[
  {
    "start": 4.14,
    "end": 15.35,
    "text": "Ich habe alles gespürt, ich habe alles erlebt und ich habe nicht verstehen können, wieso ich aufgrund des Wortes Jude mit meinen Freunden nicht mehr spielen darf."
  },
  {
    "start": 15.489,
    "end": 21.57,
    "text": "Das war für mich eine Frage, die mir niemand beantworten konnte."
  },
  {
    "start": 22.189,
    "end": 27.169,
    "text": "Ich war natürlich sehr, sehr unglücklich, dass ich mit den Kindern nicht mehr spielen konnte."
  },
  {
    "start": 27.33,
    "end": 34.41,
    "text": "Aber es hieß, ein Jugendkind darf nicht mit unseren Kindern spielen, damit er die Sache erledigt und niemand konnte das zurücknehmen."
  },
  {
    "start": 36.33,
    "end": 38.53,
    "text": "Diese Sätze kommen von Charlotte Knobloch."
  },
  {
    "start": 39.21,
    "end": 44.51,
    "text": "Die Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern ist dreiundneinzig Jahre alt."
  },
  {
    "start": 45.07,
    "end": 48.53,
    "text": "Sie hat den Holocaust unter abenteuerlichen Umständen überlebt."
  },
  {
    "start": 49.33,
    "end": 57.75,
    "text": "Eine Hausangestellte gab sie als ihr unehrliches Kind aus und brachte sie aus München, der damaligen Hauptstadt der Bewegung, in ein entlegenes Dorf."
  },
  {
    "start": 58.31,
    "end": 61.69,
    "text": "Willkommen zu München persönlich, dem Podcast der süddeutschen Zeitung."
  },
  {
    "start": 62.43,
    "end": 64.05,
    "text": "Mein Name ist Ulrike Heidenreich."
  },
  {
    "start": 64.769,
    "end": 73.03,
    "text": "Für die Aufzeichnung dieser Folge treffe ich Charlotte Knobloch im Gebäude der israelitischen Kultusgemeinde im Herzen Münchens, auf dem St."
  },
  {
    "start": 73.09,
    "end": 78.33,
    "text": "Jakobsplatz, dort, wo seit dem Jahr die neue Hauptsyndago gesteht."
  },
  {
    "start": 79.27,
    "end": 83.75,
    "text": "Wir sprechen über Momente, die sie besonders bewegt haben in den vergangenen Monaten."
  },
  {
    "start": 84.71,
    "end": 89.19,
    "text": "Wir reden über Kindheitserlebnisse und Situationen, die sie niemals vergessen kann."
  },
  {
    "start": 90.23,
    "end": 95.57,
    "text": "Charlotte Knobloch ist mehrfach für ihren Einsatz für Toleranz und Verständigung ausgezeichnet worden."
  },
  {
    "start": 96.61,
    "end": 108.17,
    "text": "Die Charismatische Dame verfügt über die besondere Fähigkeit, Brücken zu bauen, über die Abgründe der deutschen Geschichte hinweg und auch angesichts des wachsenden Antisemitismus heutzutage."
  },
  {
    "start": 108.97,
    "end": 117.73,
    "text": "In unserem Gespräch sagt sie, was sie manchmal verzweifeln lässt, was ihr Hoffnung gibt und was sie sich und den Menschen für die Zukunft wünscht."
  },
  {
    "start": 119.05,
    "end": 120.99,
    "text": "Lieber Frau Knobloch, wie geht es Ihnen?"
  },
  {
    "start": 121.89,
    "end": 124.39,
    "text": "Es geht mir Gott sei Dank gut."
  },
  {
    "start": 124.89,
    "end": 126.67,
    "text": "Dann stelle ich mir die Frage eigentlich, warum?"
  },
  {
    "start": 127.45,
    "end": 129.09,
    "text": "Das Wetter ist teilweise schön."
  },
  {
    "start": 129.69,
    "end": 131.33,
    "text": "Die Menschen sind nicht zu uns."
  },
  {
    "start": 132.31,
    "end": 137.609,
    "text": "Die Zeitungen haben ein bisschen aufgehört, gegen Israel in irgendeiner Form ein Wort zu schreiben."
  },
  {
    "start": 138.39,
    "end": 143.53,
    "text": "Es ist eigentlich eine gewisse Normalität eingetreten, über die ich sehr glücklich bin."
