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    "text": "Ich bin Daniel Retschitzegger,"
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    "text": "Die Haftbefehldokumentation auf Netflix stürmt gerade die Charts und sorgt für hitzige Diskussionen."
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    "text": "Wenn es Ihnen damit nicht gut geht, dann hören Sie diese Folge am besten nicht allein."
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    "text": "Wenn Sie sich selbst in einer Krise befinden, wir verlinken in den Shounen uns mehrere Webseiten und Telefonnummern, dort können Sie sich Hilfe holen."
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    "text": "Juan Moreno ist heute hier, ist Journalist beim Spiegel-Podcast-Host des Auslands-Podcasts, acht Milliarden und seit kurzem auch Co-Regisseur einer Dokumentation über iCode Anhan."
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    "text": "Allias Haftbefehl, die gerade die Netflix-Charts stürmt."
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    "text": "Juan, ein Juan Moreno macht eine Doku über einen Rapper namens Haftbefehl."
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    "text": "Das hatte ich im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im"
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    "text": "Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr."
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    "text": "Ja, ich hatte das auch nicht auf meiner Bingo-Kart."
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    "text": "Es ist dazu gekommen, weil ich vor einigen Jahren, ich bin freier Journalist, bin lange beim Spiegel als sogenannte fester Freier, also schreibe ich vor allem für den Spiegel, mache aber auch andere Dinge, habe moderiert und andere Dinge gemacht."
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    "text": "Und ich habe vor einigen Jahren einen Skandal rund um den Fälscher-Klassrelocius hervorgebracht und der Hintergrund ist, ich habe mit ihm recherchiert für den Spiegel eine Geschichte gemacht."
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    "text": "Das Ganze wurde dann irgendwann entdeckt und es war ein Skandal und das wurde verfilmt von Bulli Herbich, dem Regisseur und in der Hauptrolle war Elias Mbarek."
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    "text": "Und dann fragen sich alle die uns zu hören, warum erzähl uns dieser Mann das."
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    "text": "Elias Mbarek hat hafte Fehl irgendwann kennengelernt und aus dem Gespräch gab sich die Absicht eine Dokumentation zum."
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    "text": "Und da mich Elia Sembarich zu der Zeit gerade spielte, dachte, dass ich wohl, da spiele ich gerade einen Journalisten, vielleicht frage ich ihnen, ob er Lust hat, das zu tun."
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    "text": "Und das ist die Genese dieser Geschichte, so kam ich auf deine Bingo-Karte, um das so zu sagen."
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    "text": "Ein klassisches Musiker-Porträt kann man es ja kaum nennen."
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    "text": "Es ist"
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    "text": "auch ein Musiker-Porträt, aber ich finde ehrlicherweise... Wenn man so von ganz oben drauf schaut, dass es ein Antidrogenfilm ist, ein klassischer Antidrogenfilm, wenn es einem Message gibt, die glaube ich sehr klar wird ist, gerade für junge Leute, gerade von dem Hintergrund, dass der Kokain-Konsum in Deutschland steigt, dass die Mengen an Kokain, die in Deutschland verfügbar ist."
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    "text": "so groß ist, dass die Preise zum Teil fallen."
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    "text": "Das heißt, diese Elite-Druge, die sich früher wirklich nur die super Reichen leisten konnten, die können sich jetzt ganz andere Leute plötzlich leisten und es werden mehr."
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    "text": "Und wenn du mich fragst, was ist das für ein Film oder was war das für eine Intention, dann kann ich dir sagen, dass am Anfang Sinan und ich, der kurische Sir Sinan Selvinsch und ich, immer wieder darüber geredet haben, wie kriegen wir diese Thematik in diesen Film?"
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    "text": "vor dem Hintergrund dieser Tragödie, die dieser großartige künstlerhafte Film derzeit durchlebt."
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    "text": "Wenn man sich so Berichte über euren Film ansieht, dann kommt immer wieder raus, dass bei dieser Produktion ja durchaus einiges in Bewegung war, dass sich da viel geändert hat im Laufe dieses Prozesses."
