[
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    "end": 1.74,
    "text": "Fotografie neu denken,"
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    "end": 3.26,
    "text": "der Podcast."
  },
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    "end": 10.88,
    "text": "Willkommen zum Symposium des Internationalen Festivals fotografischer Bilder das, dass es in Regensburg stattgefunden hat."
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    "text": "Mein Name ist Andy Scholz."
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    "end": 24.56,
    "text": "Wir stecken weiterhin mitten im großen Festivalthema Fakt und Fake."
  },
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    "text": "Und der Frage was wir Bildern heute eigentlich noch glauben können?"
  },
  {
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    "text": "Als nächstes freue ich mich deswegen auf den Tonmitschnitt von Emma Rüter."
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    "text": "Die freischaffende Künstlerin und Kunsthistorikerin aus Düsseldorf hat uns einen Vortrag mitgebracht, der an ein absolutes Fundament der Fototheorie rührt."
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    "text": "Ihr Thema lautet ganz prägnant Zeugenschaft!"
  },
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    "end": 53.18,
    "text": "Ob-und wie Fotografien die Wirklichkeit abbilden ist ja schon seit Erfindung des Mediums ein Riesenthema."
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  {
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    "end": 56.08,
    "text": "Emma Rütter blickt mit uns auf die künstlerische Praxis."
  },
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    "text": "Wie nutzen Kunstschaften da eigentlich gezielt fotografische Elemente, um eine Zeugenschaft zu fingieren?"
  },
  {
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    "end": 76.66,
    "text": "Wie wird aus einer visuellen Fiktion plötzlich eine gefühlte Wahrheit – ein hoch spannender Beitrag über die ästhetische Glaubwürdigkeit und die bildnerischen Eigenschaften, die ein Foto überhaupt erst zu einem verlässlichen Zeugen machen."
  },
  {
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    "end": 78.28,
    "text": "Hören wir mal rein!"
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    "end": 81.059,
    "text": "Ja also in der Stelle vielen Dank."
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    "end": 83.86,
    "text": "Vielen dank Martin, vielen danke Andy für die Einladung."
  },
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    "end": 91.679,
    "text": "ich freue mich sehr hier zu sein auch erst recht nach diesen wahnsinnigen Vorträgen die jetzt bereits gehalten wurden und hoffe ich kann mich da einreihen."
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    "end": 94.72,
    "text": "ja herzlichen Dank."
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    "text": "Fotografie wird seit ihrer Erfindung über die Frage versucht zu theoretisch zu erfassen ob und wie sie in der Lage sei wirklichkeit abzubilden."
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    "end": 108.059,
    "text": "Diese Frage ist so konstitutiv, wie sie unbeantwortbar zu sein scheint."
  },
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    "end": 120.74,
    "text": "Denn die zahllosen Wissenschaftlerinnen verschiedenster Disziplinen – die Fotografie als theoretisches Vehikel zum Erklären und Verstehen der Moderne nutzen – widersprechen sich in der schieren Masse von Aufsetzen, Büchern- und Gedankenspielen verlässlich selbst."
  },
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    "end": 122.259,
    "text": "So zum Beispiel CRIMP."
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    "end": 129.46,
    "text": "Die Fotografies eindeutig zu vielfältig, zu nützlich für andere Diskurse um je von traditionellen Definitionen der Kunst vollkommen erfasst zu"
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    "end": 129.78,
    "text": "werden.\"."
  },
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    "end": 146.4,
    "text": "Selbst vermeintlich gesetzte Größen der Fragestellung und die Wirklichkeitsrepräsentation des fotografischen Virulombat werden von anderen Größern der Wissenschaft, beispielsweise Bruno Latour explizit verachtet für die Theorien über die Spezifiker des Realitätsgehaltes von Fotografien."
  },
  {
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    "end": 151.48,
    "text": "Die Frage präsentiert sich so als Paradoxon des ewig aktuellen und akut Veralteten."
  },
  {
    "start": 152.24,
    "end": 163.14,
    "text": "Wir werden uns nicht einigen können und müssen dies auch nicht, denn die andauernde Diskussion vor einigen Jahren noch um die Wahrheit der Abbildung in der Digitalfotografie ist nun mit dem künstlichen Generieren von Bildern durch KI erneut befeuert worden."
  },
  {
    "start": 164.02,
    "end": 171.3,
    "text": "Seit es fotografische Bilder gibt, ringen wir mit unserem Vertrauen in diese – wissen wir ja ebenso seit eh und je das Fotografinnen lügen können und werden!"
  },
  {
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    "end": 180.72,
    "text": "Fotografische Bilder nehmen dennoch regelmäßig ständig eine Funktion der Zeugenschaft ein auf die wir uns in Ermangelung handfesterer Beweismöglichkeiten verlassen"
  },
  {
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    "text": "müssen.\"."
