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    "text": "Ich bin Daniel Rechizekker, das System des Tages, der Nachrichten Podcast vom Standard."
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    "text": "Donald Trump schwört das US-Militär auf einen Krieg ein."
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    "text": "Nicht gegen China oder Russland, sondern liberale, woke und Demokraten müssten ins Visier genommen werden."
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    "text": "Und Trump droht, tausende Menschen aus den Ämtern zu schmeißen, die die USA am Laufen halten."
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    "text": "Wie Trump dem eigenen Land den Krieg erklärt und ob ihm die Zerstörung der Demokratie gelingen wird, darüber sprechen wir heute."
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    "text": "Es treffen sich zwar die Top-Generele, regelmäßigen Washington, aber das wirklich auch dann die Einstern-Generele und so der Mittelbau, auch alle nach Washington gerufen werden bzw."
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    "text": "Das hat ja der Verteidigungsminister Peter Heckseth gemacht und man glaubt, das ist auch auf seine Mist gewachsen."
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    "text": "Er hat vor allem Wie soll man sagen, er hat ihnen die Leviten gelesen, den Generälen, dass sie sich ordentlich anziehen sollen, dass sie die Haare kurzer schneiden sollen, keinen Bart tragen sollen."
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    "text": "Da haben diese doch sehr erfahrenen Offiziere schon ein bisschen geschaut."
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    "text": "Ich möchte vor denen auch reden, was ein bisschen seinem Verteidigungsminister die Show gestohlen hat, aber das ist sehr typisch für die Dynamik im Weißen Haus zwischen Trump und den Leuten, die für ihn arbeiten."
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    "text": "Auch Trump hat letztlich seine typischen Wahlkampf und sonstigen Wahlauftrittreden gehalten, hat auf beiden geschimpft, hat auf die Demokraten geschimpft, hat über alle möglichen Sachen geredet, die eigentlich die generelle diese Offiziere gar nicht interessieren sollten."
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    "text": "Also, der Feind von innen, das ist schon ein ziemlicher Standardsatz von Trump, der behauptet jetzt bei jeder Gelegenheit, dass die verrückten, linksradikalen Demokraten das Land zerstören wollen."
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    "text": "Alles demokratisch eher progressive Städte mit einer ja ausgeprägten Kriminalität, aber jetzt nicht der allerhöchsten Kriminalität im Land, aber es gibt doch eine Stadt wie Memphis, Tennessee, wo auch Soldaten dort für Recht und Ordnung sorgen sollen, aber dort mit Zustimmung des dortigen Gouverneurs."
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    "text": "Bisher waren das immer die Nationalgarten, die da eingesetzt wurden, die eigentlich den Bundesstaaten unterstehen, aber in gewissen Situationen kann die Bundesregierung, kann das weiße Haus, die Kontrolle über die übernehmen."
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    "text": "Wie gefährlich ist es denn, wenn ein US-Präsident und sein Verteidigungsminister zumindest versuchen, diese Überbarteiligkeit des Militärs für sich zu nutzen und einzuspannen?"
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    "text": "Das war teilweise gegen ... die gerichtet, die unter dieses Schlagwort DEI fallen, also Diversität und Integration, das sind dann Frauen und Minderheiten, aber auch welche, die nicht loyal genug der neuen Herrschaft wirken."
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    "text": "Er hat nämlich bei dieser Rede vor diesen Generälen gesagt und ich zitiere jetzt, sie, die US-Armee, töten Menschen und zerstören Dinge, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen."
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    "text": "Das kümmert sich jetzt nicht mehr um die wirklichen militärischen oder kriegerischen Werte und sind deshalb auch nicht mehr in der Lage, richtig zu kämpfen."
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    "text": "Deswegen ist ja diese Umbenennung des Ministeriums, vom Verteidigungsministerium, Kriegsministerium, wurde ja genau deshalb auch beschlossen, damit dieser Gedanke kommen kann."
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    "text": "Ja, das amerikanische Militär hat sicher die letzten Jahre Probleme gehabt, aber die Hauptprobleme, die es hatte, lagen an der politischen Strategie."
