[
  {
    "start": 0.0,
    "end": 5.72,
    "text": "In der deutschen Hauptstadt Berlin soll heute wieder so etwas wie Normalität einkehren."
  },
  {
    "start": 6.34,
    "end": 14.979,
    "text": "Ein terroristischer Anschlag hatte die Stromversorgung in vielen Teilen der Stadt für mehrere Tage ausfallen lassen und die Bevölkerung ist im Dunkeln gesessen."
  },
  {
    "start": 15.78,
    "end": 19.58,
    "text": "Inzwischen ist die Versorgung wiederhergestellt, doch die Verunsicherung bleibt."
  },
  {
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    "end": 28.66,
    "text": "Wer hinter dem Anschlag stecken könnte, wie es den Angreifern gelungen ist und wie gefährdet große Städte vor solchen Angriffen sind, das besprechen wir heute."
  },
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    "end": 33.38,
    "text": "Ich bin Daniel Retschitzacker, das ist Thema des Tages, der Nachrichten Podcast vom Standard."
  },
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    "end": 41.56,
    "text": "Birgit Bauman ist heute hier Deutschland-Korrespondentin für den Standard aus Berlin zugeschaltet."
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    "start": 41.66,
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    "text": "Grüß dich, Birgit."
  },
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    "text": "Guten Morgen."
  },
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    "text": "Ja, hallo."
  },
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    "end": 44.22,
    "text": "Guten Morgen."
  },
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    "text": "Birgit, wie ist denn die Lage aktuell bei dir in Berlin?"
  },
  {
    "start": 48.46,
    "end": 51.08,
    "text": "Wir nehmen auf am frühen Donnerstagvormittag."
  },
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    "end": 52.6,
    "text": "Haben denn inzwischen alle wieder Strom?"
  },
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    "end": 52.9,
    "text": "Ja,"
  },
  {
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    "end": 57.24,
    "text": "ich glaube, das ist die wichtigste Nachricht und die hat es ja schon gestern am Mittwoch gegeben."
  },
  {
    "start": 57.42,
    "end": 58.42,
    "text": "Es gibt wieder Strom."
  },
  {
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    "end": 61.3,
    "text": "Alle haben Strom und der Blackout ist vorbei."
  },
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    "text": "Wie groß waren denn dieser Blackout tatsächlich?"
  },
  {
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    "end": 67.06,
    "text": "Wie viele Häuser, Gegenden, Regionen etc."
  },
  {
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    "end": 68.7,
    "text": "waren denn tatsächlich betroffen?"
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  {
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    "end": 74.22,
    "text": "Also es war wirklich massiv und das war der größte und längste Blackout seit dem zweiten Weltkrieg."
  },
  {
    "start": 74.42,
    "end": 74.94,
    "text": "in Berlin."
  },
  {
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    "end": 89.02,
    "text": "begonnen hat er am Samstag, also am dritten Jänner in der Früh, da sind die Leute aufgewacht und haben gemerkt, sie haben keine Strom und das Ende war dann eben wie schon erwähnt gestern am Mittwoch, ja am Vormittag ist das dann wieder alles angelaufen."
  },
  {
    "start": 89.32,
    "end": 92.72,
    "text": "Ja und in diesen Tagen dazwischen war es heiß, kalt und dunkel."
  },
  {
    "start": 93.02,
    "end": 102.36,
    "text": "betroffen, war der Südwesten in Berlin, das ist der Bezirk Steglitz-Zählendorf, also bekannt ist dort etwa der Teil Wannsee, den kennt man ja vom gleichnamigen Wannsee."
  },
  {
    "start": 103.16,
    "end": 113.32,
    "text": "Und es hat zunächst so ausgeschaut, dass am Samstag in der Früh, forty-fünfentausend Haushalte und zwei tausend zweihundert Unternehmen keinen Strom hatten, also wirklich eine ganze Menge."
  },
  {
    "start": 113.68,
    "end": 119.94,
    "text": "Und es lag ja nicht nur am fehlenden Strom, es gab auch keine Hälzungen, kein Warmwasser, kein Internet, keinen Händeempfang."
  },
  {
    "start": 120.62,
    "end": 124.08,
    "text": "Betroffen waren insgesamt, sagt man, hunderttausend Personen."
  },
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    "start": 124.26,
    "end": 126.68,
    "text": "Es wurde dann in lauf der Zeit besser."
  },
  {
    "start": 126.76,
    "end": 133.96,
    "text": "Also am vierten Tag waren noch, zwanzigtausend, fünfhundert Haushalte ungefähr betroffen und tausend, zweihundert Geschäfte."
  },
  {
    "start": 134.18,
    "end": 138.98,
    "text": "Wir sprechen gleich über die möglichen Täter hinter diesem Blackout."