  },
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    "end": 197.64,
    "text": "Dies lässt sich etwa an der Moment nach wie vor praktizierten Pressefotografie, der Bezeugung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zum Beispiel über Blitzer Fotos oder auch dem Fotografieren eines abgestellten E-Rollers zur Beglaubigung einer korrekten Abgabe nachvollziehen."
  },
  {
    "start": 199.16,
    "end": 216.58,
    "text": "In der Frühzeit der Fotografie erschien der Prozess des Bezeugens noch so, dass die Kamera und die lichtempfindliche Chemie nicht nur bestehende Wahrheiten und Realitäten als passives Instrument aufzeichnen können sondern auch explizit Wahrheiten hervorkehren können wie das Beispiel der spirituellen Geisterfotografie zeigt."
  },
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    "start": 216.94,
    "end": 219.04,
    "text": "unter anderem Röntgen hatten wir ja eben auch gehört."
  },
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    "start": 220.3,
    "end": 230.88,
    "text": "Hier fungierte die fotografische Maschine noch als Apparat der den Menschen Tatsachen, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar wären, aktiv aufzeigte sehr kenntlich macht und Wahrheiten aufdeckt."
  },
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    "end": 233.68,
    "text": "Und nicht etwa ein weiteres Suchbild erzeugt."
  },
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    "end": 243.26,
    "text": "Die Selbstabbildung der Natur gestaltete sich also als Aussage der Welt, die den Kanal der Fotografie als Kommunikationsaufnahme mit dem Betrachter versteht."
  },
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    "start": 244.18,
    "end": 248.36,
    "text": "Heutzutage verstehen und nutzen wir die Bezeugungsfunktion von Fotografien oftmals anders"
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    "end": 248.66,
    "text": "herum.\"."
  },
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    "end": 252.94,
    "text": "Im Internet wird massenhaft fotografisches Material ausgestellt und archiviert."
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    "end": 266.98,
    "text": "Die Bezeugungsfunktion wird häufig von den nicht aufnehmenden Usern aktiviert, die in einem beiläufig aufgenommenem Foto etwa im Hintergrund einer für ein Selfie-Position person einen Promi finden der als unbeobachtet und damit auch authentisch wahrgenommen wird."
  },
  {
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    "end": 280.52,
    "text": "Beteiligt sich der Promi oder die Person noch an einer eigenartigen Aktivität geht ein solches Bild unter Umständen auch viral und lässt andere User in einem selten Moment der Authentizität teilhaben, die aus dem Unbeobachteten resultiert."
  },
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    "end": 282.2,
    "text": "Oder vermeintlich unbeobachtet."
  },
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    "start": 283.62,
    "end": 297.42,
    "text": "Die bezeugende Funktion wird also dann freigesetzt, wenn ein oder mehrere User die Authentizität einer Szene daran feststellen zu meinen dass der Aufwand der unausweichlichen Bildmanipulation sich auf ein anderes unfokussiertes Subjekt richtet."
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    "end": 315.02,
    "text": "Beispielsweise die Inszenierung eines perfekten Körpers oder einer perfeksten Laune und die Bestrebungen zur Verfälschung sich an anderer Stelle des Bildes erschöpfen Fotografischer Authentizität und die damit einhergehende Bezeugung eines es ist so gewesen, entsteht hier also aus dem sozialen Kontext der Fotografie."
  },
  {
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    "end": 321.42,
    "text": "Die Lesart der BetrachterInnen richtet sich nach dem erwarteten Zeigebedürfnis der Herstellerinnen einer Fotografi."
  },
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    "start": 322.18,
    "end": 329.42,
    "text": "eine Ebene der Fälschung eines Bildes von der aktuell die meisten Konsumentinnen von Fotos ausgehen können welche erkannt und zur Information verarbeitet wird."
  },
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    "end": 332.18,
    "text": "Wie möchte sich jemand darstellen und angesehen werden?"
  },
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    "end": 336.24,
    "text": "Diese Ebene der Manipulation wird vom Betrachter erkannt und vorausgesetzt."
  },
  {
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    "end": 340.18,
    "text": "Der Drang anderer Elemente eines Bildes zu manipulieren, wiederum meistens nicht."
  },
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    "end": 352.8,
    "text": "Diese Fähigkeit verschiedener Scheinungsformen des Bildes in Bezug zu setzen mit der vermuteten Ursprungssituation ist konstitutiv für unser Einfühlungsvermögen in ein Bild – genauer in die abgebildeten Figuren!"
  },
  {
    "start": 353.62,
    "end": 363.4,
    "text": "Klassische, einfach lesbare Elemente sind beispielsweise die Anmutungen des Analogfilms besonders eines gealterten ins rötliche verblassten Abzuges aus den Siebzigerjahren."
