[
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    "end": 2.0,
    "text": "Wie fangten wir an, über das Vergessen zu sprechen?"
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    "text": "Das ist gut, dass du das sagst."
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    "text": "Uns ist es so ähnlich gegangen beim Entwicklung der Ausstellung vergessen."
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    "text": "Was vergessen ist, ist ja weg!"
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    "text": "Das war schon ein Grundgedanke, der uns am Anfang begleitet hat und es war auch immer, dass wir gedacht haben, wir dürfen jetzt nicht aufs Erinnern umschwenken bis wir dann eigentlich draufgekommen sind."
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    "text": "Du kannst vergessen, nicht ohne Erinnernerzellen"
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    "text": "die beiden hängen zusammen."
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    "text": "Alles vergessen Das ist der Titel einer Ausstellung, die jetzt gerade im jüdischen Museum in Wien am Judenplatz zu sehen ist."
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    "text": "Ja"
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    "text": "und auch der"
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    "text": "Inhalt dieser neuen Episode."
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    "text": "Hallo hier spricht der Andreas Und ich habe mir heute nämlich die Krokuratorin dieser Ausstellung Daniel Abscheiden ins Studio eingeladen und mit ihr ja genau über das und zwar über das Vergessen"
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    "text": "gesprochen."
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    "text": "Ein Gespräch dass vielleicht gerade in den heutigen turbulenten Zeiten aktueller ist denn je."
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    "text": "Ich bin ja, wie man so sagt, gelernter Österreicher."
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    "text": "Das heißt ich bin da geboren und habe natürlich alle Phasen des Österreichers irgendwie durchgemacht persönlich."
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    "text": "Und das war natürlich auch so, dass ich dann geboren bin, in den Hundertfünfundachzig."
  },
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    "end": 77.16,
    "text": "Das heisst mein Großvater war selber noch im Krieg hat er aber nie drüber geredet mit uns, also Klassiker."
  },
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    "text": "Aber auch meine Eltern haben eigentlich einen sehr persönlichen Bezug zu dieser Zeit gehabt haben aber auch nicht sehr gerne darüber geredet."
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    "end": 98.04,
    "text": "Und dann war es bei mir dann so, und ich glaube das ist bei vielen Menschen in dieser Altersschicht so, dass plötzlich so eine gewisse Form von Erinnerungsprozess einsetzt."
  },
  {
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    "text": "Das heißt man erinnert sich als Person mit Zapfzig quasi an Erinnerungen der Gesellschaft an."
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    "end": 113.68,
    "text": "Und das ist ein schönes Beispiel in der Ausstellung gibt's nämlich einen großen Zettelkasten, der vom Soziologen ..."
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    "text": "Niklas Lohmann?"
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    "text": "Niklas Luhmann als Metapher verwendet wird und zwar, dass seine Gesellschaft ihre Erinnerungen in einen Zettelkasten sortiert."
  },
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    "end": 136.14,
    "text": "Und diese Erinnerung, also alle Informationen die da drinnen stecken miteinander im Bezug stehen aber dann trotzdem ein Teil davon immer wieder vergessen wird bis er wieder reaktualisiert wird."
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    "end": 143.32,
    "text": "In einer gewissen Weise um dergleich ganz tief ist es mir als Person auch so gegangen."
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    "text": "Es gibt dann, hat eine Phase gegeben wo diese Erinnerungen, kollektiven Erinnerung mir dann plötzlich präsent geworden sind."
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    "text": "Und ich traf gekommen bin, aha es hat eine Zeit gegeben die über die heute in Österreich niemand geredet hat und um die auch sehr viel gestritten wird."
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    "text": "und da geht's ganz stark um die Frage dürfen wir vergessen oder sollten wir nicht endlich schon vergessen?"
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    "text": "Aber es ist schön, dass du das mit dem Zettelkasten erwähnst."
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    "end": 175.04,
    "text": "Dass du dich ein bisschen selbst wieder gefühlt hast, weil wenn ich zum Beispiel eine Führung mache, ist immer so mein Schlussobjekt."
  },
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    "end": 181.68,
    "text": "und da sind auch meine Worte immer jetzt überlegt mal oder überlegen sie kommt die Gruppe an."
  },
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    "text": "eigentlich sind wir alle unser eigener kleiner Zettlkasten."
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    "end": 187.12,
    "text": "ja wir stellen immer wieder Verbindungen her."
