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    "text": "Nur mal angenommen."
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    "text": "Eine Situation tritt ein, die unsere Großeltern oder sogar noch Eltern erlebt haben in den neunzehnvierziger Jahren Luftalarm."
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    "text": "Wenn jetzt die Sirenen heulen, was würden sie dann tun?"
  },
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    "text": "Im Keller, in der nächsten U-Bahn-Heise-Stelle oder in einem öffentlichen Bunker?"
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    "text": "Ein eigener, privater Bunker im Garten oder unterm Haus."
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    "text": "Stahlbeton, Drohenüberwachung, ABC-Filteranlage, Lebensmittel für Wochen und Wasservorräte."
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    "text": "Alles ist möglich, alles können Sie sich theoretisch kaufen."
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    "text": "Früher galten solche Menschen als Spinner."
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    "text": "Das Geschäft mit privaten Bunkern hat nach dem russischen Angriff auf die Ukraine geboomt"
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    "text": "und läuft auch dreieinhalb"
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    "text": "Das sagt meine Kollegin Konstanze von Bullion, die in der Branche recherchiert hat und auch selbst so einen Privatbunker besucht hat."
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    "text": "Es war ein Einfamilienhaus ganz normal in so einer Straße, wo gebaut wird, gerade von außen völlig unerfällig."
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    "text": "Und dann ging man da, es war noch im Rohbau, die Treppe runter."
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    "text": "Und da war eine, ich glaube, dreißig Zentimeter dicke Stahltür."
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    "text": "Dahinter war ein Schleusenraum und da wird es dann schon ganz schön gruftig."
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    "end": 105.62,
    "text": "Das ist total finster da unten."
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    "text": "Es ist kalt."
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    "text": "Man hört die Wälder draußen eigentlich überhaupt nicht mehr."
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    "text": "Es gab dann in dem Hauptraum..."
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    "end": 120.76,
    "text": "Ich spreche mit Constanze nun über das Business-Privatbunker und was der Run auf die Schutzräume über unsere Gesellschaft aussagt."
  },
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    "end": 126.3,
    "text": "Auch darüber... Wer wie viel Vertrauen in den eigenen Staat hat oder eben nicht hat."
  },
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    "end": 129.82,
    "text": "Darin, dass unsere Demokratie die eigenen Bürger"
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    "end": 130.62,
    "text": "schützen kann."
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    "end": 135.12,
    "text": "Sie hören das Thema, den Recherche-Podcast der Süddeutschen Zeitung."
  },
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    "text": "Am Mikro ist Timo Nikolas."
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    "text": "Los geht's."
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    "text": "Okay, Konstanze."
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    "text": "Im Fall des Falles."
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    "text": "Weißt"
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    "text": "du, wo der nächste Bunker, wo der nächste Schutzraum, wie auch immer, bei dir in der Nähe wäre?"
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    "end": 152.8,
    "text": "Nein, natürlich weiß ich es nicht."
  },
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    "end": 157.38,
    "text": "Ich könnte vielleicht zur nächsten U-Bahn rennen, zur nächsten U-Bahn-Station."
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    "end": 159.38,
    "text": "Ich wohne mitten in Berlin, aber ich weiß es nicht, nein."
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    "text": "Ja, natürlich sollt mir das wissen, aber wir wissen es alle nicht, glaube ich."
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    "text": "Weil sich die Weltlage leider so verändert hat, dass die Wahrscheinlichkeit eines Krieges in Europa nicht mehr ausgeschlossen ist, auch ob ... Obwohl wir in Jahrzehnten in Deutschland in dem Bewusstsein gelebt haben, dass Krieg vorbei ist und abgeschafft, so ist es leider nicht mehr."
  },
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    "text": "Gibt es denn überhaupt eine Möglichkeit, daraus zu finden, wo der nächste Bunker ist?"
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    "text": "Also gibt es einen deutschen Bundesbunkerplan, Lageplan oder eine App oder irgendwas in die Richtung, die mir anzeigt, wo theoretisch der nächste Schutzraum für mich wäre?"
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    "text": "Nein, so was gibt es nicht."
  },
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    "text": "So was wollte die letzte Bundesregierung, die Ampelregierung, zusammen mit den Ländern konzipieren."
  },
  {
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    "text": "Aber das ist überhaupt nicht gelungen."
  },
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    "end": 213.86,
    "text": "Ich habe den Eindruck gehabt bei meinen Recherchen, dass da jeder die Schuld auf den anderen schiebt."
  },
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    "text": "Die Länder erwarten irgendwie vom Bund, dass überhaupt mal gesagt wird, was da vorgelegt werden soll."
  },
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    "end": 224.5,
    "text": "Der Bund erwartet von den Ländern, dass sie erst mal sagen, wie viele Leute sie unterbringen können, was sie haben."
  },
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    "text": "Da geht bisher ging bis zu, muss man sagen, bis zum Regierungswechsel wenig voran."
  },
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    "end": 231.84,
    "text": "Jetzt will die Regierung das ändern."
  },
  {
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    "end": 233.34,
    "text": "Jetzt will die Regierung das ändern."
  },
  {
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    "end": 236.5,
    "text": "Das heißt, es soll ein Bestandsaufnahme geben."
  },
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    "end": 239.56,
    "text": "Es soll nicht nur eine Bestandsaufnahme geben."
  },
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    "text": "Sie sind jetzt schon seit dem Angriff auch die Ukraine, ist schon die Politik auch aufgewacht."
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    "text": "Das war auch schon in den letzten beiden Jahren so."
  },
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    "text": "Aber es soll vor allen Dingen versucht werden, die vorhandene Infrastruktur, also Tiefgaragen, U-Bahnhöfe."
  },
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    "text": "sehr feste Bauten, insbesondere in Städten, so zu ertüchtigen."
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    "text": "Denn die Idee, dass wir jetzt für alle Bunker gebaut werden, wie vor dem Zweiten Weltkrieg, ist völlig illusorisch."
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    "end": 272.4,
    "text": "Es ist viel zu teuer."
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    "end": 280.72,
    "text": "Also du sagst ertüchtigen, das heißt, da muss schon mehr vorhanden sein als einfach nur ein U-Bahnhof, damit das als Bunker gilt?"
  },
  {
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    "end": 287.72,
    "text": "Also man muss sich eigentlich nur mal klar machen, was in einer Großstadt wie Berlin passieren würde, wenn hier tatsächlich Luftalarm wäre."
  },
  {
    "start": 287.88,
    "end": 292.92,
    "text": "Also das wirkt ja alles so ein bisschen alarmistisch, wenn man solche Szenarien aufhuft."
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    "start": 293.02,
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    "text": "Aber alle würden losrennen."
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    "end": 304.26,
    "text": "Es würde wahrscheinlich heilloses Chaos geben, keiner wüsste wohin oder die Leute, die dann an irgendeinem U-Bahnhof ankommen würden, wahrscheinlich im Zweifel sich da durchkämpfen."
  },
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    "end": 307.2,
    "text": "Das sind alles sehr hässliche Szenarien eigentlich."