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    "text": "Da gab es unterschiedliche Pläne, das hat sich immer wieder geändert."
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    "text": "Ja, also diese Idee mit dem wir machen einen Drogenfilm, die entstand im Schnitt."
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    "text": "Davor wollten wir einen Film über Aiko Tanan machen, einen jungen Mann aus Offenbach, aus einem, heute würde man sagen, prekären Umfeld."
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    "text": "Und dieser Mannschaft, das nach ganz oben wird, für viele der größte und beste deutsche Rapper und hat für ganz viele Migranten in Deutschland eine Bedeutung erlangen, weil er so eine Art Sprachrohr geworden ist, wird von vielen gefeiert, auch ehrlicherweise von Leuten, die qua Geburt sehr weit weg sind von diesen Problemvierteln, um die mal so zu bezeichnen."
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    "text": "Der gilt als jemand, der Musikmanager in den Schwitzkasten nimmt, spielend und sie auf den Arm nimmt."
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    "text": "Diese Erkrankung, diese Drogensucht nahm mehr und krassere... Formen an und wurde irgendwann zum dominieren element seines seins."
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    "text": "und dann waren wir gezwungen alles auf den kopf zu stellen und dann zu sagen okay dann Machen wir halt wie verabredet diese dokumentation Und begleiten diesen absturz der ehrlicherweise man kennt das ja von so musikerportreis also Kurt Cobain, Amy Winehouse ehrlicherweise auch Alice Presley."
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    "text": "diese dokumentation oder diese film über sie behandeln ja das ähnliche Thema, Aufstieg, Ruhm, Drogensucht und so weiter."
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    "text": "Der Unterschied jetzt ist, glaube ich, man ist einfach währenddessen dabei."
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    "text": "Erklärt das und ich meine das überhaupt nicht negativ, auch diese Zerrissenheit, die diese Dokumentation irgendwie ausstrahlt."
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    "text": "Natürlich, eine Dokumentation entsteht jetzt nicht chronologisch, das ist schon klar, aber ist das das, was diese Zerrissenheit ausstrahlt?"
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    "text": "Das ist super beobachtet, weil normalerweise entsteht eine Dokumentation nicht chronologisch, also was nennt man Dramaturgie."
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    "text": "Man setzt Dinge voraus, Dinge, die später sich ereignet haben, werden nach vorne gesetzt, werden irgendwo anders hingesetzt."
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    "text": "Und du sprichst wahrscheinlich diese Studioszene an oder du siehst einfach jemanden, der in seiner Prime ist, der einfach ein Künstler ist, ein Rapper ist, der im Studio voller Energie in dieses Mikro brüllt."
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    "text": "Und bei uns war es so, dass wir zu diesem Zeitpunkt noch in der Phase waren, in dem es darum ging, lass uns doch mal gucken, wie der sich vor der Kamera anfühlt, so eine Art Testdreh."
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    "text": "Und das ist einfach nur das, was chronologisch passiert ist."
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    "text": "Wie habt ihr es geschafft, dass Aykut Anhan euch in seine Welt hineingelassen hat."
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    "text": "Das ist ein Ort, der ist fünfzehn Kilometer unweit von Frankfurt, der ist fünfzehn Kilometer von Offenbach entfernt."
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    "text": "Der eine oder andere hat vielleicht schon mal von Hanau gehört wegen dieser furchtbaren Anschläge oder auch Walruddi Völler."
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    "text": "Und darum konnte ich relativ offen und klar mit Aikut sprechen und ihm sagen, was ich alles nicht machen wolle, nämlich die erwartbare Musik, Dokumentation."
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    "text": "die sehr oft gesehen wird."
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    "text": "Und das hat er erlaubt, weil er, glaube ich, auch der Sech gotiert hat, dass Sinan und ich relativ gerade am Anfang und ehrlich mit ihm geredet haben."
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    "text": "Ron, ich würde gern mit dir darüber sprechen, wo die Grenzen des zeigbaren sind oder wo du sie und dein Kollege sie tatsächlich sehen."
