[
  {
    "start": 3.0,
    "text": "SPRECHER:\nGesundheit hören.",
    "end": 5.0
  },
  {
    "start": 5.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nBrigitte, Du bist 62.\nWie alt willst Du werden?",
    "end": 9.0
  },
  {
    "start": 9.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nDiese Frage wurde mir schon relativ oft gestellt.\nIch hab sie noch nie beantwortet und ich möcht sie, glaub ich, auch nicht beantworten.\nWas ich aber weiß, ist jetzt Stand heute, so wie ich mich fühle, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ich noch etliche Jährchen und Jahrzehnte sogar vor mir hab und mein Wille ist eben, möglichst lange gesund zu bleiben.\nUnd wie ist das bei dir?",
    "end": 30.0
  },
  {
    "start": 30.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nIch mein, statistisch betrachtet habe ich jetzt noch ungefähr knapp 30 Jahre vor mir und mit bisschen Glück und guter Führung werden die vielleicht auch ganz angenehm.\nAlso ich hoffe doch, dass ich wenigstens irgendwie an den 90 kratze.\nDas würde ich mir sehr wünschen.\nAber wir wissen ja heutzutage auch, dass 60 Prozent dessen, was wir sozusagen mit unserem Alter zu tun hat, selbst in der Hand haben und genau das wollen wir uns heute anschauen.",
    "end": 57.0
  },
  {
    "start": 57.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nDas ist eine sehr, sehr gute Nachricht, denn das vorab, der Körper, liebe Leute, ist der einzige Partner, von dem wir uns nicht trennen können.\nAlso sollten wir uns richtig drauf konzentrieren, ihn gut zu behandeln.\nMein Name ist Brigitte Huber, ich bin Journalistin, war ganz viele Jahre Chefredakteurin, unter anderem der Brigitte und bin als Autorin, als Speakerin und als Coach tätig.",
    "end": 84.0
  },
  {
    "start": 84.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nUnd ich bin Anne-Bärbel Köhle, auch Journalistin und im Chefredakteurs Team der Apotheken Umschau, Diabetes Ratgeber, Senioren Ratgeber im Wort & Bild Verlag, der auch dieses Audioangebot der Apotheken Umschau herausgibt, gesundheit-hören, in dem unser Podcast erscheint.",
    "end": 99.0
  },
  {
    "start": 99.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJa und unser wunderbarer Podcast, der heißt „Endlich 60!“.",
    "end": 106.0
  },
  {
    "start": 106.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nUnser Thema ist heute Longevity, also wie können wir möglichst lange und möglichst gut und gesund leben?\nUnd die erste Frage, die sich da stellt, ist, ich meine, wir sind ja auch immer Summe unserer Erfahrung, unser Körper, was machst Du eigentlich, damit Du länger fit und jung bleibst?",
    "end": 123.0
  },
  {
    "start": 123.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nZum einen würde ich sagen, ernähre ich mich eher gut bis sehr gut.\nAlso ich geb mal so ein bisschen an.\nIch starte den Tag mit einem Müsli und muss auch dazu sagen, ich esse seit fast 40 Jahren kein Fleisch und mag lieber Vollkorn als nicht und das fällt mir alles auch relativ leicht, muss ich sagen, weil mir das auch richtig gut schmeckt.\nSchwieriger wird's jetzt, sage ich mal, bei der Bewegung, da weiß ich, wie wichtig das ist und ich mach auch, ich geh joggen, ich mach auch Muskeltraining und so weiter und so fort.\nAber ich sag mal, das Funkeln in meinen Augen ist doch nicht so ausgeprägt.",
    "end": 160.0
  },
  {
    "start": 160.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nAber wie gesagt, ich mach vieles einiges über Disziplin und ich versuche, natürliche Feinde in meinem Haushalt zu vermeiden.\nSprich, wenn, also es gibt Chips zum Beispiel in meinem Haushalt, solang die geschlossen sind, ist es für mich auch kein Problem.\nWenn dann aber mein Sohn oder mein Partner oder so was eine Tüte Chips aufmacht, dann sag ich, bitte nimm's dann danach auch bitte mit nach Hause, weil ansonsten, wenn ich da allein gelassen bin mit dem, dann kann ich…",
    "end": 184.0
  },
  {
    "start": 184.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nFällst Du über die her.",
    "end": 185.0
  },
  {
    "start": 185.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nYes.\nUnd wie's bei dir?",
    "end": 187.0
  },
  {
    "start": 187.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nAlso bei mir ist es so, dass ich eigentlich ganz gerne Sport mache.\nDas hab ich schon immer, schon als Kind hab ich gern Sport gemacht.\nBei mir ist eher so, dass ich dann verführbar bin über ungesunde Lebensmittel.\nAlso als junge Frau hatte ich den unrühmlichen Titel Leberkäsqueen, weil ich einfach",
    "end": 205.0
  },
  {
    "start": 205.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER\nDas ist ein cooler Titel!",
    "end": 206.0
  },
  {
    "start": 206.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nWenn’s mir nass reingegangen ist, hab ich gedacht, was bringt mich nach vorne und hab eine Leberkässemmel gegessen. Fast ein bissel wie der bayerische Ministerpräsident, muss ich sagen. Und aber inzwischen ist es so, dass ich natürlich auch viel mehr auf meine Ernährung achte, schon seit vielen Jahren, einfach weil ich weiß, dass es gesund ist und da wären wir eigentlich auch schon mitten im Thema.\nWir haben uns nämlich für diese Folge angeschaut, was müssen wir tun, damit wir lange und gesund leben können und wir haben uns natürlich erst mal umgeschaut, was gibt's eigentlich überhaupt für Menschen, die für uns als Rolemodel dienen können.\nUnd für mich ist son role model, ich weiß nicht, ob ihr von der schon mal was gehört habt oder ob Du von der schon mal was gehört hast, das ist diese Turnoma Johanna Quaas.",
    "end": 246.0
  },
  {
    "start": 246.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nNee, Turnoma klingt aber schon mal ganz spannend.",
    "end": 249.0
  },
  {
    "start": 249.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nDie ist die älteste Wettkampfturnerin der Welt gewesen.\nInzwischen ist sie 100, sie turnt immer noch und die hat, halt dich fest, mit Mitte 50 angefangen, am Barren zu turnen und turnt bis heute, jetzt ist sie wie gesagt über 100 in einer Seniorengruppe und ihr Leitspruch ist, 110 ist das neue 100.\nDas ist cool, oder?",
    "end": 271.0
  },
  {
    "start": 271.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJa, das ist ja schon mal gutes Ziel.\nJa, ich find solche Leute auch immer total cool.\nIch find's auch, wenn ich ins Fitnessstudio gehe und ich seh dann da einfach wirklich Leute, wo ich merk, das ist noch mal eine Generation über mir und die sind da total mit Feuereifer bei der Sache. Das das macht schon was im positiven Sinn.\nGut, ich mein, man sieht ja, finde ich, bei den Promis sieht man's relativ viel.\nAlso ich erschreck immer, wenn ich hör, ich glaub, Lenny Kravitz ist so alt wie ich und ist einziges Muskelpaket und wenn er da so rumturnt, aber auch die Älteren jetzt wie Mick Jagger und Co, die turnen ja rum wie ja…",
    "end": 306.0
  },
  {
    "start": 306.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nSpringt noch ganz schön elastisch auf der Bühne rum, muss ich auch sagen oder Jane Fonda überlegt, der mal, wie ausgesehen hat.",
    "end": 311.0
  },
  {
