[
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    "end": 9.03,
    "text": "Ich bin Daniel Retschitzekker, das ist Thema des Tages, der Nachrichten Podcast vom Standard."
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    "end": 18.17,
    "text": "Donald Trump sei es so beliebt wie nie zuvor."
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    "text": "Das behauptet zumindest der US-Präsident kürzlich über sich selbst."
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    "text": "Ein erster Stimmungstest könnte am kommenden Dienstag jetzt folgen."
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    "text": "Am vierten November finden nämlich gleich vier Wahlen statt und die könnten für den Mann im weißen Haus durchaus zur Blamage werden."
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    "text": "Manuel Esche ist hier aus der Standard-Außen-Politik-Redaktion."
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    "text": "Vier Wahlen stehen am Dienstag an, also am vierten November."
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    "text": "Bevor wir über die sprechen, fangen wir vielleicht mit Donald Trump selbst an."
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    "text": "Ich habe es in der Anmoderation schon gesagt, er bezeichnet sich derzeit als so beliebt wie noch nie zuvor."
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    "text": "Wie schaut es denn wirklich aus?"
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    "text": "Gibt es verlässliche Zahlen über seine Beliebtheit?"
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    "text": "Ja, dazu gibt es wieder mal unterschiedliche Dimensionen."
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    "text": "Er ist eben der Meinung, dass er so beliebt ist wie noch nie."
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    "text": "Wenn man sich die Zahlen ansieht, kann man sich dem nicht ganz anschließen."
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    "text": "Also es finden in ungefähr dreiundfünfzig, vierundfünfzig Prozent der Menschen schlecht."
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    "text": "Und ein Sockel von ungefähr ... eben zwei bis viervierzig Prozent der Menschen dann ganz gut oder unterstützen ihn."
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    "text": "Das ist natürlich nicht toll."
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    "text": "Es ist allerdings so, dass man ein bisschen seinen Optimismus auch nachvollziehen kann, weil es im Vergleich mit seiner ersten Amtszeit ein recht respektabler Wert ist, der dort liegt, wo er in seiner ersten Amtszeit am unbeliebtesten war."
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    "end": 129.15,
    "text": "Also es spiegelt sich ungefähr das wieder, was im November der Fall war und das ist immerhin der Zeitpunkt, wo er seine letzte Präsidentschaftswahl gegen Jobalden nur recht knapp verloren hat."
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    "end": 133.57,
    "text": "Du sagst jetzt schon, der Vergleich zu ersten, ansonsten, welche Zahlen sprechen wir da genau?"
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    "end": 134.87,
    "text": "Kann man das vielleicht ein bisschen vergleichen?"
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    "end": 140.07,
    "text": "Ja, also es werden ja diese Favorability und Unterstützungswerte, werden ja laufender abgefragt."
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    "text": "Also da gibt es ja Kurven, die man sich anschauen kann für unterschiedliche Präsidenten und auch für ihn."
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    "text": "Und es war so, schon in der ersten Amtszeit, er war der unbeliebteste von allen damals."
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    "end": 159.77,
    "text": "Also seine Kurve war deutlich unter der von den anderen, bei denen man das gemessen hat, was ungefähr seit der Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts der Fall war."
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  {
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    "end": 167.85,
    "text": "Wobei es so ist, dass ohnehin durch die Polarisierung, die immer stärker wird, es schwieriger wird für Präsidenten, dass die Beliebtheitswerte in ganz hohen Sphären erreichen."
  },
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    "end": 169.35,
    "text": "Das muss man fairerweise dazu sagen."
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    "end": 173.99,
    "text": "Jetzt ist es so, Joe Biden war am Anfang seiner Amtszeit deutlich beliebter."
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    "start": 175.21,
    "end": 191.73,
    "text": "Allerdings ist das dann auch relativ schnell gesunken und Trump war zu Beginn seiner zweiten Amtszeit relativ deutlich oberhalb der Werte, die er in seiner ersten Amtszeit hatte zum gleichen Zeitpunkt und ist auch immer noch, zumindest laut den meisten Umfragen, über diesem Wert."
  },
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    "start": 192.15,
    "end": 222.51,
    "text": "den er im Jahr im Vergleichszeitraum im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Nur knapp verlieren würde."
  },
  {
    "start": 222.57,
    "end": 232.05,
    "text": "und das gilt nicht nur für ihn, sondern es gilt auch für andere republikanische Kandidaten, zumindest mutmaßlich, die ungefähr so einzuordnen wären, wie er."
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    "start": 232.11,
    "end": 236.37,
    "text": "Also diese nicht ganz schlecht machen und einen gewissen Sockel an Beliebtheit haben als Personen."
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    "start": 236.69,
    "end": 244.89,
    "text": "Ich habe aus deinem Text, den du dazu geschrieben hast, gelernt, dass die Beliebtheitswerte von Trump, wie du jetzt gerade skizziert hast, nicht unbedingt gut sind, aber relativ"
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    "text": "stabil."
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    "text": "Das heißt, kommen wir was wolle, es ist eigentlich relativ egal."
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    "end": 255.81,
    "text": "Vielleicht ein paar Beispiele, eben die Zollkriege, die Versetzung des Militärs in unbeliebte Städte etc."
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    "start": 256.55,
    "end": 257.73,
    "text": "Er kann eigentlich machen, was er will."
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    "end": 262.11,
    "text": "Er bleibt immer bei diesem maximalen Herausholen einer kleinen Gruppe, oder?"
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    "text": "Ja, genau."
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    "end": 272.11,
    "text": "Also der Zoll ist vielleicht ein bisschen eine Ausnahme, das war nämlich jener Punkt im April, wo ungefähr die Werte ja echt worden sind, die jetzt immer noch vorhanden sind."
  },
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    "start": 272.17,
    "end": 278.03,
    "text": "Also er war vorher zu Beginn der Amtszeit, so wie jeder am Anfang irgendwie eine Art Amtsbonus hat."
  },
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    "start": 278.85,
    "end": 280.67,
    "text": "war er schon über diesen Werten."
  },
  {
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    "end": 289.91,
    "text": "Aber im April, und da ist jetzt schwer zu sagen, ob das wirklich mit den Zöllen zusammenhängt oder einfach damit, dass diese Kurven eben sich auf einen Wert normalisieren, der für Trump eben passt."
  },
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    "end": 291.05,
    "text": "Nach Sicht der Leute."
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    "start": 292.07,
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    "text": "Ab dem Zeitpunkt war es ungefähr so wie jetzt."
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    "end": 296.59,
    "text": "Eine kleine Fußnote muss man machen."
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    "end": 301.91,
    "text": "Die Werte, die er ausgerechnet heute hatte, sind die schlechtesten in seiner zweiten Armszeit."
  },
  {
    "start": 301.97,
    "end": 309.25,
    "text": "Aber sie unterscheiden sich nur in ein paar Nachkommastellen von dem, was sonst eigentlich seit April... recht durchgehend und konstant."
  },
  {
    "start": 309.93,
    "end": 326.83,
    "text": "die gleichen Werte für ihn sind, wie du sagst, unabhängig davon, ob er gerade Frieden im Gaserstreifen durchzudrücken versucht oder ob er das Militär in demokratisch kontrollierte Städte schickt, wobei das eine natürlich sehr beliebt ist und das andere doch auch in einer großen Mehrheit der US-Bevölkerung unbeliebt."
  },
  {
    "start": 327.57,
    "end": 339.85,
    "text": "Es scheint seiner allgemeinen Beliebtheit wenig zu schaden, einfach deswegen, weil die Polarisierung auch durch die Art des Auftretens, die sich seit Trumps Wahlkampf Mitte der zwanzigzehn Jahre eben mehr geben hat."