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    "text": "Ihr zeigt in dieser Dokumentation einen Menschen, der mit wirklich vielen inneren Dämonen kämpft, der sich, man kann es glaube ich kaum anders sagen, selbst zerstört, der sehr früh in seiner Kinder seinen Vater auf fürchterliche Weise verloren hat, der abstürzt, der drogensüchtig ist."
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    "text": "Das ist eine super Frage und ich kann dir sagen, das ist die Frage, die alles dominiert hat am Ende der Dreharbeiten und dann vor allem im Schnitt."
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    "text": "Und ich kann allen versichern, es gibt dann noch viel, viel mehr Wahnsinn im Schnitt, den nie jemand sehen wird."
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    "text": "Der erste Grund ist Aikut Anhan, der ohne jetzt was Spoilern zu wollen, am Ende, ich würde sagen, jedenfalls für jetzt, die Kurve bekommen hat, tatsächlich eine Therapie gemacht hat, hat den Film gesehen."
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    "text": "objektiv drauf zu schauen, was das für ein Film ist."
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    "end": 644.02,
    "text": "Und nicht nur ein Arzt, sondern verschiedene haben gesagt, natürlich weiß jemand, der kokain süchtig ist, was er tut."
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    "text": "Das ist nicht so, dass die jetzt plötzlich einen Vormund brauchen."
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    "text": "Und ich glaube ehrlicherweise nicht zuletzt, weil er weiß, dass er für ganz, ganz viele da draußen ein Vorbild ist."
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    "text": "Und er möchte, dass... Dieses furchtbare Zeug, ich glaube, der Bruder Cem nennt dieses Kokain in Teufel."
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    "text": "Dass diese Message, die ihm, glaube ich, wichtig ist, dass die rauskommt."
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    "text": "Das ist, glaube ich, ein Aspekt."
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    "text": "Und der andere Aspekt ist tatsächlich, den du wahrscheinlich auch als Journalist meinst, muss ich mich darüber hin wegsetzen."
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    "text": "Ja, du bist clean, deine Blutwerte sind so, dass du offenbar gesund bist und genau weißt, was du tust."
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    "text": "Es ist mir egal, ich habe eine höhere Wahrheit und ich zeige das nicht."
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    "text": "Aber das ist eine Problematik, die kannst du ja auf ganz, ganz viele Bereiche anwenden."
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    "text": "Stimmt mir vor, du fährst nach Afrika, fährst jetzt in den Sudan, das sind Szenen im Krieg."
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    "text": "Und einige sagen, nein, das ist nicht richtig."
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    "end": 722.12,
    "text": "Und ich verstehe dieses Argument, bin aber hin und her gerissen und finde in diesem Fall und ehrlicherweise in der Vergangenheit meiner journalistischen Arbeit habe ich nicht meistens dafür entschieden, ehrlicherweise mit Grenzen es zu zeigen."
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    "text": "Ich will zumal, wenn der Protagonist, die Protagonistin der Meinung ist, Das soll daraus, dass ich das respektiere und zeige."
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    "text": "Ich glaube, eine allgemein gültige Antwort auf diese Frage gibt es ohnehin nicht."
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    "end": 739.74,
    "text": "Das wird immer im Einzelfall entschieden werden und das ist dann eben deine und meine und die Arbeit unserer Kollegen, diese Entscheidung möglichst richtig zu treffen."
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    "text": "Ich frage aber trotzdem noch einmal nach, ist es euch irgendwann mal vielleicht auch zu viel geworden?"
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    "text": "Du kommst im Film selten vor, man hört dich wirklich nur gelegentlich."
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    "text": "finde ich übrigens sehr gut, relativ uneitel, ist bei Dokumentationen nicht immer so."
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    "text": "Aber es gibt eine Szene, wo man dich hört nach einem Konzert, wo du ihn fragst, Eikern, warum bist du zu diesem Konzert gegangen?"
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    "text": "Dein Arzt hat ja eigentlich gesagt, du solltest nicht."
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    "text": "Und er verlangt von dir, dass du weiter filmst, dass du weiter machst und du willst gehen."
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    "text": "Du sagst, wir gehen jetzt und ich glaube er lasst sogar die Kamera dann am Ende des Tages dort."