  },
  {
    "start": 139.24,
    "end": 142.96,
    "text": "Das ist ja wahrscheinlich... Ein Punkt, der sehr viele Herren und Hörer interessieren wird."
  },
  {
    "start": 143.48,
    "end": 146.04,
    "text": "Zuerst würde mich aber noch das Wie interessieren."
  },
  {
    "start": 146.44,
    "end": 147.78,
    "text": "Wie haben die denn das angestellt?"
  },
  {
    "start": 148.04,
    "end": 156.22,
    "text": "Also das Ganze passierte auf einer Kabelbrücke, die über den Telto-Kanal im Süden von Berlin eben zum Kraftwerk Lichterfelde führt."
  },
  {
    "start": 156.76,
    "end": 159.84,
    "text": "Und dieser Anschlag wurde auf die Kabel dort verübt."
  },
  {
    "start": 159.94,
    "end": 167.94,
    "text": "Und das Resultat waren dann fünf zerstörte Hochspannungskabel und zehn unterbrochene sogenannte Mito-Spannungskabel."
  },
  {
    "start": 168.54,
    "end": 181.02,
    "text": "Wie das hat Franziska Giffey so beschrieben, sie ist bekannt, sie war früher mal Bürgermeisterin, ein Sozialdemokratin, jetzt ist sie Wirtschaftszenaturin und auch für die Energie zuständig und sie hat so beschrieben, mich zitieren."
  },
  {
    "start": 181.82,
    "end": 185.72,
    "text": "Wir haben direkt unter den Kabeln platzierte Brandsätze gefunden."
  },
  {
    "start": 186.1,
    "end": 195.1,
    "text": "Die Kraft, mit der eine kontinuierliche Hitzeentwicklung und ein kontinuierlicher Brand erfolgt ist, war größer als die Kraft, die eine Kugelbombe hätte auslesen können."
  },
  {
    "start": 195.42,
    "end": 197.9,
    "text": "Also das muss also sehr massiv gewesen sein."
  },
  {
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    "end": 202.92,
    "text": "Und sie hat auch gesagt, eine Kugelbombe allerdings hätte den Leitungen nichts anhaben können."
  },
  {
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    "end": 206.18,
    "text": "Aber es war eben diese Hitzeentwicklung durch den Brand."
  },
  {
    "start": 206.52,
    "end": 210.94,
    "text": "Was sagen denn die Berlinerinnen und Berliner jetzt, nachdem der Strom wieder da ist?"
  },
  {
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    "end": 212.42,
    "text": "eigentlich zu dieser ganzen Sache."
  },
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    "end": 215.64,
    "text": "Ich kann mir mal vorstellen, wenn so was im Winter passiert, was wir es angesprochen haben."
  },
  {
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    "end": 217.6,
    "text": "Es ist wahnsinnig kalt, doch bunt hier in Österreich."
  },
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    "text": "Die Verunsicherung muss ziemlich groß sein."
  },
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    "text": "Ja, da war natürlich alles dabei an Emotionen."
  },
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    "text": "Also natürlich Entsetzen, wie sowas passieren kann, auch erstaunen."
  },
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    "text": "Oder manche haben sich irgendwie an den Kopf gefasst."
  },
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    "end": 234.2,
    "text": "Man darf aber nicht vergessen, viele hatten auch sehr viel Sorge um kranke Angehörige."
  },
  {
    "start": 234.34,
    "end": 236.5,
    "text": "Also man darf nicht vergessen, was da alles dran hängt."
  },
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    "start": 236.9,
    "end": 242.3,
    "text": "Zum Beispiel mussten also dreizehn totkranke Menschen aus einem Hospiz aufwendig verlegt werden."
  },
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    "text": "Und man kann sich vorstellen, was das für diese Menschen bedeutet hat."
  },
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    "end": 250.12,
    "text": "weiter Schulen, Kindergärten sind geschlossen geblieben."
  },
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    "text": "Es hat allerdings eine Notbetreuung gegeben."
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    "end": 254.98,
    "text": "Geschäfte sowieso, keine Gaststätten."
  },
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    "end": 257.5,
    "text": "Es sind allerdings Wärmestuben eingerichtet worden."
  },
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    "end": 261.959,
    "text": "Und am Rathaus Wansee hat die Bundeswehr auch Essen ausgegeben."
  },
  {
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    "end": 266.059,
    "text": "Eine der Notenmaßnahmen war also das drei nahegelegene Schwimmbäder."
  },
  {
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    "end": 271.64,
    "text": "Da im Südwesten in Berlin haben dann rund um die Uhr geöffnet, dass die Menschen zumindest duschen konnten."
