[
  {
    "start": 4.7,
    "end": 8.039,
    "text": "Beim Bündnis Sarah Wagenknecht ist ein heftiger Streit ausgebrochen."
  },
  {
    "start": 8.64,
    "end": 16.46,
    "text": "Die Parteigründerin hat das BSW in Thüringen aufgefordert, die Landesregierung zu verlassen – aber die Fraktionin Erfurt denkt überhaupt nicht daran!"
  },
  {
    "start": 17.38,
    "end": 19.76,
    "text": "Warum stellt sich Wagenknächt gegen ihre eigenen Leute?"
  },
  {
    "start": 20.56,
    "end": 26.16,
    "text": "Über die verhärteten Fronten zwischen Pragmatismus und Fundamental-Opposition spreche ich gleich mit Valérie Höhne."
  },
  {
    "start": 26.5,
    "end": 28.96,
    "text": "Sie berichtet aus dem Berliner Büro der SZ über des BSW."
  },
  {
    "start": 30.04,
    "end": 32.04,
    "text": "Sie hören den SZ Nachrichten Podcast auf den Punkt."
  },
  {
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    "end": 35.68,
    "text": "Ich bin Philipp Saul und bevor wir gleich loslegen, noch eine kleine Bitte."
  },
  {
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    "end": 41.68,
    "text": "Uns bei auf dem Punkt interessiert wie Sie unseren Podcast so finden – was Ihnen gefällt und was wir besser machen können?"
  },
  {
    "start": 42.4,
    "end": 44.18,
    "text": "Machen sie doch gerne bei unserer kleinen Umfrage mit!"
  },
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    "start": 44.599,
    "end": 46.239,
    "text": "Die dauert auch nicht länger als fünf Minuten."
  },
  {
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    "end": 51.86,
    "text": "Einfach unter sz.de slash podcast-umfrage oder unter dem Link in den Show notes."
  },
  {
    "start": 52.239,
    "end": 53.44,
    "text": "Schon mal vielen Dank fürs Mitmachen."
  },
  {
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    "end": 61.099,
    "text": "Das Bündnis Sarah Wagenknecht bekommt bald einen anderen Namen."
  },
  {
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    "end": 68.72,
    "text": "Ab dem ersten Oktober soll es Bündnissoziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Vernunft teisen, das hat die Partei schon letztes Jahr beschlossen."
  },
  {
    "start": 69.72,
    "end": 76.92,
    "text": "Das BSW soll damit weniger auf seine Gründerin Wagenknecht zugeschnitten sein – auch wenn sie weiterhin das mit Abstand bekannteste Gesicht ihrer Partei ist!"
  },
  {
    "start": 78.039,
    "end": 86.399,
    "text": "Wagenknächt polarisiert öffentlich und in der eigenen Partei Und genau da hat sich jetzt ein Streit losgetreten nämlich mit dem Landesverband in Thüringen."
  },
  {
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    "end": 91.039,
    "text": "Dort ist das BSW Teil der sogenannten Brombeer-Koalitionen mit CDU und SPD."
  },
  {
    "start": 92.52,
    "end": 100.88,
    "text": "Der Auslöser für den Streit, der war das die TU Chemnitz dem Ministerpräsidenten von Thüringen – Mario Vogt von der CDU – seinen Doktortitel aberkannt hat."
  },
  {
    "start": 101.44,
    "end": 105.679,
    "text": "Er soll unsauber gearbeitet haben und Wagenknecht hat ihn deshalb zum Rücktritt aufgerufen."
  },
  {
    "start": 106.52,
    "end": 112.5,
    "text": "Und in Richtung ihrer eigenen Leute hat sie gefordert, dass BSW-Solle aus der Koalition mit CDU und SPD austreten."
  },
  {
    "start": 113.52,
    "end": 122.1,
    "text": "Wagenknächt hat für Thüringer stattdessen eine Expertenregierung vorgeschlagen, die mit wechselnden Mehrheiten regiert… also auch mit der AfD, die in Thüringen stärkste Kraft ist."
  },
  {
    "start": 122.899,
    "end": 124.14,
    "text": "Die Brandmauer gegen die AfD?"
  },
  {
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    "end": 126.539,
    "text": "Davon hält Wagenknecht so gar nichts!"
