[
  {
    "start": 3.0,
    "text": "SPRECHER:\ngesundheit-hören.",
    "end": 9.0
  },
  {
    "start": 9.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nHerzlich willkommen zu gepflegt gefragt.\nAuch in dieser Folge beantworten wir wieder eure Fragen rund um die Pflege, egal ob's euch selbst betrifft, ob ihr Angehörige seid, Freunde oder Nachbarin.",
    "end": 20.0
  },
  {
    "start": 20.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nDiesmal geht's um ein Thema, bei dem es häufig zu Missverständnissen kommt und wo die Entscheidung wirklich gut überlegt sein sollte.\nIch bin Aglaja Adam, Gesundheitsjournalistin bei der Apotheken Umschau.",
    "end": 31.0
  },
  {
    "start": 31.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nMein Name ist Kai Klint.\nIch bin auch Gesundheitsjournalist in der Redaktion der Apotheken Umschau und Pflegefachkraft.",
    "end": 38.0
  },
  {
    "start": 38.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\ngepflegt gefragt ist ein Podcast von gesundheit-hören.\nDas ist Audioangebot der Apotheken Umschau.",
    "end": 44.0
  },
  {
    "start": 44.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nJa, da lass uns starten und das Geheimnis lüften.",
    "end": 47.0
  },
  {
    "start": 47.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nJa, gerne.",
    "end": 55.0
  },
  {
    "start": 55.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nJa, heute geht's um ein Thema, zu dem uns auch viele Zuschriften erreicht haben und diese Zuschriften zeigen eine ganz große Bandbreite.\nZum Teil sind das sehr harte Urteile über das Angebot, über das wir gleich sprechen werden, zu sehen oder zu lesen.\nZum Beispiel, dass es Abzocker ist, dass es eine Mogelpackung ist, dass es so etwas wie ein Warten auf den Tod ist.\nUnd auf der anderen Seite gibt's aber auch Stimmen, die sagen, ja, dieses Angebot ist genau richtig für mich und ich fühle mich wohl und hätte keine bessere Entscheidung treffen können.",
    "end": 87.0
  },
  {
    "start": 87.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nGenau, soll ich dann mal lüften, worüber wir heute sprechen?",
    "end": 90.0
  },
  {
    "start": 90.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nGern, genau.",
    "end": 91.0
  },
  {
    "start": 91.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nEs geht ums betreute Wohnen, das ja häufig auch als Seniorenresidenz oder Seniorenstift oder auch mal als Servicewohnen bezeichnet wird.\nJa, das ist wie so vieles in der Pflege kein geschützter Begriff und deshalb gibt's eigentlich auch keine Vorgaben, welche Qualitätsstandards oder Angebote erfüllt sein müssen und wahrscheinlich ist auch daher die Bandbreite der Urteile so groß.",
    "end": 117.0
  },
  {
    "start": 117.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nGenau.\nMan weiß halt nicht immer im Vorfeld, was einen da erwartet und deswegen ist es so wichtig, dass ihr euch informiert, wenn ihr euch für diese Wohnformen, Betreuungsformen interessiert.",
    "end": 127.0
  },
  {
    "start": 127.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nGenau, weil ich glaub, dass es da auch sehr viele falsche Vorstellungen gibt.\nIch muss auch ganz ehrlich sagen, auch ich selbst hab nicht so ganz genau gewusst, was sich unter dem Begriff oder hinter dem Begriff betreutes Wohnen genau verbirgt.\nUnd ich muss sagen, ich hatte auch ein paar falsche Vorstellungen.\nVielleicht fangen wir einfach mal an aufzuschlüsseln, was ist denn betreutes Wohnen und was ist es auch eben nicht?",
    "end": 149.0
  },
  {
    "start": 149.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nJa, also im Grunde ist das betreute Wohnen eine Wohnform hauptsächlich für ältere Menschen, aber es könnten auch andere da einziehen, wo es im Kern eine private Wohnung ist, die man anmietet.\nAlso man hat einen normalen Mietvertrag bei einem kommerziellen Anbieter oder auch bei eins vielleicht Wohnbaugenossenschaft und dazu gibt es aber dann in der Regel einen zweiten Vertrag neben dem Mietvertrag, einen Servicevertrag und da sind bestimmte Leistungen drin, auch die können sich unterscheiden, aber oft ist das ein Hausmeister, Hausmeisterdienstleistung, ein Hausnotruf, die Wohnung ist barrierefrei, das ist natürlich ein Kennzeichen der Wohnung, jetzt nicht der Dienstleistung.\nEs gibt meistens einen Ansprechpartner vor Ort, der einem bei Fragen im Alltag hilft.\nAuch darüber können wir vielleicht später noch mal konkreter sprechen.\nAlso man hat ja noch verschiedene Serviceleistungen, die dann dazu gebucht werden, die aber auch vertraglicher Bestandteil sind.\nAlso man hat vor allem, im Kern hat man zwei Beträge für die Dienstleistung und für die Wohnung selbst.",
    "end": 213.0
