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    "end": 6.13,
    "text": "Klären wir zunächst, über welches Kongo wir sprechen."
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    "end": 8.33,
    "text": "Schließlich gibt es zwei Länder mit diesen Namen."
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    "end": 17.27,
    "text": "Durch beide fließt der Gleichnamige viertausend siebenhundert Kilometer lange mächtige Fluss-Lebensader für Millionen Menschen in Zentralafrika."
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    "text": "Wir sprechen gleich nicht über die kleinere Republik Kongo im besten Afrikas mit der Hauptstadt Brasserville sondern über die demokratische Republik Congo und der Hauptstatt Kindschaster Ein Land so groß wie Mitteleuropa mit etwa einhundertsechzehn Millionen Einwohnern und einer schrecklichen, gewaltvollen Geschichte."
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    "end": 43.53,
    "text": "Spätestens als sich eighteenhundertfünfundachzig der belgische König Leopold II das Gebiet als Privatbesitz und den Nageres."
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    "end": 52.97,
    "text": "Die Kolonialherrschaft der Belgier gilt als eine der grausamsten unter den vielen grausamen Koloniale Regime der Europäer auf dem afrikanischen Kontinent."
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    "end": 63.91,
    "text": "Nachdem die Belgien in den Sechzig abzogen und der Unabhängigkeitsheld Patrice Lumumba ein Jahr später ermordet wurde, herrschte der Kleptomane Mobutus ihr zehnte Diktatorisch."
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    "text": "Als er in den Neunzehnundneinzig von Laurent Kabila gestürzt wurde, hatten ihm Menschen im Kongo Hoffnung auf eine bessere Zukunft – aber auch Kabila enttäuschte diese Hoffnung genauso wie sein Sohn Felix, der seine Nachfolger wurde."
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    "text": "Ein Bürgerkrieg folgte mit Auswirkungen und Kämpfen bis heute!"
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    "text": "Meine ehemalige Kollegin Jules Draub ist zehntausend elf in die demokratische Republik Kongo gezogen, obwohl die Sicherheitslage auch damals schon äußerst fragil war."
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    "text": "Sie lebt in der Provinzhauptstadt Goma im Ostkongo."
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    "text": "nach Kinshasa sind es von dort aus mehr als eintausend."
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    "text": "fünfhundert Kilometer Luftlinie mit Busflos und Fähre sind es mehr als zweitausend fünfundund Kilometer durch Gebirge Flüsse und Wälder."
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    "text": "Gerade hat Judith Raub ein Buch über ihre Erlebnisse in fünfzehn Jahren im Kombo veröffentlicht."
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    "text": "Der lakonische Titel morgen gehe ich einkaufen, falls der Markt noch steht!"
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    "text": "Warum das Titelprogramm ist darüber spreche ich jetzt mit ihr."
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    "text": "Sie hören das Thema den Recherchepodcast der Süddeutschen Zeitung am Mikroslas Langenau – schön dass sie dabei sind."
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    "text": "Bonjour Madame Judith."
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    "text": "Wie verständigst du dich eigentlich, Ingoma?"
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    "text": "Ich verständige mich auf Französisch meistens und ein bisschen Kiswaheli kann ich auch."
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    "text": "Ich arbeite ja mit Journalisten von Kommunalradios, die senden natürlich dann oft in Kiswaheli oder sogar in ihrer ganz lokalen Sprache."
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    "text": "Es gibt über vierhundert Volksgruppen im Kongo – da beherrsche ich nicht alle – so einigermaßen, dass ich halt auf dem Markt einkaufen gehen kann und ungefähr verstehe, um was es geht."
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    "text": "Aber die meisten Journalisten wollen mit mir Französisch sprechen, weil das für sie ein Zeichen ist."
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    "text": "Was ist dein Job dort in Goma?"
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    "text": "Also ich bilde Journalisten aus und Journalistinnen."
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    "text": "Frauen sind wenige aber sind ein paar dabei."
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    "text": "Die arbeiten für Kommunalradios und außerdem arbeite ich natürlich selbst auch noch als Journalistin und für diverse Medien in Deutschland, Schweiz und Österreich."
  },
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    "text": "Wieso hast du die Entscheidung getroffen, den sicheren Stelle aufzugeben von der SZ dann in Kongo zu gehen?"
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    "text": "Also ich war ja schon davor, viel in Afrika unterwegs."
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    "text": "Wir haben auch mal mit meinem Partner einen Jahr ein Sabatical genommen und sind dann mit den Motorrädern rund um Afrika gefahren."
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    "text": "Dort fand ich es eigentlich schon faszinierend wie man mit ganz wenig durchs Leben kommt und wie hilfsbereit und toll die Menschen waren."
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    "text": "Und dort hatte ich eigentlich schon den Wunsch, Mensch, ich würde gerne dort leben und mal gucken, wie das so ist wenn man mit den Menschen vor Ort ist."
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    "end": 235.17,
    "text": "Und als ich dann hier eben für Afrika zuständig war bei der SZ, war ich natürlich viel in der Redaktion."
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    "text": "Ich durfte auch viel lesen und habe viel erfahren."
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    "text": "Und was mich auch immer geplagt hat, manchmal trifft man sich ja auch mit Menschen die wirklich etwas riskieren."
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    "text": "Weil sie mit Journalisten reden oder man trifft Menschen in einer ganz unkomfortablen Situation und ich dachte ganz oft an diese Leute zurück Was ist denn jetzt wohl aus diesen Menschen geworden?"
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    "text": "Und damals war es auch noch nicht so, dass es schon WhatsApp und alles gab."
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    "text": "Wenn man denen jetzt eine WhatsApp schreibt und die werden dann dort vom Geheimdienst gefilzt."
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    "text": "Ja, und dann war wie gesagt diese Stelle ausgeschrieben."
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    "text": "Ursprünglich bin ich nach Goma gegangen um eine Pressestelle aufzubauen für eine lokale Hilfsorganisation und muss sagen Ich bin wirklich super happy dass ich das gemacht habe."
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    "text": "Es ist eine große Unsicherheit, man wusste ja auch nicht wenn man dann nach Deutschland mal doch zurück will wird man wieder ne Stelle kriegen."
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    "text": "Wir haben so viel erlebt, so viele tolle Menschen getroffen Soviel Wärme erfahren und auch eine andere Einstellung zum Leben gekriegt."
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    "text": "da war ich dann halt mit."
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    "text": "und dann habe ich mich da abends mal allein aus dem Hotel gewagt Und dann bin ich da in so einer Bierbude gelandet mit jungen Männern."
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    "text": "Die haben mich gleich gefragt, ah was kennst du Bayern München?"
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    "text": "und dann hat man auch einen Aktivisten getroffen und der sagte uns für ihn ist die Monysco so nennt mal im Kongo die Blauherr Mission ja die ja auch schon seit bald dreißig Jahren dort is und eigentlich Frieden schaffen soll und es nicht schafft."
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    "text": "Der sagte dann zu uns, ja die sollten alle abziehen, die machen hier nur Geld auf unserem Rücken und völlig nutzlos und die brauchen wir nicht."
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    "text": "Da bin ich zurückgekommen habe mir die Frage gestellt warum sagt er das?"
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    "text": "Ja, also es ist halt einfach so dass die Monysko wie ich schon sagte in verschiedenen Konstellationen schon seit bald dreißig Jahren dort ist."
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    "text": "Aber die Situation für die Bevölkerung, die wird ja eher schlimmer wie besser."
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    "text": "Also wir haben vierhundert Milizen, die überfallen Dörfer, die rauben aus, die verlangen Zwangsabgaben und wenn mal ein Dorf überfallen wird also erst war ich auch skeptisch als mir einzelne Leute das erzählt haben, wenn ein Dorfe überfallen werden und selbst wenn die Leute dann die Notnummer anrufen der Monysko Dann rücken die halt nicht aus und die kommen dann irgendwie später."
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    "text": "Und zählen dann so viel Vergewaltigung, so viele Tote."
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    "text": "Und die Bevölkerung ist halt sehr sauer, dass die nicht schneller kommen."
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    "text": "Ich meine klar sie können natürlich auch nicht überall sein."
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    "end": 499.61,
    "text": "Der Kongo an sich ist ja ein Riesenland der so groß wie Westeuropa und allein also der Krieg und alles ist mehr bei uns im Osten aber selbst da ist das Gebiet noch riesig."
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    "text": "Also Sie können nicht überall seien."
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    "end": 511.15,
    "text": "Aber es gibt immer wieder Fälle wo eben die Kasernen der Monysco wirklich nahe dort sind Wo überfälle passieren und diese Leute nicht rechtzeitig ausrücken."
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    "end": 514.87,
    "text": "Und ich habe da auch diverse Sendungen dazu gemacht."
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    "end": 520.349,
    "text": "Und dann haben wir auch wirklich Insider, der Monysko ganz klar gesagt, hör mal zu Judith."
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    "end": 533.91,
    "text": "Wir riskieren hier unser Leben für eine fremde Bevölkerung wo wir überhaupt keinen Bezug dazu haben wenn ja nicht einmal die eigene Armee des Kongo Willens ist die Leute zu beschützen was natürlich richtig ist."
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    "end": 543.51,
    "text": "Die Armee ist völlig desolat und In der Armee sind auch viele Verbrecher, da sind Offiziere in den Rohstoffschmuckl verwickelt und so weiter."
