[
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    "end": 10.52,
    "text": "Am kommenden Dienstag ist es genau zehn Jahre her, dass die Britinnen und Briten sich dafür entschieden haben aus der EU auszutreten."
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    "text": "Heute sagen viele Menschen in Großbritannien das war ein Fehler."
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    "text": "Warum sie das so sehen?"
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    "text": "Darum geht's diesmal in dieser Samstagssendung von Auf den Punkt dem SZ Nachrichten Podcast."
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    "text": "Ich spreche dafür mit Nikolai von Ondarza."
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    "text": "Er ist Experte für die EU und Großbritanien bei der Stiftung Wissenschaft und Politik."
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    "text": "Ich bin Natja Schlüter."
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    "text": "Schön, dass Sie"
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    "text": "zuhören.\"."
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    "text": "Der vierundzwanzigste Juni-Zweitausendsechzehn war ein besonderer Tag einer der sehr viele Menschen politisch geprägt hat – mich auch!"
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    "text": "Es ist zwar kein so sprechendes Datum geworden wie der Elfte September Zwei-Tausendeins aber es war eben der Tag an dem ich morgens mit dieser Nachricht hier aufgewacht bin Die Nachricht das Großbritannien die EU verlassen wird."
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    "text": "Zweiundfünfzig Prozent haben damals, also am Dreiundzwanzigsten Juni, zweihntausendsechzehn dafür gestimmt."
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    "text": "Achtundvierzig Prozent dagegen!"
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    "text": "Ein knapper Sieg der sogenannten Leavers aber eben ein Sieg."
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    "text": "deswegen hat es dann auch noch vier Jahre gedauert bis Großbritannien wirklich raus war Und mindestens genauso groß waren die gesellschaftlichen Verwerfungen."
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    "text": "Es ging in den Analysen damals ganz viel darum, dass sich jetzt die sogenannten kleinen Leute gegen die sogenannte Eliten aufgelehnt hätten."
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    "text": "Der Brexit war deswegen vielleicht nicht der allererste aber der bis dahin symbolträchtigste Sieg des Rechtspopulismus und des Nationalismus – in einer westlichen Demokratie im XXI."
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    "text": "Jahrhundert!"
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    "text": "Im November, ist ja auch das hier noch passiert."
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    "text": "Nach der Entscheidung für den Brexit in Großbritannien die erste Trump-Wahl – in den USA."
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    "text": "Und der Rest ist … Noch nicht Geschichte!"
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    "text": "Denn es geht immer weiter in dieser Entwicklung hin zu mehr Nationalismus und Rechtspopulismus und Spaltung."
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    "text": "Und heute wäre ich, wenn nicht mit so einer Nachricht aufwachen würde wie damals zum Brexit-Referendum."
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    "text": "Nicht mehr überrascht und wahrscheinlich auch ein bisschen weniger schockiert – im Jahr ist die Normalität eben eine andere."
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    "text": "Aber weil das Brexit-Reverendum wie ein Startschuss für diese Entwicklung war finde ich es spannend jetzt kurz vor dem zehnten Jahrestag nochmal genauer zu schauen was damals passiert ist und wie das bis heute nachwirkt und wie man es vielleicht hätte vermeiden können oder in Zukunft Ähnliches vermeiden kann."
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    "text": "Deswegen habe ich mit Nikolaj von Ondarza von der Stiftung Wissenschaft und Politik gesprochen, er ist Experte für Großbritannien und auch für das Verhältnis von Großbritanien unter EU."
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    "text": "erreicht habe ich ihn passenderweise in Manchester."
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    "text": "Herr von Ondardsa wo und wann haben Sie denn damals das Ergebnis des Referendums erfahren?"
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    "text": "Das war bei mir relativ früh am Morgen."
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    "end": 221.4,
    "text": "Ich musste damals schon dazu ein Interview geben morgens, ich glaube im Frühstücksfernsehen und bin dann so gegen Einu ins Bett gegangen als es noch Heath Remain hätte gewonnen und als ich dann kurz nach fünf aufgestanden bin hieß es okay Großbritannien wird aus der EU austreten und da war mir klar das wird ein ziemlich langer Prozess werden."
