[
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    "end": 9.78,
    "text": "Der Bundestag hat entschieden, das Rentenpaket wird kommen."
  },
  {
    "start": 10.32,
    "end": 13.12,
    "text": "Damit ist der Rentenstreit in der Union jetzt erst mal vorbei."
  },
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    "text": "Und zwar ganz ohne Regierungskrise."
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    "text": "Darüber, was von diesem Wochen lang hin und her wegen der Rente bleiben wird."
  },
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    "text": "Und was an diesem Freitag im Bundestag passiert ist, spreche ich gleich mit Katharina Riel, der Leiterin des SZ-Politik-Ressorts."
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  {
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    "end": 32.2,
    "text": "Sie hören den SZ-Nachrichten-Podcast auf den Punkt mit mir, Anmalin Holt."
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    "text": "Eine Freundin hat zu mir gestern gesagt, sie kann's nicht mehr hören."
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    "text": "Dass es seit Wochen immer nur um die Rente geht."
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    "text": "Auch hier bei uns im Podcast."
  },
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    "text": "Und ja, da ist schon ein bisschen was dran."
  },
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    "text": "Inpolitisch war die Rente ja wirklich das große Thema in letzter Zeit."
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    "text": "Aber man muss dazu eben auch sagen, nicht um eine Grund."
  },
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    "text": "Denn kurze Zeit hat es so ausgesehen, als ob die schwarz-rote Koalition an ihre Rentenpaket zerbrechen könnte."
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    "text": "Weniger als ein Jahr, nachdem sie gewählt wurde."
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    "text": "Aber inzwischen ist klar, Die Krise ist fürs Erste abgewendet."
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    "text": "Denn gegen halb zwei am Freitag hat Bundestagsvizepräsident Bodo Ramolo das Jahr verkündet."
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    "text": "Das Rentenpaket ist verabschiedet und dann auch noch mit einer absoluten Mehrheit, weil sie gerade nicht mitgerechnet haben."
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    "text": "Allerdings stimmen Rammelusszahlen nicht ganz."
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    "text": "Es haben dreihundertachzehn Abgeordnete für das Paket gestimmt, zweihundertzwanzig dagegen, aber unterm Strich bleibt es dabei."
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    "text": "Die absolute Mehrheit steht."
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    "text": "Und die hatte Merz am Donnerstag noch mal als sein Ziel verkündet."
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    "text": "Er wolle die sogenannte Kanzlermehrheit."
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  {
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    "text": "Das heißt jetzt also konkret."
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  {
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    "end": 127.58,
    "text": "Die Aktivrente für Senioren, die länger arbeiten wollen, soll kommen."
  },
  {
    "start": 128.22,
    "end": 129.94,
    "text": "Die Mütterrente soll ausgeweitet werden."
  },
  {
    "start": 130.58,
    "end": 138.1,
    "text": "Und das Rentenniveau soll bis zu einem Jahrzehnt bis zu einem Jahrzehnt bis zu einem Jahrzehnt bis zu einem Jahrzehnt bis zu einem Jahrzehnt bis zu einem Jahrzehnt bis zu einem Jahrzehnt bis zu einem Jahrzehnt bis zu einem Jahrzehnt bis zu einem Jahrzehnt."
  },
  {
    "start": 138.14,
    "end": 148.92,
    "text": "Ja und Letzteres, das war ja der Teil des Pakets, gegen den sich eine Gruppe junger Unionsabgeordneter in den letzten Wochen gewährt hatte, weil sie befürchten, dass genau dieser Passus ihre Generation zu sehr belastet."
  },
  {
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    "end": 152.04,
    "text": "Deshalb hatten sie gedroht, bei der Abstimmung mit Nein zu stimmen."
  },
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    "end": 154.32,
    "text": "Die Koalition hätte dann keine Mehrheit gehabt."
  },
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    "text": "Aber dazu ist es ja nicht gekommen."
