[
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    "end": 9.1,
    "text": "Ich bin Daniel Retschitz-Ecker, das ist Thema des Tages, der Nachrichten-Podcast vom Standard."
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    "text": "Es sind radikale Prediger, die seit Jahrzehnten aus den Radio laut Sprechern der Amerikaner zu hören sind."
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    "text": "Sie wettern gegen Abtreibungen, Frauenrechte, LGBTQ und eigentlich alles, was irgendwie als liberal gelten könnte."
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    "text": "Auch bei der Trauerfeier rund um den Tod des rechten Influencers Charlie Kirk ist Religion ein riesengroßes Thema."
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    "text": "Die Redner sprechen etwa von Wunder."
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    "text": "Kirkstod sei ein Opfer gewesen."
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    "text": "Wir versuchen heute hinter die Fassaden der Magerbewegung zu blicken, um die Gruppe der ultra-religiösen Trumpfens besser zu verstehen."
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    "text": "Wie mächtig sind Trumps Gotteskrieger?"
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    "text": "Ein gewaltiges Sektentreffen oder der Auftakt zur Entscheidungsschlacht gegen die Mächte des Bösen."
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    "text": "Was war es denn Ihrer Einschätzung nach?"
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    "text": "Ich sage schon länger, dass es sich hier um Phasen einer Machtübernahme handelt."
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    "text": "Die Betreiber dieser Machtübernahme empfieden sich auch aus Revolution."
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    "text": "Und das war eine wichtige Dappe in dieser Phasen der Machtübernahme, und zwar der Teil, wo man einerseits einen Märtyrer braucht, um die eigene Erzählung, die eigene Geschichte emotional zu vertiefen, um Leute zu mobilisieren, aber auch um vorzubereiten weitere Teile der Machtübernahme, indem man sukzessive versuchen wird, meiner Ansicht nach die die mögen Gegner auszuschalten, beginnen mit den radikaleren Gegnern und dann weiterverfahren."
  },
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    "end": 134.42,
    "text": "Und da ist natürlich diese Inszenierung mit diesen sehr gewaltigen Bildern, ist natürlich von einer großen und tiefen Symbolik und wir haben ja in den USA momentan eine Art Schlacht, würde ich sagen, über die Seele Amerikas."
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  {
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    "end": 139.56,
    "text": "Also da geht es um die Hoheit der Interpretation, wer wir sind, wie wir als Nationen."
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    "text": "Wir haben ein zutiefst gespaltenes Land, wo sich zwei Relief-unversöhnliche Gruppierungen gegenüberstehen."
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    "text": "Diese Tiefe der Unversöhnlichkeit ist der Punkt, da es darum geht, wer sind wir."
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    "text": "Dieser Kampf oder diese Auseinandersetzung wird mit großer Symbolik geführt."
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    "end": 175.8,
    "text": "Und das war eine Veranstaltung, die diese Symbolik erstens lieferte, die Bilder lieferte dazu, aber auch natürlich eine rechtwertige und lieferte für alles, was folgen wird, für Repressalien, für Gegenmaßnahmen, dafür die Gegner auszuschalten, da von diesen Gegnern ja auch seine Gefahr ausgeht."
  },
  {
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    "end": 183.7,
    "text": "Und gleichzeitig wurde klar gemacht, dass der Staat nicht mehr neutral ist, sondern dass der Staat zunehmend auf einer Seite steht."
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    "end": 185.66,
    "text": "Es geht ja hier stark um die Rolle des Staates."
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    "end": 192.74,
    "text": "In liberalismus bis jetzt hat der Staat eine neutrale Funktion gegenüber verschiedenen anderen Gruppen, vor allem gegenüber der Religion."
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  {
    "start": 193.68,
    "end": 209.9,
    "text": "Und in der Ideologie des christlichen Nationalismus, das war so der Subtext bei dem, was wir gesehen haben, Da spielt der Staat eine entscheidende Rolle, da der Staat quasi die Aufgabe hat, die Gesellschaft in Richtung der Ziele des christlichen Nationalismus zu verändern."
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    "end": 213.06,
    "text": "und in diesem Zusammenhang Fügt sie das für mich ein?"
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    "text": "Stichwort"
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    "end": 216.08,
    "text": "christlicher Nationalismus, wie Sie es genannt haben."
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    "end": 223.56,
    "text": "Bei unserem letzten Gespräch, das wir geführt haben hier im Podcast, haben Sie die Magerbewegung in drei Gruppierungen eingezeilt."
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    "start": 223.76,
    "end": 234.78,
    "text": "Die haben es uns kurz skizziert, da werden auf der einen Seite die Tech Bros, über die haben wir eh schon ausführlich gesprochen, dann gibt es jene, die das weiße Amerika und der Anfangszeichen zurück wollen und dafür verschiedensterastische Motive verwenden."
  },
  {
    "start": 235.3,
    "end": 243.46,
    "text": "Und dann gibt es eben die sogenannten Postliberalen, wo ich, wenn ich es richtig interpretiert habe, eben auch diese fundamentalen Christen mit reinrechnen würde."
  },
  {
    "start": 243.96,
    "end": 250.74,
    "text": "Haben wir bei dieser Trauerfeier auch deren vollen Einfluss und volle Stärke das erste Mal so live im TV gesehen?"
  },
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    "end": 255.1,
    "text": "Ich würde meinen, die Bewegung ist immer noch heterogene als man ihr das zugesteht."
  },
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    "end": 259.44,
    "text": "Ich glaube nicht, dass wir die von einer Bewegung sprechen können, die aus einem Guss ist."
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    "end": 264.38,
    "text": "Also da gibt es natürlich sehr viel unterschiedliche Strömungen nach mit unterschiedlichen Zielsetzungen."
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    "text": "Wir haben auch sehr viele Allianzen dabei."
  },
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    "start": 266.1,
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    "text": "Das sind teilweise Zweckallianzen."
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    "text": "Fangen wir einfach beim Punkt Religion an."
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    "text": "Der Posteberalismus um J.D."
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    "end": 282.7,
    "text": "Vance und die Ideologie dahinter entspricht eine Interpretation des Augustinios, der augustinischen Lehren, einer radikalen katholischen Auffassung entstandene Lehren."
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    "text": "Das ist aber eine katholische Basisbewegung im Prinzip."
  },
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    "end": 294.68,
    "text": "Und diese katholische Basisbewegung... ist entstanden, weil man einerseits seinerseits nicht von den evangelischen charismatischen Bewegungen abgehängt werden wollte."
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    "end": 305.04,
    "text": "Da findet ihr auch so, ein Wettbewerb starb nicht nur in den USA, sondern global zwischen evangelikalen Bewegungen, die Lateinamerikaner an Afrika Fuß fassen und wo auch der Kratolisismusversuch zurückzuschlagen."
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    "text": "Also auch in den USA haben wir natürlich eine evangelikale Bewegung, aus dem evangelischen kommende charismatische Bewegung und jetzt haben wir diese kratolische Bewegung."
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    "text": "Jetzt würde ich nicht vor vor allem annehmen, dass diese Bewegungen das ein oder selbe ist."
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    "end": 326.76,
    "text": "Da gibt es eklatante Unterschiede, die haben unterschiedliche Ziele und wir dürfen nicht vergessen, dass für viele radikale Protestanten der Katolizismus eine Art Feindbild war."
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    "end": 336.22,
    "text": "Aber natürlich trifft man sich im radikalen Christendom, wenn es darum geht, sich gegen den Islam abzugrenzen, gegenüber Säkulären abzugrenzen."
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    "end": 343.58,
    "text": "Oder wenn es darum geht, dass der Staat viel stärker religiös beeinflusst sein soll, also quasi die Beendigung des sekulären Staates."
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    "start": 344.36,
    "end": 350.56,
    "text": "Oder dass man die Außenpolitik der USA viel stärker verwendet, um ein art charismatisches Christentum weiterzuverbreiten."
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    "text": "Das erklärt auch diese Nähe zu Israel, weil laut dieser radikalen Interpretation ist das Wiederentstehen der Israels und Jerusalems ja eine Voraussetzung für das Kommen der letzten Tage und wie wir es im Johannes Evangelium lesen."
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    "text": "Also aus christlich fundamentalistischer Sicht ist Israel oder ist das aktuelle Israel eine Voraussetzung für das Kommen des Herrn."
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    "end": 384.82,
    "text": "Und da gibt es auch einen religiösen Text hier oder einen religiösen Narrativ, warum die evangelikale Rechte so ein Unterstützer der israelischen Außenpolitik ist, weil eben der Bestand Israels eine zentrale Voraussetzung ist."
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    "text": "Aber Katholiken und Protestan sind jetzt nicht überall gleich zu setzen."
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    "text": "Dann ist auch der christliche Nationalismus eben nicht eine einheitliche Bewegung."
