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    "text": "Brasiliens ehemaliger Präsident Jair Bolsonaro muss ins Gefängnis."
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    "text": "Für mehr als siebenundzwanzig Jahre."
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    "text": "Der rechtsextreme Politiker sei Anführer einer Verschwörung gewesen, die putzen wollte, so das Gericht."
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    "text": "Über die juristische Aufarbeitung des achten Januar zwanzig, dreieundzwanzig in Brasilien spreche ich gleich mit meinem Kollegen Christoph Gurg."
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    "text": "Er war damals für die SZ in dem Land."
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    "text": "Sie hören den SZ Nachrichten Podcast auf den Punkt."
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    "text": "Heute mit mir, Johannes Korsche."
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    "text": "Vielleicht haben sie ja auch noch die Bilder von damals im Kopf, achter Januar, zwanzig, dreiundzwanzig in Brasilia."
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    "text": "Anhänger des abgewählten Präsidenten Jair Bolsonaro stürmen das Kongressgebäude, stehen auf dem Dach und schwenken die Brasilienflagge."
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    "text": "Drumherum kaputte Fensterscheiben, Rauchsollen und dann das prasselianische Militär, das die Aufständischen zurückdrängt."
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    "text": "Und so ein bisschen hat man solche Bilder damals ja schon gekannt."
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    "text": "Das war ja fast genau zwei Jahre nachdem in Washington Trump Anhänger das Kapitol gestürmt hatten."
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    "text": "Allerdings gibt es da zwei Unterschiede."
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    "text": "Erstens, in Brasilia stirbt an dem Tag des versuchten Putsches niemand."
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    "text": "Auf achthundert Seiten haben die Ermittler Mails und Handynachrichten ausgewertet, um vor allem eine Frage zu klären, welche Rolle hatte der abgewählte Bolsonaro selbst bei den Umsturzblänen gespielt?"
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    "text": "Die Absicht sei gewesen, einen Staatstreich und das Ende des demokratischen Rechtsstaats umzusetzen."
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    "text": "Das hat der Richter in der Urteilsverkündung in der Nacht auf Freitag verlesen."
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    "text": "und deswegen eben die sehr lange Haftstrafe von mehr als siebenundzwanzig Jahren für Bolsonaro."
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    "text": "Der wäre dann siebenundneunzig Jahre alt, wenn er sie abgesessen hat."
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    "text": "Wie das Urteil gegen Bolsonaro das Land heute verändert, da überspreche ich jetzt mit meinem Kollegen Christoph Gurg."
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    "text": "Er hat während des Putschversuchs für die SZ aus Brasilien berichtet."
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    "text": "Christoph, wie war die Stimmung damals auf den Straßen, nachdem Bolsonaro die Wahl nicht anerkannt hat?"
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    "text": "Also ich erinnere mich doch, dass ich damals bei den Wahlen in Rio war und Rio ist ja eigentlich so eine ganz entspannte Stadt, alle mit Flip Flops an und Strandgefühl und so was, aber da hatte die ganze Stadt die war so ganz nervös, man hat das richtig gemerkt und die Leute sind dann erstmal wählen gegangen und danach abends in Bars, um sich anzuschauen, wie die Auswertung war."
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    "text": "Brasilien hat so ein elektronisches Wahlsystem, was obwohl das Land riesig ist, dann relativ schnell geht."
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    "text": "Und da kam dann die Hochregelung rein und ich war im Lager von Lula."
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    "end": 201.02,
    "text": "Da war natürlich Riesenjubel, aber im Lager von Bolsonaro war natürlich Schock und Entsetzen da drüber, weil die Leute wirklich geglaubt haben, diese Wahlen wären gestohlen worden, weil das auch das war, was Bolsonaro vorher gesagt hat."
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    "text": "Und am nächsten Tag waren dann schon Leute vor den Kasernen gestanden und haben ein Eingreifen des Militärs gefordert."
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    "text": "Also richtig viele Leute, die vor den Kasernen standen und gesagt hat, Liebe Militärs, greift ein, was ja im Endeffekt ein Aufruf zum Putsch war und haben dann davon mit Soldaten Selfies geschossen und so."
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    "text": "Also das war ein bisschen gruselig, muss ich ganz ehrlich sagen."
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    "text": "Wenn wir uns die Rolle des Militärs nochmal genauer anschauen, hat auch deswegen der Putsch damals nicht geklappt, weil das Militär sich eben nicht auf Bolsonaro-Seite gestellt hat?"
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    "text": "Wenn man dem Gericht glaubt, dann war es wohl ein mehrstufiger Plan."
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    "text": "Also es gab verschiedene Szenarien, die Bolsonaro und seine... Anhänger oder seinen Vertrauten da durchgespielt haben."
