[
  {
    "start": 5.26,
    "end": 9.129,
    "text": "Ich bin Daniel Retschitzacker, das ist Thema des Tages, der Nachrichten Podcast vom Standard."
  },
  {
    "start": 15.73,
    "end": 17.15,
    "text": "Die FPÖ im Umfrage hoch."
  },
  {
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    "end": 23.549,
    "text": "Keine andere Partei hat nach der ohnehin gewonnenen Nationalratswahl noch einmal mehr zugelegt als die Freiheitlichen."
  },
  {
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    "end": 25.93,
    "text": "Bei der ÖVP wiederum sieht es gänzlich anders aus."
  },
  {
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    "end": 32.11,
    "text": "Die Kanzlerpartei befindet sich in einer Talsole und scheint derzeit mehr mit sich selbst beschäftigt zu sein."
  },
  {
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    "end": 36.77,
    "text": "Hinzu kommt auch ein wichtiges Bundesland, nämlich Oberösterreich, in dem bald mal gewählt wird."
  },
  {
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    "text": "Dieses Bundeslands können sie ebenfalls an die FPÖ gehen."
  },
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    "text": "Ist die ÖVP also am Ende und triumphiert am Ende die FPÖ über ihren einst großen Rivalen?"
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  {
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    "text": "Darüber sprechen wir heute."
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    "text": "Sandra Schieders, der Standard-Innenpolitik-Redaktion ist heute hier und Michael Völker, Ressortleiter der Innenpolitik beim Standard."
  },
  {
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    "end": 64.989,
    "text": "Bei der vergangenen Nationalratswahl im September, im September, haben sich nach der Wahl ja wirklich bizare Szenen eigentlich in der Lichtenfelsgasse bei der ÖVP ereignet."
  },
  {
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    "end": 73.289,
    "text": "Die Partei ist zweistellig in Prozentpunkten abgestürzt und ihr könnt euch sicher daran erinnern, die haben gefeiert, als hätten sie gerade fulminant diese Wahl gewonnen."
  },
  {
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    "end": 78.729,
    "text": "Jetzt über ein Jahr später wusste denn hin die große Selbstsicherheit der Volkspartei."
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  {
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    "end": 87.53,
    "text": "Naja, unmittelbar nach der Wahl war, glaube ich, die Erleichterung groß, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist, was ja durchaus im Bereich des Möglichen gewesen wäre."
  },
  {
    "start": 88.11,
    "end": 97.91,
    "text": "Danach kam dann die Erleichterung, als die Koalitionsgespräche mit der FPÖ abgebrochen wurden und eine neue Koalition mit der FPÖ und NEOS gefunden wurde."
  },
  {
    "start": 98.429,
    "end": 108.949,
    "text": "Da war, glaube ich, in der Partei die Erleichterung sehr groß, nämlich auch den Kanzler wiederzustellen, was ja auch ein etwas absurdes Ergebnis nach dem Ausgang des Wahl war."
  },
  {
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    "text": "Die Koalition ist ganz gut angelaufen."
  },
  {
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    "text": "Das war, glaube ich, auch ein Verdienst von Christian Stocker."
  },
  {
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    "end": 117.25,
    "text": "Die drei Parteien haben sich überraschend gut zusammenraufen können."
  },
  {
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    "end": 120.369,
    "text": "Das hat die ÖVP auch für sich verbuchen können."
  },
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    "end": 128.37,
    "text": "Mittlerweile, glaube ich, ist die Ernüchterung aber groß, weil es der ÖVP kaum gelingt, Inhalte nach außen zu transportieren."
  },
  {
    "start": 128.49,
    "end": 130.85,
    "text": "Sie ist mit ihren Anliegen in der Koalition."
  },
  {
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    "end": 136.97,
    "text": "zu wenig sichtbar und sie kann ihre Kernwerte kaum nach außen hinterstellen."
  },
  {
    "start": 137.71,
    "end": 142.25,
    "text": "Jetzt war Christian Stocker dankheitsbedingte auch nicht auf der politischen Bühne."
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    "end": 143.47,
    "text": "zu sehen."
  },
  {
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    "end": 146.049,
    "text": "Also ich glaube, dass die Ernüchterung sehr groß ist."
  },
  {
    "start": 146.09,
    "end": 150.269,
    "text": "und dann gibt es ja Umfragewerte, die sehr bedrückend sind für die ÖVP."
  },
  {
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    "end": 160.769,
    "text": "Ja, also ich kann mich auch noch sehr gut erinnern an das letzte Jahr und die damaligen Jubelrufe der ÖVP, die sind ja damals fast einer Realitätsverweigerung gleichgekommen."
  },
  {
    "start": 161.15,
    "end": 166.23,
    "text": "Man hat sich gefeiert, dass wir dann irgendwie als Erster durchs Ziel gegangen und hat wirklich Grund."