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    "text": "Also dieser letzte Satz, ein Militär ist dazu da, um Menschen zu töten und Sachen zu zerstören, ja wie gesagt, das stammt auch aus dieser Fantasiewelt von Hexeth."
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    "text": "Gleichzeitig aber ist Trump zumindest einer der eigentlich keinen Krieg führen will."
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    "text": "weil ihm das auch seine eigene Basis nicht möchte."
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    "text": "Und das sind diese Luftangriffe auf Schiffe aus Venezuela, bei denen ... Drogenschmuggel vermutet wird und statt dass man sie im Sinne eines Polizeieinsatzes stoppt und das verhindert, werden sie jetzt mit militärischen Mitteln zerstört, dabei die sterben Menschen, die am Bord sind, die Mannschaft, wo immer die auch herkommt, ohne dass es irgendeinen Beleg gibt, das dort tatsächlich Fentanyl und dass die auch tatsächlich geschmuggelt wird und dass das am Bord ist."
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    "text": "Und da zeigt sich bereits in einem sehr kleinen Rahmen, aber in einem aggressiven Akt gegen einen sehr ungeliebten Staat, nämlich Venezuela, dass ja Trump wäre bereit und Hexeth auch Kriege zu führen, wo es überhaupt keine Regeln, keine Gesetze und keine Grenzen mehr gibt."
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    "text": "Und als das nicht geschehen ist, zum Beispiel im Irak Krieg, gab es auch innenpolitisch ganz großen Aufschrei und das hat auch echte Konsequenzen auch gehabt."
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    "text": "Jetzt müssen wir uns diese Situation vorstellen, da sitzen diese achthundert Generäle in einem Saal auf der Bühne, der im unter anderem Verteidigungsminister oder Kriegsminister, wie auch immer, der davon redet, dass sie richtige Frisuren tragen müssen, dass sie nicht fett sein dürfen und was eben und dass sie Killermaschinen sind."
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    "text": "Die stehen aber halt alle in einem gewissen Zwiespalt, weil die Befehlskette zu befolgen Gehorsam ist doch die Grundtugend jedes Militärs."
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    "end": 799.48,
    "text": "Und wie sich dann verschiedene Soldaten ganz oben und auch in mittleren Bereichen, und möglicherweise auch unten, wie die sich dann verhalten, kann im Moment niemand sagen."
  },
  {
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    "text": "Wenn man sich"
  },
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    "text": "jetzt das Vorhaben von Trump ansieht, dass er darauf hinaus zu laufen scheint, die US-Demokratie in eine mögliche Autokratie umzubauen, wie sehr braucht er denn dafür tatsächlich das Militär?"
  },
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    "text": "Also auf dem Papier ist es unbrauchbar für seine Zwecke."
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    "text": "Weil die amerikanischen Streitkräfte nicht in einem politisch, nicht im Lande selbst eingesetzt werden können."
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    "text": "Und das ist schon eine rote Linie."
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    "text": "Wenn er die überschreitet, dann passiert irgendwas."
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    "text": "Dann ist das so ein Alarmsignal für so viele in diesem Land, dass das auch für ihn sehr, sehr hohes politisches Risiko wäre."
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    "text": "Mein Eindruck ist, dass Trump eher versucht, hier Alternativen zu suchen."
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    "text": "die er ja schon in den Städten eingesetzt haben."
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    "text": "Wobei, die wurden jetzt für Polizeiarbeit eingesetzt."
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    "text": "Wobei, die sind ja für nicht trainiert."
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    "text": "Die konnten da auch der Polizei nicht sehr viel helfen."
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    "text": "Ich glaube, in Washington haben sie dann zum Teil die Parks gesäubert und so Müll aufgerlaubt."
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    "text": "Das ist ja sehr nett, aber sind nur herumgelungen, weil sie nichts tun konnten."
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    "text": "Das andere ist, und das ist das Bedrohlichste, das neue Budgetgesetz sieht, eine massive Aufstockung der Mittel für diese Wanderungsbehörde, Eis vor und die wird mehr, die sind ja seit Monaten unterwegs, vermummt, unkenntlich, als was das für Männer sind, die Migranten oder Menschen, die der illegalen Einwanderung verdächtigt werden, festnehmen und dann zur Deputation freigeben."
