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    "text": "Ich bin Daniel Retschizekker, das ist Thema des Tages,"
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    "text": "der Nachrichten"
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    "text": "Podcast vom Standard."
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    "text": "Er ist einer der führenden Nordkorea-Experten im deutschsprachigen Raum."
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    "text": "Er lehrt und forscht an der Universität in Wien, hat mehrere Bücher dazu verfasst und im Gegensatz zu den meisten, die dieses abgeschottene Land nur von Fotos erkennen, tatsächlich auch viel Zeit dort verbracht."
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    "text": "Unter anderem hat er in der Hauptstadt Pyongyang gelebt."
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    "text": "wie man als Europäer dort zurechtkommt, was für Hürden und Missgeschicke im verschlossensten Land der Erde auf einen lauern und warum man als junger Student überhaupt nach Nordkorea kommt, das besprechen wir heute mit Professor Rüdiger Frank."
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    "text": "Herr Frank, wir sprechen heute über Ihren Aufenthalt in Nordkorea, Ihr Semester, das Sie dort an der Universität verbracht haben."
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    "text": "Die erste, wahrscheinlich wichtigste Frage vorweg, wie kommt man als Studierender in den neunziger Jahren überhaupt nach Nordkorea?"
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    "text": "Ja, das Ganze war wirklich von einer ganz neue, von zufällen getrieben und auch relativ einzigartigen Situation."
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    "text": "Ich war damals Student an der Humboldt-Universität zu Berlin."
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    "text": "Vor der deutschen Wiedervereinigung war die in Ostberlin und hatte entsprechend einen Austauschabkommen mit der Kim Il-Song-Universität in Pyongyang."
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    "text": "Und der Natur der deutschen Einheit ist es zu verdanken, dass sämtliche Verträge aufrechtsgeblieben sind, auch nach der Vereinigung."
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    "text": "So dass auch dieses Austauschabkommen, zumindest legal, formal mal aufrechtsgeblieben ist."
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    "text": "Und unsere Professorin in Koreanistik an der Humboldt-Universität, die war halt auch jemand, die als Dormagerin von Erich Honecker eben auch mit Kim Il-Song gesprochen hatte und so weiter."
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    "text": "Also die hatte die Kontakte."
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    "text": "Und im Rahmen des Studiums, wenn man so eine Sprache, so ein Land studiert, ist da irgendwann mal soweit, dass man ins Land geht."
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    "text": "Und das war einfach die erste beste Gelegenheit, die sich geboten hat."
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    "text": "Das Ganze finanziert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst."
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    "text": "Also ganz regulär wie ein normaler Studienaufenthalt auch."
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    "text": "Aber das Abkommen stammte tatsächlich noch aus Vorwiedervereinigungszeiten zwischen Humboldt-Universität und"
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    "text": "glaube, also wir, ich sage wir, wir waren insgesamt sechs Leute, waren für das Wintersemester e.N."
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    "text": "und ich glaube, nach uns waren noch mal eine Gruppe von der Humboldt-Uni dort und dann hatten wir uns kollektiv so sehr daneben genommen, dass man dann letztlich doch das Abkommen irgendwie entweder beendet oder hat ruhen lassen."
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    "text": "Interessantes Detail am Rande."
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    "text": "Also ein Mann, der auch von der Kimmels-Song Uni kam und dort in Berlin die Studierenden in koreanischer Sprachpraxis unterrichtet hat."
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    "text": "Also mit dem haben wir quasi gesprochen."
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    "text": "Das war so unsere Muttersprachler."
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    "text": "Das"
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    "text": "ist kurz noch ein Detail am Rande."
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    "text": "Sie haben es eh schon skizziert, aber was haben Sie genau studiert, nur dass die Zuhörerinnen und Zuhörer auch wissen?"
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    "text": "Ich habe Koreanistik studiert, in Österreich hieß es dann Koreanologie und das Ganze in Verbindung mit Volkswirtschaftslehre und internationalen Beziehungen."
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    "text": "Ich habe aus einer Ihrer Lektüren gelernt, dass Sie ursprünglich gar nicht vorhatten, nach Nordkorea zu gehen."
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    "text": "Ich glaube, Sie wollten nach Südkorea, im Nachhinein, waren Sie aber, glaube ich, doch ganz glücklich darüber."
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    "text": "Ich wollte nicht nach Nordkorea, ich wollte nicht nach Südkorea, ich wollte nach Korea, um die Sprache zu lernen."
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    "text": "Und Nordkorea bot sich einfach als erste Gelegenheit an."
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    "text": "Und als jemand, der in der DDR und in der Sowjetunion groß geworden ist, habe ich gedacht, naja, Wie schlimm wird es denn werden?"
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    "text": "Ich habe also zwanzig Jahre letztlich in sozialistischen Ländern gelebt und dachte, naja, Nordkorea ist schon irgendwie noch eine Stufe, sag ich mal, härter."
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    "text": "Und das hat sich erst... Ich glaube ab Ende der neunziger Jahre herauskristallisiert, dass es letztlich doch keine so schlechte Idee war, aber das war damals anfangs noch nicht abzusehen."
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    "text": "Sie haben jetzt gerade gesagt, Sie haben damals geglaubt, Nordkorea sei Sozialismus wie bei Ihnen daheim in der DDR bloß ein bisschen härter."
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    "text": "ansehen und man konnte auf Google Maps nicht schauen, wo die Universität liegt und Ähnliches."
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    "text": "Also das war eigentlich das Interessantere."
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    "text": "als sozusagen erster Nachfolger des japanischen oesterseatischen Entwicklungsmodells."
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    "text": "Und über Nordkorea wusste ich passiv eben letztlich nur, dass es ein sozialistisches Land ist, dass es ein bisschen Steilzeitkommunismus ist, wie man das damals so umschrieben hat, dass es dort einen großen Führer gibt mit entsprechendem Führerkult."
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    "text": "Damals war Kim Il-Song ja noch an der Macht."
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    "text": "Kim Il-sung, der Großvater vom heutigen Herrscher, nämlich Kim Jong-un, nun um das auch dazu zu sagen, gab es irgendwelche Hürden für ihren Aufenthalt in Nordkorea?"
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    "text": "Viele Unis, an dem man sich bewirbt, wenn man ein Auslandsemester machen will, die wollen Credentials, irgendwelche Voraussetzungen, irgendwelche Anforderungen, die vielleicht auch über die normalen Noten und über normalen Prüfungen hinausgehen."
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    "text": "Wenn Sie das meinen, aber na es ist schon gar nicht so dumm gefragt, weil wir waren damals Studierende aus ex DDR-Bundesländern und zum Teil auch aus westdeutschen Bundesländern, die an der Humboldt Uni Koreanistik studiert haben und diejenigen, die aus dem Westen kamen, durften nicht nach Nordkorea, obwohl wir de facto Bürger des gleichen Staates waren."
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    "text": "Also es hat schon geholfen, dass wir, die wir dann gehen konnten, tatsächlich ehemalige DDR-Bürger waren."
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    "text": "Das scheint ein Kriterium gewesen."
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    "text": "Und das Wichtigste war ganz klar von der Frau Professorin Helga Picht, die unsere Fürsprecherin und auch die Organisatorin des Ganzen gewesen ist, die hat letztlich auch ihren Leum und quasi in die Waagschale geworfen gesagt, das sind ja meine Leute und das ist halt unser reguläres Programm und das wird schon passen."