  },
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    "end": 174.34,
    "text": "Sieben Unionsabgeordnete haben bei der Abstimmung mit Nein gestimmt und zwar weitere haben sich enthalten, einer hat die Stimme zurückgehalten, aber trotzdem... Was man daraus ableiten kann, für die Koalition und auch für den Kanzler Merz."
  },
  {
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    "end": 177.8,
    "text": "Das frage ich jetzt die Politikchefin der SZ Katharina Riel."
  },
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    "text": "Katharina, kann man sagen, Merz hat hochgepokert und hoch gewonnen."
  },
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    "end": 189.44,
    "text": "Ich würde sagen, er hat hochgepokert, er hat gewonnen, aber hochgewonnen würde ich nicht sagen, dass er hat."
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    "text": "Aber was hat er dann?"
  },
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    "text": "Ich glaube, er hat auf die letzte Sekunde noch seinen Hintern und die Koalition gerettet."
  },
  {
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    "text": "Aber dass er hoch gewonnen hat, kann man nicht sagen."
  },
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    "text": "Ja, er hat die Kanzler Mehrheit bekommen, die hat er gewollt und insofern hat er hochgepokert, weil er die ja dann gestern Abend relativ überraschend noch gefordert hat."
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    "text": "Aber dass es jetzt ein hoher Sieg ist, in einem Sinne, dass er jetzt besser dasteht als vor dieser Rentenneparte, das kann man, glaube ich, wirklich nicht sagen."
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    "text": "War das den Klug von März?"
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    "text": "Am Donnerstag den Druck auf die Wahl auch noch mal zu erhöhen und zu sagen, er will unbedingt die Kanzlermehrheit haben."
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    "text": "Na ja, sagen wir so, jetzt aus der Retrospective würde ich sagen, war es wahrscheinlich schon nicht schlecht, weil man jetzt natürlich den Eindruck hat, er hat tatsächlich das bekommen, was er wollte."
  },
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    "text": "Gestern Abend habe ich ehrlich gesagt gedacht, oh Gott, warum macht er das denn jetzt auch noch?"
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    "text": "Warum?"
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    "text": "Geht da noch mal so all-in, weil wenn das jetzt schief gegangen wäre, dann hätten wir natürlich wirklich eine ganz andere Situation gehabt."
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  {
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    "text": "Jetzt im Nachhinein würde ich sagen, er ist im blauen Auge davon gekommen."
  },
  {
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    "end": 249.5,
    "text": "Insofern war es möglicherweise im Nachhinein auch nicht falsch."
  },
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    "text": "Wie wichtig war es denn für die Koalition, dass da jetzt eine eigene Mehrheit herumkommt bei dieser Abstimmung?"
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    "text": "Extrem wichtig."
  },
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    "text": "Wir haben uns tatsächlich schon vorbereitet auf ein sehr langes Wochenende."
  },
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    "end": 264.46,
    "text": "Also wenn das schief gegangen wäre, glaube ich, hätten wir tatsächlich in Deutschland nochmal eine völlig andere Situation gehabt."
  },
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    "end": 268.74,
    "text": "Ich weiß nicht, was dann aus dieser Regierung noch geworden wäre, aus dieser Koalition."
  },
  {
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    "end": 273.74,
    "text": "Wenn es ganz gescheitert wäre, das war ja dann schon sehr unwahrscheinlich, nachdem die Linken gesagt haben, dass sie sich enthalten."
  },
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    "text": "Da war klar, es reichen relativ wenige Stimmen, um dieses Paket durchzubekommen."
  },
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    "end": 287.32,
    "text": "Aber auch wenn es jetzt so gekommen wäre, dass sie es praktisch nur schaffen, weil die Linken sich enthalten, wenn sie quasi aufs Konto der Linken durchgekommen wären."
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    "end": 290.06,
    "text": "Das hätte diese Regierung schon wirklich sehr beschädigt."
