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    "text": "Es soll eines der größten militärischen Projekte der US-Geschichte werden, der sogenannte Golden Dome, eine Art raketensichere Glocke, die über die Vereinigten Staaten gestülpt werden soll."
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    "text": "Der Standort der Wahl, womöglich auch Grönland."
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    "text": "Was es mit diesem Projekt auf sich hat, ob es wirklich realistisch ist und wie andere Großmächte auf diesen Vorstoß reagieren würden, darüber sprechen wir heute mit Markus Schiller."
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    "text": "Er ist Forscher am Schwedischen Friedensforschungsinstitut SIPRI und Geschäftsführer einer Beratungsfirma für Raketen und Raumfahrt in München."
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    "text": "Ich bin Daniel Rechitzacker, das ist Thema des Tages der Nachrichten Podcast der Standard."
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    "text": "Markus Schiller, herzlich willkommen im Standard-Podcast."
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    "text": "Grüße nach München."
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    "text": "Vielen Dank, servus und hallo."
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    "text": "Bevor wir über Details und mögliche Szenarien sprechen, die mit diesem sogenannten Golden Dome zusammenhängen, vielleicht zu Beginn eine ganz allgemeine Frage, der Golden Dome."
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    "text": "Klingt sehr spektakulär, aber was ist das eigentlich?"
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    "text": "Ja, das lässt sich so zusammenfassen, dass es ein System von Systemen sein soll, dass so die gesamte Raketenabwehr der Amerikaner unter einen Oberbegriff stellen soll."
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    "text": "Es ist also nicht nur ein einziges Raketenabwehrsystem, sondern die Kombination aller möglichen Abwehrsysteme, die die USA schon haben und auch plane."
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    "text": "Wie schaut"
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    "text": "es denn überhaupt derzeit um die Raketenabwehr in den USA aus?"
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    "text": "Wenn es um die USA selber geht, dann ist man da... Na ja, sehr lückenhaft abgedeckt, muss man sagen."
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    "text": "Man kann sich vielleicht erinnern an die Anstrengungen, die es gab in den Zwei-Tausendern und Zwei-Tausendzehnern, das man gesagt hat, noch unter der Busch-Regierung ging es damals los, sogar schon unter Glinden."
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    "text": "Und da hat man auch schon was aufgestellt."
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    "text": "an der Westküste und in der Alaska stehen Interceptoren, die können tatsächlich nordkoreanische Raketen auf ihrem Weg an die Kontinentalen USA wohl abfangen."
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    "text": "Ebenso hat man da auch angefangen in Europa ein bisschen was aufzustellen."
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    "text": "Das Stichwort war faced adaptive approach, dass man da in Staaten des ehemaligen Ostblocks ein paar Interceptoren stationiert, die dann wiederum iranische Raketen auf dem Weg in die USA hätten abfangen sollen."
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    "end": 131.99,
    "text": "Aber ansonsten ist die ganze Sache ein bisschen dünn."
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    "text": "Gegen die russischen Raketen gibt es nach wie vor nix, außer man stellte ein paar Lenkwaffenkreuzer irgendwo in die Ostküste, in die Westküste und könnte da vielleicht, vielleicht und viel Glück ein paar Sachen abfangen."
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    "end": 153.63,
    "text": "Ich habe in mehreren Berichten gelesen, dass man ballistische interkontinental Raketen in kleiner Zahl tatsächlich abfangen kann, während dass diese Raketen, die Sie angesprochen haben, beispielsweise aus dem Iran, aus Nordkorea etc."
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    "text": "Das ist richtig."
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    "text": "Wegen der geografischen Lage der Amerikaner ist es natürlich in erster Linie für Sie wichtig, dass man die weitreichenden Raketen abfangen kann, die auch aufgrund der Natur von Raketen eigentlich nur Sinn machen, wenn sie Nuclea bestückt sind."
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    "text": "Denn die Genauigkeit von Raketen ist über viele Jahrzehnte nicht so toll gewesen und je länger man schießt, desto schlechter trifft man."
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    "text": "Und wenn man da bloß einen Befechtskopf drauf hat, der groß genug ist und richtig Wumms macht, dann ist leicht daneben auch noch ein Treffer."
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    "end": 185.43,
    "text": "Deswegen waren diese Langstrecken-Raketen eigentlich immer nukleal bestückt."
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    "end": 206.43,
    "text": "und um da im Falle eines dritten Weltkrieges, den dieser wahrscheinlich zur Folge hatte, wenn man sich gegenseitig mit Atomwaffen beschießt, um da eben ein paar dieser Waffen abzufangen oder auch bisschen auf der Eskalationsspirale, bisschen den politischen Druck rausnehmen zu können, dass man sowas schon könnte, hat man eben versucht, diese Abweissysteme zu installieren gegen diese Langstreckenraketen."
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    "text": "Kurzstreckenraketen, naja, da ist es unwahrscheinlich, dass Kanada und Mexiko jetzt einen konventionellen Krieg mit den USA vom Zaun brechen oder andersrum."
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    "text": "Na gut, man sagt gerne unter Trump wäre das schon eher möglich."
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    "text": "Ich glaube nicht dran."
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    "text": "Deswegen, Kurzstrecken und Mittelstreckensysteme spielen für die USA weniger eine Rolle bei der Abwehr, wenn es um Ihr Heimatland geht als die Langstreckensysteme."
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    "text": "Können Sie uns das vielleicht ganz kurz auch auseinander dröseln?"
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    "text": "Interkontinentalraketen, das versteht man die... Wenn ich das richtig verstehe, geht das von überall auf der Welt zu einem anderen Land, also egal wo ich sitze, kann ich eigentlich jedes Land treffen."
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    "text": "Mittel- und Kurzstreckenraketen, wie weit gehen die tatsächlich?"
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    "text": "Aber man sagt so, etwa alles unter tausend Kilometer ist eine Kurzstreckenraquete."
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    "text": "Alles zwischen tausend und fünftausend fünfhundert Kilometer ist eine Mittelstreckenraquete."
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    "text": "Da gibt es da nochmal eine Feinunterscheidung."
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    "text": "ungefähr drei tausend Kilometer ist aber für uns nicht weiter relevant."
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    "text": "Und alles, was fünftausend fünfhundert Kilometer an Reichweite überschreitet, gilt als Interkondientalraket."
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    "text": "Es hat dann historische Gründe, weil die ersten Raketen, die die Russen in der Richtung entwickelt haben und getestet haben vom Norden in Pläse jetzt aus, die hätten mit fünftausend fünfhundert Kilometer Entfernung tatsächlich den Nordosten der USA erreichen können."
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    "text": "Und deswegen war das dann diese Tatsache, dass die Russen erstmals interkontinental schießen konnten, was dann der Namensgebend war für diese Klasse an Raketen und gleichzeitig auch für diese Reichweite, die damit fünftausendfünfhundert Kilometer plus definiert worden ist."
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    "text": "Ich stelle mir an dieser Stelle auch die Frage, für was baue ich eigentlich Mittel- und Langstreckenraketen, wenn ich theoretisch mit intercontinental Raketen ja eigentlich jeden treffen kann, den ich will, egal wo er ist."
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    "text": "Also bei den Mittelstrecken-Raketen wird die Frage natürlich dann schon ein bisschen schwieriger, aber ein schönes Beispiel."
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    "text": "anführungszeichen hatten wir ja erst letztes Jahr."
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    "text": "Der Iran hat Israel mit Mittelstrecken-Raketen beschossen, einfach weil dazwischen noch der Irak und Jordanien liegen und Israel ist gut tausend Kilometer weit weg, da waren wir also etwas... was weit mehr als tausend Kilometer fliegen kann."
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    "text": "Und das ist dann eine typische Mittelstreckenrakete."
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    "text": "Und das konntet Iran eben nur mit diesem Waffen so sehen."
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    "text": "da kommt auch der sogenannte Iron Dome und andere Verteidigungseinrichtungen Israels ins Spiel."
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    "text": "über die werden wir noch sprechen."
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    "text": "Die dienen ja hier etwas als Vorbild für die Pläne der Amerikaner, wenn man das so salopp sagen kann."
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    "text": "Gehen wir vielleicht ganz kurz auch noch zum Geld."
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    "text": "Die USA sollen in den vergangenen Jahrzehnten bis zu zweihundertfünfzig Milliarden Dollar in Raketenabwehr investiert haben."
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    "text": "Das sind so viele Nullen."
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    "text": "Ich glaube, so weit können die meisten."
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    "text": "Also ich zumindest, das kann ich mir nicht vorstellen, sagen wir mal so, wie viel Geld das tatsächlich ist."
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    "text": "Scheint aber nicht ausgereicht zu haben, beziehungsweise ist nicht viel dabei rumgekommen, oder?"
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    "text": "Ja und nein."
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    "text": "Also man muss schon sagen, dass was die Amerikaner da schaffen, ist schon beeindruckend."
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    "text": "Sie haben bisher wenig Möglichkeiten gehabt."
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    "end": 372.65,
    "text": "zum Glück, dass sie vorführen können, wie gut es funktioniert und auch nicht vergessen, dass sie auch beim Konflikt mit."
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    "end": 391.63,
    "text": "Israel und dem Iran eingegriffen haben und immer wieder auch Flugkörper, nicht nur des Irans in diesen Konfliktfällen, sondern auch Flugkörper, die aus dem Süden auf Israel geschossen worden sind, von den Puti-Rebellen aus dem Jemen, ich wäre über Saudi-Arabien in den Süden Israels geschossen worden sind, dass diese auch immer wieder von amerikanischen Schiffen abgefangen worden sind."
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    "end": 396.669,
    "text": "Amerikanische Systeme waren in Israel platziert und haben geholfen, die iranischen Angriffe abzuwehren."
