[
  {
    "start": 6.38,
    "end": 11.08,
    "text": "Die EU-Staaten haben sich auf ein Freihandelsabkommen mit südamerikanischen Staaten geeinigt."
  },
  {
    "start": 11.66,
    "end": 19.84,
    "text": "Das klingt vielleicht nach europapolitischem Graubrot, hat aber große Bedeutung, denn damit entsteht die größte Freihandelszone der Welt."
  },
  {
    "start": 20.56,
    "end": 30.2,
    "text": "Was dieses Abkommen für Europa bedeutet und warum es nicht unumstritten ist, darüber spreche ich gleich mit Jan Diesteldorf, der für die SZ aus der EU-Hauptstadt Brüssel berichtet."
  },
  {
    "start": 30.82,
    "end": 33.98,
    "text": "Sie hören den SZ-Nachrichten-Podcast auf den Punkt, ich bin Deo Polzak."
  },
  {
    "start": 34.4,
    "end": 34.76,
    "text": "Los geht's."
  },
  {
    "start": 42.52,
    "end": 48.18,
    "text": "Wenn man twenty-fünf Jahre auf etwas hinarbeitet und es dann endlich klappt, dann darf man sich schon mal freuen."
  },
  {
    "start": 48.94,
    "end": 56.18,
    "text": "Seit dem November nineteenhundertneunundneunzig verhandelt Europa mit den lateinamerikanischen Staaten über ein Freihandelsabkommen."
  },
  {
    "start": 56.64,
    "end": 60.34,
    "text": "Und jetzt, mehr als fünfundzwanzig Jahre später, kommt es tatsächlich."
  },
  {
    "start": 60.98,
    "end": 63.94,
    "text": "Am Freitag haben die EU-Staaten mehrheitlich dafür gestimmt."
  },
  {
    "start": 64.48,
    "end": 68.58,
    "text": "Stefan Cornelius, der Sprecher der Bundesregierung, hat die Einigung so kommentiert."
  },
  {
    "start": 69.46,
    "end": 74.54,
    "text": "Das Merkursurabkommen ist ein Meilenstein, auch angesichts der geopolitischen Situation, der wir alle leben."
  },
  {
    "start": 74.98,
    "end": 83.28,
    "text": "Merkursur, so heißt der wirtschaftliche Zusammenschluss der lateinamerikanischen Staaten, Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay und Uruguay."
  },
  {
    "start": 83.86,
    "end": 87.78,
    "text": "Und mit diesen Staaten also will die Europäische Union ihren Handel ausbauen."
  },
  {
    "start": 88.48,
    "end": 92.84,
    "text": "Mit dem Merkursurabkommen entsteht zahlenmäßig die größte Freihandelszone der Welt."
  },
  {
    "start": 93.38,
    "end": 99.22,
    "text": "In der EU und in den Merkursurstaaten leben nämlich zusammengenommen mehr als siebenhundert Millionen Menschen."
  },
  {
    "start": 99.78,
    "end": 106.2,
    "text": "Und viele dieser Menschen sind erleichtert über diese Einigung, auch wenn der Regierungsbrecher das hier sehr nüchtern vorträgt."
  },
  {
    "start": 107.44,
    "end": 109.96,
    "text": "Aber dieses Abkommen finden nicht alle gut."
  },
  {
    "start": 110.52,
    "end": 114.36,
    "text": "Frankreich ist dagegen, Polen auch, Italien war sehr lange skeptisch."
  },
  {
    "start": 114.62,
    "end": 123.6,
    "text": "Und viele, viele Landwirte in ganz Europa sind damit überhaupt nicht einverstanden, weil sie fürchten, dass billige Ware aus Südamerika hier den Markt überfluten könnte."
  },
  {
    "start": 124.36,
    "end": 129.539,
    "text": "In Frankreich und Belgien zum Beispiel haben Bauernstraßen blockiert, auch in Deutschland gibt es Proteste."
  },
  {
    "start": 130.82,
    "end": 140.28,
    "text": "Warum das Mehrkursurabkommen so lange gebraucht hat und ob es ein Meilenstein ist oder eine Gefahr für die europäischen Bauern, darüber spreche ich jetzt mit Jan Diesteldorf in Brüssel."
  },
  {
    "start": 141.34,
    "end": 144.14,
    "text": "Jan, nach twenty-fünf Jahren ist dieses Abkommen jetzt unterzeichnet."
  },
  {
    "start": 144.2,
    "end": 145.94,
    "text": "Was steht denn in dem Vertrag drin?"