  },
  {
    "start": 144.209,
    "end": 146.829,
    "text": "Und ich hoffe, dass nach dem sechsten Januar das weiter."
  },
  {
    "start": 147.609,
    "end": 151.39,
    "text": "für uns und für die Menschen im Vordergrund steht."
  },
  {
    "start": 156.35,
    "end": 163.23,
    "text": "Also ich habe mir noch vorgestellt, wer im Gotteswillen, wie hätte ich reagiert, wenn ich die Mutter einer Geisel gewesen bin?"
  },
  {
    "start": 165.37,
    "end": 175.07,
    "text": "Bei jeder Sendung oder bei jedem Zeitungsartikel habe ich mir vorgestellt, was hätte ich gemacht?"
  },
  {
    "start": 175.81,
    "end": 184.03,
    "text": "Hätte ich eine Reaktion gegeben, hätte ich in irgendeiner Form mich an die Öffentlichkeit gewagt, um meinen Leid darzustellen."
  },
  {
    "start": 184.65,
    "end": 186.489,
    "text": "Da bin ich zu diesem Beschluss gekommen."
  },
  {
    "start": 186.53,
    "end": 186.709,
    "text": "Nein."
  },
  {
    "start": 187.59,
    "end": 189.549,
    "text": "Ich muss das mit mir fertig machen."
  },
  {
    "start": 190.25,
    "end": 192.53,
    "text": "Und ich habe es auch in dieser Hinsicht geschafft."
  },
  {
    "start": 193.269,
    "end": 195.19,
    "text": "Aber das hat sie bewegt, als sie die Bilder ..."
  },
  {
    "start": 195.65,
    "end": 197.57,
    "text": "Das war eine furchtbare Situation."
  },
  {
    "start": 197.65,
    "end": 200.51,
    "text": "Ich habe natürlich nichts anderes gesehen, wie jedes Mal die Mütter."
  },
  {
    "start": 201.29,
    "end": 203.929,
    "text": "Und wo Väter da waren, natürlich auch die Väter."
  },
  {
    "start": 204.709,
    "end": 217.769,
    "text": "Und haben mir vorgestellt, wenn das zu Ende ist, was ja Gott sei Dank zu Ende gegangen ist, wie die Menschen reagieren, die mit leeren Händen dastehen und ihr Kind nicht umarmeln können."
  },
  {
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    "end": 224.829,
    "text": "Auf dem Platz in Teller Wief als auch die Menschen gewartet haben und die Trauer und Mahnwachen abgehalten haben?"
  },
  {
    "start": 225.85,
    "end": 238.87,
    "text": "Ich kann mir diese Situation, wenn ich derjenige gewesen wäre, der Hoffnung gehabt hätte, dass ich eben, wenn mein Kind sehen werde, ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, wahrscheinlich wäre ich nach Hause gelaufen."
  },
  {
    "start": 239.23,
    "end": 241.269,
    "text": "Sie haben ja selber drei Kinder und"
  },
  {
    "start": 241.85,
    "end": 242.829,
    "text": "deswegen"
  },
  {
    "start": 243.63,
    "end": 247.429,
    "text": "gehen solche Bilder und Gedanken am meisten tief ins Herz."
  },
  {
    "start": 248.049,
    "end": 258.41,
    "text": "Ja, ich hab zwei Uhrenkel, die sind jetzt zehn Jahre, was sind sieben Jahre heutzutage, dann geht das Thema aktuell."
  },
  {
    "start": 259.39,
    "end": 262.47,
    "text": "Teilnahme israelisch und militär."
  },
  {
    "start": 263.35,
    "end": 266.15,
    "text": "Und da beneide ich meine Tochter."
  },
  {
    "start": 267.31,
    "end": 285.45,
    "text": "In keinem Fall, wenn solche Themen bearbeitet werden müssen in Familien und mit den Kindern, die man wirklich so erzogen hat, dass sie, dass das nicht ihr Lieblingscharakter ist zu kämpfen, sondern auch Menschen zu unterstützen."
  },
  {
    "start": 286.11,
    "end": 288.51,
    "text": "Da sprechen Sie von Ihrer Tochter, die in Israel lebt."
  },
  {
    "start": 289.57,
    "end": 299.19,
    "text": "Die Tochter ist sowieso die Leiterin eines Kindergartens, wo jedes einzelne Kind Unterstützung braucht."