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    "text": "Also ich glaube auf diese Ebene ist das dann zustande gekommen."
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    "text": "Also, ich meine, wir jammern auf hohem Niveau, das war mit einem Zwischenstopp in Moskau."
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    "text": "Das war damals die übliche Flugroute über Jeremete, wo ist man dann nach Nordkorea geflogen."
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    "text": "Das war letztlich nur ein Zwischenstopp."
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    "text": "nach Nordkorea gelangt sind, da war das schon die Luxusklasse."
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    "text": "Aber ja, von der Sache her war das gar nicht so kompliziert."
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    "text": "Flug nach Moskau, Flug nach Pyongyang und dann wurden wir sowieso abgeholt und letztlich in Betreuung übergeben, aus der wir dann bis zur Abreise auch nicht wieder rausgekommen sind."
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    "text": "Das ist ein sehr interessanter Punkt, über den sprechen wir gleich, da müssen wir uns unbedingt merken, diese Begleitung."
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    "text": "Was haben Sie sich denn gedacht, als Sie gelandet sind und dann... Ich kann es den Flughafen nicht genau verorten."
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    "text": "Herr Frank, vielleicht wäre das ein guter Zeitpunkt, weil Sie jetzt gerade schon den Flughafen vergleichen."
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    "text": "zu den Neunzigern und der jetzt Zeit angesprochen haben."
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    "text": "Kurz einmal auch diesen Punkt anzusprechen, da Nordkorea in den Neunzigerjahren natürlich nicht vergleichbar ist mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit dem Jahr mit"
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    "text": "Das ist auch, sollte ich voraus schicken, eine der Gründe, warum meine Sicht auf das heutige Nordkorea immer etwas optimistischer ist als vielleicht der Mainstream, weil ich das Nordkorea von heute eben vergleichen mit dem Nordkorea, wie ich es in deiner Neunzig erlebt habe."
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    "text": "jetzt den Vergleich von Cafés und Shopping-Einrichtungen angesprochen haben, ich glaube, das ist ein guter Moment auch, um auf eins ihrer Bücher hinzuweisen, nämlich unterwegs in Nordkorea, wo sie ja einen Reiseführer geschrieben haben."
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    "text": "Und falls es dieses Buch war, ich ... Vermischt ihr ein bisschen im Kopf?"
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    "text": "Teehaus eigentlich, aber das ist tatsächlich gegründet worden von einem deutschen Unternehmer, der hier in Döbling im neunzehnten Bezirk gewohnt hat, so wie ich quasi ein Exzellant hier in Wien."
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    "text": "Und zu den habe ich mal auf eine Messe kennengelernt, es war in Pyeongyang, der hat mir damals von seiner Idee erzählt, dass er das erste Caféhaus in Pyeongyang eröffnen möchte und ich habe gedacht, oh Gott."
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    "text": "Also der hat damals damit wirklich einen massiven Trend gesetzt, also den richtigen Riecher hatte nur leider in diesem Business Environment, wie es in solchen autoritären Systemen oft vorkommt."
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    "text": "Und da gab es dann zumindest so klassische deutsche Bücher, also was so, sag ich mal, politisch unbedenklich ist, also aus der Zeit von vor, und zwanzig, zehn oder irgendwie sowas, also eher so klassische Werke."
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    "end": 1081.34,
    "text": "Also wir haben mal versucht, durch die Stadt konnten wir uns frei bewegen, muss ich sagen."
  },
  {
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    "text": "Wir haben mal versucht, mit Menschen Gespräche anzufangen, einfach mal zu fragen, wie spät es ist oder so, was man halt so gerade gelernt hat."
  },
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    "text": "Und die Randen dann weg, ohne uns Auskunft geben zu wollen."
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    "text": "Also die wollten nicht mal sagen, wie spät es ist."
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    "text": "Furchtbar genervt, muss ich sagen."
  },
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    "text": "Also die ersten Male war es komisch oder witzig."
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    "text": "Beim zehnten Mal dann einfach nur noch fürchterlich lästig."
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    "text": "Und ja, der Hintergrund war klar."
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    "text": "Das haben wir denn später herausgefunden."
  },
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    "text": "Die wollten nicht gesehen werden, wie sie mit ja offensichtlich äußerlich erkennbar Ausländern sprechen, hätten darüber nämlich dann ein Bericht schreiben müssen."
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    "text": "Und wenn sie keinen Bericht geschrieben hätten, aber jemand hätte gesehen, dass sie mit einer Ausländer sprechen, hätten sie Probleme bekommen, weil sie keinen Bericht geschrieben haben."
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    "end": 1124.96,
    "text": "Wenn sie einen Bericht geschrieben hätten, hätten sie Probleme bekommen, weil der vielleicht nicht... formal korrekt war oder weil sie sich damit verdächtig gemacht hätten."
  },
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    "end": 1131.44,
    "text": "Also waren wir im Prinzip sowas wie ein wandelndes Problem und da hatten wir einfach keine Lust drauf sich damit auseinanderzusetzen."
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    "text": "Sie haben also in der Bibliothek alte Klassiker ausbauen können."
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    "text": "Vielleicht geht es vor aus dem Pyeongyang gelesen, kann auch nicht jeder von sich behaupten."
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    "text": "Und wenn sie auf der Straße unterwegs war, sind die Leute von ihnen davon gelaufen."
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    "text": "Was macht man denn dann den ganzen Tag, wenn man gerade nicht in einer Vorlesung sitzt?"
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    "text": "Sie haben gesagt, sie konnten sich frei bewegen."
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    "text": "Haben sie da irgendwas über Unternehmen können, zumindest Abgesehen von den Sehenswürdigkeiten, die man sich ja vielleicht anschauen kann?"
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    "text": "Ja, mit den Sehenswürdigkeiten ist es auch so, also von außen kann man sich das schon anschauen, aber man kann ja auch nicht einfach irgendwo hingehen und irgendwo reingehen oder sich irgendeinen Ticket kaufen."
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    "end": 1167.139,
    "text": "Das muss alles organisiert werden und das wurde schon auch gemacht, aber das hat natürlich nichts mit einem Alltag zu tun."
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    "text": "Nein, also was konnten wir machen?"
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    "text": "Erstens, unser Bewegungsradius war ganz massiv eingeschränkt, weil Fahrräder durften, wenn nicht haben."
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    "text": "Es gab damals keine Fahrräder in Pyongyang."
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    "text": "Die waren verboten, die galten als rückständig."
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    "text": "Das war so ein bisschen selten hip auf die Chinesen, weil ich war dann im Jänner in Bajing und habe gesehen, wie da ... Die Fahrspur für die Fahrräder breiter war als die für Autos."
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    "text": "Und die Nordkorea waren eben so arrogant, die Führung damals zu sagen, nein, also das ist ja völlig unter unserem Niveau."
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    "text": "Fahrräder gibt es nicht."
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    "text": "Aber Alternativen gab es halt auch nicht."
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    "text": "Also die meisten Wege konnten wir dann echt nur zu Fuß zurücklegen."
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    "text": "Und Pyongyang ist schon ganz schön groß."
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    "text": "Also man hat ja auch keinen Lust, jeden Tag zehn Kilometer zu gehen, um irgendwo zu einer Sehenswürdigkeit zu gehen."
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    "text": "Das macht man einmal, aber nicht so häufig."
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    "text": "Dann gibt es ein öffentliches Verkehrsnetz."
