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    "text": "Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von im Museum, Andreas hier."
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    "text": "Heute geht es tatsächlich nicht um eine Ausstellung oder ein Objekt sondern um eine ganze Person und zwar um den Biologen Baulkamera der um die Jahrhundertwende des letzten Jahrhunderts in Wien gelebt und gearbeitet hat."
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    "text": "Was das jetzt alles mit im Museum zu tun hat?"
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    "text": "Naja ich bin auf ihn bei einem Besuch im Naturhistorischen Museum in Wyn gestoßen wo auch noch bis heute viele Briefe aus seinem Nachlass liegen."
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    "text": "Und das Spannende an dieser Person, die ich vorher noch nicht gekannt habe bevor diesem Museumsbesuch ist dass er zu seiner Zeit einer der bekanntesten Wissenschaftler überhaupt war."
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    "text": "Die New York Times seien ihm sogar so etwas wie den nächsten Darwin."
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    "text": "um ihn herum entspannte sich dann auch ein außergewöhnlicher"
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    "text": "der weit über Wien hinaus Aufmerksamkeit erregt und bis heute in Teilen ungeklärt ist."
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    "text": "Um genau darüber zu sprechen, habe ich mir den Kamerexperten Klaus"
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    "text": "Der mit seinem Buch mit dem Titel der Fallbaulkamera ganz neue Quellen und Belege gefunden hat die dieser fantastischen Geschichte noch einmal eine ganz andere Wendung geben."
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    "text": "Hallo Klaus, so es freut mich dass du da bist bestelle ich doch bitte gleich mal selber vor."
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    "text": "Ich bin Hauptberuflich Wissenschaftsjournalist bei der Tageszeitung der Standard."
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    "text": "Schreib aber nebenbei Bücher, Bücher die sich vor allem mit der österreichischen Wissenschaftsgeschichte vor allem im zwanzigsten Jahrhundert beschäftigen habe eine Biografie über oder eigentlich mehrere Biographien gemeinsam mit dem Kollegen Benedikt Vöger über Konrad Lorenz verfasst haben mich mit der Geschichte der Universität Wien beschäftigt Aber auch mit Paul Kammerer, einem österreichischen Biologen der vor ziemlich genau hundert Jahren durch Selbstmord, durch Suizid aus dem Leben geschieden ist."
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    "text": "gestoßen, indem ich für diesen Podcast das Naturhistorische Museum in Wien besucht habe."
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    "text": "Und da hat mir die Silke Schweiger – jetzt muss man bitte helfen, dass sie das Wort richtig ausrichtet?"
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    "text": "Die hat mich dadurch durch die Herpetologie durchgeführt und da ist dann zufällig im Gespräch mit ihr der Name Paul Kamera gefallen."
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    "text": "Und sie hat nur angedeutet, dass das einer der zu seiner Zeit bekanntesten Biologen seinerzeit war und gleichzeitig aber auch einer der umstrittensten."
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    "text": "Das hat mich dann fasziniert und ich habe dann mal ganz kurz recherchiert und so bin ich dann nämlich über dein Buch gestolpert, dass du glaube im Jahr zwei Tausend Sechszehn geschrieben hast oder veröffentlicht hast und das heißt Der Fallbaulkamera Wo genau diese Geschichte des Paul-Kameras, diese unfassbar faszinierende Geschichte erzählt wird."
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    "text": "Für Menschen die wie ich diesen Namen vorher noch nie gehört haben?"
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    "text": "Im Untertitel heißt das abenteuerliche Leben des umstrittensten Biologen seiner Zeit."
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    "text": "Du hast erwähnt, Paul Kammerer war zu seiner Zeit von den USA bis zu den USA."
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    "text": "Wie bekannt er war, lässt sich vielleicht anhand der Nachrufe ablesen."
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    "text": "Also die deutschen und österreichischen Tageszeitungen waren natürlich voll davon auch weil das Ganze mit mehreren Rätseln umgeben war."
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    "text": "warum man Suizid begangen hat was da dahinter stand Das kann man aber auch daran ablesend dass Tageszeitungsartikel von Sydney bis Moskau, von New York bis London erschienen sind."
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    "text": "Das heißt das war ein Weltereignis in gewisser Weise."
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    "end": 328.419,
    "text": "Man kann es aber auch daran ablesen und das kann man auf YouTube nachschauen dass ein berühmter sowjetischer Politiker nämlich Anatoly Lunaczarski, das war der Volkskommissar für Aufklärung unsere Amtsgeschäfte übersetzt, der Kultur- und Wissenschaftsminister der damaligen Sowjetunion sechs Wochen nach dem Suizid von Kamera ein siebenaktiges Drama fertiggestellt hat."
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    "text": "Warum sich Kamera mutmaßlich in Buchberg am Schneeberg das Leben genommen hat?"
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    "text": "Und es wurde dann in einer riesigen deutsch-sovietischen Filmproduktion auch zu einem großen abendfüllenden Stummfilm gemacht, der aber dann sofort in Deutschland verboten worden ist aus politischen Gründen."
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    "text": "Über dieses Verbot hat damals sogar die New York Times berichtet."
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    "text": "über den Suizid sprechen wir dann eh später weil das gehört dazu Kern eigentlich der Kriminalgeschichte."
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    "text": "Die Frage, warum er so ummstritten war lässt sich heute nur mehr zum Teil ganz einfach verstehen."
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    "text": "Paul Kammerer war der letzte und wichtigste Biologe, der durch Experimente zu zeigen versuchte, dass es sowas wie die Vererbung erworberner Eigenschaften gibt."
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    "text": "Du hast Hepitologie angesprochen also sehr viel mit Amphibien und Reptilien experimentiert zum Beispiel auch mit Feuer Salamander über dir auch seine Dissertation geschrieben hat."
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    "text": "Und sich dann angeschaut ob sich an der Fleckenzeichen der Tiere, die sind bekanntlich Schwarz- und haben Gelbeflecken, ob sich daran etwas verändert?"
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    "text": "Laut seinen Experimenten werden diese auf gelblichen Bodengehalternden Tiere tatsächlich Gelber haben größere gelbe Flecken, die auf schwarzen Boden haben schwärzere Flecken und das vererbt sich auch über mehrere Generationen."
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    "text": "wichtiger oder der wichtigste experimentelle Beweis für das nannte man damals auch Neolamacismus und rund um nineteenhundert gab es heftige Diskussionen darüber ob die Evolution nur durch Selektion passiert."
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    "text": "geht sich das mit der Selektion über einige wenige Generationen überhaupt aus?"
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    "text": "oder gibt es da noch andere Prinzipien, die wirken Kamera waren?"
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    "text": "Eigentlich ein großer Darwin-Anhänger aber was er versucht hat war eben auch zu zeigen dass Umweltbedingungen eine ganz zentrale Rolle dabei spielen."
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    "text": "Das klingt ja heute schon eigentlich sehr nachvollziehbar weil wir vielleicht diejenigen da draußen, die sich mit solchen Dingen beschäftigen natürlich heute so ein Schlagwort im Kopf haben wie der Epic Genetik, Umweltbedingungen durchaus auch Einfluss auf unseren genetischen Pool in der Zukunft haben können."
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    "text": "Aber ich glaube und das war für mich so überraschend, dass es auch wirklich großartig herausgearbeitet in deinem Buch ist was für eine große politische Frage das zu dieser Zeit war."
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    "text": "also die Frage nach sind wir als Lebewesen über unsere Umwelt veränderbar, oder ist es tatsächlich das Survival auf der Fittest?"
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    "text": "Survival und zufällige Selektionen."
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    "text": "Ich glaube grundsätzlich muss man sagen in der Zeit rund um den Ersten Weltkrieg die ganzen Wissenschaften, auch die Naturwissenschaften und Wissenschaft her sehr viel politisierter und ideologisierker gewesen sind."
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    "end": 647.959,
    "text": "Also das zwanzigste Jahrhundert war auch so ein bisschen des Zeitalters, der Ideologien damit zu tun gehabt, dass in der Sowjetunion durch die Machtübernahme der Kommunisten gegründet worden ist."
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    "text": "Auch als Gegenmodell zum Westen und es gab auch schon Vorkamera wenn man etwa ein Heckelteck denkt Biologen die sich sehr stark politisch, ideologisch äußerten."
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    "text": "Also Häkel war ein so genanter Monist aber auch ein radikaler Kritiker der katholischen Kirche und..."