  },
  {
    "start": 146.5,
    "end": 152.8,
    "text": "Es ist ein klassisches Freihandelsabkommen, einerseits so wie es die EU schon in ganz vielen Fällen abgeschlossen hat."
  },
  {
    "start": 153.06,
    "end": 159.0,
    "text": "Es werden gegenseitig Zölle wegfallen, es werden ein neunzig Prozent der Einfuhrzölle in die Mercosur-Staaten wegfallen."
  },
  {
    "start": 159.5,
    "end": 162.72,
    "text": "Es soll im Prinzip eine große gemeinsame Freihandelszone entstehen."
  },
  {
    "start": 163.2,
    "end": 165.4,
    "text": "Ja, aber warum hat das jetzt so lange gedauert?"
  },
  {
    "start": 165.44,
    "end": 167.5,
    "text": "Fünfundzwanzig Jahre ist ja echt eine lange Zeit."
  },
  {
    "start": 168.22,
    "end": 171.52,
    "text": "Dass die EU über Handelsverträge jahrzehntelang verhandelt."
  },
  {
    "start": 171.56,
    "end": 174.24,
    "text": "Das kommt schon häufiger vor, kam auch schon häufiger vor."
  },
  {
    "start": 174.88,
    "end": 176.98,
    "text": "In dem Fall ist es tatsächlich besonders."
  },
  {
    "start": 177.58,
    "end": 183.84,
    "text": "Am Anfang hat man sich eben sehr viel auseinandergesetzt, damit in welchen Fällen welche Zölle wegfallen könnten und so."
  },
  {
    "start": 184.0,
    "end": 187.82,
    "text": "Und dann zieht sich das immer weiter hin bis dann zwei tausend neunzehn."
  },
  {
    "start": 187.86,
    "end": 190.26,
    "text": "Und das ist die Besonderheit war das Abkommen eigentlich schon fertig."
  },
  {
    "start": 190.96,
    "end": 200.94,
    "text": "Und dann hat es auf die EU-Seite vielen politischen Kräften, insbesondere damals zum Beispiel den Grünen, nicht gereicht, was da an Umweltbestimmungen dran steht, dann wurde ein Zusatzkapitel zum Klimaschutz noch hinein verhandelt."
  },
  {
    "start": 201.3,
    "end": 202.52,
    "text": "Warum hat man das gemacht damals?"
  },
  {
    "start": 203.02,
    "end": 213.7,
    "text": "war Jair Bolsonaro, brasilianischer Präsident und man befürchtete, dass wenn man ein zu laxes Handelsabkommen abschließt unter dem Eindruck von Bolsonaro, dass man dann zum Beispiel die Abholzung der Regenwälder-Forschung leistet."
  },
  {
    "start": 213.76,
    "end": 223.24,
    "text": "Also, man hat dann, im Jahr zwei Tausend neunzehn, ein paar Jahre Pause gemacht und das später erst die Verhandlungen wieder aufgenommen, über das eigentlich schon fertige Abkommen und hat dann noch Zusatzvereinbarungen hineinverhandelt."
  },
  {
    "start": 224.22,
    "end": 231.38,
    "text": "Du sprichst schon an, das Abkommen ist umstritten, du hast die Grünen angesprochen, aber ja auch... von der anderen Seite zum Beispiel bei den Bauern."
  },
  {
    "start": 231.6,
    "end": 235.04,
    "text": "Es gab und gibt in Europa in vielen Ländern, in vielen Städten Bauernproteste."
  },
  {
    "start": 235.48,
    "end": 237.74,
    "text": "Was haben die denn an dem Abkommen auszusetzen?"
  },
  {
    "start": 238.22,
    "end": 246.18,
    "text": "Die Bauern fürchten sich vor allem vor neuer Konkurrenz aus Südamerika, wo die Bauern zu viel geringeren Kosten produzieren können als in der EU."
  },
  {
    "start": 246.3,
    "end": 247.94,
    "text": "Das betrifft insbesondere die Viehzucht."
  },
  {
    "start": 248.24,
    "end": 254.78,
    "text": "Und da fürchten, das ist ein Beispiel oder das plakativste Beispiel, da fürchten europäische Rinderzüchter, Viehbauern."
  },
  {
    "start": 255.96,
    "end": 258.959,
    "text": "eine Welle neuer Konkurrenz, mit der sie dann preislich nicht mithalten können."
