[
  {
    "start": 4.7,
    "end": 10.62,
    "text": "Die EU hat nach Jahrzehntelangen Verhandlungen zwei riesige Handelsabkommen über die Ziellinie bekommen."
  },
  {
    "start": 11.5,
    "end": 17.56,
    "text": "Das Mercosur-Abkommen mit vier lateinamerikanischen Ländern und das Freihandelsabkommen mit Indien."
  },
  {
    "start": 18.54,
    "end": 24.28,
    "text": "Warum die viel mehr sind als nur Handelsabkommen, da bespreche ich gleich mit Julian Hinz."
  },
  {
    "start": 24.78,
    "end": 28.92,
    "text": "Er ist Leiter des Forschungszentrums Handelspolitik am Kiel-Institut für Weltwirtschaft."
  },
  {
    "start": 29.82,
    "end": 33.9,
    "text": "Sie hören die Samstagsausgabe von Auf den Punkt, dem SZ Nachrichten Podcast."
  },
  {
    "start": 34.24,
    "end": 35.06,
    "text": "Ich bin Johannes Korsche."
  },
  {
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    "text": "Schön, dass Sie zuhören."
  },
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    "end": 47.8,
    "text": "Ursula von der Leyen war in den vergangenen Wochen viel unterwegs, also selbst für die Verhältnisse einer EU-Kommission Chefin."
  },
  {
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    "end": 50.94,
    "text": "Mitte Januar war sie zum Beispiel in Paraguay."
  },
  {
    "start": 51.44,
    "end": 54.58,
    "text": "Große Zeremonie, um das Mercosur-Abkommen zu unterzeichnen."
  },
  {
    "start": 55.38,
    "end": 59.14,
    "text": "Und von der Leyen spricht da davon, wie sinnvoll das Abkommen ökonomisch sei."
  },
  {
    "start": 59.7,
    "end": 62.64,
    "text": "Aber ... dann geht es auch um etwas ganz anderes."
  },
  {
    "start": 63.16,
    "end": 66.42,
    "text": "Etwas, das mit Wirtschaft eigentlich gar nichts zu tun hat."
  },
  {
    "start": 75.92,
    "end": 84.78,
    "text": "Und die Welt hat nicht nur dazu gehört, sondern dann auch ein paar Tage später, als das EU-Parlament die Umsetzung des Mehrkursuabkommens unerwartet verzögert hat."
  },
  {
    "start": 85.62,
    "end": 89.18,
    "text": "Es muss jetzt erst gerichtlich geprüft werden, bevor es in Kraft treten kann."
  },
  {
    "start": 89.86,
    "end": 92.14,
    "text": "peinlich, nach twenty-fünf Jahren Verhandlungen."
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    "start": 92.66,
    "end": 95.68,
    "text": "Aber das Mercosur-Abkommen ist so nah wie noch nie."
  },
  {
    "start": 96.8,
    "end": 104.24,
    "text": "Und von der Leyen ist danach weitergereist, nach Indien, um, genau, ein weiteres Freihandelsabkommen zu unterzeichnen."
  },
  {
    "start": 104.66,
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    "text": "Auch das ist jetzt frisch fertig geworden, nach zwanzig Jahren verhandeln."
  },
  {
    "start": 109.56,
    "end": 129.0,
    "text": "Und auch da geht es nicht nur darum, wie die insgesamt eins Komma neun Milliarden EU-Bürgerinnen und Inter miteinander Handel treiben wollen, sondern, wie von der Leyen in Neudeeli gesagt hat, Auch da geht es also um globalen Einfluss."
  },
  {
    "start": 129.3,
    "end": 133.1,
    "text": "Nicht nur um Handel, sondern auch in der Sicherheit und in internationalen Beziehungen."
  },
  {
    "start": 133.5,
    "end": 135.9,
    "text": "Kurz, es geht um Geopolitik."
  },
  {
    "start": 136.56,
    "end": 138.88,
    "text": "Und eines, das ist ja schon auffällig."
  },
  {
    "start": 139.52,
    "end": 145.72,
    "text": "Während Donald Trump die USA immer weiter isoliert und Zölle verhängt, geht die EU genau den anderen Weg."
  },
  {
    "start": 146.02,
    "end": 148.76,
    "text": "Sie vergrößert die Freihandelszonen und baut Zollschranken ab,"
  },
  {
    "start": 148.9,
    "end": 149.0,
    "text": "etc.,"
  },
  {
    "start": 149.38,
    "end": 149.5,
    "text": "etc."
  },
  {
    "start": 150.96,
    "end": 156.62,
    "text": "Darüber, wie Handel und Geopolitik zusammenhängen, spreche ich jetzt mit Julian Hins vom Kiel-Institut für Weltwirtschaft."
