[
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    "end": 9.239,
    "text": "Ich bin Daniel Rechizekker, das ist Thema des Tages, der Nachrichten Podcast vom Standard."
  },
  {
    "start": 16.059,
    "end": 21.4,
    "text": "Eine einunddreißigjährige Grazerin soll von ihrem Ex-Freund getötet und in Slowenien vergraben worden sein."
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  {
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    "end": 24.4,
    "text": "Ein Fall, der Österreich weit für Entsetzen sorgt."
  },
  {
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    "end": 32.82,
    "text": "Ein Fall, der leider aber auch keine Ausnahme hierzulande darstellt und just in der Zeit der internationalen Kampagne, Sechzehn Tage gegen Gewalt an Frauen fällt."
  },
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    "end": 47.12,
    "text": "Warum in Österreich Frauen weiterhin nicht vor ihren eigentlich engsten Vertrauten sicher sein können und ob die Politik endlich Antworten auf diese Probleme hat, darüber sprechen wir heute."
  },
  {
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    "end": 69.06,
    "text": "Es geht also trotz der vielen Aufrufe und der vielen Bestrebungen eigentlich unvermittelt weiter, könnte man sagen."
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    "text": "Ganz einfach gefragt zu Beginn, Bärte."
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    "text": "Was stimmt mit Österreich nicht?"
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    "text": "Naja, dazu fällt mir immer eine Aussage ein, die generell oft über Österreich gedetigt wird, nämlich Österreich ist ein konservatives Land."
  },
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    "text": "Da werden jetzt viele sagen, na ja, konservativ sein ist das eine Femizide und Frauenmode, sind das andere."
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    "text": "Nur müssen wir schon sehen, dass es da einen sehr starken Zusammenhang gibt, weil wenn man sich einfach überlegt, na ja, aber sie sind eigentlich der Nährboden für Gewalt an Frauen."
  },
  {
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    "end": 138.28,
    "text": "Und da wissen wir einfach, das ist auch bestens erforscht, dass geschlechtsspezifische Gewalt mit grundlegenden Mustern einer patriarchalen Gesellschaft zusammenhängen und dazu natürlich traditionelle Geschlechterbilder, also die Vorstellungen, was Männer tun, was Frauen zu tun haben, wie Männer mit Konflikten umgehen, was Besitzansprüche an Frauen anbelangt, ob Beziehungskonflikte daheim im Privaten gelöst werden oder ob man damit auch zur Beratungsstellen gehen kann und und und, also das sind alles Faktoren, die tragen zu."
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    "text": "geschlechtsspezifischer Gewalt massiv bei."
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    "text": "Und insofern würde ich da schon nach wie vor bei dieser Antwort bleiben."
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    "text": "Ja, Österreich ist leider ein sehr konservatives Land."
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    "text": "Das heißt, du sprichst hier von einem systemischen Problem tatsächlich?"
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    "text": "Genau."
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    "text": "Von einem Bild, wie Familie, Gesellschaft, Beziehungen und auch Arbeitsteilung funktionieren sollte."
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  {
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    "text": "Berta, wenn du hier von einem systemischen Problem sprichst, dann bietet sich vielleicht auch der Vergleich eben zu anderen Ländern an."
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  {
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    "text": "Wenn wir vielleicht nur Europa hernehmen oder die Europäische Union, wie auch immer, kann man das denn mit anderen Ländern vergleichen?"
  },
  {
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    "text": "Gibt es Länder, wo das"
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    "text": "nicht"
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    "text": "so dramatisch ist wie in Österreich?"
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    "text": "Oder ist dieser Vergleich gar nicht so einfach?"
  },
  {
    "start": 177.44,
    "end": 184.1,
    "text": "Also je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr kommt man drauf, dass man es eben nicht so einfach vergleichen kann."
  },
  {
    "start": 184.18,
    "end": 196.64,
    "text": "Und das sind wir schon bei einem ganz grundlegenden Problem, dass in Europa jedes Land geschlechtsspezifische Gewalt, ich nenne es jetzt mal so, ganz anders statistisch anführt und festhält."
  },
  {
    "start": 196.8,
    "end": 206.54,
    "text": "Die Kriminalstatistiken verwenden diese Begrifflichkeiten wie Femizide, Frauenmorde, Gewalt im sozialen Nahraum, das ist von Land zu Land."