  },
  {
    "start": 166.35,
    "end": 171.19,
    "text": "Also aus ÖVP Sicht hatte man Grund genug zu feiern, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist."
  },
  {
    "start": 172.69,
    "end": 177.19,
    "text": "war das damals quasi der Startschuss für ein sehr schwieriges Jahr."
  },
  {
    "start": 177.91,
    "end": 184.37,
    "text": "Für die ÖVP, der Michael hat eh schon skizziert, ein wenig, was ich da vielleicht noch ergänzend dazu sagen möchte."
  },
  {
    "start": 184.87,
    "end": 199.15,
    "text": "Die ÖVP ist jetzt seit einem guten halben, dreiviertel Jahr wieder an der Macht, Kanzlerpartei, und dennoch hat sie noch immer... absolut kein Rezept quasi gegen den unaufhaltsamen Höhenflug der FPÖ gefunden, weder im Land noch im Bund."
  },
  {
    "start": 199.53,
    "end": 208.25,
    "text": "Und das sorgt natürlich für Unruhe und Nervosität, insbesondere dort, wo Wahlen zumindest schon in Sicht sind, wie beispielsweise in Oberösterreich und Niederösterreich."
  },
  {
    "start": 208.45,
    "end": 210.41,
    "text": "Darüber werden wir noch ausführlich sprechen in diesem Podcast."
  },
  {
    "start": 211.03,
    "end": 217.769,
    "text": "Ich würde zu Beginn gerne eure Insights anzapfen, die ihr in die verschiedenen Parteien habt, genauer gesagt in diesem Fall in die ÖVP."
  },
  {
    "start": 218.71,
    "end": 220.07,
    "text": "Bringen wir da vielleicht ein bisschen Licht ins Dunkel."
  },
  {
    "start": 220.13,
    "end": 223.51,
    "text": "Wir müssen nämlich über die Causa, Harald, Mara und Wirtschaftskammer sprechen."
  },
  {
    "start": 223.609,
    "end": 228.13,
    "text": "Nach außen hin, das haben, glaube ich, alle Zuhörerinnen und Zuhörer mitbekommen, ein absolutes Debakel."
  },
  {
    "start": 228.75,
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    "text": "Aber welche Risse und Spannungen hat das denn in der Partei ausgelöst?"
  },
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    "start": 233.07,
    "end": 235.25,
    "text": "Weil Spulos ist das an ihnen ja auch nicht vorbeigegangen."
  },
  {
    "start": 235.43,
    "end": 246.049,
    "text": "Also diese ganze Causa war schon insofern spannend, als sie wirklich die innere Zerrissenheit der Partei offenbart hat, über die man zuvor quasi nur ein bisschen spekulieren konnte."
  },
  {
    "start": 246.65,
    "end": 251.97,
    "text": "Und sie hat auch einige es quasi über die Machtverhältnisse in der ÖVP offen gelegt."
  },
  {
    "start": 252.53,
    "end": 266.17,
    "text": "Es waren ja, wir erinnern uns, Federführerinnen, die Landeshauptleute aus Niederösterreich und Oberösterreich, Johanna Mikkel-Leitner und Thomas Stelzer, die der Federführerin Harald Maras Themen- und Darge quasi orchestriert haben."
  },
  {
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    "end": 271.07,
    "text": "Beide gehören ja dem Arbeitnehmerbund ÖAAB an."
  },
  {
    "start": 271.53,
    "end": 283.47,
    "text": "Und da hat sich schon gezeigt, dass zwischen zwei sehr wichtigen Teilorganisationen in der ÖVP, nämlich dem Arbeitnehmerbund und auch dem Wirtschaftsbund, dem eben Harald Mara, entstammt und angehört ein ziemlich großer Machtkampf herrscht."
  },
  {
    "start": 283.67,
    "end": 293.65,
    "text": "Und das Arbeitnehmerbund, das hat sich auch schon in jüngerer Vergangenheit gezeigt, da haben sich schon nicht erst seit der Causa Mara die Machtverhältnisse verschoben."
  },
  {
    "start": 293.87,
    "end": 296.81,
    "text": "Früher war der Wirtschaftsbund quasi der mächtigste Bund."
  },
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    "end": 297.71,
    "text": "innerhalb der Partei."
  },
  {
    "start": 297.95,
    "end": 301.45,
    "text": "mittlerweile haben die Arbeitnehmerbündler eindeutig das Sagen."
  },
  {
    "start": 301.87,
    "end": 317.17,
    "text": "Und was diese Causa schon auch noch gezeigt hat, ist, dass schwarze Landeshauptleute jetzt schon zunehmend weniger Rücksicht auf die Befindlichkeiten im Bund nehmen und quasi Kante zeigen, weil es eben die schwarzen Landeshauptleute waren, die in dieser Causa am Ausgerückt sind."
