[
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    "end": 2.04,
    "text": "Donald Trumps."
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    "end": 4.96,
    "text": "Amerika setzt Putin derzeit gehörig unter Druck."
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    "end": 17.5,
    "text": "Sei es mit Zölden gegen wichtige Handelspartner, den Einsätzen gegen seine Schattenflotte oder auch durch den Vizepräsidenten – der gerade Deals mit Ländern abschließt, die strategisch eigentlich für Russland wichtig wären!"
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    "text": "Doch warum tut Trump das?"
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    "text": "Der ja immer wieder von seinem guten Verhältnis zur Putin schwärmt?"
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    "text": "und warum bleibt der Protest aus Moskau dabei so"
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    "text": "leise?!"
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    "text": "Fürchtet man sich vielleicht in Russland sogar vor Washington?"
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    "text": "Darüber sprechen wir heute mit Michael Thoman."
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    "end": 42.08,
    "text": "Er ist langjähriger Moskau-Korrespondent für die Zeit und Sachbuchautor, unter anderem von Werken wie Revanche oder eisiges Schweigenfluss abwärts."
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    "text": "Beide Werke beschäftigen sich intensiv mit Russlands Vorgehen im In- und Ausland."
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    "text": "Ich bin Daniel Regizekker das System des Tages der Nachrichten Podcast der Standard."
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    "text": "Herzlich willkommen zurück im Standard podcast Herr Thoman!"
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    "text": "Vielen Dank ich freue mich dass ich wieder dabei bin"
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    "text": "Herr Thumann, in mehreren Medienberichten ist derzeit die Rede davon das Russlands große Probleme beim Export von Öl hätte."
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    "text": "Das Wall Street Journal beispielsweise schreibt davon dass fast Hundertfünfzig Millionen Barrel Rohöl auf den Ozeanen herumschwimmen."
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    "text": "Was hat denn damit genau auf sich?"
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    "text": "woher kommt dieses Problem?"
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    "text": "Das Problem kommt aus zweierlei Gründen."
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    "text": "Es gibt einen Grund, der hat sehr viel mit Russland zu tun und einen Grund hat mit dem Weltölmarkt zu tun."
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    "text": "Also erstens es gibt auf dem Ölmarkt genügend Öl."
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    "text": "Deshalb springen auch die Preise nicht in die Höhe wenn der amerikanische Präsident darüber nachdenkt ob er Iran angreift."
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    "text": "da wären in früheren Zeiten der Ölpreis wäre schon explodiert."
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    "end": 121.38,
    "text": "Aber da China aufgrund seiner inneren Krise weniger verbraucht, weniger kauf allerdings in seine Reserve einkauft derzeit auch westliche Staaten weniger Öl brauchen als zu Zeiten wo die Konjunktur noch richtig rund lief ist insgesamt die Nachfrage geringer."
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    "end": 126.66,
    "text": "und jetzt kommt noch Venezuela das allmählich wieder anfängt auf die Märkte zu liefern."
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    "end": 128.34,
    "text": "Das heißt also erstens genügend Öl."
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    "end": 135.54,
    "text": "Zweitens Russland spürt jetzt die Folgen der verschiedenen Sanktionsmaßnahmen."
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    "end": 144.519,
    "text": "Da ist natürlich erstens zu nennen der Ölpreisdeckel, zweitens die Jagd auf die Schattenflotte."
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    "end": 152.92,
    "text": "es werden immer mehr Tanker die unter russischer oder unter fremder Flagge für Russland fahren werden aufgebracht."
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    "end": 163.56,
    "text": "die Unsicherheit darüber Ob man vielleicht in irgendeiner Form gestoppt wird, wenn man für Russland unterwegs ist, sorgt dafür dass auch weniger Räder oder Schiffshalter sich dafür entscheiden."
  },
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    "end": 167.06,
    "text": "Und das Dritte was ganz wichtig ist, ist Indien!"
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    "end": 177.64,
    "text": "Ist ja seit dem Jahr-Zweitersohn-Zwei-Nzwanzig zu einem der großen Importeure russischen Öls zu billigen Preisen aufgetaucht und hat sich richtig etabliert als Käufer russischen Öls."
  },
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    "start": 177.7,
    "end": 181.5,
    "text": "Und auf Indien übt Donald Trump jetzt seit geraumerweise Druck"
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    "text": "aus,"
  },
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    "end": 200.679,
    "text": "seit geraumaweile damit die in der weniger Öl kaufen und insgesamt das dazu geführt dass Russland weniger Öle exportiert, dass jetzt sogar in Russland auch in der Projektion, in die nähere Zukunft weniger Öl gefördert wird."
  },
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    "end": 207.78,
    "text": "Weil eben einfach draußen genügend russisches Öl zum Verkauf steht und das immer zu Dumping-Prisen muss man eben auch sagen Ich"
  },
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    "end": 214.88,
    "text": "glaube wir können uns das in Europa relativ wenig vorstellen wie wichtig dieser Export von Öl ist wenn man es auf die Gesamtwirtschaft rechnet."
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    "end": 221.04,
    "text": "Wie sehr leidet denn tatsächlich die russische Wirtschaft unter diesen Mischmarsch an Problemen den sie uns gerade geschildert haben?"
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    "text": "Für"
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    "end": 229.78,
    "text": "die russischen Staatseinnahmen ist Öl der größte einzelne Einkommensfaktor."
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    "end": 238.54,
    "text": "Und zwar die ja quasi Staatsunternehmen, die das Öl fördern und die es dann wiederum auch exportieren."
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    "end": 242.4,
    "text": "Die Zahlen natürlich dann steuern in den Staatshaushalt."
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    "end": 245.459,
    "text": "Das ist also so weit ein ganz, ganz wichtiger Faktor."
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    "end": 250.98,
    "text": "Und eben wenn man alle Waren in Betracht zieht, die Russland so anzubieten hat."
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    "text": "An seltenen Mineralien, an Rohstoffen aller Art."
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    "end": 274.18,
    "text": "Öl ist für sich einfach der größte einzelne Faktor und insoweit ist hiermit durch westliche Sanktionen aber eben auch die Umstände in der Weltwirtschaft gerade das wichtigste russische Exportprodukt betroffen."
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    "end": 281.7,
    "text": "Sie haben vorher schon China angesprochen, da gibt es immer wieder Berichte darüber eben das China dieses Öl zu Dumpingpreisen abnehmen würde."
  },
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    "end": 292.54,
    "text": "Wenn man sich's mehr oder weniger aussuchen kann die günstige Tankstelle für die Chinesen hat glaube ich mal eben ein deutsches Medium geschrieben Kann China diesen Verlust anderer Regionen jetzt irgendwie kompensieren?"
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    "end": 293.02,
    "text": "Oder nicht?"
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    "text": "darf Ich der nachfragen verlust Anderer Regionen?"
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    "text": "Sie"
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    "text": "meine die Probleme Die ich angesprochen habe eben beispielsweise Indien mit der Zolldrohung von den USA oder eben einfach der Wegfall, das so viel Öl auf dem Markt ist."
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    "text": "Kann China das Problem Russlands kompensieren?"
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    "text": "Machen wir es vielleicht so."
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    "text": "Ja, Russland kann das Problem nicht kompendieren aber China kann Russland helfen."