  },
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    "start": 206.8,
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    "text": "verschieden."
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    "end": 228.24,
    "text": "Das ist die eine Problematik, was eine Vergleichbarkeit fast unmöglich macht, woran wir uns aber orientieren können, dass Länder mit einem hohen Gleichberechtigungsgrad, wie skandinavische Länder, was den Schutzfahrgewalt anbelangt, besser unterwegs sind als Länder, in denen zum Beispiel der Genderpension gap sehr groß ist."
  },
  {
    "start": 228.78,
    "end": 236.56,
    "text": "Aber es gibt, wie ich schon vorher angedeutet habe, es gibt so viele unterschiedliche Ebenen, die in jedem Land anders erfasst werden."
  },
  {
    "start": 237.18,
    "end": 254.26,
    "text": "Und deshalb muss ich ehrlich gesagt gestehen, nehme ich auch immer mehr Abstand dazu zu sagen, wir sind besonders schlecht oder im Mittelfeld, weil sich auch Gewaltschutz-Expertinnen da schon einig sind, dass die Vergleichbarkeit in Europa schwer ist und dass das auch Teil des Problems ist."
  },
  {
    "start": 254.72,
    "end": 260.82,
    "text": "Wenn wir jetzt den aktuellen Fall hernehmen, der Fall Stefanie Pepe, der ist medial ja extrem viel verfolgt worden."
  },
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    "text": "Das ging ja mir oder weniger fast die ganze vergangene Woche."
  },
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    "text": "Warum gerade dieser Fall?"
  },
  {
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    "end": 268.12,
    "text": "Ich denke, da gibt es mehrere Faktoren."
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    "start": 268.74,
    "end": 279.3,
    "text": "Generell ist es so, das zeigen auch andere Fälle, dass immer besonders Fälle, die sehr brutal erscheinen, viel stärker natürlich in den Medien verhandelt werden."
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    "text": "Und das ist auch ein Fall, wo auch die junge Frau über soziale Medien viele Followerinnen hatte."
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    "end": 288.8,
    "text": "Also das ist ein Fall, sie wurde auch vermisst."
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    "text": "Es hat eine gewisse Zeitspanne gehabt, wo Medien das verfolgt und darüber berichtet haben."
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    "end": 297.34,
    "text": "Das sind sicher Aspekte, die dazukommen."
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    "start": 298.06,
    "end": 315.92,
    "text": "Was jetzt fast schon zynisch klingt, aber was auch stark beobachtbar ist, ist das einfach, wenn es um Jüngere Frauen geht um Frauen aus dem Mittelstand, um weiße Frauen, dass hier eine mediale Berichterstattung in diesen Fällen viel, viel stärker ausfällt."
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    "end": 327.02,
    "text": "Auch was das Herzeigen der Betroffenen betrifft, das ist ja auch derzeit ganz massiv, dass noch immer unverpixelte Bilder des Opfers auffindbar sind."
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  {
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    "end": 334.34,
    "text": "Da geht einfach vor allem der Boulevard mit Betroffenen von Gewalt und mit Femizid-Opfern ganz, ganz an."
  },
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    "text": "anders um, wenn sie zum Beispiel über sechzig oder über siebzig sind."
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    "end": 343.08,
    "text": "Wir haben gerade in den letzten Jahren gesehen, dass ganz, ganz viele ältere Frauen betroffen sind."
  },
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    "end": 351.68,
    "text": "Da wird natürlich ganz anders berichtet, als wenn das eine Anfang dreißigjährige Influencerin ist, die sehr attraktiv ist."
  },
  {
    "start": 352.16,
    "end": 360.56,
    "text": "Das klingt jetzt, wie gesagt, schon sehr zynisch, aber es ist einfach beobachbar, dass es hier Unterschiede in der Berichterstattung gibt."
  },
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    "end": 363.82,
    "text": "abhängig davon, wer das Opfer ist."
  },
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    "text": "Also eine gewisse Medienlogik, die hier auch mitschwingt."
