[
  {
    "start": 0.0,
    "end": 8.15,
    "text": "Auch wenn es im Trubel rund um den Angriff auf Venezuela etwas untergeht, auch der Iran wird derzeit heftig durchgeschüttelt."
  },
  {
    "start": 8.45,
    "end": 11.37,
    "text": "Seit Anfang des Jahres gehen wieder unzählige Menschen auf die Straße."
  },
  {
    "start": 11.87,
    "end": 17.21,
    "text": "Das Regime antwortet erneut mit Brutalität und gerät gleichzeitig immer mehr in Bedrängnis."
  },
  {
    "start": 17.87,
    "end": 23.73,
    "text": "Hinzu kommt der Sturz des Verbündeten Nicolas Maduro in Venezuela und weitere Drohungen aus den USA."
  },
  {
    "start": 24.09,
    "end": 31.13,
    "text": "Ob das Regime im Iran jetzt tatsächlich vor einem Ende stehen könnte und was das für die Region bedeutet, Darüber sprechen wir heute."
  },
  {
    "start": 31.77,
    "end": 35.73,
    "text": "Ich bin Daniel Retschitz-Ecker, das System des Tages, der Nachrichten Podcast des Standards."
  },
  {
    "start": 49.07,
    "end": 54.73,
    "text": "Können Sie uns vielleicht einen aktuellen Stand liefern in Tehran und in den anderen Städten, wie ist derzeit die Lage?"
  },
  {
    "start": 54.95,
    "end": 56.97,
    "text": "Ja, die Proteste sind fast überall."
  },
  {
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    "end": 60.35,
    "text": "Sie flammen auf, gehen dann wieder etwas zurück."
  },
  {
    "start": 60.85,
    "end": 65.19,
    "text": "Die Sicherheitskräfte versuchen, sie einzufangen."
  },
  {
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    "text": "Das gelingt zum Teil, aber nur teilweise eben."
  },
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    "end": 71.229,
    "text": "Es kommt dann immer wieder zu Protesten."
  },
  {
    "start": 71.61,
    "end": 77.21,
    "text": "Die Proteste sind auch in Provinzen, wo man es eigentlich nicht erwartet hat, die als sehr staatsdreie gehalten."
  },
  {
    "start": 78.25,
    "end": 94.029,
    "text": "Das sind nach wie vor... Überwiegend Proteste, die sich gegen die Deuerung und gegen die sozialen Verhältnisse wenden, aber eben auch mit dem klaren Vorwurf, dass das Regime nicht in der Lage ist, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken."
  },
  {
    "start": 94.149,
    "end": 105.11,
    "text": "und gelegentlich kommt es auch in manchen Gegenden zu klaren politischen Forderungen, sogar Rufen nach dem aktuellen Kronprinzen von Iran im Exil, sind laut geworden."
  },
  {
    "start": 105.529,
    "end": 112.229,
    "text": "Ich würde ja noch nicht so viel beimessen, aber es signifikant, dass es überhaupt stattgefunden hat."
  },
  {
    "start": 112.71,
    "end": 117.669,
    "text": "Also der Kronprinz, der Sohn des damaligen Shaas, der vor dem Mullah-Regime den Iran regiert hat."
  },
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    "text": "Versteh ich Sie da richtig?"
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    "text": "Ja."
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    "end": 122.669,
    "text": "Herr Bolsch, was hat denn zu Jahresanfang diese Proteste überhaupt ausgelöst?"
  },
  {
    "start": 122.729,
    "end": 129.43,
    "text": "Meistens gibt es ja ein Ereignis, das das fast zum Überlaufen bringt und... die Initialzündung für solche Proteste liefert."
  },
  {
    "start": 129.609,
    "end": 134.79,
    "text": "Das war natürlich die Deuerung in Kombination mit Reformen in den Subventionen."
  },
  {
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    "end": 137.13,
    "text": "Und das ist von Passare ausgegangen."
  },
  {
    "start": 137.19,
    "end": 142.45,
    "text": "Also dort, wo das Regime seine kulturellen und politischen und wirtschaftlichen Wurzeln hat."
  },
  {
    "start": 142.87,
    "end": 150.269,
    "text": "Wer gegen die Passaris regiert, die Passaris waren immer auf der Seite nach Hormenis, haben das Regime leerelang getragen."
  },
  {
    "start": 150.89,
    "end": 160.75,
    "text": "Aber sie haben auch immer in der Wirtschaftspolitik mitgesprochen und sich eben beschworen werden und das war also sehr dramatisch, sehr energisch."
  },
  {
    "start": 161.049,
    "end": 174.79,
    "text": "Deswegen auch die verhaltene Reaktion, dass man gesagt hat von der Regierungsseite, naja, prinzipiell sind die Proteste richtig, da gibt es Probleme, die müssen wir jetzt lösen und mit diesen oder jenen sozialen Maßnahmen, mit diesen oder jenen wirtschaftsmaßnahmen werden ergriffen."
  },
  {
    "start": 175.269,
    "end": 185.049,
    "text": "Und dann kommt noch ein Teil des Passars dazu, der nicht die wohlhabenden Passarehändler sind, sondern die kleinen Händler, die Straßenhändler usw."
  },
  {
    "start": 185.85,
    "end": 194.19,
    "text": "die es natürlich am härtesten trifft, weil die Leute sich nichts mehr leisten können, weil sie selber mit dem Bisschen, das sie verkaufen, davon auch nicht mehr leben können."
  },
  {
    "start": 194.769,
    "end": 210.709,
    "text": "Und das hat halt eine ganze Reihe von Protesten hervorgerufen, weil es eben der Gesamtbevölkerung schlecht geht und die Bevölkerung eben dem Regime vorwirft, wirtschaftspolitisch und gesellschaftspolitisch eben des Land weitgehend ruiniert zu haben."
  },
  {
    "start": 211.049,
    "end": 221.29,
    "text": "Und indirekt hat ja auch der Präsident Pesestian den Testen recht gegeben, indem er gesagt hat, ja, es ist unsere Schuld, wenn die Leute jetzt protestieren."
  },
  {
    "start": 221.63,
    "end": 231.25,
    "text": "Solche Proteste haben meistens den Ursprung in gewissen Gruppierungen, seien es die Arbeiter, die auf die Straße gehen seines Studierende, die diese Proteste beginnen bzw."
  },
  {
    "start": 231.81,
    "end": 233.09,
    "text": "die Initialzündung dafür liefern."
  },
  {
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    "end": 234.15,
    "text": "Wer ist es dieses Mal?"
  },
  {
    "start": 234.19,
    "end": 234.35,
    "text": "Das war"
  },
  {
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    "text": "der Passar."
  },
  {
    "start": 234.67,
    "end": 235.47,
    "text": "Das war der Passar."
  },
  {
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    "end": 237.269,
    "text": "Das war der Passar eindeutig."
  },
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    "end": 243.93,
    "text": "Und jetzt kommen dann sehr viel Proteste in den Provinzen dazu, die wir so interpretieren."
  },
  {
    "start": 244.31,
    "end": 254.109,
    "text": "dass es Spannungen zwischen Peripherie und Zentrum sind, also zwischen der Iran, dem an sich wirtschaftlichen und wohlhaberen Zentrum und dem Provinzen."
  },
  {
    "start": 254.209,
    "end": 261.05,
    "text": "Das ist an sich ein Problem, das die Iran immer schon gehabt hat, also das ist ein Problem, das Regime unabhängig ist, aber das kommt jetzt dazu."
  },
  {
    "start": 261.75,
    "end": 290.25,
    "text": "Es gibt dann noch eine Vermutung, die sich in den letzten Tagen erheiert hat, dass Pesashkian, wie alle iranische Regierungschefs, ja auch einen Informat ... ethnischen Proports berücksichtigen muss, also so und so viel Kurden, so und so viel, also bei Tscheyana so und so viele von diesen und jener Volksgruppe und da einfach so viele vergessen hat oder einfach nicht versorgen konnte, einfach weil das Erdölgeld nicht mehr da ist, das es brauchte."
  },
  {
    "start": 290.59,
    "end": 297.73,
    "text": "Das würde vor allem die heftigen und wütenden Proteste in Laristan und in Tscheahar Mahalan Bachdior erklären."