  },
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    "end": 194.44,
    "text": "auch das was Sie heute gesehen und gehört haben verbindet sich dann wieder zu neuen Erfahrungen oder Weg Erinnerungen."
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    "end": 200.02,
    "text": "Niklas Luhmann hat ja den Begriff des Verwarnsvergessens geprägt."
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    "text": "In seinem Mittelpunkt seiner Forschung entstand immer die Kommunikation, indem sie das Verwahrungsvergessen erlaubt ist, Dinge abzulegen und eigentlich darauf zu warten dass Sie durch Zufallsbegegnungen verweise in dem Zettelkasten wieder auftauchen."
  },
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    "text": "Ich glaube, das trifft es ganz gut auch für Gesellschaften und nicht nur für Individuen."
  },
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    "end": 245.1,
    "text": "Gerade wenn man in Österreich denkt – wir haben ja dann noch ein weiteres Objekt in der Ausstellung und so hat das Wehrstammbuch von Kurt Waldheim damals im Zuge des Präsidentschaftswaldkampfes wurde das im Staatsarchiv entdeckt und widerlegte seine Aussagen nichts getan habe und ja nur seine Pflicht getan haben als Wehrmachtsoldat."
  },
  {
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    "end": 258.36,
    "text": "Es belegt seine Nähe zum einem der Haupttäter dessen Adjudanter war bei der SA-Reiterstaffel, dass er so mit gewusst haben muss was damals vor sich ging."
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    "text": "in seinen Lebensaufzeichnungen hat er nur gesagt er war kurz am Balkan und dann bis Kriegsende verletzt in Dresd war nicht so ganz die Wahrheit Und das ist ihm auch alles erst in der Gesellschaft aufgebrochen und man hat sich endlich so dieser bisher vertretenen These Österreich als erstes Opfer-Thema mal gestellt."
  },
  {
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    "end": 291.56,
    "text": "Das mehr untersucht, und ich denke mir auch dass es nicht nur gesellschaftlich sondern vielleicht auch in vielen Familien dann irgendwo etwas aufgebrochen ist und Fragen begonnen zu stellen worden sind."
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    "text": "Das ist schon eine sehr wichtige Zeit damals gewesen, wo man dann auch gesagt hat nein wir waren nicht Opfer sondern wir war noch Täter."
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    "text": "und etwas ganz Wichtiges auch für die Anerkennung der Opfergruppen und hier mal einen Bekenntnis dazu abzugeben."
  },
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    "text": "Aber wenn wir jetzt vor diesem Verwarnsvergessen sprechen... Wenn du davon sprichst, dass die Dinge dann eigentlich durch Zufall reaktualisiert werden."
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    "text": "Die Aufgabe von einem Museum ist einig diesen Zufalls aufzuheben?"
  },
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    "text": "Ja wir haben uns sogar der Ausstellungsvorbereitung natürlich auch mit uns selbst beschäftigt als Museum beziehungsweise als zwei Museen."
  },
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    "end": 337.62,
    "text": "es ist eine Kooperation mit dem jüdischen Museum Honems und da gibt schon spannende Dinge also die Kolleginnen aus Honems die dienen."
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    "text": "erne freund michler meine Kogoradorin hat hier zwei Rimonim das sind so Tora Aufsätze entdeckt, die eigentlich nur im Depo lagern."
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    "text": "Das war ursprünglich das Museum wurde in deiner Zeit eröffnet."
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    "text": "aus der Synagoge Hohenemms gab es keine Ritualgegenstände mehr, die sind alle eingeschmolzen worden aber man wollte halt etwas zeigen und so kam eine Leihgabe von der israelitischen Kultusgemeinde in Wien diese Rimonim, die dann aber nie ausgestellt wurden was eigentlich sehr schade ist."
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    "text": "sie hat das immer empfunden."
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    "text": "Irgendwie sind die doch so wichtig, weil sie auch ein Stück ... Sie sind von einem Bethaus Montefiore im zweiten Bezirk."
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    "text": "Also es ist eher eine sozial benachteiligteren Schicht."
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    "text": "Die Geschichte der Armut ist auch eine vergessene Geschichte."
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    "text": "Es bildet sich so viel daran ab und es sind auch die Spender vermerkt Jakob und Bertha Spitz, leider sehr häufig genommen."