  },
  {
    "start": 300.15,
    "end": 308.17,
    "text": "Und ich habe gesehen, dass meine älteren Enkel auch sehr fleißig Tag und Nacht mit Autos um hier fahren."
  },
  {
    "start": 308.67,
    "end": 311.43,
    "text": "Verschiedene Dinge fürs Militärelle."
  },
  {
    "start": 313.07,
    "end": 317.23,
    "text": "Was halt so notwendig ist nicht dann vor oder hinter der Front."
  },
  {
    "start": 317.81,
    "end": 323.95,
    "text": "Und da gibt es sehr viele Themen, die bearbeitet wurden, die wir gar nicht wissen und wissen wollen."
  },
  {
    "start": 324.63,
    "end": 326.35,
    "text": "Beginnen wir mal bei Ihnen."
  },
  {
    "start": 326.77,
    "end": 328.25,
    "text": "Beschreiben Sie bitte kurz."
  },
  {
    "start": 329.15,
    "end": 337.29,
    "text": "Jahrzehnt für Jahrzehnt, wo sie da waren, wie sie gelebt haben und mit welchen Empfindungen sie daran zurückdenken."
  },
  {
    "start": 337.93,
    "end": 339.73,
    "text": "Letzteres gerne mit Adjektiven."
  },
  {
    "start": 340.53,
    "end": 352.95,
    "text": "Ich beginne einfach mal mit dem neunundzwanzigsten Oktober, neunundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund."
  },
  {
    "start": 352.99,
    "end": 359.81,
    "text": "Das sind die ersten zehn Jahre in meinem Leben und die waren nur ganz kurz mit Freude gefüllt, muss ich wirklich sagen."
  },
  {
    "start": 360.73,
    "end": 364.27,
    "text": "Mein Vater war nicht der Glücklichste, dass seine Familie sich vergrößert hat."
  },
  {
    "start": 364.75,
    "end": 372.47,
    "text": "Er war zwar ein sehr, sehr guter Vater, aber trotzdem erkannte die Situation und hat sich gewisse Gedanken"
  },
  {
    "start": 373.37,
    "end": 373.63,
    "text": "machen"
  },
  {
    "start": 373.71,
    "end": 377.53,
    "text": "müssen, die er sonst nicht durchgeführt hätte."
  },
  {
    "start": 378.59,
    "end": 382.93,
    "text": "Ein Gedanke, zum Beispiel, verlasse ich das Land mit meinem Kind, mit meiner Mutter."
  },
  {
    "start": 383.35,
    "end": 384.25,
    "text": "Hat er dann probiert?"
  },
  {
    "start": 384.95,
    "end": 391.51,
    "text": "Amerika hat der Mutter keine Einreise gegeben, weil sie zu alt war, sie war auf der Firma in den Siebzig."
  },
  {
    "start": 391.99,
    "end": 398.35,
    "text": "Mein Vater und ich hätten eine Einreise gehabt, aber er wollte seine Mutter nicht alleine stehen lassen, was richtig war."
  },
  {
    "start": 399.37,
    "end": 404.47,
    "text": "Und dann war dieses Thema für ihn zu Ende und natürlich für mich auch."
  },
  {
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    "end": 415.97,
    "text": "Ich habe alles gespürt, ich habe alles erlebt und ich habe nicht verstehen können, wieso ich aufgrund des Wortes Jude mit meinen... Freunden nicht mehr spielen darf."
  },
  {
    "start": 416.11,
    "end": 422.19,
    "text": "Das war für mich eine Frage, die niemand beantworten konnte."
  },
  {
    "start": 422.83,
    "end": 427.79,
    "text": "Ich war natürlich sehr, sehr unglücklich, dass ich mit den Kindern nicht mehr spielen konnte."
  },
  {
    "start": 427.95,
    "end": 432.91,
    "text": "Aber es hieß, ein Judenkind darf nicht mit unseren Kindern spielen, damit er die Sache erledigt."
  },
  {
    "start": 433.45,
    "end": 435.01,
    "text": "Und niemand konnte das zurücknehmen."
  },
  {
    "start": 435.91,
    "end": 438.97,
    "text": "Wie alt waren Sie da, genau, als Sie diese Erinnerung haben?"
  },
  {
    "start": 439.01,
    "end": 439.55,
    "text": "Da war ich ca."
  },
  {
    "start": 439.67,
    "end": 440.39,
    "text": "vier Jahre alt."