  },
  {
    "start": 213.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nAber die Miete, hab ich gehört, ist häufig sogar etwas höher als der ortsübliche Mietspiegel.",
    "end": 220.0
  },
  {
    "start": 220.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nJa, also es gibt eine Angabe der Verbraucherzentrale.\nEs hängt natürlich sehr von der Region ab, in der man lebt in Deutschland.\nDie Preise sind ja sehr unterschiedlich.\n10 bis 20 Prozent können die über dem Mietspiegel liegen und der Mietspiegel ist ja ohnehin in größeren Städten, ich denk mal an München, wir sind da hier in der Nähe von München, ohnehin schon sehr hoch.\nAlso man muss mit hohen Preisen rechnen für die Übung.",
    "end": 243.0
  },
  {
    "start": 243.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nUnd das heißt ja betreutes Wohnen.\nIch hab da natürlich auch gedacht, da wird man betreut.\nDu hast jetzt gesagt, man hat diesen Servicevertrag.\nDas bedeutet, man hat bestimmte Leistungen, die man von vornhinein dazubucht oder die man inkludiert hat?",
    "end": 258.0
  },
  {
    "start": 258.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nGenau, die auch in der Regel fix sind, also da kann ich auch nicht zurück.\nAlso das ist nichts, was ich frei auswählen könnte, also in den meisten Fällen zumindest.\nOft ist es so, dass man auch darüber hinaus über diese fixen Dienstleistungen hinaus noch Einzeldienstleistungen buchen kann, zum Beispiel ein Einkaufsservice oder dass man Essen bekommt oder im Restaurant, das möglicherweise zur Anlage gehört, essen gehen kann, dass man das noch dazubucht.\nOder Bügelservice, also solche Dinge, die kann man dann oft noch dazubuchen.\nKosten aber oft extra und auch Freizeitangebote von Bewegungsangeboten, Ausflügen bis hin zu Kulturveranstaltungen, Konzerte, das ist ein breites Spektrum.\nDas ist zum Teil mit drin, zum Teil wird es extra berechnet.",
    "end": 300.0
  },
  {
    "start": 300.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nAber und das war mir nämlich auch nicht ganz klar, wenn man wirklich auf Pflege angewiesen ist, also Pflegeleistungen sind da nicht automatisch dabei, sondern da muss man dann ganz normal, weil man hat ja ein Mietvertrag und halt diesen Servicevertrag, da muss man aber wie jeder andere Pflegebedürftige auch dann noch einen Pflegedienst kommen lassen.",
    "end": 318.0
  },
  {
    "start": 318.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nJa, genau.\nAlso im Grunde handelt es sich beim betreuten Wohnen oder auch Wohnen mit Service, es handelt sich um eine ganz normale Wohnung.\nAlso ich wohne genauso da, wie ich zu Hause in meiner bisherigen Wohnung vielleicht wohnen würde und deswegen ist in der Tat so, Pflege ist in der Regel nicht da eingeschlossen.\nEs gibt manchmal Kooperationen mit Pflegediensten, es gibt auch betreute Wohnanlagen, die einem Pflegeheim angeschlossen sind, was gar keine schlechte Lösung ist.\nAber an sich ist im betreuten Wohnen die Pflege nicht mit drin.\nUnd vielleicht, ich glaube auch das Problem an der an diesem ganzen Thema und an der auch der Grund für die vielen Missverständnisse, die es da auch gibt und an der Kritik oder Enttäuschung, die viele Menschen auch uns gegenüber uns gegenüber geäußert haben, ist einfach, dass man unter Betreuung etwas anderes versteht.\nMan versteht da jetzt nicht, dass er ein Hausmeister ist, sondern versteht darunter, dass es eine Art Kümmerer oder Kümmerin gibt, die nach mir guckt, die die auch erkennen, wenn es mir nicht so gut geht, die wirklich so ein gewisses ja, fürsorglich auch da präsent ist im Haus und das ist in aller Regel nicht so.",
    "end": 384.0
  },
  {
    "start": 384.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nAber für wen ist es denn dann geeignet?",
    "end": 387.0
  },
  {
    "start": 387.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nJa, das ist eine gute Frage, die lässt sich auch nicht so pauschal beantworten.\nTendenziell würde ich sagen, ist betreutes Wohnen geeignet für Menschen, die ja vielleicht in einer zu großen Wohnung leben, vielleicht auch ihren Partner verloren haben, also inzwischen alleine leben, verwitwet sind und sich verkleinern möchten und dabei auch eine barrierefreie Wohnung wünschen, was ja im Hinblick auf das Älterwerden auch eine gute Überlegung ist.\nDie vielleicht auch mehr sich Gesellschaft wünschen, die man vielleicht in der bisherigen Wohnform, wenn man zum Beispiel in einem Einfamilienhaus gelebt hat, auch nicht so gegeben ist und die sich Hilfe im Alltag wünschen, dass man also leichten Zugriff hat auf zum Beispiel eine Putzhilfe oder Bügelservice oder auf einen Essensservice, die sich da son bisschen Unterstützung wünschen.\nIch hab über diese Frage, also für wen eignet sich betreutes Wohnen und für wen eher nicht, auch mit Gisela Rohmann gesprochen.\nSie ist Juristin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und beschäftigt sich da auch viel mit Pflege- und Wohnthemen.",