  },
  {
    "start": 297.89,
    "end": 298.01,
    "text": "Diese"
  },
  {
    "start": 298.07,
    "end": 305.25,
    "text": "zwei Provinzen, die sie jetzt genannt haben, sind das jene Provinzen, wo eben ethnische Minderheiten leben, was hat es mit denen in der Aufsicht, nur damit wir es verstehen?"
  },
  {
    "start": 305.55,
    "end": 313.21,
    "text": "Also ethnische Minderheiten, ich bin da vorsichtig mit den Ausdruck, ethnische Minderheiten, wie die ja von Volksgruppen im Iran sprechen, das trifft es eher."
  },
  {
    "start": 313.93,
    "end": 329.05,
    "text": "Gerade die Luren, Kramabad und die Gegend in Lurestan, gelten als sehr Iran-Trei, da hat es eigentlich nie separatistische Bewegungen, namhafte separatistische Bewegungen gegeben und es sind prominente Luren, immer wieder Machtpositionen gehabt."
  },
  {
    "start": 329.849,
    "end": 338.909,
    "text": "im fünftig und sechziger Jahr ein großer Jahr Dollar Borujer, die wahrscheinlich der wichtigste, das war der höchste schietische Kläriker weltweit überhaupt, aber Kasem Soleimani gehört zu dieser Gruppe."
  },
  {
    "start": 339.63,
    "end": 355.57,
    "text": "Dass aus diesem Eck dann, weil es ihm vernachlässigt worden ist, große Proteste kommen, zeigt eigentlich schon, dass es sehr schwierig geworden ist für die iranische Regierung, der es zum Teil gelungen ist jetzt bei den Sunniten, die zumindest erstill zu halten."
  },
  {
    "start": 355.63,
    "end": 359.01,
    "text": "in den anderen Provinzen, die sind noch nicht bei der jetzigen Protestbewegung da."
  },
  {
    "start": 359.05,
    "end": 378.69,
    "text": "dabei, aber man kann eben solche proporzartigen Politik, wie sie die Iran betreut, nicht machen ohne eine wirkliche strukturelle Reform, die in notwendiger Weise eine Wirtschaftsreform und politische Reform ist, die wirklich schon an das Wesen des Regimes geht und das ganze System in Frage stellt."
  },
  {
    "start": 378.93,
    "end": 384.13,
    "text": "Sie haben zu Beginn dieses Gesprächs gesagt, dass die Sicherheitskräfte versuchen, diese Proteste einzufangen."
  },
  {
    "start": 385.01,
    "end": 385.849,
    "text": "In welcher Form?"
  },
  {
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    "end": 388.17,
    "text": "Wie brutal geht das das Regime dieses Mal vor?"
  },
  {
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    "end": 395.79,
    "text": "Also die große Spitze der Brutalität ist ja in so weit gebrochen seit den Marsachina-Arminiprotesten."
  },
  {
    "start": 396.33,
    "end": 407.39,
    "text": "Also alle Opfer, die dort vor allem von den Frauen geleistet wurden, diese Vergewaltigungen, diese Morde, die waren dann auch vielen in den Sicherheitskräften des Staates zu viel."
  },
  {
    "start": 407.87,
    "end": 414.349,
    "text": "Man kennen ja diese halblegalen Gruppen, die sogenannten Hezboleys und ihre Brutalität."
  },
  {
    "start": 414.409,
    "end": 417.59,
    "text": "und ihre Schläger banden und wie sie an das Regime angekettet sind."
  },
  {
    "start": 417.95,
    "end": 421.81,
    "text": "Das ist übrigens nicht nur im Iran der Fall, da gibt es auch andere Staaten im Nahen Osten, wo das so ist."
  },
  {
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    "end": 430.849,
    "text": "Und denen ist es politisch nicht gelungen, die zum Beispiel in der Kopftuchfrage die politische, ideologische, kulturelle Hegemonie zu bewahren."
  },
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    "end": 433.21,
    "text": "Das ist schon vorbei, diese Niederlage ist da."
  },
  {
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    "end": 444.71,
    "text": "Und was jetzt so anders ist, ist, dass die Leute, ich glaube nicht, dass sie wenig Angst haben, als Eltern sind nach wie vor extrem besorgt, wenn ihre Töchter und Söhne auf die Straße gehen demonstrieren."
  },
  {
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    "end": 450.29,
    "text": "Aber es ist ein Unterschied, ob man ein Regime fürchtet oder ob man es verachtet."
  },
  {
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    "end": 451.79,
    "text": "Und das ist zunehmend der Fall."
  },
  {
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    "end": 456.83,
    "text": "Und dann kommt dazu, dass die Sicherheitskräfte ja chronisch unterbezahlt sind."
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  {
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    "end": 462.03,
    "text": "Es kommt dazu, dass die Sicherheitskräfte auch wissen, dass man genau weiß, wer sie sind."
  },
  {
    "start": 462.43,
    "end": 471.29,
    "text": "Und wenn es jetzt die demonstrierende Bevölkerung nicht weiß, die Amerikaner wissen, sobald sie ein Mobiltelefon haben, sind sie offen für die Welt."
  },
  {
    "start": 472.09,
    "end": 488.63,
    "text": "Und vor dem Hintergrund spielt das natürlich schon eine Rolle, wenn jetzt der amerikanische Präsident Trump sagt, dass sie sich als Kräfte aufpassen müssen und sich ja kein allzu hartes Vorgehen erlauben dürfen, weil sonst würde er Maßnahmen ergreifen."
  },
  {
    "start": 490.07,
    "end": 515.45,
    "text": "vielleicht nicht auf der hohen Ebene der Generale und der absoluten politischen, militärischen und politischen Sicherheitspolizeilichenführung, aber auf der Ebene der jungen Majore, auf der Ebene der Leutnanten, auf der Ebene der Unteroffiziere, die ja tagtäglich mit der Bevölkerung zusammenleben, denen man ja in den letzten zehn Jahren doch versucht hat durch Polizeireformen ein Bewusstsein einzutrichtern, dass man für die Bevölkerung da ist."
  },
  {
    "start": 515.75,
    "end": 520.57,
    "text": "Die sagen momentan mal, wenn die Leute gegen die Deurung auf die Straße geben, dann haben sie erreicht."
  },
  {
    "start": 520.63,
    "end": 530.31,
    "text": "Und wir sind jetzt nur dazu da, dass wir, sagen wir, Hooligans und Leute das ausnutzen wollen, diese Proteste, die, was sie dankstellen, niederbrennen, dagegen vorgehen."
  },
  {
    "start": 530.95,
    "end": 550.83,
    "text": "Aber wenn die Bilder, die wir aus dem Iran bekommen, nicht zu sehr täuschen, dann sieht es sogar so aus, dass die Sicherheitskräfte sich zurückhalten in gewissen Teilen der Städte, wenn Leute Bilder von Harmene oder Chameini niederbrennen und dann halt nur bei echter Sachbeschädigung von öffentlichem Gut wie oder sonst was reagieren."
  },
  {
    "start": 551.45,
    "end": 556.37,
    "text": "Und sie wirken doch etwas in der Defensive, zumindest momentan."
  },
  {
    "start": 556.93,
    "end": 558.67,
    "text": "Das kann man jetzt wie folgt interpretieren."
  },
  {
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    "end": 561.65,
    "text": "Einerseits, dass das der Beginn ist eines wirklichen Zurückrollens."
  },
  {
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    "end": 563.07,
    "text": "Das wäre möglich."
  },
  {
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    "end": 568.37,
    "text": "Das haben wir auch während der Revolution in den Neunzebten gesehen, dass es dann irgendwann aber Sicherheitskräften gereicht hat."
  },
  {
    "start": 568.85,
    "end": 571.67,
    "text": "Und die gesagt haben, ja, da halte ich jetzt nicht mein Kopf hin."
  },
  {
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    "end": 572.53,
    "text": "Das könnte sein."
  },
  {
    "start": 573.03,
    "end": 577.13,
    "text": "Das andere könnte sein, dass es die Ruhe vor dem Sturm ist, mit allen Konsequenzen."
  },
  {
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    "end": 580.57,
    "text": "Und dass man dann vor Regimes Seite sagt, na dann kostet's ihm so."
  },
  {
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    "text": "und so viele Tote."
  },
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    "end": 585.05,
    "text": "Beide Situationen sind möglich."