  },
  {
    "start": 340.79,
    "end": 352.29,
    "text": "So groß ist, dass man immer glaubt, der Gegner ist noch schlimmer als der eigene und das betrifft beide Seiten der politischen Diskussion und das führt dazu, dass größere Verschiebungen immer schwieriger werden."
  },
  {
    "start": 352.69,
    "end": 357.09,
    "text": "Dann sprechen wir über die vier anstehenden Wahlen, die am kommenden Dienstag stattfinden werden."
  },
  {
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    "end": 360.43,
    "text": "Auf keiner dieser Wahlzettel wird Donald Trump oben stehen."
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  {
    "start": 360.47,
    "end": 369.07,
    "text": "Es geht in diesem Fall also nicht um ihn, es geht um Bundesländer, es geht um Wahlrechtsreformen an sich und es geht auch um eine ganz bekannte Stadt, nämlich New York."
  },
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    "start": 369.21,
    "end": 371.05,
    "text": "Und da wird eben am Dienstag gewählt."
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    "end": 374.01,
    "text": "Wer steht da zur Auswahl und was unterscheidet die Kandidaten?"
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  {
    "start": 374.41,
    "end": 388.97,
    "text": "Ja, New York ist ein seltener Fall, wo Eigentlich für Trump sollte man meinen nicht wahnsinnig viel auf dem Spiel steht, denn es treten drei Kandidaten an, mit denen er ja nicht wahnsinnig viel Positives verbindet."
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  {
    "start": 389.85,
    "end": 413.73,
    "text": "Es tritt Soran Mamdani an, ein, wie er selbst sagt, demokratischer Sozialist, der eine ganze Reihe von Linken oder... nach amerikanischer Sicht jedenfalls weit linken Vorschlägen macht, vor allem was die Wirtschaftspolitik in der Stadt betrifft und der auch einfach dadurch, dass er ein erstens sehr junger, thirty-jähriger Kandidat ist."
  },
  {
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    "end": 434.49,
    "text": "Im Ausland in Uganda geboren, so von indischen muslimischen Eltern, der auch offen und deutlich ausspricht, dass er der erste muslimische Bürgermeister einer amerikanischen Großstadt und vor allem von New York wäre, der das also alles in seiner Kampagne sehr deutlich macht, ein einfach sehr pronussierter Gegensatz zu Donald Trump ist."
  },
  {
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    "end": 446.43,
    "text": "Und dann gibt es den früheren demokratischen Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, der auch in seiner damaligen Amtszeit als auch Trump das erste Mal noch Präsident war."
  },
  {
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    "end": 464.47,
    "text": "als großer Widersacher von Trump inszeniert hat, insbesondere in der Corona-Krise, der dann nach Mitou-Vorwürfen zurücktreten musste, nach einem ziemlich langen Kampf, den er dagegen geführt hat und der versucht hat, ein politisches Comeback in der Bürgermeisterwahl für New York zu starten."
  },
  {
    "start": 465.05,
    "end": 473.37,
    "text": "Er ist dann in der demokratischen Vorwahl gegen Mamdani unterlegen und tritt aber als unabhängiger jetzt trotzdem an."
  },
  {
    "start": 473.79,
    "end": 476.13,
    "text": "eben weiter, um seine Karriere zu retten."
  },
  {
    "start": 476.63,
    "end": 483.21,
    "text": "Und in dieser Funktion hat er jetzt doch versucht, ein bisschen Nähe in die Trump-Welt zumindest zu suchen."
  },
  {
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    "end": 497.53,
    "text": "Das spricht dann natürlich nicht so aus, aber er präsentiert sich als jemand der geeignete Kandidatis, um Mamdani zu verhindern und bietet sich da doch auch bei Trump seinen Anhängern und Verbündeten vom Trump an."
  },
  {
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    "end": 499.65,
    "text": "und sucht deren Nähe."
  },
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    "end": 510.73,
    "text": "Das ist so halbgeglückt, also man sagt sich schon und das ist auch relativ deutlich, dass die Trump-Regierung wohl am ersten seinen Sieg sich wünschen würde, besonders deswegen, weil sie es für realistisch hält."
  },
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    "end": 542.989,
    "text": "Im Gegensatz zum verbleibenden Kandidaten, dem Rehoblikaner Curtis Sleewa, der seit Jahrzehnten eine öffentliche Figur in New York es mehrfach auch schon versucht hat, Bürgermeister zu werden, der eine Art Bürgerwehr mal gegründet hat, um in den U-Bahn-Zügen und auch in anderen Teilen der Stadt, in denen Menschen möglicherweise Angst vor gewalttätigen Übergriffen haben, mit so roten Berries, patrouilliert ist, die er auch immer noch auf dem Kopf trägt, auf seinen Wahlplakaten und bei manchen Auftreten."
  },
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    "end": 543.489,
    "text": "Eine"
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    "end": 547.609,
    "text": "Eine Fantasie-Uniform, wobei die Uniform relativ rudimentär ist."
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    "end": 549.03,
    "text": "Also es sind nur diese Berries."
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    "text": "Insbesondere wenn man den Hintergrund nicht kennt."
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    "text": "etwas befremdlich wirken, besonders bei einer überpopulikanischen Kandidaten."
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    "end": 570.41,
    "text": "Der allerdings auch kein Verbündeter von Donald Trump ist und auch sich den aufrufen, aus der Trump-Welt bisher entzogen hat, seine Kandidatur durch zurückzuziehen, um Cuomo möglicherweise zu ermöglichen, Mamdani noch zu schlagen."
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    "end": 579.29,
    "text": "Einfacheren Soren Mamdani ist ja derzeit wahrscheinlich der Medienliebling, zumindest auch der, den man über den großen Teich am meisten mitbekommt."
  },
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    "end": 586.75,
    "text": "Was er für ein Typ von Politik ist, das hast du uns jetzt schon ein bisschen skizziert, aber was sind denn so seine Versprechen, die er in New Yorken gibt, sollte er denn gewählt werden?"
  },
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    "end": 604.989,
    "text": "Ja, es gibt eben insbesondere vier sehr plakative Wahlversprechen, die alle in gewisser Weise mit den Lebenshaltungskosten zu tun haben, die überall in der westlichen Welt und nicht nur dort, derzeit ein großes politisches Thema sind, aber in New York ganz besonders und die Erleichterung versprechen sollen."
  },
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    "end": 617.15,
    "text": "Also es geht darum, dass die Verwendung von öffentlichen Bussen... die in einem Lebenssatz gesagt nicht unbedingt die klamoröseste Form sich in New York fortzubewegen sind, dass die künftig gratis sein soll."
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    "end": 621.17,
    "text": "Also das soll eine Maßnahme sein, die unteren Einkommensschichten hilft."
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    "text": "Dann soll es gratis Kinderbetreuung geben, das ist die teuerste Maßnahme, die er verspricht."
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    "end": 633.79,
    "text": "Außerdem soll die Stadt in jedem Stadtteil einen Supermarkt im Stadteigentum eröffnen."
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  {
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    "end": 639.069,
    "text": "um durch faire Preisekonkurrenz zu anderen Lebensmittelversorgern zu schaffen."
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    "end": 643.15,
    "text": "Das wäre ja tatsächlich auch für europäische Verhältnisse sehr links, muss man dazusagen."
  },
  {
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    "end": 645.989,
    "text": "Das wäre auch für europäische Verhältnisse ungewöhnlich."
  },
  {
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    "end": 650.55,
    "text": "Es erinnert, entfernt ein bisschen an die Gretzelsupermärkte, die in Wien mal Thema waren und glaube ich nicht."
  },
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    "end": 652.569,
    "text": "Ich glaube, da ist nie was daraus geworden."
  },
  {
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    "end": 663.29,
    "text": "Und das Letzte ist, dass die Mieten, die dort, wo die Stadt eingreifen kann, nämlich bei diesen sogenannten rent stabilized apartments, also das ist eine bestimmte Mietkategorie."