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    "text": "Auch da gibt es Unterschiede."
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    "text": "Es gibt nicht einen weißen christlichen Nationalismus."
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    "text": "Auf der einen Seite."
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    "text": "Es gibt aber charismatische religiöse Bewegungen, die sehr stark von Minderheiten von schwarzen Durchdrungen sind."
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    "text": "Auch das ist nicht ganz geklärt."
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    "text": "Also da gibt es ja viele Zweckgemeinschaften."
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    "text": "Und dann hat man, bis jetzt, Immigration aus Lateinamerika."
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    "text": "Das ist teilweise sehr konservative, antisozialistische, auch sehr religiöse Personengruppen."
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    "text": "die sich aber jetzt gleichzeitig auch in dieser Antimigrationspolitik wiederfinden und eine aufgespaltene Loyalität haben."
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    "text": "Einerseits möchte man dort sein, wo... Der christliche Fundamentalismus ist."
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    "text": "auf der anderen Seite, da haben wir auch Angst, dass man Gefahr läuft hier selber oder seine eigenen Angehörigen hier deportiert werden."
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    "text": "Also das Ganze ist ein bisschen heterogene, als man es annimmt."
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    "text": "Wichtig ist, dass es sich vor allem gegen die klassischen liberalen Gruppen richtet."
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    "end": 447.72,
    "text": "Gegen LGBTQ, gegen Abtreibungsrechte, Frauenrechte, kulturellen Verfall, Sekularismus."
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  {
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    "end": 457.28,
    "text": "Hier ziehen sie alle einem Strang und unterstützen sie quasi auch die Ernennung von konservativen oder rechten Richtern bis zum... großen Gerichtshof des Donald Trumps."
  },
  {
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    "end": 464.92,
    "text": "Und ihr seht ja auch in Donald Trump einen Vertreter ihrer Interessen, wenn sie auch nicht einen Vertreter sehen, der ihnen entspricht."
  },
  {
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    "end": 475.2,
    "text": "Also wenn man wahrscheinlich diese Gruppen fragen würde, wer ist für euch Donald Trump, dann sehen sie Donald Trump als Wegbereiter für eine kommende Zeit, wo jemand wie etwa J.D."
  },
  {
    "start": 475.36,
    "end": 484.44,
    "text": "Vance, der deutlich berufener ist und der deutlich diesen Vorstellungen des christlichen Nationalismus entspricht, während Donald Trump eher als Beseitiger."
  },
  {
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    "end": 489.46,
    "text": "des Rupter gesehen wird, der aber notwendig ist, um diese neue Zeit vorzubereiten."
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  {
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    "end": 491.14,
    "text": "Aber auch hier variiert das."
  },
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    "end": 502.3,
    "text": "Und letzter Punkt, der weiße Krisigenationalismus ist halt nur eine von mehreren Bewegungen, die sehr ähnlich sind und wo es natürlich auch viele Egos gibt."
  },
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    "end": 508.54,
    "text": "Da gibt es natürlich Leute, die sich aus der radikalen, protestantischen Bewegung, der etwa in die kahlen Bewegungen entwickelt haben, Fernsehprediger."
  },
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    "end": 520.46,
    "text": "die selber große Kirchen anführen und die selber auch einen Platz an der Sonne wollen, die auch über großes Vermögen verfügen und die selber das auch beeinflussen wollen, wo die Reise hingeht."
  },
  {
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    "end": 529.56,
    "text": "Also, wie gesagt, auf der einen Seite war das ein Fest, wo sich die alle wiederfanden und wo das so schien, es würden die alle gleich reden und gleich denken."
  },
  {
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    "end": 534.32,
    "text": "Aber wenn es darum geht, wer wirklich Einfluss hat, da gibt es noch relativ viele Spannungen dahinter."
  },
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    "end": 548.78,
    "text": "Und das sind, wie ich glaube, nur eine Gruppe von den beiden anderen Gruppen, die Sie schon erwähnt haben, eben die Rechtspopulisten, die, da geht es um eine ethnische Frage der Zugehörigkeit und die Tech-Gruppe in Silicon Valley und die Geschäftswelt sozusagen, die damit dran hängt."
  },
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    "text": "Wir wollen in diesem Fall aber tatsächlich bei diesen religiös-fundamentalistischen Kopierungen bleiben."
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    "text": "Vielleicht können wir Sie ja für die anderen zwei Kopierungen dann nochmal gesondert einladen, wenn Sie Lust haben."
  },
  {
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    "end": 561.24,
    "text": "Ich finde, Sie haben da sehr viele sehr interessante Punkte gesagt."
  },
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    "text": "Einer ist mir besonders hängen geblieben, auf dem würde ich gerne noch... Sie haben nämlich gesagt, dass bei den Evangelikalen das Thema Israel eine sehr große Rolle spielt."
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  {
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    "text": "Und ich glaube, das ist durchaus auch ein Punkt, den sich sehr viele gefragt haben, woher diese extreme Unterstützung für das Vorgehen Israels kommt, das ja international, sei es von der UNO und so weiter, ja durchaus immer wieder sehr stark in der Kritik steht."
  },
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    "text": "Könnten Sie uns das etwas genauer erklären, was es damit auf sich hat?"
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    "text": "Ich glaube, Sie haben irgendwie vom jüngsten Gericht sogar gesprochen."
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    "text": "Was"
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    "text": "Das klingt ja alles irgendwie sehr confus."
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    "text": "Ja, ja, diese Tendenz gibt es schon länger."
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    "text": "Das spiegelt ja beide in die achtzige Jahre zurück."
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  {
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    "end": 611.54,
    "text": "Also im Johannes Evangelium... gibt es in die Passage, dass das jüngste Gericht und die Herrschaft Jesus Christus vor dem jüngsten Gericht, dann kommen wird, nachdem der Stadt Israel wieder errichtet wird und dem Jerusalem zur Hauptstadt wird."
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  {
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    "end": 622.96,
    "text": "Daher gab es immer zwei zentrale Forderungen der Evangelikalen Rechten in den USA, Unterstützung für Israel und zweitens die Hauptstadt müsse Jerusalem sein."
  },
  {
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    "end": 632.02,
    "text": "Das war auch das erste große Zugang ist Trumps, als Donald Trump die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegte und damit quasi Jerusalem ist die Hauptstadt anerkannte."
  },
  {
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    "text": "Trump hat das keine inhaltliche, größere Bedeutung, aber früher amerikanische Präsidenten haben davor zurückgeschränkt, weil sie ja nach wie vor den finalen Status der Rolle Jerusalems eben den Unvorstellungen sprechen."
  },
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    "end": 653.16,
    "text": "von diesen finalen Verhandlungen abhängig machen wollten, wie sich Israel und die Palestinians auf eine finale Lösung einen Auskonflikt zereinigen."
  },
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    "end": 659.12,
    "text": "Also da wollten auch die amerikanischen Präsidenten vor Trump nicht vorgreifen und hier eine symbolische Handlung setzen."
  },
  {
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    "end": 669.96,
    "text": "Das wurde immer wieder von der evangelikalen Rechten kritisiert und Donald Trump hat quasi auch versprochen im Wahlkampf vor der ersten Wahl, er würde das sofort veranlassen und das ist dann auch passiert."
  },
  {
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    "end": 680.04,
    "text": "Wichtig ist hier für die evangelikale Rechte, dass also das Wiedererrichten Israel eine hauptscheidende Voraussetzung für das jüngste Gericht und daher kommt die Unterstützung."
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  {
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    "text": "Die Ironie natürlich ist dabei, dass die evangelikale Rechte ja lange Zeit durch eine sehr starken Antisemitismus geprägt war."
  },
  {
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    "text": "In Juden hervorgeworfen wurde, am Tod Christi Schuld zu sein."
  },
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    "text": "und gerade im Süden, wo sich die evangelikale Rechte entwickelt, da war der Antisemitismus besonders stark."
  },
  {
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    "end": 704.64,
    "text": "Also wenn jemand diesen Hollywood-Film-Driving Mistakes ist, drinnen kann, das war so ein Film aus den, ich glaube, der achtziger oder neunzigjahr, da ist ihm der schwarze Schuffeur."
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    "text": "und dann gibt es aber diese Frau, seine Chefin sozusagen, die Reiche, die er rumschufführt, aber die ist nie den anderen Weißen gleichgestellt, weil sie jüdisch ist und nicht in den Kanton klappt ab."
  },
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    "text": "Also im Süden, wo die Evangelikale recht ist, sehr stark war, war doch der Antisemitismus sehr stark."
  },
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    "text": "und dennoch ist es genau diese Bewegung, die aus eigenen Motiven heraus, diese Unterstützung für Israel verspricht."