  },
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    "end": 313.42,
    "text": "Das heißt, was gebraucht wird, ist zum einen, dass Ein Plan erstellt wird, dass man aufs Handy eine Information kriegt."
  },
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    "text": "Und das andere ist natürlich das vor Ort."
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    "end": 329.08,
    "text": "Wir haben jetzt U-Bahn-Höfe, da ist keine Toilette drin, da gibt es nichts zu essen, da kann niemand schlafen, dass man solche Dinge irgendwie vorbereitet und auch mal konzipiert."
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    "text": "Aber da ist man noch in der Vorkonzipierungsphase."
  },
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    "text": "Da ist überhaupt noch nichts passiert."
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    "text": "Ich habe mit Erstaunen festgestellt, es gibt ja angeblich für eine halbe Million Menschen in Deutschland in öffentlichen Schutzräumen einen Platz."
  },
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    "text": "Und dann habe ich mal gefragt, wo ist das?"
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    "text": "Und dann wurde mir eigentlich vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gesagt."
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    "text": "Das ist eigentlich nur theoretisch."
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    "end": 363.18,
    "text": "Das sind genau solche Plätze irgendwo in der U-Bahn, wo man theoretisch stehen kann, aber da ist nichts vorbereitet."
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    "text": "Es gibt kein Konzept."
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    "text": "Die letzte Bundesregierung hat es nicht mehr geschafft."
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    "text": "Und die jetzige will jetzt doch einiges Geld da reinstecken, da Konzepte zu entwickeln."
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  },
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    "end": 384.32,
    "text": "So wie man sie sich vorstellt, so extra dafür gebaute Untergrundanlagen?"
  },
  {
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    "end": 397.74,
    "text": "Also es gibt natürlich die ganzen Weltkriegsbunker, die in Großstädten rumstehen, die kennen ja auch alle, aber das sind... eigentlich fast ausnahmslos inzwischen irgendwelche Hippen, Apartments oder Kunsträume oder sie gammeln total vor sich hin."
  },
  {
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    "end": 402.14,
    "text": "Also vieles ist feucht, stinkig, nicht mehr nutzbar."
  },
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    "end": 410.14,
    "text": "Ich glaube, der Fragestadt Bayern hat kürzlich auch mal seine Bunkeranlagen angeschaut und festgestellt, nicht eine davon ist nutzbar so, wie sie sind."
  },
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    "text": "Also die kann man nicht mehr benutzen, ob man die ertüchtigen kann für viel Geld."
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    "text": "Da habe ich so meine Zweifel."
  },
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    "text": "Ich glaube, es werden andere Konzepte her müssen als im Zweiten Weltkrieg, weil auch ehrlich gesagt ein Krieg, wenn er denn käme, was niemand hofft und will und wünscht, anders aussehen würde als im Zweiten Weltkrieg."
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    "text": "Also damals gab es Flächenbombarde-Monds von Großstädten."
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    "text": "Das sind so unsere, die Kriegserinnerung unserer Eltern und Großeltern."
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    "text": "Der Krieg der Zukunft wird wahrscheinlich mit Drohnen geführt, wenn er denn kommt."
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    "end": 449.34,
    "text": "Er wird ganz gezielt auf kritische Infrastruktur gehen."
  },
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    "end": 451.58,
    "text": "Das heißt, es wäre ein Rechenzentren zerstört."
  },
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    "text": "Es wird die Stromversorgung unterbrochen."
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    "text": "Es wird die Wasserversorgung würde dann zusammenbrechen."
  },
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    "text": "Also das sind die Szenarien, auf die sich europäische Großstädte vorbereiten müssten."
  },
  {
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    "text": "Nicht so sehr, dass alles in Schutt und Asche gelegt wird."
  },
  {
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    "text": "Das ist, glaube ich, ein sehr unrealistisches Szenario."
  },
  {
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    "end": 477.06,
    "text": "Und ganz persönlich, ich glaube, auch ein Atomschlag jetzt auf Berlin oder so, das halte ich auch für Panikmache."
  },
  {
    "start": 477.26,
    "end": 485.22,
    "text": "Natürlich sind Behörden aufgerufen, da sie vorzubereiten, aber ich glaube, das ist nicht das realistische Szenario."
  },
  {
    "start": 486.24,
    "end": 490.42,
    "text": "Wenn wir in die Ukraine schauen, dann sehen wir das aber ja trotzdem."
  },
  {
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    "end": 502.92,
    "text": "Auch wenn Drohnen fliegen oder Marschgluckkörper in Richtung kritische Infrastruktur, dass es Luftalarm gibt in den großen Städten, dass die Leute Schutz suchen, wenn es zum Beispiel Luftalarm in Kielf gibt."
  },
  {
    "start": 503.42,
    "end": 507.26,
    "text": "Wie wäre das denn dann in Deutschland, wenn es Luftalarm in Berlin gibt?"
  },
  {
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    "end": 511.86,
    "text": "Du hast gesagt, es gibt Platz für fünfhunderttausend Menschen, theoretisch, auch nur auf dem Papier."
  },
  {
    "start": 511.92,
    "end": 513.24,
    "text": "Aber was macht denn der Rest?"
  },
  {
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    "end": 515.659,
    "text": "Also, fünfhunderttausend, das ist auch bundesweit."
  },
  {
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    "end": 516.32,
    "text": "Bundesweit,"
  },
  {
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    "end": 516.559,
    "text": "ja."
  },
  {
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    "end": 520.919,
    "text": "Der Rest, wenn man es jetzt mal ... Böse Ausdrück wird sich kloppen."
  },
  {
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    "end": 528.9,
    "text": "Also die Leute werden unter Umständen darum kämpfen, die wenigen Plätze, die es gibt, irgendwie zu ergattern für sich, für ihre Kinder."
  },
  {
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    "end": 531.68,
    "text": "Und das sind natürlich Szenarien, die möchte niemand."
  },
  {
    "start": 531.84,
    "end": 534.74,
    "text": "Also, dass so eine Art Nahkampf-Situation entsteht."
  },
  {
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  },
  {
    "start": 537.52,
    "end": 540.36,
    "text": "Man muss hier auch nicht so Horror-Szenarien malen."
  },
  {
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    "end": 550.0,
    "text": "Aber wenn man sich's durchdenkt, ist es schon durchaus inzwischen so, dass man sich darüber Gedanken machen sollte, wo wer wann hin soll und hin kann."
  },
  {
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    "end": 561.22,
    "text": "Denn sonst werden sich die stärksten durchsetzen in solchen Situationen und dann bleiben halt alle, die vielleicht Kinder haben oder eine Behinderung oder nicht so schnell die Treppe runterkommen auf der Strecke."
  },
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    "end": 563.92,
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  },
  {
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    "end": 575.74,
    "text": "die da als Vorbild dienen könnten, wo es eine bessere Bunkerinfrastruktur gibt oder eine bessere Infrastruktur von Anlagen, Gebäuden, U-Bahnhöfen"
  },
  {
    "start": 575.8,
    "end": 575.9,
    "text": "etc.,"
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    "text": "wo man Schutz suchen kann."
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    "text": "Also es gibt natürlich die Schweiz."
