[
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    "text": "Eine knappe Woche ist der Anschlag auf den CSD in Berlin jetzt her."
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    "text": "Was hat dieser Anschlag seitdem in der queeren Community ausgelöst?"
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    "text": "Und wie kann man queere Vielfalt besser schützen?"
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    "text": "Darüber spreche ich gleich mit dem politischen Sprecher des CSD Münchens, Bernd Müller."
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    "text": "Sie hören den SZ Nachrichten-Podcast auf dem Punkt – diesmal mit mir Johannes Korsche!"
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    "text": "Am Montag, zwei Tage nach dem Anschlag für den Christopher Street Day in Berlin gab es in vielen deutschen Städten Mahnbachen Auch hier in München."
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    "text": "Und da bin ich dann aus Solidarität mit den Opfern in Berlin und meinen queeren Freunden auch hingegangen."
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    "text": "Wie sehr queeres Leben in diesem Moment angegriffen war, das konnte man sehen als zwei Lkws langsam auf dem Münchner Marienplatz zugefahren sind."
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    "text": "Hinten drauf waren diese weißroten Zufahrtsperren."
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    "text": "Der Marinplatz musste also so abgesichert werden dass niemand sein Auto auf dem Platz steuern konnte."
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    "text": "Der Geschäftsführer des CSD in München Alexander Kluge hat es in seiner Rede an diesem Abend so ausgedrückt."
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    "text": "Ich habe mich gestern bei dem Gedanken ertappt,"
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    "text": "sein können."
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    "text": "Dieser Gedanke macht mir Angst und er macht mich gleichzeitig traurig und wütend, dass ich ihn denken"
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    "text": "Was der Anschlag in Berlin in der Queeren Community ausgelöst hat – und was er in der Gesellschaft auslösen sollte?"
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    "text": "Er ist der politische Sprecher des CSD München und sitzt auch für die Rosaliste im Münchner Stadtrat."
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    "text": "Herr Müller, was waren Ihre ersten Gedanken als Sie den Anschlag auf dem CSD in Berlin mitbekommen haben?"
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    "text": "Ich war natürlich schockiert und ich war auch ein bisschen wütend weil mich diese Art von Anschlägen immer wütender machen egal wen sie treffen wenn es die eigene Community trifft."
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    "text": "das ist natürlich noch mal etwas ganz anderes denn wir wissen alle Berlin kann auch München sein und jede andere Stadt."
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    "text": "Und das wird einem in diesem Moment eigentlich sehr bewusst."
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    "text": "Und jetzt mit ein paar Tagen Abstand, was hat denn dieser Anschlag in der queeren Community allgemein so ausgelöst?"
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    "text": "Also neben der Betroffenheit und der Trauer die er ausgelösst hat, hat die Community das deutlichste Zeichen am Montag bei der Mahnwache im Marienplatz gesetzt."
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    "text": "Da kamen viertausend Menschen – das hat mich unglaublich stolz gemacht auf unsere Community!"
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    "text": "dass sie so gut reagiert hat."
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    "text": "Natürlich haben wir dort in erster Linie der Trauer einen Raum gegeben, aber man hat schon gemerkt das politisierte Menschen auch die wollen reden, die wollen auch über politische Dinge reden und ich hoffe, dass es innerhalb der Community wenn die Trauer einmal bewältigt ist tatsächlich zu mehr kommt als wieder Akta zu legen als geschichtliches Ereignis."
  },
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    "text": "Und was würden Sie sich da von der eigenen Community wünschen?"
  },
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    "text": "Es ist immer so, wenn es eine Art Anschlag gibt."
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    "text": "Wenn es Angriffe gibt dann muss man genau das tun was zunächst einmal schwer fällt nämlich sich zeigen und rausgehen."
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    "text": "also ich finde das wichtigste für queere Menschen sich als queere Personen in jedem Umfeld, ob im Alltag, im Berufsumfeld bei Freundinnen."
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    "text": "zu zeigen und klarzumachen queeres Leben ist so selbstverständlich, so unspektakulär wie nicht queeres leben."