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    "text": "Das Bestand damals aus diesen Trolleybussen, also Busse mit so einem Dingens, was da zu so einer Stromführten Oberleitung führt."
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    "text": "Das war immer ein relativer Sport."
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    "text": "Erstens standen da urlange Schlangen an den Haltestellen, dass man da überhaupt erst mal reinkam."
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    "text": "Und dann waren die auch knallhart."
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    "text": "Also ich war ja damals noch jung."
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    "text": "und sehe mich noch, wie ich da wirklich öfter so ein, zweihundert Meter mit der Stange da neben der Tür in der Hand, neben diesem Obus hergelaufen bin, bis endlich die Leute in Brinn soweit nachgerückt waren, dass ich aufspringen konnte."
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    "text": "Gut, man muss sagen, der Fahrer ist dann auch langsam gefahren."
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    "text": "Dann gab es eine U-Bahn, da hatten wir aber bei uns damals keine U-Bahn-Stationen in der Nähe, die war schwer zu erreichen."
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    "text": "Ich konnte in keinem Restaurant, ich konnte in keinem Café, ich konnte nicht zum Shoppen irgendwo hingehen."
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    "text": "Dann war es auch noch kalt."
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    "text": "Das war das Winterhalbjahr und in Nordkorea werden es schon minus zwanzig Grad im Winter."
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    "text": "Also, ja, da war sicherlich auch eine gewisse Methode dahinter."
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    "text": "Warum sollte der Staat ein großes Interesse haben, dass die Leute jetzt irgendwie ständig wie die Ping-Pong-Belle da durch die Stadt cruisen, die sollen gefälligst von zu Hause zur Arbeit und zurück und fertig."
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    "text": "Und das hat auch in unserem Fall dann letztlich als einschränkender Mechanismus recht gut funktioniert."
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    "text": "Sie konnten in kein Restaurant, in keine Baalzettel rein gehen."
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    "text": "Erstens gab es keine, beziehungsweise nicht, naja, so muss ich einschränken sagen, es gab natürlich schon welche, aber es war nicht für uns erkennbar."
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    "text": "Heute ist das anders, also heute steht das überall draußen dran, schickt dann Restaurant und dann die konkurrieren ja miteinander."
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    "end": 1328.3,
    "text": "Die werben ja heutzutage um Kunden, das war damals gar nicht der Fall."
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    "end": 1334.179,
    "text": "Das heißt, wie soll ich sagen, Jen sich in der Stadt vor so eine Neubau-Siedlung, wo es keine Geschäfte gibt."
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    "end": 1346.86,
    "text": "Es gab Außennamen natürlich, es gab das Cheil-Pakwa-Jum, das Kaufhaus Nummer eins und dann gab es das Kinder-Kaufhaus und dann irgendwie Kaufhaus Nummer zwei gab es irgendwie auch noch in der Nähe vom Bahnhof und es gab Restaurants in den internationalen Tales."
  },
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    "text": "Also im Kodio-Hotel waren wir eigentlich... Meistens."
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    "text": "Also es fehlten einfach die Restaurants oder die Orte, wo man hingehen konnte."
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    "text": "Das Zweite war, dass es drei Währungen damals gab in Nordkorea."
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    "end": 1376.36,
    "text": "Und dann gab es eine Währung für... Kapitalistische Ausländer, also für uns."
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    "text": "Also unsere Geldscheine, das waren richtig, die gab es als Schein waren blau, blau-grün, dann die für die sozialistischen Ausländer klar rot und die für die einheimischen waren bunt."
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    "end": 1389.34,
    "text": "Und die waren aber untereinander nicht kompatibel."
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    "text": "Es gab schon so was wie ein Schwarzkurs, den habe ich dann später rausgefunden mit den Chinesen zusammen."
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    "end": 1407.36,
    "text": "Da haben wir dann recht einträgliche Geschäfte gemacht, den habe ich meine D-Mark gegeben, die haben mir dafür ihre sozialistischen Wohne gegeben zu einem günstigeren Kurs und damit konnte ich dann einkaufen, wenn eine dumme Frage gestellt hat, habe ich gesagt, ich bin... Aus der DDR."
  },
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    "end": 1413.84,
    "text": "Und die hatten damals, glaube ich, all den noch gar nicht verstanden, dass eine Wiedervereinigung stattgefunden hat, denn ja, vorher, damit bin ich mal jetzt ins Durche kommen."
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    "text": "Ich meine, ich habe schon ein paar Geldscheine mir so zu Souvenirzwecken dann besorgen können, auch wiederum mit Hilfe von chinesischen Kommilitoninnen und Kommilitonen, aber grundsätzlich, weil das eigentlich das Haupthindernis ist."
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    "text": "und sollte ich vielleicht auch noch sagen, wo wir über Unterschiede sprechen zwischen Nordkorea damals und Nordkorea heute, die wollten mein Westkild auch nicht haben, die wollten meine Dollars nicht, die wollten meine Demark nicht."
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    "text": "Das würde einem heute nicht mehr passieren."
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    "text": "Nein, die bald hier nichts damit anfangen konnten."
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    "text": "Für die war das, das ist so für mich als Ökonom auch irgendwo schön nochmal dran erinnern zu werden, dass ja eigentlich ist das nur bedrucktes Papier."
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    "text": "Ich meine, wir interpretieren einen bestimmten Wert hinein und das funktioniert auch recht gut, weil alle um uns herum das genauso sehen."
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    "text": "Aber wenn man dann in ein System kommt, wo das einfach die Grundfunktion des Geldes nicht mehr funktionieren, also wenn das kein universelles Tauschmittel mehr ist, In anderen Worten, wenn man damit nichts kaufen kann, dann braucht es auch keiner."
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    "text": "Wie gesagt, das ist heute ganz anders."
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    "text": "Also heute ist ja quasi der Dollar die Parallelwährung und die Reiseneimdose aus der Hand, wenn man da andeutet das ausgeben zu wollen."
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    "text": "Aber damals konnten die damit nichts einfangen."
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    "text": "Ich habe in einem meiner Bücher diese Anekdote reingeschrieben, kann ich ja kurz erzählen, mit dem Eis, wo ich ein Eis kaufen wollte."
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    "text": "Das war, muss ich sagen, noch Anfang Oktober."
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    "text": "Da war es noch einigermaßen warm."
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    "text": "Aber da war es so eine ältere Dame, die verkaufte ein Eis auf der Straße."
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    "text": "Und ich dachte, euer, wäre ja nicht schlecht."
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    "text": "Und dann bin ich halt hin und hab dann irgendwie mit meinem Basic Koreanisch erklärt, dass ich gerne so ein Eis hätte."
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    "text": "Und dann habe ich ihr so mein sozialistische Wonn hingehalten und sagte, nee, das nimmt sie nicht."
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    "text": "Und dachte, ich misst, was machst du?"
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    "text": "Nee, die wollte sie auch nicht."
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    "text": "Und plötzlich tauchte dann spontan ein Mensch aus der Masse auf, ob es nur einer von denen war, die hinter mir hergelaufen sind, oder ob es einfach ein freundlicher Mensch war."
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    "text": "Ja, sofort war es teuer, war es jetzt auch nicht."
  },
  {
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    "end": 1558.28,
    "text": "Aber das schränkt einen natürlich ein."
  },
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    "end": 1564.0,
    "text": "Selbst wenn ich einen Restaurant gefunden hätte irgendwo in der dritten Querstraße, ich hätte dann nichts zahlen können."