  },
  {
    "start": 441.41,
    "end": 447.61,
    "text": "In two forty, waren Sie dann ... Zehn Jahre alt und bis neunzehntzeinfünfzig."
  },
  {
    "start": 448.21,
    "end": 449.59,
    "text": "Gehen wir mal die Dekade durch."
  },
  {
    "start": 449.63,
    "end": 451.61,
    "text": "Ich habe ja den neunten November erlebt."
  },
  {
    "start": 452.55,
    "end": 454.59,
    "text": "Mein Vater, der ist eine Rechtsanwaltzulassung."
  },
  {
    "start": 455.41,
    "end": 461.63,
    "text": "verloren, wollte man den jüdischen Anwälten auf keinen Fall zulassen."
  },
  {
    "start": 462.25,
    "end": 474.71,
    "text": "Er wurde wie alle anderen ein Konsulent und durfte nur Juden verteidigen in einer Form, die verrückt erscheint, weil Juden hat ja damals keine Gesetze mehr, die sie in irgendeiner Form beschützen können."
  },
  {
    "start": 475.65,
    "end": 499.57,
    "text": "Was mir sehr stark immer noch wie soll ich sagen, zu schaffen macht, besonders wenn dann Dinge passieren, die sich der Sache ähneln, ist die Tatsache, dass ich gesehen habe und gehört habe, dass Menschen, die zu meinem Vater kamen, mit ihrem Zettel."
  },
  {
    "start": 500.77,
    "end": 509.71,
    "text": "Der sich auch forderte, am Sohn zu filten, zu einer gewissen Zeit, sich am zuständigen Bahnhof einzufinden."
  },
  {
    "start": 510.63,
    "end": 515.949,
    "text": "Mit dem Ziel, das war nicht draufgestanden, das hat da über jeder gewusst, mit dem Ziel deportiert zu werden."
  },
  {
    "start": 516.77,
    "end": 518.65,
    "text": "Da hab ich mitmachen müssen."
  },
  {
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    "end": 530.589,
    "text": "Dass Menschen kommen, besonders Frauen weinend, die meinem Vater ... den Zettel hingehalten haben, in der Hoffnung, dass er als Konsulent für jüdische Menschen irgendetwas erreichen kann."
  },
  {
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    "end": 538.469,
    "text": "Das war natürlich nicht der Fall und sie mussten wieder gehen und sie wussten, wohin sie an bestimmten Datum gebracht werden."
  },
  {
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    "end": 545.089,
    "text": "Das ist noch der Schlimmste, dass die Menschen nicht hoffen konnten, vielleicht in ein Arbeitslager oder was."
  },
  {
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    "end": 552.709,
    "text": "Nein, sie wussten, wenn es in den Norden Europas geht, dann leben sie nach Ankunft des Zuges."
  },
  {
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    "end": 554.27,
    "text": "nicht mehr lange."
  },
  {
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    "text": "Das hat sich in Ihrer Erinnerung"
  },
  {
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    "end": 557.17,
    "text": "eingegraben,"
  },
  {
    "start": 557.209,
    "end": 559.31,
    "text": "diese Erlebnisse, da waren Sie ja noch sehr klein."
  },
  {
    "start": 560.03,
    "end": 565.55,
    "text": "Da habe ich eigentlich mit mir, wenn man so sagt, gestritten, weil ich habe mir gedacht, warum kann mein Vater nicht helfen?"
  },
  {
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    "end": 569.61,
    "text": "Das habe ich nicht verstanden und habe das dann auch mit ihm diskutiert."
  },
  {
    "start": 570.449,
    "end": 582.55,
    "text": "Und er hat mir dann genau erklärt, dass es keinen Weg gibt in irgendeiner Form jemanden, der für das zu helfen, dass er diese Aufforderung nicht wahrnehmen kann."
  },
  {
    "start": 583.53,
    "end": 584.31,
    "text": "Das ging nicht."
  },
  {
    "start": 584.73,
    "end": 589.849,
    "text": "Wir versuchen ja, ein paar Dekaden ihres Lebens zu erkunden."
  },
  {
    "start": 590.53,
    "end": 596.189,
    "text": "Und die Dekade, two hundred forty-two hundred fifty."
  },
  {
    "start": 597.67,
    "end": 604.209,
    "text": "Lässt sich das überhaupt zusammenfassen, passt das, was Sie da erlebt haben, überhaupt in zehn Jahre rein?"