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    "text": "Und sie sagt ein bisschen es ist so ja Cold Case Sie holt das immer wieder mal raus und schaut ob sich da noch mehr finden kann."
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    "text": "Also es gibt auch aus Sachen die vielleicht bei uns in den Archiven lagern und ein bisschen vergessen sind oder dann eben durch einen glücklichen Zufall wie diese Ausstellung endlich auch mal ins Rampenlicht gestellt werden."
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    "text": "Wie kommt die Verbindung zu Hohe Names?"
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    "text": "Kannst du da die Geschichte drüber erzählen ein bisschen?"
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    "text": "Also in Hohenehms hat ja ... Das habe ich in der Ausstellung erfahren."
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    "text": "Hat es eine große jüdischen Gemeinschaft gegeben von denen tatsächlich niemand überlebt."
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    "text": "Genau!"
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    "text": "Also nach nünzendfünfundvierzig gab's Die Gemeinde einfach nicht mehr."
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    "text": "Darum wurden auch die Soneroge oder andere Gebäude verkauft, es hat an der Gemeinde Hohnems gekauft und hat zuerst hier ein Feuerwehrhaus eingerichtet."
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    "text": "was ganz spannend ist."
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    "text": "das wurde in den fünften Fünfzig eröffnet die Tafel Die angebracht worden ist, sagt neu erbaut."
  },
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    "end": 477.66,
    "text": "In der Öffnung des Museums, da ist man dann darauf gekommen, dass das vielleicht doch nicht so ganz richtig ist und hat geschrieben nur es ist eben in neuen Besitz und wiederöffnet worden war früher eine Synagoge Und die Gemeinde."
  },
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    "end": 490.28,
    "text": "das einzige was noch wirklich erhalten ist, ist der jüdische Friedhof in Hohenems Den verwaltet einer Exilgemeinde in der Schweiz Und es gibt natürlich das Jüdische Museum, eine ehemalige Villa."
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    "text": "Eine jüdische Villa wo eben heute der Geschichte Hohenems aus der sehr bekannten Persönlichkeiten auch Stammen erzählt wird."
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    "end": 510.68,
    "text": "Aber gerade bei dem Feuerwehrhaus in Hohennems habe ich mir gedacht ist total interessant wie eine Tafel komplett den Kontext eines Wortes verändern kann."
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    "text": "Wenn man das liest und die meisten Leute fragen da nicht nach oder wenn man zum ersten Mal vorhatte sie im Ort hat es jeder gewusst dass das früher mal die Synagoge war ist auch so ein bisschen dieses typisch österreichische."
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    "text": "wir hängen jetzt an der Schildel um und dann haben wir hier alles getan und das schwammt drüber."
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    "text": "also vielleicht hast du ja auch ein anderes Bild gesehen in unserer Ausstellung den Adolf Hitler der dann zum Andreas Hofer übermalt wurde."
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    "text": "Also, für alle die ... das ist schon die perfekte Beschreibung gewesen."
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    "text": "es hängt ein Bild vom Andreas Hofer in der Ausstellung und auf einer Röntgenaufnahme ist aber entdeckt worden dass tatsächlich darunter ja der Adolf Hitler Da gestellt ist."
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    "text": "er so ein Kriegs-Rückkehrer, aus dem wir hier"
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    "text": "Genau."
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    "text": "Das war da, als sie im Lirotermeer vor Wien gestanden und das hing im Geschäft der Schwiegereltern."
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    "text": "Und er hat sich gedacht, na lieber nicht!"
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    "text": "Der war relativ talentiert."
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    "text": "Interessant war es gibt keinerlei Bezug zu Tirol."
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    "text": "Der Schwiegersohnen war aus Sachsen gebürtig."
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    "text": "was uns dann nur später eigentlich aufgefallen ist wenn man überlegt haben warum dann Andreas Hofer?"
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    "text": "Sie haben beide die gleichen Initialen."
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    "text": "Aha!"
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    "text": "Das war dann ein Aha-Effekt, das fanden wir spannend."
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    "end": 604.3,
    "text": "aber es ist auch Familienintern also der Enkel weiß auch nicht warum dass gerade die Wahl auf dieses Motiv viel."
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    "text": "Aber genau deswegen gibt's dann plötzlich diese Ambivalenz weil man sich natürlich fragt warum ist das passiert?"