  },
  {
    "start": 585.55,
    "end": 599.17,
    "text": "Andererseits fällt halt auf, dass bis jetzt, und trotz gließigen Gewaltteinsatzes von, sagen wir mal, das Jahr zwei Jahrzehntein bis jetzt, das Regime ja unterm Strich nach jeder Protestwelle einen Rückzieher gemacht hat."
  },
  {
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    "end": 604.47,
    "text": "Ein Rückzieher gemacht hat und sein Verhältnis statt und Bevölkerung neu definiert worden ist."
  },
  {
    "start": 604.55,
    "end": 624.99,
    "text": "Nicht unbedingt immer in der Hinsicht, dass jetzt sofort positive Ergebnisse erkenntlich waren, aber dass das Regime nicht in diesen Revolutionären, oder das islamische Revolutionären müsste man sagen, duktus wieder verfallen kann und sagt ja, mit Propaganda und Erdül-Geld halten wir die Bevölkerungsstil."
  },
  {
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    "end": 627.05,
    "text": "Also es musste schon Abstriche machen."
  },
  {
    "start": 627.47,
    "end": 632.11,
    "text": "Und macht die auch, solange sie glauben, an der Macht bleiben zu können?"
  },
  {
    "start": 632.55,
    "end": 641.23,
    "text": "Die große Frage ist eben dann, und das erklärt auch weiter Aspekte des Faltens, die sich jetzt auch bereits erklärt, die denken natürlich schon auch an die Zeit, was passiert nach Herrn"
  },
  {
    "start": 641.53,
    "end": 641.81,
    "text": "K.M.N.E.,"
  },
  {
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    "end": 643.81,
    "text": "wenn er das zeitliche segnet."
  },
  {
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    "end": 657.09,
    "text": "jetzt doch Jörggang, und er spielt immer noch eine wichtige Rolle, die verschiedene Fraktionen im Regime auszugleichen und zu verhindern, dass das ins Chaos versinkt."
  },
  {
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    "end": 662.97,
    "text": "Also mit jeder Protestwelle, kann man sagen, wird das Regime schwächer."
  },
  {
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    "end": 665.41,
    "text": "Und das ist jetzt schon spürbar."
  },
  {
    "start": 665.51,
    "end": 677.65,
    "text": "Es wird immer deutlicher spürbar, abgesehen davon, dass es für jeden Staat oder für jedes Regierungssystem schwierig ist, wenn sie sagen, wir wollen reformieren und sogar unter guten Vorzeichen."
  },
  {
    "start": 678.13,
    "end": 682.09,
    "text": "wäre eine Wirtschaftsreform im Iran sehr schwierig durchzuführen."
  },
  {
    "start": 682.55,
    "end": 687.21,
    "text": "Jetzt angesichts der Protestwelle ist das Regime und ist der Staat in der Zwickmühle."
  },
  {
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    "end": 692.01,
    "text": "Sie müssen reformieren und haben eigentlich kein Mandat der Bevölkerung dafür."
  },
  {
    "start": 692.55,
    "end": 702.05,
    "text": "Und die Leute im Regime wollen eigentlich von Reformen in Wirklichkeiten nichts wissen, wissen aber, dass sie ohne Reformen das Ganze zusammenbricht."
  },
  {
    "start": 702.61,
    "end": 706.97,
    "text": "Reichen denn an dieser Stelle von Seiten des iranischen Regimes überhaupt noch?"
  },
  {
    "start": 707.43,
    "end": 718.67,
    "text": "reine Wirtschaftsreformen oder wie inhaltet das automatisch auch gesellschaftliche Reformen, denn Sie haben vorhin schon die Proteste aus dem Jahr zwanzig und zwanzig angesprochen, diese letzten wirklich großen Proteste im Iran."
  },
  {
    "start": 719.19,
    "end": 724.93,
    "text": "Da ging es ja eigentlich, wenn ich das richtig in Erinnerung habe und nicht falsch interpretiere, ja um gesellschaftliche Fragen, Stichwort Kopfdurchzwang etc."
  },
  {
    "start": 725.49,
    "end": 736.71,
    "text": "Naja, die Zweiundzwanziger-Prozesse waren eine Wasserscheide und massaschine Arme, die verkörpert, die dreifach Diskriminierung, die Systeme im Moment durch das Regime hervorgerufen worden ist."
  },
  {
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    "end": 740.03,
    "text": "Das Erste ist die Diskriminierung der Frau."
  },
  {
    "start": 740.37,
    "end": 741.71,
    "text": "Das war die junge Frau, die zu Beginn im"
  },
  {
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    "end": 744.51,
    "text": "Polizeigewahrsum gestorben ist, oder?"
  },
  {
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    "end": 745.75,
    "text": "Das zweite."
  },
  {
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    "end": 755.83,
    "text": "die konfessionelle Diskriminierung, sie war so niedrig, das heißt nämlich konkret, dass die keine nonklinne Revolution gerade hat, den sie anrufen kann."
  },
  {
    "start": 757.33,
    "end": 771.33,
    "text": "Und das sieht man dann auch bei den Listen der Hinrichtungen, dass der Anteil der Soniten, jetzt kann man sagen, die leben in Grenzprovinzen und da ist Schmuckel und so weiter, aber der Anteil der Soniten ist extrem hoch im Iran, die hingerichtet werden, vor allem Kurden und Balutschen."
  },
  {
    "start": 771.39,
    "end": 774.39,
    "text": "Und dann die dritte Diskriminierung ist die ethnische Diskriminierung."
  },
  {
    "start": 774.83,
    "end": 780.97,
    "text": "Davon sind zwei Diskriminierungen wirklich nur vom Regime eingeführt worden, die von den Soniten und die gegen die Frauen."
  },
  {
    "start": 781.73,
    "end": 784.47,
    "text": "ethnische Diskriminierung in gewisser Art und Weise."
  },
  {
    "start": 784.91,
    "end": 790.47,
    "text": "Nationalstaaten haben immer ein gespanntes Verhältnis zu sogenannten Minderheiten oder Volksgruppen."
  },
  {
    "start": 790.97,
    "end": 797.77,
    "text": "Die hat es vorher gegeben, euch Wage zu behaupten, dass sie nicht so schlimm war wie im jetzigen System."
  },
  {
    "start": 798.31,
    "end": 800.29,
    "text": "Da müsste man dann Volksgruppenvertreter befragen."
  },
  {
    "start": 800.59,
    "end": 806.63,
    "text": "Da waren konkrete Forderungen und da hat das Regime einen wichtigen Punkt schon deutlich verloren."
  },
  {
    "start": 806.77,
    "end": 827.59,
    "text": "Sie mussten Kompromisse bei den Sunniten machen und sie mussten Kompromisse bei den Kopftiefern machen und das hat ja darin gemündet, dass die Polizei gesagt hat, sie kontrollieren jetzt den Kopftuchzwang nicht mehr und das ist eher eine moralische Aufforderung und sie gehen auch gegen die halblegalen Pressure-Grupps vor, die diesen Kopftuchzwang durchziehen müssen."
  },
  {
    "start": 828.01,
    "end": 846.13,
    "text": "Und wie sehr die Auswirkungen von zwanzig zwei in zwanzig bis heute wirken, sehen wir darin, dass der afghanische Botschafter jetzt in Ost-Iran war, dass sie mich in der Botschafter der Tali-Bahn und dort ein begeisterter Empfang bekommen hat und das hätte das Regime vor ein paar Jahren niemals zugelassen."
  },
  {
    "start": 846.23,
    "end": 850.71,
    "text": "Aber das ist eben ein Teil des Kompromisses, den sie schon eingehen mussten."
  },
  {
    "start": 850.99,
    "end": 851.21,
    "text": "Das"
  },
  {
    "start": 851.43,
    "end": 852.75,
    "text": "muss ich gestehen, verstehe ich jetzt nicht ganz."
  },
  {
    "start": 853.57,
    "end": 858.23,
    "text": "Der Vertreter der Taliban hat einen begeisterten Empfang bekommen von der Bevölkerung oder von der Regime?"
  },
  {
    "start": 858.37,
    "end": 860.25,
    "text": "Ja, von der Bevölkerung, von der Sunniten."
  },
  {
    "start": 861.33,
    "end": 861.59,
    "text": "Weil?"
  },
  {
    "start": 861.95,
    "end": 862.69,
    "text": "Weil Sunniten sind."
