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    "text": "Das Jahr zweitausendundfünfundzwanzig geht zu Ende und ein einfaches Jahr weiß definitiv nicht."
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    "text": "Wir lassen diese turbulenten Zeiten heute Revue passieren und blicken auch in die Zukunft."
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    "text": "Was erwartet uns als Gesellschaft im Jahr zweitausendundsechsundzwanzig und welche großen uns teils unheimlichen Veränderungen haben uns in diesem auslaufenden Jahr beschäftigt."
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    "text": "Ich bin Daniel Retschizekker, das ist Thema des Tages der Nachrichten."
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    "text": "Podcast vom Standard."
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    "text": "Große Runde heute hier im Standard Podcast."
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    "text": "gleich drei Gäste hier zu Gast."
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    "text": "Petra Stuber, stellvertretende Chefredakteurin beim Standard ist hier."
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    "text": "Grüß dich Petra."
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    "text": "Hallo Daniel."
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    "text": "Erik Frey, leitender Redakteur beim Standard ist ebenfalls hier und auch ein Gast in die Zuhörerinnen und Zuhörer."
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    "text": "Sehr gut kennend, grüß dich Erik."
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    "text": "Ja, grüß dich Daniel."
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    "text": "Und der Chefredakteur selbst ebenfalls hier heute im Podcaststudio."
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    "text": "rund um Weihnachten ist das auch mal möglich."
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    "end": 52.82,
    "text": "Geralt Riedmann, grüß dich Geralt."
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    "end": 53.42,
    "text": "Hi, grüß dich."
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    "text": "Ihr drei, durchaus ein Jahr der Extreme, werfe ich jetzt mal so in den Raum."
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    "text": "Wir wissen ein wirklich extrem ungewöhnlicher Präsident, sagen wir es mal vorsichtig, hat das weiße Haus zum zweiten Mal beerrt."
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    "text": "Extrem chaotische Regierungsverhandlungen Anfang des Jahres liegen hinter uns."
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    "text": "Extreme, leider kriegerische Konflikte in Teilen der Welt, extreme Wirtschaftsabschwünge und so weiter."
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    "text": "Die Liste könnte man wahrscheinlich jetzt eine halbe Stunde lang fortsetzen."
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    "text": "Wenn ihr drei jetzt auf dieses Jahr blickt, wie würdet ihr es zusammenfassen?"
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    "text": "Was ist so... Der erste Gedanke, der euch kommt, wenn man zurückblickt."
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    "text": "Ich finde, es war ein Chaos, ja."
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    "text": "Ein Jahr, in dem alles möglich war und alles, von dem wir dachten, dass es selbstverständlich ist, das mussten wir hinter uns lassen."
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    "end": 101.32,
    "text": "Ja, dann kann ich mich eigentlich anschließen, würde ich sagen."
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    "text": "Rein arbeitstechnisch ist uns nicht langweilig geworden, Gerald, Erik."
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    "end": 106.82,
    "text": "Ich denke,"
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    "end": 108.64,
    "text": "wir hatten alle genug zu tun."
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    "end": 116.64,
    "text": "Aber es war, wenn man es weltpolitisch sieht, wenn man es innenpolitisch sieht, wenn man es vom ökonomischen Standpunkt aussieht, muss man sagen."
  },
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    "text": "Alles ein Wahnsinn und es hat eigentlich sich überall irgendwie der schlechte durchgesetzt oder nicht überall, aber es ist viel Negatives über uns hereingebrochen und das Positiver war eher sehr, sehr selten gestreut."
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    "text": "Ja, wir sind hier in Europa auf einer Art von Insel, die hier von zwei Kräften hier auch attackiert wird."
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    "text": "Einerseits Putin im Osten und Donald Trump im Westen."
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    "text": "Und wir halten uns hier irgendwie an den fast schon einem halben Schiffsrack noch fest und hoffen da irgendwie durchzukommen."
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    "text": "Ich finde es interessant, wenn man auf dieses Jahr noch mal zurückblickt."
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    "text": "Es sind so viele Selbstverständlichkeiten."
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    "text": "Und ich mache das jetzt noch nicht so lange, aber trotzdem, es gibt so einige Dinge, die ich mich in meinem Leben einfach gewöhnt habe, die USA sind immer dabei beispielsweise, oder gewisse Strukturen funktionieren einfach, die auf einmal aufgehört haben zu existieren oder vielleicht sogar nie da waren, aber man hat sich immer eingebildet."
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    "text": "Es ist ein Jahr, wo man viel zurücklassen musste oder an alten Glaubenssätzen auch."
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    "text": "Auch am gesellschaftlichen Fortschritt."
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    "text": "Ich bin Jahrgang-Baujahr."
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    "text": "Ich bin aufgewachsen mit der Debatte, dass auch gesellschaftliche Diskurse wie der Diskurs um Abtreibung und andere Themen, dass das weit hinter uns lag, das wurde gesellschaftlich ausdiskutiert, abgewägt, gab es Gerichtsurteile dazu und dann ist das so oft die Idee, dass jemand den Supreme Court in den USA strategisch umbesetzen könnte, um dann grundsätzliche Errungenschaften der Gesellschaft zurückzudrehen und auch dabei auch gesellschaftliche Fortschritte dem Sinne, dass ich meine drei Töchter und plötzlich erklären muss, dass es nicht selbstverständlich ist, dass sie sich mit einer weiblichen Form angesprochen fühlen können, sondern dass wieder in Frage gestellt wird, ob überhaupt dieses Gen dann notwendig sind."
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    "text": "Das sind alles Punkte, die, die hätte ich für, wie sagt man so schön auf solchen Medien, für zwanzig, fünfundzwanzig nicht auf meiner Bingo-Karte gehabt."
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    "text": "Aber darüber diskutieren wir und wir sehen einen grandiosen Backlash, der nicht nur von konservativen Kreisen, wo das ja übliche Realität war, sondern auch von... sehr rechten, von enormen Rechten, und da muss man ja auch immer wieder aufpassen."
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    "text": "Deshalb sind auch Journalistinnen und Journalisten so vorsichtig im Formulieren, aber das sind auch manchmal rechtsextreme Kreise, die knallharte... Ziele haben in den USA, Erik, da bist du, Spezialist, hast du auch ein großes Stück im Herbst."
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    "text": "Geschrieben ist nicht immer ganz klar, wer steuert denn da eigentlich, weil dass das dieser rachsüchtige Donald Trump ist, der allein agiert, das ist ja nicht der Fall, da sind Menschen, die dahinter stecken, da gibt es einen großen Plan."
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    "text": "Aber das sind schon Dinge, die jetzt für den Moment besorgniserregend sind."
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    "text": "Ja, ob es einen großen Plan gibt, darüber kann man nicht mehr diskutieren oder ob Geschichte nicht einfach auch durch ungeplant geschieht."
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    "text": "Das macht es nicht besser, aber unberechenbarer."
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    "text": "Und in meinen jüngeren Jahren, das waren die neunzehnneunziger Jahre, war so das Gefühl, die Welt wird besser."
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    "text": "Und wenn du jetzt sagst, das Jahr zweitausend, die wirklich die Jahrtausendwende, war so der Höhepunkt des Optimismus, wo das Internet erstmals diese Möglichkeiten geboten hat, der New Economy, die Börsen waren stark, die Demokratie schien sich durchzusetzen."
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    "text": "Diese Jahrtausendwende war, haben wir gedacht, von nun ja, jetzt ist das neue Jahrtausend mit all das bringen."
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    "text": "Es begann bereits mit Nine Eleven, dann kam die Weltfinanzkrise, dann kam nach und nach eine Krise nach der anderen."
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    "text": "Und die große Frage ist, haben wir eine Welle, ist das eine twenty-fünf-Jahr-Welle?"
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    "text": "Ist dieses Jahr, zwei-tausend-fünfundzwanzig, weil das vielleicht der Tiefpunkt, und von da könnte es sich zumindest stabilisieren, oder ist es eine dreißig-Jahr, vielleicht sogar fünfzig-Jahr-Welle, und sind wir überhaupt erst in der Mitte dieses absteigenden Astes?"
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    "text": "Das wissen wir nicht."
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    "text": "Lieber Hörerinnen und Hörer, wenn ihr jetzt glaubt, dass ich euch meinen Jahrgang sage, dass seid ihr schiefgewickelt, nicht mal zu Weihnachten."
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    "text": "Ihr dürft euch das wünschen, das müsst ihr schon selbst recherchieren."
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    "text": "Es ist aber auch völlig... Wir werden"
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    "text": "es nicht outen."
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    "text": "Es ist völlig unwichtig."
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    "end": 393.12,
    "text": "und was ich eigentlich sagen möchte ist, dass es sogar noch ein bisschen extremer ist, als ihr beide das seht, was mich in dem Jahr so bekümmert hat und wirklich beschäftigt hat, dass ich das Gefühl habe, dass etwas, das ich immer für sicher gehalten habe, nämlich die liberale Demokratie, dass die total spitz auf Knopf steht."
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    "text": "Also mir ist das noch nie so bewusst geworden wie in diesem Jahr."
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    "text": "Natürlich auch durch die Dacken, die aus einem kommen, die ich auch nie für möglich gehalten hätte."
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    "text": "Die Attacke auf Europa war die Attacke auch auf etablierte Systeme."
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    "text": "Alles wird ausgehebelt, alles wird in Frage gestellt."
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    "text": "Es ist ein starker Zug zum autokratischen."
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    "text": "In Russland sehen wir das sowieso und von Kino brauchen wir gar nicht reden."
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    "end": 426.78,
    "text": "Aber dass das auch in Europa schön langsam so in die Mittelschichten hineinfieltert, dass unser politisches System vielleicht gar nicht so brauchbar ist, wie wir glauben."