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    "end": 553.89,
    "text": "Also kann man das natürlich von der menschlichen Sicht zu eines einzelnen Monysko-Soldaten nachvollziehen, aber in meinen Augen stimmt auch das ganze System nicht."
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    "text": "also es sind sehr viele Länder in die Monysco Soldaten schicken, die selbst eine mindestens teilweise zweifelhafte Menschenrechtspolitik betreiben."
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    "end": 580.27,
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    "text": "Das System stimmt schon nicht."
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    "text": "Dann sind diese Soldaten oft nur ein halbes Jahr da."
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    "text": "Sie verdienen dann für Ihre Verhältnisse viel Geld und die erzählen mir halt, wenn ich das halbe Jahr unbeschadet überlebe."
  },
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    "text": "Dann komme ich nach Hause, baue meinen Haus, schick meine Kinder in die Schule, meinst du da riskiere ich mein Leben?"
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    "text": "Nee danke!"
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    "text": "Und ja also das ganze System ist irgendwie krank."
  },
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    "end": 611.969,
    "text": "Von da ist die Bevölkerung natürlich sauer und es gab ja dann auch große Ausschreitungen."
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    "end": 616.27,
    "text": "Da war die Bevölkerungs-Sauer, dass sie die Monysko rausjagen wollte."
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    "text": "Dann kam's zu Gefechten."
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    "text": "Die Bevölkerung hat Konvois angegriffen."
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    "text": "Die Monysco hat scharf zurückgeschossen zum Teil als."
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    "text": "er hat dann Zivilisten getötet."
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    "end": 630.43,
    "text": "Natürlich nicht absichtlich aber getötete diese eigentlich beschützen sollten zwar völlig pervers."
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    "end": 652.569,
    "text": "Und der Auslöser war im Moment besetzt ja die Rebellengruppe M. Das ist schon der zweite Krieg, den die M. XXIII angezettelt hat und im ersten Krieg war übrigens der deutsche Diplomat Martin Kobler, der Chef der Monysko."
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    "end": 659.87,
    "text": "Und er hat es geschafft, dass die Monysco zusammen mit der Kongolesischen Armee gegen die M-XIII kämpft."
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    "text": "und die Rebellengruppe wurde dann zunächst militärisch besiegt ja."
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    "text": "Und dann haben die wieder, das ist jetzt auch schon bei uns der jetzige Krieg M. XXIII da dauert schon mindestens so lange wie der Krieg in der Ukraine."
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    "text": "und als es da wieder anfing hat die Monysko erklärt ja ne wir sind nicht in der Lage gegen die M.XVIII zu kämpfen Wir sind nicht gut genug ausgerüstet und da können wir jetzt leider nichts tun."
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    "text": "und dann gab's die Ausschreitung."
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    "text": "Es kam dazu es war dann auch schon Wahlkampf Und dann haben natürlich Politiker das auch missbraucht."
  },
  {
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    "end": 701.089,
    "text": "Die Monysko wurde zum Sündenburg, mein Wer muss ein Land verteidigen?"
  },
  {
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    "text": "Das ist ja eigentlich die eigene Armee!"
  },
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    "end": 715.65,
    "text": "Aber die Politiker in Kinshasa sind halt meistens mehr damit beschäftigt vom Reichtum des Kongons zu profitieren und sich dann selber eine gute Position zu bringen und kümmern sich wenig um die Bevölkerung."
  },
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    "end": 728.11,
    "text": "Ein Freund hat mir erzählt, ja Judith ich muss gerade wieder ein Freund begraben als ein Dorf überfallen wurde und wir mussten dann seinen Kopf suchen weil der war abgehackt mit einer Marchete."
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    "text": "Und dann sage ich oh Gott ist er schrecklicher."
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    "text": "und so bei mir im Kopf spielte sich ab mein Gott wie sucht man Kopf von seinem Freund?"
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    "text": "Und er sagt dann so ja durch ich konnte nicht mal mehr weinen Und da dachte ich Wahnsinn."
  },
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    "text": "Also wenn man mal so weit kommt, so viel Gewalt erlebt hat und dann halt die Blauhelm-Soldaten auch die Hilfsorganisationen sieht... ...und was sieht die Bevölkerung von den Menschen?"
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    "text": "Die kommen in Jeeps, in großen Autos, denen geht's gut!"
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    "text": "Die wohnen in tollen Häusern, in Goma oft am See Und ja, und selber geht es den Menschen immer schlechter an."
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    "end": 773.949,
    "text": "Sie wissen wenn sie abends ins Bett gehen nicht ob sie morgens lebendig aufwachen."
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    "text": "dann konnte ich schon nachvollziehen woher diese Gewalt kommt obwohl ich die natürlich überhaupt nicht gut finde."
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    "text": "Was ich verstanden habe ist das aber auch ein Kampf um Rohstoffe?"
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    "text": "was für Interessen geht es dort?"
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    "text": "Ja, also wie ich schon sagte der Kongo an sich ist ein wahnsinnig großstoffreiches Land."
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    "end": 797.55,
    "text": "Du findest im Kongo alles was die Industrie weltweit braucht."
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    "end": 806.49,
    "text": "Also Koltan, Kobalt, Lithium, Goldkupfer, Uran ... Ich könnte es bis morgen früh aufzählen."
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    "end": 812.589,
    "text": "Und in den Provinzen Südkivu und Nordkivuu gibt es eben auch Minen."
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    "end": 819.99,
    "text": "Das ist auch sehr rohstoffreich, da gebe ich jetzt mal ein Beispiel bei uns in der Nähe, bei Goma in der Näh dann in den Massisibergen oben."
  },
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    "end": 824.73,
    "text": "Da gibt's einen Ort, der heißt Rubaia und dort ist eine Kultarnmine."
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    "end": 836.53,
    "text": "Und aus dieser Kultarmine je nach Lesa, da gibts unterschiedliche Zahlen aber von dort kommt fünfzehn bis dreißig Prozent des Kultans das weltweit verarbeitet wird."
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    "text": "Das braucht man auch für?"
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    "end": 845.79,
    "text": "Das steckt in deinem Laptop, in unseren Handys, in der ganzen Elektronikindustrie, Herzschrittmacher also das braucht man überall."
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    "end": 859.75,
    "text": "und die M-Twenty besetzt gerade diese Mine und ja so laut UN verdient sie da jeden Monat an Zwangssteuern und so achthunderttausend Dollar jeden Monat."
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    "end": 862.25,
    "text": "Darum geht es natürlich."
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    "end": 871.73,
    "text": "Dann gibt's in Südtivo auch viel Gold, also Rohstoffe spielen ... eine große Rolle jetzt in dem Konflikt."
  },
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    "end": 879.589,
    "text": "Allerdings hat der Konflik, wie ich ja sagte schon vor über dreißig Jahren angefangen, da waren Rohstoffe nicht der auslösende Faktor."
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    "end": 881.17,
    "text": "Der kam dann dazu."
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    "text": "Also angefangen hat eigentlich alles."
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    "end": 888.61,
    "text": "die Belgier haben auch Arbeitskräfte aus Randei massistische Berge angesiedelt."
  },
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    "start": 889.469,
    "end": 901.709,
    "text": "es gab Wanderungsbewegungen Dann gab's natürlich Konflikte wie überall in diesen Gegenden wo Bauern und Viehüte aufeinander treffen, es gibt dann Landkonflikte."
  },
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    "end": 907.329,
    "text": "Es gibt Konflikte um Identität und Nationalität, um Aufenthaltsrechte."
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    "end": 911.41,
    "text": "dann werden die Leute manchmal aufgehetzt von Politikern, ja?"
  },
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    "end": 916.89,
    "text": "Die da ihre eigenen kleinen Geschäfte betreiben und dann die Leute aufeinanderhetzen."
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    "end": 927.13,
    "text": "Dann kamen dann später Vierneunzig dieser Genozid in Rwanda dazwischen wo dann plötzlich diese FDLR dann da war und diese Miliz gebildet hat."
  },
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    "end": 937.27,
    "text": "Dann haben natürlich Volksgruppen die nicht so gut auskam mit Hutu und gesagt, ja Menschenskinder, wenn wir jetzt hier eine Miliz von denen haben da müssen wir uns auch selber schützen."
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    "end": 938.829,
    "text": "Haben sie auch ihre Milizen gegründet?"
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    "end": 942.469,
    "text": "Und so kam diese Gewaltspirale in Gang."
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    "end": 946.39,
    "text": "und das große Versagen finde ich persönlich."
  },
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    "end": 954.41,
    "text": "niemals, niemals gab es ernsthafte Bemühungen diesen Konflikt aufzuarbeiten."
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    "end": 964.67,
    "text": "Es gab weder Versöhnungsbemühungen, noch mal ernsthafte Bemühungen zu sagen okay wir haben ein Katastarm das gibt es ja alles Die haben ja ein Katastarm."
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    "text": "Wie sind die Besitzverhältnisse?"
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    "text": "Wie kam denn dieser Mensch plötzlich zu seiner großen Farm, wie können wir es gerecht aufteilen, Landverteilung?"
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    "text": "Wie können wir feststellen okay wer ist Kongolese, wer ist Rwanda?"
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    "text": "oder wer ist Uganda?"
