[
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    "end": 6.94,
    "text": "Wir reden heute über die Beiträge zur Krankenversicherung."
  },
  {
    "start": 7.72,
    "end": 16.62,
    "text": "Wenn Sie wie neunzig Prozent der Deutschen gesetzlich versichert sind und gehört haben, dass die Beiträge für kommendes Jahr steigen sollen, dann bleiben diese Fragen."
  },
  {
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    "text": "Woran liegt das?"
  },
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    "text": "Und hat die Bundesregierung genug getan, um die Erhöhung zu verhindern?"
  },
  {
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    "end": 27.18,
    "text": "Darüber spreche ich gleich mit Bastian Brinkmann, der berichtet für die Sz aus Berlin."
  },
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    "text": "Und er hat vor kurzem die Arbeit der Gesundheitsministerin Nina Waken von der CDU beobachtet."
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    "text": "Sie hören den ST-Nachrichten-Podcast auf dem Punkt und ich bin Justin Patschett."
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    "text": "Schon wieder wird's teurer."
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    "text": "Und das kann man ja gerade über vieles sagen."
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    "text": "Das Deutschlandticket, viele Lebensmittel, auch Gas oder einfach der Cappuccino im Café nebenan."
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    "text": "Und dann kommen auch noch höhere Sozialabgaben dazu."
  },
  {
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    "text": "Das liegt am sogenannten Zusatzbeitrag für die gesetzliche Krankenversicherung, den viele Krankenkassen ab Jahrzehnte und zwanzig erhöhen."
  },
  {
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    "text": "Um wie viel es da geht, hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab."
  },
  {
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    "end": 73.88,
    "text": "Zum Beispiel macht das die Technikerkrankenkasse, das ist die größte deutsche Kasse."
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    "end": 79.8,
    "text": "Deren Zusatzbeitrag steigt von zwei Komma vier fünf Prozent auf zwei Komma sechs neun."
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  {
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    "end": 84.38,
    "text": "Und den Zusatzbeitrag erhöhen, das will auch die DHK machen."
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    "end": 95.08,
    "text": "Der Vorstand gibt der Bundesregierung die Schuld daran und sagt, das kleine Sparpaket der Bundesregierung reiche nicht aus, um die Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung stabil zu halten."
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  {
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    "end": 100.78,
    "text": "Und weitere Krankenkassen schließen sich da an und erhöhen die Zusatzbeiträge."
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    "text": "Wo also liegt der Fehler?"
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    "end": 108.7,
    "text": "Darüber spreche ich jetzt mit STK-Korrespondent Bastian Brinkmann aus dem Parlamentsbüro in Berlin."
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  {
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    "end": 122.14,
    "text": "Meine Krankenkasse sagt, sie wird die Beiträge für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr"
  },
  {
    "start": 122.18,
    "end": 135.5,
    "text": "für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr."
  },
  {
    "start": 135.54,
    "end": 142.46,
    "text": "Die Kassen machen das natürlich sehr unterschiedlich, weil die jeweils einzeln planen und es ein bisschen darauf ankommt, wie deren Finanzplanung im Detail ist."
  },
  {
    "start": 142.6,
    "end": 152.36,
    "text": "Aber im Durchschnitt steigen die Krankenkassenbeiträge schon so wahrscheinlich um circa Null, zwei Prozentpunkte, aber manche machen einen Satz, andere bleiben stabil."
  },
  {
    "start": 152.56,
    "end": 153.74,
    "text": "Das ist so die Gemengelage."
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    "end": 158.24,
    "text": "Das heißt, um wie viel Euro mehr steigen die Kosten für viele Menschen gerade im Monat?"
  },
  {
    "start": 158.7,
    "end": 161.66,
    "text": "Das kann man dann im Januar auf seiner Lohnabrechnung jeweils sehen."
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  {
    "start": 161.72,
    "end": 163.34,
    "text": "Das ist nämlich sehr unterschiedlich."
  },
  {
    "start": 163.4,
    "end": 166.96,
    "text": "Kommt darauf an, wie viel verdient man und wie sieht es bei der jeweiligen Kasse aus."