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    "text": "Ist euch das zu viel geworden?"
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    "text": "super beobachtet, genau das."
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    "text": "Diese Szene eigentlicherweise in... der ich mit ihm reden und sage, dein Arzt hat dir gesagt, du bist in Lebensgefahr und du trittst trotzdem auf."
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    "text": "Und dieses Gespräch war halt am Anfang nicht drin."
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    "text": "Ehrlicherweise mich nervt das auch, wenn Filmemacher gerade etwas Ältere dazu neigen, sich in dreißig Prozent des Films reinzuschneiden."
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    "text": "Und wir hatten eigentlich gesagt, wir machen das komplett ohne."
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    "text": "dass irgendeiner von uns beiden dazu Wort kommt."
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    "text": "Am Ende war die Entscheidung im Schnitt, dass man die Szene sonst nicht versteht."
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    "text": "Und darum braucht man diese Informationen von mir."
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    "text": "Er sagt, ehrlicherweise in dieser Szene im Wahn, und wenn man auf sein Gesicht guckt, ehrlicherweise auch sehr aggressiv, ich will das ja weiterdreht."
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    "text": "Und ich wollte das nicht nur in diesem Ausschnitt, den man im Film sieht, dieses Gespräch gegenüberstunden."
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    "text": "Und ich wollte das sehr, sehr, sehr oft nicht."
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    "text": "Also viele, die jetzt den Film sehen, sagen, Wieso macht nicht schon viel früher jemand etwas?"
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    "text": "Wieso reist da nicht jemand mal wirklich an der Reißleine und sagt, Alkut, jetzt ist Schluss."
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    "text": "Du trittst nicht mehr auf."
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    "text": "Du kommst jetzt nicht mehr irgendwie den Zugang zu einer weiß ich Kreditkarte."
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    "text": "Und wer sagt, den kann man doch einfach stoppen."
  },
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    "text": "Der redet wie der Blinde von der Farbe."
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    "text": "Das haben wirklich sehr, sehr viele, im Film glaube ich allen drei Leute versucht."
  },
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    "text": "Das ist nicht so leicht und das wird mir auch ein Therapeut sagen, wenn derjenige oder diejenige, die in einem Drogen-Sumpf ist, nicht aufhören möchte, dann ist zwang und da muss einfach einer mal durchgreifen, der falsche Weg."
  },
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    "text": "Das wird nicht funktionieren."
  },
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    "text": "Und das ist, ehrlich gesagt, auch die einzige Kritik, die ich von einigen Drogenexperten bekomme, was diese Rettung des Bruders angeht."
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    "text": "Am Ende."
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    "text": "Der Bruder nimmt Alkut mehr oder weniger durch einen Trick in eine türkische Klinik."
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    "text": "Und alle freuen sich jetzt darüber."
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    "text": "Und ein sehr relativ bekannter Drogenexpert hat mir gesagt, so verständlich das ist, dass man diese Menschen zwingen möchte mit dem Entzug."
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    "text": "Der Vormundschaft."
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    "text": "In der Regel ist das sehr, sehr schlecht prognostisch, wenn man glaubt, dass man ihn damit wegbekommt von diesem Zeug langfristig."
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    "text": "In dem Moment, natürlich, er wird weggesperrt, aber langfristig ist die einzige Lösung, dass er es freiwillig tut."
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    "end": 943.54,
    "text": "Also lange Antwort, um zu sagen, Eikot, anderen ist nicht so leicht zu stoppen."
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    "end": 951.86,
    "text": "Ich will noch über einen Punkt sprechen, der mir aufgefallen ist bei dieser Dokumentation und vielleicht hier auch euren Gedankengang nachvollziehen können."
  },
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    "text": "zeigt immer wieder auch nachgestellte Szenen."
  },
  {
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    "end": 956.92,
    "text": "Das ist ein klassisches dokumentarisches Stilmittel."
  },
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    "text": "Da werden Schauspieler eingesetzt, die Szenen nachstellen, die ihr einfach nicht gefühlt habt, weil sie in der Vergangenheit liegen, etc."
