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    "text": "Seit Ende Dezember gibt es Proteste in ganz Iran, gegen die islamische Republik unter Ali Khamenei."
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    "end": 17.12,
    "text": "Der Druck auf Irans Staatschef wächst immer mehr und das von innen, aber auch von außen, durch US-Präsident Trump."
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    "text": "Mein Kollege Rafael Geiger berichtet für die SZ über Iran."
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    "text": "Mit ihm spreche ich gleich."
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    "text": "Sie hören den SZ-Nachrichten-Podcast auf dem Punkt und ich bin Justin Pudget."
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    "text": "Angefangen hat es mit einer massiven Wirtschaftskrise und damit, dass die iranische Währung real abgestürzt ist."
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    "text": "Danach sind Händler auf die Straße gegangen und inzwischen sind daraus landesweite Proteste geworden."
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    "text": "Es sind die größten seit dem Herbst, als Gina Massa Amini von iranischen Sicherheitskräften getötet wurde."
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    "text": "Die Demonstranten fordern jetzt ein Ende des islamistischen Regimes."
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    "text": "Auf Videos ist zu sehen, wie Menschen die Straßen in mehreren Städten blockieren, und mit Sprechkörn gegen die Regierung demonstrieren."
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    "text": "Es ist aber auch zu sehen, wie Sicherheitskräfte auf Demonstranten schießen."
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    "text": "Unabhängig überprüfen lassen sich diese Videos nicht."
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    "text": "Und viele rufen jetzt nach Reza Pachlavi."
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    "text": "Er ist der Sohn des ehemaligen Shahs von Iran und lebt in Washington."
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    "text": "Seine Videos auf Instagram werden gerade millionenfach geklickt."
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    "text": "Die Welt stehe hinter der Revolution, sagt Pachlavi da und vor allem sei Donald Trump bereit, die Demonstranten zu unterstützen."
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    "text": "Pachlavi ruft die Iranerinnen und Iraner am heutigen Sonntag auf, weiter auf die Straßen zu gehen."
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    "text": "Über den Einfluss von Pachlavi und über die Lage in Iran, wo seit der Sperre des Internets nur wenige Informationen nach außen dringen, spreche ich jetzt mit Rafael Geiger, Er ist Korrespondent der ST in Istanbul und unterwegs zur iranischen Grenze."
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    "text": "Ich habe ihn am Flughafen in Istanbul erreicht."
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    "text": "Rafael, seit Donnerstag ist das Internet in Iran geblockt."
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    "text": "Welche Infos dringen denn noch nach außen?"
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    "text": "Ja, Justin, tatsächlich leider nur noch sehr, sehr wenige."
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    "end": 129.06,
    "text": "Das ist ja gerade das Ziel des iranischen Regimes im Abschalten des Internets."
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    "end": 137.18,
    "text": "Was wir wissen ist, dass am Donnerstagabend, das war kurz bevor das Internet abbeschaltet worden ist, die bisher bei Weipen größten Demos stattgefunden haben."
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    "end": 148.3,
    "text": "Und wir wissen auch, trotz des Blackouts jetzt von Augenzeugen und von einzelnen Bildern, die es ins Ausland geschafft haben, dass auch am Freitag und am Samstag die Demos schon sehr zahnmäßig stark weitergehen."
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    "end": 157.9,
    "text": "Was wir auch mittlerweile leider erfahren, ist, dass auch die Gewaltzeiten des Regimes deutlich zugenommen hat und dass es zu deutlich deutlich mehr Tunisopfern jetzt kommt."
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    "text": "Genau, das wollte ich dich gerade fragen."
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    "end": 167.96,
    "text": "Es gibt ja die Sorge, dass das Regime die Internetblockade dazu nutzt, um besonders heftig gegen Demonstrierende vorzugehen, diese Befürchtung scheint wahr zu sein."
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    "text": "Ja, davon muss man leider ausgehen."
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    "end": 183.0,
    "text": "Das ist im Prinzip ein Vorgehen, dass das mit den letzten Protesten vor drei Jahren, also bei dieser Frau-Leben-Freiheit-Bewegung, schon einmal gezeigt hat, dass auch das Internet abgeschaltet worden und dann sind hunderte Menschen getötet worden damals."
  },
  {
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    "end": 189.64,
    "text": "Und jetzt ist es natürlich so, dass wir die Todeszahlen aus dem Iran noch nicht verifizieren können."