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    "text": "Da sind Hausschutzbunker, also wenn man sich dann hausbaut, muss man da ein Haussicherheitsraum mit einbauen."
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    "text": "Das ist aber ein Szenario, das werden wir hier sowieso nicht mehr erreichen."
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    "text": "Und es gibt Finnland, die sich aufgrund ihrer Lage in der russischen Grenze, auch da gibt es, glaube ich, für eighty-fünf Prozent der Bevölkerung öffentliche Schutzräume, sind da konzipiert, dass ist natürlich schön für die Leute und natürlich der Geschichte auch Finderns geschuldet."
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    "text": "Aber ich glaube, das werden wir hier so schnell nicht erreichen."
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    "text": "Ich weiß von anderen Ländern, Europas, also von Polen und Frankreich, die ja durchaus rüstungsmäßig immer ganz anders aufgestellt waren als Deutschland in den letzten Jahrzehnten."
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    "text": "dass auch dort für die Zivilbevölkerung nicht ausreichend Schutzräume bestehen."
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    "text": "Also man muss jetzt auch nicht die Vorstellung entwickeln, Deutschland sei da nun völlig abgeschlagen, aber die Wahrheit ist, es gibt eigentlich öffentlich fast null Schutz bisher."
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    "text": "Das heißt, vielleicht kannst du noch mal zusammenfassen, was müsste denn jetzt passieren, dass es zumindest annähernd genügend öffentlichen Schutzräume gibt für die Menschen, die dann vor allem in Großstädten leben, nehme ich mal an."
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    "text": "Also ich glaube schon, dass es jetzt notwendig ist und das will die neue Bundesregierung ja auch, dass man sehr viel Geld und auch Manpower in die Entwicklung solcher Fluchtpläne und öffentlicher Schutzräume steckt."
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    "text": "Das wurde in den letzten Jahren immer noch total belächelt."
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    "text": "Und ich gestehe auch, ich habe zu denen gehört, die sowas belächelt haben, weil man dachte, Mensch, so eine Panik mache."
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    "text": "Hier Putin bombardiert Berlin."
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    "text": "Ich muss gestehen, auch ich habe meine Haltung dazu in den letzten Jahren seit dem Unbefall auf die Ukraine geändert."
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    "text": "Ich glaube aber nicht, dass sich jetzt jeder anfangen muss, einen privaten Schutzbunker zu bauen, denn da boomt natürlich jetzt auch das Geschäft."
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    "text": "Nicht jeder hat ja ein Eigenheim, aber trotzdem, du hast es gerade angesprochen, boomt in gewisser Weise das Geschäft mit privaten Bunkern, die sich Menschen unter ihren Garten bauen, unter ihr Haus etc."
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    "text": "Du hast dir so ein Bunker auch angeschaut für deine Recherche."
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    "text": "Kannst du uns mal mitnehmen in diesen Bunker?"
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    "end": 755.68,
    "text": "Der Haus oder die Familie, die sich diesen Bunker gebaut hat, war also wie fast alle Menschen, die sich einen privaten Bunker zulegen."
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    "text": "sehr strikt darauf bedacht, dass das nicht öffentlich wird, weder der Ort noch ihr Name."
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    "text": "Und dann ging man da, es war noch im Rohbau, die Treppe runter."
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    "text": "Es ist wirklich wie so ein Tresor."
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    "text": "die man auch nur, also ich bin eine Frau, mit sehr viel Kraft aufstemmen konnte."
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    "text": "Dahinter war ein Schleusenraum und da wird es dann schon ganz schön gruftig."
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    "text": "Also das sind Betonräume."
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    "text": "Der war noch nicht fertig."
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    "text": "Der war der Estrich gemacht und die Wände."
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    "text": "Das ist total finster da unten."
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    "text": "Man hört die Wälder draußen eigentlich überhaupt nicht mehr."
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    "text": "Ein Lichtschacht."
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    "text": "Und wenn man, ich hab mich dann von dem Mann, der diesen Bunker baut, der war dabei, da einsperren lassen."
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    "text": "Das war schon interessant."
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    "text": "Mir kam's ewig vor."
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    "text": "Es wird"
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    "text": "stockfinster,"
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    "text": "es wird eiskalt."
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    "text": "Und man fühlt sich echt wie lebendig begraben."
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    "text": "Also ich hab mir dann vorgestellt, ich wäre mit meiner Familie in so einem Bunker."
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    "text": "Und draußen tobt irgendein Krieg oder einen, ich weiß nicht, Terror, der Mann, der das sich gebachert bauen lassen, der hat also auch ein, da ist ein großes Chemiewerk in der Nähe, der hat auch einen großen Anschlag, ein Terroranschlag auf dieses Chemiewerk befürchtet und das dann irgendwie die Umgebung kontaminiert ist."
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    "text": "Ich habe mir vorgestellt, ich sei es eh jetzt da unten, als es ist, beängstigend, fand ich."
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    "text": "Und wenn man da noch mit Kindern oder so drin ist, um in einem solchen Ort überhaupt zu überdauern."
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    "text": "Was ist denn der Plan dann bei dem Bunker speziell?"
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    "text": "Da ist ja dann ein Notstromaggregat und das natürlich dann auch Licht, wenn alles funktioniert und Belüftung."
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    "text": "Also die Leute würden dann nicht so wie ich in totaler Finsternis sitzen."
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    "text": "Aber das ist natürlich alles endlich und die Überlegung ist dann, was macht man eigentlich, wann geht man eigentlich wieder raus und woher weiß man, was draußen los ist."
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    "text": "Und auch dafür bieten solche Baufirmen, die solche privaten Bunker bauen oder Schutzräume, nennt sich das offiziell, bieten natürlich auch Technologien."
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    "text": "Also wie kann man so einen Schutzraum ausstatten?"
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    "text": "Also es gibt dann natürlich so die... Basics, die Grundausstattung, dass man also eine Blüftungsanlage braucht und ein Notstrom abregert und dass man eine gewisse Menge an Vorreden da unten anlegt, die natürlich auch regelmäßig erneuert werden müssen, damit nicht alles schlecht wird."
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    "text": "Und dann gibt es das Phänomen, dass die Leute dann immer mehr wollen, weil sie sich nämlich, wenn man das Szenario durchdenkt, merken ja, okay, ich muss natürlich auch wissen, was draußen los ist."
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    "text": "meiner Familie sagen zu können oder meinen Angehörigen oder meinen Freunden, wen auch immer ich da mitgenommen hab, um meinen Leuten sagen zu können, jetzt gehen wir wieder raus."
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    "text": "Und da gibt's dann Terminals, wo man draußen eine Drohne starten kann, die dann Luftaufnahmen liefert, was draußen los ist, und auch Radioaktivität oder chemische Kontamination misst."
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    "text": "Aber ganz ehrlich, das ist nach oben offen, dieses Skala."
  },
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    "text": "Also, man kann da unendlich viel ... Geld für ausgeben, wenn man möchte."
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    "text": "Und manche Leute tun das auch."
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    "text": "Und da stellt sich dann schon die Frage, was ist eigentlich sinnvoll."
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    "text": "Weil du hast von mehreren und gab es mehrere Räume?"