  },
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    "end": 971.74,
    "text": "Es gibt dieses wirklich tragische und fürchterliche Kapitel über den Suizidversuch und den tragischerweise auch durchgezogenen Suizid seines Vaters."
  },
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    "end": 973.8,
    "text": "Auch das habt ihr nachgestellt und gezeigt."
  },
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    "text": "War das nötig?"
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    "end": 976.46,
    "text": "Hätten da nicht die Erzählungen gereicht?"
  },
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    "end": 979.58,
    "text": "Was was interessant ist, manchmal sind die Erzählungen sogar schlimmer."
  },
  {
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    "end": 989.98,
    "text": "In dem Film zeigen wir eine Szene, in der der kleine Eikot, seinen Vater davon abhält, sich selbst zu töten."
  },
  {
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    "text": "Die Erzählung, die Eikot uns im Interview gegeben hat, war nicht diese eine Szene, sondern es waren drei."
  },
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    "text": "Also, das ist dreimal passiert."
  },
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    "end": 1008.7,
    "text": "Das geht natürlich dramaturgisch erzählerisch in einem Film nicht, weil man gewissermaßen dreimal dasselbe erzählt."
  },
  {
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    "end": 1021.06,
    "text": "Das heißt, Wenn Eikot das einfach nur erzählt hätte, wäre das aus filmischer, dramaturgischer Sicht kaum umsetzbar, aber es wäre noch krasser in deinem Kopf gewesen."
  },
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    "end": 1036.319,
    "text": "Und die Problematik, die man immer hat bei einem Film und ehrlicherweise bei uns mittlerweile nicht zuletzt durch Social Media geprägten Erwartungen, was Länge von Bildern, die man stehen lässt, ist, wir müssen das bebildern."
  },
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    "text": "Es ist wirklich schwierig heutzutage jemanden in einer Dokumentation, in einer modernen Dokumentation, mal vier, fünf Minuten einfach mal reden zu lassen."
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    "end": 1047.5,
    "text": "Ich bin, glaube ich, ein bisschen älter."
  },
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    "end": 1057.56,
    "text": "Das schaffen viele wirklich nicht, das sich so lange anzutun und darum nicht zuletzt die Entscheidung auch diese krassen Szenen tatsächlich zu bebildern und zu zeigen."
  },
  {
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    "end": 1070.18,
    "text": "Lass uns ein bisschen über die Person Aykot Anhan ans Sich sprechen, was ich wahnsinnig faszinierend gefunden habe in diesem Film und ich bin jetzt wirklich kein Gangster Rap Experte ganz im Gegenteil, ist diese wahnsinnige Ampivalenz, die dieser Mann ausstrahlt."
  },
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    "end": 1087.08,
    "text": "Wir haben auf der einen Seite, wir haben jetzt gerade viel darüber gesprochen, diesen Drogenmissbrauch, wir haben die Musik, diese teilweise sehr wahnsinnig aggressiven Texte auch, dann haben wir auf der anderen Seite aber immer wieder einen Aykot Anhan, der wie ein Kind albern in der Gegend rumläuft, der liebevoll mit seinen eigenen Kindern umgeht, der offensichtlich einen Freundeskreis."
  },
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    "text": "Herz, der ihm egal was passiert, immer wieder die Stange hält."
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    "text": "Dieser Mensch ist irgendwie umgreifbar."
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    "text": "Wie ist es dir damit gegangen?"
  },
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    "text": "Ja, das ist faszinierend."
  },
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    "end": 1096.52,
    "text": "Auch sein Musikgeschmack ist absurd."
  },
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    "text": "Er ist, ich würde sagen, der größte lebende Falco-Fan."
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    "text": "Er sagt Falco war der erste Rapper."
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    "end": 1111.66,
    "text": "Er ist jemand, mit dem du im Auto fährst und plötzlich hört er Albano und Romina Power, Felicitan, ein Song, den wir eigentlicherweise, glaube ich, nur die Älteren unter uns noch kennen."