  },
  {
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    "text": "Das war auch dann kostenlos möglich."
  },
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    "end": 276.9,
    "text": "Und wieder schon gesagt, das war nicht nur kalt, sondern auch Dunkel."
  },
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    "text": "erstens sowieso, weil Herr Kraut Winter ist und die Sonne sehr früh untergeht."
  },
  {
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    "text": "Aber viele saßen auch deshalb im Dunkeln, weil sie also elektrische Chalusien haben und die konnten dann einfach nicht hochfahren."
  },
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    "end": 294.559,
    "text": "Und viele wollten allerdings bleiben in ihren Häusern, weil natürlich auch die Alarmanlagen nicht mehr funktioniert hatten."
  },
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    "end": 299.359,
    "text": "Und also da im Südwesten gibt es ja viele Willen, das ist eine ehereichere Gegend auf dieses Thema."
  },
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    "text": "Kommen wir nachher noch zu sprechen."
  },
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    "end": 308.619,
    "text": "Und die hatten Angst vor Blünderungen und die Polizei hat tatsächlich dann auch gesagt, dass sie halt verschm- Stärkteinbruchsversuche registrieren in dieser Zeit."
  },
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    "end": 320.219,
    "text": "Das heißt aber auch, wir hatten diese absurde Situation in Berlin, dass es auf einer Straße keinen Strom gab, weil es noch in diesem betroffenen Gebiet war und auf der anderen Straßenseite, womöglich ist das ganze normale Leben abgelaufen."
  },
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    "text": "Oder wie können wir uns das vorstellen?"
  },
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    "text": "Ja,"
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    "text": "genau so war es."
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    "end": 332.28,
    "text": "Ich meine, das war fast schon originell, wenn man das überhaupt zu sagen kann, dass man wirklich, also man geht um die Ecke, hundert Meter und dann war von dem Ganzen gar nichts mehr zu merken."
  },
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    "end": 334.88,
    "text": "Das ist wirklich eigentlich eine unvorstellbare Situation."
  },
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    "text": "Ja, ziemlich, ja."
  },
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    "end": 346.26,
    "text": "Wenn wir noch einmal auf diesen Anschlag zurückkommen, du hast erzählt, dieser Brandsatz hat extreme Temperaturen ausgelöst und dann war das Ganze quasi kaputt und der Strom ist ausgefallen."
  },
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    "text": "Wie klingt das, so wie du das jetzt erzählt hast vorher?"
  },
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    "end": 352.419,
    "text": "Das spurt so leicht, ist mal leicht."
  },
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    "text": "Zu schlecht geschützt in Berlin?"
  },
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    "end": 356.5,
    "text": "oder warum konnte diese Kopierung das einfach so einfach durchziehen?"
  },
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    "start": 356.7,
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    "text": "Das"
  },
  {
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    "end": 359.64,
    "text": "ist natürlich eine Frage, die jetzt sehr heiß diskutiert wird."
  },
  {
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    "end": 363.46,
    "text": "Und na ja, also offenbar war der Schutz nicht ausreichend genug."
  },
  {
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    "end": 372.38,
    "text": "Man muss aber auch dazu sagen, dass sehr viele Experten und Expertinnen, die sich jetzt zu Wort gemeldet haben, sagen, es gibt keinen hundertprozentigen Schutz bei der Infrastruktur."
  },
  {
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    "end": 376.239,
    "text": "Das betrifft ja nicht nur den Strom, auch Straßenschienen, Wasserwege."
  },
  {
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    "end": 379.659,
    "text": "Und das betrifft auch nicht nur Berlin, sondern ganz Deutschland."
  },
  {
    "start": 379.82,
    "end": 387.059,
    "text": "Und zum Beispiel beim Strom ist es so, Hundertprozentigen Schutz kann schon nicht geben, weil die Stromnetzpläne, die sind öffentlich zugänglich."
  },
  {
    "start": 387.44,
    "end": 394.919,
    "text": "Und wer dann also durch Berlin geht oder durch eine andere Stadt, der sieht ja auch, wo Stromtrassen verlaufen, Umspannwerke sind, zu sehen, die Leitungen."
  },
  {
    "start": 395.58,
    "end": 403.58,
    "text": "Und ja, also das ist dann nicht sehr schwierig, wenn man sich dafür interessiert, dass man da ein bisschen recherchiert und rausfindet, wo sind denn da empfindliche Knotenpunkte."
  },
  {
    "start": 403.9,
    "end": 410.859,
    "text": "Es gab also auch konkrete Kritik oder es gab sozusagen Vorstärke für Verbesserungen, zum Beispiel von Manuel Adtuck."