  },
  {
    "start": 259.66,
    "end": 270.18,
    "text": "Gleichzeitig gibt es die Kritik aus der Agrar-Lobby, dass dort eben zu anderen Standards produziert wird, dass andere Bestimmungen zum Beispiel für den Einsatz von Pestiziden gelten, dass andere Dokumentationspflichten gelten."
  },
  {
    "start": 270.7,
    "end": 272.06,
    "text": "Und da ist viel Populismus dabei."
  },
  {
    "start": 272.86,
    "end": 274.82,
    "text": "Und da hat sich eben ein Narrativ verfestigt."
  },
  {
    "start": 275.44,
    "end": 284.56,
    "text": "Zum Beispiel in Frankreich, wo in weiten Teilen der Bevölkerung davon ausgeht, dass es sich nur um Agrar-Güter handelt, um dies in diesem Abkommen geht."
  },
  {
    "start": 285.26,
    "end": 286.2,
    "text": "Und das ist überhaupt nicht der Fall."
  },
  {
    "start": 287.04,
    "end": 293.52,
    "text": "Sind denn diese Vorbehalte der Bauern in irgendeiner Weise ausgeräumt worden bei dem, was da jetzt zur Unterschrift vorliegt?"
  },
  {
    "start": 294.02,
    "end": 297.4,
    "text": "Also es gibt mehrere Schutzklauseln für die Landwirtschaft."
  },
  {
    "start": 297.64,
    "end": 300.48,
    "text": "Das fängt damit an, dass es strenge Quoten gibt für sensible Produkte."
  },
  {
    "start": 301.38,
    "end": 306.56,
    "text": "So haben wir beispielsweise beim Rindfleisch eine schrittweise Absenkung der Einfuhrzölle in die EU auf sieben, fünf Prozent."
  },
  {
    "start": 306.6,
    "end": 307.56,
    "text": "Das ist erstmal nicht null."
  },
  {
    "start": 308.16,
    "end": 312.38,
    "text": "Und die Quote liegt bei knapp einhunderttausend Tonnen Rindfleisch pro Jahr."
  },
  {
    "start": 312.98,
    "end": 320.68,
    "text": "Das übersetzt sich in, wenn man es umlegt, auf die europäische Bevölkerung in ungefähr einen Bürger pro Person pro Jahr."
  },
  {
    "start": 321.22,
    "end": 342.1,
    "text": "Gleichzeitig hat man in der EU jetzt mehrmals nachverhandelt und herausgeschlagen, dass es eben zusätzliche Schutzglauseln für Bauern gibt, dass es zusätzliche Milliardensummen gibt, die für die europäische Landwirtschaft bereitgestellt werden aus dem EU-Budget, um die Effekte, die möglicherweise wettbewerbsverzerrenden Effekte des Abkommens abzufedern."
  },
  {
    "start": 342.76,
    "end": 353.24,
    "text": "Das bedeutet insgesamt sind große Zugeständnisse gemacht worden an die Landwirtschaft und gibt es insbesondere Geld für Europas Bauern, um mit der neuen Konkurrenz klarzukommen."
  },
  {
    "start": 354.22,
    "end": 357.56,
    "text": "Weil es ja nicht nur um Stakes geht, lass uns mal über die Bedeutung sprechen, die dieses Abkommen hat."
  },
  {
    "start": 357.66,
    "end": 362.6,
    "text": "Also damit wird jetzt die größte Freihandelszone der Welt geschaffen, wenn man es auf die Zahl der Einwohner bezieht."
  },
  {
    "start": 363.32,
    "end": 368.78,
    "text": "Aber sind die Effekte auch wirklich so groß, wie es dieses Label größte Freihandelszone der Welt auch verspricht?"
  },
  {
    "start": 369.64,
    "end": 374.68,
    "text": "Da gehen die ökonomischen Analysen etwas auseinander, aber alle in die gleiche Richtung."
  },
  {
    "start": 374.94,
    "end": 379.78,
    "text": "Es wird Wachstumseffekte geben, sprich, das wird der europäischen Wirtschaft helfen."
  },
  {
    "start": 379.88,
    "end": 395.42,
    "text": "Nur muss man aber sagen, das sind natürlich Waageprognosen, aber die Modellrechnungen, die man sich anschauen kann, die zeigen, dass die microkonomischen Wachstumseffekte, also das, was unter dem Strich wirklich für Europa dabei rausspringt an Wirtschaftswachstum, das ist ziemlich limitiert."