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  {
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    "end": 175.64,
    "text": "Der Durchschnitt ist so, wenn wir bei diesem Null, zwei Prozentpunkt mal bleiben und ich sage jetzt mal fünftausend Euro im Monat verdienen."
  },
  {
    "start": 175.68,
    "end": 176.98,
    "text": "Das lässt sich nämlich schön rechnen."
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    "end": 179.1,
    "text": "Null, zwei Prozentpunkte."
  },
  {
    "start": 179.16,
    "end": 186.62,
    "text": "Der Arbeitgeber muss die Hälfte zahlen von diesem zürzechen Kosten und der Arbeitnehmer die Hälfte sind Null, eins Prozentpunkt bleiben also übrig auf fünf tausend."
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    "end": 188.32,
    "text": "Das schaffe ich sogar spontan im Kopf zu rechnen."
  },
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    "end": 189.32,
    "text": "Das sind mich fünf Euro."
  },
  {
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    "end": 192.78,
    "text": "Wenn man ein bisschen weniger verdient, ist es natürlich ein bisschen weniger."
  },
  {
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    "end": 196.14,
    "text": "Wenn aber der Sprung der eigenen Kasse etwas höher ist, dann ist es etwas höher."
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    "text": "Okay, für viele stellt sich jetzt die Frage, wechseln Sie dann vielleicht die Krankenkasse?"
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  {
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    "text": "Also würdest du sagen, ein Wechsel lohnt sich?"
  },
  {
    "start": 202.58,
    "end": 208.62,
    "text": "Es ist auf jeden Fall jetzt die richtige Zeitbrung drüber nachzudenken, weil es gibt schon Kassen, die deutlich teurer sind als andere."
  },
  {
    "start": 208.72,
    "end": 211.48,
    "text": "Das ist ja manchmal schon so ein ganzer Prozentpunkt."
  },
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    "text": "Und wenn wir jetzt nochmal unsere fünf tausend Euro nehmen und einen ganzen Prozentpunkt anteilig."
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    "text": "Umrechnen sind das schon natürlich ein paar mehr Euro pro Monat."
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    "text": "Ob sich der Aufwand lohnt oder nicht, soll ja auch faule Menschen geben, muss jeder selber entscheiden."
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    "text": "Es wechseln gar nicht so viele Leute ihre Kasse."
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    "text": "Ich kann aber aus Erfahrung sagen, es ist gar nicht so schwer."
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  },
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    "text": "Man muss natürlich einmal alle seine Daten eingeben."
  },
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    "end": 244.96,
    "text": "Man muss sich eine neue App runterladen, man muss sich neue Log in Daten dafür überlegen und man muss einmal dem Arbeitgeber Bescheid sagen, Achtung, ich habe eine neue Kasse."
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    "end": 246.44,
    "text": "Das war es dann aber auch schon."
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    "text": "Also so schwierig ist es nicht."
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    "end": 256.76,
    "text": "Okay, also das heißt, wenn ich jetzt keine höheren Beiträge zahle, dann könnte es bedeuten, dass ich sowieso schon zu viel zahle und sich der Wechsel eventuell lohnt und für alle anderen natürlich dann auch."
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    "text": "Dann reden wir doch mal ganz grundsätzlich."
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    "text": "Es geht im Wesentlichen um alle Kosten."
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    "text": "Das ist das Kuriosen am Gesundheitssystem."
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    "text": "Seit vielen, vielen Jahren wird eigentlich alles alles teurer."
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    "text": "Krankenhäuser ist der größte Posten."
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    "text": "Das hat zum Beispiel damit zu tun, dass Pflegekräfte mehr Geld kriegen."
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    "text": "Das wollen vielleicht sogar wir alle."
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    "text": "Das wollen ebenfalls sehr viele Menschen und finden es richtig so."
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    "text": "Aber das kostet auch viel Geld."
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    "text": "Dazu kommen beispielsweise aber auch mehr Geld für Medikamente."