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    "text": "auch das ist ja vielen Menschen nicht klar."
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    "text": "und deswegen ist das allerwichtigste dass wir uns zeigen dass wir offen sind, dass wir freundlich mit Menschen die vielleicht auch nicht unserer Meinung sind oder die uns Schwierigkeiten machen, dass sie mir den gut umgehen und hoffen dass wir stärker akzeptiert werden."
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    "text": "Ich will jetzt mit Ihnen noch einen Schritt zurückgehen und auf den Alltag von offenquier lebenden Menschen schauen."
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    "text": "Eine Quiere Freundin meinte die Tage mal zu mir, sie werde inzwischen öfter auf der Straße beleidigt als noch vor ein paar Jahren."
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    "text": "Das ist leider Gottes eine allgemene Entwicklung."
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    "text": "Die Gewaltzahlen und Gewalt müssen wir relativ weit fassen."
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    "text": "Da geht es ja nicht immer um körperliche Gewalt, da geht das eben auch um Beleidigung und kleinere Dinge, kleineren Anführungsstrichen die wir oftmals wegstecken ohne die wirklich wahr zu nehmen weil wir das ein bisschen gewohnt sind."
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    "text": "Das hat zugenommen, dass weiß man aus der Statistik aber auch im Alltagsleben völlig klar."
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    "text": "wer als queere Person heute auf der Straße zu erkennen ist egal ob man mit Freund, Freund in meinetwegen armen Arme über die Straße geht oder meine Regenbogenfahne trägt irgendwie als Queer identifiziert wird."
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    "text": "Das ist viel, viel schwerer geworden weil die Leute sich immer leichter tun diese Menschen zu beleidigen und in ihnen etwas zu sehen was sie in dieser Gesellschaft nicht haben wollen."
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    "text": "Und was wäre nötig damit der Alltag von queeren Menschen ja wieder freier und sicherer werden kann?"
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    "text": "Vielleicht muss man allgemein sagen das betrifft natürlich nicht alle queeren menschen."
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    "text": "ich behaupte mal dass ein großteil der relativ geregeltes Leben führen, wo sie nicht ständig Angriffen ausgesetzt sind."
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    "text": "Aber es geht um diejenigen, die tatsächlich diese Angriffe erleiden müssen."
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    "text": "und wenn wir das verhindern wollen in Zukunft dann muss man natürlich bei der Jugend anfangen."
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    "text": "da geht das um Bildungsarbeit, da geht es um Aufklärung an den Schulen Einstellungen und diese vorteilsbehafteten Meinungen, die werden in der Schule gebildet oder in den jungen Jahren gebildert."
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    "text": "Und genau an dem Ort muss man schon ansetzen."
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    "text": "Die meisten Menschen, die Probleme mit Queers haben, haben mit queeren Menschen gar nicht viel zu tun."
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    "text": "Deswegen muss man sich zeigen und klar machen."
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    "text": "Lebt mit uns, schaut auf uns – meinetwegen beim CSD."
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    "text": "Eben auch beim CSD mitfeiern auf zum Mahnwachen gehen sich dort auch zeigen oder was kann man selbst tun, wenn man nicht Teil der Community ist?"
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    "text": "Das passiert ja!"
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    "text": "Wenn man auf den CSD geht sind von diesen dreihunderttausend Menschen die auf der Straße sind da sind ja nicht alle queer."
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    "text": "ganz im Gegenteil."
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    "text": "es gibt ganz viele Nichtqueere-Menschen und die nennen wir LIS."
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    "text": "LIS sind Verbündete die es gut meinen mit der queeren community gerne mit ihr zusammen sind und die sich auch für sie einsetzen."
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    "text": "Und die müssen wir jetzt ein bisschen in dieser schwierigen Zeit, ein bisschen stärker in Anspruch nehmen und sagen liebe Leute es reicht nicht wenn ihr mit uns feiert!"