  },
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    "end": 668.79,
    "text": "die sehr begehrt ist und schwierig zu bekommen und meistens weiter vererbt und gegeben wird."
  },
  {
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    "end": 683.469,
    "text": "Aber das sind relativ niedrige Mieten, wo eben die Staat eingreifen kann, dass da mit Einkünften aus einer einzuführenden Millionärssteuer ein Mietenstopp, also ein Preissteigerungsstopp, eine Mitbremse installiert werden soll."
  },
  {
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    "end": 686.55,
    "text": "Das ist wiederum natürlich ein Punkt, den wir in Österreich sehr gut kennen."
  },
  {
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    "end": 689.37,
    "text": "Diese Diskussion haben wir ja auch beispielsweise in Wien immer wieder einmal."
  },
  {
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    "text": "Genau."
  },
  {
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    "end": 702.609,
    "text": "Und was vielleicht noch dazu zu sagen ist, vor allem solche Dinge wie die Millionärsteuer, aber zum Beispiel auch die Gratisbusse, sind für einen Bürgermeister und auch für Staatpolitiker in New York nicht tatsächlich direkt umsetzbar."
  },
  {
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    "end": 707.329,
    "text": "Dafür bräuchte er die Unterstützung der staatlichen Abgeordneten."
  },
  {
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    "end": 716.689,
    "text": "Das sind zwar auch Demokraten, aber solche, die nicht vom Schlag der demokratischen Sozialisten sind und solchen Vorschlägen kritisch gegenüberstehen."
  },
  {
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    "end": 731.39,
    "text": "Um bei Mamdani zu bleiben, du hast es schon angesprochen, er stammt ursprünglich aus Uganda, er ist auch selbst Moslem, die Republikaner spielen diese Karte natürlich logischerweise aus, aber Tritt er selbst damit auf, thematisiert er das selbst irgendwie?"
  },
  {
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    "end": 736.55,
    "text": "Oder ist er so ein klassischer Nicht-Praktizierender, wie vielleicht auch sehr viele Nicht-Praktizierende-Katholiken etc."
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    "text": "sind?"
  },
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    "text": "Er ist dafür, wie du sagst, immer wieder angegriffen worden von allen beiden Kandidaten, also auch Komo, sehr unter der Gürtellinie, auch mit Verweis auf Nine Eleven und was er davon halten würde und so weiter."
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    "start": 750.589,
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    "text": "Und ob er die Stadt richtig verteidigen würde gegen Angriffe und dergleichen."
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  {
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    "end": 768.51,
    "text": "Dazu hat er erst vor wenigen Tagen ein Video aufgenommen, in dem er sich sehr deutlich dazu bekannt hat, dass er eben ist, wer er ist, dass er sich sicher nicht verstecken wird für seine Religion, sagt er dort auch, obwohl er entsprechende Vorschläge erhalten hätte."
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    "start": 769.75,
    "end": 775.189,
    "text": "Und dass er natürlich ein Bürgermeister für alles sein wird, aber eben seine Identität hat."
  },
  {
    "start": 775.229,
    "end": 775.37,
    "text": "Jetzt"
  },
  {
    "start": 775.41,
    "end": 781.65,
    "text": "haben wir das selber gemacht, was wir gerade vorher angesprochen haben, nämlich sehr viel über Mamdani gesprochen, also auch wir als Medium."
  },
  {
    "start": 781.989,
    "end": 784.27,
    "text": "Das hat aber auch einen bestimmten Grund und ich nehme es jetzt ein bisschen vorweg."
  },
  {
    "start": 784.43,
    "end": 785.93,
    "text": "Das liegt nämlich an den Umfragen."
  },
  {
    "start": 786.189,
    "end": 787.25,
    "text": "Wie schauen denn die derzeit genau aus?"
  },
  {
    "start": 787.709,
    "end": 789.17,
    "text": "Ja, eben recht gut für ihn."
  },
  {
    "start": 789.37,
    "end": 803.829,
    "text": "Also man kann sich vorstellen, dass in New York, das in den letzten zehn, fünfzehn Jahren zu einer sehr, sehr, sehr solide demokratischen Stadt geworden ist, es für einen der beiden mehr oder minderdemokratischen Kandidaten, Mamdani oder Como, wahrscheinlich reichen würde."
  },
  {
    "start": 804.349,
    "end": 813.41,
    "text": "Jetzt könnte man meinen, nach der orthodoxen Lehre, der ja auch viele in der demokratischen Partei gefolgt sind, dass der gemäßigte Kandidat hier bessere Chancen haben würde."
  },
  {
    "start": 813.489,
    "end": 814.75,
    "text": "Aber so ist es nicht."
  },
  {
    "start": 815.329,
    "end": 827.109,
    "text": "Es reden, wie du sagst, fast alle über Mamdani, auch weil er der neuere, interessantere Politiker ist, sicherlich auch weil er ein recht gelungenen Social-Media-Wahlkampf führt, gewinnend das Auftreten hat."
  },
  {
    "start": 827.81,
    "end": 829.349,
    "text": "talentierter Politiker ohne Zweifel."
  },
  {
    "start": 829.989,
    "end": 831.65,
    "text": "Ungefähr halb so jung, glaube ich, wie sein Konkurrent."
  },
  {
    "start": 831.729,
    "end": 838.87,
    "text": "Ungefähr halb so jung, wie sein Konkurrent, der eben noch dazu mit einer ganzen Reihe von Vorwürfen konfrontiert ist aus seiner früheren Amtszeit."
  },
  {
    "start": 839.469,
    "end": 850.689,
    "text": "Das alles führt dazu, dass Mamdani je nach Umfragen irgendwo zwischen forty-fünf und vierzig bis fünfzig Prozent der Stimmen hat."
  },
  {
    "start": 851.41,
    "end": 852.709,
    "text": "Jetzt ist es im Grunde egal."
  },
  {
    "start": 853.41,
    "end": 860.349,
    "text": "ob er über diesen Wert von fünfzig Prozent kommt oder nicht, weil es reicht, wenn man der erste Platzierte ist bei der Wahl."
  },
  {
    "start": 860.589,
    "end": 861.849,
    "text": "Man braucht also keine absolute Mehrheit."
  },
  {
    "start": 861.89,
    "end": 861.93,
    "text": "Man"
  },
  {
    "start": 861.969,
    "end": 864.75,
    "text": "braucht keine absolute Mehrheit, man braucht einfach nur der erste sein."
  },
  {
    "start": 864.87,
    "end": 864.93,
    "text": "Die"
  },
  {
    "start": 864.969,
    "end": 865.969,
    "text": "relative Mehrheit, okay."
  },
  {
    "start": 866.829,
    "end": 882.15,
    "text": "Also es wäre jetzt deswegen sehr wichtig, aus Cuomo sich das, das vielleicht Sliwa noch verzichtet, wofür es aber keinerlei Anzeichen gibt, weil Andrew Cuomo jetzt bei ungefähr dreiunddreißig dreiunddreißig vierunddreißig Prozent liegt laut Umfragen."
  },
  {
    "start": 882.989,
    "end": 885.03,
    "text": "Und sie war eben so bei zehn Prozent."
  },
  {
    "start": 885.27,
    "end": 894.709,
    "text": "Also man könnte sich ausrechnen, wenn alle Stimmen, die nicht an Mamdani gehen, an einen anderen Kandidaten, der dann wahrscheinlich komo wäre, gehen würden, dann könnte es sich ausgehen."
  },
  {
    "start": 894.79,
    "end": 898.469,
    "text": "Es gibt aber sicherlich viele Wähler, die weder den einen noch den anderen wählen würden."
  },
  {
    "start": 899.29,
    "end": 903.13,
    "text": "Und wie gesagt, es sind Gedankenspiele, es spricht wenig dafür."