  },
  {
    "start": 318.97,
    "end": 327.23,
    "text": "diese ganze Chaos und das Kräftemessen innerhalb der ÖVP, also auf diese zwei Bünde hinausläuft, der Arbeitnehmerbund und natürlich auch der Wirtschaftsbund auf der anderen Seite."
  },
  {
    "start": 328.51,
    "end": 334.01,
    "text": "Ja, schon, aber ich glaube, diese internen Machtspiele interessieren nach außen hin überhaupt niemanden."
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  {
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    "end": 337.07,
    "text": "Also das ist ein Thema für Politik nirgends."
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    "end": 344.79,
    "text": "wie wir es sind, aber es gibt dieses Kräftemessen zwischen dem Bündnis, zwischen dem Wirtschaftsbund und anderen Bünden."
  },
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    "start": 344.85,
    "end": 354.49,
    "text": "Der Wirtschaftsbund hat aktuell sich einen Einfluss verloren, was Alexander das schon erwähnt, was insofern auch heikel ist, weil der Wirtschaftsbund das Geld hat und das Geld bringt."
  },
  {
    "start": 355.07,
    "end": 358.09,
    "text": "Das ist mit Sicherheit der potenteste Bund innerhalb der ÖVP."
  },
  {
    "start": 358.81,
    "end": 364.39,
    "text": "relevanter ist, aber glaube ich, das Kräftemessen zwischen den Landesorganisationen und der Bundespartei."
  },
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    "text": "im Augenblick ist dieses Verhältnis sehr angenehm."
  },
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    "text": "gespannt, da gibt es sehr unterschiedliche Interessen."
  },
  {
    "start": 370.29,
    "end": 376.69,
    "text": "Der Bundeskanzler mit seinen Koalitionspartnern in der Regierung will und sollte etwas weiterbringen, muss Reformen angehen."
  },
  {
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    "text": "Vieles davon wird nicht sehr populär sein."
  },
  {
    "start": 379.67,
    "end": 392.61,
    "text": "Die Länder werden möglicherweise an Macht- und Einfluss einbüßen, wenn es dazu Reformen etwa im Gesundheitsbereich oder im Bildungsbereich kommt oder im Verhältnis des Bundes zu den Ländern und den Gemeinden."
  },
  {
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    "end": 396.13,
    "text": "Die Landesparteien haben da ganz andere Interessen."
  },
  {
    "start": 396.25,
    "end": 400.31,
    "text": "Eben, es stehen Wahlen an in Oberösterreich, in Niederösterreich."
  },
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    "end": 403.31,
    "text": "Kärnten wird irgendwie auch sehr spannend."
  },
  {
    "start": 403.41,
    "end": 407.45,
    "text": "und da ist die Frage, wie lang die Länder die Landeschefs stillhalten werden."
  },
  {
    "start": 408.23,
    "end": 427.55,
    "text": "Die Sandra hat das eh schon auch erwähnt, dass Harald Mara so schnell gehen musste, ist letztendlich... auf den Einfluss der Länder zurückzuführen, also während Parteichef Stokker noch versucht hat ihn zu halten, hat die niederösterreichische Landeshauptforschern den Startschuss zu seiner politischen Hinrichtung gegeben, ohne lange nachzufragen, ob das jemanden recht ist."
  },
  {
    "start": 427.83,
    "end": 444.19,
    "text": "Ich verstehe, dass du sagst, das interessiert nur Politik nerds und ich gehe auch davon aus, dass den Wählern relativ egal sein wird, dass sich die ÖVP mit sich selbst beschäftigt, aber ich glaube fürs Verständnis wäre es trotzdem ganz interessant, weil... Du hast schon gesagt, Harald Marat, man recht schnell fallen lassen aufgrund auch des Druckes der Länder."
  },
  {
    "start": 445.19,
    "end": 451.11,
    "text": "Es gibt ja einen anderen Kandidaten, nämlich August Wöginger, der vor kurzem ja eigentlich noch deutlich schwerere Vorwürfe zu schlucken hatte."
  },
  {
    "start": 451.17,
    "end": 453.07,
    "text": "Da ging es um den Vorwurf des Amtsmissbrauchs."
  },
  {
    "start": 453.65,
    "end": 455.05,
    "text": "Und der hat sich ja eisangehalten."
  },
  {
    "start": 455.09,
    "end": 461.53,
    "text": "Da gab es ja nach der Division vor Gericht ja auch fast schon bizarre Presseaussendungen, wo es hieß, na super, dass du wieder da bist, August Wöginger."
  },
  {
    "start": 461.87,
    "end": 467.41,
    "text": "Liegt das auch daran, dass August Wöginger selbst beim Arbeitnehmer bunt ist und quasi hier mehr Rückhalt von der Partei hat?"
  },
  {
    "start": 468.17,
    "end": 469.79,
    "text": "Daniel, du hast es schon angesprochen."
  },
  {
    "start": 469.87,
    "end": 472.69,
    "text": "Man muss sich das quasi immer auf der Zunge zergehen lassen."