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    "text": "Und so haben wir eben diese Achse zwischen der radikalen Rechten in den USA und natürlich nicht der Nahe und der radikalen Rechten in Israel, aber jeder aus unterschiedlichen eigenen Motiven heraus."
  },
  {
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    "end": 743.96,
    "text": "Sie haben in Ihrer Antwort auch diese verschiedenen Gruppen skizziert, die bei diesem Treffen dieser Gedenkfeier zu Charlie Kirk zusammengekommen sind."
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    "text": "Ich glaube, ich kann es jetzt nicht mehr alle auswendig aufzählen, aber eben wir haben die Evangelikalen, wir haben die Katholiken, Jenny Vines selbst ist ja auch Katholik und wir haben noch sehr viele andere Splittergruppen."
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    "text": "Das heißt, diese Bewegung... lebt derzeit davon, einen gemeinsamen Feind eben in den Liberalen, in Abtreibungsbefürwörtern etc."
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    "text": "zu haben."
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    "text": "Das ist aber keine Masse, die untrennbar zusammenhält."
  },
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    "text": "Das heißt, hier kann es durchaus auch zu Spannungen kommen oder ist auch schon zu Spannungen kommen."
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    "text": "Genau, dadurch sprechen wir auch immer von einer Bewegung."
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    "text": "Wenn man sie dann aufzählt, gibt es viele verschiedene Gruppen."
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    "text": "Das ist einerseits die Stärke und die Schwäche des Ganzen."
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    "text": "Die Stärke der Bewegung ist, dass es sehr bottom up ist."
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    "text": "Das heißt, Charlie Kirk ist ja ein gutes Beispiel dafür."
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    "text": "Ein junger Mann begann am Campus, einfach eine Organisation zu gründen und hatte die Gabe, die Kommunikationsfähige, da viele Leute anzusprechen, Turning Point USA."
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    "text": "Und das war eine von vielen Bewegungen, die."
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    "text": "es hat dann immer erfolgreicher geworden, aber vieles basiert, baut er mal."
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    "text": "Wo viele Leute motiviert sind, einfach oder clever sind und die einen sind besser in der Kommunikation, also besser in der Organisation und was auf die Beine stellen und dann in der Lage sind, dafür Unterstützung zu bekommen."
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    "text": "Einer ist das Geld einzusammeln, anderer ist ... muss man den Republikanern auch zugestehen sind, die Republikaner sehr gut."
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    "text": "Viele dieser Leute, die ein Quereinsteiger sind im Prinzip, dann doch durch die Partei zu hieven."
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    "end": 837.1,
    "text": "Das heißt, das sind dann Leute, die die Chance bekommen, wenn sie wie Charlie Kirk einfach eine Organisation sehr erfolgreich ist, dann wächst einfach die Organisation und dann wird dafür gesorgt, dass die medial präsent ist und dass sie entsprechend auch von der Partei gefördert wird."
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    "text": "Wenn sie jetzt keine Organisation haben, sondern individuelle Talente sind, dann dachte man, dass sie als Kandidaten wo antreten können."
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    "text": "ganz erst auf Gemeindeebene und dann auf Landesebene und dann auf Bundesebene."
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    "text": "Und das haben die Republikaner in den letzten zwanzig Jahren viel, viel besser hingebracht, wo viele junge Leute oder viele Quereinsteiger, die extrem enthousiasmiert, extrem motiviert waren, dann die Möglichkeit hatten, hier aufzustellen."
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    "text": "Und das bringt auch einen gewissen Schwung, einen gewissen Dynamik mit sich und natürlich auch einen enormen Glauben."
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    "text": "Also das wirkt dann auch sehr dynamisch."
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    "text": "Bei den Demokraten war das deutlich weniger der Fall."
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    "text": "Und hier haben wir diesen christlichen Gruppen, Gruppen mit unterschiedlichen Zielsetzungen."
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    "text": "Eine Gruppe interessiert sich zum Beispiel besonders das der Staat."
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    "text": "christliche Ziele verfolgen muss."
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    "text": "Das heißt, man würde quasi dafür drachten, dass die Universitäten sich einer christlichen Vision verpflichtet fühlen, dass sie Schulen das stärker widerspiegeln, dass die Gerichte des Entscheidungen viel stärker auf religiose Bezug nehmen."
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    "end": 903.26,
    "text": "Andere Gruppen wiederum beziehen sich viel stärker aufs alte Testament und meinen eben, dass man den Staat umbauen soll, viel stärker im Sinne, wie das im alten Testament vorgesehen wird, zum Beispiel das alttestamentarische Recht zu empfinden."
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    "text": "Andere Gruppen, da geht es vielmehr um die persönliche Erfahrung mit Jesus Christus."
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    "text": "den Menschen als Individuum zu retten, durch eine spirituelle Auseinandersetzung, dass man die viel stärker möglich macht."
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    "text": "Also diese Admissionierung der Menschen."
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    "text": "Also das mag jetzt in einer säkulären Gesellschaft alles sehr seltsam wirken und auch ein bisschen graus und etwas vormodern."
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    "text": "Aber im Prinzip sind das alles Strömungen, die einander zwar sehr ähnlich sind, aber doch unterschiedliche Zwecke erfüllen und die nicht darauf reagieren, dass viele Menschen verunsichert sind, dass sich viele Menschen allein gelassen fühlen auch vom Staat, dass viele Menschen Vertrauen in Situationen verloren haben und gleichzeitig große exzentezielle Probleme anstehen, auf die der Staat oder auf die bestehende Autorität oft keine Antworten geben."
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    "text": "Der zweite Vorteil, den diese Gruppen jetzt genießen, ist natürlich, dass wir eine neue Medienlandschaft haben."
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    "text": "Das heißt, diese Gruppen täten sich wesentlich schwieriger, das über die traditionellen Medien zu filtern und hier ihre Leute zu erreichen."
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    "text": "Und über die sozialen Medien und über natürlich kirchliche und kircheorientierte Sender ist das wesentlich erfolgreicher."
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    "text": "Und bei so einem großen Land ist natürlich auch das Talentenbohl relativ breit."
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    "text": "Bei dreieinhalb Millionen Menschen gibt es dann auch viele, die auch gut kommunizieren können."
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    "text": "Und da setzen sich ja die besten dann auf nationaler Ebene durch."
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    "end": 979.12,
    "text": "Charlie Kirk ist ja so ein Beispiel."
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    "text": "Und dann haben die auch relativ viel Einfuß, weil sie dann eben Millionen an Anhängern haben."
  },
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    "end": 993.6,
    "text": "Und der Strater ist aber letztlich dann auch nach außen aus und wird wahrscheinlich auch in Europa in gewisser Form ankommen und hier in gewisser Weise Fortsetzungen finden."
  },
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    "start": 993.64,
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    "text": "So wie wir auch einfach gesehen haben, dass Amerikaner für schwörungstheorien auf direkt oder indirekte Weise auch in europa kommen, dann hier dann teilweise anders ankommen, aber in einer Form setzt sich das natürlich dann auch in der übrigen welt fort, überall dort, wo die USA nicht einen kulturellen Einfluss vornehmen."
  },
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    "end": 1015.72,
    "text": "Bevor wir über europa sprechen und was da auf uns zukommen könnte, bleiben wir noch ganz kurz bei dem einen Punkt, den sie angesprochen haben."
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    "end": 1021.78,
    "text": "Sie haben nämlich gesagt, das klingt für uns in einem mehr oder weniger säkularen Staat etwas seltsam."
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    "text": "Jetzt muss man dazusagen, Österreich ist vielleicht nicht das Extrembeispiel, wenn es um Sekularität gibt."
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    "text": "Da gibt es Länder wie Frankreich, die das deutlich strenger ausleben."
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    "text": "Aber die USA scheinen ja das absolute Gegenteil zu sein."
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    "text": "Woher kommt das eigentlich?"
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    "text": "Welche Gründe gibt es dafür auch?"
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    "text": "Ja, auch das ist nicht ein bisschen Paradox, weil die USA sich in den letzten Jahrzehnten stark sekularisiert haben."
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    "text": "Beim Waffenbesitz ist es ähnlich."
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    "text": "Der Waffenbesitz nimmt in den USA eigentlich permanent ab."
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    "text": "Und dennoch scheinen wir den Einsatz haben, es wird immer religiöser, die haben immer mehr Waffen."
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    "text": "Also wie kann man diese beiden scheinbaren Widersprüche auflösen?"
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    "text": "Die USA waren ja viel stärker religiös orientiert, weil ja die Gründerväter der USA waren ja im Prinzip Presbyterian."
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    "text": "Also waren die Sorgen Puritaner, das waren also Radikalprotestanten, denen die Englische Amtskirche der Elisabethanischen Zeit einfach zu katholisch war, zu sehr katholizistisch war."
