[
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    "end": 8.3,
    "text": "Seit einem Jahr regiert wieder Donald Trump im Weißen Haus."
  },
  {
    "start": 9.04,
    "end": 18.6,
    "text": "In dieser Folge wollen wir darauf schauen, wohin sich die USA unter ihm entwickeln und ob der Schaden, der bereits angerichtet ist, überhaupt wieder rückgängig gemacht werden kann."
  },
  {
    "start": 19.38,
    "end": 25.0,
    "text": "Dazu spreche ich gleich mit der Politikwissenschaftlerin und USA-Expertin Catherine Kluver Ashbrook."
  },
  {
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    "end": 27.7,
    "text": "Sie hören den SSZ-Nachrichten-Podcast auf den Punkt."
  },
  {
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    "end": 29.18,
    "text": "Ich bin Leopold Zagg."
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    "text": "Los geht's."
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    "end": 39.7,
    "text": "Es gibt eine Website, auf der kann man sehr gut ablesen, was gerade in den USA unter Präsident Donald Trump passiert."
  },
  {
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    "end": 44.42,
    "text": "Die Seite heißt Project Twenty-Twenty-Five Tracker und tut genau das."
  },
  {
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    "end": 50.36,
    "text": "Sie tragt, wie weit Trump und seine Leute schon gekommen sind beim Umbau des politischen Systems."
  },
  {
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    "end": 58.96,
    "text": "Kurz zur Erklärung, dass Project Twenty-Twenty-Five ist ein politischer Plan entworfen von der rechten Denkfabrik Heritage Foundation."
  },
  {
    "start": 59.74,
    "end": 70.58,
    "text": "Der Plan wurde in den Jahren und ist ein Programm dafür, wie die USA umgebaut werden sollen, hin zu einem Staat, in dem der Präsident viel mehr Macht hat als ohnehin schon."
  },
  {
    "start": 71.3,
    "end": 82.04,
    "text": "Der Weg, die Verwaltung und Behörden sollen radikal abgebaut, Menschen verhaftet und deportiert, Diversitätsprogramme abgeschafft und Universitäten auf Linie gebracht werden."
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  {
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    "text": "Das kommt Ihnen bekannt vor?"
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  {
    "start": 84.16,
    "end": 91.94,
    "text": "Nun ja, der Project steht nach genau einem Jahr von Trumps zweiter Amtszeit bei einundfünfzig Prozent."
  },
  {
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    "end": 99.04,
    "text": "Im Wahlkampf hat Trump übrigens immer gesagt, mit dem Project twenty-twenty-five, damit habe er überhaupt nichts zu tun."
  },
  {
    "start": 99.86,
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    "text": "In diesem ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit hat sich Trump aber offenbar sehr genau an diesen Plan gehalten."
  },
  {
    "start": 105.94,
    "end": 113.2,
    "text": "Und er hat sich mit Russell Wout und Steven Miller zwei Beamte in seinen Team geholt, die beim Project twenty-twenty-five mitgearbeitet haben."
  },
  {
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    "end": 119.04,
    "text": "Liberale Politiker in den USA halten die beiden Männer für die gefährlichsten im Team von Trump."
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  {
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    "text": "Darüber, wohin sich die USA unter Trump gerade entwickeln und ob das überhaupt noch aufzuhalten ist, darüber spreche ich jetzt mit der Politikwissenschaftlerin Catherine Klyver-Ersbruck."
  },
  {
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    "text": "Sie hat früher an der Harvard University gelehrt und arbeitet heute für die Bertelsmann-Stiftung."
  },
  {
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    "end": 139.76,
    "text": "Und sie ist eine der Expertenen, wenn es um das politische System der USA geht."
  },
  {
    "start": 141.2,
    "end": 148.4,
    "text": "Frau Klyver-Ersbruck, Trump ist jetzt ein Jahr im Amt, in dem ja so viel passiert, Was davon hat sie am meisten überrascht?"
  },
  {
    "start": 148.96,
    "end": 158.5,
    "text": "Ich glaube, die Schnelligkeit und Art und Weise der, man kann ja fast sagen, des flächendeckenden Umbaus in den amerikanischen Institutionen selber."