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    "text": "Da wurde sozusagen überlegt, dass man Lula und einen besonders umstrittenen Richter von Obersten Gerichtshof und noch Lulas Vize, dass man die ermordet mit Granaten oder mit Gift, also richtig klassisch."
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    "text": "Soweit es ist dann nicht gekommen, man hat dann eine andere Idee gehabt, und zwar, dass man den Ausnahmezustand ausruft im Land nach den Wahlen, weil es dann eben so viel Chaos gab, weil Straßen gesperrt waren und so weiter."
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    "text": "Und man hätte dann eine, man hätte Lula verhaften lassen, man hätte auch diesen umstrittenen Richter vom Obersten Gerichtshof verhaften lassen und hätte eine Übergangsregierung eingesetzt, an deren Spitze dann natürlich Bolsonaro gestanden hätte."
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    "text": "Und dafür hätte man aber ... eben, wie du sagst, die Unterstützung vom Militär gebraucht."
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    "text": "Und man hatte dann wohl schon die Marine auf seiner Seite, aber das hier und die Luftwaffe haben wohl gesagt mit uns nicht."
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    "text": "Und dann ist dieser Plan im Endeffekt gescheitert."
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    "text": "und am Schluss war es dann so."
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    "text": "dass Bolsonaro nach in die USA abgehauen ist, kurz vor der Amtsübergabe, und die Amtsübergabe stattgefunden hat, also Lula da Silva, der jetzige Präsident von Brasilien, sein Amt angetreten hat."
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    "text": "Aber nach einer Woche kam es ja dann in Brasilia zu Unruhen von Bolsonaro-Anhänger, die dann da randaliert haben und das Regierungsviertel gestürmt haben."
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    "text": "Also das sind zum einen Teil ganz klassische Rechte, die Angst haben davor, dass der Kommunismus Brasilien übernimmt."
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    "text": "Das habe ich ganz oft gehört in Brasilien, dass es da geheime Verschwörungen gäbe, also so Verschwörungserzählungen, dass Brasilien in ein kommunistisches Land verwandelt werden sollen und so weiter."
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    "text": "Dann ist es auf der anderen Seite die... Elite vom Land, also die Landwirtschaft ist in Brasilien ein riesiger Machtfaktor, weil die wahnsinnig viel Geld umsetzen."
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    "text": "und da gibt es im Parlament auch eine ganz eigene Fraktion, die irrsinnig viel Einfluss ausübt und die Bolsonaro auch mit groß gemacht hat."
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    "text": "Und dann sind es auch noch die Evangelikalen."
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    "text": "Die stehen auf der Seite von Bolsonaro, haben irrsinnig viel Anfluss in Brasilien."
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    "text": "Die Prediger, wenn man da in so eine evangelikale Messe geht, dann sagen die Prediger, Weltbolzonaro rettet unser Land vor den Kommunisten, die die Bibel verbieten wollen, was natürlich alles Quatsch ist."
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    "text": "Und die auch glauben, dass dieser Prozess ein politischer Prozess ist, um Bolsonaro davon abzuhalten, dass im nächsten Jahr, wo wieder Präsidentschaftswahlen sind, dass er da wieder antritt."
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    "text": "Und ja, sie glauben, dass es sozusagen, dass man da Bolsonaro ausschalten will."
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    "text": "Also, ich würde mal sagen, das war bis jetzt das ... größte politische Ereignisse in Brasilien in diesem Jahr, wenn nicht in den letzten Jahren."
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    "text": "Also das wurde live im Fernsehen übertragen, hatte irrsinnige Zuschaltzahlen auch im Internet auf YouTube, obwohl es dann da teilweise dreizehnstündige Reden von Richtern gab."
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    "text": "War kommentiert, war in allen Nachrichtensendungen, war auf allen Zeitungen das Hauptthema."
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    "text": "Wie es kommentiert wurde, das hängt dann natürlich immer davon ab, in welche Medien man schaut, in den rechten Medien und den Bolsonaro-treuen Medien, war es natürlich, die Kommentierung schaut zu, wie unser Land von den linken Richtern und von den Linken an den Abgrund getrieben wird."
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    "text": "Und auf der anderen Seite wurde natürlich gesagt, seht ihr, was für ein Meilenstein Brasilien hat die Demokratie zurückerobert und verteidigt."
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    "text": "Wenn wir an der Stelle auch die Parallele zu den USA ziehen und zum Sturm aufs Kapitol am sechsten Januar, hat Brasilien da den USA gezeigt mit diesem Prozess, wie man seine Demokratie rechtsstaatlich verteidigen kann?"
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    "text": "Ja, also ich glaube, diese Parallelen, die sind total da und es ist bestimmt kein Zufall, dass ziemlich genau zwei Jahre nach dem Sturm aufs Kapitol in Washington dieser Sturm in Brasilien auf das Regierungsviertel war, in Brasilia."