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    "text": "Monist is auch eine völlig verschwundene Denkrichtung die quasi alles auf einer Denkart zusammenfasst."
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    "text": "Also Naturwissenschaften, Geisteswissenschaft und es gibt keinen Gott, keine Religion."
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    "text": "Es ist eine Art säkularer Wissenschaftsglaube etwas was wahnsinnig beliebt war rund um die Jahrhundertwende aber völlig von der Geschichte sozusagen weggespült worden ist."
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    "text": "Aber um noch einmal zurückzukommen auf die ganzen Ideologie-Fragen, also im rundum den ersten Weltkrieg wird das sehr virulent."
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    "text": "Die Biologie spielt insofern auch eine zentrale Rolle als man damals nachzudenken begann wie man zu einer besseren Gesellschaft zum neuen Menschen kommt, also insbesondere in der Sowjetunion."
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    "text": "Und im Prinzip standen da idealtypisch sich zwei Ansätze gegenüber, also sowohl jetzt innerhalb der Wissenschaft als auch in der, wie wir heute sagen würden, Biopolitik."
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    "end": 790.12,
    "text": "Also auf der einen Seite gab es die damals geradeaufkommende Genetik und Leute die sich mit, also genetikter Begriff ist selbst erst neunzehundert zwölf von William Batesen über den wie vielleicht noch reden werden eingeführt worden."
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    "text": "Also die sich damit beschäftigt haben was wir von unseren Vorfahren erworben haben und was quasi nicht veränderbar."
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    "text": "Also da waren gerade erst mal die Chomosomern entdeckt, das war völlig unklar... ...was jetzt eigentlich der Träger?"
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    "text": "Der Erbinformation ist auch Erbininformationen."
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    "text": "Das Begriff gab es nicht aber es war klar sozusagen dass es gute und schlechte Merkmale gibt."
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    "end": 854.959,
    "text": "und die damals in Deutschland entstehende Rassenhygiene, die stand so auf genetischen Beinen und die ging davon aus dass man zu einer besseren Gesellschaft kommt wenn wir jetzt dieses unter Anführungszeichen minderwertige Leben irgendwie auslöscht durch sogenannte negative origenische Maßnahmen."
  },
  {
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    "end": 896.16,
    "text": "Auf der anderen Seite gab es wieder ideal typisch formuliert eher Biologen gab es nur sehr wenige, die mehr den Fokus auf die Umwelt gelegt haben und gezeigt haben so wie Kamera oder versucht haben zu zeigen dass eben Umweltbedingungen ganz zentral sind um künftige Generation von Menschen sozusagen nicht nur bessere Lebensbedingung zu liefern sondern das würde auch zu einer Heute würde man sagen, genetischen oder epigenetische Verbesserung führen."
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    "text": "Und das ist etwas was eben auch die Sowjets an Kamera interessiert hat."
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    "text": "also kurz vor seinem Suizid hatte auch eine Professur an der kommunistischen Akademie der Wissenschaften erhalten nicht zuletzt aufgrund von Lunar Czarski weil das ideologisch sehr gut gebast hat."
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    "text": "wenn man entsprechende Lebensumstände Umweltbedingungen für den Menschen verändert, dann würde das auch zu einer besseren Gesellschaft führen."
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    "end": 936.56,
    "text": "In gewisser Weise war es auch das biopolitische Grundkonzept vom Roten Wien wenn man sich an Tanler denkt."
  },
  {
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    "end": 959.8,
    "text": "Julius Tanler Mediziner Anathom der der Gesundheitsstadtrat war die einerseits zwar auch sich einige organische und Anführungszeichen Fehltritte leugnete Leistete meintet, dass man Minderwertige vernichten sollte wie auch immer etwas was er nicht umgesetzt hat."
  },
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    "end": 983.6,
    "text": "Aber was immer ein Markli auf seinem ansonsten relativ weisen Hemd bleibt und auch Kamera hat diese ganzen organischen Maßnahmen in den USA beobachtet darüber geschrieben aber letztlich eben vor allem diese dieser These vertreten, wenn man im Umweltbedingungen entsprechend verändert."
  },
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    "text": "Dann würde das auch zu einer besseren Gesellschaft führen."
  },
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    "text": "und die waren damals auch wahnsinnig optimistisch obwohl sie natürlich kaum jetzt wirklich medizinische Eingriffsmöglichkeiten hatten aber die dachten der Mensch genauso wie die Tiere sehr plastisch wären, formbar sind."
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    "text": "Egal ob es jetzt unter Anführungszeichen Rasse oder Geschlecht ist."
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    "end": 1020.3,
    "text": "da gab's auch Experimente an der biologischen Versuchsanstalt wo Kamera gearbeitet hat also dass geschlechtsumwandlungen problemlos möglich sind."
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    "text": "und wenn geschlechtsumwandlung möglich sein dann ist auch die Hautfarbe ein geringes Problem könnte man auch durch Umweltbedingungen entsprechend verändern."
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    "end": 1040.14,
    "text": "Also da gab es einen wahnsinnig großen Optimismus, dass das alles gestaltbar und veränderbar sei und Kamera war mit auch ein Hauptprotokonist."
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  {
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    "end": 1062.14,
    "text": "nicht nur dieses Neolamarkismus auf wissenschaftlicher Seite sondern auch sozusagen dieser ganzen biopolitischen weiter Denkungen unter Anführungszeichen also wie wir das Ganze politisch fruchtbar machen kann für eine bessere Gesellschaft."
  },
  {
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    "end": 1070.5,
    "text": "Das ist ja das Spannende an der Person, dass er fast so wie scharniert zwischen zwei Blöcken gestanden ist in einer gewissen Weise, so habe ich das gelesen."
  },
  {
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    "text": "Einerseits der Lammarkismus, der eben davon ausgeht, dass wir alle unsere Lebensumstände verändern können und somit auch den Menschen verändern könnten und andererseits der aufkommende Nationalismus und Antisemitismus, die genau diese Dinge abgestritten hat hat sich dieses Thema dann so politisiert und diese Politisierung hat sich hier dann quasi quer durch alle Wissenschaftsinstitutionen auch gezogen, in denen ein Kamera gewirkt hat."
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    "text": "Das sehen wir jetzt ja mitten im Kriminalfall weil vorhin davon geredet das Kamera, du bist eingestiegen damit mit der internationalen Aufmerksamkeit dieser Biologe genossen hat eben aufgrund seiner teilweise sehr umstrittenen Forschungsergebnisse."
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    "text": "Und über Jahre hinweg hat er sich da in dieser Öffentlichkeit bewegt."
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    "text": "und dann tatsächlich ist dann plötzlich ein US-amerikanischer Biologe nach Wien gereist und hat eine seiner Präparate, diese Geburtshelferkröte untersucht und ist dann plötzlich drauf gekommen."
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    "text": "Diese Mutationen, die Kamera als Beweis für seine Theorie angeführt hat und in dieser Kröte ersichtlich waren wurden gefälscht."
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    "text": "Man hat plötzlich festgestellt, dass da Tinten-Injektionen vorgenommen worden sind?"
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    "text": "Du hast erwähnt also dieser Herr Petologe Gledwin Kingsley Noble ein dreißigjähriger Forscher American Museum of Natural History in New York, also um dem Museumsthema Ehre zu tun dieses Podcasts."
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    "text": "Der ist extra wegen dieses Präparats der Geburtshelfergröte nach Wien gereist und hat sich das in der biologischen Versuchsanstalt die im Braterstand an der Braterhauptale angeschaut jetzt vielleicht noch ein bisschen zu dieser Geburtshelferkröte, also biologisch Wasserkamera dazu zeigen versucht."
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  {
    "start": 1205.24,
    "end": 1214.56,
    "text": "Geburzhelfer kröten sind die einzigen Kröten, die sich im Gegensatz zu allen anderen an Land paaren."
  },
  {
    "start": 1215.28,
    "end": 1227.28,
    "text": "das bedeutet dass sie keine Brunftschwilen haben und andere Merkmale die die Paarung in Wasser erleichtern."
  },
  {
    "start": 1230.16,
    "end": 1240.1,
    "text": "bei anderen Fröschen, Froscharten diese Brunftsspielen und andere Merkmale um sich am Weibchen festhalten zu können."
  },
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    "start": 1240.18,
    "end": 1241.08,
    "text": "Bei der Koopulation."