  },
  {
    "start": 411.4,
    "end": 421.539,
    "text": "Sicherheitsexperte und der Gründer und Sprecher der Arbeitsgruppe kritischer Infrastruktur, die wird AG-Kritis abgekürzt und der berät auch die Bundesregierung, die Deutsche."
  },
  {
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    "end": 431.78,
    "text": "Und der sagte dem Nachrichtenportal TeeOnline, dass der Fokus sollte weniger auf die Sicherung dieser einzelnen Knotenpunkte liegen, sondern auf der Reaktionsfähigkeit."
  },
  {
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    "end": 440.119,
    "text": "Also er meint, man müsste einfach Leider davon ausgehen, dass kritische Knotenpunkte zerstört werden können, aus den verschiedensten Gründen."
  },
  {
    "start": 440.479,
    "end": 445.479,
    "text": "Entscheidend sei aber die Frage, wie schnell werde dann nachher der Betrieb wieder hergestellt."
  },
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    "end": 449.88,
    "text": "Und darauf sollte man die Maßnahmen ausrichten und das müsse verbessert werden."
  },
  {
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    "end": 455.58,
    "text": "Dann gibt es noch den Bekannt-Energie-Experten Kai Strons von der Technischen Universität in Berlin."
  },
  {
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    "end": 460.479,
    "text": "Und der hat gemeint, zum Spiegel ist Fehler an der sogenannten Redundanz."
  },
  {
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    "end": 463.78,
    "text": "Das heißt, es gibt keine alternativen Leitungen während."
  },
  {
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    "end": 467.9,
    "text": "handen gewesen, dann hätte sich das Gebiet weiter versorgen lassen."
  },
  {
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    "end": 475.84,
    "text": "Denn dann hätte der Betrieb auch weiterlaufen können, wenn ein Transformator oder eine Leitung oder einen Kraftwerk ausfällt."
  },
  {
    "start": 476.219,
    "end": 482.0,
    "text": "Aber es ist sehr teuer, das sozusagen aufzurüsten und das ist eine Entscheidung, die die Politik eben treffen müsste."
  },
  {
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    "text": "Das führt mich gleich zu meiner nächsten Frage."
  },
  {
    "start": 483.979,
    "end": 486.299,
    "text": "Du hast diese Rettundanz schon angesprochen."
  },
  {
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    "end": 495.5,
    "text": "Man stellt sich irgendwie vor, ein so ein Gebiet fällt aus und nach kürzester Zeit übernimmt quasi der Nachbarort und versorgt so lange mit, bis das Problem behoben ist."
  },
  {
    "start": 495.919,
    "end": 499.64,
    "text": "Das scheint aber, wie gesagt, wie du es beschrieben hast, nicht funktioniert zu haben bzw."
  },
  {
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    "end": 502.78,
    "text": "die Voraussetzungen scheinen dann nicht da gewesen zu sein."
  },
  {
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    "end": 507.58,
    "text": "Ist das auch der Grund, warum es so lange gedauert hat, bis wieder der Strom geflossen ist?"
  },
  {
    "start": 507.84,
    "end": 507.9,
    "text": "Ja,"
  },
  {
    "start": 508.039,
    "end": 519.059,
    "text": "wie du dir vorstellen kannst, ist es natürlich auch ein Thema, über das jetzt gesprochen wird und in Berlin sind jetzt, glaube ich, alle schon ein bisschen Kabel-Expertinnen und Experten, weil jeder wissen möchte, warum das... lange gedauert hat."
  },
  {
    "start": 519.559,
    "end": 525.459,
    "text": "Man fliegt ins Weltall, alles kein Problem, aber die Berlinerinnen und Berliner sitzen tagelang im Dunkeln und im Kalten."
  },
  {
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    "end": 534.74,
    "text": "Und ein Sprecher von Stromnetz Berlin hat das so erklärt, also es mussten zwei Leitungen, die bisher nicht miteinander verbunden waren, zusammengeführt werden."
  },
  {
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    "end": 542.86,
    "text": "Und das ist sehr kompliziert, weil zwei verschiedene Kabeltechnologien da im Einsatz sind, und zwar ein Kunststoffkabel und ein Ölkabel."
  },
  {
    "start": 543.24,
    "end": 547.4,
    "text": "Und zudem braucht es für diese Verbindungen dieser beiden Technologien."
  },
  {
    "start": 547.48,
    "end": 557.26,
    "text": "auch noch speziell ausgebildeten Experten, eine rund vierzehn Meter lange tiefe Baugrube und die Umgebung soll möglichst staubfrei sein und es sollte Plusgrade geben."