  },
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    "text": "Also waren sie dann in dem Moment überrascht, weil es eigentlich nach Remain ausgesehen hatte?"
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    "text": "Aber ich würde für mich in Anspruch nehmen dass das nicht der ganz große Schock war... Ich glaube, ein Problem damals in Deutschland war das alle nur nach London geguckt haben."
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    "text": "Wo ja die Remain-Beführworter auch klar vorne waren."
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    "text": "aber wenn man vor dem Referendum schon in das breitere Großbritannien geguckt hat da war schon eine Stimmung ganz klar gegen die Eliten Investments der sich dann eben in diesem Referendum auch durchgeschlagen haben."
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    "text": "Nachhinein verklären wir dass manchmal bisschen die Unfragen waren so ziemlich knapp vor dem referendum."
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    "text": "Wenn wir nochmal ein bisschen weiter zurückreisen also In die Zeit vor dem Referendum noch und uns diese Kampagnen nochmal anschauen, wie sah denn die Kampagne der Libas damals aus?"
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    "text": "Also was waren deren wichtigste Argumente mit denen sie dann am Ende ja auch durchgekommen sind."
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    "text": "Es gab zwei unterschiedliche Kampagnen, muss man damals sagen."
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    "text": "Eine eher von Boris Johnson geführte offizielle Kampagne."
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    "text": "Vote Leave und eine Leaf EU von Nigel Farage Und die haben so ein bisschen die beiden Bereiche abgedeckt."
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    "end": 301.12,
    "text": "Nigell Farage eher den populistischen Bereich der ganz stark auf Immigration gesetzt hat und Boris Johnson eher hat sich an konservative Gewannen, der gesagt hat ja wenn wir aus der EU austreten können viel mehr Geld ins Gesundheitssystem stecken."
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    "end": 307.86,
    "text": "viele erinnern sich vielleicht an diesen berühmten roten Bus, wo stand wie über Weißen, dreihundertzwanzig Millionen Pfund pro Woche an die EU."
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    "text": "Lass uns damit unser Gesundheitssystem"
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    "end": 310.38,
    "text": "fördern.\"."
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    "text": "Und das waren so die großen Versprechungen."
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    "end": 319.86,
    "text": "und mit dieser Botschaft, mit dem Brexit Take Back Control da können wir wieder die Kontrolle über unser Schicksal übernehmen."
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    "text": "Da hat man die Menschen mit erreicht."
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    "text": "Wieso haben denn die Remainers damals nicht so gut hingekriegt?"
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    "text": "Also hatten sie die schlechteren Argumente oder hatten die die schlechtere Kampagne?"
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    "text": "Aus meiner Sicht eher die schlechtere Kampagne."
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    "end": 349.52,
    "text": "Sie haben sehr stark versucht, rational zu argumentieren also zu sagen ja wenn wir für den Austritt abstimmen dann wird es schwierig im Portemonnaie, dann wird die Wirtschaft so und so viel Prozentpunkte stärker sinken und das kostet dann jeden Briten umgerechnet so undsoviel Fund pro Jahr."
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    "end": 359.66,
    "text": "also eine sehr ökonomische Kampagne Und man muss sagen, es gibt in Großbritannien gerade zu dieser Zeit gab es eigentlich keine richtigen Europa-Beführworter."
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    "text": "Also auch David Cameron der damalige Premierminister war ein EU-Skeptiker, der vor versucht hat eine Sonderregel für Großbritanien rauszuhandeln wo Großbritalien also weniger an die EU teilnimmt und im Grunde gesagt hat ja Leute so schlimm ist das gar nicht."
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    "start": 376.06,
    "end": 379.3,
    "text": "wenn wir in der EU bleiben behalten wir mindestens die wirtschaftlichen Vorteile."
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    "start": 379.74,
    "end": 388.94,
    "text": "aber es gab eben keine Kampagne die wirklich zum Beispiel an ein pro-europäisches Miteinander oder eine Zusammenarbeiten in der Europäischen Union appelliert hat."
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    "text": "Das war ne rein rationale"
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    "text": "Kampagne.\"."