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    "text": "die Chinesen können nicht alles abnehmen was die Russen produzieren."
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    "end": 335.82,
    "text": "Aber sie sollen auch jetzt in den letzten sechs Wochen, wo die Inder weniger importiert haben und wo man an den Kennzahlen in Indien sieht dass dort weniger russisches Öl verarbeitet wurde."
  },
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    "end": 340.74,
    "text": "In den dortigen Raffinerien da ist der Import russischen Öls nach China gestiegen."
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    "start": 340.82,
    "end": 357.98,
    "text": "das heißt also es ist den Russen gelungen dann eben Tanker um zu leiten die dann in China gelöscht wurden Und die Chinesen nehmen das auf Nähere Zahlen oder das nachgeprüft hätte in China."
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    "end": 378.06,
    "text": "Das ist sehr, sehr schwer möglich aber man kann aus dem wie die Chinesen im vergangenen Jahr mit ihren Öreserven umgegangen sind sehen dass sie zwar nicht mehr öl wirklich brauchen Aber Öl zu absoluten Dumpingpreisen brauchen sie insofern, als die gerade dabei sind eine große Öleserve aufzubauen."
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  {
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    "end": 382.6,
    "text": "Zu welchen Zwecken auch immer darüber können wir nur spekulieren."
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    "end": 388.9,
    "text": "aber im Prinzip ist es kein gutes Zeichen wenn ein Staat eine übergroße Öleserver aufbaut."
  },
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    "end": 397.4,
    "text": "das heißt nämlich dass er sich auf eine Krise einstellt und eine Kriese könnte China wie wir wissen ja aus selber vom Zaun brechen eben um Taiwan."
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    "text": "Es ist unklar zu welchem Ziel, aber sie bauen sich gerade diese Reserve auf."
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    "text": "Ich glaube allein dieser Reserve würde einen eigenen Podcasts fühlen."
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    "end": 412.88,
    "text": "darüber werden wir wohl sicher auch hier bei Thema des Tages noch einmal ausführlicher sprechen."
  },
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    "end": 420.88,
    "text": "wenn man zurück Russland an sich zurückkommen das Vorgehen der USA gegen die sogenannte Schattenflotte Das ist ja auch grad immer wieder Thema."
  },
  {
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    "end": 422.42,
    "text": "wie schmerzhaft ist dass."
  },
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    "end": 422.88,
    "text": "Das ist."
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    "end": 424.46,
    "text": "schmerzhaft aus zweierlei Gründen."
  },
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    "end": 448.8,
    "text": "Also erstens weil es Unsicherheit schafft und weil das tatsächlich beim Aufbringen eines Tankers, eines russischen der Foe-S unter anderer Flagge und dann schließlich am Ende als die amerikanische Küstenwache hinter dem Heerverquer über den ganzen Atlantik da haben sie dann schliesslich die russische Flagge gehisst Weil Sie annahmen dass würde dann doch die amerikanische Küstenwacher davor abschrecken dieses russisches Schiff aufzubringen."
  },
  {
    "start": 449.52,
    "end": 450.74,
    "text": "Da hat die aber nicht gestört."
  },
  {
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    "end": 473.64,
    "text": "Die sind da trotzdem rauf und das wiederum ist natürlich für die Russen sehr schmerzhaft, dass sich die Amerikaner dann gewissermaßen nicht an die Etikette und allmächtigen Großmächten halten zu sagen Na den Russen steigen wir besser nicht aufs Deck Und damit müssen die Russinnen nun damit rechnen Dass die amerikaner das immer wieder machen."
  },
  {
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    "end": 483.56,
    "text": "die amerikane sind auch was iranische tanke Öl, das illegal aus Venezuela – aus amerikanischer Sicht illegal muss man sagen."
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    "text": "Aus Venezuela exportiert wurde."
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    "text": "auch solche Tanker bringen sie auf."
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  {
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    "end": 498.04,
    "text": "Das heißt also dass amerikanische Vorgehen derzeit gegen Schattenflotten aller Art ist ziemlich robust und das betrifft die Russen stark."
  },
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    "text": "Was ich mich da beim Lesen der Lektüre gefragt habe Warum erst jetzt?"
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    "text": "Ich meine, diese Schattenflotte gab es auch schon vor Donald Trump."
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    "text": "Warum hat das so lange gedauert bis man draufgekommen ist?"
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    "text": "Naja da könnte man von Seiten Amerikaner was machen."
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    "end": 523.86,
    "text": "Das hängt damit zusammen dass man einfach sehr lange gebraucht hat bis man sich der Frage bewusst war wie sehr dieser Schatten Flotte den Russen nützt."
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    "text": "Das übrigens gilt ja für sämtliche Maßnahmen."
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    "end": 537.52,
    "text": "grundsätzlich muss man sagen dass Russland sich in diesem Krieg gegen die Ukraine anders als wir dachten, in vielerlei Hinsicht als sehr flexibel erwiesen hat."
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    "end": 561.24,
    "text": "Die Art und Weise wie sie den Rubel stabilisiert haben teilweise brutalen Kapitalkontrollen Wie Sie die Armee adaptiert haben angepasst haben an immer neue Situationen wie sich auf Drohnen eingestellt haben Und das gilt eben auch für diese Schattenflotte was im Grunde genommen ja auch dann eine russische Reaktion war um auf westliche Sanktionen zu reagieren und damit umzugehen."
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    "text": "Man war im Westen immer langsam da nachzuziehen und in irgendeiner Form zu überlegen, wie können wir jetzt wiederum diesen russischen Schritt konterkarieren?"
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    "text": "Das ist durchaus in Einzelfällen dann schon passiert."
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    "text": "In der letzten Phase von beiden aber man hat sich im Grunde immer darauf beschränkt halt so sagen Wir sanktionieren."
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    "text": "Dinge hat auch damit zu tun, dass man natürlich in der beiden Administration noch etwas von dem Recht und dem internationalen Recht und internationalen Geplogenheiten hielt."
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    "text": "Und natürlich auch von den Vereinten Nationen."
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    "end": 624.819,
    "text": "Da gibt es auf Englisch abgekürzt Unklos mit C. Unkloss ist das internationale sehr recht in dem natürlich auch festgelegt ist und wo sich die Teilnehmerstaaten darauf geeinigt haben, dass man eben nicht mal so mir nichts dir nichts auf den internationalen Meeren einen Tanker aufbringen kann stoppen kann geschweige denn ändern kann."
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  {
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    "text": "Und da muss man halt sagen der hat Donald Trump und auch der sogenannte Kriegsminister Hexneth das Äntern von Tankern und Schiffen im Netz präsentiert."
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    "text": "Und sagt, wir werden noch härter zuschlagen und so weiter."
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    "text": "Wenn man dann fragt durch welches Recht ist es eigentlich gedeckt?"
  },
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    "end": 647.339,
    "text": "Dann stellt man fest durch gar nichts."
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  {
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    "end": 654.66,
    "text": "Das heißt also der Respekt vor dem internationalen Seerecht war halt unter der beiden Administration ein anderer."
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  {
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    "text": "allerdings sehen wir gerade wie sich Dinge eben auch grundsätzlich verändern mit dem Blick auf den finnischen Meerbusen."
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  {
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    "text": "Aus den Häfen Ostluga bei St."