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    "text": "Ihr müsst jetzt auch mal offen für uns einstehen wenn wir Gewalt im weitesten Sinne erfahren."
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    "text": "das heißt wäre schön wenn auch ihr euch hinstellt und sagt hört mal so geht es nicht, hör mal deine Gags die du hier machst über meinetwegen schwule Männer die gehen so nicht."
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    "text": "Das würde ich mir von den nicht queeren Menschen noch stärker wünschen"
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    "text": "Und wenn wir das auf eine politische Ebene ziehen, was würden Sie denn von der Politik erwarten?"
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    "text": "Ich finde es sehr ein bisschen heuchlerisch, wenn Herr Merz oder Frau Klöckner jetzt natürlich ihre Anteilnahme bekunden Und im selben Atemzug Gelder streichen für queere Projekte."
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    "text": "Das heißt, die Politik muss dort ansetzen."
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    "end": 424.7,
    "text": "wenn sie ihre Worte der Trauer und der Vielfalt, die immer betont wird ernst meint dann muss sie diese Vielfaltung unterstützen und dann muss sich auch etwas dafür tun dass diese Gesellschaft befähigt wird queere Menschen als etwas Selbstverständliches anzunehmen."
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    "text": "das beginnt zu allererst in der Bildung in der Aufklärung in Schule aber geht natürlich weiter über hinaus."
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    "text": "Ich musste ja dann das Förderprogramm Demokratie Leben denken, dass ja vom Bund aus Projekte für Vielfalt auch fördern soll."
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    "text": "die zuständige Ministerin Karin Brinn von der CDU hat da auch gesagt ich zitiere mal vielfalls sehe sie nicht als staatliches Förderziel."
  },
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    "text": "was denken Sie wenn Sie so etwas hören?"
  },
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    "end": 459.08,
    "text": "Das ist natürlich ein Satz den mir gar nicht gefällt zumal sie ja ich glaube auch im Zuge des Berliner Anschlags davon gesprochen hat, Wichtig findet für unseren Staaten, auf der anderen Seite möchte sie es nicht mehr fördern."
  },
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    "text": "Für queere Menschen und nicht nur die Vielfalt betrifft ja ganz viele marginalisierte Gruppen in unserer Gesellschaft."
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    "text": "Da profitieren ja nicht nur queere menschen davon."
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    "text": "Vielfald ist extrem wichtig, vielfalt ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie!"
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    "text": "Und wer an der Vielfaltung rüttelt, macht sich wirklich auf den Weg in einen AfD-freundlichen Staat."
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    "text": "Auf jeden Fall, daran macht sich die Demokratie fest."
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    "text": "Was sind denn die Grundpfeile einer Demokratie neben Redefreiheit und was wir alles kennen?"
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    "text": "Da gehört der Minderhaltenschutz ganz klar dazu weil wir das in anderen Gesellschaften nicht kennen."
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    "text": "Wenn wir jetzt ein zwei Jahren noch mal sprechen, was wären Ihren Augen der positivste Ausgang den diese jetzige Situation haben könnte?"
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    "text": "Ich glaube ein zwei Jahre sind ein kurzer Zeitrahmen um tatsächlich Dinge in der Gesellschaft zu verändern."
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    "text": "ich würde mir als mittelfristige Reaktionen auf die Anschläge in Berlin und auch jetzt auf diese großartige Bahnwache, die wir in München abgehalten haben würde ich mir wünschen dass vor allen Dingen die Politik einsieht das Förderprogramme nicht gestrichen werden dürfen."
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    "end": 536.24,
    "text": "Dass die Community weiterhin oder auch stärker unterstützt gehört und dass bei den Menschen die da mitgemacht haben der Anteil nehmen und die auch ernsthaft betroffen waren dass sie ein bisschen stärker für unsere Rechte einstehen und mit uns und bei uns sind."
  },
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    "text": "Ich glaube, wenn wir das schaffen dann wäre es schon mal ein guter erster Schritt."
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    "text": "Und natürlich muss man immer sagen – ich habe ja vorhin schon gesagt Berlin könnte auch München sein."