  },
  {
    "start": 127.399,
    "end": 136.96,
    "text": "Aber die BSW-Abgeordneten im Landtag von Erfurt – jedenfalls die meisten von ihnen – wollen sich nicht von Wagenknächt und der Bundesparteispitze reinreden lassen sondern lieber weiter mitregieren."
  },
  {
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    "end": 143.02,
    "text": "Ja und über das BSW, Wagen Knächt & ihr Verhältnis zur AfD spreche ich jetzt mit Valerie Höhne."
  },
  {
    "start": 144.2,
    "end": 149.92,
    "text": "Valerie eigentlich müsste sich Sarah Wagenknecht ja freuen, wenn ein BSW-Landesverband an eine Regierung beteiligt ist."
  },
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    "end": 154.64,
    "text": "Da kann man dann auch gestalten aber in Thüringen war sie von Anfang an dagegen und sie ist es immer noch."
  },
  {
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    "end": 155.98,
    "text": "Warum denn eigentlich?"
  },
  {
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    "end": 163.04,
    "text": "Also Sie hat schon vor zwei Jahren gesagt dass sie nicht möchte das BSH in Thüringen Teil der Koalition wird."
  },
  {
    "start": 163.42,
    "end": 175.92,
    "text": "Das lag daran, dass sie fand, ihren Forderungen durchgesetzt hat und insbesondere auch die dortige Spitzenkandidatin und jetzige Finanzministerin Katja Wolf."
  },
  {
    "start": 176.42,
    "end": 187.18,
    "text": "Dieser Streit zwischen diesen beiden Frauen hat sich quasi jetzt durchgezogen bis heute, der wurde nie aufgelöst und dadurch gibt es halt nach wie vor diese verhärteten Fronten zwischen Wolf- und Wagenknächt."
  },
  {
    "start": 187.78,
    "end": 196.38,
    "text": "und die eine, die eben pragmatisch regieren möchte das ist Katja Wolff und Sarah Wagen Knächt, die in der Tradition der Fundamentale Opposition weiterhin steht."
  },
  {
    "start": 196.78,
    "end": 205.14,
    "text": "also auf dem Bundesparteitag konnte man auch immer genau sehen, wo der Thüringer Landesvorstand saß und wer da so rum war."
  },
  {
    "start": 205.38,
    "end": 207.82,
    "text": "Und die Wagenknechtleute waren immer stark getrennt."
  },
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    "end": 212.28,
    "text": "Man kann sagen das sind wirklich die zwei extremen Flügel der"
  },
  {
    "start": 212.34,
    "end": 212.8,
    "text": "Partei.\"."
  },
  {
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    "end": 214.48,
    "text": "Du sagst es ja schon selbst!"
  },
  {
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    "end": 218.0,
    "text": "Wagenknächt war in ihrer politischen Karriere immer in der Opposition."
  },
  {
    "start": 218.08,
    "end": 220.3,
    "text": "Man könnte wirklich sagen Fundamentaloppositionen."
  },
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    "end": 223.78,
    "text": "Was will sie denn mit dieser Strategie politisch überhaupt erreichen?"
  },
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    "end": 226.3,
    "text": "Das ist was, was ich mich wirklich aufrage."
  },
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    "end": 233.58,
    "text": "Sarah Wagenknecht hat angefangen in der SED und war dann eine prägende Figur der PDS und auch der kommunistischen Plattform insbesondere."
  },
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    "start": 234.4,
    "end": 242.82,
    "text": "War ja lange in der Linken und hat in der linken also alle möglichen Fäden mit allen möglichen Menschen gehabt."
  },
  {
    "start": 243.9,
    "end": 259.38,
    "text": "Man kann schon sagen, Wagen Knecht ist niemand dem die Spaltung irgendwie fremd ist sondern sie ist jemand der polarisiert und es bislang in ihrer doch sehr lang politischen Karriere nie geschafft hat, eine Bewegung irgendwie hinter sich zu vereinen."
  },
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    "end": 263.3,
    "text": "Wo sich alle wohlfühlen oder wo sich alle gesehen fühlen."
  },
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    "end": 264.26,
    "text": "das finde ich ganz interessant."
  },
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    "end": 267.1,
    "text": "also auch diese Aufstehenbewegungen die sie gegründet hat und so."
  },
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    "start": 267.6,
    "end": 275.04,
    "text": "Das ist ja alles ein bisschen im Sande verlaufen oder man hat sich halt verstritten und insofern frage ich mich wirklich was will sie eigentlich?"