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    "text": "Und man darf last but not least auch nicht vergessen, dass die Patriotsysteme, die sowohl von Amerikanern als auch von deutscher Seite in der Greine inzwischen stationiert sind, dort recht gute Dienste leisten sollen und dort viele der angreifenden Kurzstreckenraketen in den letzten Jahren schon daran gehindert haben, militärisch wichtige Ziele zu treffen."
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    "text": "Also die amerikanische Raketenabwehr funktioniert schon, wenn sie mal überhaupt benutzt wird."
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    "end": 427.63,
    "text": "Das Problem in Anführungszeichen ist, dass es da eben zu wenige Fälle gibt, ich würde sagen zum Glück."
  },
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    "end": 442.309,
    "text": "Ich möchte nicht erleben, es gibt ja diesen bekannten Film auf Netflix, ich möchte nicht erleben, dass der so fall eintritt, dass die amerikanische Langstreckenabwehr tatsächlich mal arbeiten muss und eine Rakete abfangen muss, die auf dem Weg auf das Heimatland Heimatgebiet der USA ist."
  },
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    "text": "Ich glaube jetzt sind Titel, glaube ich, gerade irgendwie verdreht."
  },
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    "text": "Wie auch immer, jedenfalls diesen Film, den haben sehr viele gesehen von Catherine Bigel und sehr viele haben sich auch die Frage gestellt, na ja, würde das tatsächlich wirklich so funktionieren?"
  },
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    "end": 461.77,
    "text": "Ganz kurz zum Kontext, da geht es ja darum, dass eine einzige Atomare-Rakete auf die USA zufliegt."
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    "text": "Ich glaube, sie kommt aus dem Pazifik, so ganz definiert wird das in diesem Film nicht."
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    "text": "Und dann wird versucht, die abzufangen mit diesen Interceptoren."
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    "text": "ist es ein Prozess, der so stattfinden würde in der Realität?"
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    "text": "Vieles in diesem Film ist natürlich wahrscheinlich dazugedichtet."
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    "text": "Wir sind natürlich hier nicht offen informiert darüber, wie die tatsächlichen Abläufe sind."
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    "text": "Man weiß relativ viel über das, was die Amerikaner planen und tun, da die Amerikaner im Gegensatz zu anderen Nationen doch recht offen sind, was ihre Technik angeht."
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    "text": "Weil sie auch immer dem Kongress Rede und Antwort über die finanziellen Mittel stehen müssen."
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    "text": "Und da weiß man doch ein bisschen was."
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    "end": 501.049,
    "text": "Und zumindest, was die Technik angeht, muss man sagen, ja, dieser Film hat dann nicht ganz Unrecht."
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    "text": "Unwahrscheinlich ist es wahrscheinlich, dass man nicht ganz genau weiß, wo diese Rakete tatsächlich gestartet ist und da großes Rätselraten drüber ist."
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    "end": 516.35,
    "text": "Also das wird mit so vielen Sensoren inzwischen beobachtet, was da passiert im pazifischen Raum, welche Raketen da rumfliegen, dass ich diesen Fall für sehr unwahrscheinlich halte."
  },
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    "end": 523.909,
    "text": "Außerdem unwahrscheinlich, dass man darüber nachdenkt, dass man noch bevor dieser Angreif tatsächlich erfolgt es."
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    "text": "Also die Rakete einschlägt."
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    "end": 529.27,
    "text": "in Chicago war es in diesem Fall schon überlegt einen Gegenschlag machen zu müssen."
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    "end": 536.87,
    "text": "Da glaube ich würde man in der Realität sich erst mal zurücklehnen und warten, ob denn wirklich was passiert und ob der wirklich eine Atomwaffe drauf ist und entsprechend erst reagieren."
  },
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    "end": 545.53,
    "text": "Aber diese Intersektoren, die dann gezeigt werden, die von Alaska aus versuchen diese Rakete abzuschießen, die gibt es tatsächlich."
  },
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    "end": 549.65,
    "text": "Insgesamt sind da letzte Zahl bei meines Wissens noch vierzig Intersektoren."
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    "text": "installiert und die sind rund um die Uhr jede Sekunde bereit hoch zu fliegen eingesetzt zu werden und genau solche einzelnen Angriffe abwehren zu können."
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    "end": 574.43,
    "text": "In diesem bekannten Film und an dieser Stelle Achtung an die Zuhörerinnen und Zuhörer und die Zuseherinnen und Zuseher wir spoilern jetzt ganz ein bisschen wird diese Abwehrtechnik damit beschrieben, dass man versuchen würde eine Kugel die in der Luft fliegt mit einer anderen Kugel abzuschießen."
  },
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    "text": "und Spoiler noch ein, weil an dieser Stelle es scheitert auch, diese Raketen können nicht abgefangen werden."
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    "text": "Also diese Rakete, es ist ja eine Einzahl."
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    "text": "Ist das tatsächlich so schwierig, wie es in diesem Film dargestellt wird?"
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    "text": "Versucht man wirklich mit einer Kugel auf eine andere Kugel zu feuern?"
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    "text": "Ja, dieses Bild wird gerne bemüht."
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    "text": "Bis zuletzt wird nachgesteuert und der hat auch Sensoren dran und versucht zu sehen, wo das anfingende Objekt ist und sich dem im Weg zu stellen."
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    "text": "Also deswegen hinkt der Vergleich ein bisschen."
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    "text": "Das Prinzip ist aber schon richtig."
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    "text": "Die Geschwindigkeiten, die da involviert sind, sind weitaus höher als bei... Kugeln aus Gewehren oder aus Pistolen."
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    "text": "Wir reden hier bei Interconnector Raketen von anfliegenden Objekten mit Geschwindigkeiten von über zwanzigtausend Stundenkilometern und im Vergleich dazu Rohrwaffe ist deutlich geringer, soweit ich weiß, so zweifache Schallgeschwindigkeit für leicht zwei tausend kmh."
  },
  {
    "start": 633.31,
    "end": 635.569,
    "text": "Also zehnmal so schnell sind die Geschwindigkeiten locker hier."
  },
  {
    "start": 635.67,
    "end": 642.709,
    "text": "und dann hat man natürlich noch die Rakete, die Abfallrakete selbst, die auch wieder sehr schnell ist und so haben wir relativ Geschwindigkeiten, die wirklich unglaublich sind."
  },
  {
    "start": 642.77,
    "end": 651.51,
    "text": "Das heißt also im richtigen Moment beide Objekte überlappen, dann einen Ort zu haben, damit es zum Zusammenschluss kommt, schon recht schwierig."
  },
  {
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    "end": 655.67,
    "text": "Es ist aber nicht physikalisch unmöglich und das ist ein wichtiger Unterschied."
  },
  {
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    "end": 662.47,
    "text": "Und deswegen, wenn man sich nur hart genug anstrengt und lang genug dran probiert und rumtüftelt, dann klappt das schon irgendwann."
  },
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    "text": "Es spricht nichts dagegen, dass es nicht funktionieren könnte."
  },
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    "text": "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es funktioniert."
  },
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    "text": "Man arbeitet ja auch schon seit sehr, sehr vielen Jahren."
  },
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    "text": "Seit den fünftiger, sechziger Jahren tatsächlich sowohl in Russland als auch in Amerika an diesen Systemen."
  },
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    "text": "Und hat da sehr viel Geld reingesteckt."
  },
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    "text": "Sie haben die Zahl von zweieinhalbfünfzig Milliarden in den letzten Jahren erwähnt."
  },
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    "end": 686.069,
    "text": "Das geht aber durchgehend so seit den sechziger Jahren, dass man da so viel Geld reinsteckt."
  },
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    "start": 686.77,
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    "text": "Und, naja, die Erfolge geben recht."
  },
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    "text": "Und ob das jetzt berechtigt ist oder nicht, ja, wir haben diese Wahrscheinlichkeiten."
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    "text": "Natürlich ist es unglaublich schwierig."
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    "text": "Es kann passieren, dass man zweimal schießt auf einen anfliegenden Körper und zweimal trifft man nicht."
  },
  {
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    "text": "Wir wissen auch ehrlich gesagt nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass man ihn abfängt im Ernstfall."
  },
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    "text": "Denn bisher haben wir ja immer bloß Tests gemacht."
  },
  {
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    "text": "Das heißt, beide Seiten der gespielte Angreifer und der Verteidiger wissen genau, dass sie heute früh dann um so und so viel Uhr diesen Test fahren und prüfen alles vorher nochmal."
  },
  {
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    "end": 734.03,
    "text": "und dann telefoniert man nochmal und dann wird geschossen und dann schaut man, ob man es jetzt endlich sieht und dann wird dagegen geschossen und dann trifft man mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit, kann man vorher ausrechnen, wie belastbar diese Zahlen sind, ist schwierig."
  },
  {
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    "end": 739.43,
    "text": "Meiner Meinung nach muss man wirklich schauen, wie oft man geschossen hat in der Vergangenheit bei Tests und wie oft man getroffen hat."
  },
  {
    "start": 739.589,
    "end": 741.689,
    "text": "Und daraus kann man dann auch wieder eine Wahrscheinlichkeit ableiten."
  },
  {
    "start": 741.77,
    "end": 750.87,
    "text": "Und wenn die jetzt mal sagen, mir fünfzig Prozent ist für dieses langstrecken Abwehrsystem, ja, dann kann man auch ausrechnen, wie oft man schießen muss, dass diese Zahl über neunzig Prozent steigt."
  },
  {
    "start": 750.93,
    "end": 754.209,
    "text": "Der Abwehrwahrscheinlichkeit, das ist dann kompliziertere Mathematik."
