[
  {
    "start": 4.14,
    "end": 8.58,
    "text": "Die Weltklimakonferenz in Belem sollte den globalen Klimaschutz entscheidend voranbringen."
  },
  {
    "start": 9.12,
    "end": 11.66,
    "text": "Doch ihr Abschlusskompromiss sieht eher nach Stillstand aus."
  },
  {
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    "text": "War dieses Treffen in Brasilien nur eine einzige Enttäuschung?"
  },
  {
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    "end": 24.52,
    "text": "Darüber spreche ich gleich mit meinem Kollegen Michael Bauchmüller, der nicht nur SZ-Experte für Energie- und Umweltpolitik ist, sondern auch die Konferenz von vor Ort begleitet hat."
  },
  {
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    "end": 28.04,
    "text": "Sie hören den SZ-Nachrichten-Podcast auf den Punkt."
  },
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    "text": "Mit mir, Ann-Marlene Holt."
  },
  {
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    "end": 41.12,
    "text": "Es gibt viel Negatives, was man über das Ergebnis dieser Konferenz sagen kann, aber vielleicht zuerst eine gute Nachricht."
  },
  {
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    "text": "Immerhin ist die COP-Dreißig, so wie die Klimakonferenz auch genannt, nicht komplett gescheitert."
  },
  {
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    "text": "So sah es nämlich noch in der Nacht zu Samstag aus."
  },
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    "end": 56.56,
    "text": "Stundenlang hat da eine kleine Gruppe von Staaten im brasilianischen Belembe verhandelt und um Formulierungen für die Abschlusserklärung gerungen."
  },
  {
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    "end": 61.66,
    "text": "Ein Zusammenschluss von Staaten hatte nämlich am Freitag gedroht, die Erklärung nicht zu unterschreiben."
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    "text": "Deutschland war dabei, Frankreich auch und Großbritannien."
  },
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    "end": 70.12,
    "text": "Sie haben einen klaren Fahrplan für den Abschied von fossilen Energieträgern gefordert."
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    "text": "Aber genau der steht in der Erklärung eben nicht drin."
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  {
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    "text": "Trotzdem ist es am Samstag gelungen, einen Text zu formulieren, den alle Staaten unterschrieben haben."
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  {
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    "text": "Aber was da drin steht, ist eben vor allem eines, ein Minimal-Kompromiss."
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    "text": "Und der lässt vieles offen."
  },
  {
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    "text": "In der Abschlusserklärung verpflichten sich die Staaten nicht zu strengen Vorgaben, um die Erderwärmung zu begrenzen."
  },
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    "text": "Es werden nur freiwillige Maßnahmen aufgezählt."
  },
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    "text": "Ein Fahrplan gegen die globale Entwaltung steht nur in einem Nebendokument und der Begriff fossile Energie taucht in der Erklärung noch nicht mal auf."
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    "text": "Kein berauschendes Ergebnis."
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    "text": "Und eigentlich hätte es doch gerade jetzt entscheidende Maßnahmen fürs Klima gebraucht."
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    "text": "Die USA haben sich im Januar aus dem Pariser Klimaabkommen verabschiedet und das vor zehn Jahren beschlossene, Gerade steuert die Welt eher auf folgenschwere zwei Komma acht Grad Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts zu."
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  {
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    "text": "Bestenfalls."
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    "text": "Hat die Koppdreißig also irgendwas gebracht?"
  },
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    "end": 135.22,
    "text": "Das frage ich jetzt meinen Kollegen Michael Bauchmüller im brasilianischen Billem."
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    "text": "Michael, wir haben hier im Podcast das letzte Mal vor zwei Wochen gesprochen, kurz vor dem Beginn der Kopf."
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    "end": 145.94,
    "text": "Da hast du gesagt, dass man die Erwartungen an diesen Gipfel ganz, ganz niedrig hängen sollte."
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    "end": 152.3,
    "text": "Wie schaust du jetzt auf die vergangenen zwei Wochen, wurden deine niedrigen Erwartungen übertroffen oder eher noch untertroffen?"
  },
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    "end": 155.26,
    "text": "Das ist eine sehr gute Frage."
  },
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    "end": 162.56,
    "text": "Wenn ich an die Erwartungen von vor zwei Wochen denke, dann würde man wahrscheinlich sagen, die wurden genauso erfüllt."
  },
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    "text": "Es gab in der Zwischenzeit aber noch mal irgendwie so eine kleine Hoffnung, dass ja doch mehr rauskommen könnte."