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    "text": "oder Ja, wie kann man das feststellen?"
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    "text": "Wie findet man eine faire Lösung?"
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    "end": 986.689,
    "text": "und das gab's alles nie."
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    "end": 992.25,
    "text": "Und ich glaube also dass sie auch so lange nicht den Konflikt an der Wurzel aufarbeitet wird."
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    "end": 993.67,
    "text": "Gewalt geben."
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    "end": 1011.41,
    "text": "Und eine militärische Lösung ist keine Lösung, also die müssen sich jetzt mal zusammensetzen und dieses aufarbeiten und dann glaube ich auch wird es sehr schnell gehen das dann auch Frieden einkehrt wenn man mal diese alten Wunden behandelt sozusagen."
  },
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    "text": "Lass uns um einen Schritt hin zurückgehen."
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    "end": 1019.63,
    "text": "also du hast gerade geredet davon dass diese Blauheim-Soldaten in vielerheinsicht versagen."
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    "end": 1022.13,
    "text": "Warum sind die da, was ist deren Auftrag?"
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    "end": 1026.91,
    "text": "Also ihr erster Auftrag ist eigentlich Schutz der Zivilbevölkerung."
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    "end": 1033.869,
    "text": "Und ich meine, der Kongo hat ja eine sehr wechselhafte Geschichte mit sehr viel Gewalt."
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    "end": 1037.25,
    "text": "Das fing ja eigentlich schon in der Kolonialzeit an."
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    "text": "also allgemein sagt man keine Kolonialehrschaft war brutaler wie die der Belgier im Kongu."
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    "text": "Und dieses Hände abhaken und all das, was man da heute sieht."
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    "text": "Das haben die Belgier damals eingeführt ne?"
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    "text": "Die haben halt Kautschuk ausgebeutet und wer nicht genug geerntet hat oder fliehen wollte, dem wurden Bliedmaßen abgehangt."
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    "text": "Du sagst, heute passiert das wieder!"
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    "text": "Bei Überfällen ist die Brutalität so groß, dass dann auch Gliedmaßen abgehackt werden."
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    "text": "Ich meine meistens kommen die schon mit Kalashnikov oder so aber halt auch mit Machete."
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    "text": "Ja nicht mehr so unbedingt."
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    "text": "Aber dann erklärt doch nochmal bitte die Konfliktparteien."
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    "end": 1075.87,
    "text": "also wir haben eine Zentralregierung in Kinshasa."
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    "end": 1079.21,
    "text": "wer stellt dort die Regierung und wer kämpft dort gegen wen?"
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    "end": 1087.75,
    "text": "Also die Zentralregierung in Kentshasa im Moment unter Präsident Felix Gissekedie hat natürlich wie jedes Land ihre Armee."
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    "end": 1093.909,
    "text": "Diese Armee kämpft bei uns im Osten gegen diverse Milizen."
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    "text": "Wir haben aber ungefähr vierhundert Milizen, die Milizen kämpfen untereinander."
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    "end": 1105.55,
    "text": "teilweise tun sie sich zu Allianzen zusammen und bekämpfen dann andere Milizen."
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    "end": 1110.149,
    "text": "Also haben wir eine Gemengelage, dass Armee gegen Milizen kämpft."
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    "end": 1113.93,
    "text": "Milizenkämpfen die Armee und Milizen bekämpfen sich selbst."
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    "end": 1126.55,
    "text": "Dazu kommt erschwerend was eigentlich ein großer Grund für den Konflikt ist Die Armee, die kämpfte auch mit Milizen Und besonders mit einer Miliz, die nennt sich FDLR."
  },
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    "end": 1133.71,
    "text": "Diese Miliz wurde gegründet von ehemaligen Völkermördern im Nachbarland Rwanda."
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    "end": 1147.69,
    "text": "Also vielleicht erinnert sich der ein oder andere, in fourneinzig war ja ein schlimmer Völkermord in Rwanda und da hat die Volksgruppe der Hutu, die Volks-Gruppe tut sie innerhalb von drei Monaten also wirklich nahezu ausgelöscht."
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    "text": "Mehr als eine Million Menschen."
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    "text": "Genau!"
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    "text": "Und die UN hat viel zu spät eingegriffen obwohl die dort auch schon waren."
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    "end": 1161.35,
    "text": "Und der Kofi Annan, der war damals zuständig für Friedenseinsätze."
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    "text": "Der hat auch einmal gesagt, das sei der größte Fehler seines Lebens gewesen, dass man dazu spät rein ist."
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    "end": 1174.53,
    "text": "Die Konsequenz als dann die Urin rein ist, hat mal ein Fluchtkorridor geschaffen weil es war ja so der Völkermord wurde beendet."
  },
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    "end": 1183.97,
    "text": "dadurch tut sie, die im Exil gelebt haben und in Uganda groß wurden, einmarschiert sind."
  },
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    "end": 1187.99,
    "text": "Und quasi diese Hutu-Militz besiegt haben."
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    "end": 1190.629,
    "text": "Unter Paul Garame der Haut der Staatspräsidenten?"
  },
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    "end": 1192.25,
    "text": "Genau!"
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    "end": 1194.81,
    "text": "Deswegen muss man auch den Konflikt verstehen."
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    "end": 1197.87,
    "text": "Ich meine, der Karame ist im Exile groß geworden."
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    "end": 1200.31,
    "text": "Der hat den Völkermord gesehen, der hat ihn beendet."
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    "end": 1206.53,
    "text": "Er ist jetzt Präsident schon seit Jahrzehnten aber er hat natürlich seine Erlebnisse."
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    "text": "auch als Mensch."
  },
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    "end": 1212.93,
    "text": "Dann haben natürlich die Hutu, die in Ruanda noch waren, hatten Angst vor Rache."
  },
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    "end": 1223.649,
    "text": "Die dachten sich jetzt so Gott wenn jetzt die Tutsi an der Macht sind werden wir plötzlich alle massakriert und dann sind sehr viele über die Grenze geflüchtet in den Ostkongo."
  },
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    "end": 1230.43,
    "text": "und da unter denen die geflüchtet sind war natürlich auch solche die Vorhaar-Tutsis ermordet haben."
  },
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    "end": 1241.95,
    "text": "Dann hat Rwanda das als Anlass genommen und hat dann im Ostkongo eben Flüchtlinge verfolgt, immer mit dem Argument."
  },
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    "end": 1249.81,
    "text": "Die wollen uns stürzen, die haben da eine Miliz gegründet im Auskong und deren Ziel ist es uns in Kigali zu stürzeln."
  },
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    "end": 1252.43,
    "text": "Was auch Stimmte damals die Milizworte gegrünt hat."
  },
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    "end": 1256.01,
    "text": "Und sie hatten zum Ziel wir wollen da wieder an die Macht."
  },
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    "end": 1266.79,
    "text": "Aber also auch die Ruander, die dann im Aus Kong oder einmarschiert sind, die sind mit großer Brutalität vorgegangen und da kamen dann halt auch in den Flüchtlingslagern."
  },
  {
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    "end": 1271.11,
    "text": "Also teilweise wurden sie umgebracht, teilweise in die Wälder vertrieben so dass sie verhungert sind."
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    "end": 1275.77,
    "text": "aber das sind auch viele Frauen und Kinder dann umgekommen, die einfach geflüchtet waren."
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  {
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    "end": 1284.59,
    "text": "Also diese Spirale der Gewalt, die dreht sich da immer weiter und ich würde mal sagen keine Seite erspart der anderen Seite etwas."
  },
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    "start": 1285.33,
    "end": 1293.389,
    "text": "aber um nochmal jetzt auf die jetzige Armee zurückzukommen Die jetzigen Armee kämpft gegen die M-III."
  },
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    "end": 1309.79,
    "text": "Jetzt zusammen mit der FDLR Rwanda auch immer das Argument, solange es diese Nachfahren der Völkermörder gibt die unser Regime stützen wollten haben wir das Recht uns zu wehren."
  },
  {
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    "end": 1311.23,
    "text": "So nennt Rwandadas."
  },
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    "end": 1318.95,
    "text": "sie geben ja nie offiziell zudem also immer nur indirekt dass sie die M-Ausrüsten finanzieren und so weiter."
  },
  {
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    "end": 1332.27,
    "text": "Und dann geben Sies Indirekt zu und sagen Ja Wir müssen uns halt schützen vor diesen und Solange Die Konkulesische Armee mit Diesen ehemaligen oder Nachfahren von Völkermördern kämpft, müssen wir uns schützen."
  },
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    "end": 1333.389,
    "text": "Das ist das Argument."
  },
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    "end": 1340.47,
    "text": "Und sie sagen auch immer ja, wir sind da nicht mit eigenen Soldaten im Ostkongo aber das stimmt nicht."
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    "text": "Da gibt es X-Berichte der UN die das zeigen."
  },
  {
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    "end": 1355.79,
    "text": "und ich kann selber sagen Im Januar, um zwei Tausend fünfundzwanzig hat ja die M-Dreinzwanzige Goma eingenommen und wir hatten ganz harte Gefechte drei Tage Straßenschlachten."
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    "text": "Und ich war ja da!"
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    "end": 1362.57,
    "text": "Wir haben uns natürlich verschanzt an einem sicheren Ort aber wir konnten dann schon rausgucken was passiert."