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  {
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    "end": 671.98,
    "text": "Petersburg, St.Petersburg selber viele mit russischem Öl beladene Tankerstarten."
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  {
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    "text": "die fahren dann an Finnland zwischen Finnland und Estland vorbei."
  },
  {
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    "end": 681.699,
    "text": "Wenn die dort halt in Küstengewässer geraten, dann kann man sie eben auch tatsächlich ändern."
  },
  {
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    "text": "Die Finnen haben davon schon einige Male Gebrauch gemacht."
  },
  {
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    "end": 692.939,
    "text": "Sie haben unter anderem auch davon gebraucht macht als in einem Falle die Besatzung zustimmte, dass die finnische Küstenwache an Bord kommen könne."
  },
  {
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    "end": 703.819,
    "text": "Das heißt also von europäischer Seite geht man mittlerweile etwas robust dazu vor aber erhält sich noch an das internationale Recht anders als die Amerikaner."
  },
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    "text": "Wo bleibt denn eigentlich der große Protest von Seiten Moskau?"
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  {
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    "text": "Man könnte sich hier vorstellen, dass man sich sowas nicht gefallen lässt."
  },
  {
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    "end": 723.88,
    "text": "Was die Finn angeht ist der Protest natürlich sofort ganz laut und hörbar und schlägt sich dann nieder in diplomatischen Notenaustausch und Botschafter Einbestellung."
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    "text": "aber im Falle der Amerikaner Ist es etwa im Falle des russischen Schiffes, das im Januar aufgebracht wurde?"
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  {
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    "end": 744.36,
    "text": "Im Nordatlantik und geändert worden von der amerikanischen Küstenwache beschränkte sich das Ganze auf Lavrov den russisch außenminister Sergej Lavrov."
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    "end": 747.66,
    "text": "Der sagte dass Verstieße gegen das internationale Recht."
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    "text": "Das hatte aber mehr so etwas Protokollhaftes."
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    "text": "Wir geben da eine Protokollenotiz ab und die geht in die Akt, folgt aber nichts weiter draus."
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    "text": "Vladimir Putin hat sich dazu überhaupt nicht geäußert... Und es ist ganz offensichtlich, dass Putin es vermeidet."
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    "text": "Ganz anders als bei Joe Biden."
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  {
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    "end": 776.56,
    "text": "wäre Joe Biden noch an der Regierung und sowas wer passiert hätte er Ceta und Mordio geschrien."
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    "start": 778.28,
    "end": 786.78,
    "text": "in diesem Fall hat er einfach geschwiegen weil ihm so viel an Donald Trump liegt und da ist ihm dann ein Tank mehr oder weniger nicht so wichtig."
  },
  {
    "start": 787.3,
    "end": 789.4,
    "text": "Auf diesen Punkt kommen wir gleich noch zu sprechen."
  },
  {
    "start": 789.48,
    "end": 794.92,
    "text": "warum denn diese Reaktionen Verhalten ausfallen, da gibt es noch andere Beispiele auch über die wir mal sprechen."
  },
  {
    "start": 795.36,
    "end": 805.339,
    "text": "Was ich mich allerdings frage ist wenn man sich hier quasi nicht zumindest rhetorisch zu wehr setzt verliert man nicht wahnsinnig viel von seiner Glaubwürdigkeit?"
  },
  {
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    "end": 810.56,
    "text": "Stichwort Abschreckung muss ja auch Reaktionen glaubwürdig hervorbringen sonst bringt's nichts."
  },
  {
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    "text": "Ja das ist in der Tat."
  },
  {
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    "end": 824.56,
    "text": "wenn die Russen weiter sag' ich mal so Zahnlos darauf reagieren, dann besteht in der Tat die Gefahr dass sozusagen da ein Abschreckungsmoment verloren geht."
  },
  {
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    "end": 827.3,
    "text": "Übrigens auch das sich dann recht verschiebt."
  },
  {
    "start": 827.719,
    "end": 828.92,
    "text": "Das muss man ja auch sagen."
  },
  {
    "start": 828.98,
    "end": 833.9,
    "text": "also nicht dass die Russen jetzt die Gralshüter des internationalen Rechtes wären, das läge ihnen ganz fern."
  },
  {
    "start": 834.62,
    "end": 844.26,
    "text": "aber sicherlich sind sie natürlich immer sehr darauf erpicht auf das internationale Recht zu pochen, wenn es um sie selbst und ihre eigenen Interessen geht."
  },
  {
    "start": 844.42,
    "end": 848.98,
    "text": "Das internationale Recht so als Baukasten aus dem man sich mal gelegentlich bedient."
  },
  {
    "start": 849.04,
    "end": 863.14,
    "text": "Also und wenn man darauf eben wiederholt nicht besteht dann wächst die Gefahr dass man da halt eben einfach auch angestammte Gewohnheiten an gestammtes recht verliert."
  },
  {
    "start": 863.24,
    "end": 871.12,
    "text": "ich muss allerdings sagen das ist am ende natürlich die amerikaner Wie ich denke auch ihre eigenen Grenzen."
  },
  {
    "start": 871.92,
    "end": 891.56,
    "text": "Sie wissen, dass sie jetzt nicht alle russischen Tanke aufbringen können also... Ich glaube es gibt sozusagen da mehr unklagezogene Linien aber doch ein Verständnis das man ist auch nicht übertreibt um halt eben Putin dann entsprechend nicht aus seinem Schweigen heraus zu drängen."
  },
  {
    "start": 892.38,
    "end": 900.579,
    "text": "Aber die Amerikaner behalten sich das halt eben vor und insofern haben die Russen dort ein, wie ich finde derzeit, taktischen Nachteil."
  },
  {
    "start": 900.76,
    "end": 911.06,
    "text": "Ich würde gerne noch über einen weiteren Punkt mit Ihnen sprechen, den Sie in einem Artikel von Ihnen erwähnen, von dem ich zugegebenermaßen im Vorfeld noch nie etwas gehört habe – das scheint total an mir vorbei gegangen zu sein!"
  },
  {
    "start": 911.64,
    "end": 919.68,
    "text": "Nämlich Jady Vance, also der Vizepräsident dessen geopolitischen Manöver-Aktionen nennen Sie es wie sie wollen im Kaukasus."
  },
  {
    "start": 919.92,
    "end": 922.839,
    "text": "Genauer gesagt geht's da um Armenien und Aserbaidschan."
  },
  {
    "start": 923.4,
    "end": 924.98,
    "text": "Können Sie uns das etwas näher bringen?"
  },
  {
    "start": 925.06,
    "end": 933.14,
    "text": "Warum Sie in Ihrem Text auch schreiben dass das Russland in der Theorie eigentlich fürchterlich provozieren müsste aber wie gesagt die Reaktion wieder ausbleibt?"
  },
  {
    "start": 933.42,
    "end": 952.3,
    "text": "Der Süd-Kaukasus ist ja für Russland eine Region, die sie eigentlich klassischerweise als Hinterhof betrachten und das spätestens mit dem Beitritt oder unfreundlicher gesagt Annexion Georgiens Anfang des neunzehnten Jahrhunderts."