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    "text": "Die wollten eine viel radikale evangelische Lehre, de facto waren sie Kalvini."
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    "text": "Und die sind dadurch auch dann in die USA oder in die Darmelik-Kolonie, lässt sich in New England gelandet."
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    "text": "Das Problem war, die Gruppenwohner waren unterschiedlich und daher konnten diese Gruppen dort momentan keinen... Einheitlichen Gottesstaat errichten, weil dann, weil so hat das Problem gewesen, welche Religion dominiert."
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    "text": "Weil der Protestantismus eben keine einheitliche Kirche hat, sondern der Protestantismus eben sehr bottom-up organisiert ist und sich die Gemeinden unterscheiden."
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    "end": 1108.6,
    "text": "Und der Protestantismus eben nicht einheitlich war."
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    "text": "Nicht mal die Buritana waren sich untereinander einig."
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    "text": "Und daher war es notwendig quasi, zwar einen religiösen Staat zu haben, aber keinen Staat, wo eine Kirche dominiert."
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    "text": "Das heißt, diese Trennung von Kirchenstaat heißt einerseits, dass sich der Staat nicht in kirchliche Angelegenheit einmischen wird, heißt aber auch, dass sich die Kirche nicht in staatliche Angelegenheit einmischen wird."
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    "end": 1143.94,
    "text": "Es wurde so extrem zelebriert, dass man in den USA zum Beispiel keine Kreuzchen an der Schule montieren hätte können oder dass man nicht mal auf einen öffentlichen Raum eine Krippe aufstellen könnte, weil der öffentliche Raum ein zerkulärer Ort ist."
  },
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    "end": 1149.48,
    "text": "und wenn man dann eine Krippe aufstellen müsste, müsste man auch Juden etwas aufstellen können, Mosulms etwas aufstellen können und so weiter und so fort."
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    "text": "Also daher gab es diese Trennung."
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    "end": 1170.0,
    "text": "Weil aber diese Trennung immer bestand, konnte der Staat aber auch nie kirchliche Medien regulieren und dadurch haben sich eben noch in der Zeit als Medien viel stärker reguliert worden als bis vor kurzem, jetzt wird es ja wieder passieren, konnten kirchliche Medien relativ frei ihre Ideen verbreiten, vor allem im Hinterland sozusagen."
  },
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    "text": "und daher haben diese evangelikalen Sender begonnen, diese Freiheit zu verwenden im eigenen Sinn und noch nicht versucht."
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    "text": "politisch vor allem für die damals entstehende neue Rechte zu werben."
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    "text": "Und so ist diese Affinität zwischen der neuen Rechten und den Evangelikalen schon."
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    "text": "Früher mal waren diese religiösen Gruppen de facto unpolitisch."
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    "text": "Sie waren weder demokratisch noch republikanisch, sondern vertraten eigentlich die Meinung sich nicht in der Politik engagieren zu wollen."
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    "start": 1196.02,
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    "text": "Das wäre alles irgendwie zu weltlich und man würde sich da nur quasi weltlich verlaufen."
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    "text": "Erst im Laufe der Achtziger, Neunzigere haben die Evangelikalen die Politik entdeckt und da die rechte Politik."
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    "text": "und dort eben hat man die Möglichkeit genützt, dass man hier frei von schadlichen Regulierungen eigentlich senden konnte, vor allem AM-Radiosender und dann kamen auch Fernsehsender dazu."
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    "text": "Aber generell waren die USA immer relativ religiös, aber es gab diese Trennung von Kirchen und Starter, das hat man bis jetzt auch belassen."
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    "end": 1233.72,
    "text": "In dem Ausmaß als jüngere Generationen deutlich säkulärer wurden, also die Religiosität ist dann von neunzig Prozent auf siebzig Prozent in den letzten dreißig Jahren gefallen."
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    "text": "Das ist immer noch relativ hochverglich mit Europa."
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    "text": "aber die niedrigste Stufe der USA im Geschichtlichen gesehen, begann sich dort paniker auszubreiten."
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    "text": "Das heißt, das Sieg ist so besegulär und war, dass die Jungen deutlich weniger religiös waren und ich mit die Kirche ging."
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    "text": "Und gleichzeitig das aufstreben liberaler Gruppen und der Homosexuelle und der BGTQ-Bewegung und der Gleichstellung der Frauen."
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    "text": "Das alles wurde empfunden von der religiösen Rechten als ganz massive, gottlose Gegenbewegung als Teufelswerk."
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    "text": "Also die Radikalisierung der christlichen Basiskruppen war eine Reaktion auf die vermeintliche Sekularisierung und das vermeintliche Teufelswerk."
  },
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    "text": "Bei den Waffen war es ja ähnlich, als der Waffenbesitz Abnahmen und dann irgendwo bei dreißig oder vierzig Prozent nur noch lag, wurde das Thema Waffen bis jetzt zu einer Kulturfrage, zu einer Frage der politischen Kultur und das hatte dann eigentlich viel größere Bedeutung."
  },
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    "text": "Es ging sich nur um Waffen und nicht Waffen, sondern es ging quasi, wer sind wir als Amerikaner und haben jetzt im Paradox, dass zwar weniger Leute früher Waffen haben, aber die die Waffen haben, haben viel mehr Waffen, also haben viel weniger Leute, viel mehr Waffen und sind insgesamt mehr Waffen im Umlauf, aber eigentlich aufgeteilt unter weniger Leute."
  },
  {
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    "text": "Aber das waren Reaktionen auf die quasi Normalisierung der USA."
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    "text": "Da wurden die USA Europa wesentlich ähnlicher, auch wenn wir es nicht so empfunden haben und die Reaktion darauf hat die Radikalisierung."
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    "text": "Weil Sie vorher schon diese verschiedenen Gruppierungen angesprochen haben, die ja quasi nicht zu vereinheitlichen sind, wie ideologisch gefestigt ist denn das ganze?"
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    "text": "es gab einen moment den glaube ich sehr viele beobachter als sehr interessant gefunden haben als der chef des fbis der selbst dem hindu glauben angehört in einer pressekonferenz gesagt hat dass er charlie kirg in valhalla wieder sehen würde also etwas was eigentlich aus dem nordischen glauben kommt."
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    "end": 1347.28,
    "text": "ich meine ist das ein potpourri an verschiedenen dinge die man verwendet wenn es halt gerade passt und wenn es quasi in die eigene ideologie kart rein passt."
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    "text": "Also ich kann es auch nicht eindeutig beantworten."
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    "text": "Es gibt zwei Möglichkeiten der Deutung."
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    "text": "Die eine Deutung ist, wie Sie sagen, wir haben hier ein Potpourri von Dingen, die einfach zusammenkommen."
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    "text": "Auf der anderen Seite gibt es auch den Begriff der Hundepfeife, Dogwistling im Englischen."
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    "text": "Das heißt, dass Politiker natürlich oft Dinge sagen oder symbolische Handlungen setzen."
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    "text": "Und das sende man dann in die Botschaft."
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    "text": "Es kann jetzt sein, dass in diesen Kreisen Valhalla ganz bestimmte Bedeutung hat."
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    "text": "Und diese Bedeutung sticht sich mir jetzt nicht direkt, aber etwa die Kornblume im Revier eines österreichischen Politikers oder bestimmte Aussagen zu bestimmten Themen, die eben beim bestimmten Publikum ankommen."
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    "text": "Das kann also durchaus so zu verstanden sein."
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    "text": "Wir wissen, dass Donald Trump vor allem in der ersten Amtszeit als die Cure-Non-Verschwörung stärker war, also dann größere Rolle spielte, da so ein bisschen mit ihm auch spielte, mit Zeichen, um Signale zu setzen hier."
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    "text": "Also das sind Dinge, wo Politiker auch sehr gut sind dabei und das auch verstehen und mit dem spielen."
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    "text": "Ich kann es dann immer wieder abstreiten, da würde was hineingeheimnisst und oft wird damit gespielt in der Politik."
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    "text": "Sogenannte Dogwissel, also quasi Codesversenden, um die eigene Anhängerschaft glücklich zu machen oder halt etwas mitzuteilen, was die anderen vielleicht nicht verstehen."
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    "start": 1431.48,
    "end": 1434.12,
    "text": "Also die Hundepfeife, die nur die Hunde hören und die Menschen nicht."
  },
  {
    "start": 1434.18,
    "end": 1437.36,
    "text": "Also die Hunde sind hier quasi die Anhänger, die man erreichen möchte, genau."
  },
  {
    "start": 1437.84,
    "end": 1447.44,
    "text": "Weil Sie schon die erste Amtszeit von Donald Trump angesprochen haben, wie gibt es denn, wenn es um diesen, ich nenne es jetzt einfach zusammengefasst, religiösen Support und diese religiöse Unterstützung von Donald Trump geht?"