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  {
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    "end": 197.4,
    "text": "Es gibt eine in den USA ansässige Nachrichtenagentur, iranische Agentur, die jetzt von hundertsechzehn Toten, also einhundertsechzehn Todesapfen spricht."
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    "end": 201.52,
    "text": "Allein das wäre schon doppelt so viel wie ja im vergangenen Donnerstag noch."
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    "text": "Es gibt aber auch deutlich höhere Zahlen."
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    "end": 212.04,
    "text": "Das US-Magazintime, zum Beispiel, hat man im Arzt in Teheran gesprochen, der von zweihundert Toten in sechs Teheraner Kliniken berichtet hat."
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    "end": 226.3,
    "text": "Und wenn man sich jetzt so umzieht, also aus dem Wenigen, wie gesagt, was ins Ausland dringt, dann sehen wir eigentlich überall Augenzeugen Berichte von Toten, vielen Toten, viele sprechen davon, dass eben jetzt genau während die Welt nicht hinschauen kann."
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    "end": 230.78,
    "text": "die wirkliche Niederschlagung dieser Proteste begonnen hat."
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    "text": "Und ausgelöst wurden die Proteste ja durch die Wirtschaftskrise."
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    "text": "inzwischen richten sich die Proteste gegen das islamistische Regime."
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    "end": 241.08,
    "text": "Raphael, wonach sehen sich die Iranerinnen und Iraner?"
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    "text": "Was bringt sie dazu, ihr Leben gerade auf der Straße zu riskieren?"
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    "text": "Ja, das ist etwas Schassen, was ich tatsächlich auch vor Ort schon öfter erlebt habe."
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    "end": 251.62,
    "text": "Ich war jetzt dreimal im Iran in den letzten anderthalb Jahren ungefähr."
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    "text": "Und man muss sich vorstellen, dass es ein Land, in dem die große Mehrheit der Menschen die eigene Regierung nicht mehr als legitim anzieht."
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    "text": "Die Menschen leben im Prinzip mit einer Regierung, die sie nicht anerkennen, mit all diesen islamistischen Regeln, die alle immer noch in Kraft sind, auch wenn sich da in den letzten Monaten was getan hat, weil die vor allem die Frauen durchgesetzt haben."
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    "end": 276.1,
    "text": "dass ihr Haar nicht mehr verschleiern müssen, zumindest in Großstädten nicht."
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    "text": "Also da hat sich was verändert, aber trotzdem bleibt das eine brutale Diktatur."
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    "text": "Die Leute sehen sich tatsächlich einfach nach einem normalen Leben, also danach atmen zu können."
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    "text": "und eben nicht immer die Repression fürchten zu müssen."
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    "text": "Und die Wirtschaftskrise, die kommt dazu."
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    "text": "Die hat aber auch mit dem Regime-Sedge zu tun, weil wegen des Regimes, weil dieses Regime eben an der Macht ist, gibt es die Sanktion gegen Iran, gibt es die Korruption im ganzen Land, gibt es das ganze Missmanagement."
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    "end": 315.3,
    "text": "Also... Mit wem man eigentlich auch immer spricht im Iran, gerade natürlich mit der jungen Generation, aber auch älteren, die sagen, das könnte ein ganz anderes Land sein, wenn wir die endlich loswerden."
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    "text": "Und dieser"
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    "text": "Druck,"
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    "text": "der kanalisiert sich eben immer wieder, wenn es so einen Auslöser gibt, jetzt die Abwertung der Währung im Dezember, dann können eben Proteste sehr, sehr schnell, sehr, sehr groß und sehr, sehr grundsätzlich werden."
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    "text": "Und welchen Einfluss hat Reza Pachlavi, der Sohn des letzten Schah, der ja in den USA immer wieder Videos auch zu den Protesten jetzt veröffentlicht?"
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    "text": "Das ist ganz interessant, weil Reza Pachlavi bei den letzten Protesten, also vor drei Jahren noch nicht so eine große Rolle spielte, er war immer... Eine Oppositionsfigur unter vielen."
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    "text": "Die iranische Opposition ist ja vor allem im Exil."
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    "text": "Und sie ist sehr zersplittert in linke Gruppen."
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    "text": "Einzelne Figuren wie die Friedensnobelprastrewe Nages-Mohammadi."