  },
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    "end": 374.9,
    "text": "Selbst wenn im Bild nicht durch abgebildete Menschen, die inzwischen aus der Mode gekommenen Frisuren oder Kleidung auftragen können wir an einer gewissen Alterung der Fotografie die Information über das Alter des Bilders ziehen."
  },
  {
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    "end": 379.06,
    "text": "Ein Beispiel in zweiter Instanz liegt unsere Lesfähigkeit noch weiter offen."
  },
  {
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    "end": 388.24,
    "text": "Die frühen Bildfilter auf Instagram, als der Post noch nur als Quadrat hochgeladen werden konnte, imitierten verschiedene Formen des alten Bildes."
  },
  {
    "start": 389.2,
    "end": 400.68,
    "text": "Sie setzten dem extremen digitalen Bild einen Qualitätsmerkmal entgegen das durch die verschiedenen Filter teilt sogar mit gefälschten Keycode zunächst den Anschein erweckte ein rares Einzelstück ein wertiges Artefakt zu präsentieren."
  },
  {
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    "end": 407.4,
    "text": "Das kann man jetzt aus der Distanz nicht so gut erkennen, aber bei dem Filter Nashville ist tatsächlich eben dieser Keycode gefälscht."
  },
  {
    "start": 407.44,
    "end": 418.16,
    "text": "Den konnte man aktivieren und ich finde auch dass der Filter Brandon in der zweiten Zeile von rechts in der Mitte ziemlich stark an den Kodak Goldfilme erinnert, finde ich mal irgendwie ganz faszinierend."
  },
  {
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    "end": 432.82,
    "text": "Eine Fotogeneration weiter liefert die App Fuji ein ähnliches Bild der Vergangenheit mit digitalen Wasserzeichen, das die Oberfläche der Bilder von Kompaktkameras der Achtziger und Neunziger Jahre imitiert."
  },
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    "end": 439.3,
    "text": "Man kann da auch zum Beispiel Lichteinfälle also eigentlich einen defekten Film als Effekt über diese Bilder legen und setzen."
  },
  {
    "start": 440.78,
    "end": 447.98,
    "text": "Dass wir über ein komplexes Bildvokabular verfügen in den Gestaltungselemente von Fotografien samt Bedeutung vorhanden sind ist also nicht überraschend."
  },
  {
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    "end": 461.18,
    "text": "Spannend wird es dann wenn dies von Elementen der Farbe- und Schrift in unterschwellige Bereiche überführt wird optische Verzerrungen, chromatische Aberrationen, extreme Perspektivkorrektur, Anschnitte oder geringe Schärfentiefe."
  },
  {
    "start": 461.74,
    "end": 471.48,
    "text": "Kurz Elemente die nicht unmittelbar auf eine Charakteristik der Aufnahmesituation verweisen aber dennoch wertvolle Informationen über das Verhältnis der Aufnehmenden und der vorgefundenen Szene abbilden."
  },
  {
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    "end": 479.66,
    "text": "Diese Informationen – der Meinung bin ich – werden unterbewusst verarbeitet und von den meisten Betrachterinnen von Fotografien wahrgenommen und"
  },
  {
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    "end": 480.32,
    "text": "einsortiert.\"."
  },
  {
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    "end": 487.5,
    "text": "Sehen wir zum Beispiel eine Fotografie, in der Menschen in grellen Blitzlicht stehen und ein großer Nuier zur Bildebene."
  },
  {
    "start": 488.3,
    "end": 498.8,
    "text": "Gleichzeitig aber auch eine starke Verzerrung durch einen Weidwinkelobjektiv von vielleicht achtundzwanzig Bilder, Millimeter wahrnehmen so kann schnell den Eindruck eines ja einer fehlenden Distanz entstehen."
  },
  {
    "start": 499.94,
    "end": 514.9,
    "text": "Bruce Gillens Portrait Serie Face die ich nur kurz anreißen möchte hatte einen solchen Effekt Neben aufsehenserregenden Bildmotiven, Menschen deren Gesicht offentlich von Armut und teilweise auch Sucht gezeichnet war sind wieder brutalen Schärfe jeder Pore ausgesetzt."
  },
  {
    "start": 515.799,
    "end": 524.159,
    "text": "Das gleißende Blitzlicht das im Augenblick der Aufnahme sicher die porträtierte Person kurzzeitig erblinden ließ so sagt uns zumindest die körpereigene Erfahrung mit graem blitzlicht."
  },
  {
    "start": 525.14,
    "end": 533.44,
    "text": "Der offensichtlich unangenehm, nahgerückte Fotograf verstärkt den Eindruck die porträtierte Person hätte sich mindestens einmal während der Aufnahme unwohl fühlen müssen."