  },
  {
    "start": 755.11,
    "end": 767.689,
    "text": "Und selbst dann, selbst wenn man zehn solcher Interceptoren hoch schießt und jedes mal trifft er leider nicht und schießt daneben, dann hat man zehnmal geschossen, das Abwehrsystem war unglaublich teuer und das angreifende Objekt fliegt trotzdem durch."
  },
  {
    "start": 768.189,
    "end": 769.29,
    "text": "Das ist ein Problem natürlich."
  },
  {
    "start": 769.79,
    "end": 773.43,
    "text": "Das heißt, es gibt keine hundertprozentige Sicherheit bei diesen ganzen Systemen."
  },
  {
    "start": 773.89,
    "end": 785.069,
    "text": "Was aber entscheidend ist, es gibt die Möglichkeit, dass man Sicherheit hat und es gibt die Möglichkeit, dass man hier auch noch mit diesen Wahrscheinlichkeiten spielen kann."
  },
  {
    "start": 785.73,
    "end": 795.43,
    "text": "Das heißt also, dass Sie als Angreifer sich überlegen müssen, ob Sie dann tatsächlich den Angriff machen, weil es sehr wahrscheinlich ist, dass der Gegner Ihren Angriff abwehren kann."
  },
  {
    "start": 795.85,
    "end": 802.23,
    "text": "Und dann überlegen Sie sich zweimal, ob sich so überhaupt lohnt, den Angriff zu machen, denn der Gegner wird den Angriff sicher als Angriff werten und entsprechend reagieren."
  },
  {
    "start": 802.27,
    "end": 809.15,
    "text": "Das heißt, wenn ich selber dann als möglicher Angreifer diese Verteidigungsmaßnahmen nicht habe, bin ich im Nachteil und bin dadurch abgeschrägt."
  },
  {
    "start": 809.189,
    "end": 809.91,
    "text": "Verstehe ich Sie da richtig?"
  },
  {
    "start": 810.189,
    "end": 810.73,
    "text": "Das ist richtig."
  },
  {
    "start": 810.81,
    "end": 827.77,
    "text": "Das ist auch ein ganz wichtiger Gedanke bei diesem Themenkomplex von Raketenabwehr, dass man eben versucht, das Ganze aufzubauen, um es irgendwann nicht einzusetzen und einfach den Preis hochzutreiben auf beiden Seiten, dass man diese Systeme überhaupt einsetzt, weil man nicht weiß, als Angreifer, ob man damit durchkommt."
  },
  {
    "start": 827.949,
    "end": 834.89,
    "text": "Der Verteidiger weiß aber genauso auch nicht, ob er denn überhaupt verteidigen kann, ob sein System so gut ist, dass er den Angriff abwählen kann."
  },
  {
    "start": 835.15,
    "end": 836.91,
    "text": "Das wird gerne vergessen in dieser Diskussion."
  },
  {
    "start": 837.41,
    "end": 844.73,
    "text": "Ich würde als USA jetzt nicht sagen, ich kann jetzt Nordkorea angreifen, weil ich habe ja ein Verteidigungssystem wegen Nordkoreanischer Interkent-Tal-Raketen."
  },
  {
    "start": 845.089,
    "end": 854.209,
    "text": "USA wissen sehr genau, dass die Wahrscheinlichkeit weiterhin besteht, dass einer dieser Raketen trotzdem durchkommen könnte bei einem nordkoreanischen Gegenschlag, wenn sie dann solche Waffen tatsächlich haben."
  },
  {
    "start": 855.089,
    "end": 857.97,
    "text": "Und dann ist zum Beispiel Los Angeles weg im schlimmsten Fall."
  },
  {
    "start": 858.51,
    "end": 867.93,
    "text": "Und da würde ich mir natürlich erst Präsident zweimal überlegen, ob ich dann einen solchen Schlag überhaupt führe gegen das Land, obwohl ich ein solches teures Verteidigungssystem habe, das mich eigentlich gegen dieses Land schützen soll."
  },
  {
    "start": 868.069,
    "end": 871.51,
    "text": "Also es ist ein Spiel auf mehreren Ebenen, so muss man das Ganze verstehen und interpretieren."
  },
  {
    "start": 873.29,
    "end": 878.77,
    "text": "möglichen Player zu gut verteidigt ist, bringt das nicht das ganze Gleichgewicht des Schreckens."
  },
  {
    "start": 878.93,
    "end": 885.49,
    "text": "Ich weiß ein ziemlich bizarres Konzept, aber es scheint ja seit einigen Jahrzehnten zu funktionieren, durcheinander."
  },
  {
    "start": 885.97,
    "end": 895.65,
    "text": "fühlt sich da nicht ein Land vielleicht benachteiligt, wird nicht ein Land sogar eher dazu gedrängt anzugreifen, wenn man weiß, dass der andere einen angreifen könnte und selber höchstwahrscheinlich deutlich weniger leiden würde."
  },
  {
    "start": 896.49,
    "end": 899.81,
    "text": "Ja, das Ganze wird gerne auch von dieser Seite aufgerollt."
  },
  {
    "start": 899.91,
    "end": 902.37,
    "text": "und da ist es jetzt eine Glaubensfrage, wenn Sie mich fragen."
  },
  {
    "start": 902.79,
    "end": 909.05,
    "text": "Natürlich kann man so argumentieren und sagen, ja, die Amerikaner fühlen sich jetzt sicherer und würden deswegen in dem Fall Nordkorea angreifen."
  },
  {
    "start": 909.189,
    "end": 916.15,
    "text": "oder wenn sie jetzt einen Golden Dome aufbauen, würden sie in dem Fall eher Russland angreifen, weil sie glauben, dass sie weniger Schaden nehmen könnten."
  },
  {
    "start": 916.85,
    "end": 923.55,
    "text": "Ich sage Ihnen, beim Atomkrieg ist es völlig egal, wie viel Schaden man im Einzelnen nimmt, ob man jetzt von achthundert oder ein tausend Atomwaffen betroffen wird."
  },
  {
    "start": 923.61,
    "end": 924.89,
    "text": "Ich glaube, das ist dann auch schon egal."
  },
  {
    "start": 925.67,
    "end": 935.069,
    "text": "Der schöne Begriff, oder furchtbare Begriff, das Nuclear Overkill existierte ja und steht im Raum, dass es völlig egal, ob die Amerikaner in Ernstfall tatsächlich einige Atomwaffen abwehren könnten."
  },
  {
    "start": 935.53,
    "end": 941.449,
    "text": "Wenn es diesen All-out War gibt und alle sich mit allem beschmeißen, was sie noch in ihren Asenalen haben, dann ist die Sache eh vorbei."
  },
  {
    "start": 942.17,
    "end": 957.23,
    "text": "Ja gut, ich glaube darauf können wir uns einigen und dieses Szenario will natürlich absolut niemand, keiner der beteiligten Staaten und Mächte, wenn wir noch einmal auf die technische Ebene wechseln, welche Hürden würden da Grundsätzlich bei so einem sogenannten Goldendom, sonst noch dazukommen."
  },
  {
    "start": 957.569,
    "end": 960.29,
    "text": "Wir sprechen jetzt sehr viel von Raketen, die andere Raketen treffen müssen."
  },
  {
    "start": 960.73,
    "end": 968.29,
    "text": "Aber ich gehe mal davon aus, da braucht es Satelliten, da braucht es Vernetzung, da braucht es Kommunikation und wahrscheinlich dreihundert andere Dinge, die ich wiederkenne, noch hier jetzt aufzählen kann."
  },
  {
    "start": 968.67,
    "end": 970.569,
    "text": "Ja, da muss ich jetzt ein bisschen ausholen."
  },
  {
    "start": 970.79,
    "end": 980.35,
    "text": "Also da sieht man meiner Meinung nach, dass Donald Trump nicht ganz klar war, worüber er redet in dem Moment, als er diese Phrase von dem Iron Dome zunächst in den Mund nahm."
  },
  {
    "start": 980.39,
    "end": 992.089,
    "text": "Denn die Amerikaner haben ja zunächst das ganze System als Iron Dome for America angekündigt, wohl auch unter dem Eindruck, wie erfolgreich dieser sogenannte Iron Dome in Israel gewesen sein soll."
  },
  {
    "start": 993.05,
    "end": 994.53,
    "text": "So, jetzt muss man mehrere Dinge wissen."
  },
  {
    "start": 994.569,
    "end": 997.25,
    "text": "Man muss erst mal wissen, wo dieses Wort herkommt und welches System in Israel."
  },
  {
    "start": 997.689,
    "end": 1005.17,
    "text": "So benannt worden ist, das ist nämlich nicht das gesamte Raketenabwürssystem, sondern nur das gegen die ganz kleinen Kurzstrecken-Raketen in Israel heißt Iron Dome."
  },
  {
    "start": 1005.99,
    "end": 1014.569,
    "text": "Das ist dazu gedacht gewesen, dass es diese Kasam-Raketen aus Gasastreifen und West-Jordanland abwert, die so in der Garage gebastelt werden."
  },
  {
    "start": 1014.99,
    "end": 1017.449,
    "text": "Und da scheint es auch sehr gut funktioniert zu haben."
  },
  {
    "start": 1017.79,
    "end": 1024.37,
    "text": "Das heißt, da ist dieses Bild in den Köpfen zunächst entstanden, dass es einen eisernen Dom gibt, der einen schützt vor anfingenden Raketen."
  },
  {
    "start": 1024.99,
    "end": 1035.01,
    "text": "Das wurde nicht nur in den USA, sondern es gibt auch schöne Beispiele in Deutschland, wo das Ganze ein bisschen verwechselt und verwurstet worden ist, dass man einen eisernen Dom aufbauen will, so wie die Israelis es machen."