    "start": 311.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nAbsolut, absolut.\nAlso das finde ich schon immer faszinierend, wobei man da auch immer denkt, gut, da ist es mehr oder weniger auch Teil des Jobs und so was.\nDie investieren vielleicht auch wahnsinnig viel und ich weiß gar nicht, ob ich so viel investieren will an Zeit und Energie.",
    "end": 325.0
  },
  {
    "start": 325.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nDa kommen wir, glaube ich, später noch mal drauf zu sprechen, wie viel wollen wir eigentlich tatsächlich investieren, um jung zu bleiben?\nSchauen wir uns erst mal die Statistik an und da ist es ja tatsächlich so, dass wir als Ü-60-Jährige mit gut weiteren 25 bis 30 Jahren rechnen können.\nDas zeigen die Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes.\nDas finde ich schon mal",
    "end": 343.0
  },
  {
    "start": 343.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nIst schönes schönes Wort, Sterbetafel.",
    "end": 345.0
  },
  {
    "start": 345.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nSterbetafel.\nDas ist die Good News und die Bad News ist, dass es leider so ist, dass bestimmte Funktionen jetzt schon in unserem Körper nachgelassen haben und immer weiter nachlassen.\nDie Muskeln nehmen ab ungefähr 1 bis 2 Prozent ab dem 50. Geburtstag.\nUnd natürlich haben wir auch, sag ich mal, einen Haltbarkeitsstempel auf uns drauf.\nIm Moment liegt die Grenze unserer Lebensdauer bei 120 Jahren und das hat tatsächlich auch nur eine einzige Frau, glaube ich, bislang geknackt. Das war diese Jeanne Louise Calment, die ist 122 Jahre alt geworden und auch bei guter Gesundheit.",
    "end": 382.0
  },
  {
    "start": 382.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nHat die nicht auch erst mit 115 zum Rauchen aufgehört oder so?",
    "end": 387.0
  },
  {
    "start": 387.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nJa, wenige Jahre vor deinem Tod hat sie das Rauchen sein lassen.",
    "end": 389.0
  },
  {
    "start": 389.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nAber da müsst ich erstmal anfangen zu rauchen, dann kann man's wieder aufhören, aber nee.\nGenau, aber das das bei mir auch immer so der Punkt, dass ich teilweise immer noch son paar Sachen hab, die wirklich nicht so gesund sind und dann denk ich mir, das ist auch gut, wenn man Sachen hat, die nicht so gesund sind, man braucht ja immer noch Spielmasse zum Verbessern.",
    "end": 406.0
  },
  {
    "start": 406.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nSo ist es und ehrlich gesagt sind da auch unsere Karten gar nicht so schlecht.\nIch hab eine Studie gefunden von der Yale Universität, ja, also wir haben jetzt grade eben nur darüber geredet, was alles schlechter wird.\nSehkraft lässt nach, Muskelschwäche und so weiter und so fort.\nAber tatsächlich ist es so, dass diese Studie Menschen ab 65 Jahre begleitet haben, zwar über Zeitraum von mehr als 10 Jahren.\nUnd dann haben die sozusagen retrospektiv geguckt, haben die sich eigentlich fortentwickelt? Sind die stehengeblieben oder sind die schwächer und",
    "end": 435.0
  },
  {
    "start": 435.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nGenau, die haben die alle 2 Jahre abgefragt.\nNoch mal quasi gecheckt, wie stehen die jetzt eigentlich da, also so kognitiv, vom Kopf her und aber auch körperlich.",
    "end": 444.0
  },
  {
    "start": 444.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nUnd siehe da, 45 Prozent dieser über 65-Jährigen haben's geschafft, besser zu werden, entweder in Bezug auf Kognition und oder in Bezug auf ihre körperliche Kraft und ihre körperliche Entwicklung, da tatsächlich noch mal besser zu werden.",
    "end": 459.0
  },
  {
    "start": 459.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nUnd das ist eigentlich schon son kleiner Trommelwirbel, muss man ganz ehrlich sagen, weil das, was man eigentlich immer angenommen hat, altern ist eine sukzessive Bewegung mehr oder weniger nach unten, stimmt so nicht.\nDas hat auch die Studienleiterin extra noch mal hervorgehoben und hat gesagt, nee, es ist tatsächlich so, dass wir unterschiedlich individuell auch diese Kurve beeinflussen können.\nUnd das finde ich, ist schon eine richtig, richtig gute Nachricht und wenn man die Leute mit reinholt in diese Untersuchung, die stagniert haben, sind wir bei gut 50 Prozent.\nDas heißt, bei jeder und jedem Zweiten gibt es keine Verschlechterungen innerhalb dieser 10 Jahre nach dem 65. Geburtstag.\nAlso das ist schon eine tolle Nachricht.",
    "end": 506.0
  },
  {
    "start": 506.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nViele, wie gesagt, können sich sogar noch verbessern.\nDas fand ich auch wahnsinnig toll und ist, wir haben ja inzwischen auch eine relativ neue, sag ich mal, Forschungsrichtung, nämlich die Altersmedizin.\nDas ist ungefähr 30 Jahre her, dass das begonnen hat, dass die Altersmedizin",
    "end": 523.0
  },
  {
    "start": 523.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nLongevity wollen wir's ausdrücken.",
    "end": 524.0
  },
  {
    "start": 524.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nJa, das ist sozusagen schon so eine Vermischung eigentlich fast der der Begriffe.\nUnd der Ansatz jetzt ist nicht mehr zu gucken, was verlieren wir alles und wann werden wir schwächer und wie können wir irgendwie die paar lumpigen Jährchen, die uns noch bleiben, son bisschen aufpushen, sondern es geht darum, möglichst lange so zu leben, dass wir gut leben und möglichst auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen leben und vor allem eben, um Gebrechlichkeit zu vermeiden und das ist Stichwort, das heißt Frailty.\nDas ist wirklich wahnsinnig wichtig, das zu vermeiden.\nDas Interessante daran ist, dass es Wissenschaftler heute auch unterscheiden zwischen einem chronischen Alter, also ich bin chronologisch, nicht chronisch, chronologisch.\nIch bin chronologisch, wie alt bin ich, 63 und die Frage ist aber, wie alt bin ich biologisch?",
    "end": 571.0
  },
  {
    "start": 571.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJa, ich weiß bei ner Kollegin, es ist ja jetzt momentan auch sehr en vogue, sag ich mal, sich dieses biologische Alter testen zu lassen durch groß angelegte Untersuchungen und so weiter und so fort. Und ich weiß noch, eine Kollegin von mir hat das auch mal machen lassen und dann hat sie danach ganz stolz ihrem Mann geschrieben, Du bist mit Jüngeren zusammen… Und da kam halt irgendwie raus, dass sie biologisch 8 oder 10 Jahre jünger wär und so weiter und so fort.",
    "end": 599.0
  },
  {
    "start": 599.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nWir haben ja da für dieses Thema mit Altersforschern gesprochen, mit Sportwissenschaftlerinnen und auch mit Hirnforschern und -forscherinnen.\nFür mich ist ein interessanter Fakt gewesen, den die Altersforscherin Maria Cristina Polidori, die ist Professorin an der Uni Köln, gesagt hat.\nSie hat gesagt, wir altern im Grunde nicht an allen Stellen unseres Körpers gleich, sondern die Organe und die Funktionen altern unterschiedlich und lassen auch unterschiedlich nach oder verbessern sich auch wieder unterschiedlich.",
    "end": 630.0
  },
  {
    "start": 630.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nAlso kann es sein, dass ich ein Gehirn hab wie eine Dreißigjährige und eine Leber wie eine Siebzigjährige?",