  },
  {
    "start": 534.06,
    "end": 546.74,
    "text": "Unsere eigene Altigkeit lässt uns noch dazu schließen dass der Akt der Veröffentlichung der Bilder der Personen die nicht im gängigen Schönheitsideal entsprechen eine weitere Unannehmlichkeit und Entlösungen für die Porträtiert person darstellt."
  },
  {
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    "end": 550.1,
    "text": "Entsprechend fallen auch die Kritiken der Bilder aus."
  },
  {
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    "end": 556.32,
    "text": "Sean O'Hagan von The Guardian kritisierte Gildensfotografien als grausam, inblössend beschämt."
  },
  {
    "start": 557.36,
    "end": 563.46,
    "text": "Joel Meirovitz, Marknumkollege von Gilden findet ähnliche Worte – er bezeichnet Gildin als aggressiven Mobber!"
  },
  {
    "start": 564.66,
    "end": 576.72,
    "text": "Durchsucht man Meirowitz, Portfolio nach Portrées findet man Subjekte die ähnlich eigenartige Gesichter haben aber aus einer freundlichen Distanz heraus die Aufmerksamkeit vom Silberblick den schiefen Zähnen und den Pickeln ablenken."
  },
  {
    "start": 577.24,
    "end": 581.96,
    "text": "Und inmitten der warmen Farben des Kodakrum-Films eine sanfte respektvolle Distanz abbilden."
  },
  {
    "start": 583.06,
    "end": 593.06,
    "text": "Sicher ist der Unterschied das Gill in die Marke herausstellt während meirowit sie verschwinden lässt und sogar unter der Idee von Schönheit subsumiert Die unangenehme Nähe, die wir zu den fotografierten Figuren haben."
  },
  {
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    "end": 614.2,
    "text": "Das schonungslose Blitzen in die geöffneten Augen und ein arges Gefühl der Bedrängnis dass wir aus dem Bildelementen heraus destillieren können also jetzt bei Giln nicht bei ihm sind auf unsere Fähigkeit zum Verknüpfen derer photographischen Elemente die wir im Bild sehen und unserer eigenen Erfahrungen wie diese Elemente erzeugt werden sowohl als Fotosubjekte und fotografierende Subjekte zurückzuführen."
  },
  {
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    "end": 619.32,
    "text": "das foto wird also nicht nur visuell wahrgenommen sondern voll empathisch über andere Sinne erschlossen."
  },
  {
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    "text": "Lange Rede, kurzer Sinn."
  },
  {
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    "end": 627.64,
    "text": "Fotografien transportieren mehr als nur die Summe ihrer abgebildeten inszenierten Gegenstände."
  },
  {
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    "end": 647.02,
    "text": "Fotografin vermitteln ihre Aufnahmeumstände und versetzen ihr zeitgenössischen Betrachter oder die zeitgenöstische Betrachten drin in die Position der Aufnehmenden solange die Fotografie mit niederschwelligen Material angefertigt wurde auf das die Betrachte selbst zugreifen können oder dass sie häufig sehen und mit einer gewissen Regelhaftigkeit des Kontextes einordnen können."
  },
  {
    "start": 648.5,
    "end": 656.12,
    "text": "Dieser Effekt ist in den Wissenschaften wenig erforscht worden und ich vermute dort als Ursache, dass oft schlicht und einfach das technische Wissen fehlt."
  },
  {
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    "end": 665.52,
    "text": "Also die eigene Praxis um Fotografie dahingehend professionell zu analysieren wird sehr wohl erkannt und genutzt von anderen Künstlerinnen, die nicht originär mit Fotografien arbeiten."
  },
  {
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    "end": 673.98,
    "text": "schon oder gerade in der Frühzeit der Fotografi wurden fotografische Bilder als Zeichen- und Malvorlage benutzt."
  },
  {
    "start": 674.68,
    "end": 683.72,
    "text": "Einige der bekanntesten Beispiele werden zum Beispiel Eugène de la Croix skitzen nach Fotos oder hier auch ein ganzes Bild nach einem Foto, die er sich von Eugéne Durillois anfertigen ließ."
  },
  {
    "start": 683.98,
    "end": 690.96,
    "text": "Oder Camille Cuorose Nutzung von fotografischen Vorlagen, die in seiner Malerei mit samt der Bildfehler des Vorlagenmaterials verwendete."
  },
  {
    "start": 691.34,
    "end": 702.28,
    "text": "Ich habe jetzt zwei Beispiele zusammengestellt, die im dem Fall keine direkte Paarungen sind aber es gibt in der frühen Glasplattenfotografien gewissen Hallationseffekt."
  },
  {
    "start": 702.7,
    "end": 710.24,
    "text": "Das heißt, wenn Licht auf die Glasplatte trifft, dann reflektiert sie sozusagen innerhalb dieser kleinen Millimeter dünnen Schicht zurück und gibt so eine Farbverfransung aus."