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    "text": "und dann habe ich auch wirklich Soldaten gesehen, die sehr ruandisch aussahen und dann hat man gesehen also normalerweise schon in der Uniform hat mal Flaken und die waren abgerissen und da hat man aber dann auch noch Farben gesehen."
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    "end": 1379.29,
    "text": "Die Resten, das waren Farben von Rwanda."
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    "end": 1382.21,
    "text": "Kongo ist ein geteilter Staat."
  },
  {
    "start": 1382.69,
    "end": 1387.409,
    "text": "Die M-III hat ihren Staat gestützt von Rwandan natürlich nicht offiziell zugegeben."
  },
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    "start": 1387.69,
    "end": 1389.71,
    "text": "und dann gibt es den Rest des Kongos."
  },
  {
    "start": 1390.11,
    "end": 1393.67,
    "text": "Und der Sitz der parallel Regierung ist an den Goma?"
  },
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    "text": "Ja, genau."
  },
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    "end": 1398.99,
    "text": "Da sitzen die Chefs und die M-Twenty hat ja auch sowas eingeführt."
  },
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    "text": "Das ist wie ein Putzdienst samstags morgens Und das haben sie auch von Rwanda übernommen."
  },
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    "end": 1407.49,
    "text": "in Rwander Ist sozusagen allgemeiner Putzdienste."
  },
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    "end": 1418.389,
    "text": "immer am letzten Samstagmorgens muss die Bevölkerung antreten, irgendwie Straßen putzen, Allgemeinarbeit machen."
  },
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    "end": 1425.909,
    "text": "Also die Idee ist ja eigentlich gar nicht schlecht, dass man zusammen hilft und guckt, dass meine saubere Stadt hat oder was repariert oder so."
  },
  {
    "start": 1426.37,
    "end": 1434.09,
    "text": "Und die M-Twenty hat das jetzt für Goma übernommen aber nicht nur am letzten Samstag im Monat jeden Samstagmorgen ist es."
  },
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    "end": 1436.23,
    "text": "Das ist wirklich richtig zwang."
  },
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    "end": 1445.37,
    "text": "Wenn zum Beispiel ein Motorradtaxifahrer während dieser Solango-Zeiten, die erst fing sie an von sechs Uhr morgens bis zwölf Uhr."
  },
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    "end": 1447.75,
    "text": "Dann hieß es mal von acht Uhr bis zehn Uhr."
  },
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    "end": 1453.03,
    "text": "jetzt ist glaube ich von acht oder bis zwelf Uhr also dann immer auch so ungenau welche Zeiten das sind."
  },
  {
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    "end": 1461.67,
    "text": "Und wenn dann aber ein Motortaxi-Fahrer zum Beispiel angehalten wurde, haben die dem das Motortaxi weggenommen und er konnte dann mehrere Tage lang nicht fahren."
  },
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    "end": 1467.11,
    "text": "Wenn der kein Einkommen hat, verhungert der oder Geschäfte dürfen nicht aufmachen."
  },
  {
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    "end": 1471.43,
    "text": "Die Marktfrauen dürfen nicht verkaufen und es ist für die Riesenwirtschaftlicher Verlust."
  },
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    "end": 1475.409,
    "text": "Ich wollte dann mal wissen, weil wir wollten uns am Samstag verabreden."
  },
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    "end": 1482.71,
    "text": "Also wann sehen jetzt genau die Zeiten des Salongos damit ich da nicht irgendwie blöderweise dumm unterwegs bin?"
  },
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    "end": 1486.29,
    "text": "Und dann dachte ich mir naja, die Verkehrspolizisten müssen das ja wissen!"
  },
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    "end": 1488.05,
    "text": "Die kontrollieren den Verkehr."
  },
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    "end": 1494.01,
    "text": "also frag ich da mal... Und dann fragt ich den Menschen auf Französisch und da guckt mich an."
  },
  {
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    "end": 1496.77,
    "text": "Ich merke, der versteht nichts, denke ich komisch."
  },
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    "end": 1498.93,
    "text": "Dann frage ich auf Kiswe Heli."
  },
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    "text": "Da guckte mich wieder an Verstand nicht."
  },
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    "end": 1505.85,
    "text": "Dann dachte ich immer schon, das ist jetzt wahrscheinlich einer, der von Prüben kommt also von Rwanda."
  },
  {
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    "end": 1510.79,
    "text": "Dazu muss man wissen Goma grenzt direkt an Rwandaa."
  },
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    "end": 1512.71,
    "text": "Also drüben in Rwander."
  },
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    "end": 1514.03,
    "text": "die Stadt heißt Gisenny."
  },
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    "end": 1518.61,
    "text": "Bei uns ist Goman wie eine Stadt nur dass halt die Grenze dazwischen ist."
  },
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    "end": 1522.79,
    "text": "Und in Wander spricht zumindest eine Schicht Englisch."
  },
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    "end": 1527.99,
    "text": "Genau, also Rwanda ist ja ... Nerti haben ihre Sprache, Kinjaranda und Englisch."
  },
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    "text": "Und das ist ja auch interessant!"
  },
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    "end": 1533.149,
    "text": "Das war ja lange Francophon und da wurde Französisch gesprochen."
  },
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    "end": 1540.69,
    "text": "aber ich meine es jetzt schon über zehn, ja ich weiß gar nicht, fünfzehn Jahre oder so genau war's jetzt auch nicht mehr hat der Kagame plötzlich gesagt?"
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    "end": 1546.31,
    "text": "Also wir gehen jetzt Richtung Englische und ab sofort musst du überall englisch gesprochen werden."
  },
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    "end": 1555.03,
    "text": "Es waren auch sehr viele Lehrer aus dem Kongo damals in Rwander drüben und haben dort unterrichtet, weil sie da gut verdient haben."
  },
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    "end": 1558.629,
    "text": "Und man muss sagen in Rwanda geht ja alles geordnet dazu wie im Kongo."
  },
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    "end": 1565.05,
    "text": "Und die haben alle über Nacht ihre Stelle verloren, weil Sie natürlich nicht mehr auf Französisch unterrichten konnten."
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    "text": "Aber es ist jetzt so."
  },
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    "end": 1580.97,
    "text": "durch diese Umstellung also gerade bei uns an der Grenze können eigentlich immer noch sehr viele Französische und aber auch Kiswaheli... Wenn ich nach Kigali komme, dann können die oft schlecht Englisch oder so."
  },
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    "end": 1585.87,
    "text": "Die können fast nur noch Kiniawanda, also das ist ein bisschen ein Problem."
  },
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    "end": 1598.73,
    "text": "und zum Beispiel ist auch so dass es schicken auch Leute aus Gisenni Kinder in die Schule nach Goma was eben wollen dass die Französischweiter unterrichtet werden."
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    "end": 1602.95,
    "text": "Und wenn ich gerade Krieg ist oder Ebola, dass sie die Grenze zumachen?"
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    "end": 1606.07,
    "text": "Dann isst da ein Regerverkehr zwischen die Senni und Goma."
  },
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    "end": 1609.83,
    "text": "Die Bevölkerung versteht sich also trotz allerpolitischen Schwierigkeiten."
  },
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    "end": 1618.21,
    "text": "Also man geht einkaufen, manche was in Rwanda Billigeres kaufen die Marktfrauen dort und verkaufen es in Goma Schüler."
  },
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    "end": 1621.29,
    "text": "Es gibt auch in Gomas Schüler, die lieber Englisch unterrichtelt werden wollen."
  },
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    "end": 1623.97,
    "text": "Die gehen dann rüber in die Schule andere kommen zu uns rüber."
  },
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    "end": 1628.05,
    "text": "das ist normalerweise friedlicher kleiner Grenzverkehr."
  },
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    "end": 1631.97,
    "text": "Also ich bin ja an der Grenze zu Schweiz und Frankreich groß geworden, ne?"
  },
  {
    "start": 1632.43,
    "end": 1640.95,
    "text": "Und da ging man auch als Jugendliche immer gegen ins Kino nach Basel und die kamen rüber und was weiß ich immer gingen Käse kaufen im Elsass und so ist es da auch!"
  },
  {
    "start": 1641.03,
    "end": 1648.61,
    "text": "Die Leute sind total friedlich eigentlich miteinander und wenn dieser politische Zwist nicht wäre dann wäre das dort ein Paradies."
  },
  {
    "start": 1648.67,
    "end": 1657.07,
    "text": "Ich meine die Natur ist ja wunderschön, ich mein der Wurrungernationalpark UNESCO-Kulturerbe Die Landschaft, die Berge, die Masisi-Berge."
  },
  {
    "start": 1657.129,
    "end": 1663.25,
    "text": "Da gibt es übrigens Kühe wie in der Schweiz Käsewirtschaft, Buttermilch und nie im Leben habe ich so tolle Buttermilchs getrunken."
  },
  {
    "start": 1667.09,
    "end": 1671.25,
    "text": "Kongos Nachbarland Uganda hat Ende Juli den Ebola Ausbruch für beendet erklärt."
  },
  {
    "start": 1671.53,
    "end": 1675.17,
    "text": "Insgesamt gab es dort zwanzig Fälle, zwei Erkrankte sind gestorben."
  },
  {
    "start": 1675.43,
    "end": 1683.05,
    "text": "Und diesen Dienstag ist auch ein mit Ebola-Fieber infizierter Patient vollständig genesen aus der Uniklinik in Frankfurt am Main entlassen worden."
