[
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    "start": 5.5,
    "end": 8.36,
    "text": "Am Freitag treffen sich Vertreter der USA mit Iran."
  },
  {
    "start": 9.04,
    "end": 11.92,
    "text": "Trump will nämlich, dass Iran sein Atomprogramm aufgibt."
  },
  {
    "start": 12.38,
    "end": 16.94,
    "text": "Dabei hat er ja zuletzt behauptet, er wolle das Regime stürzen und nicht mit ihm verhandeln."
  },
  {
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    "end": 24.62,
    "text": "Raphael Geiger, SZ-Experte für Iran, hat mir erzählt, dass viele Iranerinnen und Iraner wegen der Gespräche besorgt sind."
  },
  {
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    "end": 31.12,
    "text": "Sie befürchten, dass das Regime in Teheran durch einen möglichen Deal mit den USA gestärkt werden könnte."
  },
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    "text": "Über die Lage in Iran und was von den Gesprächen zu erwarten ist, darum geht es in dieser Folge von auf den Punkt dem SZ Nachrichten Podcast."
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    "text": "Ich bin Leopold Zag, los geht's."
  },
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    "end": 53.56,
    "text": "Als in Iran landesweit hunderttausende gegen das Regime auf die Straße gegangen sind, da hat Donald Trump gesagt, Help is on its way."
  },
  {
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    "end": 56.32,
    "text": "Sie sollen durchhalten, weiter demonstrieren."
  },
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    "text": "Nur drei Wochen später sind die Proteste in Iran erloschen."
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    "text": "Das Regime hat Tausende demonstrierende Töten lassen."
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    "text": "Zehntausende weitere sitzen in iranischen Gefängnissen."
  },
  {
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    "end": 70.4,
    "text": "Nur ein Bruchteil von dem, was im Land passiert, dringt nach draußen."
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    "text": "Und die von Trump angekündigte Hilfe für die Protestbewegung?"
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  {
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    "text": "Die ist bisher nicht angekommen, wie auch immer die ausgesehen hätte."
  },
  {
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    "end": 87.56,
    "text": "Attentate auf hochrangige Mitglieder des Regimes, Angriffe auf die iranischen Atomanlagen sowie im vergangenen Juni, angedroht hat Trump jedenfalls beides."
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  {
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    "end": 92.36,
    "text": "Jetzt will der US-Präsident mit Iran verhandeln, und zwar schon am Freitag."
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    "end": 108.32,
    "text": "Trump sagt hier, er sei offen für einen Deal, und wenn das nicht klappt, würden schlimme Dinge passieren."
  },
  {
    "start": 109.38,
    "end": 115.14,
    "text": "Geht es dem US-Präsidenten also gar nicht mehr um die Proteste, sondern nur darum, dass Iran sein Atomprogramm beendet?"
  },
  {
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    "text": "Darüber spreche ich jetzt mit Raphael Geiger, dem SZ-Korrespondenten in Istanbul."
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    "text": "Raphael, wie ist denn die Lage in Iran, sind die Proteste dort wirklich erloschen?"
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    "text": "Also lebe halt."
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    "end": 135.52,
    "text": "die Proteste, wie wir sie gesehen haben am Anfang Januar, sind auf jeden Fall erloschen, einfach weil die Angst so groß ist, weil das Risiko so groß ist für jeden Einzelnen."
  },
  {
    "start": 136.38,
    "end": 146.84,
    "text": "der jetzt auf die Straße gehen würde, also einfach durch diese exzessive Gewalt, die muss ja von zehntausenden Toten ausgehen, ist die Protestbewegung einfach wie erstaret."
  },
  {
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    "end": 150.46,
    "text": "Was es noch gibt zum Teil sind Proteste bei den Beerdigungen."
  },
  {
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    "end": 160.66,
    "text": "Das sieht man jetzt immer noch, dass Menschen eben klatschen, teilweise auch Slogans wie Tote im Diktator rufen, während sie ihre eigenen, getöteten, angehörigen Beerdigen."
  },
  {
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    "end": 171.56,
    "text": "Es ist ja, muss man sagen, so eine Art von traurigen Stimmungsbild aus Iran, dass die, was das für ein Land geworden ist, dass die Protest jetzt eigentlich auf den Friedhöfen stattfinden."
  },
  {
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    "end": 180.7,
    "text": "Vor ein paar Wochen wirkte das Regime in Iran ja sehr angeschlagen, sogar so, dass einige von einem bevorstehenden Kollaps gesprochen haben."
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  {
    "start": 181.84,
    "end": 185.44,
    "text": "Steht der überhaupt jetzt noch zur Debatte, wo der Protest so zum Erliegen gekommen ist?"
  },
  {
    "start": 186.64,
    "end": 193.42,
    "text": "Also ich glaube, man kann nicht davon ausgehen, dass das iranische Regime unmittelbar vom Kollab steht."
  },
  {
    "start": 193.68,
    "end": 203.42,
    "text": "Selbst wenn die USA darauf kommen, ja vielleicht gleich noch jetzt doch angreifen sollten, allein Luftangriffe, glaube ich, würden dieses Regime nicht zum Stürzen bringen."