  },
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    "end": 1121.32,
    "text": "Oder er ist jemand, der, wenn man ihn fragt, sagt mal, Eichhut, wen muss ich unbedingt sprechen, wenn ich erfahren will, die Sequenz von Eichhut anderen."
  },
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    "end": 1125.1,
    "text": "Dann schaut er mich spitzt bübig an und sagt, na klar, Gregor Gizzi."
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    "text": "Der linke Politiker in Deutschland, du meintest natürlich ironisch."
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    "end": 1133.98,
    "text": "Gleichzeitig hast du dann Texte, die ich elcherweise wirklich sehr schwierig finde."
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    "text": "Und Haltungen, die ich, also gelinde gesagt, sehr schwierig halte."
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    "text": "Aber wenn es etwas gibt, was dieser Mann in meinen Augen ist, dann ist das erst ein Künstler."
  },
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    "end": 1151.18,
    "text": "Er ist ein Mensch, der wirklich anders tickt als viele, viele von uns."
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  {
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    "end": 1175.6,
    "text": "Wollte es der Zufall so, dass er halt in einer Blocksiedlung am Mainunwald von Frankfurt in Offenbach zur Welt kam und diese Mixtur aus wirklich krasser biografischer Erfahrung tatsächlich sozialer Härte in der er aufgewachsen ist, diesen Vater, den die Kinder ja, die beiden Söhne ja fast schon drei Söhne, mystifizieren und glorifizieren."
  },
  {
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    "end": 1180.46,
    "text": "Und der Elcherweise, wenn man hart auf diesen Film guckt, einfach ein wahnsinnig schlechter Vater war."
  },
  {
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    "end": 1189.22,
    "text": "Diese Mixtur hat aus Reiko Anhand den für viele faszinierenden Künstler und auch vielschichtigen Künstler Haftbefehl gemacht."
  },
  {
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    "text": "Auch wenn du schon ein Vater ansprichst, eine Person, die in der Dokumentation gar nicht vorkommt, sie glaubt, sie wird ein, zweimal erwähnt, ist tatsächlich die Mutter, seine Ehefrau kommt vor."
  },
  {
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    "text": "Eine wahnsinnig tolle und wirklich beeindruckende Frau."
  },
  {
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    "text": "Aber von der Mutter erfährt man eigentlich kaum etwas."
  },
  {
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    "text": "Warum ist das so?"
  },
  {
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    "text": "Ich glaube, Du bist der zweite, der mir die Frage stellt und es gibt, das kann ich dir sagen, schon mittlerweile eine Menge Nachfragen nach diesem Film."
  },
  {
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    "text": "Das ist eine absolut legitime Frage, weil man kann sich ja beim Anschauen des Films fragen, na ja, ihr beschreibt, die Brüder beschreiben den Tod des Vaters, aber sie beschreiben diesen Tod natürlich aus Kindersicht."
  },
  {
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    "end": 1225.92,
    "text": "Das waren Kinder."
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  {
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    "text": "Da gab es doch eine Frau."
  },
  {
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    "end": 1234.06,
    "text": "Die Mutter von Aiko, die Frau des Vaters, ist eine... wahnsinnig faszinierende Person."
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  {
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    "text": "Ich habe mich sehr lange mit ihr unterhalten."
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    "end": 1245.54,
    "text": "Die wärmsten Szenen im Film, die nicht im Film gelandet sind, sind, wenn die Brüder über ihre Mutter reden."
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    "text": "Cem hat zum Beispiel gesagt, meine Mutter ist eine Löwin."
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    "text": "Meine Mutter hat uns aus dem brennenden Haus, das unser Leben war, herausgezogen."
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    "text": "Das merkst du, wenn die darüber reden, das meint die voller Zuneigung."
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    "text": "Denen ist Sonnen klar, dass Ganz gleich, wie gut oder wie schlecht ihr Leben jetzt gelaufen ist, alles noch viel schlimmer gewesen wäre, wenn nicht diese Frau... in den Neunzigern, in Offenbach, in einem prekären Milieu nicht als Alleinerziehende diese drei Jungs durchgebracht hätte."
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    "text": "Ich mache es kurz."