  },
  {
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    "end": 627.34,
    "text": "Hat man vielleicht einen anderen und Anfangszeichen österreichischen Helden drüber gemalt in dem Wissen Hallo Vittler, drunter steckt und man dadurch eine gewisse Form von versteckte Huldigung weiterführen kann?"
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    "text": "Ich glaube es war vielleicht auch der Wunsch nach jemandem der Freiheit symbolisiert."
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    "text": "Es ist schwer zu sagen wir kennen die Leute leider nicht."
  },
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    "text": "ich denke mir auch dass es ein bisschen eine Rolle gespielt hat."
  },
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    "text": "das war ein schöner Rahmen und damals schmeißt man doch nicht weg."
  },
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    "text": "Man kann es heute schwer sagen, was die Intention damals war."
  },
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    "text": "Man möchte den Leuten natürlich auch nichts unterstellen aber ich finde das halt einfach so."
  },
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    "end": 668.0,
    "text": "gesamtgesellschaftlich gesehen ist es so ein wunderbares Bild für Österreich also gerade der Umgang mit der Kriegsvergangenheit bis vor allem in nineteen sechsohn achtzig"
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    "text": "weil er immer wieder und heute auch die Stimmen laut zu hören sind die sagen wir sollen endlich vergessen."
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  {
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    "text": "In einer gewissen Weise ist da ja auch dieser dieser Schultkomplex damit verbunden, dass die Leute glauben oder das Gefühl haben und da muss man sie vielleicht ernst nehmen."
  },
  {
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    "text": "Dass in diese Erinnerung immer wieder der Fingerzeug drinnen steckt."
  },
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    "text": "Dass Sie dafür verantwortlich sind was war mitunter jetzt schon achtzig Jahren passiert ist."
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    "text": "Das ist glaube ich sehr schade weil wenn die Leute das zu sich persönlich beziehen dieses niemals vergessen ist heute eher auf die Gesellschaft."
  },
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    "end": 729.92,
    "text": "Auf der Gesellschaft soll das eigentlich eher angewandt werden, da die wirklich verantwortlichen aus jener Zeit mehr oder weniger alle schon verstorben sind und es geht uns alle an in dem Sinn dafür zu sorgen dass es nicht mehr so weit kommt."
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    "text": "also da liegt unsere persönliche Verantwortung nicht in dem was geschehen ist."
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    "text": "ich habe auch schon öfter Leute getroffen deren In einem Fall zum Beispiel der Vater, ein hochrangiger SS-Offizienausschwitz war."
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    "text": "Die zwei Söhne sind dort auf die Welt gekommen, waren noch sehr klein wie sie dann nach Tirol gegangen sind."
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    "text": "Dem Vater ist nie etwas passiert und die Söhnen haben das erst sehr später erfahren und haben ihr Leben lang damit gehadert bei des großartige Menschen und haben immer eine Schuld bei sich gesehen."
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    "end": 775.76,
    "text": "Ihr könnt's ja überhaupt nichts dafür, eure Eltern ... Ihr habt das Beste daraus gemacht, ihr seid so großartig und das ist doch schön."
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    "text": "Aber man sieht und wahrscheinlich auch auf der anderen Seite die eigene Familiengeschichte ist natürlich etwas was man mitnimmt, was man auch wenn man es nicht bewusst erinnert."
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    "text": "durch die Erzählungen gibt sich eine Art das nochmal zu durchleben und sich dann schwer zu tun, abzugrenzen."
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    "text": "Und ich glaube das ist auch das Problem warum dann viele eben dieses niemals vergessen zu persönlich nehmen und sagen Ich habe ja nix gemacht und müsste mir sagen Das ist ja gerade das Problem Ihr müsst was machen und zwar in die richtige Richtung"
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    "text": "Aber so dass so zu begreifen dass es ein Auftrag ist Die Dinge nicht zu wiederholen wie sie geschehen sind anstatt diesen eigene Schuld sozusagen sich in die eigene schuld zu begeben dem gegenüber skw."
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    "text": "Das ist ein schöner Gedanke."
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    "text": "Aber das finde ich spannend an der ganzen Sache, da sind wir eben bei einer ganz persönlichen Ebene."
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    "text": "und was diese Ausstellung schon macht es gibt so viele unterschiedliche Ebenen."
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    "text": "also wir haben einerseits diese persönliche Ebene zum Beispiel auch einen Selbstporträt eines Künstlers."