  },
  {
    "start": 1447.78,
    "end": 1449.96,
    "text": "Gibt es da gräubere Unterschiede zu beobachten?"
  },
  {
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    "end": 1453.46,
    "text": "Ich erinnere, in der ersten Amtszeit war Mike Pence, sein Vizepräsident."
  },
  {
    "start": 1453.88,
    "end": 1462.46,
    "text": "Und viele beobachten am damals gesagt, na ja, das ist die Person, mit der quasi die Evangelikalen anspricht, das ist der Seriöse, das ist der Familienvater, der strengkonservative."
  },
  {
    "start": 1462.86,
    "end": 1470.56,
    "text": "Jetzt wissen wir, wie die Magerbewegung am Ende des Tages mit Mike Pence gegangen ist und was sie ihm antun wollten beim Sturm auf das Kapitol."
  },
  {
    "start": 1471.4,
    "end": 1472.4,
    "text": "Wo ist der Unterschied so damals?"
  },
  {
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    "end": 1473.04,
    "text": "Ja, ich"
  },
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    "start": 1473.08,
    "end": 1477.26,
    "text": "glaube, wir sind in einer völlig anderen Phase dieser Machtergreifung oder dieser Revolution."
  },
  {
    "start": 1477.42,
    "end": 1480.28,
    "text": "Donald Trump ist ja die Person, die von außen kommt."
  },
  {
    "start": 1480.54,
    "end": 1493.2,
    "text": "Also Donald Trump ist ja weder der Geschöpfer dieser Bewegung, sondern diese Bewegungen haben sich hier im Laufe der letzten zehn bis fünfzehn Jahren... in einem adrechten Ökosystem entwickelt."
  },
  {
    "start": 1493.58,
    "end": 1497.5,
    "text": "Da gab es Milizbewegungen, da gab es diese Evangelikalenbewegungen, da gab es die Tea Party."
  },
  {
    "start": 1497.88,
    "end": 1500.34,
    "text": "Und es sind Bewegungen, die eben sehr unterschiedlich waren."
  },
  {
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    "end": 1505.62,
    "text": "Was sie eben zusammen schweißt, war eben der Hass oder die Ablehnung der Gegenwart des Systems."
  },
  {
    "start": 1506.46,
    "end": 1514.94,
    "text": "Und Donald Trump Erste Ansage war ja, die Leute damit zu gewinnen, indem man sagt, wählt mich, weil ich das System verändern werde."
  },
  {
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    "end": 1518.86,
    "text": "Also ich kann euch garantieren, dass ich weiß, wie das System funktioniert."
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  {
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    "end": 1521.06,
    "text": "Ich war selber einer quasi, ich war selber mal korrupt."
  },
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    "text": "Ich weiß, wie es funktioniert und ich werde das System brechen, dieses den Sumpf trockenlegen."
  },
  {
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    "end": 1528.02,
    "text": "Das war so der größte gemeinsame Nenner."
  },
  {
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    "end": 1533.32,
    "text": "Wissend, dass er die religiös-invergängliche Aniebezeugung wird von sich selber."
  },
  {
    "start": 1533.96,
    "end": 1549.12,
    "text": "Und er wird auch die Konservativen nicht von sich überzeugen, aufgrund seiner des Lebens waren und dass er früher auch durchaus in vielen Themen mit den Demokraten sympathisierte, aber die Abtreibungsfrage an Donald Trump hatte sich das auch lange offen gelassen, weil er wusste, dass einige diese Themen einfach zu seiennischen Themen waren."
  },
  {
    "start": 1549.44,
    "end": 1552.38,
    "text": "Das war ihm ja auch klar, dass das in der Breite nicht ankommt."
  },
  {
    "start": 1552.58,
    "end": 1565.24,
    "text": "Und das aber auch die Wahlpens, quasi als das Alter Ego, als ein Bondar von ihm, der eben genau diesen Ideen entsprach, Delegien, eine medienerfahrene Person, die er war eingeführten, höchstrechtspliziert bei einer christlichen Basisgruppe."
  },
  {
    "start": 1565.58,
    "end": 1569.74,
    "text": "Aufgrund der jetzigen Situation der Veränderung braucht Donald Trump das nicht mehr."
  },
  {
    "start": 1569.78,
    "end": 1577.96,
    "text": "Donald Trump ist ganz klar der Führer, er ist die Marke und ist selber auch die Integrationsfigur für alle diese Gruppen."
  },
  {
    "start": 1578.4,
    "end": 1579.48,
    "text": "Dadurch braucht er das nicht mehr."
  },
  {
    "start": 1579.52,
    "end": 1580.4,
    "text": "Er braucht keine mehr."
  },
  {
    "start": 1580.5,
    "end": 1596.08,
    "text": "Donald Trump braucht ihm jetzt die Leute, die ihn stützen und er braucht Leute, die ihm das... Intellektuell, also die irgendwie einen den Plan zur Verfügung stellen, wie man das umsetzt und auch die das ausdeuten, eine Interpretation, also die der Projekt twenty-fünf und zwanzig die Heritage Foundation."
  },
  {
    "start": 1596.62,
    "end": 1605.32,
    "text": "Ich bin mir sicher, dass da viele Leute kluge daran gesessen sind, wie man das jetzt umarbeitet und das war sicher auch die Aufgabe und Donald Trump orientiert sich daran."
  },
  {
    "start": 1606.2,
    "end": 1615.84,
    "text": "Aber Donald Schwamm braucht diese Personen nicht, um selbst populär zu sein, um seine Ziele zu erreichen, weil er die komplette Macht über seine Partei hat."
  },
  {
    "start": 1616.6,
    "end": 1624.74,
    "text": "Dadurch auch über den Kongress hart und eine sehr, sehr große Macht auch in den USA über Medien, über Institutionen hat."
  },
  {
    "start": 1625.28,
    "end": 1626.54,
    "text": "Da braucht auch niemanden Fragen."
  },
  {
    "start": 1626.64,
    "end": 1628.12,
    "text": "Das ist der Unterschied zum ersten Mal."
  },
  {
    "start": 1628.38,
    "end": 1631.68,
    "text": "Und dadurch braucht auch Donald Trump keinen Mike Pence mehr."
  },
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    "end": 1642.78,
    "text": "Die Beziehung zu JD Vance ist eher eine Beziehung, die darauf ausgelegt ist nach Donald Trump, dass das Ganze dann fortgeführt werden kann, vielleicht unter anderem vorzeichen."
  },
  {
    "start": 1643.26,
    "end": 1646.76,
    "text": "Da meine ich eben, dass Jelly Vance' Rolle eben eine Rolle sein wird."
  },
  {
    "start": 1647.24,
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    "text": "Ich bin viel verlässlicher, weniger erratisch."
  },
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    "end": 1652.02,
    "text": "werde was aufbauen."
  },
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    "start": 1652.08,
    "end": 1657.66,
    "text": "Ich bin ein Aufbauer, Trump ist ein Zerstörer und in dieser Symbiose ergänzen wir uns."
  },
  {
    "start": 1658.14,
    "end": 1661.28,
    "text": "Trump, der ihm das beseitigt, ich der Institutionen aufbaut."
  },
  {
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    "end": 1667.18,
    "text": "Und es ist eher auf die Nachfolge ausgelegt als quasi als das alter Ego zur gleichen Zeit."
  },
  {
    "start": 1667.44,
    "end": 1670.06,
    "text": "Der zuständig ist, dass er mit den christlichen Gruppen spricht."
  },
  {
    "start": 1670.1,
    "end": 1674.06,
    "text": "Der Pence war immer ein Übersetzer, der Trumpschen Politik für die christliche Rechte."
  },
  {
    "start": 1674.4,
    "end": 1679.14,
    "text": "Trump braucht keine Übersetze, er ist sein eigener Übersetzer und da braucht doch niemanden mehr Fragen."
  },
  {
    "start": 1679.7,
    "end": 1691.44,
    "text": "Weil Sie jetzt schon mehrfach gesagt haben, dass JD Vans quasi diese logische Nachfolge ist, die dann quasi das aufbaut, nachdem Donald Trump es zertrümmert hat, was mich in dieser ganzen Thematik auch interessieren würde ist."
  },
  {
    "start": 1691.9,
    "end": 1695.4,
    "text": "Will Donald Trump überhaupt als Jerry Vance quasi der ist ja ihm beerbt?"
  },
  {
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    "end": 1696.66,
    "text": "Hat er da was mitzureden?"
  },
  {
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    "end": 1698.12,
    "text": "Hat er sich dazu schon mal geäußert?"
  },
  {
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    "end": 1702.02,
    "text": "Ich glaube er hat es mal angedeutet, aber ganz konkret ist er ja noch nicht geworden meines Wissens nach."