  },
  {
    "start": 1683.81,
    "end": 1687.649,
    "text": "Ein US-Amerikaner dafür eine Hilfsorganisation im Kongo im Einsatz waren."
  },
  {
    "start": 1687.69,
    "end": 1696.389,
    "text": "Diese beiden positiven Nachrichten werden aber dadurch getrübt, dass sich Ebola in der demokratischen Republik Kongo weiter ausbreitet."
  },
  {
    "start": 1696.93,
    "end": 1709.25,
    "text": "Seit dem Ende April der Ausbruch erkannt wurde sind offiziellen Zahlen zur Folge bis Anfang dieser Woche mehr als einen Tausend Vierhundert Menschen nachweislich an der Infektionskrankheit gestorben und drei tausend zwei Hundert Menschen erkrankt."
  },
  {
    "start": 1709.67,
    "end": 1717.11,
    "text": "Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass das wahre Ausmaß des Ausbruchs zwei bis viermal so groß sein könnte."
  },
  {
    "start": 1722.129,
    "end": 1724.17,
    "text": "Du hast gesagt, das könnten Paradies sein!"
  },
  {
    "start": 1724.45,
    "end": 1728.19,
    "text": "Alles das was an Berichten hier ankommt zeigen eher eine Hölle."
  },
  {
    "start": 1728.47,
    "end": 1730.149,
    "text": "und nehmen jetzt mal das Beispiel Ebola."
  },
  {
    "start": 1730.67,
    "end": 1734.71,
    "text": "du hast selbst in deiner Zeit dort andere Ebola-Ausbrüche erlebt."
  },
  {
    "start": 1734.97,
    "end": 1736.37,
    "text": "wie war das?"
  },
  {
    "start": 1737.629,
    "end": 1739.07,
    "text": "Was macht das alles so schwierig da?"
  },
  {
    "start": 1739.93,
    "end": 1742.77,
    "text": "Das ist jetzt momentan der siebzehnte Ausbruch den Sie haben."
  },
  {
    "start": 1744.629,
    "end": 1750.19,
    "text": "Der jetzige Ausbruch hat eine Besonderheit, weil das Bundy-Bugio-Virus ist."
  },
  {
    "start": 1750.81,
    "end": 1756.55,
    "text": "Und als die ersten Fälle auftraten, haben die Leute natürlich also die Ärzte und die Laboranten sofort getestet."
  },
  {
    "start": 1756.61,
    "end": 1761.93,
    "text": "Weil wie gesagt, sie haben wirklich Erfahrung und die sind jetzt nicht irgendwie ganz verloren wenn Ebola ausbricht."
  },
  {
    "start": 1761.97,
    "end": 1764.51,
    "text": "Sie haben eigentlich immer alles dann doch in den Griff gekriegt."
  },
  {
    "start": 1765.11,
    "end": 1769.85,
    "text": "aber das Problem war mit diesem Virus ist es nicht der Sairevirus, den sie normalerweise haben."
  },
  {
    "start": 1770.37,
    "end": 1778.19,
    "text": "da haben diese Tests nicht angesprochen und deswegen nach dem Ersten ist kein Ebola und deswegen wurde das halt auch verschleppt und wurde ganz spät entdeckt."
  },
  {
    "start": 1778.889,
    "end": 1784.05,
    "text": "Und für diesen Virus jetzt eben gibt es keine Medizin, keine Impfung."
  },
  {
    "start": 1784.33,
    "end": 1790.81,
    "text": "Was es ja beim Sahire-Virus gab und deswegen breitet sich dieses Virus rasant schnell aus."
  },
  {
    "start": 1790.93,
    "end": 1792.409,
    "text": "Weit über tausend Tote jetzt schon?"
  },
  {
    "start": 1792.61,
    "end": 1794.71,
    "text": "Und drei Tausend Leute die betroffen sind?"
  },
  {
    "start": 1794.889,
    "end": 1800.35,
    "text": "Ja also wir haben jetzt dreitausend treihundert Fälle und tausende vierhundert Tote ungefähr."
  },
  {
    "start": 1801.43,
    "end": 1813.95,
    "text": "Wir hatten ja schon mal einen größeren Ausbruch auch im Ostkongo, zweitausend achtzehn bis zweitausendszwanzig insgesamt dreitausendfünfhundert Fälle und ungefähr zweitausenddreihundert Tote."
  },
  {
    "start": 1814.05,
    "end": 1820.05,
    "text": "Also die Sterberate war dort am Anfang noch viel höher, weil da kam dann auch erst der Impfstoff raus"
  },
  {
    "start": 1820.129,
    "end": 1820.45,
    "text": "usw.,"
  },
  {
    "start": 1821.27,
    "end": 1826.77,
    "text": "also die Sterbergerade bei dem Virus ist wenn man so will Glück im Unglück nicht ganz so hoch."
  },
  {
    "start": 1827.67,
    "end": 1832.129,
    "text": "Man muss dazusagen, die meisten Ebola-Ausbrüche sind nicht bei uns im Osten."
  },
  {
    "start": 1832.33,
    "end": 1840.05,
    "text": "Sondern sie sehen mehr in anderen Provinzen, Equateur Oriental was dann mehr im Zentrum und im Westen ist."
  },
  {
    "start": 1840.21,
    "end": 1849.35,
    "text": "Und der jetzige Ausbruch da ist das Zentrum in der Provinz Ituri, die grenzt nördlich an Nordkivu und zwischen Goma und Bunia."
  },
  {
    "start": 1849.53,
    "end": 1854.43,
    "text": "Bunia ist die Hauptstadt von Ituri liegen ungefähr gut fünfhundert Kilometer."
  },
  {
    "start": 1854.73,
    "end": 1858.21,
    "text": "Das heißt, du schützt dich dann noch gar nicht oder hast sich dann gar nicht besonders geschützt?"
  },
  {
    "start": 1858.55,
    "end": 1861.45,
    "text": "Ja also es wurden natürlich schon aus Sicherheitsgründen."
  },
  {
    "start": 1861.55,
    "end": 1863.909,
    "text": "Dann werden einmal mit Zeife aufgestellt."
  },
  {
    "start": 1864.129,
    "end": 1868.27,
    "text": "bevor man jetzt zum Beispiel zur Arbeit geht, bevor man in die Redaktion geht weischt man sich die Hände."
  },
  {
    "start": 1869.629,
    "end": 1871.27,
    "text": "Man hält ein bisschen Abstand."
  },
  {
    "start": 1871.35,
    "end": 1876.97,
    "text": "beim Hallo sagen ich meine... Kongo ist sehr viel Körperkontakt, ne?"
  },
  {
    "start": 1877.07,
    "end": 1882.19,
    "text": "Man nimmt sich in Arm Bisu hier ein Küsschen da oder so."
  },
  {
    "start": 1883.05,
    "end": 1887.409,
    "text": "Man tut auch sich so mit dem Kopf begrüßen also die Stirn aneinander."
  },
  {
    "start": 1887.83,
    "end": 1903.51,
    "text": "Ich meine Ebola ist ja natürlich nicht so leicht übertragbar wie Covid-Ebola sage ich jetzt mal einen Anführungsstrichen nur Körperflüssigkeit das geht nicht irgendwie durch die Luft wie es bei covid war und deswegen ist also das Risiko dass man sich ansteckt natürlich auf viel viel geringer wird als bei covid."
  },
  {
    "start": 1903.889,
    "end": 1905.73,
    "text": "Also viel größeres Risiko eigentlich Malaria."
  },
  {
    "start": 1906.73,
    "end": 1910.69,
    "text": "Ja, cholera malaria ist ein größeres risiko würde ich sagen."
  },
  {
    "start": 1910.77,
    "end": 1914.05,
    "text": "aber jetzt natürlich der laufende Ausbruch da oben Bonilla."
  },
  {
    "start": 1914.79,
    "end": 1923.53,
    "text": "Der ist natürlich schlimm und das verbreitet sich rasant weil man sich natürlich Erstens hat man es spät entdeckt, weil die Tests versagt haben."
  },
  {
    "start": 1924.19,
    "end": 1926.67,
    "text": "Zweitens das sehr unsicheres Gebiet."
  },
  {
    "start": 1926.97,
    "end": 1931.31,
    "text": "Da gibt's auch Milizen da können auch die Ärzteteams nicht immer rausfahren."
  },
  {
    "start": 1931.97,
    "end": 1937.07,
    "text": "dann gibts natürlich immer Leute die behaupten Ebola existiert gar nicht."
  },
  {
    "start": 1937.11,
    "end": 1940.99,
    "text": "dass ist eine Erfindung der Hilfsorganisation damit sie wieder Budget kriegen."
  },
  {
    "start": 1941.83,
    "end": 1945.51,
    "text": "Dann ist man schnell dabei und viele Leute sagen, die Afrikaner wieder die Ungebildeten."
  },
  {
    "start": 1945.629,
    "end": 1951.35,
    "text": "Und dann sage ich immer ja aber bitte was war denn mit den Verschwörungstheoretikern während Covid in Deutschland?"
  },
  {
    "start": 1952.55,
    "end": 1954.99,
    "text": "Aber trotzdem gibt es auch viel Misstrauen gegenüber Helfern."