  },
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    "end": 915.3,
    "text": "Und man hat den Eindruck, dass hier sollte durch diese ganz große Aufstockung dieser Truppe, die bisher eigentlich nur eine Grenzschutz-Truppe war, dass da eine Art von Privater mehr geschaffen werden soll, die über die Trump oder seine Innenministerin oder auch dann eigentlich verfügen können für die eigenen Zwecke, die dann auch nicht den gleichen Beschränkungen unterliegt wie die amerikanischen Streitkräfte."
  },
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    "text": "Die können jetzt stark rekrutieren."
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    "text": "Naja, das sind so Männer, die sagen wir möglicherweise schon auch in gewissen Rechtsextremen Milizen aktiv sind, die halt eine starke Tendenz haben zum Rassismus, zum Ausländer Hass, also die auch dann bereit wären, viel mehr als die üblichen Berufssoldaten das zu tun, was Trump oder andere dann ihre Vorgesetzten von ihnen wollen."
  },
  {
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    "text": "Wenn wir die Frage von mir umdrehen, wie gefährlich könnte ihm das Militär tatsächlich werden?"
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  {
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    "text": "Also das amerikanische Militär hat nie eine in eine politische Rolle gespielt."
  },
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    "end": 966.92,
    "text": "in der ganzen amerikanischen Geschichte gab es nie eine Art von Militärputsch oder auch nur einen Versuch der Militärführung sich irgendwie in die Politik einzuschalten."
  },
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    "text": "Allerdings gab es vielleicht auch noch nie so eine Bedrohung für das Land wie jetzt."
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    "text": "Es gab gleich in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg einen großen Machtkampf und das war zwischen dem damaligen Präsidenten Truman und dem General MacArthur, der den politischen Befehlen nicht gefolgt ist, sondern seine eigene Politik verfolgt hat und Truman hat ihn damals gefeuert."
  },
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    "text": "Und das war ein entscheidender Moment zu zeigen, obwohl MacArthur sehr beliebt war, dass die zivile Kontrolle des Militärs doch eines der Grundfesten der amerikanischen Politik ist."
  },
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    "text": "Ich glaube, da sind die Hemmungen, selbst wenn hier Soldaten auch hohe Offiziere generell das Gefühl haben, dass Gefahr im Verzug ist, ich glaube die Hemmung hier selbst etwas zu tun, die wäre sehr groß."
  },
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    "text": "die Bereitschaft, sich instrumentalisieren zu lassen und möglicherweise dort den Befehl zu verweigern, das ist eine Sache."
  },
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    "text": "Aber selbst aktiv zu werden, kann ich mir gar nicht vorstellen."
  },
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    "text": "Es gibt ja auch die Befürchtung, immer wieder, dass Trump die Nationalgarde oder das Militär dazu einsetzen könnte, um Einfluss auf die anstehenden Mithörms auszuüben."
  },
  {
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    "end": 1042.859,
    "text": "Also ganz plastisch gesprochen, Militärs in demokratische Hochburgen zu schicken, um die Menschen dort, die... Meistens ihm eher demokratisch wählen, am Wählen zu hindern."
  },
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    "text": "Hältst du das irgendwie realistisch?"
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    "text": "Es ist vorstellbar."
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    "text": "Ich meine, Trump beschäftigt sich intensiv damit, wie er einen Wahlniederlage der Republikanarbeiten mit Terms verhindern könnte, weil das würde in ja politisch sehr schwächten."
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    "text": "Im Moment ist er damit beschäftigt, zu versuchen, dass diese Wahlbezirke in verschiedenen Bundesstaaten neu gezogen werden."
  },
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    "text": "Er wettert gegen die Briefwahl im Glauben, dass der Demokraten mehr nützt als den Republikanern."
  },
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    "text": "Das ist inzwischen auch nicht mehr so klar."