  },
  {
    "start": 557.5,
    "end": 568.68,
    "text": "Die haben wir jetzt eben gerade nicht in Berlin, wie auch in Wien nicht und da mussten dann Zelte um die Baugrube aufgestellt werden und die hat man beheizt und dann wurde natürlich unter Hochdruck gearbeitet."
  },
  {
    "start": 568.78,
    "end": 579.439,
    "text": "Die Wirtschaftsenatur in Giffey meinte eigentlich hätte man fünf Wochen gebraucht und Dann hieß es fünf Tage und dann war es eh schon einen Tag früher, also eigentlich ist es dann eh ganz okay gewesen."
  },
  {
    "start": 579.939,
    "end": 586.54,
    "text": "Und übrigens, das wollte ich auch noch sagen, also geholfen hat auch ein Unternehmen, das heißt ETN, Energie- und Telekomnetze."
  },
  {
    "start": 586.959,
    "end": 594.42,
    "text": "Und das ist aus Spillern nördlich von Wien, also die sind ganz spontan noch bei Linke fahren und haben auch geholfen und haben das dann so beschrieben."
  },
  {
    "start": 594.9,
    "end": 604.3,
    "text": "Ich zitiere mal, was wir machen, ist vergleichbar damit, wenn zwei Adern von einer Steckdose mit einer Blockgämme verbunden werden, nur in vielen viel größer."
  },
  {
    "start": 604.64,
    "end": 608.459,
    "text": "Klingt eigentlich ganz einfach, aber die Dimension ist natürlich eine ganz andere."
  },
  {
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    "end": 614.339,
    "text": "Vielleicht in dieser Stelle auch noch mal positiv hervorgestrichen, die internationale Hilfe, die da auch geleistet worden ist."
  },
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    "text": "Das sieht man ja bei solchen Zwischenfällen in Europa immer wieder."
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    "text": "Ich erinnere daran, dass bei dem fürchterlichen Brand in der Schweiz Anfang des Jahres ja auch sofort Krankenhäuser aus ganz Europa eingesprungen sind."
  },
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    "text": "Also das immer, das erwärmt einen auch in solchen Zeiten immer wieder ein bisschen."
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    "text": "Ich gebe es immerhin."
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    "text": "bei uns."
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    "text": "Kann"
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    "text": "man mal erwähnen, völlig richtig."
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    "text": "Jetzt kommen wir zur Gruppe hinter diesem Anschlag."
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    "text": "Es gab ja bereits sehr früh ein Bekennerschreiben."
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    "text": "Wer soll denn jetzt tatsächlich dahinter stecken?"
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    "end": 682.0,
    "text": "Das ist alles ein bisschen rätselhaft und man weiß es natürlich noch nicht genau, aber bekannt hat sich recht schnell die sogenannte Vulkangruppe, die kommt aus dem Linksextremen Spektrum und soll sich, man weiß ja nichts genaueres, es ist nicht wirklich belegbar, solche hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir hier so, dass wir in Grünheide angegriffen haben."
  },
  {
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    "text": "Es ist auch in Brandenburg und liegt also in fünfzig Kilometer ungefähr von Berlin entfernt."
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    "end": 693.839,
    "text": "Diese Vulkankruppe hat in ihrem Schreiben auch Täterwissen preisgegeben und hat dadurch einige Details geschildert."
  },
  {
    "start": 694.24,
    "end": 701.1,
    "text": "Zum Beispiel schreibt sie, wir haben die angeschmorten Tabelstränge mit herumliegenden Stahlstangen zusätzlich kurz geschlossen."
  },
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    "start": 701.74,
    "end": 706.98,
    "text": "Ich breite es einfach mal vor, es weiß niemand, ob es stimmt, aber ja, es ist das, was vorliegt."
  },
  {
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    "end": 716.62,
    "text": "Und ja, dann haben sie auch noch geschrieben, unter der Kabelbrücke befanden sich um die vierundsechzig Rohre, die zu einem großen Teil mit Starkstromkabeln belegt waren."
  },
  {
    "start": 717.06,
    "end": 722.439,
    "text": "Mit vier Baustellenspießen haben wir diese miteinander verbunden, um einen Kurzschluss zu gewährleisten."
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    "text": "Das heißt, die Gruppe hat in ihrem Bekennterschreiben so viel Wissen verraten, dass man davon ausgeht, dass sie es waren."
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    "text": "Verstich dich da richtig?"
  },
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    "text": "Ja, die Polizei geht auch davon aus, dass es authentisch ist."
  },
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    "text": "Weiß man denn über die Ideologie dieser Gruppe, was treibt diese Menschen dazu?"
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  {
    "start": 740.64,
    "end": 744.76,
    "text": "oder beziehungsweise welche Rechtfertigung haben sie sich parat gelegt, um so etwas zu machen?"