  },
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    "start": 367.82,
    "end": 376.1,
    "text": "Berthe, lass uns über diesen aktuellen Aktionsplan der Regierung gegen Gewalt an Frauen sprechen, der es ja letzte Woche präsentiert worden."
  },
  {
    "start": 376.4,
    "end": 384.3,
    "text": "Bevor wir da ins Detail gehen, würde ich gerne eine Grundproblematik mit dir besprechen und das schreibst du auch in einer Kolumne von dir und das liest man auch immer wieder einmal."
  },
  {
    "start": 384.72,
    "end": 397.7,
    "text": "Nämlich das gewisse Lücken, die im System vorhanden sind, die Frauen gefährden, erst dann sichtbar werden oder zumindest einer breiten Öffentlichkeit sichtbar werden, wenn es zu spät ist, wenn die betroffene Frau getötet, verletzt, etc."
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    "start": 398.06,
    "end": 398.3,
    "text": "wurde."
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    "text": "Wie kann man denn deiner Einschätzung nach diese Probleme erkennen und beheben?"
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    "end": 405.9,
    "text": "ohne dass davor ein Anlass da sein muss."
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    "text": "Ja, also das ist wirklich eine zentrale Frage und da komme ich aber auch schon direkt zum Aktionsplan."
  },
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    "end": 416.66,
    "text": "Da wären Studien, Erhebungen, Befragungen irrsinnig wichtig."
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    "end": 429.3,
    "text": "Wir sehen nämlich immer wieder, dass einfach die Schnittstelle von Betroffenen, von Gewalt hin zu Behörden, zur Polizei oder aber auch zur Beratungsstellen noch nicht funktioniert, wie sie funktionieren."
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    "text": "könnte und sollte."
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    "text": "Das heißt, es gibt einfach sehr, sehr viele Gewaltopfer, die vorher nie in einer Beratungseinrichtung waren, die vorher nie bei der Polizei war."
  },
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    "end": 452.06,
    "text": "Also das ist eine Lücke, die auch leider im Nachhinein oft deutlich wird, weil man ja bei dem Opfern oft weistern, waren sie schon einmal bei der Polizei, haben sie Anzeige erstattet, waren sie bei einem Gewaltschutzzentrum."
  },
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    "text": "Das sehen wir auch immer erst nachher."
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    "text": "Also hier bräuchte es deutlich mehr Erhebungen und Studien, wo diese Lücken sind."
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    "text": "Da sind auf wissenschaftlicher Ebene schon, da ist vieles im Vorfeld oder wäre vieles im Vorfeld möglich."
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    "text": "Hier fehlt man aber im Aktionsplan wirklich so ein bisschen, die Ambition, was jetzt Wissenschaft und Datenerhebung betrifft, mehr zu tun."
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    "text": "Man könnte ja eigentlich über dieses Thema mehr oder weniger jeden Tag reden."
  },
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    "text": "Sprechen wir vielleicht auch zu wenig darüber, wenn es eben keine Person betrifft, die dann unverpixelt, wie du gesagt hast, in den Medien vorkommt?"
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    "text": "Ja, also das ist auf alle Fälle so, also wir berichten ja schon laufend und sehr viel über das Thema geschlechtsspezifische Gewalt beim Standard."
  },
  {
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    "end": 514.48,
    "text": "Aber es hat natürlich auch damit zu tun, dass... Fälle, wie die jetzt dieser steirischen Influencerin, die kann man leichter von sich wegschieben."
  },
  {
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    "end": 517.739,
    "text": "Also das sind so drastische Fälle, sage ich jetzt mal,"
  },
  {
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    "end": 518.359,
    "text": "wo man"
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  {
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    "end": 526.479,
    "text": "so die Schnittstelle zum alltäglichen Schwerer findet, als das vielleicht bei diesem über strukturelle Gewaltreden der Fall ist."
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    "start": 526.88,
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    "text": "Wo man diese Fälle weiter von sich wegschieben kann."
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    "text": "Also strukturelle Gewalt gegen Frauen ist leider omnipräsent, findet in vielen Fällen im Alltag statt."
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    "text": "Das ist jetzt nicht so der große Skandal."
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    "text": "Das ist seit vielen, vielen Jahrzehnten, Jahrhunderten, ein Skandal."