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    "end": 1099.82,
    "text": "Und es wäre absolut vorstellbar, dass er zum Beispiel seine Eis-Truppen dann zu den Wahllokalen schickt in Großstädten mit einem hohen Minderheitsanteil, wo dann möglicherweise Menschen, die lateinamerikanischer Abstammung sind, sich dann fürchten, naja, dann werde ich vielleicht festgenommen, weil ich als illegaler Einwanderer hier verdächtigt werde oder auch... Schwarze sagen, ich könnte mir was passieren, weil ich dann gleich als potenzieller Krimineller gesehen werde."
  },
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    "text": "So könnte es zu Einschüchterungsversuchen sehr wohlkommen."
  },
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    "text": "Das Problem ist, in diesem Großstecken werden die Wahlen nicht entschieden."
  },
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    "end": 1122.2,
    "text": "Die dortigen Wahlbezirke haben eine so starke demokratische Mehrheit, dass es schwierig ist, dort überhaupt eine Republikaner zum Sieg zu verhelfen, selbst wenn man... die Wählerinnen und Wähler vor dem Wahllokal einschüchtert."
  },
  {
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    "end": 1133.34,
    "text": "An der Seite, es gibt ja wohl auch Wahlbezirke, die, sagen wir, gemischt sind, Stadt und Umland zusammen, wo die Mehrheiten nicht so groß sind, ist ein Szenario, das vorstellbar ist."
  },
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    "start": 1133.56,
    "end": 1152.16,
    "text": "Wenn das tatsächlich käme, wäre das schon ein Zeitenwechsel in der amerikanischen Politik, der nicht unbemerkt passieren würde, der möglicherweise auch eine Gegenreaktion hervorrufen würde, auch von den jeweiligen Bürgermeistern der Städte oder auch von den Gouverneuren in den Bundesstaaten."
  },
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    "start": 1152.92,
    "end": 1158.4,
    "text": "Und das hätte nur dann einen Effekt, wenn die Wahl tatsächlich sehr, sehr knapp bleibt."
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    "end": 1181.3,
    "text": "Sollte es aber im Vorfeld dieser Mitterms sich zeigen, dass doch die Meinungsumfragen auf einen starken Verluste der regierenden Partei hinweisen, was ein übliches Muster auch in vergangenen Jahren und Jahrzehnten immer war, damit es sehr schwer dieses Wahlergebnis nur mit solchen punktuellen Einschüchterungen umzudrehen."
  },
  {
    "start": 1181.64,
    "end": 1193.82,
    "text": "Was ich da jetzt raushöre aus deiner Antwort und korrigiere mich da gerne, wenn ich das falsch interpretiere, die USA als extrem föderales Land mit unterschiedlichsten Strukturen in fünfzig Bundesländern, das ist gar nicht so einfach hier."
  },
  {
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    "end": 1198.62,
    "text": "Wenn man denn diese Strategie wählen würde, an den richtigen Punkten anzusetzen, um einen Effekt zu haben."
  },
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    "start": 1198.88,
    "end": 1209.7,
    "text": "Ein deutliches Problem ist, weil jeder redet jetzt darüber, naja, kann Trump die Midterms verhindern, kann er sich stoppen, kann er sich manipulieren, kann er das so machen wie Putin in Russland."
  },
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    "text": "Vielleicht wie Erdogan in der Türkei."
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    "text": "Das Problem ist, dieses amerikanische Wahlsystem ist so unglaublich fragmentiert."
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    "text": "Es sind, jeder eigene Bundesstaat hat die eigenen Regeln."
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    "text": "Jeder Wahlbezirk hat seine eigene Organisation."
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    "end": 1238.96,
    "text": "Er müsste dann wirklich, oder das weiße Haus, müsste nicht an einem Strang irgendwie runterziehen und sagen, stop, sondern er müsste eigentlich an tausend verschiedenen Fäden gleichzeitig ziehen."
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    "text": "nicht völlig unvorstellbar, aber sehr, sehr schwer durchzuziehen."
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    "text": "Wenn im November, die Stimmung im Land so ist, dass es eigentlich knapp ist und in beide Richtungen gehen könnte, so wie es ja vor der Präsidentschaftswahl jetzt, im Jahr, war, dann kann man doch einzelne Manipulationen sehr wohl etwas erreichen."