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    "text": "Es gab in diesem Fall zwei Räume."
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    "text": "Das heißt, die Vorstellung ist, du kommst da irgendwie kontaminiert rein und dann machst du hinter dir erst mal die Tür zu."
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    "text": "Manche Leute haben auch die Vorstellung, ihre Nachbarn wollen mit da rein."
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    "text": "Und sie müssen sich erst mal vor den Nachbarn schützen, weil die alle in Panik sind."
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    "text": "Und dann, wenn die wissen, dass die Familie hier ein Sicherheitsraum im Keller hat, dann wollen die da alle mit rein."
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    "text": "Deswegen auch lieber Geheimheiten."
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    "text": "Deshalb die Geheimhaltung."
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    "text": "Das sind schon ziemlich hässliche Szenarios, finde ich."
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    "text": "geht dann schon auch um die Vorstellung, wie schütze ich meine Familie, aber wie sperre ich andere aus?"
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    "text": "Und auch dafür sind dann so mehrere Türen, die natürlich auch von jedem zu bedienen sein müssen, also auch von einer Frau."
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    "text": "Das hat er nämlich festgestellt, der Haushern, dass seine Frau das Ding überhaupt nicht aufkriegen würde."
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    "end": 1063.06,
    "text": "Also, es hat schon manche Haken so."
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    "end": 1067.14,
    "text": "Diese Vorstellung, sich da absolute Sicherheit zu verschaffen, ist, glaube ich, illusorisch."
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    "text": "Und du konntest mit dem Hausherren sprechen?"
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    "text": "Hat er dir noch mehr über die Gründe für diesen Bunkerbau erzählt?"
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    "text": "Also, der Hausherr war jemand, der auch mit Sicherheitsfragen beruflich zu tun hatte und mal so ein Konzept für den Notfall entwerfen musste, dienstlich."
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    "text": "Und ich glaube, bei dieser Gelegenheit ist ihm irgendwie so ein bisschen Angst und Bange um seine Familie geworden, weil er von Sicherheitsbehörden eben auch gehört hat, was alles angefahren drohen könnte."
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    "text": "Und dann hat er mir gesagt, na ja, wenn ich's mir finanziell leisten kann, warum soll ich meine Familie nicht schützen?"
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    "end": 1115.56,
    "text": "Und dann hat er sich schon genau überlegt, also er nimmt seine Frau mit natürlich, sie hat ein kleines Kind, dann sollte noch irgendwie ein Freund und seine Patentante mit rein."
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    "text": "Also der hatte sich da schon so ein richtiges Konzept gemacht, wen er retten will."
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    "text": "Aber natürlich führt es schon in eine finstere Welt."
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    "text": "Also ich hab ihn dann auch gefragt, und wen rettet man da nicht?"
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    "text": "Ja, das sind unschöne Fragen und ich hatte irgendwie nach einer Weile auch das Gefühl, im Grunde gehen immer noch alle davon aus, dass der Fall gar nicht eintritt, aber er möchte eben auf der sicheren Seite sein."
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    "text": "Ja, und dann hat er sich das Ding eben gebaut."
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    "text": "Aber das ist bestimmt kostspielig."
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    "text": "Was kannst du da so über den Daumengepeid sagen, was so ein Bunker kostet?"
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    "end": 1153.68,
    "text": "Ich glaube, unter fünfzigtausend fängt es gar nicht an."
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    "text": "Also, das ist dann so ein Seeheitsraum."
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    "text": "Das sind also diese Schutzräume, die wirklich mit Beton sind und so mit so einer Basisausstatt im Konsten so fünfzig, sechzigtausend."
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    "text": "Aber das ist, wie gesagt, eine Skala, die nach oben offen ist."
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    "text": "Also ich glaube, man sich so im Garten in einem Wenn man ein Grundstück hat, ein unterirdischen Bunker, die natürlich viel geräumiger sind und komfortabler."
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    "text": "Und dann geht es dreihunderttausend."
  },
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    "start": 1196.66,
    "end": 1201.26,
    "text": "Und es ist natürlich dann nur noch eine ganz bestimmte Klientel, die darüber auch nur nachdenken kann."
  },
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    "text": "Ach,"
  },
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    "end": 1203.44,
    "text": "das war ein oberirdischer Bunker."
  },
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    "text": "Das sind, na ja, und im Keller."
  },
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    "text": "Ach, das war ein Raum im Keller."
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    "text": "Und statt da irgendwie sein Vorratskeller einzurichten, richten die Leute dann so einen Bunker ein."
  },
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    "end": 1223.42,
    "text": "Es ist aber was anderes, ob man sich eine Grube im Garten ausheben lässt und da einen völlig unabhängigen und dann wahrscheinlich auch sehr viel größeren Bunker einrichtet."
  },
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    "end": 1224.82,
    "text": "So ein Schutzraum."
  },
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    "text": "Das kostet viel mehr und ist aber dann natürlich auch komfortabler."
  },
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    "end": 1232.8,
    "text": "Das sind aber solche Leute ausnahmslos mit sehr viel Geld, die sich das leisten können."
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    "end": 1235.64,
    "text": "Wo gegenschützt dann so ein Bunker?"
  },
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    "text": "Also, wenn wir sagen, wir haben einen Krieg und da fliegt eine Bombe aus das Haus, dann ist man da sicher?"
  },
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    "text": "Nein, eben nicht."
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    "end": 1258.94,
    "text": "Also, ich habe mich mit einem Explosionsexperten unterhalten, der also auch für die Hochschule der Bundeswehr geforscht hat, der nichts anderes macht, als zu auszurechnen, bei wie viel Sprengkraft hält, welches Gebäudestand."
  },
  {
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    "end": 1262.02,
    "text": "Das sind Leute, die in der Regel so Chemiewerke absichern und so."
  },
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    "end": 1264.34,
    "text": "Vorrangig gar nicht um Privathäuser."
  },
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    "start": 1264.4,
    "end": 1274.86,
    "text": "Der hat mir gesagt, wenn eine Bombe direkt auf eine Haus fällt, dann hält auch der sogenannte Schweizer Bunker, den ich gerade beschrieben habe, mit höchstem Standard nicht stand."
  },
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    "end": 1283.9,
    "text": "Das ist, glaube ich, Illusion und das ist auch dann egal, ob in der Stadt oder auf dem Land so ein Volltreffer direkt hält, glaube ich, keinen Bunker aus."
  },
  {
    "start": 1284.12,
    "end": 1288.14,
    "text": "Also diese Illusion durfte man sich nicht machen, hat er gesagt."
  },
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    "end": 1307.5,
    "text": "Aber er hat gesagt, was viel mehr Sinn macht für Leute, die nicht unendlich reich sind, ist, dass man sich im Keller mal umguckt, also sei es in einem Miethaus, sei es in einem privaten, einzelnen Wohnhaus, ob man überhaupt einen Keller hat und ob man den vielleicht mal etwas anders ausstatten kann."
  },
  {
    "start": 1308.26,
    "end": 1312.32,
    "text": "Anders ausstatten heißt mit Sandsecken oder eher mit Dosenessen?"