  },
  {
    "start": 953.04,
    "end": 975.699,
    "text": "Das da im Mitteil des russischen Reiches war der weiteren Reichserweiterung dann um Armenien, um das was heute Aserbaycan ist usw.. Gebiet, das sich ja schon Ende der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts von der Sowjetunion gelöst hatte ist trotzdem ein ganz, ganz wichtiges Interessengebiet der Russen geblieben."
  },
  {
    "start": 975.819,
    "end": 986.98,
    "text": "Und das kann man daran ablesen dass die russische Armee in Armenien eine Basis in Gumri in Armenian unterhält, die sehr, sehr wichtig ist für die Russen."
  },
  {
    "start": 987.74,
    "end": 996.98,
    "text": "Dass die Russen nach dem Waffenstillstand zwischen Armenien und Azerbaijan, da hat es damals diesen vergleichsweise kurzen Krieg gegeben den die Armenia verloren hatten."
  },
  {
    "start": 997.52,
    "end": 1014.099,
    "text": "Dass die Russe dann Friedensgruppen gestellt hatten für einige Jahre, die sind jetzt wieder weg weil sie dort vor Ort auch muss man einfach sagen versagt hatten als Azerbaijan sich Karabach zurückholte was mal Teil des aserbajanischen Staatsgebietes war."
  },
  {
    "start": 1014.579,
    "end": 1016.04,
    "text": "so langer Rede kürzer Sinn."
  },
  {
    "start": 1016.62,
    "end": 1018.54,
    "text": "Russland Ist dort sehr präsent?"
  },
  {
    "start": 1018.64,
    "end": 1020.439,
    "text": "Es ist auch wirtschaftlich sehr präsent."
  },
  {
    "start": 1020.64,
    "end": 1035.92,
    "text": "Wir sehen am Beispiel Georgians und seiner zunehmend autokratischen Regierung, wie sich Georgien immer mehr an Russland orientiert nachdem es sich vor zehn und zwanzig Jahren, dreißig Jahre von Russland stark weg bewegt hat."
  },
  {
    "start": 1036.5,
    "end": 1048.159,
    "text": "aber Russland ist immer ein Orientierungsmerkmal für diese Staaten dort Und es gibt starke wirtschaftliche Abhängigkeiten, gerade bei Georgien und gerade bei Armenien."
  },
  {
    "start": 1049.48,
    "end": 1051.02,
    "text": "Jetzt müssen wir noch auf J.D."
  },
  {
    "start": 1051.159,
    "end": 1051.84,
    "text": "Vance kommen."
  },
  {
    "start": 1054.58,
    "end": 1067.7,
    "text": "Was daran so bemerkenswert ist, dass der amerikanische Vizepräsident – nicht irgendein Undersecretary of State for Europe oder so, sondern eben den amerikanischen VizEPräsiden."
  },
  {
    "start": 1068.5,
    "end": 1071.379,
    "text": "kein Geringerer als der sich auf eine Reise macht."
  },
  {
    "start": 1071.58,
    "end": 1077.46,
    "text": "Und dort Baku, als er bei Jan und jede Wahn Armenien besucht hat."
  },
  {
    "start": 1078.52,
    "end": 1082.92,
    "text": "Er hat zunächst einmal in Armenien... Es gibt verschiedene Verträge."
  },
  {
    "start": 1083.06,
    "end": 1104.659,
    "text": "wir wissen nicht alles was verabredet wurde aber was wir wissen ist das es Abkommen mit Moranten auf Understanding gegeben hat darüber dass die Amerikaner Für Milliardenum-Reaktoren liefern wollen Nuklearreaktoren kleinerer Größe an die Armenien."
  },
  {
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    "end": 1107.58,
    "text": "Und da sieht man dann, inwieweit das russische Interessen berührt."
  },
  {
    "start": 1107.96,
    "end": 1114.74,
    "text": "Ross Atom der große russischen Nuklearkonzern betreibt ja dort ein großes Kernkraftwerk."
  },
  {
    "start": 1114.84,
    "end": 1118.56,
    "text": "Das heißt ist es die Amerikaner gehen direkt in diesen Bereich hinein?"
  },
  {
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    "end": 1126.18,
    "text": "Und in Armenien wird eben nun auch offen darüber diskutiert, dass man diesen Reaktor dann vielleicht irgendwann noch gar nicht mehr brauche."
  },
  {
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    "end": 1139.36,
    "text": "Das bedeutet, dass die Amerikaner hier den Russen eine direkte Konkurrenz aufbauen und das eben dann auch noch in dem von den Russensowal genommenem Hinterhof – obwohl es ja eigentlich um unabhängige Staaten handelt!"
  },
  {
    "start": 1139.42,
    "end": 1141.74,
    "text": "Und das Interessante ist hier die russische Reaktion."
  },
  {
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    "end": 1154.08,
    "text": "Die sagten nämlich dann, da hat sich dann Piskof, Dimitri Piskov der Sprecher des russischen Präsidenten zu geäußert und hat gesagt ja das sind souveräne Staaten."
  },
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    "start": 1154.18,
    "end": 1159.06,
    "text": "Und die können natürlich auch ihr souveränes Recht wahrnehmen mit anderen Staatenverträgen einzugehen."
  },
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    "start": 1159.8,
    "end": 1168.1,
    "text": "Das war auch wieder so eine Laumannantwort, die ganz klar auf ein Peasment der amerikanischen Seite zielte."
  },
  {
    "start": 1168.62,
    "end": 1179.399,
    "text": "Und man wollte natürlich nun den geliebten JD Vans, der die Europäer immer perfekt ärgern kann ausgerechnet denen jetzt nicht verstören und insofern äußert man sich dann superdiplomatisch."
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    "end": 1183.74,
    "text": "aber selbstverständlich nervt das die Russen ungeheuerlich."
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  {
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    "end": 1188.54,
    "text": "was mich daran so irritiert beziehungsweise nicht verstehe es, es nervt einen."
  },
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    "end": 1199.96,
    "text": "Gut man will jetzt niemanden verkraulen aber Freundschaften in der oder wie gesagt Laune in der Geopolitik spielen ja vielleicht eher weniger eine große Rolle als man vielleicht annehmen würde."
  },
  {
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    "end": 1203.379,
    "text": "also die Frage die ich mir schon stelle ist warum haut man nicht auf den Tisch?"
  },
  {
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    "end": 1205.899,
    "text": "hat man in anderen Situationen gemacht?"
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    "end": 1211.8,
    "text": "Vielleicht gucken wir uns das zweite Beispiel Azar Baija nochmal an um das zu erklären."
  },
  {
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    "end": 1215.76,
    "text": "In Azerbaijan ist also Folgendes passiert, da ist dann J.D."
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  {
    "start": 1215.899,
    "end": 1227.32,
    "text": "Vance weitergeflogen nach Baku und hat mit den Asabajanern, mit dem asabajaneschen Präsidenten Aliyev einen Vertrag über strategische Partnerschaft unterschrieben."
  },
  {
    "start": 1227.54,
    "end": 1231.139,
    "text": "Da wissen wir jetzt auch nicht in jedem Detail was da vereinbart wurde."
  },
  {
    "start": 1231.379,
    "end": 1243.96,
    "text": "aber offenbar geht es eben Vor allem auch um strategische Hilfe und strategische Lieferung unter anderem von Waffen, die Amerikaner wollen offenbar den Azerbaijanern helfen."