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    "end": 549.38,
    "text": "Wir hoffen natürlich, dass in München etwas Ähnliches niemals passieren wird."
  },
  {
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    "text": "Herr Müller vielen Dank für das Gespräch."
  },
  {
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    "end": 551.92,
    "text": "Danke auch."
  },
  {
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    "end": 565.0,
    "text": "In unserem Meldungsblock blicken wir zuerst nach Spanien bzw auf eine spanische Enklave an der nordafrikanischen Küste Die spanische Stadt Ceuta."
  },
  {
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    "end": 572.24,
    "text": "Und immer wieder versuchen Menschen von Marokko aus dorthin zu gelangen, weil Ceuta ihm schon zur EU gehört."
  },
  {
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    "end": 575.96,
    "text": "In den vergangenen Tagen war der Ansturm aber besonders groß."
  },
  {
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    "end": 585.18,
    "text": "Laut Medienberichten sollen etwa sechzigtausend Menschen die Grenze überwunden haben – manche sind jetzt über die Grenzanlagen geklettert, die meisten durchs Meer geschwommen."
  },
  {
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    "end": 587.16,
    "text": "Vier Stunden muss man da im Wasser sein!"
  },
  {
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    "end": 592.92,
    "text": "Medienberichten zufolge sind bis Freitag Nachmittag mindestens achtunddreißig Menschen ertrunken."
  },
  {
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    "end": 601.8,
    "text": "Voraus gegangen war ein Urteil des obersten Gerichtshofs in Spanien, das hat entschieden dass sogenannte Pushbacks auf dem Meer nicht mehr rechten sind."
  },
  {
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    "end": 607.1,
    "text": "es verbietet also das Zurücktreiben von Menschen im Wasser die in Richtung Land unterwegs sind."
  },
  {
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    "end": 611.92,
    "text": "Spanier hat mittlerweile Soldaten und Spezialkräfte der Polizei Naseyouta geschickt."
  },
  {
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    "end": 621.86,
    "text": "Und jetzt schauen wir auf das, was sich der FIFA-Präsident Johnny Infantino Neues hat einfallen lassen um noch mehr Geld mit dem Fußball zu verdienen."
  },
  {
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    "end": 637.52,
    "text": "Er hat nämlich den Zweihundert Elf Landesverbänden der FIFA gesagt Wir könnten doch die Vermarktungsrechte an den FIFA Turnieren also vor allem an den Weltmeisterschaften an eine kommerzielle Firma auslagern und die könnte dann Anteile verkaufen."
  },
  {
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    "end": 642.66,
    "text": "Übrigens hätten sich dafür auch schon Investoren rund um die Trump-Familie gefunden."
  },
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    "end": 651.96,
    "text": "Diese Idee hat dann dazu geführt, dass die UEFA also der Zusammenschluss der europäischen Fußballverbände ein Statement herausgegeben hat."
  },
  {
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    "end": 664.4,
    "text": "Und in dem steht – Die Weltmeisterschaft dürfe nicht als Anlageprodukt behandelt werden und wenn die FIFA diesen Plan durchzieht, spielt kein europäisches Land mehr bei einem FIFA-Turnier mit!"
  },
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    "end": 675.68,
    "text": "Das würde dann zum Beispiel bedeuten, die nächsten beiden Weltmeisterschaften – also sowohl die der Damen als auch die der Herren – würden ohne den jeweils aktuellen Titelverteidiger Spanien stattfinden."
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    "text": "Daraufhin hat dann auch der Nord- und Mittelamerikanische Verband Infantinos Investorenpläne einstimmig abgelehnt."
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    "text": "Und auch der Asiatische Verband hat seine solidarische Unterstützung dafür mitgeteilt."
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    "text": "Und am Freitag ist dann noch ein enger Vertrauter von Infantino wegen dieser Pläne zurückgedrehten!"
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    "start": 694.319,
    "end": 704.26,
    "text": "Und jetzt ist ja die große Frage, was bedeutet das denn für den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino wenn die UEFA und die anderen Kontinentalverbände diese Linie wirklich durchhalten?"