  },
  {
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    "text": "Ja genau, warum das Ganze?"
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    "end": 754.4,
    "text": "Also diese Gruppe kritisiert, ich zitiere, die Gier nach Energie und nennt diesen Anschlag eine gemeinwohl orientierte Aktion."
  },
  {
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    "end": 764.1,
    "text": "Also diese Vulkangruppe hat dann auch Bezug darauf genommen, dass diese betroffenen Stadtteile, also wann sie zählen darf, Nikola See, dass das wohlhabende Stadtteile sind."
  },
  {
    "start": 764.72,
    "end": 770.88,
    "text": "Und sie sagt auch, Dromausfälle waren nicht die in der Aktion, sondern die fossile Energiewirtschaft."
  },
  {
    "start": 771.22,
    "end": 780.88,
    "text": "Bei den weniger wohlhabenden Menschen in dem Südwesten Berlins entschuldigen wir uns, bei den vielen Besitzern von Willen in diesem Stadtteil hält sich unsere Mitglied in Grenzen."
  },
  {
    "start": 781.319,
    "end": 786.04,
    "text": "Das klingt, ich verwende jetzt einfach diesen banalen Begriff, das klingt ein bisschen nach Ökoterrorismus."
  },
  {
    "start": 786.64,
    "end": 788.56,
    "text": "Ja, ich glaube, das kommen schon so sagen."
  },
  {
    "start": 789.74,
    "end": 801.72,
    "text": "Es gibt aber auch durchaus Zweifel oder ob wirklich diese sogenannte Vulkangruppe dahinter steckt, denn ich habe das auch wie viele andere in Österreich in den Medien mitverfolgt und das war ja ein bisschen hin und her, wer es denn tatsächlich gewesen sei."
  },
  {
    "start": 802.0,
    "end": 816.079,
    "text": "Genauso war es, also recht schnell nach diesen Bekenner schreiben tauchten dann aber auch Spekulationen auf, dass in Wirklichkeit Russland und ausländische Geheimdienste hinter diesem Anschlag stecken, einfach um Verunsicherung und Zwidrach zu sehen."
  },
  {
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    "end": 838.36,
    "text": "Das wurde auch vom recht bekannten CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter unterstützt, diese Theorie, der hat nämlich zur Tageszeitung die Welt gesagt, dass eine Sprachanalyse gezeigt habe, dass die Rückübersetzungs- ins Russische dieses Textes, also das bekenne ich schreiben, eine sehr viel bessere Sprache als dieses Zitat holprige Deutsch ergebe."
  },
  {
    "start": 838.939,
    "end": 847.64,
    "text": "Und Roderich Kiesewetter sagt dann, also der Linksextremismus kann entweder nicht richtig Deutsch oder er lässt sich Vorschreiben, was er sagen soll."
  },
  {
    "start": 847.76,
    "end": 849.74,
    "text": "Natürlich eine Anspielung auf Russland."
  },
  {
    "start": 850.02,
    "end": 855.339,
    "text": "Und dann gibt es noch die Expertin für KI, Andrea Schlüter, die sich mit Sprache beschäftigt."
  },
  {
    "start": 855.48,
    "end": 864.16,
    "text": "Und die hat auch bei Pluskai geschrieben, sie sei sich bei einigen Formulierungen ziemlich sicher, dass sie nicht originär im Deutschen verfasst wurden."
  },
  {
    "start": 864.5,
    "end": 870.48,
    "text": "Aber die deutschen Sicherheitsbehörden widersprechen diese Terrie und sagen, sei dieser Vulkankruppe zuzuschreiben."
  },
  {
    "start": 870.78,
    "end": 875.26,
    "text": "Und jetzt wird es also irgendwie fast schon originell mit dieser Russland Theorie ist."
  },
  {
    "start": 875.339,
    "end": 884.86,
    "text": "auch die Volkangruppe nicht einverstanden, denn sie hat sie jetzt ein zweites Mal gemeldet und das war ein Mittwoch gestern und hat noch einmal ein Statement veröffentlicht."
  },
  {
    "start": 884.92,
    "end": 898.26,
    "text": "Der Titel lautete den Herrschenden den Saftabdrehen, Richtigstellung und schreibt darin, dass Menschen hier vor Ort in der Lage sind, Infrastruktur anzugreifen, passt nichts ins Sicherheitsnarrativ von Politik und Behörden."
  },
  {
    "start": 898.74,
    "end": 900.839,
    "text": "Also wird ein äußerer Feind konstruiert."
  },
  {
    "start": 901.0,
    "end": 902.3,
    "text": "Das ist also Russland damit gemeint."
  },
  {
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    "end": 906.64,
    "text": "Das ist bequem, entlastet und verschiebt die Debatte."