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    "end": 301.24,
    "text": "Da kann man auch wieder sagen, ist ja super, dass wir total neue Cutting-Edge-Medikamente haben, die seltene Krankheiten vielleicht nicht heilen, aber zumindest dafür sorgen, dass die Leute ein bisschen länger leben können."
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    "text": "Das kann man sehr, sehr gut finden."
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    "end": 304.04,
    "text": "Das ist aber auch sehr, sehr teuer."
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    "text": "Und so zieht sich das durch das Gesundheitssystem durch in allen Bereichen."
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    "text": "Dann gucken wir vielleicht mal auf die politische Komponente."
  },
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    "text": "Was war denn der Plan von Gesundheitsministerin Nina Waken?"
  },
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    "text": "Wie wollte sie denn ursprünglich mal verhindern, dass die Beiträge für das Jahr zwanzig überhaupt steigen?"
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  {
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    "end": 329.98,
    "text": "Also wenn du Ihre Kritiker fragst und bei denen würde ich mich jetzt mal aus der Beobachterrolle rausgehend in die kommentierende Rolle auch einsortieren in dieser Stelle, dann gab es vielleicht gar keinen Plan."
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  {
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    "text": "Weil so richtig viel passiert es eigentlich nicht."
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    "text": "Sie hat sehr abgewartet."
  },
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    "end": 342.22,
    "text": "Sie ist jetzt ja über ein halbes Jahr im Amt und sie hat die Finanzlage der Kassen nicht zu ihrer Priorität gemacht, sondern erst mal abgewartet."
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    "text": "Wie groß ist die Lücke überhaupt?"
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  },
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    "text": "Mit wem muss ich mich dann hier anlegen im Gesundheitssystem?"
  },
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    "text": "Das ist ja alles sehr kompliziert."
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    "text": "Da warte ich lieber mal ab."
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    "end": 360.02,
    "text": "Und ganz am Ende jetzt im Dezember gab es noch ein kleines Sparpaket, das ist ein... ein bisschen was gespart werden soll bei Krankenhäusern, aber auch nur kurzfristig."
  },
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    "text": "Die kriegen das Geld jetzt auch später wieder."
  },
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    "text": "Und ob das jetzt so ein großer Plan war, weiß ich eben auch nicht."
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    "text": "Es führt dazu, dass die Beitragserhöhungen nicht ganz so stark sind."
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    "text": "Sie werden sonst noch stärker gestiegen."
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    "text": "Das muss man der Ministerin Sonnenzugestehen."
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    "text": "Aber da wäre aus meiner Sicht deutlich mehr möglich gewesen."
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    "text": "Und du hast ja auch gerade die Krankenhäuser angesprochen."
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  {
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    "text": "Also die bekommen für das Jahr zwanzigundzwanzig weniger Geld."
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    "text": "Was bedeutet das für die?"
  },
  {
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    "text": "Den Krankenhäusern wurden jetzt überfallartig fast zwei Milliarden Euro für nächstes Jahr erst mal wieder weggenommen."
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  {
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    "end": 400.2,
    "text": "Jetzt muss man sagen, wegnehmen ist nicht ganz richtig, weil die kriegen auf jeden Fall mehr Geld als dieses Jahr."
  },
  {
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    "end": 404.02,
    "text": "Sie kriegen nur zwei Milliarden weniger, als sie eigentlich erwartet haben."
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    "end": 418.48,
    "text": "Die Situation der Krankenhäuser ist paradox, weil einerseits haben die so viel Geld wie noch nie und kriegen so viel Geld wie noch nie und andererseits haben sie eben wie schon diskutiert, auch Ausgaben, die bei Ihnen selber steigen."
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    "text": "Und Sie haben prydische Regeln, nach denen Sie arbeiten müssen."
  },
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    "text": "Und das bedeutet für einzelne Krankenhäuser, dass Sie jetzt vielleicht in Liquiditätsprobleme kommen im nächsten Jahr."
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  {
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    "end": 433.3,
    "text": "Das heißt, Sie haben gar nicht genug Geld zur Verfügung, um die laufenden Ausgaben zu decken."