  },
  {
    "start": 157.62,
    "end": 168.66,
    "text": "Herr Hins, dass die EU gerade jetzt innerhalb kürzester Zeit gleich zwei Mammutabkommen fertig verhandelt hat, also das Mercosurabkommen und das Abkommen mit Indien, ist das jetzt eigentlich Zufall, dass das gerade jetzt passiert?"
  },
  {
    "start": 169.68,
    "end": 169.9,
    "text": "Nein."
  },
  {
    "start": 171.02,
    "end": 176.98,
    "text": "Ganz klar ist nein, also die beiden sind ja seit Jahrzehntin verhandelt worden, also zwanzig, zwanzig Jahre."
  },
  {
    "start": 177.84,
    "end": 209.34,
    "text": "Und ich glaube, man hat in Brüssel seit dem zwanzigsten Jahrhundert, zwanzig, zwanzig, eine neue Gangart entwickelt, in der man darauf abzielt, dass man Handelsabkommen, die gerade verhandelt werden, zu Ende bringt, dass man bestehende Abkommen vielleicht sogar noch weiter vertieft, aber auch vereinzelt neue Abkommen anstößt mit Ländern, die sich vielleicht auch so ein bisschen fragen, wie es so weitergeht mit dem Welthandel."
  },
  {
    "start": 209.48,
    "end": 215.94,
    "text": "Und dabei in vielen Belangen auf eine ähnlichen Welle schwingen wie die EU."
  },
  {
    "start": 216.1,
    "end": 217.6,
    "text": "Und ich glaube, das hat man erkannt in Brüssel."
  },
  {
    "start": 218.34,
    "end": 240.92,
    "text": "Und es hat sicherlich Man kann es nicht anders sagen, dass die Amerikaner so eine Unsicherheit in das ganze System gebracht haben, dass man sich gefragt hat, wie kann man denn mit eigenen Mitteln probieren, das alles zu stabilisieren für sich selbst, aber eben auch für die Handelspartner und dann eben auch für die Unternehmen, die jetzt davon in Zukunft profitieren werden."
  },
  {
    "start": 242.06,
    "end": 245.92,
    "text": "Also der zwanzigste Januar, die Vereidigung für Trumps zweite Amtszeit."
  },
  {
    "start": 246.28,
    "end": 250.02,
    "text": "Sehen wir da gerade in der Handelspolitik so eindeutig wie sonst eigentlich nirgendwo?"
  },
  {
    "start": 250.88,
    "end": 257.3,
    "text": "Wie groß der Unterschied inzwischen zwischen Trumps USA und Europa geworden ist, also hier Freihandel, dort Isolation und Zölle?"
  },
  {
    "start": 257.72,
    "end": 260.339,
    "text": "Also die Herangehensweise ist wirklich dramatisch anders."
  },
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    "start": 260.54,
    "end": 267.22,
    "text": "Also in Davos hat Lothnick gesagt, Globalisierung habe gezeigt, dass es nicht funktioniert."
  },
  {
    "start": 268.3,
    "end": 270.68,
    "text": "Und jetzt müssen wir schauen, dass wir wieder rückabwickeln."
  },
  {
    "start": 271.48,
    "end": 280.2,
    "text": "Das, was die Trump-Regierung macht, ist ja also... Ganz offen zu sagen, wir wollen weniger importieren."
  },
  {
    "start": 280.8,
    "end": 283.62,
    "text": "Wir wollen mehr wieder selbst produzieren."
  },
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    "start": 284.78,
    "end": 290.62,
    "text": "Wir sind von allen in den letzten Jahren, Jahrzehnten abgezogen worden und das ändert sich jetzt."
  },
  {
    "start": 291.5,
    "end": 295.92,
    "text": "Und das widerspricht in vielerlei Hinsicht einfach knallhart den Fakten."
  },
  {
    "start": 296.8,
    "end": 300.94,
    "text": "Und das wird, glaube ich, auch eben in Brüssel und in anderen Teilen der Welt ganz anders gesehen."
  },
  {
    "start": 301.6,
    "end": 307.5,
    "text": "Nämlich, dass man gesehen hat, dass die Globalisierung extrem Wohlstand geschaffen hat in vielen Teilen der Welt."
  },
  {
    "start": 308.1,
    "end": 312.88,
    "text": "Auch Probleme mit sich gebracht hat, ohne Frage, aber eben im Durchschnitt sicherlich sehr viel mehr Wohlstand geführt hat."
  },
  {
    "start": 313.1,
    "end": 315.72,
    "text": "Und das sind eben zwei unterschiedliche Denkschulen gerade."
  },
  {
    "start": 316.98,
    "end": 326.62,
    "text": "Der US-Handelsminister Lattnick, der sozusagen in Davos nochmal die Ideologie kam ja fast sagen hinter der Wirtschaftspolitik nochmal auf der Bühne erklärt hat."