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    "text": "Es ist ja dann auch ziemlich viel Zeit ins Land gegangen, bis Großbritannien wirklich ausgetreten ist – das war dann erst im Jahr zwanzig so unter Boris Johnson damals als Premierminister."
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    "text": "Können Sie sich erinnern ob es einen Moment gab, in dem sie persönlich den Brexit zum ersten Mal gespürt haben?"
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  {
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    "end": 414.88,
    "text": "Man darf nicht vergessen, dass der Brexit mit der Corona-Pandemie zusammengetroffen ist."
  },
  {
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    "end": 428.74,
    "text": "Also ausgetretenes Großbritannien formell im Januar zwanzig ist dann aber bis zum Ende des Jahres also bis zum Dezember zwanzich zwanzi noch in Eubinnenmarkt und Zollunion geblieben In so eine Art Übergangsphase und da hat sich erstmal gar nicht so richtig geändert."
  },
  {
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    "end": 441.2,
    "text": "Und als dann quasi der richtige Brexit kam war Großbritanien und wir mitten im Lockdown und meine erste Reise zurück nach GroßbrITanien war dann irgendwann zwei tausend einzwanzig wo man auf einmal Ein Reisepass brauchte."
  },
  {
    "start": 441.4,
    "end": 452.2,
    "text": "Man brauchten Corona-Tests vor der Einreise, zwei Tage nach der Einreise und wenn deren positiv war musste man irgendwie selbst bezahlen dass man da in Quarantäne war weil man irgendwie als auswärtsiger behandelt worden ist."
  },
  {
    "start": 452.26,
    "end": 464.22,
    "text": "Und das war so der Moment wo für mich klar war okay jetzt bin ich wirklich außerhalb der Europäischen Union wo all die Regeln... der offenen Grenzen nicht mehr gelten, aber es war eben auch die Sondersituation."
  },
  {
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    "end": 481.38,
    "text": "Heute merkt man das eigentlich eher in Kleinigkeiten, weil zum Beispiel das Reisen Mit Reise passen nach Großbritannien fast genauso leichtes für EU-Bürger, aber schwieriger wird es wenn man dort arbeiten studieren oder was anderes in Großbritanien selber machen will und nicht nur als Tourist einreißt."
  },
  {
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    "end": 494.56,
    "text": "Und wenn man jetzt als Deutscher zum Beispiel in Groß Britanniens studieren will zahlt man das Dreifache von den Briten wie andere Internationale, man hat eben nicht mehr sagen den Vorteil wie als EU- Bürger, um Bürgerin gleich behandelt zu werden."
  },
  {
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    "end": 504.44,
    "text": "und Arbeiten ist noch sehr viel schwieriger und das geht bis hin dazu wenn man zum Beispiel mit einem Haustier nach Großbritannien einreisen will, ist sehr viel schwieriger geworden."
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  {
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    "end": 507.88,
    "text": "All diese kleinen Dinge im Alltag sind deutlich schwieriger worden."
  },
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    "text": "Dann sind wir ja auch schon gut in heute gelandet."
  },
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    "end": 517.679,
    "text": "und welche Konsequenzen wir heute noch spüren – da würde ich Sie gerne auch noch ein bisschen dazu fragen wie das in Großbritanien selbst gerade aussieht?"
  },
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    "start": 518.079,
    "end": 522.079,
    "text": "Vor allen Dingen wenn wir mal auf die Bereiche schauen, die den Liebers damals so wichtig waren…."
  },
  {
    "start": 522.62,
    "end": 527.839,
    "text": "Die haben versprochen den wirtschaftlichen Aufschwung, es wird euch allen besser gehen."
  },
  {
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    "end": 531.28,
    "text": "Großbritannien wird mehr Geld haben weil wir weniger an Brüssel zahlen müssen."
  },
  {
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    "end": 534.339,
    "text": "Wie geht's denn der britischen Wirtschaft gerade?"
  },
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    "end": 548.76,
    "text": "Großbritanien gehört zu den schwächsten großen Wirtschaften in der letzten Jahre ist also seit dem erfolgten Brexit- Aber es ist eben auch kein großer Einbruch gekommen."
  },
  {
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    "end": 554.579,
    "text": "Also das Land hat an Wettbewerbsfähigkeit verloren, an Produktivität verloren."