  },
  {
    "start": 604.29,
    "end": 604.969,
    "text": "Also, das"
  },
  {
    "start": 605.03,
    "end": 625.13,
    "text": "passt irgendwie zusammen, wenn ich das so sagen darf, weil mein Vater hatte eine furchtbare Angst bekommen, nachdem meine Großmutter deportiert wurde, dass sie auch, weil sie Kindertransporte durchgeführt haben, dass auch mein Name aufgerufen wird und hat einen Ausweg gesucht."
  },
  {
    "start": 625.61,
    "end": 634.01,
    "text": "Er hat eine Möglichkeit gefunden, mich in Mittelfranken in einen Bauernhof unterzubringen."
  },
  {
    "start": 634.689,
    "end": 637.41,
    "text": "Die Leute waren momentan geschockt."
  },
  {
    "start": 637.93,
    "end": 641.87,
    "text": "Die kannten mich ja, weil die Dame war die Haushälterin, meine Sonkels."
  },
  {
    "start": 642.65,
    "end": 645.209,
    "text": "Der Stand damals in den Vereinigten Staaten war."
  },
  {
    "start": 646.39,
    "end": 654.13,
    "text": "Ich weiß, in früheren Zeiten ... In den Wochenenden hat er mich manchmal in einen Kloster geschickt."
  },
  {
    "start": 654.849,
    "end": 655.93,
    "text": "Er wollte sie einfach verstecken."
  },
  {
    "start": 656.189,
    "end": 658.469,
    "text": "Meine Großmutter hat damals noch nicht mehr gelebt."
  },
  {
    "start": 658.65,
    "end": 662.13,
    "text": "Darum war es wichtig, dass er mich wegnimmt aus der Stadt."
  },
  {
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    "end": 671.05,
    "text": "Das hat sich alles in dieser Zeit erledigt, in der Form, dass ich ein Bauernmädel wurde, die Leute, die ihr Leben riskiert haben."
  },
  {
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    "end": 674.77,
    "text": "Um eins zu retten, waren unglaublich nicht zu mir."
  },
  {
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    "end": 682.969,
    "text": "Aber natürlich ... Wie die Kinder zu damaligen Zeiten in so einem Dorf, die Männer waren ja alle beim Militär."
  },
  {
    "start": 683.65,
    "end": 690.689,
    "text": "Also mussten die Kinder alle Arbeit machen, was die Mütter auch den Kindern zugewiesen haben, war auch manchmal Männerarbeit drin."
  },
  {
    "start": 691.349,
    "end": 694.27,
    "text": "Das waren ja die wenigsten Menschen in dem Dorf eingeweiht."
  },
  {
    "start": 697.969,
    "end": 699.55,
    "text": "Sie war ja eine sehr frome Person."
  },
  {
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    "end": 704.449,
    "text": "Und diese Fräumigkeit hat dann Gott sei Dank dazu geführt, dass ich bleiben konnte."
  },
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    "start": 704.949,
    "end": 716.469,
    "text": "Weil man ja Dinge nachgesagt hat, dass ich ja außer ehrliches Kind bin, dass damals gegenüber einer fromen Person ein Leben schaden war, sozusagen."
  },
  {
    "start": 717.11,
    "end": 718.27,
    "text": "Also ganz anders."
  },
  {
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    "text": "wie man sich gedacht hat, aber das hat mich gerettet."
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    "text": "Und den Menschen nachher gezeigt, dass es auch Möglichkeiten gibt, wenn sie mitmachen, nicht wissentlich mitmachen, dass mein Menschenleben auch retten kann."
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    "text": "Kommen wir noch mal zu neunster zwei in fünfzig, da waren sie zwanzig und frisch verheiratet."
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    "text": "Wie ging es Ihnen da?"
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    "text": "Ja, also ich wollte ja von diesem Dorf, von den Leuten, ich wollte ja auf keinen Fall nach München zurück."
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    "text": "Meine Begründung war, dann sehe ich die Leute, die uns angespuckt haben, die uns beschimpft haben, von denen wir Angst hatten."
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    "text": "Also das war für mich ein Thema."
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    "text": "Wie ich auf das Thema gekommen bin, weiß ich nicht, aber wahrscheinlich war das in einer Diskussion."