  },
  {
    "start": 1702.26,
    "end": 1707.92,
    "text": "Richtig, also ich will auch ganz klar sagen, also ich würde sagen, Jerry Vance glaubt, dass er den Nachfragen von Donald Trump ist."
  },
  {
    "start": 1708.1,
    "end": 1713.68,
    "text": "Ich bin mir nicht sicher, ob Jerry Vance das sein wird und ich bin mir auch nicht sicher, ob Donald Trump sich sicher ist."
  },
  {
    "start": 1713.76,
    "end": 1717.12,
    "text": "Ich bin mir auch nicht sicher, ob Donald Trump nicht noch eine dritte Amtszeit anhängen möchte."
  },
  {
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    "end": 1719.82,
    "text": "Also das ist alles noch in den Sternen natürlich."
  },
  {
    "start": 1720.58,
    "end": 1724.26,
    "text": "der Biologie, den wir auch Donald Trump nicht wegwünschen können."
  },
  {
    "start": 1724.84,
    "end": 1731.2,
    "text": "Und JD Vance ist sicher extrem vorsichtig, nichts zu tun, was in irgendeiner Form Donald Trump verärgern würde."
  },
  {
    "start": 1731.86,
    "end": 1735.66,
    "text": "Und die Zukunft JD Vance ist völlig und ganz in Donald Trumps Hand."
  },
  {
    "start": 1735.92,
    "end": 1743.1,
    "text": "Ein Tweet, eine verächtliche Äußerung, ein nicht vorhandener Kniefall oder was auch immer kann das alles beenden."
  },
  {
    "start": 1743.28,
    "end": 1749.98,
    "text": "Also das ist auch jetzt ein Stall von Rivalen sozusagen dort, wo viele darauf warten, ob nicht sie dann an den Zug kämen."
  },
  {
    "start": 1750.24,
    "end": 1752.46,
    "text": "muss auch dazu sagen, ist ja auch eine Revolution."
  },
  {
    "start": 1752.9,
    "end": 1761.64,
    "text": "Eine Revolution hat immer so die Tendenz, dass man die, die radikal am Morgen sind, sind am Abend die Konservativen, weil da gibt es schon neue radikal, noch radikal als jeder."
  },
  {
    "start": 1762.0,
    "end": 1763.68,
    "text": "Das ist ja so eine sehr dynamische Bewegung."
  },
  {
    "start": 1763.96,
    "end": 1767.26,
    "text": "Bei Pence war das ja ein gutes Beispiel, der dann am Ende ja als Fahrräder galt."
  },
  {
    "start": 1767.74,
    "end": 1778.66,
    "text": "Und da ist ja diese Basisbewegung, gibt die Magerbewegung, sorgt ja auch dafür, dass hier entsprechend radikal umgegangen wird mit Leuten, die scheinbar eben das Programm nicht mittragen."
  },
  {
    "start": 1778.8,
    "end": 1786.68,
    "text": "Und das bricht auch rechte Leute, die also von der ersten Stunde mit dabei waren, wenn die jetzt als illoial empfunden wären, geht es ja dann relativ schlecht."
  },
  {
    "start": 1786.72,
    "end": 1793.06,
    "text": "Ich meine, man hat auch versucht, also Elon Musk gleich mal zu zeigen, was dir passieren wird, wenn du da vielleicht der eigene Partei gründest."
  },
  {
    "start": 1793.46,
    "end": 1812.18,
    "text": "Ich bin mir sicher, dass Ted Cruz, der ja als ein Urgestein der rechten populistischen Bewegung galt, als der sich jetzt sich äußert hat, dass man einen Jimmy Kimmel nicht entlassen solle, dass das also das Redefahrheit auch immer gelten muss, auch für die man also ablehnt, ich bin mir sicher, dass der einiges von der Bewegung zu hören bekommen hat."
  },
  {
    "start": 1812.28,
    "end": 1819.54,
    "text": "Also das ist so wie man den Bullen reitet und hat so eine eigene Dynamik und in dieser Dynamik, glaube ich, kann sich auch Donald Trump selber nicht ganz sicher sein."
  },
  {
    "start": 1820.06,
    "end": 1828.0,
    "text": "Und Donald Trump ist auch jemand, der sehr gut und sehr genau immer so die Stimmung der Basis liest und versucht sie auch danach zu orientieren."
  },
  {
    "start": 1828.46,
    "end": 1832.88,
    "text": "Also das ist natürlich eine extrem dynamische Situation, wo sich auch niemand sicher sein kann."
  },
  {
    "start": 1833.4,
    "end": 1838.12,
    "text": "Aller wenigstens jemand wie JD Vance, aber er ist natürlich außen hat, relativ gute Chancen."
  },
  {
    "start": 1838.18,
    "end": 1860.0,
    "text": "und der Unterschied zwischen Vance und anderen ist, dass Vance bereits Vizepräsident ist, ist natürlich ein Vorteil, dass Vance sehr klug ist, eine wirklich gute Ausbildung hat und Vance auch einen ideologischen Unterbau hat, der das als auch du argumentieren kann, für was es so steht, warum man so schnell den Liberalismus ablehnt und warum man den Post-Diberalismus vorzieht und warum das für die USA notwendig ist."
  },
  {
    "start": 1860.34,
    "end": 1864.76,
    "text": "Und Vance ist sicher auch die Person, die die politische Lage in Europa besser versteht."
  },
  {
    "start": 1865.52,
    "end": 1871.46,
    "text": "Ich glaube, Trump ist es wahrscheinlich relativ egal, wie es der AfD in Deutschland langfristig geht."
  },
  {
    "start": 1871.5,
    "end": 1881.5,
    "text": "Ich glaube, JD Vance ist da wesentlich interessierter daran, diese Idee des Postliberalismus nach Europa zu transportieren und entsprechende Allianz in Europa aufzubauen."
  },
  {
    "start": 1881.64,
    "end": 1886.22,
    "text": "Und ich bin mir sicher, dass Vance viel stärker als Trump die Macht der USA einsetzen würde."
  },
  {
    "start": 1886.96,
    "end": 1892.74,
    "text": "den bossdivaralen oder den inliberalen in europa zum durchbruch zu verheifen als donald trump das macht."
  },
  {
    "start": 1892.78,
    "end": 1897.74,
    "text": "donald trump ist happy ist glücklich wenn er nach wie groß bedanien eingeladen wird dann beim galadien nehmen könig?"
  },
  {
    "start": 1898.16,
    "end": 1902.3,
    "text": "ich habe das ist einem vans deutlich weniger dran gelegen als eben donald trump."
  },
  {
    "start": 1902.54,
    "end": 1911.62,
    "text": "kann man auch einmal zurück zur religionsfrage in den usa beziehungsweise zu den religiösen anhängern von donald trump oder anders gesprochen zu jenen die es nicht sind?"
  },
  {
    "start": 1912.04,
    "end": 1919.94,
    "text": "sie haben jetzt vor zu beginn die eben diese gruppen skizziert die dahinter donald trump stehen mit dem ein oder anderen Verbindungsglied untereinander."
  },
  {
    "start": 1920.3,
    "end": 1929.06,
    "text": "Aber wie sieht es denn mit religiösen, auch vielleicht christlichen Gruppierungen aus, die mit dieser Idee und mit dieser Politik von Donald Trump nichts anfangen können?"
  },
  {
    "start": 1929.48,
    "end": 1939.7,
    "text": "Ich erinnere daran, dass zur Donald Trumps Antritt eine Bischofin gesprochen hat, die in Donald Trumps Welt das Unerhörliche getan hat und ihm widersprochen hat."
  },
  {
    "start": 1940.06,
    "end": 1943.06,
    "text": "Sie ist danach auch als Nasty beispielsweise bezeichnet worden."
  },
  {
    "start": 1943.74,
    "end": 1945.3,
    "text": "Gibt es diese Kopierungen und wie groß sind die?"
  },
  {
    "start": 1945.48,
    "end": 1947.34,
    "text": "Ja natürlich, da gibt es sich die Amtskirchen."
  },
  {
    "start": 1947.44,
    "end": 1949.26,
    "text": "Ich würde auch den Babs dazuzählen."
  },
  {
    "start": 1949.36,
    "end": 1950.52,
    "text": "Der Babs hat ihr dem J.D."
  },
  {
    "start": 1950.64,
    "end": 1953.66,
    "text": "Vance noch vor seiner Babszeit öffentlich widersprochen."
  },
  {
    "start": 1953.76,
    "end": 1955.4,
    "text": "Gabst du diese berühmte Aussage von J.D."
  },
  {
    "start": 1955.52,
    "end": 1955.86,
    "text": "Vance?"
  },
  {
    "start": 1956.34,
    "end": 1963.88,
    "text": "Das natürliche, selbst Gott gewollte, sei, dass man sich zuerst um seine Familie kümmert, dann kümmert man sich um seine Community, dann kümmert man sich um seinen Staat."