  },
  {
    "start": 907.04,
    "end": 917.06,
    "text": "Und die Gruppe hat auch noch betont, dass sich dieser Anschlag, ich zitiere, gegen eine Infrastruktur, die täglich Menschen, Umwelt und Zukunft zerstört, richten soll."
  },
  {
    "start": 917.579,
    "end": 926.839,
    "text": "Und sie schreibt weiter, wer fossile Großanlagen betreibt, entscheidet sich aktiv für Klimazerstörung, für Kriege, um Ressourcen und für soziale Ungerechtigkeit."
  },
  {
    "start": 927.66,
    "end": 934.88,
    "text": "Ja, ich glaube, das ist mittlerweile auch bekannt, dass die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen hat und das jetzt auf dieser Ebene verfolgt wird."
  },
  {
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    "end": 944.319,
    "text": "So, und jetzt sind wir immer noch nicht fertig mit den Bekennerschreiben, weil, um die Verwirrung zu kompletieren, ist dann am gestrigen Mittwoch noch ein Bekennerschreiben aufgetaucht."
  },
  {
    "start": 944.66,
    "end": 951.42,
    "text": "Und zwar, das ist jetzt wieder eine Vulkangruppe, angeblich die ursprüngliche aus dem Jahr two-tausend-elf."
  },
  {
    "start": 951.459,
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    "text": "Die wiederum hat sich jetzt von diesem Anschlag distanziert."
  },
  {
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    "end": 964.64,
    "text": "In Ihrem Schreiben heißt es Unsere Interventionen richteten sich gegen Kriegspolitik, nicht gegen gesellschaftliche Grundversorgung, nicht gegen Menschen im Alltag."
  },
  {
    "start": 964.959,
    "end": 968.64,
    "text": "Also ich glaube, das wird noch einige Zeit dauern, bis man da den Durchblick hat."
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    "text": "Lass uns das noch einmal kurz zusammenfassen, um versuchen das wirklich zu verstehen."
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    "text": "Es gab diesen Blackout nach diesem Anschlag."
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    "end": 992.28,
    "text": "die Vulkangruppe A, nenne ich sie jetzt einfach einmal, der gegangen und hat ein Bekennerschreiben veröffentlicht, woraufhin die Behörden gesagt haben, ja, das schaut authentisch aus, woraufhin einige Experten wiederum gesagt haben, na ja, vielleicht steckt doch jemand anderes dahinter."
  },
  {
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    "end": 999.579,
    "text": "so ganz richtig, kommt uns das nicht vor, woraufhin diese Vulkangruppe A erneut gesagt hat, doch, doch, das waren sehr wohl wir."
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    "end": 1002.6,
    "text": "und dann hat eine andere Vulkangruppe gesagt, das waren nicht wir."
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    "end": 1010.1,
    "text": "Du hast es perfekt zusammengefasst, aber man muss es so stehen lassen."
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    "text": "Aber genauso ist es richtig zusammengefasst."
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    "end": 1015.42,
    "text": "Okay, das ist wirklich sehr skurril."
  },
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    "end": 1016.8,
    "text": "Es ist wirklich skurril."
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    "end": 1020.5,
    "text": "Wie schaut es denn aus mit den möglichen Personen dahinter?"
  },
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    "end": 1024.4,
    "text": "Wenn du gesagt hast, die Ermittlungen sind aufgenommen worden, hat man da schon eine Spur."
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    "end": 1029.379,
    "text": "Ich meine, es wird wahrscheinlich nicht zu viel verraten, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, aber geht man davon aus, dass man die schnappen wird?"
  },
  {
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    "end": 1036.579,
    "text": "Also die deutschen Sicherheitsbehörden sind ja da sehr zurückhaltend, aber andererseits, also deutsche Leitmedien sind da immer ganz gut dahinter."
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    "text": "Und ich muss sagen, zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir noch nichts."
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    "text": "Also niemand hat noch irgendwelche Kenntnisse."
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    "end": 1048.44,
    "text": "Und ja, also die Vulkangruppe, die... agiert sehr im Dunkeln."
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    "text": "Natürlich mit dem ernsten Hintergrund, dass da sehr viele Menschen sehr lange oder Strom gewesen sind."
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    "end": 1071.28,
    "text": "Die möglichen Täter werden wohl gerade ermittelt und nach ihnen wird gefandert, auch wenn wir noch nicht sehr viel darüber wissen."
  },
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    "text": "Aber was sind denn die Lehren aus diesem Vorfall, damit so etwas in Zukunft vielleicht nicht mehr so einfach passieren kann?"