  },
  {
    "start": 903.75,
    "end": 909.709,
    "text": "dass einer seiner beiden Gegner jetzt noch zurückzieht und dann wäre der Umfragevorsprung, der jetzt noch besteht."
  },
  {
    "start": 910.349,
    "end": 921.65,
    "text": "Auch wenn er in den vergangenen Tagen ein wenig gesunken ist, schon sehr viel sagend und das wäre eher nicht damit zu rechnen, dass dabei der Wahl noch eine Überraschung passiert und jemand anderer, als man da am Ende gewinnt."
  },
  {
    "start": 921.87,
    "end": 932.25,
    "text": "Es könnte also tatsächlich sein, dass New York ab kommenden Dienstag einen sehr jungen muslimischen mehr oder weniger sozialistischen, demokratischen Bürgermeister hat."
  },
  {
    "start": 932.65,
    "end": 935.329,
    "text": "Oder zumindest einen gewählten Bürgermeister der Amtsanführung."
  },
  {
    "start": 935.67,
    "end": 936.189,
    "text": "Ja, die kommen doch"
  },
  {
    "start": 936.229,
    "end": 936.81,
    "text": "natürlich später."
  },
  {
    "start": 937.37,
    "end": 937.51,
    "text": "Gut."
  },
  {
    "start": 937.89,
    "end": 939.989,
    "text": "Der einfach halber, ja, richtig, absolut richtig natürlich."
  },
  {
    "start": 940.05,
    "end": 943.31,
    "text": "Aber er wird möglicherweise am Dienstag als erster durchs Ziel gehen."
  },
  {
    "start": 943.349,
    "end": 944.79,
    "text": "Vielleicht können wir es so zusammenfassen."
  },
  {
    "start": 945.67,
    "end": 961.229,
    "text": "Jetzt würde es mich natürlich auch interessieren, was Ein Mamdani zu diesem großen Schreck gespenst für die Mager-World und Donald Trump eigentlich genau macht, weil wir wissen er ist nicht in den USA geboren, das heißt er kann niemals Präsident werden oder halt zumindest antreten für die Präsidentschaftswahl."
  },
  {
    "start": 961.67,
    "end": 966.87,
    "text": "Das heißt einen wirklichen großen Gegenspieler zum Trump, das geht einfach technisch nicht, dass der jetzt aufgebaut wird."
  },
  {
    "start": 968.109,
    "end": 969.65,
    "text": "Warum also die große Aufregung?"
  },
  {
    "start": 969.81,
    "end": 970.489,
    "text": "Ist es nur eine Stadt?"
  },
  {
    "start": 970.969,
    "end": 992.39,
    "text": "Es ist nur eine Stadt, aber es zeigt, dass sehr vieles von dem, wogegen die Magerbewegung in den vergangenen Jahren mit allen möglichen Methoden angerannt ist, doch für viele Bürgerinnen und Bürger in immerhin einer der wichtigsten, wahrscheinlich der wichtigsten Stadt der USA nicht das schreckgespenst ist, dass es angeblich ist."
  },
  {
    "start": 992.449,
    "end": 1033.81,
    "text": "Also dass durchaus jemand, der aus dem Ausland kommt, der seit dem Jahr zwanzig achtzehn erst US-Bürger ist, der sich zu seiner Herkunft Bekennt, der übrigens ein Nebengedanke auch sehr kritisch gegenüber dem israelischen Einschreiten im Gaserstreifen immer wieder aufgetreten ist, der politisch wirtschaftliche Vorschläge macht, die der Trump-Regierung diametral entgegenstehen, der seine muslimischen Wurzeln nicht irgendwie hintanstellt, sondern sich dazu bekennt, dass so jemand eben doch wählbar ist und einer Mehrheit der Wählerinnen und Wähler ausreichend gefällt, um ihn zu wählen."
  },
  {
    "start": 1034.09,
    "end": 1037.19,
    "text": "Wahrscheinlich aber auch was, was nur in New York wahrscheinlich oder in größeren Städten möglich wäre."
  },
  {
    "start": 1037.25,
    "end": 1039.91,
    "text": "Im Land kann ich mir das kaum vorstellen, aber ich weiß nicht."
  },
  {
    "start": 1040.27,
    "end": 1040.61,
    "text": "Das stimmt."
  },
  {
    "start": 1040.77,
    "end": 1050.09,
    "text": "Aber immerhin ist es eine beträchtliche Wähler- und Wählerinnenzahl, die bisher eher zu gemäßigteren demokratischen Kandidaten geneigt hätte."
  },
  {
    "start": 1050.59,
    "end": 1059.13,
    "text": "Und vor zwanzig Jahren, auch noch einen der reichsten Männer der USA zum Bürgermeister gewählt hat, Michael Blumberg, der damals noch dazu für die Republikaner angetreten ist."
  },
  {
    "start": 1059.69,
    "end": 1067.57,
    "text": "Ja, also wieder einmal eine Polarisierung zwischen Stadt und Land vielleicht, aber wie gesagt, diese Analyse sparen wir uns jetzt, weil, keine Ahnung, ich weiß darüber zu wenig, muss ich ganz ehrlich sagen."
  },
  {
    "start": 1067.93,
    "end": 1069.05,
    "text": "Wechseln wir... Also ist ganz sicher so."
  },
  {
    "start": 1069.29,
    "end": 1069.79,
    "text": "Okay, ne, schau."
  },
  {
    "start": 1070.43,
    "end": 1072.23,
    "text": "Wechseln wir an dieser Stelle nach Kalifornien."
  },
  {
    "start": 1072.55,
    "end": 1079.51,
    "text": "Dort wird kein Bürgermeister gewählt, da wird auch kein Gouverneur oder irgendetwas gewählt, da wird darüber abgestimmt, wie in Zukunft überhaupt gewählt werden soll."
  },
  {
    "start": 1079.81,
    "end": 1080.57,
    "text": "Was steht denn da genau an?"
  },
  {
    "start": 1081.23,
    "end": 1088.43,
    "text": "Dort steht eine Wahl an, die bei allem scheinwerferlich das jetzt auf New York fällt, auch wegen der Person Mamdani."
  },
  {
    "start": 1089.89,
    "end": 1096.05,
    "text": "und dem, wofür er steht, die möglicherweise noch wichtiger ist für die Zukunft der Wahlen in den USA."
  },
  {
    "start": 1097.25,
    "end": 1107.93,
    "text": "Dort steht eine Gesetzesvorlage zur Abstimmung in einem Referendum an die Bürgerinnen und Bürger, nach der die Wahlkreisgrenzen in Kalifornien neu gezogen werden sollen."
  },
  {
    "start": 1108.73,
    "end": 1109.81,
    "text": "Das klingt jetzt recht technisch."
  },
  {
    "start": 1109.87,
    "end": 1125.05,
    "text": "Es würde darauf hinauslaufen, dass bekünftigen Kongresswahlen die Demokraten mit dem gleichen Vorsprung, den sie bundesstaatsweit derzeit haben oder hätten, sehr viel mehr Sitze im Kongress gewinnen würden."
  },
  {
    "start": 1126.53,
    "end": 1136.99,
    "text": "Das liegt daran, dass da die Grenzen so gezogen werden, dass mehr knappe Siege in mehr Wahlkreisen möglich sind und dadurch eben mehr Kandidaten gewinnen können."
  },
  {
    "start": 1137.67,
    "end": 1143.67,
    "text": "Und nachdem Kalifornien der Bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA ist, macht das eine ganze Reihe von Sitzen aus."
  },
  {
    "start": 1144.47,
    "end": 1150.13,
    "text": "Und das wiederum ist eine Maßnahme, der die Demokraten bisher völlig entgegengestanden sind."