  },
  {
    "start": 1313.42,
    "end": 1318.48,
    "text": "Also, was der mir beschrieben hat, ist einfach, dass es eigentlich reicht, wenn man so einen Keller hat."
  },
  {
    "start": 1319.32,
    "end": 1322.54,
    "text": "Auch einen ohne dreißig Zentimeter Stahlbetonwende."
  },
  {
    "start": 1323.6,
    "end": 1332.18,
    "text": "Aber dass man sich die Fenster angucken soll, wenn die nach außen führen, soll man sich da Sandsäcke davor tun, meinte der, wenn man sich absichern möchte."
  },
  {
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    "end": 1335.18,
    "text": "Man soll einen zweiten Ausgang."
  },
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    "end": 1337.44,
    "text": "Mal gucken, wo geht's hier eigentlich auch noch raus."
  },
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    "end": 1342.64,
    "text": "Viele Mietshäuser in Berlin, das sind ja diese Altbauten, haben zwei Ausgänge."
  },
  {
    "start": 1342.72,
    "end": 1344.62,
    "text": "Da führt's dann in den Seitenflügel."
  },
  {
    "start": 1345.62,
    "end": 1347.18,
    "text": "Mal gucken, wo geht's da eigentlich lang."
  },
  {
    "start": 1347.74,
    "end": 1354.8,
    "text": "Ich muss gestehen, wenn man solche Gespräche führt, denkt man auch immer wieder ... Man, Leute, das ist doch totales ein Hirngespinst."
  },
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    "end": 1357.12,
    "text": "Also, es ist immer so eine Gratwanderung."
  },
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    "start": 1357.88,
    "end": 1359.5,
    "text": "Ich glaube, dass er eigentlich recht hat."
  },
  {
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    "end": 1362.2,
    "text": "Und er war überhaupt nicht so ein Panikmacher."
  },
  {
    "start": 1362.98,
    "end": 1368.34,
    "text": "Und er hat auch überhaupt kein finanzielles Interesse, dass die Leute da irgendwie beunruhigt sind."
  },
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    "end": 1370.42,
    "text": "Das ist ja bei Privatfirmen ein bisschen anders."
  },
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    "end": 1378.06,
    "text": "Aber ich hab immer wieder so Momente in den Gesprächen gehabt, wo ich so dachte, es ist ja doch alles überbetrieben."
  },
  {
    "start": 1378.12,
    "end": 1381.34,
    "text": "Und dann ... Auch wenn er das Gegenteil, es ist komisch."
  },
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    "text": "Ich geh grad auch im Kopf durch den Keller in meinem Mietshaus."
  },
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    "text": "Der hat keine Fenster und zwei, sogar drei Ausgänge."
  },
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    "end": 1390.42,
    "text": "Also, äh, ist vielleicht ..."
  },
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    "text": "Da wirst du überleben."
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    "text": "Ja, ist vielleicht ein ganz guter Ort."
  },
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    "text": "Man fängt dann an, darüber nachzudenken."
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    "text": "Jetzt gibt es trotzdem diese privaten Bunker."
  },
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    "text": "Du hast ja auch mit Menschen gesprochen, die diese Bunker bauen."
  },
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    "text": "Wir haben ja schon angedeutet, es gibt so was wie ein Run auf diese Bunker."
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    "text": "Stimmt das denn?"
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    "text": "Oder woher kommt auch diese Feststellung?"
  },
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    "end": 1414.32,
    "text": "Also ein Run würde ich es nicht nennen."
  },
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    "end": 1417.26,
    "text": "Ein Run gab es unmittelbar nach dem Angriff auf die Ukraine."
  },
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    "end": 1426.54,
    "text": "Da haben diese Firmen, und da gibt es nicht viele in Deutschland, wohl sind überrannt worden mit Anfragen, ob man ihnen einen Bunker bauen kann."
  },
  {
    "start": 1427.08,
    "end": 1429.02,
    "text": "Das hat wohl jetzt wieder etwas nachgelassen."
  },
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    "start": 1429.08,
    "end": 1443.7,
    "text": "Das war so eine ... Kurzzeitige Panik, aber was sich wohl dauerhaft durchsetzt, ist das Menschen, die viel Geld haben, wenn sie sich ein Haus bauen und das gilt europaweit, inzwischen doch solche Schutzräume einfach mit einbauen."
  },
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    "start": 1443.8,
    "end": 1445.46,
    "text": "Und das war früher, glaube ich, anders."
  },
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    "end": 1450.98,
    "text": "Also die haben mir erzählt hier, ich war bei einer Berliner Firma, die solche Schutzräume anbietet."
  },
  {
    "start": 1451.7,
    "end": 1466.38,
    "text": "Die fliegen jetzt auf irgendwelche Inseln nach Griechenland zu reichen Leuten und die werden dann richtig eingeflogen und Europa oder nach Frankreich, die wollen dann so einen deutschen Bunker haben, weil sie das offenbar für eine sichere Sache halten."
  },
  {
    "start": 1467.06,
    "end": 1469.7,
    "text": "Und ja, also damit machen die schon durchaus Geschäfte."
  },
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    "start": 1470.16,
    "end": 1474.1,
    "text": "Also das schien mir jetzt weiter zu laufen, als ob man das ein Boom nennen soll."
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    "start": 1474.4,
    "end": 1476.38,
    "text": "Ja, weiß ich nicht, aber es nimmt schon deutlich zu."
  },
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    "text": "Und ist das ein honores Geschäft?"
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    "text": "oder ist das auch ein Geschäft mit der Angst?"
  },
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    "end": 1500.04,
    "text": "Ein Stück weit, würde ich schon sagen, ist es ein Geschäft mit der Angst, aber das gilt natürlich auch für jeden Versicherungsmakler, der den Leuten sagt, ein Haus kann abbrennen, es kann über Flutung geben, sichere dich bitte ab."
  },
  {
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    "end": 1506.34,
    "text": "Ich bin nicht der Meinung, dass es reine Panik machen ist über Zivilschutz zu sprechen."
  },
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    "start": 1506.38,
    "end": 1510.38,
    "text": "Ich glaube, es ist echt nötig in Deutschland, aber auf einem vernünftigen Niveau."
  },
  {
    "start": 1510.9,
    "end": 1518.28,
    "text": "Ich glaube, diese teuren privaten Bunker, die kann sich ein normalverdiener gleich aus dem Kopf streichen."
  },
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    "end": 1519.46,
    "text": "Das ist einfach zu teuer."
  },
  {
    "start": 1519.96,
    "end": 1526.54,
    "text": "Ich glaube, damit wird schon auch Geschäft gemacht und da wird auch eine gewisse Verunsicherung zumindest wachgehalten."
  },
  {
    "start": 1526.62,
    "end": 1527.74,
    "text": "Also in diesen Gesprächen."
  },
  {
    "start": 1528.94,
    "end": 1534.9,
    "text": "werden einem natürlich dauernd Kriegsszenarien vor Augen geführt, wo einen dann selber auch unbehagen beschleicht."
  },
  {
    "start": 1534.96,
    "end": 1536.6,
    "text": "Mir ging das auch so in den Gesprächen."