  },
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    "start": 290.1,
    "end": 300.4,
    "text": "Das hätte den Kanzler sehr beschädigt und das hätte natürlich vor allem auch seinen Fraktionschef sehr beschädigt, Jens Spahn, der natürlich in der Verantwortung war, diese Mehrheit dabei zu führen, wenn das jetzt schief gegangen wäre."
  },
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    "end": 303.56,
    "text": "Ich weiß nicht, ob das dann nochmal gut gegangen wäre."
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    "text": "Und auf wen ist es jetzt zurückzuführen, dass es aber doch geklappt hat?"
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    "end": 310.98,
    "text": "Auf Spahn, auf März, auf die Linken, kann man sagen, wer den größten Anteil darin hatte?"
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    "text": "Naja, ich nehme schon an, dass Jens Spahn am Ende seinen Job dann offenbar schon gemacht hat und mit allen gesprochen hat und einen wahnsinnigen Druck ausgeübt hat."
  },
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    "end": 332.34,
    "text": "Ich glaube, es ist am Ende auch sehr viel, wie man dann immer so schön sagt, staatspolitische Raison bei der Union gewesen, dass dann doch halt viele gesagt haben, okay, ich will jetzt diese Koalition nicht aus den Latschen kippen durch meine Stimme."
  },
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    "text": "Ich glaube, dass das auch einfach der entscheidende Faktor war."
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    "text": "Und am Ende, ja, jetzt hat Spahn am Ende doch geliefert."
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    "text": "Aber ja, es war halt wirklich einfach wahnsinnig knapp."
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    "text": "Was bleibt denn jetzt übrig von diesem Rentenstreil?"
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    "text": "Also man könnte jetzt sagen, alles klar, Regierungskrise abgewendet, wir gehen zurück zum Alltag."
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    "text": "Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen."
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    "end": 363.76,
    "text": "Zum einen ist es natürlich so, dass der Sowohlspan als auch März, wie ich ja gerade schon gesagt habe, einen irren Druck aufgebaut haben auf ihre eigene Fraktion."
  },
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    "text": "Und die Frage ist natürlich schon, wer nimmt das übel?"
  },
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    "text": "Wann wird das gleich beim nächsten Mal auch noch mal heimgezahlt werden?"
  },
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    "start": 370.28,
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    "text": "Also da ist ja, glaube ich, jetzt schon echt mit harten Bandagen gearbeitet worden und mit sehr vielen Einzelgesprächen."
  },
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    "text": "Und es hieß ja auch immer wieder, es sei auch wirklich gezielt Druck ausgeübt worden mit Pass nur auf, was aus deiner Karriere wird."
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    "text": "mir schon vorstellen, dass das auch für die Fraktion mittelfristig nicht nur gute Folgen haben wird."
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    "end": 392.08,
    "text": "Und zum anderen ist natürlich die Frage, wie geht es mit dieser ganzen Rentengeschichte weiter?"
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    "text": "Schaffen die wirklich im nächsten Jahr eine ordentliche Reform vorzulegen?"
  },
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    "text": "Daran sieht es überhaupt nicht aus."
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    "text": "Die Vorstellungen von SPD und Union, wie man diese Rente reformieren könnte, müsste gehen ja sehr weit auseinander."
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    "text": "Naja, und jetzt mal auch unabhängig von der Rente."
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    "text": "Es wird ja wieder Themen geben, über die man sich auseinandersetzt."
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    "text": "wie viel da jetzt in dieser Koalition ein weiteres Mal kaputt gegangen ist, ist glaube ich noch nicht so richtig einzuschätzen, aber dass das nicht vertrauensbildend gewirkt haben wird."
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    "text": "Und letztlich halt wieder ein Beispiel war, wie ja auch schon dieses ganze Richterwahl-Drama und all die anderen Dinge, die wir jetzt schon hatten, dass diese große Koalition, die ja eben eine sehr kleine große Koalition ist, dass die einfach wirklich nicht sehr viel geräuschloser arbeiten kann, als es die Ampel konnte."
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    "text": "Das muss man einfach feststellen."