    "end": 441.0
  },
  {
    "start": 441.0,
    "text": "GISELA ROHMANN:\nSchwierig ist es aus meiner Sicht immer dann, wenn es jemand ist, der kognitive Einschränkungen hat, also zum Beispiel eine Demenzerkrankung und deswegen zu Hause alleine nicht gut zurechtkommt oder jemand, der im Bereich der Körperpflege insbesondere eben ein großen Hilfebedarf hat, der den ganzen Tag über letztlich abgedeckt werden muss.\nWenn jemand mit der Wohnform zu Hause nicht gut zurechtkommt, wenn jemand vielleicht Hilfe braucht beim Einkaufen oder wenn er nicht die Wohnung sauber halten kann und einmal in der Woche Unterstützung braucht beim Duschen zum Beispiel, dann ist sicherlich eine Wohnform mit nem betreuten Wohnen oder' Wohnen mit Service eine sinnvolle Sache.",
    "end": 481.0
  },
  {
    "start": 481.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nJa, also wir haben's gehört, also für stark pflegebedürftige Menschen, die eine umfassende Pflege brauchen mit, wo mehrmals am Tag an Pflegedienst kommen muss oder im Grunde vielleicht sogar rund um die Uhr ein Pflegedienst verfügbar sein muss oder auch für Menschen, die demenziell erkrankt sind, ist das oft keine gute Lösung, keine dauerhafte Lösung vor allen Dingen.",
    "end": 502.0
  },
  {
    "start": 502.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nIch hab da auch eine falsche Vorstellung gehabt.\nIch dachte mir immer, das ist dann quasi so die Station, wo man hinzieht und dann im Alter seine letzten Jahre verbringen kann.\nMir war nicht bewusst, dass man da eben Pflegeleistungen dann noch mal extra dazu buchen klingt jetzt so einfach, weil man macht das ja dann auch nicht über den kommerziellen Anbieter, bei dem man wohnt in den meisten Fällen.\nDu hattest angesprochen, es gibt auch Anbieter, die einen Pflegedienst mit an Bord haben oder ein Pflegeheim daneben und gut vernetzt sind.\nAber bei unseren Recherchen ist ja auch aufgefallen, wenn man im Internet schaut, das ist ja wirklich ein ganz, ganz breites Feld.\nAlso da gibt's einfach von Genossenschaftswohnungen, wo Städte bauen, wo dann einzelne Wohnungen barrierefrei sind und als Seniorenwohnungen ausgeschrieben werden über, dass irgendwelche Apartmenthäuser barrierefrei gebaut werden und dann als Seniorenresidenz in die Vermietung gehen.\nDas müsste ich noch mal genau erklärt bekommen.\nAlso wenn man dann mehr Pflegeleistungen bekommt, wie funktioniert das?\nDann muss man ganz normal die Anträge ausfüllen und der medizinische Dienst kommt?",
    "end": 574.0
  },
  {
    "start": 574.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nGenau.\nAlso das betreute Wohnen hat erst mal gar nichts mit Pflege zu tun, so komisch das jetzt klingt.\nAber es ist wichtig, dass man das auch ja diesen häufigen, diese Erwartungen, die vielleicht viele Menschen haben, die in ein betreutes Wohnen einziehen möchten, dass man das auch gleich richtigstellt.\nAlso es hat erst mal gar nichts mit Pflege zu tun und wenn ich eine Pflege brauche, dann läuft das in der Regel über einen ambulanten Pflegedienst so, wie es auch der Fall wäre, wenn ich noch in meiner früheren Wohnung oder meinem früheren Haus leben würde und ich gehe den normalen Weg, dass ich einen Antrag stelle auf Pflegeleistungen, dass ich mir einen Pflegedienst suche, wobei es durchaus so sein kann, da unterscheiden sich die Anbieter auch wieder, dass sie vielleicht bei der Antragstellung auf Pflegeleistungen assistieren oder dass sie auch mit einem Pflegedienst kooperieren, der zum selben Träger gehört.\nEs gibt ja auch zum Beispiel freie Wohlfahrtsverbände, ich sag mal so Caritas, Diakonie, die auch solche Anlagen betreiben und dann auch eigene Pflegedienste haben.",
    "end": 631.0
  },
  {
    "start": 631.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nIch hab dazu auch mit Ulrike Kempchen gesprochen vom BIVA-Pflegeschutzbund und sie hat eben auch noch mal betont, dass das wirklich mitgedacht werden muss.",
    "end": 641.0
  },
  {
    "start": 641.0,
    "text": "ULRIKE KEMPCHEN:\nMan sollte sich bewusst machen, wenn man ins betreute Wohnen zieht, dass man nicht unbedingt das Glück hat, dass man da jetzt ein paar Jahre lustig wohnt und dann vielleicht einfach einschläft oder ein Herzinfarkt hat und dann ist die Sache erledigt.\nSondern man muss es muss einem klar sein, dass wirklich bei einem Pflegebedarf der eintritt, der sich über lange Jahre hinzieht, eventuell doch noch eine andere Unterstützung notwendig sein muss als durch den Pflegedienst, den ich dazu buchen kann.",