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    "text": "dass man die mal mit mir erführte, weil die Leute wollten natürlich auch, dass ich in die Zukunft habe, um kein Bauernmedelbleib."
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    "text": "Aber da war ich schon für die Grundlagen zu alt."
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    "text": "Jetzt machen wir mal einen großen Sprung prüfen der Dekaden in ihrem Leben."
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    "text": "Von"
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    "text": "twointenhundertzehnundachzig bis neunzehnzehnneunzig."
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    "text": "Das ist die Zeitspanne, als sie zwischen Fünfzig und Sechzig Jahre alt waren."
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    "text": "Ja, stimmt."
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    "text": "Ich dachte, ich nehme meine Kinder."
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    "text": "Ich war eine sehr fürsorgliche Mutter, weil ich das alles nicht gehabt habe und ich kannte."
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    "text": "Und so habe ich natürlich meinen Kindern versucht, ihnen das zu geben, was ich nicht hatte."
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    "text": "Und da habe ich sie sehr bevormundet, muss ich auch schon sagen."
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    "text": "Sie hatten kein reiches Leben, sie mussten immer gute Noten bringen."
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    "text": "Aber dann, als sie mich nicht mehr brauchten, habe ich mich mit Menschen beschäftigt, die keine ... überlebenden mehr in ihren Familien gefunden haben, alleine sind und habe die vom Altersheim aus gesehen mit Spaziergängen, mit Essen."
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    "text": "Also das war so mein, wie soll ich sagen, sehr zufrieden gemacht, dass ich eine Mensch helfen kann, der natürlich seine Vergangenheit nicht vergessen konnte und auch alleine war."
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    "text": "Da war niemand da, der es sagen könnte, aber wir sind da und wir sind für dich da, war nicht."
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    "text": "Dann habe ich mich sehr um diese Menschen gekümmert."
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    "text": "und dann kam ein sehr netter Herr, der mich so beobachtet hat und hat gesagt, ob ich nicht den Vorstand beitrete, sag ich nicht."
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    "text": "Da haben wir noch andere auch."
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    "text": "Und dann kam ich in den Vorstand."
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    "text": "Musste aber ganz unten sitzen, musste meine Gedanken, die ich öffentlich machen wollte, musste ich erst mit einer Dame besprechen, die mich da betreut hat."
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    "text": "Und nach drei Jahren ist der Präsident verstorben."
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    "text": "Und man suchte einen weiteren Präsidenten."
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    "text": "Und dann kamen, muss ich sagen, damals noch fünf junge Leute zu mir in die Wohnung."
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    "text": "Ich hatte die meisten Stimmen."
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    "text": "Das habe ich abgelehnt in der Hoffnung, dass der Rabbiner, der auf meinen Wunsch hingefragt wurde, ob eine Frau diese Stellung durchführen kann."
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    "text": "Das war ein Rabbiner, wo ich gedacht habe, der sagt, hundert Prozent, nein, das brauchen wir noch nicht."
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    "text": "Und dann plötzlich ... Das"
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    "text": "ist überhaupt kein Problem."
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    "text": "Da kamen sie wieder zurück und haben gesagt, Also, wir machen das, wir wählen sie und das wird ja klappen."
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    "text": "Ich habe keine Erfahrung, ich habe nur zugehört, hat manchmal meine Meinung."
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    "text": "dargestellt, aber mehr war nicht."
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    "text": "Aber als Sie die Position bekommen haben, denke ich mal, haben Sie sich auch gefreut und es war ein kleiner Glücksmoment."
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    "text": "Es waren lauter Männer, da wohl jeder auch den Job haben wollte."
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    "text": "Und da sind ein paar, das da andere Gedanken hatten und die dann auch durchführen konnten."
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    "text": "Das waren, waren neunzehn Leuten nicht allen recht."
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    "text": "Aber sie haben mich, sie haben mich gewählt und ich musste sehen."
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    "text": "arbeiten, um das ganze Paket in der Form kennenzulernen."
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    "text": "Mein Vater war leider durch seine Zwangsarbeit, wo er Batterien herstellen mit einer Flüssigkeit eingießen musste."
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    "text": "Er hat fast sein ganzes Augenlicht verloren und er war einer derjenigen, der den BGB auswendig konnte."
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    "text": "Er war mit Begeisterung an Wald."
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    "text": "Und das hätte sich auf mich übergetragen, aber ich schaffte es nicht."