  },
  {
    "start": 1244.06,
    "end": 1250.1,
    "text": "Auch ihre Küstenlinie etwas besser zu schützen Da kommt wieder Russlands ins Spiel."
  },
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    "start": 1250.36,
    "end": 1269.5,
    "text": "Also wenn man sich die Stadt Baku vom Kaspischen Meer anschaut, dann liegt sie da eigentlich wie so ein offenes Buffet von dem man sich bedienen kann, weil man mit einem Kriegsschiff davor fährt und diese Abscheron-Halbinsel im Kaspischem Meer, wo Baku liegt... Und man könnte es eben auch bestens beschießen!"
  },
  {
    "start": 1270.26,
    "end": 1273.399,
    "text": "Um diese Verwundbarkeit wissen die Azerbaijaner sehr gut."
  },
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    "start": 1274.24,
    "end": 1294.8,
    "text": "Die Aserbaidana sind seit vor vergangenem Neujahr, also Ende im Jahr mit den Russen eigentlich in einer Rutschen von einer diplomatischen Krise in die andere haben Ärger über ein von den russens abgeschossenes aserbaidianisches Passagierflugzeug."
  },
  {
    "start": 1294.94,
    "end": 1298.659,
    "text": "Wofür sich die Russen nie richtig angemessen entschuldigt haben?"
  },
  {
    "start": 1299.72,
    "end": 1305.92,
    "text": "und Putin nur mal so ein bisschen was brummelte, was nie ausreichend war wo die Kompensationen ungeklärt sind."
  },
  {
    "start": 1306.52,
    "end": 1314.82,
    "text": "Es geht über Verhaftung von aserbajanischen Staatsbürgern in Russland und dann im Gegenzug auch in Aserbaycan russischer Staatsbürger dort."
  },
  {
    "start": 1314.879,
    "end": 1335.1,
    "text": "das heißt es gibt dort viel diplomatischen Ärger und Die Russen haben aber die ganze zeit aufgepasst dass sie Anders als sie es zum Beispiel gegenüber baltischen Staaten oder anderen Staaten exerzieren, sich sehr zurückgehalten und immer versucht das Ganze nicht eskalieren zu lassen."
  },
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    "start": 1335.159,
    "end": 1335.42,
    "text": "Warum?"
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  {
    "start": 1335.94,
    "end": 1355.54,
    "text": "Also bei Jan ist einfach enorm wichtig weil es in Korridor-Landentransportland ist für Energieexporte auch aus Zentralasien, weil es selber ein Export Land ist von Gas nach Europa und insoweit Einfach ein wichtiger und eigenständiger Spieler, der ziemlich wieder borstig ist."
  },
  {
    "start": 1355.78,
    "end": 1357.74,
    "text": "Und Moskau immer wieder die Stirn bietet."
  },
  {
    "start": 1360.08,
    "end": 1365.68,
    "text": "zu halten, Azar-Bajan in irgendeiner Form nicht komplett zu verlieren und trotzdem die Interessen durchzusetzen."
  },
  {
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    "end": 1369.74,
    "text": "Was man eben früher einfach mit Kanonenbootpolitik machen konnte."
  },
  {
    "start": 1369.8,
    "end": 1384.82,
    "text": "also man konnte einfach den Azar Bajanan sagen gut wenn der nicht wollt wie wir dann fahren wir einfach mit dem Schlachtschiff dass wir aus Astrakhan in Russland starten am kastbischen Meer bei euch im Baku vor und dann werdet ihr schon mal sehen so das alles wird zunehmend schwieriger für die russien."
  },
  {
    "start": 1384.86,
    "end": 1394.36,
    "text": "das heißt Ihnen rutscht eigentlich diese Gegend Armenien, was total abhängig war von Russland noch vor wenigen Jahren und Azerbaijan."
  },
  {
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    "end": 1395.48,
    "text": "Rutscht ihnen halt weg!"
  },
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    "start": 1396.22,
    "end": 1410.18,
    "text": "Und wenn sie laut protestieren und wenn Sie sozusagen mit der Faust auf den Tisch schlagen, wie Sie sagen eben... Dann sagen sich die Erstarbeiter an, okay dann laden wir die Amerikaner gleich nochmal ein."
  },
  {
    "start": 1410.32,
    "end": 1417.5,
    "text": "oder wir sind morgen in Washington und schließen uns immer mehr Washingden an unter ganz anderen Vorzeichen als das früher gewesen wäre."
  },
  {
    "start": 1417.56,
    "end": 1423.6,
    "text": "Also wir treten da nicht im Westen bei oder schlupfen irgendwie unters NATO-Dach sondern nein!"
  },
  {
    "start": 1423.659,
    "end": 1440.159,
    "text": "Wir lassen uns einfach bilateral mit dieser neuen autoritären amerikanischen Regierung ein Und das ist etwas, was natürlich den Russen überhaupt nicht passt und deshalb sind sie da jetzt in diesem zwischen vorsichtigen Taktieren ohne mächtiger Wut so ein wenig gefangen."
  },
  {
    "start": 1440.24,
    "end": 1442.0,
    "text": "Ganz schwierige Situation für Moskau."
  },
  {
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    "end": 1451.62,
    "text": "Das heißt für diese Länder ist es ein Amerika unter Donald Trump durchaus auch attraktiver als gute Verhältnisse mit Moskauer verstehe ich dass der richtig."
  },
  {
    "start": 1451.68,
    "end": 1455.879,
    "text": "das wäre auch etwas das wohl unter Joe Biden oder einem anderen Vorgänger so nicht funktioniert hätte?"
  },
  {
    "start": 1456.36,
    "end": 1462.5,
    "text": "Nee unter Joe Beiden wäre es gewissermaßen klassisch gewesen."
  },
  {
    "start": 1462.7,
    "end": 1480.18,
    "text": "Also natürlich, die Amerikaner hatten immer auf diese Region geschaut und unter früheren Präsidenten waren dort eben tatsächlich so Undersecretaries of State unterwegs oder Stellvertreten aus dem Minister- oder Abteilungsleiter im State Department in Washington."
  },
  {
    "start": 1480.3,
    "end": 1489.08,
    "text": "Die waren da immer irgendwie unterwegs aber eben so gewichtig mit Verträgen und das dann auch so überraschend, dass haben die dort nicht oft gesehen."
  },
  {
    "start": 1489.28,
    "end": 1505.44,
    "text": "Und tatsächlich ermöglicht – sowohl Armenien aber mehr noch Aserbaycan schaut einfach auf Amerika ganz leidenschaftslos und auf die Art und Weise wie sich das Land nun wertemäßig oder politischen System entwickelt."
  },
  {
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    "end": 1510.78,
    "text": "Da ist so einer wie Präsident Aliyev, der ja selber ein autoritäres System hat."
  },
  {
    "start": 1510.879,
    "end": 1514.48,
    "text": "Da ist er ganz schmerzfrei und denkt sich endlich haben sie es begriffen?"
  },
  {
    "start": 1515.08,
    "end": 1519.8,
    "text": "Und insofern lässt sich dann umso besser bilateral halt etwas ausmachen."
