[
  {
    "start": 4.3,
    "end": 12.68,
    "text": "In Syrien tuppt ein Machtkampf zwischen Truppen der islamistischen Regierungen der Mascos und kurdischen Kämpfern aus dem weitgehend autonomen Norden des Landes."
  },
  {
    "start": 13.42,
    "end": 17.94,
    "text": "Mitten im Winter eskaliert dort die humanitäre Situation berichtende Hilfsorganisationen."
  },
  {
    "start": 18.76,
    "end": 26.44,
    "text": "In diesem weitgehend vergessenen Konflikt blicken wir gleich mit unserem Korrespondenten Raphael Geigein Istanbul, der mehrfach Syrien bereist hat."
  },
  {
    "start": 38.12,
    "end": 41.12,
    "text": "Mehr als vierzehn Jahre lang hat den Syrien ein Bürgerkrieg getobt."
  },
  {
    "start": 41.48,
    "end": 48.6,
    "text": "Hunderttausende Tote und Verletzter, Millionen Geflüchtete, zerstörte Städte und für immer verlorene Kulturstädten."
  },
  {
    "start": 49.92,
    "end": 55.8,
    "text": "Wenn dieser Krieg einen positiven Effekt hatte, dann diesen, das Ende der Schreckensherrschaft der Assads."
  },
  {
    "start": 56.78,
    "end": 64.5,
    "text": "Und für viele Kurden, das im Norden Syrien seit zwei Tausend zwölf eine Art autonomes, selbstverwaltetes kurdisches Gebiet entstehen konnte."
  },
  {
    "start": 64.8,
    "end": 65.239,
    "text": "Roger war."
  },
  {
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    "end": 71.24,
    "text": "Der linke Aktivist Kerem Schamberger, mit dem ich gesprochen habe, definiert dessen Bedeutung so."
  },
  {
    "start": 78.86,
    "end": 94.6,
    "text": "indem sie über ihr eigenes politisches Schicksal entscheiden können, indem sie ihre Vorstellungen des Zusammenlebens auch ausleben können, indem Frauenrechte ausgebaut werden, neue demokratischen Methoden auswirkt werden, indem auch versucht wird, die Wirtschaft anders zu organisieren."
  },
  {
    "start": 95.04,
    "end": 101.76,
    "text": "Also, wo versucht wird, vieles anders zu machen, als es bereits in der Vergangenheit im Nahen Osten gemacht worden ist."
  },
  {
    "start": 102.22,
    "end": 108.12,
    "text": "Schwarz und weiß ist die Welt sicher auch nicht in Rojava und einiges an Schambergers Darstellung mag idealisiert sein."
  },
  {
    "start": 108.7,
    "end": 112.0,
    "text": "Aber für viele Kurden ist dieses autonome Gebiet äußerst wichtig."
  },
  {
    "start": 112.28,
    "end": 113.66,
    "text": "Und nun ist es bedroht."
  },
  {
    "start": 114.24,
    "end": 117.52,
    "text": "Schamburger fürchtet Massenmorde, wie er mir weiter gesagt hat."
  },
  {
    "start": 118.26,
    "end": 124.86,
    "text": "Also was droht, wenn Rojava erobert wird, kann man an der bisherigen Kriegsführung der jihadistischen Milizen sehen."
  },
  {
    "start": 124.94,
    "end": 127.96,
    "text": "Es sind zahlreiche Zivilistinnen getötet worden."
  },
  {
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    "end": 131.9,
    "text": "Es gibt wieder Videos, wie Kämpferinnen die Köpfe abgeschnitten werden."
  },
  {
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    "end": 140.66,
    "text": "Es gibt ein Video, um die Welt gegangen wie ein jihadistischer Kämpfer, den abgeschnittenen Zopf einer Frauenkämpferin in der handhält."
  },
  {
    "start": 141.04,
    "end": 150.72,
    "text": "Und das deutet darauf hin, dass es hier nicht um einen einfachen Krieg geht, sondern eine Kriegsführung, die auf ethnischer Säuberung und auf ethnischer Gewalt basiert."