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    "text": "Und was sehr betroffen macht ist wenn man sich so die Abfolge des Porträts ansieht auch dieser Der Verlust der Selbstwahrnehmung, der Verluste der Identität fängt an mit farbigen Bildern."
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    "text": "Man erkennt nach Diffusionomie aber dann verrutscht alles immer mehr das Ohr hängt da oben und hat nur noch einen Nasenloch die Farben verschwimmen."
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    "text": "man kann zwar wirklich wie ein Wirbel Das ist eben was das vergessen mit uns individuell auch macht, also diese Auslöschung der eigenen Identität."
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    "text": "Und ich glaube dass es auch das was man gesellschaftlich sehen muss wenn man alles vergisst die Identität als Gesellschaft verliert."
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    "text": "und da geht's eben dann aber vor der persönlichen Ebene auf die politische und kulturelle Ebene weil einerseits gibt es natürlich einen Kampf ums vergessen."
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    "text": "Das sind doch drei unterschiedliche Zeitebenen wo man vom Vergessen sprechen kann genauso wie das individuelle bzw."
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    "text": "Das ist ganz unterschiedlich und es hat auch uns fasziniert wie viele Ebenen es gibt von vergessen, wie viel man da drauf gekommen."
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    "text": "Man musste sich dann fast schon einschränken mit den Objekten, da wir ja im Judenplatz doch beschränkt sind mit unserem Platz."
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    "text": "Es war auch für uns unglaublich spannend die eigenen Blickwinkel dazu erweitern."
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    "text": "also es ist auch viel was uns heute eigentlich erst seit relativ kurzer Zeit beschäftigt zum Beispiel dieses Recht auf Vergessen im Internet Aktueller denn je, also gerade jetzt mit der künstlichen Intelligenz."
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    "text": "Man weiß ja dann eigentlich nicht was passiert mit unseren Daten und unseren Bildern die im Internet sind."
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    "text": "heutzutage sind die meisten Menschen da schon ein bisschen sensibilisiert was sie hochladen."
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    "text": "aber man denke an die Anfangszeiten von Facebook Da hat jeder seine Urlaubsbilder Bilder vom Kindern auch hochgeladen Und die ja dann mehr oder weniger gemeinfrei waren."
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    "text": "Das kann natürlich auch sehr belastend sein, wenn Informationen in Bilder auftauchen die man eigentlich nicht mehr zeigen will oder sich heute dessen mehr bewusst ist dass man das nicht hätte hochladen sollen."
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    "text": "Also auch sehr traumatischer weil man liest oft bei Jugendlichen teilweise noch fast Kindern Wenn da Mobbing passiert, Bilder verfremdet werden oder dieses Sexding, wenn Teenager sich untereinander Nacktbilder schicken dann nach Ende der Beziehung geht das viral."
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    "text": "also Das hat wirklich schon bis selbst mal geführt und das ist ein Thema, dass wir hier auch ansprechen wollten."
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    "text": "Wobei ich sogar fast die Gegentehse aufstelle, dass sie uns überhaupt nicht gebessert haben."
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    "text": "auch wenn nicht mit Klarnamenpflicht ist dann doch oft herausfindbar wer dahinter steckt."
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    "text": "manchmal ist es gut manchmal denkt man sich dann sage ich lieber nix Es ist schon so ein Abwegen und Stimmt, das überrascht mich manchmal doch wie leichtfertig Leute mit ihren Daten umgehen und dann nehme ich mich selber nicht aus."
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    "text": "Ich bin oft überrasacht wie leichtwertig ich bin an den eigenen Daten umgehe überhaupt wenn ich was wissen will wenn man irgendwie glaubt ich würde gerne etwas wissen und dann fütter ich halt."
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    "text": "aber gehen wir vielleicht jetzt ganz am Anfang der Ausstellung weil jetzt haben wir schon sehr viele Aspekte besprochen."
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    "text": "und das ist aber eine Anspielung weil es da tatsächlich erstens einmal Das heißt in diesem Spiegelkasten ist dieses Wort so platziert, dass er sich endlos reproduziert."
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    "text": "Genau, Machtstärke und das ist auch etwas was uns dann sehr fasziniert hat weil Macht kann sowohl die positive Macht, aktive Macht aber auch die passive Ohnmacht beinhalten."
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    "text": "Und ich glaube das sind auch zwei Aspekte, die dem Vergessten inner wohnen."