    "end": 636.0
  },
  {
    "start": 636.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nKommt drauf an, wie viel Weißweinschorle Du trinkst, würde ich mal sagen.",
    "end": 639.0
  },
  {
    "start": 639.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJa, also ich hoffe nicht, dass ich dann eine ältere Leber gekriegt habe inzwischen, als ich selber bin.\nAber wie groß sind diese Unterschiede?\nDas weiß man jetzt auch nicht so, oder?",
    "end": 648.0
  },
  {
    "start": 648.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nNee, das weiß man nicht.\nAber ich kann zum Beispiel in meinem Fall ganz sicher sagen, ich hoffe, ich habe zumindest ein altersangemessenes Gehirn.\nAber meine Hüfte zum Beispiel ist definitiv älter als ich mich fühle, weil ich da eine Arthrose drin habe zum Beispiel.\nDa denke ich manchmal, boah, die könnte jetzt auch schon 70 sein.",
    "end": 665.0
  },
  {
    "start": 665.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nNa ja gut, also ich befürchte eher, dass meine Lunge verhältnismäßig alt ist, aber das liegt eher dadran, dass ich schon als Kind mit Bronchien und so Probleme hatte, aber vielleicht hat sie sich auch dadran gewöhnt, die Lunge, dass sie mein Problemfall ist und ist so adäquat gealtert.\nIch weiß es nicht.\nAber auf jeden Fall, also es altert alles vor sich hin.\nDas heißt, würde ja umgekehrt heißen, wir können diese einzelnen Organe auch unterschiedlich beeinflussen.\nAlso das Gehirn können wir anders beeinflussen als das Herz, aber meistens",
    "end": 694.0
  },
  {
    "start": 694.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nKönnen wir vielleicht auch anders beeinflussen als beispielsweise die Muskulatur.\nAlso was schon feststeht, ist, dass wir, dass bestimmte Lebensstilinterventionen, ja, wie gesunde Ernährung, Rauchen sein lassen, nicht zu viel Alkohol trinken und die üblichen Verdächtigen, die wir alle kennen, dazu führen, dass wir im Schnitt tatsächlich länger leben.\nDarüber sprechen wir später noch mal.\nAber was sich ja auch krass geändert hat in den letzten Jahrzehnten ist die Frage, wie jung fühlen wir eigentlich?",
    "end": 725.0
  },
  {
    "start": 725.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nWie alt fühlst Du dich denn?",
    "end": 726.0
  },
  {
    "start": 726.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nOh boah, frag mich zu 5 unterschiedlichen Zeitpunkten am Tag und ich geborene dir 5 unterschiedliche Antworten.\nJetzt im Moment würde ich sagen, ach, vielleicht Anfang 50, wenn ich im Fitnessstudio bin und hab guten Tag, denk ich mir manchmal, oh, ich könnt noch 40 sein.\nSitz ich dann im Yoga?",
    "end": 744.0
  },
  {
    "start": 744.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJa, ehrlich, ist 97, genau.\nSiebenundneunzigeinhalb.\nJa, ich find das ganz spannend, weil tatsächlich die meisten Menschen fühlen sich jünger, als sie sind.\nUnd zwar so je nach Untersuchung 8 bis 10 Jahre.\nUnd was richtig schön ist, weil normal könnte man sagen, Mensch, träum weiter oder so, aber das ist gut so, weil damit wird das Sterberisiko nach hinten verschoben.\nAlso wenn Du dich älter fühlst, dann ist das auch nicht gut für deine Gesundheit.\nAlso hat dann mit den Altersbildern letztlich auch wieder zu tun.\nAlso insofern, wenn man, ich guck immer in den Spiegel, mein Licht ist diffus im Badezimmer, da sind schon paar Birnen ausgefallen, keiner hat sie bis jetzt ausgewechselt.\nIch hab keine Brille auf und dann und schon denkt man, geht doch, ist doch nicht so schlimm. Also wenn man der Wahrheit nicht allzu deutlich ins Auge sieht und wenn man dann das Gefühl hat, ja, ich bin heut nicht 62, warum nicht?\nNehm ich gern und dankbar in Kauf.",
    "end": 801.0
  },
  {
    "start": 801.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nIch fand die Studie von der Humboldt Universität in Berlin ganz interessant.\nDie haben geschaut, wie hat sich eigentlich so das Altersempfinden im Verlauf der letzten Jahrzehnte oder der vielen Jahrzehnte verändert?\nUnd siehe da, eine 65-Jährige, die 1955 zur Welt kam, empfand Menschen ab 75 Jahren als alt.\nUnd paar Jahre zuvor war schon 70 Jahre galt schon als wirklich alt und gebrechlich und das hängt natürlich damit zusammen, dass wir heutzutage eben auch zum großen Teil gesünder leben und uns vielleicht auch besser ernähren.",
    "end": 836.0
  },
  {
    "start": 836.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nUnd da glaube ich, kann man jetzt an der Stelle ganz ehrlich sagen, liebe Männer, wir freuen uns, dass ihr uns zuhört, aber tatsächlich fühlen sich Frauen noch bisschen jünger als Männer, zurecht.\nSie werden auch älter, das muss man ganz, ganz klar sagen.",
    "end": 853.0
  },
  {
    "start": 853.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nImmer noch, ja.\nEs hat sich zwar angenähert, aber wir werden immer noch älter.",
    "end": 856.0
  },
  {
    "start": 856.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJa, aber 70 Prozent der Hundertjährigen beispielsweise sind Frauen.\nAlso das ist schon, es ist schon messbar und spürbar und tatsächlich glaube ich, das, was lange Zeit auch immer eher negativ war bei uns in unseren typischen weiblichen Biografien, zahlt sich aus.\nAlso zum einen, ich hab das ganz, ganz viel mitgekriegt, die Frauen sind ja oft so die Gesundheitsmanagerinnen der Familie.\nAlso die Frauen haben nicht nur im Kopf, wann sie selber zum Arzt gehen, sondern sie erinnern den Mann, wann er zum Arzt gehen sollen.\nSie wissen, wann der Hund zum Tierarzt muss, um eine Wurmkur zu machen.",
    "end": 890.0
  },
  {
    "start": 890.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nUnd bei den Kindern die Impfungen anstehen.",
    "end": 892.0
  },
  {
    "start": 892.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nBei den Kindern sowieso.\nDas heißt, sie sind schon sehr sensibilisiert für diese Themen und dann kommt noch Folgendes, wir sind ja hormonell noch bisschen anders aufgestellt als die Männer und werden mit, ich sag jetzt mal, mit unserem Hormonumschwung auch immer wieder konfrontiert.",
    "end": 909.0
  },
  {
    "start": 909.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nNa klar, und das schärft natürlich auch den Blick auf den eigenen Körper",
    "end": 911.0
  },
  {
    "start": 911.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nUnd spätestens mit den Wechseljahren und das haben mir Expertinnen bei den Interviews für das Buch auch immer wieder bestätigt, dass bei den Wechseljahren spätestens, wenn Du dann auf einmal merkst, okay, vielleicht ich hab mit körperlichen Veränderungen zu tun, auch mit Stimmungsveränderungen und so.\nDu beginnst noch mal anders, dich mit deinem Körper zu beschäftigen und das führt tatsächlich auch dazu, dass die bis zu 5 bis 10 Jahre Vorsprung haben, sagen den Expertinnen und tatsächlich, um sich dann auch körperlich besser aufzustellen.\nSich nicht zu überfordern, aber gleichzeitig genug zu tun für Stressreduktion, für den Körper und so weiter und so fort.\nDas finde ich eigentlich, eigentlich ist das eine schöne Nachricht für die Frauen.",
    "end": 956.0
  },
  {