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    "text": "Und bin heute im Zusammensein mit Anwälten und mit Justizleuten sehr, sehr glücklich."
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    "text": "Das ist ein warmes Gefühl der Erinnerung."
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    "text": "Ja, das ist interessant."
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    "text": "Ich weiß gar nicht, ob die's mit mir sind, aber ich bin's mit ihnen."
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    "text": "Wie sind wir bei heute?"
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    "text": "Sie sind dreieinundzig Jahre alt."
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    "text": "Und ... Wir haben am Anfang des Gesprächs darüber geredet, was sie am meisten bewegt hat im Jahr zwanzig, fünfundzwanzig."
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    "text": "Wenn wir jetzt das ein bisschen weiterfassen und auch nach vorne gucken, was lässt sie verzweifeln?"
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    "text": "Es lässt mich natürlich verzweifeln, dass ich jetzt mehr oder weniger sehen musste, dass ein typisches Einwanderungsland doch nicht die Möglichkeit hat, die Menschen dort auf das Land."
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    "text": "den Menschen dort Gelegenheit zu geben, normal in diesem Land zu leben, das haben wir jetzt gesehen."
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    "text": "Beziehen Sie sich auf den Anschlag in Australien?"
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    "text": "Ja, und ich bin mir sicher, das ist nicht das einzige Land und das ist mein Problem."
  },
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    "text": "Das ist mein Problem, wenn ich lese in den Vereinigten Staaten, wir wollten damals auswandern in den Vereinigten Staaten, also das Ding wurde ertagtergelegt."
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    "text": "Australien und die Vereinigten Staaten haben alle Vorbereitungen getroffen, wurden auch akzeptiert."
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    "text": "Hat er den Bekannter, der hat einmal die Unterlagen in irgendwelchen Ministerien oder hat er unseren Antrag gefunden."
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  },
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    "text": "Das war so ... forty-seven, forty-eight."
  },
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    "text": "Weil ich meine, die waren nicht gleich alle da, um die Menschen, die gerne auswandern würden, zu unterstützen."
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    "text": "Also hat sich ja erst aufgebaut."
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    "text": "Und man hat nachgefragt, wie geht das, was muss man machen, was muss man tun."
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    "text": "Also man wollte auf alle Fälle auswandern."
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    "text": "Mein Mann war so, der hat leider sämtliche Konzentrationslager überlebt, die man so mehr oder weniger immer wieder in den Vordergrund stellt."
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    "text": "Nur einen Bruder von sechs Kindern hat überlebt."
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    "text": "Der Vater wurde in ihrer Anwesenheit erschossen."
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    "text": "Also können sich vorstellen, in welchem Zustand er war und er war nicht begeistert, in Deutschland zu bleiben."
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    "text": "Aber wir haben beide uns eingeredet und waren davon überzeugt."
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    "text": "Wir gehen nicht jetzt, weil die Kinder haben sich angekündigt und wir wollen den Kindern die Möglichkeit geben, dass sie gut dort aufwachsen, dass wir die Grundlagen noch legen können."
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    "text": "Also zu Liebe unserer Kinder mehr oder weniger, haben wir die ersten Aufforderungen nach den Vereinigten Staaten auszuwandern."
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    "text": "Da haben wir um Verlängerung gebeten."
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    "text": "Das hat sich dann dahingehend entwickelt, weil die, dass die Kinder klein waren und dann hat man natürlich gemeint, ja gut, man muss den Kindern mal zeigen, was alles mit ihnen passieren kann."
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    "text": "Sie müssen das wissen, bevor wir weggehen."
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    "text": "Ist uns immer ein Wusse, dass man macht einen Fehler."
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    "text": "Das wusste man."
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    "end": 1218.17,
    "text": "Und wer es nicht wusste, der hat es gespürt, wenn er ins Ausland gefahren ist."
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    "text": "Mich hat mal eine Dame in Israel, die hat mich gefragt."
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    "text": "Am Anfang haben wir immer gesagt, wir sind in Österreich oder in der Schweiz."
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    "text": "Aber das habe ich dann gesagt, ich bin in Deutschland und daraufhin hat sie mich angespuckt."
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    "text": "Und ich musste es akzeptieren, weil ich habe es akzeptiert."
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    "text": "Weil sie recht hatte."
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    "text": "Aber ich sage immer, es gibt eine gewisse Gottesfügung und da gehöre ich anscheinend dazu, dass ich jürisches Leben in unserem Land wieder leiten konnte, entwickeln konnte und den Menschen auch eine jüdische Zukunft zu geben."
