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    "text": "Jahrelang kamen sich Russland und die USA zur nuklearen Abrüstung verpflichtet."
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    "text": "Doch an diesem Donnerstag läuft der sogenannte New-Start-Vertrag aus."
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    "text": "Das letzte große Abkommen, das den Besitz von Atomwaffen begrenzt hat."
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    "text": "Droht jetzt ein neues nukleares Wettrüsten?"
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    "text": "Mein Kollege Hubert Wetzel sagt, nein."
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    "text": "Er ist der SZ-Korrespondent für europäische Sicherheit."
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    "text": "Mir hat er erzählt, warum ihn das Auslaufen von New Start allerdings trotzdem sehr beunruhigt."
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    "text": "Sie hören den SZ-Nachrichten-Podcast auf den Punkt."
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    "text": "Mit mir, Anmalin Holt."
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    "text": "Im April, war Barack Obama als frisch gewählter US-Präsident in Prag."
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    "text": "Und er hat dort eine Rede gehalten, die vielen Menschen Hoffnung gegeben hat."
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    "text": "responsibility to act."
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    "text": "Ein Jahr später, im April, haben Obama und der damalige russische Präsident Medvedev den News-Start-Vertrag unterzeichnet."
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    "text": "Und sich damit geeinigt, die Zahl ihrer Atomsprengköpfe jeweils auf ´tausendfünfhundertfünfzig zu senken, also nicht immer weiter aufzurüsten."
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    "text": "Aber jetzt läuft News-Start aus."
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    "text": "Und damit fällt auch die vereinbarte Obergrenze für Atomsprengköpfe weg."
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    "text": "Es gibt viele Gründe, warum das Programm nicht verlängert wurde."
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    "text": "Zuerst hat Russland den Vertrag für die USA die Ukraine militärisch unterstützen, aber zeitgleich beschwert sich Moskau jetzt auch, dass die USA angeblich auf ihre Versuche, Newsstar zu verlängern, nicht reagieren würden."
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    "text": "Und sowieso droht Donald Trump inzwischen ja auch damit, dass die USA Atom-Tests wieder aufnehmen könnte."
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    "text": "Über die Bedeutung von Newstart spreche ich jetzt mit meinem Kollegen Hubert Wetzel in Brüssel."
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    "text": "Er ist der SZ-Experte für europäische Sicherheit."
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    "text": "Hubert, Newstart läuft heute aus."
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    "text": "Wie wichtig war dieses Abkommen?"
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    "text": "Naja, ich denke, es ist schon sehr wichtig."
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    "text": "Die USA und Russland sind die beiden größten Atommächte, die beiden modernsten Atommächte."
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    "text": "Und das amerikanische Arsenal und das russische Arsenal sind so groß, dass das sozusagen deren Anspruch als Weltmacht zementiert."
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    "text": "Und wenn diese zwei führenden Mächte sagen, wir sind bereit, uns selber Grenzen aufzuerlegen und uns selber an vereinbarte Grenzen zu halten, dann ist das schon ein wichtiges Signal für alle anderen Länder in der Welt."
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    "text": "Und das war ja auch immer sozusagen der Deal zwischen Atomwaffenstaaten und Nicht-Atomwaffenstaaten, nämlich dass die Nicht-Atomwaffenstaaten gesagt haben, wir halten uns daran nicht nach Atomwaffen zu streben, solange die großen Atommächte Rüstungskontrolle betreiben."
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    "text": "Und das heißt, sobald das Abkommen wegfällt, ist auch dieser Deal zwischen den Atommächten quasi aufgekündigt."
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    "text": "Ich glaube, man muss tatsächlich die völkerrechtliche Lage schon stark von der politischen Lage trennen."
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    "text": "Weil es ist ja tatsächlich so, dass jetzt mal der Anreiz, zumindest bei diesen beiden an Start beteiligten Parteien, USA und Russland, jetzt massiv aufzurüsten, gar nicht unbedingt gegeben ist."