  },
  {
    "start": 704.62,
    "end": 709.42,
    "text": "Und genau diese Frage habe ich meinem Kollegen Johannes Aumüller aus der SZ Sportredaktion gestellt."
  },
  {
    "start": 709.86,
    "end": 714.14,
    "text": "Also zunächst mal bedeutet es dass sein Investorendeal geplatzt ist."
  },
  {
    "start": 714.76,
    "end": 721.04,
    "text": "Er braucht, um diesen Investorendeal durchzusetzen, einhundert sechs von zweihundert elf Stimmen."
  },
  {
    "start": 721.24,
    "end": 722.68,
    "text": "Zweihundert Elf Mitglieder hat die FIFA."
  },
  {
    "start": 723.3,
    "end": 737.54,
    "text": "Daher kommt diese Zahl und wenn man sich jetzt anschaut welcher Kontinentalverband wie viele Mitglieder er hat dann hat man fünfundnützig in Europa, fünfunddreißig bei der Konker-Cuffe also Nord- und Mittelamerika und sechsundvierzig in Asien."
  },
  {
    "start": 738.22,
    "end": 746.319,
    "text": "Jetzt darf man nicht den Fehler machen einfach alle Zahlen zusammenzuordieren zu sagen das ist ja dann mehr weil Es kann im Zweifel immer noch jeder abstimmen, wie er möchte."
  },
  {
    "start": 746.939,
    "end": 751.28,
    "text": "Nur gleichwohl ist es als Signal sehr deutlich."
  },
  {
    "start": 751.64,
    "end": 756.74,
    "text": "Also von daher erste Ebene der Investorendeal ist nach meinem Empfinden geplatzt."
  },
  {
    "start": 756.8,
    "end": 759.26,
    "text": "Ich sehe nicht, wie Infantino dafür eine Mehrheit bekommen kann."
  },
  {
    "start": 759.8,
    "end": 760.88,
    "text": "Und auf der zweiten Ebene?"
  },
  {
    "start": 760.96,
    "end": 763.08,
    "text": "Wie kann's mit Infantinos selbst weitergehen?"
  },
  {
    "start": 763.18,
    "end": 764.54,
    "text": "Kann der FIFA-Präsident bleiben?"
  },
  {
    "start": 765.16,
    "end": 766.42,
    "text": "Das ist die nächste Frage."
  },
  {
    "start": 766.56,
    "end": 769.7,
    "text": "und natürlich haben diese beiden Themen was miteinander zu tun."
  },
  {
    "start": 769.76,
    "end": 777.439,
    "text": "wenn man mit einem so gewaltigen Aufschlag ins Rennen geht und das verliert, hat das ja ganz automatische Konsequenzen."
  },
  {
    "start": 777.98,
    "end": 781.4,
    "text": "Von daher muss man jetzt abwarten wie die nächsten Wochen verlaufen."
  },
  {
    "start": 781.439,
    "end": 790.64,
    "text": "und man muss vor allem jetzt mal abwalten wann präsentiert die Opposition immer weiter wachsende Opposition und immer klarer werden der Opposition?"
  },
  {
    "start": 790.76,
    "end": 793.22,
    "text": "Wann präsentsiert sie wen als Gegenkandidaten?"
  },
  {
    "start": 793.74,
    "end": 796.76,
    "text": "Und wann müsste Infantino als FIFA-Präsident wieder gewählt werden?"
  },
  {
    "start": 797.22,
    "end": 799.14,
    "text": "Die Wahl ist im März in Rabat."
  },
  {
    "start": 799.74,
    "end": 801.54,
    "text": "Infantino hat bereits gesagt, dass er kandidiert."
  },
  {
    "start": 801.78,
    "end": 814.54,
    "text": "Es ist ohnehin schon eine statuarische Interpretation das er überhaupt noch mal antreten darf weil eigentlich ist festgelegt, dass man nur drei Amtszeiten machen darf und Infantina wird sich dann zum vierten Mal wählen lassen."