  },
  {
    "start": 1537.04,
    "end": 1537.52,
    "text": "Inwiefern?"
  },
  {
    "start": 1538.36,
    "end": 1544.0,
    "text": "Naja, ich bin eigentlich in diese Interviews reingegangen und dachte, Naja, ha, ha, ha, da bauen sich Leute Schutzbunke."
  },
  {
    "start": 1544.1,
    "end": 1563.82,
    "text": "Also es ist jetzt ein bisschen sehr grob ausgedrückt, aber ich hatte eine große Distanz dazu und fand es Panikmache, fand aber auch das Phänomen der Verunsicherung in Deutschland sehr interessant, dass die Leute plötzlich so ihre ganze Sicherheit und ihr Vertrauen auch auf den Staat verlieren, weil sie plötzlich merken, Mensch, hier ist ja überhaupt keine Vorsorge getroffen."
  },
  {
    "start": 1563.88,
    "end": 1566.66,
    "text": "Ich bin aus den Gesprächen anders wieder rausgegangen."
  },
  {
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    "text": "Wie anders?"
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    "end": 1575.34,
    "text": "Also mich hat schon auch im Laufe solcher Unterhaltungen, die habe ich mir plötzlich gedacht Mensch."
  },
  {
    "start": 1575.7,
    "end": 1578.16,
    "text": "Was ist eigentlich mit meiner Familie im Ernstfall?"
  },
  {
    "start": 1578.74,
    "end": 1580.48,
    "text": "Ich habe kein Wasser."
  },
  {
    "start": 1581.16,
    "end": 1582.16,
    "text": "Ich habe kein Essen."
  },
  {
    "start": 1582.36,
    "end": 1585.34,
    "text": "Ich bin nicht so ein Mensch, der wahnsinnig große Vorräte hat."
  },
  {
    "start": 1585.92,
    "end": 1592.14,
    "text": "Es gibt ja auch Leute, die sagen, man sollte mal seine ganzen wichtigen Dokumente scannen und sich einfach mal per E-Mail schicken."
  },
  {
    "start": 1592.34,
    "end": 1597.88,
    "text": "Also die ganzen Geburtsurkunden von einem selbst, von den Kindern."
  },
  {
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    "end": 1600.86,
    "text": "Mietverträge, Eigentum."
  },
  {
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    "end": 1603.8,
    "text": "hab ich natürlich alles nicht gemacht."
  },
  {
    "start": 1603.98,
    "end": 1608.2,
    "text": "Und ich muss sagen, hinterher hab ich so gedacht, diese Maßnahmen könnte man eigentlich schon mal ergreifen."
  },
  {
    "start": 1608.28,
    "end": 1615.46,
    "text": "Und ehrlich gesagt, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bittet da auch seit Jahren darum."
  },
  {
    "start": 1615.7,
    "end": 1618.38,
    "text": "Und es wurde halt wahnsinnig belächelt."
  },
  {
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    "end": 1620.18,
    "text": "Und ich glaube, das ändert sich gerade."
  },
  {
    "start": 1620.22,
    "end": 1621.38,
    "text": "Und das ist vielleicht auch sinnvoll."
  },
  {
    "start": 1622.56,
    "end": 1628.88,
    "text": "Ja, es ist ja ein Spagat, Krisenvorsorge zwischen, was ist sinnvoll, was tut man selber?"
  },
  {
    "start": 1629.6,
    "end": 1637.78,
    "text": "Und dann auf der anderen Seite, was es übertrieben, was es eben Angst mache, was geht vielleicht auch in Richtungen, die ja einfach überzogen sind."
  },
  {
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    "end": 1647.22,
    "text": "Ich tue mir da auch schwer, aber auch ich habe jetzt schon seit ein, zwei Jahren Wasser bei mir tatsächlich zu Hause in der Vorratskammer."
  },
  {
    "start": 1647.66,
    "end": 1649.22,
    "text": "Ich glaube, Corona war da auch so ein Auslöser."
  },
  {
    "start": 1650.02,
    "end": 1655.38,
    "text": "Wie ist es denn, wo hörten da aus deiner Sicht sinnvolle Vorsorge"
  },
  {
    "start": 1655.54,
    "end": 1655.72,
    "text": "auf?"
  },
  {
    "start": 1657.58,
    "end": 1660.46,
    "text": "Also ... Ich sag's mal umgekehrt."
  },
  {
    "start": 1660.54,
    "end": 1666.6,
    "text": "Ich glaube, es macht Sinn, sich mal für drei Tage Wasser und Essen zu besorgen."
  },
  {
    "start": 1668.0,
    "end": 1669.16,
    "text": "Davon würde ich jetzt mal ausgehen."
  },
  {
    "start": 1669.22,
    "end": 1674.72,
    "text": "Nicht für drei Monate und nicht für ein Jahr, weil dann hat man die ganze Wohnung voll mit irgendwelchen Bundeswehrkonserven."
  },
  {
    "start": 1674.76,
    "end": 1676.3,
    "text": "Das kann man überhaupt wirklich raten."
  },
  {
    "start": 1677.24,
    "end": 1685.76,
    "text": "Ich glaube, dieser Hinweis von diesem Explosionsforscher mal den Keller anzugucken, sich mal Gedanken zu machen, wo muss ich eigentlich im Ernstfall hinlaufen."
  },
  {
    "start": 1687.02,
    "end": 1687.9,
    "text": "Das macht alles Sinn."
  },
  {
    "start": 1688.02,
    "end": 1694.54,
    "text": "Ich glaube, diese ganze private Bunkerbauerei ist natürlich ein Luxus, den manche Menschen sich erlauben können."
  },
  {
    "start": 1694.6,
    "end": 1696.44,
    "text": "Bitte sehr, ich kann das niemand verbieten."
  },
  {
    "start": 1696.6,
    "end": 1702.6,
    "text": "Aber ich glaube, da muss man sich als normalsterblicher nicht Gedanken drüber machen."
  },
  {
    "start": 1702.66,
    "end": 1707.32,
    "text": "Das halte ich für ein Stück weit auch Geschäfte-Macherei."
  },
  {
    "start": 1708.14,
    "end": 1713.48,
    "text": "Was ich interessant fand in den Gesprächen war, dass das ja auch einen ganzen politischen Aspekt hat."
  },
  {
    "start": 1714.64,
    "end": 1715.2,
    "text": "Inwiefern?"
  },
  {
    "start": 1716.12,
    "end": 1732.06,
    "text": "Na ja, wenn man das recherchiert, gerät man in eine Welt oder ein Gesprächspartner, die alle immer wieder darauf hinweisen, wie wenig der Staat vorbereitet ist und vorbereitet hat auf so ein Krisenszenario."
  },
  {
    "start": 1734.02,
    "end": 1740.86,
    "text": "Und damit geht ja eigentlich auch ein Heer, was natürlich auch populistisch sehr leicht befeuert werden kann."
  },
  {
    "start": 1741.08,
    "end": 1743.36,
    "text": "Also der Staat hat uns im Stich gelassen."
  },
  {
    "start": 1743.42,
    "end": 1745.78,
    "text": "Die Politik hat keine Vorsorge getroffen."