  },
  {
    "start": 158.74,
    "end": 187.46,
    "text": "Also tatsächlich, dass das, was in der Strategie stand, die ja fast schon anderthalb Jahre vorher feststand, Project Twenty-Twenty-Five, an dem man sich lange losgesagt hatte, dass dort alles, was quasi eins zu eins umgesetzt worden ist, also das tatsächlich, Eine Demokratie, die gerade solchen Tendenzen, zweihundertfünfzig Jahre getrotzt hat, jetzt innerhalb eines Jahres oder weniger als eines Jahres so schnell in grundsätzlichen Teilen quasi kollabiert bzw."
  },
  {
    "start": 187.96,
    "end": 189.44,
    "text": "den Rückzug einläutet."
  },
  {
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    "end": 192.68,
    "text": "Jetzt haben Sie den Umbau, den Trump vorantreibt, schon angesprochen."
  },
  {
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    "end": 194.56,
    "text": "Vielleicht mal ganz zu Beginn."
  },
  {
    "start": 194.66,
    "end": 195.8,
    "text": "Wo will er denn damit hin?"
  },
  {
    "start": 195.98,
    "end": 197.3,
    "text": "Was will er denn umbauen?"
  },
  {
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    "end": 204.44,
    "text": "Ja, das ist eine gute Frage, denn man muss noch mal trennen mit, was möchte Donald Trump versus was möchten die Macht?"
  },
  {
    "start": 204.94,
    "end": 207.02,
    "text": "politischen Einflüsterer um ihn herum."
  },
  {
    "start": 207.28,
    "end": 213.48,
    "text": "Denn was ganz deutlich wird, in diesem Gefüge ist das unterschiedliche Figuren ganz unterschiedliche Dinge wollen."
  },
  {
    "start": 214.02,
    "end": 223.46,
    "text": "Donald Trump möchte vor allen Dingen mit seiner Politik, die auch darauf abzielt, im Übrigen, die eigene Familie zu bereichern, auch das Kabinett zu bereichern."
  },
  {
    "start": 223.5,
    "end": 234.3,
    "text": "Das haben wir immer wieder gesehen, sowohl auch nach außen wie auch nach innen, also sowohl in den Entscheidungen zur KI und dann im Übrigen auch zur Krypto, aber eben auch in der Außenprose."
  },
  {
    "start": 234.72,
    "end": 238.84,
    "text": "Stichwort na Ost und Stichwort Venezuela, Stichwort Argentinien."
  },
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    "end": 244.08,
    "text": "Das hatte alles schlussendlich große Auswirkungen für die, die dem Präsidenten am nächsten standen."
  },
  {
    "start": 244.64,
    "end": 251.54,
    "text": "Um ihn herum haben aber wiederum einzelne Figuren, die das ermöglichen, andere noch weitergehende Ambitionen."
  },
  {
    "start": 252.02,
    "end": 257.64,
    "text": "Das sind dann Berater, Chefstrategen wie Stephen Miller, wie Russell Wout."
  },
  {
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    "end": 266.46,
    "text": "Aber eben natürlich auch die Einflüsterer, die besonders finanzstark neue Tendenzen im amerikanischen Regierungsaufbau unterstützen."
  },
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    "text": "Allen voran natürlich die sogenannten Tech"
  },
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    "text": "Bros."
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    "text": "Mit welchem Wort beschreibt man denn das, was die erreichen wollen?"
  },
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    "text": "Ist das eine Autokratie?"
  },
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    "end": 275.46,
    "text": "Ist das eine Monarchie?"
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    "end": 277.62,
    "text": "Ist das was völlig Neues, was wir noch gar nicht kennen?"
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    "text": "Auch"
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    "start": 278.18,
    "end": 279.98,
    "text": "da gibt es ganz starke Unterschiede."
  },
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    "start": 280.26,
    "end": 294.42,
    "text": "Also die technologiegetriebenen Denker und Vordenker, die werden angetrieben von einem Nihilismus, der erst mal darauf ansetzt, alles Existente zu zerstören und darauf hindern, etwas aufzubauen."
  },
  {
    "start": 294.54,
    "end": 297.66,
    "text": "Das ist da der Ansatz, also dieser starke Zersetzungsgedanke."