    "end": 666.0
  },
  {
    "start": 666.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nAlso was sie dazu auch noch gemeint hat, ist, dass letztendlich auch der Umzug in ein Pflegeheim dann noch mal auf einen zukommen kann.\nAlso dass man nicht damit rechnen kann, das ist 100 Prozent sicher die letzte Station in meinem Leben.",
    "end": 683.0
  },
  {
    "start": 683.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nGenau. Und viele machen das ja, wenn sie dann in ein betreutes Wohnen ziehen, vorsorglich in der Annahme, das ist so der letzte Umzug und es ist ja auch immer ganz gut, wenn man sich dabei Gedanken macht, wie will ich meine letzten Jahre, meine späten Jahre verbringen, aber diese Erwartung kann halt nicht immer erfüllt werden, ja.",
    "end": 697.0
  },
  {
    "start": 697.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nUnd gleichzeitig hat Frau Kempchen auch noch genau von der anderen Seite her die Sache mal beleuchtet.\nUnd zwar ist es ja so, hattest Du ja auch schon erklärt, man hat diesen Servicevertrag und den unterschreibt man, genauso wie man den Mietvertrag unterschreibt.\nUnd damit hat man eigentlich sich dazu bereit erklärt, diese Serviceleistungen auch in Anspruch zu nehmen.\nUnd sie hat mir dann eben auch gesagt, dass es so ist, dass man die dann auch nicht abbestellen kann.\nAlso die gehören dann einfach dazu. Und man muss sich vorher auch klar sein, was erwarte ich mir denn, was für Serviceleistungen brauch ich wirklich?\nWeil wenn man dann erst mal unterschrieben hat, dann ist es schwierig, dass man Geld spart und einfach sagt, nee, die ich möcht jetzt eigentlich doch nicht, dass hier einmal in der Woche geputzt wird.\nDas möcht ich abbestellen, weil ich hab eine Freundin, die macht das kostenlos für mich.\nAlso man hat dann das Gesamtpaket quasi.",
    "end": 753.0
  },
  {
    "start": 753.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nJa, also beim Putzen könnte es vielleicht sogar sein, dass man das vielleicht abbestellen könnte, auch das hängt vom Vertrag ab.\nAber in der Regel sind diese beiden Verträge gekoppelt, ja.\nDas ist immer ein der Mietvertrag geht nicht ohne den Servicevertrag und umgekehrt.\nUnd ein anderes Beispiel wär vielleicht ein Hausnotruf, der oft inkludiert ist, eingeschlossen ist im Servicevertrag, den man obligatorisch abschließen muss beim betreuten Wohnen.\nEs könnte ja sein, dass ich diesen Hausnotruf gar nicht nutzen möchte und dann habe ich aber nicht die Möglichkeit, das abzubestellen und dann vielleicht den, ja, die Kosten, die monatlichen Kosten zu reduzieren, sondern das ist einfach der fixe Vertrag, an den ich dann gebunden bin.",
    "end": 790.0
  },
  {
    "start": 790.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nDas ist natürlich jetzt wirklich sone Basisleistung.\nGanz oft liest man auch, wenn man mal im Internet bisschen guckt, von sehr blumig formulierten Angeboten, Freizeitangeboten, kulturelle Angebote, gemeinsamer Sport, gemeinsam Töpfern, alles Mögliche, was dann da angeblich alles gemacht wird.\nUnd dafür bezahlt man und Frau Kempchen hat mir aber gesagt, dass man da schon genau aufpassen muss, dass man nicht vielleicht falsche Vorstellungen vorab hat.",
    "end": 818.0
  },
  {
    "start": 818.0,
    "text": "ULRIKE KEMPCHEN:\nWir sagen in der Beratung manchmal son bisschen sarkastisch bereutes Wohnen statt betreutes Wohnen, weil eben diese Erwartungen nicht unbedingt erfüllt werden.\nEs ist tatsächlich ein, ja, ein Businessmodell, wo Menschen zu ihrem Wohnraum zusätzlich eben Service bekommen und wie der Service ausgestaltet ist, das ist sehr unterschiedlich.\nDas kann sein, dass es ein ganz toller Service ist, weil dieses betreute oder Servicewohnen vielleicht auch an ein Pflegeheim angegliedert ist und man da son bisschen sone Vorstufe in Anführungsstrichen drin sieht.\nEs kann aber auch wirklich sein, dass es ein reines Geschäftsmodell ist, wo eben Entlastung angeboten wird und dann darf man eben auch nicht einfach mehr erwarten als das, was wirklich im Vertrag vereinbart ist, wenn ich es denn genau erkennen kann im Vertrag.",
    "end": 867.0
  },
  {
    "start": 867.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nJa, Vertrag, wichtiges Stichwort.\nMan sollte sich die Verträge, es sind in der Regel, wie gesagt, mehrere Verträge, die man beim betreuten Wohnen abschließt, wirklich genau ansehen.\nUnd es ist auch empfehlenswert, nicht gleich, wenn man in ner Anlage ist und sich hat beraten lassen, dort zu unterschreiben, sondern die Verträge mit nach Hause zu nehmen, in Ruhe zu lesen und erst dann auch zu unterschreiben, wenn man a alles verstanden hat.\nMan sollte sich wirklich trauen, dann auch nachzufragen, wenn man Dinge nicht verstanden hat und b auch am besten noch vielleicht andere Angebote eingeholt hat.\nUnd was generell wichtig ist bei solchen Verträgen ist, dass man guckt, dass es wirklich, wenn es um Leistung geht, dass diese Leistungen konkret genannt werden, möglichst konkret. Also dass es nicht heißt, es ist regelmäßig eine Ansprechpartnerin im Haus, die ich mit der ich sprechen kann, die mir helfen kann, sondern diese Ansprechpartnerin ist von, sag ich mal, 9 Uhr bis 15 Uhr im Haus, von Montag bis Freitag.\nDas sollte da drinstehen. Also möglichst konkret die Leistung.",