  },
  {
    "start": 473.21,
    "end": 488.23,
    "text": "Während quasi Mara wegen vermeintlich falscher interner Entscheidungen und mangelndem politischen Gespür und dann auch misslungener Kommunikation quasi sich nicht halten konnte, entsteht die Partei noch immer."
  },
  {
    "start": 488.61,
    "end": 496.03,
    "text": "Eisern hinter Wöginger, obwohl es in seinem Fall um sehr viel schwerwiegenderes geht, nämlich um Vorwürfe der Bestimmung zum Amtsmissbrauch."
  },
  {
    "start": 496.57,
    "end": 512.23,
    "text": "Dass Mara gehen musste und Wöginger bleiben konnte, hat freilich jetzt nicht nur mit den Machtverhältnissen der Bündner in der ÖVP zu tun, sondern natürlich auch mit deren Persönlichkeiten, also Harald Mara und August Wöginger sind völlig unterschiedliche Typen."
  },
  {
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    "end": 512.85,
    "text": "der eine."
  },
  {
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    "end": 519.31,
    "text": "Wöginger gilt quasi als Verbinder und Loyal und genießt auch sehr hohe Beliebtheitswerte in der ÖVP."
  },
  {
    "start": 520.05,
    "end": 534.09,
    "text": "Und der andere, Harald Marra, hat sich in letzter Zeit schon sehr durch Abgehobenheit und auch unglückliche Interviews, wo er zu scharf auch mit der ÖVP ins Gericht gegangen ist, immer mehr Feinde in der Partei gemacht."
  },
  {
    "start": 534.47,
    "end": 541.55,
    "text": "Außerdem und diesen Aspekt darf man, glaube ich, auch nicht vergessen, Harald Marra war ein wesentlicher Architekt der Dreier-Kollektion."
  },
  {
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    "end": 553.27,
    "text": "Und auch strippend sieher im Hintergrund, als es damals, also zu Jahresbeginn im Jänner darum gegangen ist, die Koalitionsverhandlungen quasi mit der FPÖ doch noch zu Fall zu bringen."
  },
  {
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    "end": 571.63,
    "text": "Und das wird Harald Marra in Teilen der Partei schon übergenommen, vor allem in schwarz-blau regierten Ländern wie eben Niederösterreich und Oberösterreich, die eine Koalition zwischen ÖVP und FPÖ auch als mögliches Modell für den Bund sehen würden und keine so großen Freunde dieser drei Koalitionshälfte."
  },
  {
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    "end": 580.63,
    "text": "Jetzt habt ihr schon angesprochen, dass die Wähler das eigentlich überhaupt nicht juckt, was es da für innere Befindlichkeiten der Volkspartei gibt oder wahrscheinlich zählt das bei allen Parteien gleich."
  },
  {
    "start": 581.25,
    "end": 584.45,
    "text": "Jetzt aber die Frage, ist der ÖVP das überhaupt bewusst, dass es die Wähler nicht interessiert?"
  },
  {
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    "end": 584.81,
    "text": "Denn"
  },
  {
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    "end": 586.31,
    "text": "Eindruck hat man nicht."
  },
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    "end": 596.79,
    "text": "Also tatsächlich interessiert es die Wähler null, die wollen eine funktionierende Partei, die wollen wissen, wofür die Partei, die sie wählen, gewählt haben oder wollen könnten."
  },
  {
    "start": 597.31,
    "end": 606.11,
    "text": "Wofür die steht, die wollen Werte nachvollziehen können, die wollen Ergebnisse, und zwar sie wollen konkrete Ergebnisse, also Ergebnisse, die tatsächlich ihr Leben verbessern."
  },
  {
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    "end": 610.57,
    "text": "Und die gibt es derzeit nicht, die kann die ÖVP nicht liefern, die liefert die Regierung derzeit nicht."
  },
  {
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    "end": 611.53,
    "text": "Und"
  },
  {
    "start": 611.75,
    "end": 617.61,
    "text": "ich glaube, das ist einer der wesentlichen Gründe, warum die ÖVP derzeit so schlecht dasteht."
  },
  {
    "start": 617.99,
    "end": 629.97,
    "text": "Sander, du hast es jetzt schon angesprochen, das Verhältnis der ÖVP mit der FPÖ vertief man das vielleicht auch ein bisschen, wie groß oder wie einflussreich oder wie relevant, nenn es wie du willst, ist diese Fraktion innerhalb der Volkspartei"
  },
  {
    "start": 630.53,
    "end": 630.65,
    "text": "die..."
  },
  {
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    "end": 634.67,
    "text": "eine Zusammenarbeit mit der FPÖ weiterhin begrüßt."
  },
  {
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    "end": 638.41,
    "text": "Ich muss da ein bisschen ausholen, weil es ist relativ kompliziert."