  },
  {
    "start": 204.2,
    "end": 216.16,
    "text": "Aber was man sagen kann und ich glaube, das hat sich jetzt durch diese Protest und vor allem durch diese wahnsinnig gewaltvolle Antwort des Regimes auf die Proteste schon verändert, das ist wirklich nur noch Gewalt, was dieses Regime an der Macht hält."
  },
  {
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    "end": 221.22,
    "text": "Und ich glaube nicht, dass das auf Dauer so überleben kann."
  },
  {
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    "end": 228.54,
    "text": "Ich glaube, dass also einerseits das geschrieben nicht sofort fallen wird, nicht in den nächsten Wochen, wahrscheinlich auch nicht in den nächsten Monaten."
  },
  {
    "start": 229.36,
    "end": 236.06,
    "text": "Aber ich glaube, dass die Proteste gezeigt haben, dass es auf Dauer nicht überlebensfähig ist und dass es zu irgendeiner Form von Wandel irgendwann kommt."
  },
  {
    "start": 237.04,
    "end": 240.62,
    "text": "Jetzt stehen ja am Freitag Gespräche an zwischen Iran und den USA."
  },
  {
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    "end": 244.88,
    "text": "Und zwar soll es da vor allem um das iranische Atomprogramm gehen."
  },
  {
    "start": 245.74,
    "end": 251.16,
    "text": "stärken nicht die USA mit diesen Gesprächen eigentlich das Regime, indem sie es legitimieren, darüber zu zu verhandeln?"
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  {
    "start": 252.02,
    "end": 260.019,
    "text": "Ja, damit sprichst du einen Punkt, an der vielen Iranerinnen und Iranern auch durch den Kopf geht, mit dem ich gar der sporadisch Kontakt habe, also diese Furcht."
  },
  {
    "start": 260.74,
    "end": 264.36,
    "text": "Das Regime, sozusagen durch die Verhandlungen, wieder in Legitimität gefunden."
  },
  {
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    "end": 280.14,
    "text": "Es geht eisig und allein um das, was es eigentlich letztes Jahr schon ging, nämlich das iranische Atomprogramm, also diese ewige Drohung, das Regime könnte eine Atombombe herstellen, geht um die israelfeindlichen Milizen im Nahen Osten, also Hezbollah, Hamas, Houthi und so weiter."
  },
  {
    "start": 280.9,
    "end": 285.9,
    "text": "Und es geht um das ballistische Raketen, also in allem mit dem Iran immer wieder Israel beschossen hat."
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    "text": "um diese Punkte geht es."
  },
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    "end": 304.54,
    "text": "Und ja, also was du anformuliert hast in der Frage, das ist genau die Befürchtung, dass sich das Regime jetzt mit so einer Verhandlungstaktik auf Zeit spielend vielleicht sogar vor einem US-Angriff schützt und dann im Prinzip auch noch vielleicht ein neues Atomabkommen gewinnt."
  },
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    "start": 304.92,
    "end": 306.8,
    "text": "Das wäre der Idealfall aus Sicht des Regimes."
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    "text": "Und ja, tatsächlich dann gestärkt oder zumindest konsolidiert aus dieser Phase hervorgeht."
  },
  {
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    "end": 319.02,
    "text": "Dothrump ja weiterhin mit Angriffen, obwohl diese Gespräche anstehen."
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    "text": "Wegen oder was würden denn diese Angriffe überhaupt gelten?"
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    "text": "Also wären das Attentate aufs Regime oder wären das wie damals im vergangenen Juni Angriffe auf die Atomaanlagen zum Beispiel?"
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    "end": 342.34,
    "text": "Also das wissen wir natürlich nicht, aber er hat ja letztes Jahr eben drei Atomaanlagen angegriffen, vor allem die Anreicherungsanlagen im Iran und hat das als eine Operation sofort das abgeschlossen kennzeichnet."
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  {
    "start": 343.0,
    "end": 369.6,
    "text": "Ich glaube, wenn die USA jetzt wieder angreifen, dann würden sie sicher nicht nur die Atomanlagen treffen wollen, sondern zum Beispiel auch die Raketenasenale oder die Raketenabschussrampen, was auch zur Debatte stünde wären, wie Israel das letzte Jahr gemacht hat, gezielte Tötungen von Generälen, von einzelnen Regime, Gerößen, Leuten, die vielleicht jetzt für das Vorgehen gegen die Demonstranten verantwortlich waren, also schon was Umfangreicheres."
  },
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    "start": 369.68,
    "end": 376.24,
    "text": "und genau darin liegt allerdings auch das Problem an der ganzen Geschichte, wie umfangreich soll so eine Operation sein."
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    "end": 383.44,
    "text": "Trump ist eigentlich jemand, der eher klare, schnelle Erfolge haben will, bei solchen Militäraktionen und keine langen Kriege führen will."