  },
  {
    "start": 1036.069,
    "end": 1053.61,
    "text": "Und das Ganze ist natürlich, wenn man die USA mit ihrer strategischen, geostrategischen Lage, geopolitischen Lage und geografischen Lage ansieht, sowohl von der Entfernung von anderen Angriffsquellen als auch, was die Größe des Landes betrifft, ein völlig falscher Begriff."
  },
  {
    "start": 1054.05,
    "end": 1065.19,
    "text": "Denn... Man hat natürlich Iron Dome genutzt, um das Bild bei der amerikanischen Bevölkerung entstehen zu lassen, dass man einen vollkommen Schutz hat, so wie die Israelis es mit ihrem Iron Dome geschafft haben."
  },
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    "start": 1065.41,
    "end": 1069.91,
    "text": "Israel ist nun aber ein sehr, sehr kleines Land, vor allem als mit den USA vergleicht."
  },
  {
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    "end": 1074.87,
    "text": "Und eine kleine Fläche zu verteidigen, dazu braucht es nicht viele Abwehrflugkörper."
  },
  {
    "start": 1074.91,
    "end": 1080.85,
    "text": "Denn sie müssen ja dort hinkommen, möglichst schnell mit dem Abwehrflugkörper, wo der Angriffskörper hinfliegt."
  },
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    "start": 1081.31,
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    "text": "Das heißt, Sie müssen den anderes Flugkörper überhaupt erst mal sehen."
  },
  {
    "start": 1084.97,
    "end": 1091.97,
    "text": "Dann müssen Sie extrapolieren, wo der hinfliegt und dann müssen Sie irgendetwas hinschießen, dass er sich ihm in den Weg stellt."
  },
  {
    "start": 1092.23,
    "end": 1099.129,
    "text": "Und das ist wegen der Kinematik und der Physik leider nicht ganz so einfach, wenn wir größere Strecken, größere Distanzen und größere Flächen haben."
  },
  {
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    "end": 1101.29,
    "text": "Die Zeit läuft nun mal relativ schnell."
  },
  {
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    "end": 1108.77,
    "text": "Ich habe Ihnen gesagt, dass solche Atomraketen, Langstreckenraketen durchaus mit zwanzigtausend und mehr Stundenkilometer anfliegen."
  },
  {
    "start": 1108.91,
    "end": 1110.55,
    "text": "Fünfundzwanzigtausend Stundenkilometer."
  },
  {
    "start": 1110.97,
    "end": 1114.05,
    "text": "Das sind dann über sechs bis zu sieben Kilometer pro Sekunde."
  },
  {
    "start": 1114.33,
    "end": 1139.83,
    "text": "Und Abwehrflugkörper wiederum müssen dann natürlich... In der entsprechenden kurzen Zeit, die Sie dann haben, das sind maximal zwanzig, fünfundzwanzig Minuten bei ganz großen Reichweiten von über zehntausend Kilometern, müssen Sie also diesen Angriff detektiert haben, müssen die Information extrapoliert haben, wo diese Rakete überhaupt hinfliegt und müssen dann das Signal geben, dass der richtige Abwehrflugkörper an der richtigen Stelle rechtzeitig startet, um dort zu sein, bevor das Ding schon längst vorbei geruscht ist."
  },
  {
    "start": 1139.93,
    "end": 1147.55,
    "text": "Dazu brauchen Sie also sehr gute Sensoren, sehr gute Computer, Sie müssen ständig alles beobachten, müssen wissen, wann etwas startet, müssen rausfinden, wo... hinfliegt."
  },
  {
    "start": 1148.09,
    "end": 1157.03,
    "text": "Und dann brauchen sie an der richtigen Stelle die Abwehrflugkörper, die in der rechten Zeit gerade noch dort in diesem Weg sich hineinstellen können und das Ding abschießen können."
  },
  {
    "start": 1157.17,
    "end": 1161.81,
    "text": "Das wird halt für ein so großes Land wie die USA es sind sehr schwierig."
  },
  {
    "start": 1162.09,
    "end": 1165.93,
    "text": "Da brauchen sie also unglaublich viele Abwehrflugkörper, wenn sie das wirklich abdecken wollen dieses Land."
  },
  {
    "start": 1166.57,
    "end": 1172.69,
    "text": "Und dann wird es so teuer, dass es selbst für die USA auf lange Zeit ungezahlbar ist, wenn sie einen solchen flächendeckenden Schutz wollen."
  },
  {
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    "end": 1176.81,
    "text": "Daher kann dieser Schutz nicht flächendeckend sein im Falle der USA."
  },
  {
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    "end": 1180.389,
    "text": "Daher ist dieser Golden Dome von Haus aus dazu verdammt lächerig zu sein."
  },
  {
    "start": 1181.19,
    "end": 1184.33,
    "text": "Daher ist dieses Bild, das bemüht wird mit dem Wort Golden Dome."
  },
  {
    "start": 1185.11,
    "end": 1189.17,
    "text": "Trump macht ja Gold lieber als Eisen, deswegen hat er wohl diese Wortwahl genommen."
  },
  {
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    "end": 1195.93,
    "text": "Dieses Bild, was bemüht wird mit einem vollständigen Schutz, das ist, wenn Sie Techniker fragen, völlig hinfällig."
  },
  {
    "start": 1196.23,
    "end": 1197.91,
    "text": "Hier geht es mehr um ein politisches System."
  },
  {
    "start": 1198.47,
    "end": 1213.47,
    "text": "und mehr um die Vereinahmung all dieser Systeme, sie unter einen Dach zu bringen, aufeinander abzustimmen, was schon sinnvoll ist und zusätzlich auch ein bisschen Werbung zu machen für sich selbst, der Industrie wieder Geld zukommen zu lassen und vielleicht politisch auch mal zu schauen, was das für Auswirkungen hat."
  },
  {
    "start": 1214.149,
    "end": 1222.129,
    "text": "Und vielleicht glaubt der jemand dran, dass damit die USA unangreifbar sind und greift nicht an, selbst wenn ein Atomschlag weniger geführt wird, dann wäre es doch schon eine lunde Investition gewesen."
  },
  {
    "start": 1222.51,
    "end": 1233.09,
    "text": "Wenn man sich jetzt diesen Iron Dome in Israel ansieht, wenn wir schon so viel darüber sprechen, Sie haben jetzt gesagt, fängt lediglich diese Kurzstrecken-Raketen ab, die aus dem Westjordanland oder aus Gaza kommen."
  },
  {
    "start": 1233.649,
    "end": 1241.629,
    "text": "Das wäre ja ungefähr so wie wenn, keine Ahnung, wenn man diesen Iron Dome über Berlin hätte, dann könnte man womöglich Raketen aus Hamburg abfangen."
  },
  {
    "start": 1241.67,
    "end": 1246.07,
    "text": "Natürlich absolut bizarres und abstruses Beispiel, aber nur um die Distanz zu versmbolisieren."
  },
  {
    "start": 1246.11,
    "end": 1249.03,
    "text": "Das heißt, mit Intercontinental-Raketen kann man da eigentlich nichts machen."
  },
  {
    "start": 1249.37,
    "end": 1253.31,
    "text": "Es gibt ja aber in Israel, wenn ich richtig informiert bin, ja auch noch andere Raketenabwehrsysteme."
  },
  {
    "start": 1253.389,
    "end": 1256.25,
    "text": "Ich glaube, eins heißt David Sling beispielsweise."
  },
  {
    "start": 1257.05,
    "end": 1260.649,
    "text": "Kann man sich in Israel eigentlich gegen so weitreichende Raketen auch verteidigen?"
  },
  {
    "start": 1261.07,
    "end": 1261.95,
    "text": "Ja, Sie haben völlig recht."
  },
  {
    "start": 1262.05,
    "end": 1265.75,
    "text": "Also Iron Dome in Berlin könnte vielleicht vor Raketen aus Potsdam schützen."
  },
  {
    "start": 1265.83,
    "end": 1267.01,
    "text": "Aus Hamburg wird es dann schon schwierig."
  },
  {
    "start": 1267.19,
    "end": 1268.51,
    "text": "Da bräuchte man dann schon David Sling."
  },
  {
    "start": 1269.25,
    "end": 1275.889,
    "text": "Und die Israelis haben deswegen einen Multi-Layer-Defense, also wie eine Zwiebel, die wird immer bemüht als Beispiel mit vielen Heuten."
  },
  {
    "start": 1276.61,
    "end": 1288.389,
    "text": "eine Verteidigung aufgebaut, wo mehrere Systeme für mehrere Layers, also mehrere Höhenbereiche übereinander liegen und versuchen dann Raketen, die in diesen Höhenbereichen anfliegen, abzufangen."
  },
  {
    "start": 1288.45,
    "end": 1296.19,
    "text": "Dazu muss man wissen, kurdstrengere Raketen fliegen sehr kurz, langstrengere Raketen fliegen sehr hoch, kurdstrengere Raketen fliegen sehr niedrig, langstrengere Raketen fliegen sehr hoch."
  },
  {
    "start": 1297.27,
    "end": 1299.87,
    "text": "Je weiter man fliegt, desto schneller fliegt man auch."
  },
  {
    "start": 1301.149,
    "end": 1304.43,
    "text": "Man hat größere technische Herausforderungen, um weitere Raketen abzufangen."
  },
  {
    "start": 1304.81,
    "end": 1308.17,
    "text": "langstrecken Raketen abzufangen, weil sie schneller sind und höher fliegen."
  },
  {
    "start": 1308.71,
    "end": 1310.55,
    "text": "Und dazu braucht man eben völlig andere Systeme."
  },
  {
    "start": 1310.69,
    "end": 1317.49,
    "text": "und deswegen hat man sich da eben damit beschäftigt, dass man verschiedene Systeme hat, die auch noch untereinander sich ergänzen könnten."