  },
  {
    "start": 1955.05,
    "end": 1955.23,
    "text": "wieso?"
  },
  {
    "start": 1955.85,
    "end": 1966.59,
    "text": "Ja also es hat natürlich einerseits damit zu tun dass eben der Konflikt so lange dauert und ja auch mindestens solange sämtliche Hilfsorganisationen vor Ort sind, aber die Lage sich nicht verbessert."
  },
  {
    "start": 1967.55,
    "end": 1978.149,
    "text": "Die Hilfsorganisation werden eigentlich von ganz vielen Leuten im Kongo als Arbeitgeber gesehen und als irgendwas, wo man Geld verdienen kann."
  },
  {
    "start": 1978.45,
    "end": 1978.49,
    "text": "Ja?"
  },
  {
    "start": 1978.95,
    "end": 1981.53,
    "text": "Wenn ich dort einen Job kriege, dann finde die toll!"
  },
  {
    "start": 1982.409,
    "end": 1987.27,
    "text": "Wenn ich irgendwie meinem Dorf wohne und meine Lage immer schlechter wird, dann find' ich diese"
  },
  {
    "start": 1987.37,
    "end": 1987.87,
    "text": "nutzlos.\"."
  },
  {
    "start": 1988.67,
    "end": 2001.51,
    "text": "Und zum Beispiel beim letzten Ausbruch der Jahr zwei tausend zwölf bis zwanzig Da war ja das Weltinteresse dann schon noch mehr auf Kongo gerichtet, weil da waren wir noch nicht so beschäftigt mit Ukrainekrieg und Irankriege."
  },
  {
    "start": 2001.55,
    "end": 2002.57,
    "text": "Und Trump gab es noch nicht"
  },
  {
    "start": 2002.61,
    "end": 2002.85,
    "text": "usw.,"
  },
  {
    "start": 2004.43,
    "end": 2006.05,
    "text": "also jedenfalls nicht an der Suche an der Macht."
  },
  {
    "start": 2006.95,
    "end": 2016.75,
    "text": "Und da hat man eine Milliarde Dollar in einer der ärmsten Regionen der Welt gepumpt Und dann haben sich da natürlich Leute in der goldenen Nase verdient."
  },
  {
    "start": 2016.93,
    "end": 2022.27,
    "text": "Wer eine Stelle bei einer Endshow sei das als Putzkraft, als Fahrer, als Übersetzer?"
  },
  {
    "start": 2022.51,
    "end": 2026.71,
    "text": "Der hat da super verdient und das fanden die Leute gut."
  },
  {
    "start": 2026.83,
    "end": 2031.79,
    "text": "aber die Krankheit selber hat sie gar nicht wirklich so interessiert."
  },
  {
    "start": 2032.25,
    "end": 2036.59,
    "text": "und es kam dann soweit dass es Mord aus Eifersuch gab."
  },
  {
    "start": 2036.93,
    "end": 2037.149,
    "text": "Woa!"
  },
  {
    "start": 2037.29,
    "end": 2039.389,
    "text": "Da hat er die Ställe gekriegt, die wollte ich auch haben."
  },
  {
    "start": 2040.07,
    "end": 2042.73,
    "text": "und was natürlich woher auch Misstrauen kommt."
  },
  {
    "start": 2042.85,
    "end": 2048.87,
    "text": "Das liegt auch Teilweise am Verhalten einzelner Mitarbeiter von Hilfsorganisation, also damals."
  },
  {
    "start": 2049.45,
    "end": 2054.13,
    "text": "Das hat dann auch die Weltgesundheitsorganisation selbst zugegeben und eine kleine Untersuchung gemacht."
  },
  {
    "start": 2054.31,
    "end": 2066.87,
    "text": "Es gab dort sexuellen Missbrauchen so nach dem Motto Also wenn du die gute Stelle willst, dann geh jetzt mal mit mir einen Schäfer stündchen machen Und sowas schürt dann natürlich Misstrauen."
  },
  {
    "start": 2066.949,
    "end": 2074.909,
    "text": "Ja und plötzlich fallen da ich meine völlig vernachlässigte Regionen, wo sich Menschen vernachlassigt fühlen von der ganzen Welt, von der Regierung."
  },
  {
    "start": 2075.33,
    "end": 2080.889,
    "text": "Plötzlich fallen dann da Helfer ein ja und sagen so jetzt sind wir für euch da und wir wollen nur Gutes für euch."
  },
  {
    "start": 2081.65,
    "end": 2083.61,
    "text": "Da denken die Leute erstmal ja und wie ist es sonst so?"
  },
  {
    "start": 2083.989,
    "end": 2085.17,
    "text": "oder zum Beispiel jetzt."
  },
  {
    "start": 2085.489,
    "end": 2089.77,
    "text": "Wie gesagt, wir hatten ja schon eine Ebola-Epidemie im Osten vor ein paar Jahren."
  },
  {
    "start": 2090.35,
    "end": 2095.35,
    "text": "Ja wieso hat man seit dort nicht endlich mal das Gesundheitswesen gescheit aufgebaut?"
  },
  {
    "start": 2095.75,
    "end": 2102.63,
    "text": "Wieso gibt es in den Gesundheitszentren immer noch nicht genug, nicht einmal Matratzen, nicht mal Schutzhandschuhe für die Ärzte?"
  },
  {
    "start": 2103.25,
    "end": 2106.77,
    "text": "und ich telefoniere regelmäßig mit einem Arzt in Bonilla und der sagt mir"
  },
  {
    "start": 2106.85,
    "end": 2106.97,
    "text": "z.B.,"
  },
  {
    "start": 2107.37,
    "end": 2116.43,
    "text": "ja weißt du wenn ich die ganzen Pressemitteilungen lese, der NGOs also der Hilfsorganisation heißt, ja wir fliegen so und so viel Tonnen Material rein."
  },
  {
    "start": 2116.77,
    "end": 2118.25,
    "text": "Wir schicken unsere Helferteams!"
  },
  {
    "start": 2118.63,
    "end": 2128.35,
    "text": "Und dann meine Leute sterben weil wir haben ja nicht mal Schutzhandschuhe und trotzdem sind die mutig genug dass sie sagen wir wollen aber unserer Bevölkerung helfen."
  },
  {
    "start": 2128.91,
    "end": 2131.19,
    "text": "Aber selbst historisch ist Hilfe ja belastet."
  },
  {
    "start": 2131.73,
    "end": 2139.529,
    "text": "ich sage mal Stichwort Robert Koch Ja genau und ich habe das mal gemerkt, ich sollte dann auch in der letzten Ebola-Epidemie."
  },
  {
    "start": 2140.17,
    "end": 2146.63,
    "text": "Sagt ein Freund zu mir du kannst mir mal helfen wir wollen mal junge Leute aufklären Ebola gibt's und woher kommt es wie kann man sie schützen?"
  },
  {
    "start": 2146.67,
    "end": 2146.93,
    "text": "usw."
  },
  {
    "start": 2148.029,
    "end": 2156.19,
    "text": "Und dann kam ich da hin ja und dann war einer oder zwei die haben mich erstmal beschumpfen geht doch weg geht doch heim ihr wollt uns doch nur ausraten."
  },
  {
    "start": 2157.029,
    "end": 2165.71,
    "text": "Und weil damals kam eben die Impfung für ein Saire-Virus auf dem Markt und wir wollten halt, die Leute überzeugen wäre gut wenn euch impfen lassen."
  },
  {
    "start": 2166.63,
    "end": 2171.25,
    "text": "Und dann nein und impfen und Medikamente von euch keinesfalls."
  },
  {
    "start": 2171.35,
    "end": 2172.57,
    "text": "ihr wollt uns ausrotten!"
  },
  {
    "start": 2173.89,
    "end": 2190.31,
    "text": "Ja und das kommt natürlich daher dass es natürlich Leute wie Robert Koch gab, die haben Versuche mit Medikamenten gemacht in diversen afrikanischen Ländern und haben sich wenig ethisch darum gekümmert, welche Folgen könnte das jetzt für Menschen haben."
  },
  {
    "start": 2190.37,
    "end": 2192.23,
    "text": "Und da sind natürlich Leute auch dran gestorben."
  },
  {
    "start": 2192.77,
    "end": 2202.529,
    "text": "oder es gab dann später noch, da haben auch Pharmaunternehmen in Nigeria noch Medikamente halt ausprobiert ja und dann sind Babys dran gestorsen."
  },
  {
    "start": 2203.17,
    "end": 2205.13,
    "text": "Und sowas wissen die Menschen, natürlich."
  },
  {
    "start": 2205.45,
    "end": 2209.35,
    "text": "Die informieren sich ja auch und das ist wie ein kollektives Gedächtnis."
  },
  {
    "start": 2209.55,
    "end": 2210.79,
    "text": "Das bleibt dann eben hängen."
  },
  {
    "start": 2211.61,
    "end": 2215.63,
    "text": "Da kommen irgendwelche Ausländer daher und die sagen, es ist ein neuer Impfstoff."
  },
  {
    "start": 2215.73,
    "end": 2216.55,
    "text": "Probier mal mal!"
  },
  {
    "start": 2217.87,
    "end": 2219.63,
    "text": "Bin ich jetzt hier der Versuchskanikler?"
  },
  {
    "start": 2219.69,
    "end": 2222.09,
    "text": "Der meint, er ist wirklich ernst, dass sie mir helfen wollen."