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    "text": "Und Reza Paklavi, der ehemalige Kronprinz von Persien, war eigentlich immer vielen im Land suspekt, weil natürlich der Sohn eines anderen Autokraten ist."
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    "text": "Also der Shah war ja selbst Autokrat, bevor dann das islamistische Regime neue zu sich übernommen hat."
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    "text": "Er schafft zwar im Moment, was zu verkörpern, positionelle nicht vermögen, nämlich laubhaft zu machen, dass er die eine Figur für den Übergang sein könnte."
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    "text": "Und er verkörpert eine gewisse Nostalgie nach einer anderen Zeit, die es eben in Iran mal gab."
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    "end": 395.74,
    "text": "Also, ich muss dir vorstellen, das ist hier ein junges Land und dieses Regime, das derzeitige Herrschzeit fast im halben Jahrhundert, viele können sich gar nicht vorstellen, dass es eine andere Form von Regierung mal gegeben hat."
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    "text": "Und dieses Bedürfnis, dieses Sehnsucht, die verkörpert Pachler wie."
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    "text": "Und das macht er gerade eben vor allem über Social Media, zumindest bis zu dem Internet-Blackout sehr effektiv."
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    "text": "Er hatte über neun Millionen Voller auf Instagram und hat eben gerade zu diesen Protesten, diesen zahlenmäßig starken Protesten jetzt am Wochenende ihm persönlich aufgerufen."
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    "text": "Und US-Präsident Donald Trump hat am Samstag in den sozialen Medien ja geschrieben, dass die USA bereit stünden, um den Demonstranten zu helfen."
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    "text": "Wenn die USA eingreifen, in welcher Form könnte das passieren und welche Folgen hätte das denn?"
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    "text": "Also in welcher Form das passiert ist natürlich Spekulation."
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    "text": "Die New York Times hat jetzt am Wochenende berichtet, dass Trump von seinem Generalstaub gebrieft worden ist über verschiedene Optionen."
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    "text": "Das ist natürlich alles unter Geheimhaltung."
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    "text": "Das ganze spielt ja vor dem Hintergrund, dass Trump im Juni vergangenen Jahres erst die Atomanlagen in Iran angerufen hat."
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    "end": 453.2,
    "text": "Und damals zusammen mit Israel, das ja über zwölft Tage hinweg Iran bombardiert hat, gehandelt hat."
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  {
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    "end": 462.04,
    "text": "Und der israelische Premierminister Netanyahu dreht sehr stark darauf, auch schon vor den Protesten jetzt, dass Iran erneut angreift, sprich das iranische Regime."
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    "end": 473.2,
    "text": "Wovor man ausgehen muss, ist, wenn es wieder zu einem Krieg käme, seitens Israel und der USA, das ist dann eben nicht nur eine Schwächung des iranischen Regimes, sondern wirklich tatsächlich eben nur ein Sturz."
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    "end": 478.44,
    "text": "Da sind natürlich sehr viele offene Fragen, die man jetzt im Moment noch nicht beantworten kann."
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    "end": 499.3,
    "text": "Aber, also das habe ich auch selbst erlebt bei meiner letzten Iran-Reise, letztes Jahr, die meisten Menschen eben, also lange vor den aktuellen Protesten auch schon davon ausgingen, dass der letzte Krieg nicht der letzte war, sondern dass es eine zweite Runde geben wird, das Israel darauf drängt, erneut anzugreifen und dass eben der Druck auch von außen auf dieses Regime weiter hochbleiben wird."
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    "end": 509.22,
    "text": "Und Rafael, abschließend, wie realistisch ist denn ein Systemwechsel in Iran durch diese Proteste oder durch auch einen Eingreifen der USA bzw."
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    "text": "Israel."
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    "text": "Also, darauf gibt es zwei Blickwinkel, würde ich sagen."
  },
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    "text": "Jetzt davon auszugehen, dass durch die aktuellen Straßenproteste das Regime fallen wird, das wäre, glaube ich, noch ein bisschen zu früh und ein bisschen zu vorschnell."
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    "text": "Im Moment ist das Regime... noch intakt und es ist auch anders als zum Beispiel in Syrien."
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    "end": 535.5,
    "text": "Das Regime hat immer noch Unterstützer und es ist immer noch für seine Loyalisten im Land auch noch zahlungskräftig und funktioniert noch."