  },
  {
    "start": 1317.59,
    "end": 1322.09,
    "text": "und theoretisch könnten sie sogar mit Iron Dawn versuchen auf eine mittelstrecken Rakete zu schießen."
  },
  {
    "start": 1322.129,
    "end": 1325.45,
    "text": "Die Angeflogen kommen vielleicht treffen sie sogar, aber die ist schon so schnell, da ist schon schwierig."
  },
  {
    "start": 1325.87,
    "end": 1334.99,
    "text": "Sie können aber trotzdem versuchen in dieser Layered Defense mit mehreren unterschiedlichen Systemen, an mehreren Punkten des Angriffes eine mittelstrecken oder langstrecken rakete runter zu holen."
  },
  {
    "start": 1335.47,
    "end": 1347.19,
    "text": "das haben die israelis sehr früh erkannt und gemacht haben deswegen nicht bloß im untersten layer iron dome gemacht was eben in erster linie gegen die ganz ganz kurzen kurze streng raketen ist sondern drüber haben sie davidsling geschichtet."
  },
  {
    "start": 1347.27,
    "end": 1351.25,
    "text": "darüber kommt arrow und genau zu sein arrow zwei darüber kommt da noch mal arrow drei."
  },
  {
    "start": 1351.97,
    "end": 1357.59,
    "text": "das ist auch das system das jetzt deutschland sich geleistet hat vor kurzer zeit und arrow drei."
  },
  {
    "start": 1357.67,
    "end": 1365.03,
    "text": "im besonderen ist angedacht dass es eben Raketen schon außerhalb der Atmosphäre bekämpfen kann, bevor sie wieder eintreten."
  },
  {
    "start": 1365.129,
    "end": 1376.149,
    "text": "Denn Raketen, die über dreihundert, vierhundert, fünfhundert Kilometer Reichweite haben, die verlassen kurzzeitig die dichte Luftschicht der Atmosphäre, fliegen durch den Weltraum und fallen dann wieder zurück auf die Erde in die Atmosphäre hinein."
  },
  {
    "start": 1376.49,
    "end": 1380.77,
    "text": "Und Aero III soll diese Raketen eben schon im Weltraum bekämpfen können."
  },
  {
    "start": 1381.59,
    "end": 1397.87,
    "text": "Und da Iran ständig in den letzten Jahren gedroht hat, damit Israel zu vernichten und über tausend Kilometer weit weg ist, hat man eben dieses System so aufgebaut, dass es iranische Mittelstrecken-Raketen im Weltraum, die tausend, zweihundert, tausend, dreihundert Kilometer Reichweite haben, dort schon bekämpfen kann im Weltraum."
  },
  {
    "start": 1398.23,
    "end": 1402.37,
    "text": "Und wenn sie trotzdem durchkommen, kann Aero II noch etwas weiter unten versuchen, was zu machen."
  },
  {
    "start": 1402.43,
    "end": 1406.61,
    "text": "Und wenn sie trotzdem immer noch nicht abgeschossen sind, kann man nochmal versuchen, mit David Zling auf sie zu schießen."
  },
  {
    "start": 1407.29,
    "end": 1412.77,
    "text": "Das alles scheint ja ganz gut geklappt zu haben, wieder anhand der Ereignisse des letzten Jahres gesehen."
  },
  {
    "start": 1413.19,
    "end": 1427.33,
    "text": "Wenn Sie schon das Weltraum ansprechen, ich habe mir im Vorfeld dieses Gespräches einige Texte angesehen und unter anderem eine Aussendung beziehungsweise eine Werbebotschaft des Rüstungskonzerns Northrop Grumman gefunden."
  },
  {
    "start": 1427.389,
    "end": 1428.87,
    "text": "Ich hoffe, es spricht diesen Namen richtig aus."
  },
  {
    "start": 1429.51,
    "end": 1436.35,
    "text": "Da ist die Rede von Krieg im Weltraum, Satelliten, Konstellationen und Abwehrkanonen auf dem Boden als letztes Mittel beispielsweise."
  },
  {
    "start": 1436.79,
    "end": 1450.25,
    "text": "Vor allem der erste Punkt mit dem Weltraum, den Sie jetzt angesprochen haben, das klingt ja irgendwie fast ein bisschen nach Ronald Reagan's Idee, aus den achtziger Jahren Raketen quasi im Weltraum zu stationieren und das ist ja damals Star Wars getauft worden."
  },
  {
    "start": 1452.07,
    "end": 1475.33,
    "text": "Die Leute waren damals ja alle nicht blöd und haben damals schon rausgefunden in den Sechziger, Siebziger, Achtziger Jahren, wenn sie tatsächlich den damaligen Hauptfeind Großland in die Schranken weisen wollen, dann brauchen sie ein Abwehrsystem, das eine große Zahl von Gefechtsköpfen, nicht nur Raketen, sondern die Raketen können ja mehrere Gefechtsköpfe aussetzen, diese Gefechtsköpfe bereits im Weltraum abfangen kann."
  },
  {
    "start": 1475.95,
    "end": 1482.09,
    "text": "Das hat eben damit zu tun, dass ein Großteil der langstrecken Raketen, der Trajektorie der langstrecken Raketen im Weltraum liegt."
  },
  {
    "start": 1482.51,
    "end": 1494.649,
    "text": "Und wenn man da eben sicher sein will, dass man das trifft, das ganze Zeug, was da anfliegt, kann man nicht warten, bis es tatsächlich in den USA in die einzelnen Städte einschlägt und das dort versuchen, es zu bekämpfen, sondern man muss es schon frühzeitig bekämpfen."
  },
  {
    "start": 1495.27,
    "end": 1497.53,
    "text": "Und dann hat man auch die Möglichkeit, mehrere Schüsse zu machen."
  },
  {
    "start": 1498.51,
    "end": 1504.71,
    "text": "Und man kann es auch möglichst früh am Startgebieten machen, sodass diese ganzen Atomwaffen, wenn sie dann getroffen werden und runterfallen, nicht trotzdem."
  },
  {
    "start": 1505.27,
    "end": 1506.35,
    "text": "irgendwelchen Schaden anrichten."
  },
  {
    "start": 1506.41,
    "end": 1512.53,
    "text": "Es gibt also viele gute Gründe, warum man das ganze versucht schon so früh wie möglich am liebsten schon beim Start zu bekämpfen."
  },
  {
    "start": 1513.01,
    "end": 1514.77,
    "text": "Da hat man aber das Problem bei den Russen gehabt."
  },
  {
    "start": 1514.93,
    "end": 1525.19,
    "text": "Die haben ihre gesamten Atomraketensilos, wenn wir von Landgeschützten Atomraketen reden, in der Mitte ihres Landes, beziehungsweise im Süden, also in Zentralasien, so in einem Gürtelrichtig eingestellt."
  },
  {
    "start": 1525.649,
    "end": 1534.85,
    "text": "Da kommen sie mit Boostface-Interceptoren, wie man es genannt hat, die man eben an den Grenzen des Ostblocks aufgestellt hätte, kommen sie nicht hin."
  },
  {
    "start": 1535.27,
    "end": 1540.01,
    "text": "Die fliegen nicht schnell genug, um dann über russischem Territorium beim Aufstieg diese Dinger schon zu treffen."
  },
  {
    "start": 1540.51,
    "end": 1544.389,
    "text": "Deswegen haben wir gesagt, da dann überlegen wir uns halt, ob wir nicht in den Weltraum gehen können."
  },
  {
    "start": 1545.03,
    "end": 1553.45,
    "text": "Denn im Weltraum, auch hier muss ich kurz ausholen, ist es so, dass Satelliten genauso wie alle anderen Objekte nicht stationär über der Erde stehen."
  },
  {
    "start": 1553.95,
    "end": 1558.41,
    "text": "Je weiter sie draußen sind, sind sie gefühlt irgendwann mal in thirty-thausend Kilometer Höhe."
  },
  {
    "start": 1558.97,
    "end": 1564.31,
    "text": "stationär über der Erde, weil sich das Atalit genauso langsam um die Erde dreht, wie die Erde selber sich dreht."
  },
  {
    "start": 1564.47,
    "end": 1568.129,
    "text": "Einmal in vierundzwanzig Stunden um sich selbst, wenn sie aber weiter unten sind."
  },
  {
    "start": 1568.21,
    "end": 1571.77,
    "text": "Und das müssen sie bei der Raketenabwehr natürlich sein, wenn sie da irgendwas unten abschießen wollen."
  },
  {
    "start": 1572.31,
    "end": 1584.21,
    "text": "Dann haben sie das Problem, dass sie so in dreihundert, vierhundert, fünfhundert, sechshundert Kilometer Höhe, wo die Atmosphäre dünn genug ist, dass sie dort mit achtundzwanzigtausend Stundenkilometer ständig im Kreis um die Erde jagen."
  },
  {
    "start": 1584.29,
    "end": 1586.27,
    "text": "Alle neunzig Minuten sind sie einmal um die Erde rum."
  },
  {
    "start": 1586.99,
    "end": 1590.889,
    "text": "Und dann dreht sich diese blöde Erde auch noch unter ihnen in vierundzwanzig Stunden um sich selbst."
  },
  {
    "start": 1590.99,
    "end": 1594.57,
    "text": "Das heißt, sie ändern ihre Position über der Erde die ganze Zeit."
  },
  {
    "start": 1594.75,
    "end": 1596.57,
    "text": "Sie können nicht stillstehen über einen Punkt."
  },
  {
    "start": 1597.31,
    "end": 1606.81,
    "text": "Das heißt also, wenn sie irgendwelche Sachen, die aus Russland anfliegen, abfangen wollen, sie wissen ja schon von Simulationen, auf welchen Bahnen sich die wohl bewegen müssen."
  },
  {
    "start": 1606.91,
    "end": 1608.87,
    "text": "Das ist ein physikalische Gesetzmäßigkeit."