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    "text": "Das stimmt mich nicht nur nach, denke ich, sondern das macht mir wirklich Sorgen, weil ich einfach glaube, es gibt nichts besseres als die Demokratie."
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    "text": "Und wenn wir davon nicht überzeugt sind und wir dafür nicht kämpfen, ja, werden dann bitte sonst als wir Europäer?"
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    "text": "Das"
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    "text": "sieht man auch im kleinen Österreich innenpolitisch, ich meine vor ziemlich genau einem Jahr."
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    "text": "Es war ja dann genau der Jahreswechsel, die Hoffnung auf eine... Trierkoalition das erste Mal geplatzt."
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    "end": 470.82,
    "text": "Die folgenden Wochen, die kalten Wintermonate, Winterwochen waren geprägt von dem, dass sich viele in diesem Land ausgemalt haben, wie sie ist, Herbert Kickel, als Bundeskanzler erleben zu müssen."
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    "text": "Und dem Wichtern, jedenfalls habe ich das in vielen Kreisen so gespürt, eine gewisse Erleichterung, dass wir eine Regierung haben."
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    "text": "Und dann aber auch die Einsicht bei vielen spätestens im Sommer."
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    "text": "dass halt alleine eine Regierung zu haben, eigentlich selbstverständlich sein sollte, noch kein Ergebnis in dem Sinne ist, denn nur eine Regierung zu haben und so sei sie stabiler als gedacht."
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    "end": 495.479,
    "text": "und jedenfalls ist sie da."
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    "text": "Aber das Land hat grandiose Herausforderungen."
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    "text": "Es weht ein kalter Wintersturm um Europa und auch innerhalb von Europa."
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    "text": "Und"
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    "text": "in Österreich sind die wirtschaftlichen Daten blamabel."
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    "end": 512.9,
    "text": "Nicht nur die wirtschaftlichen Daten, weil das Mitgefühl mit der Wirtschaft, das kommt nur aus unterschiedlichen Kreisen, aber es betrifft uns alle."
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    "text": "Das Land ist in Bad Shape."
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    "text": "und alleine eine Regierung zu haben und ein Jahr lang oder ein Dreivierteljahr lang über Entbürokratisierung zu reden, um dann kurz vor Weihnachten noch ein Paket dann doch zusammen zu haben aus Hundertzehn mehr oder weniger Kleinigkeiten."
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    "text": "Hundertdreizehn?"
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    "text": "Ja."
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    "text": "Ja, mit Zahlen doch jetzt wieder."
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    "text": "Die Einzüge hätte ich mir gemerkt."
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    "text": "Für die Zuhörerinnen und Zuhörer, wir haben zu Beginn, bevor wir aufgenommen und gesagt haben, dass wir nicht ganz so viele Zahlen heute verwenden."
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    "text": "Ach so,"
  },
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    "end": 541.9,
    "text": "das habe ich gar nicht gehört."
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    "text": "Ich"
  },
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    "text": "habe mich doch aufs Geburtsdatum"
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    "text": "bezogen."
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    "text": "Ah"
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    "text": "ja, okay."
  },
  {
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    "text": "Aber ich finde, paar Zahlen sind absolut okay."
  },
  {
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    "end": 559.28,
    "text": "Diese Phase Anfang des Jahres, eben diese Regierungsbildung, die dann gescheitert ist, das war ja für uns Journalistinnen und Journalisten, ich weiß nicht, wie es da euch gegangen ist, also ein bisschen fast so herausschmerwein, so eine Dauerphase drin, man ist da irgendwie nicht rausgekommen."
  },
  {
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    "end": 562.64,
    "text": "Als sie dann angelobt worden sind, kann ich mich noch nicht so total viel abgefallen."
  },
  {
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    "end": 565.8,
    "text": "Das war irgendwie so, jetzt bin ich durch, jetzt könnte ich irgendwie in Pension gehen."
  },
  {
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    "text": "Aber was auch immer wieder mit schwingt mit dieser aktuellen Situation ist, dass es ein bisschen wie Aufschub wirkt."
  },
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    "end": 576.38,
    "text": "Es ist quasi so die letzte Chance, bevor es vielleicht wirklich düster wird."
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    "text": "Und das Macht ja auch irgendwas mit uns."
  },
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    "text": "Wie"
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    "end": 588.12,
    "text": "Geralt gesagt hat, allein eine Regierung zu bilden mit dem einzigen Zweck Herbert Kickel zu verhindern, ist halt zu wenig."
  },
  {
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    "text": "Und man muss schon noch eines sagen, wenn wir so ein bisschen Nabelschau betreiben, wir Journalisten, wir im Standard genauso wie viele andere Kolleginnen und Kollegen, wir waren eh sehr lang, sehr geduldig mit dieser Regierung."
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    "text": "Also sozusagen diese hundert Tage schonfristig, mir kommt vor, dass die bei dieser Regierung länger gedauert haben."
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    "text": "Wir haben immer gesagt, ja, eh gut, die sollen sich stabilisieren und super, dass sie eine andere leben lassen und jeder seine Erfolge hat."
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    "text": "Aber im Herbst hat das dann so richtig eingesetzt, dass man halt gesehen hat, mein Gott, diese Inflation, die geht nicht runter und ein Betrieb nach dem anderen sperrt zu oder baut zumindest Arbeitsplätze im großen Stil ab."
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    "text": "Da muss doch irgendwas passieren und das ist halt nichts gekommen oder halt nur so schrittweise."
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    "end": 642.02,
    "text": "Und das, finde ich, ist, da hast du schon recht, Daniel, das ist eine verpasste Chance, wenn wir das nicht hinkriegen hier ein paar große Reformen zu schaffen?"
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    "text": "Ich glaube nur, man darf nur Erwartungen auch nicht so hochstecken."
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    "text": "Eine Regierung kann keine Wunder bewirken."
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    "text": "Sie kann nicht eine Wirtschaft, die in der Rezession steckt, wo aufgrund von Sachen, die auch vorher passiert sind, die Preise stärker steigen als anderswo, nicht mit Zauberstab alle irgendwie das alles lösen."
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    "text": "Ich glaube die Regierung ist besser als ihr Hof."
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    "text": "Ich glaube gar nicht daran, dass sie sich so schlecht verkauft."
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    "text": "liegt daran, dass die Stimmung insgesamt in diesem Land so schlecht ist."
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    "text": "Wir haben eine sehr, sehr starke Oppositionspartei geführt von einem Politiker, der, und wenn man sich das auch wieder ein bisschen zurückschaut, auch sagen, ich könnte jetzt sagen in meine Jugend hinein, wir haben damals in den Achtzigerjahren, Neunzigerjahren, war jeder Empört über Jörg Heider und dessen Rhetorik und mit welcher Aggressivität und welcher Polemik er auftritt."
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    "text": "Wenn man heute Heider reden, mit dem Vergleich, was Herbert Kickel hier, sagen wir im Parlament, lostritt, Das ist gar nicht zu vergleichen, wie viel böser, schärfer, aggressiver, untergriffiger der Ton geworden ist."
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    "text": "Da ist Heider wirklich, wäre heute eigentlich ein Moderator, der nie wahrscheinlich gar nicht mehr in diese Partei hineinpassen würde."
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    "text": "Es hat sich hier in diesem Diskurs wahrscheinlich auch durch soziale Medien, aber auch durch diesen wachsenden Rechtspopulismus und der Erkenntnis, dass man mit wirklich den allerschlimmsten Polemiken, politisches Kleingeld wechseln kann, noch etwas verändert."
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    "text": "und damit treibt dieser Herbert Kickel und seine Leute, die ja genauso reden wie er, diese Regierung noch viel härter vor sich her, als es damals die Heiders FPÖ je gelungen ist."
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    "text": "Wobei er ja gar nicht so viel auftritt."
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    "text": "Ja, aber seine Leute sind genau, also rundherum, die haben alle seine Sprache übernommen und das ist schon, das tut was auch in der Stimmung, glaube ich, dieses"
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    "text": "Ich kann mich an eine Frage im ORF-Sommergespräch erinnern."
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    "text": "oder auch für den Standard, woher wird Kickelzeit?"
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    "text": "Die Zielgruppe wird auf vermeintlich direkten Kanälen bedient, wobei wenn man sich die YouTube-Channels der FPÖ ansieht, das sind dreihundertausend Follower."
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    "text": "Das ist nicht unglaublich viel, aber es ist für eine Partei unglaublich viel, wenn man den früheren ... Bundeskanzler kurz außen vorlässt."
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    "text": "Aber es sind die direkten Kanäle, die sie bespielen."
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    "text": "Es sind natürlich viele, viele Medien, die wir nicht als solche bezeichnen würden."
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    "text": "Rechte bis rechtsextreme Channels."
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    "end": 818.78,
    "text": "Auf eins ist einer, der öfters in unsere Berichterstattung vorkommt."
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    "end": 823.24,
    "text": "Früher war das ein Nischenportal, wenn ich dann unzensuriert denke oder sowas."
  },
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    "end": 827.08,
    "text": "Da ist heute etwas entstanden, ein ganzes rechtes Medien, ja Medien."
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    "end": 833.52,
    "text": "Ökosystemen, alternativen Medien oder an Webseiten, die aussehen, als wären sie journalistische Produkte."
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    "text": "die tägliche Bestärkung geben, dass das Leben furchtbar ist, die Regierung uns betrügt, das System furchtbar ist am besten auch der Weltuntergang oder noch irgendwas mit Impfen dabei ist."
  },
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    "end": 852.04,
    "text": "Diese Umzufriedenheit wird durch so viele Stimmen vervielfältigt, keine Lösungen werden angeboten und darüber können wir jetzt ewig jammern."
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    "text": "Ich möchte nur noch etwas zum Generalverständnis auch."
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    "text": "dieser verbleibenden Zeit, die du angesprochen hast, bieten."