  },
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    "end": 1247.94,
    "text": "Geburtshelfer grüten weil sie sich an Land baden haben das nicht."
  },
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    "start": 1247.98,
    "end": 1255.3,
    "text": "die heißen übrigens so weil die Männchen dann die Eier aufgewickelt am Rücken mit sich herum tragen."
  },
  {
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    "end": 1257.72,
    "text": "also die Mönche sind sozusagen die Geburtshelfer."
  },
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    "end": 1259.98,
    "text": "Die haben aber eben keine Brunftspielen."
  },
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    "end": 1270.42,
    "text": "Und was dem Kamera laut seinen Experimenten gelang, war durch die Veränderung von Umweltbedingungen in den Terrarien."
  },
  {
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    "end": 1282.22,
    "text": "Das steht außer Zweifel exzellenter Amphibian und Froschhalter- und Terrarienexperte."
  },
  {
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    "text": "Was ihm gelang ist diese Geburtshelfer kröten tatsächlich ins Wasser zu zwingen bei warmen Temperaturen und die haben dann unter Wasser kopuliert."
  },
  {
    "start": 1294.3,
    "end": 1303.24,
    "text": "Und tatsächlich haben sich dann bei diesen Männchen diese Brunftschwilen- und andere Merkmale herausgebildet, um sich an den Weibchen festglammern zu können."
  },
  {
    "start": 1304.54,
    "end": 1309.66,
    "text": "Das hat sich dann laut Kamera auch über Generationen weitervererbt."
  },
  {
    "start": 1309.72,
    "end": 1342.96,
    "text": "Und das war so das Schlüsselexperiment, das nicht widerlegt worden ist bis zum Jänner, um zu zeigen dass es sowas wie die Vererbung erworbernder Eigenschaften eben die erworbenen Prumptschwillen gibt und vielleicht auch noch zu veranschaulichen wie wichtig diese Geburtshelferkröte war, also allein in der Fachzeitschrift Nature – das ist so einer der wichtigsten."
  },
  {
    "start": 1343.02,
    "end": 1351.16,
    "text": "Also heute jedenfalls die wichtigste Wissenschafts- Zeitschrifterwelt gab es nicht weniger als dreißig Texte, die sich nur mit diesem einen Exemplar beschäftigten."
  },
  {
    "start": 1352.76,
    "end": 1358.12,
    "text": "Nicht alles Fachartikel aber eben auch Briefe, Kommentare von Vorständen usw."
  },
  {
    "start": 1358.82,
    "end": 1371.78,
    "text": "Das stand wirklich im Zentrum der Diskussion und Insofern ist schon auch nachvollziehbar, warum dieser Herr Noble nach Wien kam um sich das anzuschauen."
  },
  {
    "start": 1372.2,
    "end": 1393.92,
    "text": "Andererseits ist es wieder nicht nachvollziebar weil Kamera dieses Exemplar kurze Zeit vorher bei einer englern Tournee seinen erbittersten Feinden unter anderem auch William Batesen gezeigt hat und die haben das eigentlich relativ gründlich untersucht."
  },
  {
    "start": 1393.98,
    "end": 1410.9,
    "text": "Jedenfalls musste die Kamera davon ausgehen, dass sie das sehr genau unter die Lupe nehmen werden und bei dem England- und Schottlandaufenthalt hat da jetzt niemand wahnsinnig große Zweifel geäußert."
  },
  {
    "start": 1413.7,
    "end": 1422.1,
    "text": "Und was noch dazu kommt... vertächtig ist und das verdankt sich den Recherchen von Kösler."
  },
  {
    "start": 1422.16,
    "end": 1438.3,
    "text": "Der hat zwei Biologen die Aufgabe gestellt, was passiert wenn man Froschpräparaten oder Geburtshelfergrötenprä paraten tatsächlich Dusche initiiert in ihre vorderen Extremitäten?"
  },
  {
    "start": 1438.84,
    "end": 1440.5,
    "text": "Was passiert dann mit dieser Dusche?"
  },
  {
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    "text": "Zerrinte nicht gleich!"
  },
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    "end": 1462.86,
    "text": "Und die haben dann tatsächlich jedenfalls einer davon herausgefunden dass in wenigen Wochen die Dusche völlig diffundiert und das diese schwarzen Flecken an den vorderen Extremitäten zerrinnen, und dann eigentlich nicht mehr sichtbar sind."
  },
  {
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    "end": 1495.2,
    "text": "Insofern kam Köstler zum Schluss, kurzer Zeit vor dem Eintreffen von Noble aus New York getan haben muss, sprich diese Person muss gewusst haben dass der mehr oder weniger aus heiterem Himmel nach Wien kommt."
  },
  {
    "start": 1497.86,
    "end": 1526.68,
    "text": "Aber da kam dann Köstler nicht wirklich weiter weil er ja vielleicht nicht so gründlich recherchieren konnte und eher möglicherweise auch andere Verdachtsmomente hatte, nämlich vor allem die Briten in Verdacht hatten."
  },
  {
    "start": 1526.76,
    "end": 1534.68,
    "text": "Dass die William Bates etwas gegen ihn hatten also auch um seine Geschichte mit dem Neo-Darvinismus ein bisschen besser zu erzählen."
  },
  {
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    "end": 1544.54,
    "text": "Jedenfalls Köstler dieses Rätseln nicht lösen und mich hat es seitdem ich das Buch gelesen habe beschäftigt."
  },
  {
    "start": 1544.76,
    "end": 1548.78,
    "text": "Einerseits war das eine Fälschung, wer hat gefälscht?"
  },
  {
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    "end": 1554.8,
    "text": "Was war der Grund für den Selbstmord, der dann auch zu erklären ist?"
  },
  {
    "start": 1556.02,
    "end": 1583.96,
    "text": "Und so hab' ich mich dann halt ergebnisoffen auf die Suche begeben Köstlers Buch noch einmal auf Deutsch herausgebracht beim Janinverlag und dafür mit einem deutschen Kollegen ein längeres Nachwort verfasst, wo wir beide versucht haben eben zu rekonstruieren wie das gewesen sein könnte und wo Köstler angestanden ist."
  },
  {
    "start": 1584.16,
    "end": 1613.18,
    "text": "Und mich hat es dann aber nicht losgelassen auch deshalb weil Biologen so rund um Erste Artikel verfasst haben, die sich aus biologischen Gründen wieder mit Kamera beschäftigt haben und die dann behauptet haben dass Kamera eigentlich der Großvater der Epigenetik und vor allem der epigenetischen Werbung gewesen wäre."
  },
  {
    "start": 1614.08,
    "end": 1618.74,
    "text": "Und das war dann sozusagen noch einmal ein zusätzlicher Anreiz."
  },
  {
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    "end": 1626.76,
    "text": "Also, dass das Kamera möglicherweise auch wissenschaftlich relevant ist heute und wissenschaftliche richtig gelegen ist."
  },
  {
    "start": 1626.82,
    "end": 1633.18,
    "text": "Und dann habe ich halt versucht zu recherchieren und bin dann auch durch die Gegend gereist."
  },
  {
    "start": 1633.24,
    "end": 1649.32,
    "text": "War am American Museum of Natural History in Edinburgh wo der Köstler Nachlass liegt und hab ich glaube insgesamt zwei Dozent Archive besucht, um mich da schlau zu machen."
  },
  {
    "start": 1649.7,
    "end": 1655.58,
    "text": "Und da hast du dich durch Briefwechsel gewühlt und durch persönliche Notizen oder wie muss ich mir das vorstellen?"
  },
  {
    "start": 1655.86,
    "end": 1662.9,
    "text": "Ist bei dir Zuhause dann so ein großes Steckboard gewesen wo du an der Unfassbar viele Notizen"
  },
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    "start": 1663.4,
    "end": 1664.4,
    "text": "mit roten Fehl bekommen hast?"
  },
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    "end": 1666.26,
    "text": "Das wäre vielleicht eher eine ganz gute Idee gewesen."
  },
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    "start": 1672.32,
    "end": 1679.8,
    "text": "Im Gegensatz zum Lawrence-Buch, das ich früher geschrieben habe war es schon im Zeitalter der Digitalisierung."
  },
  {
    "start": 1679.86,
    "end": 1696.24,
    "text": "Das heißt, ich war da halt in den Archiven und hab halt, wo ich's durfte – nicht überall ist es erlaubt gewesen damals – alles abfotografiert, was ich so abfautografieren konnte und das halt im Detail studiert und gelesen."