  },
  {
    "start": 151.44,
    "end": 155.0,
    "text": "Roche was Autonomie und die der Kurden, die dort leben, ist also bedroht."
  },
  {
    "start": 155.58,
    "end": 162.14,
    "text": "Und all das kristallisiert sich gerade im Kampf um die belagerte Stadt Kubane, eine der wichtigsten Städte in der Region."
  },
  {
    "start": 162.4,
    "end": 168.26,
    "text": "Kubane liegt an der türkischen Grenze, bis zu sechshunderttausend Menschen sollen dorthin gerade geflohen sein."
  },
  {
    "start": 168.34,
    "end": 172.26,
    "text": "Und jetzt kämpfen hier syrische Regierungstruppen gegen die Kurden."
  },
  {
    "start": 172.7,
    "end": 179.14,
    "text": "Darüber habe ich mit meinem Kollegen Raphael Geiger gesprochen und ihn zunächst gefragt, was er darüber weiß, was gerade in Kubane passiert."
  },
  {
    "start": 179.62,
    "end": 189.04,
    "text": "Ja, Lars, unabhängig von der politischen Lage in Syrien, auf die wir sicher gleich noch zu sprechen kommen, kann man natürlich über die humanitäre Lage in Kobane reden."
  },
  {
    "start": 189.48,
    "end": 198.16,
    "text": "Kobane ist jetzt eines der beiden letzten Gebiete in Syrien, die noch unter Kontrolle der SDF stehen, also dieser demokratischen Kräfte Syriens unter kurdischer Führung."
  },
  {
    "start": 199.7,
    "end": 205.28,
    "text": "Kobane liegt ja so direkt also wirklich unmittelbar an der türkischen Grenze, die im Norden ist und die geschlossen ist."
  },
  {
    "start": 206.12,
    "end": 211.66,
    "text": "Und im Süden stehen eben jetzt die Truppen aus Damascus, Truppen dieser neuen Übergangsregierung Syriens."
  },
  {
    "start": 212.54,
    "end": 216.48,
    "text": "Und die Stadt ist, kann man sagen, unter einem Belagerungszustand."
  },
  {
    "start": 216.74,
    "end": 218.94,
    "text": "Mehr als hunderttausend Menschen sind da jetzt eingeschlossen."
  },
  {
    "start": 219.54,
    "end": 224.06,
    "text": "Es sind viele kurdische Binnenflüchtlinge aus anderen Teilen von Syrien dort hingeflohen."
  },
  {
    "start": 225.04,
    "end": 227.42,
    "text": "Und im Moment ist es dort sehr, sehr kalt, sehr winterlich."
  },
  {
    "start": 227.7,
    "end": 231.98,
    "text": "Und die Menschen leben weitgehend ohne Strom, ohne Wasser, ohne Heizung."
  },
  {
    "start": 232.76,
    "end": 238.08,
    "text": "Und natürlich wird je länger diese Belagerung andauert, auch die Versorgungslage schwieriger und schwieriger."
  },
  {
    "start": 239.08,
    "end": 243.38,
    "text": "Viele Kurden erinnert das eben daran, dass damals der IS vor und inkubane stand."
  },
  {
    "start": 243.44,
    "end": 247.72,
    "text": "Das war vor ein bisschen mehr als zehn Jahren und damals haben die Kurden diese Stadt verteidigt."
  },
  {
    "start": 247.92,
    "end": 253.4,
    "text": "Deswegen ist sie so symbolträchtig auch für viele und so emotional, was eben jetzt gerade dort passiert."
  },
  {
    "start": 254.1,
    "end": 256.06,
    "text": "Und von wem werden die Kurden jetzt gerade bedroht?"
  },
  {
    "start": 256.44,
    "end": 263.32,
    "text": "Also was da gerade passiert ist ein... Konflikt um die, man kann sagen um die Nachkriegsordnung in Syrien."