  },
  {
    "start": 326.86,
    "end": 330.34,
    "text": "Wenn wir gerade schon bei Trumps Zöllen sind, Sie haben sich ja auch in der Studie angeschaut."
  },
  {
    "start": 330.9,
    "end": 332.06,
    "text": "Wer die eigentlich zahlt?"
  },
  {
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    "end": 333.58,
    "text": "Was ist da herausgekommen?"
  },
  {
    "start": 333.64,
    "end": 335.34,
    "text": "Also wie wirken diese Zölle denn?"
  },
  {
    "start": 336.28,
    "end": 341.88,
    "text": "Also hier muss man unterscheiden zwischen dem, was Sie gerade sagen, zwischen wer zahlt die Zölle und wie wirken die Zölle."
  },
  {
    "start": 342.06,
    "end": 343.82,
    "text": "Das sind nämlich zwei Dinge."
  },
  {
    "start": 343.88,
    "end": 351.98,
    "text": "Wer zahlt die Zölle, das können wir mit dieser Studie sehr eindeutig und auch sehr selbstbewusst sagen, sind die Amerikaner."
  },
  {
    "start": 352.44,
    "end": 354.88,
    "text": "Und das kann man ganz schön und ganz einfach messen."
  },
  {
    "start": 354.96,
    "end": 362.7,
    "text": "Nämlich man kann sich überlegen oder messen, besser gesagt, schätzen, wie sich die importpreise in den usa verändert haben."
  },
  {
    "start": 362.92,
    "end": 369.1,
    "text": "und die idee ist die also ein gut wird angenommen von der deutschen firma verkauft in die usa."
  },
  {
    "start": 370.2,
    "end": 379.94,
    "text": "da muss beim zoll angegeben werden wie groß denn der wert dieser transaction ist und auf diesen wert kommt dann der zoll also eine einvollsteuer."
  },
  {
    "start": 380.34,
    "end": 388.56,
    "text": "und wenn jetzt der amerikanische porteur kommt dann muss er da Gefährt hat zum Zoll mit seinem Pickup Truck und holt diese Ware ab und muss dieses Auslösen zahlt, also den Zoll."
  },
  {
    "start": 389.14,
    "end": 392.32,
    "text": "Also das direkte Bezahlen, das ist eindeutig, das macht irgendein amerikanische Seite."
  },
  {
    "start": 392.96,
    "end": 399.64,
    "text": "Jetzt kann es aber natürlich sein, dass der europäische, der deutsche Export-Tür sagt, das ist ja jetzt schon ganz schön teuer für meinen Kunden da drüben."
  },
  {
    "start": 399.92,
    "end": 407.92,
    "text": "Ich senke meinen Preis ein bisschen und fange damit ein Teil oder vielleicht sogar komplett diesen Zoll-Effekt ab."
  },
  {
    "start": 408.5,
    "end": 412.16,
    "text": "Das kann man einfach messen, wie haben sich die Importpreise in den USA verändert?"
  },
  {
    "start": 413.3,
    "end": 414.12,
    "text": "und sie haben sich nicht verändert."
  },
  {
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    "end": 420.28,
    "text": "Und das bedeutet, dass die Amerikaner selbst diese Zolllast zahlen."
  },
  {
    "start": 420.62,
    "end": 433.22,
    "text": "Und ja, die amerikanische Regierung hat massive, massiv mehr Steuereinnahmen durch Zölle generiert, ungefähr zweihundert Milliarden West-Dollar mehr im Jahr zwanzig, fünfzwanzig als im Jahr vorher."
  },
  {
    "start": 434.1,
    "end": 435.56,
    "text": "Und es zahlt die amerikanische Seite."
  },
  {
    "start": 435.76,
    "end": 436.26,
    "text": "Ist ganz einfach."
  },
  {
    "start": 436.3,
    "end": 448.88,
    "text": "Was wir aber nicht sagen und auch nicht sagen können mit diesen Daten, ist, ob das jetzt der amerikanische Konsument war oder ob das irgendwie die Firma dazwischen war, deren Margen jetzt gerade geschrumpft sind, weil sie eben jetzt das nicht direkt weitergeben an die Konsumenten."
  },
  {
    "start": 449.44,
    "end": 451.36,
    "text": "Und wie wirken die Zölle dann?"
  },
  {
    "start": 451.5,
    "end": 455.62,
    "text": "Also gibt es jetzt auch weniger Exporte von europäischer Seite ausgesehen in die USA?"
  },
  {
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    "end": 457.74,
    "text": "Ganz genau, das ist eben die wichtige Unterscheidung."
  },
  {
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    "end": 461.88,
    "text": "Also die wirken natürlich schon negativ auf den Handel, weil die Preise in den USA hochgehen."
