[
  {
    "start": 6.06,
    "end": 10.6,
    "text": "Seit Wochen ist die Trump-Regierung mutmaßliche Drogenkorriere auf Booten in die Luft jagen."
  },
  {
    "start": 11.06,
    "end": 12.74,
    "text": "Anschließend postet sie Videos davon."
  },
  {
    "start": 13.64,
    "end": 22.66,
    "text": "Über diese völkerrechtswidrigen Angriffe auf See und über den US-amerikanischen Krieg gegen die Drogen habe ich mit meinem Kollegen Peter Burkhardt gesprochen, dem SZ-Korrespondenten in Washington."
  },
  {
    "start": 23.42,
    "end": 26.12,
    "text": "Er sagt, es geht Trump dabei nicht nur um die Drogen."
  },
  {
    "start": 26.78,
    "end": 30.42,
    "text": "Eigentlich will der US-Präsident den venezolanischen Präsidenten stürzen."
  },
  {
    "start": 31.24,
    "end": 35.8,
    "text": "Sie hören den SZ-Nachrichten-Podcast auf den Punkt, mit mir an Marlene Holt."
  },
  {
    "start": 42.2,
    "end": 44.56,
    "text": "Ein verwackeltes Kameravideo in schwarz-weiß."
  },
  {
    "start": 44.84,
    "end": 47.76,
    "text": "Es zeigt die offene See und ein Boot, das durch das Wasser flügt."
  },
  {
    "start": 48.28,
    "end": 50.66,
    "text": "Man sieht deutlich, wie viel Schaum es auf dem Meer aufwirbelt."
  },
  {
    "start": 50.92,
    "end": 52.64,
    "text": "Es muss also sehr schnell unterwegs sein."
  },
  {
    "start": 53.74,
    "end": 55.74,
    "text": "Dann wird plötzlich der ganze Bildschirm weiß."
  },
  {
    "start": 56.42,
    "end": 57.14,
    "text": "Eine Explosion."
  },
  {
    "start": 57.68,
    "end": 59.02,
    "text": "Alles auf dem Video flackert."
  },
  {
    "start": 59.78,
    "end": 62.18,
    "text": "Danach scheint das Boot jetzt komplett in Flammen zu stehen."
  },
  {
    "start": 62.6,
    "end": 64.16,
    "text": "Eine riesige Rauchsäule taucht auf."
  },
  {
    "start": 65.18,
    "end": 72.34,
    "text": "Dieses Video hat US-Verteidigungsminister Pete Hexeth, der inzwischen ja Kriegsminister genannt werden will, am Freitag auf seinem X-Account gepostet."
  },
  {
    "start": 73.2,
    "end": 78.46,
    "text": "Dazu ein Text, in dem er schreibt, dass US-Soldaten bei dem Angriff drei Männer getötet hätten."
  },
  {
    "start": 79.28,
    "end": 87.52,
    "text": "Zitat, Angriffe auf Schiffe von Drogenhändlern und Terroristen werden so lange fortgesetzt, bis die Vergiftung des amerikanischen Volkes aufhört."
  },
  {
    "start": 88.6,
    "end": 97.16,
    "text": "Seit Anfang September hat die Trump-Regierung siebzehn angebliche Drogentransporte auf See mit Raketen versenkt und dabei mindestens sechzig Menschen getötet."
  },
  {
    "start": 98.14,
    "end": 104.48,
    "text": "In internationalen Gewässern in der Karibik und in Pazifik, teilweise nah an den Küsten von Venezuela und Kolumbien."
  },
  {
    "start": 105.04,
    "end": 108.3,
    "text": "Trump hat Drogenkatelle zu Terrororganisationen erklärt."
  },
  {
    "start": 108.76,
    "end": 110.64,
    "text": "Hexeth vergleicht sie mit Al-Qaeda."
  },
  {
    "start": 111.52,
    "end": 116.54,
    "text": "Kürzlich wurde Trump bei einem Pressetermin gefragt, warum er nicht den Kongress um Erlaubnis für die Angriffe bittet."