    "start": 956.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nWas ich auch ganz spannend fand, war, wir haben ja in dem Buch mit vielen Expertinnen und Experten gesprochen und was ich so besonders einprägsam war die Erkenntnis, dass wir am Ende, also unser Körper und unser Wohlgefühl oder auch Nichtwohlgefühl das Ergebnis unserer Biografie ist.\nUnd das merkt man, finde ich, jetzt ab 60 wirklich deutlich und die Frage ist, ob man dann noch das Ruder rumreißen kann.\nDie Expertin, die wir schon zitiert haben, die Professorin Polidori aus Köln, die hat mal den Satz gesagt, we born as copies and die as originals.\nUnd sie meinte, also bei der Geburt tragen wir im Grunde alle den Stempel unserer Eltern.\nWir sind eigentlich eine Kopie und wir beginnen unser Leben mit Parametern, die eigentlich allen Neugeborenen zu eigen sind.",
    "end": 1004.0
  },
  {
    "start": 1004.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nUnd je älter wir werden, umso variabler und umso individueller werden auch diese Parameter, also zum Beispiel der Blutdruck oder die Leberwerte und so weiter und so fort.",
    "end": 1013.0
  },
  {
    "start": 1013.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nUnd da sind wir aber dann wieder bei dem Thema, dass wir zu 60 Prozent selber in der Hand haben.\nDas heißt, unseren Genpool können wir uns nicht aussuchen und bestimmt haben wir das ein oder andere, mit dem wir uns arrangieren müssen, aber wir können einiges tun und das ist, glaube ich, letztlich auch die die, also zu einem guten und gesunden Original zu werden letztlich.",
    "end": 1034.0
  },
  {
    "start": 1034.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nJa, ja oder weites oder soweit es geht, gut und gesund zu werden.",
    "end": 1037.0
  },
  {
    "start": 1037.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nGenau, klar.\nEs gibt viele Faktoren, wir nicht beeinflussen können, aber wir wollen uns ja hier vor allem auf die konzentrieren, die wir wirklich beeinflussen können.",
    "end": 1046.0
  },
  {
    "start": 1046.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nAber lass uns noch mal zurückgehen zu den Genen, weil die schon eine wichtige Rolle auch spielen, ja.\nAlso das sagt zum Beispiel der Professor Limmroth, der ist Altersforscher und Hirnforscher auch aus Köln.\nDer behauptet inzwischen sogar, dass Du mit einem Blick auf deine Gene sagen kannst, wie lang wirst Du leben.",
    "end": 1066.0
  },
  {
    "start": 1066.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nDie Frage ist, will man das wissen?\nAlso er hat ja, das hat er erzählt auch, er hat ja weibliche Ahninnen, die sehr alt geworden sind und das hätt ihn auch unter anderem motiviert, sich mit diesen Themen zu beschäftigen und er hätt halt gemerkt, er ist halt ein Mann.\nAlso insofern, das Geschlecht ist vielleicht nicht optimal, um uralt zu werden, aber man kann vielleicht jenseits der Gene auch einiges dran drehen.\nAber klar, die Gene sind schon mal gut, aber wie gesagt, die suchen wir uns nicht aus.",
    "end": 1094.0
  },
  {
    "start": 1094.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nNee und ehrlich gesagt, also ich überlege gerade, wenn ich so in meinen eigenen Genen, ich weiß gar nicht, wie aussagekräftig das ist.\nBei uns gibt's Langlebige in der Familie.\nEs gab auch welche, die sind ganz früh gestorben.",
    "end": 1105.0
  },
  {
    "start": 1105.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJa, mein Vater ist mit Mitte 50 an dem Aneurysma gestorben, das er wohl gekannt hat, aber nicht wirklich behandeln ließ, das ist ja auch die Frage.\nWürde man heute noch da dran sterben oder würde man das einfach, das ist jetzt 30 Jahre her oder würde man's heute vielleicht irgendwie einfacher in Griff kriegen?\nAlso das stimmt, ist absolut richtig.\nWir wissen nicht, inwieweit tatsächlich die Sterblichkeit, die junge Sterblichkeit von irgendwelchen Verwandten was über uns aussagt.",
    "end": 1134.0
  },
  {
    "start": 1134.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nAlso eine ganz wichtige Stellschraube ist, glaube ich, Du sagst ja immer 60 Prozent, ja, mit 60 Prozent haben wir in der Hand und zu diesen 60 Prozent, da beißt die Maus echt keinen Faden abgehört, halt auch echt eine gute Vorsorge.\nAlso ich geh immer zur Brustkrebsvorsorge.\nIch war auch schon bei der beim Darm, bei der Darmspiegelung, was wirklich nicht vergnügungssteuerpflichtig ist.\nIch finde das super super wichtig, weil ich eben auch einfach denke, gerade wenn Du die Krankheiten früh erwischt, hast Du natürlich auch noch mal eine Chance, dass sie gut behandelt werden.",
    "end": 1163.0
  },
  {
    "start": 1163.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nAber würdest Du auch so weit gehen, deine persönlichen Risiken oder so was abchecken zu lassen?\nDa hab ich letztes Mal Interview gehabt, auch mit einem Forscher.",
    "end": 1172.0
  },
  {
    "start": 1172.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nDu meinst, dass Du dann auch weißt, wie hoch ist mein Demenzrisiko?",
    "end": 1174.0
  },
  {
    "start": 1174.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nGenau und tatsächlich ist das dann schon interessant, will ich das wissen und was sagt das über mich aus und was sagt das über die Generation nach mir aus?\nAlso das das war schon so Punkt, wo ich mir auch wieder gedacht hab, ja, also bin vollkommen bei dir, ich mach auch alle Vorsorgeuntersuchungen und trotzdem, ich weiß nicht, wie viel ich genau wissen will, was genau in meinem Körper vorgeht.\nVor allem, wenn ich's nur bedingt oder kaum beeinflussen kann.",
    "end": 1202.0
  },
  {
    "start": 1202.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nNa ja, und die Frage ist, wie valide ist das am Ende?\nAlso was sagt es denn wirklich aus, ja?\nWie gesagt, wir haben diese 60 Prozent, ja?\nUnd vielleicht hast Du ein genetisches Risiko, zum Beispiel an einer Demenz zu erkranken, aber weil Du eben lange gearbeitet hast und ein Musikinstrument spielst und außerdem ein total sozialer Charakter bist, mendelt sich sozusagen dieses Risiko wieder aus.\nDas kann ja auch passieren.",
    "end": 1225.0
  },
  {
    "start": 1225.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nGut, aber wenn Du jetzt wüsstest, Du hast erhöhtes Demenzrisiko, vielleicht würdest Du dann anfangen, ein Musikinstrument zu spielen.",
    "end": 1232.0
  },
  {
    "start": 1232.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nIch glaub, mein Leben wär einfach erheblich ärmer und unglücklicher, ja.",
    "end": 1235.0
  },
  {
    "start": 1235.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJa.\nUnd vor allem ist dann ja auch wieder die Frage, das finde ich bei dem Thema Longevity ohnehin immer total spannend. Welchen Preis bin ich bereit zu zahlen, um eventuell um eventuell bisschen älter zu werden?\nWenn ich joggen geh, dann weiß ich, das bringt mir jetzt und sofort etwas und es bringt mir sowohl körperlich als auch geistig was.\nEs erhebt meine es hebt meine Stimmung, all das.\nWenn ich jetzt aber irgendetwas mache, ich lerne jetzt Cello, um vielleicht 23 Tage später an Demenz zu erkranken, als es vorgesehen ist, das wär mir der Preis nicht hoch.\nWeißt Du, was ich mein?\nAlso auch diese ganzen Longevity Jünger, die sich dann in irgendwelche Sauerstoffkabinen setzen.",