  },
  {
    "start": 1609.25,
    "end": 1623.55,
    "text": "Und wenn sie an diesen Bahnen Interceptoren in Reichweite haben wollen, müssen sie halt recht viele im Weltall stationieren, damit sie dann tatsächlich in der Reichweite sind, wenn einmal eine solche Rakete aus Russland startet, dass sie da ein Interceptor haben, der die rechtzeitig noch erreichen kann, bevor das ganze Ding wieder vorbeigeflogen."
  },
  {
    "start": 1623.61,
    "end": 1627.59,
    "text": "Das heißt, es wäre eine tolle Sache, wenn man solche Weltrahmen abfangen, Mittel hätte."
  },
  {
    "start": 1628.01,
    "end": 1632.73,
    "text": "Aber wenn man das mal anschaut und durchrechnet, kommt man schnell darauf, dass es sehr viele sein müssen."
  },
  {
    "start": 1632.95,
    "end": 1635.03,
    "text": "Besonders, wenn man dann solche Gegner wie Russland anschaut."
  },
  {
    "start": 1635.87,
    "end": 1638.81,
    "text": "die auch sehr viele Sprengköpfe haben, die in die Tausende gehen."
  },
  {
    "start": 1639.67,
    "end": 1647.51,
    "text": "Kannst du mal ausrechnen, wenn Sie dann die Wahrscheinlichkeit noch nehmen, dass Sie um einen Sprengkopf rauszunehmen, mehrere Abfangpaketen brauchen, wie viele Sie dort im Weltallstatt zu nehmen müssen."
  },
  {
    "start": 1647.71,
    "end": 1650.69,
    "text": "Es wird wieder unglaublich aufwendig und unglaublich teuer."
  },
  {
    "start": 1651.73,
    "end": 1665.85,
    "text": "Und diese Idee wurde trotzdem, die wurde ja damals unter Reagan intensiv im STI bearbeitet, bis dann die Soviets irgendwann gesagt haben, jetzt kapitulieren wir, das wird uns alles zu teuer, wir schmeißen das Handtuch und dann ist die in der Versenkung verschwunden, obwohl es damals schon hieß, dass es alles unbezahlbar."
  },
  {
    "start": 1665.97,
    "end": 1669.49,
    "text": "Technisch wäre es vielleicht sogar gegangen, die Frage ist zu welchem Preis."
  },
  {
    "start": 1669.91,
    "end": 1676.01,
    "text": "So, und jetzt hat anscheinend Trump oder seine Berater diese Idee wieder ausgegraben und es klingt ja auch toll."
  },
  {
    "start": 1676.629,
    "end": 1685.83,
    "text": "Es ist ja schön, dass man dann vielleicht sogar mit Laserwaffen, die man im Weltraum stationiert, anfliegende, angreifende Atomraketen abschießen und damit die USA schützen könnte."
  },
  {
    "start": 1686.47,
    "end": 1689.43,
    "text": "Nur wird es halt leider und endlich teuer."
  },
  {
    "start": 1689.81,
    "end": 1693.45,
    "text": "Die, die sich am meisten freuen, ist natürlich, Sie haben es gesagt, die Industrie."
  },
  {
    "start": 1694.31,
    "end": 1695.69,
    "text": "Man schafft damit auch Arbeitsplätze."
  },
  {
    "start": 1696.129,
    "end": 1704.85,
    "text": "Es gibt Stimmen, die sagen, dieses ganze Golden Dawn Programm mag in erster Linie vielleicht ein Industrieprogramm sein und da ein paar Gelder wieder in... wohl dotierter Arbeitsplätze zu pumpen."
  },
  {
    "start": 1704.97,
    "end": 1706.27,
    "text": "Ich maße mir da kein Butter."
  },
  {
    "start": 1706.889,
    "end": 1715.95,
    "text": "Vielleicht, um auf diesen Punkt noch einmal einzugehen, SpaceX von Elon Musk soll ja da auch irgendwie mit drin hängen, mit seinen Satelliten oder möglichen Systemen in wiefern."
  },
  {
    "start": 1716.43,
    "end": 1718.69,
    "text": "Ja, das ist auch eine interessante Sache."
  },
  {
    "start": 1719.21,
    "end": 1723.73,
    "text": "Früher war es ja so, dass Satelliten sehr teuer und sehr schwer waren."
  },
  {
    "start": 1723.85,
    "end": 1725.37,
    "text": "Die Elektronik war noch nicht so weit."
  },
  {
    "start": 1725.51,
    "end": 1730.43,
    "text": "Die Energieversorgung, die Solarpaneele, die Batterien, alles war groß und schwer und teuer."
  },
  {
    "start": 1731.17,
    "end": 1734.41,
    "text": "Und wenn man es im Weltraum gebracht hat, war es noch schwerer, noch größer und noch teurer."
  },
  {
    "start": 1735.35,
    "end": 1746.43,
    "text": "Und deswegen gab es in die fünftiger, sechziger, siebziger, achtziger Jahren, als das Ganze losging mit Weltraum, Militarisierung sehr große Satelliten, die teilweise Schulbusgröße hatten, entsprechend unglaublich teuer waren."
  },
  {
    "start": 1747.09,
    "end": 1748.149,
    "text": "und wenige waren."
  },
  {
    "start": 1748.389,
    "end": 1758.45,
    "text": "Jetzt hat man durch die Miniaturisierung in den letzten Jahrzehnten es geschafft, dass ganz kleine kühlschrankgroße Satelliten schon das leisten können, wofür man früher einen Schulbus großen Satelliten gebraucht hatte."
  },
  {
    "start": 1758.79,
    "end": 1760.33,
    "text": "Das Ganze wurde auch deutlich billiger."
  },
  {
    "start": 1760.61,
    "end": 1764.01,
    "text": "Dazu kommt noch die Verbilligung des Raumtransports durch Firmen wie SpaceX."
  },
  {
    "start": 1764.77,
    "end": 1775.09,
    "text": "Und plötzlich ist es möglich, dass man nicht bloß ein Dutzend Satelliten, die man zur Unterstützung als Sensorik, als Kommunikation, als Augen im Weltall braucht, oben ins All stationiert."
  },
  {
    "start": 1775.55,
    "end": 1788.59,
    "text": "die dann im Konfliktfall natürlich auch schnell abgeschossen werden würden, sondern man kann jetzt für den gleichen Preis oder billiger Tausende solche Satelliten im niedrigen Umlaufbahnstationieren, hat damit eine globale Abdeckung."
  },
  {
    "start": 1788.99,
    "end": 1794.91,
    "text": "Und wenn der Feind tatsächlich im Krieg meint, er müsste dagegen was unternehmen, müsste er eben diese vielen Tausend Satelliten alle abschießen."
  },
  {
    "start": 1795.09,
    "end": 1796.149,
    "text": "Das ist dann wieder aufwendig."
  },
  {
    "start": 1796.23,
    "end": 1803.81,
    "text": "Das heißt, daher ist es sehr attraktiv, dass man sehr viele kleine Satelliten Insall bringt und genau diese Aufgaben diese militärischen Aufgaben zu übernehmen."
  },
  {
    "start": 1803.93,
    "end": 1809.37,
    "text": "Jetzt hat eben Elon Musk mit seinem Starlink schon sehr viele Satelliten für Kommunikation ins All gebracht."
  },
  {
    "start": 1809.41,
    "end": 1811.71,
    "text": "Diese Kommunikation wird wohl auch vom US-Militär genutzt."
  },
  {
    "start": 1812.05,
    "end": 1815.129,
    "text": "Es gibt ein weiteres Parallelprogramm, das nennt sich Star Shield."
  },
  {
    "start": 1815.55,
    "end": 1817.01,
    "text": "Es läuft ein bisschen unter dem Radar."
  },
  {
    "start": 1817.47,
    "end": 1823.43,
    "text": "Da mauselt er mit dem Pentagon und macht da wohl auch schon einiges nach den Anforderungen des Pentagon."
  },
  {
    "start": 1824.07,
    "end": 1832.93,
    "text": "schießt da nochmal eigene Satelliten, die auf Starlink basieren rauf und versucht da für die Amerikaner auch auf militärischer Seite ein solches Netzwerk an Satelliten mit aufzubauen."
  },
  {
    "start": 1833.01,
    "end": 1841.75,
    "text": "Im Bootzimmer noch weitere Firmen, aber SpaceX ist da wie sie gesagt haben ganz prominent dabei und da wird viel gemacht und viel aufgebaut im Moment auch für die Raketenabwehr."
  },
  {
    "start": 1842.03,
    "end": 1848.389,
    "text": "Das heißt aber auch, dass... Satelliten nicht die Schwachstelle sind, die man sich vielleicht vorstellen kann."
  },
  {
    "start": 1848.47,
    "end": 1853.87,
    "text": "Ich meine, wenn man einen x-beliebigen Science-Fiction-Film hernimmt, da muss ein Gerät zerstört werden und dann bricht alles zusammen."
  },
  {
    "start": 1854.19,
    "end": 1858.33,
    "text": "Das heißt, einen Satelliten abzuschießen würde wahrscheinlich gar nicht reichen, weil es gibt tausende andere, die einspringen."
  },
  {
    "start": 1858.47,
    "end": 1859.03,
    "text": "Das ist richtig."
  },
  {
    "start": 1859.07,
    "end": 1863.67,
    "text": "Das ist einer der Hintergrundgedanken, dass man eben durch Redundanz ist, dem Feind erschwert, das ganze Netzwerk lahmzulegen."
  },
  {
    "start": 1864.45,
    "end": 1867.51,
    "text": "Hier gibt es aber auch wieder eine Problematik, die gerne übersehen wird."