  },
  {
    "start": 638.83,
    "end": 646.23,
    "text": "Also das Verhältnis zwischen der FPÖ und der ÖVP, das lässt sich schwer in einem Satz oder wenigen Sätzen zusammenfassen."
  },
  {
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    "end": 647.57,
    "text": "Aber ich versuche es trotzdem."
  },
  {
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    "end": 660.45,
    "text": "Also während der Volkspartei und Freiheitliche in fünf Bundesländern weitgehend harmonisch kalieren, vergeht ja quasi auf Bundesebene fast kein Tag, wo sich die beiden Parteien nicht in Presse aussehen."
  },
  {
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    "end": 664.51,
    "text": "auf Social Media, im Parlament, in Pressekonferenzen etc."
  },
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    "end": 665.01,
    "text": "etc."
  },
  {
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    "end": 668.09,
    "text": "angiften und bepflegeln."
  },
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    "end": 676.27,
    "text": "Aber Partei intern ist das Verhältnis der ÖVP zur FPÖ natürlich ambivalenter als es quasi auf den ersten Blick scheint."
  },
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    "end": 683.33,
    "text": "Also öffentlich wird zwar mit harten Bandagen gekämpft und dennoch existieren im Hintergrund aufrechte Gesprächskanäle auch im Parlament."
  },
  {
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    "end": 688.75,
    "text": "Und wie du schon angesprochen hast, Daniel, in der Volkspartei gibt es nach wie vor jene Kräfte."
  },
  {
    "start": 689.21,
    "end": 703.45,
    "text": "Und ich habe es vorhin auch schon gesagt, insbesondere in den von ÖVP und FPÖ regierten Ländern, die ein Modell oder eine Koalition zwischen ÖVP und FPÖ auch quasi als die wünschenswerteste Variante noch immer halten."
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  {
    "start": 703.83,
    "end": 711.59,
    "text": "Und ich habe auch den Eindruck, mit Fortdauer dieser Koalition werden diese Kräfte und dieser Block innerhalb der ÖVP jedenfalls größer."
  },
  {
    "start": 711.89,
    "end": 719.07,
    "text": "Aber wie groß das lässt sich seriös schwierig einschätzen, vielleicht kann der Michael da ja noch etwas ergänzen."
  },
  {
    "start": 719.69,
    "end": 737.57,
    "text": "Also die Koalition in Wien ist, glaube ich, nicht sehr beliebt und sie wird zunehmend unbeliebt und das stärkt, glaube ich, in der ÖVP auch jene Kräfte, die sich eher bei den Freiheitlichen anlehnen würden, was natürlich irgendwie auch bitter ist, wenn sich da die Machtverhältnisse dann umkehren."
  },
  {
    "start": 737.67,
    "end": 743.35,
    "text": "Also die Freiheitlichen werden in vielen Fällen dann ja nicht der Junior-Partner, sondern es wäre die ÖVP der Junior-Partner."
  },
  {
    "start": 744.03,
    "end": 747.87,
    "text": "Das muss man im Bund einmal durchstehen und das muss man in den Ländern durchstehen."
  },
  {
    "start": 749.23,
    "end": 755.43,
    "text": "ist das bereits der Fall, wenn das in Oberösterreich dann auch so käme, ist das glaube ich für die ÖVP schon sehr bitter."
  },
  {
    "start": 755.59,
    "end": 758.43,
    "text": "Das haben sich glaube ich noch nicht alle bewusst gemacht, was das bedeutet."
  },
  {
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    "end": 758.57,
    "text": "Ich"
  },
  {
    "start": 758.89,
    "end": 767.75,
    "text": "finde es ja ganz interessant, weil wenn du schon Oberösterreich ansprichst, ich glaube, da gibt es Spektres, die aktuellste Umfrage, die sieht die FPÖ, wenn ich es jetzt noch richtig im Kopf habe, bei rund thirty-fünf Prozent und die ÖVP bei achtzehn."
  },
  {
    "start": 768.43,
    "end": 771.17,
    "text": "Also das ist mehr oder weniger fast das Doppel der ein Prozentpunkten."
  },
  {
    "start": 772.03,
    "end": 776.55,
    "text": "Wie viel Unruhe oder wie viel Bestreben hier etwas zu ändern bringt denn das tatsächlich rein?"
  },
  {
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    "end": 782.37,
    "text": "Denn Ich bin aus Oberösterreich und ich kann mir nicht vorstellen, dass die ÖVP eine große Freude damit hätte, den Landeshauptmann Sessel dort abzugeben."
  },
  {
    "start": 782.75,
    "end": 785.47,
    "text": "Ich glaube, da steht nur Niederösterreich noch drüber in der Prioritätenliste."
  },
  {
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    "text": "Unruhe ist, glaube ich, eine Untertreibung."
  },
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    "text": "Das ist Panik."
  },
  {
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    "end": 791.75,
    "text": "In der ÖVP muss hier Panik ausbrechen."