    "end": 1279.0
  },
  {
    "start": 1279.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nEistonne sag ich nur.\nIm Leben würde ich nie in eine Eistonne reinsteigen.",
    "end": 1282.0
  },
  {
    "start": 1282.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nAber das glaubst Du nicht.\nIch bin letztes Mal tatsächlich war ich, hatte ich son Gutschein für son Wellnessangebot und da gab's sonen ganz, ganz eiskalten See und wir sprechen da drum, es war Januar und nur ganz, ganz wenige Leute sind in den See gegangen und ich wollte es auch ausprobieren.\nIch war da, glaube ich, so eine Drittelsekunde drin.\nAber es hat sich schon, es hat sich schon gut angefühlt.",
    "end": 1308.0
  },
  {
    "start": 1308.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nAlso danach bist Du halt top, top fit.\nAlso Eistonne wär für mich die Frage, wie lang?\nWie lang gehst Du da noch?",
    "end": 1315.0
  },
  {
    "start": 1315.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\n0,3, keine Ahnung.\nIch geh überhaupt nicht in die Eistonne, es kommt überhaupt nicht infrage.",
    "end": 1320.0
  },
  {
    "start": 1320.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nOkay, Du willst also auch nicht in die Ostsee gehen am Neujahrstag oder sonstwas.",
    "end": 1323.0
  },
  {
    "start": 1323.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nIch geh auch nicht in die Ostsee.\nIch kann mich an nen Ostsee-Urlaub erinnern, da waren alle in der Ostsee außer mir.\nBei mir beginnt Schwimmen bei 20 Grad aufwärts, ja.\nUnter gar kein Umständen drunter. Nicht in meiner Komfortzone.\nAber immerhin, ich rauche nicht.",
    "end": 1338.0
  },
  {
    "start": 1338.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nIch auch nicht.",
    "end": 1339.0
  },
  {
    "start": 1339.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nWir trinken mäßig Alkohol, sieht man jetzt gestern paar Weinschollen, aber Ein, zwei.\nWir verzichten auf rotes Fleisch oder essen nur sehr wenig.\nDu bist Vegetarier und ich esse wenig und Wurst auch nicht.\nUnd wir sind beide normalgewichtig und laut Deutschem Krebsforschungszentrum haben wir damit statistisch unsere Lebenserwartung schon um 17 Jahre hochgeschraubt.",
    "end": 1361.0
  },
  {
    "start": 1361.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJa, ich liebe auch immer solche Statistiken, die mit Sicherheit mit Vorsicht zu genießen sind, dass Du, wenn Du jeden Tag eine Handvoll Nüsse isst, dann wieder, keine Ahnung, fünf Jahre gewinnst.\nUnd das finde ich dann immer ganz schön.\nAlso wenn beispielsweise der Feind in meiner Wohnung die Chipstüte gewonnen hat und",
    "end": 1381.0
  },
  {
    "start": 1381.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nDann hast schon wieder auf drei Jahre reduziert",
    "end": 1382.0
  },
  {
    "start": 1382.0,
    "text": "BRIGTTTE HUBER:\nDann schiebe ich am nächsten Tag halt paar Nüsse nach oder am gleichen Tag und dann denk ich mir, sind wir wieder pari.",
    "end": 1388.0
  },
  {
    "start": 1388.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nJa, der der Witz an der Sache ist ja, dass sich das auch irgendwie ständig ändert, ja?\nWas genau dreht jetzt deine Lebenserwartung nach oben und was jetzt genau nicht und wie viel musst Du jetzt genau dafür tun?\nSo der Klassiker sind diese 10000 Schritte, ja.\nIch bin groß geworden mit offensichtlich einer Marketinggeschichte.\nIch glaube, es war eine japanische Fitnessuhr, die das irgendwie einprogrammiert hatte, 10000 Schritte.\nUnd ich hab echt, was ich mich geschunden hab in meinem Leben, um diese bekloppten 10000 Schritte hinzubringen, jetzt heißt es in neuen Studien, in meinem Alter reichen eigentlich so um die 6000.\nDas macht mein Leben erheblich angenehmer und ganz ehrlich, inzwischen weiß man überhaupt erst mal in die Puschen zu kommen, ist wichtig und never mind irgendwie diese ganzen Zahlen, die sie dir sonst so um die Ohren ballern",
    "end": 1434.0
  },
  {
    "start": 1434.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nNa und ich find vielleicht in dem Moment ist es sogar auch gut, wenn wir wissen, dass 5000 Schritte schon viel ausmachen, weil wenn ich 10000 Schritte hör und normalerweise nur 23 Schritte mach im Homeoffice von A nach B, dann ist 10000 so unreachable und 5000 denkst Du dir, na ja, vielleicht an manchen Tagen krieg ich's hin.\nAlso wenn, finde ich auch, die Ziele zu, ja, zu gewagt sind, zu weit weg, dann schreckt uns das ja eher ab.",
    "end": 1462.0
  },
  {
    "start": 1462.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nAlso Eistonne ist raus, 10000 Schritte sind raus.",
    "end": 1464.0
  },
  {
    "start": 1464.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nAlso mit der Eistonne, da würd ich noch verhandeln, wenn man da nur ganz kurz rein muss?",
    "end": 1470.0
  },
  {
    "start": 1470.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nIch kann's dir nicht sagen.\nIch hab sogar damals den Limmroth, weil ich mich so den Professor Limmroth gefragt, wie ist das denn mit der Eistonne?\nEr sagt, es gibt glücklicherweise keine Evidenz für die Eistonne.",
    "end": 1479.0
  },
  {
    "start": 1479.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJa, was ich dann wieder ganz spannend finde, ist, wenn man sich vor Augen führt, wir tun jetzt oft so, als wär das, was wir tun, so extreme Optimierung.\nAlso wir würden uns Kälte aussetzen, wir würden uns gesund ernähren und so weiter und so fort.\nAber das war das Leben der Menschheit vieler Jahrtausende.\nDas fand ich dann doch schon wieder auch kann man mal drüber nachdenken.",
    "end": 1501.0
  },
  {
    "start": 1501.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nDu meinst, was wir jetzt sozusagen mit allem probieren, ist im Grunde nur der Schritt zurück zu einer",
    "end": 1507.0
  },
  {
    "start": 1507.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nZur Normalisierung. Weniger Optimierung, zu einer Normalisierung.\nAlso diesen Gedanken fand ich auf jeden Fall nicht verkehrt, nur er ist für uns halt, die wir's gewohnt sind, in klimatisierten Räumen zu sein oder in gewärmten Räumen und diese industriell verarbeiteten Lebensmittel zu essen und so weiter, ist das dann tatsächlich schon ja eine kleine Challenge, eine Herausforderung.",
    "end": 1529.0
  },
  {
    "start": 1529.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nLass uns trotzdem noch mal auf diese Longevity Sache gehen, ja, weil das ist ja irgendwie was, was mich schon sehr beeindruckt hat.\nAlso wir haben ja Leute kennengelernt, zum Beispiel unsere Kollegin, die sich toujours selber vermisst.",
    "end": 1542.0
  },
  {
    "start": 1542.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nDaniela. Hi Dani!",
    "end": 1542.0
  },
  {
    "start": 1542.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nDie weiß wirklich ständig, in in welchem Pulsbereich befindet sie sich?\nHat sie ausreichend geschlafen?\nWie ist ihre Sauerstoffsättigung?\nHat sie gut geschlafen?\nWar ihre Schlafqualität gut?\nSie hat etliche Bluttests durchlaufen, wo verschiedene Parameter irgendwie getestet wurden.\nEine Genanalyse hat sie nicht gemacht.\nIch glaub, das war ihr zu teuer, aber die wahren Longevity Menschen, die machen dann auch noch die Genanalyse und gucken, was sagen eigentlich ihre bisher bekannten Altersgene über ihre ihr weiteres Erleben aus.\nMit einem Wort oder wie Polidori das gesagt hat, Longevity, scheint mir ein ziemlich anstrengender Fulltime Job zu sein.\nUnd am Ende ist es ja so, dass die Leute Haufen Supplements essen, Vitamine in sich reinschieben.",