    "end": 923.0
  },
  {
    "start": 923.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nUnd wahrscheinlich auch nicht einfach nur Bewegungsangebote, sondern ganz konkret, was ist enthalten als Service?\nWas für Freizeitaktivitäten sind wirklich jeden Monat?",
    "end": 934.0
  },
  {
    "start": 934.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nJa, sofern sie Bestandteil des Pakets sind, ne, genau, dass man das auch konkret macht, so konkret wie möglich und dass man auch, ja, weiß, worauf man sich da einlässt.",
    "end": 943.0
  },
  {
    "start": 943.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nDu hast jetzt grad gesagt, wenn man vor Ort ist, sollte man nicht direkt dann unterschreiben, wenn man einmal durchgeführt wurde.\nWahrscheinlich macht's auch Sinn, mal mit anderen Bewohnerinnen und Bewohnern zu sprechen, sich Erkundigungen auch einzuholen, vielleicht im Bekanntenkreis, wie denn diese Anlage so funktioniert, ob die Menschen, die da leben, zufrieden sind?",
    "end": 962.0
  },
  {
    "start": 962.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nJa, denk mal so, Mund zu Mund Propaganda ist natürlich immer eine ganz gute Empfehlung, wenn man da vor Ort ist und sich eine ortsnahe Anlage anschaut.\nGenerell ist es natürlich gut, möglichst viel vom Leben in der Anlage auch mitzubekommen, also sich nicht nur durchführen zu lassen von einer Mitarbeiterin, einem Mitarbeiter des betreuten Wohnens, sondern auch mit Bewohnerinnen und Bewohnern zu sprechen, vielleicht mit Angehörigen zu sprechen, vielleicht mal an einem Sommerfest teilzunehmen und dann einfach so zu merken, wie ist die Atmosphäre und passt das überhaupt zu mir?",
    "end": 993.0
  },
  {
    "start": 993.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nJa, das ist wahrscheinlich wirklich das A und O, damit's einem nicht so geht wie den Menschen, die uns geschrieben haben, die leider schwer enttäuscht sind von den Angeboten.\nAlso die, die uns geschrieben haben, wollen alle gerne anonym bleiben, weil sie sich ja für diese Wohnform entschieden haben und jetzt aber nicht wollen, dass ihr Anbieter davon erfährt, dass sie sich irgendwo beschweren.\nEs sind aber schon Dinge, die man mal nennen kann, die sie uns geschrieben haben, was alles nicht gut läuft.\nAlso dass die Aktivitäten teilweise ausfallen über Wochen und Monate, dass die Bewohnerinnen und Bewohner sie selbst organisieren müssen, dass sie eben keine Ansprechpartnerinnen oder Ansprechpartner vor Ort haben, sondern nur sporadisch mal jemand vorbeischaut.\nUnd es gibt auch sogar Menschen, die uns berichtet haben, dass die Anlage dann weitaus in nem schlechteren Zustand wäre, als sie sich das vorher gedacht haben.\nAlso von der Grünanlage, die angepriesen wurde, ist nichts zu sehen.\nDer Bau ist marode.\nDas ist natürlich dann...",
    "end": 1059.0
  },
  {
    "start": 1059.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nGenau und was ich in diesen Zuschriften auch ja wirklich problematisch finde, dass eine Bewohnerin, die uns geschrieben hat, dass sie auf die benutzt einen Rollstuhl und ist auch darauf angewiesen, dass es einen Fahrdienst gibt.\nUnd ich nehme mal an, dass sich auch von diesem Fahrdienst ausgegangen ist, dass es einen solchen Dienst gibt.\nAber den gibt es gar nicht in dieser Anlage und das ist natürlich für jemand, der so immobil ist wie sie, so mobilitätseingeschränkt, dann ein großes Manko, ja.",
    "end": 1085.0
  },
  {
    "start": 1085.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nUnd wie Du gesagt hast, es wär gut gewesen, vorher noch mal ganz konkret nachzufragen.\nUnd den Vertrag richtig gut zu lesen.",
    "end": 1092.0
  },
  {
    "start": 1092.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nGenau.",
    "end": 1093.0
  },
  {
    "start": 1093.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nJa, und natürlich ist dann schwierig.\nHinterher sitzt man da, man hat dann seine alte Wohnung gekündigt oder sein Haus verkauft.\nMan hat sich ja dafür entschieden.\nUnd ja, also ich hab da auch mit Frau Kempchen drüber gesprochen.\nSie meinte, bei ihr in der Beratungsstelle gibt's durchaus immer wieder auch Menschen, die in nem betreuten Wohnen leben, die sich beraten lassen.\nUnd sie findet es erschreckend, dass diese Menschen aber auch oft Repressalien befürchten, obwohl sie ja im Prinzip für das Angebot zahlen.",