  },
  {
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    "end": 565.5,
    "text": "aber es ist eher so einen schleichender Abfall und ein geringeres Wachstum als eine radikale Einbrucht wie wir beispielsweise vielleicht in Griechenland während der Euro-Krise erlebt haben."
  },
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    "end": 576.719,
    "text": "Und weil es eben zusammengetroffen ist mit der Corona-Pandemie und wenig später dem Ukrainekrieg, den Inflationsschock, der damit verbunden ist wird eigentlich bis heute in Großbritannien darüber gestritten."
  },
  {
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    "text": "Was hat der Brexit ausgelöst?"
  },
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    "text": "Und was haben all die anderen Faktoren dazu geführt?"
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    "text": "Mhm."
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  {
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    "end": 583.64,
    "text": "Und was ist mit diesen horrenden Zahlen?"
  },
  {
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    "end": 586.839,
    "text": "Sie haben sie eben auch genannt, die dann nicht mehr an Brüssel gezahlt werden müssen."
  },
  {
    "start": 587.28,
    "end": 596.62,
    "text": "Die Brexitbefürworter haben ja auch versprochen dass sie das Geld übrig sein sollte, mehr da sein sollte in das marode Gesundheitssystem stecken."
  },
  {
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    "end": 601.719,
    "text": "Aber wenn man jetzt die Nachrichten aus Großbritannien anschaut ist da auch überhaupt nichts vorangegangen oder?"
  },
  {
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    "end": 604.56,
    "text": "Die Briten leiden immer noch unter einem sehr schlechten Gesundheitssystem."
  },
  {
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    "end": 608.339,
    "text": "Ja, auch das kann man differenziert betrachten."
  },
  {
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    "end": 618.4,
    "text": "Also es ist tatsächlich so dass die Briten heute mehr für ihr Gesundheitssystem ausgeben als noch zwei tausendsechzehn aber das liegt auch einfach an einer wie in Deutschland alternden Gesellschaft."
  },
  {
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    "end": 628.9,
    "text": "letztlich bleibt aber zu konstantieren dass die Probleme eher größer geworden sind also zum Beispiel Die Wartezeiten die man bei Krankenhaus besuchen bei geplanten Operation hat."
  },
  {
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    "end": 629.88,
    "text": "die sind horrend."
  },
  {
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    "end": 635.42,
    "text": "und die Unzufriedenheit der Briten mit dem Gesundheitssystem die ist eher gewachsen als gesunken."
  },
  {
    "start": 636.18,
    "end": 642.479,
    "text": "Und ein Argument, die viele im Nachhinein auch machen ist es einen Teil der Unzufriedenheit des Brexits."
  },
  {
    "start": 642.66,
    "end": 654.219,
    "text": "Auch zusammen hängt mit der Austeritätspolitik der Zwei-Tausendzehnerjahre in Großbritannien also diesen starken Einsparungen im Sozialbereich, im Gesundheitssystem und die sind bis heute nicht aufgeholt worden."
  },
  {
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    "end": 657.26,
    "text": "Das ist ja auch ein Punkt, der immer wieder aufkommt."
  },
  {
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    "end": 665.9,
    "text": "Wenn man sich mit Großbritannien beschäftigt, dass die Menschen zum Teil sehr arm sind oder dass die armen Reichsschere da auch auseinander geht hat das auch mit dem Brexit zu tun?"
  },
  {
    "start": 665.979,
    "end": 667.479,
    "text": "Oder hat das andere Gründe?"
  },
  {
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    "end": 673.62,
    "text": "Das hat zumindest in den Brexit mit reingespielt, denn Großbritannien ist ein sehr ungleiches Land geworden."
  },
  {
    "start": 674.339,
    "end": 688.959,
    "text": "London ist eine sehr, sehr reiche Stadt während viele andere Teile Großbritaniens gerade Englerns verarmt sind und als hier noch Mitglied der Europäischen Union waren dann war ein großer Teil der zehn ärmsten Regionen in Westeuropa waren glaube ich sieben davon in GroßbrITanien."
  },
  {
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    "end": 692.68,
    "text": "Und das hat mit zu dieser Unzufriedenheit beigetragen."