  },
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    "end": 795.23,
    "text": "Und natürlich wird das Partei intern auch Diskussionen geben."
  },
  {
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    "end": 801.85,
    "text": "Auch die Frage wird sich stellen, ob Thomas Stelzer tatsächlich der richtige Mann ist, um da jetzt in die Wahl auseinandersetzung zu gehen."
  },
  {
    "start": 801.91,
    "end": 806.05,
    "text": "Also offensichtlich nein, sonst wären diese Umfragewerte nicht so, wie sie sind."
  },
  {
    "start": 806.23,
    "end": 814.83,
    "text": "Also die ÖVP wird sich da in Oberösterreich was einfallen lassen müssen, sonst geht sie mit offenen Augen hier in eine offenbar sich erscheinende Wahlniederlage."
  },
  {
    "start": 815.41,
    "end": 821.65,
    "text": "Und das war ja schon im Vorjahr der Verlust des Landeshauptmannssessels in der Steiermark, ein schwerer Schlag für die ÖVP."
  },
  {
    "start": 822.19,
    "end": 828.09,
    "text": "Also die kann sich das nicht leisten, dass die FPÖ jetzt quasi drauf und dran ist, weitere Bundesländer blau einzufärben."
  },
  {
    "start": 828.47,
    "end": 844.91,
    "text": "Das hat natürlich irgendwie auch dann Auswirkungen auf die Bundesebene, weil wenn hier einzelne Bundesländer zu Gippen beginnen, gerät das ganze politische System in eine Schieflage, die darauf hinausläuft, dass die Nationalratswahl dann eben auch in ein entsprechendes Vorzeichen bekommt."
  },
  {
    "start": 845.15,
    "end": 853.95,
    "text": "Und was wiederum ja auch Einflüsse auf die Partei hat, wie ihr vorher schon skizziert habt, dass manche Landeshauptleute, die quasi kurz vor wichtigen Entscheidungen stehen, einfach deutlich weniger Lust auf interne Quereien haben, oder?"
  },
  {
    "start": 854.09,
    "end": 857.67,
    "text": "Das und zum anderen habe ich eben vorhin auch schon irgendwie angesprochen."
  },
  {
    "start": 857.85,
    "end": 874.85,
    "text": "Dass man jetzt schon quasi erste Beobachtungen machen kann, stichwort Kausamara, dass schwarze Landeshauptleute einfach zunehmend weniger Rücksicht auf die Befindigkeiten im Bund nehmen und wenn es opportun erscheint, auch einmal gegen die Bundesparteilinie darüber fahren oder sich zumindest nicht absprechen."
  },
  {
    "start": 875.59,
    "end": 876.99,
    "text": "Rücksicht war das Wort, das ist mir nicht eingefallen."
  },
  {
    "start": 877.13,
    "end": 877.51,
    "text": "Vielen Dank."
  },
  {
    "start": 879.45,
    "end": 882.79,
    "text": "Von den Bundesländern kurz nochmal wegkommen und an die Spitze der Volkspartei schauen."
  },
  {
    "start": 883.03,
    "end": 884.19,
    "text": "zu Christian Stocker."
  },
  {
    "start": 884.89,
    "end": 890.03,
    "text": "Wie würde die seine Rolle derzeit in diesem ganzen Konklo-Romarat an Problemen einordnen?"
  },
  {
    "start": 890.21,
    "end": 897.43,
    "text": "Ich meine, ein Kanzler, der am Anfang eigentlich... alles ausgestrahlt hat, dass er nur eine Übergangslösung ist, jetzt war er recht lang krank, jetzt kommt er heute zurück."
  },
  {
    "start": 898.01,
    "end": 899.11,
    "text": "Was ist seine Rolle in dem Ganzen?"
  },
  {
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    "end": 912.69,
    "text": "Sein wirklich großes Verdienst war, die politische Lage beruhigt zu haben und die aufgehetzte Stimmung nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen mit der FPÖ und überhaupt dem Wahlausgang auch, also diese Stimmung abgekühlt zu haben."
  },
  {
    "start": 913.19,
    "end": 919.21,
    "text": "Er hat dann eine Koalition aus diesen drei doch sehr unterschiedlichen Parteien auf Schiene gebracht, was glaube ich nicht so einfach war."
  },
  {
    "start": 919.69,
    "end": 922.33,
    "text": "Das ist auch seiner verbindenden Art, teilweise zuzuzug."
  },
  {
    "start": 922.39,
    "end": 926.35,
    "text": "rechnen und im Prinzip macht er eine erstaunlich gute Figur."
  },
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    "text": "Reicht das?"
  },
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    "text": "Nein."
  },
  {
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    "end": 933.85,
    "text": "Stocker lässt jede Dynamik vermissen, er ist keiner der glaubhaft für Reformen und neue Ideen steht."