  },
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    "end": 1565.36,
    "text": "Das ging einfach nicht."
  },
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    "end": 1575.139,
    "text": "Gerade die Wiesen, die in vielen sozialistischen Ländern extrem begehrt und wichtig waren."
  },
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    "text": "Ich meine, Westmark waren in der DDR entscheidend für sehr viele, auch für sehr viele Privatpersonen."
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    "end": 1581.28,
    "text": "Und da wollte man es einfach nicht."
  },
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    "text": "Absolut."
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    "text": "Ich sage also, ich hatte mich anfangs der Illusion hingegeben, dass ich im Prinzip weiß, wie es funktioniert."
  },
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    "end": 1589.62,
    "text": "und musste mich dann das bessere Bild erlernen lassen."
  },
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    "end": 1591.52,
    "text": "Das ist eines dieser konkreten Beispiele."
  },
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    "end": 1595.3,
    "text": "Wie Sie sagten in der DDR, wer Westgeld hatte, war im Prinzip König."
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    "end": 1597.32,
    "text": "Es gab bestimmte Dinge nur gegen Westgeld."
  },
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    "end": 1607.48,
    "text": "Man konnte, wenn man seinen Trabi reparieren lassen wollte und brauchte einen Termin, musste man sich halt nicht ein Jahr vorher anmelden, sondern ist einfach hingegangen, hat da, weiß ich, ein paar Mark West auf den Tisch gelegt und schon lief das."
  },
  {
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    "end": 1611.52,
    "text": "Man wurde im Prinzip als deutlich bekommene Rokunde behandelt."
  },
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    "end": 1614.5,
    "text": "Aber in Nordkorea gab es das Prinzip von Kunde überhaupt nicht."
  },
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    "start": 1614.6,
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    "text": "Das ist heute anders."
  },
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    "end": 1619.159,
    "text": "Aber diese Motivation, etwas zu verkaufen, hat es überhaupt nicht gegeben."
  },
  {
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    "end": 1621.54,
    "text": "Verkaufen war mehr eine Form von Verteilung."
  },
  {
    "start": 1621.899,
    "end": 1630.04,
    "text": "Also quasi ein administrativer Vorgang und das Geld musste irgendwie auch noch mit auf den Tisch liegen, aber das war nicht das eigentliche Mittel, was das Ganze gesteuert hat."
  },
  {
    "start": 1630.399,
    "end": 1636.179,
    "text": "Die Preise waren vom Staat reguliert, die Mengen, die verkauft wurden, wurden vom Staat reguliert, sogar der Zugang."
  },
  {
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    "end": 1640.659,
    "text": "Es gab natürlich für Eisen nicht, aber für zum Beispiel Fernseher oder sowas gab es Bezugsscheine."
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    "end": 1646.28,
    "text": "Und wenn man diesen Bezugsschein nicht hatte, Man konnte mein Geld haben, so viel man wollte, man konnte keinen Fernseher kaufen."
  },
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    "start": 1646.96,
    "end": 1659.52,
    "text": "Noch ein anderes Erlebnis steht auch in einem meiner Bücher drin, wo ich relativ früh, als ich dort gelandet bin, bin ich ins Kaufhaus Nummer eins und wollte mir eine Kaffee-Tasse kaufen, weil ich hatte nur zwanzig Kilo Fluggepäck für ein halbes Jahr, ist nicht so viel."
  },
  {
    "start": 1660.2,
    "end": 1663.08,
    "text": "Und da dachte ich, okay, also eine Kaffee-Tasse brauchst du nicht mitnehmen."
  },
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    "end": 1664.56,
    "text": "Die wird's da schon geben."
  },
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    "end": 1667.86,
    "text": "Mir war auch klar, dass es vielleicht keine besonders schöne Kaffeetasse sein wird."
  },
  {
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    "end": 1673.06,
    "text": "Aber es war mir ja wohlstaubt, dass sie halt das Wasser, das Heiße, wo ich dann meinen Kaffeepulver reinschütten kann."
  },
  {
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    "end": 1675.28,
    "text": "Und bin da halt in das Kaufhaus Nummer eins."
  },
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    "end": 1680.159,
    "text": "Und im ersten Stock habe ich tatsächlich so eine Pyramide mit hässlichen Kaffeetassen gefunden."
  },
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    "text": "Die waren echt hässlich."
  },
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    "end": 1683.98,
    "text": "Ja, so eine fette rote Blume da drauf irgendwie."
  },
  {
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    "end": 1685.24,
    "text": "Aber war mir ja wohlstaubt."
  },
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    "end": 1686.46,
    "text": "Und er wunderbar, hast es gefunden."
  },
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    "end": 1691.44,
    "text": "Ich habe hier den Verkäuferin gefragt, wie sieht es aus."
  },
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    "end": 1692.74,
    "text": "Ich hatte keine Tasse."
  },
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    "end": 1697.24,
    "text": "Dann guckte die mich an und flötete dann so, ob sie mir da haben."
  },
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    "text": "Ich dachte, was?"
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    "text": "Ich sehe sie doch."
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    "end": 1701.44,
    "text": "Sie stehen da direkt vor mir."
  },
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    "text": "Ich habe dann noch mal mit Pantomime drauf gezeigt und dann kriegte die Panik und rannte weg."
  },
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    "end": 1709.1,
    "text": "Also ich konnte die Kaffee-Tasse nicht kaufen."
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    "text": "Warum?"
  },
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    "text": "Weil das war Dekoration."
  },
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    "text": "Verkauft wurde nur das, was sozusagen über diese vollen Regale hinausverhanden war."
  },
  {
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    "end": 1719.84,
    "text": "Auch das anders in der DDR hat man dann halt ab und zu mal leere Regale gesehen."
  },
  {
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    "text": "Die wurden dann so mit Rotkohlköpfen ein bisschen ausdekoriert, damit es nicht ganz so schlimm aussieht und ganz so... Katastrophal war es nicht, wir hatten ein relativ hohes Angebot in der DDR, aber wenn es mal nix gab, dann war es halt weg."
  },
  {
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    "end": 1734.98,
    "text": "In Nordkorea sind die Regale damals immer voll gewesen und verkauft wurde."
  },
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    "end": 1739.3,
    "text": "das, was sozusagen am Boden in irgendwelchen Packern lag, war mir damals auch überhaupt nicht klar."
  },
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    "end": 1746.28,
    "text": "Ja, das heißt, egal welche Währung hätte mir nichts genutzt, weil einfach das Produkt nicht vorhanden war und das, was man gesehen hat, war Dekoration."
  },
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    "end": 1751.32,
    "text": "Eine völlig mir unbekannte Welt, die es heute übrigens so in Nordkorea auch nicht mehr gibt."
  },
  {
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    "end": 1754.6,
    "text": "Das gibt es nicht mehr, das erleben sie nicht mehr, wenn sie heute nach Nordkorea fahren."
  },
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    "end": 1758.0,
    "text": "Ich will nicht sagen, es ist wie bei uns, aber vom Prinzip her irgendwie schon."
  },
  {
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    "end": 1761.04,
    "text": "Also was dort da ist, das wird einmal auch verkauft."
  },
  {
    "start": 1761.1,
    "end": 1765.46,
    "text": "Und wenn man die richtige Währung hat, wird es einmal auf ein Silbertablett noch gebracht, wenn man es gerne möchte."
  },
  {
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    "end": 1767.12,
    "text": "Also so, wie was eigentlich gewöhnt ist."