  },
  {
    "start": 710.58,
    "end": 720.54,
    "text": "Die Kami Coro... ich hoffe man kann das von der Distanz ungefähr erkennen aber da hat die in diese Baumwipfel reingemalt was total spannend ist weil es einfach in unserem optischen Eindruck nicht auftaucht."
  },
  {
    "start": 724.18,
    "end": 736.0,
    "text": "Dennoch können bei diesen beiden Malern nicht behauptet werden, dass ein gewisser übergeordneter Zweck oder eine notwendig ins fotografische gebundene Bildaussage hinter der Verwendung und gar eine Offenlegung von fotografischen Vorlagenstünde."
  },
  {
    "start": 736.6,
    "end": 752.16,
    "text": "Delacroix bekannte sich öffentlich zu der Beschleunigung die seine Arbeit durch das mechanische Anfertigen von Vorlagen insbesondere dem Posieren von Akten erfuhr reagierte aber nicht auf einen derzeit stattfindenden Fotografiediskurs über eine neue Wahrheit Die nun in seinen Bildern stattfinden könne."
  },
  {
    "start": 753.18,
    "end": 762.14,
    "text": "Kami Koroda gegen bediente in seiner Malerei und seiner malerischen Vorhergehensweise bereits das Bezeugen von Momenten, die insgesamt die Grundlage der Malerei der Naturalisten bildete."
  },
  {
    "start": 762.8,
    "end": 773.66,
    "text": "So war das hinzunehmen von fotografischen Vorlagen keine konzeptuelle Neuerung sondern ebenso wie bei Delacroix eine rein praktische Anwendung eines Materials dass in der Malerei bereits diskursiv erschlossen war."
  },
  {
    "start": 775.12,
    "end": 784.32,
    "text": "Fragen nach Wahrheiten die sich in gemalten Bildern verstecken wurden respektive in der Kunst des Naturalismus, des Realismus, Impressionismus und auch später im Kubismus verhandelt."
  },
  {
    "start": 784.92,
    "end": 790.94,
    "text": "Diese Fragen hatten also gewissermaßen Konkurs und sind vielleicht sogar ähnlich wichtig für das Malerische wie für das Fotografische."
  },
  {
    "start": 791.46,
    "end": 804.56,
    "text": "nur dass Malerei durch ihre deutlich längere Bestehensdauer eben auch ein deutlich diverseren Diskurs erfahren hatte als sie nicht einmal zweihundert Jahre alte Fotografie In der Zeitreise durch die Kunstgeschichte bis ins zeitgenössische Begegnungs."
  },
  {
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    "end": 810.26,
    "text": "einige Maler die ich überspringen möchte genannt seien Proforma die offensichtlichen Kandidaten Gerhard Richter und Franz Gerdsch."
  },
  {
    "start": 811.38,
    "end": 816.72,
    "text": "Für unser Anliegen drängen sich drei Figuren auf, die ich ein bisschen wild zusammengestückelt hatte."
  },
  {
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    "end": 821.16,
    "text": "Einfach nach vielen Recherche auf Messen habe ich nach vielen Leuten gesucht."
  },
  {
    "start": 821.96,
    "end": 824.82,
    "text": "Es sind Thomas Demand, Essie Wood und Claire Danyou."
  },
  {
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    "end": 836.26,
    "text": "Die zeitgenössischen Positionen sind unter dem Gesichtspunkt ausgewählt worden dass die Nutzung von fotografischen Vorlagen in ihrem Werk eine entscheidende Rolle spielt."
  },
  {
    "start": 837.12,
    "end": 841.56,
    "text": "Die Vorlagen verleiten in allen Arbeiten dazu, Misstrauen den Bild gegenüberzuentwickeln."
  },
  {
    "start": 842.14,
    "end": 849.76,
    "text": "Das Vertrauen in das was man als fotografisch zu erkennen meint wird gleichzeitig von dem Gefühl unterwandert dass etwas in der Darstellung nicht ganz korrekt ist."
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  {
    "start": 850.48,
    "end": 854.38,
    "text": "Dass das Medium das man betrachtet eben Fotografie und dann doch nicht Fotografi ist."
  },
  {
    "start": 855.26,
    "end": 860.94,
    "text": "die Informationen die man solchen Darstellungen ziehen möchte flackern und generieren ein Wächsierbild zwischen Evidenz und Täuschung."
  },
  {
    "start": 862.26,
    "end": 874.12,
    "text": "Demanz Nutzung von Fotografien und der Veränderung und Anpassung des Mediumes ist offenkundig Die Rekonstruktion fotografischer Bilder teils historischer Begebenheiten, die durch die Presse gingen in Pappe bereinigt von Menschen."
  },
  {
    "start": 875.16,
    "end": 878.98,
    "text": "Diese Bilder geben sich erst auf den zweiten oder dritten Blick als Konstruktion das Pappe zu erkennen."