  },
  {
    "start": 396.34,
    "end": 408.08,
    "text": "Nur muss man aber trotzdem sagen, dass das geopolitische Signal, was von diesem Abkommen ausgeht, erstmal in harten Zahlen nicht zu beziffern ist, aber Europa wahrscheinlich helfen wird."
  },
  {
    "start": 408.16,
    "end": 412.66,
    "text": "Nämlich Europa beweist Handlungsfähigkeit in unsicheren Zeiten."
  },
  {
    "start": 412.76,
    "end": 424.52,
    "text": "Europa ist in der Lage, neue Freihandelsabkommen von diesem Format abzuschließen und mit den Mitteln des Freihandels schafft es, Europa seine Interessen politisch durchzusetzen."
  },
  {
    "start": 424.58,
    "end": 428.78,
    "text": "Das steht im Kontrast zu dem aggressiv auftretenden Donald Trump."
  },
  {
    "start": 428.84,
    "end": 431.94,
    "text": "Das steht im Kontrast zu den Weltmarschstreben Chinas."
  },
  {
    "start": 432.78,
    "end": 439.34,
    "text": "Und von daher reine Wachstumsprognosen werden während der Bedeutung des Abkommens an der Stelle nicht gerecht."
  },
  {
    "start": 440.7,
    "end": 441.96,
    "text": "Kann man sagen, die EU kann es noch?"
  },
  {
    "start": 442.68,
    "end": 447.52,
    "text": "Man kann wieder einerseits andererseits einerseits sagen, die EU kann es noch."
  },
  {
    "start": 447.7,
    "end": 451.12,
    "text": "Die EU kann noch große Freihandelsabkommen beschließen ist."
  },
  {
    "start": 451.56,
    "end": 460.02,
    "text": "gab auch schon Fälle in der Vergangenheit, wo solche Abkommen gescheitert sind, am Widerstand innerhalb der EU oder daran, dass man in den Verhandlungen nicht weit genug vorangekommen ist."
  },
  {
    "start": 460.82,
    "end": 464.58,
    "text": "Die EU beweist Handlungsfähigkeit und hat das auch bitte nötig."
  },
  {
    "start": 464.68,
    "end": 473.08,
    "text": "Denn man sieht ja, und das ist eben das andereseits, dass die EU in ganz vielen Fällen nicht handlungsfähig ist oder in einer schwachen Position."
  },
  {
    "start": 473.14,
    "end": 481.58,
    "text": "Man war in einer schwachen Verhandlungsposition gegenüber Donald Trump in... Zollkonflikt, der sich im Jahr twenty-fünfzwanzig abgespielt hat und noch lange nicht zu Ende ist."
  },
  {
    "start": 481.94,
    "end": 486.2,
    "text": "Man ist in einer schwachen Position gegenüber China und seinem, seinem Weltmachtstreben."
  },
  {
    "start": 486.82,
    "end": 493.54,
    "text": "Man ist in einer schwachen Position, wenn es darum geht, die Ukraine-Frage zu lösen und irgendwie einen Frieden in der Ukraine zu verhandeln."
  },
  {
    "start": 493.6,
    "end": 495.12,
    "text": "Das geht ohne die USA überhaupt nicht."
  },
  {
    "start": 495.76,
    "end": 504.26,
    "text": "Und genau in diesem Umfeld ist das Abkommen Aussicht hier der Europäischen Kommission aus Sicht der Befürworter ein sehr, sehr wichtiges Signal."
  },
  {
    "start": 505.0,
    "end": 519.039,
    "text": "und Diese geopolitischen Interessen, die damit auch demonstriert werden, die schlagen hier ganz klar mehrheitlich in der EU die Belange der Bauern der Landwirtschaft, die so lange gegen das Abkommen aufbegehrt hat."
  },
  {
    "start": 519.94,
    "end": 521.46,
    "text": "Jan, danke dir fürs Gespräch."
  },
  {
    "start": 521.52,
    "end": 522.36,
    "text": "Danke für deine Einordnung."
  },
  {
    "start": 523.12,
    "end": 523.48,
    "text": "Sehr gerne."
  },
  {
    "start": 523.58,
    "end": 524.0,
    "text": "Vielen Dank."
  },
  {
    "start": 527.5,
    "end": 530.3,
    "text": "Deutschland sieht gerade so viel Schnee wie schon lange nicht."
  },
  {
    "start": 530.56,
    "end": 533.74,
    "text": "Vor allem im Norden und Osten sind am Freitag die Schulen ausgefallen."