  },
  {
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    "end": 704.199,
    "text": "und viel was sich im brexit niedergeschlagen hat war ja auch nicht nur die Wut gegen Brüssel sondern auch die Wut gegen die Entscheider, Investments da in London und die Unzufriedenheit mit den politischen Eliten."
  },
  {
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    "end": 719.64,
    "text": "Und da war der Brexit so eine erst große Revolution der Bevölkerung, die gesagt haben wir wollen jetzt nicht mehr den Pfad der Eliten mitgehen, die ja größten Teils vor dem Referendum noch gesagt haben sie waren für den weiteren Verbleib in der Europäischen Union."
  },
  {
    "start": 720.719,
    "end": 727.699,
    "text": "Es gibt noch einen Bereich, auf den die Brexit-Befürworter ja sehr stark abgehoben haben damals in der Kampagne nämlich die Migration."
  },
  {
    "start": 728.4,
    "end": 732.02,
    "text": "Was hat sich da verändert in den letzten zehn Jahren in Großbritannien?"
  },
  {
    "start": 734.26,
    "end": 740.339,
    "text": "Eigentlich etwas Widersprüchliches passiert, also die Migration aus der Europäischen Union ist deutlich nach unten gegangen."
  },
  {
    "start": 740.859,
    "end": 745.54,
    "text": "Aber die Einwanderung aus anderen Teilen der Welt ist deutlich noch oben gegangen."
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  {
    "start": 745.64,
    "end": 759.079,
    "text": "Also gerade unter Boris Johnson, der eigentlich wirtschaftlich eher ein liberaler Politiker war hat Großbritannien geöffnet für Einwänderungen aus Hongkong, aus weiteren Teilen Asiens, aus Indien und aus Pakistan."
  },
  {
    "start": 759.739,
    "end": 766.64,
    "text": "Und tatsächlich war die Einwanterung nie so groß in Großbritanien wie zwischen two-tausend, einundzwanzig und zwei-tauzentreihen zwanzig."
  },
  {
    "start": 767.079,
    "end": 774.9,
    "text": "einige Briten sprechen da mittlerweile von der sogenannten Boris Wave also der Welle an Einwanderern die unter Boris Johnson gekommen sind."
  },
  {
    "start": 775.099,
    "end": 778.42,
    "text": "Und da gab es jetzt einen weiteren Backlash in der britischen Bevölkerung."
  },
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    "start": 778.719,
    "end": 800.479,
    "text": "Also auch dieses Versprechen haben zumindestens die Brexiteers unter Boris Johnston nicht eingelöst sondern ganz im Gegenteil Die Einwänderung ist nochmal nach oben gesprungen und singt gerade erst unter Labour auch weil die britische wie in vielen anderen europäischen Ländern mittlerweile noch mal kritischer gegenüber der Einwanderung geworden ist als sogar unter dem Brexit-Referendum?"
  },
  {
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    "end": 809.359,
    "text": "Ich würde gerne auch noch auf die Politik schauen mit Ihnen und den Einfluss, denn der Brexit heute da womöglich noch hat."
  },
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    "end": 817.42,
    "text": "Wenn man jetzt mal nachzählt dann hatte Großbritannien seit dem Referendum also nach Cameron fünf Premierminister und Ministerinnen."
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    "end": 824.26,
    "text": "Hat diese ganze politische Instabilität dieses hin und her auch mit dem Brexit zu tun oder sind das andere Gründe?"
  },
  {
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    "end": 827.66,
    "text": "Das hat schon vor allem mit dem Brexit zu tun."
  },
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    "end": 837.979,
    "text": "Die ersten sind ja auch über den Brexit gestürzt, also Theresa May ganz klar die dreimal einen Abkommen was sie mit der Europäischen Union ausgehandelt hatte nicht durchs Parlament bringen konnte."
  },
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    "end": 851.579,
    "text": "Danach hatten wir eben Boris Johnson List Trust Rishi Sunak und diese vielen Wechsel hatten eben auch mit den Umbrüchen in der konservativen Partei zu tun, die vor dem Brexit Referendum noch gespalten war."