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    "text": "können wir noch mal ein bisschen genauer darauf gucken, wie Merz umgegangen ist mit diesem Streit auch in seiner Union."
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    "text": "Ja, das ist tatsächlich eine sehr interessante Frage, über die auch viel geschrieben wurde und geredet wurde in den letzten Wochen."
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    "text": "Wir alle haben das noch im Ohr, wie Merz Olaf Scholz damals vorgeworfen hat."
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    "text": "Er sei ein Klempner der Macht und gesagt hat, sie können es nicht."
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    "text": "Und natürlich sieht man, dass auch März wirklich große Schwierigkeiten hat, dieses machtpolitische Erfolg auszuüben, muss man einfach sagen."
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    "text": "Und dieses ganze Drama mit diesem Rentenstreit jetzt und mit dieser jungen Union und diesen Kritikern, das ist natürlich wahnsinnig faszinierend, wie schlechter das letztlich in den Griff bekommen hat."
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    "text": "Also das war ja schon sehr früh absehbar, dass da was kommt."
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    "text": "Die haben sehr früh gesagt, Wir haben da echte Bedenken."
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    "text": "Wir können ja so nicht machen."
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    "text": "Das geht über das hinaus, was im Koalitionsvertrag verabredet war."
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    "text": "Und Merz und Spahn haben es nicht wirklich ernst genommen."
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    "text": "Sie haben nicht versucht, den frühzeitig was anzubieten."
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    "text": "Die haben es einfach komplett eskalieren lassen bis zu diesem Deutschlandtag der Jungen Union."
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    "text": "Und ja, und ich denke auch, wenn Friedrich Merz es von außen betrachten würde, würde er sagen, da kriegt sie mach nicht so richtig gut auf die Reihe."
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    "text": "Das ist auf jeden Fall, glaube ich, zutreffend."
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    "text": "Was heißt das jetzt auch für den Parteinachwuchs für die Junge Union?"
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    "text": "Du hast den Deutschlandtag gerade schon angesprochen."
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    "text": "Die Junge Union hat Friedrich Merz ja immer gefeiert."
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    "text": "Ich war selber vor zwei Jahren beim Deutschlandtag."
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    "text": "Das war als wäre so ein Popstar da aufgetreten, als Friedrich Merz da kam."
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    "text": "Ist da jetzt was kaputt gegangen zwischen Merz und dem Nachwuchs?"
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    "text": "Also ich glaube, das muss man so sagen, ja."
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    "end": 548.9,
    "text": "Also es war ja tatsächlich, wie du sagst, eine ganz große Liebe und Begeisterung der Jungen Union, sowohl für März als auch für Spahn."
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  {
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    "text": "Die Jungen waren nicht die großen Unterstützer von März, die immer ihnen als denen gesehen haben, der endlich diese unzählige Merkel-Ära quasi abwickelt und auf den sie ganz große Hoffnungen gesetzt haben, eine vernünftige Politik und eine vernünftige Wirtschaftspolitik."
  },
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    "text": "Und da ist einfach eine ganz große Entfremdung offenbar jetzt."
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    "end": 577.82,
    "text": "gemärklich geworden und das ist natürlich für März ein Problem, wenn da einfach so ein ganz wichtiger Teil seiner Urunterstützer weggebrochen ist."
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    "text": "Lass uns nochmal draufschauen, wie es jetzt weitergeht mit der Rente."
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    "text": "Du hast es gerade schon angesprochen, es soll noch in diesem Jahr eine Kommission gegründet werden und die wird dann weiter ausgestalten, wie eine Rentenform aussehen kann, wird offene Fragen klären."
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    "text": "Da würde ich jetzt draus lesen, der Streit geht weiter."
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    "text": "Ganz bestimmt."
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    "text": "Darauf würde ich fest ausgehen."
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    "text": "Ja, also es ist ja insgesamt sehr interessant, auch an dieser Koalition insgesamt zu beobachten, in wie vielen strittigen Politikfeldern Kommissionen eingesetzt wurden, ist schon im Koalitionsvertrag auch bei Cannabis, wo die Vorstellungen bei Union und SPD extrem weit auseinander lagen."