  },
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    "end": 277.96,
    "text": "Weil... Ich weiß es ehrlich gesagt nicht!"
  },
  {
    "start": 278.08,
    "end": 285.62,
    "text": "Also Sie möchte ja offensichtlich Macht haben, aber Regierungsmacht eben dann auch nicht oder nur zu ihren Bedingungen."
  },
  {
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    "end": 291.76,
    "text": "Es ist für mich wirklich eine sehr offene Frage und ich kann sie leider nicht wirklich beantworten was Sarah Wagenknecht will."
  },
  {
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    "end": 300.96,
    "text": "Eine Forderung die Wagenknächt immer wieder aufstellt ist ja dass es überparteiliche Regierungschefs geben soll, die mit wechselnden Mehrheiten regieren also auch mit der AfD."
  },
  {
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    "text": "Warum will sie das eigentlich?"
  },
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    "text": "Und wie realistisch ist das?"
  },
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    "start": 304.34,
    "end": 313.58,
    "text": "Also was sie ja sagt dass diese Brandnauerpolitik gescheitert ist und das sieht man daran aus ihrer Sicht, dass die AfD immer stärker wird."
  },
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    "end": 315.28,
    "text": "Da hat sie ja durchaus auch einen Punkt."
  },
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    "end": 323.08,
    "text": "also die AfD ist ja stärker geworden im Moment laut Umfragen ja auch stärkste Kraft in Deutschland und auch in vielen ausdeutschen Bundesländern."
  },
  {
    "start": 324.14,
    "end": 342.08,
    "text": "Und deswegen sagt sie, daß die etablierten Parteien sage ich jetzt mal kein wirksames Rezept gefunden haben und sie plädiert für eine Art Expertenregierung wo im Prinzip wie in einem Philosophenstaat jemand, der überparteilig ist regiert."
  },
  {
    "start": 342.68,
    "end": 351.16,
    "text": "Der sozusagen ich überspitze es jetzt ein bisschen aber das Beste im Blick hat für die Menschen und der soll dann mit wechselnden Mehrheiten regieren."
  },
  {
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    "end": 357.84,
    "text": "Ich halte das in unserem politischen System ehrlich gesagt Sehr, sehr schwierig."
  },
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    "end": 365.52,
    "text": "Oder sie hätte ja dann überhaupt keine Machtbasis und auch keine Plattform der politischen Willensbildung, die ja Parteien nun mal sind."
  },
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    "start": 366.24,
    "end": 374.16,
    "text": "Also ich stelle mir total schwierig vor wie dieser Regierungschef oder diese Regierungsschefin dann agieren sollte Und ich halte das auch für wirklich unrealistisch."
  },
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    "start": 374.64,
    "end": 378.44,
    "text": "Sie hat jetzt halt irgendwie diese Idee und versucht sich da jetzt zu platzieren."
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    "end": 382.98,
    "text": "Und warum genau sie das macht ist für mich auch wieder eher offen."
  },
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    "end": 385.06,
    "text": "Warum will sie denn nicht selber regieren?"
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    "end": 390.94,
    "text": "Diese fundamental Opposition in die Wagenknecht ja immer wieder geht, was ja quasi ihrem Markenzeichen ist."
  },
  {
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    "end": 394.12,
    "text": "Das ist für mich politisch nicht nachhaltig."
  },
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    "end": 398.02,
    "text": "Hast ich immer Mitnehmer aus dieser Idee mit wechselnden Mehrheiten zu regieren und auch mit der AfD?"
  },
  {
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    "end": 402.0,
    "text": "Dass sich Wagenknächt irgendwie ziemlich an die AfD ranwandst."
  },
  {
    "start": 402.38,
    "end": 403.0,
    "text": "Siehst du das auch so?"
  },
  {
    "start": 403.56,
    "end": 418.38,
    "text": "Ich tue mich immer ein bisschen schwer, ihr das in dieser Härte zu unterstellen Auch wenn natürlich sie wirklich im Moment Ein gutes Symbol für die Hufeisentheorie ist, dass quasi rechts und links extrem sehr nah beieinander sind am Ende wieder."
  },
  {
    "start": 419.28,
    "end": 422.96,
    "text": "Aber ich tue mich immer so ein bisschen schwer ihr das wirklich zu unterstellen."