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    "text": "Was lässt sie hoffen?"
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    "end": 1265.909,
    "text": "Es lässt mich hoffen und das war jetzt auch am neunten November unsere Veranstaltung."
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    "end": 1274.409,
    "text": "mit dem Lichtsünden, das ist eine religiöse Veranstaltung, aber eine religiöse, lustige Veranstaltung für Kinder, für Erwachsene."
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    "text": "Aber da hatte ich mir große Sorgen gemacht, wer wird denn überhaupt zu uns kommen?"
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    "text": "Die einen, die Angst haben, und die anderen, die sowieso nicht begeistert sind, wenn wir solche Sachen machen, haben wir auch ein paar Prüfe bekommen."
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    "text": "Also ich war da sehr im Zweifel und habe mich gefreut, dass der Platz wie immer, wie jedes Jahr, voll war."
  },
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    "end": 1304.99,
    "text": "Und dass nicht nur Kinder da waren, es waren junge Leute da, es waren Erwachsene da, es waren Senioren da."
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    "text": "Jeder hat gerechnet mit der Kälte, die war auch vorhanden."
  },
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    "text": "Aber es war wirklich eine Veranstaltung, die mir sehr viel Freude gemacht hat."
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    "text": "aus dem Grund."
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    "text": "Das lässt"
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    "text": "sie hoffen, weil sie die Gemeinschaft hinter sich spüren."
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    "text": "Ja, weil ich das ... Ich hab gedacht, wir reden vor halbem diesen Platz."
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    "text": "Also, es wird halb gefüllt."
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    "text": "Der St."
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    "text": "Jakobs Platz vor der Sonderbuge."
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    "text": "Das war für mich eine solche Überraschung, weil ich das andere mir natürlich fest eingebildet habe."
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    "end": 1338.25,
    "text": "Man hat ja nicht immer das Fröhliche im Kopf, sondern auch das Negative."
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  {
    "start": 1339.05,
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    "text": "Und das hat mich sehr, sehr gefreut und gibt mir auch wieder die Möglichkeit, mit den Menschen arbeiten zu können."
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    "text": "Jetzt habe ich noch zwei Fragen an Sie, nämlich was wünschen Sie sich und was wünschen Sie den Menschen?"
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    "start": 1354.21,
    "end": 1356.11,
    "text": "Fangen wir an mit, was wünschen Sie sich?"
  },
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    "start": 1356.67,
    "end": 1363.909,
    "text": "Ich wünsche mir, dass meine Kinder und Enkelkinder und Ohrenkelkinder doch mal wieder zurückkehren in unser Land."
  },
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    "start": 1365.71,
    "end": 1380.33,
    "text": "was momentan nicht der Fall ist, aber das würde mich sehr, sehr freuen, weil das Judentim hat wirklich hier mit all seinen Themen, die es bearbeitet und die vorhanden sind und mit den Menschen, die wir kennen, hat eine Zukunft."
  },
  {
    "start": 1380.83,
    "end": 1387.73,
    "text": "Wir müssen nur schauen, dass wir die Gemeinsamkeit in den Vordergrund stellen und dann haben wir und die anderen auch kein Problem."
  },
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    "start": 1388.01,
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    "text": "Und die anderen meine ich diejenigen, die sich zu uns bekennen."
  },
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    "end": 1393.43,
    "text": "Was wünschen Sie den Menschen?"
  },
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    "end": 1406.57,
    "text": "Und den Menschen erwünsche ich, dass sie wirklich, sie haben es verdient, alle haben es verdient, dass sie mit ihren Kindern eine schöne Zukunft haben, frei sind von irgendwelchen militärischen Themen."
  },
  {
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    "end": 1420.73,
    "text": "Das ist etwas, was sehr wichtig sind und dass es ihnen gut geht und dass die Gemeinsamkeit und die Freude vielleicht auch ein bisschen in den Vordergrund"
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    "start": 1420.83,
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    "text": "steht."
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    "text": "Ich danke Ihnen ganz herzlich für das"
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    "text": "Gespräch, Frau Knobloch."
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    "text": "Das war Charlotte Knobloch und das war München persönlich."
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    "text": "Alle anderen Folgen finden Sie auf sz.de-podcast."
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    "text": "Danke fürs Zuhören."
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