  },
  {
    "start": 863.59,
    "end": 865.25,
    "text": "Das müssen Sie uns genauer erklären."
  },
  {
    "start": 865.99,
    "end": 873.25,
    "text": "Es gibt im Iran ein Teil der Opposition, der sunnitisch ist, und von dem ist ein Teil fundamentalistisch-sunnitisch."
  },
  {
    "start": 874.31,
    "end": 890.87,
    "text": "Alana Abdulhamid, der die Frauenrechte so verteidigt hat, hat gesagt, das ist nicht die Frage des Kopftuches und so weiter, sondern das Problem, dass im Polizeigewahrs am regelmäßig Frauen und junge Männer sterben, ist gleichzeitig ideologisch viel näher an den Talibahnen als ansonsten."
  },
  {
    "start": 891.67,
    "end": 898.09,
    "text": "Das heißt, das Regime muss hier quasi auch diesen Kräften etwas nachgeben seit diesen Protesten, verstehe ich Sie da richtig, weil man das sonst nicht zugelassen hätte."
  },
  {
    "start": 898.91,
    "end": 914.63,
    "text": "Das Besondere an der iranischen Opposition und auch einer der Gründe, warum das Regime bis jetzt so lange regieren konnte, ist, dass wir vollkommen unterschiedliche Gruppen haben, deren Lebensrealitäten miteinander nichts zu tun haben."
  },
  {
    "start": 914.97,
    "end": 929.31,
    "text": "Die Lebensrealität der Teheraner und Isfahaner und Shirazer und Hebris sind Feministinnen und die der sunnitischen Fundamentalisten in Sobol und Baluchistan in der Wüste an der Grenze zu Pakistan und Afghanistan sind unendlich weit auseinander."
  },
  {
    "start": 929.89,
    "end": 936.43,
    "text": "Und die Sunniten beschweren sich zum Beispiel darüber, dass sie keine sunnitische Moschee in Teheran haben dürfen."
  },
  {
    "start": 937.29,
    "end": 943.23,
    "text": "Eigentlich dürfen sie eine haben, aber sie wird halt nie gebaut, weil Leute dagegen sind, die das wirklich nicht wollen."
  },
  {
    "start": 943.99,
    "end": 949.57,
    "text": "Und dazu kommen auch die Volksgruppen, dann kommen verschiedene andere sozialen Gruppen, wie die Arbeiter, die Erdüller-Arbeiter und so."
  },
  {
    "start": 949.61,
    "end": 959.07,
    "text": "Allein die Tatsache, dass es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es ist, es."
  },
  {
    "start": 959.11,
    "end": 966.53,
    "text": "Und mit klaren Forderungen zivilgesellschaftlicher Natur an das Regime zu stellen, das man gesagt hat, es ist ja nicht schon das Regime egal."
  },
  {
    "start": 966.61,
    "end": 969.33,
    "text": "Es muss das aufhören, es muss das aufhören, es muss das aufhören."
  },
  {
    "start": 969.63,
    "end": 971.17,
    "text": "Alles menschenrechtliche Forderungen."
  },
  {
    "start": 971.67,
    "end": 975.75,
    "text": "Das war ja der große Erfolg und das hat ja das Regiment quasi überrumpelt."
  },
  {
    "start": 976.29,
    "end": 979.77,
    "text": "Was jetzt passiert ist, war eben diese Initialzündung das."
  },
  {
    "start": 980.17,
    "end": 982.07,
    "text": "in der eigenen Anhängerschaft."
  },
  {
    "start": 982.61,
    "end": 987.09,
    "text": "Mein Herr gegangen ist und gesagt hat, ihr könnt's einfach keine Wirtschaft machen, so geht das nicht mehr weiter."
  },
  {
    "start": 987.53,
    "end": 989.65,
    "text": "Es ist ein absolutes Desaster, was ihr macht."
  },
  {
    "start": 989.93,
    "end": 1002.71,
    "text": "Und das hat sich dann eben in weiterer Folge, auch bei den ganzen Provinzen noch einmal, wo auch die alten Forderungen, die ja immer noch da sind, gestellt worden sind, Fortgesetz und das sind wir in der gesamten Region, im gesamten Iran."
  },
  {
    "start": 1003.31,
    "end": 1010.97,
    "text": "Und das kommen ja alle Stunden, würde ich sagen, neue Bilder und neue Berichte über Proteste aus verschiedensten Gegenden."
  },
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    "end": 1015.15,
    "text": "Also, wenn ein Protestsegment abgeflaut ist, kommt das nächste."
  },
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    "start": 1015.21,
    "end": 1016.35,
    "text": "und das kommt immer öfters."
  },
  {
    "start": 1016.41,
    "end": 1025.25,
    "text": "und die Frage ist natürlich, wie lang kann sich das Regime solche Proteste noch leisten und ob der Punkt des Gewaltteinsatzes schon vorbei ist."
  },
  {
    "start": 1027.109,
    "end": 1035.25,
    "text": "ob es einfach schon egal ist, weil es zunehmend nicht mehr gelingt, die Sicherheitskräfte bei der Stange zu halten."
  },
  {
    "start": 1035.31,
    "end": 1054.129,
    "text": "Also ich will jetzt nicht einen Detail formulieren anhand von ein paar Bildern, die ich gesehen habe, aber immerhin sind das bestätigte Sachen, dass in manchen Gegenden dann einfach die Polizisten und zum Teil auch die Passages, die immer aufgeboten haben, gesagt haben, na, da schlagen wir nicht zu, da verhalten wir uns einmal neutral."
  },
  {
    "start": 1054.47,
    "end": 1066.61,
    "text": "Ich meine, ich bin jetzt kein Experte in diesem Bereich, Was man historisch durchaus beobachten kann ist, dass wenn Regime die Unterstützung ihres Gewaltmonopols verlieren, also der Sicherheitskräfte, dann geht es meistens relativ schnell zu Ende beziehungsweise bergab."
  },
  {
    "start": 1066.929,
    "end": 1069.95,
    "text": "Sehen wir hier tatsächlich ein Ende des Regimes, könnte man das sagen?"
  },
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    "end": 1070.31,
    "text": "Ich"
  },
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    "end": 1081.09,
    "text": "bin da sehr vorsichtig, weil es wird alles sehr übernachgehen und es werden bestimmt viele in den Führungskräften überlegen, wie es denn danach weitergehen soll mit dem Staat."
  },
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    "start": 1081.47,
    "end": 1088.53,
    "text": "Und das andere Problem ist, dass jetzt zunehmend auch die Probleme des iranischen Staates, nicht des Regimes zum Tragen kommen."
  },
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    "start": 1088.909,
    "end": 1096.21,
    "text": "Sagen wir so, wenn da jemand wäre, der einen glaubhaften Plan hätte, wie er die Ökologie im Iran repariert, diese Wasserübernutzung und so weiter."
  },
  {
    "start": 1096.81,
    "end": 1099.05,
    "text": "Ich glaube, den würde man mit Händen tragen."
  },
  {
    "start": 1099.149,
    "end": 1109.149,
    "text": "und aber wenn es dann konkret wird in Wirtschaftsreformen und so, dann schaut man nach wie vor zurück und dann versucht man es auf die alte technokratische Art und Weise."
  },
  {
    "start": 1109.75,
    "end": 1120.05,
    "text": "Im Sicherheitsapparat selber, wir sehen noch keinen Zusammenbruch, was wir halt regelmäßig sehen, ist, dass in Provinzen, wo es eine andere Sprache heißt, die Staatssprache wie Persisch gibt, z.B."
  },
  {
    "start": 1120.31,
    "end": 1124.95,
    "text": "in Maserbaidschan, die Sicherheitskräfte dann auch mit der Bevölkerung in der Lokalsprache verkehren."
  },
  {
    "start": 1126.29,
    "end": 1133.09,
    "text": "was Interessantes Zeichen ist, weil schon alleine die Frage, wie wird es dann protokolliert und so weiter in welcher Sprache."
  },
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    "start": 1133.689,
    "end": 1155.35,
    "text": "Da kommt dann halt wieder das multietnische Problem von Miranz und Tage, wo man dann sieht, ja irgendwann muss sich dann der lokale Kommandant entscheiden, wie jetzt mit der lokalen Krise umgeht und die Leute sind am meisten in der Mitte und versuchen dann eins, was in der Regel vernünftig ist, wenn es nicht der Extremisten sind, nämlich, dass sie versuchen, möglichst Blut vergießen zu haben."