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    "text": "wichtig ist nur... immer wieder klar zu machen, dass, wenn ein Femizid passiert, auf einen Femizid kommen ganz viele Fälle von sehr drastischer Gewalt in Österreich, Fälle von schwerer Gewalt, wo es mehr oder weniger eigentlich Zufall ist, dass diese Frau überlebt hat."
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    "text": "Also es gibt ja in den letzten Jahren Hartz zwischen fünf und dreißig und vierzig."
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    "text": "Schwere Fälle von Gewalt gegeben, wo man mit Fug und Recht sagen kann, naja, das war jetzt mehr oder weniger Glück, dass da kein Firmizid daraus wurde."
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    "text": "Also diese Fälle haben wir viel, viel weniger am Radar."
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    "text": "Also diese Firmizide sind mehr oder weniger, ich weiß nicht, ob man das sagen kann oder ob das zynisch klingt, die Spitze des Eisberges und darunter sind sehr viele Fälle, die wir eigentlich so gar nicht behandeln, weil wir es auch nicht wissen."
  },
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    "text": "Genau, ja."
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    "text": "Dann reden wir über diesen aktuellen Aktionsplan, der eben an dieser Situation etwas ändern soll, ganz grob gesagt."
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  {
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    "text": "vielleicht einige der wichtigsten Punkte, was steht drin, was ist dir auch als jemand, der sich so ein sehr langen damit beschäftigt, sofort ins Auge gestochen."
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  {
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    "text": "Was mir positiv ins Auge gestochen ist, ist, dass der Aktionsplan nicht nur auf der Istanbul-Konvention basiert."
  },
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    "end": 629.68,
    "text": "Das ist eben das erste völkerrechtlich verbindliche Instrument zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen."
  },
  {
    "start": 629.78,
    "end": 633.42,
    "text": "Und das ist ja auch verpflichtend für alle Staaten, die das ratifiziert haben."
  },
  {
    "start": 633.699,
    "end": 648.939,
    "text": "Österreich hat das, aus dem Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist aus dem Jahr."
  },
  {
    "start": 648.979,
    "end": 658.9,
    "text": "und das ist ganz wichtig, weil hier sind eben diese Lücken, über die wir schon gesprochen haben, auch ganz explizit angesprochen, dass das Gewaltschutznetz in Österreich."
  },
  {
    "start": 659.459,
    "end": 666.8,
    "text": "da ist, aber dass es relativ unübersichtlich ist, auch für die Betroffenen selbst, dass es teilweise an den Schnittstellen harpert."
  },
  {
    "start": 667.3,
    "end": 678.16,
    "text": "Also dieser Bericht hat schon einige schmerzhafte Punkte im Gewaltschutz in Österreich aufgezeigt und daher fand ich sehr gut, dass dieser Aktionsplan direkt diesen Bericht auch adressiert."
  },
  {
    "start": 678.979,
    "end": 687.06,
    "text": "Was auffällt, ist, dass sehr viele Ressorts involviert sind, vor allem Bildung, Justiz, soziales, Gesundheit."
  },
  {
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    "end": 691.099,
    "text": "Also eben nicht nur das Frauen- und das Innenministerium."
  },
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    "end": 701.68,
    "text": "Und dass manche Sachen sehr konkret angesprochen sind, zum Beispiel, dass die Gewaltambulanzen wirklich flächendeckend eingeführt werden sollen und ausgerollt werden sollen."
  },
  {
    "start": 701.739,
    "end": 707.4,
    "text": "Das ist ja etwas, das ist ja relativ leicht überprüfbar irgendwann, ob das tatsächlich getan wird."
  },
  {
    "start": 707.939,
    "end": 717.119,
    "text": "Dann werden auch die angedachten Fußfesseln für Hochrisikogewaltdäter angesprochen und eine Reform des Sexualstrafrechts."
  },
  {
    "start": 717.28,
    "end": 721.38,
    "text": "wenngleich nicht in der Form ist die Justizministerin."
  },
  {
    "start": 721.979,
    "end": 731.219,
    "text": "Sporer und Frau Ministerin Holzleitner konkret in letzter Zeit immer wieder auf das Konsensprinzip hin, die diese Reform angedacht und angesprochen haben."