  },
  {
    "start": 1696.5,
    "end": 1701.82,
    "text": "Und man isst da halt wochenlang mit der Lektüre."
  },
  {
    "start": 1705.24,
    "end": 1740.28,
    "text": "Ich habe eben auch einen Urlaub in Edinburgh verbracht und war da, ich glaube, vierzehn Tage oder drei Wochen als das Archiv dort offen hatte in dem Archiv und habe mich halt durch den Köstlernachlass gewühlt was ich damals für den besten Urlaub überhaupt erachtete weil ich dieses Rätsel lösen wollte Stieß dann hier und dort auf Spuren, die mich weitergebracht haben."
  },
  {
    "start": 1740.36,
    "end": 1752.04,
    "text": "Aber man liest halt hunderte Seiten und entdeckt ein Stichwort oder einen Namen und kennt diesen Namen aus anderen Kontexten."
  },
  {
    "start": 1753.0,
    "end": 1796.48,
    "text": "Und erbindern irgendwann einmal so... ich glaube, im Jahr zwölf auch durch diese Triangulation, durch die ganzen verschiedenen Quellen darauf gestoßen dass es möglicherweise an der Universität Wien Anfang der zwanziger Jahre zur Gründung einer Professorenklick kam quasi die philosophische Fakultät da waren damals die Geistungs- und Naturwissenschaften vereint antisemitisch regiert hat."
  },
  {
    "start": 1796.76,
    "end": 1811.4,
    "text": "Also etwas, was ich nirgendwo in der Literatur bis dahin gefunden hatte und wo es auch überhaupt keine Beweise oder konkrete Beweise dafür gab, sondern nur sagen ein paar Andauetungen."
  },
  {
    "start": 1812.94,
    "end": 1826.8,
    "text": "Und derjenige, der diese Klick gegründet hat die unter dem Namen Bernhöhle damaligen Insidern, die damals mitgemacht haben, bekannt war."
  },
  {
    "start": 1828.76,
    "end": 1840.24,
    "text": "Der taucht auch bei dieser ganzen Kamerageschichte mehrfach auf als einerseits und der hieß Otenio Abel war ein wichtiger Paleobiologe eigentlich der Begründer der Paleobiologie."
  },
  {
    "start": 1840.9,
    "end": 1847.14,
    "text": "Er war aber eben ein Antikommunist, antisozialist und ein ausgesprochener Antisemit."
  },
  {
    "start": 1847.24,
    "end": 1862.28,
    "text": "Also das hat sich bald mal herausgestellt Briefe ganz gut dokumentieren und rekonstruieren, eben so insgesamt fünfzehn bis achtzehn Professoren."
  },
  {
    "start": 1862.34,
    "end": 1885.04,
    "text": "Vor allem was den Geisteswissenschaften zusammengebracht die dann bei Habilitationern und bei Professorberufungen ständig interveniert haben und gesagt haben der kann oder die kann nicht habilitiert werden weil und das waren immer unfassbar seltsame Begründungen."
  },
  {
    "start": 1885.9,
    "end": 1897.2,
    "text": "Der eigentliche Grund war, dass die jüdische Herkunft gewesen sind und die mussten ... konnten aber nicht sagen der ist jüdisch und deshalb müssen wir ihm die Karriere verweigern sondern den mussten dann immer irgendwelche Ausreden finden."
  },
  {
    "start": 1897.26,
    "end": 1902.46,
    "text": "also ein Physiker zum Beispiel konnte nicht habilitiert werden."
  },
  {
    "start": 1902.5,
    "end": 1910.88,
    "text": "oder Anführungszeichen, weil er als Student den Institutschlüssel verloren hat und das seinem Professor, der ihn habilitieren wollte, nicht gesagt hat."
  },
  {
    "start": 1911.48,
    "end": 1925.76,
    "text": "Und es klingt natürlich alles irgendwie nicht besonders plausibel insbesondere deshalb, weil der dann vom Heisenberg in Leipzig sofort das Assistent genommen hat."
  },
  {
    "start": 1925.8,
    "end": 1938.2,
    "text": "Also wissenschaftlich war der hochqualifiziert aber da verlust ein Schlüssel nachmachen ließ, ohne seinen Professor zu informieren der ihn eigentlich habilitieren will ist irgendwie ein bisschen seltsam."
  },
  {
    "start": 1938.72,
    "end": 1940.48,
    "text": "bei einem anderen Physiker sagten sie."
  },
  {
    "start": 1941.04,
    "end": 1951.92,
    "text": "Der ist Kommunist Lüge weil er war Sozialdemokrat aber eben auch jüdische Herkunft ging auch in die USA."
  },
  {
    "start": 1953.16,
    "end": 1963.1,
    "text": "und beim Baulkamerad der angesucht hat um den bloßen Professorntitel, also der war schon habilitiert."
  },
  {
    "start": 1964.9,
    "end": 1967.04,
    "text": "Hat wieder dieser Otenio Abel interveniert."
  },
  {
    "start": 1967.2,
    "end": 1985.18,
    "text": "und da ist dann ein Buch in Anschlag gebracht worden, dass man natürlich streiten kann nämlich das gesetzte Serie für manche ein Kultbuch weil es darum geht so was wie eine Wissenschaft des Zufalls zu begründen."
  },
  {
    "start": 1986.42,
    "end": 1989.16,
    "text": "Und die haben gesagt, dieses Buch ist zu populär und was auch immer."
  },
  {
    "start": 1989.24,
    "end": 1991.44,
    "text": "Und deshalb verweigern wir ihm den Professor Niddle."
  },
  {
    "start": 1991.52,
    "end": 1993.3,
    "text": "und Widerstand dieser Otenio Abel dahinter."
  },
  {
    "start": 1999.0,
    "end": 2003.0,
    "text": "Das war alles irgendwie ein bisschen rätselhaft."
  },
  {
    "start": 2003.14,
    "end": 2025.98,
    "text": "im Archiv mit den Köstlerunterlagen fand ich dann am letzten Tag bevor ich gefahren bin also ich habe mir das alles Material zur Entstehung des Buchs Der Kräutenküser, übrigens deshalb bei der Kamera halt immer so Jux gemacht hat und Kräuten geküsst hat."
  },
  {
    "start": 2026.14,
    "end": 2029.62,
    "text": "Und Mehlwürmer vor allem Maler gefressen hat usw."
  },
  {
    "start": 2032.62,
    "end": 2044.64,
    "text": "Das ist Material angeschaut und da sind auch die ganzen Briefe dabei von Leuten, die dann auf das Buch reagiert haben und es waren ganz viele und alle wollten die Experimente vom Kameran nachmachen und was auch immer."
  },
  {
    "start": 2045.56,
    "end": 2074.68,
    "text": "Es gab einen Brief Aus Kalifornien von jemanden, einem Mediziner der an der biologischen Versuchsanstalt gearbeitet hat und schreibt dem Köstler damals an der Biologischen versuchsanstal war eine Person im Verdacht das in Auftrag gegeben zu haben oder selbst durchgeführt."
  },
  {
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    "end": 2076.62,
    "text": "zu haben, nämlich Otenio Abel."
  },
  {
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    "end": 2079.16,
    "text": "Also die Fälschungen zu fälschen?"
  },
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    "start": 2080.04,
    "end": 2087.36,
    "text": "Genau oder dahinter gesteckt zu haben weil der war dann auch nationalsozialistische Rektor der Universität Wien und ein Antisemitant über den Sowieso."
  },
  {
    "start": 2088.86,
    "end": 2099.5,
    "text": "Und der Kölster, der nach wie vor das war zwei oder drei Jahre nach erscheinern des Buches an dem Fall interessiert war schreit dann zurück naja er war aber erst lang nachher Nazi-Rektor."
  },
  {
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    "text": "Wieso soll der Abel da irgendwas?"
  },
  {
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    "end": 2105.48,
    "text": "Und sozusagen hat das ein Akta gelegt."
  },
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    "text": "Ich wusste das aber irgendwie schon mit diesem Abel und dieser Bernhöhle, die ist schon Anfang der zwanzig Jahre gegründet worden."
  },
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    "text": "Das war dann für mich schon irgendwie ein bisschen plausibler."
  },
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    "end": 2139.34,
    "text": "Es gibt ... Dann habe ich eben versucht... weiter dem nachzuspüren und stieß dann auf eine ganze... also ich stieße nicht, muss ich gleich dazusagen."