  },
  {
    "start": 1155.429,
    "end": 1155.73,
    "text": "Meiden."
  },
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    "text": "Das finden wir auch in allen Krisen."
  },
  {
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    "end": 1167.389,
    "text": "Es gibt überall auf der Weltimpol, auch in Diktaturen, in den Polizeiapparaten, Leute, die sagen, na, es muss ja wohl einen anderen Weg geben, außer der politischen Gewalt."
  },
  {
    "start": 1167.909,
    "end": 1176.149,
    "text": "Wie sehr steckt denn dem Regime und dem Staat der zwölf Tage Krieg zwischen dem Iran, Israel und den USA eigentlich noch in den Knochen?"
  },
  {
    "start": 1176.189,
    "end": 1177.21,
    "text": "Das ist ja nicht allzu lange her."
  },
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    "end": 1179.11,
    "text": "Ja, überhaupt nicht, die sind sicher Sieger."
  },
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    "end": 1184.03,
    "text": "Erstens haben sie die militärische Befehlskette innerhalb von drei Stunden ersetzt."
  },
  {
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    "end": 1195.37,
    "text": "Zweitens haben sie die wichtigsten Netzwerke der Saboteure und jener, der die Anschläge auf die Infrastruktur gemacht haben, relativ schnell aufgerollt."
  },
  {
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    "end": 1200.31,
    "text": "Das ist ein sehr effizienter Apparat der inneren Sicherheitserbald zu gewusst und wo sie nachschauen müssen."
  },
  {
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    "text": "Drittens haben sie Israel schon schweigeschadet, ohne jetzt ein riesiges Blutbad anrichten zu müssen, als sie in Israel waren."
  },
  {
    "start": 1210.49,
    "end": 1214.129,
    "text": "in den ganzen Krieg davon auch Tote mit Herzinfarkten."
  },
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    "end": 1218.95,
    "text": "Also das war jetzt im Verhältnis zu dem, nur was ihnen gelungen ist."
  },
  {
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    "text": "Die Überraschung war dann doch international."
  },
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    "end": 1225.929,
    "text": "Ich hätte auch nicht geglaubt, dass die iranischen Raketen so genau treffen."
  },
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    "end": 1237.81,
    "text": "und dass die Qualität von den Raketen doch mehr ist, als wir eigentlich gedacht haben, weil ich bin auch davon ausgegangen, dass das eigentlich mehr Iranische Propaganda ist von ihren Wunderwaffen, die sie da haben."
  },
  {
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    "end": 1245.85,
    "text": "Also es hat den Israelis schon sehr geschadet, weil beide Seiten sehen sich jetzt sowohl die Israelis als auch die Iraner in der stärkeren Position."
  },
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    "end": 1248.909,
    "text": "Was die Iraner mehr irritiert, ist Trump alleine."
  },
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    "end": 1257.57,
    "text": "Erstens können sie ihn nicht einordnen und zweitens... Tritt er ja nicht einmal als wirklicher Feind des Regimes auf."
  },
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    "text": "Er sagt Verhaltezeug vernünftig und dann verhalten wir uns auch vernünftig."
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    "text": "Also er geht zurück an den George Bauser, den ersten Bush-Präsidenten, der gesagt hat, gut will begetz gut will."
  },
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    "text": "Ende der neunziger Jahre, wenn wir uns vernünftig verhalten bei den Seiten, werden wir schon eine Lösung finden."
  },
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    "text": "Und auch die Drohung jetzt, wenn ihr ein Blutbad macht, greifen wir ein."
  },
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    "text": "Das ist jetzt etwas, was."
  },
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    "text": "da geht es nicht um Strategie oder so, sondern es ist eine klare Aussage."
  },
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    "end": 1291.03,
    "text": "Und das resoniert auch sowohl in der Bevölkerung als auch in den Sicherheitskräften."
  },
  {
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    "end": 1295.09,
    "text": "Und gleichzeitig will ja die Regierung nach wie vor, will das Regime nach wie vor."
  },
  {
    "start": 1295.79,
    "end": 1312.71,
    "text": "einen Abschluss oder eine vertragliche Absicherung des Nuklearprogramms, einer Lösung des Nuklearprogramms und des Nuklearstreits mit den Amerikanern, weil sie eben seit Grammarzeit sagen, es sind nur die USA, die zählen und wir müssen da so ein Verständnis kommen, das dürfte schon weit sein."
  },
  {
    "start": 1312.95,
    "end": 1324.83,
    "text": "Also er, Trump selber, irritiert sehr wohl und er ist eigentlich die Person, die man, weil eben nicht in das klassische amerikanische, imperialistische Klischee der Iran reinpasst, die man das"
  },
  {
    "start": 1326.03,
    "end": 1331.95,
    "text": "wie schmerzlich ist es denn für das iranische regime den wichtigen verbündeten nicolas mature in venezuela verloren zu haben."
  },
  {
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    "end": 1342.55,
    "text": "und natürlich auch die drohung eben von trump die sie bereits angesprochen haben die befürchtung dass man selbst quasi der Nächste ist, der entführt wird, der nach einem Militärschlag aus ein anderes gebracht wird, etc."
  },
  {
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    "end": 1351.629,
    "text": "Mit dem Angriff der USA und Israel oder Israel mit amerikanischer Unterstützung, das ist der Schwerpunkt der heranischen Verteidigungspolitik."
  },
  {
    "start": 1352.389,
    "end": 1355.73,
    "text": "Venezuela ist nicht so dramatisch wie Syrien war."
  },
  {
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    "end": 1357.79,
    "text": "Syrien ist die echte Niederlage."
  },
  {
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    "text": "Venezuela, mein Gott, nein."
  },
  {
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    "end": 1369.49,
    "text": "Die Beziehungen zu Venezuela, diese ganze Drittweltpolitik geht vor allem auf Ahmadinejad zurück und hat ja zum Teil ... sehr skurrile Auswüchse gehabt."
  },
  {
    "start": 1369.61,
    "end": 1381.429,
    "text": "Man hat die Kinder von Che Guevara eingeladen, die dann gleiche Überreligion als solche geschimpft haben und dass man als echter Revolutionär sich gefälligst von religiösen Virlifans zu lösen hat und so."
  },
  {
    "start": 1381.97,
    "end": 1396.29,
    "text": "Also Südamerika ist interessant, das sind die schiedischen Gemeinden in Südamerika interessant, die aber meistens libanesische Abstammungen sind und man versucht natürlich in Südamerika Fuß zu fassen, aber es ist ja so."
  },
  {
    "start": 1396.75,
    "end": 1403.889,
    "text": "dass auch die Investitionen in Venezuela, da ist mehr Ideologie als mehr Konkretes oder so."
  },
  {
    "start": 1404.909,
    "end": 1409.97,
    "text": "Es ist genügend, um die Amerikaner zu ärgern, aber viel zu wenig, um die iranische Wirtschaft zu retten."
  },
  {
    "start": 1410.429,
    "end": 1415.51,
    "text": "Das heißt, das ist mehr tatsächlich show als eine Zusammenarbeit, die jetzt entscheidend war."
  },
  {
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    "end": 1426.95,
    "text": "Na, schon würde ich nicht sagen, wenn sie als weitgehend isolierter Staat irgendwie Beziehungen zu irgendjemanden haben und den nehmen in die Amerikaner auch weg, dann tut das weh."
  },
  {
    "start": 1427.53,
    "end": 1430.75,
    "text": "Also die Iraner haben ja kaum mehr Plätze, wo sie hingehen können."
  },
  {
    "start": 1431.35,
    "end": 1445.389,
    "text": "Und Maduro war natürlich ideologisch wichtig, der ganze Chavez Kult war sehr wichtig in ideologischer Hinsicht, weil es einer der letzten Punkte ist, wo die Revolutionäre tritt werden."
  },
  {
    "start": 1445.429,
    "end": 1448.57,
    "text": "Weltlinke und der politische Islam zusammengegangen sind."