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    "text": "Atomrüstung ist extrem teuer, extrem aufwändig."
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    "text": "Schon der Unterhalt von tausend Fünfhundert Nuklearsprengköpfen ist natürlich ein riesiger Faktor, gerade für Russland."
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    "text": "Und eigentlich waren die Russen immer froh, dass sie auf einen runtergehen konnten, auf einen Niveau und die Amerikaner mitgegangen sind."
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    "text": "Also sozusagen die Vorstellung, beide Seiten wollten jetzt unbedingt ihre Atomasenale verdoppeln, führten ein bisschen in die Irre."
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    "text": "Aber es ist natürlich sozusagen in den internationalen Beziehungen immer besser, etwas vertraglich festgezutzt zu haben, als irgendwie auf den guten Willen oder die Laune von Donald Trump oder Vladimir Putin vertrauen zu müssen."
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    "text": "Die USA und Russland beschuldigen sich ja gegenseitig, daran Schuld zu sein, dass Neustadt nicht verlängert wurde."
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    "text": "Das ist, glaube ich, schwer zu sagen."
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    "text": "Es ist natürlich in der jetzigen Situation, glaube ich, nicht ganz einfach sozusagen mit Russland zu verhandeln über so was."
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    "text": "Ich halte es auch nicht für ausgeschlossen, dass es noch in den nächsten Wochen oder was zu Erklärungen kommt, dass beide Seiten sagen, wir halten uns erst mal dran, auch wenn wir nicht dran gebunden sind."
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    "text": "Und wie gesagt, ich glaube nicht, dass jetzt unmittelbar ein atomaris Wettrüsten zwischen den USA und Russland ausbricht."
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    "text": "Also ich sehe nicht, dass die Russen da irgendwie ein Interesse daran haben, die ohnehin in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken und den Krieg in der Ukraine finanzieren müssen."
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    "text": "Dass die jetzt also ein großes Atomrüstungsprogramm auflegen, kann ich mir nicht so richtig vorstellen."
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    "text": "Auch die Amerikaner, glaube ich, wollen eher modernisieren als jetzt unbedingt die Zahl der einsatzbereiten Sprengköpfe massiv zu erhöhen."
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    "text": "Ich glaube, wenn man ruhig bleibt, ist die Situation nicht unmittelbar dramatisch oder sowas."
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    "text": "Es ist nach wie vor die zerstörerischste, sozusagen ultimative Waffe."
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    "text": "Und man sieht es ja, gerade die Russland ist ja nicht wirtschaftlich eine Großmacht und nicht mal konventionell, militärisch unbedingt eine Großmacht und politisch letztlich auch nicht, sondern es ist deswegen hat den Großmachtstatus, weil es Atomwaffen hat und die europäische Unterstützung für die Ukraine sehr wahrscheinlich."
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    "text": "ganz anders aus, wenn da nicht immer diese Atomdrohung drüber hängen würde und die Russland ja auch immer wieder ins Spiel bringen."
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    "text": "Insofern als früher sozusagen die abschreckende Wirkung von Atomwaffen darauf zielte, einen Angreifer abzuschrecken."
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    "text": "Jetzt hat sich die Rolle ein bisschen geändert."
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    "end": 422.36,
    "text": "Die Russen benutzen ihr Atomarsenal, um unter dem Schirm sozusagen selber Angreifer zu sein und quasi die Europäer und auch zum Teil die Amerikaner davon abzuschrecken, der Ukraine zu helfen."
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    "text": "Das ist natürlich letztlich vielleicht ein feiner Unterschied, aber ein wesentlicher Unterschied."
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    "end": 441.44,
    "text": "Wenn Atomwaffen quasi eine Schutzwaffe sind, um das eigene Land vor Angriffen zu bewahren, ist es was völlig anderes, als wenn Atomwaffen quasi ein Schutzschirm sind, unter dem man selber Aggressor sein kann."