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    "end": 874.36,
    "text": "Da höre ich oft diese Überlegung, es bleiben uns drei Jahre, um die Demokratie abzusichern, als könnten wir sie in Bernstein gießen und sie wäre dann immer fortwährend vorhanden, beim besten alles mit zwei Drittelmehrheiten abgesichert, damit die FPÖ dann an den Hebeln der Regierung nichts mehr ausrichten könne."
  },
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    "text": "Man spürt aus meiner Formulierung, dass ich daran nur bedingt glaube, natürlich wäre es möglich, jetzt Dinge zu tun, aber ich glaube, es bleiben tatsächlich drei Jahre nicht um... abzusichern, sondern um den Menschen zu beweisen, dass Politik keinen Unterschied machen kann, dass es auch gelingt Vertrauen wieder zurückzugewählen."
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    "text": "Ich glaube auch, dass diese Diskussionen, die wir vor Weihnachten in der Dezemberzeit hatten, mit günstigeren Strom und die Strompreise zu entlasten."
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    "text": "Da ist unsere Wirtschaftsaktion warnt ja auch höhrend davon, was es ist, wenn diese Bremse dann wieder ausläuft, dass haben wir schon einmal erlebt, dass dann die Inflation wieder reinkickt."
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    "text": "So wie es Trump um die Zerstörung der demokratischen Infrastruktur in... beängstigend schnellem Tempo ging, so wie er den Flügel des weißen Hauses abgerissen hat, sieht es in den Institutionen teilweise aus."
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    "text": "Und das ist der Bauplan für das, was die rechten Parteien Europas, die rechten und ultrerechten und rechtsextremen Parteien Europas sich vornehmen."
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    "text": "Die auch extrem gut vernetzt sind untereinander."
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    "text": "und diese internationale Komponente darf man natürlich auch nicht außer Acht lassen, wenn man jetzt auf die sozialen Plattformen schaut, wo das gut ausgespielt wird."
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    "text": "Genau deshalb, glaube ich ja, müsste man dieser Regierung einen Rat geben, dann wäre das wohl der, im Jahr im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr."
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    "text": "Aber trotzdem, man könnte das kommende Jahr nützen, um einfach zu zeigen, wir arbeiten, wir tun, wir machen und wir bemühen uns um das Beste mögliche."
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    "text": "dass die Wählerinnen und Wähler sehen, die strengen sich an, die bemühen sich das Land auch aufzustellen, ein bisschen moderner zu machen."
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    "text": "Das bringt mir vielleicht auch etwas."
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    "text": "Ich würde gerne bei einem Punkt einhaken, den Gerald angesprochen hat und wenn ich es richtig interpretiert habe, dann hältst du davon auch nicht ganz so viel."
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    "text": "Nämlich dieser Versuch jetzt, ich glaube du hast gesagt, die Demokratie irgendwie in Bernstein einzugießen, damit sie wirklich sicher ist."
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    "text": "Und ich finde das so... unglaublich einen seltsamen Ansatz, weil es wirkt wie so ein Abwehrkampf, den man irgendwie führt."
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    "text": "Und wo ist denn unser Selbstbewusstsein eigentlich hin, also nicht jetzt hier im Raum, sondern als Gesellschaft, dass die Demokratie ja doch die Form ist, die vielleicht nicht die beste aller Regierungsformen ist, aber es gibt halt einfach derzeit noch keine erfundene, bessere."
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    "text": "Anstatt dessen sind wir in so einem Modus drin, wo wir schauen, dass wir das, was wir haben, noch irgendwie krisensicher machen und irgendwie feuerfest abschützen."
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    "text": "Das ist doch kein Zukunftsmodell."
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    "text": "Da müssten wir."
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    "text": "ehrlich sein und maßgeblich sagen, dass es Kräfte in diesem Land gibt und wahrscheinlich auch unter unseren Zuhörerinnen und Zuhörern."
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  {
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    "text": "die diese Frage, ob ein besseres Modell schon gefunden wurde, vielleicht anders als du das jetzt in der Frage getan hast beantworten würde."
  },
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    "end": 1094.199,
    "text": "Ich habe aufs vielen Gespräch mit Unternehmerinnen und Unternehmern immer mal wieder, ja die Chinesen, aber die können halt Entscheidungen treffen, nicht?"
  },
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    "end": 1097.3,
    "text": "Und eine gewisse Bewunderung kommt dann natürlich auch durch."
  },
  {
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    "end": 1109.32,
    "text": "Und wenn man sich beim Weltwirtschaftsfonds wieder wo es umhertreibt, dann heißt es auch, naja, dieses, mit dem ich groß geworden bin, mit dem wir alle groß geworden sind, diese europäische Diskurs, diese Vielfalt an Stimmen, ja, natürlich ist Demokratie mühsam."
  },
  {
    "start": 1109.84,
    "end": 1113.399,
    "text": "Demokratie auch manchmal langsam, aber natürlich lohnt sich Demokratie."
  },
  {
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    "end": 1127.04,
    "text": "Ich bin felsenfester von überzeugt, aber wir alle müssen Demokratie sein und wenn junge Menschen das nicht mehr erleben oder damit auch anders aufwachsen, dann haben wir auf Generationen hinaus die Grundlage der Demokratie zerstört."
  },
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    "end": 1127.399,
    "text": "Ich"
  },
  {
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    "end": 1131.159,
    "text": "glaube, man sollte auch nicht die Demokratie zu früh für Tod erklären."
  },
  {
    "start": 1131.78,
    "end": 1157.639,
    "text": "Wir erleben es, dass auch in einem Land, in einem Nachbarland, wo man eigentlich gedacht hat, da ist einer an die Macht gekommen, der die Macht nicht mehr loslassen wird, nämlich in Ungarn, wo jetzt doch die Chance besteht, dass er nächstes Jahr die Wahl verliert, weil die demokratischen Kräfte in einem Land und das wichtigste Prinzip der Demokratie bedeutet, dass man einen Mächtigen, der aus irgendeinem Grund, den man gesehen hat, der bringt es nicht oder der ist nicht akzeptabel, dass man den rausschmeißt."
  },
  {
    "start": 1157.74,
    "end": 1162.6,
    "text": "Frau de Raskelsout, wie das Karl Popper damals so nett formuliert hat."
  },
  {
    "start": 1163.12,
    "end": 1172.26,
    "text": "Und diese Möglichkeit, die bleibt, glaube ich, die ist in keinem europäischen Land bisher also verloren gegangen, in Russland natürlich schon."
  },
  {
    "start": 1172.96,
    "end": 1180.08,
    "text": "Und in Polen haben wir es gesehen, dass es nicht passiert ist, obwohl viele gesagt haben, nein, diese Kaschinski-Partei, die wird ewig an der Macht bleiben."
  },
  {
    "start": 1180.679,
    "end": 1182.639,
    "text": "Ungarn werden wir auch noch beobachten."
  },
  {
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    "end": 1195.08,
    "text": "Ich glaube auch in den USA, ich glaube Trump ist gerade in seiner Präsidentschaft, ist nach einem knapp einem Jahr bereits in einer tiefen Krise aufgrund demokratischer Kräfte öffentlicher Meinung."
  },
  {
    "start": 1195.84,
    "end": 1202.899,
    "text": "Wahlen, die es gibt und die Konsequenz, die dann daraus erfolgen, dass ein Präsident zunehmend unpopulär wird aufgrund seiner Politik."
  },
  {
    "start": 1203.82,
    "end": 1218.179,
    "text": "Und es ist spannend, dass sich diese europäischen Rechtspopulisten als die großen Verteidiger der Demokratie erklären, die ja gegen diese Herrschaft der Eliten hier vorgehen, was in vielen Hinsicht auch zwar nicht stimmt, aber sie möglicherweise auch weniger."
  },
  {
    "start": 1219.06,
    "end": 1236.12,
    "text": "sagen wir leichter dann wieder, ihre Macht ist nicht so, sie können ihre Macht nicht so leicht einselementieren, wie es sagen wir, die echten Faschisten der neunzehnzwanziger, dreißiger Jahre konnten, die tatsächlich gegenüber der Demokratie nicht einmal ein Lippenbekenntnis abgegeben haben."
  },
  {
    "start": 1236.419,
    "end": 1248.419,
    "text": "Erich, ich hoffe wirklich, dass du recht hast, weil, weil die Geschichte schon noch die ist, also Trumps guter Freund Steve Bannern ist zum Beispiel total davon überzeugt, dass Trump nochmal an die Macht kommen wird."
  },
  {
    "start": 1248.96,
    "end": 1263.8,
    "text": "Ob das jetzt so kommt oder nicht kommt, aber es gibt natürlich massive Kräfte, die versuchen, das Wahlrecht oder die Bedingungen von Wahlen in den USA völlig zu verändern, so dass sie zu Gunsten des jetzt regierenden ausfallen."
  },
  {
    "start": 1264.139,
    "end": 1266.8,
    "text": "Und das ist schon ein Schritt weg von der Demokratie."
  },
  {
    "start": 1267.24,
    "end": 1273.76,
    "text": "Und ich glaube auch, dass das insgesamt, was die supranationale Rechte betrifft, durchaus die Bestrebungen sind."
  },
  {
    "start": 1273.84,
    "end": 1289.3,
    "text": "Und insofern würde ich schon sagen, dass wir die Demokratie verteidigen müssen und dass sie durchaus quasi auf dem, ich habe zu Beginn schon gesagt, Spitz auf Knopf steht und dass es etwas ist, wo wir eine Abwehrhaltung gegen gewisse Kräfte einnehmen müssen."
  },
  {
    "start": 1289.699,
    "end": 1296.879,
    "text": "Aber wir werden das nicht schaffen, wenn wir Unbedingt darauf bestehen, dass alles so bleibt, wie es ist."