  },
  {
    "start": 1449.189,
    "end": 1468.169,
    "text": "Das war ja auch das Erfolgsmodell, wenn Sie so wollen, der islamische Revolution, wo die kommunistischen und die linken Gruppen das gemacht haben, wo sie sich mit der Chomeini-Bewegung, nicht mit den Klares als solchen, aber mit der Chomeini-Bewegung zusammengeschlossen haben und dann von der Chomeini-Bewegung kalt, schneizig, absolviert worden sind zwei Jahre später."
  },
  {
    "start": 1468.889,
    "end": 1481.03,
    "text": "Aber dieses gemeinsame, anti-imperialistische Narrativ, das da aufgebaut worden ist von den Linken und übernommen worden ist von den Kommunisten, das ist sehr stark und da spielt Südamerika eine wichtige Rolle."
  },
  {
    "start": 1481.11,
    "end": 1490.05,
    "text": "Da spielt auch zum Teil die Europäische Linke eine wichtige Rolle, da spielt Palästina eine wichtige Rolle, dass da jetzt so sang und klammlos weggeräumt worden ist."
  },
  {
    "start": 1490.59,
    "end": 1495.81,
    "text": "Das tut natürlich weh, aber man ist auch viel zu schwach, denen da irgendwie beistehen zu können."
  },
  {
    "start": 1495.889,
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    "text": "Das heißt, es bleibt bei der Völkerrechtlichen Verurteilung des amerikanischen Vorgehens und des Betonens, dass die unterdrückten Völker zusammenhalten müssen."
  },
  {
    "start": 1504.87,
    "end": 1508.129,
    "text": "Aber weiter ist da nicht möglich, dass die Iranier irgendwas unternehmen."
  },
  {
    "start": 1508.49,
    "end": 1515.07,
    "text": "Ich habe im Vorfeld gelesen, korrigieren Sie mich da, dass der Iranier durchaus auch Unterstützung für Venezuela zugesagt hat."
  },
  {
    "start": 1515.11,
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    "text": "Es passiert jetzt nichts."
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  {
    "start": 1517.03,
    "end": 1519.27,
    "text": "macht das irgendeinen Unterschied, wird es noch irgendeinen Effekt haben?"
  },
  {
    "start": 1519.33,
    "end": 1520.37,
    "text": "Das glaube ich nicht."
  },
  {
    "start": 1520.75,
    "end": 1527.73,
    "text": "Die Iraner müssen sich jetzt einmal mit der Niederlage in der Region abfinden, die irgendeine Symmherakse sind."
  },
  {
    "start": 1527.79,
    "end": 1540.57,
    "text": "wichtig für sie, dass dort also die innerhalb der schiedischen Milizen jetzt Bewegungen im Gang sind, eher aufgrund innererakischer Verhältnisse, die es die Iraner nicht mehr erlauben, wie bisher so stark Einfluss zu nehmen."
  },
  {
    "start": 1541.149,
    "end": 1552.77,
    "text": "Man schaut sorgenvoll auf Afghanistan, also viele sagen ja, die USA sein, überstürzt aus Afghanistan abgezogen und hätten das ganze Zeug zufällig liegen gelassen."
  },
  {
    "start": 1553.31,
    "end": 1562.169,
    "text": "Die Fakter haben die Amerikaner die Tali-Bahn hochgerüstet mit modernstem Kriegsgerät und zwar wird wirklich modernen Sachen und die Tali-Bahn können damit umgehen."
  },
  {
    "start": 1562.649,
    "end": 1568.73,
    "text": "Also das ist etwas, was jeden militärischen Plan in Dharan egal welchen Regimes er angehört, nervös machen würde."
  },
  {
    "start": 1569.23,
    "end": 1582.99,
    "text": "Man schaut auf Syrien, wie es da jetzt weitergeht, wie sich die verhalten, wie sich Al-Julani, also Ahmad Al-Sharade, syrische Präsident und wohl Langzeitpräsident, wie es aussieht, verhalten wir dessen die echten Probleme."
  },
  {
    "start": 1583.07,
    "end": 1594.77,
    "text": "Und man wartet eben drauf, gereifend die Israelis im Libanon an, kommt zum Schlag gegen die Hezbolle, weil das ist der einzige echte Verbündete, den man aus kulturellen Gründenfall nicht fallen lassen kann."
  },
  {
    "start": 1595.169,
    "end": 1600.169,
    "text": "Und auch aus Regimengründen, weil die Hezbolle einfach Teil des iranischen Regimes ist."
  },
  {
    "start": 1600.689,
    "end": 1604.55,
    "text": "Sie ist sehr stark libanisiert und sie ist als libanesische Partei."
  },
  {
    "start": 1604.649,
    "end": 1607.149,
    "text": "sicherlich eine der effizientesten nach wie vor."
  },
  {
    "start": 1607.929,
    "end": 1617.689,
    "text": "Aber ihre Wiege sind ja Elemente gestanden, die in Iran in der Revolution auf der Seite Khamenei ist eine ganz wichtige Rolle gespielt haben."
  },
  {
    "start": 1617.87,
    "end": 1625.189,
    "text": "Und es kommt noch historisch dazu, dass der jetzige Iran quasi vom Südlibernon ausschietisiert worden ist."
  },
  {
    "start": 1625.25,
    "end": 1631.75,
    "text": "Also die ersten Kläre, die gekommen sind und diesen Volksschiessmus der Fünfzehnhundert eingeführt worden ist im Land."
  },
  {
    "start": 1632.27,
    "end": 1635.03,
    "text": "In die richtige Skia gebracht haben waren Libanesen."
  },
  {
    "start": 1635.57,
    "end": 1643.129,
    "text": "Wenn man jetzt ihre Skizierung fortsetzt, Sie haben jetzt die Hisbollah angesprochen, gibt es sonst noch auf der Welt irgendwelche Verbündeten des Iran."
  },
  {
    "start": 1643.189,
    "end": 1646.59,
    "text": "Sie haben gesagt Assad ist weg, der sitzt in Moskau, das Regime ist kollabiert."
  },
  {
    "start": 1646.929,
    "end": 1649.45,
    "text": "Maduro sitzt in Untersuchungsaft in New York, wer bleibt?"
  },
  {
    "start": 1649.79,
    "end": 1655.29,
    "text": "Also die Hutis sind ein problematischer Partner, weil die Hutis prinzipiell das tun, was sie wollen."
  },
  {
    "start": 1655.37,
    "end": 1680.33,
    "text": "und vor allem Iran ist auch... Einerseits verantwortlich für alles, was die Hutis tun und wenn sie beschießen, Israel und die USA gegenüber, weil die Iraner die Hutis militärisch ertüchtigt haben, andererseits haben sie nichts mit zu reden bei der Zieleauswahl und bei der militärischen Vorgangsweise oder zumindest nicht so, dass man sagen kann, jetzt drücke ich auf den Knopf und die Hutis tun dieses und jenes."
  },
  {
    "start": 1680.85,
    "end": 1684.389,
    "text": "Man hat zum Beispiel bei der Anerkennung von Somaliland nichts machen können."
  },
  {
    "start": 1684.87,
    "end": 1685.29,
    "text": "gar nichts."
  },
  {
    "start": 1685.77,
    "end": 1689.23,
    "text": "Man hat die Position am Horn von Afrika weitgehend verloren."
  },
  {
    "start": 1689.85,
    "end": 1697.929,
    "text": "Nehmt den Hut, das HMAS war immer so ein unsicherer Kantonist, die manchmal sich sehr ... Pro-iranisch geäußert haben dann wieder nicht."
  },
  {
    "start": 1698.05,
    "end": 1705.649,
    "text": "Aber was soll die Hermas im Gaserstreifen anders tun, als wenn die Iraner eine anti-israelische Rede halten zu applaudieren?"
  },
  {
    "start": 1706.03,
    "end": 1716.81,
    "text": "Die Hoffnung des extremistischen Flügels der Hermas, dass nach ihren Angriffen aus wie Israel, der heran nicht sofort militärisch auf ihrer Seite eingreift, hat sich ja nicht erfüllt."
  },
  {
    "start": 1717.45,
    "end": 1720.77,
    "text": "Dann bleiben eigentlich keine Irakis."
  },
  {
    "start": 1720.85,
    "end": 1721.73,
    "text": "sehr kompliziert."
  },
  {
    "start": 1722.35,
    "end": 1725.85,
    "text": "Im Irak hat es immer drei unterschiedliche Politiken der Iraner gegeben."