  },
  {
    "start": 1745.84,
    "end": 1748.46,
    "text": "Wir müssen jetzt unser Schicksal selbst in die Hand nehmen."
  },
  {
    "start": 1748.98,
    "end": 1751.38,
    "text": "Für unsere Verteidigung ist nichts getan worden."
  },
  {
    "start": 1753.34,
    "end": 1771.1,
    "text": "Das fand ich in manchen Gesprächen schwierig, weil es schon Leute waren, die dann eher so ... Also ich will da niemand persönlich beschuldigen, aber natürlich sind sie nicht, man gerät da nicht ein Gesprächspartner, die jetzt sehr fest an die Demokratie glauben, sondern eher das Gegenteil befördern."
  },
  {
    "start": 1771.18,
    "end": 1775.86,
    "text": "Sie sagen einem eigentlich dauernd, du bist auf dich gestellt, du musst selbst investieren."
  },
  {
    "start": 1776.94,
    "end": 1779.88,
    "text": "Wenn du dir nicht selbst hilft, hilft dir der Staat nicht, da hat dich allein gelassen."
  },
  {
    "start": 1779.94,
    "end": 1784.34,
    "text": "Und das ist natürlich auch von rechts sehr leicht instrumentalisierbar, finde ich."
  },
  {
    "start": 1785.32,
    "end": 1801.68,
    "text": "Woher, also spielt da vielleicht auch die... Corona-Krise eine Rolle, die ja ein großer Einschnitt für viele war und wo auch der deutsche Staat gezeigt hat, dass er darauf erst mal unvorbereitet war."
  },
  {
    "start": 1802.68,
    "end": 1803.94,
    "text": "Ja, ich glaube, das hat die Leute."
  },
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    "start": 1804.08,
    "end": 1806.58,
    "text": "Also Deutschland ist ein sehr verwöhntes Land."
  },
  {
    "start": 1807.06,
    "end": 1811.08,
    "text": "Wir sind in Jahrzehnten in Sicherheit aufgewachsen alle."
  },
  {
    "start": 1811.78,
    "end": 1813.74,
    "text": "Wir hatten nie Versorgungsengpässe."
  },
  {
    "start": 1813.92,
    "end": 1820.02,
    "text": "Wir waren beschützt von unseren Alliierten Freunden, wir mussten nicht mal eine anständige eigene Armee haben."
  },
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    "text": "Uns ist dieses Gefühl, dass mal irgendwie was ausgeht, völlig fremd."
  },
  {
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    "end": 1832.74,
    "text": "Das kennen wir vielleicht noch aus dem Urlaub, aus irgendeinem Entwicklungsland, dass kein Klopapier da ist oder dass man nicht ohne Weiteres alles im Laden kaufen kann."
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    "start": 1832.78,
    "end": 1835.4,
    "text": "Ich glaube, das hat die Leute total schockiert in der Pandemie."
  },
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    "end": 1838.94,
    "text": "Und das hat man ja auch in diesen Panikkäufen gesehen."
  },
  {
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    "end": 1840.74,
    "text": "Und ich glaube, das sitzt immer noch tief."
  },
  {
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    "end": 1843.94,
    "text": "Also auch so eine Wehrlosigkeit, das Staates zu spüren."
  },
  {
    "start": 1843.98,
    "end": 1846.06,
    "text": "Das sind die Deutschen überhaupt nicht gewöhnt."
  },
  {
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    "text": "Das gilt wahrscheinlich auch für andere europäische Länder."
  },
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    "end": 1852.4,
    "text": "Aber ich glaube, wir sind da in besonderer Weise sicherheitsverwöhnt gewesen."
  },
  {
    "start": 1853.28,
    "end": 1859.8,
    "text": "Und deshalb haben die Leute da extrem schockiert, reagiert und sind so richtig vom Glauben an das ganze System abgefahren."
  },
  {
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    "end": 1867.2,
    "text": "Was für ein Menschenbild steckt denn vielleicht auch bei den... Leute dahinter, die sich solche Bunker bauen."
  },
  {
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    "end": 1874.12,
    "text": "Also was mich so irritiert ist, dass du ja schon erwähnt hast, man hat auch Angst, dass der Nachbarn das vielleicht erfährt."
  },
  {
    "start": 1874.7,
    "end": 1883.7,
    "text": "Man geht davon aus, die öffentliche Ordnung bricht zusammen, sobald irgendetwas passiert und dann ist jeder auf sich allein gestellt, dann gibt es keine Kooperation."
  },
  {
    "start": 1885.34,
    "end": 1891.56,
    "text": "Was sagt das denn über die Menschen aus, die sich solche privaten Bunker bauen?"
  },
  {
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    "end": 1914.88,
    "text": "Naja, ich will jetzt niemand verurteilen, der sich einen privaten Bunker baut, weil das bleibt natürlich jedem selbst überlassen, aber es ist schon so, dass dahinter die Vorstellung steckt, dass man im Zweifel erbarmungslos für sich und seine Familie kämpft und andere in irgendeiner Form entweder aussperrt mindestens oder zur Seite räumt."
  },
  {
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    "end": 1922.34,
    "text": "Das ist schon ein sehr so darbinistisches Weltbild, was dahinter steckt und ist natürlich extrem unschön."
  },
  {
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    "text": "Und ich muss sagen, es ist auch zu überprüfen."
  },
  {
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    "text": "In Spanien und Portugal ist kürzlich für zehn Stunden der Strom ausgefallen."
  },
  {
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    "end": 1933.36,
    "text": "Dann sind die Läden nicht mehr aufgegangen, dann gab es Riesenschlangen vor den Geldautomaten."
  },
  {
    "start": 1934.18,
    "end": 1942.46,
    "text": "Dann haben die Leute sich plötzlich um irgendwelche Radios geballgt, weil sie ihr Handy nicht mehr laden konnten, also mit Batterie betrieben und so."
  },
  {
    "start": 1943.84,
    "end": 1953.24,
    "text": "Aber es ist nicht sofort so eine quasi tödliche, tödlicher Kampf um Nahrung, um Ressourcen entstanden."
  },
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  },
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    "text": "Gut, das waren zehn Stunden."
  },
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    "end": 1961.86,
    "text": "Wenn man sagt, wenn sich das jetzt um achtundvierzig Stunden verlängert hätte, sähe die Welt wahrscheinlich anders aus."
  },
  {
    "start": 1962.36,
    "end": 1969.72,
    "text": "Aber dass die Menschen sozusagen sofort zum Messer greifen und sich da irgendwie durchkämpfen, das halte ich doch für ein übertriebenes Szenario."
  },
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    "text": "Aber ja."
  },
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    "text": "Jeder ist nicht selbst der Nächste."
  },
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    "end": 1976.82,
    "text": "Es wird schon Leute geben, die auch in Panik durchdrehen in solchen Fällen."
  },
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    "end": 1978.82,
    "text": "Ich bin sehr, die gibt es auch in der Ukraine."
  },
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    "end": 1983.92,
    "text": "Das sieht man halt vielleicht nicht so auf den Bildern, die wir da kriegen, die dann nur noch für sich kämpfen."