  },
  {
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    "end": 465.2,
    "text": "Also geht die nachgefragte Menge zurück, sehr teurer."
  },
  {
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    "text": "Man kauft im Durchschnitt ein bisschen weniger."
  },
  {
    "start": 467.52,
    "end": 475.18,
    "text": "Und das ist natürlich dann auch negativ für die deutschen, für die europäischen, für die ausländischen Exporteure, die in die USA verkaufen."
  },
  {
    "start": 475.8,
    "end": 478.98,
    "text": "Weil es schwieriger geworden ist, dort die Dinge abzusetzen."
  },
  {
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    "end": 482.0,
    "text": "Insofern sind die Effekte eben nicht nur auf amerikanischer Seite."
  },
  {
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    "end": 484.06,
    "text": "Das tangiert alle, die da beteiligt sind."
  },
  {
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    "end": 486.8,
    "text": "Aber wenn es um diese Zolllast geht, das zahlen ja Amerikaner."
  },
  {
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    "end": 493.6,
    "text": "Und der Idee von Zölln steht eben dieser Freihandel gegenüber, worüber wir am Anfang ja auch gesprochen haben."
  },
  {
    "start": 494.18,
    "end": 499.6,
    "text": "Wenn Sie es vielleicht nochmal auf den Punkt bringen könnten, was ist denn der Gedanke hinter der Freihandelszone?"
  },
  {
    "start": 499.66,
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    "text": "Also warum strebt denn die EU das gerade so an?"
  },
  {
    "start": 502.7,
    "end": 505.92,
    "text": "Also man könnte sich fast eher fragen, warum hat man überhaupt Zölle."
  },
  {
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    "end": 520.039,
    "text": "Ich möchte mal ganz provokant umgedrehen, weil wir ja auch, also beispielsweise innerhalb Deutschlands, überlegen uns ja nicht zwischen München und Berlin, immer wenn wir dort handeln, dann kommt da irgendwie zehn Prozent Steuer drauf."
  },
  {
    "start": 520.6,
    "end": 530.92,
    "text": "Das klingt ja irgendwie so ein bisschen widersinnig und es führt dazu, dass ja, irgendwo werden dann Staatseinnahmen generiert, von wem auch immer, der da die Zölle erhebt."
  },
  {
    "start": 531.56,
    "end": 540.74,
    "text": "Aber erst mal schaffen Zölle also Verzerrung in den Preisen und führt dazu, dass weniger gehandelt wird, dass Konsumenten weniger Auswahl haben, dass die Sachen teurer sind."
  },
  {
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    "end": 544.74,
    "text": "Erst mal im ersten Moment vermutlich nicht ganz so sinnvoll."
  },
  {
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  },
  {
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    "text": "Weil Zölle historisch gesehen eine super Einnahmequelle waren für Staaten."
  },
  {
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    "end": 565.26,
    "text": "Es war viel einfacher zu sehen, Was denn über die Grenze kommt, die irgendwie vermutlich doch halbwegs sinnvoll geschützt war oder der Hafen, um dann die Sachen, wo die Sachen eingeführt wurden, das war extrem gut sichtbar."
  },
  {
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    "end": 573.06,
    "text": "Und es war also viel, viel einfacher, an der Grenze zu sehen, was da passiert, als eben im Inland, so was wie Mehrwertscheuer, das sind moderne Erfindungen."
  },
  {
    "start": 573.46,
    "end": 580.56,
    "text": "Und das sind Konsumsteuern am Ende für auf importierte Waren und die Verzerrenpreise und die machen die Vielfalt geringer."
  },
  {
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    "text": "Aber Freihandel ist natürlich noch so ein bisschen mehr als nur das."
  },
  {
    "start": 584.12,
    "end": 593.34,
    "text": "Also es gibt nicht nur diese Steuern, die das erschweren, sondern dass viel größere Hindernis für Handel sind natürlich eigentlich andere Dinge."
  },
  {
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    "end": 596.66,
    "text": "Also es gibt nicht tarifäre Handelzämnisse, nennt sich das."
  },
  {
    "start": 597.34,
    "end": 608.98,
    "text": "Also alles von Standards über wie einfach ist es, überhaupt ein Land zu erreichen, also rein physisch oder auch aufwendig sind die Prozedere an der Grenze."
  },
  {
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    "end": 610.48,
    "text": "All das hält."
  },
  {
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    "end": 616.98,
    "text": "Unternehmen davon abzuexportieren und andere Unternehmen und Konsumenten davon irgendwie was zu importieren."
  },
  {
    "start": 617.46,
    "end": 622.46,
    "text": "Also es gibt andere Barrieren, die dazu führen, dass das Freihandel eben nicht da ist."
  },
  {
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    "end": 623.8,
    "text": "Und das sehen wir ja sogar auch innerhalb der EU."