  },
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    "end": 2148.26,
    "text": "Auf diesem Mokin-Garn mit der ich endgültig beweisen könnte dass der Otenio Abel tatsächlich dahinter stand."
  },
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    "end": 2160.12,
    "text": "aber ich stieß auf sehr konkrete Hinweise dass sich der Herr Abel und der Herr Noble, die eigentlich wissenschaftlich nichts miteinander zu tun."
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    "text": "Herr Noble war der, der aus den USA angereist ist?"
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    "text": "Genau!"
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    "end": 2165.1,
    "text": "Der war vom American Museum of Natural History."
  },
  {
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    "end": 2182.72,
    "text": "Und mir kam unter anderem unter das... ...der Abel, den Noble American Museum Of Natural History wenige Monate bevor Noble nach Wien kam besucht"
  },
  {
    "start": 2182.8,
    "end": 2182.96,
    "text": "hat."
  },
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    "end": 2191.74,
    "text": "also welchen Gründen auch immer er bedankt sich auch in einem Buch über seine Amerika-Reise, also Abel bei Noble."
  },
  {
    "start": 2193.24,
    "end": 2214.98,
    "text": "Und ich bin dann auch durch Zufall im American Museum of Natural History auf einen Brief von Noble an seinen vorgesetzten den damaligen Direktor, den Herrn Osborn gestoßen wo er davon erzählt dass er wunderschöne Tage in Wien beim Herrn Abel verbracht hat."
  },
  {
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    "end": 2230.14,
    "text": "Dafür gibt es sonst überhaupt keine Unterlagen, weil nämlich die Korrespondenz zwischen dem Abel und den Noble, das ganz sicher gegeben hat in American Museum of Natural History verschwunden ist."
  },
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    "text": "Nicht existiert!"
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    "text": "Und der Nachlass vom Abel ist im Besitz der Familie und die will..."
  },
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    "text": "Mit dem wenig zu tun haben?"
  },
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    "text": "Mit dem weniger zu tun."
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  {
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    "end": 2257.54,
    "text": "aber es gibt sozusagen noch mehrere andere Briefe die darauf hindeuten, dass der Nobel mit den Wienern namentlich mit dem Abel ganz eng in Kontakt gestanden ist."
  },
  {
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    "end": 2269.22,
    "text": "Also er war bei ihm und Abel war vorher im American Museum of Natural History bein Nobel das heißt sie hatten ganz sicher Kontakt."
  },
  {
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    "end": 2277.86,
    "text": "es gibt auch einen Text vom Kamera, der erst kurz nach seinem Tod erschien."
  },
  {
    "start": 2278.4,
    "end": 2289.96,
    "text": "Wo über die Biologien Wien schreibt und wo auch davon schreibt dass der Abel zwar ein interessanter Wissenschaftler ist aber auch ein fürchterlicher Antisemit."
  },
  {
    "start": 2290.66,
    "end": 2301.38,
    "text": "Und es gibt auch einen Text über muss ich wieder eine neue Person einführen Hans Pschibram."
  },
  {
    "start": 2301.54,
    "end": 2308.46,
    "text": "das war der Direktor und Gründer der biologischen Versuchsunstalt beziehungsweise Vivarium Wo der Kamera gearbeitet hat, genau."
  },
  {
    "start": 2309.58,
    "end": 2321.92,
    "text": "Und für den war das Selbstmord von Kamera und dieser ganze Fälschungskandal eine unglaubliche Tragödie weil damit sein ganzes Institut natürlich auch diskreditiert war."
  },
  {
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    "end": 2349.0,
    "text": "Das heißt ja Hans Schiebram hat wahnsinnig unter diese ganzen Geschichte gelitten und in einer Biografie diesen Bruder ein Physiker über Hans Pschibrem geschrieben hat, heißt es dass der Hans Pchibrem gewusst hat wer der Felscher gewesen sein dürfte weil er war so ein Gentleman war."
  },
  {
    "start": 2349.42,
    "end": 2354.8,
    "text": "Hat er das nie öffentlich gemacht und er nennt diesen Namen auch nicht."
  },
  {
    "start": 2357.04,
    "end": 2368.04,
    "text": "Und um jetzt nochmal zurückzukommen auf diese Bärenhöhle also die war damals völlig unbekannt, also auch den Unihistorikerinnen und Unihistorikern."
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  {
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    "end": 2385.24,
    "text": "Das heißt ich musste zuerst einmal auch ein Buch über diese Bernhöhle und deren Machenschaften schreiben und einen Artikel weil das sonst eine zu seltsame Verschwörungstheorie geworden wäre."
  },
  {
    "start": 2386.68,
    "end": 2396.3,
    "text": "Und im Zuge dieser Recherchen über die Bernhöhle angeschaut, die damals gescheitert sind, also Mitte der zwanziger Jahre."
  },
  {
    "start": 2397.42,
    "end": 2409.7,
    "text": "Und da gab es auch zwei von einer Biologin und einem Biologen in der Versuchsanstalt gearbeitet haben, die beide jüdisch waren – die einis Leonore Brecher und andere Paul Weiß."
  },
  {
    "start": 2409.84,
    "end": 2413.0,
    "text": "Die wollten sich habilitieren, diesen entscheidenden Karrierechritm machen."
  },
  {
    "start": 2413.58,
    "end": 2422.86,
    "text": "Das ist so zu fünfundzwanzig begonnen worden, das habilitationsverfahren wird dann geprüft, ob wissenschaftlich und persönlich diese beiden Personen geeignet sind."
  },
  {
    "start": 2423.38,
    "end": 2431.82,
    "text": "Und außerdem sind genau... ...fünfundzwanzig die beiden Professuren für Zoologie vakant geworden."
  },
  {
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    "end": 2449.48,
    "text": "Hans Schiebräum eben der Direktor des Vivariums und außerordentliche Professor für Zologie an der Uni Wien wäre natürlich der beste Kandidat gewesen, objektiv betrachtet."
  },
  {
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    "end": 2483.76,
    "text": "Und das galt es vonseiten dieser Bernhöhleklick zu verhindern und um die Stimmung gegen diese Unanführungszeichen jüdischen Biologinnen und Biologen zu schüren ist es natürlich ideal wenn man zeigen kann, dass da an dieser biologischen Versuchsanstalt eigentlich nur Fälschungen passieren."
  },
  {
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    "end": 2483.98,
    "text": "Dass"
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    "text": "das der Chef der"
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    "text": "Ansteigt?"
  },
  {
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    "end": 2492.4,
    "text": "Der Chef deckt die Fälchungen und Mitarbeiterinnen, die ähnliche Sachen machen wie der Kameramann."
  },
  {
    "start": 2492.78,
    "end": 2513.56,
    "text": "Der ganze Ruf war in den letzten sechsundzwanzig tatsächlich ruiniert und tatsächlich sind die beiden nicht habilitiert worden Professor nicht gekriegt und hat dann jahrelang versucht zu beweisen oder zu zeigen, wer hinter den Fälschungen gesteckt haben könnte ist aber damit kleglich gescheitert."
  },
  {
    "start": 2513.76,
    "end": 2520.56,
    "text": "Was ich mir gedacht habe wie es mal durchgelesen hab, warum hat man diese Experimente da nicht einfach nachgemacht?"
  },
  {
    "start": 2522.08,
    "end": 2535.22,
    "text": "Das klingt jetzt natürlich sehr einfach, aber so... Warum hat man die nicht nachgemachten um nachzuprüfen ob es tatsächlich möglich war diese Prumptschwillen über diese Form von Umweltveränderungen zu provozieren?"
  },
  {
    "start": 2537.76,
    "end": 2555.8,
    "text": "Ja das haben, also sowohl Zeitgenossen vom Kamera versucht wie auch insbesondere dann nach der Veröffentlichung des Köstler Buchs auch Zoologen wieder und als es mit der ganzen Epigenetik hochkam gab's wieder einige."
  },
  {
    "start": 2557.06,
    "end": 2569.48,
    "text": "Versuche dieser Art oder neue zoologische Erklärungen warum das was Kamera da angeblich beobachtet hat stattgefunden haben könnte."
  },
  {
    "start": 2571.6,
    "end": 2587.98,
    "text": "Das Problem ist, dass diese Versuchsreien wahnsinnig aufwendig sind sowohl sozusagen was das Tiermaterial angeht als auch was das Zeitbesteh an geht."