  },
  {
    "start": 1151.49,
    "end": 1165.93,
    "text": "Also es handelt sich dabei um das sogenannte Chairmandering, das Zielen von Wahlkreisgrenzen nach politischen Maßstäben und das haben die Demokraten zwanzig, fünfundzwanzig Jahre massiv kritisiert und haben sich dafür eingesetzt, dass unabhängige Kommissionen die Wahlkreisgrenzen ziehen sollen, damit das Ganze fair ist."
  },
  {
    "start": 1167.45,
    "end": 1176.91,
    "text": "Das allerdings haben die Republikaner schon immer bekämpft, bisher allerdings in einer gemäßigteren Art, vor allem sind auch Gerichte eingeschritten, die das gestoppt haben."
  },
  {
    "start": 1177.45,
    "end": 1178.79,
    "text": "Beides ist jetzt nicht mehr der Fall."
  },
  {
    "start": 1178.93,
    "end": 1195.21,
    "text": "Donald Trump drängt darauf, was an sich schon sehr ungewöhnlich ist, zwischen zwei Volkszählungen, die in den USA immer in den zehn, zwanzig, dreißig, vierzig Jahre von der Hunderten stattfinden, zwischen zwei Volkszählungen die Wahlkreisgrenzen neu zu ziehen in republikanischen Bundesstaaten."
  },
  {
    "start": 1195.83,
    "end": 1204.51,
    "text": "Das haben unter einigen mit allen Tam-Tam, die Abgeordneten in Texas, auch einem der größten Bundesstaaten der USA und republikanisch kontrolliert, gemacht."
  },
  {
    "start": 1204.67,
    "end": 1208.95,
    "text": "Das würde den Republikanern alleine einige zusätzliche Sitze in Kongress bringen."
  },
  {
    "start": 1209.47,
    "end": 1213.57,
    "text": "Weitere republikanisch geführte Bundesstaaten wollen da nachziehen."
  },
  {
    "start": 1214.25,
    "end": 1235.33,
    "text": "Und der demokratische Gouverneur von Kalifornien Gavin Newsom sagt, man kann das nicht länger ignorieren, da geht es immerhin darum, wie eine der wichtigsten Institutionen der USA beschickt wird, ob weiterhin ein faires Spielfeld für Wahlen zum Repräsentantenhaus gegeben ist."
  },
  {
    "start": 1235.79,
    "end": 1242.71,
    "text": "Und deswegen muss man jetzt Feuer mit Feuer bekämpfen, man muss selber unfair handeln, um diese unfairen Praktiken der Republikaner zu bekämpfen."
  },
  {
    "start": 1243.23,
    "end": 1255.83,
    "text": "Und darüber eben, ob auch in Kalifornien jetzt offensichtlich unfaire Wahlkreisgrenzen gezogen werden sollen, um die unfairen Wahlkreisgrenzen der Republikaner auszugleichen, entscheiden auch die Wählerinnen und Wähler."
  },
  {
    "start": 1256.49,
    "end": 1266.51,
    "text": "Und wenn dieses Referendum durchgeht, dann bleibt der republikanische Vorsprung, der sich durch diese Neuziegungen wahrscheinlich ergibt, zwar aufrecht, aber er ist begrenzt."
  },
  {
    "start": 1266.57,
    "end": 1286.03,
    "text": "und wenn dieses Referendum scheitern würde, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass die Demokraten auch dann, wenn sie eine Einigermaßen große Stimmen, Mehrheit, landesweit bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus im November-Zwanzig-Zwanzig erhalten sollten, trotzdem keine Mehrheit bekommen würden."
  },
  {
    "start": 1286.23,
    "end": 1291.85,
    "text": "Und dann wäre die republikanische Kontrolle über die US-Gesetzgebung wohl für lange Zeit"
  },
  {
    "start": 1292.21,
    "end": 1292.57,
    "text": "gesichert."
  },
  {
    "start": 1292.61,
    "end": 1298.91,
    "text": "An dieser Stelle vielleicht auch noch ganz kurz ein Hinweis für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, das Thema Wahlkreisgrenzen und Cherrymandering."
  },
  {
    "start": 1298.97,
    "end": 1301.13,
    "text": "Das ist ja sprachlich gar nicht so einfach zu erklären."
  },
  {
    "start": 1301.19,
    "end": 1304.59,
    "text": "Es gibt aber einige sehr gute Grafiken zu diesem Thema, auch auf der Standard.at."
  },
  {
    "start": 1305.59,
    "end": 1307.33,
    "text": "Die packen wir an dieser Stelle einfach in die Show-Notes."
  },
  {
    "start": 1307.45,
    "end": 1314.79,
    "text": "Da kann man das wirklich sehr genial nachschauen, wie das denn überhaupt funktioniert und wie man hier Wahlen tatsächlich beeinflussen kann."
  },
  {
    "start": 1315.63,
    "end": 1320.45,
    "text": "Jetzt hast du schon gesagt, in Kalifornien ist es nicht ganz so einfach zu ändern im Gegensatz beispielsweise zu Texas."
  },
  {
    "start": 1320.65,
    "end": 1330.09,
    "text": "Schuld an dieser... Situation aus Sicht von Gavin Newsam ist ja eigentlich interessanterweise Arnold Schwarzenegger, der das damals geändert hat und dieses Gerrymandering mehr oder weniger abgeschafft hat."
  },
  {
    "start": 1330.63,
    "end": 1331.83,
    "text": "Aber wie schauen denn da die Umfragen aus?"
  },
  {
    "start": 1331.89,
    "end": 1333.33,
    "text": "Wollen die Kalifornien das überhaupt ändern?"
  },
  {
    "start": 1333.55,
    "end": 1339.11,
    "text": "Ja, im Sommer hat man bei Umfragen noch gesehen, dass es ein bisschen darauf ankommt, wie man die Frage stellt."
  },
  {
    "start": 1339.17,
    "end": 1345.93,
    "text": "Also wenn man die Leute nur fragt, sollen wir die unabhängige Kommissionen abschaffen, die die Wahlkreisgrenzen in Kalifornien zieht, dann ist das nichts sehr beliebt."
  },
  {
    "start": 1346.07,
    "end": 1347.57,
    "text": "Und sechse Frage auch, muss man dazu sagen."
  },
  {
    "start": 1347.61,
    "end": 1348.77,
    "text": "Das stimmt."
  },
  {
    "start": 1349.65,
    "end": 1358.71,
    "text": "Wenn man die Wählerinnen und Wähler fragt, sollen die Demokraten in Kalifornien als Ausgleich zu den unfairen Praktiken der Republikaner die Wahlkreisgrenzen neu ziehen, dann gibt es Zustimmung."
  },
  {
    "start": 1358.79,
    "end": 1361.91,
    "text": "Mittlerweile gab es einen sehr teuren, auf beiden Seiten sehr teuren Wahlkampf."
  },
  {
    "start": 1362.51,
    "end": 1366.47,
    "text": "Die Umfragen, so wie sie derzeit aussehen, versprechen einen erfolgten Demokraten."
  },
  {
    "start": 1367.03,
    "end": 1371.21,
    "text": "Da ist das Bild ziemlich klar, diese Kampagne für das Jahr liegt."
  },
  {
    "start": 1372.17,
    "end": 1375.29,
    "text": "Überall relativ deutlich, zehn, fünfzehn Punkte voran."
  },
  {
    "start": 1375.75,
    "end": 1389.61,
    "text": "Man muss aber ein kleines Stern dran setzen sozusagen und noch dazu sagen, dass solche Referenten in der Vergangenheit sich als sehr, sehr schwierig in Umfragen zu erfassen gezeigt haben und dass da schon immer auch Überraschungen möglich sind."
  },
  {
    "start": 1389.73,
    "end": 1394.19,
    "text": "Aber... Sollte da das Nein gewinnen, wäre es eine Überraschung, eine ziemlich große."
  },
  {
    "start": 1394.41,
    "end": 1394.49,
    "text": "Jetzt"
  },
  {
    "start": 1394.53,
    "end": 1399.07,
    "text": "hast du vorhin schon gesagt, die Strategie von Gavin Newsom scheint zu sein, Feuer mit Feuer zu bekämpfen."