    "end": 1594.0
  },
  {
    "start": 1594.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nAlso das gilt jetzt nicht für Dani, weil ich glaub, das ist so der Unterschied",
    "end": 1595.0
  },
  {
    "start": 1595.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nNein, das macht die Dani nicht, aber aber viele dieser Longevity Leute machen das.\nUnd da muss man dann wirklich sagen, das ist dann, finde ich, schon eine Sache, die relativ problematisch wird, weil's für die Sachen halt überhaupt keinen einzigen Beweis des Nutzens gibt und im Gegenteil vielleicht sogar eher ein Riesenschaden draus entsteht, weil's die Nieren belastet oder die Leber belastet.",
    "end": 1618.0
  },
  {
    "start": 1618.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nIch glaub, das ist bei den Supplements, das muss man sagen, es gibt son paar Supplements, die für uns Sinn machen können.\nKann sein, dass Du Vitamin B12 brauchst oder Vitamin D.\nKlar, wenn Du schwanger bist, nimmst Du Folsäure, Babys kriegen Vitamin D und so weiter.\nEs gibt schon Supplements, die Sinn machen, die auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung als sinnvoll erachtet",
    "end": 1639.0
  },
  {
    "start": 1639.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nWenn ein Mangel besteht, ja.",
    "end": 1640.0
  },
  {
    "start": 1640.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nAber, das ist so der Punkt, wenn Du die Hoffnung hast, dass Du irgendwelche tollen Seiten aus deinem Körper rauskitzelst, indem Du eine Pille nimmst.\nDas klappt in der Regel nicht und die Gefahr besteht tatsächlich, wie Du sagst, dass Du eine Überdosierung einhandelst, weil tatsächlich ist es ja so, anders als Medikamente sind diese Stoffe keiner Kontrolle unterzogen.\nDie werden behandelt wie Lebensmittel, da ist nichts Giftiges drin.\nAber es ist nicht nicht wenig, nicht selten, dass da die x-fache bis zu hundertfache Dosierung drin ist, die der Körper eigentlich gut verträgt.\nUnd leider wird nicht alles 1 zu 1 ausgeschieden, bloß weil wir's nicht mehr brauchen.\nIch find das auch insofern son bisschen fragwürdig, weil wir uns da so als Mängelwesen letztlich darstellen.",
    "end": 1687.0
  },
  {
    "start": 1687.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nDie ständig gepampert werden müssen, damit sie irgendwie vernünftig funktionieren.",
    "end": 1691.0
  },
  {
    "start": 1691.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nGenau.\nUnd da ist, glaube ich, so der der Punkt, wo's dann unter Umständen obsessiv wird und klar muss jeder für sich selber entscheiden und es gibt Leute, die das genau untersuchen haben lassen und das dann noch machen und die Forschung ist ja auch noch relativ neu.",
    "end": 1704.0
  },
  {
    "start": 1704.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nNa ja, der ganze Longevity-Trend ist noch nicht so lange.\nJa, den gibt's ja erst irgendwie, ich glaub, seit 25 Jahren oder so, als diese beiden Demografen Poulain und Gianni Pes, hieß der glaube ich, zufällig einen Landstrich entdeckt haben auf Sardinien, wo die Menschen besonders alt sind.",
    "end": 1722.0
  },
  {
    "start": 1722.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJa, besonders lange gesund alt geworden sind.",
    "end": 1726.0
  },
  {
    "start": 1726.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nBesonders lange gesund alt geworden",
    "end": 1728.0
  },
  {
    "start": 1728.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nGenau, die nennen sich Blue Zones jetzt diese Region, weil die haben dann tatsächlich, also man hat dann nach weiteren solchen Landstrichen gesucht, die es überall auf der Welt gibt.\nBlue Zones übrigens, das habe ich dann letztes Mal erst gelesen, weil man die so blau umrandet hat nur irgendwie, das hat überhaupt keine",
    "end": 1742.0
  },
  {
    "start": 1742.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nJa, das war Reporter von National Geographic, der hat die immer sozusagen angeblich auf angeblich auf der Karte mit sonem blauen Marker eingekreist",
    "end": 1751.0
  },
  {
    "start": 1751.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nGenau und da kann man sich dann anschauen, warum leben da so viele relativ fröhliche Hochbetagte und das hat man sich hat man auch untersucht.\nAber und das muss man jetzt an der Stelle schon sagen, es gibt inzwischen auch einiges an Kritik an den Methoden.\nNichtsdestotrotz, die Learnings, die wir da rausziehen, die sind nichtsdestotrotz richtig.\nDenn was ist denn richtig gesund?",
    "end": 1772.0
  },
  {
    "start": 1772.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nJa, so richtig gesund sind die üblichen kleinen Langweilerchen, die uns eigentlich immer begleiten, nämlich, viel bewegen im Alltag, Entspannung Gutes Stressmanagement.\nDie Leute, die lange leben, haben in der Regel ihren Lebenssinn.\nViele sind gläubig oder zumindest Spirituell irgendwie angedockt.\nJa, alle haben regelrechtes Sozialleben, haben viele Freunde.",
    "end": 1794.0
  },
  {
    "start": 1794.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nDann kommt das Schlimmste, sie ernähren sich gesund, aber 80 Prozent Sättigung.\nWie heißt das?\nHara hachi hachi",
    "end": 1801.0
  },
  {
    "start": 1801.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nDas weiß ich schon gar nicht mehr.\nTatsächlich, es sind tatsächlich bei 80 Prozent.",
    "end": 1805.0
  },
  {
    "start": 1805.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nDu sollst bei 80 Prozent aufhören. Ich sag dir, ich hab eine Kantinenkarriere, sag ich mal, und das kann ich heut grad wieder bestätigen.\nIch krieg einen vollen Teller und den ess ich in der Regel zu 90 Prozent leer.\nIch hab kein Sättigungsgefühl, das sagt, jetzt ist zu 80 Prozent Schluss, besser gesagt, bei 80 Prozent muss ich halt noch essen, bis ich das 100 fühl.\nIch weiß, wie das gehen würde, aber so richtig Bock hab ich da nicht drauf.",
    "end": 1831.0
  },
  {
    "start": 1831.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nJa, mein Körper hat leider auch manchmal Lust auf 120 Prozent oder 150 Prozent spezifisch, wenn's um Sachen geht, die jetzt nicht so wahnsinnig gesund sind.\nAlso ich find die Sache mit den 80 Prozent Sättigung schon auch irgendwie komisch.",
    "end": 1844.0
  },
  {
    "start": 1844.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nAlso das muss ich ganz ehrlich sagen und dann kommt ja auch noch dieser Effekt, dass Du vielleicht gesättigt bist und trotzdem kannst Du noch eine Kugel Eis essen.\nDas ist ja eher ein Talent des Körpers, oder?",
    "end": 1853.0
  },
  {
    "start": 1853.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nJa und dann ist aber die Frage, ob die Lebensfreude dich jetzt länger gesund bleiben lässt oder ob soll ja auch bisschen Spaß machen im Leben.",