  },
  {
    "start": 1262.34,
    "end": 1279.9,
    "text": "Aber zehn, zwanzig Prozent Umschwung der Wählerstimmen, eine wirkliche Welle gegen die Republikaner auf diese Weise zu stoppen, würde eigentlich erfordern, dass die USA bereits im Vorfeld in eine Art Autokratie-Diktatur umgewandelt werden und nicht erst danach."
  },
  {
    "start": 1280.46,
    "end": 1303.18,
    "text": "Gut, wir wissen de facto bei... diese Regierung nicht, was morgen sein wird, was im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, im November, November, November, November, November,"
  },
  {
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    "end": 1303.56,
    "text": "November, November,"
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  {
    "start": 1303.6,
    "end": 1312.6,
    "text": "November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November,"
  },
  {
    "start": 1312.68,
    "end": 1312.84,
    "text": "November."
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    "text": "Man kann sagen, die amerikanische Regierung kontrolliert das Militär."
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    "end": 1319.04,
    "text": "Die müssen da nicht die Kontrolle übernehmen."
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    "end": 1325.44,
    "text": "Das sind Soldaten, die der amerikanischen Regierung gegenüber, aber auch dem Kongress gegenüber verpflichtet sind."
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    "text": "Die Frage ist, wie weit muss das Personal... ausgewechselt werden, die Führung der Streitkräfte."
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    "text": "Wie weit gibt es Offiziere, die dann tatsächlich ganz ganz anders ticken, nämlich wirklich, sagen wir, Magaläute, Trump-Leute sind, oben oder auch in den mittleren Rängen, dass sie dann nicht nur den Befehlen einer demokratischen Regierung folgen, sondern auch den Befehlen, die gegen die Demokratie verstoßen."
  },
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    "text": "Und das lässt sich nicht so leicht beantworten."
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    "text": "Stichwort Kündigungen, Stichwort Feuern."
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    "text": "Die USA sind im Shutdown."
  },
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    "text": "Man hat sich da nicht geeinigt zwischen den Republikanern und unseren Demokraten."
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    "text": "Jetzt hat Trump bereits im Vorfeld angekündigt, wenn es zu diesem Shutdown kommt, dann werde er weitere Beamte feuern und, Zitat, es werden Demokraten sein."
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    "end": 1380.76,
    "text": "Steuern wir hier auf einen weiteren Kahlschlag und eine Neubesetzung mit seinen Leuten zu?"
  },
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    "end": 1387.56,
    "text": "Was im Moment passiert ist, auch in dieser ersten Phase der Elon Musk von war jetzt weniger eine Unbesetzung."
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    "text": "Eine Unbesetzung fand in allen Spitzen in den verschiedensten Bereichen statt."
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    "text": "Aber das hat in den USA Tradition, das haben auch andere Präsidenten immer gemacht, dass sie ihre Leute hereingeholt haben."
  },
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    "text": "Aber es wurden einfach Zehntausende öffentliche Bedienstete gefeuert und nicht nachbesetzt."
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    "text": "Und das ist jetzt der Shutdown."
  },
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    "end": 1428.2,
    "text": "wo ja große Teile der amerikanischen Verwaltung kein Geld haben, könnte dazu genutzt werden, um diesen Prozess, der mit Deutsch begonnen hat, Masks Department of Government Efficiency, wobei da vor allem sehr viel Chaos angerichtet wurde und wo viele Entlassungen auch Rückgänge gemacht werden mussten, weil die Leute dann einfach gefehlt haben."
  },
  {
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    "end": 1437.04,
    "text": "Aber trotzdem, die Ideologie, wir wollen diesen Staat massiv reduzieren, die bleibt erhalten und das könnte jetzt, da ist die Verlockung sehr groß."
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    "text": "von Trump und auch seinem Budgetdirektor Freud, zu sagen, jetzt ziehen wir das wirklich durch."