  },
  {
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    "end": 631.08,
    "text": "Also sozusagen, da gibt es ja noch keine Zölle mehr hier, aber es gibt eben immer noch genügend Schwierigkeiten Sachen aus anderen EU-Staaten zu hier zu kaufen."
  },
  {
    "start": 631.7,
    "end": 633.88,
    "text": "Sie haben die unterschiedlichen Standards gerade schon angesprochen."
  },
  {
    "start": 633.92,
    "end": 641.44,
    "text": "Das ist ja auch einer der Gründe, warum gerade die Landwirte in Frankreich, Polen auch in Deutschland ja protestiert haben gegen das Mercosurabkommen."
  },
  {
    "start": 641.76,
    "end": 647.64,
    "text": "Haben die denn da nicht auch einen Punkt, wenn die sagen, naja, das sind unterschiedliche Standards, wir haben jetzt einen Wettbewerbsnachteil, wenn diese Zölle entfallen."
  },
  {
    "start": 648.92,
    "end": 661.54,
    "text": "Also ich glaube, hier muss man differenzieren zwischen dem reinen Gedanken an Meine Lebensgrundlage ist hier in Gefahr und ich glaube, das ist ja auch ein legitimer Grund."
  },
  {
    "start": 661.88,
    "end": 670.58,
    "text": "Und die Frage, ob Standards hier tatsächlich das sind, was das Problem sind oder ob man eigentlich eher so ein protektionistischen Gedanken hat."
  },
  {
    "start": 671.18,
    "end": 675.38,
    "text": "Und bei Indien wurde das ja ausgeklammert, de facto bei dem EU-Indienabkommen."
  },
  {
    "start": 675.8,
    "end": 686.94,
    "text": "Bei Merkurswürr war das ein viel größeres Thema, weil natürlich die Landwirte, Landwirte sind eine Agrarwirtschaft in Südamerika ein großer Exportmarkt ist und die dann Zugang zum europäischen Markt hatten, wollten, haben wollten."
  },
  {
    "start": 687.98,
    "end": 689.58,
    "text": "Also das variiert eben."
  },
  {
    "start": 690.02,
    "end": 698.88,
    "text": "Aber Standards... sind eben genau einer solcher Punkte, die heutzutage in Freihandelsabkommen sehr häufig mitdiskutiert werden."
  },
  {
    "start": 698.98,
    "end": 703.68,
    "text": "Zu Recht, weil das eben auch häufig die großen Hindernisse sind für tatsächlich einen Handel, der dann stattfindet."
  },
  {
    "start": 704.68,
    "end": 712.96,
    "text": "Es wird aber in den, oder es wurde in den Freihandelsabkommen der letzten Jahre, Jahrzehnte, aber eben auch über sehr, sehr viele andere Dinge noch diskutiert, die nur mittelbar etwas mit Handel zu tun haben."
  },
  {
    "start": 713.0,
    "end": 722.5,
    "text": "Und das hat eben auch dazu geführt, dass dann das, dass dann das, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann, dass dann,"
  },
  {
    "start": 722.54,
    "end": 723.3,
    "text": "dass dann, und Mercosur zu verhandeln."
  },
  {
    "start": 723.34,
    "end": 727.28,
    "text": "Auf diese ganz ganz vielen anderen Dinge würde ich gleich noch kommen, davor aber noch einen Stopp machen wollen."
  },
  {
    "start": 728.24,
    "end": 730.66,
    "text": "zum Abschluss dieser wirtschaftlichen Betrachtung, die wir jetzt gerade machen."
  },
  {
    "start": 731.22,
    "end": 739.24,
    "text": "Nehmen wir mal an, Mercosur, gut verzögert sich noch ein bisschen wahrscheinlich, aber es wird ja dann wahrscheinlich kommen, dann das Abkommen mit Indien, beides ist in Kraft."
  },
  {
    "start": 740.26,
    "end": 743.0,
    "text": "Wie viel würde das denn eigentlich wirtschaftlich für Deutschland ausmachen?"
  },
  {
    "start": 743.18,
    "end": 749.1,
    "text": "Also sagen wir es mal so, wir haben ja auch die Die Wirtschaftszahlen vom Donnerstag und die Arbeitslosenzahlen vom Freitag jetzt hat auch im Kopf."
  },
  {
    "start": 749.72,
    "end": 751.0,
    "text": "Also wir brauchen auch Wirtschaftsaufschwung."
  },
  {
    "start": 751.14,
    "end": 753.02,
    "text": "Ist das hilfreich, diese Abkommen?"
  },
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    "end": 754.68,
    "text": "Ja und nein."