    "end": 1860.0
  },
  {
    "start": 1860.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJa, also insofern haben sie das rausgekriegt bei diesen Blue Zones und tatsächlich finde ich, macht das ja auch alles Sinn und man kann sich davon auch inspirieren lassen, wobei auch das habe ich jetzt letztlich gelesen, auch in den Blue Zones sieht's jetzt nicht mehr ganz so aus wie vor 25 Jahren, weil auch da irgendwie Fast Food und Co irgendwie angekommen ist, aber ja gut",
    "end": 1882.0
  },
  {
    "start": 1882.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nImmerhin, also ich meine, richtig machen die Leute da ganz offensichtlich was.\nWas mir auch auffällt, ist, dass ich schon, je älter ich werde, wahrscheinlich mehr richtig mache als früher.\nAlso als ich jung war und mich noch völlig unverwundbar fühlte, muss ich sagen, war ich noch nicht so gesundheitsbewusst, wie ich's jetzt heutzutage bin.\nDas ist wahrscheinlich schon auch eine Frage des Alters.",
    "end": 1903.0
  },
  {
    "start": 1903.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nAlso ich glaub, ich hab bis auf meine Jahre zwischen 20 und 30 schon immer Sport gemacht, als Kind eher so Schulsport und so und ab 30, ich hab angefangen mit 30 zu laufen und da war ich auch richtig, bin ich so froh im Nachhinein, weil damals hatte ich auch richtig viel Stress und dann hat mir irgendjemand mal gesagt, na ja, Du musst anfangen zu laufen.\nDann hab ich gesagt, hast Du mir zugehört?\nIch hab gesagt, ich hab Stress und hab keine Zeit und dann sagt die Person ganz ruhig, ja und deswegen musst Du laufen, gerade weil Du keine Zeit hast und Stress hast.\nUnd dann hab ich angefangen, so mit mit Anfang 30 und hab das irgendwie versucht dreimal einzubauen trotz Kinder, Job und so weiter und so fort und irgendwann hab ich kapiert, was er meint.\nBeim Laufen ist ja der Vorteil auch noch der, dass die Bruttozeit ist die Nettozeit, das heißt, Du gehst ausm Haus, läufst 30 oder 40 Minuten und gehst wieder rein und ist jetzt nicht so aufwendig, wie wenn Du irgendwie ins Fitnessstudio gehst oder bei irgendeinem Ballsport dabei bist oder so und tatsächlich hat mich das die letzten 30 Jahre begleitet.\nIch muss ganz ehrlich sagen, ich glaube, ich hab noch nie ein Runner's High erlebt.\nDas hoffe ich immer.\nAlso das ist da, wo die Leute sagen, sie schweben dann und so weiter. Also ich dachte einmal, ich hab mal Runner's High, aber es war irgendwie sone beginnende Darmgrippe.\nAlso es war nicht so nicht nicht so nachhaltig positiv.",
    "end": 1987.0
  },
  {
    "start": 1987.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nIch wusste gar nicht, dass Runner's High mit Magenschmerzen einhergeht?",
    "end": 1990.0
  },
  {
    "start": 1990.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nNein, war keine Magenschmerzen, wir waren halt halt son bisschen high.\nUnd es war halt, das High war jetzt war jetzt eher, glaube ich, von der Erstschwächung der Grippe.\nI don't know.",
    "end": 1999.0
  },
  {
    "start": 1999.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nAlso ich glaub auch total an die heilende Kraft des der Bewegung, das muss ich wirklich sagen und vor allem immer an diesen Spruch, use it or lose it, ja?\nAlso was ich zum Beispiel mache, ist, dass ich im Alltag, wenn ich Treppen hochgehe, gehe ich grundsätzlich immer 2 Stufen auf einmal.",
    "end": 2013.0
  },
  {
    "start": 2013.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nDas finde ich so streberhaft. Ohne Worte",
    "end": 2016.0
  },
  {
    "start": 2016.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nDas ist tapfer, oder? Beim Runtergehen halte ich mich nicht am Geländer fest, um mein Gleichgewicht zu trainieren.\nUnd inzwischen kann ich 15 Sekunden mit geschlossenen Beinen auf einem Bein stehen.\nDas hab ich voll geübt die letzten Monate, wirklich.\nJetzt kann ich's.",
    "end": 2029.0
  },
  {
    "start": 2029.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJetzt ist dieser kleine Streberbreak raus bei dir.\nToll.\nNein, das müssen wir jetzt tatsächlich sagen, was mit den alle 2 Stufen.\nDas hast Du denn jetzt nicht auch von Limmroth oder?\nIch weiß nur, dass also Volker Limmroth, also der Forscher, der hat dann eben gesagt, tatsächlich das aller aller wesentlichste Sinn ist die Beinmuskulatur, um im Alter irgendwie lange fit zu bleiben.",
    "end": 2055.0
  },
  {
    "start": 2055.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nJa klar, das sind die größten Muskeln.",
    "end": 2056.0
  },
  {
    "start": 2056.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nUnd deswegen deswegen geht er jede Treppenstufe zu Fuß und ich glaub, er hat ganz fürchterlich viele Stockwerke bei bei sich da an der Uni.\nBei mir, ich ich wohn im ersten Stock und im Zweifelsfall hätt ich Lift, da lässt sich das noch einigermaßen ausgleichen.\nAber das macht tatsächlich Sinn und diese auf einem Bein mit geschlossenen Augen Balanciererei?",
    "end": 2075.0
  },
  {
    "start": 2075.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nDas ist Sturzprävention im Grunde.\nAlso das mach ich deswegen, weil ich keine Lust hab, irgendwann mal hinzustolpern und hinzufallen und man einfach weiß, wenn Du gut trainiertes Gleichgewicht hast, dann hast Du eigentlich eine höhere Chance, nicht nicht hinzufallen und dir irgendwie was Blödes zu brechen.\nJa, also eine Sache, die mich schon son bisschen deprimiert hat, war, ich hatte Gespräch mit der Frau Professorin Joisten von der Universität Köln, von der Sporthochschule dort und die sagte, also wirklich wichtig ist auch Muskeltraining und zwar mit Schmackes.",
    "end": 2105.0
  },
  {
    "start": 2105.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nUnd wieso hat dich das deprimiert? Weil du bis jetzt nur so ein Pfund auf jeder Seite",
    "end": 2108.0
  },
  {
    "start": 2108.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nNaja, weil ich lieber ehrlich gesagt mit meinen Ein Kilo Hantelchen bisschen vom Fernseher weißt, so.\nRauf und runter, aber das bringt jetzt tatsächlich nicht so viel, sondern Du musst schon irgendwie die Muskeln herausfordern, damit die irgendwie was zu tun haben.\nUnd dann habe ich sie gefragt, wie viel muss ich denn jetzt eigentlich machen?",
    "end": 2124.0
  },
  {
    "start": 2124.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nWie viel Stunden in der Woche oder wie häufig in der Woche?\nUnd dann hat sie ehrlich gesagt nur gelacht und hat gesagt, das ist so individuell.\nAltersmedizin ist komplett individuell, das, ich muss halt einfach darauf achten, dass ich guten Sportmix hab, dass ich mich, dass ich eben Gleichgewicht trainiere und die Kraft und eben auch Ausdauer.",
    "end": 2141.0
  },
  {
    "start": 2141.0,