  },
  {
    "start": 1297.34,
    "end": 1301.8,
    "text": "Es ist immer davon überzeugt, dass die Sozialpartnerschaft insgesamt eine gute Sache ist."
  },
  {
    "start": 1302.159,
    "end": 1319.699,
    "text": "Aber heißt das, dass die Wirtschaftskammer ewig so sein muss, wie sie ist oder die Arbeiterkammer, oder dass man nichts reformieren muss, dass man, obwohl wir die EU-Ebene oben haben, trotzdem neuen Bundesländer haben in der Logik von neuen Bundesländern mit einem Föderalismus, der zum Teil völlig ausufert."
  },
  {
    "start": 1320.02,
    "end": 1321.1,
    "text": "Das sind lauter so Dinge."
  },
  {
    "start": 1321.52,
    "end": 1331.76,
    "text": "Ich glaube, Am wehrhaftesten ist die Demokratie, wenn sie sich verändert, wenn sie auch in einer Art und Weise sich an die Moderne anpasst und flexibel ist."
  },
  {
    "start": 1332.32,
    "end": 1334.54,
    "text": "ohne dabei ihre Werte zu verlieren."
  },
  {
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    "end": 1344.96,
    "text": "Und die Problematik ist ja nicht nur, dass die Rechtspopulisten sich gerieren als die Verteidiger der Demokratie, die die Uni auch so als würden sie das Abendland retten."
  },
  {
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    "end": 1353.879,
    "text": "Also es ist eine gesamte ausländerfeindliche Politik, die sie haben, inklusive den Fantasien über Remigration."
  },
  {
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    "text": "Dass wir damit behübscht und bemäntelt, dass man die europäischen Werte und die christlich-jüdische Tradition Europas aufrechterhalten muss, was ich schon sehr zynisch finde."
  },
  {
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    "end": 1372.74,
    "text": "Vielleicht nur ein Satz, vielleicht müssen wir weniger davon reden, dass wir die Demokratie verteidigen müssen, sondern dass wir sie leben müssen."
  },
  {
    "start": 1373.32,
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    "text": "Schön."
  },
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    "end": 1386.86,
    "text": "Aber da kommt natürlich auch wieder diese lang andauernde Diskussion, die in Deutschland mit der AfD ebenso heftig geführt werden kann, wie wir sie seit Jahrzehnten in Österreich mit der FPÖ haben."
  },
  {
    "start": 1387.48,
    "end": 1403.82,
    "text": "Gibt ja dann auch immer wieder so Begrifflichkeiten wie die im demokratischen Spektrum agierenden Parteien, also da sind Parteien, oder namentlich die AfD in Deutschland, gegen die eine Brandmauer gebaut wird, die FPÖ in Österreich, wo es längst Salon fähig geworden ist."
  },
  {
    "start": 1403.939,
    "end": 1407.98,
    "text": "bis in die höchsten Ämter des Staates, FPÖ-Politiker wählen zu können."
  },
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    "end": 1414.12,
    "text": "Natürlich ist das nachdem, wie wir sie im System akzeptieren, dann offenbar eine demokratische Partei."
  },
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    "end": 1419.82,
    "text": "Und trotzdem gibt es Abstufungen und Ziele eben, die nun offenbarer sind denn je."
  },
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    "end": 1458.199,
    "text": "dass es halt auch um die Zerstörung von demokratischen Strukturen geht, dass Journalistinnen und Journalisten als, das mag ich jetzt, das mögen wir als W-Leidig auslegen, aber als ich im Jahr war, das das erste Mal gehört habe, dass wir eigentlich der Enemy of the People sind, ja eigentlich bin ich in den Beruf gegangen, weil das Gegenteil richtig ist und dass ein Präsident sich gegen seine Institutionen wendet, das jedenfalls ist eine Sache, die ich in diesem Jahr gelernt habe, dass wir selber uns vielleicht zu sehr konserviert haben, und nicht neu erfunden haben, aus Grund von nicht Angriffspakten und der Erkenntnis, dass man eh nix ändern kann in Österreich und dass es sich näher ausgeht, was Neues zu machen."
  },
  {
    "start": 1459.399,
    "end": 1465.84,
    "text": "Aber da kommt meine Frau Arlberger Wurzel halt mit, also bevor ich die Bundesländer abschaffen würde, würde man schon noch ein paar Bezirkschaubmannschaften einfallen."
  },
  {
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    "text": "Ah,"
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    "text": "die nächste kleine Reihe."
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    "text": "Ja,"
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    "text": "aber wieso gibt es die überhaupt?"
  },
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    "end": 1475.139,
    "text": "Also da kann man schon drüber nachdenken, aber solange es ein Westbundesland gibt, bin ich noch anbohrt."
  },
  {
    "start": 1475.48,
    "end": 1476.919,
    "text": "Also ein West-Bundesland und den Rest."
  },
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    "text": "Und sonst gehen wir zur Schweiz."
  },
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    "end": 1480.899,
    "text": "Ich habe ja auch nichts gegen die Bundesländer."
  },
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    "end": 1482.74,
    "text": "Ich selbst bin ja überzeugte Wienerin."
  },
  {
    "start": 1483.46,
    "end": 1486.56,
    "text": "Und auch die pflegen ja ihre regionale Besonderheit sehr."
  },
  {
    "start": 1487.02,
    "end": 1492.419,
    "text": "Ich glaube nur, dass man sich vielleicht in Verwaltungseinheiten einiges überlegen könnte."
  },
  {
    "start": 1493.439,
    "end": 1493.899,
    "text": "Definitiv."
  },
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    "end": 1509.379,
    "text": "Was ihr jetzt gerade angesprochen habt, quasi diesen Umgang, diese Brandmauer, das Umgehen mit ... Antidemokratischen Kräften, das ist ja auch immer ein zweischneidiges Schwert, das birgt ja auch immer eine gewisse Gefahr, wie wehrhaft kann quasi eine Demokratie sein, ohne ihre eigenen Ideale aufzugeben."
  },
  {
    "start": 1509.62,
    "end": 1515.899,
    "text": "Haben wir für das hier in Europa, hier in Österreich definiert, wie es wollt, einen geeigneten Weg gefunden?"
  },
  {
    "start": 1517.24,
    "end": 1531.32,
    "text": "Naja, vielleicht kann ich da... Noch was dazu ergänzen, Erik, ich habe einen Text von dir in Erinnerung, wenn ich mich nicht treusche, nein, das tue ich nicht, der also in die Richtung ging, naja, es ist nicht sofort eine Totalkatastrophe, wenn die FPÖ mal in einer Regierungsbeteiligung wäre."
  },
  {
    "start": 1531.8,
    "end": 1535.06,
    "text": "So nach dem Motto, lass sie mal machen, sie werden sich selbst entzaubern."
  },
  {
    "start": 1535.76,
    "end": 1543.46,
    "text": "Und ich kann mich daran erinnern, dass wir darüber intensiver auch in Redaktionskonferenzen diskutiert haben, weil natürlich da schwingt die Gefahr mit einerseits."
  },
  {
    "start": 1543.78,
    "end": 1545.62,
    "text": "Vielleicht bringt uns das auf Betriebstemperatur."
  },
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    "end": 1545.96,
    "text": "Das"
  },
  {
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    "end": 1547.52,
    "text": "ist wahrscheinlich schon einige Zeit lang her."
  },
  {
    "start": 1548.06,
    "end": 1550.98,
    "text": "Zweimal hat sich die FPÖ auf Bundesebene entzaubert."
  },
  {
    "start": 1551.32,
    "end": 1561.379,
    "text": "Einmal in den kommenden Jahren und dann mit Strache, was sagen wir, umgeplant, etwas überraschend war, aber auch eben das gleiche Resultat hatte."
  },
  {
    "start": 1561.96,
    "end": 1564.439,
    "text": "Ich glaube, man kann auf diese Entzauberung nicht immer setzen."
  },
  {
    "start": 1564.899,
    "end": 1565.659,
    "text": "genau schauen."
  },
  {
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    "end": 1566.879,
    "text": "Und die FPÖ,"
  },
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    "end": 1567.72,
    "text": "auch"
  },
  {
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    "end": 1572.439,
    "text": "wenn sie natürlich versucht, sich hier sehr einheitlich zu geben, sie ist es nicht ganz."
  },
  {
    "start": 1572.919,
    "end": 1576.6,
    "text": "In der Steiermark haben wir jetzt einen blauen Landeshauptmann schon seit einiger Zeit."
  },
  {
    "start": 1577.28,
    "end": 1580.3,
    "text": "Was er politisch macht, ist einfach zum Großteil Unsinn."
  },
  {
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    "end": 1583.139,
    "text": "Aber das Land bricht jetzt nicht zusammen."
  },
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    "start": 1583.24,
    "end": 1594.3,
    "text": "Es gibt jetzt keine katastrophalen Entwicklungen, sondern einfach nur eine wirkliche dumme Schaupolitik oder Scheinpolitik, die zum Großteil getrieben wird, mit Hymnen und anderen Sachen, die getrieben wird."
  },
  {
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    "end": 1598.76,
    "text": "Österreich ist diese Brandmauer vor vielen, vielen Jahren zusammengebrochen."
  },
  {
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    "end": 1603.74,
    "text": "Es hat, sagen wir so, es hat nichts gebracht, es hat noch nichts geschadet."
  },
  {
    "start": 1603.82,
    "end": 1616.6,
    "text": "Ich glaube, wenn man sich das anschaut gegenüber anderen Ländern, gegenüber Frankreich, wo diese Brandmauer immer noch hochgehalten wird, wo aber der Rassamelon National von Le Pen praktisch genauso gleiche... Zuspruch hat, wie die FPÖ in Österreich."
  },
  {
    "start": 1617.24,
    "end": 1622.379,
    "text": "In Deutschland ist eine andere Situation, weil die AfD noch einmal radikaler ist."