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    "text": "Jetzt machen wir den totalen Kahlschlag, jetzt zerstören wir oder reduzieren aufs Minimum ganze große Abteilungen und tun dieser ganzen Entwicklung der Zeit, seit Nr."
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    "text": "Parallel Regierung gesehen wird."
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    "text": "Da ist immer der Vorwurf, die unterwerfen sich nicht den politischen Vorgaben, sondern die betreiben ihre eigene Politik, die machen das, was sie wollen."
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    "text": "Dann kommt da zu uns, das sind ja zumeist Linke."
  },
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    "text": "Demokraten, die halt überhaupt glauben, dass der Staat alles die Welt verbessern kann und das Land verbessern kann."
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  {
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    "text": "Und wir glauben nicht daran."
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    "end": 1492.9,
    "text": "Also ja, da könnte das dieser Shutdown tatsächlich zu einer neuen Welle der ganz massiven Kürzungen, Entlassungen und eines Kahlschlags werden."
  },
  {
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    "end": 1501.0,
    "text": "Wenn wir bei diesem Shutdown bleiben, die Demokraten sagen, sie hätten den erzwingen müssen, weil sie bei Trumps Kürzungen, Sozialausgaben, Krankenkassen etc."
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  {
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    "text": "nicht zustimmen konnten."
  },
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    "end": 1510.46,
    "text": "Jetzt könnten Millionen Amerikaner Ihre Versicherungen verlieren, könnte dieser Shutdown auch zum Boomerang werden für Donald Trump?"
  },
  {
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    "text": "Das ist diese spannende Frage, weil jeder Shutdown bisher, das ist ja nicht der erste, die wurden bisher... Ich"
  },
  {
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    "end": 1518.7,
    "text": "glaube es waren sechs in den letzten dreizehn Jahren oder so, oder?"
  },
  {
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    "text": "Ja, die wurden bisher immer von republikanischer Seite her provoziert, entweder gegen einen demokratischen Präsidenten unter Trump, sogar gegen einen republikanischen."
  },
  {
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    "end": 1532.22,
    "text": "Und... Die Frage war immer, wie reagiert die Öffentlichkeit darauf?"
  },
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    "text": "Die Menschen hassen diese Shutdowns, weil ihnen auch wichtige Leistungen verloren gehen."
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    "text": "Die öffentlichen Bediensteten verlieren einmal zumindest vorübergehend ihr Gehalt."
  },
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    "text": "Das wurde dann immer wieder danach bezahlt, aber trotzdem ist es eine sehr unangenehme Situation."
  },
  {
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    "text": "Bisher haben Umfragen immer gezeigt, dass die, die den Shutdown ausgelöst haben, dafür auch dann bestraft wurden."
  },
  {
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    "text": "Zumindest, dass ihnen das vorgehalten wurde von der Öffentlichkeit."
  },
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    "text": "Also jetzt ist im Moment ein Schwarzer Peterspiel."
  },
  {
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    "text": "Wer ist für diesen Shutdown verantwortlich?"
  },
  {
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    "text": "Trump."
  },
  {
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    "text": "Sagt ständig, es sind natürlich die Demokraten, die tatsächlich hier einen Budgetvorschlag nicht zustimmen, der aber auch nur ein Temporärer wäre für einige Wochen lang und stellt dies etwas verwegende Behauptungen auf."
  },
  {
    "start": 1578.04,
    "end": 1585.5,
    "text": "Die Demokraten machen das, weil sie wollen, dass illegale Einwanderer eine teure Gesundheitsversorgung bekommen sollen."
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  {
    "start": 1586.14,
    "end": 1592.16,
    "text": "Stimmt überhaupt nicht, ist halt eines dieser Lügen, die da gestreut werden und das ist auch nicht wahnsinnig glaubwürdig."
  },
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    "start": 1592.26,
    "end": 1601.0,
    "text": "Die Demokraten haben ja im im März gab es bereits diese Situation, wo die Frage war, ob sie bereit sind, eine Budgetverlängerung zuzustimmen."
  },
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    "start": 1601.5,
    "end": 1609.96,
    "text": "Und damals hat der Senatsführer, und es geht ja nur um den Senat, weil das Repräsentantenhaus, da ist die revolikanische Mehrheit, kann alles durchsetzen."