    "end": 1124.0
  },
  {
    "start": 1124.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nWenn sie Kritik äußern oder sich beschweren, ja.",
    "end": 1127.0
  },
  {
    "start": 1127.0,
    "text": "ULRIKE KEMPCHEN:\nWas ich spannend finde, ist, dass selbst Menschen im betreuten Wohnen Angst vor Repressalien haben, was wir sonst zum Beispiel von der vollstationären Versorgung kennen, wo man ja komplett abhängig ist.\nAlso wir haben hier ein Modell, da ziehen Menschen ein, die noch gar nicht von der Pflege abhängig sind.\nWir haben hier wirklich ein Mietvertrag, der geschlossen wird, wie jedes andere Mietverhältnis auch und zusätzlich ein Dienstleistungsvertrag, wie jedes andere Dienstleistungsverhältnis auch, was ich eingehen kann.\nUnd trotzdem hat diese Klientel eben aufgrund des Alters und des beginnenden Hilfebedarfs Angst vor Repressalien.\nDas ist etwas, das finde ich ehrlich gesagt in Deutschland 2026 superbedenklich.\nDas sind Verbraucher, die haben Rechte, die haben Kündigungsmöglichkeiten und die brauchen eigentlich keine Angst zu haben.",
    "end": 1170.0
  },
  {
    "start": 1170.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nJa, da sind wir bei der Frage, was kann man denn tun, wenn man unzufrieden ist, enttäuscht ist?\nGut ist natürlich, so wie Frau Kempchen auch gesagt hat, dass man wirklich den Mut aufbringt, mit dem Anbieter zu sprechen und darauf wirklich auf seine Rechte zu pochen.\nDa ist es natürlich wieder von Vorteil, wenn man den Vertrag so abgeschlossen hat und auch so genau gelesen hat, dass man weiß, auf welche Leistung man Anspruch hat und auf diese Leistungen muss man dann auch pochen, wie man das bei jedem anderen ja Kaufvertrag zum Beispiel auch tun würde.",
    "end": 1198.0
  },
  {
    "start": 1198.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nAber gleichzeitig hat Frau Kempchen auch gemeint, dass es jetzt nicht so eine Aufsichtsbehörde gibt, wie's ja zum Beispiel bei Pflegeheimen vorhanden ist, sondern man muss dann sich selbst Beratung suchen.",
    "end": 1210.0
  },
  {
    "start": 1210.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nGenau.\nAlso bei Pflegeheimen hat man ja, ich sag mal in Anführungszeichen, den Vorteil, dass es ja eine behördliche Aufsicht gibt, die Heimaufsicht, die je nach Bundesland unterschiedlich heißt.\nDas hat man bei betreuten Wohnen nicht.\nAlso man es bleibt einem eigentlich nur der normale, wie man so sagt, zivilrechtliche Weg, dass man sich anwaltliche Hilfe sucht oder was meistens die bessere Möglichkeit ist oder auch die günstigere, vor allen Dingen nicht die bessere, dass man sich an einen Verein wie die BIVA wendet oder an einen Sozialverband, VDK, Sozialverband Deutschland, um zwei Namen zu nennen, die ein da dann begleiten und auch rechtlich zur Seite stehen.\nIn der Regel ist dafür aber eine Mitgliedschaft erforderlich.",
    "end": 1251.0
  },
  {
    "start": 1251.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nDa muss man ein bisschen Geld bezahlen, aber dafür hat man einfach Unterstützung.",
    "end": 1255.0
  },
  {
    "start": 1255.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nGenau.",
    "end": 1256.0
  },
  {
    "start": 1256.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nAber vielleicht wollen wir einfach auch noch mal darüber sprechen, dass es ja nicht so weit kommen muss und das ist ja auch pauschal jetzt kein schlechtes Modell, sondern ist durchaus berechtigt.",
    "end": 1266.0
  },
  {
    "start": 1266.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nJa, gar nicht.\nGenau, also das betreute Wohnen, das kann ein sehr gutes Angebot sein.\nEs kann auch die beste Lösung sein für viele Betroffene.\nAlso ich hab auch mit Menschen sprechen können, die sehr zufrieden sind damit und die da wirklich auch sagen, das ist der richtige Weg jetzt für sie.\nAber es gibt halt sehr viel Missverständnisse, was diesen Begriff der Betreuung angeht.",
    "end": 1285.0
  },
  {
    "start": 1285.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nIch glaub, das ist so der der große Haken an der Sache, dass das einfach nicht definiert ist und dass wir landläufig ja unter Betreuung was anderes verstehen als das, was denn da in diesen Wohnanlagen wirklich tatsächlich angeboten wird.",
    "end": 1297.0
  },
  {