  },
  {
    "start": 423.02,
    "end": 439.72,
    "text": "trotzdem offensichtlich sieht sie es so, dass kein Weg an der AfD, an der Macht vorbeiführt Und Sie möchte dem nicht im Weg stehen sondern Sie möchtet es sogar noch möglicherweise unterstützen, zumindest indirekt."
  },
  {
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    "end": 446.16,
    "text": "Insofern muss man die Recht geben auch wenn man ihr das nicht konkret unterstellen will dass sie Björn Höcke gut"
  },
  {
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    "end": 446.64,
    "text": "findet.\"."
  },
  {
    "start": 447.32,
    "end": 459.38,
    "text": "Was diese Hufeisentheorie angeht ist ja politikwissenschaftlich auch sehr umstritten und gerade bei Wagenknecht kann man jetzt wirklich nicht mehr sagen dass sie nur klassisch linke Positionen bezieht und sich deswegen an die AfD ranwanst."
  },
  {
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    "end": 461.86,
    "text": "Das ist absolut richtig, ja das möchte ich auch noch mal betonen."
  },
  {
    "start": 461.94,
    "end": 467.48,
    "text": "also was sie macht also gerade in der Migrationspolitik sind mindestens rechtspopulistische Forderungen die Sie da aufstellen."
  },
  {
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    "end": 482.38,
    "text": "Blicken wir immer nach vorne jetzt stehen im September drei Landtagswahlen an zuerst den Sachsen-Anhalt und dann in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin Und in allen drei Ländern sagen Umfragen dass für das BSW von Wagenknecht ziemlich knapp werden könnte damit dass die Partei in die Landtage einzieht."
  },
  {
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    "end": 488.02,
    "text": "Was würde es denn fürs BSW bedeuten wenn keinem dieser drei Landtage am Schluss vertreten ist."
  },
  {
    "start": 488.48,
    "end": 503.34,
    "text": "Aus meiner Sicht stellt sich dann die Existenzfrage fürs BSW ganz konkret, sie sind da noch in drei Landtagentagen vertrete, aber man muss sich schon fragen ob Sie damit nicht einfach an die politische Bedeutungslosigkeit rutschen und damit auch Sarah Wagenknecht ja in die politischen Bedeutsungsloskeit rutschst."
  },
  {
    "start": 503.38,
    "end": 512.12,
    "text": "und so würde ich Ihr derzeitiges Manöver auch am ehesten einschätzen dass es eben ein recht verzweifelter Schrei nach Aufmerksamkeit Das"
  },
  {
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    "end": 515.64,
    "text": "heißt, dieser öffentliche Streit kommt dann vielleicht gar nicht so zur Unzeit."
  },
  {
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    "end": 516.64,
    "text": "Sondern ist Absicht."
  },
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    "end": 517.439,
    "text": "Genau!"
  },
  {
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    "end": 530.88,
    "text": "Also sie hat ja gesagt, dass jetzt diese Forderung hätte in Thüringen aus der Landesregierung auszutreten weil der Ministerpräsident Mario Vogt den Doktorchitel aberkannt bekommen hat... das glaube ich aber nicht."
  },
  {
    "start": 531.459,
    "end": 538.859,
    "text": "Das könnte auch damit zu tun haben, dass Höcke eher vor einigen Tagen das Angebot gemacht hat mit Stimmen von AfD und BSW in Thüringen Ministerpräsidentin zu werden."
  },
  {
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    "end": 546.52,
    "text": "Sie kann es ja überhaupt nicht annehmen, auch nicht ernsthaft darüber nachdenken weil des BSW im großen Teilen in der Fraktion gegen sie ist."
  },
  {
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    "end": 551.12,
    "text": "Das heißt er hat damit auch vorgeführt wie machtlos die einerseits ist und dass sie diesen Machtkampf eben suchen muss."
  },
  {
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    "end": 563.52,
    "text": "Und auf der anderen Seite hatte ihr natürlich eine Steilvorlage gegeben um eben wieder vorzukommen und auch vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt jetzt nochmal groß in den Medien vorzukommen und eben von sich reden zu machen."
  },
  {
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    "end": 574.14,
    "text": "Ihr nutzt jetzt die Aufmerksamkeit, das ist gut für die Wahlen, egal welche Aufmerksamkeit im Moment – und das andere ist dass sie einen echten Machtkampf mit Katja Wolff hat, den sie irgendwann austragen muss."