  },
  {
    "start": 1399.19,
    "end": 1406.83,
    "text": "Ich habe mir aufgeschrieben, wenn Trump mit gezinkten Karten spielt, dann will Gavin Newsom seine Karten einfach noch besser fälschen, kommt in der Formulierung auf selbe hinaus."
  },
  {
    "start": 1407.17,
    "end": 1408.49,
    "text": "Aber was hältst du eigentlich davon?"
  },
  {
    "start": 1408.57,
    "end": 1415.23,
    "text": "Ist das ein bisschen pathetisch gesagt demokratischer Selbstverrat oder vielleicht wirklich das einzige Mittel, was ihnen noch bleibt?"
  },
  {
    "start": 1415.81,
    "end": 1417.69,
    "text": "Ja, es ist eine sehr schwierige Frage."
  },
  {
    "start": 1417.95,
    "end": 1431.37,
    "text": "Also im Prinzip ist es natürlich eine für die demokratie gefährliche Entwicklung, wenn jetzt beide Seiten Grundsätze überbohrt werfen und versuchen halt alles zu tun, um irgendwie vorne zu bleiben oder ihre Chancen zu warnen."
  },
  {
    "start": 1432.07,
    "end": 1440.29,
    "text": "Andererseits muss man sich natürlich schon die Frage stellen, was es der Demokratie denn bringt, wenn eine Seite gegen sie vorgeht und die andere nichts tut."
  },
  {
    "start": 1440.81,
    "end": 1450.47,
    "text": "Da wäre das Ergebnis wahrscheinlich vorgezeichnet und das ist wahrscheinlich auch eine Mehrheit der Wähler in Kalifornien dann letztlich davon überzeugen wird, das zu machen."
  },
  {
    "start": 1451.01,
    "end": 1456.57,
    "text": "Jeder weiß, dass diese neuen Wahlkreisgrenzen unfair sind und dass sie nicht das sind, was man in einer idealen Welt haben will."
  },
  {
    "start": 1457.13,
    "end": 1458.69,
    "text": "Aber es stellt sich die Frage der Alternative."
  },
  {
    "start": 1459.11,
    "end": 1459.35,
    "text": "Also,"
  },
  {
    "start": 1460.13,
    "end": 1466.21,
    "text": "Kalifornien haben wir abgehakt, New York ebenso, zwei Gouverneurswahlen stehen noch an in Virginia und in New Jersey."
  },
  {
    "start": 1466.25,
    "end": 1467.67,
    "text": "Beginnen wir vielleicht mit Virginia."
  },
  {
    "start": 1468.35,
    "end": 1470.21,
    "text": "Wer gegen wen und wie sieht da das Rennen aus?"
  },
  {
    "start": 1470.65,
    "end": 1481.79,
    "text": "Ja, Virginia ist deswegen ein interessanter Staat, weil er bis vor ungefähr Fünfzehn, zwanzig Jahren, also eigentlich bis zur ersten Präsidentschaftswahl von Barack Obama im Jahr"
  },
  {
    "start": 1482.03,
    "end": 1482.11,
    "text": "Zw.A.,"
  },
  {
    "start": 1483.13,
    "end": 1484.41,
    "text": "sehr verlässlich republikanisch war."
  },
  {
    "start": 1484.47,
    "end": 1486.47,
    "text": "Und dann hat sich das recht schlagartig geändert."
  },
  {
    "start": 1487.19,
    "end": 1491.89,
    "text": "Und seither hat sich der Staat eigentlich zu einer Hochbrück der Demokraten entwickelt."
  },
  {
    "start": 1492.51,
    "end": 1503.19,
    "text": "Und ich sage eigentlich, denn im Jahr zwanzig, einundzwanzig, also bei der ersten großen Testwahl für die Präsidentschaft von Joe Biden, gab es dort eine große Überraschung, deutert mit einer Anti-Woke."
  },
  {
    "start": 1503.39,
    "end": 1509.79,
    "text": "Kampagne damals, einer der ersten großen Anti-Wog-Kampagnen, der republikanische Kandidat überraschend gewonnen."
  },
  {
    "start": 1510.73,
    "end": 1514.19,
    "text": "Und seither hat Virginia einen republikanischen Kouverneur."
  },
  {
    "start": 1514.67,
    "end": 1518.67,
    "text": "Und jetzt geht es darum, für die Demokraten diesen Bundesstaat zurückzuholen."
  },
  {
    "start": 1519.15,
    "end": 1524.55,
    "text": "Das ist in Teilen schon passiert bei den Wahlen zum Staatsparlament vor zwei Jahren."
  },
  {
    "start": 1525.03,
    "end": 1528.91,
    "text": "als die Demokraten deutlich gewonnen haben und seither kontrollieren sie dort legislativ wieder."
  },
  {
    "start": 1529.15,
    "end": 1539.27,
    "text": "Aber der Governor's Post ist natürlich auch sehr wichtig und dort tritt außerdem eine Kandidatin an, die ganz Interessantes, weil sie sich auch möglicherweise für höhere Weinen eines Tages empfehlen könnte."
  },
  {
    "start": 1539.91,
    "end": 1543.37,
    "text": "Da geht es um eine Kongressabgeordnete namens Abigail Spanburger."
  },
  {
    "start": 1544.01,
    "end": 1545.95,
    "text": "Die ist eine ganz andere Kandidatin als z.B."
  },
  {
    "start": 1546.27,
    "end": 1547.07,
    "text": "ein Soren-Mamdani."
  },
  {
    "start": 1547.53,
    "end": 1568.01,
    "text": "Sie stammt aus dem Sicherheitsapparat eigentlich, damals CIA-Analystin war auch in der Armee, gilt als eher konservative Abgeordnete, hat aber damit vor einigen Jahren, ich glaube Ende des Jahrhunderts, erstmals einen Wahlkreis in Virginia gewonnen, der davor relativ stabil oder publikanisch war."
  },
  {
    "start": 1569.07,
    "end": 1586.31,
    "text": "Und die tritt jetzt an, um... das guvernörsamt zu den demokraten zurückzuholen und sie dritt an gegen eine sehr stark trumpistisch geprägte kandidatin namens winsome all sears die ihr allerdings im wahlkampf bisher nicht wahnsinnig viel entgegenzusetzen hatte."
  },
  {
    "start": 1586.71,
    "end": 1596.31,
    "text": "jetzt zeigen umfragen dass es ein bisschen knapper geworden ist in den letzten tagen dass einige unentschlossene sich in richtung der publikanerin zu entscheiden scheinen."
  },
  {
    "start": 1596.93,
    "end": 1600.93,
    "text": "es gilt aber glaube ich als eher unwahrscheinlich, dass das noch reichen wird."
  },
  {
    "start": 1601.33,
    "end": 1610.21,
    "text": "Spanburger liegt in vielen Umfragen über fünfzig Prozent, was auch hier nicht notwendig, aber kritisch ist, weil es einen schwer einholbaren Vorsprung signalisiert."
  },
  {
    "start": 1610.43,
    "end": 1615.31,
    "text": "Das wäre ein relativ leichter Triumph für die Demokraten."
  },
  {
    "start": 1615.43,
    "end": 1615.81,
    "text": "Jetzt"
  },
  {
    "start": 1615.91,
    "end": 1616.55,
    "text": "muss ich trotzdem nachfragen."
  },
  {
    "start": 1616.59,
    "end": 1620.05,
    "text": "Du hast gesagt, Spanburger hat Interessen an höheren Wein."
  },
  {
    "start": 1634.55,
    "end": 1638.09,
    "text": "oder auch konservative Wählerinnen und Wähler."