  },
  {
    "start": 2222.85,
    "end": 2227.31,
    "text": "Ich komme auf so einen sensiblen Teil in deinem Buch was aber immer wieder aufleuchtet."
  },
  {
    "start": 2227.39,
    "end": 2228.49,
    "text": "Es war Vergewaltigung."
  },
  {
    "start": 2228.63,
    "end": 2229.99,
    "text": "Du schreibst Goma als Hauptstadt."
  },
  {
    "start": 2231.19,
    "end": 2236.09,
    "text": "vergewaltigende Welthauptstadt der Vergewaltigung und auch so zu sagen, dass das eingesetzt wird in Kriegen."
  },
  {
    "start": 2236.37,
    "end": 2237.41,
    "text": "Können Sie es ein bisschen erläutern?"
  },
  {
    "start": 2238.05,
    "end": 2243.47,
    "text": "Also diesen Ausdruck-Welthauptstatt der Vergewaltigung hat damals die Margot Wallström gebraucht."
  },
  {
    "start": 2243.509,
    "end": 2254.31,
    "text": "In dem Jahr zwei Tausendzehnte war die UN Sonderbeauftragte für sexualisierte Gewalt in Konflikten Und da wollte sie natürlich aufmerksam machen, dass halt Vergewaltung auch ein Kriegsmittel ist."
  },
  {
    "start": 2254.529,
    "end": 2257.91,
    "text": "Ich würde mal sagen Das passiert ja leider in allen Konflikten."
  },
  {
    "start": 2258.07,
    "end": 2272.49,
    "text": "Das haben wir auch im Jugoslawienkrieg überall gesehen, aber dadurch das natürlich im Kongo, im Ostkongo der Konflikt schon so lange geht gibt es dann ganz viele Fälle von Vergewaltigungen weil der konflikt einfach nicht aufhört."
  },
  {
    "start": 2272.69,
    "end": 2274.91,
    "text": "Das ist die eine Seite und die andere Seite."
  },
  {
    "start": 2275.71,
    "end": 2282.529,
    "text": "Es gibt schon auch häusliche Gewalt wo dann auch Vergewaltung vorkommen."
  },
  {
    "start": 2283.09,
    "end": 2288.85,
    "text": "Die Rolle der Frau wird noch sehr traditionell gesehen im Kongo, würde ich mal sagen."
  },
  {
    "start": 2289.05,
    "end": 2291.23,
    "text": "Es muss ja auch ein Brautpreis bezahlt werden."
  },
  {
    "start": 2291.49,
    "end": 2301.11,
    "text": "wenn jetzt zwei heiraten wollen dann musst du einen BrautPreis bezahlen und das zeigt ja auch schon was also die jungen Frauen sind."
  },
  {
    "start": 2301.17,
    "end": 2306.37,
    "text": "jetzt auch schon sage ich mal soweit dass sie sagen wir lassen uns nicht mehr alles gefallen als."
  },
  {
    "start": 2306.45,
    "end": 2312.05,
    "text": "ich freue mich zum Beispiel immer über jede Journalistin die weiterarbeitet, wenn sie geheiratet hat."
  },
  {
    "start": 2312.13,
    "end": 2317.27,
    "text": "Weil das ist ganz oft so, wenn Paare heiraten dann sagt der Mann irgendwie nur du arbeitest aber nicht mehr."
  },
  {
    "start": 2317.67,
    "end": 2320.71,
    "text": "Na was ja eigentlich völlig absurd ist weil die alle nicht viel Geld haben."
  },
  {
    "start": 2320.75,
    "end": 2324.91,
    "text": "da sollte er froh sein wenn die Frau irgendwie noch einen Job hat wo sie vielleicht ein bisschen Geld verdienen."
  },
  {
    "start": 2325.49,
    "end": 2328.93,
    "text": "Aber das hängt damit zusammen gerade als Journalistin Da triffst Du ja dann auch."
  },
  {
    "start": 2329.17,
    "end": 2335.029,
    "text": "meistens sind ja deine Quellen Männer auch grade in so einer Gesellschaft weil die halt da die bestimmten Positionen haben."
  },
  {
    "start": 2335.55,
    "end": 2343.35,
    "text": "Jetzt trifft diese Frau ein Mann ohne dass... Mann dabei ist ja vielleicht, trifft sie den sogar noch zu einer späteren Stunde."
  },
  {
    "start": 2344.29,
    "end": 2347.009,
    "text": "Also das verkraften dann manche Ehemänner nicht."
  },
  {
    "start": 2347.67,
    "end": 2351.69,
    "text": "und aber da wären sich jetzt die jungen Frauen und ich hatte jetzt wirklich schon eine."
  },
  {
    "start": 2352.47,
    "end": 2356.509,
    "text": "Die war ein ganz schüchternes Mädel, als ich sie kennengelernt habe."
  },
  {
    "start": 2356.61,
    "end": 2363.75,
    "text": "Frisch von der Uni kam dann zum Radio und die wurde jetzt eine richtig kaffeejunge Frau und die hat mich auch zur Hochzeit eingeladen."
  },
  {
    "start": 2364.43,
    "end": 2369.91,
    "text": "Als sie gesagt hatte, ich heirate dachte schon oh ne aber bitte wirst du weiterarbeiten oder nicht?"
  },
  {
    "start": 2369.95,
    "end": 2376.57,
    "text": "Nur dann sagt es sich ganz stolz und ich sagte eins mein Mann hab' ich gleich erklärt wenn ich nicht weiter arbeiten kann heirate ich dich nicht."
  },
  {
    "start": 2378.99,
    "end": 2380.97,
    "text": "also das geht da vorwärts."
  },
  {
    "start": 2381.73,
    "end": 2384.93,
    "text": "Aber gerade ältere Männer haben schon noch ein sehr traditionelles Bild."
  },
  {
    "start": 2385.009,
    "end": 2395.45,
    "text": "Also da ist die Frau wirklich so wie man es früher kennt, der Kinderkirche-Kirche und sie hat auch dem Ehemann zu Diensten zu stehen wenn dem einfältig möchte."
  },
  {
    "start": 2395.49,
    "end": 2400.09,
    "text": "jetzt irgendwie Sex haben ja aber in der jungen Generation ändert sich das."
  },
  {
    "start": 2400.49,
    "end": 2412.37,
    "text": "Ich glaube durch diese starke Tradition dass die Frau zu spuren hat ist vielleicht dann auch die Hemmschwelle niedriger für sexualisierte Gewalt."
  },
  {
    "start": 2413.25,
    "end": 2416.19,
    "text": "Und ich war schon auch schockiert, wie viel Femizid es in Deutschland gibt."
  },
  {
    "start": 2416.81,
    "end": 2418.85,
    "text": "Als ich das gehört habe dachte ich, das gibt's ja gar nicht."
  },
  {
    "start": 2419.15,
    "end": 2421.39,
    "text": "und jetzt denke ich mir wer weiß?"
  },
  {
    "start": 2421.63,
    "end": 2423.509,
    "text": "also ich meine dass ist auch oft ein Tabuthema."
  },
  {
    "start": 2423.77,
    "end": 2426.19,
    "text": "im Kongo ist es auch ein Tabuthema in Familien."
  },
  {
    "start": 2426.25,
    "end": 2430.509,
    "text": "aber dadurch dass es natürlich viele Hilfsprojekte gibt wird darüber geredet."
  },
  {
    "start": 2431.009,
    "end": 2434.77,
    "text": "Und ich habe mir mal überlegt, wie wäre es eigentlich, wenn man in Deutschland richtig recherchiert?"
  },
  {
    "start": 2435.09,
    "end": 2437.39,
    "text": "Also wie sind die Zahlen dann?"
  },
  {
    "start": 2437.59,
    "end": 2441.61,
    "text": "also sind die noch höher, wie man das jetzt eh schon weiß und die völlig schockierend finde."
  },
  {
    "start": 2442.13,
    "end": 2446.37,
    "text": "aber natürlich klar man kann die beiden Gesellschaften nicht vergleichen als."
  },
  {
    "start": 2446.45,
    "end": 2450.61,
    "text": "ich will jetzt nicht damit sagen dass Vergewaltigung an der Tagesordnung ist."
  },
  {
    "start": 2450.67,
    "end": 2454.77,
    "text": "Ich meine An der Tagesordnung ist es auch nicht im Kongo Aber schon sehr häufig."
  },
  {
    "start": 2454.85,
    "end": 2459.95,
    "text": "ja Du beschreibst deine Zeit dort als warm und grausam."
  },
  {
    "start": 2461.33,
    "end": 2464.87,
    "text": "Was ist von diesen drei Attributen das Wichtigste für dich?"
  },
  {
    "start": 2465.55,
    "end": 2467.37,
    "text": "Warm, eindeutig warm!"
  },
  {
    "start": 2468.23,
    "end": 2473.47,
    "text": "Also ich habe noch nie so viel Empathie, so viel Solidarität erlebt wie dort."
  },
  {
    "start": 2474.19,
    "end": 2487.17,
    "text": "Und wirklich wenn ich irgendwie in Schwierigkeiten war, sei es jetzt mit dem Geheimdienst, sei's mit der Immigration oder morgens, als es uns auch zweimal passiert kam."