  },
  {
    "start": 731.68,
    "end": 750.339,
    "text": "Da steht zwar nicht drin, aber dass so eine Reform des Sexualstrafrechts kommen sollte oder zumindest diskutiert werden sollte, das steht drinnen und das wird auch für die Koalition, was den Gewaltschutz anbelang, interessant werden, inwieweit sich das entwickelt oder ob man da wieder zu vielen Kompromissen bereit ist."
  },
  {
    "start": 750.76,
    "end": 760.099,
    "text": "Du kritisierst aber in einem deiner Texte zu diesem Aktionsplan auch, dass es sehr viele Angebote und Ankündigungen sind, aber wenig Konkretes bzw."
  },
  {
    "start": 760.439,
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  {
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  {
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    "text": "Genau, das ist das andere an diesem Aktionsplan."
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    "start": 766.219,
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    "start": 768.839,
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    "text": "Es ist viel von... einer Stärkung, einem Ausbau oder auch Sensibilisierungen die Rede."
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  {
    "start": 775.619,
    "end": 787.54,
    "text": "Und das ist etwas, da frage ich mich natürlich als Journalistin, wie soll denn das überprüfbar werden, ja, also einen bestimmten Bereich bis zum Jahr- und-zwanzig zu stärken."
  },
  {
    "start": 787.619,
    "end": 790.739,
    "text": "Das ist... Teilweise schon sehr nebulös."
  },
  {
    "start": 790.8,
    "end": 794.02,
    "text": "Da würde man sich schon viel verbindlichere Ziele wünschen."
  },
  {
    "start": 794.64,
    "end": 799.68,
    "text": "Und das auch der Zeitraum etwas kürzer ist, wie erst in den Jahren des Jahrhunderts."
  },
  {
    "start": 799.739,
    "end": 801.5,
    "text": "Das sind jetzt doch noch einige Jahre."
  },
  {
    "start": 802.219,
    "end": 816.339,
    "text": "Was auch konkret auffällt oder was ein gutes Beispiel ist für diese Schiene, dass man eben eher immer in Richtung Angebote als verpflichtende Maßnahme geht, ist zum Beispiel bei der Fortbildung für Richter und Richterinnen."
  },
  {
    "start": 818.099,
    "end": 845.18,
    "text": "vergangenen Jahren von Opferschutzexpertinnen immer wieder die Forderung, dass es wichtig wäre, für Richter und Richterinnen verpflichtende Schulungen zu geschlechtsspezifischer Gewalt einzuführen und nicht nur ein Angebot, weil diese Richterinnen haben zwar eine Verpflichtung zur Fortbildung, aber sie können dann dennoch noch wählen und es ist nicht gesagt, dass sie dann eine Fortbildung zu geschlechtsspezifischer Gewalt wählen."
  },
  {
    "start": 845.28,
    "end": 857.839,
    "text": "Also hier Ich denke, da wäre schon mehr möglich gewesen, dass man stärker in Richtung, das muss einfach geschehen, wenn ich regelmäßig in einer Verhandlung bin, wo es um geschlechtsspezifische Gewalt geht."
  },
  {
    "start": 858.26,
    "end": 870.16,
    "text": "Wenn ich das richtig verstanden habe, was du jetzt gerade erklärt hast, diese Richterinnen und Richter sind zwar verpflichtet, dass sie irgendeine Fortbildung machen, aber in diesem, sagen wir mal, Angebot an Fortbildung ist... dann quasi dieses Thema."
  },
  {
    "start": 870.319,
    "end": 873.619,
    "text": "eins davon, das muss aber keiner wählen, das heißt theoretisch keine Liederrichter sagen, es interessiert mich nicht."
  },
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    "end": 874.68,
    "text": "Genau, ganz genau."
  },
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    "start": 874.839,
    "end": 880.119,
    "text": "Das kann ich auch aus dem Aktionsplan nicht rauslesen, dass das verpflichtend sein sollte."
  },
  {
    "start": 880.579,
    "end": 886.219,
    "text": "Das Angebot soll ausgebaut werden, aber dass man das wählen müsste, ja, das ist nicht gesagt."
  },
  {
    "start": 886.479,
    "end": 890.52,
    "text": "Bärte, wenn wir einen konkreten Fall hernehmen, wie schwierig ist es denn tatsächlich?"