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    "end": 400.02,
    "text": "Wenn ihm nicht klar ist, was das Ziel des Ganzen ist, also ob man nun das Regime destabilisieren will, ob man es nur bestrafen will, ob man es nur in den Verhandlungstisch zwingen will, so lange es, glaube ich, auch Trump noch zögern, was er da genau befiehlt."
  },
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    "text": "Also es gibt da sehr viele Fragezeichen."
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    "text": "Wenn wir noch mal zum Abschluss auf die Gespräche schauen, die am Freitag beginnen, was erwartest du denn von denen?"
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    "text": "Was könnte daraus kommen?"
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    "end": 422.42,
    "text": "Also die Schwierigkeit dieser Gespräche liegt darin, dass es unklar ist, Was die iranische Seite den Amerikanern anbieten kann, Trump tatsächlich von einem Angriff abzieht, also die Forderungen."
  },
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    "end": 433.78,
    "text": "Der Amerikaner sind relativ klar, die haben sich auch seit letztem Jahr nicht sonderlich verändert, aber bislang haben die Iraner immer gesagt, darüber gehen sie nicht, nämlich ein komplettes Ende der Urananreicherung, also gar nicht mehr."
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  {
    "start": 433.94,
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    "text": "Also kompletten Abbau der Infrastruktur, das schon angereicherte Uran soll ins Ausland verschafft werden, die Raketenproduktion soll eingestellt werden und das Regime soll eben auch die hermastisches Bolle, die Houthi und so weiter nicht mehr unterstützen, gar nicht mehr."
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    "text": "Das sind sehr maximalistische Forderungen."
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    "text": "Die Iraner haben jetzt sich zum ersten Mal überhaupt eigentlich an sichster Kriegsgefahr, sich in der Atomfrage wohl ein bisschen bewegt und könnten sich wohl vorstellen, da bei der Anreicherung und dem Iran den Amerikaner entgegenzukommen."
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    "end": 479.8,
    "text": "Aber ob das ausreicht, also ob das die Amerikaner befriedigt und ob das die Kriegsgefahr beseitigt, da bin ich mir unsicher und glaube auch nicht, dass sich das innerhalb eines Tages diskutieren lässt."
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    "text": "Also ich glaube, wenn es eine diplomatische Lösung sein soll, dann wird das glaube ich noch ein bisschen dauern."
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    "text": "Rafael, danke fürs Gespräch."
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    "text": "Danke für deine Einschätzungen."
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    "text": "Ich danke dir, Leopold."
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    "text": "Am Montagabend hat ein Fahrgast in einem Regionalexpress bei Kaiserslautern einen Zugbegleiter der Deutschen Bahn angegriffen."
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    "text": "Dabei hat er ihn so schwer verletzt, dass er am Mittwoch gestorben ist."
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    "end": 510.8,
    "text": "Der Fahrgast hatte keinen Fahrschein und als der Zugbegleiter ihn deshalb darum gebeten hat, den Zug zu verlassen, stug der Fahrgast auf den Bahnmitarbeiter ein."
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    "text": "Er musste noch vor Ort reanimiert werden."
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    "text": "Die Bahn sowie die Gewerkschaft EVG haben sich von der Tat erschüttert gezeigt."
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    "end": 524.12,
    "text": "Die EVG fordert nun, die Sicherheit für Zugpersonal zu erhöhen, da die Übergriffe seit Jahren zunehmen."
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    "text": "Der beliebte Zahlungsdienstleister PayPal steht gerade ziemlich unter Druck."
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    "end": 541.26,
    "text": "Nach der Veröffentlichung schwacher Quartalszahlen ist die Aktie um über zwanzig Prozent abgestürzt und liegt damit jetzt ungefähr auf dem Niveau von twenty-fünfzehn, also als der Konzern an die Börse ging."
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    "text": "Gleichzeitig wechselt PayPal den Chef."
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    "text": "Der bisherige CEO Alex Chris muss gehen."
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    "text": "Für Nutzerinnen und Nutzer hat die Krise bei PayPal aber wohl keine direkten Auswirkungen."
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    "end": 558.9,
    "text": "Vor zwei Jahren hat der Fall Maya T. für viel Aufmerksamkeit gesorgt."
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    "end": 583.28,
    "text": "Tee ist non-binär, kommt aus Deutschland und wurde im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr Untertitel."
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    "end": 596.56,
    "text": "im Auftrag des ZDF In Abu Dhabi sind am Mittwoch die Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA weitergegangen."
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    "text": "Wie prekär die Lage dort für die ukrainische Armee ist, das hat Florian Hassel, der Ukraine-Korrespondent der SZ, in einem Text beschrieben."
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    "text": "Der Ukraine fehlen nämlich hunderttausende Soldaten, weil die von der Front fliehen oder sich der Werbpflicht entziehen."
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    "text": "Warum die Soldaten das tun, das können Sie unter dem Link in den Schaunauts nachlesen."
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    "text": "Redaktionsschluss zu auf den Punkt war sechzehn Uhr."
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    "text": "Produziert hat diese Folge Laura Sagebiel."
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    "text": "Vielen Dank fürs Zuhören und bis morgen."
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