  },
  {
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    "end": 180.52,
    "text": "Und die Hoffnung hatte der brasilianische Präsident Lula das Filwa selber genährt, indem er nämlich ein Fahrplan für den Ausstieg aus fossilen Energien angemahnt hatte in seiner Rede."
  },
  {
    "start": 180.58,
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    "text": "Und plötzlich schien das so, als könnte man so einen Farbplan tatsächlich verabreden."
  },
  {
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    "text": "Und das wäre wirklich ein Novum gewesen."
  },
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    "end": 189.26,
    "text": "Seit dreißig Jahren gibt es diese Konferenzen."
  },
  {
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    "text": "Seit dreißig Jahren gilt es eigentlich um fossile Energien und die Frage, wie man davon loskommt."
  },
  {
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    "text": "Und ausgesprochen wird es eigentlich nie so richtig."
  },
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    "text": "Und insofern ist die Hoffnung, dass mehr rauskommen könnte während der Konferenz plötzlich gewachsen."
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    "text": "Und insofern ist man dann am Ende schon ein bisschen enttäuscht, wenn man zwischenzeitlich das Gefühl hat, wow."
  },
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  },
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    "text": "Also ja, es ist so gekommen, wie ich vermutet habe und nein, ich bin deswegen jetzt nicht zufrieden oder auch nur annähernd zufrieden."
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    "text": "Es ist ja eine Konferenz in einer Zeit, wo es wichtiger denn je ist, gemeinsam entschieden zu handeln fürs Klima."
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    "text": "Wie hast du die Stimmung in Wilhelm erlebt?"
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    "text": "War das den Verhandlern da bewusst, die Tragweite dieser Konferenz?"
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    "text": "Es war denen, die sozusagen vom Absaufen bedroht sind, also vor allem in den Inselstaaten und am Lindern sehr wohl bewusst."
  },
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    "text": "Aber man merkt eben auch, dass es andere Staaten gibt, die ein Geschäftsmodell bedroht wird, die eben vom Verkauf von Öl und Gas leben und die je nach Kräften dagegen gearbeitet haben."
  },
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    "end": 266.18,
    "text": "Also für die ist Klimapolitik eher eine ökonomische Bedrohung."
  },
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    "text": "Für die stehen andere Probleme im Vordergrund."
  },
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    "end": 278.46,
    "text": "Da ist dann die Frage, schafft man irgendeinen Ausgleich oder schafft man das eben, dass sie auch Zeit haben, um in der Zwischenzeit sich auf andere Geschäftsmodelle umzustellen."
  },
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    "text": "Ich denke da jetzt gar nicht so sehr an die Golfstaaten."
  },
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    "end": 283.1,
    "text": "die ja bekanntermaßen sehr reich sind."
  },
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    "end": 290.78,
    "text": "Es gibt auch viele afrikanische Staaten, die in der Zwischenzeit eine Menge Geld auch verdienen, damit sie Öl verkaufen, z.B."
  },
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    "end": 296.48,
    "text": "in Nigeria und die den Eindruck haben, dass man ihnen den Boden unter den Füßen wegziehen will."
  },
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    "end": 303.54,
    "text": "Also das Problembewusstsein ist unterschiedlich verteilt und hat unterschiedliche Hintergründe."
  },
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    "text": "Um jetzt nicht zu negativ zu sein, können wir ja vielleicht mal erstmal auf das schauen, was denn rumgekommen ist bei den Verhandlungen."
  },
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    "text": "Was sind wichtige Ergebnisse?"
  },
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    "text": "Also ein wichtiges Ergebnis ist erstmal, dass es ein Ergebnis gibt."
  },
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    "end": 328.48,
    "text": "Also es wäre leicht gewesen, diese Konferenz zu springen, einfach auch dadurch, dass die globale Lage sehr wild ist im Augenblick."
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    "text": "Es gibt eine Reihe von Dingen, die beschlossen wurden, die vor allem auch den Ländern helfen, die sich jetzt umstellen müssen oder die mit den Folgen des Klimawandels."
  },
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    "text": "zu kämpfen haben."
  },
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    "end": 358.06,
    "text": "Also zum Beispiel hat man beschlossen, dass man die Mittel dafür verdreifacht bis zu einem Jahrzehnte, damit mehr Geld fließt an Länder, die zum Beispiel jetzt mit mehr Dürren zu kämpfen haben, wo Ernten verloren gehen, die einen Katastrophenschutz investieren müssen oder Dämme bauen."