  },
  {
    "start": 1638.99,
    "end": 1660.97,
    "text": "der alten Schule, also nicht die Trumpisten, sondern die die früher aus staatstragenden Gedankengut ihre Publikaner gewählt haben, vielleicht sicherheitsbegeisterte Menschen oder Armeeangehörige, zum Beispiel früher Armeeangehörige Veteranen, die diese Leute ansprechen könnte und die als talentierte Politikerin gilt, so sie nicht die Wählerinnen und Wähler am Dienstag dann lügenstaufen, was wie gesagt eher unwahrscheinlich ist."
  },
  {
    "start": 1661.27,
    "end": 1661.31,
    "text": "Ja,"
  },
  {
    "start": 1661.41,
    "end": 1666.09,
    "text": "möglicherweise sehen wir sie also, siebenundzwanzig, achtundzwanzig, zumindest bei den demokratischen Vorwahlen."
  },
  {
    "start": 1666.31,
    "end": 1668.65,
    "text": "Wer weiß, wie gesagt, ein bisschen Spekulation an dieser Stelle."
  },
  {
    "start": 1668.97,
    "end": 1672.39,
    "text": "New Jersey ist noch offen, da wird ebenfalls der Governor's Posten neu gewählt."
  },
  {
    "start": 1672.57,
    "end": 1673.15,
    "text": "Wer steht dazu aus?"
  },
  {
    "start": 1673.29,
    "end": 1673.81,
    "text": "Wie schaut's da aus?"
  },
  {
    "start": 1674.11,
    "end": 1675.13,
    "text": "Da ist es ein bisschen ähnlich."
  },
  {
    "start": 1675.23,
    "end": 1681.25,
    "text": "Also, der demokratischen Kandidatin Mickie Sherrill werden solche Ambitionen nicht in der gleichen Weise nachgesagt."
  },
  {
    "start": 1681.29,
    "end": 1683.71,
    "text": "Sie hat aber ein bisschen eine ähnliche Biografie gestammt."
  },
  {
    "start": 1684.37,
    "end": 1696.45,
    "text": "Zwar nicht aus dem Sicherheitsapparat, aber hat eine Karriere in der Armee gemacht bei den Marines, macht auch entsprechende Fernsehwerbungen, wo sie Hubschrauber fliegt untergleichen und erklärt, wie man bei den Marines Probleme löst."
  },
  {
    "start": 1696.57,
    "end": 1699.95,
    "text": "Präsentiert sich also auch als eine Kandidatin mit eher harter Hand."
  },
  {
    "start": 1700.79,
    "end": 1720.67,
    "text": "Ihr Gegner ist ein Republikaner, der schon einmal, nämlich im Jahr zwanzig-einundzwanzig bei der letzten Wahl ziemlich nah dran gekommen ist, diesen eigentlich bisher sehr demokratischen Staat New Jersey zu gewinnen, nämlich Jack Jar Dorelli, der an sich auch ein eher trumpistischer Abgeordneter ist, aber ganz gut ankommt."
  },
  {
    "start": 1720.73,
    "end": 1745.57,
    "text": "und man muss auch dazu sagen, dass New Jersey von der Bevölkerungsstruktur vielleicht ein Staat ist, der auch so ein bisschen in Richtung Trumpismus-Begeisterung manipulierbar sein kann, weil es recht viele aus diesen sozialen Schichten stammende Wählerinnen und Wähler gibt, die vielleicht in anderen Staaten vielleicht so im Rust Belt schon zu Trump gekippt sind."
  },
  {
    "start": 1745.61,
    "end": 1757.53,
    "text": "Und deswegen ist das was, was insofern ein bisschen für Aufregung sorgen könnte, weil es ein schwerer Verlust für die Demokraten in der Hinsicht, dass ein Staat verloren geht."
  },
  {
    "start": 1758.13,
    "end": 1769.27,
    "text": "Und deswegen ist es möglicherweise auch so, dass aus Sicht von Trump die Wahl in New Jersey interessanter sein könnte als die in Virginia eingeschaltet."
  },
  {
    "start": 1769.39,
    "end": 1771.93,
    "text": "In einer größeren Weise hat er sich in beide aber nicht."
  },
  {
    "start": 1772.25,
    "end": 1774.25,
    "text": "Jetzt haben wir diese vier Wahlen besprochen."
  },
  {
    "start": 1774.55,
    "end": 1775.95,
    "text": "Die finden am kommenden Dienstag statt."
  },
  {
    "start": 1776.09,
    "end": 1783.47,
    "text": "Jetzt gab es im Vorfeld oder gibt es im Vorfeld, muss man eigentlich sagen, der anstehenden Mithirms im nächsten Jahr immer wieder die Befürchtung, dass"
  },
  {
    "start": 1784.11,
    "end": 1784.23,
    "text": "die"
  },
  {
    "start": 1784.47,
    "end": 1788.73,
    "text": "US-Regierung so etwas wie freie und faire Wahlen eigentlich nicht mehr zulassen würde."
  },
  {
    "start": 1788.83,
    "end": 1790.33,
    "text": "Wie gesagt, es sind bislang Befürchtungen."
  },
  {
    "start": 1791.25,
    "end": 1792.57,
    "text": "Wie schaut's am kommenden Dienstag aus?"
  },
  {
    "start": 1792.71,
    "end": 1793.99,
    "text": "Freie, normale amerikanische Wahlen?"
  },
  {
    "start": 1794.53,
    "end": 1803.11,
    "text": "Ja, also es gibt nicht viele Anzeichen dafür, dass da bisher bei diesen Wahlen irgendwelche größeren Probleme auftreten würden."
  },
  {
    "start": 1803.15,
    "end": 1809.17,
    "text": "Man muss sich natürlich nachher ansehen, wie die unterlegenden Kandidatinnen und Kandidaten mit ihrer Niederlage umgehen."
  },
  {
    "start": 1810.07,
    "end": 1815.31,
    "text": "Das ist eine offene Frage, leider mittlerweile, seitdem Trump das Salonfähig gemacht hat."
  },
  {
    "start": 1816.75,
    "end": 1825.11,
    "text": "Aber was den Wahlvorgang betrifft, gibt es keine größeren Anzeichen, bis er dafür, dass es da gefährlich werden könnte."
  },
  {
    "start": 1825.47,
    "end": 1830.05,
    "text": "Dann machen wir die Klammer und kommen zum Abschluss noch einmal zurück zum US-Präsidenten Donald Trump."
  },
  {
    "start": 1830.17,
    "end": 1841.27,
    "text": "Einen Punkt, den müssen wir, glaube ich, an dieser Stelle noch ansprechen, der auch immer wieder auflampt, nämlich eine mögliche dritte Amtszeit von Donald Trump, zumindest seine Ambitionen, dass er das vielleicht gerne hätte."
  },
  {
    "start": 1842.71,
    "end": 1843.55,
    "text": "Wo stehen wir da derzeit?"
  },
  {
    "start": 1843.61,
    "end": 1844.29,
    "text": "Was ist da dran?"
  },
  {
    "start": 1844.41,
    "end": 1845.37,
    "text": "Wie weit sind diese Pläne?"
  },
  {
    "start": 1845.51,
    "end": 1846.41,
    "text": "Sind das überhaupt Pläne?"
  },
  {
    "start": 1847.59,
    "end": 1849.13,
    "text": "Diese Gemängellage ist ja nicht so ganz leicht zu"
  },
  {
    "start": 1849.17,
    "end": 1849.39,
    "text": "überblicken."
  },
  {
    "start": 1849.43,
    "end": 1850.59,
    "text": "Ja, es ist sehr schwierig zu sagen."
  },
  {
    "start": 1850.71,
    "end": 1854.79,
    "text": "Also es beginnt damit, dass nicht ganz, ganz klar ist, ob er das unbedingt wirklich will."
  },
  {
    "start": 1854.87,
    "end": 1858.43,
    "text": "Er sagt, dass immer wieder er spielt, wahnsinnig gern dem Gedanken er präsentiert."