  },
  {
    "start": 1767.28,
    "end": 1783.879,
    "text": "Vielleicht an dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf Ihren Reiseführer, der gerade in diesem Zusammenhang sehr interessant zu lesen ist, unterwegs in Nordkorea, wo Sie auch, glaube ich, einen Aufenthalt in einem mehrstückigen Einkaufszentrum beschreiben, wo man von Fernseher über Kühlschränke bis weiß Gott, was eigentlich alles kaufen kann inzwischen, auch in Nordkorea, so im Cheungyang."
  },
  {
    "start": 1784.24,
    "end": 1785.48,
    "text": "Das war der Wahnsinn, ne?"
  },
  {
    "start": 1786.139,
    "end": 1786.76,
    "text": "Das war der Wahnsinn."
  },
  {
    "start": 1787.26,
    "end": 1788.639,
    "text": "Also große Leseempfehlung von meiner Seite."
  },
  {
    "start": 1788.7,
    "end": 1789.78,
    "text": "Ich habe es kurz nochmal gelesen."
  },
  {
    "start": 1789.82,
    "end": 1790.679,
    "text": "Es ist wirklich sehr unterhaltsam."
  },
  {
    "start": 1790.74,
    "end": 1792.58,
    "text": "Gibt es auch ein super Hörbuch, muss man auch dazu sagen."
  },
  {
    "start": 1793.08,
    "end": 1795.639,
    "text": "Jetzt haben Sie gesagt, Sie waren da quasi mehr oder weniger isoliert."
  },
  {
    "start": 1795.679,
    "end": 1796.919,
    "text": "Sie haben keinen Kontakt."
  },
  {
    "start": 1797.58,
    "end": 1799.179,
    "text": "Und Sie waren sehr unzufrieden."
  },
  {
    "start": 1799.24,
    "end": 1800.84,
    "text": "Also es hat Ihnen wirklich nicht gefallen."
  },
  {
    "start": 1801.76,
    "end": 1805.44,
    "text": "Aber trotzdem, wenn wir heute Nordkorea-Experte googeln, tauchen Sie auf."
  },
  {
    "start": 1805.5,
    "end": 1807.26,
    "text": "Also Sie sind irgendwie am Thema dran geblieben."
  },
  {
    "start": 1807.659,
    "end": 1810.34,
    "text": "Hat sich das während dem Aufenthalt noch verändert oder danach?"
  },
  {
    "start": 1810.419,
    "end": 1814.1,
    "text": "Also woher ist dann auch diese Faszination und dieses Interesse gekommen?"
  },
  {
    "start": 1814.48,
    "end": 1821.399,
    "text": "Nee, also ich muss da ganz selbstkritisch sagen, ich habe mich da wie ein Idiot benommen, während des Aufenteils, dass ich habe nicht das Beste draus gemacht."
  },
  {
    "start": 1822.26,
    "end": 1825.8,
    "text": "Ich habe mir auch in einem Filter über nachgedacht, aber überlegt, was ist da eigentlich mit mir passiert?"
  },
  {
    "start": 1825.86,
    "end": 1828.84,
    "text": "Ich glaube, um es zu vereinfachen, das war schon so etwas wie ein Kulturschock."
  },
  {
    "start": 1829.56,
    "end": 1831.159,
    "text": "Aber einer, mit dem ich nicht gerechnet hatte."
  },
  {
    "start": 1831.32,
    "end": 1833.76,
    "text": "Also schauen Sie, es geht da mit der Sprache los."
  },
  {
    "start": 1833.8,
    "end": 1837.52,
    "text": "Ich glaube, das kennt ein jeder, der irgendwo in den Ausland fährt, wo er die Sprache nicht so gut kennt."
  },
  {
    "start": 1837.96,
    "end": 1839.28,
    "text": "Das ist schon mal urstressig."
  },
  {
    "start": 1839.419,
    "end": 1841.32,
    "text": "Über alles, was man sagt, muss man nachdenken."
  },
  {
    "start": 1841.419,
    "end": 1842.84,
    "text": "Nichts geht irgendwie von alleine."
  },
  {
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    "end": 1845.78,
    "text": "Man muss seine Hemmung überwinden."
  },
  {
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    "end": 1847.06,
    "text": "Es ist unangenehm."
  },
  {
    "start": 1847.36,
    "end": 1849.0,
    "text": "Es ist alles mühsam irgendwie."
  },
  {
    "start": 1849.379,
    "end": 1850.62,
    "text": "Und das laugt einen aus."
  },
  {
    "start": 1850.72,
    "end": 1853.5,
    "text": "Das laugt einen ein, zwei Wochen schon aus."
  },
  {
    "start": 1853.58,
    "end": 1857.58,
    "text": "Aber wenn man sich vorstellt, wenn es da zwei, drei, vier Monate, das ist schon... Echt brutal."
  },
  {
    "start": 1858.08,
    "end": 1866.7,
    "text": "Und dann kommt sehr drauf an, dass man die richtige innere Einstellung hat und sagt ne ne, pass auf, chill mal, das ist jetzt hier normal, Kulturschock, sei offen, ja und überhaupt."
  },
  {
    "start": 1867.28,
    "end": 1870.679,
    "text": "Dann mit den Leuten, mit denen wir reden konnten, die haben uns halt auch permanent belogen."
  },
  {
    "start": 1871.02,
    "end": 1875.379,
    "text": "Und zwar auf eine derartig offenkundige Art und Weise, dass es ein Bezib schon eine Frechheit war."
  },
  {
    "start": 1876.1,
    "end": 1882.22,
    "text": "Also zum Beispiel, wenn man sagt, ja, warum gibt es denn jetzt hier kein Fleisch oder sowas, dann hat es geheißen, ja, Fleisch ist eh nicht so gesund."
  },
  {
    "start": 1882.76,
    "end": 1886.399,
    "text": "Es ist so nach dieser Art, wo man denkt, ja, klar, das kannst du an der Großmutter erzählen."
  },
  {
    "start": 1886.659,
    "end": 1891.86,
    "text": "Oder wir würden gerne mal da und dahin gehen, dann hat es geheißen, ja, ja, das ist im Augenblick nicht möglich, aber machen wir später."
  },
  {
    "start": 1891.919,
    "end": 1893.679,
    "text": "Und aus später wurde dann gar nichts."
  },
  {
    "start": 1893.74,
    "end": 1899.139,
    "text": "Oder ja, eben auch dieses mit den Menschen reden wollen und die liefen dann weg und keiner wollte uns sagen, warum."
  },
  {
    "start": 1899.24,
    "end": 1901.6,
    "text": "Also das hat zu massiver Frustration geführt."
  },
  {
    "start": 1901.679,
    "end": 1904.76,
    "text": "Also, ein Kommilitone von mir war etwas klüger als ich."
  },
  {
    "start": 1905.659,
    "end": 1908.419,
    "text": "Der ist anders rangegangen, der ist deutlich offener noch gewesen."
  },
  {
    "start": 1908.52,
    "end": 1910.44,
    "text": "Ich habe ihn damals leicht belächelt."
  },
  {
    "start": 1910.5,
    "end": 1911.48,
    "text": "Also ich war einfach nur Wüten."
  },
  {
    "start": 1911.879,
    "end": 1912.48,
    "text": "Man macht dann zu."
  },
  {
    "start": 1913.659,
    "end": 1915.24,
    "text": "Man bleibt dann so in seiner eigene Blase."