  },
  {
    "start": 1726.31,
    "end": 1730.149,
    "text": "Eine gegenüber den schitischen Kleros, der auch tut, was er will in Wirklichkeit."
  },
  {
    "start": 1730.45,
    "end": 1734.149,
    "text": "Eine gegenüber den Kurden und eine gegenüber den Nationalstaat Irak."
  },
  {
    "start": 1734.669,
    "end": 1735.55,
    "text": "Das zu koordinieren."
  },
  {
    "start": 1735.629,
    "end": 1740.33,
    "text": "und jetzt vor allem, wo das Verhältnis zu den schitischen Militzen sich eingetrübt hat."
  },
  {
    "start": 1741.129,
    "end": 1742.61,
    "text": "Mit der Tür... Moskau?"
  },
  {
    "start": 1743.669,
    "end": 1743.99,
    "text": "Moskau."
  },
  {
    "start": 1745.149,
    "end": 1763.85,
    "text": "Für Moskau ist der Iran natürlich interessant, aber für Moskau ist es natürlich viel interessanter, dass sich die Militärbasen in Syrien behalten können und dass es Moskau gelungen ist, aus diesen Debakken in Syrien eigentlich nur mit einer leichten Schramme rauszukommen."
  },
  {
    "start": 1764.149,
    "end": 1768.85,
    "text": "Der Iran hat eine echte Niederlage erlitten, aber Moskau muss ja nicht immer seine Militärbasen aufräumen."
  },
  {
    "start": 1769.669,
    "end": 1778.149,
    "text": "Abgesehen davon hat die wichtigste militärische Truppe der Russen die Militärpolizei, die in Syrien eingesetzt war."
  },
  {
    "start": 1778.409,
    "end": 1786.55,
    "text": "Es waren ja alles chechänische Kämpfer, die Sunniten sind und die ja mit diesen extremistischen Sunniten, die jetzt in Syrien regieren, immer besser konnten als mit Assad."
  },
  {
    "start": 1787.09,
    "end": 1814.21,
    "text": "Also da Islam in Russland, der ja zunehmend an Bedeutung gewinnt, wenn man sich vor allem anschaut, wo die kämpfende Truppe steht und wie wichtig die chechänen und andere Muslime der islamische Völkerschaften für Russland sind, der ist ein sunnitischer Islam, der sich eher an Abu Dhabi und Saudi Arabien orientiert, wo der Iran halt auch vorkommt, aber jetzt nicht dieselben Emotionen hervorruft."
  },
  {
    "start": 1814.57,
    "end": 1817.71,
    "text": "Da gibt es die Beziehungen nicht, wie zwischen Nord und Südausarbeit schauen."
  },
  {
    "start": 1818.37,
    "end": 1825.95,
    "text": "Und dann geht es halt nur darum, wenn die Iraner so weit gehen, dass sie die Amerikaner provozieren, die Amerikaner beschäftigen, ist das alles gut."
  },
  {
    "start": 1826.61,
    "end": 1830.55,
    "text": "Aber man hat eigentlich fast daran das bekommen, was man gebraucht hat."
  },
  {
    "start": 1830.95,
    "end": 1836.01,
    "text": "Wenn wir sehen, ob aus Bricks was weitergeht, mit den gegenseitigen Handelsabkommen, auch alles ganz nett."
  },
  {
    "start": 1836.11,
    "end": 1838.07,
    "text": "Zwiftkota setzt es nach wie vor nicht."
  },
  {
    "start": 1838.53,
    "end": 1856.95,
    "text": "Waffenslieferungen, Waffennachbau wie die Shahid und der frussische Gerandronen, ja das ist auch ganz nett, aber in der Drohnenentwicklung sind jetzt die Ukraine auch schon einige Stufen weitergekommen und die Wunderdinger haben auch nicht, also die iranischen Wunderdinger waren in Österreich nicht billig, aber jetzt auch nicht so."
  },
  {
    "start": 1857.35,
    "end": 1858.95,
    "text": "dass sie krigsentscheiden sind."
  },
  {
    "start": 1859.649,
    "end": 1865.909,
    "text": "Wenn es hart auf hart geht, wird Russland sicherlich nicht für die Herren in die Preise springen."
  },
  {
    "start": 1866.29,
    "end": 1872.429,
    "text": "Wir werden sehen, inwieweit die Russen noch die Luftabwehr Irans moderne sieren und verbessern werden."
  },
  {
    "start": 1873.33,
    "end": 1879.81,
    "text": "Es ist also ein nicht ganz unwichtiger Partner in der Region, aber keinen, für den man die Hand am Ende des Tages wirklich ins Feuer liegt."
  },
  {
    "start": 1879.85,
    "end": 1880.29,
    "text": "Tatsächlich"
  },
  {
    "start": 1880.33,
    "end": 1881.33,
    "text": "sehen Sie es bei den Chinesen."
  },
  {
    "start": 1882.27,
    "end": 1887.25,
    "text": "Die im Nahen Osten eigentlich Ruhe haben wollen, am liebsten sollten sich alle untereinander verstehen."
  },
  {
    "start": 1887.929,
    "end": 1902.09,
    "text": "Die aus gewissen Gründen, die wohl mehr in der Diplomatie und in diplomatischen Verstimmungen zu suchen sind, jetzt eine eher anti-israelische Haltung eingenommen haben, aber ich glaube nicht, dass die chinesische Haltung Israel gegenüber in Stein gemeißelt."
  },
  {
    "start": 1902.87,
    "end": 1904.129,
    "text": "Das ist eher pragmatisch."
  },
  {
    "start": 1904.409,
    "end": 1912.889,
    "text": "Aber da wird Iran mit seiner einerseits ostentativ ideologischen, deklamatorischen Politik, wir sind die Große Revolutionäre und stellen alles in Frage."
  },
  {
    "start": 1913.57,
    "end": 1923.33,
    "text": "Und auf der anderen Seite dann doch eigentlich normale nationalstaatliche Politik mit nationalen Interessen zu betreiben, da ist Iran einfach zu komplizierter Partner."
  },
  {
    "start": 1923.929,
    "end": 1928.55,
    "text": "Ja, man hat seit den neunzig Jahren Waffen geliefert, vor allem auch Raketen."
  },
  {
    "start": 1929.05,
    "end": 1936.689,
    "text": "Die Iraner bemühen sich wirklich aktiv um die Chinesen, schicken Studenten nach China, die chinesisch lernen."
  },
  {
    "start": 1937.07,
    "end": 1942.87,
    "text": "Und es sind zahlreiche chinesische Studenten, die persisch lernen und der persisch auch gut können."
  },
  {
    "start": 1942.95,
    "end": 1944.129,
    "text": "schon, das muss man auch sagen."
  },
  {
    "start": 1944.83,
    "end": 1945.71,
    "text": "Ja, das war es dann."
  },
  {
    "start": 1945.929,
    "end": 1954.169,
    "text": "Die Frage ab daraus, welche Art von Allianz sich daraus entwickelt, momentan ist es eigentlich eine gegen die USA gerichtete."
  },
  {
    "start": 1954.669,
    "end": 1965.51,
    "text": "und da weiß man aber, dass die Iraner alles tun würden, sehr viel tun würden, wenn sie mit den USA eine vernünftige vertragliche Lösung bekommen im Bereich des Nuklearprogramms."
  },
  {
    "start": 1965.83,
    "end": 1968.75,
    "text": "Ich würde gern einmal noch zum Zustands."
  },
  {
    "start": 1969.05,
    "end": 1976.57,
    "text": "des iranischen Regimes kommen, denn eine Schlagzeile hat vor einigen Tagen doch für etwas Aufsehen gesorgt."
  },
  {
    "start": 1976.75,
    "end": 1982.27,
    "text": "Laut mehreren Medienberichten soll nämlich Kaminé schon seine Flucht nach Moskau vorbereitet haben."
  },
  {
    "start": 1982.79,
    "end": 1991.79,
    "text": "Also banal gesagt, der Helikopter ist schon vollgetankt, man hat quasi schon das Ticket nach draußen gemeinsam mit einigen wichtigen Verbündeten im Land."
  },
  {
    "start": 1993.01,
    "end": 2002.25,
    "text": "Eine Routine, die jetzt in der aktuellen Situation quasi medial aufgebauscht wird, oder sehen wir hier tatsächlich einen Exitplan, der durchaus an Realismus gewinnen könnte?"