  },
  {
    "start": 2588.1,
    "end": 2598.28,
    "text": "und es kann sich eigentlich kein moderner Forscher keine moderne Forscherin leisten, also Kamerad wirklich quasi ab."
  },
  {
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    "end": 2608.22,
    "text": "Nicht erst ab seiner Dissertation sondern schon vorher mit diesen Zugdreien begonnen."
  },
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    "end": 2624.24,
    "text": "und das ging tatsächlich über Jahre weil die sich ja auch nicht so wie Mäuse quasi monatlich paren und regelmäßig Nachwuchs zeugen Fruchtfliegen, wo das quasi im Tagesrhythmus passiert."
  },
  {
    "start": 2624.3,
    "end": 2636.86,
    "text": "Sondern für diese ganzen Vererhungsversuche und die falschen Tiere würden wir uns aus heutiger Perspektive angelacht als Modellorganismen."
  },
  {
    "start": 2637.7,
    "end": 2644.28,
    "text": "Das eine, die Versuchsreiten gehen über mindestens fünf Jahre und über fünf Jahre muss man diese Tiere halten."
  },
  {
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    "end": 2649.88,
    "text": "Die dürfen nicht umkommen... Und dazu kommt noch, dass man die unter Umweltbedingungen halten muss."
  },
  {
    "start": 2649.92,
    "end": 2651.42,
    "text": "Also insbesondere die Geburtshilfe gröten."
  },
  {
    "start": 2652.48,
    "end": 2666.12,
    "text": "Die, die jeweils an den Rand ihrer Existenz bringen weil sie halt in Bedingungen gehalten werden, die für die Tiere sehr unangenehm sind also besonders heiß und sie müssen ins Wasser alles Dinge, die sie nicht tun wollen und wo sie daran sterben können."
  },
  {
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    "end": 2674.1,
    "text": "Dann kommen auch die ganzen Probleme mit Pilzerkrankungen dazu beim Froschleich."
  },
  {
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    "end": 2675.96,
    "text": "Es ist wahnsinnig aufwändig!"
  },
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    "end": 2684.7,
    "text": "Kamera hat ganz sicher einen grünen Daumen, die es bezüglich gehabt und ganz viele Kenntnisse."
  },
  {
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    "text": "Er hat praktisch spätestens eigentlich schon als Kind aber als jugendlicher Tiere gehalten."
  },
  {
    "start": 2694.32,
    "end": 2700.74,
    "text": "Es gibt einen Zeitungsartikel über Kamera Als er maturiert hat."
  },
  {
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    "end": 2703.8,
    "text": "da geht's um seine Tiersammlung oder eigentlich Menagerie."
  },
  {
    "start": 2704.8,
    "end": 2722.36,
    "text": "Der hat als achtzehnjähriger in der Wohnung seiner Eltern zweihundert verschiedene Tierarten gehalten, inklusive Nilkrokotil und diverse andere nicht ganz kleine Viecher- und eigene Apparaturen konstruiert damit er diese tropischen Tiere halten kann."
  },
  {
    "start": 2722.46,
    "end": 2739.48,
    "text": "Also der hatte schon eine Ahnung gehabt, hat auch Bücher über Terrarienkunde geschrieben Gymnasialltagen in diversen Vereinen engagiert, wo so Terrarien-Zucht ging und so weiter."
  },
  {
    "start": 2739.88,
    "end": 2751.46,
    "text": "Also das spricht auf jeden Fall für ihn ob jetzt tatsächlich ein strenger methodisch exakt vorgehender Experimentator war."
  },
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    "end": 2758.52,
    "text": "ich glaube es ist ein bisschen anzuzweifeln."
  },
  {
    "start": 2758.6,
    "end": 2782.86,
    "text": "also es gibt Berichte auch von Kollegen die ihm weniger gut gesonnen waren, die behauptet haben dass er das mit den Salamandern nicht so genau genommen hat und dann halt entsprechende Tiere gebaht hat damit halt entsprechenden Farbenmuster entstehen wie auch immer."
  },
  {
    "start": 2784.28,
    "end": 2791.68,
    "text": "Also was jetzt die wissenschaftliche Genauigkeit anbetrifft bin ich mir da auch nicht zu sehr sicher."
  },
  {
    "start": 2794.44,
    "end": 2813.32,
    "text": "Und bei all diesen, oder bei den meisten Versuchen sind halt diese Geburtshelfergröten tatsächlich eingegangen und das konnte genau das was dem Kamera gelungen ist nicht erzeugt werden."
  },
  {
    "start": 2813.42,
    "end": 2827.46,
    "text": "Was natürlich ein bisschen Skepsis schürt und verdieft dass das alles tatsächlich so passiert ist, wie Kamera behauptet hat."
  },
  {
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    "end": 2830.32,
    "text": "Und es gibt auch quasi alternative Erklärungsversuche."
  },
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    "end": 2841.82,
    "text": "Es gibt auch mal später dann entdeckt Geburtshelferkröten, Subarten irgendwo in Spanien die sich tatsächlich auch im Wasser bahnen und pumpf schwillen haben."
  },
  {
    "start": 2843.12,
    "end": 2849.28,
    "text": "Also mein Verdacht ist das Kamera die eingekreuzt haben... Es gibt mehrere Erklärungen."
  },
  {
    "start": 2850.26,
    "end": 2874.56,
    "text": "ich glaube unter dem Strich kann man sagen diese Diese Salamander-Versuche, die sind einerseits umstritten vor allem auch deshalb weil sozusagen das Ausgangstier oder da gab es nicht eines, dass irgendwie genetisch identisch gewesen wäre aus dem dann sozusagen alle weiteren hervorgegangen wären."
  },
  {
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    "end": 2876.2,
    "text": "Das ist fix."
  },
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    "end": 2878.04,
    "text": "insofern wird das ehepaar Seite gelegt."
  },
  {
    "start": 2878.1,
    "end": 2904.64,
    "text": "aber es gibt von Karl von Frisch, dem Nobelpreisträger für Pinnendanz der damals auch an der biologischen Versuchungsanstalt gearbeitet hat ein Paper in dem er immerhin zeigen kann dass zumindest in der ersten Generation das durchaus plassibel ist dass es bei Salamander zu entsprechenden Farbänderungen kommt wenn sie auf unterschiedlichen Boden gehalten werden."
  },
  {
    "start": 2905.08,
    "end": 2916.58,
    "text": "Also ob sich dann das über mehrere Generationen vererbt ist höchst fraglich und da gibt es auch wissenschaftlich in der ganzen epigenetischen Vererbungslehre."
  },
  {
    "start": 2918.94,
    "end": 2931.56,
    "text": "Und in diesen ganzen Studien relativ wenige Anhaltspunkte, aber sozusagen dass das in einer Generation passiert, das ist mittlerweile glaube ich ganz gut erhält."
  },
  {
    "start": 2931.9,
    "end": 2939.26,
    "text": "ob diese Geburtshelfergröten-Experimente je wiederholt werden wage ich zu bezweifeln."
  },
  {
    "start": 2939.34,
    "end": 2950.44,
    "text": "Es kommt doch noch in der Zwischenzeit natürlich diese ganze tierethische und Umweltschutzaspekt dazu, also die sind alle natürlich ein bisschen gefährdet."
  },
  {
    "start": 2951.88,
    "end": 2959.94,
    "text": "Ich weiß es gibt immer wieder Leute die anfangen Geburtshelfer gröten zu züchten um das in irgendeiner Form nachzumachen."
  },
  {
    "start": 2960.28,
    "end": 2981.08,
    "text": "aber das ist natürlich etwas was Zumindest Zweifel an der großen wissenschaftlichen Seriosität von Kamera durchaus führt und nachvollziehbar scheinen lässt."
  },
  {
    "start": 2981.44,
    "end": 2996.66,
    "text": "Im Buch vom Köstler ist das alles ausgespart, also der blendet alle Schattenseiten die Kameras zweifellos auch hatte eben um diese Sache mit der epigenetischen Vererbung stark zu machen."
  },
  {
    "start": 2997.58,
    "end": 3012.34,
    "text": "Wobei das etwas ist, wo man mittlerweile auch mehr Molekularbiologisches Wissen darüber hat wie es funktionieren könnte also dass da möglicherweise eben Micro RNA eine entscheidende Rolle spielt."
  },
  {
    "start": 3012.46,
    "end": 3026.06,
    "text": "Also warum zum Beispiel beim Mäusen die Fitness des Vaters epigenetisch an den Nachwuchs vererbt wird."