  },
  {
    "start": 1915.28,
    "end": 1916.34,
    "text": "Das kennt man heute aber auch noch."
  },
  {
    "start": 1916.399,
    "end": 1922.94,
    "text": "Also so Ex-Pad-Communities, die irgendwo im Ausland sind, die treffen sich dann abends und schimpfen dann einfach über das Gastland."
  },
  {
    "start": 1923.0,
    "end": 1924.84,
    "text": "Ja, so was haben wir da in Nordkorea auch gemacht."
  },
  {
    "start": 1925.58,
    "end": 1933.34,
    "text": "Unsere Freizeitgestaltung bestand im Wesentlichen daraus, dass wir dann in der deutschen Botschaft waren und uns da jeden Abend die Kante gegeben haben irgendwie."
  },
  {
    "start": 1934.02,
    "end": 1937.6,
    "text": "auf eine ziemlich heftige Art und Weise, was weder gesund noch klug war."
  },
  {
    "start": 1938.32,
    "end": 1940.32,
    "text": "Wir haben uns dann irgendwann selbst isoliert."
  },
  {
    "start": 1940.52,
    "end": 1947.0,
    "text": "Ich hätte es besser wissen müssen, weil ich kenne ja solche Systeme aus eigener Erfahrung und weiß, dass da auch eine Methode dahinter steckt."
  },
  {
    "start": 1947.62,
    "end": 1949.159,
    "text": "Also dieses Selbstregulierung."
  },
  {
    "start": 1949.32,
    "end": 1954.06,
    "text": "Ich habe irgendwann aufgegeben, es überhaupt zu versuchen, mit den Leuten in Kontakt zu kommen."
  },
  {
    "start": 1954.1,
    "end": 1958.24,
    "text": "Wer weiß, vielleicht wäre er noch mehr dabei rausgekommen, wenn ich nur dran geblieben wäre, war ich aber nicht."
  },
  {
    "start": 1958.28,
    "end": 1959.12,
    "text": "Ich war damals auch jung."
  },
  {
    "start": 1959.82,
    "end": 1960.28,
    "text": "Frustriert."
  },
  {
    "start": 1960.419,
    "end": 1965.82,
    "text": "Nordkorea hat mich sowieso nicht interessiert und ja irgendwie weiß nicht."
  },
  {
    "start": 1965.919,
    "end": 1967.2,
    "text": "Ich hatte dann irgendwie keine Lust mehr."
  },
  {
    "start": 1967.36,
    "end": 1972.34,
    "text": "Als ich zurückgekommen bin, habe ich auch gesagt, da fahre ich definitiv nicht noch mal hin bis nach der Wiedervereinigung."
  },
  {
    "start": 1972.6,
    "end": 1975.26,
    "text": "Also die Wiedervereinigung von Nord und Südkorea, meinen Sie?"
  },
  {
    "start": 1975.52,
    "end": 1975.919,
    "text": "Ganz genau."
  },
  {
    "start": 1976.139,
    "end": 1981.919,
    "text": "Wo ich damals auch noch davon ausgegangen bin, dass das natürlich nach deutschen Muster passiert, also dass der Süden den Norden übernimmt."
  },
  {
    "start": 1982.46,
    "end": 1983.58,
    "text": "Das sah für mich auch so aus."
  },
  {
    "start": 1983.7,
    "end": 1985.179,
    "text": "Ich meine, da hat ja nichts funktioniert."
  },
  {
    "start": 1985.24,
    "end": 1988.08,
    "text": "Die Autoreifen sahen aus wie Slicks auf der Formel-Einstrecke."
  },
  {
    "start": 1988.139,
    "end": 1989.94,
    "text": "Da war kein Profil mehr drauf und nichts."
  },
  {
    "start": 1989.98,
    "end": 1992.32,
    "text": "Strom war täglich irgendwie weg."
  },
  {
    "start": 1992.6,
    "end": 2002.74,
    "text": "Warmes Wasser gab es ein oder zwei Mal am Tag und das in unserem Wohnheim, wie wir ja schon privilegiert waren, nah, das war irgendwie kein Land, das ist noch länger als ein halbes oder ein Jahr machen würde."
  },
  {
    "start": 2002.84,
    "end": 2005.46,
    "text": "Zumal einundneunzig muss man sie auch zurückversetzen."
  },
  {
    "start": 2005.5,
    "end": 2011.899,
    "text": "Das war die Zeit, wo die sozialistischen Domino Steine hier fielen, wo dann gerade auch diese Wettunion sich auflöste und und und."
  },
  {
    "start": 2012.639,
    "end": 2016.04,
    "text": "Das war relativ klar, Nordkorea kann es vergessen, das wird ja eh nichts."
  },
  {
    "start": 2016.32,
    "end": 2019.96,
    "text": "Also das vielleicht zu meiner Verteidigung, ich habe den auch nicht viel Zukunft gegeben."
  },
  {
    "start": 2020.36,
    "end": 2021.34,
    "text": "Wann hat sich das geändert?"
  },
  {
    "start": 2021.84,
    "end": 2023.6,
    "text": "Ich glaube, das kann man aus zwei Richtungen sehen."
  },
  {
    "start": 2023.659,
    "end": 2026.04,
    "text": "Das eine ist mal meine persönliche Veränderung."
  },
  {
    "start": 2026.26,
    "end": 2033.159,
    "text": "Ich glaube, das war mehr oder weniger im Sommer, als die Nordkoreaner im Juli diese sogenannten Julimaßnahmen veröffentlicht haben."
  },
  {
    "start": 2034.44,
    "end": 2038.32,
    "text": "Ängste, wie sie jemals an Reform herangekommen sind, enorm weitreichen."
  },
  {
    "start": 2038.399,
    "end": 2039.72,
    "text": "Da wurden die drei Währungen z.B."
  },
  {
    "start": 2040.04,
    "end": 2041.159,
    "text": "vereinheitlich zu einer."
  },
  {
    "start": 2041.72,
    "end": 2043.36,
    "text": "Es wurde der Wechselkurs verändert."
  },
  {
    "start": 2043.78,
    "end": 2043.94,
    "text": "D.h."
  },
  {
    "start": 2044.36,
    "end": 2051.6,
    "text": "die eigene Währung wurde massiv abgewertet gegenüber dem Dollar, etwas, was eigentlich aus Gründen der Ehre für Nordkorea normal undenkbar gewesen wäre."
  },
  {
    "start": 2051.679,
    "end": 2054.199,
    "text": "Aber pragmatisch natürlich absolut sinnvoll."
  },
  {
    "start": 2054.299,
    "end": 2055.08,
    "text": "Also eine Anpassung."
  },
  {
    "start": 2055.54,
    "end": 2057.62,
    "text": "Das offizielle Kurs ist an den Schwarzmarktkurs."
  },
  {
    "start": 2058.219,
    "end": 2064.08,
    "text": "Es sind die Preise verändert worden, sodass die Farmer jetzt sich mit Gewinn ihre Produkte haben verkaufen können."
  },
  {
    "start": 2064.219,
    "end": 2071.38,
    "text": "Und noch ein paar andere Maßnahmen, die für mich so darauf hingedeutet haben, dass Nordkorea jetzt in Richtung doch... China, sage ich mal, vorsichtig geht."
  },
  {
    "start": 2071.46,
    "end": 2075.38,
    "text": "Also Sozialismus erhalten, aber gleichzeitig marktwirtschaftliche Reformen mit einbringen."