    "start": 1297.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nAber das Positive ist ja einfach, dass man vieles dann an einem Ort hat und dass, wenn man den Vertrag gut gelesen hat und wenn man bei nem seriösen und guten Anbieter ist, dass man ja dann auch viele Angebote einfach inkludiert hat, die man dann nicht noch mal extra mühsam sich alle zusammensuchen muss.\nAlso sprich zum Beispiel Essen auf Rädern kann man oft dazu, also hat man oft vielleicht als Serviceleistung dabei oder kann's dazubuchen oder Putzhilfe.\nWir hatten einiges ja schon angesprochen.\nDas ist natürlich auch ganz bequem, wenn man weiß, ich muss mich dann nicht wegen allem, was ich eventuell in Zukunft noch brauche, wieder kümmern.\nAndererseits sollte man wahrscheinlich ganz genau wissen, was man denn tatsächlich auch wirklich schon braucht, sonst bezahlt man Dinge, die man dann gar nicht in Anspruch nimmt.",
    "end": 1346.0
  },
  {
    "start": 1346.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nGenau und ich empfehle auch generell, dass man sich, sobald man den Impuls verspürt oder vielleicht auch Angehörige den Gedanken haben, das betreute Wohnen könnte vielleicht eine Lösung sein, dass man sich dann fragt, warum interessiere ich mich für das betreute Wohnen?\nIst es einfach der Wunsch, mehr Gesellschaft zu haben?\nIst es der Wunsch, sich zu verkleinern, weil das Haus oder die Wohnung viel zu groß geworden ist im Alter?\nIst es der Wunsch, mehr Hilfe im Alltag zu haben?\nAlso können's da ganz unterschiedliche Motive geben und dabei sollte man sich im Klaren sein.\nUnd in der Phase lohnt es sich auch, noch mal vielleicht zur Pflegeberatung zu gehen.\nDas empfehlen wir ja immer wieder gerne.\nDa gibt's auch wieder einen Link für euch in den Shownotes, wo ihr eine Pflegeberatungsstelle bei euch in der Nähe finden könnt.\nOder auch, was noch weniger bekannt ist als die Pflegeberatung, ist die Wohnberatung.\nEs gibt vielerorts kommunale Wohnberatungsstellen, also kommunal oder auch der Trägerschaft von gemeinnützigen Vereinen, die auch wirklich über Wohnsituationen, Wohnlösungen beraten können und vielleicht auch eine Lösung finden, dass man, wenn man zum Beispiel hauptsächlich barrierefrei wohnen möchte, wenn das jetzt der zentrale Punkt ist, eine Lösung finden, die vielleicht auch in der eigenen bisherigen Wohnung realisierbar ist.",
    "end": 1418.0
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    "text": "AGLAJA ADAM:\nUnd über was wir jetzt auch noch gar nicht so gesprochen haben, ist, es gibt ja ein wahnsinnig großes Angebot, wenn man da mal sich reinstürzt.\nUnd auch was die Kosten angeht, ist es sehr unterschiedlich.\nAlso es gibt wirklich sogenannte Premiumanbieter, da ist dann mit 3000 bis 6000 Euro im Monat zu rechnen.\nEs geht natürlich auch deutlich günstiger.\nAber ich glaub, man sollte vorher sich auch wirklich überlegen, wie viel kann ich mir denn leisten und möcht ich mir auch leisten?\nOder lass ich mich lieber beraten und bekomm manche Angebote, die ich mir dann zwar mühsam vielleicht selber zusammensuchen muss, deutlich günstiger.",
    "end": 1459.0
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    "text": "KAI KLINDT:\nJa, genau.\nMan kann natürlich auch sich so Dienstleistungen wie eine Putzhilfe oder Essen auf Rädern, ich hatte es vorhin schon angesprochen, auch für zu Hause selbst organisieren, also für meine jetzige Wohnung, ja, wenn es darum Ist wahrscheinlich ein bisschen aufwendiger, weil ich muss das selbst organisieren und betreuten Wohnungen bekomme ich dabei Hilfe, aber kann durchaus günstiger sein, ja.",
    "end": 1479.0
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    "start": 1479.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nIch hatte Frau Kempchen auch extra noch mal gefragt, ob man das betreute Wohnen auch bezuschusst bekommt, wenn man dann im Laufe der Zeit merkt, dass man doch mehr Leistungen in Anspruch nehmen möchte oder die Miete wird ja auch manchmal angepasst und die Preise steigen.\nUnd es ist tatsächlich möglich, aber es ist nicht ganz einfach, weil es ist ja so, dass es oft über dem ortsüblichen Mietspiegel schon das Preisniveau liegt.",
    "end": 1505.0
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    "text": "KAI KLINDT:\nRichtig.",
    "end": 1506.0
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    "start": 1506.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nUnd das sind dann oft auch Beratungen, wo dann geschaut wird, ob dann ein Umzug noch zumutbar ist und ob da Wohngeld überhaupt in Anspruch genommen werden kann.",
    "end": 1519.0
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  {
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    "text": "KAI KLINDT:\nOder auch Sozialhilfe unter Umständen.",
    "end": 1520.0
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    "start": 1520.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nOder auch Sozialhilfe, ja, ja.",