  },
  {
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    "end": 1535.54,
    "text": "Wenn sich die Vereinigten Staaten auf diese Weise anbieten, dann ist man eben im bilateralen Verhältnis mit den USA Ohne das dabei gleich in irgendeiner Form eine Richtungsentscheidung entstünde."
  },
  {
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    "text": "Wir sind jetzt aber mit Europa, wir wollen irgendwann mal die Europäische Union oder... Das trifft ihr auf Armenien zu, die sich in der Hinsicht noch ein paar Hoffnungen machen."
  },
  {
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    "end": 1546.54,
    "text": "Also bei Jan hat er überhaupt keine Ambitionen."
  },
  {
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    "end": 1559.139,
    "text": "Die sehen sich einfach als eigenständig agierende Mittelmacht ziehen ihre Fähden in alle Richtungen haben Sehr enge Beziehung übrigens auch mit Israel als muslimisches Land, hochinteressant."
  },
  {
    "start": 1559.92,
    "end": 1561.48,
    "text": "Ebenso auch mit Amerika."
  },
  {
    "start": 1561.92,
    "end": 1568.379,
    "text": "Netanyahu Trump das ist etwas was Aliyev durchaus als seine eigene Liga betrachtet."
  },
  {
    "start": 1569.379,
    "end": 1577.879,
    "text": "Wenn wir das jetzt zusammenfassen die USA in der Form von Vice-Präsident Jadie Vance will dann da mehr oder weniger im Hinterhof von Russland."
  },
  {
    "start": 1578.48,
    "end": 1584.56,
    "text": "Sie bringen die Schattenflotte in Bedrängnis, sie bringen Verbündete wie Indien im Beträngnissen damit sie kein Öl mehr kaufen."
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  {
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    "text": "Das klingt nach Mehrdruck als noch in der Vergangenheit."
  },
  {
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    "end": 1597.659,
    "text": "Braucht es vielleicht auch einen selbst autokratisch denkenden Präsidenten wie Donald Trump um Russland wirklich Ärger zu machen?"
  },
  {
    "start": 1598.659,
    "end": 1610.98,
    "text": "Ich weiß ja nicht ob... es zwingend ein autokratisch regierenden Präsidenten braucht, der dann irgendwie seine Eistruppen in Minnesota oder sonstwo hinschickt."
  },
  {
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    "end": 1630.72,
    "text": "Ich glaube einfach dass Donald Trump das was natürlich ohnehin in der amerikanischen Außenpolitik schon lange angelegt ist und wir haben das denn in verschiedenen Perioden immer stärker oder etwas weniger stark akzentuiert gesehen dass man sich halt eben als Eingrafmacht versteht."
  },
  {
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    "end": 1641.139,
    "text": "Und das haben wir unter George W Bush vor fünfzehn Jahren und vor zwanzig Jahren, haben wir das sehr stark gemerkt."
  },
  {
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    "text": "Man muss sich einfach heute vergegenwärtigen, dass Trump... Wer immer auf ihn hoffte, als jemand der endlich dafür sorgt dass die Amerikaner sich nicht mehr überall einmischen und der sich als Isolationist nur noch auf Amerika konzentriert usw."
  },
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    "text": "Das war von Anfang an eine Illusion und ich habe niemals verstanden Warum man dieser Rede und dieser Annahme, Trump hat sie ja selber auch genähert."
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    "end": 1692.84,
    "text": "Weil bei Trump war schon im Jahr zwei tausendsehntin achtzehn absehbar dass er eigentlich viel interventionistischer war und ist als er redete damals ein Mann der Handelskriege entfacht Der damals eben schon Zölle benutzt hat, um andere Staaten in irgendeiner Form zu bestimmten Handlungen oder auf die Knie zu zwingen."
  },
  {
    "start": 1693.7,
    "end": 1707.06,
    "text": "Der ist aus sich selbst heraus expansiv aggressiv und das nationalistische Gedankengut dahinter war damals auch von vielen Trump-Beratern schon formuliert."
  },
  {
    "start": 1707.68,
    "end": 1723.44,
    "text": "Von daher sehe ich das hier eigentlich nur als eine Fortsetzung der von Trump eins mit dem großen Unterschied, dass diejenigen, die damals die Erwachsenen im Raum waren und das gewissermaßen dieses andere Lager heute extrem geschwächt ist."
  },
  {
    "start": 1724.08,
    "end": 1728.94,
    "text": "Auch wenn ich immer noch sagen würde, dass in der US-Administration es nach wie vor Leute gibt."
  },
  {
    "start": 1728.98,
    "end": 1730.879,
    "text": "Das sind ja nicht alles Putinfreunde."
  },
  {
    "start": 1730.98,
    "end": 1739.44,
    "text": "Es gibt die großen Putinfreunder und dann gibt es einige, die im republikanischen Lager nach wie Vor enger bei Trumps sind so einer wie Lindsey Graham."
  },
  {
    "start": 1740.04,
    "end": 1745.04,
    "text": "Der war schon immer etwas salopp und zugespitzt gesagt ein Russenfresser."
  },
  {
    "start": 1745.139,
    "end": 1754.96,
    "text": "das ist mir sozusagen als Liebhaber der russischen Kultur Und der ich viele russische Freunde habe immer viel zuviel war wie Lindsey Graham Auftrat."
  },
  {
    "start": 1755.54,
    "end": 1765.68,
    "text": "Aber das ist ein Mann, der natürlich aus dem Kongress heraus hat viel Einfluss und es ist übrigens jemand, der ja schon sehr früh auftrat und sagte wir müssen Zölle ganz harte Zöllen."
  },
  {
    "start": 1765.74,
    "end": 1767.1,
    "text": "er sprach von fünfhundert Prozent."
  },
  {
    "start": 1767.78,
    "end": 1773.6,
    "text": "Wir müssen ganz harten Zöller gegen die Länder verhängen, die weiter russisches Öl kaufen."
  },
  {
    "start": 1774.159,
    "end": 1785.84,
    "text": "Da waren dann damals China fünfhundert Prozent Zöllausamerika man kann sich vorstellen was das bedeuten würde hat Trump dann doch gelassen, aber bei Indien hat man nicht in dieser Höhe fünfundert."
  },
  {
    "start": 1785.94,
    "end": 1789.44,
    "text": "Aber Trump hat ja heftige Zölle gegen Indien zwischendurch verhängt."
  },
  {
    "start": 1789.879,
    "end": 1797.26,
    "text": "Das heißt also, man sieht Graham ist nicht ohne Einfluss und er ist eben jemand der wirklich absolut Gegenputing gegen Russland eingestellt ist."
  },
  {
    "start": 1797.36,
    "end": 1802.04,
    "text": "es gibt diese beiden Tendenzen in der amerikanischen Administration nach wie vor."
  },
  {
    "start": 1802.42,
    "end": 1804.8,
    "text": "Und Trump steht da irgendwie zwischen den Stühlen."
  },
  {
    "start": 1804.86,
    "end": 1806.06,
    "text": "oder wie kann man das verstehen denn?"
  },
  {
    "start": 1806.32,
    "end": 1808.74,
    "text": "Trump is ja Beziehungsweise."
  },
  {
    "start": 1808.82,
    "end": 1811.3,
    "text": "Trump schwärmt ja immer auch von seinem guten Verhältnis."