  },
  {
    "start": 2075.86,
    "end": 2085.86,
    "text": "Es gab dann auch diese Annäherung zwischen Nord- und Südkorea mit ersten touristischen Austausch, Ende der neunziger Jahre, dann im Jahr zweitausend im Juni, der erste innerkoreanische Gipfel."
  },
  {
    "start": 2086.38,
    "end": 2090.9,
    "text": "Zu dem Zeitpunkt war ich gerade in Seoul damals, hab mit erlebt, wie die Menschen damals darauf reagiert haben."
  },
  {
    "start": 2090.96,
    "end": 2092.92,
    "text": "Das war eine sehr berührende Erfahrung."
  },
  {
    "start": 2092.98,
    "end": 2094.219,
    "text": "der ganze Optimismus damals."
  },
  {
    "start": 2094.699,
    "end": 2096.739,
    "text": "Und natürlich auch die Nachfrageseite muss man sehen."
  },
  {
    "start": 2096.82,
    "end": 2100.72,
    "text": "Also das Interesse an meiner sogenannten Expertise, ich mag den Begriff Experte nicht."
  },
  {
    "start": 2101.22,
    "end": 2105.88,
    "text": "Ich bezeichne mich als Spezialist, also ich spezialisiere mich auf dem Land und auf ein bestimmtes Gebiet."
  },
  {
    "start": 2106.0,
    "end": 2107.88,
    "text": "Experte heißt, dass ich es kann, das tue ich nicht."
  },
  {
    "start": 2108.279,
    "end": 2110.64,
    "text": "Aber ich habe schon natürlich viel Zeit darauf investiert."
  },
  {
    "start": 2110.74,
    "end": 2116.32,
    "text": "Also egal, das Interesse an meiner Spezialisierung, an meinem Wissen, hat tragische Hintergründe."
  },
  {
    "start": 2116.52,
    "end": 2122.56,
    "text": "Es ist einmal die Hungersnote in Nordkorea Mitte bis Ende der neunziger Jahre, die für sehr viel internationaler Aufmerksamkeit gesorgt hat."
  },
  {
    "start": 2123.24,
    "end": 2129.06,
    "text": "Natürlich auch dafür gesorgt hat, dass viele internationale Hilfsorganisationen nach Nordkorea gekommen sind, die EU hat."
  },
  {
    "start": 2129.48,
    "end": 2133.08,
    "text": "Im Jahr two-thausend-und-eins, also viele EU-Staaten und die EU als solche."
  },
  {
    "start": 2133.2,
    "end": 2135.98,
    "text": "Brüssel haben diplomatische Beziehungen eröffnet mit Nordkorea."
  },
  {
    "start": 2136.02,
    "end": 2138.22,
    "text": "Das heißt, die Zahl der westlichen Botschaften ging nach oben."
  },
  {
    "start": 2138.66,
    "end": 2142.2,
    "text": "Entsprechend auch die Zahl von medialer Abdeckung bei uns."
  },
  {
    "start": 2142.32,
    "end": 2152.98,
    "text": "Und dann natürlich sind wir wieder bei tragischen Ereignissen Ende zwei-tausend-zwei dann diese zweite Atomkrise, die letztlich bis heute andauert, wo da nochmal ein verstärktes Interesse an Nordkorea... da war."
  },
  {
    "start": 2153.42,
    "end": 2162.5,
    "text": "Und diese Dinge haben letztlich dazu beigetragen, sowohl mein wissenschaftliches Interesse wieder zu erneuern, der ich mich ja doch sehr für wirtschaftliche Transformationen auch in solchen Systemen interessiert habe."
  },
  {
    "start": 2162.94,
    "end": 2171.1,
    "text": "Und gleichzeitig hat es auch dafür gesorgt, dass einfach eine Nachfrage nach meinem vermeintlichen Wissen da war und, na ja, dadurch sind wir jetzt da, wo wir heute sind."
  },
  {
    "start": 2171.82,
    "end": 2174.64,
    "text": "Herr Frank, wenn wir noch einmal zurückblicken."
  },
  {
    "start": 2175.2,
    "end": 2181.48,
    "text": "Gibt es, ich weiß, es ist eine sehr banale Frage, aber ich stelle sie trotzdem, Sie haben schon so viele interessante Anekdoten erzählt, eine geht noch, würde ich mal sagen."
  },
  {
    "start": 2181.9,
    "end": 2189.38,
    "text": "Gab es einen einbringendsten Moment, der Sie vielleicht danach oder vielleicht auch bis heute nicht loslasst von Ihrer Aufenthaltschauart?"
  },
  {
    "start": 2189.98,
    "end": 2191.12,
    "text": "Es ist wirklich eine schwere Frage."
  },
  {
    "start": 2191.54,
    "end": 2206.16,
    "text": "Über die allgemeine Ehre, die ich gezogen habe, daraus habe ich ja schon gesprochen, also wirklich die Selbstkritik dahingehend nicht wieder so verbohrt zu sein und so mich... sozusagen ins Schneckenhaus zu verziehen, sondern offen zu bleiben, auch wenn es schwierig wird."
  },
  {
    "start": 2206.38,
    "end": 2219.2,
    "text": "Als Ereignis vielleicht eine Studentin, eine Nordkoreanische, mit der wir im Wohnheim zu tun hatten, die also schon irgendwie speziell gewesen sein muss, weil sonst hätten die nicht ins Ausländerwohnheim gehen können und die sprach auch sehr gut Englisch."
  },
  {
    "start": 2219.24,
    "end": 2227.5,
    "text": "Das heißt, mit der konnte man sich tatsächlich auch vertieft unterhalten und das war schon irgendwie klar, dass die geschickt wurde."
  },
  {
    "start": 2228.56,
    "end": 2232.44,
    "text": "Mit einem Auftrag und irgendwie bei Stimmung zu halten, zu betreuen, keine Ahnung."
  },
  {
    "start": 2232.7,
    "end": 2239.72,
    "text": "Aber irgendwann brach es aus der heraus und das, ich glaube im Nachhinein, das war ehrlich und das klang so authentisch."
  },
  {
    "start": 2240.52,
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    "text": "I don't want to be blind, hat sie gesagt."
  },
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    "text": "Ich möchte nicht blind sein."
  },
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    "text": "Und das war dann begleitet von Fragen eben nach unserem Alltag und so weiter."
  },
  {
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    "text": "Und gerade wir natürlich als Ex-Ostdeutsche waren für die natürlich besonders interessant, weil wir so ein bisschen als aus dem eigenen Camp-Komment angesehen wurden."
  },
  {
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    "text": "Also wir waren einfach glaubwürdiger."
  },
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    "text": "Und dann, wir hatten ja beide Welten gesehen."
  },
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    "text": "Und das ist mir in Erinnerung geblieben."
  },
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    "end": 2281.74,
    "text": "Diese Verzweiflung fast, die ich so gut hab nachempfinden können, als jemand, der selber in der DDR gelebt hat, uns... der sehr auch gelitten hat unter der Tatsache, dass wir da zwar nicht so isoliert waren wie die Nordkoreaner, aber letztlich auch nicht reisen konnten, wo wir hin wollten und damit dieses Gefühl nicht nur der Isolation, sondern auch das Blindseins, das nicht sehen können."
  },
  {
    "start": 2282.24,
    "end": 2284.64,
    "text": "Das habe ich mir gemerkt, so als Einschneidung des Erlebnis."