  },
  {
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    "end": 436.66,
    "text": "Kann auch passieren, dass einzelne Krankenhäuser in die Insovens gehen."
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    "text": "Das ist per se jetzt, das passiert."
  },
  {
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    "end": 450.74,
    "text": "Aber bei so was wie Krankenhäusern ... wollen wir politisch ja eigentlich, dass wir als Gesellschaft, als gesetzlich Versicherte entscheiden, welche Krankenhäuser brauchen wir eigentlich und welche nicht."
  },
  {
    "start": 450.94,
    "end": 458.54,
    "text": "Und wir wollen nicht, dass aus Versehen irgendwelche Krankenhäuser in die Insolvenz rutschen, weil wir kurz vor den Sparpaket aufgelegt haben."
  },
  {
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    "text": "Das ist ein Nachteil dieses Sparpakets."
  },
  {
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    "end": 465.04,
    "text": "Das heißt, die Verunsicherung ist dadurch gestiegen."
  },
  {
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    "end": 468.74,
    "text": "Man hätte wahrscheinlich viel lösen können, wenn man einfach früher eine Lösung gehabt hätte."
  },
  {
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    "end": 470.46,
    "text": "Also es hat sich einfach zu sehr verschleppt das Ganze."
  },
  {
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    "end": 488.76,
    "text": "Das ist ein Punkt und man hätte das Ganze auch ein bisschen breiter aufstellen können, dass man sagt, dieses Jahr müssen alle ein bisschen sparen und wir verteilen das auf verschiedene Schultern und wir sagen das auch ein halbes Jahr vorher oder zumindest viele Monate vorher, wie es genau laufen soll, dann wäre die Sache natürlich anders gewesen."
  },
  {
    "start": 489.22,
    "end": 495.9,
    "text": "Das ist aber auch natürlich viel mehr Arbeit, als sich ein Akteur aus dem Gesundheitssystem herauszunehmen und bei dem etwas zu sparen."
  },
  {
    "start": 497.08,
    "end": 510.12,
    "text": "Und Bastian, abschließend... Ist das Problem, das wir gerade haben bei der gesetzlichen Krankenversicherung ähnlich wie bei der Rente, wo die Probleme immer größer werden jetzt in Zukunft angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung auch?"
  },
  {
    "start": 510.18,
    "end": 512.679,
    "text": "Oder sind das Dinge, die man nicht vergleichen kann an dieser Stelle?"
  },
  {
    "start": 513.659,
    "end": 514.82,
    "text": "So richtig vergleichen kann man es nicht."
  },
  {
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    "end": 531.42,
    "text": "Die Demografie ist im Gesundheitssystem stand jetzt noch eine Ausrede, weil die Babyboomer... Die sind ja gerade im Durchschnitt noch in dem Alter, wo sie natürlich tendenziell schon etwas kränker sind, aber die größten Ausgaben im Gesundheitssystem sind die allerletzten Lebensjahre."
  },
  {
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    "end": 538.94,
    "text": "Das heißt, rein ... biologisch durchschnittlich gesehen geht man erst in Rente, dann wird man krank und dann wird man zum Pflegefall."
  },
  {
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    "end": 545.82,
    "text": "Die grammografischen Kosten im Gesundheitssystem, die kommen erst noch auf uns zu, das ist eine Aufgabe, die wir zuletzt nicht noch lösen müssen."
  },
  {
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    "end": 563.86,
    "text": "Was wir jetzt haben, sind einfach dieses strukturelle Problem, dass die Ausgaben im Pflegesystem für Löhne, Gehälter, für Innovation, für Entwicklung, für Ärzte, für alles, wird strukturell immer schneller teurer als das, was wir in Einnahmen überhaupt auch..."
  },
  {
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    "end": 571.02,
    "text": "Das heißt, die Aufgabe von Nina Waken, die Gesundheitsministerin, die hat keinen leichten Job, ist es nicht so leicht, dieses Dilemma, das wir gerade haben, zu lösen."
  },
  {
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    "end": 573.36,
    "text": "Nee, überhaupt nicht, das muss man sagen."