  },
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    "end": 856.479,
    "text": "zwei Drittel der damaligen konservativem Abgeordneten waren eher für den Verbleib, nur ein kleiner Teil."
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    "text": "Und Boris Johnson für den Austritt und da hat sich die Partei mehrfach gehäutet und gewandelt."
  },
  {
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    "end": 868.939,
    "text": "und diese Umbrüche gerade eben bei den Konservativen die sind ganz klar auf den Brexit zurückzuführen."
  },
  {
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    "end": 878.739,
    "text": "Die konservative Partei heute ist auch eine ganz, ganz andere als noch zwei Tausend Sechzehn, die es von den Inhalten und den Personen eigentlich kaum mehr wiederzuerkennen."
  },
  {
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    "text": "Und dann gab's eben den Umbruch zu zu Labour."
  },
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    "text": "aber auch Labour hat heute noch mit politischer Instabilität zu kämpfen."
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    "text": "wir sprechen ja hier ein sagen wenige Tage bevor in Großbritannien spekuliert wird das auch gegenüber Kerstama wieder ein Versuch unternommen wird, ihn zu stürzen."
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    "end": 907.04,
    "text": "Und da würde ich sagen trägt der Brexit eher indirekt dazu bei indem er eben dazu geführt hat dass das britische Parteinsystem sich geändert hat."
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  {
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    "end": 927.18,
    "text": "viele Briten haben auch zehn Jahre nach dem Referendum noch eine höhere Loyalität darüber ob sie sich jetzt als Liva oder Remainer einstufen und es hat das ganze britische Parteiensystem auseinandergefegt und Großbritannien war ja lange dominiert einfach von zwei Parteien Labor und den Konservativen die sich abgewechselt haben in der Regierung."
  },
  {
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    "end": 935.66,
    "text": "Und zuletzt hatten wir Umfragen, aber auch Regionalwahlen wo beide großen Parteien zusammen nicht über als vierzig Prozent gekommen sind."
  },
  {
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    "text": "und so gehört Großbritannien wie aber auch andere westliche Demokratie zu den Ländern, wo die etablierten Parteien abgelöst werden."
  },
  {
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    "text": "Wo die Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien so stark geworden ist, dass sich eben ganz neue Parteien gebildet haben und wir sehen eben den Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern."
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    "text": "So anders ist Großbritanien da nicht."
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    "text": "Da war der Brexit eher ein beschleuniger eine Entwicklung, die wir auch in anderen europäischen Ländern oder auch den USA zum Teil sehen."
  },
  {
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    "end": 971.04,
    "text": "Eine Partei, die ja jetzt in den Umfragen sehr gut dasteht ist Reform UK."
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    "text": "Die Partei von Nigel Farage, der eben einer der prominentesten Brexitbefürworter war und ist profitiert er also auch immer noch vom Brexit und dieser Spaltung der Gesellschaft in Remainer und Lever"
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    "text": "Das zweite Jahr also."
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    "text": "er profitiert von der Spaltung in der Gesellschaft und er schad im Grunde die wenigen hinter sich, die den Brexit im Nachhinein auch für eine gute Idee halten."
  },
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    "text": "Mittlerweile denken ja viele Briten das es im Nach hinein eigentlich nicht die richtige Lösung war."
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    "text": "Aber deswegen spricht er in der Öffentlichkeit eigentlich relativ wenig über den Brexit."
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    "text": "Er bedient eher andere klassische rechtspopulistische Themen, also er spricht über die illegale Migration, macht Antiklimapolitik und ergibt sich sehr nahe gegenüber Donald Trump."
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    "text": "Und er hat seine Partei ja auch umbenannt oder neu gegründet."
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    "text": "Kurz nach dem Brexit hat er sie noch The Brexit Party genannt und Sie haben es schon gesagt heute sprich davon Reform UK Brexit erinnert werden, weil er eben weiß wie unbeliebt das Thema bei dem Großteil der Bevölkerung ist."
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    "text": "Sondern gibt sich jetzt eben weiterhin als der sozusagen Vorkämpfer des allgemeinen Volkes gegen die Eliten aber nicht mehr so stark als sozusagen alter Vorsprecher und Vorkämfer des"
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    "text": "Brexits.\"."