  },
  {
    "start": 2002.669,
    "end": 2005.49,
    "text": "Der Mann ist jetzt siebenunddachzig, achtunddachzig."
  },
  {
    "start": 2006.689,
    "end": 2016.37,
    "text": "Da stellt man sich dann schon die Frage, ob der Stress einer Flucht nicht noch anstrengender und würdloser ist, als wenn er in der einen Bunker bleibt."
  },
  {
    "start": 2016.99,
    "end": 2019.629,
    "text": "Diese Berichte kann man natürlich regelmäßig."
  },
  {
    "start": 2019.71,
    "end": 2034.87,
    "text": "Ich habe sogar Audioaufzeichnungen gehört, die nachdiskutiert wurden von höheren Vertretern des Regimes wie Shyamakhani und Blarejani und General Radan, dass die Flucht vorbereitet wird, dass man aber energisch durchgreifen muss."
  },
  {
    "start": 2035.59,
    "end": 2039.03,
    "text": "Das ist möglich, aber ich kann diese Berichte nicht verifizieren."
  },
  {
    "start": 2040.03,
    "end": 2048.61,
    "text": "Und warum sollte Putin sich jetzt, Herr Khamenei auch noch, Es gibt keine nennenswerte schiitische Lobby."
  },
  {
    "start": 2050.13,
    "end": 2053.45,
    "text": "In Moskau gibt es keine nennenswerte schiitische Lobby."
  },
  {
    "start": 2053.63,
    "end": 2065.55,
    "text": "Es gibt eine alte, bassistische Lobby in Moskau, die dem Assad seinen Vater schon sehr unterstützt haben und diese Formen des Arabischen Sozialismus mit erfunden haben."
  },
  {
    "start": 2066.87,
    "end": 2071.91,
    "text": "Aber eine wirklich schiitische Lobby gibt es in Moskau nicht, die man sozusagen befriedigen müsste."
  },
  {
    "start": 2073.47,
    "end": 2078.23,
    "text": "Ich glaube auch nicht, dass Moskau da irgendetwas Großartig gewinnen würde."
  },
  {
    "start": 2078.73,
    "end": 2082.69,
    "text": "Dafür, dass sie den Assad-Stil mitgenommen haben, haben sie ja was bekommen."
  },
  {
    "start": 2083.09,
    "end": 2086.25,
    "text": "Also was würden sie erst in Iran bekommen, wenn sie kaum ein Ei nehmen würden?"
  },
  {
    "start": 2087.19,
    "end": 2087.85,
    "text": "Was haben sie bekommen?"
  },
  {
    "start": 2088.57,
    "end": 2091.05,
    "text": "Naja, die Militärbasen, die sie sich behalten können."
  },
  {
    "start": 2091.41,
    "end": 2092.31,
    "text": "Das ist schon etwas."
  },
  {
    "start": 2093.19,
    "end": 2094.41,
    "text": "Das ist eigentlich das Wichtigste."
  },
  {
    "start": 2094.79,
    "end": 2096.13,
    "text": "Echte Niederlang sind anders da aus."
  },
  {
    "start": 2096.97,
    "end": 2109.49,
    "text": "Und bei den Iranern, ich halte es nicht für unwahrscheinlich, aber ich nehme doch eher an, dass die Berichte sondern so, dass kaum eine E-Motivation zu gehen einfach nicht sehr groß sein wird."
  },
  {
    "start": 2109.89,
    "end": 2110.17,
    "text": "Herr Bosch,"
  },
  {
    "start": 2110.33,
    "end": 2122.41,
    "text": "abschließend, was würde denn ein theoretischer, und wie gesagt, wir wissen ja noch nicht, wie sich das entwickeln wird, aber spielen wir es in der Theorie durch, was würde denn ein Sturz des Regimes für die Region bedeuten?"
  },
  {
    "start": 2122.45,
    "end": 2125.81,
    "text": "Welche Effekte könnten wir höchstwahrscheinlich dann beobachten?"
  },
  {
    "start": 2126.55,
    "end": 2131.79,
    "text": "Das ist jetzt sehr hypothetisch, weil bis jetzt immer alles anders gekommen ist als wir überlegt haben."
  },
  {
    "start": 2132.85,
    "end": 2137.07,
    "text": "Es stellt sich damit natürlich auch die Frage, was die Besonderheit dieses Regimes ist."
  },
  {
    "start": 2137.57,
    "end": 2142.75,
    "text": "Als Staat ist es ja eine überraschende Kontinuität zum Vorgängersystem."
  },
  {
    "start": 2143.71,
    "end": 2147.07,
    "text": "Sie haben zwar jetzt keinen Chance, sondern einen Revolutionsführer."
  },
  {
    "start": 2147.77,
    "end": 2159.95,
    "text": "Man kann fast die Institutionen nebeneinander stellen, mit denselben Problemen, dass das Staat überhaupt der eigene Verfassungsrichter ist und solche Sachen, wie wir es in der Kaiserzeit auch gehabt haben."
  },
  {
    "start": 2160.75,
    "end": 2162.11,
    "text": "Was ist die Besondere am Regime?"
  },
  {
    "start": 2162.15,
    "end": 2172.29,
    "text": "Ich glaube, es ist eines der letzten Möglichkeiten, diesen jetzt sehr starken schiitischen Untergrund und extremistische schiitische Kräfte einhegen."
  },
  {
    "start": 2172.39,
    "end": 2174.49,
    "text": "zu können und einbinden zu können."
  },
  {
    "start": 2175.17,
    "end": 2177.37,
    "text": "Also Kräfte, die ins Kriminelle gehen."
  },
  {
    "start": 2177.97,
    "end": 2184.23,
    "text": "Und wenn also das Regime stürzt und damit ein Staatsapparat dysfunktional wird, geht davon aus."
  },
  {
    "start": 2184.91,
    "end": 2196.85,
    "text": "dass es zunächst einmal zu einer Zunahme der Kriminalität kommt, der Drogenband in der Drogenkartelle, oder dass Teile die Sicherheitsapparates dann sagen, na gut, dann gehen wir jetzt in dieses lukratifere Drogengeschäft."
  },
  {
    "start": 2197.03,
    "end": 2206.27,
    "text": "Was natürlich auch passieren wird, ist, dass sehr viel, vor allem was aus Afghanistan kommt, an Flüchtlingen, dann einfach über den Iran gehen wird."
  },
  {
    "start": 2207.11,
    "end": 2230.75,
    "text": "Die Logik, die zum Beispiel Premierminister Netanyahu folgt, ist, während die Europäer alles sagen, wichtiger ist Stabilität und Sicherheit und dann auch Druck auf das Regime, Netanyahu sagt, solange die so eine abenteuerliche Politik machen, dass sie die Palästinenser unterstützen und denen Hoffnung auf militärisches Eingreifen geben, werden wir den Druck auf den Regime nicht nachlassen."
  },
  {
    "start": 2231.45,
    "end": 2241.25,
    "text": "Und wenn dann der Iran ins Chaos stürzt, hat es für uns den strategischen Vorteil, dass wir dann nur schauen müssen, wie man die strategischen Waffensysteme, also die Raketen, los wird."
  },
  {
    "start": 2241.47,
    "end": 2243.09,
    "text": "Das geht dann nur mit den Amerikanern."
  },
  {
    "start": 2243.79,
    "end": 2247.29,
    "text": "Und die Netzwerke, die die Palästinense-Unterstützer da aufrollt."
  },
  {
    "start": 2247.57,
    "end": 2249.13,
    "text": "Und das Nuklearprogramm stoppt."
  },
  {
    "start": 2249.47,
    "end": 2252.45,
    "text": "Also das wäre sozusagen das Hauptziel der Israelis dann."
  },
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    "start": 2252.95,
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    "text": "Das würde jetzt in der Logik nicht ein Jahrhoster Stabilität und der Sicherheit Israels weit mehr beitragen, als zum Beispiel erträgliche Beziehungen zu einem funktionierenden und hochgerüsteten Iran, sofern der nicht formal Israel anerkennt."
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    "text": "Walter Posch war das nausticks Perte von der Landesverteidigungsakademie."
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    "text": "Vielen Dank für Ihren Besuch im Studio heute."
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    "text": "Dankeschön."
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