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    "end": 444.98,
    "text": "Und das ist, glaube ich, die viel dramatischere Entwicklung."
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    "end": 451.06,
    "text": "Und die wird auch dazu führen, dass sehr viele Länder mehr nach Atomwaffen streben."
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    "end": 457.12,
    "text": "Und viele Länder, die Kalkulation machen, wenn ich keine Atomwaffen habe, dann ergeht es mir letztlich wieder Ukraine."
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    "text": "Es ist ja auch schon jetzt so, dass wir sehen, dass zum Beispiel China auch nach außen hin sagt, dass sie Atomwaffen aufrüsten wollen."
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    "text": "China hat immer ... Diese Verbindung zwischen Großmacht und Atomarsenal haben die immer gemacht, die bauen auf, klar, um genau das sehen."
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    "text": "Wenn man Atom macht, kann man auf der Welt anders auftreten, als wenn man keine Atom macht."
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    "text": "Das halte ich für die politisch dramatischere Folge."
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    "text": "Aber das ist natürlich damit verknüpft, wenn die zwei führenden Atommächte sagen, Rüstungskontrolle ist uns egal."
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    "text": "dann fallen natürlich irgendwann die Domino-Steine und kleinere Mächte sagen, na gut, wenn die Führenden sich nicht mehr dran halten, dann halten wir uns erst recht nicht dran."
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    "text": "Schauen wir noch mal nach Europa."
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    "text": "Letzte Woche hat die Bundesregierung bestätigt, dass sie mit Frankreich und Großbritannien über einen europäischen Atomschirm spricht."
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    "text": "Wäre so etwas sinnvoll?"
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    "text": "Ich denke, man muss diese Gedankenspiele durchspielen."
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    "end": 527.64,
    "text": "Denn in dem Moment, wo man zu dem Schluss kommt, und ich glaube, zu dem muss man Inzwischen kommen, dass der amerikanische Atomschirm nicht mehr zu hundert Prozent verlässlich ist."
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    "text": "In dem Moment muss man sich überlegen, wie schließt man sozusagen diese Lücke, diese Abschreckungslücke, die man dann da hat."
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    "end": 547.68,
    "text": "Eine naheliegende Lösung zu sagen, es gibt in Europa zwei Länder, die Atomwaffen haben, Großbritannien und Frankreich."
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    "text": "Es gibt in der EU ein Land, das Atomwaffen hat Frankreich."
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    "text": "Und zusammen mit denen muss man über eine europäische nukleare Abschreckung nachdenken."
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    "end": 561.74,
    "text": "Insofern sind diese Gespräche nicht so wahnsinnig überraschend."
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    "text": "Die Frage ist, wofür führen die hin?"
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    "end": 565.62,
    "text": "Ich weiß es ehrlich gesagt nicht."
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    "text": "Die Briten und Franzosen haben immer gesagt, sie können sich nicht vorstellen, dass es ein sicherheitspolitisches Ereignis in Westeuropa gibt, das nicht sozusagen ihre sicherheitspolitischen Interessen auch existenziell bedroht, sprich ein Angriff auf Deutschland ist natürlich auch für Frankreich und Großbritannien ein existenzieller Angriff."
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    "text": "Aber die Frage ist natürlich, ist ein Angriff auf Litauen auch noch?"
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    "text": "Insofern... Das sind sehr komplizierte Fragen."
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    "end": 596.8,
    "text": "Es hat viel mit Vertrauen zu tun."
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    "text": "Es hat dann viel mit Personen zu tun."
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    "text": "Emmanuel Macron ist eine völlig andere Sache, als wäre immer Frankreich nach der Präsidentschaft."
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    "text": "Zwei zwanzig, siebenundzwanzig vielleicht regiert."
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    "text": "Also, das ist extrem kompliziert."
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    "text": "Aber ich halte es für notwendig, diese Debatte zu führen."