  },
  {
    "start": 755.3,
    "end": 762.28,
    "text": "Also zum ersten, glaube ich, ist es immer sinnvoll, sich einmal einen ganz nüchternen Blick in die Daten zu werfen."
  },
  {
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    "end": 763.52,
    "text": "So grob über einen Daumen."
  },
  {
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    "end": 769.02,
    "text": "Ungefähr zwei Drittel von dem, was in Deutschland produziert wird, bleibt in Deutschland."
  },
  {
    "start": 769.84,
    "end": 772.06,
    "text": "ist also überhaupt nicht internationaler Handel."
  },
  {
    "start": 772.62,
    "end": 782.42,
    "text": "Zwei Drittel von all dem was in Deutschland produziert wird und über die Grenze aber geht, also das was exportiert wird, zwei Drittel davon bleiben innerhalb der EU beziehungsweise innerhalb Europas."
  },
  {
    "start": 784.22,
    "end": 789.98,
    "text": "Und dieses letzte ungefähr zehn Prozent, die verlassen überhaupt den europäischen Kontinent und auf der Importseite sieht das sehr ähnlich aus."
  },
  {
    "start": 790.06,
    "end": 795.08,
    "text": "Also das ist nicht aufs Prozent exakt, aber so in der Größenordnung."
  },
  {
    "start": 796.98,
    "end": 806.5,
    "text": "Und wenn wir jetzt ein Handelsabkommen also mit Indien oder mit Mercos zu abschließen, dann kann das keine riesengroßen wirtschaftlichen Effekte haben."
  },
  {
    "start": 806.92,
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    "text": "Punkt."
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    "end": 817.74,
    "text": "Also wer sich hier raus verspricht, dass jetzt das Wirtschaftswachstum wieder im voll einstelligen Bereich wieder sein wird, dadurch, das muss man ganz klar zurückweisen, dass das kann nicht dadurch kommen."
  },
  {
    "start": 819.54,
    "end": 832.62,
    "text": "Aber es führt natürlich dazu, dass wir eine viel berechenbare welt haben für die die unternehmen die genau in diesen bereichen handeln oder handeln wollen oder investieren wollen."
  },
  {
    "start": 834.22,
    "end": 843.3,
    "text": "und das problem der letzten zwölf monate aber eigentlich ist auch schon ein bisschen länger ist das ja es ist eine gefühlt jedenfalls eine unsicherere welt geworden ist."
  },
  {
    "start": 843.56,
    "end": 849.68,
    "text": "und in einer unsicheren welt werden wir nur wirtschaftlich denkt."
  },
  {
    "start": 849.74,
    "end": 857.2,
    "text": "von allen anderen problemen die das mit sich bringt ist man zögerlicher, also sollte man jetzt dort eine neue Produktionsstätte aufbauen."
  },
  {
    "start": 857.34,
    "end": 861.36,
    "text": "oder wollen wir hier unsere Kapazitäten vergrößern, um mehr verkaufen zu können."
  },
  {
    "start": 861.5,
    "end": 867.86,
    "text": "All das in einer Welt, die unsicher ist, da ist man zögerlicher, macht es im Zweifelsfall erst mal vielleicht nicht."
  },
  {
    "start": 868.28,
    "end": 872.46,
    "text": "und dieses erst mal nicht machen, das bedeutet weniger Wirtschaften."
  },
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    "start": 873.4,
    "end": 875.04,
    "text": "Ich bring jetzt mal ein Gegenargument ein."
  },
  {
    "start": 875.38,
    "end": 878.46,
    "text": "Schauen wir auf die Verflechtungen in Deutschland Putin, Deutschland Russland."
  },
  {
    "start": 878.5,
    "end": 881.16,
    "text": "Da war ja auch sehr enge wirtschaftliche Verflechtungen."
  },
  {
    "start": 881.68,
    "end": 886.52,
    "text": "Letztendlich hat das ja aber nicht dann zur weiteren politischen Nähe geführt, sag ich mal."
  },
  {
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    "end": 888.6,
    "text": "Ja und nein."
  },
  {
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    "text": "Also erstens, ich bin hier die ganze Zeit so wage."
  },
  {
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    "text": "Wir wissen ja nicht, wie die Welt ausgesehen hätte, hätte diese Verpflichtung nicht gegeben."
  },
  {
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    "end": 907.26,
    "text": "Also, das ist einfach gesagt, aber wir wissen ja, vielleicht hätte dann Russland vor Jahren irgendwas gemacht, was wir politisch nicht gewollt hätten."
  },
  {
    "start": 909.34,
    "end": 921.04,
    "text": "Anders gesagt und damit sehr verbunden, wenn wir, und jetzt kommen wir so ein bisschen zum Thema Sanktionen fast, nur wenn es wirtschaftliche Verpflichtungen gibt, hat man auch ein Hebel."