  },
  {
    "start": 1867.629,
    "end": 1871.09,
    "text": "Die bringe ich gerne dann bei den Seminaren in Sibri, wenn es über Weltraumwaffen geht."
  },
  {
    "start": 1871.71,
    "end": 1885.01,
    "text": "Ein Land wie Nordkorea könnte innerhalb von einer Woche sämtliche Satelliten im niedrigen Erdorbit komplett rausnehmen, wenn sie wollten, indem sie einfach oben in einer ihrer Raketen eine Ladung Kies reinpacken."
  },
  {
    "start": 1885.45,
    "end": 1889.93,
    "text": "Und die in eine niedrige Erdumlaufbahn schießen und diese Geschosse verteilen sich dann schön."
  },
  {
    "start": 1889.99,
    "end": 1895.73,
    "text": "Die treffen dann irgendwann mit diesen hohen Relativgeschwindigkeiten von achtundzwanzigtausend Stundenkilometer auf einen Satelliten."
  },
  {
    "start": 1896.11,
    "end": 1903.31,
    "text": "Ist dann sowas, ob den Satellit eine Handgranate trifft, der explodiert regelrecht, die Trümmerteile kommen dazu zu diesem einzelnen Kiesel und so."
  },
  {
    "start": 1903.85,
    "end": 1907.55,
    "text": "werden nach und nach immer mehr Satelliten durch immer mehr Trümmerteile getroffen."
  },
  {
    "start": 1907.67,
    "end": 1911.19,
    "text": "Es gibt einen sogenannten Kaskaden-Effekt, den hat damals ein Kessler beschrieben."
  },
  {
    "start": 1911.23,
    "end": 1913.95,
    "text": "Das heißt, das Kessler-Syndrom gibt es schön im Papier, im Internet darüber."
  },
  {
    "start": 1914.43,
    "end": 1924.85,
    "text": "Und innerhalb von wenigen Tagen bis wenigen Wochen würde sich eine riesige Staub- und Dreckwolke um die Erde in den Satellitenbahnen bewegen und alle Satelliten komplett rausnehmen."
  },
  {
    "start": 1925.389,
    "end": 1935.27,
    "text": "Und man hätte auch... viele Jahrzehnte, in denen man überhaupt keine Raumfahrt betreiben könnte, weil diese Wolke rund um die Erde mit diesen hohen Geschwindigkeiten jenes Raumfahrzeug sofort zerschießen wird."
  },
  {
    "start": 1935.93,
    "end": 1947.649,
    "text": "Das ist also alles unter diesem Aspekt gedacht, natürlich auch Eine gewisse Gefahr, es gibt keine absolute Sicherheit, dass ich mir durch viele Zahlen an Satelliten da erkaufe, dass die unangreifbar wären."
  },
  {
    "start": 1948.11,
    "end": 1956.35,
    "text": "Wenn jetzt sagen wir mal Russland oder China sich überlegt, okay, besser keiner von uns hat Satelliten im All als die Amerikaner, dann schießt man eben sowas hoch."
  },
  {
    "start": 1957.05,
    "end": 1963.389,
    "text": "Wir sind ja auch alle nicht blöd, die haben sich sich ja auch schon Gedanken darüber gemacht und nimmt damit einfach mal sämtliche Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn raus."
  },
  {
    "start": 1963.49,
    "end": 1968.629,
    "text": "Man sind alle blind und wenn sich die Amerikaner oder auch die Europäer nur auf diese Systeme verlassen, dann hat man wiederum ein Problem."
  },
  {
    "start": 1969.01,
    "end": 1977.09,
    "text": "Damit wird das Playing-Field, wie man so schön im Englischen sagt, levelt den Playing-Field, das wird eingeebnet und alle müssen ohne Satelliten, ohne Wildraum-Unterstützung weiter arbeiten."
  },
  {
    "start": 1977.67,
    "end": 1980.93,
    "text": "Ich denke mir, dass solche Pläne durchaus in den Schubladen von diesen anderen Ländern liegen."
  },
  {
    "start": 1981.21,
    "end": 1982.71,
    "text": "Wir hoffen mal, dass es niemals so wird kommen."
  },
  {
    "start": 1983.07,
    "end": 1984.85,
    "text": "Das habe ich tatsächlich so noch nie gehört."
  },
  {
    "start": 1985.41,
    "end": 1992.25,
    "text": "Wenn ich sie da jetzt richtig verstanden habe, ich kann ein paar Kieselsteine in den Weltraum schießen und somit mehr oder weniger alle Satelliten lahmlegen."
  },
  {
    "start": 1992.75,
    "end": 1997.51,
    "text": "Das heißt aber nicht nur militärische, sondern generell, das heißt kein GPS, keine Verbindungen."
  },
  {
    "start": 1998.149,
    "end": 2000.03,
    "text": "Das wäre ja ein absolutes Dumstestszenario."
  },
  {
    "start": 2000.45,
    "end": 2001.61,
    "text": "Zumindest, was die Kommunikation betrifft."
  },
  {
    "start": 2001.83,
    "end": 2001.97,
    "text": "Wollte"
  },
  {
    "start": 2002.05,
    "end": 2002.29,
    "text": "richtig."
  },
  {
    "start": 2002.35,
    "end": 2006.129,
    "text": "Also GPS-Satelliten würden noch eine Zeit lang funktionieren, weil die viel weiter draußen sind."
  },
  {
    "start": 2006.31,
    "end": 2008.57,
    "text": "Die sind so an fünfzehn bis zwanzigtausend Kilometer Höhe."
  },
  {
    "start": 2009.09,
    "end": 2011.31,
    "text": "Soweit würde man mit seiner Kieswolke nicht rauskommen."
  },
  {
    "start": 2011.59,
    "end": 2013.55,
    "text": "Aber die haben natürlich keine unbegrenzte Lebensdauer."
  },
  {
    "start": 2013.61,
    "end": 2017.129,
    "text": "Das heißt, danach würden die ausfallen über die Jahre und dann würde auch GPS weg."
  },
  {
    "start": 2017.629,
    "end": 2023.129,
    "text": "Neue hochzuschießen würde wahrscheinlich nicht gehen, weil man beim Durchfliegen dieser Wolke auch ständig Schaden nehmen würde."
  },
  {
    "start": 2023.49,
    "end": 2027.81,
    "text": "Außer man überlegt sich da irgendeine Härtung, diese Teile, ob das funktioniert, weiß ich nicht."
  },
  {
    "start": 2028.55,
    "end": 2031.35,
    "text": "Das wäre ein Thema, was man mal untersuchen müsste."
  },
  {
    "start": 2031.93,
    "end": 2032.59,
    "text": "Auf jeden Fall, ja."
  },
  {
    "start": 2033.35,
    "end": 2034.55,
    "text": "Man hätte ein Riesenproblem."
  },
  {
    "start": 2034.99,
    "end": 2036.67,
    "text": "Wetter-Satelliten würden ausfallen."
  },
  {
    "start": 2037.03,
    "end": 2039.53,
    "text": "Die niedrigen Kommunikations-Satelliten würden ausfallen."
  },
  {
    "start": 2039.57,
    "end": 2042.41,
    "text": "Die gesamte Erdbeobachtung in niedrigen Orbelts würde ausfallen."
  },
  {
    "start": 2042.45,
    "end": 2044.83,
    "text": "Die bemannte Raumfahrt wäre komplett auf Eis gelegt."
  },
  {
    "start": 2045.55,
    "end": 2061.57,
    "text": "Und ja, man müsste lange Zeit warten, bis die wieder von selbst aus der Atmosphäre ausgewaschen sind, was eben durchaus siebzig, achtzig, hundert Jahre dauern kann, bis die Restatmosphäre, die ja weit hinausgeht im Weltraum, so viel Luftwiderstand, so viel Reibungswiderstand bei diesen Trümmerstücken erzeugt hat, dass die wieder ausgewaschen sind."
  },
  {
    "start": 2061.81,
    "end": 2064.75,
    "text": "Ja, es wäre ein, wie man so schon sagt, ein DOOM-Stay-Szenario."
  },
  {
    "start": 2065.13,
    "end": 2069.45,
    "text": "Das heißt aber auch, dass es wieder so ein Art Gleichgewicht des Schreckens."
  },
  {
    "start": 2070.47,
    "end": 2074.23,
    "text": "beinhaltet, denn wenn das Einland macht, kann es selber auch nichts mehr zukreifen."
  },
  {
    "start": 2074.35,
    "end": 2078.87,
    "text": "Man kann nicht nur die anderen mit Kieselsteinen aus den Weg räumen, sondern man räumt sich selbst auch aus dem Weg."
  },
  {
    "start": 2079.25,
    "end": 2083.73,
    "text": "Das ist richtig und vielleicht hätte das damit auch eine etwas stabilisierendere Wirkung und wir hoffen mal, dass."
  },
  {
    "start": 2084.17,
    "end": 2088.13,
    "text": "das wäre natürlich auch ein Terroranschlag, der sehr spürbar wäre."
  },
  {
    "start": 2088.23,
    "end": 2093.67,
    "text": "Hoffen wir mal, dass es lange dauert, bis Terroristen soweit sind, dass sie Objekte in die niedrigen Erdumlaufbahnen schießen können."
  },
  {
    "start": 2094.43,
    "end": 2101.09,
    "text": "Aber Staaten jedenfalls werden sich das dreimal überlegen, ob sie so etwas machen, weil sie damit selber natürlich auch getroffen sind."
  },
  {
    "start": 2101.13,
    "end": 2110.99,
    "text": "Wenn sie aber einen Staat haben, der sowieso keine Stateliten oben hat, Stichwort Nordkorea oder Iran, der bloß einen Hanfall oben hat, da gibt es sicher größere Bedenken, dass das vielleicht mal gemacht werden könnte."