  },
  {
    "start": 2487.35,
    "end": 2506.59,
    "text": "Also ist ja so, dass bevor Goma eingenommen wurde von der M-二undzwanzig hat ja kein Chasa die Militärherrschaft über die Provinz Nordkiewu verhängt und dann waren wir unter Militäer Herrschaft zuerst und die konnten sich ja alles erlauben Und dann fehlen die da auch morgens um fünf Uhr bei uns zu Hause ein."
  },
  {
    "start": 2508.21,
    "end": 2513.509,
    "text": "Mit dem Argument war, wir müssen jetzt mal nach Waffen suchen hier und haben dann alles auf den Kopf gestellt."
  },
  {
    "start": 2514.93,
    "end": 2530.009,
    "text": "Dann waren es sofort ... Wir wohnen ja da auf einem schönen großen grünen Gelände und drumrum ist halt eine Mauer und wir haben aber nötig, als Weise hat man professionellen Wachdienst Und die Wächter kamen dann gleich, als sie da eingefallen sind."
  },
  {
    "start": 2530.05,
    "end": 2546.45,
    "text": "Die Wächtern haben eigentlich am Tor gesagt, also die kamen ja wartet jetzt wir müssen erst unsere Kollegen es gibt dann so ein Rapid Intervention Card rufen an in der Zentrale und dann kommen noch andere vom Wachdienst und die würden dann normalerweise die Leute von Geheimdienst begleiten wenn die bei uns das Haus durchsuchen wollen."
  },
  {
    "start": 2546.77,
    "end": 2561.77,
    "text": "aber die wollten halt nicht warten haben unsere Wächte verprügelt sind über die Mauer gestiegen stand dann da morgens bei uns vor der Haustür wurde umgedreht und die Wächter, ja, die ja selber schon verbrügelt waren."
  },
  {
    "start": 2562.27,
    "end": 2563.49,
    "text": "Die kamen dann sofort her."
  },
  {
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    "end": 2564.97,
    "text": "Oh, Judith tut mir so leid!"
  },
  {
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    "end": 2570.47,
    "text": "Und ich konnte sie nicht aufhalten und wir passen auf dich auf mit einer Wärme und einer Besorgnis."
  },
  {
    "start": 2570.61,
    "end": 2571.45,
    "text": "Ich habe diese Menschen skinned."
  },
  {
    "start": 2571.49,
    "end": 2574.509,
    "text": "jetzt müssen wir erst mal gucken ob du was du da abgekriegt hast."
  },
  {
    "start": 2574.79,
    "end": 2577.37,
    "text": "Also ich wollte mich erstmal um ihn kümmern aber er freut sich um mich."
  },
  {
    "start": 2577.47,
    "end": 2582.509,
    "text": "kümmer also das ist wirklich wahnsinnig diese Solidarität oder wer?"
  },
  {
    "start": 2582.55,
    "end": 2584.029,
    "text": "Das ist ein Privatleg weil du weiß bist."
  },
  {
    "start": 2584.529,
    "end": 2587.47,
    "text": "Also ich glaube, Sie kümmern sich sehr um mich."
  },
  {
    "start": 2587.55,
    "end": 2592.49,
    "text": "Weil ich weiße bin aber nicht wegen der Hautfarbe sondern weil sie mich sehen wie."
  },
  {
    "start": 2593.19,
    "end": 2597.43,
    "text": "sie kennen sich, sie ist eigentlich so groß geworden und dann müssen wir sie erschützen."
  },
  {
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    "end": 2606.63,
    "text": "Sie weisen gar nicht wieso mit dieser Gewalt umgehen soll und dann fühlen sie sich so noch mehr für mich verantwortlich, weil sie denken vielleicht weiß ich nicht wie ich mir selber helfen kann."
  },
  {
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    "end": 2608.95,
    "text": "Wobei ich eigentlich glaube dass ich so weiß."
  },
  {
    "start": 2609.029,
    "end": 2613.73,
    "text": "Aber ich finde es auch schön das sie mir helfen Und ich war auch wirklich schon auf Hilfe angewiesen."
  },
  {
    "start": 2613.79,
    "end": 2616.93,
    "text": "also vieles hätte ich nicht geschafft, wenn mich irgendjemand geholfen hätte."
  },
  {
    "start": 2617.75,
    "end": 2633.77,
    "text": "Aber was ich einig sagen will die Solidarität untereinander das ist der krasse Gegensatz zur Ekozentrik wie ich sie in Deutschland erlebe zum Beispiel während der Kämpfe wurde die Frau von einem Freund angeschossen und die hat den Bauchschuss und die musste dringend ins Krankenhaus."
  },
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    "start": 2634.55,
    "end": 2645.27,
    "text": "und unser Freund er hat kein Auto oder sowas ja uns wollte noch gekämpft und geschossen die ins Krankenhaus gefahren, als noch gekämpft und geschossen wurde."
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    "text": "Und als dann ... Als sie dort waren, die Frau sah schon ganz schlecht aus und er hat mehr Zeit, da lagen ja überall Tote und Kranke und Verletzte alles durcheinander."
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    "text": "und als er ankam mit seiner Frau, der sagte dann, dass seine Täder nicht, die sieht schon zu schlecht aus, die werfen wir mal auf den Haufen mit den Leichen."
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    "text": "und unser Freund wollte natürlich um seine Frau kämpfen aber der war auch so verzweifend, hat das alleine nicht geschafft, hat einen anderen Freund angerufen Fuß in dieses Krankenhaus, während gekämpft wird."
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    "text": "Und beide miteinander haben es geschafft dass diese Frau noch operiert wurde."
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    "text": "oder die ganzen beflüchteten Menschen ja ich meine sechs Komma fünf Millionen sind auf der Flucht die meisten im Osten das ist so viel wie viermal bei den Völkerung von München ungefähr Ja und fast alle die sehen nicht hinlagern Die sind in Familien bei Freunden bei Verwandten und die sind ja selber arm."
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    "text": "und die füttern die durch."
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    "text": "ja."
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    "text": "und also ich mein und was machen wir europäisch?"
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    "text": "Abschotten, abschottern, abschatten."
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    "text": "Im Mittelmeer versinkt man wieder einen Schlauchgut oder ein Pecht gehabt."
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    "text": "Also das finde ich schon diese Empathie und die Solidarität untereinander."
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    "text": "Das finde ich da könnte man ganz schön was lernen davon."
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    "text": "ja."
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    "text": "Ich kann auch jederzeit aus dem Land fliegen."
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    "text": "Das war dummerweise gerade während der Covid-Pandemie."
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    "text": "den Grund weiß ich bis heute noch nicht."
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    "text": "also das war für mich schlimm."
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    "text": "ich wusste nicht ob ich für mich nach Hause zurück kann und mein Partner ist erst mal dort geblieben weil wir erhofft haben."
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    "text": "und dann war ich am Flughafen und ich war wirklich ganz schlecht drauf."
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    "text": "Und dann bin ich bei der Immigration und zeigte Menschen den Brief."
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    "text": "Da sollte man ein Pass stemmen."
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    "text": "In Goma kennen mich sehr viele Leute, weil ich immer mit dem Fahrrad rumfahre."
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    "text": "Eigentlich fährt da keine Weiße im Fahrrad herum."
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    "text": "Die weisen kennen sie nur in ihren großen Cheaps von den Hilfsorganisationen."
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    "text": "Dann sagte dieser Mensch an der Immigration ... Also die nennen mich da auch Mama na Kinga, die Mama mit dem Rad."
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    "text": "Dann sagt er, Mama na Kinger!"
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    "text": "Und weil ich eh schon so gestresst war, dann fing dann plötzlich das Wein an wie ein Baby."
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    "text": "Dann zog er aus seiner Tasche eine Banane raus und hat gesagt, die Banane hat mir meine Frau für die Pause mitgenommen."
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    "text": "aber du gehst auf so eine schwere Reise."
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    "text": "Jeden Tag bete ich, dass du bald wieder zu uns nach Hause zurück darfst."
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    "text": "Du mit einem schönen Schlosswort könnt ich gar nicht werden?"
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    "text": "Vielen vielen Dank für deinen Besuch hier!"
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    "text": "Ja danke auch für das Gespräch."
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    "text": "Nachdem ich das Buch gelesen und mit Judith gesprochen habe ist mir aufgefallen wie viele falsche Bilder ich über das Leben im Kongo habe dass die demokratische Republik Kongo eben nicht oder nicht nur das Herz der Finsternis ist, sondern viel mehr als Krieg und Ebola."
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    "text": "Dass Judith keinesfalls ein Elend-Panorama schildert, sondern eine Geschichte von Widerstand über Lebenswille, Humor, Wärme und Würde trotz Krieg, Krankheiten Korruption, Willkür, Armut und staatlichem Versagen."
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    "text": "An den teils katastrophalen Zuständen tragen wir alle eine Mitschuld Denn Judith beschreibt in ihrem Buch auch ganz klar, dass Europa bequem auf dem Rücken der Kongolesen lebt."
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    "text": "Durch Konsum von Rohstoffe, die unter menschenverachtenden Bedingungen abgibt."
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    "text": "Produziert hat diese Sendung Julius Zimmer – vielen Dank dafür!"
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    "text": "Das war die vorerst letzte Folge unseres Recherche-Podcasters Thema mit mir am Mikrolas langen Maul."
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