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    "text": "Das kann kein Tabu sein, solange wir in einer Welt leben, in der Atomwaffen schlicht und einfach eine Realität sind und eine Rolle spielen."
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    "text": "Vor allem, weil eben das Vertrauen in die Amerikaner rapide schwindelt."
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    "text": "Aber das heißt ja nicht, dass man sehr komplizierte, sehr schwerwiegende Fragen leichter lösen kann."
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    "text": "und zwar wegen Spionagevorwürfen."
  },
  {
    "start": 676.0,
    "end": 680.66,
    "text": "Darauf hat Russland jetzt reagiert und an diesem Donnerstag einen deutschen Diplomaten ausgewiesen."
  },
  {
    "start": 681.2,
    "end": 683.24,
    "text": "Er muss Russland jetzt unverzüglich verlassen."
  },
  {
    "start": 683.84,
    "end": 689.84,
    "text": "Den Spionagevorwurf aus Deutschland weist Russland zurück, Moskau wert die Vorwürfe als Provokation."
  },
  {
    "start": 692.1,
    "end": 698.98,
    "text": "Wenn man bei Amazon bestellt, dann ist es ja so, dass man sowohl Produkte kaufen kann, die direkt von Amazon kommen, aber auch Produkte von anderen Händlern."
  },
  {
    "start": 699.34,
    "end": 706.64,
    "text": "Und dabei greift Emerson in die Preise der anderen Händler ein, denn wenn Produkte zu teuer sind, dann blendet die Plattform sie einfach aus."
  },
  {
    "start": 707.92,
    "end": 714.22,
    "text": "Genau das hat das Bundeskartellamt jetzt untersagt, weil Emerson damit im Grunde ja die Preise der Konkurrenz kontrolliert."
  },
  {
    "start": 714.74,
    "end": 719.6,
    "text": "Künftig darf die Plattform das nur noch in Ausnahmefällen machen, zum Beispiel bei Wucherpreisen."
  },
  {
    "start": 720.14,
    "end": 723.82,
    "text": "Und zusätzlich muss Emerson rund neunundfünfzig Millionen Euro zurückzahlen."
  },
  {
    "start": 724.38,
    "end": 726.38,
    "text": "Der Konzern will dagegen gerichtlich vorgehen."
  },
  {
    "start": 730.94,
    "end": 736.82,
    "text": "Am Mittwoch ist ein Zugbegleiter gestorben, nachdem er bei einer Fahrkartenkontrolle in einem Regionalzug angegriffen wurde."
  },
  {
    "start": 737.64,
    "end": 742.68,
    "text": "Das Busfahrer, Lokführerin oder Zugbegleitergewalt erfahren, das ist leider kein Einzelfall."
  },
  {
    "start": 742.72,
    "end": 746.7,
    "text": "Viele von ihnen haben schon mal erlebt, dass ein Fahrgast übergriffig geworden ist."
  },
  {
    "start": 747.64,
    "end": 757.12,
    "text": "Einige von Ihnen haben meiner Kollegin Vivian Timmler erzählt, wie es dazu gekommen ist, was es mit Ihnen gemacht hat und vor allem, was sich Ihrer Meinung nach jetzt ändern muss."
  },
  {
    "start": 757.94,
    "end": 760.3,
    "text": "Nachlesen können Sie das unter dem Link in den Schauen-Urs."
  },
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    "start": 761.26,
    "end": 764.12,
    "text": "Redaktionsschluss für auf den Punkt war, sechzehn Uhr."
  },
  {
    "start": 764.46,
    "end": 770.66,
    "text": "Vielen Dank an Immanuel Pedersen fürs Produzieren dieser Sendung und natürlich auch vielen Dank an Sie fürs Zuhören."
  },
  {
    "start": 771.04,
    "end": 771.46,
    "text": "Bis morgen"
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  {
    "start": 771.7,
    "end": 774.76,
    "text": "und machen Sie's gut."
  }
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