  },
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    "start": 1610.22,
    "end": 1621.4,
    "text": "Im Senat aber werden für solche Budgetgesetze eine Mehrheit von sechzig Senatoren von hundert gefordert, und die Republikan haben nur ungefähr dreieinfünfzig."
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    "end": 1623.7,
    "text": "Brauchen daher einige Demokratie."
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    "text": "Stimmen dazu."
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    "end": 1635.86,
    "text": "Und damals hat der demokratische Senatsführer Jack Schumer gesagt, es hat überhaupt keinen Sinn, wenn wir jetzt eine Shutdown provozieren, durch vernichtet große Teile des Staates, dann würden wir ihn nur dazu beitragen."
  },
  {
    "start": 1636.7,
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    "text": "Er hat damals zugestimmt."
  },
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    "end": 1640.98,
    "text": "Das wurde ihm massiv vorgeworfen innerhalb seiner Partei."
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    "text": "Es wurde gesagt, die Demokraten sind nicht in der Lage zu kämpfen und kapitulieren ständig."
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    "end": 1665.82,
    "text": "Und diesmal hat er auch aus innerparteilichen Gründen eine andere Strategie gewählt, nämlich zu sagen, wir stellen uns jetzt dagegen und haben das eine Thema gesucht, wo sie glauben, dass die Bevölkerung, die breite Bevölkerung am Ersten auf ihrer Seite sind, nämlich es geht um diese Unterstützungen, um diese Beihilfen für die Krankenversicherung."
  },
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    "text": "unter dem sogenannten Obamacare, die dann zu Jahresende auslaufen würden."
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    "text": "Also die Demokraten setzen darauf, dass auch wenn sie den Shutdown provozieren, dass sie es aus einem guten Grund machen, den die Menschen verstehen können."
  },
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    "text": "Die Republikaner Trump hoffen, dass die breitere Bevölkerung einfach sagt, wer hat's ausgelöst, die Demokraten, also sind sie schuld."
  },
  {
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    "end": 1696.48,
    "text": "Gleichzeitig gehen die Demokraten auch davon aus, dass wenn es dem Land schlecht geht, gibt man immer die Schuld dem Präsidenten."
  },
  {
    "start": 1696.7,
    "end": 1701.98,
    "text": "Egal wer dafür verantwortlich ist, die Regierung trägt Verantwortung für das Wohlergehen von jedem."
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    "end": 1709.96,
    "text": "Also es ist derzeit ein Spiel mit Schuldzuweisungen und auch ein Schielen auf die Umfragen, wie sich das dann auswirken wird."
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    "text": "Das große Problem ist, ich sehe keinen Ausweg aus diesem Shutdown."
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    "text": "Die Republikaner haben kein Interesse, dann es zu beenden, außer wenn die Umfragen katastrophale Werte für sie ergeben."
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    "end": 1739.6,
    "text": "Aber den Abbau der Beihilfen für die Krankenversicherung ist ja ein Teil dieses sogenannten Big Beautiful Bill, auf das ja Trump so stolz ist, dort zugeständigt zu machen, wäre ein ganz untypisch für ihn und für auch die republikanische Partei."
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    "end": 1746.4,
    "text": "Und die Demokraten, wenn die dann im Nachhinein jetzt doch einmal zustimmen, dann würden sie auch total ihr Gesicht verlieren."
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    "text": "Also ich glaube dieser Shutdown wird sehr lange dauern, wird verheerende Folgen haben und es kann auch gut sein, dass am Ende nur Verlierer dastehen."
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    "text": "Erik Freibaders, vielen Dank für deine Einordnungen heute."
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    "text": "Sehr gerne."
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    "text": "Und wenn Ihnen diese Folge bis dahin schon gefallen hat und Sie die kritische und unabhängige Berichterstattung des Standards unterstützen möchten, geht das als Abonnentin oder mit einem einmaligen Unterstützungsbeitrag schon ab drei Euro."
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    "text": "Alle Infos dazu unter abo.sterstandard.at."
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