    "end": 1523.0
  },
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    "start": 1523.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nMan muss aber auch sagen, dass diese 3000 bis 6000 Euro, die man da zahlt bei sogenannten Premiumanbietern, das sind auch Anbieter, wo das nicht die ihre Angebote nicht als betreutes Wohnen bezeichnen, sondern das sind typischerweise Angebote, die heißen dann Wohnstift oder Seniorenresidenz.\nSie kommen dann schon recht gehoben daher und haben auch eher sonen Anspruch, hotelähnliche Atmosphäre und Leistungen zu bieten, ja.",
    "end": 1548.0
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    "start": 1548.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nAlso was ich auf jeden Fall mitnehme, ist, dass man sich vorher ganz genau überlegen sollte, was brauch ich?\nWas kann ich mir leisten?\nWie will ich überhaupt leben?\nUnd man sollte einfach nicht zu viele falsche Vorstellungen haben, sondern man sollte sich vorher so gut beraten oder im Internet durchlesen, dass man weiß, worauf lass ich mich da wirklich ein?",
    "end": 1572.0
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    "start": 1572.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nGenau.\nAlso man sollte auch nicht unter Zeitdruck entscheiden.\nManchmal ist es ja so, dass es vielleicht grad ein Ereignis gab, ich sag mal, den Verlust des Partners, vielleicht der Partnerin oder ein Krankenhausaufenthalt.\nMan denkt, so geht es zu Hause nicht weiter, jetzt brauch ich schnell eine Lösung.\nDas ist, glaub ich, nicht so selten.\nUnd da sollte man sich aber auf keinen Fall unter Zeitdruck setzen lassen, weil es ist eine Entscheidung mit, die einfach wichtig ist für mein weiteres Leben und ich will mich ja wohlfühlen.\nUnd das betreute Wohnen soll, wie Frau Kempchen sagt, kein bereutes Wohnen werden.",
    "end": 1601.0
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    "start": 1601.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nJa, das wäre schön, wenn es wirklich ein halbwegs betreutes Wohnen ist, auch wenn wir heute gelernt haben, die Betreuung, wie man sich…",
    "end": 1609.0
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    "text": "KAI KLINDT:\nIst relativ, ja.",
    "end": 1610.0
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    "start": 1610.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nIst relativ.\nWir hoffen, dass wir mit dieser Folge weiterhelfen konnten, wenn Sie oder ihr euch auch mit dem Thema betreutes Wohnen gerade beschäftigt oder zukünftig daran denkt, dass diese Wohnform etwas für euch sein könnte.\nFalls ihr weitere Fragen habt, dann schreibt uns gerne, auch wenn's um andere Dinge geht, wo ihr nicht weiterkommt.",
    "end": 1637.0
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    "start": 1637.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nRund um die Pflege.",
    "end": 1638.0
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  {
    "start": 1638.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nGenau.\nWir sind für euch da und versuchen da wirklich aufzuklären und eure Fragen zu antworten.\nEine E-Mail an pflege@gesundheit-hoeren.de, hoeren mit oe geschrieben, reicht.\nWir versuchen dann mit Expertinnen und Experten und auch mit unserer Expertise Lösungen zu finden.",
    "end": 1661.0
  },
  {
    "start": 1661.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nGenau, mehr Infos gibt es wie immer in den Shownotes zu dieser Folge und auch in unserem Newsletter Pflege und Geld, unser Pflegenewsletter, der genau wie unser Podcast jeden zweiten Donnerstag erscheint.\nIn diesem Newsletter geht es, wie der Name schon durchklingen lässt, Pflege und Geld, auch viel um finanzielle Fragen zur Pflege zu Hause oder auch im Heim.",
    "end": 1683.0
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    "start": 1683.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nNewsletter und Podcast könnt ihr beides gerne abonnieren.\nDen Podcast gibt's unter gesundheit-hoeren.de oder überall dort, wo's Podcasts gibt.",
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    "start": 1692.0,
    "text": "KAI KLINDT:\nZum Beispiel Spotify oder Apple Podcasts.\nJa, dann bleibt uns nur noch fürs Zuhören zu danken.\nSchön, dass ihr dabei wart und wir freuen uns auf das nächste Mal.",
    "end": 1701.0
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    "start": 1701.0,
    "text": "AGLAJA ADAM:\nDanke fürs Zuhören, bis zum nächsten Mal.",
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    "start": 1714.0,
    "text": "SPRECHER:\ngesundheit-hören.\nDas ist das Audioangebot der Apotheken Umschau.",
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