  },
  {
    "start": 1964.32,
    "end": 1967.14,
    "text": "Das sind quasi diese Dreiheit, Familie, Community und Staat."
  },
  {
    "start": 1967.5,
    "end": 1971.86,
    "text": "Alles, was darüber hinausgeht, ist quasi unnatürlich und sei keine Christenpflicht."
  },
  {
    "start": 1972.58,
    "end": 1975.26,
    "text": "Der Papst, also vorher Papst wurde, hat er getweetet eben."
  },
  {
    "start": 1975.74,
    "end": 1980.28,
    "text": "Gott hat keine Hierarchie der Liebe, sondern alle Menschen sind gleich und liebt alle Menschen gleich."
  },
  {
    "start": 1980.4,
    "end": 1982.28,
    "text": "Und wir haben den Auftakt, alle Menschen gleich zu lieben."
  },
  {
    "start": 1982.32,
    "end": 1984.46,
    "text": "Also er hat hier Vans eindeutig widersprochen."
  },
  {
    "start": 1984.84,
    "end": 1987.48,
    "text": "Weiß ich ja, Vans gerade auf Augustinus, die bezieht."
  },
  {
    "start": 1987.62,
    "end": 1995.22,
    "text": "Wir haben natürlich den Liberalkatholizismus, wir haben liberale jüdische Gruppen, wir haben liberale protestantische Gruppen, die sind vor allem in Universitäten."
  },
  {
    "start": 1995.64,
    "end": 2001.64,
    "text": "Beheimatet das Problem, dass die ein bisschen haben, auch so wie in Österreich ein bisschen, dass teilweise die Jugendinnen fehlt."
  },
  {
    "start": 2001.68,
    "end": 2009.0,
    "text": "Das sind doch so Babyboumots, Spät-Babyboumots, der klassische Linkskatholizismus oder ein Art Linksel über alle Protestantismus."
  },
  {
    "start": 2009.34,
    "end": 2012.36,
    "text": "Aber der ist immer noch sehr ausgeprägt in den USA, da gibt es auch ein Netzwerk."
  },
  {
    "start": 2012.82,
    "end": 2015.62,
    "text": "Dann gibt es Momenen, die auch seinen komischen Status haben."
  },
  {
    "start": 2015.8,
    "end": 2022.32,
    "text": "Es wäre interessant, dass die Ermordung von Kirk ja in einem Staat basierte, der Momenisch dominiert ist."
  },
  {
    "start": 2022.4,
    "end": 2030.98,
    "text": "Auch der Gouverneur, der Momenia du Momenen, galt ja immer ein bisschen als die eine Sonderstellung in der republikanischen Partei, die noch eher traditionelle konservativ."
  },
  {
    "start": 2031.46,
    "end": 2038.9,
    "text": "Auch weil sie als religiösen Minderheiten sich Sorgen machen, was passiert denn, wenn die Religionsfrage zur Causa Prima wird."
  },
  {
    "start": 2039.28,
    "end": 2046.64,
    "text": "Die Momentan haben wir diese Verfolgungsgeschichte hinter sich und sind ja von der Ostküste in einem Track nach Utah übersiedelt im Jahrhundert."
  },
  {
    "start": 2047.2,
    "end": 2048.4,
    "text": "weil sie verfolgt waren."
  },
  {
    "start": 2048.48,
    "end": 2057.179,
    "text": "Also Minderheiten, auch jüdische Gruppen in den USA, denen ist ja auch bewusst, dass was dort passiert bei aller Unterstützung für Israel, kann sich ja schnell auch umdrehen."
  },
  {
    "start": 2057.26,
    "end": 2062.699,
    "text": "Also da gibt es großes Netzwerk an Gruppen, die das halt mit gemischten Gefügen sehen."
  },
  {
    "start": 2063.46,
    "end": 2070.219,
    "text": "Die Frage wird einfach sein, je weiter die Zivilgesellschaft in den USA zu der ja auch diese Gruppen gehören, je weiter die dem widerstehen können."
  },
  {
    "start": 2070.34,
    "end": 2078.52,
    "text": "Ich vermute mal, Dass der nächste Schritt sein wird, diese zivilgesellschaftlichen Organisationen abzuschaffen, dass da schon die Kräte in Vorbereitung sind."
  },
  {
    "start": 2078.58,
    "end": 2084.3,
    "text": "und wie man das nicht machen kann, ist, viele dieser Gruppen leben davon, dass sie einen Sonderstatus im Steuerrecht haben."
  },
  {
    "start": 2084.34,
    "end": 2086.3,
    "text": "Das heißt, dass sie steuerbefreit sind."
  },
  {
    "start": 2086.8,
    "end": 2090.92,
    "text": "Es oblickt aber, der Regierung zu definieren, wann du steuerbefreit bist."
  },
  {
    "start": 2091.219,
    "end": 2097.64,
    "text": "Und wenn die da plötzlich nicht mehr steuerbefreit sind, aber die anderen schon die christlichen Gruppen, dann hättest du quasi zwei unterschiedliche Gruppen."
  },
  {
    "start": 2098.1,
    "end": 2101.06,
    "text": "Und die einen hätten einfach einen enormen Nachteil, weil die dann keine Spenden."
  },
  {
    "start": 2101.1,
    "end": 2102.06,
    "text": "mehr lukrieren könnten."
  },
  {
    "start": 2102.62,
    "end": 2106.16,
    "text": "Und das könnte der Präsident ohne große Probleme wahrscheinlich entscheiden."
  },
  {
    "start": 2106.7,
    "end": 2113.2,
    "text": "Und natürlich kann man versuchen, das dann vor Gericht auszufechten, weil das dauert immer sehr lange und ich kann nicht alles... ausfechten."
  },
  {
    "start": 2113.46,
    "end": 2117.08,
    "text": "Und dann ist immer auch die Unsicherheit, ob man sich dann auch letztlich durchsetzt."
  },
  {
    "start": 2117.14,
    "end": 2119.8,
    "text": "Das heißt, das dürfte wahrscheinlich der nächste Schritt sein."
  },
  {
    "start": 2120.38,
    "end": 2122.34,
    "text": "Dann ist auch die Frage, wer wird verfolgt."
  },
  {
    "start": 2122.38,
    "end": 2124.8,
    "text": "Wie definiere ich jetzt Kritik am Präsidenten?"
  },
  {
    "start": 2124.92,
    "end": 2127.64,
    "text": "Wer zählt jetzt quasi politisch gefährlich?"
  },
  {
    "start": 2127.72,
    "end": 2129.7,
    "text": "Das kann ja auch der Präsident teilweise definieren."
  },
  {
    "start": 2130.1,
    "end": 2132.0,
    "text": "Auch das könnte man wieder bei Gerichte einklagen."
  },
  {
    "start": 2132.06,
    "end": 2134.8,
    "text": "Aber bis das so weit ist, sind ja wieder Jahre vergangen."
  },
  {
    "start": 2135.64,
    "end": 2143.0,
    "text": "Und oft werden die Dinge ja auch angedroht, weil man weiß, allein die Drohung verunsichert und man nimmt sich dann hart heraus."
  },
  {
    "start": 2143.66,
    "end": 2147.24,
    "text": "Und da sind ja auch viele Gruppen natürlich im Einwanderer-Bereich angesiedelt."
  },
  {
    "start": 2147.28,
    "end": 2151.14,
    "text": "Diese Kirchen kümmern sich ja auch im Einwanderer, sind ja auch so viele Suppenküchen dabei."
  },
  {
    "start": 2151.26,
    "end": 2164.16,
    "text": "Und auch hier sind viele Leute mal untergedaucht, einfach weil sie, auch wenn sie legale Staatsbürger sind, haben sie keinen Interesse, sich hier der Verfolgung auszusetzen oder nachweisen zu müssen, immerhin, dass sie eigentlich legal in den USA sind."
  },
  {
    "start": 2164.84,
    "end": 2165.62,
    "text": "auch immer was schief geht."
  },
  {
    "start": 2165.72,
    "end": 2171.66,
    "text": "Also das sind alles Faktoren, die momentan es sehr schwer machen, sich zu organisieren."
  },
  {
    "start": 2173.18,
    "end": 2175.72,
    "text": "muss ich sagen, hatten nicht die Rechte auch den Vorteil der Medien."
  },
  {
    "start": 2175.78,
    "end": 2186.84,
    "text": "Die etablierten Medien sind jetzt vorsichtig geworden und die anderen Medien dauert ja Donald Trump auf, so unter den Polygarern, also TikTok und Twitter und Facebook und so weiter."
  },
  {
    "start": 2186.88,
    "end": 2190.66,
    "text": "Also es ist schwierig für diese Gruppen, sich dann entsprechend auch zu organisieren."