  },
  {
    "start": 2111.49,
    "end": 2126.17,
    "text": "Und wenn jetzt um den Schluss wieder zu machen, wenn jetzt Golden Dome tatsächlich installiert wird in der niedrigen Erdumlaufbahn, dann könnte Nordkorea natürlich mit einem solchen Schuss Durchaus sehr viele Objekte des Golden Dome wieder rausnehmen und neutralisieren."
  },
  {
    "start": 2127.03,
    "end": 2128.55,
    "text": "Mit sehr wenig Kosten."
  },
  {
    "start": 2129.33,
    "end": 2133.25,
    "text": "Und das mag auch ein Grund sein, warum die Amerikaner immer schon klar gemacht haben."
  },
  {
    "start": 2133.47,
    "end": 2139.21,
    "text": "Angriffe auf diese strategisch angesehenen Assets, strategisch angesehenen Satelliten."
  },
  {
    "start": 2139.99,
    "end": 2153.99,
    "text": "werden interpretiert auf gleicher Ebene mit einem Atomangriff und entsprechend beantwortet, weil sie selber wissen, wie ihnen das wehtun würde und sie versuchen dann andere abzuschrecken, dass sie jemals in diese Richtung denken und diese Satelliten überhaupt mal rausnehmen können."
  },
  {
    "start": 2154.25,
    "end": 2154.33,
    "text": "Herr"
  },
  {
    "start": 2154.37,
    "end": 2171.91,
    "text": "Schiller, vielleicht abschließend, wenn wir dieses eine Szenario mal auf die Seite geben, wie gesagt, so noch nie gehört, wahnsinnig interessant, aber wenn Geld keine Rolle spielen würde, wenn Ressourcen keine Rolle spielen würden, wenn die USA alle Ressourcen und alles Geld der Welt hätten."
  },
  {
    "start": 2172.35,
    "end": 2182.49,
    "text": "Könnte man tatsächlich die gesamte USA zu hundert Prozent abdecken von großen Städten wie Los Angeles bis zu unbewohnten Gebieten wie, keine Ahnung, die Wüste von Nevada?"
  },
  {
    "start": 2182.97,
    "end": 2186.39,
    "text": "Wenn Geld keine Rolle spielt und Ressourcen auch genug da werden."
  },
  {
    "start": 2186.55,
    "end": 2187.75,
    "text": "Diese Sachen muss ja jemand bauen."
  },
  {
    "start": 2187.91,
    "end": 2190.77,
    "text": "Man braucht ja auch die Materialien dafür und das muss ja hochgeschossen werden."
  },
  {
    "start": 2191.59,
    "end": 2197.43,
    "text": "Dann wäre es wohl möglich einen Golden Dome zu bauen, der aber niemals hundert Prozent Sicherheit garantieren kann."
  },
  {
    "start": 2197.93,
    "end": 2203.47,
    "text": "Unter Ingenieuren haben wir Murphys Gesetz, was besagt, wenn etwas schiefgehen kann, dann geht es auch schief."
  },
  {
    "start": 2204.05,
    "end": 2208.91,
    "text": "Das ist natürlich immer der Fall, wenn es um solche Maschinen geht und Abwehrsysteme sind nichts anderes als Maschinen."
  },
  {
    "start": 2209.33,
    "end": 2220.57,
    "text": "Da kann immer was schiefgehen, irgendetwas kommt immer durch und letztlich kann dann, wenn man mit vielen tausend Atomwaffen beschossen wird, muss man damit rechnen, dass eine davon aus irgendwelchen Gründen trotzdem durchkommt, vielleicht sogar zwei, vielleicht sogar drei."
  },
  {
    "start": 2221.37,
    "end": 2246.47,
    "text": "Und das ist ja auch in dem Sinne von dem Gleichgewicht gesehen hier nicht schlecht, weil dann nämlich ein Spieler eben nicht weiß er ist unverwundbar, sondern immer befürchten muss, dass er trotzdem noch eins auf die Nase kriegt und sich deswegen dreimal überlegt, ob er aggressiv agiert und versucht die anderen auszulöschen, weil er selber könnte auch getroffen werden und dann überlegt er sich vielleicht dreimal, ob er das überhaupt so zugespitzt."
  },
  {
    "start": 2247.23,
    "end": 2248.49,
    "text": "in die Realität umsetzen."
  },
  {
    "start": 2248.83,
    "end": 2250.47,
    "text": "Einen Punkt haben wir jetzt absolut ausgelassen."
  },
  {
    "start": 2250.61,
    "end": 2252.29,
    "text": "Dann habe ich zugegebenermaßen auch übersehen."
  },
  {
    "start": 2252.37,
    "end": 2254.09,
    "text": "Vielleicht hängt man noch ganz kurz hinten dran."
  },
  {
    "start": 2254.71,
    "end": 2256.67,
    "text": "Welche Rolle spielt den Grönland in dem Ganzen?"
  },
  {
    "start": 2256.87,
    "end": 2258.81,
    "text": "Das ist ja immer wieder in Verbindung gebracht worden."
  },
  {
    "start": 2259.07,
    "end": 2264.65,
    "text": "Ja, meine Vermutung ist natürlich, wenn man sich mal wieder ganz naiv bloß die Basis, die Basics anschaut."
  },
  {
    "start": 2264.85,
    "end": 2272.69,
    "text": "Wenn man schaut, wo die Russen überall ihre Atomraketen in Silos stationieren haben und auch die Bereitschaftsräume ihrer mobilen Atomraketen anschaut."
  },
  {
    "start": 2273.75,
    "end": 2288.05,
    "text": "Und dazu noch diese neuen Silofelder, die in China entdeckt wurden, nimmt und dann Linien davon auf zunächst die Ostküste der USA zieht und dann auch auf die Westküste der USA, dann gehen die alle, zumindest die auf die Ostküste zielen, den alle über Grönland."
  },
  {
    "start": 2288.37,
    "end": 2302.89,
    "text": "Das heißt, es würde sich anbieten, dass man in Grönland diese Mitkursinterseptoren, die in dem Mittelteil der anfliegenden Bahn versuchen, diese anfliegenden Atomraketen abzufangen, dass man die auf Grönland stationieren."
  },
  {
    "start": 2303.87,
    "end": 2304.87,
    "text": "Das wäre perfekt."
  },
  {
    "start": 2306.17,
    "end": 2316.13,
    "text": "Und das mag vielleicht einer der Gründe sein, dass die Amerikaner plötzlich im Zusammenhang mit Golden Dawn, der wurde ja auch erwähnt im Zusammenhang mit Grönland von Trump, plötzlich so ein großes Interesse haben."
  },
  {
    "start": 2316.33,
    "end": 2322.79,
    "text": "Natürlich kann man sich auch überlegen, dass man noch mehr Radarstellungen aufbaut, um bessere Zieleinweisungen zu bekommen für anfliegende Objekte."
  },
  {
    "start": 2323.03,
    "end": 2330.27,
    "text": "Aber es macht absolut Sinn unter dem Aspekt der Raketenabwehr, dass die Amerikaner in Grönland sich da irgendwas aufstellen wollen."
  },
  {
    "start": 2331.13,
    "end": 2333.71,
    "text": "Was ich nicht verstehe, meines Wissens, und auch dürften Sie das jetzt schon."
  },
  {
    "start": 2333.83,
    "end": 2335.45,
    "text": "Ich glaube auch, die Däne hätten dann nicht viel dagegen."
  },
  {
    "start": 2335.87,
    "end": 2338.01,
    "text": "Deswegen müssen Sie sich ja nicht selber haben, das Territorium."
  },
  {
    "start": 2338.09,
    "end": 2341.85,
    "text": "Es gibt da irgendwelche Sonderverträge, was die USA militärischen Gründern machen dürfen."
  },
  {
    "start": 2342.59,
    "end": 2344.81,
    "text": "Aber vielleicht wurde das Trump eingeflüstert."
  },
  {
    "start": 2344.93,
    "end": 2348.43,
    "text": "Das heißt, versucht das Land zu kriegen, damit wir da unsere Abwehr aufstellen können."
  },
  {
    "start": 2348.53,
    "end": 2349.87,
    "text": "Und er plappert es einfach weiter."
  },
  {
    "start": 2350.17,
    "end": 2350.27,
    "text": "Das"
  },
  {
    "start": 2350.31,
    "end": 2351.01,
    "text": "ist tatsächlich der Fall."
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  {
    "start": 2351.07,
    "end": 2356.55,
    "text": "Seit deiner Nünzehundert und fünfzig, da auf die USA gefühlt militärisch eigentlich so gut wie eh alles im Gründern."
  },
  {
    "start": 2356.67,
    "end": 2358.77,
    "text": "Und dazu muss man das Gebiet tatsächlich gar nicht"
  },
  {
    "start": 2359.55,
    "end": 2359.99,
    "text": "besitzen."
  },
  {
    "start": 2361.23,
    "end": 2368.15,
    "text": "Herr Schiller, vielen Dank für das Gespräch und für diese wahnsinnig spannenden Einschätzungen und beste Grüße nach Münch-Münch-Münchig natürlich."
  },
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    "end": 2368.91,
    "text": "Vielen Dank."
  },
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    "text": "Servus."
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    "end": 2376.45,
    "text": "Und wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, dann abonnieren Sie am besten unseren Kanal, lassen Sie uns einen Kommentar oder eine Bewertung da."
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    "end": 2379.89,
    "text": "Das hilft uns wahnsinnig bei der Verbreitung unserer journalistischen Arbeit."
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    "end": 2382.41,
    "text": "Ich bin Daniel Rechizekker, vielen Dank fürs dabei sein"
  },
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    "start": 2382.65,
    "end": 2384.65,
    "text": "und bis zum nächsten Mal."
  }
]