  },
  {
    "start": 1622.5,
    "end": 1629.919,
    "text": "Also in einer Weise, wo die noch deutlich über die FPÖ hinausgeht, in weiten Teilen eine wirkliche Neonazi-Partei ist."
  },
  {
    "start": 1630.939,
    "end": 1633.6,
    "text": "Man muss sich das, glaube ich, von Fall zu Fall entscheiden."
  },
  {
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    "end": 1668.76,
    "text": "Im Moment im Europaparlament gibt es Abstimmungen, wo die EVP gemeinsam mit rechten Parteien Sachen entscheiden, die hier im Standard-Wir auch regelmäßig sehr kritisieren, das aus, das war Brenner aus und andere, die Aufweichung des Lieferkettengesetzes, die aber sicher auch bei einer Stimmung in Europa auch entsprechen, die ich deshalb nicht unbedingt als jetzt politisch völlig falsch abtun würde und die jetzt nicht unbedingt der Rechten, jetzt die einen Sitz mitten am Schalthebel der Macht gibt und da immer zu sagen, nein, kommt nicht in Frage, kann natürlich auch zu einem Boomerang immer werden."
  },
  {
    "start": 1668.86,
    "end": 1671.54,
    "text": "Also das muss man wirklich sich immer ganz genau anschauen."
  },
  {
    "start": 1671.62,
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    "text": "Also was"
  },
  {
    "start": 1671.939,
    "end": 1686.0,
    "text": "den Extremismus der AfD betrifft, da muss man schon auch sagen, wenn wir uns den letzten Staatsschutzbericht in Österreich anschauen, der ganz klar auch aufzeigt die Verbindungen zwischen tatsächlich den Rechtsextremen und der FPÖ."
  },
  {
    "start": 1687.179,
    "end": 1702.54,
    "text": "wagle ich deiner These ein wenig zu widersprechen, Erik, denn ich glaube, dass die FPÖ schon sehr extreme Elemente unter sich hat und dass da auch die Grenzen nach noch weiter Rechts sehr, sehr aufgeweicht sind."
  },
  {
    "start": 1703.139,
    "end": 1727.34,
    "text": "Und was wir halt schon noch sehen, weil du jetzt angesprochen hast, die Regierungsbeteiligung von FPÖ-Politikern und Politikerinnen in den Bundesländern, Beispiel Niederösterreich, siehst du zum Beispiel, wie halt einfach auch eine konservative Partei wie die ÖVP dann sich aufgrund von... Koalitionsnotwendigkeiten oder warum auch immer in diese Schaupolitik begibt."
  },
  {
    "start": 1727.72,
    "end": 1742.159,
    "text": "Also um den Herrn Landbauer, der die Frau Mikkelheidner vor der Wahl noch übelst beschimpft hat, um dem irgendwie Genüge zu tun, werden dann so Dinge gemacht wie ein Genderverbot, du hast das ganz zu Beginn angesprochen."
  },
  {
    "start": 1742.679,
    "end": 1750.86,
    "text": "oder es gibt, weiß ich jetzt gar nicht, gibt es jetzt die Wirtshausprämie für Leute mit einer patriotischen Karte oder ist das zumindest überlegt worden?"
  },
  {
    "start": 1751.34,
    "end": 1752.439,
    "text": "Ich glaube nur in der Tagespresse."
  },
  {
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    "end": 1757.78,
    "text": "Grauslichkeiten gegenüber Asylwerbern."
  },
  {
    "start": 1758.98,
    "end": 1764.84,
    "text": "Es ist schon so, dass das auch so was ist, was konservative Parteien infizieren kann."
  },
  {
    "start": 1765.04,
    "end": 1771.439,
    "text": "Und das ist, glaube ich, die Problematik daran, wenn man sie reinlässt und zulässt und mit ihnen koaliert."
  },
  {
    "start": 1771.96,
    "end": 1791.699,
    "text": "Ja, weil die ursprüngliche Sicht aus der ÖVP heraus, auch die FPÖ, kommen, die sind viel weniger in Vorarlberg, dann höre ich wieder auf mit den Geschichten, weil der Wechsel von einer FPÖ-Koalition auf Landesebene also ÖVP geführt und das Hausgrubber dann beendet und dann auf eine grünen Koalition."
  },
  {
    "start": 1792.34,
    "end": 1799.6,
    "text": "Ich habe den Landeshauptmann oft sagen gehört, mit der FPÖ wäre es viel einfacher gewesen, da hätte man an einem Nachmittag die Koalition verhandeln, mit den Grünen ist es so mühsam."
  },
  {
    "start": 1800.12,
    "end": 1812.679,
    "text": "Und irgendwie hat sich das ja auf ... Bundesäbene in diesem Jahr dann auch wieder abgespielt, aber dass die FPÖ sich einfach zufrieden gibt, mit dem, dass sie dann auch in Regierungsämtern sitzen darf und furchtbar wichtig ist, die Zeit ist längst vorbei."
  },
  {
    "start": 1813.179,
    "end": 1815.939,
    "text": "Das spürte man ja auch in diesem Jahr, weil wir auch zurückblicken wollen."
  },
  {
    "start": 1816.399,
    "end": 1826.62,
    "text": "Sehr stark, da war das Bedürfnis, dass die ÖVP einen Kanonsergang macht, dass eine Kränkung ausgeglichen werden kann, viel wichtiger als auch irgendwie Verantwortung für dieses Land zu übernehmen."
  },
  {
    "start": 1826.679,
    "end": 1830.84,
    "text": "Und deshalb ist die Frage, die mich wirklich beschäftigt, wie definieren wir den Demokratie?"
  },
  {
    "start": 1831.08,
    "end": 1838.699,
    "text": "Rahmen und wie perspektivisch damit umgehen, wenn jemand von ihnen das System in Wahrheit abschaffen, dramatisch verändern will."
  },
  {
    "start": 1838.899,
    "end": 1838.939,
    "text": "Und"
  },
  {
    "start": 1839.02,
    "end": 1844.919,
    "text": "vielleicht nur kurz zu sagen, das Experiment, Kanzler-Kickel, das wäre ich auch nicht eingegangen."
  },
  {
    "start": 1845.08,
    "end": 1859.26,
    "text": "Also ich glaube, das war ganz wichtig, dass wir das abgewendet haben, weil... Wenn ihr eher mit seiner Radikalität und auch seinem strategischen Denken, was da zusammenkommt, wirklich an der Spitze sitzt, dann wird es wirklich gefährlich."
  },
  {
    "start": 1859.48,
    "end": 1866.98,
    "text": "Dann würde auch unsere Haltung zum Thema Ukrainekrieg ganz anders aussehen, unsere Haltung als Österreich und das hielt er für brandgefährlich."
  },
  {
    "start": 1867.02,
    "end": 1873.82,
    "text": "Wir haben in diesem Jahr überhaupt nicht darüber diskutiert, wie die Finanzierung dieser Partei auch in Wahrheit aussieht."
  },
  {
    "start": 1874.0,
    "end": 1882.06,
    "text": "Ich fühle mich immer noch, das gilt auch für unsere Investigativen und auch dort, wo wo man journalistisch weiterkommt und wo man journalistisch auf der Stelle tritt."
  },
  {
    "start": 1882.72,
    "end": 1887.899,
    "text": "Bei mir sehe ich zuletzt ein Bild einer Sporttasche voller Scheine in einem Kofferraum."
  },
  {
    "start": 1888.34,
    "end": 1892.58,
    "text": "Ich kam mich an ein Häuschen im, war das in Osterol,"
  },
  {
    "start": 1893.82,
    "end": 1896.06,
    "text": "wo die Goldresarfen"
  },
  {
    "start": 1896.199,
    "end": 1898.179,
    "text": "angeblich in Defriken dargeladen wurden."
  },
  {
    "start": 1898.82,
    "end": 1903.36,
    "text": "Wir sehen bei AufEins jetzt ungarische Banken, die da plötzlich die Spenden konnten aufnehmen etc."
  },
  {
    "start": 1904.12,
    "end": 1918.46,
    "text": "Aber jedenfalls sehen wir Beweise für ... Desinformationskampagnen in Europa, die russischer Herkunft sind, die FPÖ hat eine Vergangenheit in der Anbiederung nach Russland noch stärker als diese Republik Linz gesamt, würde ich meinen."
  },
  {
    "start": 1918.96,
    "end": 1920.399,
    "text": "Und das ist nicht außerzählt."
  },
  {
    "start": 1920.46,
    "end": 1924.82,
    "text": "Das ist vielleicht auch Auftrag an uns, da einfach weiter sehr aufmerksam"
  },
  {
    "start": 1924.899,
    "end": 1925.24,
    "text": "zu bleiben."
  },
  {
    "start": 1925.56,
    "end": 1929.84,
    "text": "Ist das ein Teezer für die Leserinnen und Leser zu kommen könnte?"
  },
  {
    "start": 1931.0,
    "end": 1931.179,
    "text": "Naja."
  },
  {
    "start": 1932.0,
    "end": 1934.48,
    "text": "Ich für meinen Teil habe den Arbeitsauftrag verstanden."
  },
  {
    "start": 1936.24,
    "end": 1937.46,
    "text": "Wir werden dann drüber sprechen."
  },
  {
    "start": 1937.76,
    "end": 1938.939,
    "text": "Nicht einfach, glaube ich."
  },
  {
    "start": 1939.04,
    "end": 1939.139,
    "text": "Nein,"
  },
  {
    "start": 1939.939,
    "end": 1942.0,
    "text": "es ist nicht einfach und es ist kein Arbeitsauftrag."
  },
  {
    "start": 1942.58,
    "end": 1945.32,
    "text": "Es zeigt nur auch in der Auseinandersetzung."