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    "text": "Wir hatten natürlich vereinbart, dass wir mit ihr sprechen."
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    "text": "Es wurde sogar so eine Art Vertrag aufgesetzt, weil du musst ja einwilligen, dass du deine Persönlichkeitsrechte bei so einer Doku natürlich überträgst und erlaubst, dass man dein Gesicht zeigt und das, was du gesagt hast, zeigst."
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    "text": "Und es war alles gesetzt."
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    "text": "Wir hatten das Team bereit."
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    "text": "Wir hatten die Location."
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    "text": "Es war alles klar."
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    "text": "Und sie sendete mir eine Sprachnachricht, in der sie wirklich ... warm und herzerreißend mich bat, sinngemäß."
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    "text": "Sonschein, du willst über den Mann meines Lebens sprechen, der sich das Leben genommen hat und jetzt über meinen Sohn, dem es immer, immer, immer schlechter geht, für Netflix."
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    "text": "Ich glaube, ich kann das nicht, ist das möglich, dass ich da zurücktreten kann."
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    "text": "Und das muss man respektieren, finde ich."
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    "text": "Das"
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    "text": "sind dann tatsächlich journalistische Gelegenheiten, die man einfach auch als jemand, der den guten Film machen muss, respektieren muss."
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    "text": "Juan vielleicht noch einmal zu Haftbefehl selbst?"
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    "text": "Was zeichnet sein Faszinosum?"
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    "text": "Nachdem du ihn wirklich gut kennengelernt hast, eigentlich aus."
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    "text": "Es gibt eine Szene, und über die ist ganz viel geredet worden."
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    "text": "Und dieser Song ist jetzt irgendwie in den Charts auf den verschiedenen Streaming-Anbietern ganz weit oben."
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    "text": "Man könnte sagen, Haftbefehl könnte irgendwie vielleicht, wenn er wollen würde, auch Sandalen mit weißen Socken irgendwie wieder richtig cool machen."
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    "text": "glaube, Haftbefehl berechnet das nicht."
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    "text": "Aber ich glaube, Viele und schließt da uns beide als Journalisten mit ein, unterschätzen die Macht der Ehrlichkeit, der Authentizität."
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    "text": "Eichhut Anhern macht in diesem Film keinen guten Eindruck."
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    "text": "Und er wäre der Erste, der sagt, kein guter Vater."
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    "text": "Es gibt Lines und Lyrics von ihm, die finde ich zum Haare raufen."
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    "text": "Aber er stellt sich hin und sagt, das bin ich."
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    "text": "Und dieser Berg, den ihr hinter mir seht, das sind meine Fehler."
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    "text": "Und das kommt bei den Leuten an, weil es ist genau das Gegenteil, was diese Musikindustrie normalerweise mit Künstlern macht."
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    "text": "Die erzählen dir eine Version, einen Traum, den sich irgendjemand ausdenkt, in weder der Künstler, die Künstlerin selbst, das Management, wer auch immer."
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    "text": "Das wird ja nicht zulassen und das wird ja auch Universal, das ist ein großes Verhaltungsunternehmen, das ist ja nicht ein Plattenlabel und die würden das vielleicht sogar gerne tun, den irgendwie mehr formen."
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    "text": "Das kann man wirklich vergessen und ich glaube, dass sehen die Leute und ehrlicherweise, wenn du mal drüber nachdenkst, es gibt Leute, die man mag, obwohl sie wirklich schwierig sind."
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    "text": "Maradona, Mike Tyson, Ibrahimovic, Typen, die ehrlicherweise, wenn man genauer guckt, Echt schwierig sind."
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    "text": "Aber die Leute mögen, dass sie sagen, ja, ich bin schwierig, aber wenigstens sage ich euch die Wahrheit."
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    "text": "Und ich glaube, da ist der Kern von Eikot Anhan Haftbefehl."
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    "text": "Das mögen, glaube ich, einfach viele Männer und viele Frauen natürlich auch."
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    "text": "Also stand jetzt, kann ich dir sagen, von dem, was ich mitbekomme, dass es ihm gut geht in der Tat, dass er sich erholt hat von dem letzten Entzug."