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    "text": "er ist ja fast ohnmächtig seiner Krankheit gegenüber gestanden dass es etwas was man annehmen muss und trotzdem hat er sich da eine gewisse Stärke behalten indem er eben dieses aktive Bilder aktive Geschichte, die seiner Krankheit festgehalten hat und etwas in Erinnerung zu behalten."
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    "text": "wenn ich die Oberhoheit über die Erinnerungen habe ist es natürlich ein Machtfaktor."
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    "text": "das heißt dass geht sehr stark um die kulturelle Auseinandersetzung im Judentum mit der Frage des Erinnerns und des Vergessenes."
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    "text": "Und das finde ich auch sehr spannend, dass das Erinnern an sich einen großen Stellenwert hat."
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    "text": "Eigentlich ist es dann das Schlimmste was Tierpraxieren kann... Wenn du mit einem Bann belegt wirst, dem sog."
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    "text": "Kerem ein besonders prominentes Beispiel ist bei Ruch des Pinosas, dem siebzehnten Jahrhundert in Amsterdam gelebt war dort Mitglied der portugiesischen Gemeinde hat sich schon sehr früh kritisch mit den heiligen Schriften auseinandergesetzt und ist dann auch schon, glaube ich, mit dreiundzwanzig wurde eben dieser Kerem, dieser Bann über ihn gelegt."
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    "text": "Das muss man auch so verstehen, dass es jetzt nicht nur religiös war."
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    "text": "Es ist zum Beispiel verboten worden, dass er von dem jüdischen Friedhof zugrabe gelegt werden kann natürlich aus allen Gemeindenangeboten ausgeschlossen."
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    "text": "Das schloss aber auch ein."
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    "text": "also was ist wenn du krank bist dann sorgt niemand für dich ja eben nicht nur okay meine Bücher dürfen nicht gelesen werden sondern auch dieser Ausstoß aus der den sozialen Gefüge der jüdische Gemeinschaft."
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    "text": "Und das Spannende ist, dass das ja bis heute aufrecht ist."
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    "text": "Also das erlischt nicht mit dem Tod und gibt es eben auch die Geschichte des vor einigen Jahren."
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    "text": "Vor einigen jahren wollte ein Fernsehtim in Amsterdam über den Beruch des Spinos eine Dokumentation drehen und haben angefragt bei der zuständigen Synagoge ob sie darin drin dürfen und gesagt, um was geht's hier?"
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    "text": "Da macht es nämlich Sinn, dass in dieser Gemeinschaft diese Form der Erinnerungspraxis nicht zu... eben nicht an ihn zu erinnern."
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    "text": "Genau,"
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    "text": "da gibt es ja noch das zweite Beispiel was in der Ausstellung zu sehen ist."
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    "text": "Also da haben wir schon wieder dieses Erinnern und Vergessen und eins greift ins andere über."
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    "text": "Man sagt der Herr Mann, dass er sozusagen ein Nachkommen des Amaleks sei und das es ja immer wenn gelesen wird und sein Name taucht."
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    "text": "auch dann darf man ganz laut Wirbel machen."
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    "text": "Aber natürlich, irgendwie birgt es auch wieder eine Erinnerung, weil dadurch merkt man sich das natürlich besonders, weil das dann eben überdeckt wird."
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    "text": "Aber total interessant wie diese Dinge miteinander verbunden sind."
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    "text": "Das erinnern an sich... Habe ich mir dann gedacht, und da bin ich jetzt wahrscheinlich nicht der schlauste Pin, sondern es ist mal durch Eure Ausstattung bewusst geworden."
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    "text": "Aber die habe ich darüber nachgedacht warum das im Judentum oder ob sie im Judetum tatsächlich aus meiner Perspektive, aus der Leinen-Perspektive... Auf."
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    "text": "mich wickt es halt so, dass wir das erinnern dort tatsächlich sehr stark fast institutionalisiert."
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    "text": "Und dann war halt auch irgendwie die Frage für mich ja Wahrscheinlich war das auch notwendig."
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    "text": "wenn man ein Volk ohne Land ist wird das Erinnern wieder Boden unter den Füßen."
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    "text": "Auf jeden Fall, es verbindet einfach und stärkt den Zusammenhalt auch gerade in Zeiten, in denen immer Verfolgung... Ausgrenzung geherrscht hat."