  },
  {
    "start": 298.14,
    "end": 302.6,
    "text": "Andere wollen tatsächlich eher ideologische Dinge durchsetzen."
  },
  {
    "start": 302.66,
    "end": 325.24,
    "text": "Russell Wout ist ein Devoter Christ, der seinen Christsein über eine ethno-nationale Definition des Christseins auslegt und der Frau von Rheing gesagt hat, das ließe sich nur, also die Errichtung eines ethno-national weiß christlichen Staates würde sich eben nur erreichen lassen, indem diese Exekutivbefugnisse so gedreht werden."
  },
  {
    "start": 325.7,
    "end": 333.44,
    "text": "Und er hat vorher gesagt, er würde alles so einrichten, dass weder die Verfassung noch Gesetze diesem Präsidenten Einhalt gebieten würden."
  },
  {
    "start": 333.9,
    "end": 340.9,
    "text": "Also da schwingen eher ideologische Gründe mit und die sind eben auch bei Stephen Miller zu finden, damit anderen ansetzen."
  },
  {
    "start": 341.28,
    "end": 347.9,
    "text": "Also diese Norsierungen sind nicht unwichtig, nicht so sehr für diese Amtszeit tatsächlich, aber für alles, was danach kommt."
  },
  {
    "start": 348.6,
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    "text": "Wie erklären Sie sich denn das, dass das ausgerechnet in den USA möglich ist, also einem Land, das sich auf dem Gedanken von Freiheit, Demokratie gegründet hat?"
  },
  {
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    "end": 358.9,
    "text": "Also wie kann das ausgerechnet in diesem Land?"
  },
  {
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    "end": 362.76,
    "text": "Ja, mehrere Dinge sind da zu beachten."
  },
  {
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    "end": 368.94,
    "text": "Erst mal, es braucht eine Schwäche der Institutionen und im Übrigen auch eine Schwäche der Medien."
  },
  {
    "start": 369.22,
    "end": 376.24,
    "text": "Diese Strömungen müssen zusammenkommen, dass sie tatsächlich erst eine grundsätzliche Schwächung der Institutionen haben."
  },
  {
    "start": 376.7,
    "end": 377.98,
    "text": "Die großen Rating-Agenturen."
  },
  {
    "start": 378.12,
    "end": 383.56,
    "text": "Fitch und Moody's haben schon vor einigen Jahren die USA in ihrer Kreditwürdigkeit runtergesetzt."
  },
  {
    "start": 384.24,
    "end": 416.94,
    "text": "Nicht weil Partei X oder Y gerade regierte, sondern tatsächlich, weil sie Schwäche im Governance, also in dem eigentlichen Regieren bei den USA festmachten und eben in diesem Zwei-Parteinsystem quasi in diesen Gerangeleien über, also dass der Wert entfiel, tatsächlich mit der anderen Seite zusammenzuarbeiten, sondern dass wir seit den neunziger Jahren diese Feindbildstruktur in diesem Zwei-Partein System haben, wo tatsächlich wenig an produktiver nachhaltiger Politik für das Land zu spüren ist."
  },
  {
    "start": 417.4,
    "end": 419.74,
    "text": "Also ein Vergehen beider Parteien auf Dauer."
  },
  {
    "start": 420.16,
    "end": 432.1,
    "text": "Also diese strukturelle Schwäche, auf diese strukturelle Schwäche hat eine Lernende, und das muss man immer wieder sagen, über die Magerbewegung, eine lernende Bewegung aufgesetzt, die genau geschaut hat, wo sind denn eigentlich die Schwächen im System?"
  },
  {
    "start": 432.26,
    "end": 433.56,
    "text": "Wie kann man sich da reinlehnen?"
  },
  {
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    "end": 438.18,
    "text": "Wie kann man das im Sinne der eigenen politischen Bewegung instrumentalisieren?"
  },
  {
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    "end": 439.0,
    "text": "Und auch da."
  },
  {
    "start": 440.2,
    "end": 449.5,
    "text": "hat die Bewegung tatsächlich gelernt von auch gerade Dingen, die in Ungarn, in der Türkei sich über den Demokratieabbau quasi haben lernen lassen."