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    "text": "Und umgekehrt auf der anderen Seite wird auch nicht so gern drüber gesprochen oder?"
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    "text": "Also Sie haben eben schon gesagt dass die meisten Briten heute finden, Und trotzdem gibt es ja jetzt auch bei Labour niemanden, der sagt wir wollen wieder rein in die EU."
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    "text": "Beispiele wie den Londoner Bürgermeister Sadikhan, der gesagt hat wir müssten in die Europäische Union zurück."
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    "text": "Aber auch unter jetzigen Labourführung gibt es mittlerweile Minister, die so eine Art Sprachcode verwenden."
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    "text": "sie sagen In ihrer Lebenszeit würden Sie sich wünschen dass Großbritannien wieder in die europäischen Union beitreten würde ohne konkret zu sagen Wir müssen das jetzt sofort angehen."
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    "text": "also ist Es kann wiedergesagt werden, aber der Brexit war wahnsinnig traumatisch für diese politische Generation."
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    "text": "Und da gibt es wenige die diese Wunde wieder aufbrechen wollen."
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    "text": "und eben auch unter den Labour-Wählern, die im Jahr hier in Dounings Street gebracht haben, gibt es noch Brexit Befürworter – und die will man nicht vergraulen!"
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    "text": "Also entweder gibt es irgendwann wieder eine mutige politische Bewegung, die sagt wir nehmen diese Stimmung in der Bevölkerung auf."
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    "text": "Wir wollen zurück in die Europäische Union oder es wird diese ganzen schwierigen Versuche weitergeben, die Kirstama gemacht hat den Brexitechnischen ein bisschen leichter und bisschen die Beziehungen zur europäischen Union zu verbessern aber nicht den großen Sprung nach vorne zu machen weil man eben da noch mal durch will und weiß wie schwierig das für das Land werden würde."
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    "text": "Da machen wir jetzt auch mal einen großen Sprung nach vorne, nämlich ins Jahr ... ... wenn der Brexit oder das Brexit-Referendum zwanzig Jahre alt wird."
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    "text": "Ich war lange überzeugt es wird für mindestens eine Generation kein Thema mehr sein."
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    "text": "Sehe aber mittlerweile dass es zumindest ne kleine Chance gibt, dass die Verwerfungen durch Donald Trump, durch den Ukrainekrieg Großbrитania und die EU wieder näher... ran treiben, aber würde immer noch sagen meine Einschätzung wäre siebzig zu dreißig eher nein."
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    "text": "Vielen Dank für Ihre Einschätzungen und dann schauen wir mal was in zehn Jahren los ist."
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    "text": "Ich habe ja am Anfang dieser Sendung gesagt, dass man aus dem Rückblick auf diese ganze Brexit-Geschichte vielleicht lernen kann wie man etwas Ähnliches in Zukunft vermeiden könnte."
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    "text": "Und mir ist vor allem hängen geblieben das die Remain-Kampagne damals unter anderem deswegen nicht überzeugt hat weil sie zu rational war."
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    "text": "Dass die demokratischen Politikerinnen und Politiker das hinkriegen müssen."
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    "text": "Was sich auch noch besonders interessant fand ist, dass die Britinnen und Briten sich heute immer noch ganz stark darüber definieren ob sie Remainers oder Leavers sind aber nochmal grundsätzlich drüber reden will trotzdem keiner."
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    "text": "Das schweilt also ein Trauma, das bisher nicht richtig aufgearbeitet"
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    "text": "wurde.\"."
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    "text": "Und weil Nikolaj von Ondarza es eben angedeutet hatte – auch der aktuelle britische Premier Kirstama könnte bald Geschichte sein!"
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    "text": "Wenn Sie genauer wissen wollen warum und wer ihn stürzen und ablösen könnte dann empfehle ich Ihnen die auf den Punkt Sendung vom Freitag."
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    "text": "Da hat meine Kollegin Anmalin Holt das mit Martin Wittmann besprochen einem unserer Korrespondenten in London."
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    "text": "Den Link finden sie in den Shownotes Und damit sage ich jetzt danke fürs Zuhören und an Laura Sagebihl, die diese Sendung produziert hat."
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    "text": "Bis dann!"
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]