  },
  {
    "start": 534.14,
    "end": 536.12,
    "text": "Es gibt viele Unfälle wegen der glatten Straßen."
  },
  {
    "start": 536.58,
    "end": 537.92,
    "text": "Das Bundesligaspiel zwischen St."
  },
  {
    "start": 537.98,
    "end": 539.74,
    "text": "Pauli und Leipzig wurde abgesagt."
  },
  {
    "start": 540.32,
    "end": 544.94,
    "text": "Und die Deutsche Bahn hat im Norden Deutschlands ihren Fernverkehr weitgehend eingestellt."
  },
  {
    "start": 545.72,
    "end": 548.36,
    "text": "Ab dem Samstag wird sich die Lage aber wohl wieder entspannen."
  },
  {
    "start": 548.74,
    "end": 550.92,
    "text": "Dann soll der Wintersturm weitergezogen sein."
  },
  {
    "start": 553.7,
    "end": 559.36,
    "text": "In dieser Woche hat US-Präsident Donald Trump mehrmals seinen territorialen Anspruch auf Grönland bekräftigt."
  },
  {
    "start": 559.86,
    "end": 562.96,
    "text": "Zuletzt in einem bemerkenswerten Interview mit der New York Times."
  },
  {
    "start": 563.48,
    "end": 573.5,
    "text": "Angesprochen auf die Frage, ob er mit seinem Griff nach Grönland die NATO gefährde, hat Trump sinngemäß gesagt, Grönland und die NATO, das sei dann eine Entscheidung, bei der er abwägen müsse."
  },
  {
    "start": 574.18,
    "end": 577.22,
    "text": "Also, einen Bruch mit der NATO schließt Trump nicht aus."
  },
  {
    "start": 579.9,
    "end": 584.68,
    "text": "Seit einer Woche gibt es in Iran wieder Proteste gegen das Regime und die eskalieren jetzt."
  },
  {
    "start": 585.18,
    "end": 590.34,
    "text": "Vor allem in der Hauptstadt Teheran, aber auch in anderen Landesteilen, ziehen Demozüge durch die Straßen."
  },
  {
    "start": 590.92,
    "end": 596.32,
    "text": "Und obwohl die meistens friedlich bleiben, gehen die Sicherheitskräfte des Regimes brutal gegen die Proteste vor."
  },
  {
    "start": 596.94,
    "end": 599.5,
    "text": "Es sollen schon Dutzende Demonstrierende getötet worden sein."
  },
  {
    "start": 600.24,
    "end": 602.9,
    "text": "Inzwischen hat Irans Regierung das Internet abgestellt."
  },
  {
    "start": 603.44,
    "end": 608.98,
    "text": "Menschenrechtsorganisationen befürchten, dass die Behörden nun noch härter gegen die Demonstranten vorgehen könnten."
  },
  {
    "start": 614.24,
    "end": 620.48,
    "text": "Nachdem Renee Nicole Goode am Mittwoch von einem Eisoffizier getötet wurde, gehen in den USA die Proteste weiter."
  },
  {
    "start": 621.1,
    "end": 627.24,
    "text": "Gegen die Willkür, mit denen die Beamten durchs Land ziehen und Menschen verhaften und durch die unschuldige Menschen ums Leben kommen."
  },
  {
    "start": 628.08,
    "end": 633.74,
    "text": "Mein Kollege Peter Burkhardt, SZ-Korrespondent in Washington, hat am Donnerstag bei auf den Punkt über den Fall gesprochen."
  },
  {
    "start": 634.34,
    "end": 636.52,
    "text": "Und jetzt will ich Ihnen ein Text von ihm empfehlen."
  },
  {
    "start": 637.12,
    "end": 644.16,
    "text": "Er schreibt darin, der Fall von Minneapolis zeige, dass die USA von Menschen ohne Anstand und Empathie regiert werden."
  },
  {
    "start": 644.9,
    "end": 648.74,
    "text": "Den Text, sowie die höhrenswerte Podcast-Folge, habe ich in den Schau-Nords verlinkt."
  },
  {
    "start": 650.0,
    "end": 651.84,
    "text": "Redaktionsschlüsse auf den Punkt war die Uhr."
  },
  {
    "start": 652.1,
    "end": 654.18,
    "text": "Produziert hat die Sendung Laura Sagebiel."
  },
  {
    "start": 654.76,
    "end": 657.84,
    "text": "Vielen Dank fürs Zuhören und ein geruhsames Wochenende."
  }
]