  },
  {
    "start": 3026.14,
    "end": 3032.8,
    "text": "Also das ist ja nicht etwas was sich in der Samenzelle, in der DNA des Vaters findet sondern eben epigenetic"
  },
  {
    "start": 3033.46,
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    "text": "und"
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    "end": 3048.28,
    "text": "da meint man micro RNA quasi als dieses zusätzlich zur DNA Identifizierte Informationsmaterial zu haben."
  },
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    "text": "Aber mal"
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    "end": 3056.22,
    "text": "weg von der Wissenschaftlichkeit seiner Versuche an sich, weil das ist ja quasi nur ein separates Thema."
  },
  {
    "start": 3056.78,
    "end": 3068.86,
    "text": "Wir wissen ja jetzt schon so wie du gezeigt hast es hat diese Bernhöhle gegeben also es hat tatsächlich Personen gegeben in seinem Umkreis die einen Motiv gehabt hätten diese Fälschungen durchzuführen."
  },
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    "end": 3072.62,
    "text": "Jetzt frage ich mir aber jetzt hast Du das Buch vor zehn Jahren geschrieben?"
  },
  {
    "start": 3073.74,
    "end": 3076.1,
    "text": "Irgendwas muss ja getan haben in den letzten zehn Jahren."
  },
  {
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    "end": 3083.4,
    "text": "Also wenn man sowas schreibt und so tief in diese Materie eintrinkt, dann lässt einem das ja wahrscheinlich nicht los oder wie?"
  },
  {
    "start": 3084.92,
    "end": 3105.9,
    "text": "Ja also es gibt nach wie vor vor allem biologische Fachpublikationen wo es darum geht die Plausibilität von Kameras versuchen einerseits zu zeigen andererseits zu widerlegen."
  },
  {
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    "end": 3121.1,
    "text": "Was jetzt diese Bärenhöhlen-Geschichte und meine Lösung des Kriminalfalls anbetrifft, ist mir nichts bekannt."
  },
  {
    "start": 3123.3,
    "end": 3137.26,
    "text": "Was ich da einen neuen Blickwinkel angeben hätte... Der Abel Nachlass ist leider immer noch unzugänglich und andere Materialien sind auch im American Museum of Natural History soweit ich weiß das bezüglich nicht aufgedaucht."
  },
  {
    "start": 3138.3,
    "end": 3146.64,
    "text": "Diese Bernhöhlenhypothese, die zunächst von Fach Historikerinnen und Fach Historikern eher bezweifelt wurde."
  },
  {
    "start": 3146.72,
    "end": 3153.68,
    "text": "Das ist mittlerweile quasi alles bestätigt und aus plausibel angesehen worden."
  },
  {
    "start": 3153.74,
    "end": 3157.78,
    "text": "Und ich glaube das lässt sich auch ganz gut erhärten."
  },
  {
    "start": 3162.68,
    "end": 3169.5,
    "text": "Beweismittel, die ich anführe, stehen jetzt auch nicht weiter in Zweifel."
  },
  {
    "start": 3170.24,
    "end": 3184.1,
    "text": "Die Smoking Gun existiert nach wie vor nicht und meines Erachtens ist das nach wie vorher die beste und plausibelste Lösung dieses Kriminalfalls."
  },
  {
    "start": 3185.12,
    "end": 3193.7,
    "text": "Es kommen noch ein paar andere Dinge dazu, ein wenig erhärten."
  },
  {
    "start": 3194.62,
    "end": 3208.1,
    "text": "Also was den Suizid angeht mit dem wir eigentlich begonnen haben, da bleibt der Köstler ja auch irgendwie ein bisschen offen."
  },
  {
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    "text": "also warum hat das sich jetzt umgebracht?"
  },
  {
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    "end": 3223.24,
    "text": "Klar ist dass die Kamera wahrscheinlich bipolar gewesen ist."
  },
  {
    "start": 3224.9,
    "end": 3230.22,
    "text": "Ich glaube aber vor allem ehemalisch und selten depressiv, aber dann schon auch sehr depressiv als."
  },
  {
    "start": 3230.26,
    "end": 3267.02,
    "text": "er war sicher ein wahnsinnig leidenschaftlicher Mensch und es gibt zwei bekannte Suizidversuche die er vorher begangen hat einmal weil in die Alma-Mala diese Assistentin in der biologischen Versuchsenstalt gewesen ist nicht wirklich erhöht hat also nachdem sie Witwe geworden war aufgrund des Todes von Gustav Mahler und er hat Kamera mehrmals damit getroht, dass es ihrem Grab von Gustaf Mahler, der sein großes Vorbild war weil er auch Komponist umbringen würde."
  },
  {
    "start": 3267.52,
    "end": 3271.8,
    "text": "Das hat aber irgendwie Alma Mahler ihm ausregen können."
  },
  {
    "start": 3272.36,
    "end": 3288.2,
    "text": "Und dann gab's weiteres Selbstmord wegen einer sehr tragischen zweiten Ehe mit Anna Wald, einer Malerin und da hat er zweimal, ich glaube wie Ronal geschluckt."
  },
  {
    "start": 3288.3,
    "end": 3290.08,
    "text": "Und das aber wieder erbrochen."
  },
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    "end": 3295.04,
    "text": "Das heißt es waren zwei mal private Verficklungen."
  },
  {
    "start": 3299.94,
    "end": 3308.7,
    "text": "Was Köstler wusste aber ausgespart hat war dass es wohl auch in dem Fall einen privaten Hintergrund hatte."
  },
  {
    "start": 3309.48,
    "end": 3318.18,
    "text": "also es sind ich glaube insgesamt sechs oder sieben Abschiedsbriefe von Kamera geschrieben worden."
  },
  {
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    "end": 3320.5,
    "text": "Weshalb auch auszuschließen ist, dass er irgendwie ermordet worden ist."
  },
  {
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    "text": "Auch dazu gibt es Spekulationen."
  },
  {
    "start": 3323.5,
    "end": 3357.98,
    "text": "und der erste Brief, der entdeckt wurde von der geschiedenen ersten Ehefrau mit ihr aber dann wieder zusammenlebte einer Schauspielerin namens von Widersberg geborene von Widesberg also die war die Nachbarin Bevor es jetzt so kompliziert wird, die war der Nachbarin von Grete Wiesendahl und die berühmteste Ballerina Winz und die Begründung des modernen Danzes."
  },
  {
    "start": 3358.44,
    "end": 3397.6,
    "text": "Und das ist auch einigermaßen gut dokumentiert die letzte große Flamme von Kamera und hatte mit ihr wohl eine ernst zu nehmen Erfähre obwohl sie auch verheiratet Tochter von Kameram, die damals, ich glaube, siebzehn Jahre alt war, schreibt dem Köstler das in den Brief an die Geräte Wiesendahl stand oder dass das ein Entpressungsversuch war."
  },
  {
    "start": 3399.26,
    "end": 3408.22,
    "text": "Dass Sie mit ihm mit nach Moskau an die kommunistische Agenda Wissenschaften geht, weil er braucht da unbedingt zweibliche Begleitung."
  },
  {
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    "end": 3408.78,
    "text": "Wo"
  },
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    "text": "hin berufen worden ist?"
  },
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    "text": "Kurz"
  },
  {
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    "end": 3411.78,
    "text": "vor seinem Selbstmord."
  },
  {
    "start": 3413.56,
    "end": 3437.68,
    "text": "Kurz vor dem Selbstmords, aber nach der Entdeckung dieser Fälschung, die aber erst wieder kurz vor dem Selbstenmord publiziert worden ist im August, Der Selbstverband war im September, und Kamera hat sich umgebracht einen Tag bevor er den Zug nach Moskau besteigen sollte."
  },
  {
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    "end": 3450.72,
    "text": "Also der Köstler verschweigt diese privaten Geschichten weil die natürlich auch den Kamera als Person insgesamt ein bisschen exzentrischer noch machen."
  },
  {
    "start": 3450.82,
    "end": 3452.7,
    "text": "und so war er eben auch."
  },
  {
    "start": 3453.98,
    "end": 3459.58,
    "text": "Und eben diese zwei anderen Selbstmordversuche waren aus privaten Gründen."
  },
  {
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    "end": 3466.26,
    "text": "Und was auch noch, das ist mir aber erst später aufgefallen."