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    "text": "So eine Prognose will und werde ich nicht abgeben, weil dafür bin ich schlichtweg nicht kompetent genug."
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    "text": "Nämlich, dass das so wird, dass er wieder Musik macht, dass er auf der Bühne steht."
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    "text": "wie oft den Film reagiert hat, wenn natürlich auch noch interessant gewesen."
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    "text": "Das war interessant, weil er war ja bei der... Premiere, so viel zu der Frage, wie sehr hinter diesem Film steht."
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    "text": "Er war aber der Premiere, hat sich dem gestellt, den primären Publikum."
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    "text": "Und ich saß vor ihm und konnte das nicht sehen, aber es wurde mir dann im Anschluss berichtet."
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    "text": "Der ist während dieser Szenen, als der Vater zu sehen war, ist der aufgeschnitten und hat den Saal verlassen."
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    "text": "Interessant ist vielleicht, die Mutter hatte mit so einer alten VHS-Kamera diese Aufnahmen gemacht in den Neunzigern und Eichhurt Anhan und auch die Brüder hatten diese Aufnahmen ihres Vaters nie gesehen, weil diese Bänder einfach irgendwas verschüttet waren, irgendeiner Kiste lagen, kein Mensch wusste mehr, dass es sie gibt."
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    "text": "Das heißt, Eichhurt Anhan sitzt in der Premiere, ehrlicherweise er hatte den Film davor einmal schon gesehen mit mir und auch da ist das Gleiche passiert, sitzt in dieser Premiere und sieht in dem Fall zum zweiten Mal Das Bild seines Vaters, seines verstorbenen Vaters auf einer großen Leinbahn."
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    "text": "Und das hat er einfach nicht ausgehalten und ist rausgegangen."
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    "text": "Bei dem ersten Mal, dass ich ihm das gezeigt habe, hat er sich weggedreht und hat das einfach... Ich glaube, er wollte nicht, dass ich Tränen in deinen Augen sehe."
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    "text": "Auf jeden Fall hat er sich so weggedreht und konnte das kaum sehen, weil er seinen Vater, ja, der verstorben war, zum ersten Mal auf Film gesehen hat."
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    "text": "Und das war einfach reiner Zufall, weil, wie gesagt, offenbar nicht wusste, dass es dieses Material gibt."
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    "text": "Ein kurz Anhan stellt in dieser Dokumentation relativ am Ende eine Frage und die würde ich dir gerne weitergeben."
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    "text": "Er fragt nämlich, was bleibt Haftbefehl der Chunky oder Haftbefehl der Musiker?"
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    "text": "Ich hoffe Haftbefehl der Mensch."
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    "text": "Juan, vielen Dank für deine Zeit heute."
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    "end": 1594.44,
    "text": "Und wenn Ihnen diese Folge bis dahin schon einmal gefallen hat und Sie auch die kritische und unabhängige Berichterstattung der Standard unterstützen möchten, dann geht das als Abonnentin oder mit einem einmaligen Unterstützungsbeitrag schon ab drei Euro."
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    "end": 1596.6,
    "text": "Alle Infos unter abo.derstandard.at."
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    "end": 1600.44,
    "text": "Und an dieser Stelle auch noch ein Hinweis in eigener Sache."
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    "end": 1606.02,
    "text": "Die Standard-Podcasts kann man im November nicht nur hören, sondern auch live mit dabei sein."
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    "text": "Und zwar auf der Buchwin."
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    "text": "Am dreizehnten November in Edition Zukunft spricht Philipp Bramer mit der Mobilitätsexpertin Katja Diehl über die Zukunft des Verkehrs."
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    "text": "In CEO begrüßt Standardchefredakteur Gerald Riedmann am fünfzehnten November die Minigründer Haian und Ilan Molcho."
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    "text": "Alle Details und die Tickets finden Sie auf buchwin.com AT, wir freuen uns über Ihr Kommen."
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    "text": "Alles weitere zum aktuellen Weltgeschehen wie immer auf der Standard.at, Feedback oder Themenvorschläge gerne schicken, Podcast ads."
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