  },
  {
    "start": 116.76,
    "end": 118.96,
    "text": "Das wäre dann eine offizielle Kriegserklärung."
  },
  {
    "start": 119.56,
    "end": 121.56,
    "text": "Damals war Trump nicht nötig."
  },
  {
    "start": 134.32,
    "end": 138.44,
    "text": "Der US-Präsident sagt also, jeder, der Drogen in die USA bringt, werde getötet."
  },
  {
    "start": 139.12,
    "end": 141.32,
    "text": "Das Völkerrecht scheint ihm da egal zu sein."
  },
  {
    "start": 149.88,
    "end": 160.36,
    "text": "Peter, bevor Trump und Hexeth ihre Offensive gegen Drogenhändler begonnen haben, wie sind die USA denn da mit mutmaßlichen Drogentransporten umgegangen?"
  },
  {
    "start": 168.82,
    "end": 170.8,
    "text": "Wenn Sie was finden, dann beschlagnahmen Sie das."
  },
  {
    "start": 171.86,
    "end": 175.42,
    "text": "Und dann wird die Besatzung mitgenommen, dann werden Anklage erhoben."
  },
  {
    "start": 176.2,
    "end": 180.76,
    "text": "Sie kommen dann untersuchungshaft und kommen dann vor Gericht unter Umständen und werden dann vielleicht verurteilt."
  },
  {
    "start": 180.8,
    "end": 181.86,
    "text": "So wird es normalerweise gemacht."
  },
  {
    "start": 182.66,
    "end": 184.22,
    "text": "Trump und seine Leute machen das anders."
  },
  {
    "start": 185.64,
    "end": 190.9,
    "text": "Und wie rechtfertigen Sie das, dass sich jetzt die Boote einfach abschießen und damit ja auch die Besatzung umbringen?"
  },
  {
    "start": 191.34,
    "end": 194.42,
    "text": "Ja, die Rechtfertigen ist so, dass sie sich die US-Ausage am Krieg befinden."
  },
  {
    "start": 194.5,
    "end": 206.7,
    "text": "Für sie sind Drogenhändler, das sind Terrororganisationen, unter anderem diese Trenne Anagwa aus Venezuela, das ist eine Gang, die im Gefängnis entstanden ist, in Venezuela und die unter anderem auch mit Drogengeschäfte macht."
  },
  {
    "start": 207.12,
    "end": 217.86,
    "text": "Und das sind also Staatsfeinde, Terroristen und die müssen also sozusagen getötet werden, ist natürlich absolut völkerrechtswidrig und es wird auch immer auch für N als außergerichtliche Hinrichtungen bezeichnet."
  },
  {
    "start": 218.48,
    "end": 222.84,
    "text": "Für Trump ist es so ein Krieg und er fühlt sich da vorkommen im Recht, ist aber nicht."
  },
  {
    "start": 223.52,
    "end": 226.16,
    "text": "Können die UN denn da irgendwas machen oder jemand anderes?"
  },
  {
    "start": 227.28,
    "end": 231.32,
    "text": "Das Problem ist, auch diese Leute, die auf diesen Booten sind, man weiß ja gar nichts eigentlich."
  },
  {
    "start": 231.36,
    "end": 243.96,
    "text": "Es wird jetzt recherchiert, es gibt jetzt ein paar Namen, auch jetzt apiert gerade so eine Recherche gemacht und festgestellt, dass da sind halt verschiedene Leute drauf, da sind auch einfach Fischer drauf, die tatsächlich fischen, aber vielleicht nebenbei auch noch was mitnehmen."
  },
  {
    "start": 244.0,
    "end": 246.1,
    "text": "Das sind aber keine Großterroristen oder sowas."
  },
  {
    "start": 246.84,
    "end": 249.94,
    "text": "Die verdienen sich da ein paar Hundert bis paar Tausend Dollar dazu."
  },
  {
    "start": 250.86,
    "end": 253.7,
    "text": "Das Zeug ging oft zur Richtung Trinidad, zum Beispiel Tobago."