  },
  {
    "start": 263.58,
    "end": 271.2,
    "text": "Es gibt eben einerseits dieser SDF, die seit vielen Jahren ungefähr ein Drittel von Syrien beherrscht haben im Norden und Osten des Landes."
  },
  {
    "start": 271.26,
    "end": 277.58,
    "text": "Das sind Gebiete, die sie damals sehr verlustreich vom IS befreit haben mit Unterstützung des Westens."
  },
  {
    "start": 277.78,
    "end": 284.8,
    "text": "Und da ist eben dieser große kurdische oder zumindest unter kurdische Dominanz stehende Bereich in Syrien entstanden."
  },
  {
    "start": 285.04,
    "end": 293.34,
    "text": "Und auf der anderen Seite haben wir jetzt eben seit ein bisschen mehr als ein Jahr seit dem Sturz des Assad-Regimes die neue Regierung in Damascus."
  },
  {
    "start": 294.42,
    "end": 306.74,
    "text": "Und diese neue Regierung, die ist nicht nur aus kurdischer Sicht natürlich sehr islamistisch bestimmt und dominiert unter diesem neuen Präsidenten, auch mit al-Sharah, und al-Sharahs Ziel ist, ganz Syrien zu beherrschen."
  },
  {
    "start": 306.82,
    "end": 312.14,
    "text": "Er sagt, wir regieren Syrien jetzt, regieren nicht nur in Damascus und einzelne Gebiete, sondern das ist die neue Regierung."
  },
  {
    "start": 312.94,
    "end": 321.08,
    "text": "Und da gibt es überhaupt keinen Grund mehr dafür, dass eine Miliz, welche auch immer unter Waffen steht und die nicht zur neuen syrischen Armee gehört."
  },
  {
    "start": 322.06,
    "end": 328.88,
    "text": "Und ein Abkommen, das eigentlich schon verhandelt worden war, ist eben gescheitert zwischen diesen beiden Parteien."
  },
  {
    "start": 328.94,
    "end": 336.68,
    "text": "Und Sharra hat die Gelegenheit genutzt, jetzt vorzurücken und diese kurdische SDF-Miliz eben auf diese letzten beiden Gebiete zurückzudrängen."
  },
  {
    "start": 336.98,
    "end": 342.14,
    "text": "Und im Moment herrscht ein Waffenstillstand, der ist aber nicht besonders stabil, darauf kommen wir vielleicht gleich auch noch."
  },
  {
    "start": 342.36,
    "end": 350.46,
    "text": "Und man muss eben beobachten, ob zwischen diesen Parteien nochmal so eine Art von Neues wirklich im Abkommen entstehen kann oder nicht."
  },
  {
    "start": 350.8,
    "end": 352.96,
    "text": "Und warum wären sich die Kurden eingegliedert zu werden?"
  },
  {
    "start": 353.48,
    "end": 357.26,
    "text": "Also, das kann man vielleicht ein bisschen grundsätzlicher beantworten."
  },
  {
    "start": 357.48,
    "end": 361.7,
    "text": "Also in Syrien gab es eben diesen viele Jahre dauernd Krieg."
  },
  {
    "start": 361.84,
    "end": 368.72,
    "text": "Und aus diesem Krieg sind Feindschaften entstanden, ist ein enormes Misstrauen entstanden, das sich nicht so einfach beseitigen lässt."
  },
  {
    "start": 368.9,
    "end": 373.12,
    "text": "Man muss vielleicht ein bisschen differenzieren und sagen, dass diese neue Regierung in Damascus, das ist nicht der IS."
  },
  {
    "start": 373.5,
    "end": 378.46,
    "text": "Das sind andere Kämpfer natürlich auch eben, wie erwähnt, Islamisten, Shiites und darunter."
  },
  {
    "start": 379.2,
    "end": 385.02,
    "text": "Das ist nicht der IS, der damals von den damals Syrieren die Kurden vor allem befreit haben."