  },
  {
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    "end": 893.92,
    "text": "Lösungen zu finden, die für die Betroffenen kalte Nachteile haben."
  },
  {
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    "end": 897.92,
    "text": "Es gibt beispielsweise, du hast es schon angesprochen, diese Fußfessel für Hochrisikotäter."
  },
  {
    "start": 898.26,
    "end": 907.099,
    "text": "Da wurde vergangene Woche berichtet, dass in anderen Ländern, wo die bereits eingesetzt wird, die Täter diese gerne einsetzen, um psychischen Druck auf Frauen auszuüben."
  },
  {
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    "end": 910.64,
    "text": "Das heißt sie nähern sich immer kurz, bei der Frau wird der Alarm ausgelöst, dann gehen sie wieder weg."
  },
  {
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    "end": 915.459,
    "text": "Die Frau wird quasi immer wieder daran erinnert, der potenzielle Täter ist in der Gegend, ist in der Nähe."
  },
  {
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    "text": "Wie schwer ist das denn hier?"
  },
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    "end": 920.119,
    "text": "Gut gemeinte Vorschläge, nicht vielleicht auch zum Nacht."
  },
  {
    "start": 920.16,
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    "text": "Teil der Betroffenen umzusetzen."
  },
  {
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    "end": 932.18,
    "text": "Das ist tatsächlich bei der Fußfessel eine schwierige Frage, weil es geht ja nicht nur um die Wegweisungen aus einer Wohnung, sondern eben, wie du schon gesagt hast, es geht auch um die Annäherung."
  },
  {
    "start": 932.459,
    "end": 941.04,
    "text": "Also wenn es jetzt nur die Wohnung betreffe, wäre es ja leicht, dann könnte man einfach die Wohnung tracken und wenn er sich der Wohnung näher, dann wird Alarm ausgelöst."
  },
  {
    "start": 941.66,
    "end": 945.42,
    "text": "Aber es gibt ja meistens automatisch auch das Annäherungsverbot."
  },
  {
    "start": 946.0,
    "end": 959.739,
    "text": "Und da müssten dann, um diesen Abstand attraktend zu können, dann die Betroffenen, die Opfer ja auch selbst eine Art Fußfessel wahrscheinlich nicht, aber ein Gerät bei sich tragen, wo sich dieser Abstand messen lässt."
  },
  {
    "start": 959.819,
    "end": 969.52,
    "text": "Und das ist auch auf psychologischer Ebene, da stelle ich mir das schwierig vor, wenn man immer etwas bei sich hat, dass eine daran erinnert, dass man eigentlich in Gefahr ist."
  },
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    "end": 973.38,
    "text": "Stimmt für viele eine sehr große Belastung."
  },
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    "end": 978.38,
    "text": "Und dann eben, was du schon angesprochen wirst, was ist, wenn dieser Alarm losgeht, immer wieder."
  },
  {
    "start": 978.64,
    "end": 983.3,
    "text": "Da werden ja die Betroffenen jedes Mal in Alarmbereitschaft versetzt."
  },
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    "start": 983.4,
    "end": 1001.599,
    "text": "Also das ist so ein konkretes Problem, das zeigt, dass da noch sehr viel gesprochen werden muss, diskutiert werden muss, für wen das in Frage käme, in wiefern und wie genau die Betroffenen wirklich aufgeklärt werden müssen, was das konkret im Alter... für sie bedeuten könnte."
  },
  {
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    "end": 1011.859,
    "text": "und man muss dann auch, glaube ich, sehr genau sich anschauen, für welche Hochrisik die da kommt, das in Frage und wäre es einfach besser nach wie vor ein Urhaft aufgehoben."
  },
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    "start": 1012.119,
    "end": 1021.42,
    "text": "Du hast jetzt vorher schon die Reform des Sexualstrafrechts angesprochen, das ist aber... wenn ich dir so richtig zugehört habe, noch nicht so ganz klar, auf was man sich da einigt."
  },
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    "text": "Was hat es damit genau auf sich?"
  },
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    "text": "konkretisieren wir das vielleicht auch noch?"
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    "text": "Ja, also es geht ja schon."