  },
  {
    "start": 879.34,
    "end": 884.34,
    "text": "Lange vor dieser Erkenntnis vermutet man vorsicht die Fotografie einer etwas befremdlichen Alltagszene zu finden."
  },
  {
    "start": 885.32,
    "end": 890.18,
    "text": "Das etwas nicht stimmt oder sogar fehlt so möchte ich behaupten fällt nahezu allen Betrachterinnen auf."
  },
  {
    "start": 891.16,
    "end": 896.32,
    "text": "Die Vermutung vor einem Gemälde zu stehen kommt nicht auf die Idee ein fotografiertes Modell zu betrachten spät."
  },
  {
    "start": 897.34,
    "end": 903.98,
    "text": "Der visuelle Eindruck, der uns dazu verleitet eine Fotografie erster Hand vor uns zu sehen, lässt sich in der Fiktion von Perspektive finden."
  },
  {
    "start": 904.78,
    "end": 916.92,
    "text": "Schon Rodchenko nutze die Fähigkeit von Kameras – besonders solche, die mit weitwinkeligen Linsen ausgestattet waren – extremer ans abstrakte Grenzen des Zähnen zu erzeugen, da die Flucht der Linien sich mit sinkendem Wert der Brennweiten wortwörtlich zuspitzte."
  },
  {
    "start": 918.3,
    "end": 930.1,
    "text": "Diese Flucht der Linien, die sich in Fotografien dann besonders deutlich zeigen wenn man die Kamera schiefhält heißt nicht parallel zur horizontale oder vertikale ausgerichtet ergibt und er gab es sich nie logisch an anderen Medien der Darstellung."
  },
  {
    "start": 931.3,
    "end": 937.14,
    "text": "Sehen wir Perspektive verrechnen wie den Informationsgehalt der Abstände und Verhältnisse zu unserer Wahrnehmung im Raum."
  },
  {
    "start": 938.12,
    "end": 943.4,
    "text": "Künstler des fünften bis achzehn Jahrhunderts nutzten dieses Wissen, um findige Perspektivtricks zu gestalten."
  },
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    "start": 943.88,
    "end": 945.06,
    "text": "Etwa im Räume zu erweitern."
  },
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    "end": 948.36,
    "text": "Ich konnte es mir nicht nehmen lassen zwei Lieblingsbeispiele eigentlich mitzubringen."
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    "end": 949.82,
    "text": "wir haben hier einmal von Boromini diese."
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  {
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    "end": 953.54,
    "text": "man kann glaube ich sehr gut sehen wie die Perspektive Konstruktion funktioniert."
  },
  {
    "start": 954.36,
    "end": 962.2,
    "text": "das ist eben so eine Ja, extrem gestauchte Fiktion von dreißig Metern die sich da eigentlich visuell ergeben sind aber in Wahrheit nur acht."
  },
  {
    "start": 962.24,
    "end": 971.5,
    "text": "Wenn man das Ganze umdreht gibt es so eine Art Scheinriesen-Täuschung und hier Bramante Das ist vor Ort besonders eindrücklich."
  },
  {
    "start": 971.56,
    "end": 985.34,
    "text": "man kann glaube ich ganz gut erkennen auch dass es die erste architektonische ja Fiktionen von Perspektive In dem Fall malerisch Und das ist einfach ein komplett gemaltter Bildraum der sich da auftut Aber nur Nebenbei."
  },
  {
    "start": 987.12,
    "end": 998.26,
    "text": "Dies lässt sich auch an der Anwendung von Lochkameras ablesen, deren Aufbau lange mindestens bis der Foto-Operat erfunden wurde, orthogonal zum Boden gesetzt war und dadurch keine vertikalen Fluchten erzeugte."
  },
  {
    "start": 999.08,
    "end": 1015.06,
    "text": "Massen von mechanischen Skizzen und Illustration zeigen den immer gleichen Aufbau des Apparates in einer Weise die keine entsprechende Flucht nach oben oder unten zu erzeugen mochte Ob dies Produkt eines entsprechenden Verständnisses von Raumdarstellungen Menschliche Augensprach sein sollte oder andersherum."
  },
  {
    "start": 1015.18,
    "end": 1019.18,
    "text": "Sehrgewohnheiten produzierte, die für natürlich gehalten wurden seit zunächst dahingestellt."
  },
  {
    "start": 1019.96,
    "end": 1031.78,
    "text": "Wichtig ist, dass eine perspektivische Verzerrung in lang einer sogenannten Dreibpunktperspektive nicht üblich war und erst mit der Komprimierung von Fotoapparaten zu handlichen Größen den Experimentieren mit dem Bild der Kamera."
  },
  {
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    "end": 1043.76,
    "text": "Der Verbilligungen des einzelnen Fotos ganz wichtig im vermehrten Aufkommen von Amateurfotografinnen die teils gewisse Kompositionsregeln nicht einhielten da sie mit ihnen nicht vertraut waren aufkamen."