  },
  {
    "start": 922.64,
    "end": 926.82,
    "text": "Und das Beste oder schlimmste Beispiel eigentlich dafür ist Nordkorea."
  },
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    "end": 931.78,
    "text": "Also seit sechzig Jahren, über sechzig Jahren gibt es härteste Sanktionen gegen diesen Staat."
  },
  {
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    "end": 938.36,
    "text": "Und dann gibt es alle paar Jahre, werden nochmal neue Sanktionen verhängt und der Effekt von diesen ist nach Null."
  },
  {
    "start": 939.04,
    "end": 951.46,
    "text": "Und man hat einfach keinerlei Einfluss mehr, weil es ein quasi autarkes Land ist, wo die sich nicht darum scheren, ob jetzt noch irgendwas verboten wurde vom Westen."
  },
  {
    "start": 953.72,
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    "text": "Und anders gesagt, glaube ich, ist ja das ganz andere Extrem."
  },
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    "text": "Wir leben auf dem europäischen Kontinent, wo es hunderte Jahre Krieg gab."
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    "text": "Und seitdem es diese deutlich engeren und politisch gewollten, engeren Verflechtungen gibt, ist das nicht mehr so."
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    "text": "Und jedenfalls zwischen den Zentral-Europäischen Staaten."
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    "end": 985.72,
    "text": "Also, das heißt, das hat eben dazu geführt, dass es eben Verflechtungen gibt und dass man miteinander reden muss, eher als dass man zur Waffe greift."
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    "end": 990.54,
    "text": "Und das, also, das ist kein Al-Hay-Mitteln, also ganz sicher nicht."
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    "start": 990.58,
    "end": 994.5,
    "text": "Aber wenn man eben keinerlei wirtschaftliche Verpflechtungen hat, dann hat man eben auch kein Hebel."
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    "text": "Aber man muss natürlich auch aufpassen, dass solche Hebeln nicht einseitig sind."
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    "end": 1006.86,
    "text": "Und da wurde eben, wird ja auch gerade sehr viel darüber gesprochen, all die Abhängigkeiten, die Deutschland, die Europa hat, von diversen... Staaten weltweit oder von Russland vor einigen Jahren."
  },
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    "end": 1013.18,
    "text": "Und hier reden wir aber eben immer so darüber, als ob es einseitige Abhängigkeiten sind."
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    "text": "sehr,"
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    "text": "Kann man das so sagen?"
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    "text": "Ja, nicht nur Handel, es geht auch um Finanzflüsse, aber sozusagen wirtschaftliche Verpflichtungen führen zu Einfluss."
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    "text": "Und aber die meisten wirtschaftlichen Verpflichtungen sind eben nicht einseitig, sondern führen eben dazu, dass man miteinander reden muss, weil es sonst nicht geht."
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    "text": "Und auch da, ich weiß natürlich nicht genau, was jetzt in Davos passiert ist."
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    "text": "Und die Dinge, die die Herrn Trump dazu bewogen haben, auf einmal doch nicht mehr Grünland besetzen zu wollen und doch nicht mehr Zölle erheben zu wollen."
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    "text": "Aber es sind ja einige Dinge in den Tagen passiert und vielleicht war es irgendeine Mischung daraus."
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    "text": "Aber die Verflechtungen... Zwischen den USA und Europa sind immens und wir reden häufig über den Güterhandel."
  },
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    "text": "Aber man sollte natürlich auch nicht den Dienstleistungshandel vergessen."
  },
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    "text": "Und man kann die ganzen finanziellen Verflechtungen, die die Investitionen auf beiden Seiten, kann man nicht vergessen."
  },
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    "end": 1092.26,
    "text": "Und ich glaube, da gibt es viele Dinge, die das einfach zusammenbinden, die eben auch dazu führen, dass es politisch einfach sehr sehr sehr sehr kostspielig wäre, da was anderes zu machen."
  },
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    "start": 1092.76,
    "end": 1111.36,
    "text": "Also wenn wir den Anlass dieser zwei Handelsabkommen jetzt nochmal hernehmen, kann man sagen, dass die EU dann eigentlich gerade genau das macht, was wir alle so ein bisschen von ihr erwarten, dass es quasi Nachfolgerin der USA wird als Anführerin einer regelbasierten Weltordnung durch diese Freihandelsabkommen?"
  },
  {
    "start": 1112.76,
    "end": 1117.4,
    "text": "Also ich bin immer sehr optimistisch und fand manchmal auch zu optimistisch."
  },
  {
    "start": 1118.14,
    "end": 1122.38,
    "text": "Aber ich glaube, das ist eine Position die die EU einnehmen könnte."