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    "text": "Also darum nimmt ja auch dieses Erinnern gerade nach fünfundvierzig so eine große Stellung ein, diese Urkastastrophe der Shoah zu erinnern und dafür zu sorgen dass das nicht wieder passiert."
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    "text": "Eine Frage die ich mir natürlich auch gestellt habe überhaupt wie ich in das Haus am Judenplatz getreten bin weil vorne hat man Die zwei Bundesheersoldaten und teilweise auch Soldatinnen."
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    "text": "Und auch einen Security Angestellten, die dort platziert worden sind weil eben gerade"
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    "start": 1564.36,
    "end": 1569.32,
    "text": "Es war natürlich immer schon vorher leider so dass jüdische Einrichtungen bewacht werden müssen."
  },
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    "start": 1569.4,
    "end": 1581.36,
    "text": "es ist dann teilweise natürlich verstärkt worden und in unserem Haupthaus in der Touristiergasse haben wir eine Ausstellung zur Zeit laufen die ich auch mit kritisieren durfte schwarze jude weiße Juden."
  },
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    "start": 1584.9,
    "end": 1588.64,
    "text": "Da haben wir das Thema auch wirklich aktiv einbringen können."
  },
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    "start": 1588.68,
    "end": 1599.14,
    "text": "Wir waren schon in den Vorbereitungen, bis der siebte Oktober dann passiert ist und da ist eigentlich ein Diskurs, der vor mir im angloamerikanischen Raum war, auch stark zu uns geschwabt."
  },
  {
    "start": 1599.18,
    "end": 1618.62,
    "text": "Das ist dieses israeles weißer Kolonialstaat, dieses Vorurteil und wir haben uns damit natürlich sehr auseinandergesetzt und eigentlich aufzeigen können, wie falsch diese Zuschreibung ist."
  },
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    "end": 1624.78,
    "text": "Man kann natürlich auch für eine Gesellschaft nicht immer per se sprechen."
  },
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    "end": 1633.88,
    "text": "Israel ist ein sehr buntes Land und es gibt ganz verschiedene Herkunftsländer der Leute, verschiedene politische Richtungen."
  },
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    "end": 1649.32,
    "text": "und mir hat besonders gut gefallen einen Kurzfilm den ich eigentlich auf Instagram entdeckt habe, ein Filmemacher Ben Younger hat ein Video kreiert in dem er Leute in Israel bittet zu sagen I am a white colonizer."
  },
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    "end": 1663.02,
    "text": "und schon allein visuell wenn man die Personen sieht, die alle Hautfarben haben wird es einem klar wie verkehrt diese Aussage ist."
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    "start": 1665.78,
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    "text": "Es ist auch tatsächlich, dass fast zwei Drittel eigentlich von Israelis People of Color sind."
  },
  {
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    "text": "Das wird oft vergessen."
  },
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    "text": "also man hat hier gerade in Europa oder den USA einen Blick auf Juden und Jüdinnen als auch tatsächlich weiß-weißer Hautfarbe im aschkinasischen Ursprung und vergisst die ganzen Sephaden Miesrache dort zum Beispiel vor Ort aufgewachsen sind."
  },
  {
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    "text": "Das wollen wir auch in dieser Ausstellung ein bisschen zeigen und diesen Vorurteilen begegnen."
  },
  {
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    "text": "Wobei das ja dann schon wieder der politische Kampf des Erinnerns ist?"
  },
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    "start": 1709.26,
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    "text": "Unbedingt, dass es auch wieder wer hat hier die Hoheit über die Erinnerung, über die Darstellung der Gegenwart... Es ist halt schade, dass hier sehr oft Prieren entstehen, die durch Austausch vielleicht abgebaut werden könnten."
  },
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    "text": "Dass man da oft einfach in einer Blase verhaart und dann nicht rausgeht und erst wenn dann Kommunikation möglich ist sagt aha ja eigentlich siehst du habe ich das noch gar nicht bedacht und ich glaube dass es wichtig für uns alle da ein bisschen aus der eigenen Wohlfühlblase herauszutreten in Kommunikation zu treten miteinander."
  },
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    "text": "Die Ausstellung, wie lange wird es dir noch geben?"
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    "text": "Vergessen ist bis Mitte September, im Jahr zwanzig am Judenplatz zu sehen."
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    "text": "Super!"
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    "text": "Okay, liebe Daniela, herzlichen Dank für deinen Besuch im Studio."
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    "end": 1770.1,
    "text": "Sehr gerne Danke."
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