  },
  {
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    "end": 575.099,
    "text": "und warum nicht?"
  },
  {
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    "text": "Liebe Walleri vielen Dank!"
  },
  {
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    "end": 593.42,
    "text": "Wir haben hierbei auf dem Punkt ja immer wieder darüber berichtet was russische Geheimdienste in Deutschland so tun Und in einem Fall ist an diesem Dienstag jetzt ein Ukraine wegen Agententätigkeit zu fünfzehn Monaten Gefängnis verurteilt worden."
  },
  {
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    "end": 596.579,
    "text": "Er soll für einen russischen Nachrichtendienst gearbeitet haben."
  },
  {
    "start": 597.219,
    "end": 612.68,
    "text": "Die Bundesanwaltschaft hatte ihm und zwei weiteren Männern vorgeworfen, Pakete mit GPS-Trackern von Köln aus in die Ukraine verschickt zu haben – wohl um Transportwege zu erkunden, mit dem Ziel später Parketbomben verschicken zu können, und die sollten dann in Deutschland oder in der Ukraine explodieren."
  },
  {
    "start": 618.479,
    "end": 624.219,
    "text": "Kunden von Supermärkten wie Rewe und Edeka müssen sich bald womöglich auf größer angelegte Streiks einstellen."
  },
  {
    "start": 624.88,
    "end": 632.459,
    "text": "Denn die Gewerkschaft Verdi ist bereit, den Arbeitskampf im Einzelhandel deutlich auszuweiten – das hat Verdi Vorständ in Silke Zimmer der SZ gesagt!"
  },
  {
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    "end": 637.9,
    "text": "Die Tarifparteien verhandeln nämlich schon seit April über einen neuen Abschluss aber noch immer ohne Ergebnis."
  },
  {
    "start": 638.76,
    "end": 643.219,
    "text": "Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber vierzehn Euro neunzig pro Stunde."
  },
  {
    "start": 643.9,
    "end": 645.959,
    "text": "Die Arbeitgeber bieten vier Komma vier Prozent."
  },
  {
    "start": 646.599,
    "end": 649.219,
    "text": "Sie sagen, sie hätten wegen steigender Kosten kaum Spielraum."
  },
  {
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    "end": 651.04,
    "text": "Wer die hält dagegen?"
  },
  {
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    "end": 656.52,
    "text": "Viele Beschäftigte würden unfreiwillig in Teilzeit arbeiten und seien dringend auf höhere Löhne angewiesen."
  },
  {
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    "end": 660.02,
    "text": "Welche Auswirkungen mögliche Streiks hätten ist noch unklar."
  },
  {
    "start": 660.74,
    "end": 666.3,
    "text": "Aldi und Lidl dürfen die Streiks eher nicht treffen – sie zahlen ihren Beschäftigten schon jetzt übertarifliche Zulagen!"
  },
  {
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    "end": 682.9,
    "text": "In dieser Sendung ging es ja heute neben dem BSW auch ein bisschen um die AfD Und die hat gerade auch deshalb so einen großen Erfolg und hohe Umfragewerte, weil sie sich als Kümmerer für die Sozialschwache inszeniert."
  },
  {
    "start": 683.719,
    "end": 687.24,
    "text": "Ich möchte Ihnen deshalb einen Gastbeitrag von der SZ von Volker Weiß empfehlen."
  },
  {
    "start": 687.859,
    "end": 691.699,
    "text": "Der ist Historiker und beschäftigt sich mit Geschichte- und Gegenwart der extremen Rechten."
  },
  {
    "start": 692.459,
    "end": 701.479,
    "text": "Er schreibt, dass sozialpolitische Impulse in der deutschen Vergangenheit nicht nur von links gekommen seien – und er erklärt den aus seiner Sicht zentralen Unterschied zwischen rechts und links."
  },
  {
    "start": 702.12,
    "end": 703.92,
    "text": "Den Link zum Text finden Sie in den Shownotes!"
  },
  {
    "start": 704.699,
    "end": 706.68,
    "text": "Werdeaktionsschluss für auf den Punkt war sechzehn Uhr."
  },
  {
    "start": 707.319,
    "end": 709.099,
    "text": "Produzierte diese Folge im Manuel Pedersen."
  },
  {
    "start": 709.56,
    "end": 711.599,
    "text": "Vielen Dank fürs Zuhören und bis morgen!"
  }
]