  },
  {
    "start": 1122.48,
    "end": 1147.7,
    "text": "Ich glaube so ein bisschen realisiert man das und auch da hat Macron ja in Davos, fand ich recht eindrucksvoll gesagt, dass die EU sehr langsam ist und manchmal zu langsam, aber diese, also man kann es als Trägheit bezeichnen, man kann aber eben auch das Berechenbarkeit nennen und Berechenbarkeit, wie eben auch schon besprochen ist, extrem wichtig für Einfluss, also man weiß, woran man ist."
  },
  {
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    "end": 1156.8,
    "text": "Das ist aber auch extrem wichtig für wirtschaftliches Handeln, weil das Unternehmen und Konsumenten Sicherheit gibt, dass man sagt, okay, nein, ich gebe jetzt etwas aus."
  },
  {
    "start": 1156.88,
    "end": 1164.38,
    "text": "Ich weiß, ich werde in den kommenden Jahren genug Einkommen haben und das Unternehmen denkt, ja, ich weiß, das wird schon in Zukunft, ich werde eine solide Basis haben."
  },
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    "end": 1167.14,
    "text": "Ich kann jetzt hier noch eine neue Produktionsstätte öffnen."
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    "text": "Und das ist eine Karte, die die EU viel mehr spielen könnte."
  },
  {
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    "end": 1172.3,
    "text": "Sie tut es einfach in dem Maße noch nicht."
  },
  {
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    "end": 1175.02,
    "text": "ganz grob, auch wieder nur grob über einen Daumen."
  },
  {
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    "end": 1181.28,
    "text": "Die EU ist kein kleines Fleckchen Erde ohne Macht."
  },
  {
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    "end": 1188.08,
    "text": "Die EU, finde ich, agiert international häufig so, als ob sie einfach Spielball dieser Großmächte sind."
  },
  {
    "start": 1188.24,
    "end": 1198.8,
    "text": "Aber also China und die USA sind, je nachdem wie man rechnet, so zwischen vierzehn und und siebzehn, achtzehn Prozent des des Welt-Bibs und die EU auch."
  },
  {
    "start": 1199.46,
    "end": 1206.68,
    "text": "Also wir sind wir spielen wir wirklich spielen wir in dieser Größe und wir tun so als ob wir es nicht sind, wir tun so als ob wir die Hälfte davon vielleicht sind."
  },
  {
    "start": 1208.12,
    "end": 1239.54,
    "text": "Und das wundert mich manchmal, aber wenn man eben das jetzt so sieht, wie die EU handelspolitische letzten Monaten agiert hat, nicht in allen Belangen, aber in einigen wichtigen, glaube ich, kommt man auch so ein bisschen zu der Erkenntnis, dass man eben mehr Anker von Stabilität sein kann und dass das aber eben auch für die EU selbst von sehr großem Vorteil ist, wenn sie eben von Dritten sozusagen, nicht China, nicht USA, als so ein Stabilitätsanker wahrgenommen wird."
  },
  {
    "start": 1240.8,
    "end": 1249.3,
    "text": "Also es gibt immer wieder Beispiele, wo eben genau solche Orte auf der Welt dann wirtschaftlichen großen Aufschwung hatten, weil das als sicherer Ort empfunden wurde."
  },
  {
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    "end": 1251.74,
    "text": "Also sozusagen die Schweiz in Anführungsstrichen, die Schweiz der Welt."
  },
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    "start": 1253.02,
    "end": 1256.34,
    "text": "Auf dieser Positiven Note würde ich gerne beenden."
  },
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    "start": 1256.88,
    "end": 1257.94,
    "text": "Herzlich Dank für Ihre Eindrücke."
  },
  {
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    "end": 1258.34,
    "text": "Vielen Dank."
  },
  {
    "start": 1258.9,
    "end": 1259.62,
    "text": "Vielen Dank für die Einladung."
  },
  {
    "start": 1266.72,
    "end": 1280.98,
    "text": "Ich weiß nicht, wie es Ihnen beim Zuhören ging, aber irgendwie hat es mir auf eine Art Gutgetanze hören, dass die EU bei all den Schwierigkeiten und Problemen, die sie hat, gerade auch in manchen entscheidenden Fragen vieles richtig macht."
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  {
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    "end": 1284.46,
    "text": "Und wenn wir gerade schon so gut gelaunt sind, noch ein Lesetipp."
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    "end": 1288.68,
    "text": "Meine Kollegin Ulrike Niems hat die erste Woche Dschungelcamp bilanziert."
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    "text": "Lesen lohnt sich, auch wenn sie kein Dschungelfan sind."
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    "end": 1293.82,
    "text": "Link dazu in den Shownotes."
  },
  {
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    "end": 1296.66,
    "text": "Produziert hat die Sendung Laura Sagebier."
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    "start": 1297.0,
    "end": 1301.42,
    "text": "Vielen Dank dafür und Ihnen vielen Dank fürs Zuhören und bis morgen."
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