  },
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    "start": 1984.0,
    "end": 1987.82,
    "text": "Und das ist natürlich schon sehr unschön."
  },
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    "end": 1998.96,
    "text": "Aber die Ukraine hat, um nochmal das Beispiel zu nehmen, ist ja trotz Krieges, jahrelang Krieges jetzt geschafft, die öffentliche Ordnung in gewisser Weise."
  },
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    "start": 1999.98,
    "end": 2000.74,
    "text": "aufrecht zu erhalten."
  },
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    "text": "Ja, ist ein gutes Argument."
  },
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    "text": "Ich habe mich das nämlich auch gefragt."
  },
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    "end": 2013.44,
    "text": "Da hat ja jetzt auch keiner auf die Schnelle noch irgendwelche tollen, ich weiß nicht, ob die vorher schon irgendwelche Fluchtpläne hatten und alles, was ich vorher skizziert habe."
  },
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    "end": 2020.78,
    "text": "Aber ich nehme mal an, dass die Mehrheit der Leute dann doch so viel Anstand besetzt, dass man das irgendwie ordentlich über die Bühne bringt."
  },
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    "start": 2020.86,
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    "text": "Aber ich bin auch relativ sicher, dass es am Anfang da anders aussah."
  },
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    "start": 2023.92,
    "end": 2027.18,
    "text": "Die haben natürlich jetzt auch schlimm genug ist, es ist lange genug geübt."
  },
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    "end": 2033.54,
    "text": "Und wahrscheinlich hat sich da auch eine gewisse Routine eingespielt, aber man darf sich auch keine Illusion machen."
  },
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    "end": 2038.88,
    "text": "Viele, viele Menschen bleiben dann bei Alarm eben auch einfach in der Wohnung und dann sterben eben auch viele."
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    "text": "Das ist dann so."
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    "end": 2047.86,
    "text": "Die rennen dann nicht mehr, wenn sie alt sind, nochmal drei Stockwerke runter in den nächsten U-Bahn-Schacht oder so."
  },
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    "end": 2049.139,
    "text": "Die schaffen das dann eben nicht."
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    "end": 2054.28,
    "text": "Und das ist dann eben die, die für uns jetzt nicht sichtbare, aber die Konsequenz."
  },
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    "end": 2062.159,
    "text": "So was nicht passiert, damit Menschen trotz Krieg Krise wie auch immer geschützt sind."
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    "text": "Möglichst gut geschützt sind."
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    "text": "Was plant denn die aktuelle Bundesregierung?"
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    "text": "soll?"
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    "text": "Also es wohnen ja jetzt sehr viele Gelder für die Verteidigung freigegeben."
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    "text": "Es ist ja nicht nur, dass man irgendwie die Bundeswehr besser ausstattet, sondern dass man eben auch diese Felder ertüchtigt, wie das immer so schön heißt."
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    "text": "Es geistete deine Zahl von dreißig Milliarden rum für die nächsten zehn Jahre."
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    "text": "Das ist schon eine große Summe."
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    "text": "Und ich hoffe ehrlich gesagt, dass jetzt Bund und Länder sich auch mal zusammensetzen und diese Pläne überhaupt mal erarbeiten."
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    "text": "Denn das ist ja bisher gar nicht geschehen und dass da nicht immer jene nur auf den anderen zeigt."
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    "text": "Ich glaube, das ist schon machbar."
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    "end": 2119.58,
    "text": "Und dann ist es wahrscheinlich auch kein Hexenwerk, solche Pläne zu entwickeln und solche Vorsorge zu treffen."
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    "text": "Konstanz, vielen Dank für das Gespräch."
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    "text": "Krieg ist nur ein Schreckensszenario, vor dem sich manche"
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    "text": "akut"
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    "text": "wollen."
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    "text": "ihn in Spanien vor einiger Zeit gab, ist ein anderes, aber verwandtes Szenario."
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    "text": "Es gibt Menschen, die sich auch davor fürchten und sich auf den Tag vorbereiten, an dem sie glauben, plötzlich in einer chaotischen Welt auf sich allein gestellt zu sein."
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    "text": "Menschen, die vorsorgen, zum Beispiel mit einem Fluchtdrucksack."
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    "text": "Ich habe einen ganz normalen Wanderrucksack, den ich dann mir quasi packe."
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    "text": "Das sagt Janis."
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    "end": 2174.98,
    "text": "Janis ist eine Frau aus Cottbus, die mein Kollege Leonardo Kahn für eine Podcast-Serie der SZ besucht hat."
  },
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    "text": "Dieser Wanderrucksack ist ihr Fluchtrucksack, den sie in zehn Minuten mit allem packen kann, was man braucht, um abhauen zu können, um im Wald überleben zu können."
  },
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    "end": 2191.1,
    "text": "Eine Isomatte, ein Schlafsack, ein Mal-Ess-Besteck oder Kopflampe."
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    "text": "Also"
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    "text": "Kompass, verschiedene"
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    "text": "Taschendampen, alles."
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    "text": "Sehr gut vorbereitet hier."
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    "text": "Ja, das ist das Ziel, dass man so gut wie möglich tatsächlich auf alles vorbereitet ist, was eben wichtig ist."
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    "end": 2211.2,
    "text": "Das ganze Equipment ist, so gut es geht, an einem Ort in der Wohnung platziert."
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    "text": "Um dann doch schnell alles reinschmeißen zu können und auch das haben wir mal so ein bisschen geübt, dass dann auch alles reinpasst, dass es so ein Stück weit System hat."
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    "text": "Warum hat Janis diesen Rucksack?"
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    "text": "Wovor fürchtet sie sich?"
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    "end": 2236.42,
    "text": "Und warum boomt die Survival-Szene seit der Corona-Krise so stark?"
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    "end": 2242.0,
    "text": "Diesen Fragen sind wir in unserer Podcast-Serie German Angst nachgegangen."
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    "text": "Die erste Folge können Sie kostenlos hören, einfach bei Spotify in den Podcasts, nach German Angst suchen oder auf den Link klicken, den ich Ihnen in die Shownotz packe."
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    "text": "Alle weiteren Folgen hören Sie dann mit einem Sz plus Abo."
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    "end": 2266.8,
    "text": "Auch das entweder auf Spotify oder bei uns auf sc.de-podcast oder in der weißen Sz App, wenn Sie auf den Audio-Button drücken."
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    "end": 2272.72,
    "text": "Den Text zur Bunkerrecherche von Constanze von Bullion finden Sie ebenfalls in den Shownauts."
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    "end": 2282.34,
    "text": "Mitgearbeitet an dieser Folge von das Thema hat Lars Langenau, produziert, wurde die Sendung von Emanuel Patterson, konzipiert und gehostet von mir, Timo Nikolas."
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    "end": 2293.82,
    "text": "Schreiben Sie uns sehr gerne eine E-Mail an podcast.sz.de, wenn Sie Lob oder Kritik haben oder hinterlassen Sie einfach einen Kommentar bei Spotify oder Apple-Podcasts."
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    "text": "Ich sage Dankeschön fürs Zuhören, bis bald."
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