  },
  {
    "start": 254.38,
    "end": 256.22,
    "text": "Und von dort aus wird das manchmal verteilt."
  },
  {
    "start": 256.26,
    "end": 260.82,
    "text": "Es geht viel nach Europa, aber es ist keine große Drogenroute eigentlich von Venezuela in die USA."
  },
  {
    "start": 260.92,
    "end": 262.04,
    "text": "Diese Boote kommen da auch gar nicht hin."
  },
  {
    "start": 262.079,
    "end": 263.64,
    "text": "Die haben gar nicht die Möglichkeit, das ist ja viel zu weit."
  },
  {
    "start": 264.4,
    "end": 270.8,
    "text": "der große, vor allen Dingen, Fentanyl, um das es Trump und vor allen Dingen geht, weil da sich wirklich viele Leute umkommen durch dieses Zeug."
  },
  {
    "start": 270.94,
    "end": 276.02,
    "text": "Das kommt aus Mexiko, auf die Chemie aus China, das geht über den Landweg meistens oder auf anderen Wegen."
  },
  {
    "start": 277.24,
    "end": 280.42,
    "text": "Das ist eine totale Show und natürlich politischem Hintergrund."
  },
  {
    "start": 280.88,
    "end": 285.7,
    "text": "Es ist so ein Versuch zu zeigen, wir sind jetzt wirklich, wir, wir kämpfen gegen den Drogenhandel."
  },
  {
    "start": 285.9,
    "end": 290.6,
    "text": "Es gibt über vielen Fällen, weiß man überhaupt nicht, was es für Leute sind, wo die herkamen."
  },
  {
    "start": 290.64,
    "end": 296.3,
    "text": "Es ist ja auch bezeichnend bei einem Angriff, gab es zwei Überlebende, die wurden dann zurückgeschickt nach Coloumin Ecuador."
  },
  {
    "start": 297.12,
    "end": 300.6,
    "text": "Wenn die so schlimm sind, dann hätte man sie doch mitgenommen und verhört."
  },
  {
    "start": 300.66,
    "end": 306.44,
    "text": "Da hätte man ja auch viel rauskriegen können, anscheinend da so schlimmen Drogenhandel und hätte die dann vor Gericht stellen können."
  },
  {
    "start": 306.48,
    "end": 307.92,
    "text": "Aber das ist nicht passiert und zurückgeschickt worden."
  },
  {
    "start": 308.0,
    "end": 309.78,
    "text": "Einer ist, glaube ich, dann sofort auch freigesprochen worden."
  },
  {
    "start": 310.64,
    "end": 312.88,
    "text": "Und ja, das ist absolut verrückt."
  },
  {
    "start": 312.94,
    "end": 315.12,
    "text": "Das hat sich in der Routine eigentlich verwandelt inzwischen."
  },
  {
    "start": 315.26,
    "end": 318.94,
    "text": "Und das scheint noch nicht die letzte Eskalation Stufe gewesen zu sein."
  },
  {
    "start": 319.9,
    "end": 323.32,
    "text": "Was verspricht sich denn jetzt die Trump-Reviering von dieser Offensive?"
  },
  {
    "start": 323.66,
    "end": 326.14,
    "text": "Also du hast jetzt erzählt, wie sie das rechtfertigt."
  },
  {
    "start": 326.9,
    "end": 331.84,
    "text": "Glaubt sie daran auch selber, dass das jetzt helfen wird, die Drogenkriminalität in den USA einzudämmen?"
  },
  {
    "start": 332.36,
    "end": 334.06,
    "text": "Ach, was die immer so glauben, das weiß man nicht."
  },
  {
    "start": 334.1,
    "end": 337.82,
    "text": "Aber es ist natürlich, wie gesagt, offensichtlich, dass der meiste Stoff kommt."
  },
  {
    "start": 338.22,
    "end": 341.92,
    "text": "Das kommt ja auch in großen Schiffen, in Flugzeugen, sehr viel."
  },
  {
    "start": 341.96,
    "end": 344.4,
    "text": "Es gibt aber ganz normale Trendsübergänge in Mexiko."