  },
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    "end": 1028.54,
    "text": "Es war in den letzten Monaten intensiv Thema."
  },
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    "end": 1041.74,
    "text": "Es geht schon letztendlich um das Konsensprinzip, nämlich dass man, wir haben in Österreich jetzt ein Prinzip, das auf Nein heißt Nein passiert, also dass man sich non-verbal und verbal mit einem Nein äußert."
  },
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    "end": 1046.7,
    "text": "Wenn man dieses Nein übergeht, dann kann das Vorgericht als Vergewaltigung sehen."
  },
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    "text": "dass man das jetzt womöglich umstellen könnte, wie schon viele andere Länder auch, auf ein sogenanntes Konsensprinzip und das bedeutet dann nur ja heißt ja."
  },
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    "text": "Was da aber immer wieder verwechselt wird, das würde keine Beweislast umkehrt bedeuten, das wird fälschlicherweise immer so beschrieben, aber es ist ja weiterhin nach wie vor so, dass in diesen Fällen die Staatsanwaltschaft die Beweise liefern müsste."
  },
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    "text": "Es kommt aber schon zu einer Fokusverschiebung."
  },
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    "end": 1085.139,
    "text": "die sowohl in der Situation im Gerichtssaal als auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene schon bedeutsam sein könnte."
  },
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    "end": 1096.6,
    "text": "Nämlich, dass ein tatverdächtiger, ein angeklagter schon argumentieren und zeigen muss, dass er einvernehmen wahrgenommen hat."
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    "text": "Also er kann nicht einfach nur sagen, sie hat nicht nein gesagt, sie hat nicht mit dem Kopf geschüttelt, das wird in dem Fall nicht mehr reichen, sondern die Frage könnte dann sein oder wird dann sein, woraus haben sie geschlossen, dass ihr gegenüber zugestimmt hat."
  },
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    "text": "Das ist eine Perspektivenverschiebung, die glaube ich nicht zu unterschätzen ist und die für das Sexualstrafrecht schon eine spannende Perspektive sein könnte."
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    "text": "Wechseln"
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    "text": "wir vielleicht noch auf eine andere Ebene, kommen wir zum Bildungsministerium."
  },
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    "text": "Das bringt fünfzehn Punkte in diesen Aktionsplan ein, heißt es zumindest medial."
  },
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    "end": 1133.8,
    "text": "Du hast vorher schon diese systemische Frage zu Beginn angesprochen."
  },
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    "text": "Wie wichtig ist denn quasi möglich auch dieser gesellschaftliche Wandel von klein auf, also sobald das Bildungssystem bei Personen greift?"
  },
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    "text": "Also ich war auch ein wenig überrascht, dass Bildung als Ressort so oft vorkommt im Aktionsplan."
  },
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    "text": "Ich finde es aber tatsächlich gut und wichtig, weil eben wie eingangs gesagt, es geht letztendlich um die Frage, wie gleichberechtigt eine Gesellschaft ist."
  },
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    "end": 1171.8,
    "text": "Und insofern ist Bildung jetzt auch wichtig, wenn wir uns die Zukunft ansehen, weil es gibt Beobachtungen, dass zum Beispiel heute Mädchen und Bubengruppen Viel getrennter sind als noch für einigen Jahrzehnten."
  },
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    "end": 1197.86,
    "text": "Das kann auch, das ist die Vermutung, mit Social Media zusammenhängen, dass es wieder eine viel stärkere Entwicklung dahingehend gibt, dass Buben und Mädchen sich in der Volksschule oder in der Mittelschule Gymnasium ... wieder viel stärker auseinander dividieren und was letztendlich wieder bedeutet, dass es eine stärkere Orientierung danach gibt, wie man sein Leben gestaltet entlang von Geschlecht."
  },
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    "end": 1201.179,
    "text": "Das wird eine Redraditionalisierung bedingen."
  },
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    "end": 1210.3,
    "text": "und was natürlich auch total verschärfend hinzukommt, sind die antifeministischen Tendenzen in sozialen Medien."
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    "text": "Wir wissen, es gibt einen massiven Auftrieb für extrem gewaltbereite, patriarchale Influencer, die gerade jungen Buben und jungen Männern hier Angebote machen."