  },
  {
    "start": 1859.29,
    "end": 1867.59,
    "text": "Kappen, auf denen Trump, zwanzig, achtundzwanzig draufsteht, allen denkbaren Gästen im weißen Haus, die das schon oder nicht interessiert."
  },
  {
    "start": 1868.71,
    "end": 1891.35,
    "text": "Er sagt immer wieder mal so oder sagt in der Vergangenheit immer mal wieder so, ja, also man wird das sehen, es gibt schon Wege, dann gibt's Strenge Befürworter dieser Idee, dass Trump nochmal antreten soll, unter anderem seinen propagandistensiven Beinen, der das in seinem Podcast vorige Woche nochmal zum Thema gemacht hat und sagt, es gibt da jedenfalls einen Plan."
  },
  {
    "start": 1891.83,
    "end": 1902.99,
    "text": "Trump selbst hat jetzt Mittwoch auf seiner Asienreise danach befragt, nochmal gesagt, ja, also hat sich das nochmal erklären lassen und es wäre sehr schwieriger, die Verfassung zu ändern."
  },
  {
    "start": 1903.69,
    "end": 1906.23,
    "text": "und schade, dass es nicht geht, weil er doch so beliebt ist."
  },
  {
    "start": 1907.55,
    "end": 1908.67,
    "text": "Man weiß es nicht wirklich."
  },
  {
    "start": 1908.75,
    "end": 1919.01,
    "text": "Also es erweckt schon vieles den Eindruck, der schon erwähnte kalifornische Covernor Gavin Newsom, der, da hat sich auch dann zwanzig selbst, ganz gerne Präsident werden würde und das auch nicht abstreitet."
  },
  {
    "start": 1919.43,
    "end": 1925.97,
    "text": "Der sagt ja immer wieder, er zweifelt schon daran, dass es da nochmal demokratische Wahlen gibt und er verbindet das mit diesem Umbau des weißen Hauses."
  },
  {
    "start": 1926.69,
    "end": 1928.27,
    "text": "den Trump derzeit betreibt."
  },
  {
    "start": 1928.39,
    "end": 1933.11,
    "text": "Also Newsom sagt, wer baut schon unteres Geld sein Haus um, wenn er in drei Jahren wieder ausziehen will."
  },
  {
    "start": 1933.37,
    "end": 1939.31,
    "text": "Zugleich ist es so, dass die amerikanische Verfassung da in diesem Punkt wirklich sehr eindeutig ist."
  },
  {
    "start": 1939.37,
    "end": 1948.11,
    "text": "Es gibt einen Verfassungszusatz, der klar und eindeutig sagt, den Zweiundzwanzigsten, dass niemand zum Präsidenten gewählt werden kann, der schon zweimal gewählt wurde."
  },
  {
    "start": 1948.67,
    "end": 1956.29,
    "text": "Oder auch niemand, der mehr als eine halbe Abendszeit und eine ganze schon... ausgeführt hat."
  },
  {
    "start": 1957.11,
    "end": 1959.69,
    "text": "Das heißt, wenn beispielsweise der Vizepräsident einspringt in der Mitte?"
  },
  {
    "start": 1959.91,
    "end": 1960.13,
    "text": "Richtig,"
  },
  {
    "start": 1960.17,
    "end": 1967.23,
    "text": "wenn der Vizepräsident nach der Mitte der ersten Amtszeit einspringt, dann darf er noch zweimal zu Wahlen antreten."
  },
  {
    "start": 1967.73,
    "end": 1972.69,
    "text": "Wenn das vor der Mitte der ersten Amtszeit passiert, dann darf er nur noch einmal gewählt werden."
  },
  {
    "start": 1973.87,
    "end": 1975.11,
    "text": "Also das Maximum sind zehn Jahre."
  },
  {
    "start": 1975.77,
    "end": 1976.31,
    "text": "So betrachtet."
  },
  {
    "start": 1976.77,
    "end": 1978.73,
    "text": "Vielleicht ein bisschen Selbstkritik am Ende."
  },
  {
    "start": 1979.93,
    "end": 1989.49,
    "text": "Sind wir als Medien, und ich rede jetzt nicht nur vom Standard, sondern generell einfach Auch ein bisschen selbst schuld, dass wir diese mögliche dritte Amtszeit fast schon etwas normalisieren."
  },
  {
    "start": 1989.55,
    "end": 1991.75,
    "text": "Ich meine, du hast ja schon gesagt, das wäre ein extremer Verfassungsbruch."
  },
  {
    "start": 1991.79,
    "end": 1992.91,
    "text": "Das ist echt nicht so einfach."
  },
  {
    "start": 1993.41,
    "end": 1998.21,
    "text": "Aber man liest immer wieder von einer dritten Amtszeit von Donald Trump als wäre es irgendwie mehr oder weniger das Normalste der Welt."
  },
  {
    "start": 1998.77,
    "end": 2006.41,
    "text": "Ja, genau eben, weil die Verfassung eben eigentlich dem sehr deutlich entgegen steht und auch alle möglichen Tricks, die da besprochen worden sind, eigentlich ausschließt."
  },
  {
    "start": 2007.33,
    "end": 2013.55,
    "text": "Trump selbst sagt, er will nicht, dass Vizepräsident kandidieren und dem dann Präsidenten auffordern, zurückzutreten, damit er nochmal Präsident wird."
  },
  {
    "start": 2013.91,
    "end": 2018.81,
    "text": "Das ging ja auch nicht, weil es darf niemand als Vizepräsident antreten, der nicht zum Präsidenten gewählt werden darf."
  },
  {
    "start": 2019.81,
    "end": 2021.33,
    "text": "Das steht im zwölften Verfassungszusatz."
  },
  {
    "start": 2022.31,
    "end": 2036.27,
    "text": "Aber ja, je mehr natürlich das als normale Möglichkeit oder als er dritt halt nochmal an, so ist er halt, dass es der Trump dargestellt wird, desto mehr wird es normalisiert und da besteht sicher eine gewisse Gefahr, dass es dann doch funktioniert."
  },
  {
    "start": 2036.83,
    "end": 2037.49,
    "text": "Manuel Escher war das."
  },
  {
    "start": 2037.69,
    "end": 2038.85,
    "text": "Vielen Dank für deine Zeit heute."
  },
  {
    "start": 2038.93,
    "end": 2040.77,
    "text": "Wir blicken gespannt dem Dienstag entgegen."
  },
  {
    "start": 2040.99,
    "end": 2041.27,
    "text": "Sehr gern."
  },
  {
    "start": 2043.61,
    "end": 2052.889,
    "text": "Und wenn Ihnen diese Folge gefallen hat und Sie auch die kritische und unabhängige Berichterstattung des Standards unterstützen möchten, dann geht das als Abonnentin oder mit einem einmaligen Unterstützungsbeitrag schon ab drei Euro."
  },
  {
    "start": 2053.469,
    "end": 2055.529,
    "text": "Alle Infos unter abo.derstandard.at."
  },
  {
    "start": 2056.089,
    "end": 2059.049,
    "text": "Alles weitere zum aktuellen Weltgeschehen dann wie immer auf der Standard.at."
  },
  {
    "start": 2059.649,
    "end": 2062.109,
    "text": "Feedback oder Themenvorschläge gerne schicken an Podcast.at."
  },
  {
    "start": 2062.23,
    "end": 2063.069,
    "text": "Der Standard.at."
  },
  {
    "start": 2063.169,
    "end": 2064.889,
    "text": "Ich bin Daniel Retschitzekker."
  },
  {
    "start": 2065.069,
    "end": 2065.889,
    "text": "Vielen Dank fürs Zuhören."
  },
  {
    "start": 2066.109,
    "end": 2068.049,
    "text": "Bis zum nächsten Mal."
  }
]