  },
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    "text": "Also das ist ein wichtiges Signal."
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    "text": "Klammer auf, das heißt jetzt nicht, dass mehr Geld fließt, sondern das Geld wird anders verteilt."
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    "text": "Dafür steht weniger Geld zur Verfügung für den grünen Umbau in dieser Zeit."
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    "text": "Aber damit hatte sich dann eigentlich auch schon."
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    "text": "Und was heißt das für den globalen Klimaschutz, wenn sich die Staaten da auch nichts wirklich handfestes aningen konnten?"
  },
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    "end": 411.3,
    "text": "Man wird also auch in diesem Pariser Klimaabkommen und seiner ganzen Arbeitsweise festhalten, eben mit der regelmäßigen Vorlage von Plänen, die man gegenseitig überprüft, die man dann wieder nachschärft, um auf diese Weise die Eins, fünf Grad vielleicht, naja, wenn nicht zu reichen, dann ihnen doch möglichst nahezu kommen."
  },
  {
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    "text": "Aber es heißt aber in keiner Weise, dass es Tempo aufnimmt, dass es irgendwie jetzt einen Aufbruchsgeist gibt."
  },
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    "text": "Aber man muss wirklich auch da sehen, die größte Ökonomie der Welt hat sich verabschiedet aus diesem Prozess."
  },
  {
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    "text": "Und trotzdem machen die übrigen Hundert und neunzig Staaten weiter."
  },
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    "end": 440.88,
    "text": "Und das an sich ist ja schon mal ein Zeichen, also dass man eben doch erkannt hat, dass ein gemeinsames Problem ist, dass man nur gemeinsam lösen kann."
  },
  {
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    "text": "Aber ich gebe zu, wenn man sich viel mit diesem Thema beschäftigt und weiß eigentlich, wie sehr es fünf vor zwölf oder vielleicht auch schon fünf nach zwölf ist, dann ist das alles wahnsinnig frustrierend."
  },
  {
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    "end": 466.04,
    "text": "und dann fühlt es sich eigentlich auch schon komisch an, in so einer Konferenz Fortschritte zu sehen, weil das natürlich alles, also Lichtjahre entfernt ist von dem, was nötig wäre."
  },
  {
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    "text": "Hast du das Gefühl, die Kopp hat die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient hat?"
  },
  {
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    "text": "Ich habe das Gefühl, hierzulande wurde fast mehr über Friedrich Merz abwertenden Kommentar über Belem diskutiert als über das Klima an sich."
  },
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    "text": "Also, die Kopp ist schon auch eine sehr technische Angelegenheit."
  },
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    "text": "Nicht immer ist es so, dass wie in Paris dann am Ende ein großes Abkommen rauskommt."
  },
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    "text": "Und von daher ist es ja auch immer ein Ereignis, wo alle sich nochmal die Größe des Problems bewusst machen und insofern, also ich hatte schon den Eindruck, dass da Adequate Aufmerksamkeit herrscht und was diese Märze äußerungen angeht, ganz lustig."
  },
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    "end": 522.08,
    "text": "gestern, als das dann vorbei war, bin ich am Abend noch auf dem Bier gewesen und dann wurden wir von Brasilianern angesprochen, wo wir denn herkommen und haben gesagt aus Deutschland und dann verfinsterten sich erstmal die Blicke."
  },
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    "text": "Und dann wurden wir auf diese Merzausruhungen angesprochen."
  },
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    "text": "Also wir konnten das dann gerade rücken und konnten deutlich machen, dass wir das anders sehen und Brasilien durchaus zu lieben und zu schätzen wissen."
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    "text": "Also das kann man gar nicht zu klein schätzen, was der Kanzlerladenschaden angerichtet hat."
  },
  {
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    "end": 553.52,
    "text": "Wenn du dir das jetzt alles anguckst, wie die letzten zwei Wochen in Belem gelaufen sind, was bringt so eine Konferenz überhaupt, wenn am Ende nur ein Minimalkompromiss dabei rauskommt?"
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    "text": "Also die Frage stellt man sich unweigerlich, wenn man das verfolgt und eben auch die Größe des Problems kennt."
  },
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    "text": "Aber es ist das einzige... Was wir haben, um auch die Stimmen derer zu hören, die vom Klimawandel betroffen sind."
  },
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    "text": "Also Inselstaaten haben eben die gleiche Stimme wie China und Indien in so einer Konferenz und können also damit auch viel mehr für sich erreichen, als wenn nur noch die Verursacher unter sich bringen."