  },
  {
    "start": 2285.08,
    "end": 2294.82,
    "text": "Herr Frank, wenn jetzt jemand ihren Schilderungen zugehört hat und sich denkt, ich würde mir das auch gerne mal ansehen, ich würde gerne mal in dieses Land reisen, sind wir wieder bei dem Thema."
  },
  {
    "start": 2295.7,
    "end": 2297.72,
    "text": "Das geht ja derzeit meines Wissens nach nicht."
  },
  {
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    "end": 2301.1,
    "text": "Gibt es irgendeinen Ausblick, dass das vielleicht wieder einmal möglich sein könnte?"
  },
  {
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    "end": 2303.38,
    "text": "Ich glaube, seit Corona ist das Land ja völlig abgeschottet."
  },
  {
    "start": 2303.62,
    "end": 2308.66,
    "text": "Naja, Anfang dieses Jahres, zwanzig, fünfundzwanzig, ist es im Februar möglich gewesen, nach Rasson zu fahren."
  },
  {
    "start": 2308.7,
    "end": 2310.44,
    "text": "Das ist die Industriezone im Nordosten."
  },
  {
    "start": 2311.12,
    "end": 2312.44,
    "text": "Das war für zwei Wochen offen."
  },
  {
    "start": 2312.88,
    "end": 2319.299,
    "text": "Jetzt ist Rasson nicht Nordkorea, aber es ist also nicht, wie soll ich sagen, repräsentativ für Nordkorea, weil es eine Sonderwirtschaftszone ist."
  },
  {
    "start": 2319.92,
    "end": 2321.799,
    "text": "Aber das war zumindest mal eine Variante."
  },
  {
    "start": 2322.34,
    "end": 2326.52,
    "text": "Und im April konnte man auch zum Pyongyang-Marathon fahren bzw."
  },
  {
    "start": 2326.72,
    "end": 2327.0,
    "text": "fliegen."
  },
  {
    "start": 2327.779,
    "end": 2334.02,
    "text": "Da haben die dann aber auch relativ schnell wieder abgebrochen, weil irgendwie haufenweise Influencer da waren, die da all den möglichen Quatsch gemacht haben."
  },
  {
    "start": 2334.64,
    "end": 2337.14,
    "text": "Da haben denn die Nordkorene auch gemerkt, das bringt hier nichts."
  },
  {
    "start": 2337.62,
    "end": 2341.7,
    "text": "Aktuell ist es tatsächlich so, dass man als westlicher Ausländer nicht nach Nordkorea kann."
  },
  {
    "start": 2341.82,
    "end": 2344.68,
    "text": "Also Russen können, Chinesen können, glaube ich, auch bedingt."
  },
  {
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    "end": 2346.58,
    "text": "Aber das muss ja nicht ewig so bleiben."
  },
  {
    "start": 2346.64,
    "end": 2355.24,
    "text": "Also wie ich Nordkorea kenne, und da kommt mir meine Erfahrung auch einfach zur Gute, sind ja inzwischen wirklich schon fast vier und dreißig Jahre, die ich mich damit intensiv beschäftige."
  },
  {
    "start": 2357.18,
    "end": 2358.74,
    "text": "sich da und zum Teil auch relativ schnell."
  },
  {
    "start": 2358.84,
    "end": 2363.1,
    "text": "Also es ist eigentlich nicht so unmöglich, man soll die Hoffnung nicht aufgeben, einfach dranbleiben."
  },
  {
    "start": 2363.62,
    "end": 2365.38,
    "text": "Inzwischen gibt es auch Nachrichten darüber, dass z.B."
  },
  {
    "start": 2365.9,
    "end": 2373.82,
    "text": "private Autos zugelassen sind im Pyongyang und plötzlich die Zahl der Privatfahrzeuge nach oben schnell, sodass die jetzt erstmalig ein Parkplatzproblem kriegen in Nordkorea."
  },
  {
    "start": 2374.4,
    "end": 2381.82,
    "text": "Also ich selber würde sogar direkt gerne mal wieder hinfliegen und zu schauen, um zu sehen, was sich in den letzten Jahren doch so massiv verändert hat."
  },
  {
    "start": 2382.22,
    "end": 2397.46,
    "text": "Kim Jong-un fährt auch jetzt offensichtlich eine ganz andere Politik, er versucht die Wirtschaft Entwicklung quasi zu seiner Priorität zu machen, auch so ein bisschen zur Basis seiner Legitimität, also fast wie eine Entwicklungsdiktatur, wie wir sie im osterseatischen Raum in den letzten Jahrzehnten ja schon öfter erlebt haben."
  },
  {
    "start": 2397.9,
    "end": 2401.759,
    "text": "Also das muss schon interessant sein, einfach die Augen aufhalten und schauen."
  },
  {
    "start": 2401.86,
    "end": 2404.799,
    "text": "Im Augenblick geht es nicht, das ist richtig, ich würde es nicht ausschließen."
  },
  {
    "start": 2405.5,
    "end": 2408.9,
    "text": "Kompliziert ist es eh nicht, weil man sowieso nur per organisierte Tour dahin kommt."
  },
  {
    "start": 2409.22,
    "end": 2419.58,
    "text": "Und ja, man muss sich mit sich selber auch im Rhein sein, dass man in ein System fährt, das ganz klar eine totalitäre Diktatur ist mit Menschenrechtsverletzung, Atomwaffen und so weiter."
  },
  {
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    "end": 2421.52,
    "text": "Es gibt Menschen, die sagen, da fahre ich sicher nicht hin."
  },
  {
    "start": 2422.08,
    "end": 2423.279,
    "text": "Das finde ich auch völlig in Ordnung."
  },
  {
    "start": 2423.34,
    "end": 2427.08,
    "text": "Also jeder muss mit sich selber im Rhein sein, ob er dahin fahren möchte oder nicht."
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  {
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    "end": 2434.84,
    "text": "Sorgen, dass man das Regime damit finanziert, muss man sich vielleicht nicht machen, weil mit Verlaub, aber das sind Peanuts, die wir als Touristen dann dort beitragen können."
  },
  {
    "start": 2435.24,
    "end": 2438.84,
    "text": "Aber ansonsten einfach Abwarten, Tee trinken und Geduld haben."
  },
  {
    "start": 2439.02,
    "end": 2439.66,
    "text": "Rüdiger Frank war das."
  },
  {
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    "end": 2445.799,
    "text": "Vielen Dank für diese Schilderungen auch über diese doch durchaus privaten Ansichten, die Sie hier mit uns geteilt haben."
  },
  {
    "start": 2445.84,
    "end": 2446.22,
    "text": "Vielen Dank."
  },
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    "text": "Sehr"
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    "text": "gerne."
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    "end": 2460.22,
    "text": "Und wenn Ihnen diese Folge bis dahin schon einmal gefallen hat und Sie auch die kritische und unabhängige Berichterstattung der Standard unterstützen möchten, dann geht das als Abonnentin oder mit einem einmaligen Unterstützungsbeitrag schon ab drei Euro."
  },
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    "start": 2460.44,
    "end": 2466.56,
    "text": "Alle Infos unter abo.derstandard.at Alles weitere zum aktuellen Weltgeschehen dann wie immer auf der Standard.at."
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    "end": 2471.0,
    "text": "Feedback oder Themenvorschläge schicken Sie uns gerne an Podcast ads der Standard.at."
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    "text": "Ich bin Daniel Retschitzegger."
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    "end": 2476.88,
    "text": "Bis zum nächsten Mal."
  }
]