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    "text": "Es ist viel schichtiger und tiefer das ganze Regime."
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    "text": "Aber und das ist dann der zweite Blickwinkel, es kommt eben immer und immer wieder zu protesten und es kommt jetzt auch zu dem Druck von außen und zu dieser ständigen Kriegsgefahr von außen gegen das Regime."
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    "end": 563.92,
    "text": "Also das Geschieben zieht sich einfach einer Bevölkerung ausgesetzt, dass es ablehnt und zieht sich Feinden von außen ausgesetzt, die militärisch deutlich stärker sind."
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    "text": "Und das zusammen erzeugt schon Druck, der vielleicht in den nächsten Monaten, wer weiß, wann dazu führen wird, dass sich da was verändern wird, ob dann gleich das ganze Regime fällt oder ob sich das Regime verändert, ob es ein Putsch von innen heraus gibt."
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    "text": "Das steht alles in den Sternen."
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    "text": "Aber ich glaube, man kann schon sagen, dass die islamische Republik so nicht mehr allzu viel Zeit vorsichert, weil einfach der Druck von innen wie von außen hoch ist und immer weiter noch steigt."
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    "text": "Danke für deine Einordnungen, Raphael."
  },
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    "text": "Sehr gerne."
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    "text": "Und wir schauen noch auf die USA."
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    "end": 605.62,
    "text": "Unter der Woche hat ein Beamter der Einwanderungsbehörde ICE die siebenund dreißigjährige Renee Nicole Goode getötet."
  },
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    "text": "Am Wochenende gab es deswegen landesweit Proteste in Städten wie New York, Los Angeles, Washington, und eben Minneapolis, wo gut gestorben ist."
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    "end": 619.12,
    "text": "Ein Bündnis aus Bürgerrechts- und Migrantenorganisationen hatte zu den Demos aufgerufen."
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    "text": "Laut Bürgermeister Jacob Frey sind die Proteste gegen ICE Minneapolis zum größten Teil friedlich geblieben."
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    "text": "Und, man werde Trumps Chaos nicht mit noch mehr Chaos erwidern, hat er am Samstag gesagt."
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    "text": "Außerdem gab es aus den USA an diesem Wochenende noch kuriose Vorwürfe in Richtung Deutschland."
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    "text": "Der amerikanische Gesundheitsminister Kennedy Jr."
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    "end": 657.18,
    "text": "hat der deutschen Regierung in den sozialen Medien vorgeworfen, dass sie während der Corona-Pandemie die Autonomie vom Patienten missachtet habe."
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    "text": "Es habe angeblich eine Verpflichtung der Ärzte gegeben, gegen Corona zu impfen."
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    "text": "Auf die Vorwürfe hat Bundesgesundheitsministerin Nina Waken am Samstagabend reagiert, sie seien faktisch falsch und zurückzuweisen."
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    "text": "Kennedy Junior gilt als Impfgegner und verbreitet immer wieder Verschwörungserzählungen."
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    "text": "Und noch eine kurze Meldung wegen der besonderen Wetterlage gerade."
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    "text": "Für die Schülerinnen und Schüler in ganz Nordrhein-Westfalen bleiben die Schulen am Montag geschlossen."
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    "text": "Die Gefahr durch Glatteis sei laut der Landesregierung zu hoch."
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    "text": "Deswegen gibt es morgen für alle Distanzunterricht."
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    "text": "Bundeskanzler Friedrich Merz reist für zwei Tage nach Indien."
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    "end": 708.2,
    "text": "und das bevor er China oder Japan besucht hat, so wie das zum Beispiel Angela Merkel und Olaf Scholz gemacht haben."
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    "text": "Das ist also schon etwas überraschend."
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    "text": "Warum sich Deutschland aber auch um neue Allianzen bemühen muss, kommentiert mein Kollege Tobias Matern."
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    "end": 717.86,
    "text": "Verlinke den Text in den Show-Notes."
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    "start": 718.7,
    "end": 720.66,
    "text": "Redaktionsschluss für auf dem Punkt war fünfzehn Uhr."
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    "end": 723.28,
    "text": "Produziert hat diese Sendung Emanuel Pedersen."
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    "end": 724.6,
    "text": "Vielen Dank dafür."
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    "end": 730.18,
    "text": "und Ihnen vielen Dank fürs Zuhören und bis morgen."
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