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    "text": "Also diese Dinge hat man halt dann in Kommissionen ausgelagt, gesagt jetzt da gründen wir dann was und die regeln das dann und dann schauen wir mal."
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    "text": "Das ist natürlich schon auch eine gute Art, so strittige Fragen erstmal irgendwie auf die lange Bank zu schieben."
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    "text": "Aber ja, also es wird jetzt eine Kommission geben und die werden mit Sicherheit irgendwas erarbeiten."
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    "text": "Das ist ja auch bitter nötig."
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    "text": "Aber wie gesagt, also dass die jetzt einen Vorschlag präsentieren, den dann alle gut finden und der uns dann in die Zukunft führt, kann ich mir ehrlich gesagt Stand jetzt nicht so gut vorstellen."
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    "text": "Katharina, danke dir für das Gespräch und auch für deine Einordnung."
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    "text": "junge Männer, die nach dem ersten Januar, das Jahr ist, geborgen wurden, sollen künftig zur verpflichtenden Musterung."
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    "text": "Die Rundfunkanstalten dieser Länder haben am Donnerstagabend mitgeteilt, dass sie den Wettbewerb bergottieren werden."
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    "text": "Das heißt, sie werden nicht nur nicht teilnehmen, sondern den ESC noch nicht mal ausstrahlen."
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    "text": "Und es könnte auch sein, dass noch mehr Länder folgen, nämlich Belgien, Island, Schweden und Finnland."
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    "text": "Sie alle hatten gefordert, dass Israel vom ESC ausgeschlossen wird."
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    "text": "Mehr Infos dazu hat meine Kollegin Marie Gundlach."
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    "text": "Marie, am Donnerstag hat sich die Europäische Rundfunkunion getroffen, der Zusammenschluss der Rundfunkanstalten."
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    "text": "Was ist da passiert in dieser Sitzung?"
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    "text": "Es wurde nämlich nicht explizit über die Teilnahme von Israel am ESC abgestimmt."
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    "text": "Die Europäische Rundfunkunion hat sich da so einen kleinen Kniff ausgedacht und zwar haben sie ein paar Regeländerungen verabschiedet."
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    "text": "Und mit der Verabschiedung dieser Änderung wurde eben auch festgehalten, dass alle Länder, die sich an diese Regeln halten, am ESC teilnehmen dürfen."
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    "text": "Einige Länder wollen eben nicht, dass Israel am ESC teilnimmt, sie kritisieren die Kriegsführungen in Gaza, fehlende Pressefreiheit, aber auch das Verhalten von Israel beim ESC in den vergangenen Jahren."
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    "text": "Und jetzt ist ein bisschen die Frage, was das für den ESC bedeutet."
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    "text": "Aber da bleibt jetzt eben auch abzuwarten, wie sich die anderen Länder aus Europa in den nächsten Tagen und Wochen zu dieser Sache verhalten."
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    "text": "Ein Text von Marie Guntlach zum ESC-Berkot habe ich ihnen in den Schaunots verlinkt."
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    "text": "Und dann habe ich noch eine Meldung aus der Filmbranche, der Streaming-Rise."
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    "text": "Es waren noch andere Firmen daran interessiert, Warner zu übernehmen."
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    "text": "Zu Warner gehören viele Kinoproduktionen, aber auch HBO-Serien wie Game of Thrones."
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    "text": "Jeden Dezember wählt die amerikanische Farbfirma Pantone eine Farbe aus, die in den kommenden Monaten die Modetrenz bestimmen soll."
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    "text": "Der Link ist in den Schaunuts."
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    "text": "Redaktionsschluss für auf dem Punkt war, Vielen Dank an Laura Sagebiel fürs Produzieren dieser Sendung."
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    "text": "Ich würde sagen bis morgen und machen Sie es gut."
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