  },
  {
    "start": 1945.36,
    "end": 1947.679,
    "text": "Es ist ja längst nicht mehr nur ein politischer Diskurs."
  },
  {
    "start": 1948.28,
    "end": 1968.5,
    "text": "Wenn man mit Oppositionsgut in Niederösterreich, also mit nicht der ÖVP und nicht der FPÖ spricht, dann merken die auch, wenn die eine Pressemitteilung aussenden, die der FPÖ nicht passt, dann beklagt es sich ein maßgeblicher SPÖ-Politiker, dann wird nicht eine andere Pressemitteilung erwidert, sondern wird geklagt."
  },
  {
    "start": 1969.06,
    "end": 1977.36,
    "text": "Und so geht es uns ja im Journalismus auch, die rechtlichen Auseinandersetzungen mit der FPÖ füllen wahrscheinlich mehrere Podcaststunden hier und können wir vielleicht auch mal machen."
  },
  {
    "start": 1977.939,
    "end": 1983.879,
    "text": "Aber das Spielfeld verlagert sich sehr oft aufs Juristische und also jedenfalls nicht auf den Versuch."
  },
  {
    "start": 1984.659,
    "end": 1986.8,
    "text": "irgendwas auch nur irgendwie gemeinsam und konstruktiv"
  },
  {
    "start": 1986.86,
    "end": 1987.32,
    "text": "weiterzumachen."
  },
  {
    "start": 1987.36,
    "end": 1989.379,
    "text": "Das ist eine Entwicklung, die mir auch Sorgen macht."
  },
  {
    "start": 1989.5,
    "end": 2002.52,
    "text": "Ich glaube, dass diese politische, ständige Delegatimierung und Desservoyierung der Medien, auch der unabhängigen Medien, sich auch jetzt in das Rechtswesen ein bisschen hineingeschlichen hat."
  },
  {
    "start": 2002.659,
    "end": 2006.139,
    "text": "Es kommen auch viel mehr Klagen und es ist dann immer so eine kleine Glücksfrage."
  },
  {
    "start": 2006.22,
    "end": 2008.76,
    "text": "Manche Richter weisen das auch sehr schnell ab."
  },
  {
    "start": 2009.54,
    "end": 2011.26,
    "text": "Und andere sind jetzt viel zugänglicher."
  },
  {
    "start": 2011.62,
    "end": 2018.08,
    "text": "dazu, zu dem Gedanken, na ja, ja, die Medien, die Fake News passieren halt und dem ist sicher unrechtgeschehen."
  },
  {
    "start": 2018.139,
    "end": 2025.84,
    "text": "Und da entstehen auch Urteile, das hat auch das Standard erlebt, wo man sich oft auf den Kopf greift und fragt, ja, wie kann denn das eigentlich sein?"
  },
  {
    "start": 2025.879,
    "end": 2029.52,
    "text": "Das gab es früher auch, aber ich glaube, es ist häufiger geworden."
  },
  {
    "start": 2030.199,
    "end": 2036.12,
    "text": "Ich habe mich jetzt lange zurückgehalten, aber ich glaube, meine Herren, wir müssen über das K sprechen."
  },
  {
    "start": 2036.659,
    "end": 2037.82,
    "text": "Sebastian Kurz."
  },
  {
    "start": 2038.72,
    "end": 2041.879,
    "text": "in vielen zusammenhängen."
  },
  {
    "start": 2041.919,
    "end": 2042.8,
    "text": "Müssen wir wirklich?"
  },
  {
    "start": 2043.72,
    "end": 2044.48,
    "text": "Naja, er"
  },
  {
    "start": 2044.54,
    "end": 2045.879,
    "text": "trägt zurück in die Politik."
  },
  {
    "start": 2045.98,
    "end": 2047.56,
    "text": "Ich glaube, das sind wir uns schon einig."
  },
  {
    "start": 2047.679,
    "end": 2049.219,
    "text": "Das ist ein Problem für die ÖVP."
  },
  {
    "start": 2049.48,
    "end": 2053.319,
    "text": "Das sind wir uns, glaube ich, oder zumindest für die, die jetzt in der ÖVP am Ruder sind."
  },
  {
    "start": 2054.12,
    "end": 2059.46,
    "text": "Er hat ein kompliziertes Verhältnis zu Medien, die ihn nicht adorieren."
  },
  {
    "start": 2060.06,
    "end": 2061.779,
    "text": "Das weiß der Standard auch gut genug."
  },
  {
    "start": 2062.08,
    "end": 2067.56,
    "text": "Und ich möchte auch gerne hinweisen auf seine großen internationalen Verflechtungen."
  },
  {
    "start": 2068.12,
    "end": 2075.58,
    "text": "die er durchaus auch in Richtung Ungarn pflegt und die er auch durchaus in Richtung Trumps-Amerika pflegt."
  },
  {
    "start": 2075.799,
    "end": 2082.159,
    "text": "Das ist schon auch eine Komponente, die wir im kommenden Jahr beobachten sollten."
  },
  {
    "start": 2082.58,
    "end": 2084.4,
    "text": "Ich glaube, es ist ganz wichtig, eines festzustellen."
  },
  {
    "start": 2084.46,
    "end": 2110.44,
    "text": "Der Sebastian Kurz des Jahres, so wie es ist in der ersten oder in einer zweiten Regierung, deutlich nach rechts gerückt, in seiner ganzen Rhetorik, auch in seinem Freundeskreis, wäre heute, glaube ich, in sehr, sehr vielen Sachen von einer rechtspopulistischen Partei auch so wie der FPÖ kaum noch zu unterscheiden."
  },
  {
    "start": 2110.72,
    "end": 2122.48,
    "text": "Ja, also ich stelle mir ein Treffen zwischen dem Bauernbund, von mir aus auch dem Wirtschaftsbund und eben dem Begleitern und dem Umfeld von Sebastian Kurz vor, um zu diskutieren, hätte Sebastian Kurz noch Platz in der ÖVP."
  },
  {
    "start": 2123.08,
    "end": 2138.36,
    "text": "Und der Bauernbund ist dann wahrscheinlich wirklich das... Bure Gegenteil, aber da wäre man auch beim Sau-Schädel-S bei der Reiweißen Gruppe und anderen maßgeblichen ÖVP-Umfeldern oder ÖVP-näheren Institutionen, um das vorsichtig auszudrücken."
  },
  {
    "start": 2138.96,
    "end": 2149.24,
    "text": "Passt Sebastian Kurz wahrscheinlich nicht mehr in diese Partei und wäre eine Frage braucht Sebastian Kurz überhaupt die ÖVP oder ist die ÖVP so verzweifelt, dass sie ihn braucht?"
  },
  {
    "start": 2149.36,
    "end": 2151.86,
    "text": "Das ist ein wechselseitiges Verhältnis."
  },
  {
    "start": 2151.9,
    "end": 2169.24,
    "text": "Und ich fürchte auch aus der Sprache, die Erika Wendt hatte, Sebastian Kurz herauszulesen, dass eine große Kränkung dazwischenzeitlich mitschwingt und rache ein größeres Motiv sein könnte, das dann die Handlungen anleitet."
  },
  {
    "start": 2169.279,
    "end": 2174.06,
    "text": "Wir sehen auch bei Trump zwischen der ersten Amtszeit und der zweiten dramatische Unterschiede."
  },
  {
    "start": 2174.819,
    "end": 2175.14,
    "text": "und"
  },
  {
    "start": 2175.34,
    "end": 2203.94,
    "text": "die Lust jedenfalls am öffentlichen Diskurs teilzunehmen und dass ein Altkanzler Mitte dreißig nicht sagen wird, ich werde mich nie mehr über Politik äußern, das verlangte auch niemand und ich glaube das, aber man spürt natürlich in jedem Instagram-Posting vor allem darauf, zieht er sich zurück, wenn er kein anderes Mediuminteresse an Interviews hat, aber dass die Presse reisen, da sind angelegte Medien-Erfolgs dabei übrigens auch von seinem Team und von ehemaligen Wegbegleitern."
  },
  {
    "start": 2204.02,
    "end": 2222.0,
    "text": "Ich halte es auch nicht für zufällig, dass noch in Regierung solch stehende Leute wie Gerald Fleischmann in Podcasts sich im konkreten Fall mit der Kronenzeitung gemeinsam, Naja, Kommunikationsschienen aufbauen, dass alles, Naja, Hülfe, um im Konjunktiv zu bleiben bei einer eventuellen Rückkehr."
  },
  {
    "start": 2222.259,
    "end": 2232.779,
    "text": "Aber ich bin mir nicht sicher, ob Sebastian Kurz je in die ÖVP zurückkehren kann oder ob die ÖVP, ja, ob es auch mit drei Großspändern und tatsächlich eigenen Liste kurz ginge."
  },
  {
    "start": 2233.52,
    "end": 2234.66,
    "text": "dass es ihn zurückzieht."
  },
  {
    "start": 2235.22,
    "end": 2239.46,
    "text": "Gibt es nähere Anzeichen jetzt dazu, dass es morgen, übermorgen zum Jahreswechsel soweit ist?"
  },
  {
    "start": 2239.52,
    "end": 2239.759,
    "text": "Nein."
  },
  {
    "start": 2240.24,
    "end": 2241.0,
    "text": "Ich habe es aufgebracht."
  },
  {
    "start": 2241.04,
    "end": 2242.02,
    "text": "Ich muss es auch auflösen."
  },
  {
    "start": 2242.36,
    "end": 2254.92,
    "text": "Ich glaube, dass es auch schwierig ist, wenn die Verfahren, die gerade irgendwie anhängig sind, auch in Sachen Inseraten, Affäre und so weiter, wenn das nicht in irgendeiner Form erledigt ist, dann glaube ich, könnte es schwierig werden."