    "text": "BRIGITTE HUBER:\nAber ich glaub, was man ganz klar sagen kann, das ist, glaube ich, die letzten 5 bis 10 Jahre auch noch mal krass von allen Seiten bestätigt worden, wie wichtig dieses Muskeltraining fürs Alter ist.\nAlso früher war mein Gefühl, es steht vor allem Kardioausdauer und so im Fokus und wie wichtig tatsächlich unsere Muskeln sind für unsere Gesamt, ja, für unser Gesamtkunstwerk, das ist schon noch mal erstaunlich.\nMir tut's ja im Nachhinein bisschen leid, dass ich so mit 13 aufgehört hab, Tennis zu spielen, weil ich lese jetzt auch immer wieder verstärkt, dass Tennis ja so der super super gesunde Sport ist, der irgendwie mit am längsten leben lässt und dann ja, hab ich da letztes Mal auch nachgeguckt, weil es hat mich halt nicht so gepackt damals als als Youngster.\nIch wollt lieber reiten und hab dann aber eine Pferdehaarallergie gehabt.\nAlso wie gesagt, ich und Sport, gell?\nAber egal und da wars dann tatsächlich auch so und das fand ich ganz spannend, das, was Du auch sagst, da denkt man sich, was soll denn jetzt an Tennis so gesund sein?\nObwohl was ganz gut ist, ist dieses Fallen und diese Beweglichkeit.",
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    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nNa ja, und natürlich die die soziale Kompetenz.",
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    "text": "BRIGITTE HUBER:\nDie soziale Kompetenz.\nKlar gehst Du viel lieber zum Tennis, wenn Du weißt, wie wie wie das läuft.\nDu hast wohl ganz gesunden Mix, auch tatsächlich aus Bewegung und dann wieder erholen.\nUnd ich hab dann halt das schon gemerkt und das das ist dann schon bezeichnend, mein der Mann an meiner Seite, der hatte vor 3 Monaten eine Knie OP, er hat neues Knie gekriegt und durfte dann jetzt letzte Woche zum ersten Mal wieder Tennis spielen.\nAnne-B der hat 2 Tage vorher schon leuchtende Augen gehabt.\nWenn man mir jetzt aber sagt, weil ich jetzt Schulterprobleme hab, ich soll bitte noch 2 Monate aussetzen mit meinem Muskeltraining, dann sage ich, oh wie schade, aber ja.\nUnd klammheimlich denke ich mir, na gute Ausrede, kein kein Muskeltraining zweimal die Woche.\nAlso insofern ist es eigentlich schon immer ganz, ganz schön, wenn man was findet, was einen auch elektrisiert, aber, und das finde ich dann auch immer ganz spannend, ich hab auch mal Interview gelesen mit sonem Sport Personal Trainer oder so, der gesagt hat, ja, was macht man, war die Frage, wenn man keinen Bock hat auf Sport.",
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    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nTrotzdem machen.",
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    "text": "BRIGITTE HUBER:\nUnd dann hat er gesagt, da hält das wie seine Großmutter, wenn einer gesagt hat, ich hab keinen Bock, den Müll runterzubringen, dann bringst den halt ohne Bock runter.\nUnd und so ist es halt manchmal, glaub ich auch.\nManchmal muss man sagen, okay, das soll jetzt muss muss ich jetzt über die Disziplin laufen lassen.",
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    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nDas ist wie mein Stiefsohn, als man jemand Salat hingesetzt hat und gesagt hat, wie geht's der damit?\nUnd er gesagt hat, er schmeckt mir nicht, aber ich esse ihn trotzdem.",
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    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJa, sehr, sehr schlau.\nIch hab ja lange Jahre, immer wenn man bei mir ins Fitnessstudio gegangen ist, gab's da sone Kinderbetreuung und da konnte man seine Kinder abgeben.\nUnd meine große Sehnsucht war immer, dass sie irgendwas erfinden, wo man den Körper abgeben kann.\nUnd dann gibt man den Körper da ab und dann sagt man zu dem Körper noch mal und Du trainierst richtig schön mit, jede Liegestütze bis an Ende und man selber geht in Ruhe einen Kaffee trinken, holt den Körper später ab, guter Partner und so weiter und so fort, lobt ihn und gut ist.\nAber ich glaube, ha, das werden wir nicht mehr erleben.\nVielleicht ist es auch gut so.",
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    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nAlso jedenfalls werden wir trotzdem uns natürlich bemühen, unserem lebenslangen Buddy, dem Body, das möglichst Optimale zukommen zu lassen, weil wir ja noch lange Freude mit ihm haben wollen.\nUnd das war's auch jetzt für heute.\nAber bevor wir aufhören, Brigitte, meine Frage aus unserem Fragebogen im Buch, da haben wir immer 13 Fragen unsere Expertinnen und all die Menschen, die wir getroffen haben, gefragt.\nMeine Frage heute an dich ist, wann hast Du dich das letzte Mal richtig jung gefühlt?",
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    "text": "BRIGITTE HUBER:\nAlso ich würde jetzt gern sagen, als ich beim Joggen an den ganzen Leuten vorbeigelaufen bin, das ist aber leider einfach dann schlichtweg gelogen.\nJa, wann hab ich mich zuletzt jung gefühlt?\nSag Du erst mal.",
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    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nAlso wann ich mich das letzte Mal so richtig jung gefühlt hab, das war ehrlich gesagt neulich mit meiner Enkeltochter.\nDie ist jetzt ein Jahr alt und beginnt grad so richtig ihre Bewegung zu erforschen.\nJetzt kann sie in einer unglaublichen Geschwindigkeit krabbeln und ich bin ihr noch hinterhergekommen.\nUnd dann gab's so Moment, wo ich mit ihr gespielt hab, der mir nie gelungen ist bei meinen eigenen Kindern, wo ich so vollkommen abgetaucht war und richtig in dieser in dieser Kleinkindwelt, die also am Boden krauchend und flauchend sich irgendwie abspielt und da bin ich mir hab ich son für einen kurzen Moment so Raum und Zeit vergessen und da hab ich mich wirklich mal ganz jung gefühlt.",
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    "text": "BRIGITTE HUBER:\nJa, es ist tatsächlich bei mir auch dann am ehesten so beim Spielen, also ich kenn's auch beim Konzert.\nDu bist beim Konzert und es kommt dein Lied, ja?\nUnd dann fühlst Du dich wieder wie damals.\nAber ansonsten passiert's dann bei mir auch, ich spiel nicht so oft, aber letztlich hab ich dann auch wieder mal Kniffel gespielt, ey, und ich hatte so einen Lauf und da muss ich auch aufpassen, dass ich mich nicht zu sehr freue, so, weil weil die anderen wollen sich ja auch freuen, aber wenn Du dann irgendwie noch Kniffel würfelst, obwohl Du eigentlich schon ohnehin die Nase vorn hast, das sind schon sind schon so die Momente.\nAlso körperlich muss ich ganz ehrlich sagen, hab ich sie seltener, diese Momente, wo ich mich ganz jung fühl, aber muss sie auch nicht.\nIn diesem Sinne.",
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    "start": 2459.0,
    "text": "ANNE-BÄRBEL KÖHLE:\nDas wars heute mit unserer Folge, mein Body, mein Buddy.\nUnser Podcast ist ein Audioangebot der Apotheken Umschau von gesundheit-hören.\nWenn ihr wollt, schreibt uns gerne.\nWir freuen uns über eure Kommentare an redaktion@gesundheit-hoeren.de.\nIhr könnt uns auch abonnieren. Wir freuen uns und ihr verpasst keine weitere Folge mehr.",
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    "text": "BRIGITTE HUBER:\nUnd wenn ihr euch für die Studien interessiert oder auch den Fragebogen, die hier jetzt schon in der Folge zu Wort kam, findet ihr alles in den Shownotes, also der Zusammenfassung der Folge.\nJa und ansonsten bleibt uns nur zu sagen, wir hoffen, es hat euch ähnlich so viel Spaß gemacht wie uns.\nBleibt jung, bleibt gesund, bleibt fit bis zum nächsten Bis zum Mal!",
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    "start": 2511.0,
    "text": "SPRECHER\ngesundheit-hören.\nDas ist das Audioangebot der Apotheken Umschau.",
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