  },
  {
    "start": 345.34,
    "end": 351.48,
    "text": "Das ist mal abgesehen davon, dass die Drogenhändler nicht alle nur Kolumbianer und Mexikaner, wenn es Wahnsinn sind, sondern auch einfach US-Amerikaner."
  },
  {
    "start": 351.58,
    "end": 353.78,
    "text": "Das gibt ja eine große Struktur an, das wird das ja gar nicht."
  },
  {
    "start": 354.44,
    "end": 355.12,
    "text": "funktionieren."
  },
  {
    "start": 355.24,
    "end": 357.4,
    "text": "Aber ja, das ist eben das, was ich mit Show meinte."
  },
  {
    "start": 357.44,
    "end": 366.58,
    "text": "Diese tödliche Show, die wollen zeigen, wie ihr machen war, sondern natürlich macht das für die meisten Leute einen erschreckend großen Eindruck, wenn da Boote in die Luft gejagt werden, versenkt werden mit Raketen."
  },
  {
    "start": 367.66,
    "end": 376.54,
    "text": "Und gleichzeitig werden ja da Truppen zusammengezogen, also Marine, auch als Flugzeugträger und Zerstörer vor der Venezuela-Küste."
  },
  {
    "start": 376.62,
    "end": 382.4,
    "text": "Und das geht natürlich über die Bekämpfung des Drogenhandels offenkundig hinaus, weil man braucht keinen Flugzeugträger."
  },
  {
    "start": 383.66,
    "end": 385.74,
    "text": "hier so Schnellbrote zu verfolgen."
  },
  {
    "start": 385.78,
    "end": 390.32,
    "text": "Das geht über den Kampf gegen die Drogen sicher hinaus."
  },
  {
    "start": 391.56,
    "end": 396.56,
    "text": "Okay, aber wenn es um noch was anderes geht als um den Kampf gegen die Drogen, worum dann?"
  },
  {
    "start": 397.6,
    "end": 402.18,
    "text": "Es geht darum, dass die USA eigentlich ein Regime-Change in Venezuela wollen."
  },
  {
    "start": 402.22,
    "end": 404.5,
    "text": "Mittlerweile haben sie sich auch mit den Kohl im Januar nebenan angelegt."
  },
  {
    "start": 405.42,
    "end": 415.84,
    "text": "Aber in Wirklichkeit geht es eben um den Versuch, da mindestens die venezuelanische Regierung aus den Angeln zu erheben, die Regierung von Nicolás Maduro, dem Nachfolger von Hugo Chávez, eine linke Regierung."
  },
  {
    "start": 416.42,
    "end": 426.52,
    "text": "Und außerdem in Venezuela, also das ist so runtergewirtschaftet und auch mittlerweile kann man sich eine korrupte Diktatur, sehr viele Millionen Venezuelan haben das Land verlassen."
  },
  {
    "start": 427.4,
    "end": 435.54,
    "text": "Deswegen sehr viel in die USA und es ist auch gleichzeitig hier der Kampf gegen die Migration, der den Trump hier mit allen Mitteln führt und viele herausschmeißen."
  },
  {
    "start": 436.22,
    "end": 440.56,
    "text": "Er hofft auf diesen Weg, glaube ich, Venezuela die Regierung zu stürzen."
  },
  {
    "start": 440.88,
    "end": 445.36,
    "text": "Und ja, man wartet darauf, wie das jetzt da weitergeht in der Karibik vor Venezuela."
  },
  {
    "start": 446.58,
    "end": 452.88,
    "text": "Trump hat jetzt schon mehrmals angedeutet, dass dieser Beschuss der Boote auf See nur der erste Schritt sein könnte."
  },
  {
    "start": 453.08,
    "end": 456.22,
    "text": "Er hatte mich davon gesprochen, dass es auch auf Land weitergehen könnte."
  },
  {
    "start": 456.8,
    "end": 457.56,
    "text": "Was meint er damit?"