  },
  {
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    "end": 1052.78,
    "text": "Die Dreipunktperspektive ist also in ihrer Verbreitung ein Produkt des zwanzigsten Jahrhunderts und wird durch die Nutzung dieser dynamischen Konstruktion im Comic zum Beispiel weiterbefeuert."
  },
  {
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    "text": "Blickt man nun im Vergleich auf das Foto-Badezimmer von Thomas Dehmand, sieht man dort eigentlich vor allem schiefe Linien."
  },
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    "start": 1062.24,
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    "text": "Herr Forge wobendurch die Papierkacheln des nachgebauten Badezimmers."
  },
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    "text": "Diese schiefen Linien tauchen bei einigen Konstruktionen dementsauf besonders oder gerade deswegen bei den glaubwürdigsten Modellen."
  },
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    "text": "ich glaube es ergibt sich von selbst, was ich mit dieser Dreipunkperspektive meine."
  },
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    "text": "Das ist einfach leicht nach unten fluchtet an der Stelle und eben nicht die Parallelen zum Bildrahmen eingehalten sind."
  },
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    "text": "Issy Wood entlehnt eine andere fotografische Spur für ihre Malerei."
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    "text": "Die britische Künstlerin wird in verschiedensten Magazinen nicht nur für ihre malerei und musik gefeiert."
  },
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    "text": "sie wird mit den bildern diese erzeugt als eine repräsentantin ihrer generation gesehen."
  },
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    "end": 1108.86,
    "text": "Dieses Klischee, das gerne von Kurator Innen auf junge KünstlerInnen kaschiert wird und damit oft seine Bedeutung genauso schnell verliert wie sie auferlegt wurde, mag in diesem Fall tatsächlich zutreffen."
  },
  {
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    "text": "Issy Wood bedient sich an einer zeitgesichtigen Bildwelt."
  },
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    "end": 1127.34,
    "text": "Motive von ihr sind beispielsweise Collagen von gemalten Handifotos, Autointeriors Fotos von Modenschauen und das Selfie, dass offensichtlich mit den späten Millennials in der Generation Z Entverbindung gebracht wird ja quasi schon als synonym gesetzt wird."
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    "text": "Besonders ist dabei nicht nur die Nutzung von Vorlagen, die sich als offensichtlich fotografischen Ursprungs entpuppen."
  },
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    "text": "Sondern die sorgfältige Etablierungen einer Malweise, die sowohl die typischen Farben wie eine iPhone Kamera ausgibt als auch die Digitalkörnung imitiert."
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    "text": "Ich habe hier einmal einen Vergleich mit einer etwas früheren Kamera genommen und ich habe kein iPhone selbst und konnte diese Fotos nicht machen."
  },
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    "text": "Ich finde aber man sieht das irgendwie trotz dieser etwas schlechteren Projektion ganz gut dass diese Farben von dem Selfie von der Person, die ich aus dem Internet hab wirklich einfach malerein von ihr doppeln und die auch in Bildern, die zum Beispiel nicht eigentlich durch das iPhone geschläust wurden oder davon aufgenommen wurden immer wieder auftaucht."
  },
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    "text": "Sekunde Auch hier bedient unsere Einordnung gewisser fotografischer Produkte den gewünschten Effekt der Künstlerin."
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    "text": "Der Zoom mit dem Handy, die ungesättigten fast grauen Farben eine Unleutlichkeit der Kanten und Kontraste lassen die Motive als Rohre-Sultate von Langeweile oder Alltag erscheinen."
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    "text": "Und tragen das visuell interessante Bild an Inoui herein, dass auch mit der Selbstinszenierung der Künstlerin konvergiert."
  },
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    "text": "In der Detailansicht des Selbstparttaits IIII vermischt sich der Pinselduktus kleine gleichgroße Striche und Tupfer mit der Körnung eines iPhones – finde ich kann man hier wieder extrem gut erkennen, dass einfach der Auftrag wirklich so einen Digitalkorn sauber imitiert."
  },
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    "text": "Zum Abschluss möchte ich noch die Malerei."
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    "text": "sind hier Danos ins Auge nehmen, deren Bilder auf Natur zeigen, die von einer Fotografie abgemalt wurde, die aus einem Apparat kommt, der günstig oder zumindest veraltert zu sein scheint."
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    "text": "Danoswerke zeigen Landschaft mit viel blau, grün und weiß, Bilder, die so aus einer Digitalkamera, die vollautomatisch arbeitet und normalerweise als Point-und-Shoot bezeichnet würde kommen."
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    "end": 1244.3,
    "text": "Die Malereien, die teils auch wie Bilder von eingebauten Einparkkameras oder Türklingel-Kameras – wie sie in den USA verbreitet sind – erscheinen, erwirken eine kühle Distanz zu dem so sonnigen Motiv."