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    "text": "und auch erfolgreich Angebote machen, was ja letztendlich nicht anderes heißt, wie dass die Schulen oder auch die Eltern oder andere Bildungsoptionen nicht dahingehend genutzt wird, dass feministische Angebote an junge Männer herangegetragen werden, sondern eben Männer wie Enflutet oder andere Typen, die einfach den Weg in die Zukunft zu einem zurück in die Steinzeit behaupten."
  },
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    "text": "Und da muss man mit Bildung massiv entgegenarbeiten."
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    "end": 1257.78,
    "text": "Und das ist eine neue Herausforderung, die zu den bestehenden Jahren noch hinzukommt."
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    "end": 1262.02,
    "text": "Insofern ist der Fakt, der Bildung wird da massiv gefordert sein in Zukunft."
  },
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    "text": "Berthe, du schreibst in deinem Text auch, dass dieser Plan sehr viel Raum für schlechte Kompromisse innehätte."
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    "text": "Wie kann man das ändern?"
  },
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    "text": "Ja, also ich beobachte schon, dass die langen Jahre der großen Koalition die S-Bö stand ja immer für eine sehr progressive Frauenpolitik."
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    "text": "wurde schon irgendwie zugunsten der ÖVP oft eingelenkt."
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    "end": 1292.52,
    "text": "Und mir ist da gerade in diesem Jahr wirklich ein, was Kompromisse anbelangt, schon ein Beispiel noch sehr präsent."
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    "text": "Und zwar hat es ja Anfang dieses Jahres und wir sind auch hier im Podcast Studio gesessen und haben darüber geredet."
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    "text": "Es hat diesen Femizid auf offener Straße an einer Anfang dreißigjährigen Frau gegeben, wo ... ihr Ex-Partner wieder sie auf einem Parkplatz erschossen hat."
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    "text": "Und damals haben wir schon über das Waffengesetz gesprochen und damals kam auch schon aus der Opposition wiederholt die Forderung das Waffengesetz zu verschärfen, weil wie kann es sein, dass eine Frau, die bei der Polizei war, weil sie wegen gefährlicher Drohung durch ihren Ex-Mann Anzeige erstatten wollte, wenige Wochen später genau von diesem Ex-Mann getötet wird und er sich in dieser Zeit eine Waffe besorgen können."
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    "text": "Inzwischen ist der Amoklauf in Graz basiert und das Thema Waffen wurde dann groß verhandelt, aber damals nach diesem Mord, nach diesem Femizid in Maria Alm, dann haben wir auch direkt nachgefragt bei der SPÖ, ob es beim Waffengesetz etwas zu tun gäbe."
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    "text": "und damals hat man sich anders als nach dem Amoklauf in Graz noch sehr zurückhaltend und sehr defensiv gezeigt."
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    "text": "Und da würde ich mir dann schon wünschen, dass das weitaus früher der Fall ist, als wenn schon diese furchtbaren und schreckliche Fälle passieren, wo auch die Politik dann nicht mehr aus kann."
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    "text": "Berta Haas-Bichler, vielen Dank für deine Einschätzung heute."
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    "text": "Sehr gerne."
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    "text": "Und wenn Ihnen diese Folge gefallen hat und Sie auch die kritische und unabhängige Berichterstattung des Standards unterstützen möchten, dann geht das als Abonnentin oder mit einem einmaligen Unterstützungsbeitrag schon auf drei Euro."
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    "text": "Alle Infos unter abo.derstandard.at."
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    "text": "Und hier ist, was Sie heute sonst noch wissen müssen."
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    "text": "Der November bringt keinerlei Entspannung an der Jobfront."
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    "text": "Zum dreißigsten Mal in Folge steigt die Arbeitslosigkeit und liegt Ende des Monats bei fast vierhunderttausend Personen."
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    "text": "Besonders stark betroffen waren die Bundesländer Niederösterreich und die Steiermark."
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    "text": "Und drittens, Moderator Thomas Gottschalk hat eine Krebserkrankung öffentlich gemacht."
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    "text": "Zitat, ich glaube, es wird Zeit, dass wir die Karten auf den Tisch legen."
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    "text": "Zuletzt hatte Gottschalk noch den TV-Preis Rommi in Kitzbühle erhalten."
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