  },
  {
    "start": 1811.379,
    "end": 1813.54,
    "text": "Ich weiß jetzt gerade nicht, welchen Superler Tief er da immer verwendet."
  },
  {
    "start": 1813.58,
    "end": 1815.399,
    "text": "Wahrscheinlich großartig oder fabulös?"
  },
  {
    "start": 1815.46,
    "end": 1815.8,
    "text": "Keine Ahnung."
  },
  {
    "start": 1816.12,
    "end": 1817.8,
    "text": "Jedenfalls von seinem sehr guten Verhältnissen."
  },
  {
    "start": 1817.879,
    "end": 1818.34,
    "text": "Fantastik!"
  },
  {
    "start": 1818.7,
    "end": 1819.96,
    "text": "Fantastika von mir aus."
  },
  {
    "start": 1821.62,
    "end": 1824.56,
    "text": "Er spricht immer von seinem Sehrgutenverhältnis zu Vladimir Putin."
  },
  {
    "start": 1825.58,
    "end": 1827.899,
    "text": "Das ist eigentlich nicht was gute Freunde untereinander so aufführen."
  },
  {
    "start": 1828.74,
    "end": 1830.879,
    "text": "Nein eben nicht ganz sicherlich."
  },
  {
    "start": 1830.98,
    "end": 1840.62,
    "text": "es eher was Putin angeht und überhaupt diesen netten Klub für den netten Herrenklub Putin, Xi Jinping und Kim Jong Un."
  },
  {
    "start": 1841.32,
    "end": 1850.139,
    "text": "Das ist ja wirklich so ein bisschen der Club auf dessen Leder sesseln er sich halt eben mit denen gerne fläzen würde macht da hier auch gelegentlich."
  },
  {
    "start": 1850.32,
    "end": 1860.159,
    "text": "Trump wird ja auch demnächst nach China fahren und da werden wir dann wieder erstaunt sein wie sie werden sich auf die Schultern klopfen und zu tun als seien Sie schon immer die besten Freunde gewesen."
  },
  {
    "start": 1861.12,
    "end": 1869.639,
    "text": "das ist eine gewisse Maße würd ich sagen ne Fassade durchaus von mancher Trumpscha-Emotion mitgetragen."
  },
  {
    "start": 1870.399,
    "end": 1875.22,
    "text": "Aber am Ende ist natürlich entscheidend, was sind die jeweiligen Interessen?"
  },
  {
    "start": 1876.28,
    "end": 1888.74,
    "text": "Und in Bezug auf Russland muss man da einfach sagen ... Die Amerikaner haben, was das Öl angeht aber auch was russische Gasexporter angeht, haben die einfach ganz handfeste Interessen!"
  },
  {
    "start": 1889.0,
    "end": 1902.78,
    "text": "Da geht es nicht nur um Lindsey Graham der das sozusagen aus anti Putinischer und antirussischer Sicht vorantreibt, sondern da geht es einfach auch darum dass die Amerikaner und die amerikanische Energieindustrie liegt ja."
  },
  {
    "start": 1902.94,
    "end": 1905.58,
    "text": "Die Ölung-Gasindustrie liegt der Trumpsee am Herzen."
  },
  {
    "start": 1905.639,
    "end": 1930.28,
    "text": "Die hat natürlich Expansionsinteressen in der Welt und diese Expansion Interessen die stoßen sich mit den Russen Und das ist das was dann am Ende wiederum entscheidend ist und was ich auch wovon Ich ausgehe dass es halt die Amerikana treibt die russische Expansion, Energieexpansion in jeder Hinsicht zu begrenzen gilt übrigens auch für das Nukleare."
  },
  {
    "start": 1930.379,
    "end": 1942.42,
    "text": "Auch die amerikanischen Nuklearindustrie hat natürlich Interesse an Exporten und selbstverständlich ist Ross Atom als ein sehr großer Exporteur von Kernkraftwerken da ein Konkurrent."
  },
  {
    "start": 1942.96,
    "end": 1955.92,
    "text": "Und in dieser Hinsich kämpfen die Amerikaner mit härtestem Bandagen jenseits aller Deklaration über Freundschaft Schulterklopfen in Anchorage und was wir womöglich noch alles sehen werden zwischen Trump und Pete Putin."
  },
  {
    "start": 1956.44,
    "end": 1962.94,
    "text": "Das ist eine geopolitische, harte Interessenrealität diese Konkurrenz im Energiebereich zwischen USA und"
  },
  {
    "start": 1963.0,
    "end": 1963.36,
    "text": "Russland.\"."
  },
  {
    "start": 1963.56,
    "end": 1972.68,
    "text": "Und das heißt, wenn wir das zusammenfassen, egal was es dafür Liebhabereien ideologischer Natur zwischen irgendwelchen Präsidenten gibt am Ende des Tages entscheidet der Dollar?"
  },
  {
    "start": 1973.139,
    "end": 1973.52,
    "text": "Absolut!"
  },
  {
    "start": 1974.12,
    "end": 1976.379,
    "text": "Das ist für Trump halt vorrangig."
  },
  {
    "start": 1976.56,
    "end": 1979.48,
    "text": "und insofern ja, damit muss Putin umgehen."
  },
  {
    "start": 1979.74,
    "end": 2007.0,
    "text": "Und ich glaube es ist auch ein Grund warum diese langen Gespräche die hier schon laufen mit Steve Wittkopf der ja in Kirill Dmitriev dem Chef des russischen Investitionsfonds und entferntes Mitglied eingeheiratet das Mitglied der Weiter des der putin Familie und des bekannten Kreises und Freundeskreis drum herum Dass es zwischen denen bisher noch nicht zu konkreten, greifbaren Abkommen gekommen ist."
  },
  {
    "start": 2007.06,
    "end": 2013.139,
    "text": "Ich weiß gar nicht wie lange die noch reden wollen und träumen wollen aber so langsam müssten sie eigentlich mal was unterschreiben."
  },
  {
    "start": 2013.44,
    "end": 2017.54,
    "text": "Aber da scheinen offenbar eben auch handfeste Interessen aufeinanderzustoßen."
  },
  {
    "start": 2018.06,
    "end": 2036.44,
    "text": "Das würde mich zu einer meiner letzten Fragen Herr Thumann das ist ja ein Punkt dem man sich aus Sicht beispielsweise der Ukraine natürlich sofort fragt wenn man sich jetzt dieses harte Vorgehen oder dieses härtere Vorgehen von Donald Trump mit Druck auf beispielsweise den Energiesektor ansieht, kann die Ukraine davon profitieren?"
  },
  {
    "start": 2036.98,
    "end": 2038.34,
    "text": "Oder könnte das Gegenteil einsreten."
  },
  {
    "start": 2038.94,
    "end": 2060.659,
    "text": "Ich würde sagen, die Ukraine, die ja stetig also die Europäer auch schon lange aufgefordert hat tut was gegen die Schattenflotte und mit etwas gequältem Gesicht halt lange beobachtet hat, wie die Europäer immer versuchten dann unklos das internationale Seerecht mit dem Stören der Schattenflotte in Übereinstimmung zu bringen."
  },
  {
    "start": 2061.56,
    "end": 2065.56,
    "text": "Weil man sich doch gerne weiter an das internationale Recht halten"
  },
  {
    "start": 2065.639,
    "end": 2065.96,
    "text": "möchte.\"."