  },
  {
    "start": 2190.72,
    "end": 2198.74,
    "text": "Also das muss man dann alles noch mit berücksichtigen und das macht zum einen Donald Trump sehr einfach hier schalten und walten zu können, wie er möchte."
  },
  {
    "start": 2199.52,
    "end": 2204.3,
    "text": "Ja, eine abschließende Frage und da würde ich gerne an meine allererste Frage anschließen."
  },
  {
    "start": 2204.94,
    "end": 2213.86,
    "text": "Denn ich habe bereits den Kollegen Karl Dömens zitiert, der schreibt da unter anderem von einer Entscheidungsschlacht gegen die Macht des Bösen."
  },
  {
    "start": 2214.22,
    "end": 2218.96,
    "text": "In der einen oder anderen Form ist bei dieser Gedenkfeier dieser Begriff immer wieder verwendet worden."
  },
  {
    "start": 2219.46,
    "end": 2221.28,
    "text": "Es ist zumindest so dargestellt worden."
  },
  {
    "start": 2221.74,
    "end": 2233.3,
    "text": "Man hat irgendwie das Gefühl und korrigieren Sie mich da gerne, dass sich diese Anhängerschaft, diese fundamentalistisch religiöse oder zumindest ein Teil davon als eine Art Gottes Krieger sehen."
  },
  {
    "start": 2233.78,
    "end": 2234.66,
    "text": "Was kommt denn da auf uns zu?"
  },
  {
    "start": 2235.06,
    "end": 2238.7,
    "text": "Ja genau, also werden auch im Scherz manchmal das Taliban bezeichnet."
  },
  {
    "start": 2238.9,
    "end": 2243.14,
    "text": "Ja klar, also das ist die Idee des Amargetens, ein Entscheidungsschlag zwischen Gut und Böse."
  },
  {
    "start": 2243.58,
    "end": 2246.64,
    "text": "Der radikale Populismus hat ein manicheisches Weltbild."
  },
  {
    "start": 2246.7,
    "end": 2251.38,
    "text": "Manicheische Weltbild heißt, es ist ein binäres Weltbild, ein gut böse Weltbild."
  },
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    "end": 2252.66,
    "text": "Und dazwischen gibt es nicht."
  },
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    "end": 2261.24,
    "text": "Das Problem, dass die ja mit der Demokratie haben, dass die Demokratie also pluralistisch ist und dass die Demokratie vorsieht, dass Interessens gegen Sätze ausgehandelt werden."
  },
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    "end": 2264.2,
    "text": "Und dem stellt ja der Populismus quasi ein binäres."
  },
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    "end": 2268.22,
    "text": "Weltbild gegenüber, in dem eben die Sachen nicht auszuhandeln sind."
  },
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    "text": "Weil Aushandeln sind ein Fauler Kompromiss, sondern du bist für mich oder gegen mich."
  },
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    "start": 2272.8,
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    "text": "Du bist dabei oder du bist nicht."
  },
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    "text": "Du bist gottlos oder bist du bei Gott."
  },
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    "start": 2277.22,
    "end": 2279.34,
    "text": "ein patriotischer Amerikaner oder bist ein Gegner."
  },
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    "end": 2284.22,
    "text": "Und in dieser Binarität spielst du alles auf diese große Entscheidung zu."
  },
  {
    "start": 2284.44,
    "end": 2286.82,
    "text": "Und das hat ja zwei große Vorteile aus sich, diese Bewegung."
  },
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    "text": "Das heißt, jeder muss sich irgendwo entscheiden."
  },
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    "end": 2289.74,
    "text": "Da gibt es ihm keine Mitte."
  },
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    "start": 2290.36,
    "end": 2295.22,
    "text": "Und im Zweifel magst du halt mit, weil sonst bist du bei der anderen Seite und hast mir Konsequenzen zu rechnen."
  },
  {
    "start": 2295.64,
    "end": 2300.72,
    "text": "Ich mein, stell dich jetzt vor, du... Du bist einfach ein normales Lebenleben, du bist irgendwo in den Medien unterwegs."
  },
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    "text": "Wenn es dann in der Mitte nichts gibt, dann musst du die feine Seite entscheiden."
  },
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    "start": 2304.68,
    "end": 2307.7,
    "text": "Und das zweite Punkt ist, es ist einfach eine Mobilisierung."
  },
  {
    "start": 2308.08,
    "end": 2318.66,
    "text": "Das heißt, ich mobilisiere meine Anhänger aufs Maximum und weiß, dass die dann auch rennen und sich bemühen und gewinne politische Entscheidungen über die Mobilisierung."
  },
  {
    "start": 2319.08,
    "end": 2330.26,
    "text": "Trump ist ja jemand, der immer die Wahlen mit der Maximierung einer Anhängerschaft, die nie mehr als dreißig Prozent waren oder einer Bevölkerung, die nie mehr als dreißig Prozent ausmacht."
  },
  {
    "start": 2330.36,
    "end": 2338.22,
    "text": "Also Donald Trump ist mit dreißig Prozent der letzte Wahl gewählt worden, allermöglichen Wähler und bei den beiden Wahlen davor mit ungefähr fünfundzwanzig, sechsundzwanzig Prozent."
  },
  {
    "start": 2338.7,
    "end": 2340.16,
    "text": "Und das hat immer wieder gut funktioniert."
  },
  {
    "start": 2340.44,
    "end": 2349.26,
    "text": "Durch die Mobilisierung einer Minderheit kann ich viel erreichen, weil ich dann davon ausgehe, dass die Mehrheit dann zu Hause bleibt oder die laue Mehrheit dann einfach zu Hause bleibt."
  },
  {
    "start": 2349.64,
    "end": 2353.32,
    "text": "Aber die, die ich erreiche, die ich die sorgen dann für die Veränderung."
  },
  {
    "start": 2353.96,
    "end": 2367.96,
    "text": "Und das Ganze ist natürlich so konstruiert, auch bei dieser Rede, die wir sagen, dass man halt sagen kann, ja, das ist eine reine symbolische Sprache, das ist natürlich nicht wörtig zu verstehen, sondern kann sich einerseits zurückziehen, wenn man da gefahrt wird, was habt ihr da jetzt vor, ist das ein Startstreich."
  },
  {
    "start": 2368.38,
    "end": 2378.38,
    "text": "Andererseits aber kommt es nicht bei bestimmten Gruppen genau aus das, was es intendiert ist, nämlich eine Art Vorbereitung einer Machtübernahme nach einer Entscheidungssituation."
  },
  {
    "start": 2378.92,
    "end": 2379.82,
    "text": "Rainer Teinisch war das."
  },
  {
    "start": 2380.04,
    "end": 2381.86,
    "text": "Vielen Dank für Ihre Erklärungen."
  },
  {
    "start": 2382.08,
    "end": 2388.64,
    "text": "Erneut den Link zur ersten Folge, wo wir alle drei Gruppen, die zu Beginn angesprochen wurden, skizziert haben."
  },
  {
    "start": 2388.7,
    "end": 2391.24,
    "text": "Die haben wir an dieser Stelle auch in die Show nutzt."
  },
  {
    "start": 2391.28,
    "end": 2392.18,
    "text": "Dann können Sie es hier nachhören."
  },
  {
    "start": 2392.98,
    "end": 2393.84,
    "text": "Beste Grüße nach Salzburg."
  },
  {
    "start": 2393.9,
    "end": 2394.24,
    "text": "Vielen Dank."
  },
  {
    "start": 2394.82,
    "end": 2395.18,
    "text": "Dankeschön."
  },
  {
    "start": 2397.84,
    "end": 2407.26,
    "text": "Und wenn Ihnen diese Folge gefallen hat und Sie die kritische und unabhängige Berichterstattung des Standards unterstützen möchten, dann geht das als Abonnentin oder mit einem einmaligen Unterstützungsbeitrag schon ab drei Euro."
  },
  {
    "start": 2407.82,
    "end": 2409.9,
    "text": "Alle Infos unter abo.derstandard.at."
  },
  {
    "start": 2410.3,
    "end": 2413.38,
    "text": "Alles weitere zum aktuellen Weltgeschehen finden Sie wie immer auf der Standard.at."
  },
  {
    "start": 2414.04,
    "end": 2417.02,
    "text": "Feedback oder Themenvorschläge schicken Sie uns gerne an podcast.at."
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    "start": 2418.84,
    "end": 2419.9,
    "text": "Ich bin Daniel Retschitz-Ecker."
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    "start": 2420.2,
    "end": 2420.98,
    "text": "Vielen Dank fürs Zuhören."
  },
  {
    "start": 2421.02,
    "end": 2430.22,
    "text": "Bis zum nächsten Mal."
  }
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