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    "text": "Das ist einmal der ehemalige persönliche Rechtsanwalt von Präsident Lula und zum anderen der ehemalige Justizminister von Lula."
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    "text": "Die brasilianische Bundespolizei geführt über zwei Jahre."
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    "text": "Die haben achthundert Seiten Material zusammengetragen, wo wirklich einfach Beweise drin sind, die eigentlich nicht anfächbar sind."
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    "text": "Es gab Kronzeugen."
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    "text": "Es haben Leute aus dem engen Umfeld, aus dem ganz engen Umfeld von Bolsonaro ausgesagt, dass es diese Putschpläne gab."
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    "text": "Das heißt, es ist eigentlich... Ja, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr wahrscheinlich, dass diese Putschpläne wirklich stattgefunden haben und dass jetzt ein Politiker und auch Militärs aus dem Umfeld verurteilt wurden."
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    "text": "in einem Land wie Brasilien, das in den letzten hundert, knapp hundertfünfzig Jahren, fünfzehn Putschversuche und Putsche hinter sich hat und wo die letzte Militärdiktatur noch nicht mal vierzig Jahre zurückliegt, das ist schon echt ein Meilenstein, dass die es geschafft haben."
  },
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    "text": "Und da, ja, da können die, können die USA tatsächlich was davon darin, denke ich."
  },
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    "text": "Christoph, vielen Dank für deine Einschätzungen."
  },
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    "text": "Sehr gern."
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    "end": 634.64,
    "text": "Am Donnerstag haben wir hierbei auf den Punkt, wo das Attentat auf Charlie Kirk berichtet."
  },
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    "end": 637.66,
    "text": "Da gab es aber noch keine Hinweise auf den Täter."
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    "end": 644.68,
    "text": "Inzwischen hat US-Präsident Donald Trump dem Sender Fox News gesagt, dass in dem Mordfall ein Verdächtiger festgenommen wurde."
  },
  {
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    "end": 653.62,
    "text": "Das FBI hat am Freitag Aufnahmen eine Überwachungskamera veröffentlicht, auf denen der mutmaßliche Attentäter über ein Dach läuft und hinunterspringt."
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  {
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    "end": 659.18,
    "text": "Seine mutmaßliche Tatwaffe haben die Ermittler dann in einem nahegelegenen Waldstück gefunden."
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    "text": "Vizepräsident J.D."
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    "end": 665.82,
    "text": "Wenz war mit am Board des Flugzeugs, dass die Leiche von Körg nach Arizona überführt hat."
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    "end": 671.26,
    "text": "Trump hat im Interview mit Fox News gesagt, dass er hoffe, der Täter bekomme die Todesstrafe."
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    "text": "Nahe der polnischen Grenze haben Russland und Belarus am Freitag eine Militärübung begonnen."
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    "text": "Die Bundeswehr schätzt, dass insgesamt mehr als vierzigtausend Soldaten in Belarus und auf russischem Gebiet daran beteiligt sind."
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    "text": "Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat die Militärübung sehr aggressiv genannt und als Reaktion die Grenze zu Belarus geschlossen."
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    "text": "Die Militärübung soll noch bis Dienstag dauern."
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    "text": "Polen ist besonders besorgt darüber, weil im polnischen Luftraum diese Woche erstmals russische Drohnen abgeschossen wurden."
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    "text": "Und noch ein Hörtipp zum Schluss."
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    "start": 722.78,
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    "text": "Für alle, die sich gefragt haben, was es mit diesen kleinen Plüschmonstern auf sich hat, die ja gerade quasi überall zu sehen sind mit diesen Labubus."
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  {
    "start": 732.04,
    "end": 736.22,
    "text": "Denn hinter dem Hype steckt viel mehr, als man auf den ersten Blick denken würde."
  },
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    "start": 736.68,
    "end": 740.44,
    "text": "Nämlich Chinas Versuch, auch im Westen kulturell relevant zu werden."
  },
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    "start": 741.4,
    "end": 745.18,
    "text": "Labubus als Soft-Power-Tool der chinesischen Partei."
  },
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    "start": 745.88,
    "end": 755.38,
    "text": "Und in unserer aktuellen Folge des SZ-Recherche-Podcasts das Thema erklärt mein Kollege T. Monikulas die Hintergründe, zusammen mit dem SZ-China-Korrespondenten Gregor Scheu."
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    "start": 755.72,
    "end": 757.94,
    "text": "Hörenswert und in den Shownotes verlinkt."
  },
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    "end": 760.1,
    "text": "Und das war's für diesmal."
  },
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    "start": 760.38,
    "end": 764.5,
    "text": "Redaktionsschluss für auf den Punkt war, Produziert hat die Sendung Emanuel Pedersen."
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    "start": 764.74,
    "end": 772.36,
    "text": "Vielen Dank dafür und Ihnen, vielen Dank fürs Zuhören und bis morgen."
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