  },
  {
    "start": 3467.56,
    "end": 3469.94,
    "text": "Ich habe erwähnt dieses Drama von diesem Luna Czarski."
  },
  {
    "start": 3472.52,
    "end": 3489.66,
    "text": "Das schon sechs Wochen nach dem Selbstmord vom Kamera fertig war und das ist irgendwie ein bisser engartig dass der es dann so schnell schreibt."
  },
  {
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    "end": 3503.32,
    "text": "Meine Vermutung ist, dass es bei dem Berufungstreffen zwischen Kameramann und Lunar Czarski – das war im April-Mein-Ninzehnzechsundzwanzig."
  },
  {
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    "end": 3534.54,
    "text": "Also wo es darum ging, er kommt jetzt im Herbst nach Moskau, dass sich der Lunar Zsarski damals schon darauf vorbereitet hat weil der Kamera ihm gesagt hat, im Jänner ist das entdeckt worden in der biologischen Versuchseinstalt Und es wird wahrscheinlich irgendwann einmal dieses Paper, diesen Artikel von dem Nobel geben und quasi man muss darauf vorbereitet sein."
  },
  {
    "start": 3535.98,
    "end": 3543.06,
    "text": "Wenn ihr jetzt die Professur in Moskau antritt, wird's dann diese Publikation geben, die ihn diskreditiert."
  },
  {
    "start": 3544.24,
    "end": 3549.52,
    "text": "Und das Drama von Luna Tchaaske bzw."
  },
  {
    "start": 3549.82,
    "end": 3563.94,
    "text": "Die Verfilmung, die auch so eine antisemitische aber eigentlich nationalsozialistische Verschwörung darauf beschwert, die hat entfernte Ähnlichkeiten mit dieser Abel-Geschichte."
  },
  {
    "start": 3565.18,
    "end": 3592.02,
    "text": "Und ich glaube also dass der Kamera und der Luna Czarski sich in der Weise auch andeutungshalber zumindest darüber ausgetauscht haben so das dieser Luna Csarsky dieses Drama schon fertig hatte sozusagen mit dieser politisch motivierten Verschwörung gegen Kamera wobei die Pointe des Films ist das in letzter Sekundere Kamera vor dem Selbstmord bewahrt und ihn nach Moskau holt."
  },
  {
    "start": 3592.06,
    "end": 3603.72,
    "text": "Also den Film kann man auf YouTube sich anschauen, ich hab die Zwischentitel aus dem Russischen übersetzen lassen wenn man sonst den Film nicht versteht weil er ziemlich komplex ist so wie diese ganze Fallkamera."
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    "end": 3618.259,
    "text": "also das ist auch noch etwas was für meine Version spricht die jetzt insgesamt natürlich ein bisschen unbefriedigend ist weil also diese Geschichte mit Großvater der Epigenetik."
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    "text": "Also ich würde schon noch anzweifeln, dass das was Kamera behauptet hat, dass ihm gelungen ist über mehrere Generationen erworbene Eigenschaften zu dokumentieren und dass es vererbt wird, dass wahrscheinlich ein bisschen too much war wie auch immer da nachgeholfen hat."
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    "text": "Zugleich bin ich aber auch ziemlich überzeugt, dass Kamera nicht der Fälscher gewesen ist."
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    "text": "Weil ich hätte in diesen Abschiedsbriefen auch sagen können okay tut mir leid es ist mir passiert und eben es gibt diese ganzen Hinweise und zu vielen Zufälle im Zusammenhang mit Abel und Noble die darauf hindeuten Ein antisemitisch motivierter Kriminalfall war der dann tatsächlich aber auch."
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    "text": "den Erfolg hatte, denn wenn es so war, ablintendiert hat."
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    "text": "Auf jeden Fall eine extrem spannende Kriminalgeschichte und so wie du gesagt hast, eine sehr exzentrische Persönlichkeit weil jetzt haben wir vieles schon, du hast mal vieles erzählt was in einem Buch vorkommt aber bei Weitem nicht alles weil es gibt ja unfassbar viele kleine Seitengeschichten unterbauen gleichzeitig auch Du machst sehr gut nachvollziehbar, wie das wissenschaftliche Milieu in dieser Zeit in Österreich gewesen ist."
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    "text": "Und ja ich kann allen nur empfehlen sich dieses Buch zu besorgen!"
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    "text": "Ich gehe auch davon aus dass es noch ganz normal erwerbbar ist oder?"
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    "text": "Ich fürchte nein."
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    "text": "Sonst verkaufe ich meine Ausgabe für vierhundert Euro."
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    "text": "Es gibt das Buch immer noch als E-Book und ich habe auch noch, bevor es relativ bald aus welchen Gründen auch immer vom Verlag also die Exemplare die noch waren vernichtet wurde so ist es vernichtet wurden hab ich noch ein paar Exemplaren."
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    "text": "aber man kann's auch antiquarisch Erwerben, aber um vielleicht noch daran anzuschließen."
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    "text": "Wir haben jetzt nur über den Kriminalfall gesprochen, dass man halt eine Kamera – wir haben erwähnt – einmal Maler im Session zähn kann."
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    "text": "Also wie eng da dieses wissenschaftliche und künstlerische Milieu ver... Die meisten waren irgendwie Doppelbegabungen, der Hans-Pschiebram war auch maler und zeichner hat dann diese Session ausgestellt."
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    "text": "Also da gab es ein ganz enges Milieu das heißt die kannten sich alle... Seine erste Geliebte war die unehlige Tochter von Kaiser Franz Josef, die Frau Nahovska, die dann den Alban Berg den Komponisten geheiratet hat."
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    "text": "Der wiederum deshalb den Kamera gehasst haben."
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    "text": "in der Autobürgrafie vom Kokoschka kommt der Kameran nicht namentlich aber auch im Zusammenhang mit der Almarmala Geschichte vor."
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    "text": "also es gibt da unglaublichsten auch persönlichen Verwicklungen und Begebenheiten, die also wenn man es erfinden würde, würde man als Auto wahrscheinlich gesagt kriegen."
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    "text": "Das Auto ist ein bisschen die Fantasie durchgegangen aber das war alles in Wien um nineteenhundert möglich abgesehen davon dass eben auch noch einige biologische Dinge gab für die Kamera weniger bekannt ist, die ihn glaube ich auch noch sehr aktuell machen."
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    "text": "Also diese ganze Geschichte wie wichtig Kooperation und Symbiosen in der Biologie sind?"
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    "text": "Auch ein Thema das heute ganz aktuell ist... Kamera mehr oder weniger mit ein Begründer dieses Ansatzes."
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    "text": "Und das ist auch etwas, was ich versuche ein bisschen in diesem Buch herauszuarbeiten während sich halt diese ganze Diskussion sehr auf die Vererbung erworbener Eigenschaften konzentriert und einfach umfassbar produktiv als er starb mit sechsundvierzig Jahren Dutzende Bücher hinterlassen und also zumindest fünf Druckseiten pro Tag verfasst, wie ich versucht habe zu rekonstruieren abgesehen von den hunderten Briefen die er allein einmal maler geschrieben hat."
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    "text": "Und wahrscheinlich noch Dutzenden anderen Frauen."
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    "text": "Ja und auf jeden Fall sehr unterheitsam!"
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    "text": "Also dein Buch ist auch sehr unter heitsam zu lesen."
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    "text": "Auch einen Artikel zur biologischen Versuchsunstalt wo nach wie vor so eine größere Monographie fehlt."
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    "text": "Aktuell bin ich aber mit einem... Sozialwissenschaften studiert habe und Wissenschaftssoziologe oder Wissenschaftsforscher bin, beschäftige ich mich mit einem Institut das erst vor ziemlich genau zwanzig Jahren gegründet worden ist."
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    "text": "und da versuche ich noch einmal gemeinsam mit einem Kollegen nachzuzeichnen, wie es möglich wurde so ein Institut zu gründen."
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    "text": "Den jüngeren sagt es wahrscheinlich gar nix aber da wurde darüber gestritten ob sowas wie eine elite Universität in Österreich braucht wo sie letztlich landete, in Maria Gugging gut aufgehoben ist."
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    "text": "Ansonsten falls du es bis hierhin geschafft hast bitte hinterlasst uns auch eine Bewertung in einer Podcasting App weil das hilft uns tatsächlich diesen Podcast einfach für andere zugänglich zu machen macht auch irgendwie keinen Sinn."
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