  },
  {
    "start": 385.7,
    "end": 396.46,
    "text": "Aber es gibt natürlich einen Misstrauen dagegen, was diese neuen Herrschern Damaskus im Schilder führen und ob sie eben doch Toleranz haben für Chihadisten in ihren eigenen Reihen und was das für die Kurden bedeutet."
  },
  {
    "start": 396.96,
    "end": 414.72,
    "text": "Es gibt übrigens auch auf der anderen Seite Misstrauen gegenüber den Kurden, weil eben viele, die jetzt in Damaskus regieren und lange Zeit gegen das Assad-Geschien gekämpft haben, die Kurden beschuldigen, dass sie mit dem Assad-Regime sich arrangiert hatten und sogar teilweise gemeinsame Sache gegen die Opposition gemacht hatten, um ihre Autonomie zu bewahren."
  },
  {
    "start": 415.34,
    "end": 428.78,
    "text": "Also das ist sehr kompliziert, der ganze syrische Krieg ist sehr kompliziert und dieses Misstrauen aus all diesen Jahren hat dem verhindert, dass es seit dem Sturz von Assad zu einer stabilen Nachkriegsordnung zwischen diesen beiden verbliebenen Parteien gekommen"
  },
  {
    "start": 428.84,
    "end": 429.0,
    "text": "ist."
  },
  {
    "start": 429.28,
    "end": 431.72,
    "text": "Es gibt ja noch eine Zusätzhebedrohung, das ist vorhin schon mal erwähnt."
  },
  {
    "start": 432.1,
    "end": 436.24,
    "text": "Der IS, die sind ja nicht weg, es gibt ja noch Kämpfer und die sitzen in Gefängnissen dort."
  },
  {
    "start": 436.86,
    "end": 437.6,
    "text": "Was warst du darüber?"
  },
  {
    "start": 437.96,
    "end": 457.5,
    "text": "Ja, die sind zum Teil, ich war letztes Jahr als selbst in so einem Gefängnis, die sind zum Teil noch in kurdischer Hand, zum Teil sind sie... Jetzt von der Zentralregierung erobert worden, unter anderem, was jetzt auch unter Kontrolle von Damaskus steht, ist dieses große Lager, in dem die nicht die Kämpfe selbst, aber die Familien der Kämpfe gelebt haben jetzt über Jahre hinweg, Al-Holl."
  },
  {
    "start": 458.18,
    "end": 461.56,
    "text": "Das war so eine Zeltstadt mitten in der Wüste, da war ich auch letztes Jahr erst."
  },
  {
    "start": 461.64,
    "end": 466.42,
    "text": "Und die war immer so die Brutstätte für die IS-Ideologie."
  },
  {
    "start": 466.7,
    "end": 473.28,
    "text": "Also da sind die Leute quasi so abgeladen worden und man hat sie da ... unter kurdischer Bewachung sich selbst überlassen."
  },
  {
    "start": 473.64,
    "end": 476.82,
    "text": "Und drin war so eine Art IS-Zelt statt."
  },
  {
    "start": 477.68,
    "end": 478.94,
    "text": "Und die haben die Kurden verloren."
  },
  {
    "start": 479.4,
    "end": 486.04,
    "text": "Und da gibt es natürlich jetzt schon die Befürchtung, dass der Leute freikommen, von denen man nicht möchte, dass sie auf freiem Fuß sind."
  },
  {
    "start": 486.9,
    "end": 491.66,
    "text": "Und es gab wohl auch aus einzelnen Gefängnissen Ausbrüche von IS-Kämpfern."
  },
  {
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    "end": 493.88,
    "text": "Das ist alles sehr, sehr unklar, ehrlich gesagt."
  },
  {
    "start": 495.58,
    "end": 497.2,
    "text": "immer dazusagen, wir sind nicht vor Ort."
  },
  {
    "start": 497.26,
    "end": 499.4,
    "text": "Das heißt, wir können das alles nicht vor Ort beurteilen."
  },
  {
    "start": 499.5,
    "end": 507.34,
    "text": "Die amerikanische Armee hat jetzt begonnen, die dort immer noch stationiert ist im Nordoßen von Syrien, einzelne IS-Gefangene in den Irak zu transportieren."