  },
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    "end": 1084.18,
    "text": "Ja, dazu hat also die Wirtschaftssenatur in Franziska Giffey, die ja, wie erwähnt, auch für die Energie zuständig ist, was gesagt."
  },
  {
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    "end": 1098.08,
    "text": "Und zwar, sie hat darauf verwiesen, dass nur ein Prozent des Berliner Stromnetzes, das insgesamt für rund dreißigtausend Kilometer lang ist, über der Erde liegt, also der Rest ist ohnehin schon unter der Erde und von diesem ein Prozent... werden."
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    "end": 1120.2,
    "text": "seventy-fünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünff."
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  {
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    "end": 1136.42,
    "text": "März und mit den Chefs der anderen deutschen Bundesländer über das ganze sprechen, wie man das ganze koordinieren kann, dass es also bundesweit dann Verbesserungen geben wird."
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  {
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    "end": 1139.76,
    "text": "Du hast jetzt schon den Berliner Bürgermeister von der CDU angesprochen."
  },
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    "text": "Ich kann mir vorstellen, dass so ein Blackout wahrscheinlich auch nicht die beste Werbung für die regierende CDU in Berlin ist."
  },
  {
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    "end": 1148.42,
    "text": "Wie steht denn die Politik jetzt da?"
  },
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    "end": 1158.68,
    "text": "Ja, das ist völlig richtig, aber oft ist es ja so, das Ereignis gibt es schon mal unangenehm genug ist und dann gibt es noch das Krisenmanagement und da kann man auch sehr viele Fehler machen."
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    "text": "und in der Tat also kein Wegner, der Bürgermeister von der CDU steht im Moment sehr schlecht da."
  },
  {
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    "end": 1168.36,
    "text": "Zunächst, ich habe schon erwähnt, also das ganze ging ja am Samstag in der Früh los."
  },
  {
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    "end": 1172.56,
    "text": "Wegner ist dann aber nicht in die betroffenen Stadtteile gefahren."
  },
  {
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    "text": "Jetzt kann man sagen, ja, was hätte er dort machen sollen."
  },
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    "end": 1187.0,
    "text": "Das ist ohnehin populistisch, aber man weiß, es eigentlich von Politikerinnen und Politikern erwartet, dass sie bei so einer Katastrophe, kann man eigentlich sagen, auftauchen und zumindest Tatkraft demonstrieren."
  },
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    "end": 1195.76,
    "text": "Gut, Wegner hat sich also dagegen entschieden und hat aber beschieden, er habe nicht die Beine hochgelegt zu Hause, sondern versucht die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren."
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  {
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    "end": 1203.78,
    "text": "Am Sonntag ist er dann doch aufgetaucht, aber dennoch, es hat da schon sehr viel Kritik gegeben, zu spät, er engagiert sich nicht und so weiter."
  },
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    "text": "So, und jetzt hat Berlin wieder Strom."
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    "end": 1218.62,
    "text": "In aller Weise war Wegner dabei, als das Netz zugestern wieder hochgefahren wurde, wo er hat sich sehr glücklich gezeigt und es schien jetzt zunächst einmal so, man ist jetzt mal durch mit dem Thema, aber jetzt kam heraus."
  },
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    "end": 1226.7,
    "text": "am Samstag, also am ersten Tag dieses Blackouts, war er nicht nur zu Hause, sondern er hat Mittags zwischen drei, zehn Uhr, vier, zehn Uhr eine Stunde Tennis gespielt."
  },
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    "text": "Zitat, einfach mal den Kopf freigregen, wollte er, wie er gesagt hat."
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    "text": "Ja, das schaut natürlich jetzt nicht gut aus für ihn."
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    "text": "Zumal im Herbst Landtagswahlen in Berlin sind und er musste sich heute Morgen am Donnerstag schon in einer Sondersitzung der CDU-Fraktion in Berliner Aktieerwarteten Haus erklären und die Opposition, das ist die AfD, das Bündnis von Sarah Wagenknecht und die FDP fordern bereits seinen Rücktritt."
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    "text": "Du kannst dich sich ändern bei der Wahl im Jahr."
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    "text": "Ich glaube, ich war das also scherzend und lachend im Katastrophengebiet des Hochwassers gesehen worden ist."
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    "text": "Vielen Dank für deine Einordnungen heute und du hältst uns natürlich auch auf der Standard.it auf dem Laufenden, wie es da jetzt in Berlin weitergeht."
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    "text": "Und wenn Ihnen diese Folge gefallen hat und Sie auch die kritische und unabhängige Berichterstattung des Standards unterstützen möchten, dann geht das als Abonnentin oder mit einem einmaligen Unterstützungsbeitrag schon ab drei Euro."
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    "text": "Und hier ist, was Sie heute sonst noch wissen müssen."
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