  },
  {
    "start": 450.08,
    "end": 454.4,
    "text": "Und ich glaube, das ist das, was man in der Beobachtung der Maga-Bewegung immer vergisst."
  },
  {
    "start": 454.94,
    "end": 459.2,
    "text": "Diese Bewegung arbeitet für ihre Zwecke eben sehr, sehr schlau und sehr, sehr strategisch."
  },
  {
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    "text": "Kann Trump diesen Umbau denn einfach weiter so fortsetzen."
  },
  {
    "start": 464.66,
    "end": 472.94,
    "text": "Die Bevölkerung in den USA ist doch immer skeptisch gewesen, wenn Washington zu stark, zu mächtig war, dort zu viel Macht konzentriert war."
  },
  {
    "start": 473.68,
    "end": 487.76,
    "text": "Die Frage war immer, wie könnten sie die Straße so kontrollieren, dass dieser historisch gewachsene Antrieb bei den Amerikanern dort stark nachzusteuern, dass sie das aus den Fugen heben könnten?"
  },
  {
    "start": 488.48,
    "end": 501.2,
    "text": "Und zunächst sah es so aus, weil sie bestimmte Gruppen, Müttergruppen, Elterngruppen für bestimmte Bereiche ihrer Politik haben gewinnen können, die eben in der ersten Anzeit quasi noch auf der anderen Seite standen."
  },
  {
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    "end": 509.8,
    "text": "Jetzt sehen wir aber, dass der Umbau intern so massiv ist, die Leute sich so drangsaliert fühlen, dass das nicht zu halten scheint."
  },
  {
    "start": 509.88,
    "end": 521.62,
    "text": "Frage ist aber... Ist das tatsächlich einschränkend für das, was umgekehrt sich an Exekutivmacht, an Macht schon im weißen Haus angesammelt hat?"
  },
  {
    "start": 522.32,
    "end": 539.28,
    "text": "Und während wir hier sprechen, haben wir über die letzten achtundvierzig Stunden etwa gehört, dass die republikanische Partei intern droht, wenn Donald Trump mit seinen außenpolitischen Absichten weitermachen würde, dass sie vielleicht doch ein Amtsenthebungsverfahren sich überlegen könnten?"
  },
  {
    "start": 539.42,
    "end": 549.36,
    "text": "Also es scheint sich etwas zu regen, in einer republikanischen Partei, die bislang so wie eine Fahrlang an der Seite von Donald Trump stand und ihm fast alles ermöglicht hat."
  },
  {
    "start": 550.0,
    "end": 557.42,
    "text": "Jetzt haben wir ganz viele Bereiche gestreift, in denen Trump und die Leute um ihn herumtätig waren, um dieses Land umzubauen."
  },
  {
    "start": 557.52,
    "end": 564.5,
    "text": "Ist dieser Schaden, der am System und an der Demokratie jetzt schon entstanden ist, ist er überhaupt wieder umzukehren?"
  },
  {
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    "end": 584.74,
    "text": "Ich glaube, es wäre ... eine Mammutaufgabe und tatsächlich überlegen, die republikanischen Strategien sehr wohl in die Richtung, was passiert eigentlich, wenn dieser Instrumentenkasten, den sie jetzt sehr zugeschnitten haben auf diesen Mann und auf die Art und Weise, wie er seine Amtsgeschäfte führt, wenn die an die Opposition fallen würde."
  },
  {
    "start": 585.22,
    "end": 595.4,
    "text": "Umgekehrt müssen die Demokraten schon überlegen, können sie Dieser großen Vertrauensverlust, der jetzt existiert, in irgendeiner Art und Weise wieder kompensieren."
  },
  {
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    "end": 604.06,
    "text": "Denn auch der oberste Gerichtshof, der nun stark politisiert ist in Richtung Trump, genießt in keiner Weise mehr das Mehrheitsansinn der Amerikaner."
  },
  {
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    "end": 609.32,
    "text": "Der Kongress insgesamt hat einen Zustimmungswert von sechs Prozent."
  },
  {
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    "text": "Also das institutionelle Vertrauen ist stark angeschlagen."
  },
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    "text": "Die müssten das alles nacharbeiten."
  },
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    "end": 624.92,
    "text": "Es wäre ein ganz, ganz, ganz enormer Kraftakt mit Auswirkungen und tatsächlich im finalen Resultaten wirklich noch ungewiss."