  },
  {
    "start": 2066.42,
    "end": 2072.08,
    "text": "Die Ukraine haben schon immer gesagt einfach rauf, einfach machen – einfach mal machen!"
  },
  {
    "start": 2073.0,
    "end": 2080.219,
    "text": "Und insoweit... Ist das genau, wenn man halt eben die Schattenflotte, die Exporte stört?"
  },
  {
    "start": 2080.3,
    "end": 2082.5,
    "text": "Die russischen Einnahmen damit."
  },
  {
    "start": 2082.54,
    "end": 2088.82,
    "text": "Die Staatseinnahmen und damit die Kriegskasse halt schmälert ist absolut im ukrainischen Interesse."
  },
  {
    "start": 2088.96,
    "end": 2093.38,
    "text": "Und deshalb wie soll ich sagen stehen die auch dabei und schauen sich das mit großem Vergnügen an."
  },
  {
    "start": 2093.659,
    "end": 2097.08,
    "text": "und abschließend Ich kann mich noch erinnern eines unserer vergangenen Gespräche."
  },
  {
    "start": 2097.18,
    "end": 2115.52,
    "text": "damals haben sie davon gesprochen dass Vladimir Putin als Präsident Russland so fest im Sattel sitzen würde, weil es eine große Mehrheit der Mitläufer im Land gebe die derzeit von der aktuellen Situation vielleicht jetzt nicht unbedingt profitieren aber keinen Schaden erleiden und solange's so gut weiterlauft wie es weiter lauft."
  },
  {
    "start": 2115.6,
    "end": 2118.58,
    "text": "wirtschaftlich gesehen wird auch nichts passieren in diese Richtung."
  },
  {
    "start": 2119.66,
    "end": 2125.24,
    "text": "Könnte eine wirtschaftliche Verschlechtung aufgrund des Druckes der USA auch für Vladimir Putin also gefährlich werden?"
  },
  {
    "start": 2125.86,
    "end": 2143.18,
    "text": "Ich würde zum gegenwärtigen Zeitpunkt und auch wenn ich jetzt so die Erfahrungen seit dem Neujahr hier in Moskau betrachte, dann würde ich nach wie vor zu dem stehen was ich Ihnen da zuvor gesagt hatte dass Putin doch fest im Sattel sitzt."
  },
  {
    "start": 2143.24,
    "end": 2149.68,
    "text": "Die Mitläufer, die Opportunisten Im Lande derer sind sehr viele."
  },
  {
    "start": 2150.04,
    "end": 2156.72,
    "text": "Und natürlich gibt es dann noch oben drauf, die harten Unterstützer des Krieges, die immer mehr wünschen."
  },
  {
    "start": 2157.06,
    "end": 2161.54,
    "text": "und so weit Putin sitzt da fest auf diesem Sockel."
  },
  {
    "start": 2161.7,
    "end": 2162.82,
    "text": "Die Frage ist was?"
  },
  {
    "start": 2163.44,
    "end": 2167.14,
    "text": "geschmelerte Staatseinnahmen, die ganz klar sichtbar sind?"
  },
  {
    "start": 2167.34,
    "end": 2172.74,
    "text": "Die immer größere Aufnahme von Schulden Nicht im Ausland, sondern bei den eigenen Banken."
  },
  {
    "start": 2172.84,
    "end": 2175.44,
    "text": "Aber auch da muss man irgendwie Zinsen bezahlen."
  },
  {
    "start": 2175.56,
    "end": 2178.74,
    "text": "Sonst ruiniert man die eigenen Bankens, die sie dringend brauchen."
  },
  {
    "start": 2179.32,
    "end": 2183.68,
    "text": "Das heißt also, dass die russische Staatsschuld wächst und die Zinslast wächst."
  },
  {
    "start": 2184.18,
    "end": 2186.14,
    "text": "Man kann nicht mehr so gut subventionieren."
  },
  {
    "start": 2186.5,
    "end": 2193.2,
    "text": "Vielleicht kann man noch irgendwann nicht mehr hohe Gehälter bezahlen für rekrutierte Soldaten, die man an die Front in den Tod schickt."
  },
  {
    "start": 2193.82,
    "end": 2200.2,
    "text": "Und entsprechend dann wiederum die Familien subventionieren und dafür vielfach entschädigen, dass sie ihren Sohn hingegeben haben."
  },
  {
    "start": 2200.259,
    "end": 2213.88,
    "text": "Das ist ja derzeit die Realität – die finanzielle Grundlage gewissermaßen des Krieges wie man auch immer wieder aus dem Provinzen neue Soldaten rekrutieren kann eben mit diesem Geld-Lockstoff den man da austreut."
  },
  {
    "start": 2215.52,
    "end": 2218.14,
    "text": "Da könnten irgendwann immer weniger Mittel sein!"
  },
  {
    "start": 2218.36,
    "end": 2229.16,
    "text": "Allerdings ist es für die russische Staatskasse weiterhin möglich, natürlich noch bei geschmälerten Einnahmen zuzugreifen auf die Guthaben der Bürger."
  },
  {
    "start": 2229.68,
    "end": 2241.04,
    "text": "In Russland liegt noch eine ganze Menge Geld nur es geht dann halt immer mehr gegen die Interessen der Bevölkerung und das wird zunehmend ein Abwägungsprozess sein."
  },
  {
    "start": 2241.759,
    "end": 2249.72,
    "text": "und genau in diesen Abwägungsprozesse Putin reinzuzwingen indem er halt eben nicht mehr aus dem Vollen schöpfen kann."
  },
  {
    "start": 2250.34,
    "end": 2272.82,
    "text": "Und zu wegen führe ich jetzt diesen Krieg mit all diesen Mitteln weiter oder muss sich doch aufpassen, dass ich meine Bürger nicht so sehr ärgere, dass sie dann irgendwann und das ich an diesen Grundkonstanten die ich ihn eben nannte, dass viele Opportunisten und die Kriegspartei Putin unterstützen, dass sich daran irgendetwas ändert?"
  },
  {
    "start": 2273.54,
    "end": 2283.44,
    "text": "ihn in diese Entscheidung zu quälen, das ist glaube ich das Ziel der Beschränkung russischer Rohstoffexporte und er soll es nicht so einfach haben."
  },
  {
    "start": 2283.8,
    "end": 2288.06,
    "text": "Auf jeden Fall ein wahnsinnig interessantes Vorgehen dass da derzeit gewählt wird."
  },
  {
    "start": 2288.1,
    "end": 2290.34,
    "text": "wir werden sehen wie sich das weiterhin entwickelt."
  },
  {
    "start": 2290.8,
    "end": 2298.7,
    "text": "Michael Thumann war das Zeitkorrespondent in Moskau und Buchautor – wir haben's zu Beginn schon angesprochen welche Werke sie wieder lesen können!"
  },
  {
    "start": 2299.12,
    "end": 2301.12,
    "text": "Vielen Dank für ihre Zeit und beste Grüße."
  },
  {
    "start": 2301.58,
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    "text": "Vielen"
  },
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    "start": 2309.32,
    "end": 2309.44,
    "text": "Dank."
  },
  {
    "start": 2312.24,
    "end": 2326.8,
    "text": "Schönen Grüße aus Moskau!"
  }
]