muss man sagen, haben wir Unterstützung bei der Hausarbeit.",
    "end": 1520.0
  },
  {
    "start": 1520.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nDas ist auch so was, was ich aus dem Podcast gelernt hab, dass viele Frauen sagen, die dann irgendwann eine gewisse Position erreicht haben, Du musst nicht alles selbst organisieren oder mit deinem Mann. Es gibt auch Möglichkeiten, Dinge auszulagern quasi. Dazu gehört zum Beispiel Hausarbeit.",
    "end": 1536.0
  },
  {
    "start": 1536.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nGenau. Also da gehört ganz vieles dazu, was man supergut abgeben kann. Und natürlich haben auch wir ein soziales Netz. Das heißt, die Großeltern sind total essenziell in der Kinderversorgung. Die sind jetzt nicht regulär normalerweise eingespannt, aber gerade wenn die Schule anruft und ein Notfall ist oder so, dann sind die da und das ist total gut und super wichtig.",
    "end": 1561.0
  },
  {
    "start": 1561.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nIch hatte schon aufgezählt vorher, dass Du auch Mitglied bei der Ständigen Impfkommission bist. Du bist auch noch in vielen anderen Verbänden, unter anderem bei KLUG, also Allianz Klimawandel und Gesundheit. Du engagierst dich beim Deutschen Ärztinnenbund. Wie kriegst Du das jetzt auch alles noch hin und wie wichtig ist dir das? Also warum machst Du das quasi on top?",
    "end": 1585.0
  },
  {
    "start": 1585.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nJa, also die STIKO Tätigkeit ist mir von diesen Dingen, die Du jetzt genannt hast, allerwichtigsten. Das ist einfach was, was ja auch eine große Public Health Relevanz hat. Also das heißt, dass diese Entscheidung, die wir da fällen, die betrifft zum einen viele Menschen und auch viele Praxen und deswegen ist mir das super wichtig. Bei KLUG zum Beispiel bin ich im Moment vor allem einfach Mitglied, beim Ärztinnenbund auch. Ich find es wichtig, auch solche Verbände zu unterstützen, die sich für gute Dinge einsetzen, aber da kann ich nicht alles selber machen. Das ist so, ja. Genau, da muss man dann priorisieren und im Moment habe ich da für aktive Mitarbeit wenig Zeit, aber vielleicht kommt der Punkt irgendwann wieder.",
    "end": 1626.0
  },
  {
    "start": 1627.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nDann vielleicht zum Abschluss die Frage, wo siehst Du dich in fünf Jahren?",
    "end": 1635.0
  },
  {
    "start": 1636.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nGute Frage, ja. In fünf Jahren, was ich sicher sagen kann, ist, dass ich in derselben oder in einer ähnlichen Position bin, wie jetzt und dass ich mich weiterhin in wichtigen Kommissionen oder Gremien sehr gerne engagieren werde. Vermutlich wohnen wir dann auch noch am selben Ort wie jetzt. Also so an den äußeren Rahmenbedingungen, schätze ich mal, wird sich wenig ändern. Und ich werde aber vielleicht ein größeres Team haben in Köln. Die Allgemeinmedizin wird im Studium in Köln noch wichtiger sein, als sie's jetzt schon ist. Wir werden ganz viele PJler haben, die dann in die Hausarztpraxen gehen. Also das ist so meine Vision für in fünf Jahren.",
    "end": 1671.0
  },
  {
    "start": 1671.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nUnd Du wirst hoffentlich mehr weibliche Kolleginnen auf derselben Hierarchiestufe haben.",
    "end": 1676.0
  },
  {
    "start": 1676.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nJa, genau. Das wär natürlich, das wär natürlich schön.",
    "end": 1679.0
  },
  {
    "start": 1681.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nBeate, ich sag vielen Dank für das Gespräch. Hat mir Spaß gemacht.",
    "end": 1684.0
  },
  {
    "start": 1685.0,
    "text": "PROF. DR. BEATE MÜLLER\nDanke gleichfalls. Mir auch.",
    "end": 1687.0
  },
  {
    "start": 1694.0,
    "text": "JULIA ROTHERBL\nWer noch mehr von Beate hören will, dem kann ich einen weiteren Podcast ans Herz legen, nämlich unsere Reihe Impact, genauer gesagt die Folge 5 davon. Beate spricht hier mit Apotheker Axel Schwarz über das Fehlermeldesystem „Jeder Fehler zählt“. Wer noch mehr von „Frau Doktor, übernehmen Sie!“ hören will, der kann das tun am 2. Februar. Da erscheint die neue Folge.",
    "end": 1719.0
  },
  {
    "start": 1724.0,
    "text": "SPRECHERIN\nEin Podcast von gesundheit hören und Apotheken Umschau Pro.",
    "end": 1729.0
  }
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