  },
  {
    "start": 2255.22,
    "end": 2265.319,
    "text": "Aber weil ich ihn schon angebracht habe, ich bleibe jetzt kurz dabei, ist ja durchaus nicht unspannend, weil ... Ich habe jetzt jetzt gesagt, ob die ÖVP Sebastian Kurz braucht oder Sebastian Kurz die ÖVP braucht, das ist ja die eine Sache."
  },
  {
    "start": 2265.38,
    "end": 2285.259,
    "text": "Die Frage ist, braucht in das Land oder anders gefragt, wollen in die Wählerinnen und Wähler, weil wenn man sich die Daten ansieht, die auch immer wieder zu Sebastian Kurz erhoben werden, auch zu Christian Kern, da wird das K von dir auch, das angesprochene K auch passen, dann ist es ja nicht so, dass... der Pfeil sofort nach oben zeigt, wenn irgendwo das Wort Sebastian kurz fehlt oder der Name."
  },
  {
    "start": 2285.68,
    "end": 2289.02,
    "text": "Diese Zeiten scheinen ja zumindest jetzt auch vorbei zu sein."
  },
  {
    "start": 2289.16,
    "end": 2293.22,
    "text": "Man muss natürlich dazu sagen, es kann sich in einem Wahlkampf, wenn einmal die Kampagne wirklich läuft, auch ändern."
  },
  {
    "start": 2293.62,
    "end": 2313.4,
    "text": "Er ist auch jung, er hat auch Zeit und das ist ja auch so etwas, wenn diese Regierung nicht liefert, wenn die nicht zeigen, dass sie es können und dass sie was Gutes zusammenbringen, dann wird eine Tendenz, die es eben gibt in der Bevölkerung und das ist die Tendenz gerade der Mittelschichten am bestehenden politischen System zu zweifeln."
  },
  {
    "start": 2314.22,
    "end": 2317.18,
    "text": "sich in seine Richtung drehen, weil das kann er schon schaffen."
  },
  {
    "start": 2317.279,
    "end": 2325.319,
    "text": "Er ist kommunikativ sehr geschickt, er ist von einem Umfeld umgeben, die das gut können, dazu stellen, ich bin die Alternative zum System."
  },
  {
    "start": 2325.4,
    "end": 2326.42,
    "text": "Ich kann es anders."
  },
  {
    "start": 2328.22,
    "end": 2329.68,
    "text": "der moderne Zuschnitt."
  },
  {
    "start": 2329.94,
    "end": 2336.64,
    "text": "Ich würde schauen, auch auf eine Art, dass Österreich wieder mehr auf sich schaut in einer Art National-Chauvinismus."
  },
  {
    "start": 2337.1,
    "end": 2338.52,
    "text": "Ich glaube, das hätte er ganz gut drauf."
  },
  {
    "start": 2339.06,
    "end": 2354.319,
    "text": "Und ich glaube, würde er zum Beispiel, das ist jetzt nur so ein Gedankenspiel, würde er eine eigene Wahlbewegung mit potenten Finanziers auf die Beine stellen, wäre er ja völlig unbelastet von irgendwelchen Parteienotwendigkeiten."
  },
  {
    "start": 2354.62,
    "end": 2357.58,
    "text": "So kann er sagen, was er sagen will, da muss er auf niemanden Rücksicht nehmen."
  },
  {
    "start": 2357.64,
    "end": 2361.4,
    "text": "Da kann er den Leuten wirklich das sagen, was sie gerne hören wollen."
  },
  {
    "start": 2361.46,
    "end": 2363.54,
    "text": "Da kann er schon ein gutes Ergebnis erzielen."
  },
  {
    "start": 2364.22,
    "end": 2367.56,
    "text": "Und dann wird die Frage sein, mit wem wird er koaliert."
  },
  {
    "start": 2367.7,
    "end": 2373.94,
    "text": "Und es ist ja schon mal einer, der in Wahrheit auf dem dritten Platz gelandet ist, am Ende Bundeskanzler geworden."
  },
  {
    "start": 2374.4,
    "end": 2376.08,
    "text": "Also, unmöglich ist sowas nicht."
  },
  {
    "start": 2376.72,
    "end": 2384.18,
    "text": "Und ich glaube, dass Sebastian Kurz in diese Zeit ... Passt mit sehr großer Nähe zu den Tech Bros."
  },
  {
    "start": 2384.4,
    "end": 2389.68,
    "text": "mit dem, was Trump jedenfalls koalitionsfähiger mit diesem Amerika."
  },
  {
    "start": 2390.5,
    "end": 2390.819,
    "text": "und"
  },
  {
    "start": 2391.18,
    "end": 2392.62,
    "text": "ja und auch vom Politiktypus."
  },
  {
    "start": 2393.24,
    "end": 2396.64,
    "text": "Das ist ja auch ein Vorwurf, der uns Journalisten oft entgegengebracht wird."
  },
  {
    "start": 2396.7,
    "end": 2397.96,
    "text": "Ihr habt ihn doch alle bewundert."
  },
  {
    "start": 2399.04,
    "end": 2405.44,
    "text": "Es gab ja einen früheren Finanzminister, der die Fanpost selbst im Fernsehen vorgelesen hat, zu jung, zu schön, zu intelligent."
  },
  {
    "start": 2406.22,
    "end": 2421.68,
    "text": "Na ja, also jedenfalls gilt die Richtung ja irgendwie auch für Sebastian Kurz, dass er natürlich Telegena und auch übrigens zwar wenig Wiederrede und zugelassen und auf hundertprozentige Loyalität der seinen gesetzt hat, aber wenn dann Wiederrede aus dem Publikum kam."
  },
  {
    "start": 2422.16,
    "end": 2426.16,
    "text": "Er musste sich einer Diskussion ja nicht verwehren, nur wohin wollte."
  },
  {
    "start": 2426.62,
    "end": 2428.7,
    "text": "Das war damals einigen unklar."
  },
  {
    "start": 2429.54,
    "end": 2436.56,
    "text": "Heute ist es natürlich klarer denn je und es sind alle Wegbegleiter aus der damaligen Zeit zu großen, großen Teilen."
  },
  {
    "start": 2437.22,
    "end": 2438.18,
    "text": "in lauer Position."
  },
  {
    "start": 2438.5,
    "end": 2443.04,
    "text": "Also zu sehr hat ihn das Standard wohl nicht bewundert und das verzeiht er uns bis heute nicht."
  },
  {
    "start": 2443.16,
    "end": 2443.52,
    "text": "Ja, das ist"
  },
  {
    "start": 2443.94,
    "end": 2444.2,
    "text": "richtig."
  },
  {
    "start": 2444.7,
    "end": 2455.38,
    "text": "Aber ich glaube auch das Ganze ist interessant, weil du gesagt hast, das ist eine Verbindung zu diesen Tech Bros, deren momentanen Stärke, auch deren Reichtum, basiert zu einem guten Teil auf diesen unglaublichen Aktienbewertungen."
  },
  {
    "start": 2455.9,
    "end": 2459.799,
    "text": "durch diese Fantasie und die Begeisterung für die künstliche Intelligenz auch."
  },
  {
    "start": 2460.259,
    "end": 2461.14,
    "text": "angefeuert wird."
  },
  {
    "start": 2461.64,
    "end": 2465.0,
    "text": "Da sprechen sehr viele schon von einer Blase, die platzen könnte."
  },
  {
    "start": 2465.62,
    "end": 2480.38,
    "text": "Und das könnte sich auch dann auf die Kurzaktie auswirken, wenn dieser ganze Tech-Euforie irgendwie sich als eine Schaumschlägerei erweist oder wenn es da wirklich zu einem ganz massiven Platzen dieser Blase kommt."
  },
  {
    "start": 2481.14,
    "end": 2481.18,
    "text": "Ja."
  },
  {
    "start": 2481.58,
    "end": 2484.52,
    "text": "Das wäre für Sebastians Kurz-Image auch nicht gut."
  },
  {
    "start": 2484.72,
    "end": 2500.02,
    "text": "Das Gleiche wäre, die andere große wirtschaftliche Risiko, dass wir auch bis Jahr zu Jahrzehnte und sechsundzwanzig oder so uns auch anschauen müssen, ist doch diese Kryptoblase und diese, die ja auch von der ja auch dann Trump und seine Leute im Moment unglaublich profitieren."
  },
  {
    "start": 2500.64,
    "end": 2508.16,
    "text": "Das sind Entwicklungen, die könnten, wenn sie tatsächlich schlagend werden, ja es auch dann jemanden wie Sebastian Kurz viel schwerer machen."
  },
  {
    "start": 2508.84,
    "end": 2517.52,
    "text": "sein Image als erfolgreichen Unternehmer, als einer, der die Zukunft repräsentiert, auch tatsächlich weiter zu verfolgen."
  },
  {
    "start": 2517.759,
    "end": 2525.64,
    "text": "Er ist und bleibt jedenfalls für zwanzig sechsundzwanzig das, wofür es kein richtig gutes deutsches Sprichwort gibt, The Elephant in the Room."
  },
  {
    "start": 2527.72,
    "end": 2532.259,
    "text": "Entschuldigung, ich hab gerade überlegen müssen, ob es da eine sinnvolle deutsche Übersetzung gibt, aber mir fällt tatsächlich auch keiner hin."
  },
  {
    "start": 2532.299,
    "end": 2532.42,
    "text": "Man"
  },
  {
    "start": 2532.48,
    "end": 2536.54,
    "text": "sagt dann immer nur der Gefandene oder auch so, wie bei vielen anderen Übersetzungen."
  },
  {
    "start": 2539.54,
    "end": 2547.48,
    "text": "Ja, aber das gibt immer gleich böse Mehl, ich hab mal gesagt, auf Deutsch übersetzt jemanden unter dem Bus werfen, hier im Podcast, das hat Eiligen nicht sehr gefallen, also ich glaub,"
  },
  {
    "start": 2547.94,
    "end": 2548.42,
    "text": "das lasst"
  },
  {
    "start": 2548.48,
    "end": 2548.92,
    "text": "man in dieser"
  },
  {
    "start": 2549.279,
    "end": 2551.38,
    "text": "Sprichwortung."