  },
  {
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    "end": 940.89,
    "text": "Ein großes Manko ist glaube ich auch und daran leidet die ÖVP sehr, dass er die junge Generation überhaupt nicht anspricht."
  },
  {
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    "text": "Also ich glaube nicht, dass er bei den Jugendlichen großartig ankommt und dass sich die da identifizieren können."
  },
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    "text": "Stocker war der ideale Mann für den Übergang, aber ich glaube, die ÖVP wäre schlecht beraten, mit immer Spitzenkandidaten in eine Wahl auseinandersetzung zu gehen."
  },
  {
    "start": 958.21,
    "end": 963.83,
    "text": "Hinter ihm bereiten sich, ohne das schon andere darauf vor, in die allererste Reihe zu treten."
  },
  {
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    "text": "Das ist in erster Linie, glaube ich, Wolfgang Hartmannsdorfer, der Wirtschaftsminister oder auch Claudia Blakholm, die Kanzleramtsministerin, beide sehr ehrgeizig, beide sehr machtbewusst und beide sehr gut in der Partei vernetzt."
  },
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    "text": "Vorbereitungen auf einen Machtwechsel in der ÖVP sind längst angelaufen, glaube ich."
  },
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    "text": "Würdest du sagen, sind das Zukunftshoffnungen für die Volkspartei?"
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    "text": "oder, ich meine, ich muss diesen Elefanten jetzt kurz ansprechen, müssen wir uns in den kommenden Wochen und Monaten mit Sebastian Kurz beschäftigen, der ja... medial immer noch präsentes und dessen möglich ist und der Anführungszeichen-Comeback ja immer wieder angesprochen wird."
  },
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    "text": "In der Zukunftshoffnungen sind die beiden genannten jedenfalls, aber an Sebastian Kurz wird auch kein Weg vorbeiführen."
  },
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    "text": "Ich glaube, es ist sehr offensichtlich, dass er seine Ambitionen auf eine politische Karriere noch nicht aufgegeben hat."
  },
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    "text": "Also er denkt ja ganz massiv an die Öffentlichkeit und unternimmt ja alles um auf der Bühne auch auf der politischen Bühne präsent zu bleiben."
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    "end": 1025.069,
    "text": "Ich meine, er hat noch Gerichtsverfahren, die anstehen."
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    "text": "Ich glaube, diesen Ausgang wird er abwarten müssen."
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    "end": 1035.31,
    "text": "Ich glaube, er muss auch einen Momentum in der Innenpolitik abwarten, dass es ihm ermöglichen würde, da überhaupt mit einem Wumms wieder einzusteigen."
  },
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    "text": "Diese Situation kann kommen und dann kann zwei erlebensieren."
  },
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    "text": "Nämlich entweder er versucht sein Comeback über die ÖVP, sprich der Einige ist dafür, aber auch einiges dagegen, also mit der ÖVP."
  },
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    "end": 1053.31,
    "text": "möglicherweise irgendwie auch einen Schleifstein am Bein, mit dem er sich kaum bewegen kann."
  },
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    "text": "Genauso gut könnte er eine politische Bewegung starten und gegen die ÖVP antreten mit einer eigenen Bewegung."
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    "text": "Das würde der ÖVP dann glaube ich aber erst recht in Todesstoß versetzen."
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    "text": "Aber ich glaube auch, dass Sebastian Kurz aktuell und auch in ein paar Jahren nicht so viel Zugkraft hat, um die FPÖ zu überholen."
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    "text": "Zumindest schaut es aktuell nach Umfragen so aus."
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    "text": "Also die Kluft, die da klafft in den Umfragen zwischen ÖVP und FPÖ ist einfach so riesig, dass ich mir gerade nicht vorstellen kann, dass es überhaupt in der Form nah und mittlerer Zukunft einholbar ist."
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    "text": "Und was ich mir halt auch nicht vorstellen kann, ist, dass Sebastian Kurz einen, ich weiß, es ist jetzt sehr in die Zukunft."
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    "text": "am gedacht einen Vizekanzler unter einem Kanzler Herbert Kiekel machen würde."
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    "text": "Ja, das sehe ich ähnlich."
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    "text": "Also das bremst seine Ambitionen mit Sicherheit."
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    "text": "Aber dennoch mittelfristig hat er das Ziel nicht aufgegeben."
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    "text": "Und wenn es da eine Gelegenheit gibt und wenn es eine Entwicklung gibt, die es ihm ermöglichen würde, da wieder einzusteigen, mit einer reellen Erfolgsaussicht, dann wird er das auch tun."
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    "end": 1125.909,
    "text": "Sandra, Michael, wir haben jetzt das Jahr zwanzig für die Tür stehen."
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    "text": "Ein Ja, das ist ein großer Vorteil, glaube ich, für die Regierenden."
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    "text": "Parteien beinhaltet, denn es stehen keine wichtigen Wahlen an."
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    "text": "Man muss auf keine Landtagswahl-Rücksicht nehmen, das ist dann erst den Fall der Fall."