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    "end": 1254.4,
    "text": "Die Imitation eines überbelichteten Schattens, wie er bei dem Bild a picture like zu sehen ist, erzeugt den Eindruck einer trägen Mittagshitze aber suggeriert auch eine Erinnerung."
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    "text": "Verstärkt die Idee, das Bild wäre das Resultat der Aufnahme mit einer Point- und Shoot-Kamera."
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    "end": 1271.08,
    "text": "Und ruft so eine Idee vergangener Zeiten auf als diese kleinen Kameras noch nicht inflationär von Handykameras ersetzt worden waren."
  },
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    "start": 1272.3,
    "end": 1280.96,
    "text": "Verstärt wird dies über den Eindruck des blaue eines stark überblichteten Schattens in einer JPEG Datei zu sehen, der sich nicht über digitale Nachbearbeitung korrigieren lässt."
  },
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    "text": "Da habe ich tatsächlich... meine einzige Aufnahme selbst mitgebracht, die glaube ich da sehr gut abbildet was ich meine."
  },
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    "text": "Das Bild Aquarectangular Forest das auch das Resultat einer abgemalten Action Camp Fotografie sein konnte distanziert ähnlich Die flirrende Natur ist groteskverzerrt und lässt den Betracht irgendwie ratlos und auch in Fremde zurück."
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    "text": "Was ergibt sich nun aus den Werken dieser drei KünstlerInnen?"
  },
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    "end": 1318.38,
    "text": "Um endlich das Fazit einzuleiten, lässt sich feststellen wir sind im Stande fotografische Elemente wie Motiv und Medium voneinander zu trennen und im fertigen fotografischen Produkt abzuleiten."
  },
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    "end": 1332.38,
    "text": "Wie sich der Entstehungsprozess gestaltet hat Gewöhnungen an Fotografie deutet in der Antwort des Indexikalischer um führt dazu dass der Index bei bekannten Formen der Fotografien die nahezu jeder praktiziert und konsumiert auf die Technik verweist."
  },
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    "text": "MalerInnen und BildhauerInnen nutzen diese Informationen schon seit Jahren."
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    "text": "Und gehen damit so Behände um, dass man meinen könnte wir Fotoleute würden dies auch bereits tun."
  },
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    "text": "Um Fotografie heute zu verstehen müssen wir unseren Mitmenschen uns selbst ein größeres Foto-Technikvokabular zutrauen und lernen zurück zum Material der Apparate zu finden."
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    "text": "Danke!"
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    "text": "Wie weit reicht die Zeugenschaft eines Bildes und wo wird sie bewusst fingiert?"
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    "start": 1360.68,
    "end": 1367.4,
    "text": "Vielen Dank an Emma Rüter für diesen faszinierenden Blick auf das Verhältnis von Fotografie, Kunst und Glaubwürdigkeit."
  },
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    "start": 1368.4,
    "end": 1373.96,
    "text": "Es wird einmal mehr klar nur weil etwas aussieht wie ein fotografischer Beweis muss es noch lange kein Fakt sein."
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    "start": 1374.6,
    "end": 1378.24,
    "text": "aber genau in dieser Lücke entfaltet die Kunst ihre größte Kraft."
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    "end": 1386.62,
    "text": "Noch bis zum August ist die Preisträgeraustellung in Karlsruhe zu sehen."
  },
  {
    "start": 1386.82,
    "end": 1402.36,
    "text": "Und vom Elften bis zum thirteenth September sind wir dann in der Kunsthalle Düsseldorf auf der Kunstbuchmesse Between Books, danach auf der Frankfurter Buchmesse von siebten bis zum elften Oktober und werden dort wieder zahlreiche Foto-Buchtalks auf unserem Stand stattfinden lassen."
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    "start": 1402.86,
    "end": 1413.82,
    "text": "Wir geben auch wieder einen Ticketrabatt durch über unsere Newsletter also ganz schnell eintragen unter deutscherfotobuchpreis.de Ja und die Preisverlagerung ist am XXI."
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    "end": 1417.38,
    "text": "November in Regensburg."
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    "text": "Infos ihr wisst schon, demnächst hier mehr!"
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    "end": 1425.66,
    "text": "Selbstverständlich sind diese Informationen auch für euch zum Anklicken aufbereitet."
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    "end": 1431.34,
    "text": "Vergesst nicht den Podcast zu abonnieren um den Anschluss vielleicht nicht zu verpassen sozusagen."
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    "end": 1436.4,
    "text": "und wenn Euch die Folge gefallen hat lasst mir gerne eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcast da."
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    "text": "Vielen Dank bis hierhin fürs Zuhören."
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    "text": "Bleibt kritisch und bis zum nächsten"
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    "text": "Mal."
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