  },
  {
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    "end": 580.46,
    "text": "Also, wenn sie es schafft, dieses Dilemma zu lösen, dann ist sie die beste Gesundheitsministerin, sie will seit Jahrzehnten hatten."
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    "text": "In Moskau ist ein russischer General durch einen Autobombenanschlag getötet worden."
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  {
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    "text": "Der General Leutnant hat die Abteilung für operative Ausbildung der Armee geleitet, die russischen Behörden vermuten ukrainische Agenten hinter dem Anschlag."
  },
  {
    "start": 602.08,
    "end": 607.22,
    "text": "Seit dem russischen Angriffskrieg sind mehrfach auch hohe russische Armeeangehörige getötet worden."
  },
  {
    "start": 610.86,
    "end": 618.68,
    "text": "Trump hat gleich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit sein Interesse an Grönland bekundet und dass er es notfalls militärisch annektieren würde."
  },
  {
    "start": 619.62,
    "end": 623.26,
    "text": "Vor kurzem hat der dänische Geheimdienst noch einmal vor diesen Bestrebungen gewarnt."
  },
  {
    "start": 623.8,
    "end": 626.56,
    "text": "Jetzt hat Trump einen Sondergesandten für Grönland ernannt."
  },
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    "end": 631.16,
    "text": "Und zwar den republikanischen Gouverneur von Louisiana Jeff Landry."
  },
  {
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    "end": 639.02,
    "text": "Damit macht Trump klar, dass er weiterhin Interesse an Grönland hat, das wichtig für die nationale Sicherheit der USA sei."
  },
  {
    "start": 640.0,
    "end": 644.44,
    "text": "In der zu Dänemark gehörenden Insel stößt die Ernennung eines Sondergesandten auf wenig Begeisterung."
  },
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    "start": 645.02,
    "end": 647.74,
    "text": "In Kopenhagen wurde der US-Botschafter einbestellt."
  },
  {
    "start": 650.38,
    "end": 659.32,
    "text": "Es gibt neue Erkenntnisse zum Terroranschlag in Sydney vor einer Woche, bei dem fünfzehn Menschen getötet wurden, die an einer jüdischen Feier am Bondai Beach teilgenommen haben."
  },
  {
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    "end": 665.14,
    "text": "Laut australischer Polizei gab es weitere Sprengsätze, die aber nicht explodiert sind."
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  {
    "start": 666.06,
    "end": 671.28,
    "text": "Außerdem sollen die beiden Täter, Vater und Sohn ihre Tat monatelang vorbereitet haben."
  },
  {
    "start": 672.52,
    "end": 679.12,
    "text": "Auf dem Handy des Sohnes gibt es laut Polizei auch ein Video mit den Tätern vor einer Flagge der Terrormiliz islamischer Staat."
  },
  {
    "start": 680.48,
    "end": 686.12,
    "text": "Diesen Montag hat sich der australische Premierminister Anthony Albanis bei der jüdischen Gemeinde für die Tat entschuldigt."
  },
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    "end": 698.9,
    "text": "Weil ich vorhin von teurem Cappuccino gesprochen habe, das gilt natürlich nicht für jedes Café."
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    "end": 705.58,
    "text": "Und genau damit wirbt ja auch die Kette Lab-Coffee, die sich auch schon in München ziemlich breit gemacht hat."
  },
  {
    "start": 706.56,
    "end": 715.6,
    "text": "Und zu dem Thema würde ich Ihnen gerne einen Text aus der Sz empfehlen, der sich mit der Frage beschäftigt, Ist Billiger Cappuccino die Ausgeburt des Kapitalismus?"
  },
  {
    "start": 716.48,
    "end": 717.98,
    "text": "Der Link ist in den Shownotes."
  },
  {
    "start": 719.04,
    "end": 724.04,
    "text": "Redaktionsschuss für auf dem Punkt war's, Produzierter dieser Sendung Laura Sagebier."
  },
  {
    "start": 724.68,
    "end": 729.94,
    "text": "Vielen Dank dafür und Ihnen vielen Dank fürs Zuhören und bis morgen."
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