  },
  {
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    "end": 628.08,
    "text": "Frau Kleeberg, vielen Dank für Ihre Einschätzungen."
  },
  {
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    "text": "Vielen Dank fürs Gespräch."
  },
  {
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    "text": "Sehr gerne."
  },
  {
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    "end": 634.44,
    "text": "Wir haben jetzt viel über die politische Lage in den USA gesprochen."
  },
  {
    "start": 635.04,
    "end": 639.86,
    "text": "In den Show-Notes habe ich Ihnen die neue Folge des SZ-Recherche-Podcasts das Thema verlinkt."
  },
  {
    "start": 640.42,
    "end": 649.6,
    "text": "Da spricht mein Kollege Timo Nikolas mit dem SZ-USA-Korrespondenten Peter Burkhardt und zwar über die Außenpolitik von Trump und wie die die gesamte Welt verändert."
  },
  {
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    "end": 651.4,
    "text": "Und jetzt zu den Nachrichten."
  },
  {
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    "end": 663.8,
    "text": "Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos versuchen die Europäer in diesen Tagen US-Präsident Donald Trump von seinem Plan abzubringen, sich Grünland einzuverleiben."
  },
  {
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    "end": 667.94,
    "text": "Und alle, die da was dagegen haben, mit neuen Strafzöllen zu belegen."
  },
  {
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    "end": 673.02,
    "text": "Den Anfang hat an diesem Dienstag EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gemacht."
  },
  {
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    "end": 678.4,
    "text": "Sie hat Trump an die Handelsvereinbarung zwischen Europa und den USA aus dem Sommer erinnert."
  },
  {
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    "end": 681.32,
    "text": "Ein Deal ist ein Deal, hat sie gesagt."
  },
  {
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    "end": 686.7,
    "text": "Außerdem betont sie, die Souveränität Grünlands sei für die EU nicht verhandelbar."
  },
  {
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    "end": 695.96,
    "text": "In Iran gehen die Behörden weiter hart gegen die Menschen vor, die an den Demonstrationen gegen das Regime teilgenommen haben."
  },
  {
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    "end": 701.28,
    "text": "Gegen fünfzehn Persönlichkeiten aus Kultur und Sport, seien Verfahren eingeleitet worden."
  },
  {
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    "end": 705.7,
    "text": "Auch mehr als sechzig Cafés, sein Invisier der Justiz, meldet der Staatsfunk."
  },
  {
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    "end": 716.72,
    "text": "Alle, die sich an den Demos beteiligt haben und sich nicht den Behörden stellen, würden als Zitat Soldaten des Feindes betrachtet, heißt es von den iranischen Sicherheitskräften."
  },
  {
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    "text": "Das Regime hat die Proteste gewaltsam niedergeschlagen."
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    "text": "Mindestens fünf Tausend Menschen sind offiziellen Angaben zur Folge getötet worden."
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  {
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    "text": "Die Zeit, in der wir leben, ist keine einfache."
  },
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    "text": "Die vielen Nachrichten, die auf uns einprasseln."
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    "text": "Wirklich gute Nachrichten sind nur selten dabei."
  },
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    "text": "Mein Kollege Christian Weber aus dem Wissenschaftsressort der SZ hat dieses Gefühl als Ausgangspunkt für ein Experiment genommen."
  },
  {
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    "end": 750.92,
    "text": "Er hat sich verschiedene Epochen der Menschheitsgeschichte angeschaut und sich gefragt, ging es uns damals besser?"
  },
  {
    "start": 751.82,
    "end": 754.46,
    "text": "Den Text empfehle ich Ihnen sehr, ich habe Ihnen in den Shownotes verlinkt."
  },
  {
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    "end": 763.74,
    "text": "Und ohne zu viel zu verraten, wir alle können heil froh sein, dass wir im Jahr-Zweißen-Sächsundzwanzig leben und nicht fünfhundertsechsunddreißig."
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    "end": 769.02,
    "text": "Redaktionsschluss auf den Punkt war die Uhr im Jahr im Jahr für Christus."
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    "end": 771.56,
    "text": "Produziert hat die Folge Emanuel Petersen."
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