  },
  {
    "start": 2553.22,
    "end": 2566.18,
    "text": "Wir haben jetzt über das eine K gesprochen, vielleicht der Vollständigkeitshalber, das zweite K, denn es gibt ja auch einen gewissen Herrn Christian Kern, der in einer anderen Partei, nämlich in der SBU, immer wieder als großer Comeback-Kandidat gehandelt wird."
  },
  {
    "start": 2566.299,
    "end": 2570.18,
    "text": "Kürzlich war die Rede davon, dass es kurz davor sei, soweit zu sein."
  },
  {
    "start": 2570.6,
    "end": 2572.44,
    "text": "Das hat sich dann wieder in Luft aufgelöst."
  },
  {
    "start": 2572.52,
    "end": 2575.68,
    "text": "Aber wie schaut es auf dieser Seite eurer Einschätzung noch aus?"
  },
  {
    "start": 2576.2,
    "end": 2587.5,
    "text": "So wie bei kurz glaube ich auch, dass Christian Kern mit einer rückende Politik durchaus lieb eugelt und dass er durchaus Lust verspüren würde, da nochmal anzutreten, auch er hat."
  },
  {
    "start": 2588.08,
    "end": 2594.08,
    "text": "Wenn man so will noch die eine oder andere Rechnung offen, ich glaube nur, dass die Situation für Kern eine andere ist."
  },
  {
    "start": 2594.12,
    "end": 2598.759,
    "text": "Ich glaube, bei Kern war es klar, dass die SBO müsste ihn auf den Schild heben."
  },
  {
    "start": 2599.34,
    "end": 2610.44,
    "text": "Und die SBO ist zwar überschaubar zufrieden mit dem jetzigen Vorsitzenden, aber ob sie diesen Schritt gehen, dass sie tatsächlich sich für Kern entscheiden und Kern auf den Schild heben."
  },
  {
    "start": 2611.1,
    "end": 2617.38,
    "text": "Und ob er das dann tatsächlich auch wirklich durchzieht, da bin ich mir nicht so ganz sicher."
  },
  {
    "start": 2617.819,
    "end": 2630.86,
    "text": "Aber es ist auf jeden Fall unangenehm für Parteischiff Andreas Babler und Vizekanzler Andreas Babler, dass seine Führungsperson permanent in Frage gestellt wird und zwar von den eigenen Leuten."
  },
  {
    "start": 2631.24,
    "end": 2638.22,
    "text": "Ich glaube, Christian Kern mag zwar politisches Talente zu haben, aber im entscheidenden Moment hat er gekniffen."
  },
  {
    "start": 2638.44,
    "end": 2639.319,
    "text": "Also diese Wahl."
  },
  {
    "start": 2639.92,
    "end": 2650.279,
    "text": "gegen kurz relativ knapp verloren hat, statt zu sagen, ich nehme dies duell, ich nehme diesen Kampf auf, ich werde zeigen, dass man kurz besiegen kann, ist er davon gelaufen."
  },
  {
    "start": 2650.48,
    "end": 2653.12,
    "text": "Und ich glaube, dass diesen Fehler lässt sich nicht mehr gut machen."
  },
  {
    "start": 2653.58,
    "end": 2657.14,
    "text": "Es ist ein unvollendetes politisches Lebenswerk in der Tat."
  },
  {
    "start": 2657.88,
    "end": 2662.759,
    "text": "Aber ich glaube eher, dass er die Rolle, wenn wir so kurz vor Weihnachten sind, kurz an Charles Dickens denken."
  },
  {
    "start": 2662.86,
    "end": 2664.86,
    "text": "Und er ist der Geist der vergangenen Weihnacht."
  },
  {
    "start": 2664.96,
    "end": 2666.819,
    "text": "Ich sehe ihn nicht als Geist der zukünftigen"
  },
  {
    "start": 2667.12,
    "end": 2667.5,
    "text": "Weihnacht."
  },
  {
    "start": 2667.58,
    "end": 2676.2,
    "text": "Aber es mich interessieren wird, ob wir als Gesellschaft, in den vergangenen Jahren, einen Weg finden, anders miteinander umzugehen, als wir es jetzt tun."
  },
  {
    "start": 2677.48,
    "end": 2684.66,
    "text": "Diese Art, jedem, der einem widerspricht, sofort einen Ziegelstein auf dem Kopf zu hauen oder vielleicht mit einer Klage zu drohen, das ist ja das, was wir uns befinden."
  },
  {
    "start": 2685.14,
    "end": 2686.1,
    "text": "Wie kommen wir daraus?"
  },
  {
    "start": 2689.44,
    "end": 2691.5,
    "text": "Eine ganz einfache Frage, Daniel."
  },
  {
    "start": 2693.4,
    "end": 2693.819,
    "text": "Schwierig."
  },
  {
    "start": 2694.24,
    "end": 2696.7,
    "text": "Warum sollte das in den Jahren des Jahrtausendsechs und zwanzig gelingen?"
  },
  {
    "start": 2697.04,
    "end": 2701.04,
    "text": "Was in den Jahren des Jahrtausendsechs und zwanzig nie oder nur schlecht gelungen ist?"
  },
  {
    "start": 2702.38,
    "end": 2707.98,
    "text": "Die ganze Gesellschaft befindet sich in einer permanenten Miesenlaune."
  },
  {
    "start": 2709.12,
    "end": 2720.12,
    "text": "Das war vielleicht immer schon so, aber jetzt kann halt jeder gleichzeitig Sender und Empfänger sein und kann seine Befindlichkeiten in die Welt hinauspursauen über Social Media."
  },
  {
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    "text": "Und das macht, glaube ich, schon was."
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    "text": "Das ist auch, glaube ich, ein Teil des Problems."
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    "text": "Und man kann eigentlich nur hoffen, dass diese ganze Spirale sich immer schneller dreht und immer absurder wird, sodass immer mehr Leute aus dem Aussteigen und sagen, nein, da mache ich nicht mit."
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    "text": "Aus dieser Plattform steige ich aus, das mache ich nicht."
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    "text": "Dass dann irgendwann einmal auch die Gesetze des Marktes gewisse Plattformen vielleicht irgendwann einmal obsolet machen."
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    "text": "Und ich glaube jetzt nicht, dass man mit der großen gesetzlichen Keule kommen kann und sagen, ihr müsst jetzt alle lieb zueinander sein und dürft keine Bösartigkeiten mehr über Social Media verbreiten."
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    "text": "Das wird, glaube ich, so nicht funktionieren."
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    "text": "Es gibt ja auch diese Bewegung, die ist vielleicht noch nicht so groß, aber das kann schon nochmal ein Moment umkriegen, weil es den Leuten einfach reicht."
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    "text": "Ich werde das ganz altmodisch klingen, aber vielleicht kann man irgendwo hoffen, dass es die alten Tugenden benehmen, Höflichkeit manieren, Respekt irgendwo wiederkehren."
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    "text": "Und ich glaube auch wir als Medien und genauso auch Politikerinnen und Politiker und alle, die in der Öffentlichkeit sind, sollten das viel offensiver einfordern von jedem, inklusive denen, die es ständig brechen."
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    "text": "Unsere Gehirne tendieren ja dazu, gegen Null zu extrapolieren."
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    "text": "Aber diese andauernde Belastung führt natürlich auch zu einer... extremen Gereiztheit und zu einer permanenten Dünnhäutigkeit."
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    "text": "Also, dass man auch im eigenen Leben eine Leichtigkeit verspürt oder auch sei es nur auf einem der kriminellen Radwege rund um den Ring einen Fußgänger anbrüllt oder stehen bleibt und lächelt."
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    "text": "Das macht den Unterschied."
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    "text": "Und ich glaube, das sind Zeiten der Gereiztheit."
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    "text": "Das umso schwieriger ist, eben verständnisvoll zu reagieren, Toleranz auch mal so auszulegen, dass nicht sofort auf Eskalation gesetzt wird."
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    "text": "Und wir haben alle, sind auch durch die sozialen Mediennetzter mehr und mehr dazu erzogen worden, dass es krachen muss, dass es schnell hochgeht, dass sich sowas deutlich nach oben spielt, viral geht."
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    "text": "und glauben wir in die Zukunft, das würde ich voraussetzen bei uns allen und auch bei allen da draußen."
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    "text": "Zukunft braucht Zuversicht."
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    "text": "Wenn wir nicht an die Zukunft glauben, dann funktioniert wahrscheinlich so vieles nicht, dann sind wir wieder zurück bei der Demokratie, die dann auch nicht funktioniert."
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    "text": "Und diese Übereinkunft im Alltag stärker zu leben, dann würden sie ja an die neun Millionen Menschen dann auch tun und dann würden wir das auch spüren irgendwo."
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    "text": "Das ist mein sehr, sehr frommer zugegebenermaßen Wunsch für sechsundzwanzig, aber ich fürchte, dass es bei uns im Kleinen beginnt und es ist momentan sehr, sehr schwer, weil wenigen danach zu mutig ist."
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    "text": "Johann Nestor hat ja schon der Misogynie ein Denkmal gesetzt und das Kstanzel geschrieben."
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    "text": "Die wird steht auf Karlmphalmer lang."
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    "text": "Das ist doch ein schönes Abschluss-Zitat für diese Runde."
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    "text": "Bleibt an dieser Stelle nur noch zu sagen an Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer."
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    "text": "Sicher nicht die schlechteste, die vielen Dank an euch treifst, vorbeikommen und auch an euch."
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    "text": "Frohe Weihnachten."
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