  },
  {
    "start": 508.12,
    "end": 512.76,
    "text": "Aber diese Lage ist gerade wirklich sehr im Fluss und muss man einfach abwarten, wie sie sich entwickelt."
  },
  {
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    "end": 516.26,
    "text": "Vor unserem Gespräch habe ich mit dem Aktivisten Kerem Schamberger gesprochen."
  },
  {
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    "end": 520.559,
    "text": "Der sagt, es drohen dort Morde hin Richtung ethnische Säuberung, falls Roger bei erobert wird."
  },
  {
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    "end": 522.08,
    "text": "Siehst du, das ist auch die Gefahr?"
  },
  {
    "start": 522.539,
    "end": 529.98,
    "text": "Also ... Man kann überhaupt nichts in diesem Land ausschließen, weil die Grenze Gewalt anzuwenden immer noch sehr, sehr dünn ist."
  },
  {
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    "end": 531.56,
    "text": "Es ist immer noch sehr, sehr instabil."
  },
  {
    "start": 531.66,
    "end": 537.5,
    "text": "nach so vielen Jahren des Krieges dort, kommt es eben sehr schnell zu Gefechten und zu Waffengewalt."
  },
  {
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    "end": 544.7,
    "text": "Ich würde... dieses Szenario, das der Aktivist beschrieben hat, erst mal nicht als das wahrscheinlichste Kennzeichnen."
  },
  {
    "start": 544.92,
    "end": 561.06,
    "text": "Was wir fürchten müssen, ist, dass die humanitäre Lage jetzt zum Beispiel in einem abgeschnittenen Kobane, aber auch im Nordosten von Syrien, an der türkisch-irakischen Grenzen, kamischli, dass dort die humanitäre Lage noch schlimmer wird und sich verschlimmert, wenn es nicht bald zu einer Lösung dieser Lage kommt."
  },
  {
    "start": 563.2,
    "end": 568.8,
    "text": "Man muss es ein bisschen... Einschränken finde ich jetzt auch aus Erfahrungen in Syrien selbst."
  },
  {
    "start": 568.96,
    "end": 575.98,
    "text": "Die Kurden waren immer die Partei, die eben nicht nur den IS betrieben hat, sondern die so lange Assad regiert hat in Damascus."
  },
  {
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    "end": 578.54,
    "text": "Das geringere Übel war für viele."
  },
  {
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    "end": 583.04,
    "text": "Gleichzeitig waren in viele Araber, die in diesen Gebieten gelebt haben."
  },
  {
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    "end": 585.74,
    "text": "Da waren teilweise überhaupt keine Kurden mehr."
  },
  {
    "start": 585.78,
    "end": 591.2,
    "text": "Die haben also riesige Gebiete erobert, die STF'en, die vor allem fast ausschließlich arabisch waren."
  },
  {
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    "end": 599.88,
    "text": "Und die fühlten sich, nachdem Assad dann gestürzt war, auch um ihre Befreiung betrogen und haben gesagt, wir wollen jetzt aber zu Damaskus gehören und das ist unsere neue Regierung."
  },
  {
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    "end": 612.26,
    "text": "Und die haben den Kurden schon vorgeworfen, dass sie sie im Prinzip besetzen und sie davon abhalten, ihren eigenen politischen Willen durchzusetzen, nämlich von dieser neuen Regierung regiert zu werden."
  },
  {
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    "end": 618.76,
    "text": "Und da fühlen sich im Moment schon auch viele von dieser kurdischen Herrschaft befreit, kann man nicht anders sagen."
  },
  {
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    "text": "Also, für viele ist da gerade auch der Wunsch in Erfüllung gegangen, den sie vorher nicht hatten."
  },
  {
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    "text": "Insofern, es ist ein kompliziertes Bild."
  },
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    "text": "Man kann in diesen kurdischen SDF selbstverständlich eine Militär kennen, die viel besser war als sehr vieles, was in Syrien sonst so unterwegs war in den vergangenen Jahren."