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  },
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    "text": "Deswegen ist es eben so wichtig, dass dieser Prozess weitergeht, so langsam und sehr er auch ist."
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    "text": "Aber so ist es eben auch, wenn man mit vielen verschiedenen Leuten mit sehr unterschiedlichen Meinungen und Empfindlichkeiten zusammenkommt und versucht, ein gemeinsames Problem zu besprechen, dann muss man viele Kompromisse machen."
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    "text": "Aber dass es die Möglichkeit gibt, überhaupt Kompromisse zu machen, das sollte man nicht verspielen."
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    "text": "Michael, vielen Dank für deine Einschätzung und ganz liebe Grüße nach Belem."
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    "text": "Sehr gerne."
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    "text": "Bevor es jetzt zu den Nachrichten geht, habe ich noch eine Podcastempfindung für Sie."
  },
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    "text": "Passend zum Thema Klimaschutz."
  },
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    "end": 625.62,
    "text": "Und zwar an den SZ-Podcast Greta, die Geschichte einer Eskadation."
  },
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    "end": 630.82,
    "text": "Meine Kollegin Vera Schröder stellt sich darin die Frage, ist Greta Thunberg zu radikal?"
  },
  {
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    "text": "Oder sind wir anderen einfach alle zu passiv?"
  },
  {
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    "end": 637.24,
    "text": "Alle Folgen des Podcasts können Sie mit einem SZ-Plus-Abo hören."
  },
  {
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    "end": 652.96,
    "text": "Nachdem am Freitag der Inhalt des US-amerikanischen Achtundzwanzig-Punkte-Plans bekannt worden ist, mit dem die Trump-Regierung einen Waffenstillstand in der Ukraine erwirken will, haben am Sonntag Verhandlungen über den Plan begonnen."
  },
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    "end": 654.14,
    "text": "Und zwar in Gempf."
  },
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    "text": "Dort spricht eine Delegation aus den USA mit ukrainischen und europäischen Vertretern."
  },
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    "end": 663.0,
    "text": "Ergebnisse aus den Verhandlungen gibt es zum Redaktionsschluss allerdings noch nicht."
  },
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    "end": 675.14,
    "text": "Trumps Plan verlangt der Ukraine so große Zugeständnisse ab, dass inzwischen mehrere US-Senatoren öffentlich den Verdacht geäußert haben, die achtundzwanzig Punkte könnten vielleicht von Russland diktiert worden sein."
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    "text": "Dem widerspricht allerdings der US-Ausminister Marco Rubio."
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    "text": "Er sagt, der Plan sei von den USA erstellt worden und basiere auf Anregungen aus Russland und der Ukraine."
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    "text": "In Johannesburg hat am Samstag der G-Zwanzig-Gipfel begonnen."
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    "text": "Allerdings sind die USA diesmal nicht dabei, sie boykottieren den Gipfel, weil Donald Trump dem Gastgeberland Südafrika schwere Menschenrechtsverletzungen vorwirft und sogar Genozid anweisen."
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    "text": "Belege für seine Behauptdrucken gibt es allerdings nicht."
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    "text": "Das Gezwanzigtreffen geht noch bis Sonntagabend."
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    "text": "Am Samstag schon haben sich die Länder aber auf eine erste gemeinsame Erklärung verständigt, und zwar zum Ausbau erneuerbarer Energien und einer gerechteren Finanzierung von Klimakosten."
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    "text": "Da war's klar, im Büro trägt man Anzug und auf der Party trägt man Stöckelschuhe."
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    "end": 733.42,
    "text": "Aber heute ist das anders."
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    "start": 733.52,
    "end": 735.56,
    "text": "Kleidungsregeln werden immer mehr aufgeweicht."
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    "text": "Ist das eigentlich eine gute Sache?"
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    "text": "Oder auch so was aus der Kategorie, früher war alles besser?"
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    "text": "Meine Kollegin Silke Wichert hat sich darüber Gedanken gemacht."
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    "end": 748.12,
    "text": "Und den Text, der daraus entstanden ist, können Sie mit einem STF-Plus-Abo lesen."
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    "text": "Ich hab Ihnen in den Schaunorts verlinkt."
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    "text": "Redaktionsschluss für auf den Punkt war fünfzehn Uhr."
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    "end": 756.96,
    "text": "Danke an Laura Sagebiel fürs Produzieren dieser Sendung."
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    "text": "Und natürlich auch danke an Sie, dass Sie zugehört haben."
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    "text": "Wir hören uns morgen."
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