  },
  {
    "start": 814.6,
    "end": 819.68,
    "text": "Man kriegt es so hin argumentiert Dass man sagt am ersten Mal war's eine Wahl mitten in der Legislaturperiode."
  },
  {
    "start": 819.76,
    "end": 821.68,
    "text": "die zählen wir jetzt nicht mit."
  },
  {
    "start": 821.9,
    "end": 834.68,
    "text": "Und auch vor diesem Hintergrund muss man ja diese gesamte Diskussion über diesen Investorendeal sehen denn Gehen wir mal davon aus, der käme irgendwie durch und es würde eine solche Firma gegründet in der die WM-Rechte liegen."
  },
  {
    "start": 834.74,
    "end": 836.46,
    "text": "Dann wäre ja die Frage wer leitet die?"
  },
  {
    "start": 836.58,
    "end": 842.84,
    "text": "Und selbstverständlich ist das eine naheliegende Vermutung dass das dann Johnny Infantino machen könnte auch wenn die FIFA beteuert."
  },
  {
    "start": 842.9,
    "end": 845.56,
    "text": "also über diese Frage bisher noch nicht gesprochen worden sei."
  },
  {
    "start": 846.12,
    "end": 847.22,
    "text": "Johannes, vielen Dank."
  },
  {
    "start": 847.5,
    "end": 860.78,
    "text": "Und wenn Sie jetzt noch mehr zu diesem ganzen FIFA-Wahnsinn interessiert – ich kann Ihnen schon eine Sache verraten in unserem STF-Fußball-Podcast und nun zum Sport wird es in der nächsten Folge am Montag auch nochmal um genau dieses Thema gehen!"
  },
  {
    "start": 867.68,
    "end": 870.42,
    "text": "Also ich stell mir den Plan von Friedrich Merz ja so vor…."
  },
  {
    "start": 871.08,
    "end": 877.819,
    "text": "eigentlich wollte er noch schnell sein Kabinett umbauen und dann im Ergebnis alle zufrieden mit frischem Wind in die Sommerpause …."
  },
  {
    "start": 878.72,
    "end": 880.88,
    "text": "aber so ganz ist das nicht gelungen."
  },
  {
    "start": 881.24,
    "end": 883.319,
    "text": "was ja vor allem an einer Sache lag."
  },
  {
    "start": 884.0,
    "end": 891.88,
    "text": "Das zwar schon durchgesickert war, dass März den alten Verkehrsminister Schnieder gerne entlassen würde – er aber noch keinen Nachfolger hatte!"
  },
  {
    "start": 892.58,
    "end": 895.86,
    "text": "Und da kommt der CDU-Finanzpolitiker Fritz Günstler ins Spiel."
  },
  {
    "start": 896.7,
    "end": 903.7,
    "text": "Den hatte März nämlich mit dem Angebot angerufen, neuer Verkehrsminister zu werden und ihn auf einem Campingplatz erreicht."
  },
  {
    "start": 904.5,
    "end": 909.24,
    "text": "Was dann passiert ist, das lesen Sie am besten in dem Text nach, den ich Ihnen in den Shownotes verlinkt habe."
  },
  {
    "start": 909.84,
    "end": 913.16,
    "text": "Beim Lesen habe ich zumindest viel über das Berliner Politikerleben gelernt."
  },
  {
    "start": 914.16,
    "end": 917.02,
    "text": "Redaktionsschluss für auf dem Punkt war heute, fünfzehn Uhr dreißig."
  },
  {
    "start": 917.2,
    "end": 918.819,
    "text": "Produziert hat diese Folge Juno Kraner."
  },
  {
    "start": 918.86,
    "end": 919.8,
    "text": "wie immer vielen Dank dafür."
  },
  {
    "start": 920.319,
    "end": 924.08,
    "text": "und Ihnen vielen Dank fürs Zuhören und schon mal einen guten Start ins Wochenende!"
  }
]