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  {
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    "end": 645.82,
    "text": "Aber letztlich muss man auch sehen, dass sie Gebiete aufgegeben haben, in denen Leute gewohnt haben, die sie dort nicht mehr wollten."
  },
  {
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    "text": "Rafael, herzlichen Dank, dass du dahin schaust."
  },
  {
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    "text": "Ja, sehr gerne."
  },
  {
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    "end": 649.66,
    "text": "Danke dir."
  },
  {
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    "end": 658.76,
    "text": "In Folge der Proteste in Iran haben Truppen des Regimes tausende regierungskritische Demonstranten getötet."
  },
  {
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    "end": 665.32,
    "text": "Als Reaktion darauf hat die EU am Donnerstag die Iranischen Revolutionsgaden als Terrororganisation eingestuft."
  },
  {
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    "end": 668.84,
    "text": "Die Revolutionsgaden sind Iran's elite Streitkräfte."
  },
  {
    "start": 668.94,
    "end": 672.46,
    "text": "Sie sind direkt dem obersten geistlichen Führerkaminer unterstellt."
  },
  {
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    "end": 680.26,
    "text": "Bei der brutalen Niederschlagung von Protesten spielen sie eine Schlüsselrolle, weil sie auch dafür zuständig sind, Putzversuche zu verhindern."
  },
  {
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    "end": 686.52,
    "text": "In der EU stehen die Revolutionskarten jetzt auf einer Stufe mit Organisationen wie Al Qaeda, Hamas und IS."
  },
  {
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    "end": 694.9,
    "text": "Kanzler Merz hat am Donnerstag im Bundestag eine Regierungserklärung abgegeben, da hat er vor allem über die Außenpolitik gesprochen."
  },
  {
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    "end": 701.74,
    "text": "Die neu entstehende Weltordnung ergebe Chancen für ein selbstbewusstes demokratisches, kooperatives Europa."
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    "text": "Das werde man aber nur dann durchsetzen."
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  },
  {
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    "text": "die Sprache der Machtpolitik sprechen"
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    "end": 709.82,
    "text": "lernen."
  },
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    "text": "Wenn wir selbst eine europäische Macht werden."
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    "text": "Dazu müsse Europa geschlossen auftreten."
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    "text": "Konkrete Maßnahmen blieb Merz in seiner Rede schuldig."
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    "text": "Der Bundesgerichtshof hat entschieden, wer bei der Wohnungssuche wegen seiner ethnischen Herkunft diskriminiert wird, kann vom Immobilienmarktler Schadensersatz verlangen."
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    "text": "Es hatte eine Frau geklagt, die mit ihrem pakistanischen Namen kein Besichtigungstermin für eine Wohnung in Großgerau bekommen hatte."
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    "text": "Mit der gleichen Bewerbung, aber mit deutschen Namen dann aber schon."
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    "text": "Als Frau Schneider, Schmidt und Spies bekamen sie beim selben Markler plötzlich ein Besichtigungstermin."
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    "text": "Laut BGH schuldet der Markler der Klägerin nun dreitausend Euro."
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    "text": "Coquette mit Jump und innenpolitisch knallhart."
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    "text": "Die Postfascistin Georgia Meloni tritt gefährlicher Mann auf der Weltbühne auf."
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    "text": "Europas erfolgreichste Rechtspopulistin hat in den vergangenen drei Jahren eine gewaltige Metamorphose hingelegt, aber strukturelle Probleme in ihrem Land ignoriert sie weitgehend."
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    "text": "Unser scheidender Rumkorrespondent Marc Beise und Laura Terbell, Leiterin des SSZ-Podcast-Team, sprechen da gemeinsam über Italiens Regierungsschiffen."
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    "text": "Den Link dazu finden Sie in den Shownauts."
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    "text": "Reaktionsschluss wer auf dem Punkt war, produziert hat diese Folge Laura Sagebiel."
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    "text": "Vielen Dank dafür und Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit."
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    "text": "Bis morgen."
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