  },
  {
    "start": 458.68,
    "end": 466.1,
    "text": "Also auch früher schon hieß es unter Trump, man würde auch vielleicht in Mexiko angreifen, die Drogenkartelle oder die Labrore und so weiter."
  },
  {
    "start": 467.04,
    "end": 469.58,
    "text": "Und jetzt eben Venezuela, und das ist jetzt eben die Frage."
  },
  {
    "start": 470.22,
    "end": 482.6,
    "text": "Offiziell würde es wahrscheinlich auf Angriffe auf die, wo man mal nicht ganz genau weiß, was soll das jetzt sein, also auf dieses Karteltrend, der sagt war, aber in Wirklichkeit meinen doch jetzt inzwischen die meisten, dass der Versuch dahinter steckt."
  },
  {
    "start": 483.3,
    "end": 494.26,
    "text": "den Präsidenten Maduro entweder so unter Druck zu setzen, dass er selbst geht oder das ergibt, wenn es zu iller gestürzt wird oder ihn vielleicht sogar irgendwie dort rauszuholen, so wie den Norjäger in Panama."
  },
  {
    "start": 495.12,
    "end": 496.24,
    "text": "Also das ist so der nächste Schritt."
  },
  {
    "start": 496.5,
    "end": 506.0,
    "text": "Jetzt wird erst auf sie, werden die Schnellboote versenkt und jetzt gehen wir an Land oder bombardieren an Land und versuchen den Maduro damit in die Knie zu zwingen."
  },
  {
    "start": 506.7,
    "end": 509.36,
    "text": "Aber ist das nur eine leere Drohung oder hat Trump das wirklich vor?"
  },
  {
    "start": 509.72,
    "end": 532.02,
    "text": "Das wissen wir nicht, ob das eine leere Drohung ist, aber wenn man sich die Marine da zusammen zieht vor der Küste, wenn es soehr lasst in der Karibik, der größte Flugzeuger der Welt, der wurde etwa x-tausend Mittelmeer abgezogen, der vor einiger Zeit noch lagt, der friedlich vor Mallorca, tausende Soldaten sind noch jetzt in Portolico und so weiter, dann hat es schon Grund, also es kostet auch ein Haufen Geld, noch so in diesen Zeiten Shutdowns und so."
  },
  {
    "start": 532.92,
    "end": 534.48,
    "text": "Also da steckt wohl schon ein Ziel dahinter."
  },
  {
    "start": 534.62,
    "end": 535.94,
    "text": "Vielleicht ist es nur eine Drohgebährle."
  },
  {
    "start": 536.14,
    "end": 542.94,
    "text": "Muskeln zeigen und Maduro so bedrängen, dass er selber aufgibt oder von seinen Leuten selber gestürzt wird."
  },
  {
    "start": 543.62,
    "end": 546.7,
    "text": "Aber es ist nicht auszuschließen, dass es tatsächlich losgeht."
  },
  {
    "start": 546.76,
    "end": 549.84,
    "text": "Zumal man bei Trump ja jetzt erfahrungsgemäß wirklich gar nichts mehr ausschließen kann."
  },
  {
    "start": 550.8,
    "end": 552.14,
    "text": "Das heißt, wir gucken weiter darauf."
  },
  {
    "start": 552.24,
    "end": 555.26,
    "text": "Vielen Dank dir, Peter, für deine Einschätzung und das Gespräch."
  },
  {
    "start": 555.9,
    "end": 556.26,
    "text": "Sehr gerne."
  },
  {
    "start": 560.94,
    "end": 565.72,
    "text": "Kurz vor unserem Redaktionsschluss hat in Washington eine Sondersitzung des US-Senats begonnen."
  },
  {
    "start": 566.06,
    "end": 569.92,
    "text": "Es geht dabei, um den auch nach vierzig Tagen immer noch nicht gelösten Haushaltsstreit."
  },
  {
    "start": 570.62,
    "end": 579.5,
    "text": "Um den Shutdown zu beenden, verhandelt die Senatoren jetzt über eine Art Überbrückungsfinanzierung, die die Regierungsgeschäfte zumindest vorläufig wieder zum Laufen bringen soll."