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    "end": 1145.01,
    "text": "Ist das nicht auch eine riesengroße Chance für alle Beteiligten, jetzt einmal Dinge durchzuziehen, die man normalerweise aus Rücksicht vor möglichen Wahlergebnissen."
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    "text": "Einfach sich nicht traut."
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    "text": "Ja, so ist es."
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    "text": "Also das wäre eine Riesenschaus, aber wir haben das jetzt auch mehrfach schon angesprochen, dass eben diese Landtagswahlen, die erst im Jahr zwanzig sieben und zwanzig oder auch erst zwanzig acht und zwanzig anstehen, schon ihre Schatten vorauswerfen und dass die Protagonisten in den Parteien zunehmend nervös werden."
  },
  {
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    "end": 1172.01,
    "text": "Die Frage ist, bleibt die Bundesregierung, bleiben dort die Akteure cool genug, um da tatsächlich Reformen anzugehen?"
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    "text": "Wir haben jetzt die Null über die ÖVP gesprochen, aber bei der SPÖ ist die Lage ja auch nicht irgendwie so rosig, also da kämpft ja Babler quasi ums politische Überleben und das wird es ihm auch nicht leichter machen, irgendwie da auch jetzt im Kräftemessen mit den Landesparteien, wo er ganz wenig oder gar keinen Rückhalt hat, auf die Umsetzung von Reformen zu drängern."
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    "end": 1193.87,
    "text": "Ich"
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    "end": 1214.27,
    "text": "empfinde das Jahr zwanzig noch quasi als letztes Jahr der Galgenfriest für diese Regierung, weil wenn sich nicht irgendwie zumindest ein Hauch andeutet, dass ich dann auch irgendwas drehen könnte, dann könnten in den Ländern eben angesichts der Landtagswahlen wirklich Gräben aufbrechen, die halt dann auch dem Bund erreichen werden."
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    "end": 1217.129,
    "text": "Das Jahr zwanzig, also das Jahr der Entscheidung."
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    "text": "zur SBO noch ganz kurz."
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    "end": 1223.709,
    "text": "Ich glaube, das bedarf einen eigenen Podcast oder mehrere eigene Artikel, die ihr wahrscheinlich auch bald noch schreiben werdet."
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    "text": "Da werden wir schon noch einen Zeitpunkt finden, um ausführlich auch über die Sozialdemokratie zu sprechen."
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    "end": 1230.05,
    "text": "Vielen Dank, Sandra und vielen Dank, Michael."
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    "text": "Danke sehr."
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    "end": 1231.33,
    "text": "Danke auch."
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    "end": 1242.27,
    "text": "Und wenn Ihnen diese Folge gefallen hat und Sie auch die kritische und unabhängige Berichterstattung des Standard unterstützen möchten, dann geht das als Abonnentin oder mit einem einmaligen Unterstützungsbeitrag schon ab drei Euro."
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    "end": 1244.85,
    "text": "Alle Infos dazu unter abo.derstandard.at."
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    "end": 1248.85,
    "text": "Und hier ist, was Sie heute sonst noch wissen müssen."
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    "text": "Erstens."
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    "text": "Nach drei Jahrzehnten der Planung und Diskussionen kommt die dritte Piste jetzt doch nicht."
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    "text": "Der Flughafen argumentiert die Kehrtwende unter anderem mit den stark gestiegenen Baukosten und auch mit der langen Verfahrensdauer."
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    "text": "In dieser Zeit seien die Maschinen größer geworden und könnten jetzt mehr Menschen pro Flugzeug transportieren."
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    "text": "Brasiliens Ex-Präsident Jair Bolsonaro muss sofort in Haft."
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    "text": "Vergangenen September war er ja wegen eines Putsches verurteilt worden."
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    "end": 1286.03,
    "text": "Das oberste Gericht des Landes hatte Bolsonaro's erste Berufung gegen das Urteil jetzt zurückgewiesen."
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    "text": "Das Urteil, eine siebenundzwanzigjährige Haftstrafe, ist damit rechtskräftig."
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    "text": "Und drittens US-Sondergesandter Steve Whitkoff in der Kritik."
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    "text": "Er soll seinem russischen Gegenüber Yuri Ushakov Ratschläge gegeben haben, wie Putin Trump ein Ukraine-Abkommen bestmöglich vorschlagen kann."
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    "text": "Das berichten Medien unter Berufung auf ein Transkript eines Telefonates zwischen den beiden Männern."
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    "text": "Trump scheint damit aber kein Problem zu haben."
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    "end": 1312.49,
    "text": "Er stellt sich weiterhin hinter seinen Gesandten."
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    "text": "Alles weitere zum aktuellen Weltgeschehen dann wie eben auf der Standard.at."
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    "text": "Ich bin Daniel Rechitzacker."
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    "text": "Bis zum nächsten Mal."
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]