  },
  {
    "start": 580.04,
    "end": 584.34,
    "text": "Das würde mehr Zeit ermöglichen, um über längerfristige Finanzierungsgesetze zu diskutieren."
  },
  {
    "start": 584.82,
    "end": 590.1,
    "text": "Ob das klappt, wird sich vermutlich erst in der Nacht von Sonntag auf Montag zeigen, also nach unserem Redaktionsschluss."
  },
  {
    "start": 591.14,
    "end": 595.68,
    "text": "Ich habe Ihnen in den Shownotes noch eine lange Reportage von Peter Burkert verlinkt, den Sie gerade gehört haben."
  },
  {
    "start": 596.18,
    "end": 602.96,
    "text": "Er hat mit Menschen gesprochen, die stark unter dem Regierungs-Shutdown leiden, zum Beispiel, weil sie sich keine Lebensmittel mehr leisten können."
  },
  {
    "start": 605.68,
    "end": 612.52,
    "text": "Als die Taliban in Afghanistan einmarschiert sind, hatte Deutschland etwa zweitausend Afghanen zugesichert, dass sie hier Schutz finden können."
  },
  {
    "start": 613.14,
    "end": 617.6,
    "text": "Darunter zum Beispiel Richter oder Menschenrechtsaktivisten, die besonders gefährdet sind."
  },
  {
    "start": 618.26,
    "end": 624.02,
    "text": "Sie alle sind nach Aufforderung der Bundesregierung nach Pakistan geflohen, um dann von dort nach Deutschland zu kommen."
  },
  {
    "start": 624.74,
    "end": 631.2,
    "text": "Nur, die jetzige Bundesregierung fühlt sich an das Versprechen der Ampel nicht gebunden und will die Geflüchteten nicht aufnehmen."
  },
  {
    "start": 631.84,
    "end": 638.22,
    "text": "Deshalb haben sich die zweitausend in Pakistan gestrandeten Afghanen jetzt persönlich an Friedrich Merz und seiner Regierung gewandt."
  },
  {
    "start": 638.88,
    "end": 646.3,
    "text": "In einem Brief berichten sie von ihrer Angst, davor den Taliban ausgeliefert zu sein und bitten, um eine Aufnahme in Deutschland wie ihnen zugesichert wurde."
  },
  {
    "start": 652.46,
    "end": 660.66,
    "text": "Vor anderthalb Wochen haben Kämpfer der Miliz RSF die Großstadt im Sudan eingenommen und Massaka an den eingeschlossenen Bewohner begangen."
  },
  {
    "start": 661.36,
    "end": 671.52,
    "text": "Die Miliz hat die Stadt abgeschottet und lässt keine Kommunikation nach außen zu, aber im Internet kursieren Fotos und Videos, die belegen, dass es in El Fasher Massentötungen und Hinrichtungen gegeben hat."
  },
  {
    "start": 672.52,
    "end": 686.62,
    "text": "Meine STZ-Kolleginnen und Kollegen haben Satellitenbilder, Fotos und Videos ausgewertet und konnten so zurückverfolgen, was gerade in der abgeschotteten Stadt passiert und welche Möglichkeiten den Zehntausenden Menschen noch bleibt, wie vor der Medizfliehen konnten."
  },
  {
    "start": 687.68,
    "end": 689.44,
    "text": "Ich habe Ihnen die Recherche in den Schaunauts verlinkt."
  },
  {
    "start": 690.76,
    "end": 691.58,
    "text": "Redaktionsschluss für."
  },
  {
    "start": 691.72,
    "end": 695.26,
    "text": "auf dem Punkt war, hat die Sendung Jakob Anu."
  },
  {
    "start": 695.58,
    "end": 696.3,
    "text": "Danke dafür."
  },
  {
    "start": 696.82,
    "end": 699.04,
    "text": "Und natürlich auch danke an Sie, dass Sie zugehört haben."
  },
  {
    "start": 699.62,
    "end": 702.42,
    "text": "Bis morgen."
  }
]